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Kurt Sprengeis
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Gefchichte
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1 der
B o t a n i k.
E r ft e r Band.
* ^ i"
4
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Kurj Sprengeis
G e f c h i c h t e
der K
• <
B o t a n i k.
Neu bearbeitet.
In zwey Theilen
Erfter TheiL
Mit acht Kupfern.
Alt en bürg and Leipzig:
F* A. Brockhaut.
i.
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* ■ •
i ."
• 4
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I
— r
Inhalt.
%rfiei Büch. Entliehen botanifcber Kenntniffei S. i — 5*
Kap.i. Biblifche Flor. 6 — 26.
Kap. 2. Indifcbe Sagen von Pflanzen, 26 — *8*
Kap. 3. Aegyptifche, griecbifche und römifche Sagen
von Pflanzen, 28 — 33« ,
Kap. 4. Horaerjfche Pflanzen , 33 — 4°»
Kap. 5. Erlte Grandzuge der Natnrlebre der Gewäcbfy
4« ~48.
«
Kap. 6. Die Rbizotomen, 48 — 5*.
Zweyte* Buch. Anfang der wiffenfchaMchen Pflanzenkun-
de, 63— 173.
Kap. 1. Theopbraft von Ereßu, 53 — 96*
Kap. 2. Alesandrinifcbe Scbnle, 96 — 115. Knüver*
204. 105. Nikander, 105 - no.
Kap. 3. Pflanzenkunde nnter der Römer Herrfchafy
115 — 173. Cato, 116 — 119. Varro, 119 — im#
Diophanei, 121. Virgil, 121 — 126. Columella,,
«»6 — 153. Juba, 133. 134- Diofkoridei, 134«
162. Pliniui, 162 — 170. Qalen, 170 — 173?
Drittel Buch. Verfall der Pflanzenkunde, 174 — *48*
Kap. 1. Barbarey unter Griechen und Römern, 174 r-
194. Pflanzen im Talmud, 175 — 183. Apolejus,
184. Pappos von Alexandrien und Mofet von Cho-i
reue* 184 — 186. Marcelloe vpn Bordeaux, i&6m
Palladius, 186. 187. Kofmai Incticopleuftea , 187 —
189, Ifidorus Hifpalenfii, 189 - W« Kalfianua
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Baflus* 191. . Symeon Seth, 191. Michael Glykas,
193 Nikolaus iYiyrepfikus, 193. 194.
fKap. 2. Karls des Grofsen Capitularia, 184 — 198.
Kap. 3. Möncbifche Bearbeitung der Pflanzenkunde,
198 *- 202.
Kap. 4. Pflanzenkunde der Araber, 202 — 225. Ko-
ptifch- arabiiciie und punifche Namen der Pflanzen,
22n — 22£.
5. Latipobarbaren , 228 — 248- Zwölftes Jähr-
enden,, 251. üreyzthntes, 232 — 256. Vierzehn-
tes, *5 6 ~ 243. Fünfzehntes, 243 — 248.
Viertes Buch. Wieder erweckte Pflanzenkunde, 249 —
37«-
Kap. \% Erneuertes Studium der Alten, 249 — 257.
Hermoleus Harbarus, 250. Robert de Vaile, 25 1.
M*rc Vigilius, 251. Nie. Leonicenus, 252. Pand.
Collenucci, 253» Job. Manardus, 253. Job. Ruel-
lius, 254. Andr. Lacuna , 255. Lor. Perez., »55.
ii I^rm. Graf von Neuenaar, 256. Eur. Cordus, 256.
Kap, 2. Unterfuchung vaterländifcher Pflanzen , 457 —
338. L Deutle he Vater der Pflanzenkunde 25$ ~*
280*. Oho Brunreis, 258 — 262. Leon. Fuchs,
262 Hier. Tragus, 269 — 272. Yaler. Cor-
dus, 273. 274. Conr. G einer, 274 — 281. Job.
Taal> 281 — 284« Ja^ Theodor Tabernämontanus,
284 — 2öG. Joh. Wigand, 286. II. Verdienfte
dt i Italiener, 256 — 3<>f>. Barth. Urbevetanus and Ang.
\yn\\aA -ai>6 1 Am. Mufa Brafavola, 287. Luc. Ghini,
Ifarib, Maranta, 288« L. Angüillara, 289 — 293.
P. A. Mattibii, 293 ~ 299. Fr. Calceolari, 299; Joh.
Pona,. 300. Ferr. Iinperati, 301. Fab. Columna,
502— '306. III. Niederländer, 306—531.' Hemb.
Dodoens, 307 — 310. Matth. Lobeluis, 310 — 317.
K CliTios, 317 33t. IV. Franzofen, 332 r- 334.
Jac. Dalechamp, 332 — 334. V. Batten, 334 —
Währ. Turner, 334- Joh. Gerard, 335. 336.
VI. Spanier tind Portugiefen, 336. 337. Amatus Lu-
fitanuv 3ß6. J, P. Jiiieve, J. Fragoii und B. Cienfue-
< «
»
DiQitizso by
gos, 337* VII. Polen , 337. 338. M. Urnedowa,
Andr. Kobylina, 530.
Kap. 3. Botanifche Galten, 333 — 343, Joach. Came-
rariiu, 341.
Kap. 4. Heifen in fremde Länder, dSo Pfa
erweiterten, 343 - 359. Gare, ab Uno, 347. Ch ift.
da Cofta, 347« Gönz. Hern. Oviedo, Hj«*
Benzoni, 35z. Nie Monardes , 5^3. Pet.'Bl,,n,
354. Leoo. Rauwolf, 355, Profp. Alpini, 357. Üo-
l>or. Belli, 359*
5. Ertte Spuren einer Anordnnng der Pflam*n#
359 — 37& Lobeliui, 360. Andr. Cefalpini, 36 w
Ad. Zaluzanius, 365. Joh Baubin, 364 — 5^9. .Kafp.
Bauhin , 369 — 377. Compilatoren : Jüf. CäC Sca-
liger, 377. Ul. Aldrovandi, Theodor Dotflea, .Ad*
Lonicer, Joh. CoiUus, Käß Durante, 373.
ymeidhnhafs der griechifchen PrUmen- Kamen, 379
393.
Veneichnif* der fyftematifcben Pflanzen «Namen, ,394
421.
fleg/iter der Schriftßeller, 4a* — 424»
,r Erklärung der Kupfer.
Jfo. i. ha!». i& Scorzonera tüberofa. S. 19. 55&
No. *. MmAv iß Alliom nigrom. S. 37. 63. i45-
No. 3. A#tü'< Xi|3imo\ ift Zixyphui Lotw W. S. 36. «4. "5*
ia8* *4o. 216. 290.
No. 4. sAof o3f Aas iß Afphodelni rämoüu. S. 37- 68- xo7-
145. 3*3.
No. 5; Taiuvdo« ift Gladiolu* communis. 8. 30. 3»-
iaa.
No. 6. Ko^oa.ra-tAo« ift Ophryi Fetrum eqoinom Deafost,
S. 115.
No. 7. Atro< «fyw'im* iß Nymphaca Loiw. 8. «7. 76. »5**
188. 358*
No. 8- kvV^^NelumbiumffadörumW. 8.16.28.7«'
*5*i *8&%
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Gefchichte
der
Bot
n
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Erltes Buch*
Entftehen botanifcher Keontniffe.
Die Gefchicbte des Entftehen S und der Ausbrei-
«
toog der hiftorifchen Pflanzen - Renntnifs hat fo grofse
Schwierigkeiten, dafs man auf Gewifsheit faft Ver-
riebt leiften und (ich mehrentbeiJs mit Vermutbun-
gen begnügen mufs.
Wir feböpfen die Nachrichten aber die Kennt*
nüTe des früheften Alterthums aus fchriftlichen Denk-
mälern und Denkmälern der Kunft. Die letztem
würden fehr belehrend feyn, wenn deren viele übrig
waren, oder wenn die noch übrigen mit folcher Ge-
nauigkeit, wie die Blumen und Pflanzen auf dem ja-
paoifchen PoYcel Jan, dargeftellt wären. Allein, theils
bildeten die Alten Gegenftände der Natur nur feiten
und blofs dann ab, wenn fie mit mythifchen Darftel-
Jangen zufammenhingen ; theils hatten fie keinen
Sinn für andere Darftellungeo , als folche, die die
Konft erforderte. Daher die Acanthus- Windungen
an den Säulen, die Lotusblätter, auf denen Harpo-
krates fitzt, die Mohnköpfe als Attribute des Jung«
tags mit gefenkter Fackel , tiie Myrtenzweige der
1 Grazien, die Kornähren der Ceres, die Palmen der
Sie&esgöttinn, blofs einen künftlerifchen , keinen wif-
tofchaftiiehen Ausdruck haben.
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Erftes Buch.
Wir müffen uns alfo an die fchriftlichen Denk-
mäler halten. Allein auch hier zeigen fich zahllofe
Schwierigkeiten , welche zu der gröfsten Vorficht
und Behutfamkeit auffordern. Eben weil die Alten
keinen Sinn für wiffenfchaftliche Befchreibungen oder
fyftematifche Anordnung hatten , fchildern fie von
den meiften Gewächfen nur eine Haupteigenfchaft , •
unbekümmert darum, ob diefe wesentlich oder zu-
fällig fey. Auch wird diefe Eigenfchaft nur beyläufig
gefchildert, indem vorausgefetzt wird, dafs alle Le-
fer die PHanze kennen. Jahrhunderte ändern bey der-
felben Nation den Namen der Pflanze: und wir, die
durch Jahrtaufende von jenen Zeiten getrennt find t
haben wenige Holfsmittel, um zu erratben, welche
Pflanze gemeint fey.
Dazu kommt, dafs die Länder, worin die erften
Beobachtungen Ober Gewäcbfe gemacht wurden, feit
Jahrhunderten von barbarifchen Nationen beherrfcht
werden, die das Auffuchen folcher Pflanzen, welche
mit den Befchreibungen der Alten übereinftimmen ,
gar fehr erfchweren. Rauwolf, Beion , Profper AU
pini , Anguillara, Buxbaum, Lippi, Donati, Tour-
nefoit, Haffelquift, Forskoi, Billardiere, Sibthorp
und Hawkins haben die Morgenländer in botanifcher
Rackficht durchreifet. Wir verdanken ihnen viel
Aufklärung: aber ungemein viel bleibt noch dem
künftigen Reifenden zu thun übrig: befonders, wenn
er, mit hinlänglichen Sprachkenntniffen ausgerottet,
die Nachrichten der Alten an Ort und Steile verglei-
chen und aufklaren wird. Doch mufs man bemer-
ken, dafs die Flor jener Gegenden fich feit Jabrtau-
fenden geändert hat. Jetzt wachfen bey Bethlehem
Tamarinden, bey Joppe Tulpen und KofcheniJIpflan«
zen, überall in Palästina Durra und Sefam , die die
Ifraeliten urfprünglich nicht kannten. CChatPau"
hriand itincr. vol. 2. p. 122. 170.) Zuckerrohr baut«
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Entfteben botamfcner Renntnifle. 5
man zu den Zeiten der Kreuzzöge in Paläftina: daraus,
imd weil das arabifche SüJj mit H^p abereinftimmt,
fchlofs Faber febr unzeitig, das letztere Wort bedeute
Zuckerpohr.
Eine andere Anficht der Pflanzen- Kenntnifs ift
■
die philofophifche: oder die Unterfuchung der Gründe
der Erfcheinungen in der Pflanzenwelt, derBeziehun-
gen derfeiben auf die grofse Haushaltung der Natur
und auf das menfchliche Leben. Diefe Anficht ift
offenbar älter, als die hiftorifche, welche blofs die
Befchreibungen der äufsern Merkmale, die Benen*
nungen und Stellung der Pflanzen in einer gewiffen
Ordnung begreift. Denn ehe man die Nothwendig-
keit einer wiffenfchaftlichen Anordnung einfah, mufste
man erft eine fo grofse Anzahl Gewächfe kennen,
dafs das Gedächtnifs fie nicht mehr faffen konnte:
ehe man fich einer wiffenfchaftlichen Kunftfprache
beflifs, mufste man auf andere Nationen und andere
Zeitalter Rückficht nehmen lernen. Aber weder der
lfraelit, noch der Grieche und Römer achtete andere
Nationen und bekümmerte fich um andere Zeitalter,
als in denen man eben lebte.
Auch konnte es nicht anders feyn , als dafs der
jugendliche Geift des Menfchen -Gefchlechts, durch
die auffallenden Einrichtungen der Pflanzenwelt ge-
reizt, vom natürlichen Hang zum Wunderbaren ge-
trieben, diefe Wunder mit ähnlichen Erfcheinungen in
der übrigen Natur verglich utid fo den Grund zu einer
Naturlehre der Pflanzen legte,welche ganz das Gepräge
des jugendlichen Aufftrebens einer ungeregelten Ein-
bildungskraftzeigte. Ariftoteles trefflicher Ausfpruch
(metaphyß i, 2.): „Vom Bewundern fängt alle Phi*
„lofophie an: daher liebten die älteften Weltweifen
„die Mythen: denn der Mythos befteht aus Wundern,
„und die UnwifTenheit mufs zur Wiffenfchaft durch
„ die vorrätbige Kenntnifs des Auffallenden und Wun-
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6 Erltes Buch.
„ derbaren in der Natur durchdringen : " diefer Aus-
fpruch beftätigt fich durch die genauefte hiftorifche
Forfchung.
Erftes Kapitel.
Biblifche Flor.
Die fcbriFtliche'n Denkmäler eines Volks, wel-
ches feit vier Jahrtaufenden fich faft in urfprflnglicher
Befchränktbeit' erhalten hat , find gewifs die ä heften
in der Welt. Nur die Liebe zu feltfameti und auffal-
lenden Meinungen konnte neuerlich die Vermuthung
begünftigen , dafs die heiligen Bücher der Hindu s
älter und die Sanfcritfprache ursprünglicher fey, als
die ebräifche. Wer mit dem Geifte der letztem fich
bekannt gemacht und die heiligen Bücher der Ebräer
unbefangen gelefen bat, kann kaum daran zweifeln ,
dafs die Mofaifchen Schriften wenigftens älter find,
als alles, was andere Nationen aufzuweifen haben.
In diefen Schriften werden eine Menge Pflanzen
erwähnt, die zu erklären um fo fchwerer ift, je we-
niger die Länder, welche jenes Volk in den älteften
Zeiten bewohnte, durchfocht worden find« Der
Stammvater der Ebräer, Abraham, wanderte mit fei-
nem Vater Tharach aus Ur - Chafchdim , dem nordlU
chen Mefoporamien, nach Charan (Carrä, imfüdöft-
lichen Mefopotamien). Von hier zog Abraham in
feinem fünf und fiebzigften Jahr nach Kanaan (Pala-
ftina), und von da, wegen Theurung, auf kurze
Zeit nach Aegypten. Sein Enkel Jakob wanderte auf
zwanzig Jahre wieder aus nach Aram-Naharaim (Me-
fopotamien), und, als er mit zwey Heeren zurück-
kehrte, war fein Oheim Ifmael fchon der Stammvater
eines Nomaden • Gefchlechts im öftlichen Paläftina ge-
worden, welches fich fpäter im füdöftlichen Arabien
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Erltes Buch. Erltes Kapitel. * 7
unter dem Namen Nabafbäer ( Saracenen nannten fie
6cb) ausbreitete. Sein Bruder Efau oderEdom haue
ßcb mit den Seinigen am arabifchen Meerbufen nieder-
geiaffen. Seine Nachkommen waren fchon eine
Schifffahrt und Handel treibende Nation. Jakob
felbft kehrte (1900 J. v. Chr.) nach Paläftina zurück
und nahm das Erbe feiner Väter in Belitz. Durch
Hungersnoth getrieben, wanderte fein ganzer Stamm,
wie Ahraham, nach Aegypten, wo feine Nachkom-
men 400 Jahre lang in den Weideländern (im Lande
Gofen) lebten, bis iie, gedrückt von den Pharaonen,
unter Mofes (i5oo J. v. Chr.) durch das wüfte Ara-
bien wieder nach Paläftina zogen. Auch hier biie-
ben ße von benachbarten Völkern gefchieden , ob-
gleich die Nähe von Tyrus und Sidon und die fudöft-
lieben Midianiter fie mit den Erzeugniffen ferner KU-
mate bekannt machen konnten. Sie felbft fingen erft
unter dem weifen Salomo ( io4o J. v. Chr.), durch
das Beyfpiel der Phönicier gereizt, an, die Vortheile
des Handels kennen zu lernen. Zu Lande zogen ße
über Tadmor (Palmyra), welches Salomon erbauen,
liefs (2 Chron. 8, 4*)> an den perfifchen Meerbufen.
Zur See fchifften fie vom Hafen Ezeon • Geber
(Ofcherme) am arabifchen Meerbüfen aus und befuch»
ten Saba (Hadramaut im glücklichen Arabien), das
Goldland Ophir , (wahrfcheinlioh die Küften Ara-
biens und Indiens). Die Infein des Mittelmeers, die
fie durch die Tyrier kennen lernten, nannten fie
überhaupt die lnfeln oder die Infein gegen Weften.
(Jerem. 25, 22.) Unter diefen wird das Land Eii-
fchah (Elia im Peloponnes), Dodaoim (Dodona?)
und Kittim (Italien, Sicilien) genannt. Java n hei fst
gewähnlich Griechenland: Lud Lydien. Pul fch eint
das nordweftliche Afrika zu feyo. (Jef. 66, 19,) Ja
(ogar nach Tarfchifch (Tarteffus oder Sevilla io Spa-
nien) gingen Salomon e Schiffe, obwohl nicht von
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I
»
t Erftes Hack. Erltes Kapitel«
r
Ezeon • Geber am arabifchen Meerbufen aus, wie es
der fpätere Chronikenfchreiber (2 Chron. 9, 21.
20 , 56.) mifsverfteht. Das ferne, herrliche Tar-
fcbifch gab allen Schiffe«, die für diefe Fahrt gebaut
waren und gleichwohl anderswohin fegelten, den
Namen Tarfcbifch - Schiffe. Mit diefen alfo fuhr man
nach Ophir und Saba, ins Goldland und Affenland. * .
SaJomons Kenntnifs der Pflanzen wird gerahmt
( 1 Kön. 4> 33. ).
Zweyhundert und Gebzig Jahre beftand das unter
feinen Nachfolgern getheilte Reich Salomon's , bis
Salmanaffar Palästina eroberte und die zehn Stämme
Ifraels nach Medien, in das heutige Khurdiftan,
Schirwan und Aderbidfchan, abführte. Hundert und
fiebzig Jahre fpäter ward auch der jüdifche Staat vom
babylonifchen König Nebukad- Nezar zerftört und die
Juden nach Babylon geführt. Ihre Gebzigjährige
Verbannung an die Ufer des Euphrat , zum Theil
wieder nach Gharan , wo ihr Stammvater Abraham
gelebt hatte, mufste fie, wie mit den Ideen der ßa-
bylonier, alfo auch mit den Erzeugniffen der Morgen*
länder1, bekannter machen« Cyrus endlich erlaubte
ihnen (536 J. v. Chr.), in ihr Vaterland zurückzu-
kehren.
Aus diefer kurzen Dar ftel lang ergiebt fich , wie
ausgedehnt die Länder waren, deren vegetabilifche
Erzeugniffe die Ebräer kennen konnten. Perfien,
Mefopotamien, Medien, Syrien, Arabien, Aegy-
pten, felbft Griechenland, Italien, Spanien und viel-
leicht die öftlichen Küften von Afrika oder Oftindien
waren von ihnen befucht worden. Wollen wir die
»
Pflanzen erklären, welche in jeoen alten Büchern vor*
kommen, fo müffen wir die Länder unterfcheiden,
woher jene Erzeugniffe gebracht wurden. Da indefo
auch dies nur auf Vermuthungeo beruht , fo lind die
alten Ueberfetzongen der fiebzig Dolmetfcher , die
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Biblifcbe Flor. 9
chaldäifcbe, fyrifche und arabifcbe, es find die Aus*
legungen der gelehrten Rabbinen, Aben Efra, David
Kimchi, Levi ben Gerfon, Mofes ben Maimon, Salo-
mon ben Jarcbi u. f. f., um Rath zu fragen. Doch
verfteht ßch, dafs man ßch auf diefe defto weniger
Yerlaflen kann , in je entferntem Zeiten und Län-
dern fie lebten. Ol. Celfius hat C Hierobotanlcon
Upt 1745.) diefe Hülfsmittel alle mit befonderer
Sorgfalt und Sachkenntnifs benutzt: doch ift eine
kritifche Nachlefe immer noch nützlich. Joh. Ernft
Faber hat Tie gehalten , und Hr. Prof. Rofenmüller
in Leipzig hat die Güte gehabt, mir feinen handfchriftv
licben Nachlafs zur Benutzung mitzutheilen , wofür
ich ihm hier öffentlich danke. Ich geftehe, Manches
daraus gelernt zu haben; aberFaber hätte doch beffer
gethan , wenn er nicht die Abficht gehabt, Celfius
aberall zurecht zu weifen , was ihm oft gar nicht ge«
Jungen. z. B. Hiob 4°> *6. fiberfetzt er mit
den LXX: ßoCropos (Rutomusumbellatus). Dies wi«
derlegt Geh fogleich durch Hiob 8, 11., wo es heifst :
„Kann auch Papierfchilf ohne HS2 (Schlamm)
„wachfen?"
Wir gehn nach der Ordnung des Linne'fchen
Syltems :
Cufcuma longa , tZ3*D^3 (Hobel. 4, 14.).
Olea europaea, Oelbaum, HM, wird befonders
im gelobten Lande gepriefen (5 Mof. 6, it.). Auch
Theophraft (hiß. i, i5.) rühmt den fyrifchen Oel-
bauirt wegen feiner Fruchtbarkeit. Der wilde Oel-
baum ift JJOsÖ Jcf. 41 > l9*> welches Luther Kie-
fern öberfetzt. An einem andern Ort Nebem. 8, i5.
giebt er's durch Baifamzweige.
Valeriana Jatamanfi Jones fafiat. refearch. 2,4o5.)
toll die wohlriechende Wurzel geben, welche das
TV3 der Ebräer , oder die Narden liefert. Indeffen
befchreibeo Diofkorides i, 6. und Avicenna (can.
lö Erftes Buch. Erltes Kapitel«
lib. 2. p. 225* ed. arab.) die Narden - Pflanze als ein
Gras, welches Alexanders Heer in unfäglicher Menge
in Gedrofien (Mekran) antraf. fArrian. expedL Alex.
6, 22.) Es wäre alfo Andropogon Nardus L. Vergl.
Gare' ab Orto in CJuf. exot. 201. Hiane in.philof.
transact. vol. 80. P. 2. p. 292.
Cyperus Papyrus , Papierfchilf , N£ä, im NiL
Bildad fragt beym Hiob 8, it.: „Kann auch Papier-»
„fchilf auf wachfen ohne Schlamm?" Jefajas, 18,2.,
ruft Wehe Ober das Volk, welches in Fahrzeugen von
Papierfchilf fährt. Dafs Kähne und Fahrzeuge aus
Papierfchilf gemacht wurden, bezeugt Theophraft
(hiß. 4, 9.). Hieher fcheinen auch die H2H HYON.
Schiffe aus Papierfchilf (Hiob 9, 26.) zu gehören!
Luther überfetzt fehr unrichtig: die ftarken Schiffe*
H3N ftimmt mit dem arab. Lrf, welches Papierfchilf
bedeutet.
Von Getreide • Arten kannten die Ebräer fol-
gende:
Sorghum faccharatum oder vulgare Will d., (Holcut
DochnaForsk. ß. arab. p. i74-)> Moorhirfe, int He*
fek. 4, 9. Diefe lernten fie erft in der babylonifchea
Verbannung, am Fluffe Chabor , Kebär (Chaboras)
in Mefopotamien kennen. Vermuthlich ift dies der
Weizen , deffen Blätter Herodot im babylonifchen
Lande bis vier Finger breit angiebt. (i , 193.)
Trieicum Spelta, Spelz, ward in Aegy*"
pten gebaut. (2 Mof. 9, 3a.) Andr. Michaux wollte
diefe Getreide- Art in Hamadan wild gefunden haben.
(Lamarck encycL 2, 56o.) Beym Hefekiel bedeutet
es etwas anderes.
Triiicum aefiivum , Sommer - Weizen , »"^H»
Es war fpätes Getreide in Aegypten (2 Mof. 9, 32.)t
alfo kein Winter- Weizen , der fieb überhaupt erft in
fpätern Zeiten aus dem Sommer- Weizen erzeugt zu
haben fcheint. Im gelobten Lande wuchs dies Ge»
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Biblifche Flor# H
treide vorzüglich (5 Mof. 3, 8.). Die Tyrier zo-
gen ihren Weizen von Minnith) im Gebiete der Am«
moniter. (Hefek. 27, 17.)
Hordeum vulgare oder hexafiichon , Gerfte,
msJ?ti7. Die Gerfte hatte in Aegypten fchon ge-
fchofst, ehe der Sommer- Weizen angefetzt hatte.
(2 Mof. 9, 3i.). In Paläfrtna afs man Kuchen von
Gerftenbrot: |W DnVb^X (Rieht. 7, i3.), wel-
ches Luther geröftet Gerftenbrot überfetzt. Wild
Toll die Gerfte in Balafcham, einer nordlichen Land*
febaft Indiens, wachfen. CMarco Polo in Ramufio
viaggi, 2. f. io.Ä.) Mofe von Chorene giebt fie in
Pbätacaranien am Araxes (in Georgien am Kur) wild-
wach fend an. fGeogr.arm. p. 36o.) Dies ift aber
wahrfcheinlich Hordeum bulbofum , welches auch ia
Taurien wild wächft und der gemeinen Gerfte gleich
fiebt. CMarfch. Bieberß.ß. taur.cauc. i,p. 82.)
Arundo Donax und PhragmUes find das Schilf,
welches unter den Namen Jef. 9, 14. 19, i5.
und TIN 1 Mof. 41 > 2« Hiob Ö, 11. vorkommt.
F'wus Carica , Feigenbaum , DiNH. Die Stamm«
altern des Menfchen - Gefchlechts follen fich, da fie
aus dem Paradiefe vertrieben wurden , Schurze von
Feigenblättern gemacht haben, (t Mof. 3, 7.). Dies
kann man, wegen des beftimmten Ausdrucks, weder
für Pifang« noch für Betel -Blätter halten, welche
beide fchwerlich in Kafchmire, wofür Hartmann und
Adelung das Paradies halten, wild wachfen.
Ficus Sycomorus , ägyptifche Feige , Dn£p^t
wächft in Aegypten und Paläftina (ehr häufig: die
Früchte werden vom armen Volke gegeffen. (Arnos
7, 14.) Das Holz wird als Schlechtes Bauholz dem
Cedernholz entgegen gefetzt. (Jef. 9, 10.) Dies
gefchieht wohl der Gemeinheit wegen: denn an fich
ift das Holz voller Mafern und fo dauerhaft, dafs die
Mumien feit Jahrtaufenden in Särgen von unverwefe»
11 Erftes Buch. Erftäs Kapitel*
tem Holze des agyptifchen Feigenbaums liegen«
(Tiaffrlquifes Reife, 495.) Derfejbe fand die Früchte
ungemein angenehm.
Solanum fanntum9 p"jn> Mich. 7» 4« Sprüchw.
i5, 19. D*ffelbe hat fich im Arabifchen erhalten*
fCelf. hierob. 2, 41.)
Zizyphus vulgaris* Judendorn, Y^CEO, Jef« 55,
i3. , gemein durch ganz Paläftina. (Belon lib. 2. c.
78. 90.) Der ebräifche Name hat fich noch im ara-
bifchen {jcud erhalten. Faber giebt dem ebräifche a
Wort eine allgemeine Bedeutung.
Zizyphus Paliurus , Judendorn mit geflügelten
Frachten, ^VTt, im Morgenlande undim füdlicheri
Europa gemein. Er wird als Baum (Hiob 3o, 7.) auf
unfruchtbaren Äeckern (Sprüchw. 24> 3i.) genannt*
Vergl Virgil ed. 5, 38.
Zizyphus §pina Chrifti ift HDN Rieht. 9, 14. 1 5.
Pf. 58, 10. Vergl. Diofcor. noth. p. 443. , wo bey
{Jiuvo; fteht^ 01 'Aspgoi \eyou<nv cürxhv, Belon lib. 2.
C. Ort. * ;
....
Lycium Raunolßi , eine noch nicht näher be-
ftimmte dornige Art ift ySCH Sprüchw. 20, 17. Kla-
ge!. 3, 1 6., welches die neueften Lexicographen durch
kleine Steine überfetzen. Das arab. Uq*oä, Avic.
p. 172., welches für Xüx/cv genommen wird, und
Rauwolfs Befcbreibung unter jenem Narnei? p. i57»
n. 28 ). brtibhten Faber auf die Vermuthung , dafs
Älagel. 3, 16. *3tf YH^ h*^™ m"rfe : Er
läjsc meine Zähne auf Domen beijsen. Denn D*)3
habe im Aramäifchen die Bedeutung, mit Geräufch
beifsen. Vergl. über die Pflanze Breyn. prod. 2, p*
77. Gronov. fl. orient. n. 60.
Vitis vMfera% der Weinftock , T?} > wächft in
Taurien , am Kaukafus und in Armenien wild*
(MarJch.Bieberfi.ß.taur.cauc. i, 1740 Bekanntlich
baute ihn Noah in Armenien zuerft. (1 Mof. 9 , 20.).
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Biblifche Flor. 13
>
Nerium Oleander Ml nach Haffelquift (Beife,
926.) der Baum an Waffe rbächen feyn, deffen Blät-
ter nicht verwelken. (Pf. 1 , 3.) Wenigftens fand der
Reifende diefen Baum in Paläftina an Bächen fehr
häufig.
Salfola Kali und Anabaßs aphylla geben das *V^3f
das Kali , welches aus der Afche diefer Pflanzen in
Paläftina vorzuglich gewonnen und zur Seife ge-
braucht wurde. Jer. 2, 22. Malach. 3, 2. Vergl.
Plin. 33, 27. und Hieronymus zum Jerem. 2, 22.,
auch RauwolFs Reife, S. 73.
Ob naabfj (2 Mof. 3o, 34.) unfer Galbanum
i(t , wofür es alle Ausleger halten , iäfst Geh noch
bezweifeln. Es wurde zu Räuchwerk empfohlen ,
und hat den Zufatz D^ÖD , wohlriechend. Daher es
eher ein anderes arabifches Räuchwerk ift. Dia
Rabbinen geben dem Zufatz einer übelriechenden Sub*
ftanzzu den wohlriechenden eine myftifcbe Bedeutung.
Vielleicht war es die indifche Art Weihrauch, da die
arabifche hiefs.
Cuminum Cyminum, morgenländifcher Kümmel,
flSID , ward in Aegypten und Paläftina gebaut. (Jef.
28, 25.)
Coriandrum fativum, Koriander, "ft (2 Mof»
16, 3 1 wird in Aegypten gebaut. (Torsk. ß. aegypc.
p. LXIV.)
Tamarix articulata Vahl., morgenländifche Ta-
marifke, V^N (1 Mof. 21, 33. \ Sam. 22, 6.).
Der Name bat 6ch im arabifchen V$f erhalten. Für
diefelbe Pflanze halten Celfius (hierob. 2, 195.) und
Gorter fliarlem. verhand. i5, 126.) das ^P"]? und
■)?*n^ (Jerem. 17, 6. 48, 6.>. Allein Gefenius
(Hebr. deutfch. Handwörterb. 2, 89.5.) zeigt, dafs es
beffer mit Michaelis Perlhuhn, oder der Verfiojiene*
von "HF PL mniJ , überfetzt wird.
Linum ufuatijjimum , der Flachs, niJWB (2M0L
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14 Crftes Buch. Erftes Kapitel.
g,3i.J. Der Flachs liatte Knoten gewonnen, oder
geblabt, als die Oerfte fchofste, und ehe Spelz und
Weizen anfetzten. Hier und da fcheint es auch für
Baumwolle zu gelten : wenigftens bedeutet HfJ^lJSf
den baumwollenen Docht in der Lampe Jef. 42j
43, 17.
Lilium candidum , weifse Lilie , JtthslJ , auch
ny^W, im Oriechifchen trouerov COiofc. 3, 1 16.), im
Arabifcben (Jom^am , im Spanifchen Agu^ena. Da,
nach Plinins (21, 5.)» die weifsen Lilien in Paläftina's
Thälern fehr häufig find, fo ift wohl daran kein Zwei-
fel. Als Zierrath an den Säulen des Tempels kommt
lilienförmige Arbeit vor. (1 Kön. 7, 19.)
Narcijfus orientalis , nVsDQ, (Hohe). 2, 1. Jef.
35, t.), nach der Auslegung desTargum und anderer
älterer Ueberfetzer. In Saron, einem fruchtbaren
Landftriche zwifchen Joppe und Cäfarea, wächft die
Pflanze fehr häufig. C Chateaubriand uiniraire^ vol. 2,
122.) lken (disf. de lilio faronuico. Brem. 1728. )
hält nbS3H für einerley mit
Acorus Calamus var. indica, indifcber Kalmus,
SfiDH D3JD (Jqrem. 6, 20.). Er kam aus fernen Lan-
den: aus Guzurate, nach Garcia ab Orto (bey Clufi
exot. p. 200.).
Allium fatwum9 Knoblauch, D^JDTOt, undACepa,
Zwiebeln , n+nn (4Mof. u, 12.). Darnach ver-
langen die Ifraeliten in der Wüfte. Eben dafelbft
kommt A* Porrum oder Scorodoprafum, Porre oder
Schnittlauch, TW1, vor, welches anderwärts (Pt
io4y *4«) blofs Gras bedeutet.
Diospyros Ebenum liefert Ebenholz , welches
unter dem Namen D'OSTI , Hefek. 27, i5., die Tyrier
aus Oftihdien oder Arabien brachten.
Acer creticum könnte ^HIH Jef. 41 > '9« 60 , i3.
feyn. Wenigftens aberfetzen die ä heften Ausleger fo.
Doch ift es fehr ungewifs.
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Eiblifche Flor.
Amyris gileadenfis > Bai famftr auch , foll nach
Abu 1 Fadli's Befchreibung CCelfi i , 33g ) N33 feyn.
Ich zweifle mit Faben(2 Sam. 5 , 23. 24.) DieRab«
binen und Lutber äberfeTzen es Maulbeerbaum. Der
BaJfam felbft heifst Dto3.
Amyris Kafal Forsk. fcheint den arabifchen
Weihrauch HÄ^ zu geben. Wenigftens ftimmen dia
Zeu^niffe ForskoPs (fl,arab. p. 19.) und Lamarck's
(encycl. 2, 626.) überein. Aber es gab einen indi-
fchen, den Roxburgh undColebrook (afiai* refearch.
toI. 9. p. 377.) als Boswellia (errätst oder turifera
beftimmen. Die Ifraeliten zogen den ihrigen aus
Saba (Hadramaut in Arabien). Doch fahrten ihnen
wahrfcheinlich die Tyrier auch den indifchen zu9
der ebenfalls auf der weftlichen Küfte Arabiens und
den IriTeln des perfifchen Meerbufens wächft (Pan-
chaia). Nach Hohel. 4> 6. »4« follte man den Baum,
der TOi^ trägt, für einen in Paläftina einheimifcben
halten. Allein dem Dichter ift es erlaubt, lieh nicht
fo genau an die Flor feines Vaterlandes zu halten«
Empfiehlt doch Gratius Falifcua fcy/ieg*»f. v. i32.)
dicZweige des fabäifchen Weihrauchftrauchs zu Wurf-
fpiefsen, und ColumeiJa (Üb. 3. c. 8.) fagt fogar, daCs
in römifchen Gärten die turea planta wachfe.
Lairfonia inermis, Alhenna der Morgenländer,
^CÜD, Hohel. 1, i4-> wo der Wohlgeruch der Blüthen-
trauben gepriefen wird. Vergl. Belon obf. 2, 74.
Lau r 11s Caffia, Mutterzimmt, H~p und rVtfFSCp,
2 Mof. 3o, 24. Pf. 45, 9. Hefek. 27, i5. Er
kam über Javan, in Jemen, aus Oftindien. Laurus
Clnnamomum% Zimmt, fltW*, 2 Mof. 3o, 24« Zu*
fammengefetzt wird es mit Balfam, wegen des
Oe!s. Wahrfcheinljch brachten die Midianiter und
Nabathäer diefes Gewürz aus den SeeV#fen Arabiens.
Styrax ofßcinale foll n^37 1 Mof. 3o, 37. nach
den LXX und Clemens von Alexandrien feyn. Di«
\
Dia
Erftcs Buch. Erftcs Kapitel«
auf Etymologie achten, halten es für die weifse Pap»
pel. Avicenna fp rieht vom fyrifchen Styrax p. 198.
Fagonia arabica kann dei4 TT"!"1! 1 Mof. 3, 18*
feyn, womit Jehovah den Acker des erften Menfchen
verflucht Denn jene Pflanze trägt gar lange wirbei-
förmige Dornen.
Euphorbia antiquorum ift vvahrfch ein lieh *t£"}0
Jef. 55, i5. Die Araber nennen wenigftens jene
Pflanze *^r-£-
' Portulaca oleracea wäre, nach dem Syrer, Hlö^n
Hiob6, 6., welches Luther mit den älteften Ausle-
gern durch Eyweifs* überfetzt. Uebereinftimmend ift
a t \\ ^ LithofpermumanguftifoliumForsk.fl. aegypt.
p., LXI1.
Michelia Tßampaca foll , nach Adelung , der
Baum des Erkenntniffes l Mof. 3. feyn. Indeffen,
Her fchönen Frucht wegen , könnte es eben fo gut
Eugenia malaccenfis feyn : wenn man nur wüfste, ob
beide in Kafchmire wachfen.
Amygdalus communis , M^ndelbaum , tp^.
Dies Wort kommt von tpttt munter feyn, weil der
Mandelbaum fehr früh blüht, worauf Jerem. t, 11.
eine Anfpielung vorkommt. Auch 1 Mof. 3o, 37.
foll der Mandelbaum feyn.
Punica granatum , Granatapfelbaum , flD") .
Diefer Name ift ins Arabifche U^*/\ unc* ins P°rtu-
giefifche romaa übergegangen. Unter den edlem
Früchten des gelobten Landes (5 Mof. 8,8.) und
Aegyptens (4 Mof. 20, 5.) wird er genannt. Die
Reize, auch die geheimften, der Geliebten werden
mit diefer Frucht verglichen. (Hohel. 4> 3. i3.) Aus
ihr ward ein weinichtes Getränk bereitet. (Hohel.
8, 2.)
Pyrits Cydonia, Quitten, fpKJ (Hohel. 7, 9 ).
fcblifche Flor* 17
Wegen des Wohlgeruchs werden die Früchte ge-
p riefen.
Mjrtus communis , Myrte > DTH oder Cin.
Nehenu 8, i5. wird es von H*QJJ Y?, dichtbelaubter
Baum, unterfchieden. Damit ift DT^JJ, dicht ver-
flochtene Zweige > verwandt, welches Pf. 118, 27.
von Onkelos, dem Syrer und Andern durch Myrte,
von Luther durch Mayen (Betula alba) öberfetzt wird.
Hefek. ig, 1 1 . wird daffelbe Wort für das dichte
Laub des Weinltocks gebraucht.
Rubus fanctus konnte der Dorn ftrauch PIDO feyn,
den Mofe am Horeb in Flammen fah. (2 Mof. 3, 2.)
Capparis fpinofa ift H^YCN Pred. 12, />., wie es
die Alexandriner, der Syrer und Araber überfetzen,
und wie fich dies Wort auch im Rabbinifchen erhalten
bat. Faber in feinem handfchriftlichen Nachlafs lieft
TOTON ^SH , und Öberfetzt : ehe denn die Kaper-
firäucher fich vermehren ; d. h# ehe lieh Gräber und
Trümmer häufen, auf denen Kapern wachten. Vergl.
Beion üb. 2. c. 88. von den Kapern um Jerufalem.
Ciftus creticus liefert freylich das Ladanum der
Griechen. Aber das arabifche, deffen Herodot 3,
1 12. a]s einer köftlichen Spezerey erwähnt, und wel-
ches Sftrabo (üb. 16. p. 43?« ed. Tzfchucke) Xa^uvov,
tivhicrxTov $vpti*[A* iv ZajSai'wv y$ nennt , ift das tb ,
welches die lfmaeliter aus Gilead (nachmals Peräa),
den öftlichen Landen am Jofdan, nach Aegypten
brachten»
Nigella fativa ift , nach der Auslegung der Rab-
binen n^D Jef. 28, 25., eine Pflanze, die noch in
Aegypten gebaut wird. Fälfchlich überfetzt es Luther
Wicken. Jefajahfagt: man drefche den nSfJ nicht,
fondern fchlage ihn mit einem Stabe aus.
Flacourtia fepiaria Roxb. foll, nach Link's Ver-
muthung C Schräders neues Journ* der Bot. 4, i52.),
der pJ* Jef. 44> l4* feyn> weil ein verwandtes arab.
Geich, d. Botanik, t. B. 2
lg Erltes Buch. Elftes Kapitel.
Wort üU von Abul Faclli beym Celfius 1 , 192. für
einen Baum im felfigen Arabien gebraucht wird , den
Link als den von Roxburgh befchrjebenen zu erken-
nen glaubt.
Origanum creticum ift 2 Mof. 12, 22., der
als die kleinfte Staude, die aus der Wand wächft,
1 Kon. 4> 33., der Ceder vom Libanon entgegen ge-
fetzt wird. Trefflich hat Faber (Keils und Tzfcliir-
ners Analekten, 1, 10.) durch die Ausfage des Mofe
ben Maimon, ~^TN fey j^Ljljo der 'Araber, heraus-
gebracht^ es fey der kretifche Sater gemeint. Die-
fer (Origanum creticum) ward von Rauwolf häufig
in Paläftina gefunden, {Reife, S. i5t.) Doch gicbt
Belon (lib. 2. c. 81.) auf den Bergen um Jerufaieru
einen wilden Ifop an , der von dem unfrigen unter-
fchieden fey und nicht in Kreta wachfe.
Goffypium lierbaceum, Baum wollen ftau de , lie-
ferte 13 unc* ^S?> Baumwolle, Byffus, welches fpä-
ter (liefek. 27, 16. 1 Chron. i5, 27.) genannt
wird. Dafs der ebräifche Byffus gelb gewefen, fagt
zwar Paufanias (Üb. 5. c. 5.)» Dann wäre Goffypium
religiofum in Paläftina gebaut worden. Dies kann
zwar zu Paufanias Zeiten der Fall gewefen feyn, als
durch! ausgebreitetem Schifffahrt diefe indifohe Art
nach Weften verpflanzt wurde. Aber Vofs (zu Vir-
gils Landb. 2, 120.) hat fehr Unrecht, wenn er meint,
der reiche Mann in der Parabel habe fich in brand-
gelber Baumwolle gebrüftet. Die Uebereinftimmung
von y© mit UoLj weifs glänzen, und von mit
tfjttf, weifser Marmor, auch , ireifse Lilie ,
fpricht dagegen. Dafs indeffan die feine Leinwand ,
fey fie aus Flachs oder aus Baumwolle gefponnen, mit
den Namen yi3 und belegt wird, dafür fpricht,
dafs Hefekiel 44, 18." da DTTsTD fetzt, wo die
Mofaifchen Schriften (2 Mof. 39> 27.) und
-
-
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Biblifche Flor,
19
13 (3 Mof. iG, 4.) haben. Aus Aram (Chalcfäa)
zogen die Tyrier ihre Baumwolle. (Hefek. 27, 16.)
Ob im Jofua 2, 6. unter yjT^nUJS (Baumflachs)
Baumwollen ftauden zu verftehn feyn, laffe ich dahin
gefteJIt feyn. Der Leibrock, rOH3 und rorO, y/rw,
hatte wahrfcheinlich von dem Stoff, (^jJziJ , ' coeton ,
Kattun , den Namen: doch bedeutet (jUiS» auch
Flachs und Leinwand. Efther 1 , 6. heifst die köft-
lichfte Leinwand 0S"O , perf. (jaJ^sd , welches
aus der San fcritfp räche abftammt. (dßat. refearch.
4> 23l.)
Pterocarpus fantaünus, den König auf den Ge-
birgen Oftindiens entdeckte , liefert das wahre San-
delholz , welches aJs D^E.yjN oder O^tÄN 1 Kön.
10, 11. vorkommt. Der fpätereChronikenfchreiber
(2 Chron. 2, 7.) verfetzt es irrig auf den Libanon.
Ervum LenSy Linfen, find unbedenklich CPlJlP
1 Mof. 25, 34* 2 Sam. 17, 20. Noch jetzt arab.
Vicia Faha , Bohnen , eben fo gewifs V1®*
2 Sam. 17,28. Arab.
Cic*r arietinum , Kichern , fcheint H£CD beym
Hefekiel 4> 9« zu feyn, weil es mit andern Hölfen-
fröchten verbunden wird und der arabifche Ueber*
fetzer damit Qbereinftimmt. Vergl. Faber in Keils
und Tzfchirners Analekten, 1, 19.
Hedyfarum Alhagi wird unter dem Namen Clöp
freylich von Petachia {itiner. p. 191. 192.) beschrie-
ben. Hat fich die Bedeutung des Worts nicht geän-
dert, fo mufs man Jef. 34» 1 3. SprOchw. 24, 3i. und
Hof. 9, 6. diefelbe Pflanze verftehn. Sie wächft
allerdings in Aegypten und in Syrien um Aleppo.
(Rauwolf Reife, S. 94.)
Scorzonera tuberofa. Diefe Pflanze wächft bey
Damafcus. Aus der Wurzelknolle quillt ein Saft
-
so Erltes Buch, Elftes Kapitel. «
hervor, der, einer Wallnufs grofs, zu Gummi ge-
rinnt , und von den Weibern in der ganzen Land-
fchaft, örtlich vom Jordan, beftändig gekaut wird.
Es wird als Spezerey dem Maftix vergezogen, Höcbft
wahrfcheinüch ift dies das D)DZ (i Mof, 37, 25.
43, 1 1.), welches die Ifmaeliter aus Gilead brachten.
Einige Ausleger überfetzen es Storax: die Araber ha-
ben noch das Wort &L£L> für Tragacanth. Vergl.
Rauwolfs Reife, 1 17. und Belon Hb. 2. c. 91.
Cichorium Intybus fcheiut itFlti des Talmud zu
feyn, wovon D^VTE 2 Mof. 12,8. die bittern Kräu-
ter , die zum Ofterlamm gegeffen wurden. LXX
irutglbeq. jA erklärt Eon Beitar (Bochart. hieroz.
1 , 606.) als Cichorie.
Artcmifia iudaica? oder A. Apfynthium\ Wer-
muth, fcheint rCI^ (5 Mof. 29, 18. Jerem. 9, 14.)
zu feyn.
Buxus fempervirens , Buxbaum , ift höohft wahr-
fcheinüch T^Nv), welches die Tyrier aus den Infela
Khittim brachten (Hefek. 27, 6.)> wo man ftatt
D^UJN, D^U.vna lefen mufs. Denn Elfenbein warc^
auch nach Virgil Aen. 10, 137. , in Buxbaum einge-
fafst. Doch wird Jef. 60, i3. der Baum als einhei-
mifch auf dem Libanon angegeben , wo, ihn auch
neuere Reifende gefunden haben.
Pinus Cedrus , Ceder vom Libanon , ift ohne
Zweifel T^N, das köftüchfte Bauholz, welches man
vorzugsweise vom Libanon holte. Sonft aber wächft
der Baum auch auf dem Amanus undTaurus in Klein-
afien. (Belon üb. 2. c, 107. 1 10.) Der fpatere Chro-
nikenfehreiber (2 Chron. 2, 18.) erzählt, Salomon
habe 80,000 Menfchen auf den Libanon gefchickt >
um Gedern zu fällen. Indeffen weifs man, dafs die
Zahlen in diefen Büchern nicht buchftäblich zu neh-
men find. Auch kannte ilefekiel die Natur des
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Bibüfche Flor.
21
■
Baums wenig, wenn er glaubte, dafs die Ceder fich
durch Stecklinge fortpflanze. (Hefek. 17.) Jetzt find
auf dem Libanon noch neun alte herrliche Cedern
übrig, deren höchfte 21 Schuh im Umfange hält.
Sooft fah Meier noch 8 bis 900 kleinere. fSchickJale
eines Schweizers auf feiner Reife nach Jerufalem, B.
3. S.76 — 75.)
Juglans regia , Wallnufsbaum, ift T^N Hobel.
6, 10. Belon fand ihn am Fufs des Libanon, nach
Baalbek zu. (Hb. 2. c. g5.)
Quercus Ilex> immergrüne, füdliche Eiche, ift
nPin (Jef. 44» *40> denn es wird mit andern Eichen
zufammengefetzt; das verwandte 1*3 führt auf Fettig-
keit und Härte, und Belon fand in Paläftina die im-
mergrüne Eiche fehr häutig. (Üb. 2. c. 81.)
Quercus Aegilops , die Knopper - Eiche , fcheint
meiftentheils ]v?S zu feyn : denn es werden vorzüg-
lich die Eichen von Bafan (Batanä'a) als Schiffbauholz
gerühmt. (Jef. 2 , i3. Hefek. 27, 6.) Belon fand
am See Tiberias Eichen mit fehr grofsen Früchten
(lib. 2. r. 90 ) und Schultz (Leitungen des Höchßen,
5 t 072.) auf den Bergen bey Ptolemafs dicfelben, die
er defswegen Eichen von Bnfan nennt.
Quercus coeeifera, die Kermes -Eiche , wächft
häufig bey Jerufalem. (Belon lib. 2. c. 88.) Auf ihr
niftet das Kermes - Infekt , woraus man den Schar-
lach ^3ttf (Jerem. 4> 3o. 1 Mof. 38, 28.) bereitete.
Dies erhellt am deutlichften aus der Zufamrnen-
fetzung mit HI^Tin, der Wurm. (2 Mof. 25, 4-
3 Mof, i4j 40 Davon ift der Scharlach aus der
Purpurfchnecke JCipN (Hefek. 27, 7.) verfchieclen.
Auch eine dunkelblaue oder violette Farbe 0730 zog
man aus einer Meerfch necke, (üefenius hebr. deutfeh.
Handwönerb. 2 , 1210)
Dafs Cupreffus fempervirens die Cypreffe, der
fey, woraus Noah die Arche erbaut hab*, fucht
22
Erftcs Buch. Erbes Kapitel.
Celfius (i , 333.) wahrfcheinlich zu machen. Indef-
feh hat Onkelos dafür die Ceder, die Alexandriner
fetzen i* £u'Xa>v t€t^ atyüJvwv , der Araber Buchsbaum.
Aber TÜ'VQ ift faft unbedenklich die Cypreffe: denn
belferes Holz konnte Salomo zum Tempelbau nicht
wählen. Dasbefte holten die Tyrier vom Senir - Ge-
birge (Hefek. 27, 5.)> welches einerley mit dem
Hermon oder Antilibanus ift. So fagt der Sirachide
(24» 17.) KU7r«^c<rö? iv opeetv 'Af^utulv. Auch Eupo-
lemo beyrn Eufebius (praepar. evang. 263.) fagt,
Cypreffenholz fey zum Tempelbau gebraucht worden*
jVTp Hohel. 1, 7. ift wohl daffelbe mit fyrifcher Aus-
fprache , und Faber im handfcbrifilichen Nachlafs
quält fich ohne Noth , daraus Sadebaumhoiz zu
inachen.
Platanus orientalis* die morgenländifche Pla-
tane , fcheint flöniT (1 Mof. 3o , 37.). Hefekiel
3i , 8. rühmt ihn wegen feines fc honen Laubes.
Ricinus communis, der Wunderbaum , ift unbe-
denklich der jY^p, der den Propheten Jonas be-
fchattete , und dann fchnell verdorrte. Der Talmud
ielbft fetzt dafür p*p, welches mit dem xUi des Hero-
dot (2, 0,4») vollkommen übereinftimmt. Auch fa-
gen die älteften Ausleger ausdrücklich, dafs dies Ge-
wächs bey den Arabern gjr^ heifse. In warmen
Sommern wird felbft bey uns drefe Pflanze oft zwölf
bis fechzehn Schuh hoch , und gicbt reichlichen
Schatten. Diofkorides (4> i64.) vergleicht ihre
Höhe mit dem Feigenbaum , Plinius (i5, 7.) mit
dem Oehlbaum. Vergl. J. Scaljg. epift. p. 2H9.
Cucurbita C'urullus , Walfermelonen , und C.
Chate, morgenJändifche Gurken, find DVVv^N und
CnNJ27p , wornach fich die Israeliten in der VVüfte
fehnten. (\ Mof. 1 1, 5.) Von DY!E)2N hat fich noch
erhalten , der allgemeine Name für Waffer-
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Biblifchc Flor. 2»
melonen. Vergl. Haffelquifts Reffe, S.528. La Ro-
que voy. p. 201.
Cucumis Dudaim ift D\VTP? des Rüben ( 1 Mof.
3o , i4-)> deren Früchte wegen ihres WohJgeruchs
gepriefen werden. (Hohel. 7, 14.) An ein Mittel,
Liehe und Fruchtbarst zu erwecken , kann man
defswegen nicht denken , weil Rabel fchon der Liebe
ihres Gatten gewifs war. Die allgemeine Meinung»
es fey Atropa Mandragora gewefen, fchreibt (ich von
der alexandrinifchen Ueberfetzung her , die foJX*
/x*ytyar>cf'wv überfetzen. Von diefen Beeren rühmt
man im Morgenlande die fcblafmachende , aphrodifi-
fche Wirkung. Diofkorides (4, 76.) pfeifet fogar
ihren VVolilgeruch, welchen wir doch im AbendJande
nie bemerken. Faber hat in feinem handfchriftlichen
Nacblafs Ober biblifche Pflanzen durch treffliche Un*
terfuchungen erwiefen, dafs auf Cucumis Dudaim,
deffen Frucht die Perfer &J^*\ju*0 Woldgeruch in
der Hand , nennen , die Merkmale der Dudaim am
beften paffen.
Momordica Elaterium , Efelsgurken , find die
rPPp)S der Propheten -Kinder (2 Kön. 4> Sg.). Die
Bitterkeit der Frucht, ihre ftark abführende Eigen*
fchaft, das Zeugnifs der älteften Ausleser, das Vor-
kommen der Pflanze im ganzen Morgenlande, end-
lich die Verwandt fchaft mit £-3L£, platzen , zeugen
für diefe Angabe. Die Frucht nämlich platzt in der
Reife bey der geringften Berührung. Durch Zufatz
von Mehl benahm Elifa der Frucht die ftark purgi«
rende Eigenfchaft.
Piftacia vera> Piftacien , find 0^!Q2, die Früchte
von Paläftina, welche Ifraels Söhne mit [nach Aegy«,
pten nahmen. (1 Mof. 43, 1 1.) Wären dies vielleicht
die Myrobalanen, welche Belon am Jordan fand, aus
deren Kernen dieEinwohnerOehl bereiteten? (üb. 2.
c. 86.)
■
24 Erltes Buch. Erltes Kapitel.
Pißacia Terebinchus , die Terebinthe , ift unbe-
denklich. TN und HvN. An einem Ort indefs be-
zeichnet das erfte Wort offenbar die Ebene Paran ,
zwifchen Midian und Aegypten , die Gränze der Ho-
riter. (i MoC i4> 6.) Luther überfetzt es an diefer
Stelle, wie Faber, ganz richtig durch Breite, Fläche:
an einem andern Orte (i Mof. 35, 40 durch Eiche,
und gleich darauf V. 8. ]V?N eb*n fo. Auch ?V?N hat
diefelbe Bedeutung: die Terebinthe bey More war
dem Abraham, wichtig: dort baute er einen Altar.
. (i Mof. 12, 6.) Unter einer Terebinthe fafs der
Engel des Herrn , der dem Gideon erfchien. (Rieht,
6, ii.) Saul lagerte fich im Terebinthenthal bey
Socho gegen die FhiJifter. (i Sam, 17, 2.) Abfalon
blieb an einer Terebinthe hängen. (2 Sam. 18, 9.)
Doch finde ich , dafs Faber mehr für eine allgemeine
Bedeutung eines Baums ift.
Pißacia Lentifcus wächft nach Belon mit der
Terebinthe fehr häufig in Paläftina. (Üb, 2. c. 81.)
Vielleicht ift der Maftix, den diefer Baum liefert,
das *n3£, , welches die lfmaeliter aus Gilead brachten«
( 1 Mof, 37 , 25.) Der Name hat fich noch im ara-
bifchen {Jr>o erhalten. Man gebrauchte "HS als
WundmitteJ. (Jerem, 5i, 8, 46, u. 8, 22.) Er
fcheintj wie fich aus allen Stellen ergiebt, immer
felteri gewefen zu feyn. Jetzt wird er bloff auf Chios
(Scio) gewonnen. (Haffe! quifis Reife, S, 22. iVie-
buhrs Befchr. von Ar ab, 14}.) Faber hielt für
Storax.
Excoecaria AgaUocha liefert das Aloäholz, von>
befonderm Wohlgeruch, welches die Araber aus Oft«
indien holten. Unter dem Namen nV?nN führt das
Hohelied 4> l4» das Holz neben indifcheuSpezereyen
auf. In ßileams Hede (4 Mof. 24, b\) werden die
Bäume felbft , D^TJ^) als von Jehovah gepflanzt,
gep riefen.
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Biblifche Hort 2$
. Salix babylonica ift die Weide S^JJ , die am Waf-
fer zn Babel wuchs, woran der Pfaknift die Harfe
häuglv (Pf. i37, 2,) bnr^a"«J, Bachweiden, wer-
den 3 Mof, 23, 44« genannt. Der Name K-JrZ hat
fich noch erhalten. Eben fo wird HDSB1C (Hefek.
17, 5.) als Weide genommen , da fich ebenfalls
UUaJUj, Saffof» als Name einer Weide (S. fubferraia
Willd.) erhalten hat. Vergl, Rauwolfs Reife, S. 1 1 1 . %
HafTelquifts Reife, S, 544- > Forskol fl. aegypt. p.
LXXVL, Faber in Keils und Tzfchirners Analekten,
1 , 20,
Boraffus ßabeWformis liefert nach Herbert de
Jager (bey Kämpfer amoen. exöt. p. 668.) das BdeU
lium, rTTt3, welches im Lande Cbawilah (im glück-
lichen Arabien) gefunden wird. (1 Mof, 2, x3.)
Vergl, Forskol fl. arab. p. CXXVI. .
Janiperus Oxycedrus fcheint ÜTY) Hiob 3o/4. zu
feyn, deffen Wurzel aus Hunger gegeflen wird. Auch
D5T> 1 Kön, 19,5. gehört hieher, unter deffen Schat-
ten Elias fchlief. Der Baum wächft am Libanon:
(Belon, Üb. 2. c. 94.) Die eine Art Spartium oder*
Genifta hieher ziehn , ftfitzen fich auf den arabifchen
Namen wie auf den fpanifchen retama. Linne
hielt (ora. nat, p. 27.) garChamaerops humiiis dafür»
Ceratonia Sillqua könnte der Baum feyn, deffen
Holz Mofes in das bittere Waffer zu Mara that, um
es zu verfüfsen. (2 Mof. i5, 25.) Denn Avicenna p.
2o5. ed. arab. rühmt die Eigenfcbaft der ^S&S\ ^(jyrw,
das falzige und bittere Waffer zu verfüfsen.
Atriplex Halimus fcheint Hiob So , 4. zu
feyn, deffen Blätter aus Hunger gegeffen werden.
Acacia vtra ift der dornige Baum , ni2*w , deffea
Holz D^DÖ fo häufig, als das befte Zimmerholz vor-
kommt, Theophraft lobt (Tiift.^j^) ebenfalls da«
Holz diefes Baums zum Schiffbau.
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Erltes Buch. Erltes Kapitel*
Eine Art Acacie, die noch nicht beftimmt ift,
liefert die Myrrhe, 2 Mof. 3o, 23. Pf. 45, 9.
Belon fah nicht weit von Rama eine Acacie, die er
für den Myrrhenbaum hielt. (Üb, 2. c. 80.) Bruce
befchrieb und bildete den Baum unter dem Namen
Saffa ab. ... .
Phoenix daetylifera, Dattelpalme, ift .TEQ.
Verfchiedene Arten Fuci (denticulatus, articula-
tus , crifpus etc. Forskol p. LXXVJII.) und Ulva
oryziformis deffelben werden im Ebräifchen FpO ge-
nannt : daher der arabifche Meerbufen den Namen
Pj^D""D^_ hat. Jonas 2, 6. heifst es: Ppö (Meertang)
bedeckte mein Haupt.
♦
Zweytes Kapitel.
Indifche Sagen von Pflanzen.
In den fehr alten Sagen der Hindu's fpielen die
Pflanzen eine vorzügliche Rolle, da die von ihnen
entlehnten Bilder der Sanftheit und Zartheit der Ge-
fühle, die lieh in jenen Sagen ausdrücken, ungemein
gut entfprecheq. Aber es ift äufserft fchwer , die
Pflanzen zu beftimmen , die dort erwähnt werden,
weil die Namen derfelben Pflanze im Sanfcrit , im
Tamulifchen, Malabarifchen , Cingaleßfchen , und
andern Dialekten äufserft verfchieden find, und weil
wir die Naturgefchichtc der Pflanzen in fo entlege-
nen Ländern nicht hinreichend kennen.
Faft am meiften wird Nelumbium fpecidfum Willd.,
die prächtige Seerofe, gepriefen. Sie kommt unter
den Namen: Sirifcha, Tamala* Knmala, Kamalatay
vor: die Chinefen nennen ße Ho»fu in der heiligen,
und hien • hoa in' der gemeinen Sprache. (Anquetil da
Perron \mOupnekhat9 i. p. 4^40 Sie wird von den
Brahmanen, Chinefen, Tibetanern und Nepalern für
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Erltes Buch. Zvreytes Kapitel. 27
beilig gehalten. Ihr Schwimmen auf dem Waffer,
ihr Sinken vor den brennenden Sonnenftrahlen , die
kreisrunde Form ihrer grofsen Blatter mit ftachlich-
ten Stielen, die Gröfse und fchöne Rofenröthe ihrer
Blumen, ihr angenehmer Zimmtgeruch , die Menge
des Blüthenftaubs , die befondere Bildung und
grüne Farbe des Embryons im Samen , alles fchien
den Brabmanen geheimnlfs - und bedeutungsvoll.
fAfiatick refearch. 1, 261.) Lakfchmi, die Göttinn
des Ueberflfffes , die Tochter des Ooeans. und der
Nacht, fegelt in einer Sirifcha- Blume auf dem Meer.
Cnew afiat. mifcell. n. 1 . p. 5.) Sie ift die Blume der
Nacht: der Mond öffnet ihre Wohlgerüche. In der
Sakontala CS. 63. Ausg. von Herder J werden die
Blatter als Fächer gebraucht. Gerade fo, wie die
griecbifchen Aegypter ihren Harpokrates, haben die
Tibetaner eine kindliche Gottheit Pocio, deren Thron
eine herrliche Blume des Nelumbium ift. Brahma
fchwimmt, wie Ofiris, auf dem Blatte der Pflanze.
Auch die eigentliche Lotus -Pflanze, Nymphaea
Lotus, kommt häufig in den indifchen Sagen vor.
Von den Fafern der Lotusftengel macht Sakontala
ihre Armfpangen.
Der Nagakefar, eine herrliche Frühlingsblume
von trefflichem Wohlgerucb , fleifsig von Bienen be-
fucht, ift Pandanus odoratiffimus.
Die Madhawi- Winde , mit rothen Blumen , die
fich dem Amrah-Baum vermählt, wird fogar in der
Sakontala zu Lauben benutzt: es ift Ipomaea Qua*
znociit.
Die Malati -Blume (Sakonc. 36.) ift Jafminum
Sambac.
Die Kuwalaya- Blume, die wie die Fingerfpi-
tzen der Königinn glüht, ift Convolvulus panioulatus.
Der Wetas • Bauin , im Waffer gebogen , ift
Ficus indica.
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Oft. Erltes Buch, Zweytes Kapitel.
■
Die Pippala ift Piper longum. (Fleming in aßat*
refearcfu 1 1 , i 74.)
Das Kuffa , ein geheiranifsreicbes Opfergras ,
deffen fpitze Halme frechen , ift Poa cynosuroides
Retz, (Sakontala> S, 84. 89.)
: >
Drittes Kapitel.
Aegyptifche, griechifche und rümifche
Sagen von Pflanzen.
■
Zahllos find die Sagen der alten Welt von Pflan-
zen , mit dem Leben ihrer Gotter und Heroen ver-
webt. Ueber zeugt, dafs noch eine febr reiche Nach-
lese gehalten werden kann, begnüge ich mich, nur
einige diefer Nachrichten mitzutheilen. f
In den Sagen und Denkmälern des alten Aegy-
ptens find faft nur fünf Pflanzen aufgezeichnet : der
Lotus, das Papierfcbilf , die Perfäa, das Krommyori
und der Sykomorus.
Lotus ift das Nelumbium fpeciofum , welches
den alten Aegyptern eben fo heilig war, als den
Hindu's und andern öftlichen Völkern. Oliris
fchwamm auf einem Lptnsblatt: Harpokrates fand
feine Wiege auf einem folcben (Cuper Harpocr.p. 14.):
lßs wurde mit Lotusbkittern gekrönt abgebildet.
(Pococke's Reife, 1. T. 60. Gl,) Die Früchte (nuauc?
a/yü7rrio?) wurden gegeffen: nur den Prieftern waren
fie verboten. (Cic. de dmn, 1 , 3o, SmitKs exot, bot.
n. 7. t, 3i , 32.)
Das Papierfchilf ward zu Kränzen der Könige
und Götter verwandt. Ageülaus, als er nach Aegy-
pten kam, freute (ich der Krone von Biblus, die ihm
die Aegypter verehrten , wegen ihrer Leichtigkeit.
(Theophrafi bejm Plutarcii im AgeßL c, 3b.) Der
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Erftes Bach. Dritt« Kapitel. 39
Antiftes der Priefter trug allein Schuhe von Papier»
fchilf. fBöttigers Ideen zur Archäol. der Maler, S. 78.)
Die Perfäa (Cordia Myxa) war mit den erfreu
Ansiedlern aus Aethiopien gekommen. (Dfodor. Sie*
\y 54.) Daher, und wegen der« zierlichen Blät-
ter, auch wegen des angenehmen Gefchmacks der
Fracht , war fie den Aegyptern heilig : daher man
die Blätter auf den Bildfaulen der Ifis und auf den
Mumien abgebildet findet. (Plutarch. de Jf. et Ofir.
p. 378.) Im i3ten Jahrhundert war der Baum in
Aegypten faft verfchwunden. (ßyheftre de Sacy zum
Abdollatif* p.47.)
Das Krommyon, Meerzwiebel {Scilla maritima)
ward göttlich verehrt. In Pelufium ftand ein Tem-
pel {Lucian. Iupit. trag. p. i52.): denn die Waff er-
sucht, durch die SumpfJuft (Typhons Plage) erregt,
lernte man früh mit Meerzwiebeln behandeln. Da-
her in der heiligen Sprache der Aegypter viel Alle-
gorieen vom Krommyon vorkamen. (J amblich, myfter.
Aegypt. 7, i5o.)
Der Sykomorus gab faft un?erftörbares Holz zu
den Särgen der Mumien. ^Abdollatif p. 91. Warne*
kros im Repert.für morgenl. Liter. 1 1, 224. 12, 8 t .)
Norden fand ihn auf einem fehr alten Kunftwerk ab-
gebildet, (yoy. en Egypte, t.t. 58.)
Die Griechen und Römer haben uns in ihren
herrlichen Kunftwerken fehr wenig Darftellungen
von Pflanzen hinterlaffen : defto häufiger ericheinen
fie in ihrer Mythologie.
Auf dem Schilde des Achill (II. 18, 56 1.) war
die Weinlefe dargeftellt. Nach diefem ift der Schild
des Herkules , den Hefiodus befchrieben , der be-
rühmtefte: auch diefer enthielt die Darfteilung einer
Weinlefe, wie Herkules felbft mit Weinlaub gekränzt,
öfter abgebildet wurde. Auf dem Kaften des Kypfe-
lus, der im Tempel der Here zu Olympia aufbewahrt
Digiti
£0 Erltes Buch, Drittes Kapitel.
wurde, war unter andern Atlas abgebildet, wie er
die Aepfel der Hefperiden trugt, auch Bacchus, in
einer Hole liegend , um weiche Apfel- , Granatbäume
und Weinftöcke ftanden. (Paufan* 5, 18. 19.) Die
Aepfel der Hefperiden werden gewöhnlich für Citro-
nen oder Pomeranzen gehalten , weil Athenäus fie
(deipnof. 3, 7. p. 324« ed. Schweigh.)«uocr/x« und ußgurcc
nennt. Aber ße wuchfen in Maurita nien und am Fufse
des Atlas. (P/£/i. 19,4» ^7, 2. Virgil, aen. 4, 4^5.)
Die Agrumen aber kommen aus dem Morgenland : da-
her Wallroth {Gefell, des Obfces der Alten, 111. 11 2.)
nicht mit Unrecht vermuthet, es feyn Quitten, die der
Göttinn der Liebe geweiht waren. (Antiphil. in Brunck
anal. iy 171. Theokru an vielen Stellen.) WieHerku-
les die von dem Drachen Ladon bewachten Aepfel der
Hefperiden und diele Jungfrauen felbft raubte> erzählt
Diodor von Sicilien (4, 27.) am weitläafjgften.
Auf den Münzen der Cyrener wird ein Zweig
der Ferula tingitana mit den Bildniffender Beherrfcher
oder Vorfteher des Staats dargeftelJt, weil der köft-
liche und für das Land einträgliche Saft Silphium aus
diefer Pflanze gewonnen ward, (Schol. Arifioph. Plut.
218.)
Das Entftehen der Pflanzen erzählen die griechi«
fchen und römifchen Mythologen in Verbindung ^nit
ihrer fabelhaften Götterlehre.
Sehr berühmt ift die Erzählung von dem Tode
des Spartaners Hyacinthus, für den Apoll in Liebe
entbrannt war. Er ward in die Blume gleiches Na«
mens verwandelt , auf deren Blättern die Klagetöne
AI AI, oder der Anfangsbuchftabe des Namens ,
wenn man jene umkehrt , zu lefen Gnd. Darum fagt
Lucia n (dial. deor. 14.) ' die Blume fey fehr fchön
und enthalte Buchftaben, die Klagetöne um den Tod-
ten ausdrücken. (yp«fcju«TÄ l^cv iiretiu&vrx tw vtxpw.) .
Man vergleiche auch Mofchus Grabfchrift auf Bion,
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Aegyptifche, griechifche u. röm. Sagen v. Pflanzen. 3X
Apollodor (lib. 3. c. 10, 3.) und Ovidte Metamor*
phofen 1 o, 2 1 2. f. Andere, wie Nikander (Athen. 1 5»
c. 9*p. 492*) undPaufanias (üb. 1. c. 35.), erzählten,
der Telamonier Ajas fey in die Blume Hyacinthus
verwandelt worden, und die Anfangsbuchftaben fei-
nes Namens feyn den Blättern jener Blume aufgezeich-
net. Fragt man , welche Blume der Hyacinthus der
Griechen gewefen, fo haben zwar mehrere, auf der
reaKrooenblattern die Zöge VV oder AA gezeichnet
find, Anfprüche darauf; allein Paufanias Befchrei-
bung einer Pflanze, die bey Salamis wachfe, kann,
am beften auf Gladiolus communis , befonders auf
die Abart triphyllus Sibthorp. fl. graec. t. 38., die er
auf Cypern fand, bezogen werden. Vergl.auch Plin.
21, 11. f. 38. und Vofs zu Virgils Landb. 4, i$7.
S. 780. f.
Dafs Narciffus, für fich felbft in thörichter Liebe
—
entzündet , in die gleichnamige Blume verwandelt
wurde, ift aus dem Paufanias (9, 3i.) und Ovid
{metarn. 3, 5 10.) bekannt. Es mufs Narciffus Ta-
zetta gemeint feyn , denn die innere fafrangelbe Blu-
menhalle, von weifslichen Blättern umgeben, wird
ausdrücklich bezeichnet.
Dapbne, von Apoll verfolgt, 'ward in einen
Lorbeerbaum verwandelt. (Apollon. argon. 1,12.
Eußatlu ad II lad. 1, 14.) Selbft auf Gemmen wird
diefe Verwandlung dargeftellt. (Maffei 2, t. 44«)
Die Heliaden, Töchter der Sonne, wurden in
Schwarzpappeln verwandelt, welche Elektrum (Bern-
ftein) ausfchwitzen. (Diodor. Sic. 5 , 23. Virgil, aen.
10, 190. Ovid. metam. 2, 34o.) Dies erzählt auch
Strabo, mit dem Zufatz: es fey am Eridanus gefche-
hen, welcher nirgends gefunden werde, obwohl man
fage, da(s er ein Nachbar des Padus fey. (Üb. 5. c, 1.
§. 9. p. 1 1 o. ed. Tzfchucke).
Der Mythos von den Hamadryaden , oder Nyra-
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32 Erltes Buch. Drittes Kapitel.
i
phen der Bäume, die gleich lange mit diefen lebten ,
.ward zuerft von Pin dar erdacht. (Schal. Apollon. ar-
gon. 4 > 479») Daher Venrath diefer Name in d$n Or-
phifchen Hymnen (i , einen fpätern Urfprung.
Den Namen Dryaden und Epimeliden legten die
Arkadier zuerft den Najaden bey. {Paufan. 8 , 40
Minthe, die Geliebte des Hades, ward von Koro
aus Eiferfucht in die Garten - Münze verwandelt, die
Einige auch yjö'jo&pov nennen. (Strabo Üb« 8» c. 3*
$• »4* P* 7^« Oppian. halieut. 3, 386.)
Der Mandelbaum Tollte aus den Zeugungstheilen
des Agdiftis hervorgefprofet feyn. (Paufan, 7, 17.) .
Cypariffiis, Apolls Geliebter, ward durch zu
tiefe Trauer in eine Cypreffe verwandelt» (OvuL me~
tarn. 10,1 56.)
Die Fichte war ein Mädchen, von ßoreas und
Pan wetteifernd geliebt, von jenem getödtet. {Long,
paftor* 2. p. 07.)
' Das erfte Veilchen entftand, als die Nymphen
Ion, des XuthusSohn, kränzen wollten. (JSicander
beytn Athen,, lib. i5. c. 9. p. 49<>-)
Die Rofe entftand aus dem Blut der verwunde-
ten Aphrodite» die Anemone aus ihren Thräuen,
(Bion 1 , 6«'».)
Das Adonis-Röslein aus dem Blut des Adonis,
den Aphrodite liebte (Ovid. metam. 10, 7250- die
Myrte erwuchs aus dem Leichnam der Myrfine. (fieo-
pon. 11,6.)
Der Mvrrhenbaum war früher ein thörichtes
Mädchen , die fich in ihren Vater Kinyras verliebte.
{Anton. Liber. 33. Ovld. metam. 10, 490.)
Die Nvmphe Kiytie wurde in eine Blume ver-
wandelt , die man für Hefperis matronalis halten
kann» QDvM. metam. 4> 267.)
Leukothoe, von Apoll geliebt, blühte als Weih-
rauch bäum auf. (Ovid. metam* 4 > 2 5p.)
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Aegyptifcbe., griechifcbe u, röm. Sagen r. Pflanzen. 33
Durch dergleichen Mythen wurde Pherenikus
aus Heraklea befonders berühmt. Oxylus, fabelte
er, habe mit feiner Schwefter Hamadryas den Feigen-
baum , den Weinftock, dieCornelle, die Ulme, die
Pappel und die Buche gezeugt: daher heifsen alle
diefe Bäume Hamädryaden : und Hipponax habe mit
Recht den Feigenbaum die Schwefter des VVeinftocks v
nennen können {Athen» 3, 5. p. 3o7. Schw.).
Diefe Sagen und Mythen beweifen , wie werth
den Alten die Pflanzenwelt und wie innig verflochten
fie mit ihrer Mythologie war.
.Viertes Kapitel.
Homerifche Pflanzen.
■
Faft ein Jahrtaufend älter als unfere Zeitrech*
nung find die herrlichen Gefänge, die man unter dem
Namen der Uias und Odyffee kennt. Es hatten fich
inlonien, wo diefe Gefänge gedichtet wurden, und
in Griechenland zu jener Zeit zwar fchon mehrere
Freyftaaten gebildet; aber die meiften Städte und Ge-
biete wurden von Königen beherrfebt. Die erften
Kenntniffe verbreiteten die Phönicier, welche unter
Kadmus in Theben einen Pflanzftaat errichteten
(i5oo vor Chr.). Die Kenntnifs der Erde erftreckte
fich oftwärts bis nach Kolchis , wohin die Argonau-
ten ihren berühmten Zug (1270) angeftellt hatten;
weftwärts bis an den leukadifchen Felfen (Gibraltar),
wo des Okeanos Quellen angenommen wurden.
Aber von den Kuften Spaniens, Italiens und Galliens
hatte man die dunkelften Vorftellungen , obwohl
Evander fchon (1260) die Arkadier nach Latium,
Aeneas die Trojaner nach dem mittlem, und Diome-
des die Argiver nach Unter - Italien geführt hatte«
Trinakria (Sicilien) war etwas beffer bekannt. Von
Geich, d. Boumk. 1. fi. 3
■
1
«
\
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34 Erftes Buch. Viertes Kapitel.
■
Afrika, felbft von Aegypten, kannte man kaum die
Küften. Die Nordländer Europens waren überThra*
cien hinaus ganz unbekannt.
„Dort nun lag das Land und Gebiet der Kiramerifcbea
Männer.
eingehüllt in Nebel und Finlternila : nimmer auf jene
Ichauet Helios ber mit leuchtenden Sonnenftrahlen ,
fondern entletzliche Nacht umruht die elenden Menfchen."
Die Pflanzenken'ntnifs der Griechen im Homeri-
fchen Zeitalter befchränkte lieh alfo auf die nützlichen
Gewächfe Kleinafiens und Griechenlands , und auf
wenige" Pflanzen, die die Phönicier aus Aegypten,
Libyen und dem fernen Spanien mitgebracht hatten.
Unter jenen einheimifchen Gewächfen war der
Oehlbaum eins der wichtigften. Eine fpätere Sage
wollte, dafs ^Herkules, als er den Prometheus be-
freyt, vom Kaukafus den Oehlbaum nach Griechenland
gebracht habe (Schol. Apollon. argon. 4> i5o,6.)# Es
werden zwey Abarten des Oehlbaums unterfchieden :
der wilde ($uXAj) und der zahme (Amt). In der
llias (17, 55.) wird Euphorbus mit einem Oehlbaum
verglichen, den ein Landmann an wafferreichen Or-
ten erzogen un;l den nun fchimmernde BJüthe bedeckt.
Vom Holz desOehlbaums wurden dieStieleder Streit-
äxte gemacht (11. 10,612. Od. 5,236.). Aus dem
Stamm des weitumfehattenden Oehlbaums zimmerte
fich Ödyffens fein Ehebett (Od. 23, 190.). Die
Keule des Kyklopen war aus gleichem Holz (Od. 9 ,
52o.). An der forkynifchen Bucht in Itbaka war ein
fchattender Oehlbaum, daneben eine Grotte, den Na-
jaden geweiht (Od. i3, 102.).
Die blühende Efche (Fraxinus Ornus)% die noch
jetzt, nach Hawkins, auf felfigen Bergen durch ganz
Griechenland wächft, ift y,s\iat der llias. In des Ge-
birgs Waldthalen wachfe fie (11. 16, 767. i5, 178.).
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Homerifciie Pflanzen* ^5
Die Speere , Lanzen und Wurffpiefse wurden aus
Eichenholz gemacht (U. 2, 543.). Diefeheifsen daher
tx |u«r>jvÄ odfer jULsXtxi. Ja der lanzenkundige König
Priamus ift eüfJiy.e'kioLq (II. 4, 47»)«
Crocus vernus und aureus Smith, find die erften
Frühlingsblumen in Griechenland. Als Zeus Here
umarmte , da fprofsten aus heiliger Erde Lotus mit
thauiger Blum', und Krokus, fammt Hyacinthus (II.
*4> 347.).
Scirpus paluftris, Holofchoenus , mucronatus und
maruimus wachfen häufig am Meerftrand der griechi-
fchen Infein. Sie machten das Bin Ten - Lager {axoivoq)
desOdyffeus, da er an den Strand von Scheda ver-
anlagen ward (Od. 5, 463.).
Cyperus longus , der in Griechenland fehr ge-
mein, könnte das Homerifche KV7rstQov feyn (Od. 4,
_6o3.), welches Vofs mit Unrecht zum Galgant macht
und ihm das Beywort nährend giebt, wovon Homer
nichts fagt.
Cyperus Papyrus war den Griechen durch die
Phönicier bekannt geworden : denn aus dem Balte
des Byblus hatte man Schifffeile, womit auch die
Pforten verfchloffen wurden (Od. 21 , 3o,i»).
Arundo Donax diente den Homerifchen Helden
zu Pfeilfchäften. Ausdrücklich heifst es bey der Ver-
wundung des Eurypylus: das Rohr brach ab («kXäVS-jj
Ii tiv*!> 1J. 1 1 > 583.). Daffelbe, oder A. Phragmiees,
wurde als grauwolliges Schilf, aus fumpiigen Wiefen
gefammeJt , zum Decken der Zelte angewandt (II.
24,45o.).
Die Getreide- Arten , deren die Homerifchen
Gefance erwähnen . find nicht ganz über allen Zwei*
fei erhaben. Sommer- Weizen ift wohl Trvgof, der
auch der liebliche, /u$X/>j&u<;, genannt wird. Aber,
f'aeroftals Pferdefutter vorkommt (II. 8, 188. 10,
563.), fo meint Galen, man könne eher r((p^ dafür
3*
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Erftes Buch. Viertes Kapitel,
fetzen, welche er auch /*mpo; Trupo? nennt (de faculc.
ahm. i, 3i3.). Dann wäre es Einkorn, Trieicum
monococcon. Allein gerade* der Zufatz , lieblich ,
pafst auf dies fchlechte Getreide nicht, . und wir müf*
fen eben fo fehr die poetifche Freyheit hier in An-
fpruch nehmen, als wenn Hektor feinen Roffen Wein
zum Getränk vorfetzt (II. 8, 188.). Gerfce , xp*£>j,
auch xpf, wird die weifsliche {Xevttov) auch die ftau»
dende oder fchattende («Jgu^ug;) genannt (Od. 4>
41.604.).
Triticum Spelta und Zea , Dinkel und Spelz,
die neuerlich wieder von Hoft {gram, auftr. 3, t. 29.
3o.) unterfchieden worden, wandte man vorzugsweife
als Pferdefutter an. Jenes ift oXup« (1). 5, 196.):
diefes tfii* (Od, 4, 4l« 604.)» Herodot fagt von den
Aegyptern (2, 36.): 6e leben von Getreide, welches
anderwärts den Thieren vorgeworfen werde : dies
fey eXi>£*, welche Einige auch nennen.
Ficus Caricay der Feigenbaum (epjyeo?) kommt
fehr oft vor. Lykaon, Priamus Sohn, befchnitt felbft
Feigenbäume in des Vaters Garten.
Cornus mascula, die CornelJe (Kp«v*/jj), heifst
die zühumwachfene (rotvv^Xotos 11. 16, 760.). Rothe
Cornellen , als Schweinefutter, fchüttete Kirke den
Gefährten des Odyffeus vor (Od. 10, 242.).
Viola odorata, Veilchen, ift lov, welches mit Ep-
pich (Apium graveolens , criXtvov) die Wiefen der
Kalypfo verfchönerte (Od. 5, 72.). Der letztere
heifst richtig: der fumpfentfproffene , i\si$(sirrov
.(11,2,776.). • '
Tamarix gallica, die Tarn arifke, ift /uv^i**}, ein
Strauch mit ruthenartigen Zweigen, worin fich die
{ Roffe des Adraftus leicht verwickeln und hinftürzen
konnten (II. 6, 59.).
Zizyphus Lotus Willd. ift der bekannte Lotus *
an den KüTten Libyens, deffen Frucht in der Odyffee
*
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■w
Homerifche Pflanzen« 37 .
(9, 83.) blähende Speife, av&vov genannt wird.
Sie ift allerdings lieblich von Gefchmack, aber diefer
ward durch lange Entbehrung der Seefahrer noch
mehr gewürzt.
Der Weinbau war zu Homers Zeit fchon allge-
mein in KleinaGen, Griechenland und auf den Infein.
Berühmt ift der Weingarten desAlkinous auf Scheria,
wo Trauben am Sonnenftrahl dorrten (OH. 7, 120.):
bekannt auch des Laertes Garten, worin fünfzig Re-
bengeländer dem jungen Odyffeus verehrt wurden
(Od. 24» 342.)» Der pramnifche Wein, von Pra-
mne, einem Berge in Karien, fcheint füfs gewefen zu
fcyn (MMf. fchol. ad II. 11, 638.).
Ulmus camppßrisy die gemeine Rüfter, ift «rr«-
3l€* (II. 6 , 4*9- 21,242.).
Das pwku9 welches Hermes dem Odyffeus als
Gegenmittel gegen die Trunkenheit empfiehlt, nennt
Sibtborp AlliumDiofcoridis {Smith fl.graec. l.p. 222.).
Aufser den weifsen Blumen giebt er aber keinen be-
fondern Charakter an. Indefs fragt fich, ob des
Diofkorides Moly auch das Homerifche fey. Diefes
fcheint vielmehr A. nigrum Gouan. zu feyn. Es
wächft auf allen Infein des Mittelmeers.
Berühmt ift die Afphodelus- Wiefe an Okeanos
Hut und am leukadifchen Felfen, im Lande derTräu-
me, wo die Seelen wohnen, die Luftgebilde der Tod-
ten (Od. 24, i3. i4* 11 y 539.). Dies ift Afphodelus
ramofus* der im füdliohen Spanien, wie auf den grie*
chifcben Infein allgemein ift (Löfting fpan. Länder,
S. 25. Smith fl. graec. 1 , 233.). Heilig ward der
Afphodelus von den alten Griechen gehalten, und auf
Gräber gepflanzt (Porphyr, beym Euftath. Od. 10, 573.).
Die Knollen waren in den äiteften Zeiten von denPe-
lasgern gegeffen worden {Heftod, op. . et dies, 4°«)>
und Pythagoras foll noch diefe Speife geliebt haben
(Porphyr, vi*. Pythag. p< 1 g5.)»
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38
Er£tes Buch/ Viertes KapiteL!
Ein Lotbeer -Gebüfch wird auf Sicilien erwähnt
(Od. 9, i83.).
In vden Obftgärten des Alkinous und Laertes
kommen Birnen (oyxvxt)> Granaten ($o$*t) und Apfel-
bäume mit lieblichen Früchten IpjXio« dyXatUizgTrci)
vor (Od. 7, n 5.), wobey Plutarohs Erklärung diefes
Bey Worts (fympof. 5 , 3.) nachzufehn ift.
MefpÜus monogyna Smith., der auf Zakynthos
wenigftens häufig wächft (Smith ß. graec. t , 342.)^
kann »xsphoh der Hagedorn, feyn, womit Eumäus das
Schweingehege umgab (Od. i4> 10.). Er giebt fehr
gute Hecken. Pattend ift Euftatbius Ableitung des
Worts von i%*%Q$<> weil folche Hecken fich nicht gut
anfaffen laffen. Allgemein find folche Dorngefträu-
che uiy,ot(Ticti , womit Laertes und feine Knechte den
Garten einhegen (Od. 24» 224.). Er felber trägt
Handfchube, um der Brombeeren (ßxro<;) willen.
Rubus fruticofus wächft auf allen griechifchen Infein
fehr häufig.
Papavsr fomniferum , Mohn (ju»jxwv), ward in
Gärten gebaut (11. 8, 006.). Von feinem durch Re-
genfchauer gebeugten Haupt wird ein fchönes Bild
hergenommen. Theoer. id. 1 1 , 5j.
„Bald zaublumigen Mohn , mit purptKoem Blatte tum
Klatfchcn."
Das vjjTTfv^ (Od. 4» 220.), welches Helena in den
Wein mifcht, ift Mohnfaft.
Vitex Agnus ift i >-uyö<?> aus deren Zweigen man
allerley Fiechtwerk macht (Od. 10, 166.). Ariftarch
berichtet bey Athenäus (deipnof. hb. i5. c. 5. p. 446.
Schweigh.), dafs die Alten auch Kränze daraus ge-
macht haben. Es heifst «px*«* Kxpwv eriipos (daf.
pr 4-5 1
Cicer arietinum, Kichern, i$ißtv&Qf (iL 13,589.)
4
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Homerifche Pflanzen. 39
und fchwarzgefprenkelte Bohnen, Vicia Faha, xu«-
jtttj tus'kAVQXtQQf$ (II. a5, 589.) wurden auf Feldern ge-
baut. Jene heifsen noch jetzt auf Kandia geßi&$ (Smith
fi graec. 2 , 75.).
Lotus corniculatus ift wahrfcheinlich der Xwrcf,
den die Pferde gern freffen (IJ. 2, 776. Od. 12, 2S3.).
Wahrfcheinlich ift -fyüoV, welches mit wiiraifev'
und X*>to* an Flüffen wächft, ein Carex oder luncus
(U. 2 1 , 35 1 ,).
Alnus oblongata Willd., die füdliche Erle, ift
die xXjy>9-pjj auf der Infel der Kalypfö (Od. 5, 64-)»
Die Homerifchen Eichen können füglich auf
zwey Arten: Quercus //ex, die immer&rüne, füdli-
che, ^If, mit dunklem Kernholz (piXavhguoq Od,
i4, und Qu. Efculus, die efsbare Eiche ($tyyo?)>
zorückgebracht werden. Die Früchte von jener
heifsen axuX«, von di efer ßikowoi. Die letztere war
dem Zeus heilig (II. 5, 69s.).
Platanus orientalis kommt einmahl als 7rA.«T«y/-
ovo? vor (11.2, 007.). Die, wie Vofs, Ahorn verftehn,
berufen fich auf den Zufatz , obev gist ayWv ÜIwq ;
allein, dafs dies nicht auf den Baum, fondern auf
den Quell am Altar geht, lehrt der Zufammenhang.
Es wäre auch fonderbar, wenn man den rohen auf-
zeigenden Saft des Ahorns hier als Quelle klaren
Walfers gemeint hätte. Ahorn hiefs Überall <T$>tvhaty,vofy
Pinus Picea , die VVeifstanne, ift atsuioj (11. 23,
328.). P.Abies> die Kreuz- oder Rothtanne, cXaenj.
Sie wächft auf dem Ida (II. 14, 287.). Aus deni
Holze wurden Maften (Od. 2,424»)> ^cnö?> geglät-
tete Ruder (II. 7, 5.) und Zelte verfertigt (II. 24,45o.).
P.Larix, die Lärche, ift a7tu$, die hoch und ftatt*
lieh auf Bergen wächft und gutes Schiffbauholz giebt
(IJ. i3, Sgo. 16 , 483.).
Thuia articulata Vahl. fcheint doch eher das
•&<?vauf der lnfel der Kalypfo (Od. 5, 60.) als Citro-
40 Erbes Buch. Viertes Kapitel.
>
nenholz zu feyn , wofür es die meiften Ausleger neh-
men. Das letztere giebt verbrannt keinen Wohlge-
ruch, wie das erftere: auch war der Citronenbaum
den Griechen Im heroifchen Zeitalter fchwerlich be-
kannt. Denn Theophraft berchreibt dieCitronen als
medifche Aepfel, deren Kerne man in Töpfe fäete.
Aber -9-u'ov oder $vtct des Theophraft, nach der Aldina
(hife. 5,5.), ift unbezweifelt Thuia articulata.
Cupreffus fempersrirens , die Cypreffe, ift kuw«-
(Ittos (Od. 5 , 64. » 7 9 34o,).
Weiden, iteoj, heifsen fruchtabwerfend («A*<n-
x«p7rw, Qd* 10, 5 10.), welches Beywort ganz mit
der Natur Obereinftimmt. Vergl. Theophr. bift.3, 1.
Populus alba, die Weifspappel, foll nach dem
Scholiaften (W. i3, 389. 16, 482.) ^ey°>
weil fie Herkules aus dem Acheron mit auf die Ober-
welt gebracht. P. graeca Ait. ift müyeipos , die hoch
und luftig wächft und das Waffer liebt (Od. 7, 106.
17, 208.).
Buorus fcmpervirent , Buchsbaum , von deflen
Holze das Joch der Mäuler des Priamus gemacht war
(11. 24,269.).
DerPalme (<pom}>) wird nur einmabl (Od. 6, i63.)
am Opfcraltar Apolls in Delos erwähnt.
Phucagroftis maior Caul. oder Zofiera marina
machen das gewöhnliche Meergras im Mittelmeer
(<pvKoq) aus (11. 9 , 5.). Der Strand heifst meergraßg
(L. 23, 6g3.).
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Fünftes Kapitel.
Erfte Grundzüge der Naturlehre
der Gewächfe.
Wir haben fchon oben bemerkt, dafs der Hang
zum Wunderbaren das frühefte Nachdenken Ober die
Entftehung der Dinge leitete, dafs alfo die älteften
Phüofophen ficb an die göttlichen Sänger anfchloffen,
welche die Entftehung der Welt als heilige Mythen
vortrugen, fieym Nachdenken aber die Natur der
Pflanzen war es fehr begreiflich , cfafs diefe mit den
Tbieren verglichen wurden , welche den Menfchen
näher fteben, und dafs dergeftalt Allego rieen gebildet
wurden, welche in den meiften altern Philofophemen
vorherrfchen.
Wenn Thaies von Milet, der Ahnherr aller
griechifchen Philofophen, die ganze Natur für befeelt
hielt und alles voller Götter glaubte {drifi. de anirru
I, 2. 5.), fo blieb er offenbar bey dem alten Volks*
glauben, den die Dichter verfchöoert hatten. Wenn
er die Entftehung aller Dinge aus Waffer annahm, fo
erinnert dies offenbar an den alten Mythus, dafs
Okeanus der Vater, und Tethys die Mutter aller
Dinge fey (11. l4>2oo.): und Ariftoteles legt viel-
leicht mit Unrecht die Induction zum Grunde, wie
die Saamen der Pflanzen und Thiere urfprunglich
Tropfen FlüfGgkeit feyn (metapJu I , 3.).
Orpheus foll, nach Plinius (25, 2.), über die
Pflanzen gefchrieben haben. Schwerlich aber ift
darunter der alte Hierophant, des Oeagrus Sohn, zu
verftehn, der zu Danaus Zeit gelebt haben foll (6jn-
celL chronogr. p. 125.). Unter feinem Namen wur-
den im Alterthum eine Menge Schriften verbreitet,
deren Zeitalter üch nicht beftimmen läfst, da wir,
auker den Hymnen, nichts mehr von ihnen befitzen.
■
t
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4* Erbes Buch. Fünftes Kapitel.
Pythagoras von Samos foll, nach eben des Pli-
dius Zeugnifs (25, 2.), ein Werk über die Kräfte und
Wirkungen der Pflanzen gefchrieben, und dem Apoll
und Aefkulap überhaupt die "Erfindung diefer Kräfte
zugeeignet haben. Er fei bft habe die Kenntnifs der
heilfamen Gewä'ohfe von den Weifen Aegyptens und
den Magiern Perßens priemt. Unter diefen Pflanzen
wird die Meerzwiebel befonders genannt, die, wie
wir fahen, die 'Aegypter göttlich verehrten. Pytha-
goras bediente fich des Meerzwiebel- Effigs beftändig,
und foll dadurch fein Leben bis auf 1 17 Jahr gebracht
haben (Tßudo Galen.deeupor^.^Z.). Daffelbe Mit*
tel lernte Epimenides von Knoffus , ein Zeitgen ofs
des Pythagoras, wahrfcheinlich in Aegypten kennen,
und fie erhielt von ihm den Namen der Epimenidi-
fchen (Thepphr. hiß. pL 7, 11.), Auch den Kohl
CBraffica oferaceqj, der auf Hügeln am Strande Grie-
chenlands wächft fS'mith ß, graec. 2, p. 3o.), pries
Pythagoras, wegen feiner Heilkräfte CPlin* 20, 9.).
Doch ift die Frage, ob die KQxpßrj des Pythagoras nicht
vielmehr gi<pxvos der Spätem, oder Rettich, gewefen,
welchen die Alten gegen den Raufch empfahlen fAehen.
deipnof. 2, 25.). Anis, der auf den Getreide-Aeckern
in Griechenland wild wächft (Smith ß. graec. 1, 204.)»
ward von Pythagoras befonders gegen den Scorpion-
bifs, mit Wein getrunken , gepriefen (Win. 20, 17.).
Den Senf rühmte er , wegen feiner das Gehirn reizen»
den Eigenfchaft (Plin. 20, 22.) -
Nach und nach entfernten fleh die Philofophen
-von der gemeinen Volksmeinung, da die erwachte
Vernunft fich nicht mit der Annahme der unmittelba-
ren Einwirkung der Gottheit begnügen konnte. Sie
liefsen körperliche Wirkungen von körperlichen Ur«-^
fachen entftebn, und fanden in den Verhälthiffen an-
genommener Urftoffe der Dinge die Gründe der Er-
fcheinunged der Körperwelt. Wie ThaJes das Waf-
» . ■
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Erfte Grundzuge der Naturrlehre der Gewächfe. 43
fer als die erfte Materie anfah, fo lehrte Anaximenes,
dafs die Luft, Pythagoras, dafs das Feuer, undXeno-
pbanes von Kolophon , dafs die Erde als Grundstoff
alier Dinge betrachtet werden muffe. Der Gegen«
(atz zwifchen diefen Urftoffen brachte die Pythagoreer
fchon auf den Gedanken, dafs Gegenfätze in der Na-
tur (Enantiofen) nothwendig bey der Entftehung der
Dinge feyn. Empedokles nun von Akragant, aus der
Pvthagoreifchen Schule ausgegangen, fteJIte jene von
vier feiner Vorgänger angenommenen Stoffe oder Ele- :
mente, Waffer und Feuer, Erde und Luft, in ihren
Gegenfätzen, als die Erzeuger alles deffen, was da
ift, auf. Als Elemente find fie ewig und unveränder-
lich (Arift. metaph. 1 , 3. phyf. aufadt. lib. 8. p. 5S4.
ed. Pac), und blofs durch wecbfelfeitiges Anziehn
und Abftofsen derfelben erklärt Geh die Entftehung
und der Untergang der Körper fGalen. comm. in libr.
de nat. hum. p. 5. 6.).-
Da fölche materialiftifche Erklärungen der
Volksmeinung widerfprachen , fo durften fie nicht
gemein gemacht, fondern fie mufsten nur einer Aus-
wahl geprüfter Zuhörer vorgetragen werden. Die
letztern nannte man Efoteriker oder Mathematiker:
dagegen den Exoterikern oder Akufmatikern Ehrfurcht
gegen die vaterländifchen Götter empfohlen und die
Kofmogonie des gemeinen Haufens bey ihnen in An*
fehn erhalten wurde CPorphyr. vit. Pyehag. p. 197.).
Auf diefe Art kann man die Widerfprüche erklären*,
die unter den Philofophemen der Alten herrfchen.
Empedokles z.B. lehrte, dafs die Pflanzen, fo
gut wie die Thiere, eine Seele hätten, die verlange
und fich betrübe, ja die fogar Verftand und Vernunft
habe {Sext. Empir. adv. logic. lib. 8. c. 286.). Die
Richtung der Zweige und Blätter gegen die Sonne,
und die Wiederherftellung diefer Richtung, wenn fie
niedergebeugt werden, beftätige ihre befeelte Natur
*
■
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44 Erltes Buch« Fünftes Kapitel.
*
(Plutarch. phyf. philo f. decr. 5, 26.). Die Pflanzen
feyn früher entftanden als die Thiere: es fey keines-
weges Einheit in ihrem Organifmus, fondern jeder
Theil lebe für Heb, da in höhern Thieren zumahleine
innige Verbindung aller Theile vorhanden fey (daß
5, 19.)- Daher konnte er, als ächter Pythagoreer,
fagen: er fey einft Strauch, dann Fifch und endlich
Vogel gewefen (Diogen. LaVre. 8 , 77.)» Daher führt
Aelian einen Ausfpruch von ihm an, dafs, wenn der
Menfch in ein Thier verwandelt werden follte, der
Uebergang in einen Löwen, und, wenn in eine
Pflanze, die Verwandlung in den Lorbeerbaum die
wünfehenswerthefte fey (Aelian, hifi, atiim, 12, 7.)*
Die Vergleichung der Pflanzen mit den Thieren
brachte ihn zu der Ueberzeugung, dafs beide Oe-
fchlechter in den Pflanzen gemifcht und vereinigt
feyn: fie treten aber aus einander, wenn Pflanzen zu
Thieren werden (Arifi. gener, an im. 1 , 23. Siur*
EmpedocL p. 357.). Daraus mufs man die Ausdrücke
des Empedokles , vom Eyergebähren der Pflanzen,
die Vergleichung der Blätter mit den Haaren der
Säugethiere und den Schuppen der Fifche erklären
(Arifi. K c). Die Wurzel diene den Pflanzen ftatt des
Mundes und Kopfes (Themifi. ad Arifi. de an im. 2, 40*
Faft auf ähnliche Art philofophirte Anaxagoras
von Klazomene. Die Erde fey Mutter, die Sonne
Vater der Pflanzen. Diefe zeigen , wenn fie die Blät-
ter verlieren , Betröbnifs an. Sie athmen auch ein,
foll er, nach einem fehr fpäten Zeugen, gefagt haben
(Pftud-Ari/h de plane. 1,1. 2.).
Auch Dcmokritus von Abdera wird wegen feiner
Unterfuchungen über die Natur der Pflanzen gerühmt
(Plin. 24» 17*)« In der That mufs er eine Naturlehre
der Gewächfe gefchrieben haben: denn Theophraft,
zu deffen Zeiten die Verfälfchungen der Werke der
Alten noch nicht aufgekommen waren , führt aus-
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Erlte GrnndzQge der Naturlehre der Oewäcfafe« 45
dröcklich des Demokritus Meinung von der Voll-
kommenheit der geraden Triebe an, die daher auch
früher blühn und kürzer leben {cauff.pl. 2, 16.).
Diogenes nennt ebenfalls diefe Schriften des Demo*
kritus (vit. phil. 9, 47.). Dies find wahrfcheinlich
die Bücher des Demokritus, welche Varro gelefen
hatte (de re ruft. 1, 1.), und die auch Columella an-
führt (11, 3.). In den Geoponicis haben wir noch
Aussöge aus den vorgeblichen Schriften diefer alten
Weltweifen, aber, da hier fchon Aprikofen ß^UoMot
und der Terpentbinbaum rs{>eßiv$Q$ genannt wird
(10,7.3.), fo find fie höchft wahrfcheinlich unterge-
fchohen. Die Cpucnc* hm /xuot/xä, welche unter fei-
nem Namen vorkommen (ed. Piziment. Patav. i573.8.),
verrathen fchon dadurch ihr fehr fpätes Zeitalter, dafs
Sapor, König von PerGen , aus dem vierten Jahrhun-
dert, darin angeführt wird. Plinius führt mehrere
Stelleo aus den Demokritifchen Schriften an, die von
den Zauberkräften der Pflanzen handeln (P/i'/i. 25, 2.).
Einer der Schüler des Demokritus, Apollodor9
foll eine reizbare Pflanze in Aegypten x>der Arabien
bemerkt haben , deren Blätter zusammenfallen , wenn
man fie berührte (Plin. 2^, 17.), Das könnte Aver-
rhoaCarambola oderMimofa polyacantha Willd. feyn,
Ariftoteles, der gröfste und geiftreichfte Natur-
forfcher des Alterthums , vernachläffigte die Natur-
lehre der Pflanzen fo wenig, dafs er vielmehr zwey
Bücher darüber hinterliefs , welche er felbft unter
dem Namen der Theorie der Pflanzen anführt (hift.
anim. 5» 25.)* Und an einem andern Orte (de brevlt.
vit. c. 6.) verfpricht er, das Gefagte weitläufiger in
feinen Büchern von Pflanzen erklären zu wollen.
Auch fahren diefe Bücher Diogenes (5, 25.), Athe-
näus ( i4i und der Scholiaft des Nikander {the-
riac. v. 645.) an- Allein die Bücher, welche wir
noch jetzt unter dem Namen des Ariftoteles von
' 1
1 •
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46 Erltes Buch. Fünftes Kapitel.
Pflanzen befitzen , können unmöglich den grofsen
PhiJofophen zum Verfaffer haben , da der gänzliche
Mangel an Plan und Ordnung, die ungemein fchlechte
Schreibart, die Menge wirklicher Abgefchmackthei-
ten und Widerfprüche nur zu deutlich einen fehrfpä*
ten Schriftfteller, wahrfcheinlich aus den Zeiten des
finkenden morgenländifchen Kaiferthums , verratbeo.
In den ächten Schriften des Stagiriten wird man
genaue Kenntnifs der Pflanzen, befonders ihrer Natur
und Verwandt fchaft mit den Tbieren, nicht vermiffen.
Epikur nannte den Ariftoteles einen Pharmakopolen ,
und fchieh damit andeuten zu wollen, dafs er früher-
hin Arzneypflanzen aufgefucht und verkauft habe
(Athen. 8, i3.). Wenn diefe Nachricht auch nicht
gegründet wäre, fo würde er doch , gleich aJJen Phi-
lofophen der Vorzeit, genöthigt gewefen feyn, fich
um die Natur des Pflanzenreichs zu bekümmern. Am
meiften zog ihn die grofse Stufenleiter der Naturkör-
per an, auf die er an mehrern Orten wieder zurück«
kommt. Unter den Thieren, fagt er, gränzen die
Seegefchöpfe zu nach ft an die Pflanzen , und zwar,
weil fie keine Einheit des Organismus zeigen, fon-
dern weil ihre getrennte Gliedmafsen noch fortleben,
fo wie Sedum Anacampferos? (i7n7TST^ov) , an Nägeln
aufgehängt, noch lange zu leben fortfährt (Arifi.part*
anim. 4, 5.). So vergleicht er an einem andern Ort
(hiß. anim. 8, i.) die Schaalenthiere mit den Pflanzen.
Jene können, in Bezug auf die wandernden Thiere»
Pflanzen genannt werden. Denn auch das Gefühl
komme manchen Seethieren nur in geringem Grade
zu. An einem dritten Orte (gener. anim. 3, u.)
nennt er die Pflanzen irdifche Schaalenthiere, und
die Schaalenthiere Meer - Pflanzen. Je mehr das Waf-
fer das Leben befördere als die Erde, defto höher
ftehe auch das Leben der Schaalenthiere als' das der
Pflanzen. Auch den Infekten feyn darin die Pflanzen
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Erlte Grundzüge der Naturlehre der Gewächfe. 47
1
ähnlicb, dafs abgefonderte Theife leben können > wie
dies bey der künftlichen Vermehrung der Gewäcbfa /
offenbar fey. Diefe ganze Theorie war indefs voa
Empedokles erborgt.
Darin findet Ariftoteles einen bedeutenden Un-
terfchied der Pflanzen und Thiere, dafs jene keine
Excremeote von fich geben , wenn man nicht den
Wohlgeruch der Blüthen dahin rechnen wolie. Dia
trockene und warme Natur der Gewäcbfe mache,
dafs die Wurzel nur zubereitete Stoffe anziehe: die
Erde und ihre Wärme diene ihnen als Magen (narr.
anim. 2 , 3.). In wärmerer Luft und trocknem Boden
fey der Wohlgeruch der Pflanzen allezeit ftärker
[problem. i3, 4»)«
Der Hauptzweck der Vegetation fey das Frucht«
anfetzen und die Fortpflanzung. Die unvollkommen -
nen Thiere feyn auch hierin den Pflanzen ähnlich,
dafs (ich bey ihnen alles auf diefen Zweck zurück*
bringen laffe (hife. anim. 8, 1. gener at. 1,8.). Der
Saame erzeuge fich bey den Pflanzen nicht durch Zu-
fammen wirken zweyerGefchlechter: auch komme er
nicht, wie bey hohem Thieren, aus allen GJiedma«
fseo des Körpers (gener. anim. 1 , 1 8.). Die Gefchlech-
ter feyn bey den Pflanzen gemifcht (daß 23.): fie ha-
ben, heifst es an einem andern Ort (daf. 3, 10.), das
männliche und weibliche in fich (ty^ouert iv auVpf; ra
Ein gewiffes Gefühl will Ariftoteles den Pflanzen
nicht abfprechen, da Ge die Nahrungsftoffe auswäh-
Jen: alfo, fchliefster, leben fie auch (de anim. 2, 2.)*
Ueber die Farben der Pflanzen kommen treffliche Be-
merkungen in feinem Buche von den Farben (Arift.
opp. tom. 2. p.i 167. ed. Pac.) vor.
Alte Saamen , bemerkter, geben Gemüfe, die
leichter in den Stengel fch'iefsen , als wenn fie aus fri-
fchen Saamen erzogen worden : denn die letztern feyn
Erftes Buch. Fünftes Kapitel.
fchwächer , und enthalten viel überflarfige Theile
(probl. 20, 17.). D»e Radieschen (f*<ParvÄfO feyn
defto fchärfer von Gefchmack, je dünner fie feyn
(daf. 1 1.). Einige fehr unrichtige Bemerkungen kom-
men auch vor. So fagt er : die Rofen mit rauhem oder
behaartem Fruchtknoten (o>(f>*Xo> Tp«xi?0 riechen
lieblicher, als die mit glattem, weil jene ihrer Natur
getreuer geblieben find (probl. 1 2, 8.). So will er die
Raute am fchönften gefehn haben, wenn fie auf einen
Feigenbaum geimpft worden {probl. 20, 18.)-
Noch bemerke ich , dafs bey ihm rity als
Schweinefutter vorkommt (hiß. anim. 8, 21.); dafs
iityavoq und h£>*^6jj für gleichbedeutend genommen
werden {daf. 5, 19.); dafs er die Fabel vom *r*pB*-
Xtxyy^eq (horonicum PardalianchesJ, von deffen Wurzel
die Pardel fterben und den Koth desMenfchen als Ge-
gengift auffuchen, zuerft vorträgt (daf. 9, 6. Schol.
Nicandr. alex. p. 3i.33. ed. Schneid.). Eine Pflanze,
tXguo$, foll zum Fifchfang gebraucht werden (hiß.
anim. 8, 20.). Diele Pflanze nennen Aelian (hiß.
anim. i,58.) und Galen (fimpl.fac. 8.) (pko^ (Ver-
bafcumThapfus? oder fmuatum).
Endlich erwähnt Ariftoteles zuerft, nach Schnei-
ders verbefferter Lefeart, des Weins aus Reifs (Rum),
den er durch Alexanders Begleiter auf deffen Zuge
nach Indien kennen gelernt haben mufste (hiß. anim.
8, 25.). Vergl. Strabo üb. i5. p. 110. Tzfchuck.
Aelian. hift. anim. i3, 8.
Sechstes Kapitel.
1 »
Die Rhizotomea.
m <
Man Geht in diefen Bruchftücken der altern
griechifchen Philofopheme das Beftreben des jugend-
lichen Geiftes, Gründe von den Erfcheinungen in der
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4 S
Erltes Bach. Sechstes Kapital, 49
Natur anzugeben» Dafs dies Beftreben nicht viel
weiter fahrte, als zu einigen glücklichen Vermuthun- ,
gen, ift dem kindlichen Znftand der Geiftes-Cultnr
zutnfehreiben. Auch trug der meüfchliche Geift die
Feifein des Aberglaubens und der Schule noch viel
Zu geduldig, um mit ganz freyem Sinn die Natur zu
betrachten*
Indetfen wurde die Pflanzen -Kenntnifs in Grie-
chenland auf einem andern Wege befördert, wo fie
aber freylich nur die eihgefebränkte Beziehung auf
den Nützen in menfchlichen Kauften * vorzüglich in
der ArZneykunde* behielt* Arzneipflanzen wurden
nämlich in Griechenland von eigenen Leuten , die
UhUöiomen > Wurzelgräber*, hiefsen ) aufgefucht*
Ein grofser Theil derfelben ergab fich dem finfterften
Aberglauben und vorgeblichen fcaubereyerl. Sie
nahmen die Richtung des Windes und die Stunde des
Tages öder der Nacht beyttt Wurtelgrtben wahr.
Theophraft fagt'fehr ausdrucksvoll (hiß* g*)» fie
bemerkten Vieles richtig* abef Vieles übertrieben fie
Stich itiarktfcbreyerifcb {Iwtrwytämfr Dafs man
Gebete beym Wurzelgraben herfage, fand Theophraft
felbft nicht Unfcbicklicb* Dagegen hält er für thd-
rieht, dafs man dreymahl mit einem feharfen Schwert
um die Wurzel herfahre, öder dafs man ttmheftan***
oder öbfcöne Worte fage* Auf den Flug der Adler:
oder auf die Richtung gegen Sonnen-Aufgang zu ach«*
teo > wenn min Helieborus graben Wölls t erfoheittf
Ihm ebenfalls albern*
Iodefs erhöben fich einige diefef Wufzelgrirtiet?
Uber daft Gewöhnliche, oddf gebildete Männer nah«
tnetfßch diefes Oefchäftts an, undüfbtönesfö, dafs die
Pflanzenkunde dabey gewann* &höö*uThedphrafti
Zeiten gab es mehrere Schriften über tthizotomia, dl*
er anföhft. Auf mehrerö berufen fich Athenäus üöd
die Schöliafteil« J *
Ot(ch< d. Botanik. i.Ö* 4
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Er&eJ'Bucb: Seckitef KaptteJ.
Thfafyos von.* Mantinea wirdrvon Theophraft»
als einer der gefebickteften und erfahrenen Rhiao-
tomeo genannt (fti/t, 9, 19. 20.}. Er fcheint fiqh bj*-
fonders mit Bereitung der Gifte Aus Mobniaft und
jSchirling belchäfftigt zu haben .faf 9* 18.). Diefelbo
Pflanze äufsere bisweilen Arzneykräfte, . maucamahi
auch keine, nach der verfchiedenen Anlage de»
Körpers. [i ^ i':'-,f
^/exi«, Thrafyas Scbükr, wer in der Arzaey-
fcunde und Rhizotomie gleich Erfahren \Theophr~
Jäfcpl 9, 19.). ^ :*
Eudemus» der Pharmakopöle i vielleicht dar
Rhodier, des Ariftoteles Zuhörer, der über die Na~
turlehre gefeji riebe n (Simplic. in Arifö. phyf. l.f. 21.),
rverfuchte an fieb feibft die Kräfte der Arzneyen , bet-
Joiirlers des Heilshorn* [Theophr. hift. 9, 20.)* Er
jutfe*fchied, in feiner Schrift von GemDfe- Pflanzen t,
,drey Arten K^uftt diefalzige («Xpup'f), die glatt-
idättrige und kraute , (**X/voug7ö$, Sövoycrkobl) (Aehen*
< Ariftophilus ans Platäa wird ebenfalls Pharma*
kopole genannt, ^rfchrieb über die Mittel, die zun*
Bey fchlaf reizen ( Iheophr. faß. . pl 9,21.).
Hier kannte man die Pflanzen aufzählen, welche
in den Hipprokratifcben Schriften vorkommen. ßa
indefs diefe Schriften aus fehr verfchiedenen Zeitaltern
herrühren; fo ift fchicklicher die Pflanzen gehörir
gen Orts bey den Theophraftifcbjwi eiozufohalten»
So wie fleh nun einige diefer Rbizotomen -mehr
mit der Anwendung der Pflanzen auf die Heilmittel,
lehre befchäfftigten , fo hiefsen Andere eigentliche
Phyfiker, weil fie ganz beConders die Naturlehre der
Gewächfe bearbeiteten. Diefe Jiefsen ßch zuoaTheili
wie Satyrus, von den Bergarbeitern (ipirvirot), Holz«
und Steinhauern, Pflanzen fammeln (Theophr. AiÄ.
3, 1 1., wobey Galen« comm. in Hipp, epid.6« 3.p.4#t,
.1 i
.0
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Ferglichen «erden mufc); zum Th eil fochten Ca Ca
felbftaaf, und ftudirten ihre Natur.
Menefior war eio folcher Phyuker , der den auf-
zeigenden Pflanzenfaft onoc nannte (Theophr. hifi.
i, 3.)i <*er Bemerkungen über die Vegetation des
Maulbeerbaums machte (Theophr. cauff. 1,21.); die
Schädlichkeit des zu feiten Bodens von deffen leich-
tem Austrocknen (daf.*y 5.)? und das nicht Erfrie-
ren der Waffe rpflanzen ypn ihrer wärmern Natur her-
leitete iäaß 1 , 26.).
Hippon, ein Phyfiker, wird von Ariftoteles
{de anim. 1 , 2.) angeführt. Er bemerkte (ehr rich-
tig, dafskein wefentlicher Unterfchied zwifeben wil-
den und zahmen, veredelten Fruchtbäumen fey» fon-
dern dafs jene in diefe übergehn (Theophr. hifi. 1, 6.)«
Diogenes, entweder von Apollonien, oder ein
anderer, den Ariftoteles nennt (de gener. et cor rupt.
1, 6.), lehrte, dafs aus faulendem Waffer und Vermi-
fchung mit Erde fich alle Pflanzen erzeugen (Theophr.
hifi. 3,2.)
Leophanes, den auch Ariftoteles (gener. anim.
4, 1.) anführt, gab zuerft die fchwarze Garten - Erde
oder den Humus als den heften Standort für die Ge-
wäcbfe an (Theophr. cauff. 2 , 6.).
Andere diefer Phyuker wandten ihre Lehren
mehr auf Haushaltung an. Kleidemus befcbrieb die
Krankheiten des Feigenbaums, des Weinftocks und
Oehlbaums (Theophr. cauff 3, 1 2.). Er hielt den Zeit-
punkt für die Winter-Ausfaat am beften, gleich nach
dem Untergang der Pleiaden (6. Nov.), weil dann
die Regenfehauer des Herbftes eintreten ( Theophr.
cauff. 3, 28.). In den Pflanzen fuchte er diefelben
Theile, wie in Thieren (Theophr. hifi. 3, 2.).
Auch Androtion war ein ökonomifcher Schrift-
fteller, deffen Werk vom Landban Atbenäus kannte
(3, 7.). Ans demfelben führt Theophraft feine Mei-
4*
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Erltes Buch. 5 eebttet Kapitel.
»uog ron der Freu ndfehaft des OeMWrunfrs und de*
Myrte {caujf.f5y i5.), und Athenäns (3, 3.) feine
Eintheilung der Arten des Feigenbaum* an.
Alle dlefe Rhizotomen waren Itter als Theo*
phraft. Noch werden einige angefahrt, deren Zeit-
alter unbeftimmt Jft: Eumachus ads K&ttytä \Ath#hm
i5, 8.), Anakreon {8chöt.Nicandr.th&r, V. 590.), Afe-
hton {daf.v. 617.;, und Pharnakes {Wahn, certrrp.
media, fec. loca, lib. 8. p. 087. ed. Bafil. graec).
1 a
*- v
#
1*
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Zweyte« Buch.
Anfang der w i ff e n fc haftlichen
Pflanzenkunde.
Erftes Kapitel.
Theophraft von Erefus.
r »
i. Sein' Leben und feine Schriften.
Die dürftigen Anfänge der biftorifchen Pflanzen-
kunde worden vorzüglich von den Nachfolgern des
Ariftoteles, oder den Peripatetikern erweitert, unter
denen Geh faft ein Jeder durch Natuvforfchung aus*
zeichnete.
Der berobmtefte unter ihnen war zugleich der
voo AriftoteJes am meiften geliebte feiner Zuhörer,
Tyrtamus aus Erefus auf Lesbos, den er, wegen def«
fen göttlichen Gabe der Rede , Theophraft nannte
(Strabo lib* i3. c. a. p, ^ii. Tzfch. Otogen. La&rt. 5 ,
3#. Su Cic.arat.19.).
In denselben Jahr, als Epaminondas bey Leuktra
fiegte (371 v. Chr.), geboren, wählte er zuerft den
Leukipp, dann Plato und endlich deffen Nachfolger,
Ariftotelee, als feine Fohrer in der Pbilofophie. Als
Ariftoteles (3a4 Chr.) der Verfolgung feiner
Feinde durch eine Flucht nach Cfaalkis entging, nahm
nch Theophraft der verlaffeoen Schule mit fo leb ein
Eifer und fo glücklichem Erfolg an, dafs die Zahl CeU
ner LchrjOnger bis auf awey taufend ftieg. Er erwarb
«
-
«
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54 Zweytes Buch. Erftes Kapitel.
ßcb in Athen ein To grofses Ariflhn, dafr, alsAgno*
»ides ihn des Mangels an Religion hefchuldigte, nicht
viel fehlte, dafs der Ankläger nicht rteifelben Ver-
brechens wegen angeklagt worden wära., Selbft ins
Ausland verbreitete fich fein Ruf: clenri Ptolemäus
der Lagide ladete ihn nach Alexandrien ein {ViCgen.
5 , 36. 37.). :
Endlich brachte doch die rohe Volkspartey ein
Gefetz zur Ausfahrung, dafs Niemand einer Schule
vorfteho dürfe, wer nicht dem Rath und Volk von
Athen gefalle. Sophokles , des Amphiklides Sohn,
wandte dies tinfinnige Gefetz auf Theopbraft und an-
dere Philofophen feiner Zeit an , und fie mufsten alle
die Verbannung (ich gefallen 1 äffen. Dies war 3o6 J.
V. Chr. (Athen. i3, 9,). Doch, die beffere Partey
fiegte noch einmahl , und Theophraft ward nach eini-
gen Jahren wieder zurückgerufen (Diogen. 5 , 38.).
Er erreichte ein fehr hohes Alter. Man fchliefst,
er fey Aber hundert Jabr alt geworden , atis der Vor-
rede zu feinen Charakteren, wo er fagt, er fey ge-
genwärtig 99 Jahr alt: aber es ift fchon öfter bemerkt
worden , dafs ftatt deffen vielmehr 79 zu lefen ift.
Denn Diogenes fagt ausdrücklich : er fey in feinem
85ften Jahr (286 v. Chr.) geftorben. Bekannt ift
feine Klage über die Kürze des mienfchlfchen Lebens
(Cic.tu/c.quaeß.'S, 28. Diogen. 5, 4 1 4). Er verordnete
in feinern Teftament, dafs die Bildfäule feines gelieb-
ten Lehrers, Arlftoteles, in einem Tempel aufge-
hellt werden folle (da/. 5t.). Einen Pflanzen Gar-
ten, den er, mit Beyhülfe desDemofthenes von Pha-
lerus, unterhielt, vermachteer, als Fideicommif*, fei*
»er Schule. Er ernannte Strato,' Kallifthenes , Ne-
leus, Htpparchus, Demaratus, Melanies, Demoti-
mus, Pankreon, Nikippus und Kallinus < tia* Verwal-
tern des Gartens (Dlogen. 5, 53.).
Die grobe Achtung , deren er in Athen genof-
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, TheophVaft von Erefua<A - $5
feil / bewährte fich bey feinem Leichen - Begängnifs ,
dem faft aJle Einwohner von Athen folgten (Diogeru
5 , 4*.)- Man rflhmte die Reinheit und Sanftheit fei-
ner Sitten , feine Vaterlandsliebe, die fich dadurch
bewährt habe , dafs er fein Vaterland zweymahl von»
der Xyranney befreyte (Plutarch. adv. Colot. p, i 1 26»*
ed. Xyi.); man pries feine Wohlthätigkeit, Men-
fchenliebe, vorzüglich aber die Feinheit feines Um-
gangs: denn die rauhe Tugend aliein machte, nach
feiner Behauptung, keinesweges die GJückfeligkeit
aus (Cic. acad. quaeft. 1, 9.). So hielt er auch in Klei-
dung und Anftand fehr viel auf das Aeufsere: Geber*
den und Stellung waren bey feinen Vorträgen fo be-
rechnet, dafs man ihn in diefer Rücklicht mit den
grdfsten Rednern der alten Zeit zu vergleichen pflegte
(Athen. 1 , 1 7.).
Seine Schriften über aJle Gegenftände des menfch-
liehen Wittens find fehr zahlreich. Diogenes fahrt
allein 227 Titel an. Allein das meifte ift verloren
gegangen. Das Schickfal diefer Schriften war mit
dem der Ariftotelifchen daffelbe. Strabo erzählt es
fo (Mb. r3. c. 1. $. 54- p- 382. Tafch.): Ariftoteles,
hatte feine Böcher- Sammlung dem Theophraft, und
diefer ße nebft der feinigen fernem Zuhörer Neleus*
des Korifkus Sohn, vermacht. Diefer binterliefs den,
ganzen Schatz feinen Nachkommen , ungebildeten
Menfchen , die zu Skepfis in Troas lebten. Als nun
die Attalifeben Könige zu Pergamus eine grofse Bi-
bliothek anlegten, und zu dem Ende mit aufseror*
dentlichem Eifer alle Werke berühmter Männer auf-
ziehen liefceo , verbargen die Erben des Neleus (viel-
leicht aus Furcht, fie möchten ihnen nicht bezahlt
werden) die fämmtlichen Schriften des Ariftoteles und
Theopbraft in eioem Graben und bedeckten fie mit
Erde. Dort wurden fie zum Theil ein Raub des Mo-
ders und der Würmer, bis fpäterfain ApelliKon, de*
»
56 Zweytes Buch. Erltes Kapitel
Tejer, fie für eine grofse Summe an fich kaufte* Dje«
fer war mehr Liebhaber von Büchern als Gelehrter;
er ergänzte daher die Verlufte auf febr ungefphickte
x Art. Weil nun, fährt Strabo fort, die Nachfolger
des Theophraft jn derZwifchenzeit nur wenige Schrif-
ten des Ariftotel es, und unter diefen nur die exotc-
rifchen, befafsen , fo konnten fie nicht pragmatifch
philofophiren, fondern fie fachten nur die Grundfätze
zu verfchönern { ), Nachdem aber Apel-
likon die fo lange verborgenen Schriften wieder be*
kennt gemacht und Sylla fie von ihm, nach der Ein-
nahme von Athen , an fich gebracht hatte , gelang es
den Philofophen beffer, in Ariftoteles Gcift zu pJM-
lofophiren ( £qiotote\$iy ) , obgleich die von Apelli-
kon fchleobt ausgefällten Lacken zu allerley Jrrtbtt-
mern Anlafs gaben (Vergl. PlutarcK Syll. c. 26,),
Mit diefer Erzählung ftimmt nun Atbenäus gar
nicht Oberein, der ausdrücklich fagt: Neleus, der die
Ariftotelifcben Werke aufhe wahrt, habe; fie fammt-
lieh an Ptoiemäus Philadelphus nach Alexandrien ver-
kauft (Üb, i. c, 2.). Hieraus lifst fich , wie Schnei*
der richtig bemerkt (epimetr. 2. ad 4 riß. hiß* anUtu
p. LXXIX,) , fchliefsen , dafs Neleus nur die efoteri-
fchen Schriften behalten , und die exoterifchen , wo-
zu Ariftoteles Tbiergefcbichte und Theophrafts Werke
von Pflanzen gehörten , an Ptoiemäus verkauft habe,
Alfo ift, was. Strabo voq den Lücken erzählt, die,
durch Moder entstanden , von Apellikon ungefebickt
ergänzt worden feyn , keinesweges vqa Theophrafts
Pflanzen - Gefobichte zu verftebn,
Diefebe Atzen wirvennqthlich poch in der Form*
worin fie nach Alexandrien kamt Sipe der bebten
Jlandfcbriften ift die , welche Kardinal Bt&rion be-
forgen Jiefs, die, in Venedig aufbewahrt, in. der erften
Aldi na abgedruckt ift. Diefe befitze ich felhft, und
finde den Te» dft yiel richtiger als in der fpätern,
■
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Theophraft von Erelus. |y-
I
die Heinfius zu Leiden i6i3 herausgab. Inzwischen
ward die Aldioa mit lateinifcher Ueberfetziing 1 54 *
zu Bafel noch einmahl gedruckt. Die Üeberfetzung,
welche Heinfius feiner Ausgabe beygefügr, ift äufserfj
fehlerhaft. . Sie rührt von Theod« Gaza her, der gar
keine Kenntnifs der Gegenftände, die Theophraft
behandelte , gehabt zu haben fcheinl. Dennoch
wurde dieselbe Ueherfetzung wiederholt auch in der
Ausgabe abgedruckt , die Bodäus von Stapel von der
Pflanzen - Gefchichte des Theophraft 1644 herausgab,
and mit fehr gelehrten und nützlichen Erklärungen
verfab. Der neueften Ausgabe von Stackhoufe za
Oxford 181 3 und 1014 fehlt nicht allein eine lateini-
fche Üeberfetzung, fondern fie ift auch ohne fiebere
Kritik gearbeitet , obwohl hier und da glückliche
Vermuthungen in den Text aufgenommen find.
2. Seine hiftorifche Pflan zen -Ken n tnifs.
* •• •
Es ift fehr fchwer, die Pflanzen zu errat hen,
welche Theophraft nennt, Befchreibungen fehlen
entweder völlig , oder fie find äufserft mangelhaft.
3a, da er nie gröfsere Reifen unternommen zu haben
febeint, fo verläfst er fieb auf die Ausfagen der Land-
leute. Die Ausdrücke : So Jagt man : So fprechen
die Arkadien So erzählen die Anwohner des Olymp ^
kommen oft vor. Ja, eben fo oft heifst es: Das
mufs noch unter Jucht werden. Faft lächerlich ift es,
wenn er fogar von den Linden fagt (hijt. 2, 5.): es
roatfe noch untergeht werden, ob fie Kätzchen (**-
Xp») tragen.
Zu Theophrafts Zeiten war Indien , Perfien ,
Baktrien, Aegypten, Syrien und Libyen fchon durch
die grofsen und ewig denkwürdigen Feldzüge Alexan-
ders den Griechen bekannt geworden. Allein fehr
richtig fagt Strabo (Üb. i5. im Anfang) : Die Beglei-
ter Alexanders lernten nujr im Vprüb^gehn dief^-
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I
St Cweytu BaoÜ. Etftar Kapitel.
tur • Gegen ftätide kennen: fie' ^ogen bey ihren Erzäh-
lungen das Wunderbare dem Wahren vor, und ver-
breiteten eine Menge Lügen : der Einer widerfprach
oft dem Andern. Wie anders, als daß Theophraft
aus diefen Berichten eine fehr unvoHftändige und oft
unrichtige Keantnifs ausländifcber Pflanzen erhalten
Jmufste?
Hiezu kommt, dafs er in der Wahl der Aus-
Krücke fehr wenig Sorgfalt beweifet. Bpuo? z, B.,
7ovXo$ und *ixfQS bedeuten gleichmifsig das Kitzchen:
v<P&*kfuq und 1 ifa das Auge. Die verfcbiedenften
Pflanzen werden oft mit denfelben Namen belegt:
fo bedeuten ' av&pa%v>}, Xwtö{, $i(p*vos9 \tßxvwrts9
an verfchiedenen Orten ganz verschiedene Pflanzen«
Manche Pflanzen, die, nur einmahl erwähnt, bey an-
dern Schriftftellern nicht vorkommen, find gar nicht
Zu erklären. Verfuchen wir ein Verzeicbnifs der
einigermafsen ficher zu beftimmenden Pflanzen des
Theophraft.
Alpinia Cardamomum (Roxb.aßae. refiarch. l i.
•p- 355.), yL<ifi£{jLüii{40v hift. 9, 7. Hipp. morb. mul.
1 , 6o3. Piper nigrum und long um werden hift. 9, 24«
als iriirsft befchrieben, wobey die Aldina die richtige
Lefeart hat. Vergl. Hipp. vict. acut. 40 1. morb.
♦3, 494. Hippuris vulgaris, "irvov hift. 4> 1 »• > i«> or-
chomenifchen See.
Oha europaea, fkmU, und die wilde Abart kAtsvo^
Bift. 1,6.7. 1 1. Köw«? Hipp. morb. 3, 495. fcheintdie
Trucht des wilden Oehlbaums zu feyn (Galen expof.
voc. Hipp. 5o6.). Vergl. Paufan. 2, 32. *P«xow? p*v
•&5 aaXdSci T(oi$vtoi flrSv o<rov uKotgirov fkaims, xorivov,
' tyXtmv. Phillyrea anguftifolia, ityi^ hift. 1 , 1 5. 3, 6.
P/j. latifolia, X«k*$jj hift. 3, 4. 6. Stackhoufe will
Prunus Mahaleb daraus machen. Salvia cretica ctyiüoz
hift. 6, 2. mit fchmalern BJSttern, und 5. triloba AcXj-
^p«c<j?, werden gut unterfchieden. Vcrgl. Sibth. 11,
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TheopHraft Tön 'BVefus;'* > 59
graec. t. 15. Zv|/«xo< kommt auch beym Ariftophanes
thiefmophor. 493. vor, wo der Scholiaft i\s\t<r(paKoc
dafür fetzt* 5 alvia Hormin um, oppyvov hift.8, 7., wurde
zugleich mit Sefa m gefäet. Die Saamen , dem Küm-
mel ähnlieh, werden von keinem Thier genoffen.
Fraxinus Ornus und excelfior find /uiXi» und j&v*
ftfkiat hift. 3, 11. Denn von der letztern wird ge-
tagt, ße trage Kätzchen (ßgvx) neben der Frucht.
Iris Jlorenrtna, ijpic hift. 6, 7. 7, 7. n. Hipp,
morb. mol. 2,673. In Ulyrien wachfe die befte:
die Wurzel werde, wegen Wohlgeruchs, zu Salben
gebraucht« Athenäus (Üb. i5. c. 8. p. 486, Schw.)
mifsverfteht den Theophraft, wenn er feine Worte
fo anführt: /uivjj r§ räv £VQU7raut*v «v^f'wv svorpot; farb.
Pbilinus fagt eben dafelbft, die Blumen werden Xuxoi
genannt , weil ße den Wolfslippen ähnlich feyn.
/. gramine a , die im Peloponnes nicht feiten ift, wird
die (piXkw Kakaubtlstrr^to hift. 7 , 11. feyn. Ob
$«ry«vov daf. Iris foetidiffima ift , wage ich nicht mit
Gewifsheit zu beftimmen. Nicand. bey Athen. Üb. 1 5«
c. 9. p. 495. Schweigh.
Aber /. Sifyrinchium ift fivvQryxw hift. 1,16. 7,12.,
deffen Knollen genau befchrieben werden. Die letz-
tern werden noch jetzt in Spanien gegeffen (Cluf.hif*.
i, 217.). Es könnte wol feyn, dafs Theophraft
diefe Art mit der vorigen verwechfelt hätte, weil er
der efsbaren Knolle die iufsern Schaalen abfpricht.
Qladiolus communis, £i(£iöv hift. 6,7... Crocus nudiflo-
rus Smith., xpoxo? oyi*v£>j$ <r$o5p«, und Cr. fatisruS) tt^w-
ixv&ifc hift. 6, 6. Von dem erften fagt Nikander bey
Athen, üb. i5. c. 9. p. 495. Schweigh. xpoxo; §i'*f*
Cyperus comofus Sibtfa. fl. graec. t. 44« Ift der
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*q tweytes Book V*t%# Kppitel.
gewöhnliche #ilx$$Qos mit dünner faferiger Wurzel,
und eiki&en Blättern hift. i , 7. 9. i3. Hipp, vict.
acut, 409. . . Cyperus rotundus, K*k*u,oq 9 uwhft hift. 4> 9*
fluclr a^oftoc «io^o; Hipp. morb. mul. 2. 673, f und
xuVf /pcyix Kü*X4&«v Theophr, de odor. p. 446., aus def* ,
fen Wurzeln ro xptff/ua ip*Tp«tüv bereitet wurde. Auf
Parus un i Naxus werden noch jetzt die Knollen , des
Wqhlgeruchs wegen, anter die Kleider gelegt (Haxcr-
#«*>ey Smith ß. graec. 1, 3o.). Cyperus faßigiatits,
c&Qi hift. 4> 9« C. Papyrus , nraflrvpo? hift. 4> 9? feiir
gut befcjirieben. Auch Strabo fagt (Hb. 17.
F. 528.Tzfcb ): ßtßkot* *fX* (ttSfe, evit^i feeyr«
X«tTOv* C. efculentusj Erdmandelq, ft*«<no*hifK4f 9*i
3uch n4«>4y«*^4^J? daf, c, 10. Die fq wurden häufig ge,-
geffen. VergJ. Cluf. zum Belon obf, üb; 2. c. 4o.
Piodor von Sicilien" erwähnt eines häXä^o?, deffen
früchte (üb. 2. c. 57.), und an einer andern Stelle
eines gleichnamigen Gewächfes, deffen Wurzeln von
den flhizophagen gegeffen werden (Üb. 3, c. 23.).
$cho*nust nigricans, /uc X*<yxp«vif hift. 4» * 3. Sch. mu*
cronatus* <r%oTvoq o%\>$ daf. Sch. Marifcus, c^©tf%wvo?
daf. AJle drey wachfen im Peloponnes und auf den
griechifchen Infein. Scirpus marUimus9 vxpivQi hift.
■ • ♦
9>7-
PanUum italicum , Hiyxpt hift. 8, 3. Hipp,
morbymul. 1, 619. P. miliaceum% (tdXtvov daf. Unter
den Getreide- Arten wird zuerst der Winter- und
Sommer « Weizen , *rupoc fc«i^<r*ropöJ^w? nad rgi/^voc
cauff. 4i 12- gu* unterfebieden. An einem andera
Orte hift. 8 , 4* führt er die Abarten des Weizens auf :
der fch werfte , vollkörnigfte war der böotifche, auf
diefen folgte der ueiütche : der leichtefte war der pon-
tifche. Der übyfche hatte einen dflunen der Ka-
chrydias einen ftarken Halm. Diebeiden, Arten von
Spelz, Triticum Zea, und Tr. SpeUaf eXug« hift.
*f 4< 9-» werden auch unter dem Nam«* de* thraci-
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TbeöfAraft roh R-eftis. ;
tifteft vielhtilfigyn Weizens befchriebcn. TrhicttA
rtionococcon, Einkorn oder Peterskorn, ift, nacfi
meinen neuern Unterfuchungen, t/$>j hift. 8, 1 . 2.4.9)
Es komme in fchlechtem Boden fort, habe den Saa-
men in Halfen eih gefehl offen , und fey dem Wei/;eti
ähnlich. Diokles von Karyftus gab den Werth der
tģ*j viel geringer an, als des Weinens. Aber Mne-
fitfceus vönKyfikns rerwechfelte rt'Cpn mit £/2 {Gafcn.
faeüäi. älim. 1 ^12.). Galen fetzt noch hinzu : Die*
Gdfrade tverde in 'thracien flriter dem Namen ßgt(x
gebaut. H&rdpÜm nudum ift wohl 'kft&i, in tSv 71^
/iw^jwmw hift; Ö , 4. Eben dafeibft welken die
Arten der G^rfte Aach den Zeilen der Körner ünter-
fchieden : oitrrixos ift H. di[tichum% ^i&rtxp; Ä n>ara-
fiiehon. Ueberhaiipt wird Wemerkt, dafs die öerfte
&OU*^i rfer Weizen utmxofrey. 4 Atltm Ünp' Acrfif.
lifche Gerfte kommt vor miffebr fchweren Körner^
und einer Aebre, die unmittelbar auf den ötetteYn
fitze. Vergl. Hipp, de morb. 3, 496« EuftafnV tdt
U. 2, p. 25g; ScTiweighäufer zum Athen. 3,°Ba.«p. 3'ia.
Was das für ein Getreide (criroO ift, das rn ßaktrieii
Körner trage, wie die OJivehkerne grofs (hife 8/ 4$ -
ift nicht ganz klar. Es könnte eine Art Moorhirfe
(SorghumJ feyn. Deutlicher befchreibt das letztere
Pbiloftratus (vü.AppHon. 3,5.)-
Unter den übrigen Grasarten ift r\ 7a%*i[si4$ in
Thrahcien (ktfi.'§\ 17 ) wahrfcheinlich Andropogoh
lfchaemum. «Rf/w\ ro <ßXf«$, welches auch 7r\U*-
f*X genannt wird, deffen ßlflthenrifpe als FlederwifcÄ
(irpc? t*< Kovi«<rc#0 gebraucht wurde (hift. 4, 9. 1 t.),
ift wahrscheinlich Arundo Amjklodffmos Cyrill., wo-
mit rrian in Italien die Weinftöeke anbindest. /
foll nach dem Scholiaften des Ariftophanes {ran. i33i .)
häufig in den Sümpfen von Marathon wachfen. Sib-
thorp hat indeis diefe Art nicht gefunden. Arundo
Donax ift liv»Z, auch x*X«/*<h; *t»XijT*KC> und faylrtf
Digitized
fcweytes Buch. Erltes Kapitel.
hifr, ij j. 4, ii, wozu noch Hardain zum RU-
nius ib\ 36. verglichen werden mufs. EJpwT«? fccv*-
xosiq, lovotKorgc<fQg , JovaxoxXou? , üfyc'f*; fcovax/ xXctf*?
Euripid. Hei. 210. 355. Iphig. Aul. 179. Iphig.
*faur. 4oo. i Arundo Phragmües ift x*fr«KMif hift. 4, 1 2*
J.epigcios, KxksyMs imystoc daf. Stipa tenaciffima,
welche Sibthorp häufig auf den Hügeln von Attika
fand, ift X/vcg-ttj^tcv bift. l , 7. , Strabo erwähnt einer
Gegend Zwilchen Sagunt und Setabis, wo j} <tx?/v0-
irXoni>uj örrafTo? feh,r ;|iaufig wacbfe und ausgeführt
werd* (Üb. 3.c. 4. p.429. Tzfch.). Noch jetzt ift def
Sparco in Spanien berühmt, weil ungemein vi eJ Oe-
rath e daraus gemacht werden (Dillons Reife dur.dfc
Spaniern, 2, 5qi.) v.v Aly(h*4ß , ein arges Unkraut,
ift, befop rfers weil es yielhülßg genannt wird Mß.
4*:4JS :4e$tt°Ps ovaia$ die auf den
griechifchen Infein fehr gemein ift. h^ofxo; hift.
8 , 4, 5. cauff. 4,7. ift Avena fatua. Alp« hift. 2, 5.
4, 17. Sfy.b. ift Lolium temulenium. 'AXwTr^xoupo*
hift. 7, 10. Saccharum cylindricum, welches Sibthorp
(ß graec. t. 53.) häufig bey Athen fand. 2/r«X«<f oupo$
hift. 7, 10. ift Seeale villofum , welches auf dei| '
Aeckern in Kandia und Zacynthus häufig ift. Tbeo*~ '
phraftfagt: es fev dem Weizen ähnlich, nur behaart
fey die Aehre. "Ay^crtq hift. 1, 10. 2,2. 4i ll»
ift TrUicum repenst Queckengras. Es fey gemeines
Unkraut mit knotiger Wurzel , welche efsbar fey.
Diodor (1, 43.) verwechfelt ts wahrfcheinlich mit
Papierfchilf , wenn er fagt, dafs die alten Aegypter
davon gelebt haben. Sehr fchön fagt Theokrit id.
l3, 4?t i/Xrr«yj}? iy(w<rrt$y umkriechende Quecke.
r Ficus Sycomorus ift auaifjuvoq und m**? nvtfQtoe
hift. 4) 2. Celfus fagt: arbor in Aegypto nafeens,
quam ibi piofoirvxov appellant (3, 18.). Ficus indicay
cüh? ivhaj (hiß. 1, 10.). Vergl. Oneficritus bey
Strabo Üb. i5, p. 4l» Tzfch. c j . .
0
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Jtiitia fo^fc, *>u^W hift. 7, >, wenig,
fteas nach der Befchreibung hift. g> 1 6. Doch kann
hier ein Irrthum obwalten. Als ipj-S-^chuvoq kommt
Rubia tinctorum Hipp, v\cU acut. 4°7- vor« Galium
Aparine oder capUlar* ß^tfr fl.;graec. i%<,4. ift «ttä-
•0g, >j xo# t«v luxTimt rmvj:ix^^ tjjv rgogtynrraj
hift. 7, 12. Cor n us maseuia,' aqxvcix hift. 5, 4* l2»
C,fanguinea% hift. 3, 6. 12. Hex Aqui-
folium, xjjWrpoy und 9 *>;X*<rTpe$ hift. 3, 4. 4, 1. 5. 7.
Blaeagnus angufiifolius ihjäasyvos hift. 4, 1 1 . P/a/i-
tago maior , a^vo>>.(i» er cov hift. 7 , 9 10. PL Corona-
pus, KO^wvoirflüü? hift. 7, 9. Tra/7a natans , r^ißekog
b top; f fX«WTwv 7rcTafj.wv hift. 4, 1 u Im nordli*
eben Griechenland häufig.
He Hot r opium europaeum , jjWrpcTnov hift. 7,8.
Afprrugo procumbens , <aV*£ni*J hift. 7> n. genau be*.
fchrieben... 4«efti£/2f #jffc^ r ^»M.'hiiit. 7 , 9..'i
Ori/i*/i* *//wa Willd. , jcRfjr&oc hift. 6, 8/ Aber
hier lefen Athen aus und PJnnus Xeigtov. Convolvulus
fepium, vielleicht iWiw'wj hift. 1,21., und «or/wj cauff.
2, 25... Convofoulus Seammonia, o-kä/u/kwv/*, hift,
9, 1. 10. 24. Die Pflanze, aus der das aleppifche
Scammonium bereitet wird, wächft an Zäunen auf
Rh od us häutig. Hipp. morb. mul. 1 , 597. Menyan-
thes trifoliata, p^vav^oq, hift. 4, M. Paxamu»
(g*opon. 2, 4.) nennt eine dreyblättrige Pflanze,
welche die Sümpfe anzeige, . . Lycium barbarum,
vielleicht ol<ro; hift. 5, 17... Cordia Myxay iregvioiß
hift. 2, 3. 4, 2. Strabo fagt (lib. 16. c. 4. $. 14.
p. 416. T*fch.):. der Baum wachfe an der öftJichea
Rufte von Afrika, nicht weit vom Vorgebirge Dira. . r
Cordia Sebefi+na , xo>txup<X& aiyu7rrt» hift. 4» 3. . •
Jfrojwi Mandragora, po^l^oqaq hift. 6,2. 9, 10.
Die Pflanze wächft bey Athen, .. . Phyfalis Jomnifera>
ri ctqvxvcv hift. 7, 8. 12., auch 0 o"rgi!%vo$ &**o*pof
und wrycäw hift- 9? *3., deffen Früchte efsbar und
1
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tk Zweites Bucli. ferfiis kapiteL
rotb frie Scharlach > defTen Wurzel frifch Mütrotb ,
cetrocknet weife attsfieht, deffen Blatt dem Quitten-
blatt gleicht. Die Pflaaze fand Sibthorp auf Euböa. • *
Solanum infanum, cr^x™* 1**^**) *v **l $puopöV **-
Xouti hift. 9, 10; . . Violk Uorata > iW* ,uA*iv« hift,
6 6. Hipp. nat. mtd. §70. Xtikohv *o>A*v. Nicaad.
bey Athen, üb. 15. c. 8.^: 495, Schweigh.
— ,'«■>&<
Cn/cata europae*. ^ejSfotrf Wft- 8' J*
Sotion befchreiben fie unttir dem Namen <xnrgo\i*v
Ceopon. * , 4». 43. . . Ctraionia SUiqua,
hift. 4, 2. 1, «5. 18. Aber-, obgleich am erften Orte
richtig die Äülfenfrucht angegeben wird , fo wird an
der iweyten Stelle doch die Frucht ägyptifche Feige
genannt , die von Ficus Sycomorus kommt* . • Rha-
mnus Alaterttus, <ßiXt5x>rh1ft. 5 > 6.7., mit weifsem ,
zähem Holz. . . Rh. infectorfOS, f'Ajiw« Xtux,, und
JlÄ. oleoidest e*}«vo< /uIXouv* hift. 3 , 16. . . Zizy-
bhus Paliurus, «•«XAufo? hift. 4» 4- • • 2> LoH** *
Xurit Xi/WY dar. Zugleich aber wird Celtis aufträ-
te befchrieben , wie AngUillara (de'femplici, p, 74-)
richtig bemerkt. . . Eiotiymus latifolius, ro «ü«w»^
hift. 3 , » 7. D}e Befchreibung fcheint durch eigene
Bemerkung entftanden zu feyn: nur fällt die BlQthe
auf, die dem Xtvxwo* (Leucoium Vernum) ähnlich
feyn foll. Der Baum wachte auf dem örtynifchen
Berge der Infel LesboS. Sibthorp fand ihn auf
dem Athos. . . Hedera He/ix, xrrrot hift. 4» »7'
Er fev den Bäumen nachtheilig , an deUen er fich
hinauf fchlinge. Das Cegentheil fuchte neuerlich
Kepton (Linn, transact. vol. tu) zu beweifen. Die
verfchiedenen Spielatten des Epheus wenden hift,
3, 17. angegeben. . , VUU vinifera, ifunl** • Die
'-■ Blttthe, «iw»v*J , hift. 6,8., welche» von der fplter
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*
Theoohraft von Erefus. * Ae
aufzufahrenden Ümbellate unterfchieden werden mufc.
Theophr. cauff. 3, 19. heifstes vom Weinftock: orxv
he ßXaarravvi, irsQieuQ€tv ra akXac irivräy ttXjJv cVa Kxqiriv
* X**> reärrw iiriKvi&v rxq Köpy iv auT«u> T*f$ ohd&aq.
Vergl. Galen, compof. med, fec. Joca , Üb;, 8. p. 283.
Aus der Weinblüthe Und den Blättern machte man
mit Oehl in Cyprus das oivxv&tvov. Theophr. de odor.
p. 446. ed. Heinf. Der an andern Bäumen klet-
ternde Weinftock beifst av«&«vfy«V> cauffc Zi i5. . * '
Beta vulgaris , revrXiov, reZrXoSy revrXit hift. 1, u.,
werde oft baumartig, bift. 7, n 2.; treibe vielSeiten-
fprofTeOj hift. 7 j 5. Die weifsö Abart fey milder;
fie heifse auch die ficilifche * hift. 7 , 8. > . UJntus
campeftris , fteht als *t*X<ä und i^tirrtki*. Jene
fol) ftrauchartig* diefe baumartig feyn. Die Frucht
wird auch genannt > hift. 3, i3. . • Caloeropis
procura Browni ift die Pflanze in den ägyptifchen
Sümpfen mit zweyzeiligen Blättern, wovon die Aerzte
ein Heilmittel in weiblichen Krankheiten und bey
Koocbenbrüchen entlehnen > hift 4> Vergl. Al-
pini äeg. c. 25. Beid el offar. Vön Caloeropis gigan-
tea R. Brown, mufs die Erzählung Nearchs von einem
lorbeeräbnlichen Gewächs in Indien verftanden wer«
den, deffen Genufs das Vjeh in tödtliche Zuckungen
fcürzt (Sirabo lib4 i5. c. 2. f, 7. p. 172. Tzfch.).
Eryngiuffk ntarUirnuni, tylyytov hift* 6, I. Ich ver-
mutbe, dafs dies oder Eryngiüm campeftre aiytirU'1
hift. 2j 9* ift* Denn der Scholiaft des Thebcr.
id. 4> ^5. nennt e* fein dorniges Gewächs Von blau-
grüner Farbe mit breitem Blatt.
Tordylium officiriale, cscrsXi hift. § , i5. Hefa-
c/^nm Panaces oder pyrenaicum Larti. ift Vermutblich
'HpftXttoV hift. 9, 1 2. Die Befchreibung und
einzelne Zeugniffe frimmen uberein : Sibthorp fand
aber nicht die Pflanze. Peucedanum qfficinalet *r*uitt-
bift. 9* t3. i5. 12, Vergh Euftath, in Ii* A*63»
Gtlfch* d. fiouöik. t. 5
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66 Zweytes Bucfc Erftes Kapitel*
p. 90/ . . Paßinaca Opopanax , 9r*v**£? &f#gwwov
hift. 9, 12. Ferula tingitana ift die PfldnZe, die das
Silphion von Kyrene giebt, hift. 6, 3. . . Cachrys
alata Marien. Bieb., fxotyijha^q ebendafelbft, wächftin
der Gegend von Syrien» und foll auch auf demParnafs
wachfen. Es ift dem Silphium ähnlich, nur dafs es kei-
nen folchen Saft hat. ManfoIJe, fagt Tb., überhaupt
unterfuchen, ob die Pflanze gar keinen Saft gebe. Dies
ift vielleicht die Art von Silphium, die am Kaukafus
das Vieh frifst (Arrian. exped. Alex. 3 , 28.). Tour-
nefort fand die Pflanze bey Erter um (voy. 2. p. 121.),
Marfchall von Bieberftein im öftlichen Kaukafien. Erft
fpäter ward das medifche Silphium, Afafötida, von
Ferula perßca oder Afa foeti&d bekannt (Strabo üb. 1 1.
c. 1 2. p. 56o. T^zfch.); welches in Bactrien den Spei«
fen als Verdauungsmitte] zugefetzt wurde (daß Jib. i/J.
p. 182.). Ferula communis oder nodifhra ift vap-Shjf
hifr. 6, 2. Cachrys ficula, iTTiroui^x^^v hift. 6, 1.
Hipp. nat. mul. /J72. Bubon Galbanwn L. foll die
geben , hift; 9, 7. Thapfia foetxday vielleicht
VÄp-SvjKW* daf. . • TA. garganica, $xfyz hift. 9, 9. i o.
Run fragm. p. 21. Der hefte' wachfe in Sicilien nnct
Libyen. Selinum Oreofelimtm, c$so(Tb)jvov hift. 7, 6»
Doch führt Sibthorp jene Pflanze nicht an. Selinum
Anethum (Anethtim graveolens), *ivrt$ovh\lu 1, i5. 16.. .
Coriaftdrum fativurn^ y.cplxvvov hift. 7, 4« . . Cuminum
Cyminum, xu4u/vcv hift. 7, 4. . • Smyrnium Olus atrumy
i7T7rö(rt!X/vov hift. 7, 6. . . Conium maculatum, kuvsiov
hift. 9, 17. . . Achamanta panacifolia Spr., Xißavuri^
xxQirtuos hift. 9, 1 3. Der Saame heifse xä^du?; Nikan-
der und Andere nennen auch ähnliche Pflanzen fo.
y/rA. cretenfiSj havy.cs 9, 17... Chaerophyllum ßati-
vum, (M'lvhii; hift. 7, 9. Eurip. Acharn. act. 2. fc. 4.
Myrrhis odorata, (Jtvffic cauff. 6, i3, ift Xa?£*y>?poy
ti(TTopLov aoti €\to(ry.ov. . . Oenarithe pimpinelloides %
o/vaVfy hift. 6, 6. . . Edtinophora tenuifolia, xxvxxe?
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Tiieophraft von Erefus/ 67
*
'AraXiprioV hift. 9, 12. .. Bupleurum rotundifolium,
vielleicht hJwv//, >jv xaXoScr/ r*v«; j8o'jVo>j<mv hift. 7 , «S. . .
Anthri fcus vulgaris Spr. , #o*>to? daf. . • Caucalis
grandjßora, x*uk«X/$ daf. . . Apium Petrofelinum,
oä/vov hift. 7,5,, rx triXtvet eüoofAx Theoer. id. 3 , 25: ;
5rcX*b^U7rTöv id. 7> 68. /fy*. grasreolens, csXtvov
fX&tcv hift. 7,6. •• Sefeli tortuo^um, vielleicht //.uo-
(povov hift. 6, i« 2... Meum Foeniculum, /uxpxS-gov
hift. 1, i5. 16. 6, 1. 7', 4.
.R/u/j Coriaria, o'oZq hift. 5, 18. ViburnumLan*
tanay $'Qxijira.\o$ hift. 3, 7. 4> l- Drypis fpinofa,
fyuirtq hift. 1 , i3. Sibthorp fand fie auf dem Parnafs.
Sambucus nigra, a*r>j hift. 5, i3. Bufus (fragm.
p. 21:) unterfcheidet die baumartige von der niedri-
ge a. S. Ebulus (ähtjj X*.4**1^** )•
Amaryllis lutea, ir&o$y £v&cs £%wv w'xpoXfüjtov hift.
6,8. Sie wächft in Attika wild. Vergl. Athen,
üb. i5. c.7. p.475. Schw. Leucoium aefiivum , Xsu-
xcibv bift.7, 1 *• Lilium Martagon, ro (pXoyt/jiov xxXgv-
pr/ov to iygiov hift. 6, 8. Lilium candidum, xp/vcv
hift. 6,6. Athen. Üb. i5. c. 8. p. 482. Schw. 4>/X/-
vcq hi, to kqIvov ü<p' <2»v jwtv X«/o/ov, uCp' «y o' 7ov x*X*
c. 9. p. 49 2* ^" chalcedonicum , ^uspoxficXA.^ hift. 6.
Aber die Wurzel (oll holzig feyn. Hätte Theophraft
eine andere Pflanze darunter verbanden , als Diofko-
rides? Oder ift es ein Irrthum? Die Blume ver-
welke des Nachts und fchiiefse fich nur am Tage auf,
Athen, üb. i5. c. 8. p. 485. Schweigh. Sollte Herne*
rocallis ßavaitt Griechenland wachfen? Pancrachmi
maritimum, ro xgjvoy ro &«av&£c hift. 1 , 17. Narrt) -
fus Tazetta , vzqy.i<tiiq$ hift. 6, 8. Sophocl. Oedip.
Colon. 71 3. 0 XÄ>wX</3oTfü? vxqxhjJos* Dies ßeywort
kann nur auf die genannte Art gehen. Eumaclius
von Korcyra bezeugt beym Athen. Üb. i5. c.8.p.485.
Schw., dafs die Pflanze auch axaxaXXi? und xgoraXc?
hdfse. Fritillaria pvrenaica, Tri$o$, äv$o$ *%w cuotov
5 •
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6g Zweytes Buch, Erftef Kapitel.
t3 uWv-9-w hift. 6j 8. Hyacinthuscomofus, wahrfcheiii-
lich ßokßo» xw&iov hift. 6, 8. Theophr. cauff. i , 4-
kommt ifxiQXHOs xW0%* mil knolliger Wurzel oder
Zwiebel vor. Sollte dies nicht diefe Pflanze feyn? . .
Crinum afiaticum kann die indifche Zwiebel feyn, die
als haarig befchrieben wird hift. 7, 11... Anthericum
graecum, ßokßw hift, 7, 1 1 . ... Scilla hyacinthoides
mufs die wolletragende Zwiebel feyn, hift. 7, u,,
obgleich Sibthorp die Pflanze nicht in Griechenland
fand. Scilla maritima, <txi\Xä hift. 7, 11* Afpho-
delus fifeulofiiSj «v-9-fc'p/xo? hift. 1, 6. 6, 2* 7* 11.
a*&ifi% heifst beym Theokrit id. 1 , 52. der Stengel
der Pflanze , woraus man Grillenfallen machte.
Afph. ramofus , a<r$&«Xo? hift. 7,11... Afparagus
aphyllus, dtririfayos hift. l, 16. 6, i.3. VergJ.Tour*
nefort voy. 1 , 88. . . Allium Cepa, xpo/x^uiwv hift.
7, 4. All.fativum, owpoSov daf. Davon ift 7^-
•&üov oder 7>jTfiov hift. 7, 2. 5. 6. 9. die Abart, wel-
che Satz- oder Steckzwiebeln, auch Gällinge genannt
werden. Vergl. Anftoph. ran. 634.
All. afcalonicum} <rxop. aVxaXttV/xov daf. All. Portum,
nqiGov hift. 7, 1. ^//. Schoenoprafum , ffxcpcSov
cyjtrrov hift. 7, 4« All. nigrum oder Diofcoridis Sibtb.,
/uwXu hift« 9, 17. . . Leontice Leotitopetalum ift
vermuthlich •Stjo-ciov mit bitterer abführender Wurzel,
hift. 7, 1 1. Timachidas beym Athen» lib. i5.c.g.p.497.
Schweigh.
Vergl* Diofcor. 3, 1 1 o. . * Loranthus europaeus, trrtki$
cauff. 2, 23. . * Acorus Calamus* Kxkapßs ffuoö-^o; hift.
4, 10. 9, 7. Hotkuftoq (AVQ*\pi)tG$ HiJ>p. morb. muh
2, 55 1. Vielleicht xatro'a ix xi/*vwv Strabo lib. i 6> c* 4*
1
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Theopbraft von Erefus. 69
-
a5. p. 455. Tzfcb. . . Veratrum album, SWißopos X*u-
xo? hift. 9,11- Die Pflanze fey in Griechenland feiten :
fie wachle am Oeta beyPyra, dann am Pontus, in EJis
und am malifchen Meerbufen. (So lieft Hahnemann /xa-
^MTrfi ftatt (JM<rcoi\tt*Tv}s.) Der parnaffifche und ätoli-
fche bringe gefährliche Wirkungen hervor. Am mali-
fchen Meerbufen, nicht weit vom Oeta, lag Antikyra
oder Antikirrha, berühmt wegen des trefflichen Hel-
leborus, iXXtßofoq d<rrsto$ Strabo Üb. 9. c. 5. $. 3. p. 497»
Tifcb. Neuerlich fand Hawkins die Pflanze auf dem
Pindus, an der weftlichen Gränze Theffaliens. . .
Mufa paradlßaca mufs der indifche Baum feyn, def-
fen Blätter zwey Eilen lang und den Straufsen- Fe-
dern ähnlich find, hift, 4 > 5. , • Oryza fativa, opu-
daf. Wir haben fchon oben bemerkt, dafs Ari-
ftoteles des Reifs weins oder Rums erwähnt. Theo-
phraft fowohl als fein Lehrer hatten aus den Berich-
ten des Ariftobulus gefchöpft (Strabo üb. i5. c. 1.
$. 53. p. 110. Tzfch.), Auch vom Bambusrohr, Bam-
bufa arundinacea , hatte man zu Theophrafts Zeit
fchon Kunde, dieNearchus mitgebracht hatte. (Serabo
Hb. i5. c. 1. $.20. p. 4<>* Efyjjxt oc x«# irtqi rüv k«-
Xa/zuv , oti iroiovrn {uls>j , [xtXivvwv 0 Jcrwv.) So fagt
auch Theophraft (fragm. p. 475. ed. Heinf.), eine
Art Honig werde aus Rohr gewonnen : dies ift das
Tebafchir der Araber, welches an den Knoten des
Bambusrohrs ausfchwitzt. . • Rumex Aceeofa, Xairot-
£cv iyqiov hift. 7 , 7. 8. . . R. Patientia, XaW$o$
hift. 7,5. 1 , 7. 8. . . Colchicum autumnale ift viel-
leicht atrirak*}; hift. i, 10., weil die Maulwürfe die
Zwiebel aufwühlen. Es fcheint auch ifyfjteqov hift.
9, 18. zu feyn, worüber Decandolle und Eneontre
gute Bemerkungen gemacht haben (Recherches für la
botanique des ancienS) p. i5.).
Bofoellia ferraca Colebrook. und Amyris Kafal
Forsk* geben i jene den indifchen, diefe'den arabi*
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70 Ztcreytes Buch. Erlte* Kapitel.
■
fchen Weihrauch. Beide Bäuhje befchreibt hiff. 9, 4.
Der arabifche Weihraucbbaum wachfe in Saba (jetzt
Merbatb), Adramytta (Uadramaut) , Katabäna (Ka-
taba in Tehama). Der Baum habe Blätter wie die
Mehlbirne (Pyrus Ana), obwohl viel kleiner, und
grasgrün, wie die Raute.^ Andere Tagen : der Weih-
raucbbaum fey dem Maftixbaum gleich , die Früchte
den kleinen Körbchen (trxojviVi) , das Blatt röthlich.
Das letztere iftBofwellia ferrata, dieColebrook (afiat.
rr/sarch. 9, 377.) befchrieben. Theophraft fpricht
ausdrücklich von den Infein, die die Inder beherr-
feben (Panchaia, die lnfeln Baharein im perfifchen
Meerbufen), als dem Vaterland des Weihrauchs.
Diefe nannte auch Evemertis aus Meffene (Eujeb.
praep. evang. lib. 2. p. Sy. Diodor. Sic. 5, 4l«) als
Vaterland des Weihrauchbaums: doch verwechfelte
er in der Befchreibung den Myrrhenbaum mit diefem.
Nearchus gab zwar auch diefelben lnfeln an, fagte
aber nur, dafs die dort wachfenden Bäume einen Saft
geben, der wie Weihrauch rieche [Strabo lib. 1 6. c. 3.
$.6. p. 087.). Den wahren (arabifchen) Weihrauch-
bauin fetzt Strabo ins fiuUicbe Arabien , in Katabanien
(lib. 16. c. 4- $• 4» P" ^93.), wie fchon Herod.ot (lib. 3.
c. 107.): dann auch ins öftliche Africa, beym Vorge-
birge des Pytholaus (lib. 16. c. 4« $• »4« P* 4*6. f.\
Amyris gileadenßs ift die Balfamftaude , welche in den
fyrifchen Auen in eigenen Gärten gezogen wird und
nirgends wild wachfen foll, h ift. 9, G. Das Gewächs
wird mit dem Granatbaum verglichen: die Blätter
fehn der Raute ähnlich, die Frucht der Terebinthe.
Faufauias (y , 28.) vergleicht diefelbe Staude mit der
Myrte, die Blätter mit Majoran (ci^oxi'X.ov): Strabo
behauptet, die Staude habe Aehnlichkeit mit dem
Cytifus (Medicago arborea) und der Terebinthe
(lib. 16. c. '2. $. 41- p« 3üS.) Lawfonia inermis> KUTrpo?
Theophr. de odor. p; 446. Epilobium montanum
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I
TheophraTt von Erefuf* 71
*
konnte oivo&r^xg hift. 9, 23. feyn. Erica arborea,
*pem? hift. 1 , 1S. . . Daphne Gnidium, hvswqos X*d-
xss, iviAtohw hift. 6, 2. Vergl. Run fragm. ed. Matth,
p- 21. 53. Daphne dioica Gouan., xviwpo? tut\at; «0-
<r^U9? daf; Sie wa'chft auf den Bergen um Athen, hat
ein Blatt wie die Myrte , und wurzelt tief. . . Dios»
pyros Lotus, hi^TCuqaq hift. 3, i3. . . D. Ebenafter ,
cßivij hift. 4> 5. . . ifcer creticum, tr(p6vhxfjLvo<; hift.
3, 3. 4- 5. 9. 5, 1. 4- 7' Vergl. Belon obf. 1 , 17.
A. obtußfolium Smith, fl. graec , yT&w hift. 3, 3.
Tj^v <r$hhxuvov iv um tu oqsi irsCpvMixv fayt'xv KxXoZeiVy
fy hs taT TTthtu yXtvcvy dt V xvhxtQcvtrh vloli irepev icotov-
ci'i tthos crtysvhxuvov xxt £07/01$. . • Polygönum mari*
timum , vermuthlich <Mqbv/.iov hift. 1,10.
Butomus umbettatüs, ßvvrouos hift. i, 10. Theoer.
id. i3, 35. Laurus Clnnamomum ( Kiwa^w/wov ) und
L. Cajfia (keurlx) werden hift. 9, 5. nach den Ausfa-
gen der Begleiter Alexanders gefchildert. * . Caffyta
filiformis ift'unftreitig die 'A»lvrxq cauff. 2, 23. , von " '
der, als einem Wunder, gefprochen wird. Porskol
(Jlor. arab.ji. 84.) nennt fie Volutella aphylla.
Ruta graveolens, irrtyxvov hift. 1 , 4* 7> 2* 5.
Cercij SUiquaßrum , hift 1 , i5. 3, i3. . .
Hyperanthera Moringa, ßxkxvos hift 4> 2. • • Arbu*
tus Unedo, xopzQos hift. 3, i5. 5, g. Die Frucht
heifst fxttAxtKv\ov.~ . . Arb. Andrarhne 9 «vSp«Xv>3 hifr.
3, 3: *i5. Die Frucht foll eviitxTt Tt<&*$xi , welches
vielleicht in den behaarten Fruchtftielen , wie bey
Uhus Cotfnus (xoxnuyQt'x lieft Stackhoufe ftatt xoxxu-
ftj})Ja)y' feinen Grund hat. Styrax ofßcinalis , gtijqx%
hrft. 9,7. Auf Kreta wächft der Baum. Piutarcb.
Lyfaod. c. 28. agr^tet <rrvQ*Keq. Tribulus terreftris
und Fagonia cretica werden als zwey Arten von Tpi-
fio)x; wohl unterfchieden, hift. 6, 5. Jener habe
Blätter wie Kichern , diefer auch an den Blättern
Dornen. Saponariu ofßcinalis , <rrgou$/öy» fo mufs
■
V
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7* Zweytes Buch. Erltes Kapitel,
für vT(ou&oq bift, 9, i4 gelefen werden. Etwa« an-
ders bedeutet es hift, 6, 4. 8. Vergl. Athen, lib, i5.
c. 7. p, 4?5. Scbweigb. Sedum ochroUucum Smith. ,
iir{7T6TQov hift. 7, 8. Dafs es £y«v£o{ genannt wird,
ift ein Irrthum, . f Agroßemma ßos /ovfc, «v$ö?
hift, 6,6,,, Agr. cqronariay <ß^o£ dat Av^v*? hift,
6, 8. ift, wenigften« bey Spätem» nichts anders«
Vergl, Athen, l|b, *5, c, 8, p. 485, $cbw, Pftcande?
daf, p?493,
Euphorbia antiquorum. wird bift, 4i 5. gut be»
fph rieben, Dies ift das Gewächs, welches Ariftobu>
Jus aus Indien beschreibt {änian^tgeped Al*& 6, 22.).
Auch Strabo (lib. i5, c. 2. §* 7. p. 172,} fpricht von
einer axav-Stt tpwV käotpw; in** T>fc yif iarTQwjib» r wel-:
cbes diefelbe Pflanze ift, da ihre Zweite, mit Früch-
ten beladen, zur Erde niedergebeugt find, . , Euph,
Jpiosy /<r^«9 Htm bjft, 9> \o, An de« Ufern des
Mäander giebt Strabo. die antjoebenifebe lfchas an
(lib. i3, c, 4* $• l5. p. 489.^ Galen, de eucbym. et
cacoch, p. 354 'V%«f , p VtaXoutn «tuhwtpv, , , Euplu
fpinnfa , to t/-9tJ/x«XXov , i£ o5 TP lintou-tyK hift, 9 , 1 5,
Dafs lirrcotpixis zu lefen ift, erhellt aus hift, 6, 5.,
wo iViro'(£vPY,und \Tnro$eu$ fteht, und daraus., weil
die Hippokratifchen Schriften (deintern,adfec$. p. 53g.
543« 544^ 559. 56 \.) l7riro(p€u$ und 'wjrq<f)ot§q haben:
und Galen (eppqf, voc. Hipp» p. 486.) fagti dafs es
auch kvä<£pv und vrvßov heifse, Den Saft davon brau«
chen die Hippokratiker als AbführungsmitteJ, Vergl.
Farkinf, theatr, 195, und Boccon, muf, p, \2,\. < •
Euph. PfipliSf 6 TiQvfJtet'kkos irctgikioq, x.<x,Xcuusyo<; kpxko?
bift, 9, \ 5. T , Euph nicaeenfiti 9 iffa wUvptm ti-
$J,u*X^of daf, . . fu/iA, my rftnites , p ^upT<TJj; h^Xpu-
(*evo$ T&vppk'kcq XfVKOs daf, Theophraft befchreibt
<Ue Art, wie die Rhizotqmen und Phw^kopolsoj
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Tbepphrtft von Erefu* 7|-
Arzney mittel aus diefea verfcbiedenen Arten berei-
ten, nennt aber nicht die Arzoeymittel mit den Kunft-
ausdrucken, Wir wiffen, dafs irtvXiov (Hipp* vice»
acut. 587.) von Eupb, Peplis, /*jjkü>wöv (Hipp. vice,
acut* ^.oj.fiftuL 887,) aus den beiden folgenden Ar«
ten bereitet wurde. . , Semperviyum teuuifoliwn Sibth.
ft. graec, tt 474 roag das **/£o>oy feyn , welches auf
Mauern un<J Topffcherben wächft, hift. 7, 12. Denn
jenes ift bey Athen gemein. Athen* üb* i5. c. 7*
p, 4? 3* Schweigh. ieiföov ßorxyjj , $ 'Av&j&o'wos
Cactus Opuntia, hift. i, 10. lUft 'Oicovrri (p*<r$
tGTcv jj^J. Sibthorp hat die Pflanze nicht aufgeführt:
fie wächft aber gewifs in Griechenland, Caraerarius
glaubte, dafs Belons Anapala (Hb. 1» c. 44) diefes
Gewächs bedeute. . . Myrtus communis, (xvfötvc;
hift. 1 , 4. 1 2, 1. 5, 5. , puffiyq hift, | , 6. 19. 2, 3#
5,8., ^uupTö; hift, 1,16, Eine artige Sage vom Ent-
ftehn der Punkte in den Blättern erzählt Paufania«
2, 5 2, Phädra, von Liebe gegen Hippolyt entzün-
det, durchftach die BJätter, . . Prunus domeßicat
xokxu/asM* hift. *4 ^5. 16, 17. 3, 5, 4>3. Poch
fcheiot an der letztern Stelle eine Verwechfelung mit
CordiavMyxa Statt zu finden , weil von den Pflaumen
um Thebais in Aegypten die Rede ift« Oder mufs
inaq Theben für Thebais lefen, dann wäre die Sitte,
die Pflaumen zu trocknen, und Marmelade Or*X*&s)
daraus zu machen, fchfln zu Tbeophrafts Zeiten ge-
wesen, . , Pr. Qerafus, tLigeuroc hift, 3 , i2,w< fr. wi*
fiticiQ , <T7ToW? i «UT>J 0* |?(rT/V ^TTfp f*W<* >WK>tt)|UJ)X€Ä
hift, 3, 5, . . fr. Pa#«, jjtt^ hift. 4* 1. Schnei*
der bemerkt , dafs die Handfchriften ipjSp* haben.
IL 5, 838. las man fonft snjfyvöf «|«v, wo jetzt (pnytvoc
fteht. . . Amygdalus communis , a/*u«y$aXj; , die Frucht
*^ibi)#% b\iU \ , & *6, 17, 2, %. 3. 84 3, 10. u. t
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t
I
j$ Zweites Buch, Erfies Kapitel.
Ueber die verfchiedene Betonung des Baums und
.der Frucht vergl. Athen, deipnöf. 2,12.., Mefpilus
tanaceiifolia Smith., fjiscmkyj xvSrhtav hift. 3, 1 1. Vergl.
Tournefort voy. 2. p.172. Smith exot. bot. 2. t. 85. . .
MeTp. /lzarolus, y.Qxrxiycs hift. 3, 14. . • Mefp. Pyra-
cahtka, c%vxiixv$x hift. 3, 3. 4. 4, 4. 6,8. . . Afc/p.
CotoHtafter, jUfirTiXjj <r>jT«vf/o<r hift. 3, 11. . . Pjrw*
yfr/Ä, «j/a hift. 3, 4* 5V 1. Pyrus communis, Holz- '
birne, a?/px?, Gartenbirne, «ttio? hift. 4 , Vergl.
Hipp, da diaeta, 2, p. 56o. Eine befondere gute
Abart hiefs diephocifche, aV/o? $«x/; Theopb. cauff.
2 , 2oi Vergl. Wallroths Gefch. des Obftes der Alten,
& 14. i5. . . i^rc/i Malus, fjtqXex hift. 4> 1 5. Von
denselben werden zw'ey Abarten, ^iwj, der Fröh-
aptfel, und o\|//« , der Spätapfel, aufgeführt. Von der
erftern wird die föfse Sorte als die fchwachere ge-
nannt, die dem Wurmfrafs am mejften ausgefetzt fey.
Von-clen Augen fagt er hift. i-, 10.: fiefeyn denThier-
fchnauzen ähnlich; ein grofses ftehe in der Mitte,
ltnd kleinere umher. In den Hippokratifchen Schrif- ,
tön i(#e diaeta* 2 ,; p. 36 o.) werden ebenfalls die füfserr
Von den faüren Aepfeln unterfchieden. 'Optaxkihe?
pu&iXpxt Theoer. uU 5, g4- fcheineh die Johannis-
äpfel zu feyn. Pyrus Cydonia. Von diefer kommen-
2wey Abarten vor: der Ouittenapfel , xuBwv/o? hifr.*
se, 3., aus Kydon in Kreta ftammend (P/i/i. 4> 1 2'.) ,
und die füfsere Birnquitte crpoü-9-/cv, wahrfcheinlich
erft durch Gultur entbanden. Vergl. Athen. 3, 2/). . .
Pyrus Amelanchier , <tjk>J i5&/« hift. 3, 16. * . Pyr,
erttica, KoXouTtx ttsqI r^vvi5>jv daf. Vergl. P. Alpin,
exot. 4»> vielleicht auch fyos hift. 3, 4- . • Pyr.dome-
fiica Smith. (Sorbus L.), ouov hift. 5, 1 1. . . Spiraea
falle ifolia y <n?€t()xlx hi fr. 1 , 18. . . Unter den Hofen
werden die gefüllten, Biäv-Sv; pcSae, fKÄTövTavfyXtac ge-
nannt, hift. 6, 6., welche die Einwohner von Phi*
lippi vom Pangäus (einem Gebirge zwifchen Philippi
-
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Tbeophraft ron • Erefus. 75
und Ahdera, gegen Thafus über) holen und in die
Gärten pflanzen. Auch Herodot (S,i38.) fagt: In
den Gärten des Midas von Gordium wachfen Rofen
wild , deren jede 60 Blätter habe, und die die andern1 •
Arten im Wohlgemcb ubertreffen. Dies wird Rofa
fempervirens feyn, welche Sibthorp in Griechenland
häutig wild fand. Vergl. Nicand. bey Athen, lib. 10.'
c. 9. p. 49 l* Schw. Ausdrücklich wird eine Art hift.
1,12. als <üs!$vXko; aufgeführt. Die mit rauhem oder
ftachlicbtem Fruchtknoten werden hift. 1,17. wegen
Wohlgeruchs vorgezogen. Dies pafst auch auf R.
fempervirens. Rofa canina ift auviqßotrc^ hift. 9 , y.
Tbeocr. id. 5 , 92. 93.
Rubus fruticofus, jSaro? hift. 1 , 4* 7- 1 2. i3. 3, 17.
4 , g. 1 3. 6 , 1 . R. caefius, ßiroq iiri Tqq yn hou
x«t» vfvroxwf , actt cr*v vwiirry rjf 71J , fäoilpsvof vi-
Juv, hift. 3, 16. R* idaeus, ßiro$ cf&otyvqs £työf-
sXuy> daf. • • Potentilla reptans , mvrAty&Xw , 9T*y-»
T«7r«Xöy hift. 9 , i6.3 KfyipnrirqXov Nicandr. ther. v.
809. > wozu der Scholiaft: ro Ii itBVTxitir^Kov irrt roxi'
Papaver Rhoeas9 pr4nm9 po/*$ xotkovpivyj hift.
9, 1 4. Glaucium luteum, pfacw piXatvot da f. (//. p/ioe-
niceum, p^MV KSfxrmq daf. Theoer. id. i3, 4l-
Hüavföv %*X/S<!v/dv gent wohl hierauf. Pancrates bey
Athen, üb, i5. c« 6. p. 4^9« Schw.
Chelidonlum malus* yjX&wtw hift. 7, 12. . . Cajfe
par/j fpinofa, KUT7rot^tq hift. 7,9... Corchorus 0/*-
torius, xcQXopcs hift. 7, 8. C(/fttf vülojus oder inca-
nuf ift xhttos oigfa hift. 6, 2. Der andere, nicht nä-
her befchriebene wird C. monspelienßs feyn , der
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7$ Zweyte* Buch. Erftes Kapitel,
■
fehr häufig in Griechenland ift. C. incanus oder
aliud us ift ö6hoKtcr<ro$ Tbeocr. id. 5, i3i... Tilia eu*
ropaea, (pthipet hift. 1,7. 16. 3,4« 9- Hier wird
die männliche von der weiblichen Linde unterfchie-
den; jene habe ein härteres, gelberes, ftärke'r rie-
chendes Holz, mit dickerer Rinde: die weibliche habe
weifseres, biegfameres Holz, woraus man Käftchen,
mache. Jene blühe nicht und trage keine Früchte«
Die weibliche habe am Blattftiel eine kelchartige
Blume (die bractea) : die Frucht fey rund und fünf-
eckig bey der feften , bey der nicht feften
Art aber fpringen die Winkel nicht hervor (a&#op#<rro-
rsqo;). Hier ift offenbar Tilia platyphylla und micro-
phyilq unterfohieden. An einem andern Orte, cauff,
2,26,, fc hein t Tilia alba, die in Kroatien und dem
ganzen Morgenlande einheimifch, ift, durch (ßuXXaf
ixXsuKorepx angedeutet zu feyn. . , Nymphaea alba , ,
ct/öij hift. 4» Sie wird im See bey Orchomenus
(See Kopais in Böotien; der Gephiffus ergiefst fich
in ihn) angegeben» In den theffalifchen Seeen fand
fie Sibthorp. . • Nymph. lutea Salisb., vvfx(pxtx hift,
9, i5. DJe Böotier nennen fie piuhtovi'ä und effen die
Frucht. Sibthorp fand fie in den Seen Theffaliens.
Nymphaea Lotus, Xorrc; hift. 4> lo» Vergl. Athen,
lib, i5. e.G. p.467. Schweigb. Nelumbium, fpeciofum,
nwtpoq iv A/yuWTw daf. Vergl. Herodot, 2,92, Strabo
lib, 17. c. 1. J, i5. p. 528. Tzfch. Theophraft ver-
ficbert , dafs die Pflanze auch in einem Teich bey
Torone auf Euböa gefunden werde. . . Anemone co-
ronaria, dvsfjktavyj hift. 7, S. 9», T9 (powixoilv clv$q$ i^oixrx
Zopyrus Oribaf. p. 349. ed. Matth. Nicand. bey Athen,
lib. i5, c. 9. p. 495'
Aurott t' fj'&MM ctvfjU»»/<5#< zcTQsttTTOvaai
4* nemorofa , iyBpuvn Uipwm hift, 6, 8, , , Cleva*
I
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<
Theophraft Ton Erefaf^ . ' 77
•
tis cirrhofa, drg»yivyf hift. 5, 9. Die Pflanze ift bey,
Athen häufig. Sibth. fl. graec. t. S17. . . Ranunculus
Thoray dxovtrov hift. 9, 18. . . Ran. Ficaria, viel-
leicht dtyiot hift. 7,8.. . Helleborus orientalis Lara. y
ikTJßogos (JtiXotq hift 9,11. ' Vergl. Beiern Üb. 3. c. 4*«
Nach Theophraft foll die P/lanae überall wachfen;
der befte aber komme vom Helikon. Selon fand ihn
auf dem Olymp in Bithynien , wo Tournefort nur die
Wurzeln erhalten konnte (voy. 2, 1^9.). Sibthorp
giebt ihn bey Byzanz häufig, dann auf dem Athos,
bey Delphi, auf den Bergen bey Theffalonich und
auf dem Olymp in Bithynien an. Heüeborus foetidus*
iXkeßoqot; (r*i<T*(xosth*x hift. 9, 16., vielleicht auch iXk§-
ßognnj hift. 9, 11. Die Einwohner des Delphinats
gebrauchen noch jetzt die Pflanze als Gegengift gegen
Veratrum album bey ihren Schaafen.
Teucrium Pottum, woXtov hilf. 1 , i3. 2,9. 7,5*
T. ChamaedrySy %aug/8pu? hift 9, 10. . • Satureia
Thymbra, $nipßQot hift. 1, 16. 6, 1. 2. 7, 1. Man
brauchte die Pflanze an Speifen : daher &vfj^ß^€Tri%£t7rvo^
bey Ariftophan. nub. 4^o. Sat. capitata, $J4uo$ hift.
6, 2. Aber ein anderer $v(jtoq ift cier, welcher cauü.
3, 1. wegen feiner Schärfe angeführt wird. Diefer
wurde vom gemeinen Mann in Athen gegeffen (Ari-
ftophan. Plut. v. 283.), wo der Scholiaft bemerkt»
dafs ßo\ßc$ und dypioHpoppiiov gleichbedeutend feyi
Ein alter Schriftfteller, den ßodaus von Stapel zum
Theophr. 566. anführt, halt gar «pov und hoXohohtU
für gleichbedeutend mit $u/zo$. Es könnte wirklich
Arum maculatum feyn , deffen Knollen , wenn die
Pflanze blüht, gegeffen werden* . ♦ Thymus Nepeta
Smitb* , in Griechenland und auf den Infein fehr
häufig, ift die HaXotfAhSf) cauff. 2, 22* Tiwincanvi
Sibth. , ^ttüXXo; hift. 1 , i 2» 6 , 7., K*T*?ro>cvo$ Theoer»
tpigr. 1. Nicand. bey Athen, lib» i5* c 9. p» 4g3*
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\7S fcweytts Buch. Erltes Kapitel,
SchoL Ariftoph. Pac. v. 167.
Die angegebene Art wächft am Diffus und KephifTus
'in Attika, Th. Serpyllum hingegen und andere Artea
'auf dem Hymettus, auf Laurium und dem penteli-
fchen Gebirge. Mentha fyhejeris , mffvpßQtov hift.
2, 1. 5. 6, l. 6. 7. cauff. 2, 22. Nicand. bey Athen«
lib. i5. c 9. p« 4[)5« oVpjpcv GHrüpßqtov* Af. Jativa9
fAiv&y}9 hift. 2,5. 6, 6. cauff. 2, 22. Diefe
entftehe durch Cultur aus der erftern Art. AI Pa/e-
igium, 7Xifx«iy'hilt. 7 , 6. Theocrit. id. 5, 56. >X«x«v
Av&cu<7*. Marrubium vulgare , *rp.zo7ov, 0 £ %et irotaheq
stq (pvXKov nett fLiotXkov i7nx6%xQxy[i$voY , in ht riq $vto-
ivhtjkovs etplhQX kx! ßxbeixq, <5 nxi oi (px^juxKoirS^ui
%pwvT*i irQoqivioij hift. 6, 2. Marr. peregrinum, ro
• «Tfoov irQcuriQVj öS to (pyXXov (rrpo77üXoT£^ov xa/ ,«'J;tfe<?-
Of? CT^Gop«, Ka-TÄTTf^ TO TOU €A.fAlO>f<aXOU XÄl TJC£ tVTC[JLX$
d(Axvf>OTiQ*q e%ov >t«i i7rix*XÄpa'yiu*yov Sjttov, daf. Marr.
Pfeudo- Dictamnus > ypsuüohtKTXfxos hift 9, 18. Marr.
- acetabidofum, Utsqov &ixt«|Uöv , (piWov otuctov o-zotj/x/Soiw,
)%iov vfaou (Kreta), daf. Sibtborp fand es allein
auf Kreta. Smith fl. graec. 1, ^10, . . Origanum
Maioranoides , upxpxiiw hift. 1, 12., 0 xfAXQxaoq hift.
6, 1. 7. Ör. fieracleodcum , o'pryavo; Xsujoj hift. 6, .2.
0r. creticum, igi'yxvos (juXolivx daf. 0r. Dictamnus ,
toöYxt«ccov hift. 9, 18. . . Lavandula Spica, ri(pucv
hift. 7, 11. Unter dem Namen l'^uov erklärt Hefy-
chius es für Xxßavr^: 't'tpuov war aber ein Gemüfe,
welches fich nicht näher beltimmen läfst. . . Ocimum
Raßlicum, «Jx^uov, uxuftov hift. 1 , 8. 9. 1 3. 6, 1. 2,
7, 9. Wegen der holzigen Wurzel, die ihm zuge-
schrieben wird, könnte man anftehu; aber ßelon
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Tbeophraft ron Erefü$#* ^
(ob/. 2, 4o.) verfichert, dafs das Baßlicum im Mor-
genland dreymahl höher als bey uns wachfe , nod tite
Gemüfe gebaut werde. .•. Sejamum Orientale + oypoe-
^cv hift. i, i5., dyyeto<nrcp/x* 8, l. 3. 5. MelampyruitB
arvenfe, ptXupTr-jQov und ptXiuirvQcq hift. 8 , 5. 8. Un-
ter dem ficiiifchen und pontifcben Weizen. . . An^
tirrhinum Orontium, dvrifätvov hift. 9, 23. . . 0*o-
banche caryophyllea , uifxil^qcv hift. 8 , 8. . . Vitex
Agnus , a>o? hift. i, 4. 18. 3, 11. 4, 11. Vergl.
Schoi. ad Nicand. ther. V. 71. - \ 1
Lepidium latifolium , (ityxvoe dy^ix, Sj ro piv $
Xö> *x« ('«/*. 7> 40» «ywwoT^ov (äi/*. 7, j,\ pu-
xpev (xap7rov) xai fr^/Cp*^, flroXvxX«&cs xäj flrcXj^uX-
tri Sc xaXcv e^cuc* fy,^u\, xai (papuaxüäjj. . . Lep.
fativum, xJghxpov hift. 7 , 1. 5. S. £augftiov ift nach
GaJen (expof. voc. Hipp. p. 556.) gleichbedeutend.
Dahin gehört Nikanders trccvpq, ij %&oviev wt<p*Tau <tt£-
*Hys<Ftkiyj (Athen, üb. 1 5. c. 9. p. 49^.). . *
Ahffum fativum, i^<rty.ov hift. 8, 1.3.6.7. Cheir«
anthus Cheiri ift das Xroxcibv hift. 6,8. 7,9., eine
wohlriechende Frühlingsblume , mit Blättern am
Stamm , xfie zu Kränzen gebraucht wurde. Eine
andere, mit knolliger Wurzel , ift aus hift. 7, u.
oben aufgeführt. Vergl. Athen, üb. i5. c. 8. p. 484.
Schweigb. Deutlicher noch erhellt diefe Bedeutung
aus der Stelle des Nikander bey Athenäus lib. i5„
c« 9« 490. Schw.
rgvtj ys ft#v iiaax 9
Braffica Eruca, §5fauov hift. 7, 1. 3, Br. Napobraj-
fita, ycyyvXif hift. 7 , 4. Raphanus fativus, qx$kvqs
hift. 4, 17. 7,4- Sinapis nigra, v«?ru hift. 7, 1.4.
tle/'peris trifcis , ivircgk* >; wxre? ^«XXov >) xa$'
ru/py cauff. 6, 25.
tortitlaca oleracea 9 «vSpa^vjj hift. 7 , 1 . . .
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gö Zwtytts Bach, fcrftes Kapitel»
Goffypium arboreum oder Bombage goffypittum find
t* ip/o$>op* BavSp« in Indien * hift. 4> 9*> von denen
Strabo lib. i5. p. 43. Tzfch* erzählt, dafs, nachdem
der Saame herausgenommen, die Wolle gekrempelt
werde. . . Lavattra atborea, fmkax*! hift. 1 , 4* 1 ».
yf 9. 4 . Althaea officinalis , a%9Wa oder pakitxji
S partium Scorpius, tKoqmrt hift. 6, l. 3. tyar-
villofum, £<rirxk*Q'0S hift. 7 , 7. Plato de republ.
10. p. 471« cc^« Gryn.j wo die Tyrannen im Ades mit
Afpalathen gezüchtigt werden Theoer. id. 4» 5j.
id. 24» 86.
Önonis antiquorum, ivavtq hift. 6 , 5. i i Anthyüii
cretica, ißivtjy hevhpov $at(Jivwhsq c5$7Tfp 6 hütico? hift.
4> 5. Vergl. Honon Bell* beym Cluf. hift* appi
p. 3og. Profp. Alpin* exot. 2, 32. p» 278; Phafeo-
Jus vulgaris , &oX/p£o; hifti 8, 5* Dafs damals fchon ,
durch Alexanders Feldzug > die Sc|iminkböhnen nach
Griechenland gekommen* bezeugt, aufser Theophraft,
auch Galen {J'aculi, alim* 1, 317.), der behauptet,
dafs Diokles von Karyftus , Theophrafts Zeit gen ofs ,
fie zuerft befchrieben* . * Dolichos Catiang ift viel-
leicht der 0ähoV* den Alexanders Begleiter in Indien
fanden, und der mit Fönugräk verglichen wird* hift*
4, 5. i . Lathyrut fatwuSt \£$vpo$ hifti 8,3* L.
amphicarpot % apa^/Bvot hift; 1, i. 10* Vicia Faba9
kyfltjuo; hift. 8, 3. Cicer arietinum, Kp«tf i^ßiouoi hift.
8,5., auch tfi'dtt'&o?» nach der Befchreibung hift.
8,3. 6, iOi caü ff. 3, 27* 4> 9* ^> * 4* Sonft fcheint
IpajSfy^w.ein allgemeiner Ausdruck für Hüifenfrüchte
2U feynj wie raocrt-pi«, JtAporite* Der Brey aus Hill-
fenfrüchten hiefs IrvöC (Ariftophan* tan, 5og. GWett,
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Theophraft von Erefus, gi
* -
de euchym. et cacocJu p. Cicer Lens, (pxno<; hifr.
8y i. 5» 5. 6. Pifum fativum, iri<ro$ hift. 8, 3. Gelbe
Erbfen find Aix/-9w bey Ariftoph. PJut. 427«* wo der
Scboliaft fagt, dafs der Name von der AehoJicbkeit
mit dem Eydotter herkomme, und irfooq komme von
Pifa in Elis. Pifum arvenfe ift wahrfcheinlich aß&no?,
der unter den Linfen wild wächft, hift. 8,8. Galen
vergleicht den a^ano? mit dem Xä^o?, unterfcheidet
aber noch den £q*x°$ davon , worunter Ervum tetra*
fpermum oder Vicia lathyroides verftanden wird (Ga*
len. facidt. aliiru I, 3i6.). Pifum Ochrus ift «X£0$
hift. 3 , 3. cauff. 4) 2. 17. Veigl. Galen. 1. c. Lu-
piaus püofus , Ss'p^c; hift, 8. 5. Ervum Ervilia, 0^0-
ßc<; daf, Vergl. Anbot, hift. anim. 3, 21. Galen,
facult. alim. 1, 3 17. • • Trigonella Foenum graecumy
ßcuxxQx; hift. 8, 8. Hipp. morb. mul. 1 , 6.17., auch
tiycKtpaq, wie ftatt«iyo?it*'p*f intern, adf. 549* Schnei-
der lieft. Vergl. Galen, expof. voc. Hipp. 4*4«
Später hiefs die Pflanze TijXi?. . . Biferrula Pclecinus*
wcXtttweq hift. 8, 8. . . Colutea arborefcens , jj xoXou-
TMt «*^c? Aittuqxv hift. 1 5. 3, i3. 16. . . Giycyr-
rkiza afper rima, >j «ytaxefa (3i'<fa cxu$/x>j fftp tjjv MömJ«-
tiw hift. 9, i5. Vergl. Pall. Reife, 1. Anh. n. 121. . .
Aßragalus arifiatus Willd. , Tpay«*«^« iv 'AqkxK*
hift. 9, 1. 17. Diefe Art, noch jetzt mit dem Theo*
phrafttfchen Namen bezeichnet, fand Sibthorp häufig
im Peloponnes (ß.graec. t.735.). Afir.creticushzm.,
TQxyautxY$x iv K^jjtjj hift. 9, 1. . . Medicago fativay
fjujhur, hift. 8, 7. Vergl. Strabo lib. 11. c. 12. $.7.
p. 56o. Tzfch. Ariftot. hift. anim. 3, 21. . . Medic.
arboreay xür/<ro? hift. 4 j *7« 5,4» Theoer. id. 10, 3o.
Theoer. id. 5, 128. fteht es mit «5yiXo? in Verbindung,
welches wahrfcheinlich Klee ift. >
Citrus medica und Aurantium, prj[ko* j^Wv kosi
Gefell, d. Bouoik. i.B, 6
%% Zweytes Buch. Erftcs KapiteL
vtftrtaiv hift. 4> 4- fcheint zwar zwey Arten zu
unterfcbeiden : »doch fpricht er zugleich nur von,
Einem Baum. Man effe die Früchte nicht, fondern
fchätze fie nur wegen ihres Wohlgeruchs.
Lactuca fatisra, «fyi&*x/v>j hift. 7, 4- 5. So hiefs
fie bey den Attikern, -Jrpßa^ gewöhnlich {Athen. 2, 28.
Galen, comp. medic.Jec. loc. 2, 173. de euchynu et ca-
coch. p. 357. Scko/. Ntiandr. ther. v. 840.). Es gab
mehrere Abarten, von denen eine breit blättrige fo
hoch wuchs, dafs fie als Thür zu den Gärten benutzt
wurde. . • Lactuca vir ofa, •S-pjBax/vjj dypix hift. 7 , 7.
Nach der Weizen- A ernte ziehe man einen Saft her-
aus, womit man das Waffer in der Wafferfucht ab-
treibe. . . Tragopogon crocifolius , »Jxojuj}, >Jv rf*yo-
tttoywvx xttXouff* hift. 7, 8. • • Sonchus maritimus 9
ecynos hift. 6, 4* 7 » 9* • • Leontodon Taraxacum 9
*(£axjj hift. 7,8.10. . . Apargia tuberoja < govSpiX^iy
hift. 7,8. 10. Häufig auf fahdigen Wiefen Griechen*
lands. Sibthorp fl. graec. t. 797. Ap. hifpida, diretp-
71« hift. 7,9. • • Cichorium Intybus, x/xvpjev «ypiov
hift. 9, i4* CicA. Endivia, nrxuQiov hift. 7.9. . .
Picris hieracioides , o-ixpif Hift. 7, 10. . . Hedypnois
rhagadioloides , uVoxosp/f hift. 7, 8. 10. . . Cdrtha-
mus tinctorius, xvqxo? hift. 6, 4« • • Carth. coeruleus,
%oXx£J6? xwjxoc da f. . . Carth. lanatus, xvqxo? Saroiat
daf. . . Carth. leucocaulos Smith., «rpax'RiXfc >J <£ovo$
daf. Giebt verwundet blutrothen Saft. Sibthorp
fl. graec. t. 842. . . Carth. corymbofus> %»fieuXitav
/jtiXa; hift. 9, 14. Anguillara de9 fempl. p. 139. i4o. . .
Onopordum Acanthium , £xuvo$ hift. 6, i. 8, 14*
Vergh Honor. Bellus bey Cluf. hift. app. p. 3 10. . .
Carduus leucographus , XtUKoxa»9'« hift. 6, 4. . .
C/iictt* rivularis, q *kkv&<* j; xe*W9-o$ hift. 4> n.
Theocr. id. 6, i5. heifst esr toq dir dniv^uc tccI xa7ry-
pai ^äitäi, wobey der Scholiaft : t*c dirorqq xtvdp*<; 0$
7r«Wo/, xwrn 01 *r«7r7rof Itrop«?. „ . Scvlymu*
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I
/
Theophraft von Erefut. 83
Tii/panicus, vxoXupoqt c$ xoi Xtiuoivtcv hift. 6, 4« Efs«
bar ift die Wurzel und der Fruchtboden. Vergl. An-
guillara de' femplici, p. i35. Belon obf.i , 18. Die
Pflanze heifst noch jetzt <mo\i){aos 9 ckoXv^l/3^o^ und
ettmoXvfjiß^. Sibthorp fl. graec. t. 825. Beckmanns
Qefch. der Erf. 2, 20g. . . Cynara Cardunculus ,
xoxroc hift. 6 , 4* Die ßlattftiele werden gegeffen. . .
Carlina corymbofa , xppaukiuv X*uko$ hift. 9, 14.
Wacbft Oberall auf den griechifchen In fein und im
Peloponnes. Sibth. fl. graec. t. 837. . • Acarna
gummiferq, j^ivjj hift. 6 , 4. 9, 1. Vergl. P. Alpin«
exot. c. 56. p. 1 24* 1 25. Sibthorp fl. graec. t. 838. . .
Acarna cancellata, *rrapvi£ hift. 6, 4* Vergl. P. Alpin.
2, 21. p. 255. Anguillara p. 137. • • Saniolina
Chamaecypariffus, ußp otqvov hift. 6 , 1.3.7. . . Ar-
lemifta Abfinthium , ci^M-iov hift. 7,9. 9 , 20. . .
Gnaphalium Sioechas* iXesoxfveot hift. 6, 8. 9, 2 3.
Theoer. id. 1 . v. 2 1 • 22.
x*f*r* ilAc7r«i «YaAAtfuvai xgoxoivr».
Auch der jugendliche Bart eines Jünglings wird da-
mit verglichen. Theoer. id. 2 , 77. Vom iXfavvov
als Zierpflanze Athen. Üb. i5. c. 8. p. 482.
Der Namefoll, nach Themiftagoras, von der Nym-
phe Heiicbryfe herkommen. . . Erigeron vifcofur
und graveolens > xeyu^i? v xa/ -&7fXu hift. 6,2. f
Vergl. SchoJ. Theocrit. id. 7, 68« Hipp. morb. mul.
2,65o., wo oVpj äJfejcTo; von der Pflanze angege-
ben wird. . . Senecio vulgaris, >jpry«£«v hift. 7, 8. 9. . .
Inula Helenium, iXsvsev hift. 6, 1. 6. . . Doronicum
Pardalianches, &rik6(po*cv , 0/ roopTttov xatXojc/ hift»
9,21... Aiuhemis Cola, ahiffima und arvenßs, £v$i-
pjvbift. 1, r7. 7,9. 12, . . Centaurea centauroides
oder armoraeifolia Smith., x*vr*ußiov hift. i, 16. 3, 3.
7, 9. 9, l3. Cent, benedicta $ «xapvfthift. 6, 4« • •
6 *
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fcweytes Buch, Erfte* Kapitel*
Echinops Ritroy ro pu'rgof hift. 6, 4* Vergl. Anguil-
lara, p. i4z-
Orchis? Morio , cpxi? hift. 9, 2t. Im Hipp,
intern» adfect. p. 549» mufs nach Schneiders Vermu*
thung ftatt rjhvcxTfJtou , hhvualov oder fcidupj? gele-
fen werden : denn Galen fagt (expof. voc. Hipp. p. 456.) :
Aioupj f?Bo; ßorivtf, ifn; xa/ opx'? ovopa&rat. . • iiri-
ßolochia creticaodtr rotunda, Äpi<TToXox<«hift. 9, 1 5. 1 7.
Vergl. Nicandr. ther. v; 5 10. und dieSnhol.
Typha latifolia , tu(J)jj bift. 1, 7. 11. 4> **•
Doch mufs man für £$uXXo$, a^uXXavfys lefen. Bod.
Stapel, ad Tbeophr. p. 464. . . Zoßera marina,
irqitrov f7T6T£/ovhift. 4> 7« • • Phucagrofiis maior Cauh,
(puK0V$ *yevo? t*j otyouxTTioi cpotov hift. 4 > 7* Vergl.
Caulini in Ufteri 's Ann. 11, 33. . . Alnus oblongata
WilW., kX?^* hift. 1,6. 3, 3. 5. 1 3. 14. 4> • •
Buxus fempervirens , **ü|o$hift. 1, 7.8. 1 1. 12. 3, 3. 5.
5> 5. Hyphaene coriacea Gärtn., to HOüK/cCpcpov hift.
4) 2. Vergl. Strabo Üb. 17. $. 5i. p. 6to. Tzfch.
Anguillara de* fempl. p. 70. Pocock Befchr. des Mor-
genl. i, 4^5. . . Amarantus Blitumy ßXirov hift.
2, 1.3. Hipp. adf. 526. . . Poterium fpinofum9
ro (fXfo)^, 0 Ttvtq k&Xguov trroißvy hift. 6, 1. 5. • •
Thelygonum Cynocrambe , ro •S^XJ'yovov hift. 9, 21. . .
ytfram Colocaßa^ olqov hift. 7, 11. Vielleicht auch
owyyov bift. 1 , 11. Ar.Dracontium, tyoutovriov daf. . .
Corylus Avellana und tuhulofa Willd., K«pu« 'Hg«-
. xXcwTm^ werden hift. 5, 14* gut unterfchieden. Die
Früchte find vielleicht k*qm ä-arj* der Hippokratiker
de morb. 3, 490. . . Carpinus Betulus? £yyi* hift*
3, 10. . . Quercus Hex, *rpfvo? hift. 3, i5. Vergl.
Hiftorie von der Sufanna V. 58. Die Früchte heifsen
«xuX*. S9I10I. Theoer. id. 5, 94* Das Holz giebt
beym Brennen ein platzendes, knackendes Geräufch~
Ariftoph. ran. 884.
£v fv$i7f, «(ttfg 9rp7y»f fyur^aVif, /3c*{.
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Theophrftft Ton Erefuj. $5
Qu. coccifera, g arpfvo? <piqu rov (pcrjtxoZv vokkov hift.
5,6. . . Qu. Cerris, c£Jjj dyqU bift. 3, 9. Auf dem
Olymp in Bitbynien ward fie van den Einwohnern
fMW* genannt, woher die Einwohner den Namen
My Ger bekommen (Strabo üb, 12, c, 7. p. 2a4*)* • •
Qu. Suber9 (peXkos hift. ,1 , 7., auch <£«XXofyu? hift.
i, i3, 14. 3, i5. t . jgw. irrfectoria Oliv., ^«pif,
$ x/xiVc, PCP'W10^ T* &«pp*T$ hift, 3,7...
Qu. PßudQ'Suber San f., *\i'<p\oto$ hift. 3, 7. 5, if . .
ßu. AegÜQps, a!y/X(ji\(j hift, 5, 7. . , Qu. Efculus,
(fiftis hift. 3, 7. PJutarch erzählt in Coriolans Leben
c. 3, von einer Eiche (fyS?) , welche efsbare Eicheln
und Honigfaft (^Xitiov) als Getränk liefere. Vergl,
Plin. lib. 16. f. 5. Civica corona iligna primo fuit,
poftea magis placuit ex efculo Iovi facra\ Derfelbe
fagt Jib. ii. c. 12. und lib. 16. f. ii.: der Honig-
thau fetze fich vprzügliph auf Eichenlaub, Qvid,
metam. 1,112,
FUvaque da Tiridi ßillabaflt iljce mell«* t
und Virgil ecl. 4, 3o.
Et dura« quefcu« fudaburit rofcida melli.
Qu. Tournefortii, irXorrutpvXkof daf. . • Qu. faginea,
cfAika^ iregi 'Agnoiliotv hift. 3, i5. Wahrfcheinlich, ift
dies die te*ria&pu; des Theokrit id. 26, 3.
Eine andere kleinere Eiche giebt Strabo am Strande ,
innerhalb der Raulen des Herkules, an, deren Früchte
die Tbunfifche Treffen (Üb. 3. c. 2. p. 388.). Dies
ift wabrfcheinlich Qu. luimüis Lam. . . Betula alba ,
<n;,uj&* hift. 3, i3, . . Juglans regia, x*pu? fffpcrmi},
cuj&äcjj hift, 1 , i5. 5 , 5. 6. , • Platanus orientalis,
xXffr«yo? hift. 1,12, i3, 3, 1. 3. 4» 4j 6« 9* • •
Fagux Caßaneay Ajo? j3*X«vos hift. 1,16. 3, 2. 3. 4*. 9*
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86 Zweytes Bach. Erftes Kapitel;
to tffltouov not(rrotva\'niv hift. 4 >* 1 o. Morus nigra , cu-
xd/jLivoq hift. i , 8. i 2. i4« *7* 5 , 4« 6. 7. Phanias von
Erefus nannte die wilden Maulbeeren ptipov (Athen»
2, 12.)... Oftrya vulgaris^ oVrpuf, o<ttqvx hift. 3, 9. . .
Pinus orientalis oder Jbies, Aätjj hift l, 7.8. 1 1. 1 2. 1 3.
5, 1. 2. Vergl. Tournef. voy. 2, io4- • • P« Larix,
virus hift. 3, 3. 8. 10. Diefe fchlage bisweiten an
dem abgehauenen Stamm wieder aus, wie auf Lesbos
gefchehen , da der pyrrhäifche Berg in Brand gera-
then. Es werden zwey Abarten > die männliche und
weibliche, unterfchieden. Die männlichen Blöthen
hiefsen (Eußath. in II. 2 , 868.). Daher */- 1
tu? (p$6iQ07rofos hift 2, 3. cauff. 1 , 9. . . Pinus pi-
cea , neun*} hift 1 , 7. 8. 1 1. 1 2. 2 > 2. 6. 3 , 2. 3. 4«
4> 1. 5,2. 6. 9,1. 2. . . P Cedrus, Hihpoq $*u-
fjta<rrft iv 2up<o& hift. 5,8... P. pinea, ttevk*) x&rvo*
(pcpo? hift 2 , 3. cauff. 1 , 23. Bey Theokrit fcheint
virus der Name der Pinie zu feyn: befonders id. 1 , 1.
5 , 49« Die^Früchte heifsen bey den Hippokratikern
XQK*uXoiy vict acut. 409. Vergl. Athen. 2 , 16. Ga-
len, exp. voc. Hipp. 5o4« • . P. maritima, neu**} tt«-
giktoc hift 3,8..- P. halepenßs, irsuiV) 'I bcu'x daf. . .
Ihuia articulata Vahl. , $uov, -9-üi« hift 5, 5. . .
Cupreffus femper viren j, HViriQtrroq \ii(t. 1,7. 2, 3. f. . .
Cucumis fativus , xoXoxuVnj, xoXcxuV&j hift 1, i5. 17.
2,8. 7, i.3. Euthydemus fagt beym Athenäus 2, i8.t
die Gurke werde auch vtxux ivB/xi) genannt, weil die
Saamen aus Indien gekommen. Die Attiker nannten
fie allein xcXoxuVnj. . . Cuc. Meto, e/xüo? und wxuc;
hift. 1,17. 2,8. 7, 1. 3. 4. 6. 9. Galen nennt die
Waffermelone ( Cucurbita Citrullus J cikuos iltihtpoc
[facfimpl. 8. p. 108. fac. aliment, 2. p. 32 1.), die
Melone aber ^XoTeTri^v (fac. alim. 2, p. 320.). . •
Cucurbita Pepo , c/xu'a hfft 1 , i5. 17. 7, 3. In den
Hippokratifchen Schriften cUucs viirm (de morb. *
4 - •
1
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Theophraft von Erefus, 87
3, 497- ßfitÄ'890.): bey Galen bJofs infjrwv (facule.
alim. 2. p. 320.). Bey den Hippokratikern ift oykvj?
auch Cucumis Colocynthis {Hippoer. mulier. 1, 6o5.
6a3. 624.). Ricinus communis, xgirm hift 1, i3.
cauff. 2, 22.
Sa /ix a/6a, <Tf« Xszjxj? hift 3, 12. 5. viminalis,
tri* fxikowa daf. 5. He/ix , daf. . . Fi/cum
album, /£<*hift.f3, 6. i5. 9, 1. cauff. 2, 23. • . Brouß
fonetia papyrifera ift der Baum, wovon Kleider in In-
dien gemacht werden, deffen Blatt dem des Maulbeer-
baums , die Frucht den Rofenäpfeln gleicht, hift.
4, 5. Vergl. Kämpfer amoen. p. 473. Poiret in En-
eycl. 5, 5. . . Pißacia vera ift die Terebinthe in Ba-
ctrien, der griechifchen ähnlich, nur die Früchte wie
Mandeln, hift. 4> 5. . • Piß* Terebinthus, t4q(juv$os,
auch TeQißivSof, hift. 1,12. 3, 3. 4- *4- 4> 16. 5, 4«
9, 1.2... P. LentifcuSy a%fto$ hift. 9,1... Ta-
mus communis, ctuKtXo; fhxix hift. 3, 16. Hipp. fift.
889. olfX7rsXo; xypt'x, ypiküi$Qiov. . . Smilax afper a,
Guikx% hift. 3, i5. 17. Am letztern Ort ift fo zu lefen :
che nxu\c$ xnxv^dh^ xxi biqireg oq$*k*v$os9 to le (puX-
Xöv KiTTwhsq, (juxqgv xyuvtov yucl kxtx tjjv /u/ff%ov Trpöf-
(piMTN toTrpcv. Mlkx$ dv&€stf)o{iO$ Euripid.Bacch.702. . .
Populus alba, Xsuayj hift. 1,7. 3, 1. 3. 4- 5. 10,
4,1.9. -P. graeca Ait. , cuysiQtc hift. 3 , 1. 3. 4. 5. 1 3.
4, 1. i4* 5,9. Populus balfamifera fcheint j? xtyetgcq
|y Kpifnj zu feyn, hift. 2, 3. Denn Hipp. nat. mul.
625. werden die hohkoi xlysiQOU *mt twqq in Wein gege-
ben, um die Frucht abzutreiben, und bekanntlich hat
die BaJfam- Pappel harzige, nach Rhabarber riechende
Blattanfätze. Vergl. Stapel zum Theophr. p. 218.
Es ift nur noch nicht ^ausgemacht, ob der Baum auf
Kreta wachfe. • . Mercurialis annua, appsvoyovov hift.
9, 21. . . Datifca cannabina, KQxrxiywQY daf. I .
Juniperus communis, xqksv&os hift. 3, 3. 4 5. 11,
5,7. . . Jun. phoenicea Llycia, hift. i, i&
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88
Zweytes Buch. Erftes Kapitel.
3) ii« • . Jun. Oxycedrus, o£u>t£&po? hift. 3, n. • .
Jim. nana , aetyiq hift* i , 1 2. 1 3. . . Taxus baccata,
ft/Xo? hift. 3, 3. 4 4» 5, 5.7. . . Myriftica mo-
fchata ift wahrfcheinlich ro KtifMutov und vaßHA<p$os
hift. 9> 7. . . Rufcus aculeatus, nsvr^ofJLV^tyij hift.
3 , 1 6. . . R. Hypophyllum , batpvjj aXc£av$p£/* hift.
1 , 1 3. 3 , 1 6.
Atripfrx Halimus, iktpo; hift. 4» '7* ^ ^or"
**n/b, avfy*$*£<; hift 7, 4- • • Mimofa polyacanth*
Willd., to ilXyy.x 'thicv rrrepl Me^u(piv hift. 4> 3. Vergl.
Bruce's Reifen, Th. 5, T. '7. . . Acacia arabica
Willd., axavS-o? ^ueXaiv* daf. Herodot vergleicht das
Holz mit dem vom Lotus (2, 96.). . . Acacia Senegal
Willd., ähosv^o? Xawuj daf. Vergl. Hellanicus bey
Athen. i5. c. 7. p. 477« Schweigh. 'H oxav-S-o? alyu-
ittiqs Hipp. morb. mul. 1 , 61 4« ift Acacia vera Willd.
Mit den wohlriechenden Blüthen wurde das otiyu7rrtQ¥
juJpov bereitet. Galen, exp. voc. Hipp. 414- • • Aca-
cia myrrhifera Stackh., «r^uupv« hift. 9, 4« Alexanders
Gefährten lagerten Geh in Gedrofien drauf {Sirabo
lib. i5. c. 2. $. 3. p. i65. Tzfch.). Die Aeolier nann-
ten fie /uil^'a, Athen, lib. i5. c. 1 1. p. 5 12. Bey die«
fer Gelegenheit erinnere ich mich des Teovrtnov bey
Herodot (4, 23.). Es ift ein Raum bey den nordöft-
lichen Scythen, wie ein Feigenbaum grofs, die Frucht
wie eine Bohne geftaltet, voll fchwarzen Safts, der
gegeffen und mit Milch vermifcht wird. Diefen nennt
man itr/y. Diefe Befchreibung weifs ich nur auf
Acacia Siephaniana Willd. zu deuten, die am kafpi-
fchen Meer wächft, deren Frucht, von Breyn (cenc*
1. p. 56.) abgebildet, ganz wie eine Bohne auslieht
und voll fchwarzen füfsen Safts ift. . . Phoenix da-
ctylifera* $öfvi£ hift. 1, 7. 12. i3. i5. 16. 2, 7. $ofvj£
* ijwbrt; iv Exßxt'm «yjj (Serabo lib. 16. p. 4^5.) ift Pan-
danus odoratifftmus im glücklichen Arabien. Kaguw-
to? in Babylonien (Strato ]ib. 17. 5 1. p. 610.) ift
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Tbeopbraft tob Erefus. 89
Bor äff us ßabelliformis. . Cycas circinalis> xJx*; faift«
2, 7. . . Chamaerops humilis, %t*fj.ziQi(p6q hift. 2, 7. • •
Cocos nucifera könnte wohl xci£ hift 1 , i3. feyn, da
er mit (poTn% zufammen fteht, und da Hefychius aus-
drücklich fagt: es fey eine Palme in Aethiopien , die
zum FJechtwerk diene: aber dann gehört xu<£ hift*
7, 1 1 . offenbar nicht dazu, •
Marfdea quaärifolia. Dafürhält man die Upvx
im See Kopais bey Orchomenus (hift. 4> **•)• Poly-
podium vulgare* iroXwrohov hift. 9, iß, cauff. 2, 23.
Athyrium Fitix femina% ^fikuirre^U hift. 9, 20. . . Pteris
cretica, vregiq hift. 1 , i3. 9, 22. Bey den Dichtern
auch jedes andere Farrenkraut Theoer. id. 3, 14*
5, 55. . • Pteris aquUinay irrsQtq (jLeyaXq hift. 9* 16, • •
Scolopendrium ofßcinarum, <rxoXo7T€v^iov hift. 9, 21. . •
Scol. Hemionitis Sw. , t>J$ jj/uwvou to (fhlXXöv da f. . .
Afplenium Trichomanes , Tptxotu*vis hift 7,12...
Adiantum Capiüus , aVannrcv hift 7, g. 12. Hipp,
diaet 2 , 36o. fift 888.
Fucus bulbofus, (funovq yivos w\aru(fuXkoy, nret*
vo£J&t; hift. 4> 7* Scylax Caryand. p. 126. . . F. acu*
leacus , TOTQtxubtSj ro fiigat^ov daL . . * F ta-
marifcifol'uts Turn., (ßv'XXov jUupmwS&Tfpöv kau
^7Ttcv da f. . . F. flliquofus 9 iXjmj, (puXkov TTpo^ujj-
xcVrcpov daf. . . F.volubilis, vielleicht i[A7rs\o$ itovtU
daf. . . F. turbinatus Gmel. , <ru*>> irovrix «ifuXXcc
daf. . . F palmatus Gmel., $ofvi£ ttovti* daf. . .
F. membranif olius Woodv., &«$vjj ttpvti« daC . . 172-
ra Laccuca, äX\o &s ßorpvov daf.
Ufnea jlorida, <r(p&tQtov ipitShef, fxot\aacv iv Spuin,
hift 3, 6. . . Purina pertufa? srepov ctpvtQiov *ju«r%ov
daf- . . Roccella tinetoria Ach., hift. 4> 7« Ey
Kp^T>J (plJSTOti TTpö? T)J 7>J fVl Tfl#V WT^Jv TrXffOTOV HÄI
XäXX/CTOV, (5 ßxTCTQUWV OV T«$ T*lv/«$, «XX» KftJ
X/cv jj xf srof <f>iif «f. Sphaeria moriformis, *vk*-
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4
90 Zweytes Buch. Erftes Kapitel,
i
jxwfihss rt t$j poptyri iv tyutrt hift. 3,6. . . Hyßerium
quercinum, «Vepev ctihoitify exten *xw dflk • • Xyloma
pezizoides Schultz. , vCfxtpi'ov Xfu*ov Itxvyeq iv tois
Xw; -nfcfyuoVdaf. Jenes ift, wie Theophraft richtig
bemerkt, ein thierifchesProduct. Phacidium corona-
tum Fries obf. mycol. p. 167. wird damit vcrwechfelt.
Tuber cibarium> tlovcv, Hepxwiov hift. 1, 9. Vergl.
Athen. 2, 21. . . Agaricus deliciofus oder campefiris,
/uuk>jc hift. 1, 8. . . Morchella efculenta, no£oq, oder,
wie Äthenäus las, 9 daf.
.
Wenn in die fem Verzeichnifs Theophraftifcher
Pflanzen IrrthQmer vorkommen, fo find diefe wohl
damit zu entfchuldigen , dafs die wenigften Pflanzen
deutlich genug befchrieben find. Es ift der erfte Ver-
fuch , und
mit Verfuch erreichten d'f Danaer Troja !
3. Theophrafts Naturlehre derGewächfe.
Nicht blofs in dem Werk von den Urfachen der
Pflanzen , fondern auch in der Hiftorie war es der
Hauptzweck des Vaters der Botanik , die Naturlehre
der Oewächfe fo zu erläutern , dafs der Ackerbau
und die Landwirthfchaft daher gewönnen. Auf diefe
beziehn fich beftändig feine Erklärungen. Daher
nnterfcheidet er die Zierpflanzen (crreCpatvdfxctTu , erre-
(potvMfxxTiKot) von den Gemüfen (Xa^osv«, X*XÄV)7£*)»
die Getreide- Arten (omjpa, ctruhnj) von den Hülfen-
fruchten (o<nrgixy x&Q0™) * die Stauden ((ppvyxvtKx
cauff. 5, 24.) von den perennirenden Pflanzen (aVa-
rsiinxrjikct) , die Sommer • Gewächfe (eV^re/a) von den
Sträuchern ((pavyxvx, -S-u^dhy] ) , und diefe von den
Bäumen durch die Mehrzahl der Stämme.
Den Bau der Pflanzen giebt er, dem Beyfpiel
feines grofsen Lehrers gemäfs, fo an» dafs man fieht,
ihn leitete die Vergleichung mit dem thierifchen Bau.
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I
Theophraft von Erefus, c/f
Aaf Fafern und Adern (ivst; x«j (fikißet;) fchränkt fich
feine ganze Anatomie der Pflanzen ein. Jene find die
Holzfafern, das röhrenförmige Gewebe, diefe die
eigentümlichen Saftgänge (hiß» 1 , 3.). Die Fafern
feyn untheilbar und nicht zeräftelt: in Oräfern und
Palmen liegen fie nicht in Schichten, fondern aberall
vertheilt (oi/£. $ 4*)* Hieraus fieht man, dafs er die
Bändel von Schraubengängen, mit blofsen Augen
angefehn , für Fafern genommen. Zwifohen Fafern
und Adern fey Fleifch (Zellgewebe). So beftehen
die Blüthen und Früchte aus Fafern und Fleifch, oder
ans Fafern und Feuchtigkeit (hiß. i , 17.). In der
Tanne feyn die eigentümlichen Saftgänge und die
Fafern am ed elften (a^ei Aätij t«; /uiv (p£$ßoi$ neu
riq 7v*$ icivTvv svysvsffrdra^ hiß. 5 , 2.).
Dafs die Wurzel zuerft aus dem keimenden Saa*
men hervorkomme, bemerkte er fehr richtig: fie
wachfe im Herbft und Winter: das Pflänzchen aber
(ffkourros) im Frühling und Sommer (caufß 1, i3.).
Das Wachsthum ins Laub und das Anfetzen der
Früchte ftehe in umgekehrtem Verhältnifs: je lebhaf- '
ter jenes fey, defto mehr werde dies zurückgehalten
(caufß 2, 14.)* Dafs die Zwiebeln fich von den Knol-
len durch fenkrechtes Abfteigen der Wurzeln unter-
fcheiden, bemerkte er (hiß. 1 , 9.)* Der Saft der
Wurzeln fey fchwerer, daher kräftiger als der in der
übrigen Pflanze (hiß. t, 10. 9, 2.). Es Jcheint
auch, dafs er von der Ausdünnung der Pflanzen durch
die Wurzeln Erfahrungen gefammelt: denn er fagt,
ausdrücklich: eine Wurzel fey Verderben der andern,
durch Entziehung der Nahrung und durch Verhinde-
rung der Ernährung anderer (hiß. 4 > 1 7.)*
Eine fehr gute Bemerkung ift es, wenn er die
erften Blätter der aufgehenden Pflanze als runder an-
giebt, und das Winklige und gleichfam Gegliederte
von den Fortfehritten des Wachsthums herleitet
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93. Zweytes Buch. Erltes Kapitel.
(/w/r. i, i3. x«# tlq roSro *) psTwrrtHXK st*vt^v. caufß
Die Rinde der Bäume theilt fleh bey ihm in die
Oberhaut und die eigentlich grüne Rinde (<fXe/oc
Kupjo;), Diefe fey den meiften Bäumen zum Leben un«
entbehrlich. Die oberflächliche Rinde dagen fchäle
fich bey manchen Bäumen , wie bey der Andrachne
und den Platanen (hiß. 4, 16.). Die Rinde löfe (ich
leicht vom Holze, wenn der Saft ^uffteige (W ro \nr£v
hiß 5, 1.). Dann fey die befte Zeit zum Holzfällen.
Auch das zweymalige Aufzeigen des Safts bemerkte
er: ja, fogar von der dritten Periode des Auffteigens
fpricht er.
x Das Holz der Bäume fey fefter und kernhafter,
wenn es auf Bergen, als wenn es in Niederungen ge*
wachfen fey (hiß. 1, 11.). Für das befte Werkholz
hält er das aus Macedonien; das zweyte an Werth ift
das pontifche; dann das vom Rhyndakus (ein Flufs
in Myflen, weftlich vom Olymp); das fchlechtefte
fey das parnaffifche und euböifche (hiß. 5, 5.), Das
dichteffe Holz gebe der Buchsbaum, der Lotus (Zi-
zyphus Lotus), die Eiche und der Ebenus (hiß, 5, 4*)«
Das Holz aus der Mitte des Stamms, als das feftefte,
nennt er /u>frp* und iynaghov (hiß. 5, 5. 6.)
Das Mark hielt er, wegen feiner Feuchtigkeit,
für den belebteften Theil ; denn eingepflanzte Wärme
und Grundfeuchtigkeit, die Ariftotelifchen Lebens-
Principien, eignete er deutlich genug den Pflanzen
su (hiß. 1, 5.), Wenn das Mark ganz aus einem
Stamme genommen werde, fo müffe er umkommen;
doch fchade die theilweife Beraubung des Marks auf
keine Weife (caufß 2, 24« hiß. 4> 16.).
j Das Verhaltnifs der beiden Blattflächen gegen
einander gab ihm Anlafs zu lehrreichen Betrachtung
gen. Auf der untern Fläche fp ringen die Adern und
JS>fero hervor; fie fey ge>qbliUcb rauher, aber e$
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!
Tbeophraft von Erefu*; 9j
gebe keine Poren, die durchgeht) (hiß. i, i3.). Den«
aoch dienen die Blätter zur Ernährung der Pflanze ,
welche auf beiden Flächen [durch Einfaugung bewirkt
werde. Die immergrünen Blätter feyn gewöhnlich
fchmaler, fettiger und wohlriechender. Das Abwer-
fen der Blätter erfolge keines weges defto früher, je
früher die Bäume ausfchlagen : die altern verlieren
früher ihr Laub als die jüngern (hiß. i , 12.).
Die Betrachtung der Knofpen und Augen (ofo/,
isföxkpoi) ift denkwürdig: befonders die firfajirung,
dafs man durch Verwunden der Rinde aus unfrucht-
baren Bäumen fruchtbare machen 3 alfo die Holzau-
gen in Fruchtaugen verwandeln könne {hiß, 4i i6\).
Von den Augen nennt er einige blind, andere frucht-
bar {hiß. 1 , 11.). Trefflich ift die Bemerkung, dafs
der Keim der Getreide- Arten einfach und unentwi-
ckelt fey, dafs er fowohi Wurzel als Stamm in fich
fchliefse (hife. 8 , 2.).
Ueber die Befruchtung kommen Andeutungen
vor, die als dunkle Spuren einer beffern Kenntnifs
anzufehn find. In den Blumen des Citronenbaums
fey ein Stempel (Spinnrocken, >J}.axar>j) , der die
Fruchtbarkeit anzeige. Die Dattelpalme fey zwie-
fachen Gefchlechts ; die männliche trage keine Früchte.
An der Spitze der Triebe der Melonen kommen un-
fruchtbare (männliche) Blüthen vor, die abgenom-
men werden, weil fie der Vegetation hinderlich feyn
Qiifi. 1 , 17.). So leicht ihn diefe Bemerkung auf die
Allgemeinheit der Gefchlechts - Verhältniffe im Ge-
wächsreich hätte führen können, fo wenig klare Be-
griffe wurden bey ihm über diefen Gegenftand ver-
anlafst. Denn die Kätzchen der Hafelftaude fchieneri
ihm ein unnützer, faft fremdartiger Auswuchs (hiß»
0, 6,). Faft alle Bäume theilte er in männliche und
weibliche ein: jene feyn knotiger, knofpeureicher
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J—L.
94 Zweytes Euch. Erltes Kapitel.
(cfabdareQ*) und härter, wie dies befonders bey der
Cornelle der Fall fey (hiß. i , n,).
Ueber die Caprilication der Feigen (iftveurfjtoq)
kommen intereffante Bemerkungen vor. Sebr rich-
tig behauptet er, dafs die Infekten nur das
Reifen der Früchte befördern , und dafs weder in Ita-
lien noch in Lakonien die Caprification nothwendig
fey {hiß. 2, 9.). In trocknem und magerm Boden
fey diefe Operation überhaupt nicht erforderlich
(cauffl 2, 12. i3. 5, i.).
Die Lebensfähigkeit der Saamen nehme mit
dem Alter ab: nach dem vierten Jahre höre jene mei-
ftens auf (hiß. 7, 6.). Die Hülfenfrüchte behalten
ihre Keimfähigkeit länger; in Kappadocien und Me-
dien gebe es Gew.ächfe , deren Saamen noch nach
vierzig Jahren keimen. • . Es gebe Pflanzen, die
blofs aus Saamen, andere, die auch aus Knofpen
und Zweigen fich vermehren: jene behalten nicht alle
ihre Eigenfchaften , fondern verfchlechtern lieh oft.
Die Dattelpalme , die eigentlich nur aus Saamen er*
wachfe, vermehre fich doch in Babylon durch Ab-
fchneiden der Krone; welche Bemerkung HaffeJquift
beftatigt. Gypreffen und Lerchenbäume fcblagen
fehr feiten aus Stamm und Wurzel wieder aus. Doch
■refchehe dies beyTarrha auf Kreta (hiß. 2, 3. 7.). . .
Er bemerkte febon, dafs fich bisweilen an Orten, wo
fie vorher nicht gewefen , die Pflanzen ausserordent-
lich vermehren: dies leitete er von der Verbreitung
der Saamen durch Vögel, und von der Fruchtbarkeit
überschwemmender FJfiffe her (hiß.3y 2. cauffl 2, 24.)»
Theophraft bezog die Naturkunde überall auf
menfehliche Künfte, auf Ackerbau und Landwirth-
fchaft. Daher fuchte er den Einflufs des Bodens,
der Jahreszeit und Witterung vorzüglich darzuthun.
Um Elephantine in Aegypten verlieren weder der
Feigenbaum, noch der Weinftock fein Laub (hiß.
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V
TheopLraft von Erefm. 95
1 , 5.). Bey Gortyna in Kreta und auf Cyprus feyn
immergrüne Platanen (hiß. 1, 12.). Dafs die
Früchte abortiren, fey auch Folge des Bodens: wie
bey Soli in Cilicien alle Granatapfel ohne Kerne feyn
(hiß. 2 , 3.). Auf Melos (unter den Cykladen) reife
das Getreide in dreyfsig oder vierzig Tagen nach der
Ausfaat : daher pflege man zu fagen : man muffe fo
lange fäen, bis man Garben fehe. Auf Chalkia,
einer Infel bey Rhodus , fäe man Qerfte mit dem an-
dern Getreide : jene werde gemäht und wieder gefäet,
und reife mit dem Getreide doch noch zugleich. Auf
Salamis reife das Getreide viel fpäter als in Attika
(hiß. 8 , 2.).
Die Erde fey defto fruchtbarer, je inniger ihra
Tb ei Je gemifcht feyn. Die fehr fette, befonders die
Walkererde , fey die unfruchtbare (cauffi 2 , 5.).
Salze im Boden feyn überhaupt der Vegetation nach*
theilig: doch befördere man in Indien das Wachs-
thum der Palmen durch Salz- und Meer waffer (cauffl
2,7. 3, 22.).
Die Jahreszeiten beftimmt Theophraft noch zum
Theilnach dem Aufgang der Geftirne. Der Frühling
fängt mit dem akronyktifchen Aufgang des Arktur
(iroo 'ApxT0up0u), im März, an, und endigt fich mit dem
helifchen Aufgang derPleiaden (im TiXsixhi), im May*
Der Sommer wird durch den helifchen Aufgang des
Huodsfterns («Vixuv*, irtqi xuv») und durch das We-
hen der Etefien (m-ql rwg 'Ernjaxg) bezeichnet: er
dauert bis zum helifchen Aufgang des Arktur (im
5A(jxröJfw), im September. Der Herbft wird durch
den helifchen Untergang der Pleiaden (per* Iwoq
nX«A&«v), im November, beftimmt.
Die nachteiligen Einflüffe der Witterung, be-
fonders der Kälte, beurtheilt er der Erfahrung ge-
mäfc (cauff 5, Der Froft fey am nachtbeilig-
ften, wenn ftehendes Wafferauf den entblöfsten Wur-
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96 üweytcs Buch. Erftes Kapitel,-
zeln und Pflanzen gefriere. Der' Schnee fey den
Pflanzen nicht fchädlich: defto mehr der Reif. Ein
zu rechter Zeit eintretender Winter fey der Vegeta-
tion vortheilhaft: die Pflanzen wurzeln beffer, und
fchlagen früher aus (hiß. 4> *7«)« Auf Rechnung des
ftrengen Winters fchreibt er die Mafer- Kröpfe im
Holze (pvstgou hiß. 5 , 3.). Auch erzählt er wunder-
bare Gefchichten von den im Holze eines wilden Oehl«
baums zu Megara eingefchloffenen Geräthen (daf).
Dj^ Krankheiten der Pflanzen führt er forgfäJtig
auf: als den Wurmftich (ckwXjjkjjo-k) , den Sonnen-
brand (?Xo$), den Krebs (x£«äo$ hifi. 4, i5.). Unter
6pü(r/j3jj verfteht er den Rpft im Getreide , aber auch
den Honig - oder Mehlthau: er leitet ihn von über-
flüffiger Feuchtigkeit her (caufß 4, i5.). Auch fcheint
*<rrQcßQ)j}<r(x etwas Aehnliches zu feyn (cuußl 5 , u.).
Zweytes Kapitel.
Alexandrinifche Schule.
Im Jahr 532 vor unferer Zeitrechnung ward
Alexandrien von dem grofsen Eroberer, deffen Namen
es trägt, gegründet. Glücklicher konnte die Lage
einer Stadt nicht gewählt werden, die, was auch au*
fserdem die AbGchten ihres Erbauers feyn mochten t
den Welthandel einft an fich ziehen foJlte. Nicht
blofs die Nähe des Mittelmeers und die Verbindung
mit den wichtigften Ländern der alten Welt; auch
die Nachbarfchaft des arabifchen Meerbufens und die
Leichtigkeit, nach Indien Schiffe auszurüsten, be-
fonders aber der grofse See Mareotis , füdlich von
der Stadt , dies alles begünftigte die Gemeinfchaft
und das Verkehr mit den entfernteren Ländern.
Die Nachfolger ^VJexanders in Aegypten wähl-
ten die neue, gefunde; heitere und volkreiche §tadt
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Zweytes Buch. Zweytes Kapitel 97
zu ihrem Hoflager. Sie legten nicht allein dort die
gröfste ßücherfammlung der alten Welt an ; fonclern
fie liefsen auch ails den entfernteften Ländern feltene
Thiere und andere Natur - Erzeugniffe aufkaufen
[Athen. 14, 20. p. 38o. Schweigh.). Ihre Schiffe
gingen öftlich bis Taprobane (Ceylan, Dionyf.Perieg.
peripl. v. 593.), und weftlich bis Erythia (Madera)
und zu den wefrlichen Aelhiopen (daf. v. 558.).
Nymphodorus aus Syrakus befchrieb fchon den ttsqi'-
tXcü; Trfi 'Aa7ft? {Athen. 7, 20. p. 181.) . . Dem Ze-
pter der erften Ptolemäer gehorchten Phönicier, Ara-
ber, Syrer, Libyer, fchivarze Aethiopen , Pamphy-
lier, Cilicier, Lycier, Karier und die Cykladen
[Theoer. id. 17, 86. f.). Die Vereinigung fo ver-
fchiedener Völker unter eine Herrfchaft , der blü-
hende Handel, die milde Regierung, die Pracht
der Hofhaltung und der Wobifta nd der Einwohner
vermehrten die Zahl derfelben ausserordentlich. *)
Nach fpätern Nachrichten, follen mehr als 3oo,ooo
Menfchen in Alexandrien gelebt haben (Jofsph. de
bell, iud, 2 , 16.).
Zu allen diefen der Ausbreitung und beffern
Bearbeitung der Naturgefchichte gttnftigen Umftu'nden
kam noch die befondere Vorliebe mehrerer Ptolemäer
für die Wiffenfchaften. Ptolemäus PhiJadeJphus wird
befonders als Beförderer der Naturkunde gerühmt:
fein fchwächlicher Körper fehlen beftändige aufhei-
ternde Beschäftigung des Geiftes zu fordern: daher
fchickte er Leute an den obern Nil und in das Zimmt-
*) Um fich einen Begriff von der unendlichen Pracht
am Hofe der Ptolemäer 2u machen, lefe man nur
Kall ixen us des Rhodiers Bcfcbreibung des Pomps,
den Ptolemäus Philadelphia veranftaltete , und der
weit über 3 Millionen Bthlr. koftete. Eine Menge
feltener Thiere, unter andern auch eine Giraffe t
kamen dabey vor. (AAen. 5, 5 — 8 )
Gifch. d. Botanik. 1. B, 7
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Zweytes Bach. Zweytes Kapitel«
land (Sirabo IIb. 17. p.'487- Tzfch.). Ptolemlus 3
Evergetes IL, oder Kakergetes , ift felbft als Schrift-
fteller bekannt. Er war ein Schaler des berühmten 1
Grammatikers Ariftarch (Athen. 2, 28. p. 274.
Schw.), und (unterliefe 24 Bücher Commeotarien , 1
aus denen uns Athenäus manche Bruchftücke aufbe- 1
wahrt hat. Unter andern verbefferte er einen Vers
Im Homer (Od. 5 , 72.) fo: 1
oc/u$* •* Xitfimtq p*\qlxo\ a/ov ifik rfA/vov,
wo er <rwu für 100 fetzte, weil Sium latifolium oder
anguftifolium zwar mit Eppich zufammenwachfe, aber
nicht Veilchen (Athen. 2, 1 9. p. 2*55.). EuftathiuS bil-
ligte diefe Verbefferung. . • Diefer König hatte ia
der Hofburg ein Gehege für fremde Thiere angelegt
(Athen. i4> 20. p. 38o.). . " '
Seine Vorfahren wetteiferten mit den Attali-
fchen Königen in der Anlegung grofser Bücherfamm-
jungen (Galen. comm. 2. in Hipp. de nat.hum.-p, 16. 17.)»
In Alexandrien waren fchon zu Philadelphus Zeit
zwey grofse Bibliotheken, eine im Tempel des Se-
rapis (einer neuen Gottheit, die der König von Si-
cope hier eingeführt hatte, Tacit. hiß, 4> '83. Ma-
crob. faturn. 1 , 7.), und die andere in Bruchium am
Hafen. Die Zahl der zufam mengekauften Bücher-
rollen betrug bald eine halbe Million (Eufeb. praep.
tvang. 8 , 2.).
Durch diefe Hülfsmittel, Vortheile und Begün-
ftigungen angezogen, kam eine unzählbare Menge
Gelehrter ((pikokoyot avBp**) nach Alexandrien, deren
Viele im Mufeum , einer grofsen Lehranftaltv auf
öffentliche Koften Unterhalten wurden und unter cjer
Oberaufficht eines Priefters ftanden (Strabo üb. 17.
p. 5o3.). Wie aber Seneca (de tranquill, anim. c. 9.
p. 261. ed. Bipont.) bemerkt, dafs die Bibliotheken
mehr zur Schau aufgeteilt waren als dafc Ae die
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I
Alexandrinifche Schule« 99
1
Studien befördert hätten ; fo verßchert Galen (comm.
2. in Hipp, de nat. hum. p. 29.): die alexandrinifcben
Gelehrten haben ßch nur in fcholaftifchen Künften
gefallen und die Beobachtung der Natur vernachläffigt:
daher es auch ein fehr paffender Ausdruck ift , wenn
Strabo die im Mufeum unterhaltenen Gelehrten Phi-
lologen nennt. Klearchus von Soli auf Cyprus , ein
SchfiJer des Ariftoteles, macht ein belehrendes Ge-
mälde von der Art, wie dieGelehrfamkeit in Alexan-
drien bearbeitet wurde {Athen. 10, 22. p. 177. Schw.).
„Die Uebung in Rathfein und Aufgaben (yffiot) ift
„der Philofophie nicht fremd, und die Alten legten
„darin Beweife ihrer gelehrten Bildung ab. Denn
„bey Trinkgelagen pflegten fie Geh nicht folche Fra-
gen vorzulegen, wie wir jetzt thun, welche Art,
„den Beyfchlaf zu feyern, die angenehmfte, oder
„welcher Fifch der wohlfchmeckendfte und in der
„gegenwärtigen Jahrszeit der befte fey, oder ob irgend
„ein Fifch beffer nach Aufgang des Arktur und der
„Pleiaden, oder beym Aufgang des Hundsfterns, zu
„effen fey? Denen, die am beften diefe Fragen be-
antworten, beftimmt man Küffe, als Preife, die
„jeder verwerfen mufs, wer Sinn für Freyneit hat:
„die Ueberwundentn aber mfiffen zur Strafe fo viel
„trinken, dafs ihre Gefundheit dabey leidet." Sol-
cher Art waren die öffentlichen gelehrten Kampffpiele,
in welchen die Sieger, gleich denen in Olympia,
belohnt wurden (Pitruv. de archit. lib. 7. prtfef.).
Die übrige BefchäfPtigung der alexandrinifcben
Gelehrten beftand in der Auslegung und grammati-
fchen Erklärung der Werke der Alten. Da fie aber,
nach Strabo s Verficherun? (lib. i3. p.386. Tzfch.),
nur die exoterifchen Bacher des Ariftoteles uod
Theophraft befafsen, fo konnten fte nicht pragma-
tifcb phiJofophiren, fondern fie fchmaokten die Leh-
ren der Alten mit eigenen Zufätzen aus. Bekannt ift,
' 7 *
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ttoo Zweytes Buch. Zweytes Kapital.
weffen man in Rücklicht der Hippokratifcheu Schrif-
ten den Mnemon aus Pamphylien befchuldigt (Galen,
inmm.'i.inlibr.'b.epid.y.^i \.). So gab es zu Athenäus
Zeit einen alexandrinifchen Ausleger der ethifeben
Schriften des Ariftoteles und» Theophraft , Adraftus
oder Andrantus (Athen, üb. i5. c. 4« p« 453. Scbw.).
Da zugleich, wie Celfus veruchert, die Medicin
in der alexaudrinifohen Schule fo bearbeitet wurde,
dafs man die gelehrte Arzneykunde von der Chirur-
gie und von der KenutniCs und Zubereitung der Arz-
ney mittel völlig trennte, weil die gelehrten Müfsig-
gänger zu hochmüthig oder zu träge waren, um fleh,
diefen in ihren Augen niedern Künften zu ergeben;
fo wachte die alte Rhizotomie wieder auf , die, mit
der Pharmakopolie verbunden , von einzelnen Män-
nern bearbeitet wurde. Wir kennen aus diefer Pe-
riode mehrere Schriftfteller, deren Werke aber nur
in Bruchftücken auf uns gekommen find.
Phanias oder Phäaias von Erefus, ein Lands-
mann und Zeitgenofs des TheopHraft, der mit ihm
den Ariftoteles noch gehört hatte (Athen. 2, 12,
p. 1 98.) , hinterliefe ein Werk von Pflanzen (frap* <£u-
T«v Athen, i4- P« ?°9*)> woraus Athenäus, neben,
mehrern unbedeutenden Stellen , jene wichtige von
dem Mangel der Befruchtungstheile mancher unvoll-
kommener Gewächfe anführt (Athen* 2, 19. p, 237.)*
T* he ouhe (pvu tiJv otv$vjv , cvU Tjfe CTC^fß.»rt^ i'x,vö* xo~
puv>J<r€»?, ovls (T7r^«Ta!<rew?' o?ov /*uj«tf, u&vov, fprepic,
„Einige Pflanzen bringen weder Blüthe, noch
„eine Spur des Saamen- Säulchens, noch fonft Be-
„fruchtungstheije hervor, wie der Schwamm, der
„Pilz, das Farrenkraut , der Epheu." Des Saamen-
Säulchens (Piftills) hatte fchon Theophraft beym Ci^
tronenbaum gedacht (hiß. 1, 17.)» Phanias befchrieb
den lycifchen Wacholder ( x%os Athen. 3, 8. p. 33 1 .)
und ward von Athenäus mifeverftanden , der dies auf
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. ■ AfcxandriniXche ScEiilv - ton
»
die Citren e Jeutete.- £r befchriöb die Saamen der
Dolden pflanzen (wst-actUifj znerft (Athen, i)y2.j>.Zjo.
Zu diefen rechnete er den Anis («wwov), den Fenchel
(^Äpodrev), diePaftinake (<nr*(pv\nto£y Caucahs platy
carpos (xawtaX/V) , den Schirling den Ko«
riander (xopiov) und vielleicht Sifon Podagraria (vhi»u
evic/ pt^Cplvcv. Vergl. Tbeophr. hift. 6* 2.)». Ebeii
dafelbft wird aus derfelben Sohrift von ihm angefahrt,
dafe er Arum Dracontium mit dem Namen «pov, «pun
vi* und hpxxQVTiov belegt -habe. Die Früchte der Ja*--
CMalva fylvefirisj fchilderte er botaoifch rieh*
lig (Athen. 2, 18. p. 224»)»
Diokles von Karyftus, ein fehr berühmter Arzt
(Plin. Mb. 26, 2. Gaten. disfect. matr. p. 21 5.), der
wahrfch ein lieh jn Alexandrien lebte, fchrieb ein
TCjtcixßv (Schol. Nicandr. ther. v. 647.) > worin er die
Kräfte und Wirkungen der Arzney mittel ganz allein
nach der Erfahrung beftimmte (Galen, faeuh. alim*
1 , 3o3„). Er befchrieb unter andern Campanula
Erinus (>j Sqwos) ; die Pinien - Nüffe nannte er irtrv'ivx *
xsc^u« (Athen. 2 , 16. p. 219.) ; die beften Gurken fand
er bey Magneua (Athen, 2, 18. p. 224.); die Melo-
nen rieth er am Ende der Mahlzeit zu effen (daß ,
3 , 2. p. 291,)- In einer Schrift über die tödtliclien
Gifte erwähnte er des Majorans ( duotgano^ der auch
erift-^/ux^ genannt werde (Athen. i5, -8, p. 483.).
Die Schminkbohnen kannte er fehr gut unter dem
Kamen hoXixos ( G*!en~ facult. ahm, 1 , 3 17.). Sefeli
caefpitofum Sibth. fcheint fein imctp&QX&Qov mit fehr
langen Blättern und Korianderfaamen zu (eyn (Plin»
20, 23,), Die fchwarze Niefewurz werde auch chto-
fiov genannt (Erotian* expuf. voc. Hipp. 166.).
Diphylus von Siphnos, einer Cyklacle , der, als
Arzt, wohl von dem Komiker zu unterfcheiden ift,
lebte unter Lyfimachus, der, nach Alexanders Tode,
in Thracien und Kleinafien ein vergängliches Reick-
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loa v Zweytes Buch* Zweytes KapiteL
gründete (Athen. 2, 11. p. 196.)* In feinem Werke
über die Nahrungsmittel erwähnte er der Kirfchem
(x*£äö7*) , unter denen er die rothen mileQfchen (fau-
ren) für befonders gefund erkJfirte. Den Unter-
fchied der efsbaren und giftigen Schwämme gab er aa
(Athen* 2, 21. p. 23q.). Den Blumenkohl nannte er
*a-fyxQocyo; *qiy.ß\fc% attifch auch i'p(u6vo;; diefen hielt
er für fehr gefund (Athen. 2, 22. p. 241.)» Die
Wallnüffe (r* naoua ßonrikiH») hielt er für fchwer ver-
daulich, und behauptete , dafs fie Kopffchmerzen er-
regen (daß 2, i3. p. 206.). Die Kaftanien nannte er
trxghxviq ßotkxvovs (daß p. 208.). Kohlrüben (7077U-
Xiq) unterfchied er van' den Kohlrabi (/3öüv*«?), wel-
che letztere er für fehr gefund hielt (Athen. 9,2.
p. 362.). Der wohl fchm ecke ndfte Kohl werde zu
Kyme in Aeolien gebaut: in Alexandrien fey er bit-
ter: laffe man Saamen aus Rhodus kommen, fo fey
er das erfte Jahr noch füfs: dann aber arte er aus
(daß p. 364.)« Ueber die Wirkungen der Runkel-
rüben oder Beten (ffsvrXut) und der Paftinäkeo (trrot*
(puXtvos daf. p. 371.) kommen ebenfalls Zeugniffe vor.
Die Mohrrübe nannte er zuerft ro hxqwtcv (daß).
Die Porre (hs<P»Xutov und it^icnv) zog er dem Schnitt-
lauch (adorov) vor (daß.).
Aßklepiades aus Myrlea befchrieb in einem un-
genannten Werke die Zwergkirfche, (Prunus Chamae*
ceraßus, x*/*****?*™*) in Bithynien : welches Athe-
näns auf den Erdbeerbaum ((jufjutUuXet) beziehn will
(Athen. 2, 1 1. p. 193.).
Euthydemus von Athen befchrieb in feiner Schrift
vonOemüfen die Gurke unter dem Namen crnui« iy&noj:
denn der Saame komme aus Indien (Athen. 2, 18«
p. 225.).
Numenius aus Heraklea, des Arztes Dteüches
Schüler (Athen, i, 4. p. 17.), fchrieb ein Gedicht über
die Gegengifte, woraus Nikander manches entlehnte
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drinrfche Schult. 103
■
(Schol. Nicandr. ther. Er unterfchied die beiden
Arten von i%/fiov (Echium creticum und diffufum
Sibth. Schal. Nicandr. ther. 637.). Er befchrieb eine '
bley oder kupferfarbene Blume, unter dem Namen
%xk*>jc (Schol. Nicandr ther. z5j). Sollte dies Gera-
nium Jufcum oder afphodeloides feyn ?
Sohn aus Smyrna hatte über die Kräuterkennt«
nifs gefchrieben. Er erwähnte eines ßov\*ir*$ov (Ru-
mex aquaticust Plin. lib. 20. f. 86.).
Apollonias tu* Memphis, Strato's des Berytiers
Zögling {Galen, diff. pulf. 4, p. 5i.), hatte ebenfalls
über Pflanzen gefchrieben (Schol. Nicandr. ther. 52.
55g.).
» •
Die Rhizotomie und empirifche Kenntnifs der
Pflanzen ward auf gewiffe Weife auch durch den be-
fondero Eifer befördert, womit die Könige Aualut
Philometor von Pergamus und Affc/rr^afEupator voll
Pontus Pflanzen anbauten und ihre Wirkungen er-
fochten. Jener verfuchte die Kräfte giftiger Ge-
wächfe an Verbrechern (Galen, antidot. 1, 423.).
Er fäete und pflanzte in feiner Burg Bilfenkraut,
Niefewurz, Schilling, Akonitum und Tolläpfel (So-
lanum infanum, loqiww, Plutarch. D*metr. c. 20.).
Mithradat zog eine Menge giftiger Pflanzen und deren
Gegengifte im Garten , und verfuchte ihre be™**~
feitige Wirkungen, wie man fagt, an Geb felbft (Flut.
25, 2. Appian. hell Miehrid. p. 248.). Abcr er hatte
auch feinen eigenen Sohn Ariarathes vergiftet. Pom-
pejus brachte Mithradats Schriften (uVöu^t«) an
ficb (Plutarch. Pompej. c. 37.). Ihm zu Ehren nannte
Kratevas der Rhizotom eine Pflanze Mithridatia, die,
nach Plinius Betreibung (25 , 6.), und Anguillara s
(femplici, p. i74 ) und Cefalpini's (de plant, 10,
Auslegung, nichts anders als Erythronium Dens Canis
ift. Dafc auch unfer Odermennig (Agrimoma Eupa-
Iö4r Zweytes Buch« Zweytcs Kapitel*
ioriaj nach diefem König genannt worden , bezeugt
derfeJbe Plinius.
An den Höfen diefer Könige lebten entweder
die berühmteftcn rhizotomifchen Schriftfteller jener .
Zeit, oder diefe bewarben Geh um ihre Gunft.
Mit den bekannten Pflanzenforfchern des Alter- .
thums wird gewöhnlich Kratevas der Rhizotom zu-
fammen genannt (Galen, expof. voc. Hipp. p. 402.
Epiphan. haeref, i . p. 3.). Sein Werk (rat ^orop.oip.evoL)^ v
wovon die Handfchrift auf der Marcus - Bibliothek in
Venedig, von Anguillara benutzt, von Weigel abge-
fchrieben und mir gefällig in einzelnen Proben mit-
£etheilt worden, enthält blofs Namen der Pflanzen
und Angaben ihres Nutzens. Diofkorides fagt in
der Vorrede: Kratevas habe zwar genauervon Pflan-
zen gefchrieben, als Andere, aber doch viele Ge-
wächfe nicht forgfältig genug bezeichnet : und an
einem andern Orte (3, i4o.): Kratevas fcheine bey
einer gewiffen. Pflanze blofs dem Hörenfagen gefolgt
zu feyn. Plinius (Üb. 2.5. f. 4») giebt Nachricht von
Zeichnungen, die Kratevas ftatt der Betreibungen
beygefügt habe. Aber natürlich fey, dafs jene Zeich-
nungen beym (Copiren Geh nicht gleich bleiben: auch
ändern lieb, fagt Plinius, die Geftalten der Pflanzen
nach den Jahrszeiten. Einiges mag aus den gedruck-
ten ßruchftücken angeführt werden:
Tfiapfta garganica , -^ax/zo;, wachfe auf Thapfos,
einer der Sporaden {Schal. Nicandr. ther. 5 29.). Vom.
Ku-nero; gebe es drey Arten : die eine heifse auch xw-.
ßiov und fey ein kleiner Strauch mit rothen Zweigen:
die andere heifse auch $vpuLki<; und pLu^rir^ CEuphor»
bia MyrfinitesJ , wachfe am Meere, und gebe Milch-
faft (Schol. Nicandr. ther. 617.). Man fleht, wie we-
nig Kratevas mit denfelben Namen diefelben Begriffe
2u verbinden gewohnt war. Mit Recht nannte er
den fchwarzen xxpLxi'ksos , tfetKiKo;, weil er wirklich
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Alexandrinifche Schule. 105
mehr buot als fchwar2 ift (SchoL Nicandr. ther. 656.).
Wie er hingegen den Sprachgebrauch des Theophraft
fo ändern konnte, dafs er den (f/.c(u$$ auf eine Dol-
denpflanze bezog, ift nicht gut zu erklären (daf.S5G.).
Vom Eifenkraut (Verbena fupina, mptvTtQedvJ kommt
bey ihm die erfte Nachricht vor (daf. S6o.). Ein
wev in Aegypten befchrieb er fo (Diofc. i , 28.) > dafs
Anguillara Teucrium Marum dafür dem Job. Bauhin,
gab (hiß. 3, 243.). Sium nodißorum, was durch,
ganz Griechenland fehr häufig ift, befchrieb er genau
(Diofc 2, 1 54.)- Lunaria rediviva führte er unter
dem Namen -S-Xättt/, auch tfs$<Tiv.ov rri^iri auf (Diofc.
2, 18b.). Seine crA^Triq igxxXeix fcheint Daucus bi-
color Sibth. zu feyn (Diofc. 4, 55.). Sein utrxQoy iffc
Gnaplialium fanguineum (Anguillara de ßmpl. p. 27.).
Sein ^s^Tribtov auf Mufcheln uod Felfen am Mc^er ift
entweder Roccella tinetoria Ach. oder Fmcus Palme tta
Gmel. (Anguillara p. 1 7 1 ^
Ein Zeitgenofs des Krateyas war Nikartder von
Kolophon, des DamnausSohn, Priefter des klarifcheiv
Apoll, zu Antigonus Gonatas Zeit; er eignete feine
Georgika dem letzten Attalus, Philometor, zu. Von
diefem Gedicht fagt Cicero: der Vf. habe gar nichts
vom Landbau verftanden (de orat. 1 , 1 6.). Wirken«
nen es blofc aus Bruchftücken, die grofsentheils Athe-
näus aufbewahrt hat. Eben fo ift ein anderes Ge«
dicht, Hyacinth überfchrieben, verloren gegangea
(Schol. Nicandr. ther. v. 585.). Was wir noch befitzen>
find fchwerfällige und zum Theil unverftändliche
Hexameter über Gifte und Gegengifte, von denen
die aXfjztCpxQfJLXitx 1792 und die •S-jjg/an* 1816 von
Schneider, früher auch beide zufammen von Bandini
zu Florenz 1764 in Octav herausgegeben find. Ban^
dini hat , aufser einer lateinifchen und italjenifchen
metrifchen Ueberfetzung, auch eigene Anmerkungen
und des Euteknius Metaphrafe der Theriaka, aus der
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ioö fcweytes Bach. . fcweytes Kapitel.
«
Handfchrifr, beygefügt: Schneider aber die Scholien,
eine epitomifche Ueberfetzung, und vortreffliche kri-
tifche Noten hinzugethan. Die Scholien find eine
fehr nützliche Zugabe , wegen vieler literarischer
Nachrichten: aber die Pflanzen werden fchlecht er*
läutert. So heifst es (ad alex, 4<>5.), das cfAvgveiw
(Smyrnium perfoliatum) fey dem v«p£>j£ (Ferula com-
munisj ähnlich: der Saame fey der des Lauchs, der
Geruch der der Myrrhe. So werden (ad ther. 610.)
die Blätter der Erike mit Epheublättern verglichen ,
und (ad eher. 676.) heifst kqotw CRiciaus communisj
eine Art Fichte.
Die Pflanzen, deren Nikander gedenkt, find,
nach dem Linne'fchen Syftem, folgende: '<
Salvia qfßcinalis , iXeX/cvßaxo? *k$7j€is ther. 84-
5. Horminumy opfAtvov ther. 89 3.
Gladiolus communis, wo\vfyy;voq v*kw&os ther-,
902. Iris ßorentina, fy/f ther. 607. und Athen. Üb. 1 5.
p. 4<)3 Valeriana celtica oder tuberofa, tvav&i* y*p-
hov ot$f ■S'üXaxof <rca alex. 4°3. > auch vxfios ei^TOtyyc
ther. 6o4« Avfna ßeriliSy atyik^yp ther. 85 7.
Sanguiforba qfßcinalis , HoXXußxreta ther. 589.
85 1., nach Hefychius. Parieearia qfßcinalis , kXü-
ßotrif, ther. S07.
Heliotropium europaeum , rjsXioio tqottms i<r<£w[Aov
i pvo? ther. 678. Afperugo procumbens , ivetQiwi ther.
85o. Anchufa italica, uyxovv* $q&xkw ther. 838.
Echium diffufum Sibth. , wqutov ther. 65. 6*37.
/?. creticum^ iyjtiov llregov ther. „ 640. E. italicum,
Xux«\^ö? CQfxevöetq ther. 840. Cyclamen europaeum,
§u<rrf>*\l>ij$ MxXxfjitvcc (Athen. i5, 9. p. 496.). Phyfa<*
Iis fomnifera, vtqvxvov ther. 878. . . Solanum infa-
num , öopuxwov alex. 376. (Wenigftens nach dem
Diofc. alexiph. 401. und Galen comp. med*, fec. loca»
lib. 10. p. 3 11. erpu^vou, 0/ &opmv/ou p7£*.) Cam-
panula Erinus, tftvos ther. 647* • • Rhamnus faxa*
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*
tilis» ^«(avo; •9,*^uw't*$ ther. 883. Zizyphus vulgaris ,
Qauvos ther. 65o. 86 1. Z. Paliurus, 7r*kio\>qos ther.
869/ Eryngium campefire, ^uyyov ther. 849. 77ui-
pfia garganica> fytvctxh Si^au ther. 529. Peuce-
danum officinalc , irsvxtbotvov ßat^uirvouv ther. 76. Pa*
Jiinaca J'ativa, crxCpuXivo^ ther. 843* P» Opopanax %
X*/p«vo? ther. 5 00. %ro /x/v 9r*y«xf/ov inouvw da f.
509. TordWiiim offivinale, ofistUv ther. 841./
ru/a tuigitana, <riX(piov ther. 85. Xj/Sukj? pY#* ther. 911.
Caucalis platycarpos* xavxaXi$ ther. 843. Athamanta
panacifolia, Xfj3«y«»r/Y xa^%puc6<r<rÄ ther. 4<>* x*yXQUm
$cqo$ daf. 85o. Atham. cretenfts, Sau**? ther. 94.
äjevxftfcy ther. 858. Cuminum Cyminum , kv/umov ther.
601» Carum Carvi* KVfxtvcv ay^irs^ov ther. 7 1 o*
Oenanthe pimpinelIifoliay /3^ua Xf o>we ther. 898.
0e#i. Phellandrium ? <tkvq<* ix&p* ther. j4* Bupleurum
' longifolium , ßoi*\si>Qov ther. 586. ^^ti/m ^raveo-
faur, fXAo^ffiTTTöv o-Aivöv ther. 597. <S*^/t caefpito»
fum Sibtb. , Imrstov pxQci&ov tfoXvotitifa £<yr ther. 596*
Pimpinella Anifum, avt/jtrov ther. 65o. Smyrnium per*
foliatunty cpipnov Athen. 9, 2. p. 370., eyiupv«fcv »ci^
jSpf ? ther. 848. Sm.Olus airwn, ImemlXnw ther. 599.
Echinophora tenuifolia, nttvax«? ^Xiy^iov ther. 685«
Tamarix gallica , fAvpi'w} ther. 6 1 2.
Narciffus Tazetta,
«fpff^. «ir«Aejei, x{*x* furo ^«ma^ilaa* •
(Athen. Üb. i5. c. 9. p. 492.)* • • Ormthogalum fia«
chyoides, emo opu-ta; nXurrai (Athen. 9, 2.
p. 37a;). tatiia maritima, mit weifeer Zwiebel»
viifcev <nu'XXM? xap»; ther. 88 t. Afphodelus ramofus ,
a<n£c&*Xo$ ther. 534* AUium Porrum, irqiaov ther. 879.
Rumex Acetofa, o^aXiq ther. 840. Colchicum autu-
mnale , iCpipsgw alex. 849.
« ,
V
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■
109 Zweytes Buch. Zweytes Kapitel.
Erica* ariorea , Epfiioj' ifayJ<pi>XXo? -ther. ßio.
Daphne oleaefolia, xxp&Xair, cUi&aXr^ a lex. 48. D. Cneo*
rum> etKvqerts ther. 52., nach Apollonias von Mem-
phis Auslegung in den Scholien. Polygonuni inca*
«wm, jrouXuyovov a lex. 2,64. -ther. 901. tt'A*
Anagyris foetida , ^ifnr^ibsv dvxyvQoc ther, 71.
(Ju7tQim kommt in der BedeutUDg fchärf bey <ri'vjj7r#
ajex. 533. vor. Die Früchte inachen durch Schärfe
Brechen.) Ruta graveolens* $vrq alex. 008. irrfli-
wov 53 1. Agroftemma coronaria, Xu^v/f ther. 899.
Cotyledon Umbilicus , kotoXjjBwv ther. 63 o. Sedum
Rhodiola , tjjX*(£iov ther. 873. /
.7 Euphaxbia.Ckamaecypari(jfiast vroiq witoniurcos ther.
910. Myrfinites, ti^ü^msXXos «tfy^T1)* ther. 617.
Mefpilus Pyracantheh . Äuputav-S-a th er: 85 & Äu-
iw* caefiusy ßarof ther. 83g. Potentilla reptans, ffcv-
tä9T6T^Xov ther^S39. ^.rikt^
Papasrer Rhoens, /ujjjcwv^»Xäx#V ther. 85-u Glau**
cium luteum , /u^'xcav imn^u^. daf. . Chelidonium muüts,
%e Xj&oviov th er ."8 5 7. Carcharus oluorius, xookoqos ther.
626. 864«- DeLphbtium Sfaphis agria, <rrx<pi$ jeyQOTdpot
ther. 943: Paeonia officinalis 9 ^Xuxutri&j ther.r94o.
Aconitum Napejlus, öe>tovnw^iiex. 36. Aber die Scho-
lien nehmen auch .Doronicnm . Pardalianches dafür..
Vergl. Athen. 3, 8. p. 333. Nymphaea alba, trlhyj
$aifA*$rfc tfrer. 887. Nigella fafiva, peXiv&w. ther. 43.
iJiwga Chamaepitys , - %*uwniTvs a]ex.--56. x*-
^jjXjj 5rtVu$ ther. 84 1 . Teucrtum Pottum, jtoXiöV #*puo-
fytov ther. 64. Satureia Tftymbra, £Jtu£p7'fher.53i.
628. Hyffopus officinalis , üV<r«7ro; ther. 872. Meh*
tha fyfoeftris* clcufxß^ov ther; 896. «M. cerWaa, vre-
Xtmwjjuev alex. 57- ther. 55g. M> Pule%iumr •yXfowv
irokvotv&w ther. 877. Lctmmm album, Xewif ther. 849.
Marrubium vulgare, itQxvtcv ther. 55o. Origanum
vulgare, o\iy»vU<T(ru %an:>|*hec*.65. 0. Onites> ovirsc
i^k alex. 56. ovou irerolXsiov i^iyxvov ther. 628. O.cre-
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Alexandrimfcbe Schule. 109
ticum, xovfo.>] tber. 626. {). maioranoides , duupocKcs
ther. 575. trdijxypovxoq ther. 617. Thymus incanus
Sibth. f. villofus, sowvXkoc yo/uMo* ther. 67. 27i. 2Ty-
gw, ep7ryX>.o? xeps*ib>j; ther. 909. 77i. Tragoriganum>
Tgx'yofiryocvos a\ex. 3 10. Meliffa officinalti, fAs"kt'(p'jWov,
peXUrauvot ther. 554« psXttriroßoToq ther. 677. cvw&jf;
fzfXiract Theoer. id. 4» 25, id. 5, i3o. MW. ahijfima
Sibth., üfyj}X>j xa^u/vSe* tber. 60. Vtrbentc fupina*
ir£f>iGTS(iO£i$ ther. 860. . . Vuex Agnus > Xuycs; 7rolu*v-
ther. 63. £yvo$ ther. 70. Acanthus möllis, uxxv-
&oq «X-StJ«? ther. 645.
Lepidium fathum? xapfyu/; alex. 533. xa^ī3v
«Vo Mjj&«v ther. 876. Eryfimum officinale, s'tQvcipov
ther. 894» Sinapis alba, <rlvY}irt alex. 533. ther. 878.
Ononis antlquorum , ovuvi; 7roXu*yovvo? ther. 872.
Ctc*r arietinum, igsßtvd'oq dy^ore^ ther. 894« P/b-
ra/<?a biiuminofa, r^(pv).Xov9 tjjv jjto/ 0 fce
rpi7r*T)jXov ivt<T7T€t ther. 52o. Medicago arborea, kvti-
gc$ tber. 617. Mtlilötus cretica, pLtXiktaTos ther. 897.
Carthamus corymbofus, x*,««A.«o? £c<ßöWöfXos tber.
656. Acarna gummifera , %«/u«/a.£0C fer* po? ther. 660.
Areemifia Abrotanum, dß^irovw ther. 66. 574. (/fla*
phalium Stoechas, iX/pcpucov ther. 6z5. Erigeron vU
fcofus, xovi$7 Xstttc^io? ther. 875. /?. graveolens y
XPfjtMfyjXos Hovvfa ther. 70. Arnica fcorpioides , <rxöp-
alex. i45. ther. 885. Pyrethrum Parthtnium,
nxpS-hm ther. 863. Anihemis Pyrethrum , irvgtris
ßkm&Qoq ther. 683. ( **
Ariftolochia rotunda und longa , ap/trroXc^a/x
£i?Xurip)} x«i «ge-qy ther. 5io — 5i4-
Urtica urehs, xwfc» ther. 880. jfmm Dracon*
lium, xauX^iov OjUoxX^roio Bp «xovro^ ther. 882. Ricinus
communis , xoötwv iXutr^iq ther. 676. Bryonia alba>
ßpwis ther. 858. Momordica Elaterium, <rixao$ ofypc-
rfpos ther. 867.
Tamus communis % ^iWfyov ther. 902. Junipe*
I io Zweytes Bach. Zweytes Kapitel«
rus Sabina, vielleicht v>j£#c ther. 55 1. Vergl. Schnei-
der cur. poft. ad h. v. Piftacia vera, mcrxM* ther.
891. Vergl. Niclas ad Geopon. Üb. 10. c. 12. p. 664*
665.
Soolopendrium officinaU> ffKoXoflrevBp/ov ther. 6 84.
irsrotXms 864. Afpiäium Filix mas , ßXyjrgov iroXww
ls$ ther. 39. Adiantum Capillus, dlietvrw «XP**$ ther.
846. Fucus cartilagineus , (pSnos (jWenrov *Xos ther.
845.
Zur alexandrinifchen Schule kann man noch
folgende Schriftfteller zählen :
Heraklides von Tarent> ein Schaler des Hero*
phileers Mantias, hinterliefs ein Werk über dieArz-
neymittel, worin aber, nach Diofkorides VerGcherung,
die Pflanzen fehr mangelhaft befcbrieben waren füiofc.
praefj. Wegen diätetifcher Abhandlungen in feinem
GVfjiTrofiov führt ihn Athenäus (2, i3. p. 2o3. c. a5.
p. 265. üb. 3, 2. p. 291») an, und aus feiner Anlei-
tung zum Ackerbau und zur Landwirthfcbaft enthal-
ten die Geoponica Auszüge (lib. 2, c. 12. 27. lib. 4
«. 4. 5. 6. lib. 7. c 6. Üb. 9. c. 21 — 24.).
Petronius wird als Schriftfteller über die Kennt-
nifs der Arzneymittel von Diofkorides , Erotiaa
(expoßzSo.) und Epiphanius (haeref, l.p. 3.) genannt.
Andreas der Arzt wird mit Kratevas unter den
genauem Schriftftellern über Arzneymittelkunde ge-
rühmt CDiofc. praef.J. Ein Werk von ihm hiefs v«p-
(Schol. Nicandr. ther. 684): «in anderes irepi hx-
x«twv, von giftigen Thieren (Athen. Üb. 7. c. 18.
p. 144 Schw.). Diofkorides führt von ihm an, dafs
er die Orchis Morio <rs(3oim£$ (3, i42-) und den Car-
duus parviflorus x/pcnov genannt habe (4> 1 19.)-
lolas oder Iolaus aus Bitbynien foll auch nur
mangelhafte Befchreibungen von Pflanzen gegeben
haben (Diofc. praef.J. Er wird an mehrern Orten
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-
AlexandrinLfcht Schale. III
(Schol. Nicandr. iher. 683. Galen, antidot. 1. p, 4^4«)
angeführt. Das irrftavov, die Raute, werde von den
Peloponnefiern puTg genannt {Schol. Nicandr. eher.
5a l.).
Antonius der Rhizotom wird von Galen {comp,
med. fec. loc. 3, p. 184«) genannt. Es köpnte wol
der Antonin von Kos feyn, deffen aXtwcv (Marru-
bium Alyffum) Galen {antidot. 2. p. 449.) anführt.
Afklepiodorus aus Alexandrien fammlete und
befchrieb mit grofsem FJeifs die gemeinften wie die
feiten ften Pflanzen (Said. voc. 'A «cX>j7rio5«po$) •
Dalion heifst beym Plinius (20, 17.) herbarius.
Caffius Dionyfms von Utica fcbrjeb gt(orofxiK»
{Schol. Nicandr. ther. 5 20. Stephan* Byzmnt. voc. Itu'xjj.).
Er hatte die befchriebenen Pflanzen gemahlt {flin.iS*
C 4«)« aoeh Mago's des Karthagers Werk vom Land-
bauaus dem Punifchen ins Griechifche üb er fetzt {Varro
de re ruft. 1,11. Cojum. 1, 1.). Dies Werk führt
Athenäus unter dem Namen Georgika an (üb. 14«
c. 17. p. 358.).
Pamphilus der Alexandriner, Ariftarchs Schü-
ler, ein Grammatiker, fchrieb Gloffen {Athen. 5, 8.
p. 334. 8, i5. p. 327.)* Er erklärte Nikanders
Ophiaka, und gab Abbildungen von Pflanzen {Suid.
v. Tliutytkoq). Unter dem Namen (JuyuxT07rti'k>i$ führt
ihn Galen (fac. fimpl. 6. p. 68. t comp, med fec. loc. 7.
p. 266.) an. Er tadelt feinen Aberglauben und den
Mangel an eigener Kenntnifs der Pflanzen. Pamphi-
lus habe alte Weibermarch en und ägyptifche Grillen
mit der Pflanzenkunde verbunden , und Amulete und
Zaubermittel empfohlen. Auch über den Landbau k
fchrieb er {Suid- /. <?.). Die Auszüge in den Geopo*
niris (2 , 20.) beweifen feinen Aberglauben : denn
er fieht auf die Zahl der Körner bey der Ausfaat des
Weizens und der Gerfte. Er befch reibt überdies die
Zucht der Pflaumen (fyu«<rx>jv»}) , und lehrt, dafs fie
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112 2 wey tes Buch. Z wey tes Kapitel.
■
auf Kriechen • Pflaumen (ßQxßiXo;, Prunus infiticia)
gepfropft werden (10 , 09.).
Tryphon von Alexandrien, als Grammatiker von
Athenäus oft angeführt, hinterliefs auch (ptn-/xa, ein
Werk von Pflanzen (Athen. 3, 25. p. 42^-)«
Mnefuheus aus Athen , ein Arzt, fchrieb Trspi
ib£7Twv (Athen. 2, i3. p. 207. c. 16. p. 219.). Ob
Mnefitheus aus Kyzikus, den Galen wegen feiner
Verwechfelung der nipjj und oXupa tadelt (fac. alim.
l. p. 012.) und den Oriba6uS (coli. Üb. 4. c. 4.) an-
führt, von diefem verfchieden ift, können wir nicht
entfcheiclen.
Amerias aus Macedonien hinterliefs ein £/$oto-
pstoy , worin er die Mythe von der Entftehung der
XüXvKaus dem Bade der Aphrodite anführt (Athen.
i5, 8. p. 485.).
Julius Baffus, ausTylos, wird von Diofkorides
und Epiphanius als botanifcher Schriftfteller ange-
führt. Weiter wiffen wir nichts von ihm.
GlaukiaSy der Empiriker, fcheint von Gemü fen
gefchrieben zu haben (Athen. 2 , c8. p. 269.). Viel-
leicht ift Glaukides derfelbe (daf.3, 6. p. 5i7.). Pli-
nius (20, 20.) bezeugt, dafe er die Difteln fleifsig un-
terfucht habe.
Hikeßus, ein Anhänger des Eraßftratus, ftiftete,
währfcheinlich von Ptolemäus Kakergetes aus Ale-
xandrien vertrieben, eine Schule zu Smyrna (Strabo
lib. 12. c. 7. §. 20. p. 245. Tzfch.). Er hinterliefs ein
Werk über den Arzneyvorrath (Athen. 3, 02. p. q5b\).
Hierin befchrieb er unter andern das Xsuxci'ov (Cheir*
anthus incanus oder Cheiri, Athen. i5, 8. p. 481.)-
Menodorus, der EraGftrateer, wird des Hike-
fius Freund genannt (Athen. 2, 18. p. 229.). Er
fcheint, nach der angeführten Stelle von Gurken,
auch über Nahrungsmittel gefchrieben zu haben. Pli-
faius nennt einen Metrodorus (20, 20,), der ein Werk
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i
I
♦
Alcxandrinifche Schale« 1Tj
fiber Rliizotoinie hinterlaffen , and AbbiJdangen von
Pflanzen gegeben (26, 2.).
Sextius Niger, den auch Epiphanias als botani«
fcfaen Schriftfteller aufführt. Erotian (expof. voc.
Hipp. p. 244*) nennt das Werk irspt ilXtjq^ worin Je-
11 er fage, der vm^Kurcos werde von Einigen Wpwv ge«
nannt. Aus diefer Schrift entlehnte Diofkurides Vie-
les (Galen, exp. voc. Hipp. p. 402.). DiofkoVides
aber von Anazarbus tadelt ihn {praef. p. 1. 2.), dafs,
obgleich er für einen trefflichen Schriftfteller gehe,
dennoch viele Unrichtigkeiten in feinem Werke vor«
kommen.
Noch werden Nikeratus und Dlodotus von Dio-
{korides, Plinius und Epiphanius genannt, und voa
dem erftern ahnlicher lrrthümer befchuldigt.
Diefer Mangel an eigener Kenntnifs der'Ge»
wächfe ift befonders auch im Werke des Athenäus
auffallend. Indefs machen die Auszüge und einzeln»
Stellen aus verloren gegangenen Schriften der Altea
fein Buch ungemein brauchbar. Unter andern fam»
meite er über die Pflaumen mancberley : fie werden
lxfxx<r>upx genannt, weil fie in der Gegend von Da«
mafkus am beften fortkommen: gewöhnlich heifsen
fie y.oy.HV urjk* : fie feyn in Kränze geflochten worden,
die man xuXforou? xrr€(pavovs nannte. • Die Rhodier
und Sicilier geben ihnen den Namen ßplßvXet: aber
eigentlich fey diefe Frucht kleiner als die gewöhn-
liche Pflaume und ein wenig fchärfer, zufammenzie»
hender von Gefchmack (die Kriechen Pflaume, Üb, 2.
c 10. p. 10*9— 192.). Hier und da citirt er einen
andern Thcophraft, als den wir jetzt haben. So
werden (lib. a. c. 19. p. 236.) von den Schwämmen
Stellen aus dem Theophraft angeführt, die wir jetzt
vergeblich fachen. So fuhrt Athenäus (Üb. 2. c. 16«
p. 21b1.) aus demfelben Schriftfteller die Arten von
Rettig an , worunter eine 'A/wam vorkommt, die ia
G«feh. d. Botanik, t. B, ^ 8
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1 14 Zweytes Bach* Zvreytes Kapitel.
unfcrm Thcophraft nicht fteht. Vermuthlich ift CS
Jrmoracia, die ihren Namen von Armorica, celtifch.
Köftenland, hat (Adelungs Mithrid. 2, 44.). Dann
wäre dies die ä hefte Spur von Mqcrrettig. Unter dem
Namen avvig» fcbeint Athenäus die Arüfchocken zu
verftehn (lib. 2. c. 28. p. 270.) , doch bringt er,
fehr ungefchickt, den xvvoqßxTos des Theophraft,
oder die Hagebutte, damit zufammen. Einer Pflanze,
Ixivoirov?» erwähnt er in einer Steile eines unbekann-
ten Dichters (3, 17.P.379.), die man vollftändig beym
Plutarch (fympoß 4> «•) Üeft:
*Q.q ccV j£fvorro$ac xati oh« tqt)xuxv ovmvtv
Die Pflanze fcheint S partium horrtdum zu feyn (EcÄi-
nopoda Alpin, exot. p. i40i f,e wjrc^ m>t Ononis fpi-
nofa zufammen genannt. Vielleicht war das Xwcp<£>*-
vov oder Xuxcvf ü>vov , worauf die Jünglinge in Lacedä-
mon lagen , um körperliche Schmerzen ertragen zu
lernen (Plutarch. Lycurg c. 16.) nichts anderes. . .
Aus dem HeUanikus führt er an (lib. 1 1 . c. 2. p. 1 94-)»
dafs die Nomaden in Libyen ihre Zelte aus «Vintes
flechten. Dies Wort kommt im Kallimachus (hymn.
in Delum, v. 192.) vor, wo es offenbar einen Scirpus
oder Juncus bedeutet. Eben fo beym Theophraft
(hiß. 1, 7.). Polybius ( 14, 1.) fagt ausdrücklich,
die Numidier flechten ihre Zelte aus Schilf und Rohr
(ix Hxkifjuav). , . Aus dem Agathokles von Kyzikus
führt Athenäus ( i4> 17. p. 562.) die Befchreibung
des xowapo; an, nach welcher Zizyphus Jujuba ge*
meint ift. . . Aus dem alten Komiker Kratinus
entlehnt er eine Stelle, wo vom xovfjuHruvhakoVi einer
Zierblume, die Rede ift Ii 5, S. p. 485.). Klearchus
habe getagt,' feitdem die Spartaner das xoa-fjuxTotvbocXo*
zu Kränzen angewandt, feyn fie weibifch geworden«
Diefe Blume , welche Conn Gesner (epiß. 3. f. 96. k)
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I
Alexandrinifche Schuld
für Cypripedium Calceolus hielt, glaube ich nach der
Befcbreibung, die Paufanias (2,55.) davon giebt,
für Ophrys Ferrum equinum Desfont. [annal. du muß
vol. 10, p. 226. t. i5.) halten zu können, Paufanias
fagt: die Pflanze wachfe im Reloponnes: die Blume
fey an Gröfse und Farbe dem Hvacintb ähnlich, auch
habe Tie Buchftaben der Wehklage [insen he cl x&i roi
km r&> ^jjvcj ypxixp&Tot). Dies ift offenbar das u auf
dem Lippchen. . . Endlich wird aus dem Apollodor
ein parthifcher Strauch, (ftXahsX(pov , befchrieben
(i5, 8. p. 488.), welches ohne Zweifel Unfer Phila-
delphus coronarius ift.
rittes Kapitel.
Die Pflaazenkuode unter 4er Römer
Herrfchaftv
1
Nachdem Griechenland von Rom befiegt war,
gingen die Kenntniffe der Ueberwundenen zum Theil
zu den Siegern üben Befonders aber lernten die
Römer von den grofsen Muftern des alten Griechen-
lands die Kunft der Rede und der Gefchichtfchrei-
bung bearbeiten. Andere Wiffenfchaften hingegen
übernahmen fie blofs von den Griechen, ohne fie we-
der weiter zu vervollkommnen, noch auf eigentüm-
liche An auszubilden. Sehr richtig ift Strabo's ür-
theil (lib.3.p.443.Tzfcb.); „Die römifchen Schrift-
steller ahmen zwar den Griechen, doch nicht über-
„aiJ, nach,. Was fie fagen , entlehnen fie von diefen,
„und bringen aus fich felbft nicht viel Wjffenswürdi-
nges vor. Haben die Griechen Rücken gelaffen, fo
„kann man von andern Nationen nicht die Ausfüllung
„derfelben erwarten. Sogar die bekannten Kunft*
»ausdrücke find griechifchen Urfprungs. "
die Rpmer ßeredfamkeit und C*fchi ht*
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(I0 fcweytes Buch« Drittes Kapitel«
des Vaterlandes als nothwendig in den Gefchäfftea
des bürgerlichen Lebens anfahn, fo bearbeiteten fie
die Naturgefcbichte nur, in fo fern ße Bezug auf die
Knnfte des Ackerbaus, der Landwirthfchaft und des
Gartenbaus hatte. Sie überfetzten und fammelten
griechifche Schriften , ohne felbft etwas Eigentüm-
liches hinzuzufügen. Ja, was Dionys von Halikar-
nafs (2, 91.) von der Mythologie fagt, dafs die Rö-
mer noch weit abergläubiger feyn , als die Griechen,
das gilt auch von der Naturgefcbichte.
Den Gartenbau liebten die Römer, aber zu grö«
fserer Vollkommenheit ward er durch diekorycifchen
Seeräuber aas Cilicien gebracht , die Pompejus be-
fiegt und ihnen Pflanzorte in Kalabrien angewiefen
hatte {Jfofs zu Virgils Landb. 4, S. 773. f.). Eine Er-
findung diefer Cilicier war es, durch Fenfter von
Frauenglas (fpecularia) die Kälte von den Miftbeeten
abzuhalten und die Sonnenftrahlen durchzulaffen
(NhiniaL lib. 8 , ep. 1 40 •
Pallida ne Cilicum timeant pomari/i brumam, . *
htbernU obiecta ootia fpecularia pur 01
adraittunt folet.
Columella (lib. 11. c. 3. 52.) giebt fchon den Rath,
Gurken und Melonen dergeftalt an kalten Tagen zu
bedecken, und fagt, wie Plinius (lib. 19. f. 23.), dafs
tylr den Tiberius auf diefe Art das ganze Jahr hin-
durch Gurken gezogen worden. Seneca führt unter
den neuern Erfindungen auch diefe Miftbeetfenft er an.
(ep, 90. p. 366. ed. bipont.).
An der Spitze der älteften römifchen Schriftftel-
ler Über den Ackerbau fteht der Cenfor M. Porcius
Cato, dem nicht Triumphe, nicht die hohe obrig-
keitliche Würde fo viel Anfehn gaben, als fein inne-
rer Werth (Plin. 29, 1.). In der höchften Einfach-
heit der Sitten ahmte er dem Helden Curius nach :
auf ähnliche Art baute er felbft fein Landgut und
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Die PHanzenkunde unter. der Römer Herrfcbaft. 117
brachte die Hefte feines der Vertheidigung und Ver«
waltung des Staats gewidmeten Lebens mit dem Un-
terricht feiner Kinder und dem Anbau des Weinftocks
und der Feldfrüchte zu {Plutarch. Cato, 0. 5. f. 20.).
Daruber, dafs er der hefte Landwirth feiner Zeit ge-
ivefen, ift nur Eine Stimme (Plin. 14, 4.). Sein Hafs
gegen die Griechen ift bekannt. Wenn die Römer,
behauptete er, fich den Künften der Griechen erge-
ben, fo fey es aus mit ihrer Oberherrfchaft {daf.c.zZ.).
Er felbft, fo gut er Griechifch verftand , redete zum
athenifchen Volk doch in feiner Mutterfprache (daß
c. 12.)- Bekannt ift, dafs er die Griechen aus Italien
vertrieb {Plin. 7, 5o.). Deffen ungeachtet ftudirte er
in fpätern Jahren die grofsen Meifterwerke des ver-
bafsten VoJks: Thucydides weniger, am m eilten Pe-
xnofthenes (Plutarch. Cat c. 2.).
Sein Werk von der Landwirthfchaft, welches
unfer Schneider vortrefflich bearbeitet hat (Scriptores
rei rußicaey tom. 1. 1794. Lipf.), fängt vom Lobe des
Landbaus an; dann folgen Regeln bey der Auswahl
und dem Ankauf eines Landguts; hierauf Vorfchrif-
ten ziim Anbau der Obftarten, des Getreides und an-
derer nützlicher Gewächfe. Unter den Obftarten
führt er fchon fechs verfchiedene Birnen an: 1. pirm.
volema, die Fauftbirne; 2. anicia, eine Herbftbirne,
von Anicius fo genannt; 3. femetitivay Saatbirne,
weil fie zur Zeit der Herbftausfaat reif wurde ; 4, ta-
rentina; 5. mufieaf 6. cucurbUina. Unter den
Aepfeln nennt er die fcantiana und quiriana: dann
ApfeJquitten , mala cotonia> und Rirnquitten, mala
fcruthea: Speyerlinge, forba; unter den Weinforten
den aminäifchen, welchen aus Theffalien ausgewan-
derte Griechen nach Italien gebracht hatten (6,4-)-
Auch den rhätifchen Wein foll er nach Servius (ad
Virg. georg. 2, 95.) gelobt haben : davon findet fioh
indefs jetzt keine Spur in feinem Werke, Aber den
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l ig Zweytes Buch. Drittes Kapitel. * t
eugenifchen (eugeneum) finden wir aus Tauromenium
in Sicilien, von «Jy*v€{, genero/um [Plin. 1 4, 4^« Fer-
ner den murgentinifchen , ebenfalls aus Sicilien: den
braungelben (helvolum), dert apicifchen und lucani-
fchen. Von Feigen die marißae, africanae, her»
culanaf*, faguntinae, lüberttae und teünae atrae. Die
Oliven nennt er zum Theil Orchitis Cbrchades Virgif.) *
radius maior (in Geftalt eines Webefchiffs ) , pofea
(paufia Virgil.) * Jalentina, fergiana, colminiatoa, aZ*
biceres»
In die Wein* und Olirengarten fäet er corruda*
damit Spargel daraus werde (unde afparagi ftant).
Ich glaube kaum, dafs jenes Wort etwas anderes als
Afparagus fyhaticus Kit* bedeutet, Griechifche Wei-
den pflanzt er an , um die Weinftöcke zu binden.
Als Futter fürs Vieh fäet er Ocinum, Wicken ,
Fönitgräk, Bohnen, Erven: auch Kichern, Lupinen
und Gerfte (c. 27. 35.). Im Garten baut er, als Zier-
pflanzen, megarifche Zwiebeln, die, nach Plinius
(29. f. 3o.) efsbar waren! alfo ßo\ßot ehdhiuot des
Diofkorides, Hyacinthus comofus: von Myrten drey
Sorten, coniugulum, die weifse und fchwarze: von
Nflffen die kahle (Wallnöffe?) und die Hafelnufc.
tJnter dem Namen der griechifchen Nufs foll er, nach
Plinius ( i5. f. 24O) die Mandeln verbanden haben
(0,8.),
Eine feine Art Weizen nennt er filigo (c. 35.),
und Piinius fagt beftimmt (18. f. 20.): es fey eine Art
ohne Grannen , alfo Winterweizen. So auch Golu-
tnella (2, b\)j Juvenal {fat* 5. v. 70.) und Galen
(facult. ahm. \i $07. 0 ptv Hx&xQOTaros aprö$ cvo^ua£«-
r*i vikiyvfrt)<;. ) Sonft erwähnt er (c. i J2.) des Fen-
hichs, panicum, der Hirfe, milium, der Linfen, iens.
Als Ar z neypflanzen zieht er fchwarze Niefewurz
iteratruni atrum (c. ii5.)> melanthium , fmyrnium
(c. 102*)) fcammoneum (c. i5?, 12») und, wie es
1
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> .
«
Die Pflanzenkunde unter der Römer Herrfcbaft. ] 19
fcli eint, aucli laferpitium (c. 116.) und pontifchen
Wermuth {Artemifia ponticay c. 1 59.).
Als Gemflfe baut er drey Arten Kohl (braffica) :
einen breifbJättrigen, glatten; einen kraufen (apia*
con)\ und eine Art mit zarten Stielen, dünnen Blät-
tern Und fcharfem Gefchmack (c. \5j.). Sollte dies
nicht Brafßca Eruca feyn, die man fpäterhin auch als
Gemüfe baute? . . Rüben find fernen rapicium
(c. i34.)> Kohlrabi colrs rapicii, Rettig raphanus
(c. 35.). ' Auch Lauch, alium (c. i32.), aber kaum
ein anderes Gemüfe , wird erwähnt.
Als Nutzholz wird unter andern carpinus atra,
aqiäfolium und Hex {Qüercus Cerris und Hex) , ulmus,
laurus und hux ( Wallnufsbaum ) genannt (c.
Ein rot h es Moos C mufeus ruber J bemerkt er an den
Obftbäumen , wenn fie au«?gehn wollen (c. 6.).
Auf Cato folgt Marc. Terent. Parro, ein Zeit-
genoffe des Cicero. , Unter dem Pompejus machte er
feinen erften Feldzug gegen Mithradat, und erhielt
nachher den Ehrenkranz wegen feiner Siege zur See
(Plin. 7, 3o.). Dann war er Heerführer der Pompe-
janer in Spanien (Cic. epifi. 9, i3. Caef bell, civ.
1, 58.). Späterhin erhielt er die Freundfchaft des
Jul. Cäfar, und ward von diefem zum Auffeher feineif
Rücher - Sammlung beftellt (Sueton. Caef. 44«)« Wäh-
rend der Bürgerkriege lebte er ruhig in gelehrter
Mufse auf feinem Landgut Cafinum , als diefes von
den Truppen des Antonius geplündert wurde (Cic*
philipp. 2 , 4o.)* Er ging darauf nach Tufculum, wo
er in einem Alter von mehr als achtzig Jahren ftarb.
Kurze Zeit vor feinem Tode fchrieb er fein Werk
von der Landwirthfchaft, deffen befte Bearbeitung
wir ebenfalls Schneider verdanken. Man fieht hier
fchon die Früchte eines fleifsigen Studiums der grie-
ebifchen Schriftfteller: dagegen findet man, für un-
fern Zweck besonders, wenig Eigenes oder Neues. . •
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120 Zweytes Buch. Drittes Kapitel.
Um etwas der Art auszuzeichnen, fo erwähnt er der
Bäume, au welchen die Mailänder den Wein ziehn.
Opulus nennt er Tie: einige Ilandfchriften Jefen Popu-
Jus 8. 3.). Viburnum Opulus ift es wol nicht:
eher Acer Opulus- . . .Als Futter zieht er (i, 23. 2.)
ocifium, vicia% mrdica (Merlicago fativa), cytifus
(Medjcago arborea) , lupinusy cicer. Auch läfst er
Lupinen und andere Hülfenpflanzen unterpflügen, als
grüne Düngung. Hanf, Flachs und Jpartwn (Stipa
tenacilTima) baut er ebenfalls (l, 20. b'.). Die letz-
terej^flanze hatte er wabrfcbeinlich in Spanien ken-
nen gelernt. Rüben C raP<*J> Kettig C^ophanus ) %
Hjrle fmiliumj und Fennich Cp^nicum J fäet er im
trocknen Uoclen. Apiaßrum nennt er (j, 16. io.)
Meliffa officinalis.
Auch er erwähnt, wie Cato, des ocinum, eines
Futterkrauts, mit Wicken und Mangkorn CfarragoJ
zufammen. Es wachfe fchnell auf, und müffe grün
verfüttert werden, ehe es Schoten Cfiiiquas) anfetze.
Schneider verrnuthet ganz richtig, dafs diefes Futter-
kraut eine Hülfenfrucht fey, und zwar eine Kleeart,
da Kallimachus in Dian. v. i65.) «hu^ööv rgi7rirr-kov 9
und HefyHiius ttcx r^'^itXXoq fage. Diefe
Meinung hat grofce Wahrfcheinlichkeit. Uebrigens
erwähnt Columella diefer Pflanze gar nicht, und Pli-
nius fagt (lb*, i (',.): bey den Alten fey dies Futter-
kraut gebräuchlich gewefen. Auch Erven (ervilia)
lind Kichern (cicercula) kommen vor. So auch
nennt er zuerft unter den Römern die Luzern {medica
herba c. 42«), den Sefam (1, 45.) und den Kirfchbaum
(1, Ü9.), deffen edlere Sorten Lurull nach ilem Siege
über Mithradat aus Pontus nach Rom einführte (P/i/i.
i5, 25.).
Seine Vorliebe für genaue grammatifche und
etymologifche Erklärungen flicht auch hier hervor.
Er unterfcheidet am Getreide den Halm (culmus) von
I
Die Pflanzenkunde xuater der Römer Herrfchaft, iai
der fpwa (von daher fie die* Alten Jjwa genannt).
In der fpica fey gluma {Jolliculus grani aut theca )
vom graaum und der arifia (quod arefcit prima) zu
unterfcheiden (1,48.). v ficinheifse fo von vinciendo,
weil fie ich anhefte and gleichfam anbinde (1, 3i.)«
> »
Diophanes von Nicäa , der zu gleicher Zeit ih
Bithynien lebte, brachte des Dionys von Utica Ueber«
fetzung der Schriften des Mago über den Landban in -
einen Auszug , welchen er dem König Defotarus
ftberfendte (Varro \\ 1. Colum. \, 1.). Hieraus lie-
fern die Geoponica mehrere BruchftOcke: Wander
der Kunft im Pfropfen der Feigen auf Platanen , der
Maulbeeren auf Kaltanien , Speife eichen , Aepfel,
Terebinthein , Ulmen und weibe Pappeln ( Qeop.
10, 76.)* 1 *
• " fc . » i
Virgil.
Der unfterbliche Sänger von Man tu a gehört ohne
Zweifel zu den Schriftftellern über die Pflanzenkunde :
denn fo grofs war feine Liebe zu den Blumen, dafser
fie überall, befonders in feinem Meifterwerk über den
La od bau, preifet. . Siebzig Jahre vor unferer Zeitrech-
nung bey Mantua geboren und in den Künften edler
Börner erzogen, fing er fchon in feinem a6ften Jahre
an , die Eklogen zu dichten. Nachdem er durch
Vertheilung der A eck er an die Soldaten des Octaviah
(4* v. Chr.) um fein väterliches Erbgut Andes ge-
kommen war, flüchtete er mit feinen Aeltern zu Sy-
ron, einem Epikurifchen Philofophen,' der in derGe-
gend von Rom ein Landhaus befafs (Virgil catal.
Späterhin ging er nach Neapel, um in dem laborini-
fchen G Aide dem Landbau zu leben und feine Werke
zu vollenden. Von Mäcenas hervorgezogen , durch
die Bemühungen des Pollio wieder in den Belitz fei-
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I
laa Zufeytäs Buch. DHttfe* -Kapitel,
•1 o
lies väterlichen Erbtheils gefetzt, und felbft vom Kai-
fer Au^uftus geachtet, vermied er doch immer, die
Hauptfradt felbft zu hefuchen. Nach Vollendung fei-
ner Aeneis hielt er firh bey Tarent an den Ufern des
Gaiäfus auf, dann ging er nach Griechenland, um
dort in Mufse fein Werk auszufeilen. Auf ifpr Rück-
reife ftarb er in ßrundufium, im Soften Jahr feines
Alters. Bey Pu/zuoli wird fein Grab gezeigt, von
Lorbeer, Cafia fÜaphne CneurumJ und Myrten be-
ichattet. Freundlich wachfen dort Grammitis lepto-
phylla, Polvup ütun vulgare, Convolvulus hirlutus
Tenor., TuJipa praecox, Silenc canefcens, Sedum
deitoideum und Orchis pfeudofambucina zufammeo ,
un J erregen wehmül higes Andenken an den Liebling
der Mufen, der Grazien und der Blumen - Gottinn.
Die Pflanzen, deren der herrliche Sänger er-
wähnt, find, trotz 'den Vorarbeiten von Martyn ,
Vofs und Ketzins, noch immer nicht mit der gröfsten
Sicherheit zu beftimmen. Indefs ift folgender Ver-
lach vielleicht der g^lungenfte:
Liguitrwn vulgare, ecl. 2, 18. Rosmarinus ofß*
cinalis, georg. 2, 21 3. aen. 6, 200. Fraxinus Or-
r?us, ecl. 6, 71. georg. 2, 111. aen. 2,626. Valeri-
ana celcica, baccar, ecl. 4, 20. Val Saliunca Allion.,
ecl. ;5 , 17. Plin. 21. f. 20. „Tantae fuavitatis, ut
„metallum efle eoeperit." Sie wachft häufig auf dem
Apennin. Gladiolus communis , hyacinthus, ecl.
5,65. 100. georg. 4,i83. Crötns Jativus , blüht im
Ilprbft, rubens, georg. 4) 182. Lolium temulentumy
intelix, ecl. , 07. Avena fterilis , daf. Ciffus riti-
ginea fcheint das amomum affyrium georg. 4> ^5. zu
feyn. In Mefopotamien giebt es Strabo (lib. 16.
p. 2<)o. Tzfch.) an: in Medien und Armenien Dio-
fkori.les (1, i4«)« Hauwolf (Reiß, S. 128.) hatte
die PflJnzc felbft aus Armenien, und Anguillara (de*
femplici, p. 54») befchreibt fle unter dem Nameq,
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t
t
Die Pflanzenkunde unter der Römer Herrfcbaft. laj
Pepe falvatico, wie er fie aus Syrien erhalten. Diefe
ßefchreibung pafst auf die oben benannte Pflanze. %
Cornus mascula, hello bona, georg. 2, 447*
Cerinihe maior , ignobile gramen , apibus tarnen gra-
tum , georg. 4 > -63. Zizyphus Paliurus , fpinis fur^
git acutis, ecl. 5, 69. Ziz. Lotus, auch Ce/*£f 010»
fcralis, genus haud unum, georg» 2, 84. Hedera
Helix, pallens, ecl. 3, 3g. 4, 124. nigra 2, 258.
Anethum graveolens L., bene oleos, ecl. 2, 48. Ä/-
60/2 Galbanum, georg. 3, 4l5. 4) 264» Ferula.^com*
munis, Silvanus florentes fern las quaflans, ecl. 10, 2.5.
Cicuta virofa, liftula feptem compactacicutis, ecl. 2, 36.
1 o , 85. Die holen Stengel können zu Pfeifen oder
Flöten benutzt werden. A pium graveolens , amarum,
ecl. 6,-68. ge°rg« 4> 121. Viburnum Lantana , lert-
tum, ecl. 1, 25. Tamarix gallica, myrica, ecl. 4i 3»
Sambucus Ebulus , ecl. 10,27.
Nardt fus potticus, purpureum, ecl. 5, 38. iV.ye-
rotinus, fera comäns, georg. 4) 122. Lilium cahdi-
dum, ecl. 10, 25« Allium fativum, ecl. 2, 11. Scilla
maritima, georg. 3,45k Dapkne Cneorum , Cafia ,
ecl. 2, 29. georg. 2, 21 3. 4> 3o. Amyris Kafal,
torifera arbor, georg. 2", 117. 13g. Diospyros Ebe-
numy georg. 2, 1 16. Acer Pfeudoplatanus, folia acer-
na, trabes acernae, aen. 2, 112. 8, 178. 9, 87.
Veratrum nigrum, ellebori graveis, georg. 3,45i.
ArbututUnedo, ecl. 3. 82. georg. 1, 148. 166. 2, 69.
3,3oi. 4) t8i. aen« 11, 65. Tribulus terreßris,
georg. i, i53.
Pyrus Cydonia, Hefperidum mala, ecl. 6, 68.
Rofa damafcena, Paefti bis florens, georg. 4> **9-
Rubus fruticofus, ecl. 3, 89. georg. 5, 3 1 5. Vergl.
Retz. flor. Virgil, p. 93. Papaver fomniferum, georg.
1, 212. 78. 4i545. Tüia europaea, georg. 4> »83.
144. Aconitum Napellus, georg. 2 , i52. Ovid. me-
tam. 7, 4l& Refeda Luteola, croceum iutum , ecl.
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J34 fcweytes Buch. Drittes Kapitel,
4,44* Delphinium peregrinum> vaccinia nigra, ecl.
2, i^.5o. Ranunculus creticusf Sardoa herba amara,
«cl. ~, 42» Vergl. Diofc. 2 , 206.
Satureia capitata, Thymus hyblaeus, ecl. 7, 07.,
cecropius, georg. 4, 270. Origanum Diciamnus ,
«en* i,4l2.
„Dictamnum geaitrix Cretaea carplt ab Ida,
puberibus caulem foliic et flore comantem
purpureo, nod dea feris incognita capris
• gramina* cum tergo voiuciea hadere Iigittae. *'
Origanum maioranoides, amaracus mollis, aen. 1, 697.
Ver^). PJin. i3, 1. ai, 21. 22. Thymus Mafiichina,
' thymbra graviter fpirans, georg. 4» 3i. Retziiis {Jlor*
Virgil, p. 102.) hält fie für Satureia hortenGs. TAy-
77114s Srrpyllum, ferpy 1 la grave olentia, georg. 4> 3o.
77/. vulgaris, apibus gratus, ecl. 5, 77. Meliffa qffi-
einalis, melisphyllum , georg. 4, 63. Verbena offi-
cinalis, ecl. 8} 65. georg. 4i *3i. Aber auch über-
haupt wurde verbena jede beilige, beiifame, zu Zau-
berkünften anwendbare Pflanze genannt. Celf, a, 33.
,Piiu. 25, 9. Horat. carm. 1,19. not. Döring. Acan*
ihus mollis, .ecl. 3, 45. georg. 4, 122. - Vergl, Plin.
iun. epift. 5, 6.
Cheiranthus incanus, pallens viola, ecl. 2,
.Martyn's buqol. p. 66. Althaea officinalis, hibifcus
viridis, ecl, 2, 3o. 10,71. gracili fifcellam texit hi-
bifco. Aus demßafte des Stengels werden Körbchen
geflochten. Vergl. Cavanill. monadelph. disf. 2. p. <)4«
Retz. flor, Virgil, p. 54- Goffypium religiofum oder
arboreum: neraora Aethiopum molli canentia Jana,
georg. 2, 120. Spartium monofpermum oder radia*
tum, geniftae lentae, georg, 2, 12, Lupinus albus ,
triftis, georg. 1, 75. Vicia Ervilia, ervum pingue,
€cl. 3, 1 00. Lotus corniculatus, georg, 3, 394* - Afe-
4icago arborea» cytifus, ecl. io> 3cu
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Die Pflanzenkunde unter der Römer Hmfchalt. 415.
Citrus medica, georg. 2> 126.
„ Media feit frißt« luccoa tardtimque (jporen*
felicis nuli. ,
Ipla ingeo« arboi, iaciem Cnoillima lauro.
Lignum citreum war das köftlicbfte Holz bey den Rö*
meru, woraus der Triumphwagen Gäfars gebaut war
(Vellej. Paterc. 2 , 56.). PJinius (i3. f. 29.) giebt nä-
here Nachricht davon ; „Mauris plurima arbor citri,
„et menfarum infania, quas feminae viris contra tnar~
„garitas regerunt. Exftat hodie M. Ciceronis in illa
„paupertate, et, quod magis mirum eft, iJIo aevo
„emta HSl X." (25,5oo Rthlr.) u. f. f. Hieraus er-
giebt fich, dafs dies Holz höchft wahrfcheinlich von
der Thuia articuiata Vahl. kam, deren Stamm viel.
Maferkröpfe bildet. Die Römer liebten Tifche, in
venam crifpas vel in vortices parvos {Plin. 10. f. 3o.).
Wäre es gelbes Sandelholz gewefen , fo hätten die
Römer es aus Indien genommen: es käme vonSjrium
myrtifolittm Roxb. Aber PJinius Zeugnifsentfcheidet»
Cichorium Endivia , intubum potis gaudet rivis,
georg. 4, 120. C. Intybus, amaris intuba fibris»
georg. 1, 120. Arctium Lappa, aber auch vielleicht
Galium Aparine, lappa , georg. 1, i53. After AmeU
lus, georg. 4> 271. Vergl. Martyn hiezu, p. 45o.
Centaurea Cent aurium, centauria graveolentia, georg.
4, 270. Der Saft der Wurzel ift gelb und Obel rie-
chend. Vergl. Cluf. hift. ^. p. 10. Calendula offi*
cinalis, caltha luteola, ecl. 2, 5o. - ,
Arum Colocaßa, colocafia, ecl. 4? 20. Cure»
acuta, carex acuta, georg. 3,23 1. Typha latifolia,
ulv» paluCtris, georg. 3, 175. ecl. 8, 87. Pinus Pinea9
pinus in hortis, ecl. 7, 65. P. Picea, abies in mon-
tibus altis, ecl. 7, 68. Vergl. Vofs zu ctiefer Stelle.
Quercus Hex, arguta, ech7, Qu.Robur, efculus,
georg. 2, i5. Vergl. Martyn zu diefer Stelle und
Hetz. flor. Virgil, p. 12. Juglans regia, nux ri*
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126 Zweytes Buch, Drittes Kapitel,
mis olentibus, georg. 1, 188. Corylus Avellana, co-
ruli, ecl. i, 14. georg. 2> 65. 299, Cupreffus fem-
pervirens, cypariffus idea, georg. 2, 84. aen. 3, 6S0.
Alnus oblongata, alnus procera, ecl. 6, 63. 10,74.
georg. i, i36.' 2, 110. Buxus fempervirens , georg.
2, 437. Cucumis fatims , georg. 4> 122, Vergl.
Retz. flor. Virgil, p. 37.
Salix caprea glaubt AnguilJara p. 86. im filer
georg. 2, 12. zu finden. Retzius giebt es p. 98. für
Viburnum Opulus. Man bat fich immer daran eefto-
Isen , dafs Plinius (24* f. 44*) vom Saamen des filer
fpricht. Allein dies ift eine andere Pflanze, als das
filer (P/in. 16. f, 3i.). Salix Helix giebt die amerina
retinacula vitisy georg. 1, 265. Colum. 4>3o. Salix
amerina gracilem virgam et rutilam gerit. Salix vitel-
lina, lenta falix, ecl. 5, 16. flores apibus grati, Sa-
lix argentea, glauca, georg. 4) 18 3, Populus alba,
Herculeae coronae umbrofa arbör, georg. 2, 66. Al-
cidae gratiffima, ecl. 7, 61. Piftacia Terebinthus ,
aen. 10, 63 1. Rufcus aculeatus, horridus, ecl. 7, 43.
Acacia vera, acanthus femper frondens, georg. 2, 1 19.
Aus Acanthus - Holz war der Triumphwagen des JuJ,
Gäfar gemacht (Vellej. Paterc. 2 , 56.). Z öfter a ma-
rina ift die alga vilis proiecta, ecl. 7, 42. aen. 7, 590.
Diefelbe wird {Hirt, bell, afr. c. 24 ) von den Rei-
tern des Cäfar im Lager bey Rufpina in Africa, als
fie von den Truppen des Scipio, Petrejus und Labia*
nus hart bedrängt waren > den Pferden als Futter
vorgeworfen,
■
*
C o 1 u m e U a,
Junips Moderatus Columella 9 aus Gades (Ca>
diz) in Spanien gebflrtig (de re ruß* 10, 1 85.) » von
feinem Oheim, M. Columella, einem eifrigen Land-
urirtb, erzogen (2, 16. 4.), lebte zu Senecas und TJ*
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/
Die Pflanzcnlwtfe opter der Röm«* Herrfchaft, iay
«
berius Zeit (3 , 3. 3. i i, 5. 52.). Er" hatte auf feinen
Reifen Kleinafieo befucht, und unter andern in Cili*
cieo und Syrien den Bau des Sefara beobachtet (2, io,
18.). Auch befafs er ein Landgut bey Cereta am Fufs
der Pyrenäen (3, 3. 3.). Sein Werk vom Landbau >
von Schneider vortrefflich bearbeitet, liefert reich«
liehe ßeyträge zur Gefchichte der Pflanzenkunde ,
die (ich zu feiner Zeit durch genauere Bekanntichaft
der Römer mit dem Morgenlande fehr erweitert hatte.
Folgendes Verzeichnifs der bey Columella vor-
kommenden Pflanzen dürfte ein ziemlich voilftä'ndiges
feyn.
Ligu/trum vulgare, nigrum, 10, 3oo. Rosmari»
nus officiaalisy ros marinus , 9,4« 2. 6. Gludiolus
communis, hyacinthus ferrugineus, 10, 3o5. Crocus
fativuSy 9 , 4» 4» 3 , 8. 4* Nardus indica Lour. ,
nardi folium, 12, 20. 5. Valeriana celtica, nardus
gallicus , daf. Cyperus rotundus, cyperum, daf.
Coßus arabicus, coftum, daf. Iris ßorentina, iris
illyrica, daf. Hordeum hexaftichon , unter demfel-
beu Namen, 2,9. i4« Hordeum difiiehon y* 2 , 9. 16;
Triticum hybernum* filigo, die in triticum, TrUicum
aeßivum, ausartet, 2,9. i3. TrUicum Zra, fernen
trimeftre, quod dicitur halicaftrum , 2 , 6. 3. {Ponten
der. op. pofth. p. 27. Dionyf. Halicarn. antiqu. rom.
2, 25.}. Hordeum Zeocrithon fcheint far vennuculum
. 2, 6. 3. zu feyn {Retz. om Rom. matväxt p. i25.}.
Triticum Spelta ift far Clufinum, 2,6. 3. Panicum
miliaceum, milium, 2,9. 17. Panicum italicum, pa-
nicum, daf.
Cornus mascula, cornus, 7, 9. 6. Hex Aqwfo*
lium9 ilex, quae fpinas habet, 6, 3. 7. Hyoscy *mus,
albus * ]So$Kij*fJioq, 6,38.3. Rhamnus Alaternus% ala-
ternus, 7, 6. 1- Zizyphus vulgaris* zizipha rutila«
9 , 4. 3. Am Ende der R »gieruug des Kaifers Augu-
ftus brachte der Confui Sextus Papirius diefea ßjum
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<T*8 Zweytes Buch, Drittes Kapitel/
auerft aus dem Morgenland nach Italien (Plin. t5, i40«
Zizyphus Lotus und Cehis außralis ift lotus, 7, 9. 6»
Zizyphus Paliurus, paliurus, 7,9. 6. Cordia Myxa,
poma, quae barbara Perfis miferat, 10, 4°5. Eeta.
vulgaris, pallentia robora betae, 10, 376. Eryngium
planum, eryngium, 6, 5. 5. Ulmus effafa, ulmus
atinia, gallica, 5, 6. 2. Ulmus camp'fcris, ver-
nacula, noftras , daf. Die Frucht heifst famera.
Anethum graveolens, 1 1, 3. 42« Chaerophyllum fati-
vum, chaerephyllum, daf. Apium graveolens, apium,
n,3.33. Sifon Anifum% anifum aegyptium, i2,5i.2.
Meum Foeniculum, foeniculum, 12, 49. 2. Carum
Carvi, careum, 12, 5i. 2. Cuminum Cyminum,
cyminum, daf. Cachrys maritima, battis, 12, 7. if:
olus cordum, 12, ij. 2. Vergl. Plin. 26, 5o. Co-
riandrum fativum, coriandrum, 11, 3. 29. Smyr»
nium olus atritm, atr um olus, 11, 3. 18. 36. /ty«-
naca Jativa, paftinaca, edomita tTTot(fu\ivo$ , 9, 4» 5.
11, 3.35. Paftinaca Opopanax, panax, 11, 3. 29.
Sium Sifarum, fifer, 1 1 , 3. 35. 1 o , 1 1 4* * 2 , 56. 2.
(te om Äom. matväxt. p. 173.). Tiberius liefs
fleh die. Zuckerwurzeln alle Jahre aus Germanien
kommen {Plin. 19. f. 38.). Ferula tingitana, lafer,
12, 7. 4* 6> 17« 7» Dies wird auch (ilphiurn genannt,
12, 59. 5. , und davon fyriacum lafer unterfchieden ,
welches die medifche ferula , Ferula perfica und Afa
foetida tragen. Ligufticum Levifticum. ligufticum,
12, 59. 3. Z?£i6on macedonicus, achalca myrrha,
10 1 173. Rhus Coriaria, ros fyriacus, 9, i3. 5.,
auch ros (rhus) marinus, 9, i3. 6. (Cortiar. ad (/ei-
fert, de comp, medic p. 449 •)• Sambucus Ebulus, ebu-
Jus , 10,10. Tamorix gallica , tamarix , 8 , 1 5. 4-
Hyacinthus orientalis, niveus vel coeruleus, 10,
100. Hyacinthus amethyftinus , coeleftis luminis,
9,4*4* Leucoium apftivum, ealathis virenria lilia
caaia, 10, 99. C. Gesner verbefferte virentia in ni-
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J
- t
Die Pflanzenkunde unter der Römer HerrfcBaft. 139
tentia, dann wäre es Lüium candidum. Aber ich,
ziehe die erfte Bedeutung vor. Lilium candidum
fteht unter demfelben Namen 9, 4» 4» Narcijfus *
Tazeua , gladiolus narciffi , daf. , auch 10, 297.
Aj'pliodelus ramofus, fcapus afphodeli, 9, 4. 4. St/Z/a
maritima, 1 ä, 33. 34. Afparagus officinalis, 1 1 , 3. 45.
Allium Porrum, 10, 3. 3o. 8, 11. 14. Von AI Hunt
fativum fcheint punicum oder ulpicum , quod Oraeci
£(pao<rxoQOooY appeJiant, 1 1, 3. 20. , eine feinere Abart
zu feyn. Allium afcalonicum, afcalonii generis cepae,
li, 0.57, Rumex Acetofa, Jubrica lapat hos, 10,373.
Amyris Kafal, turea planta, 3, 8. 4- Aber,
die man in Italien zog, war fchwerlich die arabifche
Weihrauchftaude. Man weifs, wie fchwankend noch
jetzt der Begriff von Weihrauch ift. Daphne Cneo*
rum9 caßa, 5, 8. 4* Aus diefer Stelle geht hervor,
dafs man glaubte, die indifcbe Caföa in jenem einhei*
tnifcben Gewächs zu befitzen. Polygonum aviculare,
fanguinalis herba, quam woXuyovov Graeci appellant,
6, 12. 5.
Arbutus Unedo, arbutus, 7, 9. 6. Melia Aze~
darach, zizipha alba, 9, 4.3. Schneider zum Pal*
lad. 5, im Saponaria officinalis, lanaria radix, 11,
2. 35. Ruta graveolens, 11, 3. 38. Portulaca o/e-
racea , andrachne humida, 10, 376. Euphorbia
Myrfinites, tithymalli frutex, 9, i3. 2.
Amygdalus communis, g, 4« 3* Die Frucht heilst
nuxgraeca, 5, 10. 12. 14. 5, 10. 19. Am. Perfica,
perfici, 5, 10. 19. 9,4*3. 10,4*0. Prunus dorne* »
ftica, 10, 4°4* Pr* Armeniaca , armenii, 5, 10, 19.
10, 4°4*r auch praecoca 10, 41Q* nach einem Codex.
Vergl. Plin. i5, 1 1. Martial i3, 46. Sorbus dorne*
fika, forbum, 5, 10. 19. Punica Granatum , 5, 10.
16., balaufti fterilis comae, 10, 297. Unter den
zwanzig Birnforten, die er erwähnt, 5, 10. 18., zeich-
nen wir folgende aus : Dotabellianum , Favonianum,
Geich, d. Botanik. 1. fi, 9
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130 Äweytes Buch. Drittes Kapitel,
die Mufcateller, Crufcuminum, Signinwn, Anicianum,
]\laevianum und Turranianum : unter den Aepfeln :
Scandianum , Matianum , Pelufianum , Amerinum.
Von Ouitten führt er drey Sorten auf: ftruthium>
chryfomrlinum und mufteumy 5, 10. 19* Unter den
Rofen wird vorzüglich die farrana gerühmt (9, 4- 4«
10, 287.). Die Sarranaten wohnten vor Alters zwi-
fchen dem Po und den Alpen (Plin 5. f. 19.)- Von
dort alfo kamen die fchonften Rofen, wahrfcheinlich
jR. fempervirens , die nördlich vom Po wild wach fr.
Rofa canina heifst kuvc$(@*tö$, quam nos fentem canis
appellamus (1 1, 3. 4«)»
Die Gultur des Kaperftrauchs (capparis) wird
auf eigentümliche Weife angegeben. Um die Pflan-
zen foll ein kleiner Graben, mit Steinen angefüllt,
gezogen werden {1 1, 3, 540« Aeacius flos (10, 175.)
ift höcbft wahrfcheinlich Delphinium Aiacis. Helle b o-
rus foetulus y confiligo, 6, 5. 3,
Marrubium vulgare , 6, i3. 2. 12, 32. Satu*
reia horten fis, cunila noftras, bubula , 6,3o. 8.
9, 4. 6. Satureia capitata , thymbra, 9 , 4» 6.
Thymus Serpyllum, ferpyilum, 9 , 4. 6. Th. vulga-
ris* thymus, 9,4 6* Origanum vulgare , origanum,
9, 4» 2» O'iganum Maioranoid.es> fampfucum, 10, 17t»
Mentha fyivcftris, mentaftrum fvlveftre, 11, 3.37.
Mentha fativa, menta, daf. Diefe foll, um fie in
jene zu verwandeln, mit umgekehrten Spröfsiingen
an Hachen un.J Quellen eingepflanzt werden : alfo war
Du Harne)*«« Verfuch, Gewächfe umgekehrt zu pflan-
zen (phyf.drs arbres, 2 3 10.), fchon damals bekannt.
Mentha Pulegium, pulegium, 12,7.1. IMepeta Ca-
taria, nepeta fyl veltris,' 7, 5. «8. Ocimum Bafilicum,
ocimitm, 11,3.29. Acanthus mollis9 acanthini bau*
les , 9 , 4« 4. Aneirrhinum maiust hiantis faeva leo«
nis ora feri, 10, 98. Sefamum Orientale» fefamum,
2, 10. 18.
Dl
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Die Pflanzenkunde unter der Römer Herrfchaft. 131
■
Cochlearia Armoracia% armoracia, 9, 4.5. Le-
pidium fativum, Jepidium, 11, 3. iG. Brafßca Na-
pus9 napus, 2, 10. 22. Br.Rapa, rapum, 2, 10. 23;
Br. oleracea x. Napobraffica , rapa, 12, 56. Quae*
que Amiteroinis defertur bunias arvis, 10, 422. Br.
oleracea X. gongylodes , Gongylis ilJuftri mittit quam
Nuröa carapo, 10,421* Vom Kohl fei bft wird n,
3« ü4« gekgt> cr mache coliculos und cymam, wena
er auffchiefst. Daher auch 12 , 7. 5. cyma und cau-
Iis ohne weitern Zufatz fürKohl ftehn. Doch druckt
cyma offenbar mehr den Blumenkohl , Br. oleracea u
hotrytis, aus» Br* oler. fabetlica , quae duri prae-
bent cymofa ftirpe Sabelli, 10 , i3G. Br. oler. 3. oa-
pitata, Kopfkohl, Turislacus, 10, 137. (Vergl.
Plin* 3. f. 9- RuelU fiirp. 2. p. 36o.\ Br. Eruca>
eruca, 11, 3. 29. Cheiranthus annuus oder incanus,
quae pal 1 et humi, quae frondens purpurat auro, viola»
10, 101. Sifymbrium Nafiurtiurriy nafturtium, 10, 23 1„
Sinapis alba oder nigra, fijiapi, 11, 3. 29. Rapha-
rnts fativus, radix, 11, 3. 18. Eine befouders Fein o
Art war damals erft vor kurzem aus Syrien eingeführt,
radix fyriaca , 11, 5, 16. 69. (Vergl. Schneider zum
Co! um. p. 599.)*
Malsrafylvefiris, moloche, 10, 247.
Lathyrus Cicer a, cicercula, quae pifo eft fimi-
lis» 2, 10. 19. Sie wird noch jetzt im füdlichen
Frankreich unter dem Namen gairoutte gebaut* In
Italien nennt man fie cicerchia und bifota (Ponteden
poßfu l, 32.)» Lathyrus fativus, cicer punicum, 2, 1 o.
20» Cicer arietinum 9 unter diefem Namen , daf.
Lupintis variusy pilofus , als grüne Dangung gezogen,
11, 2. 60. Phafeolus vulgaris , fafelus, 2, 10. 4»
12, 9. 1» Pifum fativum , pifum, 2, 10, 4» Pf°*
ralea bUuminofa, «V^äXtiov, 6, 17.2» Ervum Lens,
lens, 2, 12. 4- Ervum Ervilia* ervum, 2, 12. 3»
Pkia fativa, vicia, 2, 12. 3» V^Faba^ 2, 12» 2.
9
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I}1 Zweytes Buch. Drittes Kapitel.
• «
Medicago arborea, oytifus, 5, 12. Medicago fatfoa,
medica, 2, 11. 2, Trigoneüa Foenum gra»ci.mt
2, 10. 33.
Lactuca fat'wa, 11, 3. 25., teneris frondens la-
ctucula nl>ris, 10I, 111. Rhagadiolus edulis Gärtn.»
lapfana,' 9, 4* 5. 12, 7. 1. Vergl. Plin. 20, Zj*
Cichorium Endivia, genus intubi, quod trigtv Graeci
appellant, 3, i4* 2-> torpenti grata palato intyba,
10, 111. Cynara S olymifr, Artifchocke, cinara,
10, 235. f. Vergl. Schneider zum Colum. p. 53o. f.
Der Name Areifchorke, artichaut > fpan. alharqofa
oder alcarchofa, ital. carciofo^ kommt vom arab.
ÜÜi-Ä.. Carthamus iinctorius , cnecus, 7, 8. 1.
Carduus Perfonata, perfonata, 6, 17. 1. Artemifia
Santonica, fantonica, 6, 25. Xeranthemum annuum,
immortalis amarantus, 10, 175. Inula Helenium,
inula, n,3. 35. Afi*r A melius , frutex amelJi,
9, 4.4. Calendula officinalis, flaventia lumina cal-
thae? 10, 97. 3o7.
Morus nigra > fanguineus cruor mori, 10, 4°2.
Carpinus Betulus, carpinus, 5,7. 1. Diefer Baum
ward, wie die Cornelle, blühende Efche, derSchnee-
ballbaum (opulus) und in feuchtem Boden die Weide,
zu Hecken benutzt, indem man die Setzlinge kreuz*
weife pflanzte, wie es noch jetzt Gebrauch ift. Dies
nannte Columella rumpotinum, Varro (1, 8.) rumpos ;
welche.« ein celtifches Wort ift. Plinius (i4* £ 3.)
macht daraus ein Synonym der Pappel. Vitruvius
behauptet (2, 9.), dafs carpinus und fyysi'oi i^oylx)' der
Griechen einerley fey. Pinns Abies ift wahrschein-
lich fappinus, 12, 5. 2., welches fchon Varro (1, 6.)
hat. Vitruvius nennt das Holz der abies, unten am
Stamm ausgehauen, materia fappineaf das obere knor-
rige , fufierna (2, 9 ). Der Lärche erwähnt Colu-
mella nicht, aber Vitruvius beweifet aus den Feldza-
gen, die er mit Julius Cäfar gemacht, wie wenig ver-
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t
Die Pflanzenkunde unter der RömerHmfchaft. 13 3
brennlich das HoJz ift. Pinus Pinea*, pinea, 5, 10. 1 4,
Juglans regia, iuglans, daf. Corylus Avrllana, avel»
Jana, daf. „ Unter den Eichen kommt hier cerrusund
ilex (7,9.6. 6,3.7.) vor- Vitruvius fpricht vom
efculus, cerrus, (über und fagus. . . . Gurken, Melo-
nen und Kflrbiffe (10, a34- 11, 3. 4» S-)- Bryonia
alba, bryonia (10, 2,5o.). Thuia articulata, odo>
rata cedrus, 9 , 4* 3.
Salix vitellina, graeca, 4> 3o. 4- & praecox,
gallica, daf. 5. Helix, amerina, daf. Rujcus acw
leatus, hirfuto fepes borrida rufco, 10, 374. Vergl.
Schneider zu diefer Stelle , p. 54o. Tamus commu*
nu, vitis alba, io, 347«> tamnus, 10, 373. R-tz.
om Rom. matväxt. p. 174, Ceratonia Siliqua, fijiqua
graeca, ksq£tiov, 5, 1 o. 20. Cannabis fatha% 2, 10. 2 1.
Von den Scylben und Thraciern ftammt der Hanfbau
ab, Herodot. 4> 74» Pi/tacia L'ntifcus und Tere-
binthus , 9,4,3. Atriplex hortenfis, 1 1, 3. 42.
In diefeZeit gehört auch Juba IL, König bei- 1
der Mauretanien, der Sohn Juba's I., der, von Cäfar
bey Thapfus überwunden , fich von feinem Sklaven
umbringen Jiefs {Hirt, de bell, afr. c. 94«)« Juba II;
ward von Cäfar im Triumphe aufgeführt, fehr forg-
fahig erzogen und in allen Künften und Wiffenfchaf-
ten unterrichtet (Plutarck. Caef. c. 5).). Er erhielt
von Auguftus ftatt feines väterlichen Erbes die beiden
Mauritanien {Dio Ca ff. Jib. 54« p. 720. f. ert. Reim.)
und heirathete die Enkelinn der Cleopatra {Dio Caff.
lib.5i.p.645.). Diefer jüngere Juba ftarb unter Tibe«
rius {Strabo, IIb. 17. p. 653 ). Er war einer der
gröfsten Gelehrten feiner Zeit {Plin. 5, i. Plutarch.
Sertor. c. 9.) ; der Entdecker der canarifchen Infein ,
von denen er Mad«ra und Puerto Santo purpurarias ,
Teneriffa und die übrigen fortunatas nannte {Plin. 6.
f. 36.); der Verfaffer einer Schrift ( ßißXihlov Cjuncpöu
Galen.) Ütoer die Euphorbia officinarum, der er feinem
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134 1 Zweytes Buch. Drittes KapiteL
Leibarzt Euphorbus zu Ehren den Namen gab (Piln.
5, i . fo\ f. 3b\ Galen* comp, yied.fec. loc, Jib. 9. p. 297.).
Er fprach in feiner Befchreihung der neu entdeckten
Infein von Bäumen auf der InfelOmbrios (Ferro), die,
der ferula ähnlich, Waffer geben. Aus fehwarzen
werde bitteres , füfses Waffer aus weifsen geprefst.
SaJmafius verfteht dies \Pliiu exercit. p. 916.) vom Zu-
ckerrohr: Benzoni von der Nepenthes deftillatoria a
die man auf Ferrogefunden haben will. Sollte nicht
vielmehr Tetracera potatoria AfzeL gemeint feyn?. »
Uebrigens gab Juba auch den Papyrus, die Taimen und
Pinien als einheimifche Gewächfe jener Infelnan (Piinm
6. f, 37.). In feinen Denkwürdigkeiten Libyens er-
wähnte er des K/rpwv, welches von den Libyern hefpe-
rifche Aepfel genannt werde. Diefe goldene Aepfel
habe Herakles nach Griechenland gebracht (Athen*
lib. 3. c. 7. p. 326.). Man fieht alfo, dafs er der Urhe-
ber der Verwechfelung der Quitten mit den Citronen
gewefen. . „ Auch eine Naturlehre fchrieb er (Fw/-
geni. mythoL 2 , 4»)> worin er von der Bienenzucht
handelte (Geopon. i5, 2.)« • • In feiner Gefcbichte
von Arabien, die er dem Sohn des Auguftus, Cajus
Cäfar, widmete, befchrieb er die Balfamftaude (P/i#i.
12. f. 5i.). . . Nach feinem Tode ward er von den
Numidiern göttlich verehrt (Lact an t. de falfi relig%
■
Diofkorides.
Der berühmtefte unter allen alten Schriftftellern
über die Kenntnifs der Pflanzen und Arzneymittel
verdient in der Gefchichte der Botanik die vorzog*
lichfte Stelle. Mehr als fechzehn Jahrhunderte hin-
durch galt fein Anfehn als entfcheidend , ward fein
Werk als völlig zureichende Quelle aller Pflanzen-
kenntnifs betrachtet und daher auch bey dem Unter*
rieht auf gelehrten Schulen und in Schriften überall
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■
Die Pflanzenkunde unter der Römer Her rfchaft. 135
zum Grunde gelegt. Als endlich die Notwendig-
keit einleuchtete, die Natur felbft zu erforfchen, ent*
wöhnte man /ich nur allmähiig von dem VorurtheiJ ,
dafs die Oewächfe aller Klimate im Diofkörides be-
fchrieben feyn,
Anazarbus in Cilicien, am Pyramus, war die
Vaterftadt des Diofkorides. Diefen Namen fahrte
die Stadt nicht allein vor Alters, wiePlinius (5ff. 27.)*
fagt; denn noch zu Alexander Severus Zeit ward eine
Münze mit diefem Namen der Stadt gefchJagen (Har-[
duin zum Pän. a,a. O.) : auch Ptoiemäus (5, 8.) f. Lt
ausdrücklich) dafs die neue Stadt Cäfarea bev Ana-
zarbus erbaut worden. Es ift alfo unrichtig, wenn
Suidas (*Avä$*?/3.) behauptet, die Stadt habe feit
Nerva's Zeit den Namen Anaaarbus angenommen ,
woraus Einige mit grofsem Unrecht auf das fpätere
Zeitalter des Diofkorides gefchloffen haben.
Dafs er zu Anfang der Regierung des Nero, alfo
in der Mitte des erften Jahrhunderts unferer Zeitrech-
nung gelebt, geht theils daraus hervor, dafs Erotian,1
der ohne alles Bedenken unter Nero lebte, ihn fchon?
anfuhrt (expof. voc. Hipp, p, 2i4«)> theils widmete
er fein Werk einem gevviffen Arius , von Welchem
Galen ein Mittel gegen Flechten anführt (de compofl
med. fec. gener. 5. p. 387.). Diefer Arius wird von
ihm ein Freund des Licinius BalTus genannt. Nun
waren Lecanius und Licinius im Jahr 65 Confufn
(Tacit. ann. i5 , 53.), und man kann vermuthen, dafs
der letztere der Freund des Arius gewefen.
Da Cilicien fein Vaterland war, fo war ihm der
reine attifche Dialekt ungewöhnlich: denn man re-
dete in KleinaGen eine Sprache, die aus den Reffen
der alten eingewanderten thracifchen Stämme und aus
der Sprache der CeJten gemifcht war, welche 278
Jahre vor unferer Zeitrechnung Kleinafien oberwältig«
ten und den galatifchen Staat lüfteten (Paufan. 1, 4,
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136 Zwfcytes Back Drittes Kapitel.
Strabot lib. 1 2. $. 37. p. 1 40. Tzfch.). Daraus erklärt
fich die Menge cehifcher und alt- thracifcher Pflaa-.
zennamea, welche in einigen Handfchriften des Dio-
fkorides zu lefen find, un"d die man unter dem Titel
notha den gedruckten Ausgaben beygefügt findet.
Aber es erklärt fich auch daraus, warum er felbft in
der Vorrede bittet, von ihm nicht Stärke in der
Sprache zu fordern, und warum Galen von ihm fagt
(de facule. fimpL med. 1 1. p. ^4.), er fey der griechi-
fchen Sprache nicht gewohnt gewefen, und habe die
Bedeutung mancher Wörter und Namen nicht gekannt.
Dafs er Arzt gewefen , ift wohl keinem Zweifel
unterworfen, da er die Pflanzen nur in fo fern anführt,
als ße Arzneymittel liefern. Er fagt ausdrücklich in
der Vorrede : fein früher Hang zur Naturgefchichte
und fein militärifches Leben haben ihn in viele Län-
der geführt, wo er die Natur der Gewächfe felbft
habe kennen lernen können. Auch bemerkt man ,
dafs er, aufser Kleinafien, Griechenland und Ita-
lien , felbft Germanien, Gallien und Hifpanien zum
Theil durchreifet ift.
Die Handfchriften diefes Werks enthalten Abbil-
dungen von Pflanzen und Thieren , dfe aber die rohe
Kunft des Mittelalters verrathen und oft wenig Aehn-
lichkeit mit dem befchriebenen Gewächs haben, oft
eine ganz andere Pflanze darfteilen- (Weigel in Bal-
dingers Journ. 3z. S. 1 o. Miliin im Journ. d'hiß naC.
n. 20. p. 281.). Proben von diefen Figuren hat Do-
donäus (feirp. hiß. p. 109. 120. 149. 43g. 573.) ge-
liefert.
Die ältefte Aufgabe ift die Aldinifche von 1499;
i5t8 in Quart zu Venedig wieder abgedruckt. Janus
Cornarus gab zu Bafel 1629 in Quart den Text forg-
fältiger bearbeitet. In demfelben Jahre erfchien za
Köln diefer Text, mit Marcell. Vergilius Auslegung. *
Noch mehr fuchte Jac. Goupylus den Text zu reini.
>
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Die Pflanzenkunde unter der Römer Herrfchaft. 137
•
gen und eine beffere Ueberfetzuog zu geben , die. s
1 549 Paris erfchien. Aber Jan. Aut. Sarracenus
übertraf feine Vorgänger in der letzten und beften
Ausgabe, die zu Frankfurt 1698 erfchien. Diefer
bediene ich mich, und bedaure nur, dafs feit mehr
als zweybundert Jahren kein Gelehrter fich gefunden,
der eine neue Bearbeitung diefes Werks gewagt hätte*
Der Verfuch, die Pflanzen des Diofkorides zu
beftimmen, kann nur mangelhaft feyn, weil viele fei*
ner Befchreibungen zu kurz, durch Fehler der Ab-
fchreiber verdorben, und die Angaben des Vaterlan-
des oft falfch find. Denn die Handelsleute nannten
damals, wie jetzt,, manche Pflanze nach dem Ort oder
Lande des Zwifchenhandels.
Cofcus arabicus kommt unter diefem Namen
1, i5. vor. Zingibe'r Zerumbet Rofcoe. ift der fyri-
fcbe Coftus , von gelber Farbe. Zingiber officinale>
foyißsQi, 2, 190. Amomum Cardpmomum , aotghi-
fiupov, 1, 5.
Phillyrea latifolia, (piXXvgiot, 1, 125. Rosma-
rinus officinalis . Xi/3avwTi$, 3, 6*9. Salvia Horminum$
opfuvov, 3, 1 45., 7^u/v«X/$, noch. S.Apthiopis, oti$icirt$t
4, io5. Die auf dem Ida wächft, foll , nach Sib-
tborp's Vermutbung, 5. argentea feyn. Piper nigrum,
Ve?r*£i, 2, 189. Eine ziemlich gute Befchreibung^
dergleichen auch beym Pbiloflratus (v'u. Apollon.
3,4» P« $7) vorkommt.
Valeriana Diofcoridis Sibth. fl. graec. t. 53., (poS,
1, 10. Hawkins fand die Pflanze in Lycien, Diofko-
rides giebtden Pontus als ihr Vaterland an. VahceU
iica, vxqhos kcXtix»), 1, 7. Sie wachfe auf den liguri-
fchen Alpen und in iftrien: die Eingebornen nennen
fie a\tovyy*a CfaliuncaJ. Vol. tuber ofa, vctfioq opsivy,
*x\ovpivi) he vtto rtvwv Hau 'SvX<xk?ti$ hou vy)Qt$9 t, 8.
Napfcöc oqbix9 $i aal $vXzktrts xxt ffugiri^ (Galen, facuh,
fanpL lib. 8. p. 101.). Die Worte: oJra Ii hävXcv,
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f 38 Zureytes Buch. Drittes Kapitel. A
cur* it«pwov, ourc «v$o? (piga, find nacn Matthiolui
fo zu lefen: övt« k«uXo$s outc xap7rcc> out« av&oc
cvptytQSi. Diofkorides giebt fie in Oilicien an , wo
fie auch Sibthorp häufig fand. Crocus fativus, kqo-
xo$, i, 25. Der befte fey der korycifche , dann
der lycifche: der cyrenäifche aber und ficilifcbe fey
fehl echter. Gladiolus communis , %i(plov , 4> 2o. /rix
Jlorentina und germanica werden unter i, i. be-
fchrieben. Sie find beide in Griechenland gemein.
Diofkorides führt eine illyrifche, macedonifche und
libyfche an. In Algier fand Desfoutaines beide Ar*
ten. Iris foetidiffima, £v£i?, 4« 22. Schoenus mu~
cronutus, o^utTXfiivoq , 4» 52. Sek. nigricans* g%oivou
$ HÄpTrcv ulXay» «X«> daf. ^cn' Marifcus, oXo<rxo<vo$
capKwfocrWo* , daf. Scirpus Holofchoenus , «rx&ftes
X*/«, daf. Cyperus rotundus\ xvVe/pc;, 1, 4' y^/z"
dropogon Schoenanthus , o^öivo; nJo<r^to$, 1, 16, Nar*
das indica Lour., v*p8o< /v&/x>y, i, 6. Saccharum Ra->
vennae, KaXotpos (rvpiyyUfy 1,114. Phalaris aquattca,
<P*\xqU* 3, i5g. Dactyloctenium aegyptiacum, x*X*-
ju^owri;, 4i 3i. Avena fativa, ßgdfAOS, 2, 11 6.
Ave na fatua> Hqu(jig$ «XXo$, 4i >4o» AegÜops ovata,
+iyikt*\p> 4> *3y. Arundo Donax, Q*y«£, L, n4-
Triticum monncoecon und Z<°a werden unter
£, 111. aufgeführt. Tr. Spelta, eXup«, 2, 1 13. Lo-
lium temulentum% ccipxy 2, 112. L. perenne, (ßoiw£,
4» 43. Ficttx Sycomorus, a-vxipoQoq , 1, 181. Di«
oberflächlichen Einfchnitte locken den eigenthümli-
chen Saft aus der Rinde, nicht die tiefern.
Gfobularia Aiypum, aXuTrgv, 4» ioo. Job. Actua-
rius (meth. med. 5, 8.) giebt eine Befchreibung. D£-
pfacus fullonum, b/v^axo;, 3, i3. Parietaria ofßcina* ~
Iis fo£tvq> 4> 86. Sanguiforba ofßcinaüst trthvfgtnq
*r^«, 4, 34. Anguillara behauptet femplici,
p. 257.), dafs die Pflanze noch jetzt auf den InfeJn
des Archipelagus cifyffT/; heifse. Columna hat fie
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1
Die Pflanzenkunde unter der Römer Herrfcbaft. 139
•
(ecpkr. 1. p. 124.) unter dem Namen des Diofkorides
abgebildet. Galium Aparine , airaQt'vq , 3, io4*
Galium verum , 7fc)Aiov, 4> 9 6» Rubia tlnctorum,
ifu-S^ooÄVdv, 3, 160. BeyThebafa, in Lykaonien (Ich
lefe ftatt iv 0*j3*v>i T?f r«XiW«? — av 6«ßa<r>f dfe I*-
Xätiok), in Karien und bey Raven na in Italien werde
fie gebaut. Plant ago altiffima , apvoyXüxro-ov fui^y, (
2, i53. P/. Lagopus, apve7>.»<r<rov pixpov, daf. P/..
Coronopus, cXdvrtw, 4, 11. P/. Pfyllium, -falXkiw*
4S 70. Elaeagnus anguftifolia, sWm w$tom**i, if 1 37.
Hypecoum procumbens, V7I>)kooy> 4> 68- Trapa m*»
rQt'ßokoq ifvufyof, 4> *5. Potamogeton naians,
WOTapoyetTvv , 4, 101.
Hrliotropium europaeum , jjXidrpajfwv , 4» »93-
hithofpermum pur pur eo * coeruleum, fcuoc o5?, /uuo;wr#V»
2, ai 4. Li*Ä. apulum, vielleicht <rKopirjo£i&€?> 4*195.
Lith.qfficinale, Xi$o<T'xeQu.cv , 3, i58. Li//», frutico»
fum, «7X0U<rÄ Tp<'r3?* 4> ^5. Anchufa tinctoria, £yxw**9
4, 20, Anclu paniculata Ait., ßoiyXtafftrov , 4, **8.
Echium creticum, iyxjxxrx «reo«, ^.,24« £cA. Mali*
cum, Xüko\£/$, 4> 26. lieh, rubrum, iy/ov, 4> 27.
Qnofma echioides, ovotr/ua, 4> 147» Symphytum offi»
cinale, cupCpvTov , 4> •<>• Cynogloffum officinale,
xwcyhuvcrov, 4> 1 29. Cerinthe minor, rrikityw, 2, 2 1 7.
Cy dornen hederaefolium Ait. , xuxXa^uivo? * 2,1 94*
Theoer. id. 5, 123. Lyfimachia Vulgaris, Xturiju««
X*cv, 4j 3. HottoniapalufirU, (rr^aruir^ x4*^? uX*
Xo;, 4, 10 3. Anagallts arvenßs, cht*y*X>Js, 2, 209.
Die blaue Abart werde das Weibchen , die rothe das
Manneben genannt. Plumbago europaea, r^nroktov,
4, i35. Column. eephraf. 1. p. 161. Mit Unrecht
zieht Sibthorp (/Z. graec. t. 3oi.) Statice ßnuata, doch
zweifelhaft» hieher. Consrohulus arvenfo, ffipixX»-
u*vov, 4> l4* Conv. Soldanella, xqcH[x$ti $ot\ouT<rut9
2,148* Conv.farinofus, cxapuMvi*, 4» ,71« Bey
Kolophoo in lonien und am myfilchen Olymp wachfe
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149 Zweytes Buch. Drittes Kapitel.
die hefte, fagtRufus von Ephefus (fragm. p. 21. ed.
Matth.). Auf den Felde rn und an den Hecken My*
fiens fand Sibthorp die Pflanze {Smith prodr.ß. graec»
1, i33.). Auch Diofkorides zieht die myfifche Scam-
moniavor: die fyrifche (von Conv. Scammonia ) fey
fohlechter. Calyftegia fepium R. Brown. , CfM>^
XfiU, 4> i45. Campanula laciniata, vielleicht pbihiov9
4» 18. Camp. ErinuSy spivof, 4> 29. Polemonium
coeruleum, noXepuiviov , 4i 8. Lonicera Caprtfoüum,
xvhXujjuvos irepot , HKrtrav-^f uov , 37 k/o-co^üXXov, 2, 195.
Verbafcum Thapfus, (f/Xopos *ppV> 4» 1 o4* Theokrit,
jdi 2, 88., vergleicht die gelbe Farbe des Gefichts mit
-S'axf/o?. Verb, plicatum Sibth. fl. graec. t. 2-26., (pXijiAoq
Silkes», 4, 104. Verb, finuatum, (pXcfxoa ptiXotiv*, daf.
/fcrfr. Lychnitis, rprnj <p\of*}$> X^xyins, ^uctX'Ajq, daf.
Verb, ferrugineum, ocqhtiov, apfcTotipo?, 4> 106. Zwei*
felhaft zieht Sibthorp Conyza Candida hieber. Smith
prodr. fl. graec. 2. p. 173. Hyoscyamus reticulatus ,
iJ0$*uflc4u©c, «y&ij uV^r«^^* (ße'pwv, 4, 69. Vergl. Ca-
mer, hört. p. 77. Hyosc. aureus, wo;*, ou t« iv$n /tuj«
Xofi/b>j, daf. Hyosc. albus, 0 Tqiro$ XnraiDcq, oit rot ivQij
XepH«, daf. Phy falis fomnif*>ra, vrqi'xyoy vmnaTiKGVy
4i 73. PA. Alkeken gi, dXtKotKxßoq, 4> 7a- Solanum
nigrumy o-Tpufcvo? wprafo?» 4> 7*« morgenländi-
fchen Abarten werden in Aegypten gegeffen. Solanum
infanum, crpuxw (jmvmqv, -9-pJov, ttsqgiqv, 4> 74* Hier»
auf bezieht fich, was Tacitus, hift. 5, 7., von den Ge-
wächfen am todten See erzählt, deren reife Früchte
fchwarz werden und in Afche zerfallen : und Jofepbus,
-de bell. iud. 4> '-i7-> fpricht von Früchten , efsbaren
ähnlich, die in Rauch aufgehn. Seetzen fah die
Frucht bey Chateaubriand itiner. 2. p. 181. Lycium
europaeum, (S«juve?, 1, 110. Rhamn. infec torlos ,
Xtix/ov, 1, i32. Rhamn. jaxatüis, Qt*p.vo$ iri^i Xsu-
XOTf px, 1. 1 IQ. Rh amn. oleoides, ootfAvos Tgirtj, (jlsXxv-
r§(* lxwv T* daf. Zizyphus Paliurus, kmXh>uqo<;,
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Die Pflanzenkunde unter der Römer Herrfchaft. 141
1, 121. Ziz Lotus, Xtaros, 1, 171. Die befte Be-
fchreibung Jiefert der A ugenzeuge Polyhius beym Athe-
näus, Hb. 14.C. 18. p. 069. Vergl. Desfontaines in den
rnem. delacad.de Paris, 1788, p.443.t. 2i.fl. atlant. t.
p. 200. Hermann zum Scbweigbäuferfchen Poly-
bius, tom. 8. P. Lp; 121. So klar und entfchieden
gewifs des trefflichen Desfontaines Unterfuchung auf
das angegebene Gewächs führt; fo hat er doch eine
Stelle im Skylax von Karyanda {peripL p. 114. ed.
Gronov.) Überfehn, die merkwürdig genug ift, um
fie herzufetzen: *Ev ls tj vjjcw (K*T*Qtx/n) yterati
Xmto?, ov tV^iouc/v, aai ere^os* ii; öS otvov troioZctv. 'O
Wenn Skylax als Augenzeuge fagt. der Lotus, den
man ifst, ift verfchieden von dem, woraus man ein
weinichtes Getränk macht; fo widerftreitet dies gera-
de der übrigens fehr intereffanten Stelle im Herodot,
4 9 l77*> wo von demfelben Gewächs gefagt wird, es
diene zur Speife, und liefere weinichtes Getränk.
Skylax mufs auf jeden Fall, wenn man feine Glaub-
würdigkeit nicht in Zweifel ziehn will, auf jener In-
tel noch einen Baum gefunden haben, dem ächten
Lotus ähnlich, deffen Früchte gegeffen wurden. Sollte
dies nicht Celtis aufrralis feyn, deren Früchte freylich
im füdlichen Europa noch immer etwas herbe, aber
doch nicht unangenehm fchmecken und vom gemei-
nen Mann gegeffen werden ? . . Erythruea Centaurium,
xsvTctuQiov (jukqgv jJ \t{Av<*7ov y 3, 9. Vergl. Galen, fa-
cult. fimpl. 7. p. 90. Cordia Myxa, ireprixy i, 187.
Einige fagen, in Periien fey die Frucht giftig, geniefs-
bar fey ße geworden, da man ße nach Aegypten ver-
pflanzt habe. Aber der Baum wächft nicht in Per-
fien: wahrfcheinüch ift die Verwechfelung mit Ttyriov
Schuld daran. Cufcuta Epuhymum, im^vfAOV , 4>l79»
Plin-, 26. f. 35. Epithymum quidam Hippopheon
(Hypopheon) vocant. Act. 3^ 29. p. io3. II«pa7rXi|-
143 Zweytes Buch. Drittes Kapitel»
erfeu? is rS iic&ipu neu ro int tSjs trrotfSw ( (pk<a$ Pote*
rlum fpinofum) (fuüjuwv. Viola odorata, Jov, 4> 122.
Hedera Helix , xiowf» »>2io» Er führt drey Abar-
ten auf: dieweifse, die fchwarze, Sioviiow? , und die
-mit kleinen rötblichen Blättern, welche er «X/£ nennt«
Anguillara fchon (de fempL p. 180. 181.) erkennt fie
als blofse Abarten, lllecebrum Paronynhia, xacpwvu-
Xt»9 4i 54- ^w»ca maior und minor, xAjjpgrif, 4> 7»
•Nerium Oleander, vjyp/ov, 4» 82. Hieher gehört Lu-
cia n. afin. p. 72.' ed. Schmied, tx he gohx izswz oux jjv
po5« gXq&v« - Tai V ix t>j<; oryp/a? b«(ßwj$ (pvopevx
($ohohx(p v>jv «urqy xäXoSctiv) nach Schneiders Verbefle-
rung. Marsdenia erecta R. Brown. , «Trrxuvev, 4, 8 u
Cynanchum Vincetoxicum R. Brown., *raXj)in&?* 3, 1 06*
Cyn. nigrum, xipxaia, 5, 104. Anguillara p. 229«
Chenopodium Botrys, ßoTQV$> 3, 1 3o. Sal/bla Tra-
gus* TQxyos, 4» 5i . Salf. falfa, t uTßTQov ukuxcv hß
vr<*p*XiOi<; , 4) 181. Wächft in Attika am Strande
häufig. Creffa cretica, cüv$v\\is9 3, 1 53» Sibth. fl»
graec. t. 256. Gentiana lutea , y^vt/äv»}, 3,3. Dielt
abendländifche Pflanze ift Beweis, dafs Diofkorides
die Flor der Abendlander kannte. Lagoeeia Cuminöi*
'des , wI/juvov uypiov $ 3 , 69. Eryngium planum , a^'y»
ywv, 3, 24«
Tordylium qfficinale, rofitikiov* fffceXi x^rmcv,
3,63. Heracleum Sphondylium, o-CpcvbuX/öv , 5, 90.
Peucedanum officinale, twuxAävov, 3,92. Ferula CO/71-
munis , vftf 3, 91. F. tingUana, cl\(ptov X/$yx«s
3, 94* O^n eigentlichen Standort giebt Herodot
4> »69. von der Infel Platea bis an die Bucht der Syr-
ten an. Fer. Ferulagö ift vielleicht v«£$ij£ er Zuaik
7*yw/xevo?, o2 0 0V0V x**-i3*vij *j ptTwctov x«X*fTÄi, 3, 97.
£t?r. nodißora,' vielleicht Xißavwrt; irsgx , 5, 87»
Fer. Afa foetida, ciXcp/ov ^cqbfxov, 3, 94. Strabo fagt
(Üb. 1 1 . p. 56 1. Tzfch.) ; das tnedifche Silphion fey viel
fchlecbter, als das cyrenifche, und komme vielleicht
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Die PHanxenkunde unter der Römer Herrfchaft.. 143
von einer andern Pflanze: doch könne auch die Ver-
fchiedenheir des Bodens die Schuld tragen. Apiciue
(de arte coquin. 1, 3o. 5, 10.) unterfcheidet ebenfail*
das lafer parthicum vom cyrenaicum. Ferula perfeca,
vielleicht kocl va^^noeil^ iv Mvjhsi'x, $ atLywcvpw (pe^si*
3, 95. Paftinaca Opopanax > icotvoiKsq xetpwvw, 5, 57»
Ausdrücklich fagt Galen (fac. fimpl. 8. p. io3.): aus
den Wurzeln komme Opopanax. Paftinaca lucida ift
nach Gouan's Vermuthung (illuftr. p. 19.) 7Cmoik6$
'HqxHkstoVy 3,55. Paß.fativa, €\x(po@o<rxov , 3, 8o#
Selinum Oreofrlinum , igeociktvcv , 3, 76. Anethum
graveolens, av^ov, 3,67. Ihapfia Afclepium,
4, i57. Laferpitium gummiferum Desf. fl. atl. 1.
p. 254. t. 72. ift vielleicht ccyxtrvXkis , v«p«fy£ (ptpcveoo .
to clfApwviGtKOV 4v Atßvq axroc Kuo^vqv , 3 , 98. Cachrys
Libanotis, Xtßxvuyri^ Trowrjj, q$ r» (puXXef juapa-S-^tt o^tom,
to oe ffTTfcp^UÄ <rtf>ov&uX<t>, 3, 87. Cachn Morifonü VahL,
/Tnro/uapx^cv, ciri^pM niyxQvi opoiov, 3, 82. Vergl.
Galen, facult. fimpi. üb. 7. p. 98. Cachr. maritima
Sp., xp&/u0v9 2, 157. K^-9-jUov Galen, fac. fimpl.
lib. 6. p. 94. Coriandrum fativum, xooiov, 3, 71.
Smyrnium Olus atrum, iir7ro<riXivov , 3, 78. Man afs
in Rom dies Kraut mit gebratenen Fifchen (Apic. da
ort. coquin. 5, 12.). Sm. perfoliatum ^ c^uJpv/ov , bircp
iy KfXiKj'ft iriToccAivov x«Xouo7, yevifjuvov TrXefirrov tV.
tw 'A/Ltavw op«/, 3,79. Galen. fac. fimpl. lib. 8. p. 1 to.
Daucus Gingidium, ytyylhiov, 2, 167. Es fey in Ci-
licien und Syrien häufig. Daz/c. guetatus Sibth. fl.
graec. t. 269., ffT«$uXfvo$ «yoio?, 3, 59. Jn der Mitte
der Dolde fey etwas Purpurfarbenes: die abortiren*
den Centraiblümchen. Caucalis mauritanica, XÄUxaAjf,
2, 169. Galen, facult. ßmpl. lib. 7. p. 89. xaux*X/$,
ewo# haSnov iypov cvo^a^oucnv, Cuminum Cyminum^ xu~
pjvov » 3, 68. Auch Apicius {de arte coquin. t,32.)
unterfcbeidet cuminum aethiopicum oder fyriacum
von careura. Jthamanta cretenfis, 8«vxof xptfnxoV*
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144 Zweytes Buch. Drittes Kapitel*
3, 83. Atham. Matthioli, piov, ro xxXovixsvov cl$xujtv
naiv, l, 3. Tragium peregrinum Spr. , lxvno<; tq{-
to$, 3, 83. Vergl. C. Bauh. prodr. p. 8i. Tra-
gium Columnae Spr., rpolyiov «Ve^ov, 4> 5o. Vergl.
-Column. phytob. p. 6i. t. 17. Bunium aromaticum,
\pevhcßovvtov > 4> ls5. Bun. copticum Spr., a^ui
ai&iomxov, 3,70. Vergl. AnguilJara p. i3o. Fle-
ming in afiat. refearch. vol. 1 1. p. 170. Myrrhisbul-
bofa Spr., /uupp'V» 4> 1 16. Myrrhis odorata, vhocv-
2, 168. Plin. 22, 22. Sium anguftifoliunty cr/cv,
2 , 1 54. & ferulaceum Spr. ( Bunium ferularfolium
Desfont. ann. du muß 1 1 . d. 275. t. 3o. 2?. ferula-
öeum Smith prodr. fl. graec. 1 . p. 1 86.), ßovviov, 4, 1 24.
Carum Carvi, kxqo$9 3, 66. Tenor ia fr uticofa Spr. ,
ci<rs\t a/S/öTT/xov, 3, 61. Anguillara befch reibt die
Pflanze fehr gut, p. 212. Meum Foeniculum Spr.,
/uapa-S'pov , 3 , 8 1 . Echinophora tenuifolia , 7T«vax*$
3A<ntX)j7r/ov , 3,56. Vergl. Column. ecphr. 1. p. 98.
99. Sollte dies das Sil gallicum feyn, deffen Apicius
(de arte coquin. 3 , 4») als Zofatz zu Speifen erwähnt?
Apium Petrofrlinum, <ts\ivov9 3, 74. Ap. graveolens,
iXstotreXtvcv, 3, 75. Sifon Anifum Spr., «vvjjo-ov, 3, 65.
Sefelielatum oder glaucum, aiaeXt fAxctroiX^rtacv, 5, 60.
Sef. tortuofum, iTCirop,xQot.$,Qov erepov, 3, 82. Qenan-
the pimpineWfolia , o/vav^, 3, i35. Conium macula-
tum, Htüvsiov, 4> 79« Ligußicum apioides Lam., fcau-
xe$ eVf^o? , ou T« (ßu'XX* o-fX/v« aypi'w c^owc, 3, 83.
Lig» Levifticum, "kiyvertKcv , 3, 58. Lig. peloponne-
fiacum , (ritreXt 7r«Xo?rcyv)j<r/axov , 3, 62.
ü/fu* Coriaria, goi?$ ßuQVole ^ix>j, 1 , 1 47. «Sam-
bucus nigra y axT?, 4> 174« Samb. Ebulus, yjtpMf
ax-nj, 4> 175. Tamarix gallica, /uupi'xiy, 1, 116.
Parnafßa palufiris, aypaxrn? iv tw naovao-cfü, 4> 32;
Sibthorp giebt fie auf dem Olymp in Bithynien an.
Narciffus TaZetta und po'Mcus , vapx/o-o-o? ,
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Die Pflanzenkunde unter der Römer Herrfchaft, fcfj
4> 163. Allium Ampftloprofum > dfjtirsXiir^xtrov > 2,
180. All. Porrum, nQxcovi 2, 17g. All. fatisrum ,
€mcgohov\ 2, 182. AIL arenarium, ofyicaryiopobov , daf.
VergLL Bauhin hift. 2, 599. -4//. Scorodoprafum,
<rKopo&o7Tf>*<rev, 2, 18 3. All. Cepay xpo/xjuuov, 2, 181.
nigrum oder Diofcoridis Sibtb., /uo>Xu, 5, 54^
Üum candidum, xQtvov ßauriXtHov, 3, 116. Li/, chalcedo*
nicum , jj/^^koXX/?, 3, 1 37, Tulipa Clufiana Redout.
Sibth.fi, graec. t. 329., (r*rJp/ev, 0/ 5# rp/^üXXov xäXöü-
ciy, 5, i43. Vergl. Cluf. cur. poft. p. 17. 18. t/tw
/aria amplexifolia , /Wae 4» 44* Erythroniwn
Dens canisy cotTupjov *£i>$£Ov/ov , 3, i44- Convullaria
venieülata? ivfi^ov, 4, 85. Vergl. Caefaip. 5, 53,
JVlan nebt, dafs Theopbraft und Nikamfer eine ganz
andere Pflanze, das Colchicum autumnale, fo nannten.
Galen (fac. fimpl. Üb. 6. p. 84.) giebt darüber Auf-
febiufs. Ernennt erft das itypsqm BjjAjjt^iov xoXp^xcv:
dann führt er ein anderes i$ip€$ov auf, welches auch
2pf? «ryp 1« h*ifse. Conv multi/lura* iroXuyovxrov, 4> 6-
Ornitliogahim fiaehyoides* ßcXßcq f/xsrixe;, 2, 2ou
Vergl, Renealm. fpec. 90. Smith prodr. fl. graec. 1, p.
ö3i. Orn.nutansy i^ßcryoikov , 2, 174. Scilla ma-
ritima, cxAAjj, 2, 202. Afphodelus ramofus, *<f$q-
StXo?, 2, 199. Anthericum graecum, tyaXiyytov , 3,
122. Es wachfe auf Högein. Sibthorp fand es auf »
Bergen des Peloponnefes, in Kreta und Cypern. i/y«
acinthus orientalisi üiiuv$0f, 4> 63« Hyac. comofus,
ßokßw ihuhfMq , 2, 200. Smith prodr. fl. graec. 1.
p. 238* itf/o? vulgaris Decand. , aXcq, 3, 25. Sie
wachfe auf Andros. Galen (jfacult. fimpl. Üb. 6. p. 73.)
bemerkt, dafs fie in Syrien wachfe. Sibthorp fand
fie auf Cypern. Acorus Calamus 9 £*OQOVy i, 2* Die
indifche Abart ift koX«^ a^/iarixi?, 1, 17. Barn* -
hufa arundlnacea. KoiKetTttt o« ti xä< caxp^a^ov, s/äc?
cv fAbkrros h lv&* 9r«ff))7oTo? xait!) evbtu'fxovi 'Afot/S/*, «u-
Geich. <1. Botanik, i. B, 1 0
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146 f Z^eytes Buch. Drittel Kapitel
,*
$()X\J0(XSV9V Cito ToTq, Shovflf X*$W!CBQ ol äX*C. 2, 1 o4»
Galen (facult. ftmpl. Üb. 7* p. 99,) drückt ficb auf
ähnliche Art aus, und fetzt noch hinzu, jenes **xx«g
fey weniger füfs, als unfer Honig. Eben fo Paul von
Aegina 7, 247. > der es auch a£X<; /vSotq nennt* Dies
ift das Tebafchir der Araber. (Salmaf* homon. hyU
iatr. p. 109. Lüdgers de medicam. Tebafchir. Oott.
1791.) Der Name caxx«? flammt aus dem Sanfcrit
Scharkara, und dem tibetanifchen Sa*kar9 weifst
Erde. (Adelungs Mithrid. 1. S. 170.) Vom Bam-'
busrohr bat übrigens Herodot (3, 98.} die erfte
Nachricht, wo er fagt, dafs aus KAkxfiotq Schiffe ge-
macht werden. AuchKtefias von Knidos, Xenophons
ZeitgenofTe, (de indic. reb. in Phoe. bibl. cod. jZ.) er-
zählt, dafs das indifche Rohr fo dick fey, dafs zwey
Männer es nur umklaftern können, und fo hoch, wie
der Maft eines Schiffs, welches taufend Mann führt.
Es gebe aber eine männliche und weibliche Art die*
fes Baumrohrs: die erftere^fey fehr feft und mark-
leer; die letztere habe Mark. Diefe kennen wir itzt
als Calamus verus Lour.; jene als Bambufa arundina-
cea. Vergib Plin. 16. f. 65. Oryza fativa, opuf«, 2,
117. Rumex Paeiencia, XxTrx^oy Kjjnwrov , 2, i4o.
R. acutus , oZvketTrx&cv , daf. R. obtufifolius , \onroL%v*
iyQtoVj<U(. R- Acetofa, o£«Xjf jj «W^up/f, daf. R.aquati-
cust jSpfrawjxjj >j ßsrrovm^ 4» 2. Dies war das
Kraut, deffen ficb die Römer unter dem Drufus Ger-
manicus (i5 nach Chr.) gegen die fcelotyrbe in den
frififchen Sümpfen bedienten. (Plin. 25, f. 6.) Es
hiefs britannica, wie Lipfius vermuthet, von dem Na-
men der Sümpfe, bretanfche Heide. CLipfi zu Ta-
ci*. Ann. i, 63.) Vergl. Galen, facult. fimpl. 6, p.
79. Uebrigens kommt diefelbe Pflanze noch ein-
mahl als iinrok*irot$ov , 2, 141«, vor. Leontice Leon-
topetalum, XeovroTrirxXov , 3, 110. Die Pflanze ift
gemein unter dem Getreide In Griechenland, Leons.
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TDie Pflanzenkunde unter der Römer Heirfchaft. 147
\
Chryfogonum, XQV<royovov9 4> 56. Sibtborp fand fie
bey Abydus. Colchicum aucumnale, xdXx'xoV, 4» ^4*
Veratrum album* iXkißopos tauxcV, 4> *5o. Alifma
PlantagOy i\iapAy 3, 169.
Epüobium angufiifolium , ov»ygxt eive&gpi, 4i
118» , Es wachfe auf Bergen baumartig. Sibtborp
fand es auf dem Olymp. Lawfonia inermis9 xuflrgo;,
1 , 1 24. Vergl. Garcin in philof. transact. voL 45. p.
564» JDiospyros Ebenumy ißevoq, t, 129. Amyris
gileadenfis , ro ßotkcripou Ihfy ov iv /movjj 'Iöu&*/* , 1,18.
Amyris Kafal Forsk. und Boswellia ferrata Colebr., ro
Xißivou Bivtyev , i, 81. Von dem letztern Baum kam
auch die Rinde, <p\ow Xißxvou , i, 82.^ und juayy)} X#*
ßivcuy 1, 83. Dies waren die feinern abgeltofsenen
Stücke* Diodors von Sicilien (5, 40 Befchreibung
des arabifchen Weihrauchftraucbs aus dem Evemerus
ift unrichtig, und offenbar durch Verwechselung des
Myrrhenbaums mit diefern entftanden. Dafs das iuty-
**/*ov, 1, 23., welches auch aus Arabien eingeführt
wurde, ebenfalls vom Weihrauchbaume komme, ha-
be ich fchon ehedem (antiqu. bot, p. 87.) vermuthet.
Erica arborea, epc/xjj, 1, 117. Daphne oleoides*
X«uA*<«, 4, 172. Daphne Gnidium, $upehxt*y 4,
1 73* Polygonum Hydropiper , üSpo7r^T«^i , 2 , 191.
Pol. Perßcaria9 KQzratcyovov , 3, 139. Po/. aviculare>
iroXi/yovcv «flflfiv, 4» 4» Pol. incaman, icoXvyovov &%kv,
4, 5.
Laurus nobilis , &ä$vjj, 1, to6. Laar. Cinnamo*
mum, y.mxixüiu,ov , i, i3. Laur. Cajfia, nx<r<n'*> 1,12.
Sowohl bievon als vom Zimmt wird eine Art die mo-
ful'fche (^uöötjX^ti?) oder die über Moful gekommene
(srap* to MocuXov) genannt» So hiefs nämlich fonft
das Kap Guardafui, in deffen Nähe das Zimmtland
lag. Bis dahin war Sefoftris gekommen und hatte
Säulen und Infchriften errichtet. (Serabo Hb. 17. p.
438. Plin. 6. f»34«) Einzelne Arten der Caffien-Rin*
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148 Zweytes Buch. Drittes Kapitel.
de nennt Diofkorides mit indifchen oder aramäifcheir,
vielleicht arabifchen Namen , «x.u, kittoJ, Saxap, 7*-
f/p. Die letztere fey die befte , vori Rofengeruch und
dunkler Purpurfarbe. yi$( könnte das arabifcba
pfcsrw, die Rothe, feyn. Sa nennt Galen (antidoe. if
434«) eine Sorte 71$, welches fich auch von g*ar>, ?
oVr Stamm, ableiten läfst. Das Blatt ift (Jtctkxßoc-fyov,
1, li. Rheum Rhaponticum> 0«, 0/ ojjov xaXct»<r^
3, 2. Ganz fo, wie Diofkorides die Wurzel beschreibt,
fchildert fie Profper Alpini («ror. p. 188.), der die
Pflanze aus dem thracifchen Gebirge Rhodope, nicht
weit vom Urfprung des Hebrus, erhielt. Diofkorides
fagt, fie wachfe jenfeits des Bofporus, womit wol der
thracifche, oder die Meerenge bey Konftantinope),
gemeint ift. Ammianus Marcellinus (12, 7.) giebt
ebenfalls diefe Gegend als das Vaterland der Pflanze
an , und fagt, fie habe ihren Namen von einem dorti-
gen Flufs. Unter den* Namen radix pontica führen
fchon Celfus (5, 23.) und Scribonius Largus (167.)
diefes Mittel auf.
Hyperanthera Moringa, hsv%gov t>j? ßoikivou juu-
p\f.'j>o*; , 4> 160. Statt /uup/xq ictxc; mufs ^cuppnoj ge-
lefen werden, denn mit Myrten hat allerdings das
Laub einige Aehnlichkeit. Vergl. Belon, 2, 61. Ana-
gyris foetida, uvetyupts, 3,167. Ruta graveolens, *nj-
7«vov, 3, 52. Rut. montana, iryyoLVov ope/vov, daf.
Arbutus Andrachne, kg(jmqg$9 1, 175. Styrax offici-
n ali s <rru£«£, i>79» Der Baum, de Ifen Blätter den
Quittenblattern ähnlich feyn, wachfe auf den Bergen
von Pifulien» Strabo fagt (Üb. 12. p. 199. Tzfch.) :
der Styrax wachfe auf dem Taurus: aus feinen Zwei-
gen werden WurFfpiefse gemacht. Würmerzernagen.
die Rinde, fo Uiefse eine dem Gummi ähnliche Fiüf-
Cgkeit heraus. Tribidus terreßris9 rp'ßoXos x*^***?»
4, i5. Saxtfraga media Gouan., (pukXov^ 3, \^om
Sax. Hirculus, rf>£yov9 <2 bc'/J&Teu viglof hxXt4k^ 1, 7.
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Die Pflanzenkunde unter der Römer Herrfchaft. 149
Vergl. Cluf. exot. 1 , 33. Cotyledon Umhilicus , xötu-
Xjj&wv, 4> 92« Cot.ferrata, xotuX>jWv iri^x^ 4> 93,
Vergl. Sibtb. R. graec. t. 444« Saponaria officinalis*
Vtqoij&iov> 2, 193. «Sap. ocimoides, ü>k/uo€<<W;, 4> 28.
Sa/i. Zaccaria, ivxns dy^tx, noth. p. 45a. 7Wa/i-
ihemo/naiqofumVahhy xhxaxXJsj i, 118. SUene in~
ßata Smith. , ^ufxwv «$£>ei><hj$, 4> Stellaria nemo-
rum, dXcrivtjy 4> 87. Sedum ochroleucum Smith.,
faov ro fuxpivj 4> 90. S.Cepaea, xrTafa, 3, 168. &
acre, usifaov tqitov, 4i 95- Sedum Rnodiola , gohix
£i£a, 4j 45. Agrofiemma Githago, Xi^vk »7p/«, 3,
1 15. ^ßT« coronaria, Xvj£v/$ CTf(pava)aaT<H>J, 3, 1 i4»
Afarutn europaeum, ugxqov> 1 , 9. Partulqca
oleracea, dvlQxyjYi> 2, i5o. Peganum Harmala, irrr
yxvcv «7p iov , 3, 53. Vergl. Belon, 3, 5o. Agrimonia,
Eupatoria, euVarpf jgv, 4> 41» Refrda Phyceuma% $J-
rejfM, 4> 13o. -Re/I fl/6a fcheint freylich nach der
Befchreibung 4> *52. ö^ew^ucf/S^ ^ufy« zu feyn : allein
der Sprachgebrauch älterer Schriftfteller un l G.»i.-*ns
Unterfcheidung des o-jjö-aefweiS^ Xsuxov von /uiy* f acute,
fimpl. 8. p. 108.) läfs.t vermuthen, dafs an der ange-
zogenen Stelle zwey Pflanzen gemeint werden, unter
denen das auf Helleborus foetldus , *vtj*u£jkc; «X-
XtßoQOS Galen., das Xtunsv aber mit der Hnfc^rei ^ung
auf Refeda alba bezogen werden mufs. I\acn Srrjjo
(lib. 9. p. 497« Tzfch.) wächft das c/i<rxtuost\*$ in i'no-
cis: man bereitete damit den HeJiehorus vom Oeta
zu, um ihn unfehädlicher zu machen, wie noch jeiit
im Delphinat Helleborus foetidus «jIs Gegengift a
HeJIeborus niger bey den Scbaafan gebraucht wird.
Euphorbia offocinaruirij hivh^ov 3, 96. V er
mit Unrecht heifst es vap-d^xot/fe«?, d;.r FeruJ.i ähnlich.
Euph. Chamaefyce> xw***»**!* 4> »70. Euplu Pr elis,
4> 16g. Euph. falcata, tt*»^;, 4, \ 8.
Euph. Lathyris , 4,167. Euph: Ar-i ><.. « ;
4, 177. Vergl, Beloo, 1,42. Cluf, hiU. 2, 19^
ISO Zweytes Buch. Drittes ICapitel«
Pityufa, 9!7Tücu(Mf, 4, 166. Euph. Paraltas, r^^Xct
«rapfliXic?, 4> 10'5. Euph. fpinofa, iV7To$*i;, 4> 162«
Galaftivida altera, Honor. Bell, bey Cluf. hift, 2, 3o8,
Aipin. exot. p.3oa. Sibthorp fl. graec. t. 463. Euph*
heliofcopia, n$vpa\oq q\iointc7nosy 4> *65. Euph. pla*
typhylla, rtä^Xtf 7r\serv<pv\Xof> daf. Evph.Cypa~
riflias, nbvflxkof Kwrxpu7(rta$ , daf. Euph, Myrßmies,
rt$u{juxko$ &%kv$, daf. Euph. dendroides , 7*1-9-. 0 i*y raf?
ir«Tgan$ (pi/c^sve?, daf. Diefe Art fand Anguillara ia
Tofcana und Genua (de ferttph p. 294.). Sibthorp ff,
graec. t. 470. Euph. Characias, %ap«x<&9, daf* Stfm-
pervivum arboreum 9 xeifoov to peyx, 4> "89» Auf
Mauern und Schutthaufen in Cypern fand es Sibthorp,
fl. graec. t. 473. Auf Cephalonien fabves Anguillara
(p. 277.) unter dem Namen ivatmurfm*
Myrtus communis, /uuo<nv>7, 1 , \5j* Punica
Granatum, qox, 1, i5i. Amygdalus Perfica, rx $\m
ptr/xa , 1, 164. Prunus domefiica, KOKnuy^Xix , i,
173. Bpa&/X«, Thebcr. 7, 146. 12, 3. Fr. Arme*
niaca, rx p%kx xgfx^vixax, 'Pufxxi'trri hs xtKcnix , l,
i65. Mefpilus ianacrtifolia, fħ<nfikov9 apwv/ac, 1, 169»
Vergl. Smith prodr. fl. graec. 1. p. 34^. exot. bot. t.
85. Mefp. germanica, pi<ntikov ireqw, 1,170. Af<?//i.
Pyracantha^ c^dxkxv&x, 1, 122. Afc/jp. dorne feiern,
Smith,, «u«, i, 173. Pyrus communis, «XI«? • i#
168. Pyr. Malus , ftyp/cujjX*, 1, i63. /^q/a femper-
virens foll, nach Sibthorp und Smith, Kwct/Saro? , 1»
ia3.,feyn. Rubusidaeus, ßaroqUaix, 4> 38. itok
fruticofus, j8«re?, 4, 37» Potentitla repcans, wivri*
C'oXXcV) 4> 42»
Capparis fpinofa% HXTrxxQt; , 2 , 2o4* Pnpaver
iubiumj (av}*w (Oi£ff 4» 64» Die Frucht wird als lang
geftreckt angegeben ; daher kann es nicht P. Rhoeas
feyn. Dies ift vielmehr»; aypi* /u^kw, fyjMt-S^svjjy
?Xft,y T,JV hw8/*v, 0 Xtti wi&Priq nai goixf cvofAx&rxi, 4> 65,
Pap. ßmni/erum > pjwv «ptpoft jqprevrij, 4> 65* Jfyfc
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;
-
Die Pflanzenkunde unter der Römer Herrfchaft. 151
hybridum , Tgmj dyqtwriqot Hau {JtuKQO+igct ( {xixqotsqx)
rouTwv, exova-ot tjJv xwS/av £07^x17, daf. Pap. Arge»
tnone> a p-> ^wvjj , 2, 208. Sibthorp bringt fie, auf
das Anfehn der Abbildung im Wieher Codex, zur
Acfonis aeftivalis. Allein, was ich von jenen Abbil-
dungen halte, habeich fchon oben gefagt. Die An*
gäbe im Text, dafs die Pflanze einen gelben fcharfen »
Saff gebe, nnd dafs die lange Saamenkapfel oben brei-
ter als unten' fey, fpricht zu deutlich. CMidbnium
malus , %f X/&oy/ov (xtyot , 2,211. Glaucium luteum,
pKwv xsparriV/;, 4> 66« G1/. phoeniceum, ßorivv\ xar*
*I* patToXiv r>fc Lüpi«? ysvofjtivyjy 3, 100. Nymphaea al«
ba9 vü/u(ß*/a, 3, 148. Nymph. lutea* vvutyxiu äXX>j,
Jjf to iv$c{ ß)J(patgx (vcu Xiyerxt, 3, i4Q» Nymph*
Lotus , X«rc? 0 iv Aiyvirrv y 4» »14« Ciftits creticus*
xltrrov sihos Xjj&ov, 1, 128. Ciß, villofus y mcttos *q qw*
1, 126. Die gemeinfte Art in Griechenland, nach
Sibthorp. Ciß. fahifolius 9 Ht<rro<; &k\v, da(. Paeonia*
ofßcinalis9 yhmvtrlhq dy\st*9 3, 167. Paeon. corallU
na, yXvKVfihfj «^o>jv, daf. Delphinium peregrinum,
öiXtßswov, 3,84. Delph. Aiacis , ls\<pmcv ct^ov, ol
u*xr^ov, "PömWo/, j8oux/vou? (vaccinia) , 3, 85. Delpfu
Staphis agria , gthQis dyptot, 4> 156. Pedicularia her-
ba, Scribon. Larg. 8. Aconitum Lycoctonum, kkovi-
tov «Tfgov, 0 ifwoi xuvoxtovov, 01 Xvxoxtcvov x«Xcvtj*
78waTflM j^fiv TrXefffTöv IraXi« iv Tofir x«Xoü^vou^ Oy-
f<rr/vö/$ 00m, 4i 7^* Die Veftinifchen Berge find im
jetzigen Abruzzo, Plin. 3. f. 17. Nigella fativa, u«-
X*v$7öv, 3, 93. Nelumbium fpeciofum. xvawc xlyiitrto^
2, 128. Anemone coronaria , «vij/uwvjj 2, 207.
Sibth. fl. graec, t. 5 14. hortenfis, «yquüJvjj
dif. Clematis Vit alba, lx<Pvonbh> 4> 1 48. (C^ma-
Iis integrifolia vielleicht &sv5p0v iv KfXt#x>T, cu 0 k^o-
ftrafco, lib. 4. p. 63. Tzfch.) CW cirrfcr,/« loll
nach Sibthorp K^arrr^ 4i 182, feyn. Clem. Vuir
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15» twejtt Buch. Dritte« Kapitel,
cell* fcheint xX»j|uwtri; trsp* noth. p. 462. zu feyn.
Thofhtrum minus ■S-j&.mrpov, 4> 9^ Ranunculus Fi'
C(*ria* j^eXAcvicv uivt^cv. <?, 212. Koä. afiaticus . /3«-
2, 20t). lanuglnofusy ßxrqi^tcv %yoa>&£OT*p0Vf
7rX*f<TTov t'y £«^6ovi« YfvOjUcvoy) daf. mur 'u atuty
ßoLTQXXJiQV Tf/TÖV, (Ti^O&p* fXMQOV HOU &U?0O^U6V, daf« /fall«
aquatilis, j8*T£AX<0V rirct^rov , «vS-Of 7«Xa>cT4^ov, daf.
, heüeborus orientalis Lam., officinalis Salisb. Smith.,
Aiuga Iva% cHv$vXki; Mq»y %«jU«rjriruo^ r«
X«) äacuripafe*, av-^o? ircpCpupouv , 3, i53. AnguilJa-
ra fand die Pflanze in Kreta fempl. p. 237.). ^i.
Chamaepitys , XÄ/*Ä/7r,,n,S> 3, Teucrium ßavum,
XOifAouTtiruq Tprnj, appV xoXou/uM» 3, 176. Teuer.
Pjeudo - Chamaepitys , %otu.oimirv$ irio* y xXxbovs i%fi\)-
e» Tnfcvmious *yKvgo8thsT$ > iv$os \*\>kgv > 3,176. Vergl.
CJuf. hifr. a, i85. Teuer. Marum% u*$ov> 3, 49«
Sibthorp glaubt, es fey Origanum fipylewn9 B. graec.
t» £70. Teuer Scordium, (rxofacv, 3, 125. Teuer.
Chamo edrys . xÄ4WÄ<fy,JC> 3 , 112. Teuer, lucidum,
TreUHQtovy 4, iii. Teuer, montanum, iroktov cpsivoV,
3, i«4» T>«cr. Polium. ttoXiov £t*oüv $otf4,vwo4<rrf pov ,
cv'x oi>t»c f utovov r>j oVjUjj, 3, 124« Teuer, creticum,
ik&viov Myjjrnov , i, ^<S. Teuer. Pfeudhy ffopus t aif*»
tyurov irsTQauovy 4i 9« Vergi. Column. eephr. 1. p. 67.
Satureia Thymbra, ^vuß^dy 3, 45. Sa*, capitata,
• -fru^o?, 3, 44- iuliäna, rpccyoQtyavos XtirrQHaQiCoc.
xxi \67rTo$u\\e$9 3, 35. Thymbra fpicata, vielleicht
wcfcrtros oqsivgc y 3, 3o. Hy/fopus officinalis 9 ixratairosy
3. 3o. Verbena officinalis, OTpiorcpcow, 4^ 60. f^rÄ.
fupina 9 ispd ßorivij , 4> 6 1 • Lavandula StoechaSy cn-
X*?, 3, 5i. Mentha fylveßris, ctavfxßgtov , 2, i55.
Menth. gentilUy ObvoffjLOS 42. Menth* fati*
va y fövoGfAcq , jw/v^iy , 3, 4 1 • Menth. Pulegium ,
Xw*» 3, 56* Menth, cervina, #öXvkv>7/aöv, 3> 108.
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Die PaanzenkundfiÄitter der IlamerHeiTfchife. 153
Caefalp. 11,37* l^mium dlbum, taut«;, 5, 11 3,
Ca*>falp. 11,5». Lam. firiatum Sihth. fl. graec. t. 557.,
ßzXk<*T$, 3, 117. Betonica Alopecuws, x^rrpov, 4,
1. Seachys palaefiiaa, cr«^, Z, 120. Sibthorp
fand fie durch ganz Griechenland häufig auf bergigen
Orten. Stach, alpina, «r/S^fT/?, ci &* qpaxTicioy, 4»
33. Sibthorp giebt fie auf Bergen in Lakonien an.
Stach, glutinofa, rfayogiyotvci; *J«pv*rWp* x«j vkavi«
$uUe*, xottofotf (xavÄc, 3,55. Vergl. Zanoni ift*.
ria p. 119 t. 81. (Galeopfis an^uftifolia cretica vi fco*
fa.) Marrubium vulgare , TrpaViov, 3, 119. Marr.
Pfeudp - Dictanwus , \^€U^Vxra/uvo$, 3, 38. Anguil-s
lara, p. 201., hielt dies Kapitel für untergefchoben.
Afarr. aqetabulofum, btbqcv &xTäy«wi «ro.Kprrtf
(ptpo^cvov, 3, 39. Sibthorp fand es allein auf Kreta«
Leonurus M a rrub ia ftrum , jruxyoxojtcov, 4, 176. An-»
guillara p. 298. Phtomis famia und lunarifolia Sibth.,
(pXopV fcirXaw, Walto* «sfg rjf 73, cr^tlX*
*Xotnr«i r« (piiU*, 4, 104. P/i/. Lychnitis, (pXo^
% xflfXöu^wyij tagviri;, daf, Pä/. fruticofit, (p\ofu$ dygt*9
daf. Ciinopodium vulgare, Kktvovrohtov , 3, 109. tfri-
ganum Dictamnus , e7xr*jUvo;, 3, 37. Orig. creticum,
aypcf iV*voc, 3, 54. örjg. heracleoticum, ©prV*vo* j>£«-
xA^iflrrix)) , 3, 32. 0rig. Onitis, ov^nf , 3, 33. 0ri£.
Maioranoides , (ra^u^cv, 3, 47. Thymus Serpyllum,
fffmXXo;, 5, 46. Thym.Zygis, fryiq, daf. 7fyni,
ineanus Sibtb. fl. graec. t. 577., x«X«piV&j ogsivorty*,
(piUa. wki/zw opo/* üffoX«MCÄ , 3, 43. Tftjm. Calamin-
tha, Kokxftiv^ TßiVjj, daf. Thym* fuaveolens Sibth.,
xaXa^/y^i; >? 7>j5x«v< üoix«, daf. Vergl. Boccone muf.
1. p. 5o. t. 45. A. Thym. Acinos> ixivoc, 3, 5o.
Xrivpavoi t?* axivou *rX«x<>/ufivci Athen, üb. i5. c. 8.
p. 480. 77/ jm. Tragoriganum, TQ&yoQiy*voq
(fto$ neu Xe7TTc(püXXec , 3, 55. Der befte fey der eili*
eifche, und der in Kos, Ghios, Smyrna und Kreta
wachfende. Vergl. Alpin, exot. p. 78, 79. Sibthorp
Uigitiz
154 Zweytes Buch. Dritt« Kapitel.
s
zieht fragweife feinen Th. grareolens fl. graec. t. §76.
bieher, aber diefen fand er blöfs auf dem Parnafe, wo-
gegen Th. Tfflgoriganum von ihm feibft in.Cypern
tmd Böotien jWon Alpini in Kreta' angegeben wird.
MeUffa officinalis y /usX/trerotpüXXov , 3, 118. Ocimum
Baßficum, wkjjuov, 2, 171. Antirrhinum Orantiumt
fcVr/pf/vöv, 4) *33. ifn*. Afarina, x*}**1'**™0^ 4> t^6.
«Äätfa aegyptiteä, J\£ivr„ 4, 3g. Ift, nach Sib-
tHorp, durch ganz Griechenland fehr gemein. * hin.
fiitriäy tkaiTivyj) 4i 4°* Lin. repens, e<ri>p/c> 4> ^43.
Scrofularia lucida, frihnjgtri^ rpmj,' 4> 35. Scrofi per*
egrina, yoikio^y 4> 95. Vergl. Anguillara p. 278.
Örobanche caryophyllea , opoßxyxi* 2, 172. Dafs
hier, wie bey mehrern Pflanzen, Diofkorides Namen
ganz -andere Bedeutung haben , als Theophrafts, fah
fcKon Anguillara'^ p. 89., ein; Vitex Agnus, dyvo{> i,
1 35. Acaneftur mottis, ukocv&os iv 7rxQ*het<rot<;y 3, 119.
$y$o$ änxv$&; Theoer. id„ i, 85. Uetili^ und pskip-
(ßvXXov Diofcor. nbth. p. 4^2. Plin. 22. f. 34- Unter
dem erftern Namen kommt beym Paufanias (2, 10.)
ein Gewächs mit Eichenblättern vor, welches blofs
bey Sikyon wachfe. Mit den Blättern foll man gelb
gefärbt haben. Unbedenklich Ward, nach Hefychius
Zeugnifs, eine Schminkfalbe, womit man wahrfchein*
lieh dem bleichem Antlitz eine dunklere, etwas 'gel-
be Farbe zu geben fuchte, ir&iheQvq genannt. Derne-
trius Phalereus bey Athen, üb. 12. c. 11. p. 5i5.
färbte fich die Haare gelb und das Geficht mit iraibs-
pw?. Alexis fagt (Athen» lib. i3. c. 3, p. 5i.): „Ift
Jemand bleich an Farbe, er reibe fich tfatlfyvs ein«,,
Nikander meint offenbar diefe Pflanze, wenn er
(Athen, lib. i5. c. 9. p. 49^.) icxihos £purr«$ anfahrt,
die der Pappel gleichen. Vergl. Salmaf. exerc. Plin,
p. 3g8. Sibthorp fand den Acanthus mollis nicht in
Griechenland, fondern nur in Sicilieö.
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Die Pftanzeokonä« imUr der Jttuet Menfoheft. 135
»
I/am thictöria, fr*ri$, a, 216. Tn den
Hippokratifchen Schriften. (de ulcer. p. 874«) kommt,
die Pflanze fchon als Arzneymittel vor. Mit der blatt-
grflnen Farbe wird die verdorbene Galle verglichen.
{Hipp, epid. 4, p. 1 1 37.) Mit Waid (vUrum) mahlten
die Britannier ihre Körper, um fürchterlicher in der
Schlacht zu erfcheinen. (IuL Caefi de hello gaü. 5,
1 4.) Marc, Empir. c, *3. Herba , quam nos vitmm,
Graeci ifatida vocant. Plin. 22, 1. Simili plantagU
ni glafium in Gallia vocatür , quo Britannorum con*
iuges nurusque toto corpore oblitae , quibusdarri iti
facris et nudae incedunt. Vergl. Nocca illuftr. plant,
in Iu), Caef. comment. Ticin, 1812, 4. Lepidium im-
tif&Hum, X«7riW, 2, 2o5- Lep. fatintm, xaA&ape*»
2,185. Ariftoph. nub. 234. 235,f wo der Scholiaft
den neuern Namen fn*(pov hat. Xenoph. cyrop. 1*2«
§. 8. Lep. lberis/ißsgtft 1, 188. ThlafpiBurfa> $\itmy
2, 186. CochleariaAmoracia, Q*(p*wiyy*> 2, *38*
Cochl Draba, fy«/3>?, 2, 1 87. Lunaria canefcens Willd.,
a\\j<r<rov, 3, io5. Wächft, nach Sibth«, häufig um Athen.
Alyffwn fativum, juuorypoy, 4> 11 7« Sifymbrium Na-
fiurthant curvfxßpiov *T<pov, ij Kctfiaphtj, 2, i55. Sif,
polyceratum , ipwipov, 2, 188. Gemein durch ganz
Griechenland. Cheiranthus incanus, Xauxoiov, 3, i38.
Sinapls arvenfis, X*ju\|/ötvij, 2,142, Sin. nigra, cwqiri
jj vfilmi, 2, 184. Unter dem letztern Namen kommt
es im Ariftophanes, equit. 627., vor. Brafßca oleta*
cea9 agxfxßyj yfjtsg c$ , 2,146. «8r. eretica Lam., xpau-
/3»j «Yp/o», 2, 147. Br. Eruca, fü'^w^uov, 2, 170. Cor-
dylocarpus laevigatus Desfont., Sibth. fle graec. t. 649*9
«ypwi, 2, l32.
Erodium malacoides Sibth. fl. graec, t, 658. , 7*-
piviw fT£gov9 3, i3t. Qeranium iuberofum Sibth. fl.
graec, t, 659«, yfpav/oy, <£toXX<u otyq/uftiv)*?, piy* u7fo-
CTpcpyuXji ^Xuxc/a, daf, Pi/iia $tratU>test CTfmrtii-
4, 102, Alpine aeg. p, *o5}e Veslipg.aieg. p, 45,
j
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Ij6 • ZvreytesSacb. Drittes Kapitel.
Ahhaea cannabina, xocyvxßt; ayfa, 3, i66. Alth. ro-
ßa9 /uaXaxij xqfcRfTij, 2, 1 44* Sie wach ft, nach Sib-
thorp, in Griechenland wild. Aber eben fo gut kann
es Lavatera arbarea feyn. Ahh. officinalis> £k&ad*%
5, i63. Malm fyh^/hris, poikixn XeQ****> dat. MaW.
Tournrfortiana y *bti%, 3, 164.
Fumariq, parvißora, x*7rve$, 4> i*o. Fwm. co>
preolata, vielleicht icwi/pov, 4> 121. Polygala ama~
ra9 rtok'Syxk*, 4> *4a* Spartium iunceum, airauYriWy
4% i58. Dies ift das o-7r«pTov, welches, nach Arifto*
teles (Äi/i. a/iim. 9» 27. $. 22.) 1 die Bienen befuchen.
Spart. vUlofum W*\ \4tta\&$oj;> 1,19. Spart, hör ri-
tbdm Sibth. fl. graec. t. 674.» Stsqov sfoo$ «WaXa^ou
Xfwtov, daC. fy. Scorplusy iripx iv K«mr«&ox/ö&
Hai Ilövr«, l, *53. 0/iom«f antiquorum, «vwvie, 3,
2i. Phafeolus vulgaris, cp.tkx^y 2, 176, Luplnus
pilofuSf 2, 102. Lup, angufiifolius > $f$jMf
*ygio<;, 2, i33. . Orobus vernus, wrrQuya'kos , 4> 62.
Column. phytob. p. 48. 1. 1 4. Lathyrut Aphaca,
X)?, 2, 178, Lai$. Clymenum, xXiy-tfvov, 4> i3. Cicer
Lens, (pxüoq, 2, v«9» Cic. arietinum, if>eßiv$os9 2,
126. Ervum Ervilia, QQcßos, 2, 1 3 1 • Coronilla Secu-
ridaca> jj&uVapov, .3, 146« Ornilhopus compreffus,
HotTwxytty), 4> »34* Hedyfarum Onobrychis, oV/fyu-
5C^> 3, 17 a. Indigofera tinetoria , to iv&mcv /fo^ixcv,
5» 107. Vergl. jB^ckmanns Gefch. der Erf. 4> 475.
Clycyrrhiza glabra» yXuxJp'p'i^x , 3, 7. Aßragalus
Gtaux, y\*Z%) 4> i4J« 4/'r» fefamoides, crpotposilts
/u/xpev, 4> l53. Afir. arifiatus VVilld., Tpavax«v$a,
3, 23. pugpiformis Herit., xarava^HJ) trtpg, 4>
l54- Aftr. Poterium* icorfyiov, 5, 17. Vahl fymb.
i> 65. • Pforalea bituminofa, Tpf'$uXXov, 3, 120.
MelHotus meffanettfis Willd. , ).«roV W*QOS, 4> m-
italica, (teXti-wrcs iv Kctyarxvt* TTfpi Nwkav, fuj-
A/jJuv x«/ «tcvo? >tÄTÄ t>^ <V(*>^/av> 5, 4^« MelU. officio
nali$ } ^c/A&rr;$;, xp*T*arq; c ätt/xc^ xpox/$a>v xai cv«**
t
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Die Pflanzenkunde unter der Römer fTerrfchaft. $57
Sift, daf. Trifolium arvenfe, Xxydirdvs, 4, 17. * Me»
dicago fätiva, /uq&fxjj, 2, 177. M*d. arbörea, xtmtr*?,
4, 1 13. Trigonella elatior Sibth; fl. graec. t. 762.^
XttTo? «*yp/i$ X^ukoc» 4* 1 «2» Vielleicht auch des Aga*
tharchides X»to$ «vSpo^jfx»; (Diodor. Sic. 3, 43.^, deri
er in Arabien gefunden, Lotus ornuhopodioides , ko*
gwarouc, 2, i58.
Hypericum crifpum Sibth. fl. graec. t. 776. , J*ri*
n/xov, 3, 171. Ift auf den Aeckern Griechenland^
fehr gemein. //>yj. perforaeum, itmvqovy 3, 172,
Beide, fagt D., werden auch dvlooqeciuw genannt, weil
fie gerieben rothen Saft geben. Hyp. perfoliaturrt L.
(ciliatum Lam.), tivh$c$*tuov , 3, 173. //y/>. Cö/ij^
Kopif> 3, 174. Hyp< hircinum Sibth. fl. graec. t. 773.,
«rprytev , <pifer«# pfo iv Kp^r>j povi) , 4, 49. Sibthorp
fand es bey Platania auf Kreta.
Tragopogon crocifolius, rpciyoirtiyuv, 2, 1 73. Son-
chus oleraceus, fToyaos, 2, 159. Apargia tuberofa,
xcv&piXX># «rapov *ioof, 2, 161. Chondrilla ramojijfi*
ma Sibth. fl. graec. t. 795., *ov&p<XX>j, daf. Lew tue a
Scariolay ügihuj; dy^i'u, 2, 166. Arnopogon picroi-
des, iepaniov p.iyct% 3, 72. Scorzönera elongata Willd.,
hfiniGV UMpGVy 3,73. Cichorium Intybus y espis oiypix
■S-gihctituhBGTsoX) 2, 160. Cich. Endivia, cegi^ fcjj7r£UT>)
CTfvoifüXXo?, daf. Scolymus hifpanicus , raotapo;, 3,
1 6. Die junge Pflanze werde als Kohl gegeffen : die
Wurzel wirke auf den Urin , und vertrpibe den öbeln
Geruch der Ausdünftung. So fagt Clufins {rar. fiirp.
perHifpan. hiß. p. 44&«) > die- junge Pflanze werde bey
Salamanca häutig gegeffen. Vergl. Schneider zum
Columella p. 629. 53o. Arctium Lappa, «£k«cv, 4,
107. Carduus argentatus , anxv&x XeiuoJ, 3, 14.
Card, temußorusy Kiptriov, 4> 11 9. Cartf. marianus^
tjtlvßov* 4, 169. C/iictt* fyriacusy £kw$x «Yp/a, 3,
120. Cn.Acarna, 3» *2. Cn. firllatusi
iirnitpiucro*, 4» *65. Onopordon Acanthium, a*iv$ioyt
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45»' Cweytes Buch. Drittes Kapitel,
3, 18. Oii. arabicum* «k«v£<ji «paySmgV 3, i5* jföaA
Ha gummifera Willd., Sibth. fl. graec. t. 838., %ap«f-
Xiuv Xwnof, 3, 1 o. Carthamus corymbofut , xa^uxj-
^6ä»v piX*?, 3, 11. CarM. leucocaulos Sibth, fl. graec.
t. 842., «rß«KruXiff, 3, 107. Stäheliaa Chamaepeuce,
ftafAxiTTsCitn , 4» 127. Alpin, exot. p. 76. Sibth, fl.
graec. t. 847. Chryfocoma hinoJyris% XpuroKcjuq* 4>
55. Cacalia verbafcifolia Sibth. fl. graec. t. 848, , na-
icatXj*, 4, 123. Santolina maritima Sibth. fl. graec,
t. 849., yv*<P*kicv, 3, i32* Saat. Chamaecypariffids,
ißqorovcv $SJXu, $xy,vos fevbQouhqq, 3, 29. Artemifia
Abrotanum* aßporovo* £fä$v, 3, 29. Art. corymbofa
Lam. (camforata Vill. Willd.), a^h&to» o-ävtowov, >*v-
vdfjuvov iv rjp kät* tä? "AX.7T«i$ Toikctriat. ffXeärroy, 3, 28;
Die Santooes wohnten weftlicb den Cevennen und
den Gebirgen von Auvergne. Hier wächft die angege-
bene Pflanze. Deutlich fagt auch PJinius (27. f. 28.):
» Santonicum appelJatur a Galliae civitate. Es ift aJfo
2u verwundern, wie man tbeils auf eine im platten
Lande allgemeine Art (ArtemiGa pontica), wie Lobe-
]ius und RuelJius thaten, theils auf eine ßbirifche
Pflanze (Art. fantonica) , wie Linne, fchliefsen konn-
te. Beide haben auch nicht die Aehnlichkeit mit dem
gewöhnlichen Wermuth , die doch Diofkorides an»
giebt. Galen unterfcheHet nicht allein das irovriHov
hinlänglich von dem o-ftvrowxcv , fondern er bleibt be-
ftändig bey diefem Namen {facult. fimpl 5. p. 69J;
daher ift es um fo mehr zu verwumlero, wie Anguil-
lara, Lobelius und Andere für cävtowcv, capSoJv/ov Je-
fen wollten. Art. arbore/cens , apTSfAuri* iv irotQxSx-
Xaurcfac rwrcif, likarürtQ* i%ouv» rx (ptäka, 3, 127.
Sie wächft, nach Sibtbot-p, überall am Strände. Art.
pontica t dfrsptw* Xeirrorsgx i%t\i<rx T* <ßvXX*, da f.
Art, fpicata Jacqu. , dorsfAKria ^uövoxX«vo<, daf. Wächft
auch auf den griechifchen Gebirgen. Art. campe ftris,
itT9t***(* >*irro<p vttc*, 3, 1 28. Art. Abfinthium, «tywV
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t
Die PflÄBxenkunde unter der Börner Herrfchaft« 159
-Swv, 3, 26. Ars.mariHma9 AI™*** "Aääwiw* «n-
y*S & hä4 tffpi^iw x*lW<ri, 3, 27. Sibihorp fand die
Pflanze vorzüglich häufig an den. Ufern des Bofporus.
Gnaphalium fanguincum, ßix%*Qi$> 3, 5 1 . Man fieht,
dafs Diofkorides die cilioiCchan und lyrifchmn Pflanzen
eben fo gut kannte, wo nicht beffer» als die griechi»
fchen } itaJifchen und . gallifchen : denn . diefe Pflanze
wächft in Syrien, wo fie Rauwolf (Reife, 1, 285.) ge»
funden. ' Auch Ruffel giebt fie um A>ppo (Naturg.
Aleppo, i, 195.) an. Gnaphalium ßioechas, Ski*
Xputfüv, 4> 57. Micropus erectus, kgovroirlhw, 4> *3i,
Erigeron vifcofus , xovu£* /u«7&jj, 5, i36. Erigeron
graveolens, xovuy* putpa, daf. Inula britannica, rpi*
tov «foa* xovi#j*«v ^ipuoooi< » daf. J/i. Helenium, Ski*
wöv, 1, 27. Doronicum Pardalianches oder Jcorpwides
Willd,, uKovirov, cl hi irxQhx\t»yx*$* oi H<ü(iu4Qevt
ei ee -^>jXü$cyöv> 0/ &i u-vohtovov , o? ofi •9jjpo(j)»vöv. (ßuXXai
*Yöu ovp «t frikßoutrK <*\xß*<rTQ0B&£s9 4> 77» Vergl. Do-
don. hift. p. 437. Sibthorp fand D. Pardalianches
am Fufs des Parnafs und des bithynifchen Olymp, auch
auf den lakonifchen Bergen« Tufßlago Farfara, ßt-
Xjov, 3, 126. Tuff'. Petoßtes, irsTc-vIrn , 4, 108.
Senecio vulgaris, qQiye$w> 4,. 97. After Amellus,
dffTrß acTTiKCf , 4> 120. Anthemis Pyrethrum, Trup«-
3, 86. Anth. chia, tinctoria und rofea Sihtb.
fl. graee. t. 887. , «VS-fi'/^&o; Jty rpia , ay£«<r/ /uo'y©y
H€SVT04 Xi)x\OTSQ£s XeUKX jJ /U)jX/VA ^ TTÖpC^Uß«, 3, 1 54*
Anth. difcoidea > ßo»(föcik[Aov » 3, i56. Chrysanthe*
mum corvnarium , ^u$«y9^oy , 4» 58. Achillea Age*
ratum , dy^otrcv, 4, 59. Ach. tomentofa,
«y*9^ X£U<r/<fovT«, 4> 36, ifc/i. ligufiica All, oder magna,
uyj/Xzi*) «v-Stj Xsuxa, daf. ilcÄ. Ptarmicay irrccpfjuKq,
2, ig a. Tagetes patula, jy tj x«r AiyyTrrov
» «
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«i6o -fcwaytts Buch« Drittes Kapitel. * ?
<y!$f«p ö^toxo**, oXi7o$uXXä' avSoc oe (peoei
pcpcwvov, ttX^tu^u^ov, 2, 21 3. Ce/?i. Crocodiiium,
MQOKohcikiov, 3, 1 2« Aufcuillara, p. 1 4 1 bezeugt, dafe
dies ganze Kapitel aus, dem Kratevas genommen
worden : • - >'
Orchis pyramidalis , v%Xt$ » hwc<;oqx^ > o , 1 4 * •
Orcfu Moria , o^X'S «topos, 6V cffoiSvÄ« x*XeUdr/v, 3,
142. Serapias Lingua > \oyx*Tis , 3, lbi. Cefalpini
(io, 21.) fand die Pflanze zuerft auf den tofeanifchen
Bergen, und beftimmte fie. Auch Fab. Columna bat
fie als Orchis macropbylla (eephr. 1. p# 322.) befchrie*
ben und abgebildet. Die Befchreibung im D. ift eine
der genaueften. Neottia fpiralis» eictir**T)$ jj AXf-
ßogbq, 4> lo9* Arifiolochia longa, *Q§cToXeyJ* /ua-
xpa» 3,6, Arift* \rotunda, *0/o*r. orooyyiÄjj, da f.
Ar ift. Clematitis , d^icrdkoy^lx vCkqyxtTiTis , da f. An«
guillara, p. 193., bemerkt febr gut, dbfs ftatt ati'faov
/uxpoV, mit deffen Blättern diefe verglichen werden,
Äcaoov gelefen werden raüffe. Cytinus Hypociftis,
Lemna minor , (fxxoq 0 *V# r<wv reXporw, 4) S8.
Typha lasifolia% tu$j), 3, i33. Urtica urens, dxet-
Xü^jj TfÄXWTf'fÄ> 4> 94- «"fy Theoer. id. 7, 110.
Vergl. Schneider ind. ad feript. rer. ruft. v. Urtica.
Urt. dioica> iriaa, Xs7rroc7re^uo^ darf. Xanthium ftrw
marium, £«v*9-joy, 4> »3**» Ambrofia maritima , «^u-
ßqocrix, ot juiv jSorpuc, 0/ St ßorpus d^rsfAiciot. Sauvicko^
iffrsv TQt<nri$cc[jLcq ro in^os, v6ku*k*hoq% fyuXX» *X«V 9r«-
pi tjjv ixßoXqv toZ xäuXou /uixpa tos anj V«vcu , t« x«u-
Xia TrcoiirXsa o*T«0uarjW, io/xoVwv por^v&joi? f*9$eiroT8
av&ouov, rjf 00707 o/Wbgc* xaTa9rX€X€T*i &6 KATTraBoiu*
to*% crsCpdvciq, 3, 129. Sehr richtig hat Lobe litis ic.
766. die Pflanze abgebildet. Es ift ganz ohne Grund,
wenn Ketzin« f^or' ^r6^ P- l^ ) e*nc wohlrie-
chende Art von Artemiüa verbanden wiffen will« Afy-
# 1
<
p
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Die Pflanzenkunde unter der Körner Herrfchaft. i6r
riophyllum fpicatum, [MQiotyvWov, 4> 1 15. Thetygonum
Cynocrambe, KvvoxQxfJißir), 4> 1 92« Potrrium fpinofum,
m-oiß^y 4t 12* Honor. Bell, zum Cluf. hift. 2, 3o8.
Ar um Dracunculus , fy**ovTicv, 2, 196. ifr. italicum,
apov, 2, 197. Arifarunu elpfoxpov, 2, 198. gü<»r-
cu5 cocc\fera9 kokkcs i3x(pi>iv]' ytveTXihe q iv K/X/x/<x iv
Tai"? ^utr/v , GfAOtws KoxKict, (juxq& , 4> 4$» Cfoton tin*
-Ctorius, viktoTQQmov /uinpov, 4> l94- Vergl. Cluf. hift.
2,47» Ru inus communis > xqotwv, 4, i 63. Momor-
dica Blaterium, iXarr^iov t 4> *54» Bryonia dioica,
iuits\o$ Xcuh)}, 4> l^4* Br.alba, äfX7rsA&$ peXtctvx, 4,
i85. Cucumis fativus, xoXoxuv&j) , 2, 162. G/c.
prophetarum , hoXckuvS^, 4» 178. Chc. Afe/o, it/h^
ipsQOS, 2, i63. Cucurbita Pepo 9 iriicw, 2, 164.
Cannabis fativa, xawajSi?, 3, i65. Pifiacia Len-
tifcus, oyjhofi 1,89. Piß. Terebinthus , riqpLiy^ou
1,91. Piß.vera9rti<tr£xix9 1,177. Smüax afppra9
cfiika^ TQCtX*'" > 4 1 44- Tami/x communis , ipirs'koe
ayp'u, 4, 1 83. Mercurialis annpa, kvcfaim;, 4, 191.
Juni per us Sabina, ßQx&uq, 1, 104. Oxycedrus,
xifyo?, i> *o5. Taxus baccata , ff/fauX*|, 4, 80. Iul.
Caef. de bell. gall. 6, 3i. Cativolcus, rex dimidiae
partis Eburonum, aetate~iam confectus, taxo, cuius
magna in Gallia Germaniaque eftcopia, fe exanima*
vit. Vergl. Nocca iliuftr. plant, in Iul. Caef. Com»
ment. Ticin. 1812. Myrißica mofiliata giebt Hie
Frücht, deren Schaale /ua**p 1, 110. vorkommt. Äw-
fcu* Hypogloffum, liriroy'haccov , 4t l^2. Äw/c-, acm-
leatus, {jLvpcivY) dyqix9 4> i4^. Rufe. HypophyUum,
hxtpvi* akf%änhgetx , 4> *47- Rufe» racerfiofus, yjxpxi-
Ixfvq, 4, 149.
Atriplfix Halimus , £k$pw, 1, 120. Atr. horten-
fis9 irqx(px^q9 2, i45. Es heifst auch x^ucokx^jxvov
Ariftoph. equit. 627., wo die fchnelle Verbreitung
der Lügen mit dem üppigen Wachsthum diefer Pflan-
ze verglichen wird. Acacia vera9 i*avux9 i, i33.
Geich, d. Bouüik. 1. B. 1 1
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i6a ZweytesBucIu Drittes Kapitel;
■
Ac. Catechu, Xukiov ivhaovy U $xpvo\> r^q "ksyopivtf
Xoy%iTihos' ccti ^ fftp; «xav^ij;, i, i32.
Equifitum ßuviacile, iinroVQt$, 4> 4& «ß/i/. /i-
mofum, iirirouQts ireg«, 4> 47« Marfilea quadrij olia,
vielleicht in-ipiW, 4^ 19» Polypodium vulgare, iro-
XiiTrcbicV) 4i Polyp. Dryopteris, h^DOTregiq > 4»
189. Grammitis Ceterach, acTrXjjvov, <tt:>.);v/ov, 5, i5i.
Ajpidium Lonchitls y \oy%tTis ireQOi, 3, 162. Afp. Fi»
lix mas, TrWpi?, 4> 186- Athyrium Filix femina*
$r)wTTThqU) 4> i^7« Scoloperidrium Hemionitis , f,(juo-
vTrtq, 3, i52. Afpl. Triclwmanesy Tp/^uav^, 4, 1.7.
Scoiopendrium officinale, (pvXkiTiq, 5, 121. Adian-
tum Capillus, «Swtvrov, 4> l36. Peltidea canina, \si~
%)}v, 4> 53. Parmelia iubata , /S^uov *i&p/vcv, l, 20.
Fwcmj aculeatus, ßqiw rp/%£&£; -S-aXacrciov, 4» 99» «f"^-
cartilaginpus , jSpuov xp>jTixov, 4> *°o. Fuc. fangui»
neus, i>7t^uj}K£; x«i (pcivt<r<rw9 daf. JRuc. faccharinus,
irXotTv (pyxc$, daf. Boletus Laricis, ayolptHos, 3, 1.
Zu den Pfianzenthieren gehören: Alcyonium
cotoneum PalL, aXxucwov tt^utttov, 5, i36. Tubulä-
rem Acetabulum , Cavol. Pflanzenth. des Mittelm. t. 9,
f. 14., avSpcfraj«?, 3, i5o. Matthiolus (comm. ed.
Valgrif. i56o. p. 4^2.) nat zuerft eine richtige Abbil-
dung gegeben*
Plinius.
Wenn Diofkorides Anfehn im Mittelalter grofs
war, fo fetzte man unbedingtes Vertrauen in die En-
cyklopädie des Alterthums , die der ältere PJinius
aus allen auf feine Zeit gekommenen Werken des AI»
terthums zufammenfgtzte. Seine Herrfchaft über die
Schulen war um fo unerfchütterlicher, je mehr er
durch Sprache und abergläubi»e Denkart mit dem
Zeitalter der Finfternifs und Unwiflenheit überein-
ftimmte. Und wenn wir noch jetzt fein Verdienft,
«
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Die Pflanzenkunde unter der Römer Herrfchaft. 163
als das Verdienft eines Sammlers alles Wiffenswürdi-
gen aus der Vorwelt fchätzeo, fo müffen wir zugleich
beJauern, dafs Mangel an Sachkenntnifs und unbe-
fangenein Unheil eben fo fehr als die Flüchtigkeit,
womit er gearbeitet, ihn verhinderten, ein klafufches
Normal werk 7u liefern, welches man als fichern Führer
in derKenntnifs des Alterthums anfehn , könnte.
Caius Plinius Secundus<> der ältere zugenannt,
ward zu Verona unter der Regierung des Tiberius,
im Jahr 23 unferer Zeitrechnung, geboren. Sein
Vater hiefs Celer, feine Mutter Marcella. Er nahm
unter Claudius KriegsJienfte im römifchen Heer, weU
ches damals unter Corbulo gegen die Chaucer und
Friefen am Rhein und an der Maafs ftand. (Tacic.
ann. 11, 18. f.) Als Nero zur Re^ierun^ kam, ward
Plinius Augur, und unter Vefpafian Procurator in
Hifpanien, endlich Anführer der Flotte, die am nii-
fenifchen Vorgebirge kreuzte. Sein öffentliches und
thätiges Leben, feine Feldzüge und Reifen hinderten
ihn nicht, Geh einen felteuen Schatz von Kenntnifien
aller Art durch Lefen und Studium zu erwerben. Die-
fem unaufhörlichen Lefen und A uffch reiben des Ge-
lefenen hing er fo fehr nach , dafs er im Winter vor
Tage, und felbft auf Reifen in der Sänfte zu lefen
und feinem Schreiber zu dictiren pflegte, der oft die
Hände vor dem Erftarren durch Handfchuhe fchützen
mufste. (Plin. iun. epift* 3, 5.)
Daher kam es nun freylich, dafs er die Werke
der Alten oft falfch verftand, flüchtig üb^rfetzte.
Vielleicht hörte der Schreiber auch manches unrecht.
Wenn z.B. Diofkorides die Blätter des Süfshojzes fehr
richtig mit den Blättern des Maftixbaums Wxjvqs) ver-
gleicht, fo las Plinius iyjvc^ und dictirte : foiiis echi-
natis (22, 9.). Wenn Theophraft fagte ( hift. 4> 6.);
Die Platanen wachfen am adriatifchen Meer gar nicht,
ausgenommen um den Tempel des Diomedes, feiten
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164 Zweytes Buch. Drittes Kapitel«
(ertxvt'xv) find fie in ganz Italien; fo lieft man beym
Flinius (12, 1.): et alias (platanos) fuiffe in Italia,
ac nominatim Hifpania, apud auctores invenitur.
Wenn derfelbe dem KwcqßotTo; ein (pCXkcv cüyvtale^ giebt,
(bift. 3, 16.)» fo fcheint Plinius ixv«&*$ verftanden zu
haben und überfetzt (24, f. 740 : folium habet veftigio
hominis fimile. In der ßefchreibung des Epheus ift
vom Ciftus die Rede, weil tf/co-c; und x/Wo^verwech-
felt werden (16, 54.)- Vom warn flankt i* hatte
Theophraft gefagt, dafs feine Blätter dem oTpovSr/ey
ähnlich feyn p Plinius fetzt dafür: Aphron, foliis (fi
procul intuearis) fpeciem paffer um praebentibus (20.
f- 79-)-
Der mit öffentlichen Gefchaften überhäufte und
unaufhörlich lefende Gelehrte fand natürlich wenig
Mufse, die Natur felbft zu beobachten. Zwar ver-
fichert er, die meiften Pflanzen in dem Garten eines
Antonius Caftor gefehn zu haben, der in diefem Fa-
che grofses Anfehn befeffen und ohne Krankheit und
Geiftesfch wache über hundert Jahr alt geworden
(25, f. 55.)- Derfelbe Caftor, ein geborner Grieche
und Schwiegerfohn des Königs Dejotarus, den Cice-
ro vertheidigte, fcheint auch über die Pflanzen ge-
fchrieben zu haben (20, f. 66.). Allein die Anficht,
die fich Plinius in Caftors Garten von Pflanzen ver-
fchafft, war doch zu oberflächlich, um ihn vor Irr- *
thümern zu bewahren. Er wufste nicht, ob Ligu-
ftrum und der Cyprus der Morgenländer einerley
oder verfchiedene Pflanzen feyn (24, f. 45.). Er ver-
wechfelte fogar das gemeine Millefolium mit demMy-
riophyllum der Gewäffer (24, f. 95.). Von dem in
Italien gemeinen orpou-Syev der Griechen hatte er gar
keine Kenntnifs, wenn er ihm den Saamen abfpricht
und es für ein dorniges Gewächs mit wolligem Sten-
gel ausgiebt, vermuthlich weil Columella es radix Ja»
naria genannt hatte (19, f. 18.), Boccone giebt {muß
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Die Pflanzenkunde unter der Kömer Herrfchaft. 165
i, 172.) eine fehr gezwungene und unzureichende Er-
klärung, um den Plinius zu vertheidigen. Dem
Reifs wird fäJfchlich eine purpurrothe BJüthe zuge-
fchrieben (18, f. i3.). Vom Lotusbaum wird fälfch-
lich Faha graeca als Synonym angeführt (16, f. 53.).
Die indifche Gaflia wird mit der römifchen cafia
(Daphne Gneorum) verwechfelt; an den Gränzen des
Reichs, die der Rhein befpüle, werde jene für die
Bienen angepflanzt (12, f. 43. i6? f. 59.).
Plinius Tod ift berühmt. Er fand ihn beym
grofsen Ausbruch des Vefuv im Jahr 79 , als er nach
Pomponianum ging, um äie furchtbare Erfcheinung
in der Nähe zu beobachten.
Sein Werk fahrt den Titel: Naturalis hiftoria.
Die beften Ausgaben find von Bellocirius Donefius
i532 zu Paris, von Dalechamp 1687 zu Lyon, und
von Harduin 1723 zu Paris beforgt worden. Von
der letztern Ausgabe haben wir einen Nachdruck in
Octav, den Franz in Leipzig 1778 -—1791 ver«
anftaltete.
Es ift fehr fchwer , mit Beftiromtheit die Berei-
cherungen der Pflanzenkenntnifs durch Plinius anzu-
geben, da viele aus den Vorgängern entlehnte Namen
und Befchreibungen verändert oder verfaJfcht bey
ihm vorkommen, und da manche eigene Beyträge
von ihm fchwankend , wie es der Mangel eigenerAn-
ficht mit nch brachte, angegeben werden. Indeffen
wollen wir aus der grofsen Zahl gemachter Bemer-
kungen Einiges ausheben.
Valeriana cretica ift nardum gallicum, 12, f. 26.,
wie fie auch beymCelfus (5, 23.) unter demfelben Na-
men vorkommt. Valeriana tuberofa ift nardum cre-
ticum, daf. : denn jene Pflanze wächft häufig auf den
Gebirgen Kreta's. Aber Plinius verwechfelt fie mit
Val. Diofcoridis. Eriophorum angufiifolium giebt die
Wolle, aus welcher orchomenifcher Flachs, a paluftri
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l66 Zweytes Buch« Drittes Kapitel;
velut arundine, duntaxat panicula eiqs, bereitet wur-
de, 19, 2. Stipa tenaciffima wird unter dem Namen
/partum fehr gut befchrieben, 19, 7. Panicum m£-
Hachum und italicum werden woUJ unterfcbieden, 18,
f. 25. 2^. Srcale cereale, der Rocken wird zuerft
von ihm unter dem Namen fecale erwähnt, 18, f. 4o.
Er werde h#?y Turin APia genannt, vielleicht weil er
aus TtiU.'ien, wo er wild wächft , über Marfeille ein-
geführt worden. Es fey ein fchwarzes, fchlechtes
Getreide, welches in jedem Boden wachfe. Panicum
Dactylon ift die Canaria , dje die Hunde freffen , um
fich zum Brechen zu reizen, 25, f. 5i. Anguillara
(p. 190.) bemerkt, dafs auf Chios das Gras axwünft
heifse. Daffelbe kommt unter dem Namen dactylon
24, f- »19. vor. Panicum vertirillatum ift miliar ia
22, f. 78. Hordeum murinum ift holcus 27, f. 63.
Anguillara p. 210. Arundo Ampelodefmos Cyrill, ift
x ampelodrfmon 17, 23.
Dipfacus püofus ift grallidragaXenocratis, 27, f. 62.
üalium Apariney philanthropos, 24, f. 116. Plantago
maior, heptapleuron , 25, f. 39. vcXijvsuqov Diofc.
noth. 44 ">. Scribon Larg. 121. Parietaria officinalis*,
perdicium f. parthenium, herba urceolaris, 22, X. 20.
Scribon. Larg. 39. Vitrago Plin. Valer. 2,18. Hex
Aquifolium wird unter den Eichen mit aufgeführt, iG,
f. 8. Auch A^rifolia, 24, f. 72. Potamogeton ma-
rinus oder pußllus, die Art, welche Ca ftor kannte,
a6, f. 53.
Myosotis Lapnulay 25, f. Eft alia fimilis cy-
noglofio, quae fert Jappas minutas. Pulmonaria of-
JicinaliS) Coufiiigo, 20, f. 48» RueJI. nat. ftirp. 2,
44^- Afpprugo procumbens, afperugo, 26, f. 65.
Primulo vulgaris, do lecatheon, 25, f. 9. Lobel. obf.
3i7. Azalea pnntica ift da* aegolethron, 21, f. 44-»
im Pontus, durch defien Blumen der Honig giftig wird.
Tournefort mcm. de Paris, 1704. p. 35 1. Gleditfch
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Die Pflanzenkunde unter der Römer Herrfchaft. 167
mem. de Berlin, 17^9. p. 48. Docl) verwechfelt
diefer die Pflanze mit Erigeron vifcofus. Convolvulus
Cantabrica, cantabrica, 25, f. 55. Cluf, hift. 2,49.
Hyoscyamus albus, Apollinaris, apud Arabes altercmn,
25, f. 17. Scribon. Larg. 90. Capßcum annuumy ver»
muthlich piperitis, quam et filiquaftrum appellavimus,
20, f. 66. Auch wohl piperis arhor in Italia, 16, f.
59. Rhamnus Alaternus, alaterntis, 16, f. 45. Rha»
mnus infectorius , calabrix, fpina filveftris, 17, f. 14.
Chenopodium Scoparia , fcopa regia, 21, f. i5. itffri«
p/«r hortenfis, chryfolachanum , 27, f. 43. Samolus
Valerandi, famolus Druidarum Gallorum, 24, f. 63,
Plumbago europaea, molybdaena, id eft, plumbago
foliis Japathi, 25, f. 97. Th&fium Linophyllum , thc*
Dum, 22^ f. 5i. Celoßa criftata, amarantus fpica
purpurea, 21, f. 23. Ribes nigrum ift cynosbatos
(24, f. 74.); aber verkehrt ift die Anwendung der
Theophraftifchen Beschreibung des xvvos/3otTo$ auf die«
fes Gewächs. Bupleurum longifolium ift vielleicht bu-
pleuron , 22, f. 35. Ein Küchengewächs bey den Al-
ten, welches, wie manches andere, aufser Gebrauch
gekommen. Scandix Pecien, veneris pecten , 24, f.
1 14. Cnidium Silaus , filaus, 26, f. 56. Rhus Coti^
nus, cotinus, 16, f. 5o., coccygia, i3, f, 4i. Vi-
humum Tinus , tinus, i5,f. 39. Staphylea pinnata,
ftaphylodendron, 16, f. 27. Armeria vulgaris, fta«
tice , 26, f. 33.
Lilium chalcedonicum , purpurea lilia, 21, f. 12.
Convallaria bifolia, cyclaminos tertia, 2^, f. 69. Ber-
beris vulgaris , fpina eft appendix appellata , 24,^70.
Luzula maxima Decand., combretum, 21, f. 16. An-
guillara p. 179. Acer Pfpudoplatanus, acer album:
Ac. platanoides crifpum, alterum genus crifpo macit-
Jarum cliscurfu: Ac. campefire, acer campeftre: Ac.
Opalus, montanum crifpius, t6, f. 26. Dagegen wird
£>7<x der Griechen mit Unrecht zum carpinus gezo-
>
h
I
■
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168 Zweytes Buch. Drittes Kapitel.
» .
gen. Polygonwn Convofoulus, centunculus, 24,
f. 88.
Hyperanthera Moringa, myrobalanus, 12, f. 46.
Caefalpinia pulcherrima , nyctegretum, nach dem De-
mokritus, 21, f. 36. Saponaria Zaccaria, condur-
dum, 26, f. i4* Cucubalus baccifer > cuculus, 27,
f. 44- Oxalls firicsa, oxys, 27, f. 89. Lobe], ad-
verf. 38 1. Lychnis fylvefiris , malundrum, 26, f. 24«
Cluf. hift. 1 , 394.
Re/eda alba, refeda, morbos refeda, 27, f. 106.
Unter den Kirfchen war die, welche wir jetzt unter
dem Namen der oftheimer kennen , damals die mace-
donifche; die rheinifcbe kommt fchon unter diefem
Namen vor; fo auch Prunus Chamaecerafus (i5, f.3o.).
Prunus Mahaleb , vaccinia Italiae mancipiis fata, i6y
f. 3i. Pyrus torminalis , quartum genus forborum
torminale, i5, f. 2 3. Unter den Hofen führt er (21,
f, 10.) die praeneftina auf , welche Clufius für die R.
provinciaüs hält; die campana , welche für R. alba
gehalten wird; die mileua mit brennend rother Blu- ■»
me, unftreitig R. gaiiica; die trachinia, R. dama-
fcena; die alabandica vilior, albican*ibus foliis, R.
vülofa; eine viliffima , plurrmis fed minutifGmis, fpi-
neola, welches R» fpinofiffima ift. Geum rivale fcheint
das petilium, 21, f. 25., zu feyn. Geum urbanum
kommt, 26, f. 2i., unter diefem Namen vor. Fra»
garia vefca, die Erdbeere, wird 2 5, f. 62. mit folgen-
den Worten angedeutet: Quinquefolium nulli igno-
tum eft, cum etiam fraga gignendo commendetur.
Obgleich Clufius hift. 2, 107. Potentilla rupeftris hie*
her zieht, fo ift doch die Flüchtigkeit offenbar, wo-
mit Plinius den Erdbeeren fünf Blätter zufchreibt.
Uebrigens kommen die Erdbeeren fchon im Ovid vor,
metam. 1, 104.
Arbuteoi fructut montan aque fraga legebant»
Spiraea Ulmaria ift die gallifche rhodora, 24, f. i 12.
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Die Pflanzenkunde unter der Römer Herrfchaft. 169
Actaea fpicata9 actaea, 27, f. 26. Ranunculw*
Thora, limeum, 27, f. 76. AnguiiJara, p. 2iZ>.
Ran. polyanthemos , poJyanthemum , 27, f. 90.
Teucrium Scorodonia, fcordium alterius generisi,
25, f. 27. Lamium maculatum, leuce, 27, f. 77.
Caefalp. 11, 01. Nepeta Scordotis, fcordotis fem
fcordion, 25, f. 27. Vitex trifolia ift garyophylloo,
1 2, f. i5. Rumph. amboin. 4> P» 49- 5o. Alectorolo*
phus Crifia Galli MB., alectorolopbus , quae apud
nos crifta dicitur, 27, f. 23. Euphraßa Odontües*
odontitis, 27, f. 84.
Ifatis tinctoria , glaftum , 21, 1 4 Dentaria ew
neaphylla, enneapbyllon, 27, f. 54- Column. ecpbr.
1, 507.
Ononis Nanix, natrix, 27, f. S3. AnthyllU
Barba Iovis, Iovis barba, 16, f. 3i. Cytifus Labur-
num, laburnum, daf. Hedyfarum Alhagi, vielleicht
occhi des Onelikritus, aus denen Honig fliefse, 12,
f. 18. Melilotus italicaf oxythphyllon, 21, f. 3o.
' Carduus marianus, leucographis ,* 27, f. 78.
Cirfium Erifiehales, erifithales, flore luteo, foliis
acanthi, 26, f. 85. Gnaphalium gallicum, berba im«
pia, 24) f. n 3. Cartafilago, AnguiJJ. p, 2o3. Tuf*
ßlago Farfara, charaaeleucen apud nos farfarum five
farfagium vocant, 24, f. 85. bechion, 26, 16. Galen,
facult. fimpl. 8, 114. 6,78. Bell/s perennis, bellis,
26, f. i3. Inula Bubonium, after, ab aliquis bubo-
nion appellatur , 27, f. 19. Centaurea nigra , viel-
leicht byofiris , 27, f. 64. Calendula officinalis > cal-
tba, 21, f. i5.
Artfiolochia Piftolochia: Eft Ariftoloclra quarti
generis, phiftolochia , 25, f. 54- *
Arum Dracunculus » italicum, Arifarum und te-
nuifolium werden 25, f. 92 — 94. befchrieben. Arum
Colocafia, welche zu Auguftus Zeit erft in Italien be-
kannt geworden, verweehfelt Plinius 21, f. 5i. mit
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I
l?o * Zwcytes Bach. Dritte« Kapitel.
dem xJauo; oder dem Nelumbium. Vergl. Schnei-
der zum Pallad. 3, 24. i4« Pfaus fyheßris ift pina*
fter, 16, f. 17. Aber tibulus daf. , den Dalecbamp
llift. Jttgd. 1, 47. für 1\ Mughas nimmt, ift unbekannt,
weil es heifst, paene fine refina. Pinus Cembray tae-
da, 16, f. 19. Fagus fyhatica, fagus> 16, f. 7-, Ama-
randts ericolor, gromphena, ahernis viridibtis rofeis-
<jue per caulem..foiiisv 26, f. 23. Ephedra difiachya%
pol^goni quartum gentis, 27, f. 91. Myrica Gale,
Jierba fiJvWiris, foiiis myrti, oauliculis brevibus, qaae
tineas pellit, 24> f. 54« Dodon. p. 780. Humulus
lsupulusy Jupus falicrarius , 21, f. 5o.
Lycopodium Selago, felago Druidarum, 24, f. 62.
Ophiogloffum vulgatum, ceratia uno folio, 26, f. 34-
Copferva glomerata, eonferva pecuJiaris alpinis maxi-
me fluminibus , 27 > f» 4;5-
Die übrigen alle find aus Theopbraft, Kratevas,
Diofkoridcs und andern Vorgangern ausgezogen.
*\
I
Galen.
Unfterblich ift Galens Name und fein Ruhm in
der Gefchichte der Arzneykunde; nicht unbedeutend
find feine Verdienfte um die PfJanzenkenntnifs.
Schon feine Erziehung gewöhnte ihn früh an eigene
Unterfuchung der Natur. Denn fein Vater Nikon,
ein angefehener Baukünltlcr zu Pergamus, liebte den
Ackerbau, und ftellte Verfuche über die vorgebliche
Verwandlung der Getreide- Arten in Lolch an. Die»
fer wachfe unter dem Weizen, uiytkwjs unter der Ger-
fte, der a'pajcdc unter Linfen; felbft /usXauTrupov ent-
ftehe durch Ausartung des Weizens (facult. ßntpL
1. p. 3 10.).
Die Kenntnifs der Arzneypflanzen erfchien dem
Galen als Jüngling fchon fo wichtig, dafs er den
Grunclfatz aufstellte: man müffe diefe Gewächfe an
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Die Pflanzenkunde unter der Roiner HerrfcLaft. tytf
ihren natürlichen Standorten auf fachen, beobachten
und fammeln (anlidot. 1, 428.). Diefen Grundfatz
befolgte er, indem erKleinafien, Aegypten, Grie-
chenland, Italien und felbft Paläftina durchreifete,
om überall die officinellen Gewächfe , und in dem
letzten Lande vorzüglich die Balfamftaude zu beob-
achten, weil er bemerkt hatte, dafs der Balfam oft
verfäJfcht werde (daf. 4'M. 433.).
Zu feiner Zeit unterhielten die rö milchen Kaifer,
Marc Antonin und Marc Aurel, in Kreta, welches
für vorzüglich reich an Arzneypflanzen geachtet wur-
de, Botaniker (ßoTxvtxovt; «vBp«?), welche die Kräu-
ter und Wurzeln nach Rom fchicken mufsten (daf.)
Bey den Aerzten und Apothekern Uoms galten faff
nur die Pflanzen - Arzneyen , welche aus Kreta ka-
men. Diefem Vorurtheil widerfetzte (ich Galen, in-
dem er zeigte , dafs Italien eben fo reich an kräftigen
Arzneypflanzen fey, als Kreta. Dias fuchte er durch
das Beyfpiel des Majorans und Marums zu beweifen
Ä (daf. 43i.). Jeder Salbenhändler in Rom, fagt er
weiter, kenne die Pflanzen und Frlchte aus Kreta,
und doch wachfen manche in den Vorftädten Roms,
die er felbft gefammelt und zu Gegengiften verarbei-
tet habe, als xapciTnr'j;, fca^aifyus, &kifrirt9 ksvtwu-
p<ov, virsQtKov und k&iov. Auch fchwarze Niefewttrz
wachfe in Italien. Alle diefe Arzneypflanzen gera-
then vortrefflich, wenn der Frühling trocken fey
(daf.). Cafia werde mitZimmt, Galban mit Sagapenum,
Myrrhe mit Opokalpafum verwechfelt: wer diefe
Dinge feiten fehe, könne fie nicht unterfcheiden; es
gehöre beftändigeUebung und öfteres Beobachten da-
zu, um fie auf den erften Anblick unterfcheiden zu
können (daf. 432.). Es fey ein Vorurtheil, wenn
man die wohlriechende Iris aus Libyen nach Rom
kommen laffe: die illyrifche fey der libyfchen fo weit
vorzuziehn, als ein lebender dem todten Körper. . . Die
172 Zweytes Buch. Drittes Kapitel.
Antonine liefsen von ihren Leibärzten Theriak be-
reiten, wo/u die heften Zuthaten aus fremden Län-
dern gebracht wurden. So kam einft eine grofte Ki-
fte mit einem ganzen Zimmtbaum an, deffen Rinde
als äufserft kräftig befunden wurde. Die Vorräthe
wurden fehr werth gehalten, bis Commodus zur Re-
gierung kam, der fie vernachJälfigte und verfchleu-
derte. Der Kaifer Severus wollte nun wieder den
Theriak von Galen eben fo zubereitet wiffen , als es
unter den Antoninen gefchehn fey. Daher mufste
man zu den Heften des unter Trajan und Hadrian ge-
fammelten Zimmts feine Zuflucht nehmen (daf.
4^3.). Den korycifchen Crocu», den auch Dichter
(Virgil) gepriefen, hatte er in der Gebirgsfcblucht felbft
gefehn, wo er gezogen werde, aber keine befondere
Vorzüge vor anderm bemerkt (daf.). Eine Pflanze,
die er vLOLQTrqutGv nennt, die bey Side in Pamphylien
wachfe, dem <poZ ähnlich, aber ftärker und aromati-
fcher fey, fetzte er ftatt der Zimmtrinde den Gegen-
giften zu (daf. 434.)- Es fcheint Valeriana tuberofa
zu feyn , wovon es zwey Arten , die pontifche und
laßrtifche, gab. Weder Cubeben, noch Rufcus Hypo-
phyllum können hierauf bezogen werden. Der Bu-
bon macedonicus heifse auch iGTQkat.Tiy.Gv vom Orte,
wo er wachfe; dies fey ein jäher Fels, daher komme
er dort fparfam vor (daf. 4->5«)» und defswegen brin-
ge man ihn aus Rpirus und anderwärts her nach Ma-
cedonien, und verkaufe ihn dann, als fey er im Lande
gewachfen. Die kretifchen Botaniker pflegen die
Arzneyen in Papierchen zu wickeln und die Namen
drauf zu fchreiben ; fo habe die Narde aus Kleinafien
den Namen celtifche, auch galatifche und gallifche
(weil die Gallier früherhin in Kleinafien ein Reich ge-
ftiftet hatten). Das befte -S-XacrTr/ (Gochlearia Draba)
wachfc in Kappadocien.
I
Die Pflanzenkunde unter der RSm er Herrfchaft. 173
Ueber die Getreide - Arten kommen bey ihm
manche eigene Bemerkungen vor. Die t/$jj fah er in
Thracien und Macedonien gebaut: fie wurde ßgifa
von den Einwohnern genannt. Sie gebe Übel riechen-
des fchwarzes Brot; die Körner feyn in mehrern Häu-
ten eingefcbl offen. Im nördlichen Bithynien werde
eine Getreide - Art , &07rupcv, gebaut, deren Mehl
fehl echter als Weizen - , beffer als das Mehl von rt(ptj
fey. Dies ift wahrfcheinlich Hordeum Zeocrithon fGa*
Jen* facult. alim. 1, 3 1 2.); fo wie yvpvGHQt&GV iv K«tt-
4rat&cx/tt, Hordeum nudum (da f. 5i3.). "EXu^of, cv hou
(AiXivyv ovcfAeLfaiffiv , ift Panicum italicum (daf. 01 4.).
Vaccinium Arctoftaphylos kommt unter dem Na-
men xqxov (apnrou) «rraCßuXy} de compof. med. fec. loc.
lib. 7. p. 268. vor. Es fey ein niedriger Strauch, mit
Blättern wie der Erdbeerbaum, und runden, rothen,
herben Früchten. Vergl. Tournef. voy. 2. p. 2 23.
Echium creticum wird xyxcw* ovokXsTx und äXx/-
ßixhcv genannt [fac. fimpl. lib. 5. p. 71.). After
AmelluSy oIot^ xttm.cs, wird für gleichbedeutend mit
ßfjßuvicv genommen (daf. 6. p. 79.)» Glaucium lu-
teum heifst ju^Kwv xtQXTtTifi auch ^xXxo-ctx (daf. 7,
p. 99.). Zto//3jj, oder Poterium fpinofum, heifse auch
Hckvfjtßxh und werde, wegen aromatifcher Kräfte, zur
Erhaltung des Weins gebraucht {de antidot 1. p. 4^6.).
. Unter der Myrrhe finde fich eine Subftanz, iiroKxkTrx-
cov% welche giftig fey (de comp, med fec. loc. 1, i54.).
Auch Neuere wollen dies bemerkt haben (Schulz
ioxicol. veter. p. 52.).
XpüGoßxXavcs war ein ftärkendes Gewürz, deffen
Galen zuerft erwähnt (de compof med. Jec. loc. 8, p.
281.). Es könnte die Nufs von Semecarpus Anacar-
dium feyn.
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• t
I
/
Drittes Buch.
Verfall der Pflanzenkunde.
* ■
■
Erftes Kapitel.
Barbarey unter Griechen und Römern.
Den Grund %ur hiftorifebea Pflanzenkenntnifs
hatte die Röckficht auf den Nutzen der Gewächfe ge-
legt. Selbft die Naturlehre derfelben wurde die-
fein Zweck untergeordnet, und man kann kaum Ta-
gen , dafs die grofsen Pflanzenkenner des Alterthums
mit anderm, als ökonomifchem oder medicinifchem
Blick die Pflanzenwelt anfahen. Denn nur feiten
fcheint Theophraft von der fonderbaren Geftalt oder
der eigenthümlichen Form angezogen worden zu feyn,
um einen flüchtigen lilick auf einzelne Pflanzen zu
werfen.
Indeffen, fo wenig fich bey den Alten die Bota-
nik zu einer Wiffenfchaft erheben konnte, ebpn weil
man fie nur als Dienerinn anderer menfehlicher Krtnfte
anfah, und weil man keinen Begriff von fyftematifcher
Anordnung hatte: fo kannte man doch io bis i4oo
Pflanzen, und wufste felbft verwandte Arten zu un-
terfcheiden, wiewohl die Willkfthr der Namenge-
bung fernem Fortfehritten hinderlich war.
Da brach die Nacht der Zeiten ein, und mit ihr
ging faft jede Spur eigner Pflanzenforfchung verloren.
Schon zu Galens Zeit ward der Hang zum Aberglau-
ben und zum trägen Nachbeten deffen, was die Vor-
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Drittes Buch. Erftes Kapitel- 175 .
fahren gefagt, alJgemein. Dazu trug befoncfers die
Ausbreitung der morgenländifchen Afterweisheit das
Meifte bey, die in Alexandrien durch Vermifchmig
mifsverftandner Platonifcher Lehrfätze mit dem Eoia-
nationsfyftem der Perfer entftanden, in den jüdifchen
Schulen zu Sora , Pumbeditha und Nehardea am Eu-
phrat ihre fyftematifche Ausbildung erhielt. Wie
diefes Syftem der Kabbalah der Trägheit und dem
Golddurft des verderbten Zeitalters förderlich war:
fo unterdrückte es jedes Streben des menfchJicben
Geiftes nach hellen Einficbten in den Zufammenhang
der Dinge.
-
Pflanzen im Talmud.
Die Sprache der aJten Ebräer war beym Anfang
unterer Zeitrechnung längft nicht mehr im gemeinen.
Leben üblich. Gegen den fyro - chaldäifchen, fa-
maritanifchen und galiläifchen Dialekt vertaufcht,
mufste fie, in den heiligen Schriften nur noch vor-
handen, mit Anftrengung erlernt werden ; es mufste
die Erklärung jener Schriften einen Aufwand von Ge-
lehrfamkeit fordern, die, dem Geifte des Zeitalters
und der fpitzfindigen , abergläubigen Nation gemäfs,
ihre Richtung erhielt. So entftanden in den gelehr-
ten Schulen Paläftina's, befonders in Tiberias, und,
nach Juda des Heiligen Tode, in den genannten jüdi«
fchen Akademieen am Euphrat, Sammlungen pharifäi^
fcher Satzungen ,, die man Talmud nennt. Der alte«
reTheil deffelben, Mißhnah, hat nicht leicht einen
frühern UrfpVung afs die Verfctzung der gelehrten
Juden - Schulen von Tiberias nach Sora am Euphrat
(ungefähr 200 nach Chr.). Der fpätere Theil, die
Gemara, welche Erläuterungen und Zufätze zur
Mifchnah enthält, ward in den Schulen am Euphrat
zufammengetragen , und ift alfo babylonifchen Ur-
fprungs: doch foll K. Jochanan die erfte Abtheilung
*
1
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Oritles Buch. Erftcs Kapitel.
der Oemara in der Mitte des dritten Jahrhunderts 2n
Jerufalem gefammelt haben. Das Ganze aber, was
ma a babylonifchen Talmud nennt, erhielt feine ge»
genwärtige Gefralt erft im fechsten Jahrhundert durch
R. Jofe oder Afche. (Wolfbibl. hebr. 2, 686. Mo/es
Miumon. prarf. ad Mijn. Gefenius Gejclu der hebr»
Sprache^ S. 75. 74.)
In diefem Werke, deffen befte Ausgabe Suren-
hnfrus zu Amfterd. 1698 fol. beforgt hat, ift ein Tra-
ctat: D^nVd oder de heterogeneis , worin ein Mofai-
fches Gefetz (3Mof. 19, 19. 5Mof. 22, 9. 10.),. dafs
nämlich der Acker nicht mit zweyerley Saamen zu
beftellen fey, umftändlich und im Einzelnen erklärt
nvird. Hier erfchöpfen fich die Lehrer der jüdifchen
Schulen in dem, was einerley und fremdartig ift.
Iis kommt ihnen natürlich nicht auf den Begriff von
Gattung und Art an, fondern nur auf das, was nach
den Satzungen der älieften Rabbim als einerley oder
verfchieden angefehen werden foll. Schon diefeSelt-
famkeit fträubt fich überall gegen unfere hellem Be-
griffe. Dazu kommt die grofse Schwierigkeit, . den
Pflanzen • Namen überall richtige Bedeutungen zu ge-
ben. Die Urheber diefer Satzungen lebten zum Theil
in Galiläa, und bedienten fich des dort herrfchenden
Dialekts, zum Theil in Jerufalem, wo damals die fy-
rifch- chaldaifche Mundart herrfchte, grofsen Theils
aber lebten fie am Euphrat, wo die aramäifchen und
arabifchen Dialekte geredet wurden. Daher mufs
man, um die Pflanzen - Namen zu erklären, überall
die femitifchen Dialekte zu Hülfe nehmen. Erläutert
find diefe Satzungen von Mof. Maimon's Sohn aus
Cordova, im dreyzehnten Jahrhundert, dem Leib-
arzt des Sultans Saladin in Aegypten, und von Obad-
jah von Bartenora, einem Italiener im fechzehnten
Jahrhundert, der in Palästina ftarb. Wenn Mofes
ipanifche und provencalifche Ausdrücke zur Erläute-
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- ■ .
ßarbarey unter Griechen und Römern, 177
rtmg benutzt, fo wendet Obadjah oft lateinifche und
arabifche, felbft mifsverftandene deutfche, an. Hier*
aas fieht man ohne mein Erinnern die Oröfse der
Schwierigkeiten ein.
Gleich zu Anfange heifst es (p. 109. SurenhJ):
B^IOn und feyn nicht 0^2, oder fremdartig.
Jenes ift Weizen* diefes wird fflr übereinstimmend mit
föm* Lülck9 gehalten. Dann, IT1W (Gerfte) und
feyn nicht verfchieden. Da9 letztere
erklärt Mofes Maimons Sohn für wilde Gerfte; Obt
de Bartenora fehr ungefchickt für Hafer.. Da eine
Getreide - Art gemeint ift, und es mit der Gerfte zu-
famraengeftellt wird, fo dürfte es wohl Panipum ita*
licum feyn. rEB'Q unt* T^tU werden verglichen.
Jenes ftimmt fo.fehr mit HOTS (S. 10.) überein, dafs
wir wohl nicht zu voreilig find, wenn wir es für Spelz
erklären. -JUW wjrd als C7$tov im Diofc. noth. p.
472. zum aiytkbnfr gezogen. Allein Mofes der Mai-
monide, der bey uns grobes Gewicht hat, fagt:
PDO^D und rUTXXT fehn fich ganz gleich. Auch neh-
men die Talmudiften NTIPn und pFW für gleichbe-
deutend : jenes aber ift das arabifche y-«0>, welches
ich fflr Dinkel halte, weil daraus auch das Pefach •
Brot bereitet wurde. Alfo Spelz und Dinkel* Vergl.
den Tractat nbn p. 289. Surenh.
b^S und "TSD. Das erftere ift auf jeden Fall die
Bohne. TBO überfetzt Mofes Maimons Sohn durch
das arabifohe (J^*, welches von Serapion fo be-
fchrieben wird, dafs man auf eine efsbare Art Doli-
ehos fchliefsen mufs, die in Arabien und am Euphrat
häufig gezogen werden.
ppf» und HDMD. Jenes, fagt der Maimonide,
fey das arabifche andere Rabbinen geben es
füreinerley mit pp"W («f«x^VÄ) au*- Beides ftimmt
überein , um Lathyrus Cicera zu bezeichnen« WNS
Geich, d. BoUnik, 1. B„ 12
f
J?j Dritte« Buch, Erlte« Kapitel. ;
kennen wir gar nicht: der Maimonide überfetz*
ICITP. eher *«f&/«*f«>v als x«PW*«v, da jener Saa-
l„e allerdings mehr Aehnlichkeit mit kleinen Saamen
derHülfenfrüchtebat, alsKreffe^aamen
]Zbn b*ffl u>eifse Bohnen und nVW. Das letz-
tere überfetzt der Maimpnide Wc**, Schminkbohnen.
IVWP und fU/bO. Jenes find <?«r*e« , Ober-
einftimmend mit DWj3 (S 22.)= der Maimonide
Oberfetzt es wabifch OipBW, eigentlich UO^Ä».
Der Name IW?» zeigt an , dafs die Urheber jener
Satzungen Umgang mit Griechen und Römern gehabt
haben. Denn pjXowiffwv hiefs zu Galens Zeit die Me-
lone. (S. 86.) Der Maimonide fagt, es find weifse
Gurken , arabifch jS#± R. J«dah hatte Gurken
vnd Melonen fOr fremdartig erklärt.
min und D-to min , Lactuc und wÜde Lactuc,
wie $«&**ivij und aygi* beym Galen. (S. 8a.)
fwTP und ■mW Endivien und wilde
Cichorien, wie wx»r,ov und X*X«*?WV *WflV beymTheo-
phraft. (S. 82.)
.|W© und mW ^"O Lauch, und wiMer
LaucJu fcf ,
"OTIS und Hltff naO^D Coriaiickr und ««W<?r
Coriander. Kou«rj3«»2«$ ift noch jetzt der Narac der
PHanze bey den Neugriechen CSmUh prodr.jl. gräec.
%' *Sl4V und Vnn und agyptilcher
Senf. In Aegypten hat fich der Name noch
für den Saamen von Sinapis nigra erhalten CForskol
.v«o np*n und Wltnil, ägyptifcher Kttrbife
% Uttd in der Afche gebratenen Cucumis Chate und
anguinus* Der letztere ift bitter, und mufs crft ge*
~ kocht oder gcröftet Werden , che er ebbar wird. *
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Barbar ey unter Griechen und Römern. 179
Vffi und awnrt, ägyptifche Bohne und
Johannisbrot Ceratonia Slliqua heifst noch jetet in
Aegypten CForsk. Jl. aeg. LXXVll.). Ve'rgl.
den Tractat vom Zehnten, p. 246. Surcnh. Dafs un-
ter ägyptischer Bohne der *v*[ios aiyjjTrrm der Grie-
chen . oder Nelumbtum verftanden wird , erhellt aus
den Stellen vom Anbau derfelben im Tr. rPJP2*<I7,
p. 162.
nsbll und Kohlrühe CBraßca NapusJ und
Steckrübe.
DVD und 'YffQ'Hn. Jenes ift Kohl, wie es (ich
noch im fyrifchen Dialekt erhalten hat. Das letztere
fch eint aus "ATD rQ"fiD zu fa mm engefetzt zu feyn :
w*9- wird in Diofc. noth. 444. for den afrikanifchen
Namen des Meerrettigs angegeben.
trmn und DVttJ?, blUum und atriplex. Der
Maimonide giebt jenes durch das fpanifche armoles,
welches Melde bedeutet. Obadjah von Bartenora
letzt geradezu blite als den barbarifchen Ausdruck:
aber er bringt das arabifche ^XXm hieher, welches
doch Beten > Mangold bedeutet.
DW und rVOCW, Knoblauch und Porre. 7X3
undb^bSD, Sommer -Zwiebeln und Steckzwiebeln.
Schalotten heifsen im Tr. tflfflD p. 162. D^SQ
D^O^lOj cepae fpadones.
OWm und Ol^O^B. Jenes ift ohne Bedenken
das griecbifche £%*o$> alfo Lupinen» die noch im
Arabifche n (J***^ heifsen. Vtebü erklärt der
Maimonide für wilde nicht efsbare Lupinen , alfo Lu*
pinus angufiifolius.
ß^Oa« und fbö'jnOTlp. Jenes find Birnen;
Maimönides fagt ausdrücklich, arabifch fey es UoW-t,
aber der gemeine Mann nenne fie womit in
Aegypten, doch die Aprikofen bezeichnet werden.
12 *
Igft Drittes Buch. Erftes
#
Und, wennx er hinzufetzt, der barbarifche (fpani-
fche) Name fey moriegas und enparfigas : fo lieht man,
dafs auch der gelehrtefte Rabbi ein fehr fehl echter
Kenner der Pflanzenwelt ift: denn enparfigas ift wohl
das fpanifche pexego, die Pfirfich ; alfo Birnen, Apri-
kofen und Pfirfichen find ihm eins. pVölDOVp ift
offenbar das cruftuminum pirum. Üeber diefeBenen*
uung mufs man erftaunen, da fie blofs in Rom herrfch-
te und nicht wohl zu begreifen ift, wie fie zu den Ju-
denfchulen nach Tiberias und Sora Übergehn konnte.
Vergl. den Tractat vom Zehnten , p. 246. Surenh.
BW und lT'nTO. Jenes wird allgemein mit
dem arabifchen ^r**"* die Quitte, für gleichbedeu-
tend genommen. Der Maimonlde fetzt ausdrücklich
das fpanifche codones (codon, codono) hinzu. O^Tiry
überfetzt der, Maimonide forbas, alfo Speyerlinge.
Tractat vom Zehnten, p. 246. Surenh.
ITSn und TITn. Jenes hatte die urfprüngliche
Bedeutung der Quitte (S. 16.) verloren, und wird
im Talmud, wie noch jetzt im Arabifchen für
den Apfel genommen. TWl überfetzt der Maimoni-
de rW^N> ^ne Art Mifpel
rp^OTBN undD"HpS7, Pfirfichen und Mandeln.
Hierüber kann kein Zweifel feyn; aber es ift doch
intereffant, wie die Talmudiften einmahl die wiffen-
fchaftlicbe Idee von Art errathen, indem fie Mandeln
und Pfirfichen als wirklich verfchiedene Arten aner-
kennen.
und ^nes ftimmt einigermafsen
mit zizyphus und dem fpanifchen azufeifa überein : es
wäre alfo Zizyphus vulgaris* Das letztere, fagt der
Maimonide, ift vJL*i, Mo Zizyphus Lotus. Beide
werden von den Talmudiften für verfchieden erklärt.
und yi20> Rettig und Steckrübe (vergl.
den Tractat vom Zehnten , p. 259. Surenh); ?T)n
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Barharey anter Griechen und Römern* igi
und JOD1?, Senf und Kreffe, find verfchieden. Ich
glaube nicht, dafs Lapfana communis mit JOSb ge-
meint ift. Der Maimonide befchreibt die Pflanze fo>
dafs man eher auf Kreffe fchliefsen kann.
rPJV roVl' mit der rvnsö und nSTO»: der
griechifcbe Kürbifs mit dem ägyptifchen und dem
Schlangen- Kürbifs, der geröftet werden mufs , ma«
eben nicht eins aus, fondern find verfchieden.
Im Oebenten Gefetz wird verboten, einen Baum
auf einen andern zu impfen, der nicht derfelben (tal-
mudifchen) Art fey. Doch habe R. Juda erlaubt, ein
Gemüfe auf einen Baum zu impfen. Als ob die Na* ,
tur den Gefetzen des Talmud gehorchen werde ! Eben
fo verbietet das achte Gefetz, Gemüfe auf den Stamm
eines Sykomorus (rWDpTU) zu fetzen oder auf
tfc2!? nip» DjPD Ut offenbar Tr^avcv; der Maimoni*
de giebt es arabifch und fpanifch ruda. rhp
nizb ift die caffia der Römer, Daphne C&eorum. .
„Man fetze kein Feigenreis auf Was das
letztere fey, wiffen die Ausleger des Talmud nicht)
obwohl Einige es für Epheu erklären. Surenhufiu$
verrauthet nicht ohne Grund, dafs die yeclra campa*
na der Spanier, Calyfiegia fejnum R. Brown., gerrteint
fey. Dann wird diefe verbotene Impfart noch abge*
fchmackter. Eben fo foll kein Wein ftock -auf Waffe r-
melonen (ITD3N), kein Kürbifs auf rTC^H gefdtet
werden. Das letztere erklärt Obadjah von Barteno-
ra für örM^> die Malve der Araber. Vielleicht aber
ift hier nicht das Impfen, fondern das Pflanzen der
Holzfaamen auf weiche faftige Pflanzen verftanden,
wie man auf den Molucken Kokosnüffe fo pflanzt, dafs
man ihnen eine Unterlage voa wildem Portulac giebt.
CRumph herb, amboin. 1, p. *40
Im fünften Gefetz des zweyten Kapitels helfet es:
Wen» Jemand feinen Acker mit O^p oder *J?7 be-
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lg* Drittes Bück Erftes Kapitel,
§
ßet, fo darf er nichts anderes drauf faen : denn diefe
treiben noch im dritten Jahr. Die Lefeart UQ2p
tnufs wohl unrichtig feyn, weil man nichts anderes als
cannabis daraus machen kann, und bekanntlich treibt
<liefer nicht im folgenden oder dritten Jabr, Die
meiften Ausleger überfetzen es durch das arabifche
Ü(v£==), welches Carum Carvi* unfer gemeiner Küm>
mel ift, »yfr ift wohl das arabifche <J(^ , Momordica
Luffa, welche in Aegypten und Palaftina in Bädern
angewandt wird.
Wenn unter dem Getreide (ifaeis) auf«
wächft, oder unter ]T\ir\ (t?X<?, Fonugräc) andere
Pflanzen, fo darf man fie nicht ausjäten, Vergl. den
Tractat vom Zehnten, p. 246, Surenh.
Im achten Gefetz heifst es ; Senf odar P^n .
(jikne der Araber, Carthamus tinetoriusj dürfen
wohl an Gemüfe-, aber nie an Getreide* Felder gefäet
werden. An Weinbergen dürfen als nicht fremdar«
üg gepflanzt werden: OVTN (Maimonides überfetzt
es arabifch j***»fr»<> <n<ru'|U#e/cv, alfo Mentha fativa
oder fyhefiris) : D^p (Maim. arab, fpan.
corriola, Sa ngulforba officinalis); *]Vt3n WWW (Kö-
nigslilie, vielleicht Fritillaria Imperialis) und OU3p
(Hanf). Aber CTO^p (cynara, Artilchocke) ift fremd«
artig.
Im zweyten Gefetz des fiebenten Kapitels wird
der Anbau der ]B3 Wolle des Weinftocks, unter-
fagt. Der Maimonide überfetzt es arabifch
Baumwolle. Diefe ward alfo entweder in Palä'ftina
oder am Euphrat zu der Zeit gebaut. Der Name ent*
ftand wohl von der Aehnlichkeit der Blätter mit
Weinlaub.
• 1 ■
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Barbarey unter Griechen und Römern. lgj
Im zweyten Gefetz des Tractats vom Zehnten
p. a^6. Surenlu) heifst es zur Beantwortung
der Frage: zu welcher Zeit der Zehnte Von den Ge-
wächfen genommen werde? und CPmn, wenn
ße roth werden. Das erfte Wort Oberfetzt der Mai-
nionide M^+^S es wäre alfo Rhus Coriaria.
find Maulbeeren, auch noch im Arabifchen 0(^f
Auch Limonien kommen unter dem Namen
pTHHN (vom Zehnten, p. 247. Surenh.) vor. Da$
Wort hat mit dem arabifchen g^f* offenbar einen Ur-
fprung. .. An einer andern Stelle (vom Zehnten, p.
256.) werden folgende Pflanzen genannt: ^30^, Co«
riander, arab. jA : ftNO, arab. g^*^, Thymus
Calamlntha: arab. r^°> Origanum creticum
(f. oben S. 18.): H^"ip, arab. C5*^> Laceuca Sca*
riola. Ausdrücklich fagt der Maimonide, diefe Pflan-
zen wachfen in Gärten als Unkraut. • • Gezehntet
wurden aüdi OnVn^, Brunn enk reffe, Sifymbrium Na*
[cur ciunt \ Obadjah erläutert es durch das italienifche
crefcioniy und\TrO , Brajfica Eruca 9 wie es der Mail
xnonide' giebt. In Aegypten heifst noch jetzt dies
Gemflfa. jft>r> (Forskol fl. aeg. p. LXlX,), Pi«
Kapper heifse *p3C: der Maimonide fetzt das arabi-
1che dafür. . . Frey vom Zehnten jft unter^
andern Op^p t offenbar Arum Colocaßa^
Aus der Gegend am Euphrat fcheint der Tnctat
rPJP3S7 zu ftammen; denn es wird p. 161. Surenh.
der Cultur des Reifs es (FW , arab, fy' ) , des K .ff er-
korns (imi, ü^)t des Mohns (p^) und des
Sefam (pöTOW) erwähnt, Diefelben kommen wie-
der im Tr. h^n p. 29 1 . vor.
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184 " Drittes Buch, Erftes Kapitel* ?;
Im dritten Jahrhundert lebte Luc. A pule jus, au*
Madaura in Afrika, der die PlatonifcHe Philofopbie
In Athen ftuclirt hatte und fich fpäterhin in Rom, un-
ter der Regierung der Antonine aufhielt: daher er
auch geopon. 1, 14. 10. der Römer genannt wird.
Dies ift der bekannte Verf. des goldenen Efels und
der Florida. Et foll auch, wie Servius zu Virgil,
georg. 2. berichtet, de arboribus gefchrieben habeni
Ob diefem die Bruchftücke vom Ackerbau zugefchrie-
ben werden müffen, welche die geoponica enthalten,
ift zwar nicht ganz' klar; aber es wird wahrschein-
lich, wenn man bemerkt, dafs M. Pfellus (Leo Allat.
de tempU Graec. 177.) ihn mit Julian aje^rn. Ctyaldäer
2ufammen nennt, der bekanntlich unter den Antoni-
nen lebte; und dafs diefe Fragmente voll Aberglau-
ben und Zauberkünfte find, derentwegen- jöne^ Ä^u-
lejus bekannt war. Doch gab es einen altern. «Apu-
lejus Celfus, aus Centuripä in Sicilien gebürtig, den
Scribonius Largus (c. 22, 94. c. 43, 171'.) feinen Leh-
rer nennt, und der alfo zu Auguftus Zeiten lebte* Ejc
hinterliefs ein Werk über dieMedicin, welches Mar?
cellus aus Bordeaux (praef.) anführt. Diefem febrie-
ben J. A. Fabricius und HalJer jene Fragmente zu;
aber ohne überwiegende Gründe. Was man fpäter-
hin untef dein Namen Apulejus de herbarum virtuti-
bus herumtrog, ift das Machwerk eines Mönchs aus
*lern elften oder zwölften Jahrhundert, wie in der
Folge gezeigt wird.
Im vierten Jahrhundert lebte Pappus von Ale-
xandrien , ein Mathematiker, aus deffen verloren ge-
gangenen Commentarien Mo/es von Chorene, [ein ar-
menifcher Geiftlicher, im Anfang des fünften Jahr*,
hunderts einen Auszug, die Geographie feines Vater-
landes betreffend, in armenifcher Sprache lieferte.
fMofis Chorenenßs geograjifiia, cd calc. Hifeor. arme-
niac. ed. Whifton. Lond. i73b\ p. 335 — 568.) iMan
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Baibarey unter Griechen lind Hörnern. }g$
findet hier einzelne intereffante, aber auch viel mifs-
verftandene und fabelhafte Nachrichten. In Lycien
komme ein gewürzhaftes Harz vor, welches wie Ho-
nig aus einem Baum quelle; dies ift unftreitig eine
Art Weihrauch aus Iuniperus iycia. (Vergl. Plin. 10,
f. 1 1 .). In Pamphylien komme der befte Styrax vor;
er werde in Löchern gefunden , die von Würmern
genügt werden (p. 553.). In Ifaurien werden Gewür*
zer mit unbekannten Namen angegeben: Opergomßt
und Calambi, die aus der Rinde der Bäume fliefsen.
In der armenifchen Provinz Moca am Taurus wird
Mandragora, in Phafacaranien (p. 36o.) Gerfte als
wiklwachfend angegeben. Im Lande der Iberier
wachle ein Getreidebaum {Sorghum faoclutratum oder
vulgare?). Am Ararat komme ein Wurm an der
Wurzel eines Gräfes vor, der zum Rothfärben taug-
lich fey (p. 56 1.). Dies ift wahrscheinlich die erfte,
von Beckmann (&rtr. zur GefcJu der Er f. 5, S. 21.)
uberfehene Spur von dem Coccus yadicis, dem Jo-
hannisblut, oder dem Scharlach, welcher aus der
Blutblafe an 'den Wurzeln .des Scleranthus annuus im
Mittelalter gewonnen wurde. Im glücklichen Ära-
bien werden als merkwürdige Pflanzen angegeben :
Chedi (c^^=>) Pandanus odorat 1 fßmus : Chalar
(^^-^=3) Arum Colocaßa: Bau (uW) Salix ae-
gyptiaca, Forsk.: Zaphu (olacA-o) Salbe babylo-
mca : Hali ((J^O eine Abart der Pomeranze: Marz-
gus (O^C^1-^) Orlganum Maioranä: Vard (^(j)
Hofen: Chachach (^(jiw) Pnrficben: Jafmic (u***^)
Iafminum odoratifßmumt Nardos*5 Balafan (Amyris
Kafal). . . Bey Ooildifapur in EJymais werde k örtli-
cher Zucker CSchacliarh J gebaut (fK 3640- Dies Ä
unftreitig die erfte Nachricht von der Gultur des Zu-
ckerrohrs« In Aria komme Mofchus vor : auch dies
f
I
I
' 1 . Digitized by Google
186 Drittes Back Erltes Kapitel. 1 •
ift die erfte Nachricht von demfelben, die noch dach*
her bey Indien (p. 365. 366.) wiederholt wird, 4
* ' ^ • ■ ■. * *«
« . » ; , * •
. Aus dem fünften Jahrhundert fchreibt (ich eins
gefchmackloie Sammlung zufammen gefetzter Arzney*
mittel von Marcellus, von Bordeaux, der Leibarzt des
Karfers TheodoGus I. war. Sie ift in Henr. Stepha-
Clus grober Sammlung abgedruckt, und Reinefius hat
in feinen var*isiectionibus.Beyträ*ge zur Erläuterung
der., vorkommenden Arzney mittel geliefert« Dies
war im fo nöthiger, da der Verf., als Gallier, die
Pflanzen zum Theil mit cehifchen Namen belegr.
<Symphytum TTeifctrbey ihm Halus (3i.)> Borrago Bwn-
dunculus (5«j, Menyanthes trifoliata Vifumärut
Sambucus Ebiilut Odocos (7.), worin man das deutfche
Attich zu finden glaubt; Polygonum Convolvulos Ti-
piofia (17O1 Nymphaea BadUts (33.), Thymus Ser>
pyllum G Horum :>(fiTi}* . • £■ — ,l r ,
Palladius Ru tili us Tau rus AemilianuSy ein rfl»
mifeher Landwirrh^ der in Sardinien und bey Neapel
fiüier befafc (tqllad. 4, 10.), mufs im fünften Jahr-
hundert gelebt haben, weil er von Gaffiodor (ditf.
lect. 2.0.) und Ifidor (pr/g. 17, 1.) angeführt wird, Auch
fpricht fein fchlechtes Latein für dies Zeitalter. Er
Kfnterliefs einen Haushaltungs • oder Wirthfchäfts -
Kalender, den Schneider gründlich bearbeitet hat.
Wir finden weniges anzumerken. Im, Januar
(2,4*) fäet er jgalatifche Gerfte, cicercula (^Lßthyrus
fatiiius)% ervum (Vicia Ervilia), Fönugräc, Speyer«
Jinge: die letztere pfropft er auch auf Quitten (2, i5.).
Von den Erven hat er fchon die Erfahrung fpäterer
Zeit, ' dais He dem Rindvieh fchadtm (3, 7,), Hanf
(cannabus) fäet er im Februar (3, 5,)» Die goldgel-
ben Blümchen ( Antheren) in der Mitte der Rofe muf-
fe man nicht fflr tonSaaraen halten; diefer fey ia der
» 1
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Barbarey unter Griechen und Rooiern* 187
Jcleineri Birne unter der Blume enthalten (3, 21.).
, Im Februar Jegt er Rohr* Pflanzungen (von Arundo
üonax) an, um den Wein dran zu ziehn (3, 23.).
Steckzwiebeln find cepullae (3, «4«)» deren Schäfte
werden thalli genannt« AJter Kohlfaamen verwandle
fich in Rübfaamen. Auch colocafia pflanzt er im Fe*
broar (3, Von der cicercula unterfcheidet er
ausdrücklich cicera und cicer; jenes ift Latbyrus Ci*
cera : dies Cicer arietinum (4, 4« £•)• Beytn Spargel*
bau kommt der Ausdruck fpongia afparagorum für
die nach oben erhaben ausgebreitete Wurzel vor (4
g.). Die Caprification der Feigen räth er auch an (4>
10.), Im April fäet er zizipha (5, 4*)* Im Septem*
ber £aet er cantherinifche Gerfta (10, 4*)« Wicken,
Fönugräc und Lupinen, als grüne Düngung (10, 8.
9,): Schminkbohnen (fafelns) zur Spcjfe (10, 1 2.).
Auch Nigella fativa, unter dem Namen gith (10, 1 3.),
und Sefam kennt er (11, Wenn man die Sorge
für Jahrhunderte übernehme , fo könne -man Geb mit
der Cultur der Palmen befchäfftigfn (11, 12.), Aitb
dem Gargilius Martialis fübrt er vieles an : unter ah*
dem den Anbau der hypametides , Früchte den Spey*
erlingen ähnlich, mit weiblicher Blüthe (12, 40*
Im fechsten Jahrhundert lebte Kofmas, ein ägy*
ptifober Mönch, mit dem Zunamen Indicopleußes t
deffen Topographia chriftiana früher von IVlontfaucon
(collect, nov. patr. graec. tom. 2.) und dann in Vete*-
rum p<ttrum anal, nov. Venet. 17&1, fol. herausgege-
ben worden. Sein Zeitalter Jäfst fieb febr genau be-
ftimmen: denn er fpricht vom alexandrinifchen Pa*
triarchen Theodofius, und deffen Nachfolger Timo*
theus, als feinen Zeitgenoffen {Cofrru IridicopL topögr,
chrifCi.hh. 10. p. i£»4*)* Auch fagt er (p, 21,), dafs
er vor a5 Jahren beym Anfang der Regierung Kaifer
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»88 Dritte» Buch. Erftes Kapitel.
Juftinians am obern Nil gewefen, als Elesban, der Kfl.
r»g von Ax-om, den Krieg gegen die Homeriten ank-
langen.*) Er mufs alfo in der erften Hälfte des fech-
ten Jahrhundertf gelebt haben. Früher hatte er
Handlung getrieben, und in diefer Abficht Aethio-
pien , Arabien und Indien durchreifet. Er fchrieb
eis Mändh .feine Topographie, um den von Lactanl
tms (• a, t6.) werft aufgehellten Grundfatz von der
nioht kugeligen Geftalt der Erde zu beweifen- er
halt die Erde für ein Parallelogramm mit gewölbten
Mauern eingefchloffen, und beruft fich vorzüglich auf
Jfd. 4o, 22., welche Stelle er fo nberfetzt: « otv'm-
da es doch eigentlich heifst: der die Himmel wie ein
feines Gewand (pi) ausdehnt, und fie wie ein Zelt
ausbreitet, worunter man xvohnen kann. Er erzählt
dann, wie er das Mittelmeer, den arabifchen und
periifchen iVJeerbufen, des Handels wegen, durchfchifft
habe, und bis nach Zingion (Zanguebar) gekommen
Hb. 2. p. , ■>.), Er gelangte auch bis Taprobane, wel-
ches er aeJediba mit den Indiern nennt, fo wie Sina
die Halbinfel jenfeits und Barbaria die Halbinfel dies,
fe.ts d« Oanges (p. ,<,.). ,„ dem ^ ^ ^
auch Phifon nennt, fand er n&ip« (Nelumbium) und
die fo genannten üsiXay»&lx (Arum Colocaßa ?) wje
auch IfJU« {Malabathrum) und W«p« {Nymphae*
Locus p. 28.). Das Mdfchusthiw und die Jagd deffel-
ben fah er in Indien : doch ift e3 wohl Verwechfelunc
•wenn er es auch Kaßuri nennt (lib. 1 1 . p. , 67 ) Die*
Pfefferftaude fah er in Male (Malabar) : er befchreibt
Ihr Behlingen um andere Pflanzen (p. 16S.) Dann
fpricht er von der Kokospalme unter dem Namen ü(-
») Ueber diefen 1 Krieg vergleiche man Procop.:bell
perf. ,, Atfemani bibl. orient. vol. 3. P. 2^69.
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Barbar ey unter Griechen tvmd Römern. 1$9
•yAX/Ä, welches offenbar das arabifche l3-*-^v^> ift:
von dem füfsen, wei nicht en Saft derfelben, den man
Qoyxo<rofy* nenne, wie noch jetzt furo, der Saft der
Kokospalme heifst. Für das Reifen der Frucht
gebraucht er den Ausdruck rayytfa: dies Wort erin-
nert an den malabarifchen Namen der Kokosnuß
tenga.
Angehängt ift ein rohes Bild von dem Kreis der
zwölf Monate , nebft den ägyptifchen Erzeugniffen ei-
nes jeden. Der Pharmuthi , oder März, giebt Zwie-
beln (cxopoäa) : derPachon, oder Mai, Artifchocken
(kivu^ä) : der Payni (Junius) Aprikofen (xkqvx dqps-
v/a): derEpiphi (Julius) frühen Weizen (ctroq üwij7rc£S5
ft. HOirtopoigot) : der Mefori: (Auguft) Feigen und Wein-
tranben (<nJx*, <rra<£uX«*): der Thot (September)
Oliven ( iXottclhoxos ft. iXuioQohxavx , Olivenkelter): der
Pbaophi (October) Datteln (<fo/wxf$): der Athyr (No-
vember) Spargel (icnrotQOi^U) : der Choiac (December)
Naiven (^mhixoti) : der Tybi (Januar) Endivien (*vtJ-
ßtoi): der Machir (Februar) Flachs (dyXinct): der
Phamenot (März) Agrumen (air^a). Endlich werden
fehr rohe Abbildungen der Kokosnufs und der Pfef-
ferpflanze hinzugefügt»
Im fiebenten Jahrhundert lebte Ißdorus, als Bi-
fchof von Sevilla, daher er Hifpalenfis genannt wird.
Er war von gothifcher Herkunft und ftarb 636. Un-
ter dem Titel Origines (ed. Vulcan. Bafil. 1077 fol.)
hinterliefs er ein Werk, welches wenig mehr als die
Kunftausdrücke in allen damals bekannten menfchli-
chen Künften und Wiffenfchaften enthält. Denn feie
zwey Jahrhunderten war die römifche Sprache, die
in Spanien nie rein geredet worden , durch die Ver-
mifcbung mit dem Weftgothifchen fchon fo verändert,
■
190 Drittes Buch. Erbe* Kapitel.
dafs trian die alten rÖmifcben Schriftfteller nicht mehf
verftand, fondern eines Wörterbuchs bedurfte, wel-
ches Ifidor mit Ableitungen der dunkeln Wörter liefer-
te. Indefs fehlte es ihm gerade zu den letztern an
den nöthigen Kenntniffen ; daher er fo oft einen grie-
chifchen Urfprung des Worts annimmt» als ihm der-
felbe nicht klar ift. Das Gebzehnte Buch ift den Kunft-
ausdrücken des Ackerbaus gewidmet» und enthält
daher eine Menge Pflanzen -Namen, deren Ableitung
oft fehr fonderbar ift» Zur Pfirfich (mal um perficum)
zählt er die Aprikofen (praecox, armeniacum) und
hat diefelbe Fabel von der giftigen Befchaffenheit der
Pfirfich in ihrem Vaterland, wozu wahrfcbeinJich die
Verwechfelung mit irigviov Gelegenheit gegeben (17,
7.). Den Namen foll die Pfirfich von Perfeus haben,
von dem diePtolemaer Ihr Gefchlecht herleiten woll-
ten. Mella nennt er den cyrenifchen Lotus, dem et
aber den faifchen Namen der fyrifchen Bohne giebt.
Coquimella (aoaKvfJuijXict) find die Pflaumen. Melofos
foll auf punifch die Pflanze heifsen, welche Ammo-
niak giebt. Der fycomorus werde von den Lateinern
Celfa genannt, wegen der Höhe ihres Wuchfes* Von
der Fichte erhalten wir die intereflante Nachricht,
dafs in den lnfeln Germaniens (Rügen) der ausfcb wi-
tzende Saft zum elecerum (Bernftein) werde (17,7*
col.4t6.): eine alteSage zur wahrfcheinlichen Erklä-
rung feines Urfprungs. Myrica werde von den La*
teinern iramaritia (tamarix) wegen der Bitterkeit
(amaritudo) genannt. Den Oleander nennt er rodan-
darum, vulgo lorandeum (jetzt fpanifch elotndro)*
Die Pfefferftaude foll dem Wacholder ähnlich feyn
und am Kaukafus wachfen (17, 8.)« Toxica heifsen
die Gifte, weil tie vorzüglich vom Taxus, am meiften
bey den Kantabriern, hergenommen werden (daf.).
Reubarbarum fcheint bey ihm doch noch einerley mit
Reuponticum tu feyn : wenigftens ift fonft nicht klar,
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Barbarey unter Griechen und Römern, jo, x
*
dafe er unfere Rhabarber verbanden, Citocatia, vul-\
gocitocotia> heifst, wegen ihrer Purgirkräfte, Euphor-
bia Lathyris (jetzt fpanifch catapucia). Der Schwamm
zum Zunder werde vulgo efca (jetzt fpanifch yejca)
genannt (17, 9.). Inula werde von den Bauern (Go-
then) a/am, alant genannt (jetzt fpanifch alla)f
Aus dem zehnten Jahrhundert beßrzen wir eint
Sammlung von Vorfchriften zum Ackerbau und zur
Haushaltung, welche in Konftantinopel von einem
Bithynier, Kafßanus Baffus, veranstaltet und dem
Kaifer Konftantin VII. Porphyrogennetus gewidmet;
•wurde. Diefe Sammlung ift unter dem Namen ysw
vrovixd am heften- von Niclas, Leipz. 1781« 8. heraus-
gegeben» Sie enthält Auszüge aus frühern, verlor*
nen Schriften des Julius Africanus (im 3ten), des Ana«
tolius (im4ten), des Apfyrtus (im4*pn), des Apule*
Xus (im 3ten Jahrh.), des Dionys von Utika (100 J.
vor Chr.) und des Diophanes aus Bithynien (f. oben
$.121*)» des Julius .Florentinus (im3ten), des Juba
(f. oben S. i35.)| des Pamphilus aus Alexandrien
(f. oben S. in.), der Brüder Quintilius (im 3ten
Jahrhundert), und Anderer, deren Zeitalter unbe*
ftimmt ift. Auch kommen mehrere falfche Namen
vor, z.B. Hippokrates und Demokritus von Abdera
(f. oben S. 45.).
Für die Gefchichte der Pflanzenkunde ift es in-
tereffant, die allmäl}lige Veränderung der Pflanzen -
Namen zu bemerken, ©i^ußp« heifst hier fyvfjißf) (iot
42. i2,t. i5, 2.), wie Ce auch Nic.MyrepGkus (fect. 1.
c. 100.) fchreibt. Jetzt heifst fie fytfjißi} und d&Qi'pß*
{Forskol ß. conftant* p. XXVlil. Smith proär. fl.
graec. 1, 397.). Der wirstpcs werde \cn Einigen (fa*
tot genannt (2, 6.). Eben dafelbft werden die iVfrou*
et;, der /3curcjuo;> (j^komUtirco^ und das ß^rgu^iev be-
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*9* JMttei Büch. Erfces Kapitel«
fchrieben. Cuminum Cyininum heilst hier *Ägv*j8«-
hov (2,28.)^ wie bey Symeon Seth, Joh. Actuarius
iind Nik. Myrepiikus. Rosmarin heifst levtyokißxvog
•(n, 16.), wie ebenfalls bey den fpätem, und noch
Jetzt (Forsk. fl. confi. p. XVIII. Smith prodr.ß. graec.
1 . p. 1 2.). Bubon macedonicus heifst HohifAsvrov (cön-
dimentum, 12/1. Sedmaß Plin. exerc. p. 8g5.) : Beta
vulgaris rsurkofäifav (daf.): die feinern Lactuc- Arten
/&*pouX*$ und fjM^ovXt» (daf.) : die jungen Kohlfproffen
K^xfxßxcwi^xye;: Spinat ift wabrfcheinlich csurXotAo-
Xc%oc (daf.): Blumenkohl yoyyxikovrtxqxyo^: Apriko-
fen ßegiKOMix (ioy 73.): Lavatera arborea hevhgofxxXux^
(i5a5.). 1
4
Aus dem elften Jahrhundert haben wir eine
kleine Schrift über die Kräfte der Nahrungsmittel
(iti$l rqctpwv Zvvxpswv ed. Gyrald. Bafil. i558. 8.), die
einen Symeon Seth, Auffeher der Reichs «Kleinodien
im Pallaft des Antiochus ( iCQwTcßscrTxpxitf) unter Kon-
ftantinlX. und feiner Tochter Zoe, zum Verfafler hat«
Von Michael Papblagon (1008) vertrieben, floh er in
ein Klofter auf dem thracifchen Olymp (Georg. Ge«
ären. hißt, p. 7J7.) , wo. er einen Auszug ans Michael
Pfellüs Schrift Uber die Nahrungsmittel machte, und
diefen dem Michael Ducas (1067) widmete. (Leo AU
tat. de Simeon, p. i 8 1 .) In diefer Schrift kommen
fchon manche morgenländifche Pflanzen vor, die man
näher durch die Saracenen kennen gelernt hatte. In
feiner Zueignung Tagt Symeon felbft: es hätten, au-
fser den Griechen, viel Perfer, Agarener und Indier
über diefe Gegenftände gefchrieben. Gewürznelken
als Kaguc$uXX«, Mufcatnüffe als hJIqua i^ia^xriax. Oci-
mum heifst hieT2uerft ßx<rikiKOvy Gurken xyyoipx und
rsTQxyyovQtXf Artemifia Dracunculus rap%ois Solanum
Melongena pxföaviov. Kamfer (nx(povgx) fey der ver-
dickte Saft eines grofsen Baums in Indien, in deffen
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Barbarey unter Griechen und Röaern; 193
Schatten wohl hundert Menfchen Platz finden: das
Holz fey leicht und fch wammig (v*p$#xci>8f$). HuXaXiy,
AgaJlochüm, davon gebe es zehn Arten. Darunter
heifse eine <r*p<pt* von <r«^u(pjf, einer Stadt. (Edrifi
geogr. nub. p. Zj. nennt eine der äu&erften indifchen
Infein San/.)
Michael Glykas* deffen Zeitalter unbestimmt ift, ,
hat im erften Theil feiner Annalen einige Beyträge
zur Teieologie der Pflanzern (GTyc* annt pt 12. ed.
Labbe. Parif. i66ö;foJ.) Der HeJIeborus , die Man»
dragora, das Opium und der" Schirling feyn freylich
Gifte , aber in Händen der Kdnftler treffliche Arz«
ney mittel. Bäüme, deren Früchte zart feyn, wie
Feigen, haben dicke, und die, deren Früchte hart
feyn , wie die Wallnttffe, haben dünne Glätter. Jene
bedürfen wegen Schwäche einer gröfsern Hülfe : die«
fen würde einä dichtere Decke fchädlich feyn. Das
Weinblatt fey eingefchnitten , damit Luft, und Licht
leicht durchgehn können. In Palmen fey die phyfi«
fche Liebe etwas Paradoxes^ fis beuge fich das Weib*
ehen 5 von Liebe entzündet* tinter der männlichen
Pflanze, und ftrebe nach Umarmung. Die Raute un-
ter Feigen gefäet Werde Schärfet1; denn, was in dem
Feigenbaum fcharf fey, gehe zur Raute über.
Der letzte griechische Schriftfteller, deflen wir
erwähnen, ift Nikolaus aus Alexandrien, mit dem
Beynamen Myrepfikus, der unter Johann III., mit
dem Titel Aktuarius, Leibarzt war. (Georg* Acropolit,
epie. chron. p4 34* ed* Parif.) Er hinterliefs ein Werk
über die Zufammenfetznng der Arzneyen, welches
latcinifch überfetzt in der Sammlung von Henr. Ste-
phanus befindlich ift. Ausdrücklich führt er fchon *
den Mefue an : auch findet man Unzählige Beyfpiele,
dafs er die Araber benutzt hat. Die letztern nannten
den Zimmt <J&* Dar-fini: daraus macht er
Geich, d. Botanik, t. B. l3
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Drittes Buch« Erftes Kapitel« :/!
aptrcv/nov, den er als giftwidrig rühmt (fect. 32. c. 21.).
Er erwähnt zuerft unter den Griechen der Tamarin-
den, unter dem Namen oj;\)(polv£ (fect. 1. c. 24.); der
Caffia Fiftula als yX\)KoacH\oiijLo<; (fect. 1. c. 449.) > der
Salvia Horminum als &vToyaX>) (fect. 5. c. 62.). Cy-
perus rotundus heifst &Qvxßi (fect. 1. c. 64.) • Phala-
ris canarienßs ocvefMXo^roq (3, 4^.): Iris tuberofa igpo-
hxKTvXos (1, 47^0 : Arctium ßardana tiXu<piq (1,412.),
wahrfcheinlich aus lappa entftanden : Pfirlichen hei-
fsen poB«K>3VfÄ (3, 95.). Unter die neuern durch die
Araber bekannt gewordenen Arzneymittel gehört
auch die Rhabarber, p sov ßx(ißxQov (1,21. i55.): denn
felbft die Rha, deren Ammianus Marcellinus (22, 8.),
als an der Wolga (Rha) wachfend erwähnt, iftRheum
Rhaponticum. Es gehören dahin Hie Früchte der
Caffia Senna (1, 465. 472.), die Früchte von Phyllan- „
thus Emblica, fJLVQcßxXotvot euttXst^ (1,24.)« Ferner
kommen die Erdbeeren unter dem Namen (ppotyov'ki
(3, 46.)> Erodium mofchatum als /4scr2te/3oTavcv (daf.) ,
Betonica orientalis als fye<7toßorxvcv (i, 1.), Buborn
macedonicus als pxy.elovivtov tTTrtpux (daf.), Cynanchum
Vincetoxicum als ßiffTiTcariKov (1, 89.); Baumwolien-
faamen als ßxußxKtov (i,4~5.), Artemifia camforata
' als KÄ^oup«? ßoTecvq, Agroftemma Gilhago als xcxäX/;
ToZ c/tCU (4) 2«) vor«
Zweytes Kapitel.
Karls des Grofsen Capitularia.
Jene aus mehrern Jahrhunderten gefammelten
dürftigen ßruchftücke lehren den gänzlichen Verfall
wiffenfchaftlicher Kcnntniffe im Morgenland. Noch
dichter war die Finfternifs, die das Abendland bedeck-
te: denn hier lieferten mehrere Jahrhunderte kaum
♦ •
♦
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V
Drittes Buch. Zweytes Kapitel. I95
einen einzigen Mann, der die nothdflrftigften Kennt-
niffe des gemeinen Lebens befeffen hätte. Bey den
Benedictiner- Mönchen, deren Orden 529 zu Monte
Caffino geftiftet wurde, mufs man allein die Ich wi-
chen Ueberrefte gelehrter und nützlicher Kenntniffe
fachen. Der Unterricht der Jugend und das Abfchrei-
ben alterHandfchriften waren ihnen urfprünglich zur
Pflicht gemacht; und, nachdem Papft Gregorder
Grofse unter der Anführung des Abts Auguftin eine
Kolonie Von Benedictinern , als Mifßonare auf die
brittifche Infel gefchickt (597), fo wurden auch Ur-
barmachung des Bodens, Acker - und Gartenbau ihre
Hauptpflichten. Hie durch machten fie fleh bey den
Angelfachfen beliebt: auch nach Deutfchland und
Holland fchickten die Benedictiner Britanniens Pre-
diger des Chriftenthums und Beförderer des Land«
baus und anderer nützlicher Kenntniffe. Columba
warder erfte, Bonifacius (Winfried) der berühmtefta
und thätigfte Miffionar der brittifchen Benedictiner,
jener im fiebenten, diefer im achten Jahrhundert.
In einem grofsen Buchenwalde legte Bonifacius das
Klofter Buchonia (jetzt Fulda) als Pflan2fchule an,
wo feine Mönche,- die von ihrer Hände Arbeit leben
foilten, den Unterricht der Jugend und die Beförde*
rung desAckerbaus erlernten.
Die wohlthätigen Zwecke diefes Ordens fielen
dem frankifchen Eroberer, Karl dem Grofsen, zu
fehr auf, als dafs er fleh nicht auch mit brittifchen
Benedictinern hätte umgeben und ihren Einflute auf
die Bildung der befiegten Völker befördern fallen.
Ihn felbft hatte Alcuin, ein brittifcher Mönch von
ungewöhnlicher Gelehrfamkeir, unterwiefen; die fem
und dem Bifchof Theodulf von Orleans tibertrug er
die Anlegung der Kathedral - und Klofterfchuleo«
An feinem Hofe bildete fleh eine gelehrte Gefellfchaft,
die faft nur aus Britten beftand und fleh einer vom
i3 •
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Drittes Buch. Zweytet Kapitel.
Kaifer geftifteten Bibliothek bediente. {Alcuin. opp.
vol. i. p.90. 94« Launoy opp. tom. 4. P. I« p. 1 1 .f.)
Er gab Verordnungen (cap'uularia) über den
Unterricht der Jugend, den Anbau des Landes und
die Anlegung von Garten , und die brittifchen Bene-
dictiner waren es, die die Gewächfe einzeln aufführ-
ten, welche in Gärten der kaiferlichen Pfalzen gezo-
gen werden follten. Diefe capitularia find von Steph.
Baluze zu Paris 1677 fol. gefammelt, das capitulare
de villis von Eckhard in comment. de reb. franc.
orient. tom. 2. herausgegeben, und von Bruns {Beytr.
den deutfchen Rechten des Mittelalters, Helm fr.
1799.) und Anton (Gefch. der deutfchen Landwirth-
fchafty Th. 1. S. 175. f.) erklärt worden.
Der Bau des Krapps (warentia, franz. garance),
des Waids (waisdo) und der Karten (cardones) zur Zu-
bereitung des Tuchs follte allgemein feyn (§. 43.).
Als Faftenfpeifen werden Fennich (panico) und cete-
rach genannt ($.44.). Was unter dem letztern zu
verftehn , ift nicht klar.
In den Gärten follten gezogen werden (§. 70.):
Lilien, Rofen, Fönugräc, Coftum ( Bai famita vulga-
ris), Salbey, Raute, Abrotanum , Gurken, Kürbiffe,
Melonen, Schminkbohnen {fajeolum) , Kümmel (ci-
minum), Rosmarin, Feldkümmel (careum), Kichern,
Meerzwiebeln (Jquilla), Schwertlilien (gladiolus),
Dragon (dragontia) , Anis, coloquintides (?), Helio-
tropium europaeum (folfequium) f Ammi maius
(Ameum), Sium anguftifolium (fdumi gutes Viehfut-
ter), Lac tue, Nigella fativa (gith), Braffica Eruca
(eruca alba), Sifymbrium Nafturtium (nafturtium),
Rumex acutus (parduna), Smyrnium Olusatrum (o/£-
fatum), Peterfilie {petrefdinum) , Sellen (apium),
Iiiebftöckel (levifticum) , Sa de bäum (Javina), Dill
{anetum) , Fenchel {feniculum), Endivien (intubae)^
üriganum Dictamnus (diptamnum), Senf, Saturey*
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Karls des Großen Capitularia. 107
Münze (ftfimbrium), Bachmünze (mentoßrum), Rhein-
farrn (tanarita), Nepeta Cataria (nepta), Erythraea
Centaurium (febrlfugia) , Mohn (papaver) , Mangold
(beta)y Afarum europaeum (vulgigina)y Althaea of-
ficinalis (ibifcJia, mismafoa)> Malva fyJveftris (malva),
Mohrrüben (caruca\, Paftinaken (paftenaca), Oar-
tenmelde (adripia)y Blitum capitatum (blida), Kohl-
rüben (ravacÄ), weifser Kohl (caulos) , Schnitt-
lauch (brhtlas), Perllauch (uniones)y Porre (porros)>
Rettich (radices), Schalotten {aßalonitae) , Zwie-
beln (0*7*1), Knoblauch (a/ia), Bohnen (/a&ae ma-
iores) 7 Erbfen (piß maurifci) , Euphorbia Lathyris
(laeeeridae) , Salvia Sclarea (ßlareia) , Sempervivum
tectorum ( Jov« barba). Die letztere foll der Gärt-
ner an feinem Haufe ziehn,
An Baumen follen fie haben: Apfel-, Birn--
und Pflaumenbäume verfchiedener Art, Eberefchen,
Mifpeln, Kaftanien, Pfirfichen, Quitten, Hafelnüffe,
Mandel - und Maulbeerbäume, Lorbeer-, Feigen-,
Nufs - und Kirfchbäume verfchiedener Art, auch
Speyerlinge (fpiranea). Diefe Früchte follen in
trocknen Kellern aufbewahrt werden (per ariciis ßr-
vatoria), Vergl. Bruns S. 419.
In dem Breviarium, oder der Beftandrechnung
der herrfcbaftlichen Sachen Karls des Grofsen, die
Eckhard herausgegeben, finden fich auf dem Kam-
mergut zu Treola an Garten -Gewächfen (Anton a. a. O.
S. 266.), aufser einigen der oben angeführten, auch
acrimonia (Odermen nig) , Kerbel und Koriander.
Eckhard liefert auch (comment. rer. franc. or.
2, 980.) ein Verzeichnifs von Arzneymitteln , die zu
Karls des Grofsen Zeit befonders gangbar waren. Au-
fser den angeführten kommen hier vor: Pimpinella
Saxifraga (pipinella), Acercampeftre (acer), Glechoma
hederacea (gundereba), Erythraea Centaurium (centau-
r/a), Aiuga Chamaepitys (camipitcum) , Rubus caefius
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198 Drittes Buch. Zweytes Kapitel*
(fraßfolia erobrama)> Rübfaat (caulifemi cholfamo)
fcusHypogloflum {bislingua\ Erodium mofchatum (a£-
tiotis chraneunito), Potentilla reptans {quinquefolium\
Cynanchum Vincetoxicuin (VincatoJJica)y Geum rivale*
(benedicium) y Ocimum baGlicum (bafdica), Rheum
Rhaponticum (reopantinum) , Artemifia, Nymphaea,
Gewürznelken (gariofilae), Tormentille (turneüa)%
Teucrium Chamaedrys (gamandrea), Polygon um avi-
culare [centonodia) , Origanum vulgare, Aiuga Iva
(*va), Plantago, Spargan iura ramofum {fparga)y
Afplenium Trichomanes (fäxifraga ßeinpreha), Hanf
(canape), Sauerklee (allehiju), Abfinthium, Millefo-
ljum, Oentiana und Marrubium.
Der Ruhm des grofsen Karl ward in der Botanik
durch den Namen der Carlina von den Italienern er«
halten. {Dodon. fiirp. 726.)
Drittes Kapitel.
Mönchifche Bearbeitung der Pflan-
zenkunde.
Da bey den Geiftlichen allein einige Refte der
wiffenfchafdichen Bildung übrig geblieben waren : fo
fuchte der grofse Kaifer diefe dadurch zu erhalten,
dafs er die Lehr-Gegenftände in den Klofter- und
Domfchulen vorfchrieb. Es waren aber die foge-
nannten lieben freyen Künfte, von denen die Gram*
matik, Arithmetik und Mufik das Triviumt die Rhe-
torik , Dialektik , Geometrie und Phyfik das QuadrU
vium umfafsten. (Launoy de fcholis a Carola M infiaur,
in opp, tom. 4* P» *•) Zu den letztern ward die Me-
dicin mit allen ihren Zweigen gezählt, und in der
Hof- Verordnung, die Karl zu Thionville 8o5 gab,
befahl er noch ausdrücklich, dafs auch die Arzney-
kunft in den Klofterfchulen gelehrt werden ! lolle.
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t
Dritte« Buch. Drittes Kapitel, 199:
-
( Balm, capitul. reg, franc. vol. 1. p. 295. ed. Venet.
» 772.) Der vornehmfte Theil der letztern beftand
in der Kenntnifs und Anwendung der Kräuter, da*
lier es Pflicht der Mönche ward , diefe aufzuziehen
und ihre Kräfte kennen zu lernen. Darin unterwie-
Ten fie dann auch die edeln Frauen, deren Gefchäfft
es ward) die verwundeten Krieger zu verbinden und .
Ii eilfame Kräuter anzuwenden.
Man fieht leicht, wie höchft empirifch diefe
Kenntniffe und Könfte bearbeitet werden mufsten.
Auch wurden die Verordnungen Karls unter feinen
ichwachen Nachfolgern fehr wenig befolgt. Lothar
gab zwar- noch- 829 eine neue Verordnung, worin er
den Klofter» Geiftlichen ihre Zöglinge und Lehr-Ge-
genftände wiederholt anwies; allein dies war auch
die letzte. (Bettineüi riforgimertfo d'Jtaliat tom. 1.
p. 10.)
Die ganze Gelebrfamkeit der folgenden Jahr-
hunderte beftand im Abfchreiben des Piinius, de9
Scribonius Largus und Marcellus Empiricus. Meh-
rere jener Klofter- Geiftlichen ftoppelten, unter an-
genommenen ehrwürdigen Namen, Bücher von den
Kräften der Pflanzen zufammen, in welchen man zwar
Piinius als Quelle nicht verkennt, wo aber der un-
iin nigfte Aberglaube das munchifche Zeitalter fehr
deutlich verräth. Apuleius und Piinius Valerianus dk
herbarum virtutibus, Strasb. i533. fol., der erftere
auch mit Erklärungen von Gabr. Humelberg, Zürich
i537« 4«> das find folche abgefchmackte Erzeugniffe
des finftern Mittelalters. Man findet hier die wider-
finnigften Verwirrungen der Namen, Mifsverftänd-
niffe der Alten und abfichtliche kindifche Verdrehun-
gen in folcher Menge, dafs man fich fchämt, bey fol-
chem Unfinn länger zu verweilen,
Walafrid Strabo aus Schwaben, Schüler des Ra-
banus Maurus in Fulda , anfangs Dechant des Klofters
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90« Drittes Buch. Drittes Kapitel.
*
S. Gallen , dann. Abt zu Reichenau , lebte im nennten
Jahrhundert, und fchrieb ein Gedicht, unter dem
Namen hortulus, welches Atrocianus zu Freyburg
i53o. 8. herausgegeben. Es werden nur wenige Pflan-
zen dürftig befchrieben, und fabelhafte Kräfte derfel-
ben gepriefen.
Aus dem zehnten Jahrhundert ftamrat ein abge-
schmacktes Erzeugnifs der Rlofterfchulen : Aemilius
Macer de herbarum virmtibus : ed. Airocian. Friburg.
i53o. 8. Der Vf. citirt aufser dem Strabo unbekann-
te Namen , wahrfcheinlich von Mönchen , Afclepius,
Juftus, Melineus, Meniacus. Er nennt die Pflanzen
alemannifch: Waid ift gaisda, Teucrium Chamaedrys
Gamandrea. Die Verfe find febr fchlecht:
HHut berba tu frigid* dicitur eile . •
Artemu graec* quae dicitur indeque nomeo . .
Die Kenntnifs der gelehrten Sprachen ift armfelig:
was caulis auf römifcb, heifse braffica auf griechifch.
Lolium und nigella feyn eins.
Hildegard, Aebtiffin zu Bingen (f 1180), hin*
terliefs eine Sammlung von Arzneymitteln gegen man-
cherley Krankheiten , die unter dem Namen : Phyfi-
ca, yqo Jqbt Schott zu Strasburg i544 foJ. heraus*
gekommen,
Jtjne grofse Menge von Pflanzen, aber mit bar-
barifchen, Namen, die oft fchwer zu enträthfeln find:
Vichbona (Phafeqlus 2, 9.). . . Wichim {Ervum Er-
vilia 2, 12.). . Liquiricium (Glycyrrhiza 2,22.). . .
Pfeffertruch ( Lepidium latifolium 2, 23.). . • Bach*
minza {Mentha aquatica 2, 4l*)> • • Wegras {Arme-
ria vulgaris 2, 52.). . . Bqrith (2, 72.), Borrago of-
ficinalis. . . Gerla ( 2, 62.) , Sium Sifarum. . . Stur
(2, 540. . . Coniüm maculatum (2, 85.). . . Hu-
mela (2, 94.)? Humulus, . . Herba Aaron {Arum
maculatum 2, 96.). . . Cardus niger (Ca,rthamu$ co-
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Mönchifche Bearbeitung der Pflanzenkunde. so*.
rymbofus 2, 98.). . . Apiago ( 2, io40?« • • Wehdyftel
(2,. 106.), Centaurea CalcUrapa. . . Venich (Pa/iz-
cum fanguineum). . ; Zytver (Artemifia Santonica
2, 18.). . . Ci>riftiana { Hellebor us niger 2, 25.). . ,
Brunnecraffum (Sifymbrium Nafturtium 2, 39.). • .
Kömifcbe Mentha {Mentha cri/pa 2, 440* • • Stut-
gras {Triticum repens 2, 53.). . . Zizania {Lolium
temulentum 2,75.). • • Lungwurtz {Pulmonaria off *
2, So.). . . Frafica (Ranunculus Thpra 2, 89.). . .
Hafelvurz (Afarum 2, 95.). Stignus (Solanum infa»
num 2, 97.). • . De Vurz (Rheum Rhaponticum 2,
99.). . . Winda (Convolvulus arvenßs 2, io3.). . .
Lylim (2, 106.)?, IMiumeandidum. . . Menva (2> 1 i3.),
Men wel, Rumex acutus. Trag. 3 18. Ringella (2,
1 3o.), Calendula ofßcinalis. . • Blandonia (2, 1 3 1 .) ? . . ,
Alentidium (2. i52.)?... Pandonia (2, i55.), Chelido-
n'wm malus. Tabernaem. 1, 102. . . Bafilifca (2,
i38.), Ocimum Bafilicum. . . Acoleia (2, \4o.), Aqui-
lrgia vulgaris. . . Saxifrica (2, i43.)> Afplenium Tri-
ehomanes. • • Denemarcha (2, 148.) , Valeriana cel-
tica* . . Gelifia (2, i53.), Amarantus tricolor. . ,
Dornella (a, i58.), DorellaCaefalp. Alyffumfativum. . •
Storckenfcbnabel (2, 160.), G er anium Rober tianum. . .
Birofavurlz (2, 167.), Tormentilla erecta. . . Erd*
pfefer (2, 168.)?, Capficum annuunu . . Plionia (2,
171.), Paeonia ofßcinalis. . . Scamphonia (2, 172.),
Convolvulus Scammonia. . . Hunesdarm (2, 173.),
Stellaria media. . . Razela (2, i74.)> Polygonum Per*
ficaria. • . Dörth (2, 175.), Avena fatua. . • Simez
(2, 180.)?. . . Dacülofa (2, i34«)> Panicum Dactylon. . •
Cittervurtz (2, i36.)f Zedoaria. . . Citocatia (2, 141
Solanum Dulcamara. . . Bervurtz (2, 1 42*)> Aethufa
Meunu • • Ugera (2, 1 440» Colchicum autumnale. • .
Ebech (2, 146.), Sambucus Ebulus. • • Kranchfcbna-
bei (2, i5o.), Erodium mofchatum. . . Megilana (2,
157.), Solanum Melongena. . . Cicula (2, i5g.), Ci?
so» Dritt« Buch. Drittes Kapitel.
cuta virofct. . . Weich (2, iG5.), Holcus lanasus.' . l
Himmelsfchluzela (2» 166.), Primula vulgaris. . .
Huoflatheda maior(2,l 169.), Tuffüago Peiafiies. . .
Huoflatheda minor (2, 170.) , Tuffüago Far/ara. . .
Herba Brambere (2, 174O1 Rubus fruticofus. . .
Herba in qua Walbere (2, 179.), Vaccinium Myrtillus.
Im dritten Buch die Bäume, worunter folgende:
Arbor Camforae (3, 9I). . . Quotanus (3, 22.), Py-
rus Cydonia. . . Vibex (3, 42.), V'Utx Agnus. . .
Meltzboum (3, 49.) > fyri« Ari*- • • Yffa (5, 5o.),
Taxus baccata. • . Boncitherus (3, 18.)? . . . Mulber-
boum (3, 27-)> Morus nigra. . . Fufarius (3, 43.),
Evonymus europaeus. . . Hartboum (3, 5i .), Cernus
mascula.
\ «■ r
Viertes Kapitel.
Pflanzenkunde der Araber.
Dem kriegerifchen und rohen Volke der Wüfte,
welches feit dem fechsten Jahrhundert die von Mu*
hammed erfundene Religion mit Feuer und Schwert
hi begeifterter Wuth ausbreitete, und Unwiffenheit
und knechtifchen Oehorfam gegen den Propheten al-
len Bekennern feines Olaubens einfchärfte, diefem
Volke konnten die Wiffenfchaften und Künfte der
Griechen und Römer unmöglich gefallen. Sie wür-
den ihm beftändig fremd geblieben feyn, wenn, nicht,
nach befeftigter Herrfcbaft der Saracenen Ober das
Morgenland und nach gegründetem Khalifat in Bag-
dad, der Friede und die Künfte deffelben, durch des
edeln Almanfor Sorge, ihren Sitz in jener Stadt
des Friedens auFgefchlagen hätten. (Elmacin* hiß. Sa-
rac. 2, 4.) Die göttliche Vorfehung hatte dies Volk
zum Erhalter der Wiffenfchaften im finftern Mittel-
alter beftimmt. Auf dafs es mit ihnen bekannt wür-
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Drittel Back Viertes Ktpitel. «03
de, müfsten die Neftorianer, auf Antrieb des Zeloten
Cyrillus in Alexandrien, durch die ökumenifche Kir-
chen • Verfammlung zu Ephefus (4^1 ) in den Bann
gethan und von den rechtgläubigen Raifern Theodo-
fiusll. , Valentinian III. und Zeno dem Ifaurier ver-
trieben werden. Sie, diefe fyrifche Chriften, die
fich durch Kenntniffe und Gelehrfamkeit auszeichne«
ten, fluchteten Cch an den Euphrat, wurden vom
pernfchen König Pheroces (462) fargetreue Unter-
thanen erklärt, und es nahm die perfifcbe Kirche den
Namen der chaldäifchen an. {Afßmani bibl. orient*
tom. 5, p. 39 1 . f.) Die berühmte Schule der Neftoria-
ner zu Edeffa erzeugte bald Töcbterfcbulen am Eu-
phrat, die nach dem Mufter der benachbarten jüdi-
fchen eingerichtet waren , und worin die Werke der
Alten fleifsig gelefen und ins Syrifche überfetzt wur-
den. Zu Dfchondifabor in Khuziftan, von Sapor I.
im dritten Jahrhundert angelegt, war die berühmtefte
Schule der Neftorianer. Hier überfetzten fchon im
fünften Jahrhundert Hibas, Kumas und Probus die
Schriften des Ariftoteles ins Syrifche, und Chenan-
Jefchu, Patriarch der Neftorianer im fiebenten Jahr-
hundert , gab Commentarien über die Analytik des
Ariftoteles. %
Die gelehrten Neftorianer übten die Arzneykun-
de aus, und ftudirten, forgfältiger, als überall da-
mals gefchab, die Schriften griechifcher Aerzte. Da-
durch bildeten fie fich zu gelehrten Aerzten aus, die
felbft, nach jüdifcher Sitte , durch öffentliche Dispu-
tationen lieh akademifche Würden erworben hatten.
Als nun die Rhalifen zu Bagdad von dem Ruf diefer
Aerzte hörten und den Flor der Wiffenfchaften in
dem benachbarten Dfchondifabor fahen , da beriefen-
fie einige derfelben nach Bagdad , machten fie zu ih-
ren Leibärzten, und veranftalteten die Stiftung einer
ähnlichen gelehrte» Schule, Es war die Neftoriani-
• * >
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404 . Drittes Buch. Viertes Kapitel.
fche Familie, die fich Bukhte*Jsfchu9 Bakdftkutah,
nannte, die erfte, welche fich, nach dem Rufe des
Khalifen Almanfur (772), in Bagdad anfiedeJte. Durch
Gefchicklichkeit, Kenntniffe und Tugenden fetzten
fich diefe Neftorianer bald in folches Anfehn , dafs
den Chriften freye Religions- Uebung unter den Mu*
hammedanern geftattet und ihnen die Leitung der
Studien gebildeter Moslemin anvertraut wurde. (Abtd-
farag. hife. dyn. p. 200. f.)
Die Verwandtschaft des fyrifchen und arabifchen
Dialekts erleichterte den Unterricht. Die Neftoria-
ner überfetzten die Werke der Alten aus dem Syri*
fcben leichter ins Arabifche : daher giebt es noch ara-
bifche Handfchriften des Diofkorides, mit fyrifchen
Worten am Rande. Plinius und Ariftoteles erhielten
ebenfalls ein arabifches Gewand, und diefe wurden,
wie Diofkorides, die Grundlage des Unterrichts auf
allen arabifchen Akademieen, deren eine grofse An-
zahl durch das ganze arabifche Reich , von Bokhara
im tiefften Often bis Marokos undCordova, nach dem
Mufter der hoben Schule zu Bagdad errichtet wurden.
Nicht lange, fo fingen die Muhammedaner felbft an,
Ueberfetzungen und Auszöge aus den Schriften der
Alten, die fie in fyrifchen Ueberfetzungen kannten,
zu raachen, und endlich auch eigene Werke zu fch rei-
ben. So entftanden «treffliche Bibliotheken, deren
eine zu Cordova im zehnten Jahrhundert 25o,ooo
Bände enthielt. (Cafiri bibU efcur, 1. p. 202.)
Diefe Studien wurden durch die milde Regie»
rung und durch die allgemeine Duldung, welche die
Khalifen eingeführt hatten, begünftigt. Nachdem
der Thron der morgen Iändifchen Khalifen durch die
Gazneviden und feldfchukifchenTürken im elften Jahr-
hundert geftürzt war, regierten die Almoraviden das
muhammedanifche Abendland, Marokos und Spanien,
nach den gleichen milden und menfchenfreundlichen
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Pflanzenkunde der Araber. 305
Gmndfätzen. Handel und Gewerbe, VViffenfchaften
und Künfte blühten in Spanien fo herrlich , wie es
niemals wieder nachher der Fall gewefen.
Den Neftorianern verdankten die Araber befon-
ders die erfte regelmäfsige Einrichtung der Apothe-
ken und die Verordnung befümmter Normen für lie,
die man unter dem Namen der Dispeniatorien, Ankra-
badin, kannte. Ein folches fchrieb Sabor, SaheJ's Sohn,
Vorfteher des Lazareths der Neftorianer zu Dlchon-
difabor, fchon im neunten Jahrhundert. {Abu/farag.
st. a. O. p. 269.) Die, welche den Apotheken vorhan-
den, waren zum Theil gelehrte Krauterkenner, wel-
che die Neftorianer Basmajo, die Araber Sid-alani
nannten: als erfter Neftorianer , der hiedurch ausge-
zeichnet war, wird Gregor, Bifchof von Nifibis, im
fiebenten Jahrhundert genannt. (Affemani , 5, 47z.)
Vom achten Jahrhundert an hatten alle arabilche Sehn*
len ihre Apotheken und Dispeniatorien.
Hiedurch hätte freylich die Kenntnifs der Ge-
wächfe noch nicht befonders gewonnen, weil tierar a*
bifirte Diofkorides das einzige Mufter blieb ; aber der
blühende Handel der Araber, und die zahlreichen
Reifen, die fie in entfernte Länder unternahmen, mufs-
ten fie mit den Erzeugniflen fremder Gegenden bekann-
ter machen, als es felbft Griechen und Homer gewe-
fen waren. Schon der Khalif Almamum liefs in den
Sandwüften Africa's einen Grad der Breite meffen
(Abulfed. ann. moslem. 2, 241.), und in dem fernften
Often, bis China, waren die Neftorianer die Führer
der Araber: denn jene hatten feit dem fiebenten Jahr-
hundert in der ßulgarey, IMongoley und in China
felbft nicht blofs Millionen , fondern Kirchen und Bi-
fchöfe. {Affemani 3, 533.)
Die erften Araber, die, durch die Nachrichten
der Neftorianer bewogen, das äufserfte Morgenland
und China felbft befuchten, hiefsen Wakab und Abu-
aötf Drittes 6uch* Viertes -Kapitel.
feid. Früher war allerdings fchon der Handelsweg
über Baktrien nach Serika bekannt (Arrian. peripL
mar. erythr. p.36.), und Ptolemäus kannte wenigftens
die Hauptftadt des nordwefdiclien China aus den Be-
richten der Reifenden; aber eine beftändige Handels*
Verbindung >z\vifchen Bafsrah und Canton ward erft
durch die Araber eröffnet. Jene beiden Araber, de«
ren Reife - Bericht Renautlot fiber fetzt hat, (Anoiennes
relations des Indes et de la Clüne. Paris 1 718.), fanden
das Chriftenthum in China ausgebreitet, erzählen
fchon vom Theetrinken, und befchreiben fogar die
Staude unter dem Namen Tfa; auch rühmen ße den
feltenen Kamfer von Sumatra, die Kokos- und Sago*
Palme. Auch des AloSholzes aus Comaria bey Java
gedenken fie.
Nach ihnen fchrieb Abu 'I Haffan Aly Majfudi
im zehnten Jahrhundert eine Geographie, unter dem
Titel der goldenen Wiefe, wovon Deguignes Auszü-
ge geliefert hat. (Notices et extraits des manufer. du
Aoi/tom. 1.)
Dann folgte im zwölften Jahrhundert der Sehe*
*if Edrifi, aus Aegypten, der am Hofe des normän-
nifchen Königs Roger in Neapel lebte. (Herbelot bibU
orient. 786.) Auch diefer handelte in feiner Erdbe-
fchreibung umftä'ndlich von Pflanzen; aber es ift zu
bedauern, dafs die Auszüge, welche arabifch zu Rom
1592, und iateinifch Von den Maroniten Gabriel
Sionita und Joh. Hefronita zu Paris 1617 herausgege-
ben wurden, fo wenig von Pflanzen enthalten.
Der vierte Kofmograph ift Ebn Alvardi aus Ha-
leb, im dreyzehnten Jahrhundert. Diefer befchrieb in
feinem Werke die Gewächfe fremder Länder forgfal-
tig. Deguignes hat es franzößfch überfetzt. (Notices
et extraits , tom. 2.)
* Der fünfte jft der fyrifche Fürft Abulfeda im vier-
zehnten Jahrhundert, den Reiske Iateinifch bearbeitet
hat. (Büfchiiigs Magazin , 4, 121. f. 5, 5oi. f.)
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Pflanzenkunde der Araber* 207
. In demfelbeo Jahrhundert lebte Abdallah Batu-
£4ih, der durch Africa und Aßen vierzig Jahre Jaog
gereifet war. Von feiner Reife -Beschreibung wird
in Gotha ein Auszug aufbewahrt. {Monatl. Qorrefp.
a8o8. Apr. S. 293.) :c< V 1 . , ,
Im fünfzehnten Jahrhundert lebte Abdorrafchid '
JZakui, ein Perfer, deffen Kofmographie wir in der
franzößfcben Ueberfetzung kennen. \(Notices et «c-
traits* 2, 388.) Aber fie ift voller Unrichtigkeiten.
So. giebt erNarden undAloeholz als einheimifch ia
Andalufien an.
• Der letzte ift endlich Leo von Africa im fech/ Pon-
ten Jahrhundert, der eine Befchreibung von AfVioa
fcbrieb, welche zu Leiden i632 lateinifch herausge-
kommen. \yA * $
Schriftfteller, die ausdrücklich Ober die Pflan-
zen gefchrieben, giebt es allerdings unter den Ara-
bern ; aber die meiften behandeln die Gewächfe blofs,
in fo fern fie Arzneymittel liefern, und feJbft nach
der Ordnung des Diofkorides, oder nach der Folge
der arabSfchen Buchftaben. Sie geben gröfstentheils
erft die fiefchreibung des Diofkorides , oft verkehrt
genug: dann fetzen fie einige andere Nachrichten
hinzu. Bisweilen auch führen fie Pflanzen auf, die
Diofkorides nicht kennen konnte, weil fie erft durch
den Handel und die Reifen der genannten Araber be-
kannt geworden waren. Mehrere unter diefen Schrift«
ftellern, und zwar die früheften, werden blofs von
den fpätern angeführt, ohne dafs wir etwas Genaue-
res von ihnen wüfsten. Einige darunter find Nefto-
rianar.
Coffaeus ift der Sltefte : er mufs vor dem neun«
ten Jahrhundert gelebt haben , da Rbazes und Sera«
pion der altere ihn anführen. Man nennt ihn auch
Alcuzi und Alcanti, weil er aus der Provinz Khuliftan
gebürtig war. ~ . . < ,
»
■s "
*
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308 ■ Drittes Buch. Viertes Kapitel,
Scharak, ein Inder, den Rhazes anführt, ift
ganz unbekannt.
Abu Saher, ein Neftorianer, im achten Jahrhun-
dert, foll grofse Reifen durch eine Menge Länder
gemacht, und ein Werk von Pflanzen hinterlaffen
haben, denen er Abbildungen beyfügte. (BibL parifi
Jahiah ebn Mafawaih, der ältere Mefue, auch
ein Neftorianer, war Arzt des trefflichen Harun -Ar-
rafchid. (Abulfarag. p. 237. 255.) Vom ihm haben
wir blofse Bruchftücke beym Rhazes.
Hhonain, Ishaks Solin, gleichfalls Neftorianer,
ein berühmter Ueberfetzer und Arzt der Khalifen zu
Bagdad im Anfang des neunten Jahrhunderts (Caßri
bibl. elcurial. 1, 286. f.), bemühte fich befonders, die
Svnonvmie der Pflanzen bev den Griechen, Syrern
und Arabern zu ordnen« {Rhaz. contin. 21, 97.)
Noch loben Rhazes und Serapion einen fo ge-
nannten Mönch, Abu-Merig, ferner einen Ifshak
ebn Amram, den Juden Majerdfchawaih , und Ho«
bei/eh^ den Neffen des Hhonein.
Ein Neftorianer, Abu Hanifa el Dainuri, fchrieb
im zehnten Jahrhundert ein Werk über die Landwirth-
fchaft, welches Serapion mehrmals anführt. (Caßri
«,323.)
Noch beiitzen wir ein grofses Werk von Rhazes*
der eigentlich Muhammed Abu Bekr hiefs und aus
Ray in Irak gebürtig war. Er war Vorfteher des
grofsen Krankenhaufes in Bagdad im zehnten Jahr-
hundert. Das Werk, welches den Titel, el Hhawiy
oder Continens führt, entftand aus feinen Vorlefun-
gen, welche feine Zuhörer nachgefchrieben haben.
Wir befitzen davon eine latino - barbarifche Ueber-
fetzung, die Bonetus Locatellus zu Venedig 1 5o6 fol. 1
herausgegeben. Im 2iften Buche werden die Arz«
neygewächfe, gröfstenthcils nach Diofkorides, abge»
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I
»
Pflanzenkunde der Araber. aOQ
handelt. Es ift fcbwer, ohne Anficht der Urfchrift,
die barbarifchen Namen zu deuten, zumal da die Be*
fchreibungen zu kurz find.
Abu 7 l'adliy aus Schierziah , im zehnten Jahr-
hundert, bearbeitete des Diofkorides Werk auf vor-
zügliche Weife, indem er hier und da aus eigener
Anficht Erklärungen beyfügte. Aus der Handfcbrift
lieferte Ol. Gelfius intereffante Auszüge im hierobo-
tanicon, und der Abt Lichtenftein in Helmftädt be-
fchäfftigte fich in den letzten Tagen feines Lebens mit
dem Abfchreiben und Ueberfetzen eines Theils des
Textes.
Ali, Abbas Sohn, ein Perfer, Arzt des Emirs
von Bagdad im zehnten Jahrhundert, hinterliefs ein
groises Werk, das königliche genannt, wovon Bern;
Ricius de Novara eine iatino - barbarifche Ueberfetzung
1492 zu Venedig foJ. herausgab.
Der berühmtefte unter den arabifcben Aerzten
war Avicenna, eigentlich Al-Huffain Abu -Ali Ebn
Sina, aus Bokhara, Arzt des Emirs von Bagdad, dann
Vefir der Provinz Hamdan, und endlich Minifter des
Fürften in lfpahan, im elften Jahrhundert. (Abulfed.
ann. moslem. 5, 92. Cafirl% i, 269.) Sein fehr be-
kanntes Werk, der Kanon, ift arabifch zu Rom 1093
fol. gedruckt: Plemp hat über das erfte und zweyte
Buch deffeiben zu Löwen i658 fol. Commentarien
Joh. Serapion, ebenfalls aus dem elften Jahrhun-
dert, hinterliefs eine gute Matena Medica, worin
Äbu'J Fadli häufig benutzt wird. Wir haben die Ia-
tino - barbarifche Ueberfetzung von Oerard von Car-
mona, Lyon i525. 4* . j . .{ \'
Job. Mefuachy oder der jüngere Mefue, foll Arzt
des Khalifen zu Kahirah gewefen feyn. (Leo Afric*
p. 273.) Sein Werk von einfachen' Arzney mittein ift
in der latino - barbarifchen Ueberfetzung von Mari«
nus, Venedig 1D62 foJ. herausgegeben.
Geich, d. Botanik« i,B, 44
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210 Drittes Buch. Viertel Kapitel.
Unter den afabifchen Schriftstellern, die im w et-
lichen Reiche lebten , mufs zuerft Abu Secharjah Ebn
Ahr am aus Sevilla, im i2ten Jahrh. genannt werden,
fir fchrieb Ober die Land wirtbfchaft ein Werk, woraus
Cafiri (bibl. efcur. 1, 326. f.) Auszüge, und weichet
Rodrigo Campomanes 1 75 i zum Th eil ins Spanifche
überfetzt hat.
JJer vorzugiicmte unter den araoiicnen ocnnrt-
ftellern Aber die Gewächfe ift Abdallah Ebn Achmed
Dhiagddin Ebn Beithar, im i3ten Jahrh., aus Malaga
gebürtig. Er hatte, um Pflanzen zu fammeln, das
ganze Morgenland durchwandert, und ward Vefir zu
Kahirab. Sein Werk , welches eine vollftändige Auf-
Zählung der einfachen Arzney mittel enthält, ift noch
in der Efcurialifchen Bibliothek in eher Handfchrift
vorhanden. {Cafiri, i, 275.) Er foH fehr viele Pflan-
zen denen beygefügt haben, die Diofkorides bat:
auch gab er überall die arabifchen Namen an. Es ift
zu bedauern , dafs diefes Werk noch nicht bearbeitet
worden.
Der jüngfte diefer Schriftfteller ift Abdollatif aus
id, deffen Denkwürdigkeiten Aegyptens, ar*>
bifch zuerft von White, Oxford 1788, dann deotfeh
über fetzt von Wahl 1790 und mit trefflichen Erklä-
rungen von Silveftre de Sacy 1809 herausgegeben
worden. » . • • ST:
. Dies find die vorzüglich ften Quellen, an« denen
man die Kenntniffe der Araber von Gewächfen ken-
nen lernen kann. Wichtig wären die Namen, wel-
che Forskol und Niebuhr den Pflanzen in ihren Reife -
Betreibungen beylegen, wenn jene Namen fich nicht
fo oft änderten. So beifst Beneffedfch bey A vi Ceti na
das Veilchen; bey Forskol werden fünf verföhiedene
Pflanzen fo genannt. Ocimum Bafllicum (reifst bey
Avicenna, Ebn AI warn und Serapion Baderadfch ; bey
Forskol, Uobok. MM ift bey Serapion und Rha zes
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Pflanzenkunde der Araber. ' &tf
cfar Granatapfel ; bey Ebn Alwam und Forskol heifsr
diefer Rimon, bey Ebn Alwardi Mcgatfch.
Dazu kommt, dafs die arabifchen Urfchriften
nur in grofsen Bibliotheken gefunden werden, und
wir uns gröfstentheiJs mit latino-barbarifchen TJeber-
fetzungen beheJfen müflen, Welche fehr mangelhafte
Kenntnifs gewähren«
Endlich waren die arabifchen Schriftftelier meU
ftens mit der Natur unbekannt. Sie verliefsen (ich
auf ihre Lehrer, die Neftorianer, die die Betrei-
bungen der Griechen oft fo verkehrt angeben , dafs
nur ein Oedipus den Sinn enträthfeJn würde. Ein
Beyfpiel mag zum Beweis hinreichen. Diofkörides
fagt (5, 58.): \ty\HTTixov wachfe auf dem Apennin, ei*
nem Gebirge, nicht weit von deri Alpen. Avicenna
(üb. 2. p. 169* ed. Rom.), indem er von feiner ^j^p
fpricht, fagt: nach Diofkörides wachfe die Pflanz*
auf dem Berge Akabjs, welcher an Aegypten grSnze.
Jenes (J^^f ift unftreitig aus (Apennin)
•ntftandeii«
Wir heben die wichtigfttin Pflanzen aus den Ära«
bifchen Schrift f teile rn aus :
ZingWer officlfiale Rofc., ^M^Ji Avic. i66\
Ebn Alwam befehreibt den Anbau der Pflanze in Spa-
nien. (Cafirt, 1,336*). , Zing. Zerumbet Rofc, °^ft •
kommt fchon bey in Maferdfchawaih und dem altern
Mefue vör. (Rhaz. contin. Üb. 22. c. 362«) Avicen-
na (166.) und Serapion (c. 17a.) befchreiben die
Pflanze. . . Curcuma ZedoariaJKötc, fkjfa1 Avi-
cenna i55. Die Früchte heifsen Avic« ^43.
Der Scherif Edrift {geogr. nub. 65.) giebt Fandarina
in Indien als das Oeburtsland an. . . Kämpfern Ga-
longa Rofc, Avic. 270- Si# ward MM Chi«
14'
a/fc Da«* ,Bu<^ Viertes Kapitel,
na eingeführt;; {Serap. c» 3S2*) Eine: andere, vieP
leicht Kämpf era panduraia Rofc,, t(j^ta<jy"*Q* Avic.
^70., kommt aus Sumatra, . . Curcuma longa Rofc,
(•^A-^OftSl^. Avic. 275. Aus cfiefem Khalidumenun
machten die Latinobarbaren Cbelidonium, welches»
wegen des gelben Saftes > 'mit Curcuma verwechfelt
wurde. Roxburgh (afiat. refearch. vol, 11. p. 34o.)
zfeht hieher ^^(Vr* Avic. 246.» welches aber ofr-
fenbar x^oxopcvpt des Diofk. , und nicht diefe Pflan*
*e Sfti : v v •«.•»■ 1 •
' * IafminumSambac, dtfy, Abulfadli beyttl CelfJ
liierob. 1, 384-, wo auch andere Arten erwähnt wer-
den.*, tafminum humile> mit gelben Blütheo, nntef-
icheiden der ältere Mefue (Rhaz. contin. Iib. 22. c.
858^ tind Ishäk' ebn Amram. (Serap. c. 176.) . /
Solvia haematodes ift vermutblich das rotbe Benen,
Abulfadli bey Hyde ( relig. vei. Perf<
p/5io.)* Avic. x4i. Aus Armenien komme es, fagt
^ Mefue bey Serap. c. 2 23. . . Fraxinus Omus,
j*V****ff , Vogel - Zunge , Avic. 200. Serap. 22^.: , .r
Piper Betty Avic. 263., wo eine ^mlioti ge-
naue Befcbreibung vorkommt. (Angel, de S. Jofephe\
pharmqc. perjl p..368. , Will. Hunter in afiat* refearch^
vfiUs* P' 39P.) * * Piper Cubeba, Avic.
1^1. Die Früchte, heifst es? kommen aus .China J
Ga^cias (Cluf.exot* 184.) erklärt dies dadurch, dais,
fje aus Sumatra und Java nach China gehn und von.
dort weiter verführt werden. Serapion (c. 288.) zwar*
bringt den Rufcus aculeatus?desDiofki,hieher, gesteht
aber am Ende, ^afs die Befcbreibung nicht paffe. . w
Piper nlgrarttis ^f*** .Avic. 256. Serap. c*3fi7. Bakui
(Notiee* et exsr* 2^4*8«) befebre^^n Anbau m
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■
• t flaiftenkunde <fer ÄrÄeri'1 Bi'3
Magerten. Abulfeda {Büfghingt Uag; ^ ijo.y be-
zeugt,* dafs die Pfefferftaude an den Baumen in'tfie
Höheklhmne... Piper longum, jsb Avic, «5$.
friar iuberofa , (^LsruS**** Avic. 220! Dies ift
der. Jlermodactylus der Latin o - Barbaren , womit die,
Araber aber Iris florentina verwechfeln. . . Ficus
Benjamtna, nux Mechel f. Racbaba, Serap. c." r64'.
Vergl. Rumph amboin. 5, 139. . . Ficus Sycomo*
rus , j2^*^.. Eine fehr genaue Befchreibung giebt AB»
dollatif , p. n. Vergl. Abülfadli beym Öelf. hierob.
1 , 3i 1 . • . Fici/> reügiöfa ift die Art ? welche Abu
Hanifa beym Abdoliatif p. i3. beschreibt. Sie £ay
aus Indien naph Arabien und Aegypten gewandert.,,;,
FUus bengoleafis, u*k> Avic. i5?f, wo aber Ver*
weohfelung mit Platanen vorkömmt. . .. Das Zucker*
röhr, wird zuerft von Abufetf ujnd Wabab be?
fch rieben, wie es um Siraf wachfe, {Aap. relations%
p. 101.) Abulfeda bezeugt, es vvachfe bey Almanfo-
jra. {Büfchings Mag. 4, 260.) Dies war eine Stadt,
von dem Khalifen Almahlor gebaut. [Bakui in den
Noeices et extr. 2, 419») Araber brachten das
Zuckerrohr ins Abendland : denn in Spanien ward e*
gebaut und* Zucker daraus bereitet. [Edriß geogr. nub,
l4g. Ebn Älwarn bey Cafir^ 1, 33q.) Der feinfte,
weifsefte Zucker biefs Tebarzed und Solimani: der
grobe Farin -Zucker Fenid. ( Rhaz. c. 3cj3. Avic.zZS.
Serap. c. 5o.) . . Andropogon Nardus oder Nardus
indica Lour., wird von Abu '1 Fadü (Celf.
-hierob. 2, 2.) befchrieben; doch verwechfelt er den
Pandanus odoratiffimus damit. {Jones in afiat.refeareb.
vol. 2. n. 4o5.) Aus Java komme vorzüglich die in«
difche Narde, fagt Bakui. (filoticef et extr. 2, 397«)
Avicenna (225.) unterfcheidet die römifche Narde
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Drittes Buch. Viertes Kapitel,'
(Valeriana celtica) von der indifchen- • • Afifropo*
gon Schoenanthu* f j**** Avic, 127. Er macht zwey
Arten, die arabifche und die aus Adfchara, einen
Gebirge in Hedfohas. (Bakui p. 409.) Abu Hanifa
befch reibt die Aebreo des Gräfes. (Serap. c. ig.) • .
Sorghum vulgare oder auch bicolor, und fc>^*J,
wuwift im ganzen Morgenland , auch in Spanien ge-
baut. (Edrifi geogr.jiub* 9,) Man machte ein gegobr>
pes Getränk daraus,
fagara Avicennae JufT., ycli Avic, 256, Serap.
200., kam aus Sofala, jetzt aus China, .. . . CiJJiu
viiiginea, Aide, 173. Serap. c. 279«, mit
wohlriechenden Beeren» aus Armenien. Daher hat*
te auch Rauwolf (p, 128.) die Pflanze. . *. Ciffus ro-
tundifülia, yUfcWf uUr^ Avic. 2Ä2. . . Sirium
myrtifolium Roxb. , weifses Sandelholz,
C^UW Arie, 241,, au* Macaffar (Cejebes) und
China,
Cyclttme* perficum, (J»y»ü*** (foll {^»(y^Xy
beifseo) Avic. 240. • , Convolyulus Turpethum*
Avic, 264» Aus Indien. Der jüngere Mefue (f.
67.) verwechfelt es mit Sefeli Turbith, . . Coffea ara+
bica. Man könnte die erften Spuren des Kaffe's beym
Avic, 261. finden wollen, wo vorkommt, Al-
lein Ant, Galland (de forigine et du progrbs du cafif
Oden 1693. 12.) zeigt, dafs die Araber jedes Getränk
Kahweh nennen. Die gelehrten Türken haben längft
verfichert, dafs auch der Name Ben oder Ai«, wie
jetzt die Kaffebohnen beifsen , keinesweges bey den
ältern Schrjftftellern diefe Bedeutung habe : denn der
Kaffe komme aus Habefch, oder Abyffinian, , ,
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Pflanzenkunde der Araber. *!5
Muffaenda frondofa, A*te; 139. . . ty**"-
rÄiza Mungos , £a=shJ Avic. 199. . . Datura Metel,
j^W- Arie. i56. Serap. c. 875. * . Hyoscya-
mos pufiüus, muticus und reticulatus, Avic. i45.
Serap. c. 34o. Der erfte habe eine gelbe, ddr zwey-
te eine weifse, der dritte eine rothe BJütbe. . .
Atropa Mandragora, Avic. 198. und jTlJJf**
187. Die Fabeln von der menfchenähnlichen Ge-
ltalt der Wurzel breiteten die Araber undPerfer vor-
züglich aus. (Ca/tri, 2, 35 1; Herbelot bibl. orient. p.
17. Vergl. Lambec. bibl. vindob* Üb. 2. p. 566.) . •
Solanum aethlopicum, vielleicht Oä^tf Serap. c. 343. • •
SoL Melongena, fj^xio^ Avic. i44« • . SaLfin*
ctum, U*>^ Abulfadli beym Celf, 2, 44- • • s'r)m
ehnot Nux vomica, (JÜl Serap, c. 164. Ho»
beifch empfahl zuerft die Krähenaugen als Brechmit-
tel. Die Pflanze wächft nicht blofs in Indien, fon*
dern auch in Perfien. (Chardin voy. en Perfe, 4> 3o.
5, 5oo. ed. Amfterd. 1711.),. Strychnos colubrinus,
CTAA*aSt Oto Avic. 2, 125. Das giftige Holz gc-
brauchte man doch als Purgirmittel. Serap. c. 358.
Vielleicht ift das lignum colubrinum, welches Ebn
Alwardi bey Karkar am Nil angiebt (Notiees et extr.
2, 37.) und dem der Scherif Edrifi (geogr. nub. 14.)
eine febwarze Farbe giebt, nichts anderes. « . Ignatia
amara, vielleicht VSCkoA* Avic. 1, 21 5. . . Ar*
difia humilU, tff0^ AvlC' l$ 2ll# • • Cordia
Myxa, jfe^J Avic. i36. Abdollat. p. 9 — %%9 . .
Cordia Sebefiena, ÜOd yliu^ Ebn Alwam
bey Ca6rl, 1, 329. 337. Der Baum ward io Spanien
gezogen, lfaac ebn Atnram bey Serap. c. 8. . . Ly-
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pi$ Drittes Buch. Viertes Kapitel.
• • * * * *•
cium Rauwolfiiy Uojq^ Avic. 172. . . ZiZyphus
pulgar is , bey den heutigen Arabern Uoä5, ift
beym Abulfadli, Celf. hierobot. 2, 191. . . 7».
Paüurus, U^A* Ebn Alw. bey Cafiri, 1, 3oo. Abul-
iadli bey Celf. hierob. |p. 20., der ihn aber mit dem
Lotus der Griechen verwechfelt. . . Ziz. Lotus,
•» *
jfrV Avic, 320., die Frucht Serap. c. 120.
Die Araber find voll vom Wohlgefcbmack der Frucht,
die den Seligen im Paradiefe von den Hury'$ dargebo-
ten wird. (Htrbelot bfy. qrfcnt. p. 096.) In Spa-
nien ward der Baum gezogen, (EbaAlwam bey Cafiri,
1, 328.) Aber der Scherif Edrifi giebt Tunis als das ei*
gentliche Vaterland an {geogr. nub. p. 77.). • • Ziz. Spi-
na ChrißU Ayic. 232. Rauwolf, p. 38 1. . .
Cerbera Manghas, vielleicht Avic. i52. . .
Qardenia gummifera Thunb. giebt vielleicht das jQr**
Avic. 247. • . Nerlum Oleander, Ebn Bei-
tbarbey Bocljart hieroz. 1,699. Ayicenna, p. i58.,
unterfcheidet davon noch eine Art, die in Wäldern
vprkqmrot, mit Dqrnen und Weidenbljütern, Dferium
ßUciaumVähl. . . Sarcoftemma viminale R.Brown.
giebt den Zunder; Hyderelig. vet.Perf. p.555. , .
Cahtrapis gi gante a R. Brown., #&C Avic. 233. Se-
rap. c. 5o. Die Blätter geben, durch den Stich der
Infecten, einen füfsen Saft, den auch neuere Reifen-'
de kennen. (Chardin voy.cn Perfe, 4, 29. Nkbukrs
Arabien, \ 50. Angel tfe S. Jofepho pharm, perj. p. 36 1 ,
Belon, 2, 91.) * . Atriplex hortenfis, s~*j0jj+' Ebn
Alwam bey Cafiri, 1, 333. . . jtr. Halimus,
Avic. 21 1., Ebn Beitbar bey Bochart hieroz. 2, 2 25. . .
Salfola frykofa, rj*, auch <fM~\ Avic. 248, Se:
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r«p. a57. . . Ferula Afa foetiä*, ükV=Fvf Avic?
i3o., der Saft CÄaäIa. und die Wurzel ^Jr*** .
daf. Serap. c. Abulfed. in Büfchings Mag.
4> a63. Vergl. Hyde zum PerizoJ. p. i63. Chardin,
4, 37.58. Kämpfer amoen. exor. 54o. f. . . Dauern
• 1 » • • •
gummifer Lam. liefert cj***3 «Y*** das frcilifche
BdeiJiura, Avic. 206. Vergl. ßoecone muf. t. 20. . ,
Paßinaca Secacul Ruffel Alepp. p. 15.7^ ^ Uf* AvicT
257. Die Wprzel, mit £ucker eingemacht, wird
für aphrodinTch gehalten. Rauwolf , p. 74. . . Afvum
graveolens fcheint Avic. 195. zu feyn. . .
Semecarjms Anacardium, jt*>&$ Avic. i4i. Serap. c.
356. . . Tamarix orientatis, Avic. 102.,
oder -öma3 2, 212. Auf den Blättern erzeugt lieh
Honig, den Ebn Beithar (Channing zum Rhaz. de
varM. p. 179.) nennt. Vergl. Angelus
a S. Jofeph. pharm, perf. p. 36p. Chardin , 4> • •
Tamarix ßrciculata , ^Sf Avic. 297. Edrifi (geogr.
nub. p. ia.). . . AJi(/a paradifiaea, jtf. Diefes
herrliche Gewächs verpflanzten die Araber aus Indien
und Arabien nach Aegypten. Abdollatif, p. 20. Edrifi,
p. 28. . . Flachs fcheint überall zu feyn*
befonders bey Ebn Abi Jakub Neditn in mem. de lite*
rat. tom. 5o. p. 435. Hier wird des Papiers aus^einr
wand» als einer Erfindung von Khprafan erwähnt.
Narciffus orientalis, ifj**^j^ und Jqnquüla Uff»**
Avic. 214. 242. Beide wurden in Spanien gezogen»
und aus beiden Qehl bereitet. Ebn Alwam bey Caliri,
i) 334« Diefer giebt das Gewächs für eine Rofe an,
aber Avicenna nennt Nefsrin ausdrücklich eine Art
NarciflV . . AM fitceoirinay r*o Avic. 24a. Edrifi,
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318 Drittel Buch. Viertel Kapitel.
p. 23. . . Lilium catididum» Avic. 220»
Au« den Zwiebeln wurde ein Satzmehl bereitet) wel-
ches die reinfte weifse Farbe zur Schminke gab; viel-
leicht das i*^5*) deffen fich mit Henna zufammen
Mubammed bediente. (Abulfed. vis. Muham. p. 65.)
Auch Avicenna erwähnt p. 35 1. des p*^*n als eines
Färbeftoffs. . . Bambufa arundinacea, wo*
her der Bambuszucker, jtfi^3 Avic. 225. 189. Ebn
Beithar bey Channing zum Rhaz. de variol. p. 63. f.
Bakui in den Notices et extr. 2, 4*9* 4^2. Hum-
boldt bemerkte einen ähnlichen ausfchwitzenden Saft
an der Bambufa Cuadua auf dem Gebirge Quindia
{pianies iquinox. p. 70.)« . . Calamus rudentum, viel-
leicht ^y2^9 Bakui in Notices et extr. 2, 4*6»
Abulfed. BQfchings Mag. 4> 27*. • • Calamus Ko-
tangt giebt Drachenblut, welches Avicenna p. 160.
^j^flb^f pü, das Blut zweyer Brüder, nennt. Käm-
pfer amoen. exot. 552.
Amyris gileadenßs$ der Balfaraftrauch , fcA**^
Avic. 140. Wurde befonders um Heliopolis gezogen.
(Abdollaiif, p. i3. Ebn Alwardi und Bakui in Notices
et extr. 2, 29. 445.) • • Amyris Opobalfamum ift
ohne Zweifel das deffen Abdollatif p, i3. er-
wähnt, dafs es eine Spielart fey, die keinen Balfam
gebe. Abulfadli nennt diefe Art und unter-
fcbeidet fie doch noch vom worunter er alfo
wahrfcheinlicb die erfte Art verfteht. (Ce!f. hierobot.
1,339.) . , Amyris Kataf Torsk., Abulfadli beym
Celf. J, 23i. . . BoswelUa twrifera Roxb. ift^OÄa
Avic, 189. Cbardin, 4» *8.» fand diefen Weihrauofa*
bäum in Kiramanien. . . Lawßmia inermis, U>
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VflrowkHe der Araber. 21*
Arie, i?3. AUolfj^l bay Ctlf. i, 2*4- Ebn Alwam
bey Cafiri, i, 332. . ■.? Memecylon tinetorium,
Avic. i65. Serap. c. 170... Laurus Camfora, j$*\£==>
Avic. 1 89. Ifaac ebn Amram (Serap. c. 344«) und Abul-
feda (Büfchings Mag! 4> a77«) beseligen, dafs der
befte aus Fanfura in Sumatra komme. Dies ift alfo
nicht der jetzt verkäufliebe, fondern der Baros • Kam-
fer. Bakui (Noeices> 2,397.) gi*btJava, der Sehe*
rif Edrifi die Infel Soborma ( Borneo) als das Vater-
land des Kamfers an. Die Araber kannten febon die
Kunft, den Kamfer zu reinigen und weift zu machen. . •
Laurus Cvtnmmomum: der Zimmt heifst überall ^fj
Avic. i56. Noch jetzt heifst er in Indien Dnr-
fchini. (Fleming in afiai. refearch. vol. 11. p. 170.) . ,
Laurus Cajfia, San^L, Avia, 226. Das Blatt heifst
gtA~ Avic. 218., wohin das gezogen wird, was die
Griechen vom uuXaßad'^ov haben. . . Rheum paU
matum , die ächte Rhabarber, Avic. 252. Se-
rap. c. 206. Die Araber wufsten recht gut, dafs die
Wurzel aus China komme und von dem rha ponticum
{ehr verfebieden fey. Bakui giebt die Provinz Kukara,
an China gränzend, als das Vaterland der ächten Rha-
barber an. (Notices et exträits, 2, 4* 16.) . . Rheum
RU>e$, Lr*Wp Avic, 254- Serap. c. 241. Die jun-
gen Sproffen und die Früchte wurden gegeffen. Vergl.
Hyde de relig. vet. Perf. p. 5\ 2. 5i3. Chardin, 4> 3i,
Rauwott, p. a<J6.
Cajfta Fifiuln* Avic, 271, Diefer
fegt, ,ße komme aus Indien Über Bafsra und Kabul;
aber Abdollatif (p, 330 Wufig in Aegypten,
wohin fie wahrfcbejplich die Araber gebracht haben*
Pa* (^ep-Mark g«*r«ttcht«» fcbon die Ntftorianer>
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■
3i<5 Ortttet3ach. Viertel Kapitel«
wie aus des altern Mefue Fragment beym Serapion
erbellt. . . Cajfia Senna, VW Serap. c. 58. . .
Caffia Tora, die Frucht C*^ Avic. 179.
ForskoJ fl. arab. p. 86. . . Caefalpinia Sappan,
AbulfaHli beym Gelf. i, 176. Das Brafilienholz kom-
me aus Zendfch (Zanguebar: Maffudi bey Quatremere
mhn. für t Egypte, tom. 2, p. 181. f.): der Scherif
Edrifi (geogr. nub* 3.) leitet es aus Ramana (Sumatra},
Bakui (Notices 2, 41 *•) Ceylan, Abulfeda aus Co-
lon in MaJabar her. Der Name Brafil-Holz ift-, wit
Cellius zeigt, weit älter, als die Entdeckung Arne-
rica's: daher das Land Bra Glien vielmehr von dem
Holze den Namen hat. . . Hyperanehera Moringai
i^h Avic. 1S9. . V GuÜandinä ßonduc, <J><-W Avic.
i47* Aber das Wort bedeutet auch die Wallnufc.
Roffi (etymol. aegypt. p, i55.) meint, es fey aus ttov-
t/hov (Jta^wov) entbanden, ... . Afe/ia Medarach ,
y^Ä^J of^f .^.vip. 1 3fe .Der Baum ward auch in Spa-
nien gezogen, febn Alwam bey Cafiri, i, 33o. . .
ZygophyÜLtm Fabaga, ■ Avic. 137. Rauwolf,
P. 11 3. . . Aquilaria ovata, Avic l32.
Es ift ein wohlriechendes, geflecktes Holz. . . Jer«
miaalia Chebula Retz., ^a^XJ Avic. t44- D«r an-
dere Name, ^^A^, kommt nicht allein diefer
Frucht, fondern auch dem Phyljantbus Emblica, ja
felbft der Melia Azedarach zu. Alle Araber unter*
fcbeiden die gelben MyrohaUnen yaa den braunen,
die fie kebulifche nennen , weil fie über Kabol in Za-
bleftan kamen. {Abulfed. bey Bufching, Magaz. 5,352.)
Sie feyn aber, das bezeugen alle Araber, nur in Rück«
'ficht der Reife verfcbieden. Vergl. Adanfon famill.
sfes plafnt; 2, 447» Gärtner de frnct. et fem. plant. 2,
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Pflanzenkunde der Arabttv t aat
90. 91, . . Peganum Harmala , Avic,.i74.
Serap. c. 285. . . Das arabifche Wort kommt auf
dem Phönicifcheo , und heifst Bergmoly. (Ign. ßojji
etymoU aegypt. p. 36.) . . ? ifig/e Ttiarmelos Cörr.,
Seraji. c. 261. . . Garcinia Mahgoßana,
rvAiA Avic. i52. • ^ Euphorbia nerei/olia, Wj^rf
Avic. 210. . r „
* • •< ■ .
Eugenia caryophyllea , \~r*\ Avic. 243. Serap.
013. Die Araber brachten zuerft die Gewürznelken
aus Indien. Bakui (Nöticcs, 2,401.) nennt das Va-
terland Sandabil. . . Prunus Mahaleb, c**Xan*
Avic. 210. Serap. c. 44* • • Corchorus olicohius^
äao^^o Avic. 212. Abdollatif , f). . > Glaucium /u-
Mumj ^V^^ Avic. 210; Ebn Behhar bey Channirtg
zuni Rbä*. de variol. 110. . : Placourtia fipiaHi
Roxb., üJJ AbulfaWi beywi Celf.'t, 19V. - r ; ^
Origanum creticum , ^2*** ^vicT 2, 1 tW'^i
OK P/endo - Die tamnus, ^£&A* Ävic. atolf^i
Ocimum gratiffimum, ^SK^sr\jJJ Avic. 236L Serap.
c. i56. . v 0c}mu!^ ßaJ^lcum^ FJ/tf • Avic't 5e*
cap. c; 1 57. . Thyjkbra fyicataj Uj^ -Ayic;
Ifaac ebn Amrani bey.Bochart hteröz. i> 674." .1
Thymbrm verticUfaea, K^JdJÜI -^m* Avic. 200. . .
Cakile maritima, ÄAÄli Avic. 242. Serap. c. 65. Vergl.
Bochart hieroz. 2, 224/ ' . ' '
Tamarindus indica, tjOJA -jati Avic. 262; 'Se-
rap. c. 348. Die Tamarinden wachfen in Khaifarrm,
Yemen und Indien. . . Goffypium herbaceum haifst
1d^°* bay Ebn AI warn (Caßri, 1, 332.), U»*j^=* bey
♦
Digi
fcai Drittes Buch. Vierte* Kapitel. *
Abul&rag. hift. dyti. 433. , und dlf* bey Serap. <♦<
66. In Spanien ward Baumwolle häufig gebaut. .
läalva rotundifolia, Abdollat. p. 8. Avic. 274. . [
Abdollat daf. Äyic. eben-
daf. Daher der Name Ketmia. . . Hibifcus ßculneus
und efctdentus , Abdoliaf. p. y.
Spartiumfpinofum, üUÄaÄ Avic. iS7. .'.
Snor*. iKuceiim, (J^Ä ^4 Avic. i5o. 192. daraus
wurden Armbänder geflochten (O&f» ^«t Tii*^ _i\
c . Pttrocarpus fantalinus, rothes Sandelholz, Joajo
Avic. 241. Es komme aus China, nach dem
Scherif Edrifi und Ebn Alwardi, aus den öftlichen In-
feln. König fand den Baum auf den Gebirgen Mala
bariens und Ceylans. . . Pha/eolus vulgaris und muH
Üßorm. 4n£f Ario. *oi. Serap. c.81. Phaß
Mun§o9 (jiU Avic. 212. Abdollat. 32. . . Doli,
chos Lablab, Avic. 202. Serap. c. 4u Aber
er wird mit Epheu verwwmfelt. . . Indigofera tin.
ctoria, fr* Avic. 214. Serap. c. 47. Aber auch hier
findet Verwechslung mit Waid ftatt. . . Hedyfarum
Alhagi, jWt Avic. 262. Dwr Strauch wachfe m
Khorafan und Afawarah Alnabar. Auf ihm findet fiob
die Manna, Ter^nijchabin. Vergl. Fothergüi in pbi-
lof. trans. vol. 43. p.86. Faber |n Reiske ojuse. «Vd.
arab. p. 1 2 1 . ; . Aßragalus emarginatus, iJ^jfy»
Avic. 223. . . Meülotus indica, ^ÖUf ^*X£=jf
Avic. 124. Serap. c. 18. Ebn AI warn bej Cafiri, lf
332. Esbeiütauch Oj^aia. Alpin, aeg. 124.
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rnanzenKunae der /ir&Der« 323
Cichorium Intjbus* fyjf* Ebn Beftb. bey Bo-
cbart hieroz. i, 606. . Artemlfia iudaica,
.Avic. »56. Serap. c.i4. Abulfadli beyCelf. i,456...
Centaurea Behen, U^A^f <J*@* Arie. 14 1. Vergl.
Hyde de relig. vet. Perf. 5 10. Raawolf, p. 288.
- Orchis Morio, (J^J^yf Avic. 1.44, .
Phyllanthus Bmbtica, Avic. 128. Aaf
den Flüchten ward eine Leck er ey bereitet, die ma^
S&v nannte (ilvJe. 219.) Serap. c. 9$- . . Quereus
Ballola Desf., %k Ävic. 148. Die Eicheln wur*
den mit Zucker gegeöen. . . luglans regia,
und «Jmä, Abolfadli bey Celf. 1, 82. Der Wallnufe-
baum wachfe in Diarbekr, Korn und Zableftan wild,
(Abulfed* in Büfchings Mag. 4, 257. 5, 32Ü. 55o.) .j.
Pirna Cembra, js^*** Avic. 179. . .Ä«. halepeni
fistjk*^^ J*y*° Avic. i5*. Der Zapfen wird
gebannt. . . Pin. orientalis > Avic. 262I
Der Zapfen beiCst <>*!f* f*3*. . . Pin. Pinea,
Avic. 242. • • AUingia excelfa, Woronna in' annäM
of bot. vol. 2. p. 325. Diefer zapfen tragen de Baum^
auf Java und io Cochincbina einheimifch, giebt de?)
flöfßgen ; Storax, Avic. 211. Serap. c. 46. . .
Siülingiafebifera, Avic i3i. . . Croton ji?
glium, y Serap. c. 26 1 . , . Coco? nueifera, ^ftöyJ^
deren Fruchte indifche NflfCa genannt weiden. AiriA
*53* . Areca Catechu, &*Cp und tfj* Avic. #30,
Serap. c. 345. • • Aleurkes molaacana, <Ä) Avio,
160. . . Mo7nofälca'Etmterium9 jiätfä* Avic. 1^5.
Ebn AI ward, bey C#If. i, 368. Die Gurken kern-
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?f# DrilUS. Buch. Viertes Kapkcl.
m«D unter dem Gattungsname ? ^ vor {dbdpllatif
f. 3o.). Die Melone ift Avic. 24 1 . , die ge-
ltreifte Abart gU*^ bey Caßri, i, 333 ).
Die gemeine Gartengurke , iAbdollat. a.O.)-. .
Cucumis Chäte , C^«-*^ * Cuc. Dudaim , (J*^4*^ 5
Cttc. anguinus, ^> {Abdoüat. a. O.)- Der gemeine
Kürbifs, Vö Avic. 249., cHe Waffermelone j-*3^ ^
tfäf., und ^ j^3? {Abulfadh bey Ce// *,
871.). . . Cucürb. Melopepo, Jt^Ä Abd©U*.*,0.
und Abulfedli bey CeU 1 , 365.
^ Pandcuius odof-utiJjfimus$ (^S^^^^^ Serap..c#49*
ßalix aegypeißca, Avic. 168. . . §al.fubferr
ma Wiild., <J*ai» Abulfadli bey Ceif. 2, 108.
Der der Perfer foll Elaeagnus anguftifoliafeyn.
(tSYG. Gmtlins Reife, 3, 26.) Aber Alpiui's (aegs&z.)
find Rauwolfs ( Reife > 111. 1 i-2.)^Abbildungex> ftior
meo nicht Qberein.,. ... SßLbabylonica, 4>rV^ Avic.
279* Wegen tTeSr WoWgeruchs.der Biüthen heifst uV
.MrfiiUh ^C^9 0*3, Hvd^ de teile, vet. Per f. 0. 536. . 1
, n**V* Avicv2ä2v, au$ Mafcafiac
(Oelebes). "foetSplnat hat den Namen von
Ei1 war feit flfeYueV fceit bekannt? (Rhaz. c. 52. Avic.
*3iV) Ih Spanien fahrten ihn dle\ Saraden en eift. (£"£/»
Alvmi kej . . Der.,vtfdȣ,t w***
Avte 24&h&Mi Adw.ta^O. Der Saarn* heifit
ÄVi«: 1^/>erauf<3^e!i'dd'S«bftirotf ti^A*2* *ir<!
aus der* Rfattern und Saameä bereitet, (ChanOn* 4> 5&.
^ct7r J/iüinpf^x^oen. 645.) w^. Menifpermum Coc»
uiguize
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Paanzenkunde der Araber, 22$
coecaria Agallocha, das Aloeholz, OyC Avic. 23 1.
An einem andern Ort, p. 1J2., beifst es C^^^y
welches, nach Faber, in einigen Handfchriften feult,
.und alfo wahrfcheinlich aus dem Diofkorides einge-
schaltet ifr. Die Frucht heifst t^y* Avic. »63. VergJ.
Ednfi geogr. nub. 72. Abulfed. in Büfchings Mag. 4,
»77. Bakui in Notices 2# 597. und Celf. hierob. i,
140 — i5o. . . Die MufcatnüQe, UjU> Avic. 148.,
und MacUy j-ÄmJÜd Avic. i83. Serap. c. 2., waren
den Arabern febr wohl bekannt. Sie kamen aus Java.
{Bakui in Notices9 2, 397.) } . Borajjus ßabe{lifor~
n%u% r*yJ Avic. 206. Aus diefer Palme wird das be-
fte Bdellium, .Y**j von bläulicher Farbe und von
Geruch wie Lorbeeren, bereitet. Abu '1 Feda (Bä*
fchings Mag. 4, 2o3.) verwechfelt ChamaeropS hurni-
lis damit . . Acacia vera, ? auch Ab-
dollat. 28, . . Acac. guinmtfera Breuflbn.,
Abdollat. 29. Es ift di* Frage, ob Ac. myrrhifera
Stackb. (f. oben S. 88.) nicht. diefelbe Pflanze ift. . .
Ciulia lanceolala , «j^ß Edrifi p. 81. . «
Jdiantum CapiUus, (Jäj ty^J Avic. 146. . .
Alecioria Arabum Achar. , Avic. 128. Riecht
nach Molch us, Dillen, hift. mute, p. 71. 648, Eine
Trüffel wird aus Khorafan und tiaktrien , unter dem
Namen gvv-Ä» Avic. 194., und Cjathus OUa Perf,
als v*Xyz Avic. 279. aufgeführt.
Dies find die Pflanzen , deren Kenntnifs zum
Theil den Arabern zu verdanken ift, die fie wenig-
ftens genauer kannten als die Griechen und Römer»
Noch füge ich die Nachricht von einem koptifch-
arabifenen Kräuterbuch hinzu, welches In dei vati-
GWcfa. d. Botanik« 1. B,l |5 '
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aa6 Drittes Buch. Viertes Kapitel«
*
canifchen Bibliothek aufbewahrt wird, und von
uns Kircher (lexic. copt. c. 8.) und Igoat. Roffi (ety»
moL oegypi. Rom. 1808. 4») in Keontnifs fetzen. Ktf
enthält diefes Werk die heften AuffchlQffe Ober die
ägyptischen Namen der Pflanzen, welche in den foge-
nannten nothis des Diofkorides vorkommen. Ich
will die wichtigften davon anfahren:
Salvia heifst dvoh<rt9 heilbringend Diofc. 3, 4°-
Roffi, p i2> . . Triticum repens (D. 4> 3o.) «vou$#,
woZtyi blutftillend. Roffi daf. . . Plantago (D. 2,
i35.) «<rou<9-> Schaaf kraut, *Qvcy'kta<r<rov, Roffi p. 21,..
Dipfacus (D. 3, i3.) trccravfop, cs(j,fxewQt Hundekraut,
Roffi, p. 190. » . Färberröthe (D. 3, 160.) <ra!$o/3#,
rothe Pflanze, Roffi, p. 214* • • Solanum (O. 4> 71«)
a/J^lMy Flechten vertreibend, Roffi, p. 4. . . Cy*
clamen (D> 2, ig4«) -Mo**, Schweinekraut, R. p.
64» » • Hyoscyamus (D. 4» 69O c«$^w» Kopf ver»
wirrend, R. p. 184. * . Eryngium ( D. 3, 24.) c/-
<repTö, emmenagogum, R. p. 827. . * Dill ( D. 3,
67.) £%*x<uj> Von wohlriechend feym . . Oreo*
felinum (D. 3, 76.) avwvijU, wörtliche Ueberfetzung
des Griechinnen, R. p. 10. . . Schierling (D.4>79>)
d7Titx(fif Kopf erfchatternd, R. p. i4* » > Sphon-
dylium (D. 3, 90.) Kopfbähung, R. p. i5. ..
Paftinak (D. 3, 59.) ßxßeßvpov, der Bryönia ähn-
lich, R. p. 3o. . . Bunium (D. 4* *24-) ^£«9» hoch. . .
Hippomarathrum (D. 3, 82.) (r«u\£«f > fteintreibend,
R. p. i83. . v Polygon um (D. 4» 4«) Mäufe-
klaue, R. 64. . * Lychnis (D. 3, 1 14-) »a/uaiv,
Flammenkraut, R. p. 189. . . Saponaria (D.2, 193.)
ciW, Wafch wurzel, R. p. 140. . * Sempervivum
(D. 4> 49«) 9ra/-i$av>j< > immerlelvend, R. p. i54* • •
Helleborus niger (D. 4> 1 5 1 -) xsjutXcY) fchwarzePur»
gan2, R. p. S5. . . Serpyllnm (D> 3, 46>) juspüvofrutf?,
fo viel als fryiq xagcafifö R. p. n5. . / Verbeha (D
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*
Pflaazenkunde der Araber. 937
4 60.) w*p\df»m% Pflanze göttlicher Kraft, R. p. i58.
„ .*.* TL*y.>bc!vxo$ ift ^yptiich, und heifst die Pflanze des
Krokodills, R. p. 182. . . Nafturtium (D. 2, i85.)
beifst <rifxe$-t dem Herzen beilfam, R. p. 1 90. . . Qihivm
ift ägyptifch und beifst beifsend, R. p. 66. . . Föou-
gräc (D. 2, 124.) iV«n, langes Horn, R. p. 76. . .
Lactuc (D. 2, i65.) spßpcxrty fchlafbringend, R. p.
48. . . Tuffilago (D. 3, 126.) mtift*, gegen den
Hüften» R. p. 180. . . Carthamus corymbofus (D.
3, 11.) <toße\, den Ausfatz heilend, Ä. p. 20t. . .
Ariftolochia (D. 3,6.) co(pot(pt fchlangenwidrig, R.
J>. 207; . . Piftia Sirati otes (D. 4> 102.) rtßous, der
Soldat, R. p. 226. . . Atriplex Haiimus (D. 1, 120.)
acsXor,gi, an Zäunen wachfend, ajBch «Wnjpi, in
Dornen wachfend, R. p. 19. . • Neffel (0.4,94.)
reXtSf/iov, beifsend, R. p. uS3. . , Veratrum album
(4/. 194») <roju(ß/«, Herkuleskraut, R. p. 2o3.
Noch kommen in cjen notbis des Dioflcorides
Menge africanifcher (punifcber) Namen vor,
die aus den femitifchen Dialekten zu erklären find.
^*rox/<fTi$ (D. 1, 127.) helfet <PvXX«r«&*, welches im
Aramlifcben noch ift: mfc N^D. Bryooia alba (D.
4, i85.) heifst Xxouo^tv: offenbar gebogen,
Schlingpflanze. Mercurialis (D. 4> l9*~) «fp^c*
von tfctf die vSonnje. Euphorbia Aptas (D. 4, »77.)
^<p«£er*&>/; die Knolle , und Hlto das Feld.
'P«$aivJ; (D. 2, »37.) heifst blofs $oqit*&: trrQou&io*
(D. 2, 193.) <r«p#V, tfltf, die Wurzel. 'AvfpiJw, (D.
2, 207.) Xoü^vjtof, Y^HU Zierde, Ergötzung. TVjXi-
(D. 2, 217.) aTiftT07roupie; die Krone, der
Kranz, und TIDE AJabafter. 'HaJn*» (D. 3, 24.)
X«^ä»» vielleicht vom fyr. l$f"> die Verletzung.
Koriander (D. 3,71.) heifst offenbar das ebr.
13, nur mit punifcher Ausfprache. fl6p«xw (D. 3,
72. 73.) <t«$<Xäk und das kleine iMktoto. offenbar
i5 •
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22$ Drittes Bück Viertes Kapitel.
»(
aram. rVrrfltf und rntt Feldpflanze. Thapfia (D.
i57.) /3oA»jv> dick, fett (p/j» 7r*xu$ke#<* Diofc).
Momordina Elaterium (D. 4, i540 *w*ips 3»f , Y^Ft
"HSÜ, ägyptifche Stacheln. Bou7>.»<r<rov (D. 4, 128.)
«y<r*v«(ß, und tlÜN, Menfchen - Nafe. 'AX<r/vij (D.
4, 87.) \*ßo$o\xߣS- , ^Jjt und Kameeircbleirn.
2rßuxv^ it,37rÄW? (D. 4> uGTpsepovvlfx. Efmun ift
der achteKabire, pbönieifeben Urfprungs, von ^DTlt,
der achte. Es ift der ägyptifche Aefkulap. (Gefch*
der Arzneyk. 1. S. 5%) YvXhov (D. 4, 70.) ouotpyoü-
you/u ift fyrifch : AJ^v^ 9 Sohn der Spinne. Xgu-
ttKo^ (D. 4, 55.) gleichfalls fyrifch
Baum Gottes. 'O^Arx^ws (D. 4> 52.) xo^öuai» ara-
mäifch NTn, die Spitze. EifojpPnf (D. 4, 33.) ou-
8>?Wv> hängt mit r*^}^ das Rothe, zufammen:
die Propheten Aegyptens nannten fie aifjuc Trrivou.
'H/upoic*tti? (D. 3, i37.) ißißXaßiv, offenbar
uod P*7, weifser Halm , weifses Gras. Es könnten
noch viel andere Ableitungen gemacht werden, aber
die verderbte Schreibart im Griechifchen macht diefe
zweifelhaft.
*
Fünftes Kapitel,
" Latiaobarbaren. "*r *
So nennen wir die Schrift frei ler vom elften bis
ins fünfzehnte Jahrhundert, weil Ge das Studium alter
Sprachen gänzlich verabfäumten, die Grammatik und
Rhetorik vernachläffigten , um fich blofs mit den ein«
träglichen Studien der Erwerbs Wiffenfchaften zu be-
fchäfftigen. Die Bettelmönche waren es vorzüglich,
die durch ihre rohe und mechanifche Art, die menfeh*
liehen Kenntniffe yorzu tragen , den Verfall der Ge-
.' ■ ■ * ■ - ,
Drittes Buch. Fünftes Kapitel. • 229
•
lelirfamkeit heförrferten. {Leibnitz introd. in fcripg\
brunsvic. acl §. 65.) Denn fie widmeten fich haupt-
fächlich dem Unterrichte der Jugend , der Anlegung
von Bibliotheken , dem Abfchreiben der Werke der
Mten und der Ausübung der Arzneykunde. (Wood
antiqu. oxon. 1. p. 77.) >
Die Araber wurden nun wieder die Lehrer der
chriftlichcn Schulen, da das Licht der Wiffenfcbafteo
im Abend - und Morgenlande faft gänzlich erlofchen
war.
• *
Schon die Kreuzfahrer brachten aus dem Mor-
genlande einige Kenntniffe mit. Sie bemerkten zum
Theil die nützlichen Gewächfe , die in Palästina ge-
zogen wurden, die Baumwollenftauden , die Datteln,
den trefflichen Weizen, {lac.de Vitriaco, lib. 1. c. 85.
in Bongars ge/c. dei per Francas, 1 . p. 1 05)9.) Zucker-
rohr iahen fie in Idumäa , bey Laodicea und auf Cy-
pern angebaut. (Wilh. Tyr. und Fulcher Carnoe. in
Bongars i,S35.4oi. Marin. Samu. daf. toro. 2. p. 24.)
Albertus Aquenfis fand Zuckerrohr (cannamelum ,
zucra) bey Tripolis. (Bongars, 1, 270.) So liefs fchon
Friedrich II. zu Palermo ein „opificium zuccari,, an-
legen. {Minder confitiut. reg. SiclL p. 291. Neapo). ,
1786.) Den Pifang fahen fie in Paläftina angepflanzt,
und nannten ihn den Baum des Paradiefes. (lac. de
Vuriaco bey Bongars, 1 , p. 1 099.) Auch die Balfatn-
ftaude von Gilead bemerkten fie bey Heliopolis. (lac.
de Vitrine, a. a. O. p. 1 1 28. Marin. Sanut. bey Bongars9
2, 260.) Vergl. Guenee in mem. de litcrat. tom. 5o.
p. 259. f.
Weit wirkfamer waren die Schulen cfer Araber
in Spanien zur Ausbreitung nützlicher Kenntniffe«
Die Bettelmönche legten fich die Pflicht auf, Juden
und Muhammedaner zu bekehren: fie befuchten da-
her die arabifchen Schulen, lernten die Sprache der
Ungläubigen, und erwarben fich fo zugleich ihre
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ajft Drittes Buch. Fünft«! Kapitel.
Kenotnifle. {Vit. Ambroß Traverß auct. Mehus, p.
i55. Srript. ord* praedlc. 1, 396.) Sie wurden die
•rften Ueberfetzer der arabifchen Sehriftfteller. Ja
felbft die Werke der AJten trugen fie aus dem Arabi-
fchen in ihre verderbte Sprache über. (Lud. Vives de
eautf corrupt. ort. Jib. 1 . p. 336. 411.) Denn es war
ein feltener FaJl, wenn Joh. von Salisbury ( metalog.
5, i5. p. 309.) und Roger ßaco (op. mau 1. p. 36.)
PJinius den äJtern lafen.
Die älteften Ueberfetzer der Araber waren Her«
mann, Graf von Veringen (Trithem annal. hirßaug.
1, t4tf*)i Oerard von Carmona (Pipin. in Murator^
fitrlpt. r*r. ital. 9. p. 587.), Daniel Mo Hey aus Ox*
ford (Wood antiqu. oxon. i, 56.;, Michael ScoUis \Ro*
ger Baco, p. 36.), und, der die andern alJe an Gelehr*
famkeit übertraf* Conßtantin von Africa aus Karthago,
(f 1087). Vierzig Jahre hatte diefer unter den Sara-
cenen gelebt. Am Ende feiner Tage ward er auf eine
Zeit lang Geheimfchreiber des Herzogs von Apulien,
Robert Guifcard, und dann lebte er im Kiofter zu
Monte Caflino , wo er Geh mit Ueberfetzungen der
arabifchen Sehriftfteller befchäfftigte. (Leo Oft. in Mu-
rat. feript. rer. ital 4, 455.) Viele diefer Ueber-
fetzungen fah man fchon im Mittelalter für nicht ge-
lungen an, weil die lateinifche Sprache damals fchon
faft ganz verdorben war. {Simon lan: clav. fanit. in it.)
Und doch verftand man auch4 diefe fo wenig, dafs
Atto, Kapellan der Kaiferinn Agnes, fie erft ins ge-
meine Homanifcbe überfetzen mufste, damit fie ver>
tanden würden. (Pttr. Diacon. in Graev. et Burrru
heß rer. ital vol. 9. P. 1. p/069.) Co nftantin's Wer-
ke (Baßl. i536. fol.) enthalten unter andern einen
Tractat de gradibus, worin alle Arzney mittel der
Araber vorkommen. Paftinaca Secacul (Oculcea)
wird mit der Marien diftel verwechfeit (p. 35a.).
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Latinobarbaren. 231
Im zwölften Jahrhundert fingen die Benedictin er
In Salern an, nach dem Mufter der Araber, die Me-
dicin wiffenfchaftlicb zu bearbeiten und einen gewif«
fen Lehrcurs einzuführen, da bisher die Mönche die
Kunft als eine Art des frommen Aberglaubens geübt
hatten. (Meine Gefch. der Arzneyk. ß. 1. S. 466. f.)
Die Lehrer der Schule zu Salern, an deren Spitze
Johann von Mailand fich befand, widmeten im An-
fang des zwölften Jahrhunderts dem Prinzen Robert
von England, einem Sohn Wilhelms des Eroberers,
als er verwundet auf feiner Rückkehr aus Paläftina
fich in Salern heilen liefs, eine Lebensordnung in leo-
ninifchen oder Knittelverfen, welche uoter dem Na-
men: regimen fanitatis Salerni, am beften von Acker-
mann, Stendal 1790, herausgegeben worden, worin
wenig Pflanzen genannt werden. Die efcula c. 44*
können, nach Ackermanns Vermutbung. eher me-
fpila feyn. Athanofa c 66. ift Tanacetum vulgare.
Enula campana c. 68. ift Inula Helenium*
Zu derfelben Schule geborte Matth. Platearius,
der ältere,- der im zwölften Jahrhundert lebte, weil
Aegidius von Corbeil, Leibarzt des Königs Philipp
Auguft von Frankreich, ihn ausdrücklich feinen Leh-
rer nennt, weil Vincenz von Beauvais ihn öfter an*
führt, und er von Conftantin von Africa, als einem
nicht gar alten Schriftfteller fpricht. Wir haben ein
Buch, circa inftans , Lugd. i525. 4- > von ihm, wel-
ches die Arzoeymittel in alphabetifcher Ordnung auf-
zählt, ohne viel Neues hinzuzufügen. Aeacia nennt
er den Schlebenfaft. Baucia helfet die Paftinake (f.
«28. d.), Cretanum, Cachrys maritima (f^ 233. b.).
Er glaubt, dafs der flüffige Storax in CaJabrien gefun-
den werde, worunter er wahrfcbeinlich den balfami-
fchen Saft von Daucus gummifer Lam. verfteht. Statt
der celtifchen Spike gebrauche man oft die Saliunca
Er nennt übrigens zuerft Spiraea Filipeirdula (f. 207
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*33 Drittes Buch. Fünftes Kapitel.
a.), Clematis Flammula (f. 236. d.) und Galeopfis Tc-
trahit ( f. z5 i. c).
Aus diefem Zettalter mufs der Sltefte Herbanus,
oder ein mönchifches Kräuterbuch feyn, deffen fchon
Vincenz von Beauvais erwähnt, wovon man aber
keine neuere Spur findet.
Das dreyzehnte Jahrhundert»
Der erfte Strahl der Morgenröthe fiel in die
Nacht der Barbarey, als die Freyftaaten Italiens , zu
Amalfi, Pifa, Florenz, Genba und Venedig den See-
handel zu einer Quelle des Wohlftands fowohl als
der Aufklärung zu machen anfingen. Die Kenntnifs
entfernter Länder und ihrer Natur - ErzeugnhTe ward
dadurch in diefem Jahrhundert erweitert. Auch tru-
gen zum Theil die Miffionsreifen der Minoriten na ah
dem fernften Morgenlande bey.
Im Jahre 1246 ward Jolu de Piano Carpini, ein
Minoriten -Mönch , vom Papft an den Khan der Ta-
tären gefchickt. Er brachte von DfchingiskhanS Er-
oberungen, von den Niederlagen des chriftlichen Re*
genten, Priefter Johannes, von den Demantbergen
und dem Lärmen , den die Sonne bey ihrem Aufgehn
macht, die feltfamften Nachrichten mit. Einen Aus-
zug feiner Reifebefchreibung findet man in Vincenz
von Beauvais, B. 3>., in Hakluyt, B. i., RamuGo, B.
2., Purchas, B. 3., Berge ron [rrlation d**s voyagrs e/i
Tarcarh. Haye 17 '35. 4.), und Ailg. Hift. der Rei-
fen, B. 7.
Ejnige Jahre fpäter ( 1253) fchickte Ludwig IX,,
durch eine vorgebliche Gefandtfchaft des Tatar Chans
bewogen, Wilhelm von Rubruquis, einen franzöfi- *
fchen Minoriten, in die öftlichen Gegenden. Diefer
ging über Konftantinopel , über das fchwarze und
afoffche Meer, über den Don und nördlich vom
kafpifchen Meer, indem er den alten Handelsweg
uigm
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durch Kaptfclitok wieder aufhellte. Er gelangte bis
ins: Land der Mongolen, nach Kar akarum, und brach*
te viej Nachrichten vom Priefter Johannes und den
Neftorianern , aber auch viel Lügen mit* Seine Ret« •
febefchreibudg findet man in den oben angeführten
Sammlungen. -v* 'ui
Der berühmtefte Reifende des Mittelalters ift
der Venetianer , Marco Polo, der in der letzten Hälf-
te des dreizehnten Jahrhunderts den gröfsten Theil
ABens durchzog. Drey Jahre lebte er (t s5o — ia53)
zu Bokhara und am Hofe des Kublai Chan. Dann
kehrte er nach Venedig zurück, und fegelte 1270
von neuem aus, um die öftliche Mongoley, Tibetti,
Indien, das füdliche China, Java und die molucki-
fchen Infein zu befuchen. Nach 25 Jahren kehrte er
wieder zurück, ward von den Genuefer» gefangen ge«*
nommen , doch endlich frey gegeben. Seine Reife»
befchreibung fteht in den oben angeführten Sammlun-
gen. Durch feine, freylich auch oft fabelhaften,
Nachrichten ward die Kenntnifs der Länder, Völker,
Thiere und Pflanzen im äufserften Morgenlande fehr
vermehrt.
Er fand fchon die Curcume im Reiche Concha
{Ranwfio, 2, f. 48. b.); befchrieb Piper Betle unter
dem Namen Tambul (daf. f. 56. a.); fah den Weih*
rauch bäum in Efcher am perfifchen Meerbufen (daf.
f. 59. aO; gab Nachrichten vom Kamferbaum in Fan-
für auf Sumatra (daf. f. 52. b.) und von der ächten
Rhabarber, die auf den tangutifchen Bergen, weft-
lich von China und um die Stadt Singui wachfe (da£
f. i3. a. 45-). Vom Sappanholz brachte er felbftSaa-
men , die er in Ceylan und Sumatra gefammelr, nach
Venedig: doch gingen fie nicht auf (daf. f. 52. b.
53. a.). Den Gewürznelkenbaum fand er in Kaindu,
und befchreibt ihn genau (daf. f. 35. a.). Den San-
delholzbaum fah er auf den nocerifchen (nicobari-
♦
r *
-
4
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Drittes Buch, Fünftes Kapitel.
fches) InMn (daf. f. 52. b.). Eben fo findet man von
der rSago- Palme, dem Aloüholz und unzähligen an*
dern Gewächfen fiebere Kunde bey ihm. Einer fei-
ner Zeitgen offen , Peter von Abano, nennt ihn aus*
drüoklich den grofsten Reifenden, den es je gegeben,
und erzählt, dafs er Verci (Indigo), Aloebolz und
Kamfer mit nach Venedig gebracht. Durch ihn und
andere Reifende hatte nun die Kenntnifs der Erda
febon fo fahr gewonnen, dafs man den Aequator nicht
mehr für unbewohnbar hielt, und dafs die Nachricht
von dem dunkeln Fleck, der den Südpol am Himmel
bilde:, zuerft fich verbreitete. (Pew. Apon. coneii. dif*
f*r. 67.)
Aua diefem Jahrhundert haben wir mehrere
Werke, worin Pflanzen abgehandelt werden, aber
vergebens wird man fich nach Befcbreibungen nmfehn,
die die Natur dictirt hatte, vergebens naoh neuen Be*
reicherungen. Die gänzliche Unkunde gelehrter
Sprachen veranlafste überall Verwirrungen: der herr-
febende Aberglaube erzeugte eine Menge Fabeln, die
zum Theil noch durch die Nachrichten der Mönche
von fremden Ländern vermehrt wurden.
So entftanden die fogenannten mirabilia mundi,
Mährchen, die die Mönche, von ihren Reifen zurück*
gekehrt, in Klöftern zu erzählen pflegten.
Dergleichen Gefchichten fammelte unter andern
Albertus Magnus* von Lauiogen, der in Kölln und
Paris gelebt hatte , und endlich Bifchof von Regens*
bürg ward, (f 1280). Sein Buch, «V virtutibus her-
barum (opp. ed. Jamy. Logd. 1 65 1. vol. 5.), enthält
in höchft verderbter Schreibart nur Beweife von Un-
wiffenheit und Leichtgläubigkeit« Das Kraut Elitro«
pia heifce bey den Ghaldäern Ireos, bey den Grie*
eben Mantuchiol, bey den Lateinern Elitropia. Wer-
de es im Auguft, wenn die Sonne im Löwen fteht,
gefummelt und mit einem Wolfszahn in ein Lorbeer-
0
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Latinobarbareu, 235:
Watt gewickelt, fo könne» wenn man t* bey fich
trage, keine Zauber ey etwas ausrichten, fondern nur
Worte des Friedens können alsdann gefp rochen wer*
den. Galidonia heifse bey den Ghanaern Aquilaris,
bey den Griechen Vaiis. * Die Pflanze, welche die
, Provenzalen Provinca nennen, heifse auf chaldaifch
Iterifi , auf griechifch Vorax. Die Nepta der Latei*
ner tej Greith bey den Cbaldaern, bey den Griechen
Retus. . . So weit ging die Tborheit diefer Schriftftel-
ler, dafs Albert den Kai/er Alexander ober den Ein-
flufs der Planeten auf die Pflanzen citirt. Affodillu*
fey das Kraut des Saturn: Poligonia das Kraut der
Sonne: Chynoftates gehöre dem Mond an : Arnoglof-
fa dem Mars: Pentaphilon dem Mercur: Acharonia,
die auch Jufquiamus genannt werde, dem Jupiter:
Pifterion ( ireQurTsp&vv ) der Venus.
Peter de CrefcendU , Senator von Bologna am
Ende diefes Jahrhunderts , hinterJiefs ein Werk Ober
die Landwirthfchaft {opus ruralium commodorwru Ba-
fil. i54ß. fol.)> welches in etwas befferm Geifte ge«
fchrieben ift, als die Bacher feiner Zeirgenoffen. Er
hatte nicht allein die Alten gelefen, fondern auch
feJbft Erfahrungen gefammelt. Das Veredeln der
Bäume machte er zu feinem Lieblings Gefchäfft: er
gefteht Zwar die Nothwendigkeit einer gewiffen Ver-
wandtfchaft zwifchen dem Wildling und dem edeln
Reis ein: er fagt unter anderm , dafs er mit glückli-
chem Erfolg ein diesjähriges Reis im Auguft gepfropft
habe-, aber doch fehlt es auch niebt an Fabeln von*
Uebergang der Eichen in Weiden und Pappeln. Ue-
brigens befch reibt er zuerft den Spinatbau, den die
Chriften damals von den Arabern gelernt hatten;
ferner die Cultur des Süfsbolzes und der Pinie.
Er fp rieht von der Einfaugung der Blätter durch Pö^
reny vom Zizulus, welches Zizyphus vulgaris ift;
vWSicomor us , der auf Deutfohlaäds Bergen wrfch-
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ajd Drittes Buch. Fünfte« Kapitel.
f^ävom'I&miacus/, welches die' Aprikofe feyn kann ;
v»n FtaXAaelU (Dictamnus albus), von Flammul*
(GJematis); von Tetra hit (Galeopfis) ; von Zuberus,
der Korkeiche; von Sanguinus (Cormis fangüinea);
von Rrocusunarinus (Gachrys maritima), u.f. f.
ii Vincent von BeauvaU, Prior eines Dominica»
ner- Klofters (f 1264)» ward durch eine Encyklopä-
die§: die er auf Befehl Ludwigs IX., unter dem Titel:
Speculum quadripartitum, Lugd. i494» fol., fchrieb,
der tPJinius feiner Zeit. Im zweyten Theil handelt
er die Naturgefchiehte ab; aber ohne die Natur zu
kennen. Ariftoteles, Diofkorides, Gallienus, Yfi-
dorus (fo fchrieb m%n damals) und PJatearius, das
find feine Gewährsmänner. Auch wird von ihm und
den meiften Litinobarbaren ein Caftor angefahrt,
welches der Freund des PJinius (S. 164.) feyn könn-
te. Aber wabrfcheinlich ift es ein untergeschobener
Name, Vom Firnifsbaum (Tetminalia Vernix Lam.)
findet man die erften Berichte der Reifenden, (üb.
i3. c. 85. f. 166. d.) Die Myrobalanen der Griechen
{Ilyp?raäthera Moringa) verwechfelt er mit den My-
robalanen der Araber (Terminalia Chebula Retz. und
Phyllanthus Bmblica : lib. 1 2. c. 79. f. i54- d.).
Das vierzehnte Jahrhundert.
t Auch in diefem Jahrhundert fetzten Mönche und
Kau Heute ihre Reifen in das ferne Morgenland fort,
brachten aber im Verhältnifs wenig Gewinn für Na-
tur-, Länder- und Völkerkunde mit. Schon der
Mangel an Bildung bey den meiften diefer Reifenden,
die Unbekanntfchaft mit ihren Vorgängern, die Mflh-
feiigkeiten diefer. Reifen durch gränzenlofe Wüften,
von Nomaden durchfchwfirmt , die Unmöglichkeit,
ein ordentliches Tagebuch zu halten; daher nach der
Rückkehr alles aus dem Gedächtnifs niedergefebrie-
ben wunie; endlich, mehr als alles, der Hang des
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Latinobarbaren. \<tyj
Zeitaltert förs Abenteuerliche und Wunderbare: * 4as
find dleUrfachen, warum die Reife Berichte jene*
Zeit fo wenig Nutzen gewähren. V-a
Oderich von Pottenau, oder, wie aridere" *Hin
nennen, von Udine , ein Francifcaner, wäre? Vöth
Bekehrungseifer nach Perfien , Indien und China g#»
trieben. Im Jahr i33o kehrte er wieder *u*ecfe,
und aus feinen Erzählungen fcbrieb der Mönch Wil-
helm von Soiogna einen Reife - Bericht zufarameiJ,
den Ramufio und Hakinyt, jeder im zweyten TheU
der Sammlungen, aufgenommen haben. Da Marco
Polo's Berichte damals fchon bekannt waren»* auch
andere Mönche, fo wie der Ritter Man deville, zik
gleicher Zeit diefelben Länder befucht hatten , fo* ift,
bey mancherley ßeweifen der Untreue, fchwer zu
fagen, ob Oderich wirklich die Gegenden befucbt^
die er befchreibt. * 1<
Weit wichtiger, aber nioht viel glaubwürdiger
find die Nachrichten, die der engtändifche Ritter; Jo^>
* bann Mandeville , von feinen grofs'eri Wanderungen
hinterliefs. Vom Jahr iSaj bis i35'5 diente tr irA
Heere des Sultans von Aegypten und des Grofsohans
von Kathay, und beschrieb feine F^eldzöge und Rei-
fen im Morgenlande, mit Benutzung der Ritterro»
mane von Oger dem Dänen und von der fchönenMe^
luGne, der Mönchs » Legenden und anderer Mähr*
eben, die damals in Klöfjtern erzählt wurden. Die*
fes fabelhafte Reifehuch' ift englifch 1*727 Lond. 8.,
italienifch 1480 Milano .4« , deutfeb Frankf. i$8o*,
und im zweytenTheil der Sammlungen von Ramuftc*,
Hakluyt und Bergerdn herausgekommen. . . Man^
deville zwar befchreibt den Bai famftr auch , erzählt
aber auch, wie Oderich,, die Fabel vom vegetabil*-
fchen Lamm, (Ramufio, 2> a5i. b.), die nachher voh
allen herbariis aufgenommen wurde. j In dem- Lande
Cbadifla, fo erzählen beide, werde eine grobe Frucht
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■ I
238 Drittes Buch. Fünftes Kapitel*
gefunden** tf** > wenn fie reif aufgefchnftten werde,
•in Lamm ohne Wolle zeige, welches mit der Frucht
gegeffen werde. Zu diefer Nachricht fügten fpätere
Schriftsteller noch hinzu: das Lamm wachfe mit fei-
nen Beinen in die Erde, freite alles um fich her ab,
jmd treibe oberwärts belaubte Zweige. Cardanus
Ben nt es Barpmrt*, und giebt die favolzifche Gegend,
*wifchen der Wolga und dem Jaik,* als das Väter-
land diefes Wunderlamms an. (variet. rer. lib. 6. c«
.22. p. 63.) Job. Phil. Breyn gab fogar (philo/, iranx-
#Gt* yol. 53. n. 5go. p. 553. f.) eine fabelhafte Abbil-
dung diefes Gefchöpfes, die in einer neuern Schrift
(Botanical dialogues between Hortenßa and her chil~
äreuy P. i. p. 1^8.) wiederholt ift. Man weifs^ dafs
Linne aus China unter dem Namen Barometz einFar-
penkraot mit wolliger Wurzel erhielt, welches er, ob-
gleich keine Früchte dran waren, zu der Gattung Po-
Jypodium zählte. Auch Loureiro (Jlor* cochinch. p.
829. 83o. ed. Willd.) fah die Pflanze, die zu diefer
Fabel Gelegenheit gegeben, und nennt fie, wie Linne, *
Polypodium Barometz, obwohl er keine Früchte ge-
fehn. Ein dicker, mit gelber Wolle dicht überzoge-
ner» horizontal über der Erde liegender Wurzelftock
giebt verletzt einen röthlichen Saft, den man für das
Blut des Lamms genommen. Aus diefem gehn fenk-
rechte Wurzeln in die Erde, die man als Füfse ange-
lehnt und oberwfirts fchlagen die Strünke auf. ■*«
So fehr in. diefen Reife Berichten der Aberglau-
he herrichte:* Co erregten Ge doch die Wifsbegierde.
JJfcrHandfci der italienifchen Freyftaaten ward immer
.blühender; befonders war der Verkehr mit dem gan-
zen Mor^eplaad in den Händen des machtigen Frey-
Staats von Venedig, der 3 uch feinen Nebenbuhler,
ßenua, i58* völlig zu Boden drückte. Der Wohl-
ftand vermehrte fich ; die Menge Spezereyen und fel-
tener Sa amen und Gewächfe, welche die Kaufleute
. - •
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r Laiinobarbaren. { 239
mitbrachten, veranlagte die Anlegung botanifcker
Gürten. Matthaus Sylvatirus, der ijio in Samern
lebte, liefs fchon die Colocafia und Cantalis ^ Atha-
rnanta cretenfis) aus Griechenland kommen und baute
fie in feinem Garten. (Pandect, med. c. i35. 197.)
Die Republik Venedig richtete, auf Bitte des Me'fer
Gualtieri i335 einen öffentlichen inedicinifchen (har-
ten ein. (TemanZa diß.fopra un antica piaata, p. ^2..)
* Die Pflanzen, die in die fem Garten gezogen wurden,
mahlte Andr. Amadei mit erftaunlicher Kunlt und
Wahrheit. Diefe Gemähide werdeu noch in Venedig
aufbewahrt. (Morelli bibl. manujcr. graec. et lat. i,
598. 402.)
In diefem Jahrhundert ward der Kampf der al-
ten Finfternils und Barbarev mit dem fch wachen Licht,
welches die arabifchen Schulen, die Keifen ins Mor-
genland und die ausgewanderten Griechen in Italien
verbreiteten, immer merklicher. Man lernte immer
mehr einfehn , dafs die Quellen beffern Willens, die
Alten, nur dem zugänglich feynx rler ihre. Sprache
kenne. Aber diefe Sprar he war fo unbekannt , dafs
der gröfste Geift feiner Zeit, pranz Petrarca t „tTQfz
dem Unterricht, den ihm der Grieche Barlaarn gege-
ben, doch keinen griechifcjten Schriftfteller lefen
konnte. {Mim. furUmie dePetrarquey 1, 670.).; JJiiß.
de Ciemanges erwarb fich zuerft das Verdi enft, da^s
Studium der gi ieclufchen Sprache den Schulen Frank-
reicbs zu empfehlen, (epiß. 4«.&<>Rf ^9. 27.) 3
Dies war um fo nothw.e*ndiger , da durch die
vielfachen Ueberfetzungen die Alten völlig eptftellt
waren und in fremden Zufätzen oft ganz andere üi^-
ge enthielten, als der Urtext. So Ii3tte Harthol.
Glanville einen ganz andern Diofkorides als wir: da
er aus ihm die Befcbreibung der Caflia Fiftula entlehn-
te , welche der ächte Diofkprides nicht kannte. Ein
Kapitel vom Jafmin enthielt der Dioikorides des Mit-
■
*
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&40 Drittes Buch. Fünftel Kapitel.
telalters, 'welches im cantacuzenifchen Codex fehlt,
*wie Matthiolüs rzuenft bemerkte. So waren Hie
■Schriften des Ariftoteles, von Joh. Damafeenus in
eine to genannte Summa gebracht, ganz andere , als
cfotfer Stagirit hfriterlaffen. .
'Man citirte unbekannte oder Schriftfteller unter
ganz falfchen, oft prächtigen Namen, die die Mönche
teh angemaßt hatten , um ihren Schriften mehr Ein-
<gang zu vefrfchäffen. Nicht feiten ift es, Aefkulap,
Demökritus und Ypocras als botanifche SchriftfteJiei
'angeführt zu finden. Caffius Felix, PoffidöniuS,
\Actor (vielleicht Caftor, f. oben S. 164.) find eben
fo viele ganz unbekannte Namen.
Dazu kam die Herrfcbaft der fcholaftifchen Lehr-
*tnethode, dfe zwar durch unaufhörliche Uebung, ent-
gegengefetzte Behauptungen durchzuführen, den
Schaiftinn vervollkommnete, aber den Beobachtungs-
geift völlig unterdrückte. Da es ganzlich an Er-
Tab rangen fehlte, urid die Entfcbeiehingen blofs von
Auetori titen entlehnt wurden1: ib' könnte die Natur-
kunde auf keine 'Weife gewinnen! Wie Renier bey
XJelegehheit eines zu Lattich eingefallenen Blitzftrahls
grbfses Werk über' das Oe wirter fchrieb, worin
'mit keiner Sylbe der phyfifchen Urfachen diefer :Er-
fcheinung gedacht Wurde {Marten* toll. ampL voi. #.
Tp.b9S30: fo tadelt Lexxnicenui? tfen Peter von Äbano
•mit Äecht,' dafä ery der ta*glicb Centaurium mioofc
gebrauchte, dennoch das Oewfichs nioht gekannt
Die berähmteften botanifch eil Schriftfteller die-
ifcrJabrbundertS fifrd Simon d* ConeVaüs Genua <Si-
itioü Iatiuenfisyund Mattftüüs Syhaticus. Jener war
itetbirit des PapfteS Nicolaus IV. und' Kapellan Boni-
f actus VIH. Errfthtoit'neh, den Orient durchzogen
tu haben, um Pflanzen zu fammein allein man be-
merkt in feiner Q*vls fanaihnis* Yenet. i5i4- foLf
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Latinobarbaren, . - 24*:
gartaf$na Spur' von Nator -Kenntnife, -^vergleicht
bJafs ;die griechischen , arabifchen urtd Jateinifchen
Namentfer Pflanzen, und giebt ihre medicinifobe Wir-
kungen nach feinen Vorgängern an« Poch unter«
{erei let er febon den Zucker der Araber vom grie-
chifchen; die TormentilJa von dem Quinquefolium»
welche* letztere fieU^ü BtiUcben habe, (Pvtentillß
". Matthäus Sylvaticus war aus Mantna gebftrtig,
hatte, wie oben bemerkt worden, in Salem gelebt;
und übte die Arzneykund*3u Mailand aus* Im Jahr.
i3i7 fchrieb er Pendectas roedicioae;, X»ugd. i534*
fol., worfm er, ganz wie- Simon von öeniM, blofs die-
yor geblieben fremden Namen der Pflanzen zu erkieV
ren fuchte. .Er -vernebelt* dafs er Araber , Spanien
und GnacheQ um die Bedeutungen der Nameni gefragt
Wbe, Aber die Araber feyn in den Benennungen zt*
leicMönnig. (cf i2su i$o. 5zu) Weiche AbgeS
{bhmapkt heilen er fieb flauet, kenn man ichdo aet*
dem einen; Beyfpiel fehd, wo erfagt9 dafc das FJ uIsh
pferd *m Ypotamus, einem Fi uffe Mesopotamiens, yorr
komme: die* Land liege zwifeben dem Euphrat nnoT
dem Scirtis. (c. 117.) In der POanzen -Kenatnifc
war er. fo unwiflend, dafs er Ciftus, Hedera und kablab
(c. 167. 168.); CaprifoJium, Oxyacantha und Ly-i
oium (c. «59.); Inula und Opopanax (o>.5j5.)', Waid
und Färberröthe (e, 5<S6,) verwechfeJfe. VonApiünfc
hat er zwölf Arten , worunter auch der fardifche Ra^
nunkel« (c9 4#») Thora habe violette, Anthora röib»
liehe Blunien. (c. 45.) * «
Webt verächtlich und jedoch feine Bemerkung
gen Äber dag Bekam der Araber, oder das Sappen»
holz» welches er Hgaum prefülum$ i£o Jahr yor der
Kntdeek^og America's nennt (c. Sa>) J über die Ver**
fälfehung des Aloe holzes mit der Wurzel von
fammenziehe. (c. 3o.)
243 Drittes Buch. Fünftes Kapitel;
Der Herausgeber, Baptifta Sardo' flu* fett* '
macht hier und da einige Zufätze. So fp rieht er vo«i
Gebrauch der Erdbeeren (f. 170. d.) und befchreibt
den Gnicus ftel latus, Lyfimachia Nummularia (Graft
fula lunaria)> Graüola officinalis und Thapfia gar«
ganica.
Bartholomlus GlanvÜle, Graf von Soffolk Und Mi«
noris, fchrieb de rerum proprietatibus, Argent. 1491«
foL North; i5tg. Fol., welches auf Verlangen des
Lords Berkeley febon 1398 Jemand insEnglifche (C«->
tal bibl. Bank/. 1 . p. 76.) und auf Befehl König Karls V.
von Frankreich deffen Kapellan , Joh. Corbichon, ini
Franzöfifche uberfetzte. (Lyon 1482« fol.) Corbi*
chon ift alfo nicht der Verfaffer felbft, wie behauptet
worden. (Milanges tirts düune grande bibl. 1 o, 20a.)
Im fiebcehnten Buch findet man die Pflanzen»
befonders die biblifehen. Unter andern hält er fchon
die Dudaim der Lea für Mandragora , und befchreibt
den Cyprus (HoHel. 1, 14.) fchr gut. Die Schreib-
federn , die man fonft aus Arundo Donax gemacht,
waren damals nicht mehr im Gebrauch. (17, 3i.)
Verfchiedenheit der Gefchlechter nimmt er in den
Pflanzen nicht an : fie haben felbft in fich die Kraft,
ihres Gleichen zu erzeugen. Den Prinus ( Quere us
Hex), prunus und lentifcus verwechfelt er.
Jakob de Dondi aus Padua, Sohn des Johann
de* Döndi» der ein Freund Petrarca* s war, (rer.feniL
6, 897» i5, io53.), war der Verf. eines Werks unter
dem Titel t Aggregator practicus de fimplicibus. Ve-
net. i499« 4* Hierin werden die Pflanzen in alpha,
betifcher Ordnung aufgeführt, ihre Wirkungen ange
geben, uod durch fohlechte Holzfchnitte erläutert."
Für Acorus fteht Iris Pfeudacorus, und diefe Figur
wird beym Artikel Ireos wiederholt. Unter Arifto-
lochie longa und rotunda werden die wahren Pflan-
zen abgebildet» öranqa urüna ift Heracleum Sphoa*
• »
• i . •
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Latin ob arbaren.
dylium : Capillus Veneris, Afplenjum Ruta muraria.
Der Koriander, die Lavendel, der Cyperus, das Si-
ler montanum (Ligufticum apioides Lam. f. 124.),
die Serpentaria (Arum Dracunculus, f. 127.) zeigen,
dafs der Verfaffer die Pflanzen nach der Natur gezeich,
riet. Die Figuren der Erdbeere und der Gentiana lu%
tea find gut. Hedera terreftris ift vielleicht Veronica
hecferaefolia: Hermodactylus beftimmt Colchicum:
Nafturtium aquaticum , Sium anguftifolium. Die
fchlechteften Bilder lind die vomDaucus creticus, von
Mentha, Mandragora, (doch nicht fo fabelhaft , wie
in andern alten Kräuterbüchern,) von der Päonie,
der Spica celtica und dem Senf.
Diefem Mufter folgten im vierzehnten und fünf-
zehnten Jahrhundert Mehrere, die als herbarii be-
kannt wurden. So fchrieb ein Konr. de Megenberg,
Kanonikus zu Regens burg, ein Puch der Natur, Augsb,
. »475-
Das fünfzehnte Jahrhundert.
Ungeachtet fich fchon in diefem Jahrhundert die
Liebe zum klaffifchen Alterthum in Italien mächtig
regte und die fchönften Früchte trug, fo nahm doch
die Naturkunde keinen Theil daran« Auf der Bota-
nik befonders laftete noch der Druck der alten Bar-
harey, und der gröfste Theil der Literatur beftanrf
aas herbariis oder Kräuterbachern, die alle nach ei«
nem Zufchnttt gebildet, auch unter dem Titel: Hor-
tus oder Ortus lanitatis, herauskamen. Die drey Aus*
gaben, welche ich kenne und zum Theil felbft befitze,
find die lateinifche zu Mainz von Meydenbach 1 4'D 1 -
foL, die med er fächüfc he zn Lübeck *492» fol., und
die hochdeutfche zu Augsburg 1488. 4- von Schon*
fperger herausgegeben. In der Lübecker Ausgabe
sannt fich (e. 568.) ein Meifter, Joh. van Cube , als
Verfaffer, und rühmt fich , in Gefellfchaft eines Ma-
16 *
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244> Drittes Buch« Fünftes Kapitel.
lers durch Griechenland und den Orient gereifet zu
feyn, um die Pflanzen der Alten an Ort und Stelle
zeichnen zu laffen. Allein dies Vorgeben erfcheint
als völlig aus der Luft gegriffen, wenn man die elen«
den Figuren, die aus andern entlehnt find, nur flüch-
tig anfleht. Wir wiffen aus der Frankfurter Ausgabe
von i533, dafs Job. Cuba Arzt in Frankfurt war, und
dafs der Burgemeifter Arndes von Lübeck die Koften
der Herausgabe getragen. In Schönfpergers Ausgabe
erzählt der ungenannte Verf. ebenfalls von feiner Rei«
fe nach dem gelobten Lande, dem Berge Sinai, Ae-
gypten und Candia, nennt aber keinen Beförderer des
Werks.
Vergleichen wir diefe drey deutfchen Ausgaben,
fo haben fie alle übereinftimmend fchlechte Figuren
und gleiche alphabetifcbe Anordnung. Aber fie wei-
chen in manchen Stücken ab.
Mainzer
Lübecker Augsburger
c. 14* Bey Allium
wirdVincenkBel-
lov. citirt.
c. 34. Apium fylre-
ftre fey Hippofe-
linum (Smyrni-
um Olusatrum).
c. 40. Ariftolochia
rotunda ift Fu-
maria bulbofa.
c. 7. Affodillus ift
Iris florenüna.
C. 6. Acorus ift Iris
Pfeudacorus : die
Figur abfcbeu-
lich.
c. s6. Anacard us,
eine aus der Luft
gegriffene Figur.
Ort US fanitatis.
c. 4. nichts da-
von»
C. 7. wird mit
dem Card i leben
Ranunkel ver-
wechfclt.
c. 10. eben fo.
c. 303. Statt det-
fen Wilhelm
von Saliceto.
c. 6. richtig Sel-
len.
».
c. u. Hohl würz
ebenfalls.
c. so« ebenfalls. e. so» eben fo.
c. st. die Figur c. si. die Figur
beffer. gut*
* •
...
c. 33. eben fo« €»34, gleichfalls.
» .
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Mainzer.
c. ig. Alo€ eine
Ich) echte Figur
mit vier^lättrig«r
Blume und glatt-
randigen Blättern.
IQdorns wird an-
geführt,
c. aa. Anaomnm ift
Geranium rober-
tianum.
c. 13a« 134« Con-
folida maipr oder
Symphytum fehr
fehl echt darge-
ftelit/
c. 256. 257.
wird die Mandragora, weiblich und männlich, ab»
gebildet. Die Mönche fchnitzten aus der grbfsen
Wurzel ein Männlein oder Fräulein , und verkauften
folche künftlich geformte Wurzel, als fey es natürli-
che Bildung, für 3o Goldgülden. (Amat> Lufiu in
Diofcor. p. 4^2.) Die Johannisbeeren (Johannis-
träublein) kommen Augsb. c.34i., Mainz 0.392.,
Lübeck c. 427- vor; aber es wird fälfchlich auf lie
bezogen, was die Araber von ihrem Ribes fagen.
Aus der genauem Vergleichung fieht man wirk«
lieh, dafs die Lübecker Ausgabe des Ortus, als die
neuefte, auch am meiften von den beiden andern ab-
weicht. Ihre Figuren kommen auch etwas mehr mit
der Natur überein, als die der Augsburger.
Werthlos find ferner das Arzneybuch Oriolfs
von Bayerland Heydenberge r , Augsb. 1488. 4- > und
das Mejfterlich Büchlin der Arzney und Krütter i497-
4- von Job. Tollat von Vochenberg , Prof. in Wien.
Beide enthalten die Arzneyen in alphabetifcher Ord-
nung.
An diefe Kräuterbücher fchliefsen (ich die zahl-
reichen Commentatoren des Mefue an. Unter.ihnen
Latinobarbarea. 245
Lübecker. Augsburger.
c. 55. diefelbeFi- c. 36. diefelbe Fi-
gur, aber Bar- gur, aberVin-
tholomäus cent. Bellorac.
(Glanville) wird ange-
wird citirt. führt«
c 51. eine ganz dies Kapitel fehle
andere Figur. ganz.
c. 107. viel befler. c. 9 5. Walwnrz,
fehl echt.
c. jo6. 307. c. 257. 25g.
246 Drittes Buch, Fünftes Kapitel.
nennen wir als einen der älteften , Chriftoph. de Ho~
neftis aus Florenz, Prof. in Bologna.' Seine Com«
mentarien Ober Mefue find mit deffen Werk Venedig
i562 fol. gedruckt. Sie enthalten nicht viel der Aus*
Zeichnung Werthes. Statt des Sekakul der Araber
gebrauchte man damals fchon Sigillum Salomonis oder
Convallaria Polygonatutn.
In der genannten Ausgabe des Mefue findet man
auch des jOrf gern Matth. Platearius Commentarien aber
das Antidotarium des Nicolaus. Er citirt Oberall
den Matth. Sylvaticus und Simon He Cordo. Zu fei-
ner Zeit ward noch in Sicilien und Spanien Zucker-
rohr gebaut, (f. 374. c.)
Jo. Jac. de Man Iiis de Bofco aus Aleffandria fchrieb
Luminare maius, Venet. 1 49^. fol., zur Erläuterung des
Mefue. Die Schreibart ift fchon viel reiner und rich-
tiger, als die der frühem, und die Kenntnifs der Na-
tur zeigt fich fchon viel deutlicher. Er citirt und wi-
derlegt den Chriftoph. de Honeftis: auch den Joh. de
Concorezzo, woraus fein Zeitalter genau zu beftitn-
roen ift (1460 — 1470). F. 5. b. kommt die Erwäh-
nung der Nelken , gariofili, vor, die in der Lombar-
dey fehr häufig und von Manfred de Monte Imperiali
unter dem Namen tuflici abgebildet feyn. Diefes Man«
fred Werk de limplicibus ift noch handfchriftlich in
der parifer Bibliothek. (Fabric. bibl med. et inf. /a-
tin. 12, 38.) Auch komme auf den Wiefen ein Kraut
vor, welches man filius ante patrem, oder ocidus
Chrifci nenne. Damit kann Inula Oculus gemeint
feyn, weil die Seitenzweige frflher blühn als der Haupt-
ftamm. Allein es wird wiede r zweifelhaft, wenn er
f. 42» a* diefeJbe Pflanze herba Sti Chriftophori
nennt, und ihr fchwarze Blütben giebt. Sollte Actaea
fpicata wegen der fchwarzen Frflchte gemeint feyn?
F. 5. a. Calarninthum rrjontanum fey wirklich Nepe-
w Cataria; Araber und Arabiften verwechfeln die
■
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Launobar baren. . - .
Pflanzen unaufhörlich. F. 36, c. wird noch vom Bau
des Zuckerrohrs in Sicilien gefprochen. F. 09. d.
heifst es, die wahre Calendula fey die erba bJanca der
Lombarden: Primula veris oder herba paralefis fey
ganz ein anderes: und f. 4». b. unterfcheidet er Pri-
mula veris maior und minor: die letztere komme auf
allen Wiefen vor, und heifse auch herba Margarita,
oder el primo fiore. {Belli* perennis.) F. 44. b. Von
der Scabiofa (Succifa?), die bisher übergangen fey*
F. 57. d. Unter Cardo befchreibt er die Weberkarde,
„et ifta frutex gerit quamdam rem qua utuntur fuJlo-
nes ad garzandum pannos et biretas.,, F. 72. b. Ge-
naue Befchreibung von Taufendgüldenkraut. Diefe
und dergleichen Erläuterungen fammelte aus dem da*
inals fchon fehenen Werke der Herausgeber von
Brunfels, und hängte fie dem Kräuterbuch des letz-
tern an.'r.- .
In Italien regte fich der Unterfuchungsgeift
zuerft. Aber Deutfchland hat das Verdienft, zuerft
die Bahn zur Erforfehung der vaterJändifchen Pflan-
zen gebrochen zu haben.
Ein Wundarzt zu Strasburg, Hieronymus Braun*
fchweig, war es, der in feinem „ Deftillirbuch „,
Strasb. i5oo. foh, zwar Anfangs die Pflanzen fo ab-
bildete, wie fie in den ortis fanitatis fich zeigten.
Aber bald arbeiteten Euchar. Rhodion und Chrift.
Egenolf zu Frankfurt an beffern und der Natur ge»
treue/n Bildern. Sie gaben fie 1 535 und 1 536. 4* in
der neuen Auflage jenes Buches von Braunfchweig,
Hier findet man nun fchon folgende Pflanzen, von
Br. befchrieben und abgebildet :
Iris Pfeudacorus f. 64. a. . • Lipf actis fullo*
num f. 73. a. . . Plantago maior f. 45. a. ♦ AU
chemilla vulgaris f. 107. b. . . Cynogloffum ofßcina*
le f. 65. a. . . Solanum Dulcamara f. 88. b« . . Hyos»
cyamus niger f. 37. b. . . Convolvulus fepium f. t iö.
0
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248
Drittes Buch. Fünftes Kapitel.
b. . . Ahchufa officinalis f. 91. a. . . Borago offi-
cinalis f. 07. a. . . Vinca minor f. 72. b. . . Sani-
cula europaea f. 107. a. . . Angelica Archangelica f.
35. a. . . • Phyfalis Alkekengi f. 71. b. . . Sambucus
Ebulus f. 65. a. . . Convallaria multißora (Diptam,
f. 48. b.) . . Rumex Acetofa f. 19. b. . . Erica vuU
garis f. 68. a. . . Stellaria media Smith f. 69. a. . .
Agroftemma Githago f. 100. b. . . Afanim europaeum\
f. 68. a. . . Geum urbanum f. 46. b. . . Nymphaea
alba et lutea f. 1 o5. a. . . Delphinium Confolida f.
ioo. a. . . Aquilegia vulgaris f. 19. b. . . Paeonia
officinalis f. 102. b. . . Ranunculus Fioaria f. 60.
a. . . Betonica officinalis f. 4*- b. . . Marrubium
vulgare f. 17. b. . . Glechoma hederaceum f. 63. a. . ;
Verbena ofricinalis f. 70. b. . . Cheiranthus annuus
et Cheiri f. 43. b. 63. a. . . Sifymbrium Näfturtium
f. 39. b. . . Corydalis bulbofa W. f. 68. b. . . . Tra*
gopogon pratenfis f. 42> b. . . Cichorium Intybus f.
20. a. . . Carthamus tinetorius f. 122. a. . . Bei*
Iis perennis f. 85. a. . . Centaurea Cyanus f. 43. b. . .
Ariftolochia Clematitis f. 90. b. . . Aurum maculatum
f. 24. b. . . Afplenium Trichomanes f. io5. b. . ,
Afplenium Ruta muraria f. 85. a.
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*J „ . +
*49
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• • v ' < Viertes Bufch,
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Wieder erweckte Pflanzenkunde»
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Erftes Kapitel.
»
Erneuertes Studium der Alten.
Seit einem Jahr taufend gewohnt, die Naturkun-
de nur in den Schriften der Alten, nicht in der Na-
\ur felbft, zu erlernen, war man durch die Barbarey
der Zeiten dahin gekommen, kaum den Plinius , ge-
fchweige die Griechen lefen zu können. Die Ara-
ber und ihre Nachtreter hatten den arabifirten PJinius
und Diöfkorirles an die Stelle der ächten gefetzt.
Weil es nun den Latinobarbaren an aller Kenntnifs
der Natur felbft fehlte, fo fchlichen fich eine Menge
grober Irrthömer ein, die der eine immer forglofer
als der andere nacHfchrieb.
Wenige beffere Köpfe fühlten , da auch fie an
Aoctoritäten hingetf, das Bedürfnifs, zu den erften
Schriftftellern Ober Naturkunde felbft fich zu erheben.
Mit wahrer SehnTucht fah man fchon im vierzehnten
Jahrhundert nach dem Morgenland» wo die Schätze
der alteirWiffenfchaft undKunft verborgen lagen, und
von wo Manuel Chryfolöras zuerft einen kleinen Theil
derfelben 'nach Italien brachte. Die Sprache der Al-
ten zu verftehn und ihre Kenntniffe fich anzueignen,
ward von jetzt an das höchftö Ziel, wornach gebilde-
te Italiener ftrebten.' Ihr rühmlicher Eifer ward mit
felflcklichem Erfolge gekrönt: denn der ausgebreitet^
Handel der italienifchen Freyftaaten und die Vorliebe
dtr Fflrften Und Oberhäupter der Staaten für klaffi-
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$$a Viertes Bach. Erltes Kapitel.
fche Gelehrfamkeit und Kuoft des Alterthums begün-
ftigten jene Beftrebunjren eben fo fehr, als die durch
die Eroberungen der Türken vertriebenen griechi-
fchen Flüchtlinge, die die Lehrer Italiens wurden.
Unter den letztem verdanken wir dem Theodor Gaza
aus Theffalonich die erfte und leider bis jetzt die ein*
zige Ueberfetzung des Theophraft. Sie ift zwar in
gutem Latein, aber ohne gründliche Sachkenntnis
verfafst.
Diefen Beyfpielen der Griechen folgten mehrere
Italiener, 'die zürn Th eil das Morgenland befuchten,
um die köfüichen Ueberrefte des Alterthums zu fam-
melo, zum Theil auch den Text der Urfchriften kri-
tifch bearbeiteten und fie durch Anmerkungen und
Ueberfetzungen erläuterten.
Unter den erftern nennen wir nur den Schwie-
gerfohn des Cbryfoloras, Filelfo, der fieben Jahr in
Konftantinopel gelebt, den Joh. Aurifpa, der a38,
den Niccolo, welcher gar 800 Handfchriften aus
Griechenland nach Venedig brachte, die die Grund*
läge der Marcus* Bibliothek wurden. Der edle Lo-
renz von Medici fchickte den Joh. I.afcaris, nach er*
littenem Schiffbruch ungemein grofsmüthig aufge-
nommen, zweymahl an ßajazeth nach Konftantino*
pel, um griechifche Handfchriften zu fammeln. Hin-
durch und durch anderweitige Anftrengungen ward
der Grund zur Mediceifchen Bibliothek gelegt.
Unter denen, die die alten Handfchriften kri-
tifch zu bearbeiten anfingen , nennen wir zuerft den
flermolaus Barbaras, aus einem adligen Gefchlecht
in Venedig, der Gefandter feines Vaterlandes beym
römifchen Kaifer und dem Papfte, und dann Patriarch
in Aquilegia war, (f i49^)» Er unternahm es, den
von Arabern und Arabiften verdorbenen Text des
Plinius wieder herzuftellen, Indeffen tragen feine
Cafiigationes Plinianae> i4g2,fo]„ die Merk mahle der
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Erneuerte« Studium der Alte*. 151
■
Eil und des Mangels an Sachkenntnifs deutlich genug
an ßch. Ungeachtet er fich rahmt, in zwanzig Mo-
naten , die er diefer Arbeit gewidmet, mehr als fünf*
taufend lrrthümer im Texte des Plinius aufgedeckt
zuhaben; ungeachtet er den glücklichen Oedanken
verfolgte, diefen Schriftfteller aus feinen Vorgängern
verbeffern zu wollen : fo war es wohl natürlich, dafs
er eben fo oft im Finftern tappen mufste, wo ihn
der Mangel an Kenntnifs der Natur verleitete»
Unter andern fah er wohl , dafs Plinius die Bri-
tannica mit der Betonica , das vqx<tov mit dem irgwrtw
verwechfelt habe. Aber er wufste eben fo wenig als
Plinius Xanthium von Aparine zu unterfcheiden, und
brachte fogar die herba fardoa mit Coronopus zufam-
, men. Nach den Herbarien frühererZeit befchrieb er
die herba paralyfis (Primula veris), das Margaritum
(Bellis perennis) und die Rofa mofeheutos (Althaea
rofea).
Noch weit weniger Werth haben die Erklärun*
gen des Plinius , die Robert de Valle , aus Rouen,
herausgab: Explicationes difßcilium Plinii. Paris
i5oo. 4* Man fieht deutlich , dafs er den latinobar*
barifchen Plinius vor ßch hatte. Auch George Val-
la's aus Piacenza Verdienft um das Studium der Alten
ift nicht hoch anzufchlagen. Zwar war er griechifch
gelehrt, und über fetzte mehrere griechifch e Werke
überMedicin und Materia Medica. (Venet. i5oi.fol.)
Aber die Kenntnifs der Pflanzen war ihm fremd»
Wichtiger waren die Bemühungen des Marcellus
Vergiliusi eines Florentiners und Staatsfeh reibers je-
nes Freyftaats, (f i5ai). Sorgfältig arbeitete er an
Wiederberftellung des ächten Diofkorides: und*,
wenn auch die Grammatik und Wortkritik ihn mehr
befchäfftigten als die Sachen , wenn er auch, wie Ma-
li ardus ihm vorwirft, die Widerlegung des Hermo-
laus fich zu febr angelegen feyn liefe; fo mufs mau
>
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4S, vf*k»Bucfa. Erfte, K.Phel.
doch zu feinem Ruhm geftehn , dafs er oft cfie Natur
um Rath fragte, und dadurch manche Fabeln und Un-
richtigkeiten verdrängte. So war er der erfte, der
die menfchenähnltche Geftalt der Wurzel der Man-
dragora verlachte, und der die Naturgefchichte meh-
rerer Pflanzen,, des Arum Dracunculus, der Veil-
chen) der Vinca, der Agrimonia,* des Xanthium auf*
bellte: fogar an den A penninen entdeckte er zwey
bis dahin unbekannte Narciffen: N. calatkinus und
biflorus. Doch kannte er die Schminkbohnen (<rj*iX*£
des Diofki) nicht.
Vorzüglichen Ruhm erwarb fich in diefer Rückficht
der treffliche Nico). Leonicenus aus Vicenza, der faft
bis in fein hundertftes Jahr in Ferrara lehrte, (f i524).
Die Unzuverläffigkeit der Araber und felbft des PH-
nius zeigte er zuerft mit eben fo rühmlicher Frevmü*
thigkeit als ausgebreiteter Gelehrfamkeit. (Opuscula,
Venet. i53o. fol.) Er fah wohl ein, und zeigte es
ah mehrern Beyfpielen, wie wenig felbft Plinius die
Natur gekannt, und wie viele Irrthümer er durch
flüchtiges LeTen, unrichtiges Ueberfetzen und Ver»
fehen feines Schreibers verbreitet, ja wie noch weit
mehrere auf Rechnung der ungelehrten Copiften des
Mittelalters und der Arabiften zu fchreiben feyn , die
alle arabifche Arzneymittel auch im Plinius und Dio-
fkorides finden wollten. Aber in der Würdigung der
Araber ift Leonicenus um fo weniger gültiger Rich-
ter, je fremder ihm die Sprache war: daher er fie
mancher Fehler zeiht, die doch nur ihre unwiCfen*
den Ueberfetzer begangen hatten.
Diefe Unterfuchungen mufsten in einem Zeital-
ter, welches die Feffeln der Auetori tat trug, Wider»
fprücheAtnd Streitigkeiten veranlaffen. Mit feinem
Landsmann Hermolaus hatte Leonicenns öftere, aber
nur freundfehaftliche Unterredungen über diefe ihnen
beiden gleich wichtig erfebeinenden Gegenftande:
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Erneuertes Studium der Alten. 253
Hercules von Efte ladete fie, wie andere Gelehrte
feiner Zeit, öfter in diefer Abficht an feinen Hof.
Hier in Ferrara war es auch, wo fpaterhin Alfons
von Efte als Beförderer der Botanik durch Anlegung
von Gärten und Unterftützung der Gelehrten glänzte.
Aber auch gegen Leonicenus erhob lieh zur Ver-
teidigung des Plinius ein Diener des Herzogs von
Ferrara, Pandulf Colletiucci aus Pefaro , den Sforza
i5o4 hinrichten liefs. Wir lefen feine Verteidigung
des PJinius gegen Leonicenus hinter dem Werke von
Brunfels. Wiewohl er offenbar Unrecht hat, wenn
er behauptet, PJinius habe nicht aus DiofUorides ge-
fchöpft; fo kann man doch manchen ^uten Gedanken
in feiner Schrift nicht verkennen. So fagt er: es fey
nicht hinlänglich zur Erwerbung der Pflanzen • Kennt-
nifs, dafs man die Alten ftudire, die grieebifchen Na-
men wiffe, und die Abbildungen in den Herbarien
kenne: nein, auf den Feldern und Bergen muffe man
Pflanzen aufiuehen , un«f ihre Natur von Landleuten
zu erfahren fuchen. So unterfcheidet er richtig die
faliunca des Plinius von x(er nardus celtica, welch»'.
Leonicenus für eins gehalten : fo hatte er in einer von
' Guarino aus Verona durchgefehenen Hancffchnft des
PJinius gelefen, dafs die Hypocifcis auf den Wurzeln
des Ciftus, nicht aber der Hedera {xicr<rc$) wachte.
Aber im Ganzen hatte doch Leonicenus tli e öffentli.
che Stimme für fieb gewonnen, daher Amatus von
Portugall verächtlich genug fdgt : Collenucci müffe
zu feinen Junften zurückgefchickt werden.
Zu gleicher Zeit lebte Job. Manardus aus Ferra-
ra, Leibarzt des Pico von AJirandola , dann des Kö-
nigs Ladislaus von Ungern, (geb. 1462, f i53*>). Mit
gründlicher Gelehrfamkeit verbelferte er die Ueber-
fetzung des Diofkorides, die Marcellus Vergilius ver-
anftaltct, und erläuterte den Mefue durch Commen-
tarien. Wir nennen hier vorzüglich feine Epiftoluq
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L
254 Viertes Bach. Elftes Kapitel»
medicinales, Bafil. i54o- fol. Er greift befonders die
Araber wegen ihrer erborgten und äufserft dürftigen
Kenntnifs der Pflanzen an, und zeigt an mehrern Bey-
fpielen , wie man die Alten durch die Natur felbft er-
läutern möffe. Den Halimus zeigte ihm UlyffesLan-
ziani am Strand in Umbrien. {ep. Üb. 9, 3.) Centau-
rea Rhapontica und Rheum Rhaponticum unterfchei-
det er gut. (5> 5.) Er hatte von den Aerzten des
Königs Siegmund I. von Polen gehört, dafs in dem
Kriege gegen die Ruffen, wo Smolensk von den letz-
tern erobert wurde, das ächte Rheum pontkum der
Alten gefunden fey. DasPanax Heracleum fah er im
Garten der Jefuaten zu Ferrara. (9, 3.) Das Lilium
convallium befchreibt er genau, da es mit der jj^pc-
x*XX<$ des Diofkorides verwechfelt worden; aber die
letztere verbindet er irrig mit FraxinelJa , Polygona-
tum und Secacul. (9,4«) Der Hermodactylus des
Mittelalters fey Colchicum, welches in Pannonien
fehr häufig fey» Azarolus fey unter dem Mefpilus
der Alten verborgen. Das Turbith des Mefue fey
von der gleichnamigen Pflanze der Araber ganz ver-
fchieden. Die neuere Bedeutung von Anthera kommt
fchon bey ihm vor. (4i 3.) Begreiflich aber ift, d»(s
auch er fich Verwechfelungen erlaubt. Den Acan-
thus der Alten wirft er mit der «käv-9-ä und mit Bran-
ca urfina, die Ervilia mit dem fcoX/p£o$ zufammen : wun-
derbar genug, dafs er weder den Jotus, noch die ty»
pha, noch den paliurus kennt.
Zu diefen Schriftftellern gehört auch Joh. Ruel
(Rnellius) aus Soiffons, Prof. in Paris, franzöfifcher
Leibarzt, zuletzt aber Kanonikus in Parts, (geh. *474>
^ i537.) Seine auf die Verbefferung und Erklärung
des Diofkorides verwandte Mühe wurde von der Mit -
und Nachwelt dankbar anerkannt. Seine Ausgabe
diefes Schriftftellers erfohien zuerft zu Lyon i546* *2~>
und dann mit Valer. Cordus Erläuterungen zu Frack-
Erneuertes Studium der Alten. 255
furt 1?49- fol« J°n- Sarracenus benutzte fie fpäter*
bin, und man fieht, da fs RueJ viel weitergegangen,
als Marc. Vergilius. Seine hiftoria ftirpium, Venet.
i538. vol. I. 2. 8., ift ebenfalls blofs zur Erläuterung
der Alten gefchrieben. Arn meiften bemüht er fich,
die Nomenclatur, die damals äufserft verwirrt war,
zu berichtigen. Doch war er nicht immer glücklich,
weil, fo fehr er feine botanifche Wanderungen rühmt,
doch die Natur ihm grofsentheils unbekannt war.
Verwechfelungen der Colutea mit der Senna, des
Cardamomum mitCapficum, des Smyrnium mit Li-
gufticum, des Nardu* mit Lavandula, des Tanacetum
mit Artemifia, der Celtis mit Nymphaea, des Cyprus
fogar mit Curcuma kommen bey ihm vor; daher fei-
ne Nachfolger Gelegenheit nehmen, ihn häufig zu
tadeln: doch urtheilt Fuchs in der Zueignungsfchrift
vor feiner hift. ftirp. noch am unparteylichften. Den
Coronopus Rueliii befchrieb er doch üb. 2. c. 64.
zuerft.
Durch Benutzung einer fehr guten Handfchrift
und durch feltene kritifche Spürkraft erwarb fich
Andr. Lacuna aus Salamanca, wo er auch Prof. war,
grofse Verdienfte um den Diofkorides. Seine Aus-
gabe deffelben mit der fpanifchen Ueberfetzung er*
fchien zuerft zu Salamanca i56o. fol. Suarez de Ri-
bera gab fie mit manchen wichtigen Erläuterungen zu
Madrid ij52. fol, wieder heraus. * Die wichtigften
Verbefferungen der Lefearten rühren von ihm her.
Sarracenus hat fie auch benutzt. '
Gleiche Verdienfte erwarb fich Lon. rVrez, Apo-
theker in Toledo, ein gelehrter und fachkundiger
Mann, der felbft Griechenland und Kleinafien durch-
zogen war, um die Pflanzen der Alten an Ort und
Stelle aofzufuchen. Er befchrieb die letztern in fei«
nern Werke de la theriaca, Toledo i5y5. 8., und un-
tersuchte die Synonytrue der Pflanzen in feinem Buch:
35& Viertes Ruch* Erltes JCapitel»
de medicamentorum delectu , welches Fran* Penia
zu Toledo 1 5go herausgab. (Cavan, anaL 4* cienc* naft
n» 20. p. 110.) . ♦ / .
In Deutfehbnd nahm das Studium der Botanik
bald eine andere, minder gelehrte, aber meb*j>raj«,
tifche Richtung. Indefs gab es auch unter denp<wta
iqhem,' einzelne. Gelehrte, die die Pflanzen der Alten,
zu erläutern fochten, ohne eben die Natur zir Rath*
zu ziehn.
Unter ihnen nennen wir Hermann, Graf von
Neuenaar 9 deffen epiftola de expjicandis fimplicM>u$
i529 gefchrieben ift, ehe er des Leonicenus Werk
yoilftändig kannte. Diefen Brief findet man io»tzwf|y-
ten Theil des Brunfelfifchen Buchs. Es werden dia
Pflanzen der Neuem mit den lernen verglichen , die
in den Altep vorkommen , und manche nützliche Be-
merkungen beygebracht ; aber auch grofse IrrthOmef
begangen. Die Velken, unter a^de/n hält e* für den
vifHtGtrof des Diofkorides.
Auch Euricius. Gor du* gehört hJeher. Ami Sira>
jnqrsbaufen im HeOjfcben gebürtig,, war, er er ft Schul*
lehrerin Erfurt ,/d*nn legte er, fich auf Arzney - und
Pflanzenkunde, erhielt von der, Univerhtät zu Ferra-
wo er untqr Leonicenus und Manardus ftudirte,
diu Doktorwürde^, ward Prof. in Erfurt, dann in Mar-
burg r und euc^ien praktischer Arzt in Bremen«
(t i535.) Sejp Botanologicoo, Colon, 1 5 54. 12., ift
artig und witzig gefchrieben. Er unterhielt felbft-.ei*
nen Garten , und fah wohl ein, dafs viele Pflanzen in
P&utfcbland und dem Norden vorkommen , die die
Alten nicht gekannt, und ditfs dagegen die im Dio-
fkorides befchriebenen Gewächfe nioht alle in Ueut feh-
lend gefacht werden dürfen» So fah er wohl ein*
dafs die Lavendel und die Lin^e vergeben» im Diofk,
gefucht^werden , dafs wenigstens die celtiXehe Narde
und die von ihnen, fehr verfeWede^n
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.Erneuert* Stadium der Alten. £s?
DlfXtß&v&rit unterfcbied er recht gut: die eine fey
Rosmarin, die andere Gachrys, weiche nicht in
Deutfchland vorkomme. 'Ahccx/* fey nicht der Schle-
hendorn. Ariftoiochia roturda fey von CorydaJis bul-
bofa verfchieden. Das A/x^utrov des Diofk. fey offen*
bar Gnapbaiium Stoechas. Aber den hxwos Hörntet
hielt er irrig für Meum athamanticum , das aua^ov
fälfchJich ftkr Anaftatica hierochuntica. Den KvVpo?
verwechfelt er mit Liguftrum : den x*t**&ew pdX*;
mit dem Carduus arvenfis: das yvatyolXiov des Diofk.
mit GnaphaJium uliginofum : das av&pocrax«; mit Cu-
feuta: das iröXvrQiXov mit Afplenium Trichomanes.
Aber dergleichen Irrtbümer waren ihm zu verzeihen,
da er feibft gefteht, im Griechinnen nicht bewandert
Zu lejaAx
Zweytes Kapitel. m'm
• >
Unterfuchung vaterländifcher Pflanzen.
Wenn Iulien die Wiege klaffifcher Gelehrfam-
keit und des erneuerten Studiums des Alterthums ift,
fo hat Deutfchland den höhern Ruhm, die Pflanzen-
kunde auf dem einzig richtigen Wege der Natur ge-
gründet zu haben.
Schon im fünfzehnten Jahrhundert hatte Hieron.
Braunfcbweig den erften Verfuch gemacht, die alten
Kräuterbücher durch Abbildungen nach der Natur zu
verbeffern, und fo war der Anfang gemacht, (ich
nach vaterländifchen Pflanzen umzufehn, und an ih-
nen vielmehr Botanik zu ftudiren, als diefe in die
Kenntnifs des Alterthums zu fetzen.
Dafs man mit einheimifchen Arzneymitteln die
ausländischen zum Theil erfetzen könne, hatte fchon
Sympborian Champler (Campegius) gefühlt. Er war
Geich, d. Bot^ik. i.B. 17
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Viertes Buch. Zweytex Kapitel.
zu S. Saphorine- le- Cbdteau im Lyonnais i472 gebo*
ren, ward Burgemeifter (echevin) der Stadt Lyon,
legte dort ein Collegium medicum an, ward dann
Leibarzt des Herzogs von Lothringen und ftarb i535.
Ein höchft paradoxer Schriftfteller , deffen Campus
ehßus Galliae, hu^d. i5~-8.8., hieher gehört, da dies
Buch mancherley Rathfchläge enthält, wie inländi-
fche Arzneyen die Stelle der fremden vertreten kön*
nen. Colutea könne für Senna , Lavendel für War-
den, Mercurialis für Caffia, Agaricus für Rhabarber,
Attich für Aloe gebraucht werden.
Hiemit war indefs der Botanik fo wenig aufge-
holfen, als mit Cornel. Petris annotatiunculis in Di-
ofcoridem, Antverp. 1 533. 8., worin die feltfamften
Verwechfelungen inländifcher Pflanzen mit den Ge-
wächfen der Alten vorkommen. Arundo arenaria
foll das Papierfchilf der Alten, Hex AquifoJium die
Myrte, Arctium Lappa «Tp«>truX/$, der Holiunder
a^otßi^ Geranium rotundifolium «/uwuöv feyn. Indef-
fen beschrieb er doch einige vaterlandifche Pflanzen,
unabhängig vom Diolkorides. Veronica longifolia
und officinalis, Chenopodium olidum Smith., Sanicu-
Ja europaea, Drofera, Ribesnigrum, EpiJobium an-
guftifolium, hirfutum und tetragonum , Pyrola ro-
tundifolia, Spergula arvenfis, Ranunculus Thora,
Aiuga reptans, Scutellaria galericulata und Grammi-
tisCeterach kommen zuerft bey ihm vor.
. -.mi#ito&3+:' Ii nffLfoi r
Deutfche Väter der Pflanzenkunde.
Dies waren zum Theil verunglückte Verfuche;
aber dankbar nennt die Gefchichte den Namen : Otto
Brunfels, weil er, der erfte, eine etwas vollständi-
gere Sammlung von Abbildungen vaterländifcher Pflan-
zen nach der Natur herausgab. Aus Mainz gebürtig,
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■
!
I
Untetrftfehung vateriändi&Jber Mauzen. 259
war er etfft Schullehrer in Strasburg* dann Arzt in
Bern, + i534* Die unendJiche Verwirrung der
Pflanzen* Namen und die Unbekanptfchaft mit einbei-
mifchen Gewächfen bewog ihn, feine Herbar um vivae
eicones, Argent. i552. fol., in zwey Tbeil en heraus«
zugeben, wozu nach feinem Tode noch der dritte
Theil i536 kam. Die Figuren der Pflanzen find,
bJofs den Umriffen nach, in Holz gefchnitten, der
Natur grofsentbeils getreu. Aber der Verleger, Joh.
Schott, übereilte deo Druck fo febr, dafs. manche
Verfehen und Unrichtigkeiten vorkommen. So wird
Ungula cabailina (Huflattig) mit der Klette; Arifto-
locnia rotonda mit CorydaJis bulboia verwechfelt.
Arum Dracunculus wird mit Cbenopodium Bonus
Henricus und Polygonum Bistorta verbunden. Dafs
diefe Verfehen nicht auf feine Rechnung zu fchreiben,
bevorwortet er ausdrücklich i* den cörollar. in to-
mos priores, tom. 3. p. 4* Die den Druck in Stras-
burg beforgten , fetzten willkührlich die Namen un-
ter die Figuren.
Die Einrichtung ift diefe. Unter dem Holz*
fcbnitt ftehbder deutfche Name. Dann folgen die
griechifcben und lateinifchen Benennungen: darauf
die Zeugniffe des Theophraft, Diofc. , Plinius, Sera?
pion, Platearius, Matthäus Sylvaticus, Hcrmolaus
Barbarus, Marc. Vergilius, Nie. Leonicenus: end-
lich die Kräfte der Pflanzen und ihre Wirkungen.
Im dritten Theil bindet er fich weniger an die Vor-
gänger, und vertheidigt fich gegen feine Kuoftrichter,
befonders gegen Cbrdus. In. diefer intereffanten Apo?
logie fucht er unter andern die Synonymie der Nel-
ken zu berichtigen; allein fo fehr man ihm Recht ge-
ben mufs, wenn er von Hermolaus Barbarus. Mei-
nung abweicht, der das j8aV.x*p des Diofkorides für
die Nelken hielt, fo wenig kann man doch mit ihm
abereinftimmen , wenn er Levkojen, Goldlack und
»7*
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26o Wertes Buch. Zweyte* Kapittib 'j
Veilchen zufammenwirft, und das iov des Diofk. für
die Nelke nimmt.
Es folgt nun ein fyftematifches Verzefcbnifa der
jm Brunfels vorkommenden Pflanzen:
V er omca Chamaedrys 1 , 1 25. . . V. profirata,
Chamaepitys 3,36. . . V. Anagallis, Sion, 3, 169. • .
Salvia Verbenaca, Eupatorfum, 2, 26.
Trüicum Spelta 3, 2o5.
Scabiofa Columbaria 2,24. - • Afpcrula odora*
Sa 2, 11. 82. . Plantago craffa Willd. 1, 25.
PU media 1, 24*
Myosotisfcorpioides, Cynogloffa minor, 1,176...
Echium vulgare, Buglo/fa fyWeftris, 1, 111. . . Sym*
phytum ofßcinale 1, 7.5. . . frimula veris et elasior
1,96.97. . . Anagallis arvenßs 1,2. 58. . ♦ Sola"
num nigrum 2, 29. . . Campanida Ranunculus 2,
84. . . Verbafcum Thapfus 3, 67. . . Erythraem
Centaurium Perf. 3, 126. . . Viola odorot a et pa/u-
/iri* 1, 137. . . V.tricolor, Herba trinitatis, 2, 69...
Heder a Helix 2, 10. 11. . . Geniiana Cruciaia 2,
52. . . Chenopodium Bonus Henricus 1,62. 260. . •
Li gußicum Levifiicwn 3, i 16. . . ImperatoriaOftru*
thium 3, 65. . . «Si/on Anifum Spr. 3, to5. . . Co*
riandrum fativum 1, 2o3. . . Apium graveolens 3,
107. . . i*. Petrofelinum 3, 121. . • Meum Foeni-
culum 2, 20.
Narciffiis Pfeudonarciffus i, 129. . . L&ucoium
Vernum ib. . . IMium Manag on et chalcedonicum 3,
43. . . Sci//a bifoliaf Hyacinthus martius, 1, 184. • •
Allium urfinum 3, 137. . . Convallaria maialis 1,
211. • . C. 61/0/16 2, 68. . . Rumex Patientia 3,
i56. . . Ä. acutus 3, 84. . . Umlarim dmplexU
folia 3, 96. 97. • . Colchicum autumnale 3, 11 5.
Polygonum Perficaria, Pulicaria, 2, 14» . . JP*
Bistorta 1, 61. 1 »
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Unterf ucbtog Titerlindifehör Pftaszt*. a6i
Ruta graveolens 3, 74. • • Pyrola rotundifolia
3, 88. * . Saxifraga granulaia ii i85. . . Dian*
ihus Gafthufianorum 2, 58. . . Cucubalus Beton,
Sxnilax, 3, 125. . . Oxalis Acrtofella 3, 5o. . . SeS,
dum Ttlephium 1, 214. . • Agroftemma Githago 1^
2*41 * v . • /\
Agrimonia Eupatoria 3, 68. . • Poriulaca öle-
raceaZ, 61 w
Pocc flC ill d recta, Pcntaphyllutn inaiiis, 2, 33. . V."
P. repians 2, 34« * . . -P« Anferina 3, 45. . . To/v
mentilla trecta 1, 8S.; * \ . '-x
Papaver Rhoeas 3, 52. . . Chelbdonium maius 1 ,
2 36. „ . Anemoner Nemorofa 2, &o. . - A. Pulfa-
iilla 1,217... if. Hepatica l, 190. ^ . Helleborus
viridis, Ji* niger, 1, 3o. *
Ahtgn reptans , Confolida media v, 95. • . Äff»:
tonicaftrictai}8R. . . Lamium album, Urtica in ers
roaa, 1, t5& . . I. laevigatumj Urtica in ers femin a,
1, i5su . . Leonurus Cardiaea 1, 160» • . Meiiffa
officinalis 3, 61. . . Mentha Pulegium 1, 227. . .
Af. rufcra Smith. 2, 76. . ; Thymus Serpyllum 2, 22. . .
Origanum imlgare 3, i5g. * . Ocimum Bafilicum 1,
20.6. . * Linaria vulgaris 2, 39. . . Melampyrum
arvenfe 2, 54* 3, 47- • * Scrofularia nodofa 1, 21 3. .
Thlafpi Burfa 3, 3o. . . Draba verna 3, 34* • •
Lepidium ruderale 3, 3o. . . I. latifolium 3, 120.
Sifymbrium Sophia 3, 170. . . Cardamine praten/u}<
1,218. . . Raphanus Raphaniftrum Z, 139.
Geranium Robersianum 2, 37. . . Maha ro~
sundifolia 2, 70. . . M. fyhefiris 2,71. . .
cea 24,72. . . AUhaeß officinalis 3, 182.
fumaria officinalis i> 99. . . Glycyrrhiza gla*
bra 3^ 1 23. . • Melilotus officinalis, Fragaria, 3, 49. • •
Trifolium hybridum 3V 48. . . Medicago lupulina ib.
Hypericum perforatum 3, 81.
„
26? ■ Viertes Buch. Zweytcs Kapitel.
Leoneodon Täraxacum 3, 70. . . Cichorium En*
divin 5, 38, . . Carlina acaulis, Cardo parisr3> 35. . .
Carduus marianus 3, 4*- • • Onopordon Acanehium
5, io4. . . Arctium Lappa 3, 54. 2, 61. . . Cni-
cus oleraceus 2, 67. . . Artemißa vulgaris ^ 81. . .
A» Apfy ntlüum 3, i42- • • Senecio vulgaris , VeFbe»
iKtfemina, 1 , 120. . • S.Iacobaea 2, 56. . . Inula
Helenium 3, 99. . . Anthemis Cotula 1, 255. . »
Tanaceeum vulgare 1, 25o. 2, 87. . . Chrysanthe*
mum Leucanthemum 1, 256. . . Pyrethrum Part he-
rtium 3, 62. . . Achillea Mille folium 3, 175. . . Cen»
taurea Calcitrapa 3, 57.
Orchis militaris, Satyrium 1., 1, io3. . . (k
mascula, S. mas, i, 104. . . O.conopfea, S. femina,
1, 106. . . Opkrys myodes, S. iv., 1, 10 5. . . Ne*
ottin fpiralis, S. v., 1, io5. . . Epipactis ovata, Per-
foliata mascula, 1, 182.
Arum Dracunculus 3, i3i. . . Xanthium ftru*
mar tum, Lappa minor, 3, 55. . • Urtica dioica 1,
i5i. . . U.urens 1, i54-
Parietdria officinalis 2, 19. 3; 72.
Equifetum limofum 5, 144. . . Seohpendrütm
officinale 2, 4o. . . Polypodium vulgare 3, 110. . .
Märthantia polymorpha 1,191,
• ■ Auf Brunfels laffen wir, nach der Zeitfolge, fo-
gleich einen fehr gelehrten Schriftfteller, trefflieben
Kritiker Und genauen Kenner vaterländifcher PÄan«
zen folgen. Dies ift Leonb. Fuchs, aus Wembdingen
in Schwaben» *5oi geboren, anfangs Schullehrer in
feiner Vaterftadt , dann Prof. der Medicin in Ingol-
ftadt und endlich in Tübingen , f »565. Der Haupt-
zweck feiner Bemühungen war, der Herrfchaft der
Araber ein Ende, zu machen, in der Arzneykunde
auf die grofsen Mufter des alten Griechenlandes, in
der Botanik aber auf das Studium der Natur zu ver-
weifen.
uign
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Unterfuchung yaterländifcher Pflanzen« 263
Schon im Jahr i532 fchrieb er Adnotationes ali-
quot herbarum et fimplicium a medicis hactenus non
rite cognitorura, welche im zweyten Theil von Brun-
fels S. 129— i5o,. abgedruckt find, und die er bald
vermehrt in den Paradoxis medicinae, Bafil. i555.
fol., herausgab. Hier fucht er die groben Irrthömer
aufzudecken, die durch das Nachbeten der Araber
entftanden feyn, und tadelt befonders diejenigen,
welche die alten Pflanzen- Namen auf deutfclie Ge-
wächfe ohne Unterfchied anwenden. Dafs der Zu-
cker der Araber und Griechen fehr verfchieden fey;
dafs die Cubeben ganz etwas anderes als das xct^rrrfctov
des Galen; dafs die Caffia Fiftula von der Siliqua
dulcis fehr verfchieden fey; dafs die Araber unfere
weifse Pappel eben fo wenig gekannt, als wir *las
-8-XaoTr/ der Griechen; dafs das Eupatorium des Avi-
cenna durchaus nicht mit unferer Agrimonia einerley
fey: dies und mehr anderes fah er fehr wohl ein, und
zog daraus den Schlufs, dafs man den Arabern und
Latinobarbaren den Abfchied geben, und die Natur
in der Natur felbft ftudiren raüffe, wie es Otto Brun-
fels angefangen.
In diefem löblichen Unternehmen ward er felbft
Mufter, indem er (ich mit dem Künftler Rod. Speck-
lin in Strasburg und dem Buchhändler Ifingrin in Ba-
fel verband, von vaterländifchen Pflanzen treue Abbil-
dungen , mit den blofsen Umriffen in Holz gefchnit-
ten, zu liefern und die Befchreibungen hinzuzufügen.
Er hatte i5oo Zeichnungen dazu beforgt (Conr. G<*s-
ner epifc, f. 1 i5. b.) , wovon ein grofser Theil in
Joh. Gesners Sammlung aufbewahrt wurde. Einen
Theil gab er unter dem Titel : Hifeoria ftirpium% Ba-
fil. 1 542. fol., heraus, worin zwar die Abbildungen
grofsentheils richtig, die Befchreibungen genau find,
der meifte Raum aber, der Sitte der Zeit gemäfs, auf
die Angabe der Kräfte und Wirkungen aus den Alten
verwandt wird.
i,$4 Viert«. Baoh. Zweyt« K.piul. ■
Intereffant ift das Verzeichnifs von Kunftaus*
drücken, welches dem Werke vorgefetzt ift, weil
man darin zuerft die Staubfäden Apicesf die BJüthe
der Gräfer GLuma genannt findet: Petiolus und Pe-
dunculus wird ohne Unterfchied gebraucht.
Die hier zuerft abgebildeten Pflanzen find in fy*
ftematrfcher Ordnung folgende; 0
Blitum virgatum 174» ,
Ligufer um vulgare 480. • . Veronicaqfßcintilis
166. . « V* Beccabunga, Sium, 72.5. ., . .. CÄa-
maedrys 871. . . ^. Teuer tum 8j 2. . . /£agre>
jtis* Alfine« media, 22. • • Rosmarinus -cfßmnali^
4?8. . . Safoia qfficinalist cum var. aurua^ 248.
$49. . . S.Sclarea, Orminum, 268. . ? S.prateu*
^69. :1
• Valeriana officinalis 85j. . . ^. P/iw 856. . .
Iris germanica 5 17. . . Crocus fativus 44 l« • • ^7m
perus longus 453. . . Panicum italicum 254- • • P*
miliaceum 4.1. . . Sorghum vulgare 77 1 . . . ifi>e-
na fativa 1 85. . . TruicumZea Hoft. 283. . . I/-. äj*
kern um 648. . . Tr, aeßiyum 649. • . JV. mono-
coecon 284. . . Hordeum vulgare 438. . . i/. <tf«
ftichon4Z$.:
Scabiofa Succifa yi5. . . Sc. arven/is 716.. .
Dipfacus fylveftris 2 25. . . Galium verum 1O9. . .
(7. fyhaticum 281. • . Valantia Aparine 5o. • . /to*
fcia tinetorum 280. . . Cufcuta europaea 348. . .
Plantago Coronopus 449- . . P/. P/>//i«/n 888. . .
Potamogeton na,tans 65 1.
Anchuja italica 343. . . Cyclamen europaeum
45 1. . . Convolvulus arvenfis 720. . . Verbafcunt
Lychnitis 847. . . ^. nigrum 848. . . ^. Blatta-
ria i83. 849. . . Lyßmachia Nummularia 4oi. . .
JL vulgaris 492. . . Datura Metel 690. . . Cfl/j/I-
d*77z annuuni) longum Decand. et grofjum, Siliqua«
ftrum, 752 — 734. • • kittwfpermum ofßcinale 489.,. .
1
y
/
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Unterfucliunß: vatei-ländircber Pflanzen, afic
« *
Campanula Tracheljum fäz. • • ; Lonkera Periclymßi
mm 64S. • Impatiens Baifamina 190. . • Cheno*
podium album 119. . . C/r. rubrum 653. . . Cft,
#**0? 179. . . Geutiana lutea 200. . . Celoßa
margarifacea, Amaräntus purpureum, 100. . . Ä6<?x
, Uva crifpa 187. . . Beta Cicla, Raputn rubrum,
21 3. . * Tferium Oleander 54 1 • • • Creffa cretica^
Chamaepjtys prima, 885. . . Eryngium campeßre
296. . . Afirantia mainr, Sanicula femioa, 670. . .
Daucus Carota 682 — 684. . . Ammi Vifnaga* Sc-
feji maffilienfe, 786. . . Heracleum Sphondylium 53. M
Angelica fylveßris 1 25. , • Smyrnium Olus atrum.
327. ; , Carum Cßrvi 396. . . Ligußicum Cerva-
riaSpr. , Daucus 23^. . . Selinum Oreofrliauji^
534. . . Athamanta Libanotis , Daucus m., 233. . ^
Peucedanum officinale 599. . • Meum athamanticum
Jacqu., Daucus creticus, 23 1. . . Ferula graveolens,
Spr. 5o. . . Amomum , PetrofeJinum peregri-
Bum, 655. . . Sitfm anguftifolium, Apium paiuftre,
270. . . S, Sifarum 75t. . • Chaerophyllum fyWe~s
ftre, ^lyrrhis, 520. . . Ck. fativum, Gingidium, 216..*
Pimpinella. nigra, Sifer fylveftre, 753. . . P. magna
608. . . P. Saxifraga 6Q9. . . Bupfeurum rotundb*
folium 632. . . Paftinacajativa, Sifer fativi*m, 752.. ,
Tamarix germanica 5 1 3. ,
Lilium -candidum Z64. . . L* bulbiferum 365.
Allium Schoenoprafum 635. . . i*. arenarium, fyl^
veftre i.,[737. . . if. carinatum, fylv. 11., 738. . .
Scilla maritima 782. . . Sc, amoena 807. . . fi#v.
nithogalum luteum, Bulbus fylv., 165). . . Hyaoin*
thus racemofus 836. . . H. comofus 835. . . Conm
vallaria verticillata 586. . . Berberis vulgaris, Oxy
acantba, 543. . . Alijma Plantago 42.
Calla palußris, Hydropiper r übe um, 844*
Epilobmm roßum Schreb. 49 1 . . . . Daphne Me+
zereurn 227. . . Parts quadrifolia, Aconitum ParoV
266 Lettes Bncn. Zweytes Kapitel;
lianches, 87. . . Polygonum Convohuhis 2S8. .
P. Hydropiper 843« • • Cardiofpermum HaHcacabum
688.
CaJJia Genna 447- • • Dianthus fuperbus, Be-
tonica fylveftris, 352» . . Saponaria officinalis> Stra-
thium, 780. . . Stellaria Holoftea, Gramen, i 36, . ^
Arenaria fetpyllifolia 23. . . Sedum rupeftre* 33. . .
S. album 35. . • S. acre 36. . . S. Rhodiola Willd.
665.
Euphorbia Lathyris 455. . . Peplus 60 3. .
2?. heliofcopla 811. . . E. Cyparifftas 812. . .
platyphylla 81 3. . . Semper visrum tectorum 32.
Prunus fpinofa 4o4« • • Sdr*i/x domefeica 5y6. • •
Pyrus Cydonia 374. • • Spiraea Amncus, Barha ca-
pri, 181. . . <S/». Füipendida, Oenanthe, 562. . .
Rubus fruticofus 1 52. . . Geum intermediuni Ehrh.,
Caryophyllata fylveftris, 385. . . PotentUU alba
623. . . P. argentea 625.
Glaucium luteum 5 20. . . Delptenium Staphis
agria 784« . • Aconitum Lycoctonum 88. . . ATl-
g eWfl /att'va 5o3. . . ifV. damafcena 5o4. . . 2V. ar-
iren^x 5o5. . . Clematis Vitalba* Vitis nigra, 97. . •
Anemone ranunculoides > Ranunculus rv. , 162. . .
Ranunculus polyanthemos, Chrysanthemum, 879. . .
Ä. auricomus, Ran. 1., i56. . . R. acris> bort. t57. . .
R. fceleratus , 11., i5g. . . R.bulbofus, in., 160. • .
Helleborus foetidus 2.j5.
Aiuga Ckamaepitys 886. . . Teucrium Botryst
Chamaedrys femina, 870. . . T. Scordium 776. . .
T. yZavum 829. . . T Chamaedrys 869. . . Bullo-
sa nigra i54- . . Betonica officinalis 35o. . . Hyß
/opus ofßainalis 84 t. . . Satureia hortenfis 3o4« • •
Stachys germanica 766. . . St.'recta, Si dentis, i,
769. . . Lavandula Seoechas 778. . . L. fyica 890,
891. . . Mentha aquatica, Sifymbrium, 722. . . M.
fativa 288. . . M. rotundi/olia 289. . . M wruft*
♦
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I
I
UnteiTuphtmg vaterländifcker Pflanzen. §#f
290. . . M. gentüis . . M.fyfocftris 292.
Thymus Calamintha Scop. 4^4- • • Th. Acinos 896.
Melictis Meliffopfiyllum 498. , . Prunella vulgaris
62.1. . . Öcimum Bafilicum var.? + O.jexiguum, 547. .i
Origanum Maiorana 6üj . . . Linaria fpuria, Vero^
.uica feratna, 167. . . Digitalis purpurea 895. . . Du
?tt£££ 8g4* . . Scrofularia aquatica, Galeopfis, 194* • »
Acanthus moüis 52. 1
. . . Lepidium fativumZgz. . . Thlafpi arvenfi 3o6.
J/*a*w tinctoria 33 1. 332. . . Braffica Näpus 176- . ;
J5r. campe/er is 177. . . Jßr. Rapa 212. . . fir. «EVm»
ca, Eruca fativa, 262. . . Sijymbrium tenuifolium
Smith., Sinapis alteriim genus, 509. . . Sifymbrium
fyheftre, Eruca fylvefcris , a63. . . S.Löfelii, Ver-.
benaca mas, 5g 2. . . Eryfimum Alliarla io4« • •
napis arvenßs 267. . . & fl/6a 538. . . Cheiranthus
incanus 5i4- 3i5. . . Rapkanus fativus 65$.
Erodiumcicutarium, Geramum f., 204. . • Ge-
raniiim molle, n., 2o5. . . G. disfectumy tvn 207.
G. pratenfe, v., 208. . . G. fanguineum , Vi., 209.
Goßypiumherbaceum^ Xylon, 58 1. . . Althaea rofea
507.
Spartium fcoparium j58. . . Genifta tinttoriar
808. . . G. germanica^ Geniftelia, 220» . . Onqnis
fpinoja So, . . Lüplnus albus 3o9» . • Lathyrus tu*
berofus , Apios, i3i. r . L. fativus, Ervom, 571. • •
L. annuus, Ervum fativum, 672. . . Phafeolus vul*
garis, Smilax hortenfis, 708. . . Cicer Lens 85g
L. anennum 267. . . Vicia Faha 38g. . . V. fe\
piunty Aphace, 110. • . V. fativa 172. . . Colutea
orientalis • • Trigonella Foenum graecum 798..»
Trifolium arvenfe, Lagopus, 494- • • Tr. montanunk
818. . . Tr. campeftre Schreb. 819. . . MMilotus.
italicä 628. . . Lotus corniculatus , Melilolus ger-
manica, 527.
■
■
■
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261 Viertw Buch* Zweytes KapiteL ,
„ . * Hypericum hlrfutum . . H. montanum 76.
. . Sonchus arvenßs 3 t '9. . • 5. oleraceus9 afper
tt kteris, 674« 675. . . Lactuca faeiva 299« 5 00. • .
L. Scariola 3oi. . . Hieracium Pilofella 6o5. . .
Apargia aucumnalis Z20. . . Carlhna vulgaris, Afra-
cty Iis mitior, 121.. . Eupatorium cannabinum 265. . •
Sansolina Chamaecyparijfus 874. . • Artemifia Abro*.
Canum 6. . . A.pontica 7, . . Gnaphalium arenariwn,
Amarantus luteus, 99. . . <//i. dioicum 222. 606. . .
Tujfilago Peta fites 644» • • 7\ Far/ara i4o. . .
Matricaria Chamomilla 2.5. . . Pyrethrum inodorum,
Buphrhajmura, i44- • • Inula dysenterica, Calamin-
fha m.f 436. . . Achillea Ptarmlca 63g. . . An-
ehemis Pyrethrum 64 • • ^ tinctoria 26. . .
izfeczo farracenicus 728. . . if/?er Arne II us i34« • •
Centaurea benedicea, Atractylis hirfutior, 122. . .
Eehinops fphaerocephalus, Coamaeleon niger, 883*
Orchis maculosa? 555. 71 3. . . 0. pyramida-
lis 556. . • Q.fambucina 55y. . . ö. Morio 55g. . .
Qrbifolia, Satyriam trifolium, 710«
ZeaMays 8 2 5* . . Typha atiguftifolia 823. . .
Poteriurn Sanguiforba 788. 789, . . Urtica bälearica
146. . . Fägus Caftanea 377. • . Iuglans regia
379. • • . Piaus Larix 496- • • Cucumis fativus
697* . . C. Dudaim 699. . . C. Colocynthis 872...
Cucurbita Pepo 368. 370. 690.. . . C. Citrullus 700: • .
C+verrucofa 701. , . C. lagenaria 36g. . . Mo*
mordXca Elaterium 705. . . M. Baifamina 18g. . ,
Ricinus communis 34o. . . Bryonia alba g4*
Sa /ix rubra 334. • . 5. vitellina 535. . .• &
H*/*x 336. . . /'(/cum a/Äam 32g. . . Mercurialis an-
nua 475. 476. . . Af. perennis* Cynocrambe, 444« •
Spinacia oleracea 66g. . . Smilax afper a 71g.
Equifetum arvenfe 323. . . Ophiogloffum vul*
gatum 5-T7. . . Botrychium Lunaria 482. . . Adian-
tum Capillus 82. . . Pteris aquilina 5g6. . , Pur-
?rt£/za pulmonacea Achar. 63a.
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«Jnterfucbcmg vaterländischer Pflanzen. 969
Den richtigen Weg, den diefe Männer betraten,
▼erfolgte ein anderer Deutfcher, Hieron. Bock (Tra^
gas), aus Heydesbach im Zweybrückfchen, i49^ g**
boren, der anfangs Scbuliehrer zu Zweybrücken und
Auffeher des herzoglichen Gartens, dann Prediget %
und Arzt in Hornbach , hierauf Arzt des Grafen von
Naffau in Saarbrück war , und endlich in Hornbach,
nach fecbzehnjährigen Leiden , an der Schwindfucht
i554 ftarb.
Er hatte fich durch botanifche Wanderungen auf
dem Hunesrück , in der Eyfel, den Ardennen, den
Vogefen, dem Jura, auf den fchweizer Alpen und in
den Rheinländern gebildet. Mit unermüdlicher Sorg*
falt fpürte er der Natur der Pflanzen nach, und bracht
te ganze Nächte im Walde bey angezündetem Fener
zu , um den Saamen vom Farrenkraut zu holen, den
man damals fürunfichtbar hielt. {Kreuterbuchf f. 206.
b. deutfche Ausgabe von i55i.) Er baute die Pflan-
zen in eigenem Garten, um ihre Verwancltfchaften
zu entdecken , und liefs fie durch Dan. Kandel aus
Strafsburg zeichnen.
Voll Eifers für dfe Schätze des Vaterlandes, ver-
nachläffigte er das Studium der ausländifcben Gewäch-
fe. Da es indefs an Namen fehlte, fo wählte er frey-
lich die Namen der Alten für einheimifche Gewäcbfe,
und beging darin grofse Irrthümer. Schon im Jahr
i53i fchickte er eine Epiftel voll Cenftiren über die
Pflanzen desPlinius an Brünfels, die diefer dem zwey-
ten Theil feines Werkes, S. i56 — i65. einver-
leibte.
Dann gab Tragus i53g ein neu Kreaterbuch
in deutfcher Sprache ohne Figuren, i55i aber daffel-
be, mit Kandels Holzfchnitten zu Strasburg vermehrt
heraus. Nach diefer Ausgabe citire ich. Derrn die
fpätere Jateinifche i552^ von Conr. Gesner beförgte-,
enthält aufser den Pflanzen, die Tragus befchriebea,
viele Gesner'fche..
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$7& Viertes Buch. Zwey tes Ke pitel.
In diefem Werke öndet man Xchon eine gewi ff e
Ordnung, die weder Brunfels noch Fuchs beobachtet
hatten. Er fängt mit den NeffeJn an, weil er eine
Neffel im Petfchaft fahrte. Die Labiaten , die mei-
sten Cruciferae und Compofitae bringt er zufammen»
aber er irrt fich fehr, wenn er (f. 84.) mit dem Ver-
bafeum die Centaurea montana, mit den Gräfern (f.
»58.) Ranunculus Lingua und Triglochin, AJifma mit
Plantago (f. 87. a.), Polytricbum mit Drofera und
Herniaria (f. 200. a.) verbindet.
Der iHang, die alten Pflanzen • Namen auf in-
jändifche Gewächfe anzuwenden , verleitete ihn, Pe-
ganum Harmala mit Ruta montana (f. 26. b.), Arifto-
lochia Clematitis mit longa (f. 67. b.), Herniaria gla-
bra mit Empetrum (f. 200. b.), Gomphrena globofa
mit Circaea (f. 220. a.), Trifolium medium mit Cyti-
fus (f. 229. a.) zu verwechfeln, und Genifta tinetoria.
für Ferula (f. 23o. a.), Buchweizen für Ociraum (f.
248.), den Dotter für Sefam (f. z5o. b.), Briza me-
dia für Aegilops (f. 256. b.) , Eriophorum für Gna-
phalium (f. 261. b.), Lilium Martagon für den Hya*
cinthus der Alten (f. 299. b.) zu halten.
Aber fein Hauptverdienft , die Entdeckung und
genaue Befchreibung vaterländifcher Pflanzen , wird
dadurch nicht verringert. Folgende Gewächfe hat er
zuerft entdeckt:
Lycopus europaeus f. 4-
Valeriana dioica f. z3. b. . . Iris ßbirica f. 286.
a. , . Cyperus. flavefeens f. 259. a. . Eriophorum
anguftifolium f. 261. a. . . Phalaris canarienfis L t
266. b. . . Aira caefpuofa f. 261 . b. . . Briza me-
dia f. 56. b. . . Arundo Phragm'ues f. 258. a. . .
Bromus fecalinus f. 255. b.
Plantago ianceolata f. 86. b. . . Cornus Jan-
guinea f. 379. a. . * Hex Aquifolium f, 402. a.
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Unterluchune vaterldndifcher Pflanzen. A*rw
Myosotis Lappula f. 74. «... Anchufa angu* '
Jsifolia f. 89. b. . . Hyoscyamus albus f. 5o. b. . .
Atropa Belladonna 1 1 4* b. . . Phyteunia fpicatum
SL77. a. . . Lonicera Capri/olium 3n. b. . . $o&*-
num infanum ZZj. a. . . i^i^ Groffularia 368. a.
jR. rubrum £75. b. • • Impatiens Noli längere 112.
a. . . Gomphrena globofa 220. b. . . Herniaria
ßlabra 200. a. . . Rhamnus catharticus 369. b. . •
ÄA. Frangula 370. b. . • Caucalts daucoides 3 18.
b. • . Bupleurum falcatum 160. a. . . •Si/b» Po*
dagraria Spr. 169. b. . . Viburnum Opulus 078. b. . .
Sambucus racemofa 377. b. . . Staphylea pinnata
4t 3. b. . . Dro/era rotundifblia 200. a.
Allium vineale 285. b. . . Narciffus poeticus
287. a. . . Triglochin palußre 25g. a. . . Rumex
Acetofella 119, b.
Scellera Pafferina 2o3. a., bey Alzey am Dürft*
berge. Vergl. GmeJin fl. bad, 2, 162. . . Vaccinium
Myrtillus 067. b. . . Polygonum Fägopyrum 246.
b. . . Dictamnus albus u, a. . • Ruta montana
26. a. . . Scleranthus annuus 148. a. . . Stellaria
graminea 124. a. . „ Lychnis flos cuculii. i52. a...
Ägroftemma Coronaria 48. a.
Refeda Luteola, Ofyris, i36. b. . • Euphorbia
exigua 112. b. . . 2?. dulcis ib.
MefpÜus germanica f. 382. b. . . M. Oxyacan*
tha f. 371. a. • . Sorbus aucuparia f. 38o. b. . .
Pyru* ilria f. 38o. a. . . P. torminalis f. 38 1. a. . .
Rubus idaeus f. 367. a. . • Comarum palufere defcr*
f. 190. a.
Capparis fpinofa f. 364« b. . . Helianthemum
vulgare f. 85. 4. . . Aconitum Napellus f. 95. a. . .
Adonis aejtivalis et autumnalis f. 48. b. . . ^f. Ver-
na Zi; f. i53. a. . . Anemone pratenßs f. i56. a. . .
Caltha paluftris f. 54- a. . . Ranunculus Lingua f.
258. b. . . Hellebor us foetidus i. i5s. b.
■
1 ♦
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ifflf Viertes Buch. Zweytes Kapitel; '
Nepeta tatärla f. 8. a. . . Stachys Jylvatiea
f. 2. b. . . Origanum Dictamnus f. n. a. . . Pe-
dicularis fylvatica f. 96. a.
Thlafpi campeftre f. 32. b. . . Alyffam fativum
f. 25o. b. . . Cochlearia Artnoracia f. 280. b. . ;
Sifymbrium Barbar ea f. 38. a. ' . . Hefperis matro*
nalis f. 21 5. b. /
Hibifcus Trionum f. 347. b.
Polygala vulgaris f. 2 1 6. b. • . Genifta figit*
talis f. 23o."ai . . Cytifus Laburnum f. 236. b. . .
Aftragalus glycyphyllos f. 228. b. . . Melilotus coe*
rulea f. 223. a.
Hypericum humifufum f. 27. a. . . H* pulcrum
f. 28. a.
Hypochoeris maculata f. 1 o5. b. . . Cynara
Scolymus f. 327. b. . . Gnaphalium germanicum f.%
1 25. a. . . - Erigeron acris f. 63. a. . . Baifamita
vulgaris f. 62. a. . . Chryfocoma Linofyris f. i35.
a. . . InulcL germanica f. 1 85^ a. . . Achillea no~
bilis f. 180. b. . . A. Ageratum f. 195. a. . . An-
themis nobilis 5S. a. . . Centaurea Rhapontica f.
5 1 . b. . . C montana f. 84. b.
Ariftolochia rotunda 292. b. . . Orchis? odo-
ratijjima f. 297. b. . . Epipactis Nidus avis f. 298. a.
Carex vulpina f. 258. b.
Rufbus H'ypogloffum f. 347« a.
Afpidium fpinulofum f. 207. a. . . Polypodium
Dfyopteris f. 204. a. . . Afplenium fepeentrionale
ib. . . Grammitis Ceterach f. 206. a. . . Ofmunda
regalis ib. . . Blechnum boreale f. 208. b. . : Ly-
copodium clavatum f. 210. b. . * L complanatum
f. 2 1 1 . b. 4
In fo ehrenvolle Gefellfchaft bringen wir einen
deutfchen JüngHng, der viel geleiftet, aber noch weit
mehr hätte leiften können, wenn nicht das Schick-
fal noch vor feinem dreyfsigften Jahr über ihn gebo*
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Unterfuchung Titerlajidifcher Pflanzen. 373
ten. Valerius Cordusf der Sohn des oben angeführ-
ten Eurici us, 1 5 1 5 zu Erfurt geboren , ward von fei-
nem Vater zum Studium der Natur- und Arzneykun-
de angeführt. Brunfels, Fuchs und Tragus wurden
feine Vorbilder in Durchfuchung der vaterlä'ndifchen
Pflanzenwelt. Nachdem er Sachfen , auch die reiche
Gegend um Halle bis Stasfurt hin, den Harz und
Böhmen durchzogen, ging er durch Oeftreich nach
Italien. Ein Jahr hatte er dort zugebracht, als er
i544 zu Horn ftarb. Er hinterliefs Anmerkungen
zum Diofkorides, die aber von unbedeutendem Werth
find, da erden griechifchen Text nicht kannte. So
verwechfelt er Afpalathus mit Caffia lignea, den Lo-
tus mit Sandelholz , die Phillyrea mit Liguftrum : fo
fucht er die griechifchen Eichen in Deutfchlaud.
Diefe Anmerkungen gab C. Gesner mit deffel-
ben Cordus hiftoria plantarum und fylva obfervatio-
num i56i zu Strasburg fol. heraus. Wir finden hier
die erfte Bemerkung (f. 1 70.) , dafs die Farrenkrau-
ter durch Staubhäufchen auf der Rückfeite der Blätter
fich fortpflanzen. Neue Pflanzen fcheinen folgend©
zufeyn:
Toriiis Anthrifcus> Daucoides minus, f. 159. b.
Sei In um paluftre , (Jlfenichium, f. 149. a. Meny-
anthes trifoliata, Trifolium paluftre, f. 96. b. . . Pha-
langium ramofum f. 149* a. . . Phalangium Liliago
f. 190.0. . . Adoxa Mofchatellina, Mofchatella, f.
172. b. . . Vaccinium Oxycoccos f. i4o. b. . . Sa*
ponaria Vaccaria* Thamecnemum, f. 104. a. . . Sa*
xifraga Aisoon, Aizoon ferratum, f. 92. b. . . Eu-
phorbia Peplus f. 106. a. . . Rofa arvenfts, Cynor-
rhodos tertia, f. 19. b. . . Thalictrum minus f. 97.
b. • • Ranunculus arvenßs f. i2o. a. . . Ranuncu*
Jus Flammula f. 1 2 f . b. . \ . ; Dentaria enneaphylla et
bulbifera, Co raUoi des, f. J ji. a. . . Cytifus au*
ßriacus f. 187. b. . . Cytifus nigricans, Pfeüdocy-
.Geich, d. Bcujaik. I* Bfl 1 $
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I
274 Viert« Buch. Zweytei Kapitell
flfui f. 188. i: ' . Laeiucajaligna , IxopuY, f. lo^.
a. . . Eplpactis latlfolia, Alifma, f. i5o. b. . . Sa-
gittaria fagittäefoüa f. 87. a. . . Hippophae rÄa-
mnoides, Oleafter germ., f; 186. b.
Im fünften Theil diefer Pflanzen • Gefchicbte,
den Conr. Oesner aufbewahrte und Schmiden mit des
letztern Werken herausgab, findet man febr genaue
'Befchreibungen von 2.5 italienifchen Pflanzen i als Cen«
taurea Centaurium {Centaurium maius), Arternifia
'Dracunculus {Draco facivus) , Ciftus falvifolius (Ci*
fius foemina), Cytinits Hypociftis, Zizyphus Paliu-
rus (Rhamnus montana), Euphorbia Cbamaefyce,
Gnaphalium Stoechas [Elichryßts tenuifolia) , Vitex
Agnus, Afparagus amarus ( Corruda) , Coix Lacrima,
Clematis Vitalba {Iafme alba), Rhus Coriaria, Zi-
zypbus Jujuba, Pyrus torminalis {Mefpilus Aronia)%
Tamus communis, Rufcus Hypogloffum , Quercut
Cerris, n.f.f. ' V' * 1 ■< i«»nr roi, <
Wenn die Schweizer ficb zu den deutfcben Völ-
Icerfchaften üblen , fo können wir ftolz darauf feyb,
einen der gröfsten Gelehrten feines Jahrhunderts und
einen der trefflichften Naturforfcher auch unter den
deutfcben Vätern der Pflanzenkunde auffahren zu
können: Conrad Gesner. Diefer Mann, ans Zürich,
fi5i6 geboren, wo fein Vater Kurfebner war, hatte
Von Jugend auf mit Mangel ünd Widerwärtigkeiten
aller Art zu kämpfen. Denn Glücksgüter! befafs er
nie; aber er hatte einen Schatz von unermüdlicher
Forfcbbegierde, von redlicher Frömmigkeit und von
tbätiger Menfchenliebe in 6ch, der ihn wahrhaft
glücklich machte. Die Dürftigkeit feiner Jugend
nötbigteihn, wie alle Botaniker feiner Zeit, Sohul-
lehrer zu werden und -Gorrecturen zu beforgen.
Aber die Liebe zu den Pflanzen trieb ihn nach Ba-
fel, wo *r', fchon verheiratet , Mediein ffu-
.* ' > «
• . ,
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Unterfuchung vaterländifclier Pflanzen. 975
1
c/irte; dann befuchte er Strasburg und das füdliche
Frankreich, kehrte als Doctor zurück, und übte die
Kunft in feiner Vaterftadt aus, gab auch Unterricht,
und befuchte alljährlich die herrlichen Gebirge fei-
nes Vaterlandes , oft in Gefellfchaft junger Freunde
der Pflanzenkunde, befonders der Bauhine, unter-
hielt auch beftändige Verbindungen mit allen Pflan-
zenforfchern feiner Zeit, befonders mit den Helve-
tiern, Bened. Arrtius , Prof. in Bern, (f 1678,) und
Joh. Fabriciusy Geiftlichen in Chur, die ihm alles
mitfheilten , was fie auf ihren Wanderungen gefam-
melt hatten. Ein redlicher Freund feiner Freunde,
fuchte er zuerfr ihre Namen durch Benennung der
Pflanzen zu verewigen. Calceoiaria, Cortufa, Oc»
cona, Voiiatj, Aretiff hielt er für fchickliche Namen,
wenn ilie Alten diefe Pflanzen noch nicht gekannt
hatten, (rpi/i. Wolf. f. 7Ü. a. 120. b.) Als Moibanus
ohne Vermögen gefforben, ül)ernahm er die Heraus-
gabe der euporifta des Diofk.,aus feines Freundes Nach-
lals. Der Buchhändler 11 1 Ii ei zahlte einen Thaler
für den Bogen, und Gesner liefs dies Gehl grofsen»
theils den Kindern auszahlen, {epiß* Wolf. f. 28.)
Wegen feiner Befcheidenheit und Herzensgüte wähl-
ten ihn oft feine Freunde zum Schiedsrichter ihrer
Streitigkeiten. Er bauete Pflanzen in einem eigenen
r Garten, ftellte, um ihre Kräfte zu erforfchen , Ver*
fuche an feinem eigenen Körper an, unterhielt fogar
einen Künftler, der für ihn bis i5oo Pflanzen meifter-
haft zeichnen, zum Theil in Holz fchneiden, zum
TbeiHn Kupfer ftechen mutete, gab unaufhörlich die
Werke der Alten und feiner Freunde heraus, und
hätte noch lange diefe arbeitfame, nützliche Wirk»
famkeit forlfetzen können, als ihn i565 der Tod an
der Peft überrafchte.
, Diefem wahrhaft grofsen Manne gebührt der
fchönClt Kranz des Vtrdieufteg um unfere WiCfen-
18
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276 Viert« Blieb, Zweytet Kapitel.
fchaft, weil tr der erfte war, der den Vorzug der
wefentlichen Befruchtungstheile anerkannte, diefe un-
terrichte und abbilden Jiefs, und darnach die Ver*
wandtfebaften der Pflanzen zu ordnen fuchte. {epifi.
f. 65. b. ii3. a.) Ueberdies find feine Abbildungen
die genaueften und fchönften, die man bis dahin ge-
fehen. Er erlebte ihre Herausgabe nicht. Auf fei-
nem Sterbebette vermachte er feine Schätze demKafp.
Wolf, der fie wieder an Joach. Camerarius für i5o
Gulden verkaufte. Der letztere zierte feine epitome
mit den GesnerYchen Figuren. Endlich fielen die
lange verborgen gewefenen Platten dem Trew in
die Hände, von dem fie Schinidel erbte, und die-
fer endlich gab fie 1754 und 1771 fol. unter dem
Titel: opera botanica , heraus. Früher wurden we-
nige Entdeckungen Gesners durch feine Anmerkun-
gen zum Tragus und Cordus, fo wie durch feinen
Tractat: de hortis Germaniae, bekannt. Auch feine?
Epifteln, von Wolf zu Zürich 1577.4.» von Bauhin
zu Bafel 1 59 1 . 4- und zu Wittenberg i5S4 heraus-
gegeben, enthalten manche Nachrichten von vorher
unbekannten Pflanzen.
Wir geben ein fyftematifches Verzeichnifs der
von ihm zuerft entdeckten Pflanzen , wo wir die Ab-
bildungen, nach der Schmiderfchen Ausgabe, fo be-
zeichnen , dafs lign* die Holzfchnitte und aen. die Ku«
pferftiche bedeutet.
Canna indica kommt zuerft in epift. Wolf. f. 52.
b. vor. • |
Veronica bellidioides lign. 4« t* 32. . ,* "P. perc-
^grina lign. 4. f. 33. . . V. triphylla aen. 16. f. 140. . •
V. fpicata aen. ia. f. 106. . . V. hederatfolih 12. f«
•loo. • . Salvia cerntophylla lign. 12. f. i'o4. , ca/y-
tina Sibth. fl. graec. 16. lign. 12. f. io5.
Lappasto racemofa lign. 3. f. 20. . . Hordeum
inurinam lign. 2. f. 18. . . Trkticum iunceum
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UntetluebuDg vatetländifcher Pflanze«* 377
lign. t. 3. f. 17. . . Phleum Böhmer i et Sticheln t.
3. f. 19. . * Lagurus ovatus t. 3. f. 21. . . I'a/e*
riana angußifolia Jen. t. 9. f. 74.
G lobular ia* Alypum lign. t. 6. f. 5o. . . GV. cor*
difolia ib. f. 5*. . . Svmbiofa integrifolia f. 52. . .
Scabio/a prolifera lign. 4-^56. . . Afperula tincto-
ria aen. t. 18. f. 1.57- . . yCrucianella maritima aen.
t. 16. f. »56. . . Hypecoum procumbens t. i5. f.
109. . . Plantag o maritima lign. t. 3. f\ 26. . . P/.
Bellardi t. 3. f. 28. A. . . Potamogeton denfus Ugn.
t. i.f. 9. . . P. perfoliatus aen. t. 17. f. 145. . . P.
pectinatus ib. f. 14Ö. . . P. pufülus ib. f. 147. . .
P. comprejfus ib. f. i48. . . P. ferratus , Lapathi
genus fylveftre minus, bort. Germ. f. 263. b.
Afperugo procumbens aen. t. 16. f. i42- . . PuU
moriaria ofßcinalis ad Cord. i3i. a. . . Hyoscya-
mus reticulatus lign. t. 10. f. 85» . • Plumbagq eu-
ropaea ib. f. 83. . . Nico da na Tabacum, detten
Blätter er felbft verflicht hatte zu rauchen, epift. Wolf,
f. 79. b. . . Androface villofa opp. aen. 9. f. 76.. .
Primula Auricula hört. f. 274. a. . . Pr. margU
nata opp. tab. aen. 9. f. 77. . . Pr. integrifolia
aen. t. 8. f. 67. . . Pr. minima ib. f. 69. . . Pr./a-
rinofa lign. t. 22. f. 190. . . Lyßmachia nemorum,
Nummularia fylvatica, bort. f. 268. b. . . Convol-
vulus Nil hört. f. 2,55. a. . . Conv. lineatus lign.
t. 9. f. 73. . . C. Soldanella ad Cord. f. 2o5. b. . .
C Scammonea ib. f. 210. a. • . Campanula faxatilis
lign. t. 9. f. 75. • • C Speculum ib. f. 76. . . Lo*
helia Dortmanna lign. 1 3. f. 117. . . Lonicera alpl-
gena> Chamaecerafus , ad Val. Cord. f. a/3. b. . .
Solanum Pfeudocapßcum hört. f. 282. a. . . Rha-
ninus infectorius opp. t. 19. n. 167. . . Swertia
perennis opp. die erfte gemahlte Tafel. . . Gentia-
na bavarica opp. t. 22. f. 84- • • Gent, afclepiadea.
lign. t. 9. f. 80. . . Gent, punctata t. 28. f. 92. . .
37 8 Viertes Buch. Zweyles Kapitel.,
Cent, purpurea ib. . . Gent, eiliata lign. t. 9. f.fl 1 . . .
Gent. Antatella t. 2*,. f. ig3. k.\ . Gent, pannonla
t. II. f. 99. . . Eryngium alpinum, mont. fract. . .
Ugufticurn peloponnefenfe ib. . . Armeria fcorzone- ,
raefoliu Willd. lign. t. 7. f. 55- . . Statice reäcula-'
$a 1. 18. f. r/58.
jTk/*>< Gesneriana ad Cord. f. 21 3. i559 bane
fie zuerft in Augsburg geblüht. . . AUlum ro-
feum aen. t. 2. f. 19. . . A. defeendms lign. t. 1 1.
f. 96. , . A. tiigrum ib. f. 97. . . A. Moly ib. f. <,8.
. . Scilla hyacinthuides ib. f. 93. . . Ornitho^a-
lum arabicum ib. f. y5. . . Tofieldia paluftris
t. 17. f. i45. 3.
Epilobium anguftijßmum ad Cord. f. 21 5. b. . .
Daphne Tartonraira lign. t. 18. f. i54- • * D. villo-
fa t. 2 1. f. 18^.
Rhododendron rrugine um lign. 21. f. 181. . •
Saxifraga autumnulis , Sedi mirioris genus, floribus
luteis maculofis, mont. fract. . . &z.r. caefp'uofa L.
lign. t. 17. f. 147. • . Dianthus barbatus % Lychnis
monaohorum, hoft. f. 266. a. . . Cucubalus catho-
licus lign. t. 18. t *56. . . Gypfophila rrpens aen.
t.- 11. f> 93. . . G. muralis ib. f. 95. . . G./aßigia-
tu t. 1 2. f. 107. . . Ceraßium alpinum t. i 1 . f. 96. . .
C. vulgatum ib. F. 97. . . Arenaria verna ib. f. 98. . .
Trianthema pentundrum lign. t. 17« f- »5o. « .
phorbia Characias ib. f. i52. . . E. Chainaefyce ib*
f. i53. . . E- verrueofa aen. t. 1 4- f. 122. • • E.
ferrata ib. f. 123. . . E. fegeialis t. f. i3i. . .
E.Paralias ib. f. i3a. . . £. amygdaloides t. i5. f.
112. . . £. fylvatica ib. f. 11 3. . . E.dendroides
t. 16. f. 109. . . Refeda Phyteuma aen. t. 8. f. 66.
Grj/m montanum aen. t. 2. f. 21. . . G. reptans
lign. t. 16. f. 137. . . Dryas octopetala opp. aen.
0. f. 22.
►
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Unterfockung vaterländtfcntV Mauze». *7t.
»
Glauciüm hybridum Smith, lign. t. 16. f.
Gf. Cluf. 2, 92. . . Gapparis qvata t. 16* f. »44- • -
Actaek fpicatay Chriftopboriana, hört. f. 253. a. . .
C iß us linearis Cav. lab. 3. aen. f. 25. . . Cifi. hali-
mi/olius ib. f. 26. . . Cifi. guctatus ib. f. 27. .
Cifi. thymifolius 'lign. t. 16. f. i43. . . Cl/t. albidus
aen. t. 2. f. 22. . . Thalicerum feetidum liga. t. 17.
f. 148. . . Tä. tuberofum ad Cord. f. 98. a. * . Th.
ßavum aen. t. 9* f. 79. . . Anemone baldenfis et?
apiifolia lign. t. 16. f. -i 58. . . A. palmata ib. f. 1 3g*
• • Ranunculus falcatus ib. f. i56.
Teuer iumScorodonia lign. t. 1*2. f. 1 00. aen. 1. 1 o»
f. 85. . . T. Achaemenis lign. t. 12. f. 107. . . Sta*
chys hirta aen. t. 10. f. 84- • • Thymbra fpicata
lign. 1. 12. f. 106. melioT quam Barrel. i23o. . . iVe-
peta tuber ofa ib. f. 102. . . Mentha cervina. Pu-
le gi um angufrifolinm , ib. f. 274. a. aen. t. 10. f.
89. . . Phlomis Herba venti aen. t. io> f. 83. . .
Origanum fyriacum t. 12. f. io3. . . Pedicularis
foliofa lign. t. 9. f. 77. ... P. incarnata Ib. f. 78. . 1 •
Scrofularha canina et lueida aen. t. 16. f. i44«
Bunias Erucago lign» i3. t. 11 3. * . Lepidium,
per/oliatum lign. \3. f. 110. . . Dr«6a aizoides ib.
f. 11 2. . . Bifcutella coronopi/olia ib. f. 11 4« • •
Myagrum rugofum ib. f. 11 5. t. 14. f« *a5. • • Af.
per/oliatum ib. f. 124. . . Coronopus Ruellii Smitb.
ib. f. 119. . . Alyffum maritimunt ib. f. 120. . .
Sifymbrium vimineum aen. t. i3. f. m. . * Cheir*
anthus ßnuätus et Utoreus lign. t. i5. f. 1 1 1.
Geniftä lufuuhica lign. t. i4* f.- IM« »• • • S<
änglicä ib. f. i»3. . . Corydalis capnoides et Fu*
maria J$?foua aen. t. 9. f. 81. . . Hippocrepis muU
tifiliqua lign. t. 14. f. i*6. 1. 1. f. 3. . . Or-
nithopue comprefflii lign* t. i5» £ i52.» . r Aftra*
galüs humifnfus W. lign. t. i5.« f. *a7* • • ^
denßfolhus ib; 4*8. . < 4. ib. U 129. . .
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*§o r VtartB Buch. Zweytes Kapitel,
4. Erianthus f. Eriocephalus Wtlld., Poieriotn Rau-
wolf., lign. 10. f. 119. aen. 1. f..i. . . 17/cx na-
hmj aen. 1. f. 2. . . Lathyrus Aphaca ib. f. 5- • •
Lath. fetrfolius tab. 2. f. 11. . . LafA. angu latus
t, 2. f. . . Heia lutea aen. t. 1. f. 4* • • H**
dyfarum caronarium ib. f. 7. . . Trigonella poly*
cerata t. 2» f. 10. . . Lotus peregrinus lign. t. i5»
£ i3o. , . L rectus ib. f. i33. . . Z» hirfutus aen*
t. 1. f. 6. . . Trifolium ftellatum t. i5» f. i34« • •
Tr. tomentofum ib. f. i35. . . %Medicago Murex »
lign. 21. f. i85. . . M. tornata ib. f. i#6. • . M..
Ittcini&ta aen. t. 1 • 1. 9.
Lactuca augujtana lign. t. 7, f. 57- • • «Scor-
«o/iera orientalis ib. f. 58. . . Thriocia hirta ib.
£ 59. . • Crepis albida ib. f. 63. . . Sonchus dicho-
tomus Willd. ib. f. 56. . . Hieracium villofum aen»
t. 4' £ 52. . . Scolymus hifpanicus t. 7. f. 62. . .
Onopordon rotundifolium ib. f. 57. . . 0. illyricum
f, 6-1. . . Cacalia alpina t. 8. f. 70. . . C.
/ro/2J ib. f. 71. . . Cnicus tuberofus lign. t. 5.
4o. ; . Santolina fquarrofa Willd. lign. t. 6. f. 49' • •
Jrtemißa aiiftriaca ad Gord. f. 107. b. . . A. glacia-
Us aen. t. 5. f. 28. . . A. vallefiaca ib. f. 35. . . A*
wiutellina lign. t. 6. f. 47« • • Onaphalium luteo-aU
hum lign. t. 8. f* 68. . • Xerantliemum Orientale ib.
f. 72. . • Tuffilago discolor t. 4* f* 42. . • Conyza
rupeßris ? ib. f. 44« • - Erigeron tuberofus t. 8.
f. 67. . . E. alpinus t. 4. £ 45. . . Inula vifcofa
Ait. lign. t. 8. f. 66. . . /. britannica aen. t. 7; f. 55*
. . Arnica Bellidiaftrvm lign. tv 8. f. 64. • • A
q facialis aen. t. 4* f- 53. • • Senecio Roria t. 8. f«
65» • • Senecio carniolicus t. 5« 38. . * Pyrcthrum
maritimum t. 5. f. 39. . . P. corymbofitm ad Cord«
f. i4o. a. . . Achillea tovientofa aen. vt. 4* & 37* » •
^. no/ia ib. f. 58. . . Zoegea Leptaurea aen». t. -y.
63. . . Ceaiaurea Centaur'mm ad Cord» /• 2tii. b» . •
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C Seabiofa lign. t. 5. f. 41. . . C. fplendens ib.
f. 42, . . C. muricata ib. f. 43. . . C. IfcAe« ib.,
*• 44. ' , f
Epipactis rubra aen. t. 12. f. io5^ . . Neotti* }
repens ib. f. io3. .
Zoftera marina lign. t. 1. f. 7. . . Coix LacrV
ma t. 2. f. i5. . . Ceratophyllum demerfum t. -2. f.
10. . . C fubmerfum aen. t. 16. f. r38. . . Afy;
Tiophyllum verticillatum ib. f. i4i. . . ifrum crzwi-
/um Ait. lign. t. 10. f. 89. . . Croion iinctorius
lign. t. 4« ^ 3o.
Pteris cretica lign. t. 2. f. 12. . . Afpidium
Halleri aen. t. 18. f. i55. . . A. fragile ib. f. i3/. . .
A/plenium germanicum ad Cord. f. 127.«.
Der Harz zog bald die Aufmerkfamkeit der
deutfchen Botaniker befonders an fich. Er ward in
diefem Jabrbundert von einem Arzt in Nordhaufen,
Job. Thal (f 1587) durchfucht. Die Entdeckungen
und Bemerkungen diefes würdigen Pflanze nforfchers,
der keinen andern Lehrer, als Lorenz Hiel% Prof. in
Jena, nennt, wurden unter dem Titel : Sylva Her»
cynim, Frcf. i588. 4., bekannt, da fie Joach. Came-
ra rius herausgab. Kein anderes Land kann Och rüh-
men, fchon in jenem Jahrhundert die Flor einer be~
fcbränktanLandfchaft befeffen zu haben, als Deutfch-
land und wenn auch in Italien ähnliche Verfuche ge-
macht wurden, fo waren fie auf keine Weife diefec
gründlichen und faft erfchöpfenden Arbeit gleich zu
ftellen. Unter der Menge der hier befchriebenen
Pflanzen zeichnen wir als neu oder bis dahin wenig
bekannt folgende aus:
Veronica triphyllßs und verna, Dactyliobotanon
coeruleo flore, maius et minus, 38. 3g. . . Jffrio«
phorum alpinwn, Gramen iunceum lanigeruns, 55. . .
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2H • Vitrtcs Buch- Zwfeytci Kapitel.
Scabiofa Columbaria, ochroleuca und aryenpi , 108.
109. . . Potamogeton perfoliatus , /LweXoxövJ^XXov,
86. . • Myosotis palußris , Echium paluftre, 4<>* • •
Campanula thyrfbidea, Cervicaria tenuifolia, 32. t. 4.
. . Camp, glomer ata % Rapunculus fyJveftris umbel-
latus, 94* t. 8: f. i. . • Theßum Linophyllum, Li»
naria montana, 72. . . Phyeeuma hemijpkaericum,
Räpuncülus fylveftris umbellatus, 94. t. 8. f. 3. . .
Lithofpermum purpureo • coeruleum, L. virgatum, 74. . .
Cicuta virofa, C.aquatica, 33. . . Caucalis daucoU
des, Daucus «x4V^R*?7ro? minor, 38. . . Laferpuium
latifolium, Libanotis Theopbrafti, 71.. . Sefeli an*
nuum, Libanotis v«p£ijKori&fc , 71. . . Myrrhis hir-
futa% M. bforcceubergenfis, 77. . . Linum cathani-
cum, \svok*fXO{9 72. . . Iuncus triglumis , Lych-
nanthemus tenuis, 60. . • Rumex crijpus , minor,
102. . . Ifaccinium uliginofum, Myrtus tenuifolia»
18. . . V.Oxycoccos, Oxycoccon Cordi, 82.
Trlentalis europaea, *\(nvdiv§'Siuov, i5. . . Gypfiy
phila fafiigiata, Syniphytum petraeum, 1 1 3. . . Sa-
xifraga tridactylites , Dactyliobotanon niveo flore,
39. . . Lychnls Vifcaria, i^oKauXo?, 59. . . »W<?#i*
Otites Smith., K^Äupo$#Xov , 68. . . Euphorbia Cy-
parifßas mit dem Aecidium auf den Blattern , 1 26. . .
Euplu amygdaloides 127. . . Rubus fax a Ulis 102.
. . Ranuticulus aconwfvlius 101.
Galeopfis Ladanum, Sideriti 1., congener 11. ,
103. . . Lamium amplexicaule , Marrubium ^^uäi-
ir«Tfc?, 76. . . Scutellaria galerlculata , Sideritis nr.,
104. . . Mclampyrum fyhaticum 79. . . Euphra*
fia lutea, Ericoides luteum , 5g. . . Euphr. Odönti*
tes, Eric, purpureum, 4o. . . Draba Verna, Pilo-
fella filiquata, 84. t. 7. f. E. . . Lu naria rediviva
74* • . Arabis Thaliana, Pilofella filiquata, 84* t. 7.
f. D. . . Turritis glabra, Braffica fylveftris longi-
folia, 16. . . 6 er anium lucidum, faxatile iyqotrxi-
*
1
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UoferfiicfcüilgTAtierlänclirctiir'Jlanzcii. iffj
i
tf€>.ov , "4-i- • • üenifiä jhlofa , minoris fpecies, 5?). . ^ '
Anfhyllis Vulnefafia* ArthetJca Saxonum, 10, . .'
Orobus iuberofus > Aftragalus fylvatit us, 7. t. 1. Bey*
diefer Gelegenheit bemerke ich, dafs die Kaledonier,
nach Dio Caffius 76, \ i. , zur Vertreibung des Jiun-
gers undDurftes, die Knollen ?u kauen pflegten': eja
Gebrauch, der noch bey' den Bergfchotten Statt fin«
det , die das Kraut Karemyfe nennen/ {Sibbald. fiot.
illüftr. P. I. Hb. 1. c. 17. 18.) Örobus verntts 80. . .
Lathyrus latifolius 74. . . £. pratenßs, floribus \u»
teis, 74- • • Aftragalus microphyllus9 Cicer fylye-
ftre minu$, $7.
Scarzonera glaftifolia f. humilis 117. ?Cr*-
pi* teclorurrii ChondrilJae alia fpecies , 22. . . Hy-'
pochoeris glabra, Chondrilla altera, 22. . . Hypo»
choeris maculata , Pilofella maior Gallorum , 85. . .
Apargia hifpida, Chondrilla altera Dodonaei , 23. . .
Hieracium alpinurh 57. . . Hier actum cymofumt In-
tybi fpec, 5, 64. • . Hieracium fabäudum^ Iritybi
fpec. , 7, 65. . . Hieracium praemorfum9 Intybus
«Cf wXXcK*uXb$ , 9, 66. . . Hieracium murorum, Int.
nigrifolius lanuginofus, ii, 67. . . Hieracium pa->
ludofunty Int. uliginibus familiaris, i3, 67. . . $on+
chus alpinus, Int. 7tXätJv£ vXko$ , 62. . . Chondrilla
iunoea, Int. fpecies, 3, 64. . . Prenanthes purpurea%
Lact, fylv. i£it$Q<ivs[Ao$> j5. . . Serratula tinctoria*
Centauroides , 26. . . Senecio paludofus\ CQnyzi1
aquatica maxima, 2*. . . . Senecio farracenicuS, Con-
folida farracenica, 27. . . Conyza ßjuarrofa , maior
montana, 20. . . Centaurea montana% Cyanus in-"
tegrifolius, 29. . . Centaurea phrygia, Cyanus xu-
vc7Xwcr<ro(puXXö$. . . Centaurea paniculata, Cyanus*
fylveftris tenuifoliuS. . . Orchis bifolia> Candida,
82. . ; Epip actis pdllens, Alifma npßafai&epw*
i3. . . Cypripedium Calceolus, Alifma Ko/Xiv^juov,
i3. . . Betula pubefcens, pumila , 20. . . ßmpe-
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4*4 Viertes Buek Zwejte* Kapitel« .
irum mgrum, Erica baccifera, 4i. . . Plananthus
Selago Palif. , Selago tertia, 116. . , Afplenium
4diantum nigrum, Adiantum pulcerrimum , 5.
Jak. Theodor von Bergzabern im Elfafs, der.
fleh Taberna emontanus nannte , gehört ebenfalls zu
«lie(en deutfchen Vätern der Botanik« Er, ein Scha-
ler des Tragus , hatte fo viele neue Pflanzen gefam-
melt, dafs er feines Lehrers Werk fortzufetzen fich
vornahm. Oer Bifchof von Speyer, de (Ten Leibarzt
er ward, wollte die Koften dazu hergeben; aber da
diefer geftorben und Tabernämontanus inzwifchen an
den Hof des Pfalzgrafen Joh. Cafimir zu Neuhaufen
gekommen, fo ^ab er mit dem Buchdrucker Nicoh
Baffäus in Frankfurt auf gemeinfchaftliche Kotten zu*
erft den erftenTheil feines Neuen Kreuterbuchs 1 588
heraus. Er ftarb aber i5<)o, ehe es vollendet war,
und Nie. Braun fetzte es i5<)2 fort. Eine neue Aus-
gabe beforgte G. Bauhin zu Frankfurt 16 13; die neue-
fte Ausgabe ift von Hieron. Bauhin zu Bafel 170t.
Es enthält beyläufig 58oo Arten, worunter 2480 ab-
gebildet find. Sehr viele hatte er felbft entdeckt;
andere von feinen Zeitgenoffen Clufius, Lobeliug.
nnd Andern erhalten. Nach der Sitte feiner Zeit ift
er am umftändlichften in der Nomenclatnr aller Spra-
chen und in der Angabe der medicinifchen Kräfte.
Was er Neues oder Eigentümliches hat, folgt
hier in fyftematifchem Verzeichnifs, wobey die letzte .
Ausgabe von 1731 citirt ift:
Ftronica Anagaliis, Berula feaior, 1094. • •
lf. hederaefolia , Alfine hederacea, 1088. . . F. ar-
venfu, Alf. foi. veronicae, 1089. . . V. agreftis,
Alf. fol. triffaginis, daf. . • Salvia hifpanica, Scla-
«a, 764.
» ' « « *
t
■
•
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ttaterfuchuäf tatert Südlicher PJant««^ 3$ 5
Valeriana dioica, Phu minus, 455. . . Iris
pattida, dilute coerulea, io36. . .^Scirpus Taber-
naemontani Gmel. fl. bad. , Iuncus fylvaticus, 566.. j
Phalaris arundinacea $ iGtfam en arundinaceum maius,
525. • • Panicüm verticillatwh , Gramen genicula»
tnmTtt., 5i6. . . Andropogon Ifchaemum 534. . ,
Stipa vaplllata, A*&\ops iv. , 545. . . folycnemum
arvenfe, Camforatau«, 5j.
Dipfacus lacihiatus > 11., 1071. • * Afperula tin+
ctoria , Gallium albutn m., 433. . • 1 Galium luct*
dum Allion . , MoJiugo montana n. , 484. . . 0. pa-
lußre ; O. album 11. , 433. - >
Cönvolvulus lineatus , Scammbnemo minu* Plinft
t., 1^69* • • Campanuta patula , Rapuncuhis fylve-
ftris minor, 794» • . Chenopodium murale, n., 812. . .
Cnidium pyrenaeum Spr., Sefeleo* thäffilienfis icon ve»
rior, 3d4. . Unumänftriacum , fjfreftre ni., *io?.
. » * L. tenuifulium Jacqu. , iv* , daf.
Iuncus fylvaticus, Gramen iunceum i«, 535- •
Bptiobium pubefcens Hofm., LyfimachiaY., 1237. . .
Isp. rofeum Schreb., m., daf. . . Bp* hirjutum, tt.%
daf. . . £p. tetragonum , n.1, 1 a38. • . Up. pa lu-
ßre y vnv, daf. . • Polygonum aüvttiare, n., 1216.
Dianthus pinlfoUut Smith.» Cafyophvllus nitt#-
tanus albus, 668. f. i3. . . Scieräntkus annuu* untt
perennis* Pölygonum rr., v., 1217. . • Stellaria ull-
ginofa, Alfine fontana, 1089. . . Ceraßium aqua*
ticum, Alfine palrifai*, llaf.
Nigelia fegetalis MB. , Melanthinm Yi. , 1 82. . V*
Rammculus polyanthemos 9 R, fylveftris, 107.
Erodium pimpinellifolium , Geranium anrenfe Hf;,
n3. . . Geranium radicacum MB. , TU. , 124.
AUhaea ficifolia, Malva rofea fimplex, 1 149.
Spärtiummultijhrum, GenJfta alba, i5*g. . .
Wcia dametarum, Cracca maior, 8$«, ' 1
-
*
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%,v —Viertes Buch. Zwey,tt$ Kapitel.
v • .* Hiera dum foludqfum, ] VlU. , 49,3, ; im/-
summ %. Pulmonaria gaiiica roas v 5o4» . H.Jylva-
iicum, P.gali. tenuifolia, 5p5. VergJ. Smitb in Trans-
it, ofLinn. focwty, vol.f9op. a39. . , Cr^isDio-
Jsoridis, Hieracium u, 491. C. ^nst ir? cfa f. * .
C. nempufeafat, vr„ 49 a- • * Helianthus indicus, Co-
sr,oi*a folis f., .1 1 47. . . H. muhiflorus, Corona foiis
,r,;> Unbedeutend, ift feine .Schrift des Bifchofs von
.Pomefanien in p/tpreufse«,, Joh. Wigand, worin er
die preufsifchen Pflanzen aufzählt. Sie heifst: Vera
biftoria de fuccino pruffico et de herbis in Borul Im
nafeentibus. Jen. t590. 8. IV^a fcno>t hier die alten
Namen auf nordifche Pflanzen angewandt. Indefs be-
fchreibt er doch faft zuerft folgende: Stratiotes aloi ■
jdes , Melampyrum criftatum, Ca^lJa paluftri*, GJaux
■lariUma, QlaojoJus communis und einige «ädere v f
* - •) • • • \
1 « .... 1
»•« » 1 1 * ' ' ' ^ " k"
Vtrdlenfte der Italiener»
-V • . . . .": ' \ . • ;;no v \ . ,
Näcbft denkDeutfchen erwarben Geh die Italie-
»er die gröfsten. Verdienste um die Auffuchung und
Beftimmung <Jer. yaterländifchen Schätze.
. *. Gering und nicht fehr acht ungs würdig war der
Anfang, den jlie. Minoriten -JVlönche Bartholomäus
Vrbeveeanus und Angelus Pa//a tiirvenatien(i.s machten,
Jndem fie einen Commentar über Meine i&i3 Venet.
fol. herausgaben» Sie, hatten, wirklich auf dem^£jpeij-
nin Pflanzen gelammelt, jJw fie folgen faft do/chge-
jiends in ihren Beftimmungei? dem Leonh. Fuchs, pn<jf,
wo fie von ihm abweichen» machen fie Fehler. Meum
atbamanticum halten fie für das ächte Meum der Al-
ten : die Würz* Jvon Cyperu& odpratus für Qa^ng«;
Äe verwechfeln Carum mit Carota, Colchicum mit
«
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Unter fuchung jaterlJudifch er Pflanzen. ; 087
Hermoclactylus , Matricaria mit Artemifia, und zogen
lieh dadurch den verdienten Tadel des Matthiolus zu.
Mehr Nutzen ftiftete Anton Mufa Brafavola, ein
Edelmann aus Venedig, der Leonicenus und Manar-
dus gehört hatte , und in Dienften des trefflichen Al-
fons von Efte zu Ferrara ftand, mit dem er Reifen
durch Illyrien und Aber den Apennin nach Frankreich
gemacht hatte. Auf feinen Vorfchlag legte der Her-
zog auf einer Infel im Po einen botanifchen Garten
an, und fchickte alljährlich nach dem pflanzenreichen
Kandia, um feltene Gewächfe von dort einzuführen.
Dem Brafavola fchenkte der Herzog ein Landgut, wo
ebenfalls ein botanifcber Garten eingerichtet wurde.
Bey einer aufserordentlichen praktifchen Thäti^keit,
indem er jährlich an i5oo Kranke zu beforgen hatte
(Amac. Lußtan. in Diofcor. 3o7.), erfparte er immer
noch fo viel Zeit, dafs er botanifche Wanderungen
vornehmen und die Werke der Alten ftudiren konnte.
Er fammehe das reichfte Herbarium feiner Zeit, und
ftarb i555.
Sein: Examen omnium fimplicium medicamento-
rwm, Lugd. i537. 8., Sft ein treffliches Werk, worin
der Text des Diofkorides und die Ueberfetzung ver-
beffert, auch die franzönfchen, italienifchen und deut-
lichen Namen der Pflanzen beygebracht werden. Sehr
.richtig bemerkt er, dafs im Diofkorides und Plinius
nicht der hundertfte Theil der Pflanzen vorkomme,
die wirklich vorhanden feyo. Daher führt er fchon
mehrere neue auf und berichtigt die Meinungen fei-
ner Vorgänger Ober die Pflanzen der Alten. So fand
-er das wahre avSpco-axe? in Iftrien, und zeigte es dem
-Amatus (in Diofc. 376.). So fah er die wahre
(Th. Afclepium) auf dem Apennin, die Mandragora
auf dem Gargano : den Con volvulus Imperati befchrieb
tmr als Braftica marina, und zeigte, dafs Centaurea
Rhapontica febr weit vom Rha ponticurn unter fchie«
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igt -VlÄfte» »neb. Zw«rytM Kapital.
iten fey. Er bemerkte fchon , dafs der Coftus der
' Alten den Neuern ganz unbekannt fey (p. »58.). Dia
Valeriana Phu konnte er doch nicht recht von V. of-
• «cinalis unterfcheiden. Den Acorus des Diofk. hielt
erför dieOalanga der Araber: das wahre Xwtm glaub*
» te er irrig auf den Bergen bey Bologna gefunden zu
«haben.
Obgleich Lucas Ghlni kein» fchriftliche Denk-
« iniler hinterlegen , fo wirkte er doch durch Beyfpiel
< und mündlichen Vortrag febr wohlthätig auf die Aus-
breitung deil tfkndtnifs vaterländifcher Pflanzen. Er
war aus Imola* gebartig, wa*d Prof. in Padua, dann
in Bologna 'und endlich in Pifa, wo er i556 ftarb.
In Padua und Pifa gründete er botanifebe Gärten, und
' theüte feine reiche Sammlungen mit der rühmlich-
ften Freygebigkeit dem Mattbiolos mit.
Sein Schaler, Bartholom. Maranta, aus Venu-
. fia in Apulien , durchwanderte die reichen Gegenden
feines Vaterlandes, und hielt fich fpa'terbin in Neapel
auf. Wir haben von ihm ein treffliches Werk: Afe-
tlwdus cognofeendorum fimplicium , Venet. l55<). 4*»
worin die Regeln bey Unterfuchung der Pflanzen, die
in den Alten vorkommen , angegeben , und mit glei-
chem Scharf finn und Gelehr famkeit Erläuterungen
derfelben beygebracht werden. Er kannte den wah-
: ren Cytifus der Alten, p. 36. , hatte die Verbenaca in
Apulien, p. 173., die Thymelaefa bey Gagta, p, 175.,
die Piftolocbia, p. 23., und Ammi, p. 27.,gefehn. Vom
Afphodelus komme im Diofk. nur Eine Art vor: er
\ hatte auf dem Gargano drey Arten , zehn Arten Ra-
< xrankel, elf Geranien - und zwanzig Klee «Arten ge-
» fehn. So fey klar, dafs es unendlich viel mehr Pflan-
zen gebe, als im Diofk. vorkommen. Selbft nicht
alle, die Theophraft anführe, habe Diofk. gekannt.
1 Viele habe er auch befchrieben , da fie noch nicht
vollkommen ausgewachsen gewefen : daher feine Be-
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, . . . • *
Uriterfuchung vaterländifcher Pflanzen.
fchreibungen nicht auf die erwachfenen Pflanzen paf-
fe. So -habe der Dictamnus in Kreta allerdings Blü-
then, die ihm von Diofk. abgeläugnet werden. Ue-
berall nimmt Maranta auf Verderbtheit des Textes
Rückficht, und fucht diefen zu verbeffern. Man
mufs geftehn, dafs wenig Schriften des fechzehnten
Jahrhunderts fo viel Geift, ScharfGnn und Sachkennt-
nifs zeiget. , als diefe.
Aber noch übertreffen ward Maranta von einem
Börner, Ludwig Anguillara, der eine Zeit lang Ghi-
ni*s Nachfolger in Padua war, dann in Ferrara lebte
und 1570 ftarb. An Gelehrfamkeit kam ihm keiner
feiner Zeitgenoffen gleich; denn er hatte, bis auf dia
Handfchriften vom Kratevas und der Geoponici , al-
les gelefen, was die Pflanzenkunde der Alten betrifft,
und die Codices von Theophraft, Diofkorides und
Plinius verglichen. Aber auch die Natur felbft kann- ,
te er beffer, als die meiften feiner Zeitverwandten;
Ganz Italien hatte er durchreifet, felbft Korfika und
Sardinien. In Ulvrien und Sclavonien, in Macedo*
jiien ünd auf den griechifchen InfeJn, befonders auf
Kreta, hatte er lange gelebt, und von einem Rhizo-
tomen auf der letztern Infel, Robert Conftantini, viel
gelernt.
Wir haberi eine kleine, aber gehaltreiche Schrift
Von ihm, unter dem Titel: femplici delV eccell. Mi
Luigi Anguillard, mandati in luce da Giov. Marinello.
Vineg. i56i. Ohne Ordnung werden hier in 14 pa-
reri , öder Gutachten , die Pflanzen der Alten aus der
Natur erklärt, ünd viele neue Entdeckungen beyge-
bracht. Valeriana tuberofa unter andern p. 23. 24*
als Nardö möntanä, wobey der Text des Diofk. ver-
beffert wird. (S. oben S. 137.) Das £<rotpcv fey einer-
lei mit der j8«jtx«f'$; denn diefelbe Beschreibung
werde wiederholt : Woraus klar hervorgeht, dafs
Änguill. einen andern Diofk» als wir vor fich gehabt.
Geich, d. Botanik, 1. B- 1 9
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I
I
Viertes Buch. Zweytet Kapitel
Dabey wird p. 27. aus einem Bruchftück des Krate«
vas gezeigt , dafs jene Befchreibung des ic^w aus
diefem entlehnt fey. M«X*j3«Vv und (fvUav feyo
verfchieden : dies fey Piper Beile, p. 3o. Das £1**1*0*
fey Ciffus vitiginea, p.34. Coftus fey mit Zedoaria ei-
nerley. Das lignum rhodium komme von Genifta
canarienfis, wie, ihn Conftant. Rbodiota, Apotheker
in Kandia, gelehrt habe, p. 36. Iuniperus Oxyce-
drus wird p. 46. , Rhamnus infectorius p. 54- , Atri-
plexHalimus p.57. befchrieben. Es wachfe am Stran-
de des adriatifchen Meers eine ähnliche Pflanze, wel-
ches vermutlich Atriplex veneta Willd. ift. Was
tfuaW»* fey, wiffe er nicht, p. 59- Der kutt^
fcheint ihm der conaftrello der Italiener zu feyn, p.
60. Spartium fpinofum fand er (p. 62.) in Korlika,
und hält es für die zweyte «x«Jtw des Diofk. lmTbeo-
phraft, hift. 4, 1 1-, wo vom i\w*yvo<; die Rede ift, und
die Blätter mit Apfelblättern verglichen werden,
fcblägt er ftatt ^jjXia?, ju*X/«? vor, und vergleicht alfo
die Blätter mit Efchenblättern. Die Frucht des kou-
auo^epov Theophr. (f. oben S. 84.) hatte er zuerft ge-
fehn, p. 70. Cbamaerops humilis befchreib,t er als
cefagiioni, p. 71. Dafs der des Theophr. und
des Diofk. verfchieden feyn , fah er wohl ein , p. 74.
Pyrus Aria p. 81. Sambucus racemofa p. 82. Spar«
tium iunceum p. 84. Dies wird für den Cytifus der
Alten genommen : er hatte es von Hermodor. Liftar-
chus aus Scio bekommen. Das Siler der Römer hält
er p. 86. für Salix caprea. Dafs ifcßiyxn Theo-
phraft und Diofk. verfchieden feyn, bemerkt er p.89.
fehr richtig. Aber, wenn er den pnfyaryop** des
Theophr. für Atropa Belladonna, die ä^htou vrotQuhq
des Galen für Vaccinium Vitis idaea und das Secacul
der Araber für Echinophora fpinofa nimmt: fo irrt
er eben fo fehr, als wenn er die X<0«v«t/V des Theo-
phraft für den gemeinen Liebftöckel hält, da lie
•1
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Unterfuchung vaterländifcher Pflamsen. 491
Athamaota panacifolia ift, und den Kopxooo« mit'*»«-
ymXkiq zufammeDwirft. Was Chryfocoma und Aco-
nitum der Alten feyn , gefteht er nicht zu wiffen.
Daucus Gingidium wird p. 106. gut befchriebeii
und durch ein Fragment des Kratevas erläutert. Die
xov&f fckj des Diofk. wird für Lacttica perennis (Cac-
cialepre der Italiener) genommen, p. >og, Rumex
aquaticus nennen einige Mönchsrhabarber, weilTze-
tzes in feinen Scholien zum Hefiodus zuerft das Aaura-
mit $ov verbunden. AnguiJlara kennt noch ei-
nen andern Rumex mit runden Blättern , welches R.
alpmus ift, p. in. Afparagus amarus Decand. fah
er in Sclavonien häufig p. n3.: die wahre Scilla auf
Cefalonien, p. 1 19. Vom ßubon macedonicus um-
ftändliche Nachricht , p. 122* Kratevas fchon nenn«
das 9r«rp**iA./Vdv, xovhpivTöv. Das kann nicht feynt
fondern ift wahrfcheinlich ein Zufatz der Abfchrei-
ber im Mittelalter. (Vergl. oben S. ig*,) * Caebfya
Morifoni (Finocchio falvatico p. 124.) gut befchrie-
ben. Ueber die Colocafia p. 1 27. gegen Ghini: die
Wurzel von Arum werde in Sclavonien gegeflen. Bu-
nicum copticum beschreibt er p. i3o, aJs wahres appu
Ueber den vKcXvpös des Theophr. und Diofk. p. i35.t
die er für einerley hält» Acarna cancellata wird p. 1 36.
gut befchrieben; fo auch Acarna gummifera, i£ivjj
Theophr., p. 137. Von Carthamus corymbofus und
Sempervivum arboreum kommen Holzfchnitte p. i4o.
277. von Centaureä Crocodilium aus dem Kratevas
erläutert, p. 14 1. Carduus arvenfis p. 141,, siIsks*-
v*£ö< Theophr. Dipfacus pilofus und Echinops Ritro
p. 142. Carduus ieucographus und Spartium Scorpius
p. 145. Euphorbia fpinofa, als iVröCß««*, p. 144. Den
*h(*»föt des Kratevas hält er für Ononis fpinofa p,
i45. Centaurea benedicta wachfe fehr reichlich auf
der Infel Lefina bey Dalmdtien, p. 146. Drypis fpi*
Hol« wirdp. 147. und Artemißa maritima p. i65. gut
19 *
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292 Viertes Buch. Zweytes Kapitel.
*
befchrieben. Carthamus lanatus fey «k«v$* des Kra-
tevas oder drgxnruXi^ des Diofk., p. i49*
Ein Bupleurum, das er auf dem Wege von Ve-
rona nach Brefoia fand, p. 169. , könnte wohl B»
baldenfe feyn. Das -9^»?7r/S/sv des Kratevas p. 171.
glaubte er in Sclavonien gefunden zu haben. Wir ha-
ben oben (S. io5.) bemerkt, dafs es wahrfcheinlich
Roccella tinctoria ift. Die Mithridatia des Kratevas
(p. 174) kam ihm bey Friaul vor: Erythronium Dens
canis. Die herba fardoa meinte er in Tofcana an
Marmorbrüchen gefunden zu haben, p. 178., und be-
schreibt fie als Ranunculus hirfutus. LuzuJa maxima
Decand. ift ihm das Combretum Plin. p. 179. Glo-
bularia vulgaris wird als Aphyilanthes p. 186. be-
fchrieben. Sehr übel berichtet war er, wenn er
Rheum ponticum und barbarum für eins nahm, p. 187.
Aber von Salvia pomifera ( vf acxc^ojX/« der Neugrie-
chen), von Nepeta Nepetella und Camforofma mons-
peliaca (Chamaepeuce p. 202 ), fo wie von Gnapha-
lium galJicum (Impia Plin. p. 2o3.), Alchemilla alpina
(Pentaphyllon Xfuxov p. 2o5.) kommen gute Nachrich-
ten vor. Auf dem Apennin und in Abruzzo fand er eine
Pflanze, die ich für Heracleurn Panaces halte; Anguill.
zweifelt, dafs fie ir<xvuxt$ fystKkeicv fey, p. 209. Hordeuin
murinum (Olco Plin. p. 2 1 o.), Ferula nodiflora (Panace
di Afclepio ebendaf.), Tenoriafruticofa (Sefeli ethiopi-
co p. 212.), Centaurea nigra (flyofiiis Plin. p. 216.),
Cnidium Silaus (Silao Plin. p. 2 1 9.), Saccharum Raven-
nne (Tiffa p. 229.)? Cynanchum nigrurn (Circea eben-
daf.), Aiuga Iva (Anthillide p.237.), Salfola Kali (Kali
p. 2:8.), Sanguiforba officinalis (Siderite feconda p.
cSy.) werden gut befchrieben. Die Naturgefchichte
des Kermes des Mittelalters wird p. 261. aufgeklärt.
Unter Doricnio p. 270. wird eine Pflanze befchrieben,
die beyZara und auf Lefina wachfe; es ift Dorycnium
herbaceum Vill. Unter Apocino p. 274. befchreibt
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Unterfuchu*g Yaterländifcber Pflanzen. 393
er erft Apocynum venetum, dann Periploca graeca
und Cynanchum acutum. Was er unter Gaiiopfi für
eine Pflanze aus Bosnien p. 378. befohreibt, und ob
der phuco con föglie fimili aJ finorchio p, 279. nicht
Buppia maritima ift, wage ich nicht zu beftimmeq.
Die wahre Salvia Aethiopis fand er, p. 281., in Scla-
vonien und Abruzzo. . Unter Epipactide p. 282. wird
Herniaria glabra, unter Loto faJvatico p. 283. Pfo-
ralea palaeftjna, unter Cacalia p. 286. Conyza Candi-
da, unter Poligala p-29o. Polygala flavefcens* Decandv
unter Titimalo petreo p. 294. Euphorbia dendroides
b^fchrieben.
Je wichtiger und zahlreicher die Bereicherungen,
find, die die Pflanzenkunde durch diefe $chrift er-
hielt, defto mehr ift zu verwundern, dafs man fie
bisher fo wenig benutzt hat, woran aber zum Theil
die Seltenheit derfelben Schuld ift. Mein Exemplar
habe ich als Gefr-henk meines Freundes und Colle-
gen, Dr. Ciro PoJlini in Verona, aus der Biblio-
thek des Grafen Rizzo-Patarolo in Venedig,
■ — ■ ■ ■ ■ — —
*
Gleichzeitig mit Anguillara arheitete der be-
rühmte Peter Andreas Mattioli an Erklärung des Dio-
Xkorides und Bereicherung der Pflanzenkunde. In
Siena ipoo geboren, lebte er Anfangs in Rom, ging
alsdann nach derLombardey und dem Oeftreichfchen,
war i555 — 1 565 Leibarzt am kaiferJichen Hofe in
Prag, dann in Wien, und ftarb zu Trident x577«
Ein fehr arbeitfamer, gelehrter, fcharffinniger Bota-
niker, der felbft viel entdeckt und durch feine Ver«
bindungen mit dem öftreichfchen Gefandten in Kon-
ftantinopel ßusbeq und deffen Arzt Quakel^een, mit
Lucas Ghini, Franz Calceolari , Cortufi, Aldrovandi,
Conr. Gesner und den meiften übrigen Botanikern
feiner Zeit, eine grofse Menge Pflanzen kennen ge-
lernt hatte. Uqa den Diofkprides zu erklären, nahm
er, wie Anguillara , zu Handfchriften feine Zuflucht,
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^94 Viertes Buch. Z wertes Kapitel.
von denen Busbeq eine im Morgenlancfe erkaoft und
nach Wien gebracht hatte. Er errieth mit feltener
Spürkraft die Pflanzen der Alten, war aber dabey ein
To ehrgeiziger, felbftfüchtiger Mann , dafs fogar der
milde* menfchenfreundliche C. Gesner über ihn zu
klagen Urfach fand.
Seine Commentarien aber den* Diofkorides er-
schienen zuerft italienifch i544*> Vened. fol. , dann
vollftändiger i554- Eine der berühmteften Ausga-
ben ift die Valgrififche, mit kleinen Figuren, Vener.
i5ßo. fol. Die grofsen Figuren erfchienen zuerft in
der böhmifchen Ausgabe, die unter dem Titel: Her»
harz ginak Bylinar. Leiha Panic. i562. fol. heraus-
kam. Ich befitze fie als Gefchenk meines verdorbe-
nen Freundes, des altern Mikan in Prag. Diefelben
grofsen Figuren hat man in den fpätern Ausgaben wie-
derholt, von denen ich die von C. Bauhin» Baßl. 1674»
fol., als die vollftandigfte anführe.
Die Abbildungen find die fchönften Holzfchnitte,
die man bis dabin gekannt: fie find mit mufterhafter
Treue und feltener Zierlichkeit ausgeführt. Einige
erdichtete, als Auricula muris 470., Rheum barba-
rum 478., Sideritis in. und |V, 712., nehme ich aus.
Mattioli klagt darüber, dafs der Künftler in Venedig
die Zeichnungen verloren und fie dann durch Einbil-
dungskraft erfetzt habe. (Matth, ep. p. 169.)
Die Pflanzen, welche er zuerft entweder ent-
deckt oder beffer befchrieben als feine Vorgänger»
find folgende :
Phillyrea latifolia% media, und angußifolia i55. ..
Sahia Honninum 64o. . . Lycopus eurupaeus 71 l«,
Sideritis 1. . . Crypfis aculeata, Gramen aculeatum,
709. . . Syringa vulgaris , Lilac, 854« Busbeq
hatte die Zeichnung gefcbrckt. . . Piper Betle 42. . •
Valeriana cehica 33. Saliunca wird als verfchieden
erklärt. . . Valeriana dioica 39., Phu minimum. . .
>
1
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*
Unterfrichung Taterl äncKf eher Pflanzen. 395
llex Aquifollum \47-* Paliurus. . . Elaeagnus an*
guftifulia 174. . . PlantagoWulfenii fl. hal. n. 54.,
Coronopus f. Serpentina, 383. . . Hypecoum pro*
cumbens, Cuminum fylveftre u» , 556. . . Epime*
dium alpinum 700. . . Globularia Alypum 880.
Ofiofma echioides, Anchufa Iii., p. 704. • . ty*
copfis pulla , Buglolfum alterum flore nigro, 826. . .
h/lufa paradifiaca 189. • . Cordia Sebejiena 218. . .
C Myxa9 Perfea, 237. . . Convolvulus Soldanella
et Imp^rati 568. . . Gentiana Pneumona nthe 48 1 . . .
Campanüla Medium 699. . • C. perficifolia , Pbyteu-~
ma, 827. . . Salfola Tragus . . Hydscyamus
Scopolia% Solanum iomniferum, 755. . . Atropa
Belladonna j56. . . Coris monspelienfis, Synlphytum
petraeum, 682. Verbafcum pulverulen tum, Verb,
u., 800. . . Verb* finuatum 801. . . Hottoniapa*
lufiris, MyriophyJJum alterum, 812. . . Cortufä
Matthioli 698. . . Primula Auricula 685. . . Lj-
pmachia Ephemer um 780. . . Chenopodium glaueum,
Atriplex fylv. 11., 362. . . Cynanchum erectum, Apo-
cynumi., 774. . . Periploca graeca9 Apocynum u.t
ib. . . Salfola Soda> Kali raaius coohleato femine,
364« • • Paßinaca Opopanax , Pfeudocoftus, 54* P*>
nax Heracleum, 544* • • Echinophora fpinofa 38 1...
Athamanta Matthioli, Meum, 24. . . Meum Mu-
tellina Gärtn., Meum alpinum, 25. . . Scandix aw-
ßralis, Sc. italica, 4o3. . . Toriiis nodofa Gärtn.
4o4- • • T. Helvetica Gmel. fl. bad., Gauealis, 298.
cd. Valgrif. . . Eryngium maritimum 5o5. . . Tha-
pfia Afilepium , Panax Afclepium, 545. . . Th.foe*
tida 85 1. . . Loferpitium peucedanoides $ Ligufti-
cum 1., 547* • • L* Libanotis Lam», Sefeli aethio-
picum, 55o. . . Tenoria frutieofa Spr., Sef. aethio-
picum n., 55 1. • . Ligu/ticum peloponnefenfe, Sef.
peloponnef., 55 1. . . Lagoecia cuminoides, Cumi-
num fylveftre, 556. . . Sefeli Ammoides9 Ammi,
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I
?96 Viertes Buch. Zweytes Kapitel, . ?
558. . • Bubon macedonicus y Petrofelinum mace-
don., 563. . . Smyrnium perfoliatum , Smyrniuni
creticum, 566. Aber man wird in den verfchiede-
nen Ausgaben zwey abweichende Arten unterfchei-
den: nämlich Sm. creticum ed. Valgrif. i565. p. 774«j
die auch Dalechamp p. 707. wiederholt, itt eine ganz
andere als Sm. creticum Matth, ed. germ. Camer. p. 268.
Die letztere nenne ich Sm. Dodonaei , da diefer fie
zuerft hat. . . Cahiys Libanotis, Libanotis i., 575f
Ferula communis 5j8. . . Oenanthe. pimpinelloides,
Oenanthe n. , 627. . . Oen. crocata^ Oenanthe in.f
628. . . Oen. ßßulofa, IV. , ib. . . Dondia Epipa-
ctis Spr. , Epipactis, 806. . . ■* Viburnum 0pulus9
Samb. aquatica , 874* . . Linum maritimum 334- • •
hin, tenuifolium ib. . . Statice Limonium 696.
Oryza fativa 346. . . Hyacinthus Mufcari, Bul-
bus VQtnitorius, 452. . . Pancratium illyricum^
Narciffus \u. , conftant. , 819. . . Ailium Victoriaiis*
anguinum, 422, . . All. Jubhirfutum , Moly, 544«»*
Iuncus bufonius, Holoftium, 687. . . Leontice Le-
oneopetalum 596. . . Anthericum Liliaftrum, Pha-
Iangium, 607.
Aefculus Hippocafianum ward dem Mattioli zu-
erft durch Ouakelbeen i5$7 bekannt. {Matth, epift,
lib. 3. p. 101.) . . Epilobium anguftifolium , Cha-
maedaphne , 842. .. Daphne Cneorum 46. . . Ani)~
ris Opobalfamum 54- . . Euphorbia Characias, myr-
ßnites und Paralias 864. . . Euphorbia Apios 876. . •
Styrax qfficinale 89. . . Diospyros Lotus 211. . .
Melia Azedarach, Pfeudo - Sycomorus , 232. . . Lc-
dum paluftre, Rosmarinum fylveftre, 576. . . Ana"
gyris foetida 665. . . Silene Saxifraga 694. . • Se-
dum dafyphyllum, Sempervivum minus femina, 785...
S. Cepaea 666. . . Sempervivum arboreum 786. . .
Cotyledon ferrata 787. . . Saxifraga Cotyledon 788.
> . Saponaria Ocimoides, Cneorum Theophrafti 872.
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Untertaching vaterJändifc^er Pflanzen. ^07
. . feeanum Harmala 542 > von Quakelbeen ue*
TchicKt. . • Prunus lufitanica 197. . . Pr. Chajvaer
cerafus i.9'8.' . * Eugenia caryöphyllea 435. , von
Calceolari gefchiclu. . . Cifius viUofus, mas, 1 58. . .
'Ciß. faloifolius , femina , ib. . . Cifi. Ledon9 Ler
dura, 160. . Ranuncuhis hirfiitus, Ran. u., 4.')«%
... Äa«. Gouaniy Aconitum V., 765. . . Ran»
Thora, Pfeudo - Aconitum , 766. . . Anemone nar-
ciJJißora% Han. IV. , 4^8. . . Trollius europaeus^
Ran. vi., 45q. . . Clematis Flammula 680. . . 4co-
niium pyrenaicum, Aconit, iv. , 764. . . Ac. volu-
büey Aconit, vii., 765. . . ' Ac. Anthora, Aconit, ix.,
769. . . Ac. Napeltus, Napellus, 768. Mit dem-
selben ftellte er Verfuche an Verbrechern an, die
zum Tode verurtheilt waren.
Origanum heracleoticum und Onitis 522, . „
Thymus Tragoriganum 020. . . 1 Moluccella laevis,
Me]iffa cönftantinop. , 602. . . Di\acocephalum Molj
davica, Melifia moldavica, 6o3. . . Teva ium mon*
tanum, Polium alterum, 612. . . X. capitatum^
Polium I. , 612. . Phlomis fruticofa^ Verbafcuai
iv., 800. . . Satureia iuliana, Saxifraga 1., 693.
$. moneana, Saxifr. 11., 693. . . S. capitata, Thy»
in um i., 53 1. . . Sideritis fyriaca, Stachys ii> 60&.. .
Orofxanclie elatior 4°9* • • Digitalis Thapß, Bac»
charis, 538., von Lacuna gefchickt. . . Lathraea
Squamariciy Dentaria rnaior, 685. . Linaria Ela*
tine 71 0.
Cochlearia Draba, Arabis f. Draba , 53o. . ,
Iberis umbellata , ThJafpiiV. , 428. • . Thlafpi fit*
xatile^ Thlafpi in. , 427* • • Sifymbrium polycerq-
ton, Irio altera, 43i. . . Sif. ßrktifßmumt Draoa
lutea, 43o. . . Dentaria pentaphylla 684. . . Ge*
ranium tuber oj "um , Geran.i. , 621. . . G. rotundi*
fol'mmy Geran. 11., 621... G. reßexum, Geran. V.,
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» * ' * * * i
398 Viertes Buch* Zweytes Kapitel«
623. , . Erodium malacoides* Geran. VU , 624. . •
Spartium fpinnfum, Acacia altera , 172. . . Aftra-
gnlus Cicer> Cicer fylveftre, 335. . . Qlycyrrhiza
echinata 48b*. • • Aftragalus Poterium 4g5. , von
Busheq gefebickt. . . Pforalea bituminofay Trifo-
lium afpbaltites, 608. . . Coronilla Securidaca 641-
. . Trigonella polycerata, Securidaca minor, 641.
. . Hippocrepis uaifiliquofa, Sferra cavalJo, 648:..
Medicago arborea, Cytifus, 810. Von Barthol. Ma-
ranta gefchickt. . . Galega officinalis 836. . . Or-
nithopus fcorpioides 895. . . Hypericum Androfae-
mum 6*fc8. . . Hypericum Coris 669.
Zdcyneha verruc fa 389. . . Apargia tuberofa,
Cichorium conftantinop.» 388. . . Lactuca quercina
4oo. . . Scorzonera glafiifolia > • Scorzone-
ta hifpanica ep. 5, 210. . . Carthamus lanatus,
Atractylis, $93. . . Santolina maritima* Gnapha-
lium, 625. . . Serratula alpina, Cirfuim, 817. . .
Cacalia alpin a 823. . . Gnaphalium Leontopodium
8 ? 8. . . Inula crlthmifolia 382. . . Inula vifcofa
f. Pulicaria, Conyza major, 629. . . Inula odora%
Conyza minor, 629. . . TuJJilago alpina, Afarfna,
370. . . Xeranthemum annuum* Ptarmica altera,
4 +l ■ • • Carthamus corymbofu St Chamaeleon niger
Marantae , 49». . . Artemifia Sautonica* AbGnth.
Seriphium, Sil. . . Artemifia coerulefcens f Ab-
finth. marin um 509. . . Artemifia pontica9 Am-
brofia 11., 619.. . Chrysanthemum italicum 9 Heli-
fcbryfum, 753. . . Doronicum plnntagineum* Alifma,
666. . . D, fcorpioides* Aconitum Pardalianches,
762. . . D. auftriacum, alterum , ib. . . D. Par-
dalianches 763. . . Achillea aegyptiaca9 Abfinihium
feriplitum aegyptiacum, 5ii. . . Buphthalmum fpi-
nofum , After atticus alter, 818.
Orchis coriophora, Teft. Y. , 63 6. . . 0.
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Unterfucjtung vaterländifcher Pflanzen. '399
gra9 Palma Obrffti minor, 637. . . Ophrys? an-
tkropopkora, Tcft. v., mai. fig. 636.
Ar um italicum 448. • • Ar um probofcideum
Arum, ib. . . Ar um Art far um 45o. . . Arum te-
nuifoliuM) Arifarum a herum, ib. . . Pinus Mughas,
Ccmbra , halepenßs und maritima 98. . . Quercus
Pfeudofuber 181. . . Pifiacia Terebinthus 108. . .
Fu niper us phoenicea und lycia 12-24 . . Acacia vera
17 t. . . Myrißica Nux mofchata 224. . . Hydro*
charis Morfus ranae, Nymphaea parva, 644» • • Smfr
lax Sarfaparila 838.
Märßiea quadrifolia, Lens palufrris altera, 783.,
von Cortufi erhalten. . . Afpidium Lonchitis , Lon-
chitis afpera maior, 661. • . Acroßichum Marantae%
Lonchitis Marantae, ep. p. 168. Lucas Ghini hatte
es gefchickt und Mattioli verwechfelt es mit Afpi-
dium Lonchitis. (Murant. meth. p. 21.)
Unter den herrlichen Gebirgen Italiens zog der
Baldo fehr früh die Aufmerkfamkeit der Botaniker in
Verona und Padua an. Dies Gebirge, 6860 Fufs Ober
der Meeresfläche,' nördlich von Verona, öftlich vom
Garda See, befteht gröfstentheils aus Flötzkalk, und
ift unglaublich reich an Gewächfen aller Art.
Der erfte Botaniker, der den Monte Baldo durch-
föchte, war ein Apotheker in Verona, Franz Calceo*
lari, rfefTen Gefährte Aldrovandi war. Die Reife
wurde i554 unternommen, und der Vf. gab zuerft
die Befchreibung unter dem Titel : iter Baldi montis,
Venet. \5y 1., heraus. Dann aber gab Job. Bapt. Oli-
vl Nachricht davon in einer Schrift: de reconditis et
praecipuis collectaneis a Franc. Galceolario adferva-
tis, i584* Franz Seguier liefs in feinen plantis vero-
nenfibus , vol. 2. p. 445 f., jene Schrift des Calceolari
wieder abdrucken* Die Pflanzen werden blofs ge-
sannt, und es ift fchwer, manche herauszubringen.
Doch fallen folgende auf: /.
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I <
ggp Viertes Buch. Zweytes Kapitel.1
Valeriana cehica und montana* . . Planta go
Wulfenii, Coroaopus ferpentinus Matth. . . Hype"
coum prorumbens» » . Campanula faxatilis* . . Atha-
manta crft^rtfis , Daucus. . . Laferpitium Libanotis,
Se'eJi jfttiiofn. nm. . . Ligufticum peloponnefenfe. . .
T^ordyltum nffianale , Seleli creticum. » • Sejinum
rablcnfe ipt. , • Thapfia garganica. . . Erythro*
ntttm Dans vunis^ MithriJatica, . . Saxiftaga ad'
ß 'ndevs Vöhl. . . Refeda Phyteuma. . . Prunus
Sfptunuocnujus. . . itfri/tfi An für um, . . Anemone
baldmjis. . . Arnica Jcorpioides. . . A cordatq
\V<ilff., Pfeu jp - Doronicum. • , Empetrum nigrumf
Acacalis. \ ... . , . .
„v Ein anderer Apotheker in Verona , -Job. Powa,
feani? f u verfchiedenen Mahlen den Baldo, und zwar
in (releilfchaft mehrerer Liebhaber der Botanik, un-
• >'.»•- *
ter arulorn Joh. Jnngermann's , durchreifet, auch zu-
gjejqh dm fchonen Gewächshäufer befucht, welche
^äQr Nich fola-zu Pontini' angelegt hatte. Er fandte
zuerit eine Nachricht von den auf diefer Reife ge-
dachten Entdeckungen an CluGus: dann kam unter
$ejn Titel: Plantae , fcu ßmpiicia, quae in Baldo
monte reperiuntur , Bafii. 1608. 4«> eine vollftändige
Befchreibung, nebft in Holz gefebnittenen Abbildun-
gen der Pflanzen heraiis, die auch italienifch unter
dem Titel: Monte Baldo deferitto per Franc. Pona%
Vene'. 1 h Ii 7. 4- erfchien. Hier kommen folgende
neue Pflanzen vor:
Veronha faxatilis p. 74. der Jat. Ausgabe. . .
Wulffenia Buonarota Smith., Veronica petraea fem>
pervirens, p. 72. . . Campanula petraea % Trache-
lium maius petraeum , p. 62. . . Phyteuma comu-
fumx Tracheiium minus petraeum, p. 70. . . Bit*
pl»urum g ramin i/o! iuniy Sedum petraeum bupleuri
folio, p. 111. . . Saxifraga Ponae Sternb., S. alba
petraea, p. 76. • . Cherleria Jedoides , Qcimoide$
■
*
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■
St m
Unterfuchung vaterländifcher' Pflanien. jo'i
r
mufcofum, p. 89. . . Arenaria buvarina . Saxifra^a
bavarica , p. 60. . . Geum montanum , Caryon'nl-
Jata , p. 91. . . Cifcus guttatus, p. 8. . . Atra-
gene alpitta, Clematis crucia»* p. h8. . . Ranun-
cuhis rutaefolius, R. alpinus cor) mdri folio, p. 87. . .
Bartßa alpina, Clinopodium alpinum, p. 95. . .
Alyfjum rupeftre Willd. , Thla^p» petraeum myagro-
des, p. 7^. . . Geranium argenteum, pt 91. . . •
Trifolium alpinum p. 84. . . Artemißa Mutellina,
Abtinthimn alpinum 11. . . Senecio incanus , Ao-
finth. alp. in. . . Serratula Rhapontica Spr. , Cen-~
taureum maius, p. 65. . . Afpidium alpinum, Filix
faxatilis crifpa, p. 101.
Auch in Neapel lebte ein trefflicher Pflanz^n-
forfcher als Apotheker, Ferrante Imperati, der man-
che feltene Pflanzen, befonders Meei eewärhfe , fei-
nen Freunden Columna und Clufius rnittheilte, auch
fie felbft in dem Werlte befchrieb, welches /nerfr un-
ter dem TiteJ: DelV hißoria naturale, libri 28, A\a-
pol. i599-foJ., dann aurh läteini'ch ?u Kölln 1695.
4., erfclnen. Hier kommen folgende neue Pflan-
zen vor:
Valeriana itallca, V. bulbofa, p. 8^9. . . Cru-
cianella monspeliaca, Rubia fpirata, p. 880. . . Con*
volvulus Imperati, marinus, 886. . . . Phyteuma
pinnatunt, Rapunculus creticus , 88/. . . Thapfia
garganica, 884. . Telephium Imperati 87::. . .
Gypfbphila Struthium, 871. . . Euphorbia muuri-
tanica, Tithymalus aphyllus, 876. . . Argemone
mexicana, Papaver fpinofum , 87^. . . Ranunculus
illyricus 888. . . Cichorium fpinofum 88 . . . Czr-
fium Acarna 885. . . Parmelia fuciformh , Fucua
capillaris, 85o. • . Roccella tlnctoria, Alga fucus,
85 1. . . Fucus barbatus , Abies rnarina, 849. . .
F. natans, Acinaria, 844« • • F. lumbricalis , Für-
cellaria, 842. . . F: Plocamium, Palmula marina,
844* • • Ulva ifUeßinalisy4Cway 858«
»
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joi Viertes. Buch, Zweytet Kapitel.
Als den vorzüglich ften Forfcher einheimifcher
Pflanzen , als den forgfältigften Beobachter der ver-
fchiedenen Formen des Gewäcbsreiches, ab den ver«
ftandigften Befolger der von G. Gesoer zuerft vorge-
tragenen Grundfätze Ober die Wichtigkeit der Früchte
und Saamen müffen wir Fabius Columna> einen Nea-
politaner von hoher Geburt, nennen. Er war zu
Neapel 1.567 geboren, hatte fich der Recbtswiffen-
fchaft gewidmet, war aber, durch die FalJ facht , der
er von Jugend an unterworfen war, bewogen, um
ein Heilmittel dagegen aufzuziehen, unter dem Lefen
der AI4 ^n, auf das <ßou des Diofkorides gekommen,
und giaubte dies in dem gewöhnlichen Baldrian zu
finden. Auch ward er durch den Gebrauch diefes
Mittels auf eine Zeit lang von feinem Uebel befreyt.
(phytobaf. 97.) Doch entftand nachher Aber diefe
Pflanze zwifcheo ihm und dem Evangelifta Quatrami
ein Streit (ecphraf. 1,210.), der wenigftens dazubey*
trug, dais der Jüngling fich mit allem Fleifs dem Stu-
dium der Pflanzen ergab. Er war 25 Jahr alt und
hatte Neapel noch nicht verladen, als er fchon feinen
$vToß*<r*vo$ f. plantarum aliquot biftoria, Neapol.
1.592. 4o herausgab. Diefe erfte Ausgabe machte
fich bald fo feiten, dafs fchon bey Lebzeiten des Ver»
faffers in Italien kaum ein Exemplar zu finden war.
Janus Plancut beforgte daher zu Mailand 1744« 4*
eine neue Aasgabe. Die in diefem und dem folgen-
den Werk erläuterten Pflanzen find von Coiumna felbft
gezeichnet und in Kupfer geätzt; man bewundert die
Richtigkeit der Zeichnung und die genaue Angabe der
wefentlichen Tbeile. Die Pflanzen der Alten hat er
übrigens nicht immer richtig erklärt.
Späterbin ward er Statthalter in Calabrien Und
Stellvertreter des Duca de Zagarola , Marzio Colon-
na; hier hatte er Gelegenheit, die Natur forgfaitiger
zu ftudiren und die Pflanzen feines Vaterlandes beffer
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tWudmng v.teriändifch«- Pfl**en. &
kennen zu lernen. Mit grofsem Eifer fetzte er fein
Studium fort, und gab die Früchte deffelben in der
Ecphrafis ftirpium minus cognitarum , Horn. 1616. 4»
P. I. IL, einem klafGfchen und unentbehrlichen vVer-
ke, heraus. Zu gleicher Zeit ward er zum P<of. in
Neapel ernannt, wo er noch feinen ßechen Körper
bis ums Jahr 16 40 erhielt.
In beiden trefflichen Werken find folgende Pflan-
zen zuerft genauer beftimmt:
C'ircaea alpinay minima^, ecphr. 2, 80. . . Ve-
ronica montana, AJyffum montanum, ecphr. i, 28^.. •
Fedia echinata , Valerianella, ecphr. 1, 208. . . F.
coronata, femjne fcabiofae , daf. 209. . . F. dcntuta*
altera, daf. ,
Scabiofa palaeftinay Phyteuma maius, phytob.
t. 22. . . Sc. crenata Cyrill., Phyteuma, phytob. t.
Sherardia erecta Sibth., Afpernla, ecphr. 1, 000. . •
Ajperula cynanchica, Galium T*Tj«(f uXkov, daf. i, 297.
. . Vodantia hifpida, Cruciata, daf. . . Plantugo
Serratia* pilofa laciniata apula, ecphr. 1, 259.
Lithofpermum apulum% Fchioides lutea minima,
ecphr. 1, i85. . . Cynogloffum apenninum^ Cvno-
gloffa montana maxima, daf. 170. . . C. fytvaticurn,
C. media montana rubro flore, daf. 175. . . C. pi~
ctum, C. altera media, daf. 178. . . Primula Pa-
linuri Petagn., Alifma, phytob. t. 5. . . Pr. Co-
lumnae Tenor. , Paralytica rotundifolia montana , ec-
phr. l, 256. . . Androface Vitaliana, Seilum alpi.
num 1., ecphr. 2, 65. . . Andr.carneay Sedum alpi-
num u. , daf. • . Campanula graminifolia , Trache*
lium montanum, phytob. t. 34« • • Phyteuma orbi~
culare9 Rapuntium corniculatum , ecphr. 1, 224*
Gentiana ciliata, Gentianella coerulea fimbriata, ec-
phr. 1, 221. . . G. utriculofa, G. altera coerulea cor-
data, daf. . . Hj drocotyle natans Cyrill., Kanuneu«
lus rotundifolius aquaticus, ecphr. 1, 3 16. . . Qdon-
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jo4 Viertes 'Buch. Z*veytes Kapitel.
T
Utes tenuijfima Spr., Bupleurum minimum, ecpbr. i9
2i+7- • • 0. luteola, Perfoliatum anguftifolium mon-
fanum, daf. . . Smyrnium Diofcor'uUs Spr., Hippo-
felinum, ecphr. 2, 21. . . Echinophora tenwfoIia>
£aftinaca echinophora , daf. 101. . . Tragium Co-
lümnae Spr., phytob. t. 17. . . Caucalis latifolia^
Echinophora iv., ecphr. 1, 97. . . C. platycarpos, Echi-
nophora 7rXaTüK«p7ro$, daf. 94. . . Daucus muricatus,
E. ?ruxvoKflcpTO$ , daf. . . Tordylium apulum, daf. 124.
. . Thapfia Afclepium% Panax Afclepium, daf. 86.
Ornithogalurti villofum MB„, O. bulbiferum lu-
teum minimum, ecphr. \ , 520. . . AUium pallens%
Gethyoides fylveftre, ecphr. 2, 7. . . A. Chamaemo~
Jy , daf. 1, 02.6. . . Rumex bucephalophorus , Aceto-
fa, ecphr. 1, i5o. . . Chlora feljilifolia Desv., Cen«
taureum, luteum novum, ecphr. 2,77.
Scleranehus polycarpos L., Vermiculata nova,
ecphr. 1, 294. Saxifraga bryoides, Sedum alpi-
jiüm rv., ecphr. 2, 67. . . S, androfacea, in., daf...
S. bulbifera ecphr. 1,317. . . Saponaria bellidifo*
IIa, Globularia lutea montana, ecphr. 1, i53. . . Ce*
rafiium repens (ColumnaevTenor.), Ocimoides lychni-
tis, phytob. t. 01. . . Sedum ftellatumt Sempervi-
vum 111. , phytob. t. 1 1.
Agrimonia Agrimonoides, ecphr. 1 , 1 44« • • Re~
feda Phyteuma, Erueago apula, daf. 269. . . Euphor-
bia epithymoides, Tithy malus, ecphr. 2, 5i. . . E.
Jylvacica, lunato flore, ^laf. 5j. . . Sempervivum
arachnoideum , ecphr. 1,291.
Ranunculus chaerophyllus , montanus leptophyl-
lus, ecphr. i,5ti. . . R. parvulus, minimus apu-
lus, daf. 3i6.
Teucrium Pfeudhyfjopus , Hvffopus apulus, ec-
phr. 1,67. . . Sideritis montana, ecpbr. 1, i '. .
Scutellaria Cotumnae, Caffida, ecphr. 1, 189... Rhi*
nanthus Elephas, dat. 1 88. . . Rh. Trixago, daf. 1 97. . *
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Uoterfuchung Taterländifcher Pflanzen, 3^5
Euphraßa latifolia, daf. 302. . . Totzia alpin*, Aug*
Dyma S. Gregorii, ecphr. 2, 5o.
Lepidiumpetraeum* CarHamine pufilJa faxatilij,
•ecphr. 1. 1273. . . Draba muralis daf. 272. . . TAAt»
yjw perfoliatum daf. 270*. . • Thl. faxatile, IonthJa*
fpi montanum, daf. 277. . . Clypeola Ionehlafpi,
Jonthtafpi minimum fpicatum , daf. 284* « • Bijvu*
teUa apula (B. Columnaa Tenor.), , Iondraba apula
alyffoides, daf. 285. • . B. laevigata, LeucoYum
alyffoides, daf. . . Ä. hifpida DecAud., LeucoTuni
montanum flore pedaro, ecpur, 0,61* Farfetia
tieUoia>a, Litoreo.- leucoYum fupinura, ecphr. 1, 284.
Sifymbrium /rio> ecphr. 1, 2b'5. * ^.jS. Columnac,
Bapiftrum fylveftre, daf. 268.
Erodium ciconium, Oeraniutn. apukim , ecphr.
I, i35. • . Spartiurn radiaium, Sp. Aequicolorum,
daf.^0,4..*- • Ononis Columnae, daf. 3ojl;. • • öro»
bus iw^i/s, . Aftragalus, phylob* ,U i4* • * Hifipo*
crepis comofa, Ferrum eifiiinum capHatum, e^ephr. |,
3oi. . . Ajtragalus fefameus, Vicia fefamea apula/
daf.
Hypericum hlrfutum^ AndroXaemum , ecphr« i>
74. • • H montanum, daf.
Geropogon hirfutut , Tragftpegon, ecphr. t,
23 1. . . Tragopogon crocifolius, daf. 23o. . . Soor'
zonera hirfuta , Tiagopo^on apulum , . .daf. 233. • •
Ptenanthes viminea , Ciiondrilla vifrofa, daf. s4o«
Pr. Hiera i/o {ja . Hieracium lf ptomacrocaulon, 'daf.
249. . . Ihrinria hirta Roth. ( Apargia faxatiiis Te-
nor^ , Hieracium moufanum faxatile, daf. 243.
Hypochocris minima* Hieracium minimum, ecphr« 2,
27. . . Hieracium cymofum , Pilöfelja macrocaulof,
ecphr. 1, 249. . „ H. alpinum W. (pilifermn Hopp.),
Hier, pumilum , ecphr. 2, 00. . • H* aurantiacu*%
H. eermanicura , daf. • . Crepis corymbofa Tenor«,
Cichorium fylveftre alterum , ecphr. , aotj. . . ofjj.
Geich, d. Botanik. i.B, 2o
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~%66 Vierte« Bucn* Zweytes Kapitel*
'fcariofa, Cich." pratenfe feßcarium, daf. 237... Tot
pisbatbatay Hieracium calyce barbato, ccphr. a, 27.
. . Lapfana fortida, Hier.m., daf. 3i. . • Carlina
iunata, Acanthoides, ecphr. 1,27. . . C. corymbo*
Jäy Acarna apula um bei lata, daf. . . Cirfium arven»
/e, Ceanothus Theophraft., ecphr. 1,46. . . Ar*
temifia coerulrfcrns * Abfinthium latifolium, ecphr. 2,
'76 . . Carpofium cernuum, After, ecphr. i,252. ..
Anthemis montana y Abfinthium montanum, pbytob.
;t. 53. . . Doronlcum Columnae Tenor., Dor. nigra
radice, ecphr. 2, 36. . . Helianthus tuberofus, Flos
•fölis FarneGanuS, ecphr. 2, i3. . . Centaurea Cru-
ipinoy Senecio- Carduus , ecphr* - 1 , 34» • • C* cerar
tophylla Tenor.?, Iacea montana tenuifolia, daf. 35.
. . C. ctntauroldes, Iacea laevis maxima, daf. . ♦
C. folfiUialis , Spina folftitialis, daf. 3i. .
Orchis anthropophora ecphr. 1, 32o. . . 0, te*
'phrosanthrs > cercopithecophora, daf* . ♦ Serapias
Lingua, O. macrophylla, daf. 322.
-■..,...». »
». •
III.
. . .
Niederlander.
• * Unter öfrreichifehem Zepter blühten Freyheit,
'Handel und Rünfte in den niederländifchen Provinzen
frölich empor« Sie waren unter dem Namen des hur*
'jgundifchen Kreifes dem <leutfchen Reiche einverleibt,
♦und doch von der Gerichtsbarkeit der deutfchen
Reichsgerichte befreyt. Es Tollten diefe Lande nach
•Kaifer Karls V. pragmatischer Sanction auf ewig un»
-zertrennt bleiben, und bürgerliche Freyheit genie*
ifsen, wiewohl die proteftantifclu- Religion unterdrückt
wurde. Unter feinem Nachfolger, Philipp II., da
■ die Freyheit aufs härtefte beTchränkt wurde, erhoben
<£ch die Niederländer, onter Anführung der herrli-
chen Helden, Egmpnt und Oranien, und errangen
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Unterfuchung vaterländifoher Pflanzen. joj
io blutigen Kämpfen, die vierzig Jahre dauerten
(i56^ — 1609), endlich ihre Unabhängigkeit. WaW
read diefer Zeit erhob Geh die Seemaxht der Nieder« ,
länder, nnd breitete üoh der Handel in den entlegen*
ften Läodern . und Meeren dergeftalt aus, dafs Ant«t
werpen und bald auch /Vmlterdam «das wurden , was
früher Venedig gewefen.
In diefen Stapelplätzen der Wäaren fremder
Welttheile konnte die Pflanzenkunde um fo mehr ge»
deinen, da der WohJftand der Niederländer die Aus*
führung koftbarer Werke geftattete. Nicht blofs po-
Jitifch waren bis i555 die Niederlande mit Deutfch»
land verbunden: in der gründlichen Bearbeitung der
Wiffenfchaften zeigte Geh aueb rühmliche Verwandt«
fchaft des Geiftes.
Einer der älteften und vornehmften Väter deC
Botanik war Remb. Dodo^ms, oder Dodonäus, i5\y
zu Jankema in Friesland geboren, ward öftreichfehee
Leibarzt, und dann Prof. in Leiden, wo er i58G
ftarb. Obgleich mit Ausübung der Arzneykunft un-
gemein befch äfft igt* bereicherte er die Pflanzenkennt«
Ulfs doch mit (ehr vielen neuen Arten, die. er forg*
faltig unterfuchte und befchrieb. Er gab zuerft in
hol ländlicher Sprache fein Gruydeboek» Antverp.
l563. fol«, heraus. Dies ward voif Clufius ins Fran-
zöGfche» Anvers 1667, und aus die fem von Henr.
Lyte ins Englifche, Lond. 1678 und 1^19. fol., her-
ausgegeben. Do^onäu^ felbft vermehrte darauf dio
früher befebriebenen Pflanzen mit denen, die Clufius,
Lobelius und Andere fpäter entdeckt hatten, und
gab das Ganze unter dem Titel: Stirpium hiftoriae
pemptades Antv. ».583. fol. Diefe Ausgabe ward
.1616. fol. noch etwas vermehrt abgedruckt. Nach
der letztern führe ich die ihm eigentümlichen Pflan-
zen auf: ^
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jog . Viertes Buch. Zweytes KapiteL "
Iafminum fruticanSy Trifolium fruticang, $70.
Veronica longifolia et maritima, Pfeudoly6machium
# eoeruleum, 8b. . . V \ fcrpyllifolia, V. pratenfis, 4*«
Valeriana rubra 36 1 • . . Crocus nudißorus Smith.
214. • • Iris graminea , Chamaeiris, ^4?- • • 4**
gi/opx triariftata Willd. 53g. . . Plantago graminea
Pourr. 108.
Hctliotropium fupinum 70. . . Capßcum longum
716. . . Campanula Sptculwn , arvenfis minima,
168. . . Ce/o/fa coccinea, Amarantus purpureum
i85. . . Atriplex portulaeoides , Portulaoa marin«,
771. » ♦ Cheno podium Scoparia, Ofyris, 101. • •
Tordylium Jyriacum, Oingidium 1. , 702. . . T. of-
ßcinale 3t4» . . Laferpklum SUer, .Siler montanum,
3 10. . . Myrrhis odorata 701. . . Cnidium Silaus
Spr. , Siler aiterum pratenfe, 3io. • • Thapfia vil-
lofa> Sefeli peloponnefenfe, 3i3. . . Cynanchum
acutum, Periploej prior, 4°8* • • Hydrocotyie vul-
garis, Cotyledon paJuftris, i53. . . Bupleurum ri~
gidum, B> aJterum latifolium, 633. . * Bupleur. bin»
c*um et falcatum, anguftifolium , ib. . . Selinum
Orpofelinum* Veelgutta > f -96. . * Ferula Ferulago
3.2t. % . Luferpitium Chironium, Panaces peregri-
nuffl, 3oQ. » » Cicuta viro/ay Sium aiterum, 589., .
Arthula Arnmi, Ammi aiterum parvum , 001.
Aliium Ampploprafum 690. . . Fritillatia Im»
perialis 20?. 1576 Viennae innotuit. . . FritilL
prrßca, LiJium perficum, 220. . * FritilL Meleagris
255. . » Tulipa fyforfiris, minor narbonenfis, 23'2...
Ornithogalum narbonenft 222. . * Ornith. ftachyoir
d<*s> AfphodeJus bulbofus Galenl, 209. % • Lanaria
plumola> Bulbus eriophorus, 692. . » Anlhericum
ofßfragum^ Afphodelus Jüteus paluftris, 208. * •
Hyacinthus nön feriptus 2 t 5. 216. . . Hmerocallit
ßava, Lilüiui non bulhofum, 2o4» » * Ilemeroc.
fulva, L. obfoleto colore rubens, ib. . , Rumex
zed by Googl
üntftrfudbling vateriändifcher Pflanze». 309
fcutatus, Oxalis rotundifolia,- 649« • • Rum. tobt*
rofust OxaJis tuberofa, 649.
Erica? cinerea* altera, 767. . • Er.? me-
diterranea, E. tertia, 768.
Rata angußifulia Perf. 119... Chryfofplenium
oppofuifolium , Saxifraga aurea, 3 16. . . Dianthus
virgineus* Armerius flos ui. , 176.. . Lychnis chal-
cedonica , Flos conftantinopolitanus, 178. . * Ce»
rafiium vifcofum, Alfine fpuria iv. , 3i. . , Euphor*
hia officinarum 378.
Capparis ovata 746. . • Glaucium phoeniceum
et violaceum Smith. 449. . . Delphinium elatum,
Lycoctonum florc delpbinii, 44 l- • • Anemone tri*
folia 436.
Teucrütm fupinum, Pottum tenuius, ?83. . •
Teuer, gnaphalodes* Pol. reperis, ib. • . Leonurus
Galeobdolon, Urtica iners in., i53.t. . Phlomis
Lychnitis, Verbafcum fylveftre, i45. • . Thymus
Maßichina» JVlarum vulgare, 271. . . Mentha ro*
tundifolia 96. . . Pedicularis fafeiculata , Filipendo-
la monta.ua, 56. . . Linaria purpurea i83. . .
Anarrhhum, heUidifolium , Linaria odorata , 1 84- • •
Acantlius fpinofus, A. fylveftris, 719.
Ibetis uwhelltta, Draba f. Ära bis aut Thlafpi
Candiae, 7i3. . . Lunaria cane/cens Willd., Alyffum
Diofcoridis, 89. . . I* redhiva, Viola latifolia, 161,
. . Dentaria pinnata* Viola dentaria altera, 162.
, . Fe/raria pavonia , Tigridis flos, 693. . . Hir
hifeus palußris % Althaea hortenüs f. peregrina, 653.
Ulex europaeus, Genifta fpinofa, 769* • • ^nm
thyllis lotoidesy Coronopus e cod. caef., 109. Pa- . r
hidanus hatte fie am Libanon gefunden. . . Orobus
Biger , Aftragaloides, 55 1. . . Vicia narbonenßs,
Bona fylveftr«,- 5 16. . . Scorp'turus fulcata , Scor-
pioides K, 71, . • Jlftragalus ariftatusy Tragacan-
iba, 75 1.^ ^ Trifolium tubeutt Lagopus major
>
Digitized
gip Viertes Buch. Zweites Kapitel.
578. . - * Tri f. agrarium 5^6. . . Triponflla cofni*
culatdy Trifolium cornicolatum 11., 575.
Lactuca prrennis, CbondrilJa prior, 637» .
Crepis? teccorum, Dentis leonis 111. , fpec. 636. • ;
Hypochoeris radicata* Hieracium ni. , 63g. • . Cata*
nancti* corrulea, ChondrilJa in. , 638. . . Cirfium
mqnsprjjulanum., Cirfion, 737. . . C. italicum 738.
f. 2. . . Onopordon Acanthium . . Cacalia
-An Euphorbium 378. . . Artemißa vamforata, Abro*
tanum o ioratiim humile. 22. • . Areem. maritima^
Abfinthium feriphium, 20. . . Gnaphalium arven-
fe, Fila^o minor, 66. . . Senecio vilcojus, Erige-
ron maius, 641. . . Aftrr Tripolium 379. . . Inu-
Ja t rithmijolia , Oithrnum Chrysanthemum, 706. . .
Cfintaurea nigrefcpns W . , laeea nigra, 124. Vergl.
J, Baun. 3, j8. . . C/>nt. murb ata, Cyanoides flos,
25». .. EcMnops fpinofust Carduus fphaerocepha-
lus acutus , 7 ^2.
Or hU hircinay Tra^orchi«, 237. . . Cypripe*
dium Cyf'folus- Cj!c»-o!u* Marianus, v8o.
Thu'a occideiftalisy Arhor vitae, 858. . • Md-
ntordica Bal/amma, Charantia, 670. • . Cucumis
ß*j'uofus o>>!ongus, 6^2.
S fix ßifca, pumila prior, 843. . . Stratiotes
ahidrs, >e tum ^qnatiJe, 589. . Myrica Gate,
Chamaelpagnus 78«*».
Afplm'tum lancrolatum Smith., Dryopteris can*
dHa, 4~i6. . . Funus nodofus* ma ritimns in., 480.,
filiquojüsy IV., jbM /otpi/x, u. , 479»
Matth. Lobelius* aus Lille (Ryffel) in Flandern
gebürtig, war ein ü*r trpffJicher Pflanzen forfcfaer.
Er hatte Geh durch Reifen , befonders im füdJichen
Frankreich , wo er zu Narbonne fich mit Peter Pen*
zur Herausgabe f*in*»r vVurkp o-rband, ferner in der
Schweiz, in Italien und Deutle!) land eine fo reiche
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I
Vnterfuchüng vaterländifchtr Pflanzen. 31t
-
Kenntnifs erworben, wie Wenige feiger Zeit gen offen."
Durch Umgang mit den erften Botanikern feiner Zeit,
und durch Studium der Alten fucbte er feine Kennt«»?
nffs noch zu vermehren. Er lebte eine Zeit lang aJa\
Arzt zu Antwerpen und Delft. DurchTurners Freuod-:
fchaft nach England gezogen , übernahm er die Auf**
ficht Aber den königlichen Garten in Hackney, und-
bekam den Titel eines königlichen Bora nie us. Sö-
tern er zu Highgate bey London 1616 im 78ften Jahr;
feines Alters.
Sein e rft es Werk waren : Stirpium no-va adver-
faria, Lond. 1570. fol. P, II. Lond. i£o5. fol., worin,
nach einer gewiffen natürlichen Methode neue Pflan-.
zen aufgezählt, in kleinen artigen Kupferftichen ab-
gebildet, aber etwas fchwerfällig befchrieben wer*
den. Dann folgte: Plantarum f. ftirpium hiftoria*.
Antverp. 1676. fol., worin viele Pflanzen -Befchrei-.
bungen aus den Adverfarien wiederholt, noch mehr,
erläutert, und andere Abbildungen , oft weit rohere,*
hinzugefügt werden. Endlich wurden diefe Figuren,,
nebft allen übrigen aus Dodonäus, Matthiolus n. f. f.
nochmals wiederholt in: leonibus ftirpium, Antverp«)
1591. 4»> worin mehr als 2000 Abbildungen enth&Ut
ten lind.
Das Verzeichnifs p'er von Lobelius zuerft bt*
fchriebenen Gewächfe ift folgendes:
Lemna trifuha, Hederula aquatica , ic. 2T 36. t
Svffrenia ßliformis Bellard. , adv. 227. ic. 4i6\ f. 1.:
. . Circaea lutetiana ic. *66. . . Veronvrn longi-i
foliay Lyfimachia coerulea hortenfis, hift. 186. ic.
344- • • V. fiuteltata, ic 4^7- • • ^ Chamacdrys,
ic. 490. . . Ucricularia vulgaris, Millefolium aqua«
ticum, ic. 791. . . Salvia gluänofa, Coius lovis,
ic. 5
Cro-us fußanus Ker., adv. 2, 497« • • Schorn*
nus mucronatuSf luncus nuritimus, adv. 44- « -
r
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jia Viertes Buch. Zweytes Kapitel.
Nardus ßrieta, Spartum noftra* parvum, ic. 90. . .
Aiopecurus geniculatus , Gramen aquaticum fpica*
tmn, ic. i5. . . Aira canefeens adv. 2, 466. . . Me*
lira unißora Retz., Gramen avenaceum, rariori pra*
ik>, cidniciim, adv. 2, 4^5. . . Holcus bulbofus%
Gramen buJbofum, ic. 20. . . Poa uquatica, Gra-
Dfif» maius aquaticum, ic. 4« • • P*jluitans Sin'th.,
Giamen aqnix innarans, ic. 1 2. . . P. maritima,
Gi ameo genicuJatnm marinum, ic. 21. . . P. dura%
adv. 2, . , P. alpina, a«*v. 2, i*)3. . . Ave na
nuda, ic. 3s.. Arundo arenaria* Spartum noftras,
bift. 45. fr. 89. . . 4. Phragmites hift. 28. ic. 5i.
• . if. Donax hift. 28. ic. 5i.
Scabiofa alpina adv. 33. . . AfperuJa tauri»
nenfis * Ruhia laevis taurinenfium , ic. 800. . . Plan*
tago fubulata Serpentine omnium minima, ic. 4^9.
. . PI albicans* HoJofteum monspelienfe, adv. 18.
Alchemilla Apbanes, Percepier Angl., adv. 024. ••
Cam/orofma acuta > AnthyiJis marina Narbonenlium,
ic. 4^8.
Anchufa fe.mpervirens , Bugloffum, adv. 247. . .
ÜynogloJJum omphalodes , Symphytum pumilum re-
pens , ic. 077. . . Syntphytutn tuber oj um, ic. 584»
• . Cyclamen hederaejulium , ic. 6oj. . . Verba-
feumvirgatum Witb., ttiattaria magno flore, ic.564-
• . Samolus Valernndi Anagalli.s aquatica tertia,
ic.467. . . Ulecebrum capitatum , Poly^onum mon-
tan um niveum, adv. 180. . . Herniaria frutirofa%
Polvg. berniariae foln«? ic. 2, 85- . . Chenopodium
olidum Smith. , ic. 255. . . Ch. polyfpermum. ic»
a5^. . . Apocynum venetum> Efula rara e Lio Ve-
net. , adv. 100. . . Hei acle um Tordylium ^pr. , Se*
feli creticum maius, hifr. 425. . . Angelina Carvi-
folia cpr. , SaxifVaga Anglorum, adv. 55 1. bift. 456.-
Thapfia f*et\da% Thapfia carotae effigie, hift.
4?2. . • Lajerpuium gaflicum, Laferp. uiafülienfe,
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•
Unterfuchung ? aterländifcKcr Pflanzen. 313
adv. 3i3. . . Ca hrys Dbanotis > Thapfia Turbeth*
adv. 35o. . • Phyfofprrmum com mu tat um Spr., Li-
gufticum alterum Beigaium, hift. 457. ic. -78^. . .
Caucalis grandißora* hifr. 420. . . Toriiis An thri-
Jcus Spr., CautaJis rubello flore, hift. 4-o. . . Sium
Sulbocaftanum Spr., Nucula terreftris, hift. 429- • •
Oenanthe prucedanifolia , Oenanthe anguftifolia, hift«
• • Oen* crocuta, adv. 326, . . Pimpinella
diaica, Peucedaoi facie pufilla planta, adv. 33i. '. ,
Sejeliglaucum* Caucalis AnguiJJarae, adv. 325. ic.
727. . . Sefeli tortuofum, S. maffilienfe, folio foe-
niculi craffiori, adv. Z$o, . Bunium aromaticum%
Ammi creticum, ?c. 724. . . Myrrhis aurea Spr.>
M. altera, ic. 735. . . Ugußicum Cervaria Spr.,
D-uous felinoides fecuodus, hift. 4>4* • • Ammi
daucifolium, Cicutaria maxima Braocionis, hift. 422«
0 . Staticc oleaefolia* Limonium maritimum, adv.
l«3. . . Radiola Millegrana Smith., Herba turca,
aidv. 180. . . Linumßrictum, Pafferina Jinariae fo-
lio, ic. 411* • • k campanulatum, Campanula lu-
tta linifolia , ic. 4*4-
Tillandfia utriculata* Peruviana altera, aloSs
facie, ic. 2, 204. . . Yucca Gloriofay adv. 2, 5o8...
Lilium pomponium, adv. 2, 5o4- • • Harmanthus
caccineus , adv. 2 5o3. . . Panrmtium amoenumy
adv. 2 5o2. . . Crinum americanum, adv. 2, 5oi,
, . Tulipa fuaveotens W. , T. pumilio, ic. 127. . t
Scilla Lihohraci/ithus , Hyarintbus ftellaris, ic. 101...
AUium carinatum , Ampeloprafum proliferum , ic.
i56. . . Apkxllanthes monspplienßs , adv. 190. . .
Frankenia laevis Polvgonum alterum pufillum, adv.
180. . . luncus obtußßorus, Gramen aquaticum al-
terum, ic. '2. . . / glaucus, acutus vulgatus, ic.
85. • • conglomeratus , laevis glomerato flore,
ic. 84* • • Luzula pilofa Decand., Gramen hirfutum
nemprofum» ic. lü. . . %uz. campefiris, Gramen
JI4 Vierte* Buch. Zweytei Kapitel.
exile hirfutum cyperoides> ic. i5. . • Triglochiit
rharitimum i Grannen fpicatum alterum, ic. 17. . .
Alifina Damafonium, Plantago aquatica minor altera,
ic. 3oi. . . A* ranunculoides , Plant, aqu. humilis,
ic. 3oo.
Polygonum maritimwn ic. 4*9- • • P» lapa-
thifolium je. 3i5. . . Coccoloba nvifera> Pöpulus
xiovi orbis, ic. 2,'ig.S. . . Rhododendron hirfutum^
Balfamum alpinum , ic. 5^7« • • Saxifraga Bur/e-
riana, SeHum min im um tertium, ic. 376*. . Gyp/b-
•philo. Saxifraga . Saxifraga antiquorum , adv. i83. . .
Dianthus proUfer , Armeria prolifera, ic. 449« - *
D. deltoides, Caryophvllus mmimus pulchellus, ic.
444- • • Silene conoidea, fylveftris altera, ic. 338.
. . S maritima , Lycbnis marina anglica , ic. 337«
Rejeda alba* maxima, ic. 222. . . Cactus
mammillaris , Echinomelocactus, adv. 373. . . <7.
perüvianus y Euphorbii arbor, ic. 2, 25. . . Papa*
ver Argenirtne, ic. 276. . . Paeonia humilis, P. pro»
jnifcua, ic. 683. . . P. coraUi/ia Uetz., P. mas, ic.
684- • • Ranunculus polyanthemos , hift. 080. . .
R gramineuS) ic. 671. . . R.falcatus, Perpufillum
Melampyrum , ic. 07.
Aiuga Iva* Iva mofehata, adv. 164. . . Side-
ritis fcordioidesy adv. 225. . . Marrubium creticum,
adv. 222. . . Phlomis italica* Verbafcum fylveltre,
adv. 241. . • P hl. Herb a ventiy ic. 532. . . Afo-
luccpJla fpinofa^ Molucca afperior, adv. 221. . . Ori-
ganumfyriacum* Marum fyriacum, ic. 499« • • Me*
liffa cretica, Calamintha ir., incana, ic. 5i4- . . An-
tirrlünum Afarina, ic. 601. . . Scrofularia canina9
Kuta canina, ic. 55. . . Digitalis ferruginea, ic. 573.
Cochlearia danica, Hederaceum thJafpi, ic. 61 5."
• . C. anglica , britannira, ic. 294. . . Alyffum
fpinofunty Thlafpi frutieofum fpinofum, ic. 217. . .
d*campefire, fupinum luteum, ic. 220. . . Vella
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Ünterfuchung vaterJändifcher Pflanzen« jrjj
Pfivdocytifus , Cytifi facie Alvffon fruticans, ic. 2,
49. • • Bifcueella coronopifolia Thlafpi parvum
hieracifolium, adv. 74. . . Iberis pinnata , Thlafpi
minus uuibeJJatum, adv. 75. . . Eryfimum dijfufum,
Eruca fylveftris anguftifolia , ic; 2o5.
Erodium gruinum, Geranium creticum annuum,
io. 662. . . Lavatera olbia, Althaea, adv. 294.
Genifta an glica. GenifteIJa aculeata, ic. 2, 93.,.
Cnonis antiquorum , O. Aegipyros, ic. 2, 28. • . 0.
rotundifolia. Cicer fylveftre verius, ic. 2, 73. . . Cy+
tifus argemeus , Lotus afperior fruticofa, ic. 2, 41... .
Ornithopus compreffus , Srorpioides leguminofa, adv.
4<>3. • . Pforalea americunay Trifolium, ic. 2. 3i...
Aßragalus Stella, Stella leguminofa, ic. 2, g5. . p
Trjfttt'um angußifolium, Lagoptis, adv. 384. . . Lo-
tus filiquofusy adv. 385. . . L hirfutus , Oxytri-
pl»vlluin alterum Scribonii, adv. 38i. . . Dorycnium
mons pelle nfey adv. 38^. . . Trigonella elatior Smith,,
Mfhlotus l'ynaca odora, ic. 2, 42« • • M&dicago ra-
diata, Lunaria ra liata ftalorum, ic. 2,38. . . Af.
marina, a lv. 383. . . Af. turbinata, Medicae fpec.n.,.
adv. o83.
Hypericum elodes, tomentofnm, ic. 4oo. • .
H. Jerpyllifolium, fyriacum et alexandrin um, ic. 2;
390.
Hieravium bulbofum, Chondrüfa pufilla marina,
adv. 83. . , Apa) gia rrifpa Hi*»racium folio et flore
taraxaci , ic. 2 j8. . . Helminthia echioides, Bu-
gloffum eehioides, ic. 577. . . Stähelina fruticofa,
Cyanus reppns, ic. 54#. • • Serratula dubia Spr.,
Stoechas citriua altera, adv. 2o3. . . Carduus acan-
thoides, a<Jv. ^71. . . Clrfium eriophorum > adv.
370. . . C. disjectum* C. maius, ic. 582. . . C.
pratenfe* anglirum, ic. 583. . . C. Cafabonaey
Acarna Theophrafti, ic. 2, 16. . . C. italicum, Phe-
jiixiao Carduus, ic» 2, i5. . • Carthamus Cmrdun»
1
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-•
316 Viertes Bueku Zweytes Kapitel.
eeUus* adv. 074. • • Baifamita ag erat i/o lia Defcf0
adv. 2, ^09. . . Art*>rn ifia ar bor* /hens , Abfintbium,
ic. 713- • • Gnuphalium alpinum, Leontopodium
parvum , ic. 4#4- • • afterifcißorum , Leonto-
podium, ic. 4^4» • • Gif» minimum, ic. 481. • •
G/i. fylvaticum* tertipm anglicuoi, adv. 202. . • Eri*
geron graveolens Conyza minor vera, adv. »46- . :.
Xeranthemum Orientale < lacea pufilla incana, ic. 545.
. . Cineraria patußris> Cony7a helenitis fol. laci*
niatis , »c. 047. • • Cin. campeftris, Con. heien.
mellita incana, daf. • . Cin. maritima^ Iacobaea ma-
rina, adv. 80 After acris, minor Narbonenfiura,
adv. 147... Inula montana , After montanus hir-
futus, adv. i4& • . Senecio artemifiaefolius Perf.
aiv. 333. . . Anacyclus aureus* Herbariorum An»
themis chrysanthemos , adv. 343. . . Anthemis ma-
ritima. Cotula f. Parthenium maritimum, adv. 345...
Centaurea conifera^ Chamaeleon non aculeatus, adv.
3b7. . . Cent, pullata, lacea humijis ferpens, adv.
235. . . Echiwps Ritro , adv. 36g. . . E* firigo-
fus, Spina alba, daf.
Orchis variegata , ftrateumatica minor, ic. 184.
. . 0 militaris maior , daf. . . Ophrys Monorchis,
Orchis minor leodienfis, ic« »87. . . 0. apifera, Me»
littias, ic. 180. • . 0. aranifera* Tefticulus vulpi-
nus ii., ic. 179. . . Malaxis Löfelii adv. 2, 5o6.
Carex ovalis> Gramen cyperoides parvum, ic.
19. . . C.vulpina, Gramen paluftre cyperoides, daf.
. . C elongatas Gramen paluftre maius, ic. 11. . •
C. Pfeudocyperusy ic. 76. . . Typha minor* adv.
4i. - • Ofyris alba* Cafia poetica, adv. i85. . .
Ambro f\a maritima* fativa hortenfis, ic. 766.
Piftacia retinulata, Terebinthus minor, adv. 41 *•
. . Coriaria myr ti/olia , Hbus Plinii myrtifolia, adv.
4 12. . . Atriplex laciniata9 filveftris Jatifolia, io.
254. • . 4« patulüi filveftris finnata, daf. . . . A
>
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Unterfucfcung vaterländtf eher Pflanzen. 317
rnnguftifolia Smith., filveftris polyjgoni foliis, ic.
Afplenium marinum> Chamaefilir marina, Sc.
Si4. • . Fucus barbat us ic. 2, 2*54* • • F* anna*
rius ic. 2, 266. . . F. nafa/?*- adv. 256.. . Viva
Lmceuca hift. 647. . . 17. umbilicalis, Liehen mari«
11 us, ic. 2, 246.
Nach feinem Tode erfchienen , von WiJb. Horn
herausgegeben: ftirpium iJluftrationes , Lond. i655»
4. > voll Streitigkeiten mit Parkinfon, Tabernämon*
tanus, Gerard und den Bauhinen: auch manche da*
mals feltene Pflanze ift befchrieben , als Aquilegia et*
nadenfis, Anamenia Ventenat., aber nicht abgebildet.
m « *
< ■ 1
Mit Bewunderung und Dankbarkeit nennt die
Nachwelt den unfterbJichen Namen Kar] Clufius, die-
fes Märtyrers der Wiffenfchaft , diefes gröfsten und
verdienteren Pflanzenforfchers feiner Zeit. Auch er
war ein Niederländer; das reiche, blähende Antwer-
pen feine Vaterftadr. Im Jahr i5n5 geboren, fing er
feine akademifchen Studien in Löwen an und fetzte
dein Marburg fort, um ße in Montpellier zu vollen*
den, wo er i55p, die höchfte Wörde in der Arzney-
kunft erlangte. Dann ging er in feine Vaterftadt zu-
rück, ward aber bald von den edeln Fulgers nach
Augsburg berufen» um mit diefen eine Reife durch
die Niederlande, durch Deutfchland , Frankreich,
Spanien und Portugal! zu machen. Was er auf die*
fer Reife mit grofser Anftrengung gefammelt, das zu
ordnen und zu befchreiben verwandte er, nach fei*»
ner Rückkehr i 565, fflnf Jahre. Im Jahr i5jo ging
er nach England, \5yd ward er an den kaiferlichen
Hof nach Wien, als Auffeher der Garten, berufen.
Hier lebte er neben Jahre, indem er zugleich Oeft>
reich und Ungern durchreifete. if>8o ging er wie*
der nach England* wo er fieben Jahre blieb: k dann
•
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£U . , Vi»** Buch. Zweytes Kapitel, j
lebte er fechs Jahre lang von einen? Jahrgehalt de«
Landgrafen von Hellen , in Frankfurt, ward endlich
1093, al$ er fcbon 68 Jahr alt war* als Profeffox nach
leiden berufen, wo er 1609 ftarb. . >r\
j Durch einen ßecben Körper. mufste er den brebr
senden Eifer für die Pflanzen kupde büfsen. 1 Kno*
chenbrüche am Arm und Schenkel, .Verrenkung de*
XJnterfufses, ein Darmhrunh und beftändige Unpäfs-
Jichkeit erlaubtet) ihm fchon in Frankfurt und noch
mehr in Leiden, fich nur mit Krücken unterfttttzt,
dann und wann mühfam umherzufchleppen. Aber
in diefem gebrechlichen Körper wohnte ern herrli^
eher Geift und eine fchöne Seele. Denn, dar er, ; als
äJtefter Sohn , gemächlich von feinem väterlichen Er»
he, dem Gute Watenes, leben konnte, zog er vor, in
rühmlicher Befchränktheit der Wifienfchaft dies Opfer
xlu bringen, und trat das Gut förmlich feinem jüngem
Bruder ab. Nichts konnte, auch im höhern Alter»
feine literarifche Thätigkeit hemmen. Der meiftea
Heuern Sprachen mächtig, gab' er Ueberfetzungen un4
Auszüge aus Garcias, d'Acofta's und Mooardes Be?
richten über die Pflanzen bej ler Indien, aus Belon't
trefflichen Nachrichten über die Levante, mit fernen
eigenen Bemerkungen Aber ausländifche Erzeugniff*
fies Pflanzenreichs: Exoticorum linri 10, Antverp,
*6o5. fol. Er überfetzte des Dodoens Kräuterbuch
ins Franzöfifrhe. Aoer wichtiger als diefe Schriften
find feine: Rariorum ftirpium per Hifpanias obferva*
tarum hiftoria, Antverp. .576. 8., feine: Rariorum
ftirpium per Pannoniam, Auftnam et alias provinr
das obfervatarum inliorb, Antv. i58j. 8. Beide
Werke erfchienen /ufammengezogen und mit neuern
Bemerkungen bereichert, in der: Rariorum pj an ta-
rum hiftoria, Antv. 1601, fol., wozu noch, nuch
feiuem To'le, kamen: Curae poftenores, Antv. 161 r.
£. In dieien Schriften iii eine ip groise Menge neuer
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Unterfuchupg yaterländifobe* Pflanzen* p$
Pflanzen befchrioben, und trefflich abgebildet, als
xioch Niemand vor ihm gefehn hatte. Sie waren
theils von ihm feJbft gefammelt, theils von feinen)
Freunden, Lobelius, Thom. Penney in London, Jak»
Plateau in Tournay, Joh. Dortmann in Groningen
und dem Friefen Bern. Paludanus, der den Orient be*
fucht halte, ihm mitgetheilt worden.
Hier ift ein Verzeichnis der zuerft von ihm bflfr
f ehr j ebenen Gewachfe:
Feronkafpuri«, recta vulgaris , hift. 1, 347. ,„
F.fpkata, recta minima, V. Ii., pann. $19. hift.ii
347* • • *lpina* Teucrium vi., hift. 1, 35o. . •
V* aphylla, Teuer, minimum, daf. • . V. latifolia^
Teuer, iv. , pann. 61 5. hift. 1, 349« . . Vm dentatap
Teuer, quarti tertia fpee.,. ib. . . V, prqftrata. Teuer*
V., pann. 6i5. quintum hift. 1, 55o. . . Salvia Ver*
henaca pann. 58z., Hormini fylvrV. fpee. prior hift.
2, 3i# . . Sm auftriaca pann. 579. , Horm. fylv. IV,
fpee« altera 3o. • . S» verticillata pann. 678., Horm«
fylv. in., 29. . . S. gluiinofa, Horm. fylv. a.', 29. . .
5. triloba, cretica non pomifera, hift. i, 343 * •
tingvicula vulgaris et alpina pann. 36 1. hift. 1,
3 10. Beide mit rother und weifser Blume.
Feäia Cornucopiae , Valeriana indica, hift. 2^
54- • • Crocus autumnalis Pall., . Crocum monta-
oum 1., hifp. a6»5. hift. \y 208. . . Cr. moeßaeus Ker.
pann. ,227. • . Ixia Bulbocodium hifp. 239., Cror
cus verpusanguftifolius hift. i, 208. . . Iris varie»
gata> latifolia maior xv., hift. 1, 221.. . L Jufiar
na, latifoJia maior/ 217. . . L aphylla> fpee. XXV.,
223. . . L iuncecL, mauritanica, cur. poCt. 1 16. 47«
f. lutefeens Lam., Chamaeiris latifolia V«. , hilt. 1,
227. . . /. microptera Vahl. hifp. 274. , Iris bulbo-
fa hjft. 1, 210. . . /. fpuria, I. anguftifolia, hift.
228. , . /. pumila* 1. latifolia minor, ib. 225. . .
Lfambucinq, 1. major latifolia Vin. , hift. 1, 219. t ,
1
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J20 Vierte« Bach. 2weytes Kapitel.
Moraea Sify rinchium Ker. , Sifyrinchium, hifp. 2o*i.
hift. i, 216. . . Cyperus efculentus, Orobus paano-
nicus ii., 7^8. . . Lygeum Spartum hifp. 5oj.% Spar«
tum n. hift. 2, 220. . . Panicum fanguißale* Ifchae-
moQ PJinii, hift, 2, 217. . . Pan. Uactylon hifp,
498., Gramen leghimum hift. 2, 217. . . Arundo
arenaria, Spartum in. , hift. 2, 221. . . Stipa penna-
ia, Spartum auftriacum pennatum, pann. 726. hift.
2, 221. . . St. tenaciffima, Spartum i.f hift. 2, 220...
Melica ciliata, Gramen montahum avenae femtne,
hift. 2, 219. . . M. nutans, Gramen montanum fpi-
catum, daf. . . Poa megajtachya Schrad., Gramen
ÄmouretteS , hifp. 5oo. hift. 2, 218. . . Ortegia hfr
fpanica, Imicaria falmanitcenfis, hifp. 5o3. hift. 2, 174.
Protea nereifvlia Brown , exot. 38. f. XV.
Clobularia cordifolia, Scahiofa X., hift. 2, 5. . . Sra*
Tjiofa fylvatica. Sc. Iii. , hift. 2, 2. . . Sc. fiel lata
"hifp. ^65., Sc 1. hift. 2, 1. . . Sc atropurpurea, Sc.
Vi., hift. 2, 3. . . Galium rubrum hift. 2, 175. . .
Crwianella latifolra, Rubia fpicata , hift. 2, 177. . . '
'Cr. maritima . R i "a marina , hifp. 4^4« hift. 2, 176.
. . llantogo Bellardi^ Holofteum falmantic. minus,
hift. 2, 1 1 . . . PI cretica, Leontopodium creticum,
hift. 2, 111... PI albicans , Holofteum falmantic.
prius, hifp. 487. h-if«. 2> iio. . . Cornus fuecica,
pa >n. 8-S. . C^amarp-riclymenum , hift. 1, 60. . •
Fagara Avi%ennae exot» 18 5. . . Alchmnilla alpina*
Ii- ptaphy iion , hifp. 4^o. . . Potamogeton denfus,
Trinulus aquaticus minor alter, pann. 714. hift. 2,
2Ö2.
Cynogloffum chfirifolium, cretirum t. , hift. 2,
162. . . C. pl tum% 11 , ddf. . . Cerinthe afper a.
hift. 2, 167. . . C minor i'8. . . Echium violaceum
p;>nn. 68 1., E. ruüro flore hift. 2, 164... Andro»
face ldctea> SeJutn minuc alpinum Vi. , pann. 49*-
^ xi. hift. 2, 62. . . A. villofa, Sedam aJpinum iv.,
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ttatferfacBtag ▼ateriändifcher Pflanfcen. gai
pann. 4^9« S. minus X. hift. 2, 62. . . Primula in-
tegrifölia , Auricula urfi iv., pann; 349* h^** l> 3o4-
. . Pr. minima, Auricula urfi Vi., pann* 55o., vui.
bift. 1, 3o5. . . Pr. farinofa, Pr. veris rubro florc,
pann. 640. bift. 1, 3oo. . . Soldanella alpina YV.,
minor, hift; 1, 5og. . . 5. montana vV. pann. 554«i
xnaior, daf. 3o8. . ; Cyclamen coum, C. byzantinum,
daf. 264. . . Lyfimachia tfyrßflora, lutea m.t hift. 2,
53. • . Lyß punctata, altera, 52. . . AnagallisMo-
nelliy app. alt. exot. . ; Azalea procumbens > Ano-
11 y mos altera, pann. 58., Chamaeciftüs vn. hift. 1,
75. . ; Solanum tuberofum hift. 2, 79; i588 fchick-
tc 5hm Phil, de Sivry die erften Knollen. . ; ConvoU
vulüs althaHtoides hifp. 384. bift. 2, 49. . . C. Ca/»-
tabrica bitp. 385. hift. 2, 49. • . Ipomo&a Bona nox,
Buenas noches» exot. 44* • • Ip* Quamociu cur. poft.
8.9. . : Lonicerä nigra, Periclymenuin rectum 11. ,
hifp. g3; hift. ij.58. . . Lycium. afrutn, Rhamni 1.
fper. n. , hifp. 68. hift. r, 109. . .;■ - Jtihatnnus lycioV*
des , m.\ hifp. 70. hift. i, 110. . . Rh Alaeernus
hifp. 57. 58. hift. l, 5o. . . Ev'onymus latifoliut
app. ad pann. hift. i, 56. . . Ev. >verrucofus 5y. . .
Viola grandißora, montanä in., pann. 3.5g.. hift. i±
3 10. . . Vi bißora pann. Z5j. . . V. pinnala, la-
ciniato folio, hift. ,1, 009. . . Cynanchum nXonspe*
iiacum* Scamraonea Valentina, bifp. .&a6. Apocy
oom IV. latifol. hift. I, 126. . ; Gantiana pannönU
ca, maior purpureo flore, pöon. 278* bift. 1, 3 12. ...
<7. afclepiadea, G. n., pann. 281. hift; 1,012... G*
acaiilis, G. v#> pann. 285, . . <7. verna, Vi., pann.
287. hift. 1, 3i5. . . <?. nivalis, xi., pann. 291. hift.
1, 3l6. ; • Etyngium pufdlum hift. 2, i58. . .
E* tenueham., E.pumilum, hifp. 456. hift. 2, i5g...
Caucalis maritima Gouan. cur. poft. 71. . . AthtX-
manta panacifolia Spr., Thapfia iv,, hifp. 43 1. bift.
2, 192., ohne Abbildung. . • , Punpinella disfectUi
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3*2 Vierte» Buch. Zweytet Kapitel.
Pimp. germanica minor, daf. 197«« • Selinum au-
firiacum, Sefeli montanum 1., pano. 690. hift. 2,
193.. . Siler aquilegifolium Gärtn., Sefeli aethio-
pici alterum genus, daf. 190. . . Sejeli Hippomara-
thrum, Saxifraga pannonica, pann. 698* hift. 2, 196.
. . Peucedanum arenarium, panno^cum, daf. . .
Caffine capenßs, Celaftrus Theophr., cur. poft. 4- . .
Telephium Imperati hift. 2, 67. . . Uttum hirfutum,
fylv. 1., pann. 299. hift. x, 317. . . L tenuifolium%
ui., pann. 3oi., iv. hift« 1, 3 18. . . L* a/pinum, IV.,
pann. 3o4«> v» hift. 1, 3 18.
Leucoium aefiivum, bulbofum maius, pann. 184«
hift. 1, 168. . . L autumnale, bulbofum ferot. te-
nuifolium, hifp. 272. hift. 1, 170... Narciffus mir
nor, Pfeudonarciffus minor, hift. 1, i65. . • 2V.
Bulbocodium, Pfeudonarciffus iuncifolius u., hift. i9
166. . . N.feroeinus, hifp. 252. hift. 1, 162. . . iV.
Tazetta, latifolius, hift. 1, i55. . . 2V. mofchatus,
Pfeudonarciffus in., hift. 1, 166. . . N* calathinus,
ix. anguftif., hift. 1, i58. ... Pari er a dum maritimum,
HemerocaiJis Valentina, hifp. 288. hift. 1, 167. . .
Bulbocodium Vernum, Colchicum Vernum, app. alt.
exot. . . B. aucumnaie Lapeyr. , Colchicum monta*
num, hifp. 267. hift. 1, 200. 201. . . AmaryUis lu>
tea, Narciffus autumnalis maior, hifp. 253. hift. 1,
•164. . • Am. formofijfima , Narciffus latifolius flore
rubro, hift. i', \5y. . . Allium rotundum, Moly V.t
hift. 1, 195. • • AIL oleraceum, Moly in. , 194» • •
Ail vineale, Ii., daf. . . AU. paniculatum, IV., daf...
All.flavum, A. montani iv. fpec. 1., dafi . , All.fc-
Hefeens, nareiffinis foliis 1. , pann. 221. hift. 1, 195.
. . Ali arfgulofum , pann. 222. hift. 1, 196... AIL
Clufianum, Moly minus, hift. 1, 192. . . AIL nigrum,
Moly Theophrafti, hift. 1, 191. . . AIL Mvly, app#
alt. . . Liüum chalcedonicum, byzant. miniatum, hift.
i, i32. . . Lil. pyrenaicum Qouan., montanum flavum,
x) by Googl
Üjiterfuchung vaterländifcher Pflanzen« 32 j
hift. 2, 256. . • Tulipa Clußana Red., cur. poft. ,
17. 18. . • Fritillaria pyrenaica bift. 2, 257. . .
Ornithogaluni pyrenaicum app. alt. ad exot. . ♦ 0.
comofutn, pannon. albo flore, pann. 189. hift. i,
187. . . 0. pufillum Schmidt., O. pannonicum luteö
fiore, pann. 190. hift. ij 18g. ; . 0. nutans, nea-
jolitahum, app. alt. ad exot. . . Scilla italica, Hya-
ciDthus ftellatus cioeracei coloris, hift. 1, 184. ; .
Sc. peruviana 182. . . Sc. verna Ornithogaiüm hifp.
minus, 188..; Sc. hyacinthoides , Bulbus eriopho-
rus, 172. . . Sc. autumnalis, Hyacinthus autumna-
lis minor, i85. . ; Afphodelus ratnofus hift. 1, 196.
4 • A. albus , a., 197. . ^ ^. ßßulofusy minor,
hifp. 296. hift. 1, 197. . . Afparagus acutifolius,
Corruda i., hifp. 458. hift. 2, 177. . . A. aphyllus* -
ii., hifp. 459. hift. 2, 178. . . A. albus , 111., hifp.
46t« hift. 2, 178. . . A. amarus Decand., A. m a ri-
11 us, hift.*2, 179. . . Convallaria tatifotlä% panri.
264. hift- i, 276. . . Polianthes Tuber ofa, Hyacin-
thus indicus, hift. 1, 176. ; Hyacinthus cernuuS}
hifpanicus, hift. 1, 177. . . H. romahus, comofus al-
bo flore, 180. i . H. ciliatuf Marfch. Bieb. j como-
fus byzantinüs, daC . . Lacherialid feroeina, Hyacin-
thus obfoleti coloris, hift. ij . . Tucca Dtacontsf
Tacon, exot. 48. . ; Toßeldia calyculata Wablenb.,
Pfeudo- afphodelus 11., pannj 262. bift. t, 198. . .
Seernbergia colchicißora Kitaib. , Colchicum panno-
nicum, hift. 1, 199. . i Franke nia pulverulentat An>
thyllis Valentina, hifp. 480. hift. 2, 186«
Chlord perfoliatai Centauriunt ltlteüm, hitp.
356\$ parvum flavum hift. 2, 180. . i Erica med>
terraneat coris folio ui.% hifp. 11 2. hift. i, 42...
Er. arboredj coris folio, hifp. 109. nift. 1, 41*** Er*
äußralisf 11., hifp. 1 10. hift. 1, 42. . . Er.fcoparia*.
iv.j hifp* Ii5. hift. i, 42« • • umbellata, vM
hifpi t i5< bift. l, 43. . 4 fr. cinerea* vi., hifp. 1 16*
at ••
1
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324 Viertes Buch. Z'veytes KapheL
0
•
hift. 1, 43. . . Er. purpurafeens, viu' Hift. 1, 4I. /.
£>. herbacea> vni. , 44- • • ciliar is hifp. 119.,
Xii. hift. 1, 46» • • Pafferina iuniperifolia Lapevr.,
Sanamunda 1. , hifp. 175. hift. i, 88. . . P. polyga~
laefoüa Lapeyr. , Sanamunda 11., hifp. 176. hift. 1,
89. . . P. Jürfuta, Sanamunda 111., hifp. 178. hift.
l, 89. . . Polygonum viv'parum , Bistorta minor,
pann. 479» hift. 2, 69. . » Lauras Perfea hifp. 16.
hift. i, 3.
ttuta montana hift. 2, 106. . . Rhododphdron
Chamaeciftus , iv., pann. 64., vni. hift. 1, 76.
Ar b 11 tu s alpin ay Vitis idaea 11., hifp. 79. hift. 1, 6d.
. . A. Uva urß hifp. ^9. hift. i, 63.,. . Pyrola
fecunda pann. 5o6. hift. 2, 117. . . P. umbellata
pann. 5oj. hift. 2, 117. . . P. unißora pann. 5otj.
hift. 1, 118. . . Saxifraga cae[tä> Seüum alpinum 111.,
pann. 4^8., minus ix, hift. 2, 61. . . & Hircutus
cur. poft. 11... «S. aizoidesy SerfUm alpinum 1., pann.
485., minus vi. hift. 2, 60. . . Dianthus caeßus$
Caryophyllus i. , hift. 1,282... D.arenarius, v.,
pann. 020. hift. i, 283. . . D.plumarius, v. fpiic«
altera, daf. 284. . . D.ulpinusy Caryophyllus 11. ,
pann. 3i8., fylv. 111. hift. 1, 283. .. Silene coni'a,
Lychnis fylv. 111., hifp. oZ^. , 11. hift. 1, 288. . .
Mufcipula, iv., hifp. 34o., 111. hift. 1, 289. . . S. po*
lyphyUa, 1., hifp. 336., vni. hift. 1, 290. . . «S. tri-
dentata Desf. , vi., hifp. 343. hift. i, 290. . . S. Ar-
mer ia, 1., hift. 1, 28S. . . $. alpeferis y x., hifi. i,
291. . . S.Pumilio, Caryophyllus via., panh.jzS ,
fylv. vii. hift. 1, 285.
Sedum Atiacampferos , Telephiüm vi., hifi. 2,
G7. . . S.villofum, Sedum palitftre, pahh. 4S7., r:,i-
nus in. hift. 2, 59. . . S. collinum W., minus iv\,
hift. 2, 60. . . 5. virefeens W., minus v., daf. . .
Ceraftium dkhotomuin, Alüne corniculata, hifp. 4*6*
hift. 2, 1.84* ' ? *
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VnUrfucbung vaterländifcher Pflanze». 325 '
Refrda purpurafcens , Sefamoides parvum fal-
inant., hift. i, 29?. . . Euphorbia ferratat Tithyroa-
3us myrtites vajent., hift. 2, 189. . , Eupfu hibtrna,
Tith. pJatyphylJos, hifp. 4^8. hift. 2, 190. . . Euph,
Characias hifp. 4^6. hift. 2, 188.
Philade/phus coronarius, Frutex coronarius* hift.
1, 55. . . J*jr¥S Amelqnchier , Vitis idaea in., pann,
8i., 11. hift. 1, 62. . . Spiraea falicifolia hift. 1,
84. • • Rofa fpinoßjfima, campeftris odor., panor
in. 114. hifi. 1, 1 iG. . . ' R. fempervirens app. alt.
^uct. . . Rubus Chamaemorus pann. 1 *8. hift. 1,118.
„ , füfentilla Jupina, PentaphylJon fupinum, hift. 2,
107. . . P. inclinata Vi 11. , iv. fpec. n., pann.429-
hift. 1, iq6. . , P.opaca, iv. fpec. 11., pan 11.428. hift.
3, 106. .. P. aurea, 'in., pann, 427, hift. 2, 106.. t
P. Qlußana, 11,, pann. 4^5. hift. 2, io5.
Sarracenia p\trpureax Limonio congener* hift. 2,
$2. . . Bixa Ortllana, fructus echinatu$, exot. j?). . .
Cifius lavandulifülius hifp. 147. hift. i, 72. . • C elon*
gatus Vahl., fol. fampfuci , hifp. 148. hift. ^72. • •
C. thymifolius hifp. i5o. hift. l, 72. . . C. oelandi-
cust Chamaeciftus n., 70. . . C. canus, Chamaec. 111.,
74- • • C* pHofiis hifp* i5.2., iv. hift. 1, 74- • •
C. Clufü, C. humilis, hifp. i5i., v. hift, 1, 75. . .
C. Fumana, vi,, hift. 1, 75. . . C. ledifohus, annuus,
hifp. \54* hift, 1, 76. . . C. ladaniftrus, Ledon i.,
hifp. 1 56. , anguftifolium hift. 1,77» C.laurifa;
lius, Ledon u., hifp. 1 58. „ JatifoJium 11. maius hift.
1, 78. . . C. falvifolius , feminax hifp. i4i* hjft.
70. . . C. populifolius latifolius n., 78.. . . C /a-
ari/Xi Ledon iv., hifp. i6p> hift. 1,78... C. mo/?$-
jjelirrtßs , v., hift. 1, 79. . . C. Libanotis> v., hifp.
162. , vu hift. 1, 79. . . C umbellatuS) x. , hift. i*
§1. . . C crijpus\ mas v. , hifp. 1S9. hift. 1, 69. t .
Ct incanusy mas 11., hifp. i37. hift. 1, €9. . . C.
i«fcff, mas \.x hifp. i55. hift. 1, G8. . . ^. halimi-
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2,a6 * Viertes Back Zwcytel Kapitel.
-
folius hifp. i44- »45. hift. 1, 71. . . Illicium phi*
lippinarum bift. 2, 202. . . Drlphinium ambiguum,
elathis fimplici flore, hift. 2, 20S. . . D. intermedium,
Aconitum Lycoctqnum flore Delphin., 2, g4. • • Aco*
nitum cauricum, pann. 4o7» hift. 2, 96. . . Ac. neo*
montanum, neubergenfe, pann. 4^8- hift. 2, 96. . •
4^ cernuum pann. 4*51m vixi« hift. 2, 97. . . ifc*
Cammarum* iudenbergenfe, pann. 4l2a hift. 2,97.. f
ifc« variegatum % Thora italica, pann. 4 1 4* hift. 29 '
g8. . . Rhizubolus butyrofus Gärtn., Gaftanea peru-
viana, hift. t,8... Anemone patmaea, hortenfis Ja*
tifolia, bift. 248. . . A. pratenfis , PulfatiJIa vul-
garis faturatiore flore, daf. 246. . • A. hortenfis daf.
249* • • apennina daf. 2.5 die untere Figur. • .
40. coronaria daf 257. . . Cfrmatis cirrhofa% altera
baetica, hifp. 222. hift. 1, 1*3. . . C. integrifolia,
coerulea pannonica, pann. 294. hift. i, 1 23. . . Ra-
nunculus amplexicaulis^ pyrenaeus albo flore, append.
alt. auetar. ad exot. . . R. bullaeus, autumnalis,
hifp. 3i6. , grumofa radice 1. fpec. 11. hift. 1, 238. . .
R. creticus 239. . . R. illyricus, grumofa radice iv.,
240. • . R, alpeftris, montani fpec. 1., pann. 364* hift.
1, 234t • • /?• muricatus, R. praecox in., hift. i?
233. . . Ifopyrum thalictroides, Flamme. thaJictri fo*
lip, pann. 379., praecox n. hift. i, 2^2.
feucrium fruticans , baeticum, hifp. 229., Iii.
hift. 348. . . T- montohum, Polium yn. , 563. . .
T. gnaphahdrs , Polium iv. , hifp. 243., V. hift. if
362, . . Nepeta tuberofa* Mentbaftrum 11., pann. 587.,
Iii. hift. 2, 33, . . Lavandula d?ntatay Stoechas, hifp.
s35., crifpo folio hift. 1, 34^. . * L. muhifida hifp.
«35. hift. 1, 345. . . Sideritis hirfura, berarlea, hifp.
3go., in. hift. 2, 4<>. . • 5. hyßopifolia> vii., hift.
s, 41-*» Lamium Orvala 9 Galeopfis maxinia panno-
»ica, pann. 5g 1. bift. 2, 36. . . Betonica Alopecu-
rosy albo flore, hift. 2, 5g. • • Stachys hirta, Oci*
V
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I
<
Untertaching vaterländifcher Pflanzen. 327
*
maftrum valentinnm, hifp. 392. hift. 2, 4^- • • Mar-
rubium peregrinum , alterum pannonicum, pann. 589.
hift. 2, 34* • • Thymus pannonicus, Serp^llum pan»
*ion. in., pann. 627. hift. 1, 36o. . . Th. Zygis hift
1, 558. . . Th. alpinus, Clinopodium auftriacum,
pann. 623. hifr. 1, 353. . . T. Marfchallianus YV.,
Serpyilum angufto glabroque folio pannonicura, pann.
628. hift. 1,359., °hne Abbildung. . . DracocepJia»
lum auftriacum, Chamaepitys auftr., pann. 632. hift.
2, i85. . . Prunella grand'iflora , 1. , pann. 607. hift.
43. . . Pr. alba Pal). MB., 11., pann. 608. hift.
2, 43. • . Pedicularis afparagoides Lapeyr. , Alecto-
rolophus alpina, pann. 708. hift. 2, 210. .. . JP. ro-
Jtrata, in., pann» 709. hift, 2, 21 1. . . Linaria tri-
phylla, Linaria Valentina, hifp. 55i., hifpan. 1. hift.
1, 32o. . . L./upina9 hifp. T. , 32 1. . . L. fimplcx,
iv., 323. . . L. alpina, m., 322.. . L ßeniftaffo-
lia, pannonica 1. , pann. 3o8, hift. 1, 322. . . Sero*
fularia tanacetifolia WiJlrl. hört. bero). t. 55. , creti-
ca 1., hift. 2, 209. . . Scrof, pernalis, Lamium pan-
nonicum iL , pann, 59?. hift. 2, 38. , . Orobanche
ramofa Sutton., fii., polyclonos hift. 1, 271.
Vella annua, Nafturtium fylveftre valentinum,
hift. 2, i3o. . . Lepidium alpinum, Cardamine alpi-
na 111. , hjft. 2, 128. . , yeßcaria finuata, Eruca
peregrina, hift. 2, i33. . . . Thlafpi montanum, 11.,
i3i. . . Tialpeftre, Iii., daf. . . Iberis odorata,
Thlafpi iv., |32. . . Peltaria alliacea, Thlafpi 1.,
pann. 466. hift. 1, *3o, , , Bifcutella picridifolia La-
peyr., Thlafpi clypeatum, pann. 4*71» hift. 2, 1 53. . .
Cardamine trifolia hift. 2, 1 27. . . Cheiranthus *ry*
fimoides, Leucoium fylv., hift. 1, 299. . . C. lito-
reust marinum minus, 298. . . Hefperis trißis, i.,
daf. 296. . . H. inodora, in., daf. 297. • . Arnbis
alpina, Draba n.,Jiift. 2, 125. . . A. bellidifolia,
Piantula Cardamines alterius aemula, pann. 458. hift.
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3*8 Viertes Buch. Zweytes Kapitel.
2, 129. . . 4* Turrita, maior Plateau, 126. . . Braß
fica arvenfis , camp^frris 11., 127.
Gerahium pharum, 1. , pann. 4*6- hift. 2» 99« •
(j. nodofum, hift. 2, ioi. . . G. /yhaticuntj 11., pann.
4*8. hift. 2, 99. . . Lavatera maritima, Althaea fr;z-
tex, hifp. 9 1. hift. 2, 24- • • Althaea cannabina, hift.
2, 25. . . Hibifcus Sabdariffa , Alcea americana, hift.
2,26.
Polygala maior hift. 1, 324. • . Erythrina Co*
tallod^ndron , Coral arbor, hift. app. 253. . . Spar,*
tium fpkaerocarpon, 11., hifp. 2o5. hift. 1, io2.. . .
Sp.Scorpius, Afpalathus alter in., 106... Genifi*
ßorida, tinetoria hifpan., hifp. 200. hift. i, ^oi. . .
G. fagittalis, Chamaegeuifta 11. , 104. • • Cv cana-
rienßs, Cytifus z., hifp. 191. hift. 1, 94. • • Cytifu^
divaricatus, 11., hifp. 192. hift. 1,94« • • & capita-
tus, 11., pann. 38., v. hift. 1, 95. . .' C. aujtria-
cus9 fecundi fpec. alt., pann. 39., v. fpec. alt hift. 1,
96. . . C.fupinus, 111. , pann. 4**) vn. hift. 1, 94.
. . C. irißorus, iv., hifp. 195., in. hift. 1,94. . -
Anthyllis eyeifoides, Cytifus vi., 96. . . 4* Erina-
cea 107. . . VMa pififormis, Pifum fylv\, hift. %
£29. . . V. oroboides , Orobus pannon. iv., pann.
741. hift. 1, 23 1. . . V. amphicarpa , Theophrafti
agotHu opoiov, exot. 88. . . V. pannonica, fylv. alba
jflore, pann. 745. hift. 2, 2,35. . . Coronilla Valenti-
na, Polygala, hifp. 197. hift. 1,98. . . C. glauca*
Colutea fcorpioides 1., 97. . . C coronata, n., 98.
• . Phaca baetica, Aitragalus, hifp. 4^7* hift. 2>
234. . . Aßragalus hamofus, monspeliacus, hift. 2,
204. • . Am Glaux hifp. 470. . . A. auftriaqus, Ono-
brychis 11., pann. 7o3. hift. 2, 239. . . 4* afper,
Qnobrych. in., pann. 756. hift. 1, 23g. . . Trifo-
lium alpeftre, maius in., 245. • . T. montanum,
maius 1. , daf. . . T. fragiferum cur. poft. 7.3. . .
T. fquarrofum, Lagopus anguftifoJia hifp., hift. 2,
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Unterfuchung vaterländifcher Pflanzen« 339
247« • • T. refupinaium, pratcnfc falm^ntioum, ljifp,
474. hift. 2, 247. • • Lotus tecragonolobus, fihquo-
fus rubello flora, hift. 2, 244« • • L- cytijoide^^ Do-
rycnio congener planta, bilp. 2o4- hift. 1, icq.
Hypericum balearicum> Myrto - ciftus Pennaei,
hift. l, 68. • • H- hwnifufumy fupiqum in., hift. 2,
181.
Scorzonera purpurea, anguftifolia iv., pann. 6^9.
hift. 2, 109. . . Sc. hwnilis, humilis, panp. 635.1 pan-
non. 11. hift. 2, 108. . . Sc. rofeay anguftifolia in., s
pann. 637. hift. 2, i38. . . Sonchus uliginofus MB.,
Soochus laevior vulgaris i., hift. 2, 146. . , Apargia
incanay Hieracium vi. mont^nqm, hift. 2, • .
Lapfana pufilla, Hieracium ix. minimum, hift. 2, 142.
. . Scolymus maculatus hifp. 447. hift. 2, i53. . .
§c. hifpanicus daf, . , Serratula discolor, Carduus
mollior 11., hift. 2, i5». . . Carduus deßoratus, Cir-
fium in. , hift. 2, i49- • • C pannonicus, Cirtluta
pannonicum 1. , pann. 60G. hift. 1, 148. . . C. tt?o/-
]«, mollior 1., i5o. . . Carlina racemofa, fylv. mi-
nor hifpanica, hift. a, 167. . . Carthamus coeruleus,
Cnicus alter, bift. 2, i52. . . Cacalia Kleinia, Arhor.
lavandulae folio, exot. 7. . . C. alpin glabro foJio,
^ift. 2, n5. . . C.albifrons, incano folio, daf. . .
Santolina fquarrofa^ Abrotanum femina vulg., hift. 1,
54* • • • S. rosmarinifüiid\ iv., 342. . . Tanane»
(um annuurrij EJichrylon, hift. 1, 026. . . Artrrnifia
fcoparia, Abfyntbium montanum, pann. 55H. , tenuir
folium hift. 1, 539. . , A, auftriaca, Abfynthium
auftriacum, hift. i,.359. . . Erigeron vifcofus, Cony*
za maior, hift. 2, 20. . . Gtiaphalium margaruaccum,
f americanum, hift. 1,027. . . Cineraria campeftris,
Iacobaea paononica fecunda, pann. 573. hift. 2, 22.
Tuffdago discolor pann. 497. . . Scbpcio carniolicusy
Chrysanthemum alpinum 1., hift. i, 333. . . & abro*
tonifoluiS) 11,, 334. . . S. alpinus, Iacobaea 111., ,
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I
3^0 Viertes Buch, Zweytes Kapitel.
bift. 2, 23. . . 5. Doronicum f Doron. auftr. in.,
hift. 2, 17. . lnula Oculus, Conyza xn., aoftr,
hift. 2, 20. . . In. Bubonium, After montanus iv.,
hift. 2, 14« • • In* enfifolia i After Tl. , i5. . . Ar~
aica montana , Doronicum V. Tl., pann. 522. hift. 2,
4 8. . . ^- Doronicum , 1., pann. 5 18. hift. 2, 17. . •
/}. gtacialis, in., pann. 52 1. hift. 2, 17. . . Doro-
nicum fcorpioides W. , latifolium, hift. 2, 16. . . Z).
auftriacum, i., pann. 524. hift. 2, ig. . . Chrysanthe»
mum coronarium, creticum, hift. 1, 335. . . Pyrc*
thrum alpinum, Leucanthemum, daf. . . Achillea Cla»
vmnae, Abfinth. alpinum umbelliferum , pann. 553.
hift. 34o. Sie hat den Namen von Nico). ClavennOf
Apotheker in Belluno, deffen Tr. de Abfintbio um-
bellifero Venet. 1610. 4. herausgekommen ift. . .
A. atrata> Parthenium alpinum, 336. . . A. tomen*
to/a> Srratiores miüefolia flavo flore, 33o. . . A. /a«
nncpüfölia% Millefolium rubro colore, 33 1. . . Bu»
phthalmum maritimumy After u. , hift. 2, i3. . . B.
falicifolium , After iu., daf. . . Centaurea erucaefo»
Ha, Stoebe falmantica 11., bift. 2,9. . . C. armorach
faiia Smith., Gentaurium maius 11., hift. 2, 11. . .
C. alba, Stoebe IV., daf. 9. . . C. fplendensy Iii., hifp.
56i. hift. 2, io. . . C. Calcitrapa hift. 2, 7. . . C.
V-rutum* Iacea luteo flore, hifp. 368. hift. 2, 8. . .
C. falmantica , Stoebe falmantica 1., hifp. 36o. hift. 2,
9. . . Micropus erectus9 Gnaphalium m. , Plateau,
hift. 1,329.
Cymbidium Corallorrhiza , Dentaria coralloide
radice, hift. 2, 120. . . Limodorum abortivum, Pfeu-
do Leimodorum, hift. 1*270. . . Arißolochia glau-
ca hift. 2, 71.
Myriophyllum verticillatum hift. 2, 252. . . Quer»
cus humilis Lam., Robur V., hifp. 24., vn. hift. i,
19. . . Qu. coeeifera hifp. 34- . . fi« auftriaca Wil Id.,
Gerrits 1., 20. . . Qu. lufuanica Lam. , Robur irt|
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Vnterfnchung tatcrländifcher Pflanzen. 331
hifp. 23. hift. i, 18. 19. . « ßw« pubffcenSf Robur
1. et in., daf. . . Corylus Coluraa; AveiJana pumila
byzantina, hift. 1,11... Cor. tubulo/a daf. . Arum
Orientale MB., A. byzantinum, hift. 2, 70. . . Hura
erepitans, Baruce ex Hura, exot. 47- Manicaria
faccifera, Palma, exot. 4* • • Pinus Pumi/io, Pina*
fter iv., hift. 1, 32. . . Forßera mufcifolia , ?Amo-
mum, ad Gare. 199. Er konnte die Pflanze von Ma«
geibaens oderDrake's Begleitern bekommen haben.
Empetrum albumy Erica coris folio x., hifp.«
117. hift. 1, 45. . • V'ifcum Oxycedri MB. hifp. 102.
*o3. hift. 1, 3g. . . Smilax nigra hift. 1, 11 3. . .
Sm. Pfeudochina exot. 83. J . Dorßenia Drakena
exot. 83. . . Mercurialis tomentofa, Phyllum mari-
ficum , hifp. 398. ^99. hift. 2, 48. . . Carica Papaya,
Mamoera Lufitanorum, cur. poft. 78 — 81. . . S'h'f
nus Molle, Monard. ed. Cluf. p. 47., Antverp. 1579.
3*> cur. poft. $4*
Polypodium calcareum Smith., Filix pumila fa*
xatilis 1. , hift. 2,212. . . P. quereffolium, indicum,
exot. 89. . . Afplenium palmatum, Hemionttis per-
egrina, hifp. 494» • • Botrychium rutaceum Sw.,
Lunaria minor ramofa, 3, 119. . . Lycopodium den*
ticulatum , Mufcus terreftris iufit. , hifp. 4g6. hift. 2,
24g. • • Fucus veßculofus, Quercus marina, hift. 1,
21. . . F. Plocamium, Mufcus marinus, 25o._
Auch in Uoterfcheidung der Schwämme ver-
fechte Geh der treffliche Mann. Peziza Aurl.ula hift.
2, 276. . . Phallus impudicus 288. . . Meruitus lo*-
batusy Fungi alii E., 294* • • Morchella efiulmca
264. . • Clathrus ruber , Fungus cancellatus in app,
alter, auetar. ad exot. , find neu*
33* Viertes Buch. Zweytes Kapitel,
iv. .
Franzofen.
* *
Unter den Franzofen des fechzehnten Jahrhun-
derte hat fich Niemand bedeutende Verdienfte um die
Botanik erworben. Ruel hatte, wie wir fahn (S. 254*)>
die Pflanzen der Alten zu erklären gefacht. Peter
tctia aus Narbonne arbeitete gemeinfcliaftlich mit
Lobelius. Jac. Dalechamp, Arzt in Lyon (geb. i5i3,
i5ö'S), fammelte, mit Hülfe Jo. Bauhin's und Mo*
Ivneux, alles, was bis dahin entdeckt war, liefs die
Abbildungen aus feinen Vorgängern copiren, und
gab eigene Befchreibungen dazu. Doch ift die Hi«?
ftoria generalis plantarum, vol. 1. 2., Lugd. 1587.
fol., von dem Verleger Rouille herausgegeben, mjt
grotser Vorficht zu gebrauchen, weil manche Be-
itreibungen nicht auf die nebenftehenden Holz-
frbnitte paffen. Doch find einige Pflanzen hier zu-
erft befchrieben :
Vvronica urticarfolia, maxima, 11 §5. . . Aar
ihoxanthum odorätum 426. ♦ . Saccharum cyiindri-
cum, Gramen tomentofum, 43o. . • Elymus arena*
rius, Oxya^roftis maritima , 432* • • Knappia agro*
ftidra Sm. , Gramen minimum , 424- • • Dactylis
glom?rata> Gr. fpicatum, 427- • • Polycarpou tetra-
phyllumf Paronychia altera, 12 13.
Globularia nudicaulis* Aphyllantbes 111. , 8B4-
+ • Plvntago alpin a> Holofteum quorumdam, 1 i83,
^ . Camforofina glabra, Chamaepeuce Plinii , 1179..
Androjace Chamaeiafme, lafme rnontana^ 1204.
„ . fio/a calcarata, Melanium montanum, ib. . .
Convolvulus faxatilis , Lychnidis fylyeftris fpecies My»
coni, S17. . . Verbafcum Myconi, Auricula urfi,
957. - . Eryngium rigidum Lam. , Spina alba, 1462.
. . Ferula nodiflora, Narthecium Theophrafti, 7.54.
, . Angelica pyrenaicq, Spr? Libanotis minima, 766, . «
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Unterfüchung vaterländifcher Pflanzen.
'Cauöälis platyoarpos, Lappa boaria; 762. . . Myrrhts
äromatica, Myrrhis, 760. . . M.hirfuta, Cicuta-
ria alba et rubra, 789. . . A7. Bunium ^pr. , Ofnart-
thes fpecies, 780. . Meum heteruphyü/m Mönr h.,
Daucus nr., 717-, ßunium 775. . • Sejrli mouta»
num9 Meum aliud, 7^0. . . & glaticum, S. mafti-
'lienO, 749. . . 5. gracüe Kit.. Pyrethrum 0* n' ri,
•i 170. . . Oenanthe gfobulbfa, Sifer paluftre, 7^4.
Sijbn verticillatus , Daucus pratenfis, 718.
Ornithogalum latifolium^ magnum MycomT i58"5.
. . Mbhringia mufcofa > AJfine mufcofa, 1 ji 35- * •
'ifcer mönspfiffulctnum 9
Saxifraga Aizoon, Pbyllon thely^onon, 1 1 g/J. . *
Gypfophila rigida , Tunica minima, 1191.
Sedum dafyphjllum, Aizoon dafyphy Hürh, n33*
Euphorbia verrucofa, Tithy malus, 1 S5o.
Sarracenia flava , Turis limpi fi folium, 171 J. . .
Cifius Tuberar la^ rraior Myconi, 1099. • • Anemo-
ne apiiJolia9 Pulf««tilla in,, 85i. . , Ranunculus he-
-dtracpui io3i; . i /i. platanifolius , mantanus al-
tous, ib.
Lamium incifuni, Bailote crifpa maior, 1253.
Srinus alpinus, Ageratum purpureum, 1 184.
Cakile maritima, Eruca maritima, 1394. • ; Ibe^
ris fempervirens, Thlafpi montanum clndidum, 1 180*
Alehaea hirfuta, AIcea villofa, 5g4«
On onis pinguis^ lutea nön fpinofa, 449« • • £0*
tonilla minima , Lotus önneapbylios, 5 10. . . O.per-
pufilliiSy Ornithopo tium tuberofum, 486. . . dfera*
galus montan us iö+j. . i Medicago minima , Tri-
buiuS minor rectus , 5*3. (
Arnopogon Dalechampiiy Hieraciüm magnum-,
56g. male. . • Sonchus picroides, CrepiS, 562. .
trenanthes muralis, Sonchus dendroides, 573* i 1
Andryala intpgrifölia> Soncb. lanatus, 1116. . . CnU
cus Erifithales Jog4» • • Qnaphalium lutea • albumj
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r
I
t
3 34 Vierte* Buch. Zweytes Kapitel.
A^eratum aliud quorumdam, 778. . • Conyza Jbr?
diday Ageratum aliud quorumdam, 778. . . Er ige-
ron glutinofus , Conyza montaoa, 1201. . . Anüie-
mis maritima* Ohamaemelum, 1394. . . Chrysan?
themum Myconi 87.3.
Orchis globojtti rotundus, \55S.
Acrofcichum Marantae 1-321. . Polypodium
ifop.nfe i2 3o. . . Marfdea quadrifolia, Lemma, 1014.
ioi5.
Die Irrthümer in diefem Werke deckte zum
Xheil Jak. Ports in feinen Animadverßonibus in hifto-
riam pldntarum generalem, Lugd, 1600. 8., zum
Jheil C. Bauhin in einem gleichnamigen Buch«, Frcf.
1601.4*) auf. .Sie zeigten, dafs unzählige Pflanzen
zwey - bis dreymahl unter demfeJben Namen vor-
kommen.
- v. • •••
Britten.
-
Auch in England, wo die Belgier Lobeliüs und
Glufius die Botanik mit fo grofsem Eifer und Erfolg
trieben, fand diefe Wiffenfchaft wenig ausgezeichnete
Beförderer.
Wilh. Turner, zu Morpeth in Northumberland
.gehören, ein Geiftlicher, fammelte und unter Füchte
aufs eifrigfte die Pflanzen feines Vaterlandes. Von
■der \Vahrheit der Lehren, die die Reformation ver-
breitete, aberzeugt, hatte er diefe mit fo grofsem
Eifer vejrtheidigt , dafs er Landes verwiefen wurde«
Er ging nach Deutfchland, und lebte bald in Kölln,
bald in Strasburg, bald in Bafel. Der Umgang und
die nähere Verbindung mit den grofsen deutfchen
Pflanzenforfchern erleichterten ihm feine Verbannung.
Er ging darauf nach Padua j wo er mit fo glücklichem
Erfolg die Arzneykunde ftudirte, dafs ihm die höch-
fte Würde in derselben ertheiit wurde. Dann kehrte*
1
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Unterfucbung vaterläridifcher Pflanzen. 3^
er unter der Regierung Eduards VI. als Arzt wieder
in fein Vaterland zurück, wo ihn der Herzog von
Somerfet zu feinem Leiharzt ernannte: auch ward er
Dechant von Wells und Kanonikiis zu Windfor. Die
Gärten zu Kew und Wells waren von ihm angelegt.
Er ftarb i56>3. Sein new herball erfchien zuerft Lon-
don i55i. fol. und dann in drey Bänden zu Kölln
i5b'8. Die erften beiden Theile enthalten die Pflan-
zen der Alten: die Abbildungen find aus Fucbfius ent-
lehnt. Der dritte enthält Zufätze, worunter aber
fehr wenig, wirklich neue Pflanzen vorkommen:
Afperula arvenfis, Aliffon. . . Ruta anguftifolia Perf.
# . Sedum reßexum, S. minus.. . Crambe mariti-
ma, Braffica fylveftris. . . Afiragalus glycyphyllos,
Glau*.
Job« Gerard, zu Nantwicb in Chefhire i545
geboren, ward Wundarzt und Auffeher des Garten«
eines Lords Burleigh. Auch legte er zu Holborn ei*
nen eigenen botanifchen Garten an. Er ftarb im Jahr
1607. Wir haben von ihm ein Werk unter dem Ti-
tel : The herball, or general hiftorie of plantes, Lond.
1597. fol., welches Thom. Johnfon , mit Zufätzen
bereichert, i653. fol. herausgab. Die meiften Pflan-
zen find aus Dodonäus und Tabernämontanus ent-
lehnt. Die Befchreibung foll von einem Prielt her*
rühren, den ein gewiffer Norton dafür bezahlte« Als
Prieft geftorben, gab Gerard deffen Arbeit für die
feinige aus. (LobeU illuftr. 2. p. i3.) Durch John-
fon's, eines Arztes in Oxford, Bemühung ward dies
Werk brauchbarer« Es enthält ungefähr folgende
neue Pflanzen:
Amomum Cardamomum, verum, i54^. f. 6. . .
Rynchofpora alba Vahl., Gramen iunceum leu-
canth., 3o. * . Panicum verticillatum i5. f. 1. . •
P. viride 17. . . Feftuca Myurus 29. . . Arundo
arenaria, Spart um angiicanuin, 42» • • Horde um
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335 ' Viertes Buch. Zweytes Kapitel.
fecalthum 29. . . Potamogeton heterophyllus Schreb*
821. . . P. perfoliatus 822. . . Ruppia maritima,
Fucus ferulaceus, 1 573.
Campanula latifolia 44$. . . C. hybrida, Spe-
♦ culum veneris minus, 4^9* • • Chenopudlum poly-
fpermum 325. ; . Ajclepias variegata , Vincetoxi-
•cutn indicum, 100. . . Aethufa Cynapium* Cicu-
taria tenuifolia, io63: . . Myrrhis temula, Cere-
• folium fylveftrej io38. . • Pimpinella fege tum Spr.,
'Selinum fii folio, 10 . . Drofera longifolia
i556. >
Polygonufri minus, Perficaria pufilla repeds,
446: . . Arenaria peploides * Antbyllifc lentifolia,
»622. . . Roja ntbiginofa 1269.
Mentha gracilis fcSo. . . Stachys fylvatica> Gä-
leopfis vera, 784« • • $?• paluftris, Panax Goloni,
^oo5. .. Scutellaria minor , Gratiola latifolia» 58 i.
'.' Teesdafia nudicaulis R. Br.. Burfa paftoria mini-
ma, 276. ; . Trifolium maritimum, ftelJatum glabrum,
1208. . . T. filiforme 1186.
Cineraria integrifolia Smith. Linn, trdnsact.
Vol. 9. p. ^37., Pulmonaria aurea f. anguftifolia, 3o4-
. . Cnicus eriopJiorus 1152. . . Ariftolochia Ser-
-pentaria, Snakeweed, 848, ; . Salix aurita et acii-
minata 1390.
vi.
■ ■ k
Spanier und Portugiefen;
t)er Verdienfte des Andr. Lacuna ünd Perez
üm die Erklärung der Pflanzen der Alten haben wir
fchon oben erwähnt. (S. 255.)
An ße fchliefst fich ein Portugiefä, Jo. Roderich
de CaftelJo Blanco, gewöhnlich Amatus Lußtanus
genannt ,4 da er die Unterfuchung vaterJändifcher
Pflanzen mit kritifchen Forfchnngen über die Ge-
■
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Upterfuclfung vaterländifcber Pflanzen* 337
wächfe der Alten zu verbinden wufste. Aus Beira
in Portugall gebartig, lebte er zu Antwerpen , Fer-
ra ra , Ancona, Ragufa und endlich zu TbeffaJonich.
Seine Enarrationes in DiofcoriHem , Argentor. i554*
4. , enthalten manche Aufklärungen Ober verkannte
Pflanzen. Zu Antwerpen unterfuthte er die China -
Wurzel, die Narde, den Coftus, die Bataten und
Culocafia. Zu Ancona zeigte ihm der Gefandte des
römifchen Kaifers bey der Pforte das wahre Rheum
ponticum,aus dem Pontus felbft mitgebracht, (p. 2S8.)
Dort fand <!r Salfola Tragus (41$ ), in Spanien hau-
fig Lygeum Spartum (471.), AtripJex Halimus (1 10.)
und Erica baccans (log.)*
Ein Freund von Paradoxieen und Zänkereyen}
zog er (ich viele Feinde zu, und wird von feinen Zeit-
genoffen mit geringer Achtung behandelt.
Jak. Pet. Eßpve% der die theriaca des Nikander
herausgab, hatte Valencia durchforfcht. Seine Samm-
lung von Pflanzen aus diefer Provinz hat blofs Escola-
do gefehn. (Cnva/i. anal de hift. nat n. 20. p. 1 16.)
Jo. Fragoß, aus Toledo, Leibwundarzt Phi-
lipps iL, hatte mit Franz Hernandez die Provinz Se-
villa durchreifet. Es ift indefs davon keine Ausbeute
bekanntgeworden. (Cava*, a. a. O. p. 111.)
Bern. Cienfuegos, aus Tarragona, Prof.inAlca-
la de Henares, hatte ganz Spanien durchreifet, und
hinterliefs lieben Bände Befchreibungen und Abbil«
düngen fpanifcher Pflanzen , die noch im Efcurial auf-
bewahrt werden. (Cava/u a.a.O. p. ia3.)
VII.
\ Polen.
Selbft die Polen gewannen die Pflanzenkunde
Heb: doch beftand ihre Bemühung blofs in Compi-
latton.
©•Ich, d. Bottnik. ifB, 2.2
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338 Viertes Buch. Zweytes Kapitel/ :
Von Marc. Urzedowa haben wir ein Herbarz
Polski, Krakow lSgS. fol., welches gröfstentheils
aus dem Matthiolus flberfetzt ift. Manche Pflanzen
find erdichtet * wie Lanaria herba p. 180., Levifti-
cum p. 186., Paliurus p. 23 1., Sinapis p. 286. An-
dere haben ganz verdorbene Namen. Die Garten-
Nelke heifst Antipater p. ö5. , Ranunculus bulbofus,
After atticus p. 4».> Parietaria ift Melampyrum ne-
in orof um p. 2Cj3. , tt.f. f.
Ein anderer Compilator ift Andreas Kobylina,
deffen Nauka lekarska% oder Arzneykunfr, nach dem
Zeugnifs meines Collegen Beffer in Krzeminiec, viele
gute Pflanzen * Abbildungen enthält»
Drittes Kapitel.
Botanifche Gärten.
Durch Anlegung und Unterhaltung botanifcher
Gärten hat die Pflanzenkunde fehr gewonnen. Nicht
blofs, dafs aus allen Welttheilen die verfchjedenften
Formen unter die Augen eines Beobachters gebracht
werden , fondern dafs man die befte Gelegenheit hat,
die Arten zu prüfen und zu unterfcheiden , macht
die botanifclien Gärten zu wichtigen Lehranftalten
der Kenntnifs der Pflanzenwelt.
Wir haben erzählt, dafs Theophraft den erften
botanifche n Garten anlegte (S. 54-) ; dafs Attalus Pbi-
lometor in Pergamus und Mithradat Eupator giftige
Gewächfe zogen (S. io3.); dafs Antonius Caftor zu
PJinius Zeit einen Pflanzen - Garten unterhielt (S.
i64*)> dafs Karl der Grofse die Anlegung von Garten
verordnete, worin viel fremde Gewächfe gezogen
wurden (S. 196.); dafs Matth. Sylvaticus zu Anfang
»des Vierzehnten Jahrhunderts in feinem Garten zu Sa-
lem morgenlandifche Pflaneen zog (S. 257%); und
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Viertes Bach. Drittel Kapitel. 339
endlich, dafs die Republik Venedig im Jahr *533 ei-
nen öffentlichen medicinifchen Garten anlegen liefs
(daf.).
Im fechzehnten Jahrhundert leuchtete Italien
wieder in diefer Hinficht mit rühmlichem Beyfpiel
vor. Herzog Alfons von Efte (er wird ewig in un-
terblieben Gefangen leben) erwarb (ich auch das
gro/Ve Verdienft, dafs er, von Leonicenus, MufaBra-
favola und Manardus angefeuert, mehrere Gärten an-
legte, und aus dem Morgenland Pflanzen und Saamen
kommen liefs. (S. 255.) Den fchünften Garten iiefs
er auf einer Infel am Po einrichten, und nannte ihn
Belvedere. (Brafavol. exam. p. 2cSb\ 289.) Vorfte-
herdiefes Gartens war eine Zeit lang Panci, Prof. in
Ferrara. {Fantuizi vita di Aldrov, p. 237.) Andere
begüterte Einwohner von Ferrara folgten diefem Bey-
fpiel. So hatte der Oheim Mufas, Joh. Brafavola,
ein Gewächshaus. {Brafasr. exam. p. 3 16.) So fah
man in dem Garten eines Acciajuoli zu Ferrara fehr
viel ausländifche Gewächfe. (Amat. Lufit. iQ Diofcor.
p. 290. 375.) In Ferrara war damals die befte Gelegen*
heit, Pflanzen Sammlungen anzulegen : derEngJän»
der Joh. Falconer kam, wie mehrere Ausländer,
dorthin, um die Gelegenheit zu benutzen. {Amat. in
Diofc. p. 537.)
Eben fo zeichnete fich Venedig aus. Die Cor-
naro's, Micheli's, Morefini's begüofügten das Stu-
dium der Botanik durch ihre grofsen Handels - Ver-
bindungen, wie durch die Anlegung von Gärten.
(Brajavol. fimpl. p. 3i 6. 322. Amat. in Diofc. p. 24o.)
In Padua und Pifa zugleich wurden akademifche
Gärten eingerichtet. Dort hatte fchon i533 Franz
Bonaßde die «rfte Profeffur der fimplicium , oder der
Botanik. (Tiraboschi letterat. ital. vol. 7. P.2. p. 5o.)
Auf Anfuchen deffelben liefs Dan. Barbaro, Patriarch
von Aquilegia, ein Gewächshaus bauen, und Aloyf.
22 •
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<
340 Vierte« Buch. Drittes Kapitel«
Mundella ward der erfte Auffeher des Gartens. (Be~
Ion in Cluf. exot. p. 239.) Kafpar de* Gabrieli ward
der vorzüglichfte Wohlthäter des Gartens. (Stephan,
de re hört, p. 45. Oesner de höre. Germ, f. 23g. b.)
Drey andere Garten »Beßtzer in Padua, Priuli, Pa-
fqualigiund Bern. Tri vifano, rahmt Anguillara. (fempL
p. 34* 80. 90.)
Die Univerßtät zu Pifa erhielt auf Befehl des
Cofmus von Medici, unter der Aufficht des Lucas
Ghini , einen botanifchen Garten , wozu der Fürft im
Jahr i544 am Arno ein Grund ftück einräumte. Auch
der Nachfolger des Cofmus, Ferdinand, febickte ei-
nen Jofeph Benincafa (Cafabona) nach dem Orient,
um Pflanzen und Saamen zu fammeln, und machte
ihn, nach feiner Rückkunft, zum Auffeher des Gar-
tens. (Calvi comment. hiftor. Pifani viretu Pif. 1777.
4*) Diefer legte auch den Garten zu Florenz an.
Zu Bologna ward i568, auf Aldrovandi's An*
rathen, der akademifche Garten eingerichtet.
Berahmt war auch der Garten des Cä'far Nicle-
fola 1 wo viele griechifche Pflanzen in zwey grofsen
Gewächsbäufern erhalten wurden. (Pona her in Bald.
P- 90
In Neapel war der Garten des Pinelli reich und
berühmt: Maranta preifet ihn ungemein.
In Frankreich wurden botanifche Gärten erft
fplt angelegt: denn noch 1 558 hatte die parifer Uni-
verßtät keinen botanifchen Garten. (Belon negL cult.
p. 240.) Doch war der Privat- Garten des Ren. Bei-
lay, Bifchofs von Mans, zu Touvoy bey Mans fchon
früher der reichfte in Frankreich. (Belon a.a.O. 216.
C. Stephan, de re hört. p. 3 1 .)
Der erfte akademifche Garten inJYankreich war
der zu Montpellier, den Pet. Richter de Belleml zu
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JBotahiiche Gärten. ' 341
Ende des fechzehnten Jahrhunderts anlegte, nach-
dem die Regierung, anf des Herzogs von Ventadour
Betrieb , das Grundftück dazu gefchenkt hatte. Er
fafste zuerft den Gedanken, den Boden des Gartens
zu ändern, nach der Verfchiedenheit der Gewächfe;
er fandte auf feine Koften fechs Jünglinge durch Lan-
guedoc und Guienne, um Pflanzen forden Garten za
iammeln: unter diefen Jünglingen war auch derPreu-
fse Löfel. Ja, als der Garten bey einer Belagerung
von Montpellier fehr gelitten , foli Richier aus eige-
nen Mitteln 100,000 Livres an die WiederherfteJiung
deffelben gewandt haben. (Amoureux recherches für
la vie de BellevaU 1786. 8. Hifioire de Languedoc,
tom. 5. p. 4t>7» 5o$.)
Was in Deutfchland für botanifche Gärten int
fech zehnten Jahrhundert waren, erfahren wir aus
Conr. Gesners Schrift : de hortis Germaniae, beyVa«
ler. Cord. Es find lauter Privatgärten: des Aretius
zu Bern, des Cord us zu Marburg, des Coudenberg
zu Antwerpen, des Curtius zu Lindau, des Fuchfius
zu Tübingen, des Minkel zu Strasburg, des Scholtz
zu Breslau und des Zwinger zu Bafel. Auch Chri-
ftoph Leufchner hatte zu Meifsen einen berühmten
Garten. (Fabric. rer. misnic. Üb. 3. p. 21 1.)
Der wichtigfte unter allen war, den Joach. Ca*
merarius, Arzt, in Nürnberg befafs, (geb. i534,
f 1598.). Sein Neffe, Joach. Jungermann aus Leip-
zig, war fein Gehülfe: ditfer ftarb auf einer Reife in
den Orient im Jahr i59 1 . Camerarius gab eine treff-
liche Befchreibung der Pflanzen feines Gartens mit.
Abbildungen heraus: Hortus medicus et philofophi-
cus, i588. 4.» worin folgende Pflanzen neu find: „
Montia fontana , Portulaca exigua , p. i3i. . .
Sherardia arvenßs , Rubeola arvenfis, x49- • • Phy*
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34*
Viertes Buch. Drittes Kapitel.
falis angulata, Halicacabutn , t. 17. . . Gentiana
bavarica r. 1 1. . . Gent, imbricata ib. f. 2. . . Eryn-
gium amvthyftinuni, tot um roeruleurq, p. 5&. • .
Bupleurum lonsifolium, Perfoliata montana, t. 38. . .
Cachrys dhhotoniu Spr., Caucahs hifpanica, t. 11, . ,
Silenz fruticofa, Ocirnouies fruticofuin, t. 53. . . &
noctißora* 0( . noctiflorum , t. 34. . . Euphorbia
Gerardiana, Tithymalus linifolius, 170.
Scrofularia po.regrina t. 43. • . Burdas Jyriaca9
Rofa hierocbuntica aiia , t. 4a. . . Cheiranthus tri-
cufpidatus* Leucoion marinum, t. 24. . . Sidain-
dica, Abutilon, t. 1. . . Hibifcus fyriavus , Alcea
arborefceos, t. 4« • • Anthyllis tetiaphylla. Trifo-
lium baJicacabum , t. 47« • • Trifolium italicum,
Mt-iilotus italica, t. 29. . . Lotus ornithopodioides
t. 2*). . . Medicago maculosa t. 27. . . liieracium
dubium* Lactucella fylveftris repeos, p. 82. . . C//i-
cus fyriacus* Carduus Iacteus fyriacus, t. 10. . . Ate-
ottia repens^ Orchis radice repente, t. 55. Das Kei-
men der Dattelpalme ift t. 36. dargeltellt.
Auch können wir hier nicht umbin, der treff-
lichen Kpitome P. A. Mattbioli de plantis, Francof.
*586. 4»> zu erwähnen, zu deren Ausarbeitung er
die von G. Oesner ererbten herrlichen Abbildungen
benutzte. Man mufs geftehn , dafs nicht leicht bef-
fere und zierlichere, HoUfchnitte herausgekommen,
als in diefem Werk. Auch mehrere neuö Pflanzen
enthält daffeibe:
Echium italicum, flore albo, 738. . . Celoßa
caftrenfis, Amarantus criftatus , 792. . . hnperato-
riaatiguftifolia ßellard. 553. . . Athamanta annua,
Daucum, 555. . . Buniurn copticum, Ammi, 522.
. . Agave americanoy Aloe, 45 u : viel beffer in horto
t. 5, , . Ballota alba 572. * . Cardamine hirfuta,
Sifymbrium aquaticum alterum, 270... Sifymbrlum
ftrict{ßimum> Arabis quibusdaoi, 042... Tragopa-
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Botanifche Gärten. 343
gon orten talis> Barbula hjrci, 3 12. . . Sonchus coo
ruleus Sm. 281. • . Artemifia gallica, Abfinthium
feriphium vulgo dictum, 458. ... Tuffdago alba,
Petatites fl. aibo,- 593. . . Viva plicata Roth., Mil-
ieus marinus alter Plin. , 872.
In Leiden wurde der akademifche Garten \5j7%
durch den Betrieb des Ger. Bontius, angelegt. Der
erfte Auffeher war Theod. Augeriuß Clutius , deflen
Sohn auf feinen Reifen durch das füdliche Europa und
Africa viel Schätze ffir den Garten zufammenbrachte.
Dem Clutius folgte i589 Pet. Paaw, zugleich aber
führten Car. Clußus und Bern. Paludanus die Auf-
ficht. {Boerhaav. in ind. alt. horti, LB. 1720. 40
Viertes Kapitel.
Reifen in fremde Länder, die die
Pflanzenkunde erweiterten.
Von der Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts an
hatten die Portugiefen die VVeftköfte von Africa be-
fahren. Henrich Navigator, Prinz von PortugalJ,
ward befonders durch die Menge trefflicher Waaren,
welche die Canarien lieferten, bewogen, diefe Ey-
lande unterfuchen zu laffen. So entdeckte man zu-
erftMadera» 1 456 auch die Infein des grünen Vor*
gebirges , die weftliche Küfte Africa's bis zum Sene-
gal und dem rothen Vorgebirge hin. Ein junger Aben-
teurer, Ludwig Ca da Mofto, aus Venedig gebürtig,
kam zufällig nach Cap Si Vincent in Portugall, wo
fich damals der Infant Don Henrich aufhielt. Die
Begierde nach Gewinn und die Verfprechungen des
Prinzen vermochten ihn, fich 1455 auf einer Cara-
velle einzufchiffen und die neuen Länder zu befuchen.
So. gelangte er bis in den Gambia. Auf der zweyten
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344 Viertes Buch« Viertes Kapitel«
Keife im folgenden Jahr wurden die In fein des grÜ*
«en Vorgebirges entdeckt , und man kam b\s zum ro-
then Vorgebirge und dem Rio grande. Ein Portu»
giefe, Peter de Cmtra, fegelte im Jahr i46a bis nach
Sierra Leone und dem Cap de] Monte, (faft 5° NB.).
Diefe drey Reifen befchrieb Ca da Mofto: fie find die
erften weitern Seereifen, die in neuern Zeiten unter-
Bommen worden. (Ramußo, vol. i .) Man fand un-
ter andern bey Puerto fanto auf Madera den Dra-
chenblutbaum: und ein damals gefundenes Exemplar
foll noch jetzt auf Teneriffa in einer Höhe von fech-
zig Fufs, und im Umfang 72 Fufs, vorhanden feyn.
(hQru voyagfi aux lies de Tentriffe , Paris 18 10.)
Man fand die Laurus indica, deren rothes Holz den
Portugiefen gar fehr gefiel: auch die Orfeille. Am
Senegal fand Ca da Mofto ein Bäumchen mit rothen,
fchwarz gefleckten Bohnen ( Abrus precatorius) , und
am grünen Vorgebirge einen Ungeheuern Baum, 17 El«
len im Durchmeffer (Adanfonia digitata).
Da die Portugiefen fpäterhin unter Alf. Segueira
und Pet. de Cintra das Reich Sanguin auf der Küfte
Guinea befuchten , fo lernten fie auch die Malaguete
( Araomum anguftifolium Sonner.) kennen; da diefe
Frucht fonft von den Mandingo's durch die Wöfte Za-
harah nach Tunis gebracht worden. (Barros decada 1.
da Afia portugueza, f. 33. d.)
Alf. Aveira führte die Portugiefen i4t>4 weiter
über den Aequator hinaus nach Benin und Congo.
Hier fanden fie eine Pfefferart, die fie Rabo pola
nannten. (Barros9 f. 4<>.a. 4<-d.)
Nachdem dann (i486) Barthol. Diaz das Vor-
gebirge der guten Hoffnung entdeckt, umfegelte Vafco
da Gamma daffelhe zuerft im Jahre 1488, und zeigte
den Europäern den Weg zur See nach Oftindien. Die
Portugiefen gründeten nun mächtige Reiche in In*
dien; fie wurden dieBefitzer jener -gewürzreichen Kö-
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Reifen in fremde Linder.
345
ften und In fein. Dadurch erregten üe zuerft die Ei-
ferfucht der Venediger, in deren Händen bis dahjn
der oftindifche Handel gewefen: diefe, in Verbin*
dung mit den Alexandrinern, liefsen i5o8 von Suez
ans eine kleine PJotte auslaufen, die den Handel und
die Niederlaffungen der Portugiefen in Indien beun-
ruhigen follte. Aber diefe kamen ihnen zuvor. Sie
bemächtigten fich der Infel Succotora, kamen da-
durch in den Belitz der beften Aloe*, und glaubten
Herren des rothen Meeres geworden zu feyn. Tri-
ftan d' Acunha, der tie anführte, fand indefs, dafs 'die
Vortheile diefer Eroberung nicht den Erwartungen
entfprachen. Die Venedig - agyptifchen Flottillen
liefen ungehindert aus dem rothen JVleer, und fahrten
unaufhörlich den kleinen Krieg mit den portugiefi»
fchen Gefch wadern. Indefs war Albuquerque's Klug-
heit und Entfchloffenheit hinreichend, um die Herr«
fcbaft der Portugiefen in Indien, im per fi fchen und ara«
bifcben Meerbufen zu fichern. Man erftaunt Uber die
bewundernswürdigen Portfehritte der portugieiifchen
Waffen, wenn man vollends weifs, dafs ihre ganze
Macht kaum 4o,oooMann betrug. Aber derGeift des
Ritterthums hefeehe fie; es war die Zeit ihrer Blüthe.
(Raynal hift. du commerc. des Europ. 1, i2o f.) In-
defs bald wurden fie von den Spaniern beneidet, die
mit Freuden das Anerbieten des von feiner Regie-
rung beleidigten Portugiefen, Ferdinand Magelhaens,
annahmen, ihnen einen andern, weftlichen Weg naoh
Indien zu zeigen. Er umfegelte zuerft das füJliche
America (i52o), und wollte die Molucken für Spa-
nien in Belitz nehmen, weil Tie weltlich von der Li-
nie lägen , wodurch der Papft die Erde zwifchen Spa-
nien und Portugall getheilt hatte. Allein in der Süd-
fee fiel Magelhaens auf der Infel Sebu in einem Ge-
fecht mit den Eingebornen.
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344 Vierte* Blieb. Viertes Kapitel.
Unter Lope de Soarez hatten die PoYtugiefen
i5i9 Oylan entdeckt, und. waren fo in den Belitz
der ZimmtwäJder gekommen. Die Entdeckung der
Malediven verfchaffte innen dieKenntnifs der maldi«
trifchen Kokosnufs. {Barrps, 3, 70.) Die Molucken
und Sumatra fetzten fie in den Belitz der Gewürznel-
ken, Mufcatnüffe , des Baros • Kamfers, der Benzoe
und unzähliger köftlicher Spezereyen. {Barros, 3, 1 i4-
127.) Bald richteten fie ihre Blicke auf China, dies
wunderbare Land, von dem man feit Marco Polo we-
nig erfahren hatte. Die Schwierigkeiten, welche die
chinefifcbe Regierung ihren Planen entgegenfetzte,
fiberwanden fie dadurch, dafs fie die Unternehmun-
gen eines Seeräubers auf die chinefifchen Häfen fcbeU
fern machten. Aus Dankbarkeit fchenkte ihnen der
Kaifer Macao, und von der Zeit an kam der Handel
mit Thee, Porzellan und andern chinefifchen Waaren
in ihre Hände. {Raynal* 1, 162.) Von Macao aus
befuchten fie Japan (i542)> wurden anfangs fehrgün-
ftig aufgenommen , und gewannen aufserordentlich
durch den Handel mit diefem Staate.
Herren der unermefslichen VVeftküfte von Afri-
ca, der höchft wichtigen fOdlichen Spitze jenes Welt-
theils, eroberten die Portugiefen mit leichter Mühe
auch die reichen öftlichen Küften. Die Infel Mo«
zambique ward der Sitz ihrer dortigen Herrfchaft, die
fich von Sofala bis nach Melinda erftreckte. Aber
in Goa waren alle Zweige der Verwaltung der reichen
Besitzungen vereinigt: von dort aus regierten die
Statthalter unumfchränkt , und, den einzigen Juan
de Caftro ausgenommen, wetteiferten fie miteinan-
der in Graufamkeit, Treulofigkeit und Habfucht.
Ueberall verabicheut fpotteten he der Verschwörun-
gen, bis endlich, nach, dem Tode des Königs Seba»
ftian in der Schlacht bey Aleaoar ( 1578), Portugall
an Spanien fiel, und die fämmtlichen Niederlaffungen
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Reifen in fremde U«dar. 347
der Portugiefen in Indien die Herrfchaft Philipps IL
aoerkcHiiitett. l • •
Wahrend des glänzenden Zuflandes der portu-
gienfchenBefitzungen in Indien unternahmen eszwey
Aer/te, die wichtigen Erzeugniffe des Pflanzenreichs
in jenem Welttbeil zu unterfuchen. k
Garcia Hei Huerto (ab Orto) , Leibarzt des Vice;
ltönigs von Goa, der in Bombay auf feinem Landgut
die iri'fifchen Arzneygewächfe gezogen, gab zu Goa
Coloquios das fimples e droguas he confas medicinais
da lmiia i.5(i3. 4* heraus. CIuGus machte daraus ei-
nen lat e:i'ifchea Auszug, der zum fünften Mahl in
deffen Exoticis p. i45 — 242> mit Vop. Fort. Plem»
piusCommeotarien abgedruckt ift. Hier werden die
Arzneypflanzen, weJche man bisher nur aus denAra*
bern fehr unvollkommen gekannt hatte, genauer un-
terfucht. Es kommen folgende intereffante Pflan*
zen vor: :
Nyctanthes Arbor triftis p. 225. Cluf. . . Stry*
chnos i\fux vomica 2 i4* • • Str. colubrinus daf. . ,
Ophioxylun ferpentinum daf. . . Convolvulus Tur*
petkum 2 06. . . Cariffa Carandas 227. . . lambo-
lifera pedunrulata 235. . . Terminalia Benzoin i5ö.
. . 7\ Chebula *94»- • Boswellia turi/era 1.57. . .
Afgle Marmel os 233. . • Mangifera indica 228. . .
Curtinia Mangoftana 233. . . Eugenia lumbos daf.
. . Averrhoa Carambola ü34. . . Annona murica-
ta 227. . . Vitex Negundo 226. '. . Phafeolus
Mungo 2jS. . . Indigofira Anil 23<). <. . Durio zi-
bethinus 201. . . Areqa Catechu 187. . . Excue-
caria Agallocha 172. . . Smilax China 208. . . Aca*
cia Catechu i63.
Ein anderer Portugiefe, Chriftoph. da Cofia* der,
in Africa geboren, Wundarzt in Mozambique und
Goa war, gab ein ähnliches Werk fpanifch heraus:
Tractado de Jas drogas y medicinas de las Indias ori*
348 Viertes Bach. Viertes Kapitel.
entales, con fus plantas, Burgos 1578. 4m welches
Clufius ebenfalls überfetzt feinen Exotiris, p. 253— •
294.1 einverleibte. Er wiederholt faft, was Garcias
hat; doch find eigentümlich die Befchrei Hungen von:
Pavetta indica 266. . . Q erber a Manghas 284. . .
Hyperanehera Moringa 248. • . Mimofa pydioa 290.
. . Pandanus odoratiflimus 285.
Als die Niederländer (ich vom fpanifchen Joch
711 befreyen anfingen , fafsten fie den grofsen Gedan-
ken, Philipps II. Macht in Indien felbft zu fchwä- '
chen. Unbekannt indefs mit den Meeren und den
europäifchen Niederlaffungen , die fie bey jedem er-
ften Hefuch vermeiden mufsten , hätten 6e einen fol-
chen Verfuch nie gewagt, wenn nicht ein in Liffabon
Schulden halber verhafteter Kaufmann, Cornelius
Houtman , für Bezahlung feiner Schulden, einer Ge-
fellfchaft Kaufleute in Amfterdam feine Kenntniffe von
der Schifffahrt in jenen Meeren mitgetheilt hätte. Im
Jahr 1590 ging er zuerft mit vier Schiffen nach Ma*
dagafcar und den fundifchen Infein , wo der Pfeffer
ihn befonders anzog. Ihm folgte 1598 van Neck mit
acht Schiffen, der (ich fchon auf Java feftfetzte, und
den Hafs der Eingebornen gegen die Portugiefen be-
nutzte, um auch auf den Molucken holländifche Nie-
derlaffungen zu errichten. So gründete fich die hol-
ländifch - oftindifche Gefellfchaft ; fo wurden nach
und nach die Holländer, nach Vertreibung der Por- •
tugiefen, Herren des oftindifchen Handels. (Äiij-
naU 200.)
Joh. Huygens von ünfchoten , aus Enkhuyfen
gebürtig, (f 1601,) war der erfte Holländer, der ei-
nen Reifebericht nach jenen Gegenden herausgab.
(Navigatio et ieinerarium in Indiam or\enta\em. Hag.
1599. Itinerarium of de fchip-vaert naar Oße 0/
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Reifen in fremde Länder. 349
defortugaels Indien. Franek. 1601. fol.) Hier £n-
der man, von PaJodanus erklärt, faft alle Pflanzen
aufgeführt, die Garcias und da Cofta befchrieben:
aufserdem Rhizophora Mangle p. 82. , Datura Tatu*
la p. 86., Aquilaria ovata p. 96. Palndänus erwähnt
noch zuerft der Tuberofe, die i5$4 bekannt wurde.
Ein neues, unendliches Gebiet eröffnete Flora
ihren Verehrern , feit dem America entdeckt wurde.
Indien, das gold- und gewürzreiche, fachten fie, die
zuerft den weftlichen Ocean befchifften : Indien nann*
ten 6e die zuerft entdeckten Lander: Indiens Pflan»
zen glaubten fie dort zu finden. Selbft europäifche
Pflanzen nennt der Dichter Ercilla (la Araucana, cant,
17. p. 176.) : .
El blanco lirio y encaraada rofe,
junquillos, azaharea y mofquctaa,
aeucenaa, jazmioet y violetai.
Kartoffeln fogar hielt Cortufi für das jruKvoxojuav des
Diofkorides (Leonurus Marrubiaftrum , J. Baun. 3,
625.)
Schon auf der erften Entdeckungsreife des gro-
fsen CoJumbus wurden die vegetabilifchen Schätze
Weftindiens bekannt: der Mais, die Yamwurzeln,
die americanifche Baumwolle, der Toback. (Barcia
hiftoriadores primit» de las Indias occident» 1,24.)
Was die letztere Pflanze betrifft, fo fcheint es
freylich, dafs fie nicht allein aus Weftindien einge-
führt worden, da die morgenländifchen Völker, die
nicht leicht fremde Sitten annehmen, feit undenkli-
chen Zeiten Toback rauchen. (Chardin vöyage, 4> 33.)
Weifs man überdies noch , dafs Nicotiana fruticofa in
Cochinchina und China für wildwachfend gehalten
und von den Einwohnern mit vaterländischen Namen
belegt wirds (Loureiro flor. cochinolu p. 1 57.) ; fo follte
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350 Viertes ftich. Viertes Kapitel.
man wirklich meinen, der Toback fey im fernften
Morgenland wenigftens einheimifch , und das Rau-
chen der Blätter urfprüngliche Sitte.
Auf der zweyton Reife Coluirthus fanden die
Spanier auf Gadeloupe Ananas, (Barria, 1, 43.) , «iie
bald nach Europa; gebracht, die Lieblmgsfrurht Kö-
nig Ferdinands des Katholifchen wurde, \fetr Marc
rer. ocean. dec. 2. 39. b.) In Hifpaniola entdeckten
fieZimmt, welches vielleicht die Rinde von LauruS
montana war, (Barcim, 1,61.): Myrobalanen (Termi*
nalia latifolia) bey Veragua (daf. 10b.): eine n^ue
Palme, aus deren kirfchenäbnlichen Früchten Wein
bereitet wurde (Bactris maior, daf. 112.): Mammea
•mericana: Iatropha Manihot, woraus das Brot den
Spaniern beffer benagte als Weizenbrot, (daf. 118*
Pein Mart. epifi. 8, i56.).
Nach und nach wurden die übrigen Lander je-
nes Welttheils entdeckt, mehrere nicht ohne Blut-
vergiefsen und grolse Schwierigkeiten erobert: ande-
re konnten, wie Chile, nie ganz bezwungen werden.
Auf die Entdeckung der Antillen folgte die von Bra-
filien i5oo durch Cabral; dann die Eroberung M*xi-
co's durch Cortes ; Peru's und Quitos (,\5^ —
i53o) durch Pizarro; die Anfiedelung iMendoza's in
Buenos ayres ( 1 535 ) ; Valdivia's Eroberungskriege
in Chile (i540; Soto's Befitznahme von Florida
(i55o) und die Unterwerfung der phiJippirhfchen In-
feln (i564), die fchon Magelhaens entdeckt hatte.
Dererfte* welcher die Oewächfe des neu ent-
deckten Welttheils genauer befchrieb, war der tpa-
nifche Statthalter von Hifpaniola und Darien, Oon-
zalo Hernandez Oviedo de Valdes. Seine Gefehichte
von America fchrieb er indefs nach feiner Rückkehr
x5a5 aus dem Gedächtnifs, da er das frühere Werk
durch Schiffbruch eingebüfst hatte. Sie ift in Barria
hiftoriad. 1. abgedruckt, auch im dritten Theil von
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Bei fen in fremde Länder» 351
Ramufio und im zweytenTheil von Purchas überfetzt»
Er erwähnt folgender Gewächfe:
Mammea americana p. 37. Bare. . . Annona
muricata, Guanabano, daf. , Pfidium pomiferum
und pyriferum, Guaiaba, daf., Cocof nUclfera uud/u-
fiformis p. 58., Chamaedorea graciHs Wilid., palmi*
tos, que tienen la hoja como Ja de los palmitos* dei
Andalucia, p. 3g. . Elais occidentalis , otras pal*
mas altas, daf. • • Thrinax Jpinöjh, palmas muy
efpinofas, daf. . . Areca oUrac&a, palmitos muy
excelentes para comer, daf. . . Quercus falicifoUat
encinas buenas de comer, daf., Vitts indicu, parrae,
daf. . . Carica caulifiora, higos del maftueroo, p.
4o. . . Chryfobalanus leacoy membrillos, daf. . *
Laurus Perfea, perales, daf. Vergl. Petr. Martyp
ocean. f. 4l» • • Crefcentia Cujete, higuero, que
eeban calabacas redondas, daf. . . Spondias Mont-
bia> hobbs, daf. Vergl. Lopez de Gomara p. 60;
Petr. Mart. f. 59. . . Gualacum officinale, palo fan-
to, daf. . . Gu. Xagual p. 42« • • Hippomane Man«
cinella p. 4a- . . ßambufa Guadüa Humb., cafia,
p. 44* • • Convolvulus Batatas p. 45« . . Cectopia
peltata? , platanos, p. 46« . . Caans Tuna p. 37*
, . Heliconia Rihai daf.
In derfelben Sammlung des Barcia findet fieb die
Befchreibung des Nunez Cabeqa de Vaca von Florida,
worin Cafjia Fifeula9 Limonia acidijfima^ Hedwigia
balfamifera , Canella alba-, Inga fagifolia Willd. er-
wähnt werden. • ' '\
Die mexicanifeben Pflanzen berührt Lopez d*
Gomara nur wenig: Agave americana , Maguay, Bar-
cia, tom. 2. p. 211. . . Tohifera Baljamum: Ca*
ctus coccionelUfer , nuchtli, p. 79. . . Theobroma
Cacao p. 82. 209.
parate erwähnt unter den Pflanzen Peru's auch
der Kartoffel unter dem Namen Papas« {Barcia, 5»
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35« Vier»* Buch. Viertes Kipttel.
f. to. 477«) Humboldt hält (von Neu- Spanien» B. 3.
S. 70. 71.) die Maglia, welche Molina v /ti/>. ««^ <fo
Chile y p. 102.) in den Gefilden von Chile wild fand,
für die urfprüngliche Kartoffel.
Hieron. Benzoni, ein Italiener, der von i54a
bis i55ö in America gewefen , gab eine Nova novi
Orbis hiftoria, Geoev. 1578. 8., heraus. Darin wird
unter andern des Tobacks umständlicher erwähnt.
Schon i559 ward die Pflanze um (j)ffabon gebaut, und
als ein Mittel gegen böfe Gefchwüre gepriefen. Der
franzüfifche Gefandte am portugieft fchen Hofe. Joh.
Nicot, empfahl fre feinem Monarchen,; daher gab
man der Pflanze feinen Namen: Nicotiaua. (U agri-
cuhure et maifon rufeique par CA. EJ nenne et J. Li-
chatte, p. 208.) Es war aber, wie aus der ßefcbrei-
bung des N. Monardes (Cluf. exot. Z07.) erhellt,. N..
Tabacum. AbeijeJN. fruticofa, glutmofa und ruftica
waren dem Glufius auch fcbon bekannt. C. Gesner
machte die erften Verfuche, Tobaok zu rauchen und
zu kauen; aber fie bekamen ihm Obel, (epift. med*
f. 79. b.) An einem Hunde prüfte. Aegid. Everard
die gepriefenen Kräfte des Krauts* (Cömm. de herba
panaceäy Antv. 1507. Benzoni erwähnt auch
zuerft der Coca, einer Art von Ery throxylon , deren
Blätter die Peruaner beftändig im Mün te führen, um
fo keinen Dürft noch Ermattung zu fühlen. In einer
Provinz von Peru, Yungas, follen allein aus dem Han-
del mit diefen Blättern jährlich 7 bis 800,000 Piafter
gelöfet werden. (Lamarck encycL 2, 593.) Hier
kommtauch zuerft der Tbeeftrauch von Paraguay vor,
den man für Hex Gaffine gehalten, und mit deflen
Blättern in ganz Südamerica ein höchft einträglicher
Handel getrieben wird. {Raynal, vol. 4* P« *^7«)
Ein Garmeliter Mönch, An ir. Ttievet, der lan-
ge in Brafilien gelebt, befcbrieb zuerft die Pflanzen
disfes Landes. (Le* ßrrgularUes de la France aruar-
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Reifen in fremde Länder, 353
ctlque, Antir. i5^8. 8.) Aber feine Nachrichten fol-
Jen zum Theil fjanz unrichtig feyn , wie ein reformir-
ter Miffionar, Joh. Ltry, aus Burgund , zu erweifen.
fucnte, den der grofse Coligny i55b nach BrafiJien
fcln>kte, um die reinere Lehre dort auszubreiten.
(Hiftoire (Vun voyag& fait au Brefd. i5j6. 8.) Hier
kommen tinter an. lern folgende Pflanzen vor.
Zamia furfuracea und Cupaifera o/ßcinalis p.
202. . . Amxris bulfamifpra und Cerbera Alinvai daf.
• . Anacardium orridentale ,o5. . . Mufa fapipn*
tum 2ofi. . . Caladium tfculentum uod Convolvulus
pLatamff>Hus 214. . . Arachis hypogaea 21 5.
Thevet gab noch ein grölseres Werk heraus:
La Cofmographie univerfelJe, 1. 2., Paris i575. fol.,
worin mehrere Pflanzen ziemlich unrichtig befchrie-
ben un.l abgebildet find. SmiJax China 4 1 5. ift am
beffen abgehandelt. Aber derToback, vol. 2. f. 927,
a., die Manjoc f. 948. b., Cerbera Ahovai , f. 922.
a., Convolvulus plaranifolius, f. 921.3., und die Rha-
barber, vol. 1. f. i2fi., find kaum zu erkennen.
Nie. Monardes, Prof. in Sevilla , fammelte, was
Andere über die Pflanzen der neuen Welt beobachtet.
D/e ürfchrift: De las cofas, que fe traen de las In-
dia<c Occidentales, que firven al ufo de la medicina,
Sevilla i58o.4., wurde von Ciufius überfetzt, und
feinen Exoticis, p. 29 5 — 355, einverleibt. Es kom-
men hier vorzuglich folgende Pflanzen vor:
Hymenaea Courbaril Cluf. 297. , t Fagara octan*
dra>, Tacamahara, 208. , . Iatropha Curcas 099.
. . Tolvifera Balfamum 5o4- . . Dorftenia C0/2-
trayerva 'Sil. . . Guaiacum officinale 012. . . Smi-
lax China und Sarfaparila 3i5. . . laurus Sa/Ja«
fras^zo. . , Canella alba 023. . . latröpha mul-
tifida 354* . t Convolvulus Mechoacanha dal'. . . Ca-
pficum annuum und frutefeens J40. . . PaJJßßora,
incarnata 47. . , Helianthus annuus daf* . ♦ I>*-
paeolum maius und minus 3484
Otich. d. Botanik, i. Bs 2 j
354
Viertes Euch. Viertes Kapitel.
Einen Auszug aus Monardes Schrift machte Jo.
Fragefi in den: Difcurfos de las cofas arorrjaticas der
Jas Ind. occid. Madr. i5j2. 8. (Denn Monardes
Werk war in zweyen Theilen fchon 1570 allgemein
bekannt. Cluf. exot. p. 2gG.)
Auch Gauffred Linocier's Hiftoire des plan-
tes aromatiques, qui croilfent dans Tlnde tant occi-
dentale qu' Orientale, Paris i584* 16., enthält nichts
Eigenes.
Auch das Morgenland fand feine Pflanzenfor-
fcher, die zum Theil die Gewächfe der Alten vor-
trefflich aufklärten.
Unter ihnen war Pet. Belon aus Mans der erfte.
Im Jahr i5i7 geboren, ward er vom Kardinal Tour-
non empfohlen und nnterftützt, um eine Reife in den
Orient machen zu können. So durchreifete er, mit
Kenntn^ffen aller Art ausgeriiftet , von i54b — *549>
Griechenland, Kleinatien, Syrien und Aegypten, be-
obachtete Pflanzen und Tiiiere mit befonderer Sorg-
falt, und ward nach feiner Rückkehr i563 von ei-
nem römifchen Banditen erftochen.
Seine treffliche Reife - Befchreibung hat den Ti-
tel: Les obfervations de plufieurs fingularitez et cho-
fes memorables, trouvees en Grece, Alie, Judee,
Egypte, Arabie et autres pays eftranges. Paris i554.
4- Clufius machte einen bteinifchen Auszug in fei-
nen Exoticis bekannt. Hier kommen, unter ^ieh-
rern , Befchreibungen folgender Pflanzen vor:
Platanus orientalis* . . Salvia pomifera. . .
Ariftolochia baetica Cluf. p. 9. . . Carthamus corym-
bofus p. 34« • • Euphorbia Apios p. 43> • • Coeyle-
don Umbilicus p. 5(>. . . Acacia vera p. 123. . .
hiwfonia inermis i55. . . Caucalis orientalis 200. . .
Lphedra altijfuna 206. . . Prunus Laurocerafus 2oy.
'1 ^^^^ ^ • • 9%i v«.wc . n
Reifen in fremde Länder. 355
Ihm folgte Melcliior Wieland (Guilandinus) ,
ein Preufse, der i55g um! i56o in der Levante war,
in die Hände der Seeräuber fiel , durch FaJoppia's
Hülfe befreyt, und dann als Prof. in Padua angeftellt
wurde, (f 1589.) Seine Schrift : de papvro, Venet.
1572.4») Jft die einzige Frucht feiner Reife. Denn
feine Streitigkeiten mit Mattioli {Theon adv. Matthaeo-
lum, Patav. i558. 4») find mit Recht der Vergeffen-
heit Übergeben.
Ein trefflicher Deutfcher, Leon. Rauwolf, aus
Augsburg, (f i5o,H,) trat in ßelon's Fufstapfen. Drey
Jahrelang (i57-> — durchreifete er das Mor-
gpnland, und brachte unter andern 5i 3 getrocknete
Pflanzen mit, welche in der Leidener Bibliothek auf-
bewahrt werden. Sie befchrieb J. Fr. Gronovius in
feiner: Flora orientalis , LB. 1755. 8. Zwey und
▼ierzig diefer Pflanzen find in Rauwolf's Werk felbft
abgebildet. Es führt den Titel: Aigentliche Be-
fchreibung der Reyfs , fo er gegen Aufgang in die
Morgenländer felbft vollbracht. Laugingen 1582.4*
Die Abbildungen und Befchreibungen find in Dale-
champ hift. gener. vol. 2. app. p. 19 — 56\ wieder«
holt. Auch C. Gesner machte mehrere bekannt«
Die neuen Pflanzen find folgende:
Plantago Lagopus % Catananche, n. 6. . . Co/z-
volvulus Imperati n. 54« b. . . Echium italicum var.
ß. n. 120. . . Solanum^ Melongena n. 70. ; . Sol.
fanctum n. 73. b. . . Anabafis nphylla^ Kall Ara-
bum, n. 38. . . Artedia fquamata, Gingidium Diofc.,»
n. 287. i • Pafcinaca Secacul Ruffel, n. 74» b. . .
Statte finuatay Limomi fpecies, n. 3i4- • • Leon*
tice Chryjogonum n. 119. . . Michauxia campanu*
loides , Medium, 24^- > wie^ zierlicher in Gesneri
opp. ed. Schmiedel tab. lign. 4« fig- 3(5. . . Lawfo*
nia inermis n. 60. . . Rheum Ribes n. 266. . . Reaii*
fnuria vermiculatä, Kali, n. 37. . * Zygophyllurrt
*3 •
r
356 Viertes Bucli. Viertes Kapitel. ttt
Fabago, Morgfani, n. n3. . . Acantlms Dhfcori-
dis n. 285. . . Hibifcus Trionum nt i93. . . He-
dyjarum Alhagiy Agul, n. 94. i73- • • Aftragnlus
chriftianus n. 1 16. . . Afirag. denßfolius, Tragium
alterum, n. 29. . . Aftrag. coluteoides , Tragacan-
tha altera, n. 281. . . Scorzonera tuberofa> Chon-
drilla altera, n. 117... Artemifia iudaica, Scheha,
n. 456. . • Gnaphalium JpnguineifM, Baccharis, Ui
285. . . Baccharis Diofcoridis , Conyza, n. 54- • •
Ertgeron tuberofus, Chondrilla altera , n. 117. b. . .
Centaurea Bellen, Beben album, n. 288. .. Gunde-
l'ia Tournefortii, Silybum , n. 71. . . Ariftolochia
maurorum, Raufut et Rumigi, n. 121. . . Poterium
fpinofum, Bellan, 287. . . 1 Salix aegyptiaca, Zar-
aab, n. 112. ? Elaeagnus fpinofa* . . Sal. baby-
lonicaj Garb, n. 160.
Im Werke felbft S. 98. ift vom Kaffetrinken,
auch von mehrern feltenen Pflanzen, als: Calla orien-
lalisy Arum Carfaami, p. n5., Tragopogon lanatus^
p. 2 1 9., die Rede.
Seine Vorgänger in der Durchforfchung des
Morgenlandes übertraf Profp. Alpini. In Maroftica,
1 553 geboren, ging er 1 580 mit dem venedigfehen
Conful nach Aegypten, lebte drey Jahre in Kahirab,
durchzog auch die griechifchen lnfeln, befonders Can-
dia , ward nach feiner Rückkehr Leibarzt des Fürften
Doria , und dann Prof. in Padua, wo er 1617 ftarb.
Die vorzüglicbfte Frucht feines Aufenthalts im
Morgenland ift das Werk: de plantis Aegypti. Patav.
1640. 4. In Gefprächen werden noch nicht iunfzig
Pflanzen befchrieben und abgebildet: worunterZJa-
ctyloctenium aegyptiacum W. 122. . . Cyperus Pa-
pyrus 111» • • Plantago fquarrofa 127. . . Zizy-
phus Spina Chrifii 19. . . Secamone aegyptiaca R.
Brown. 124. . . Sarcoßemma vinünale 96. . . Ca-
htropis proccraSQ. . . Ximenia aegyptiaca L. (Ba-
• »
r
^Digitized by G6o
Reifen in fremde LSnder.'
35?
V/
Janitis, Delile mem. für l'Egipte, 3, p. 326.) p. 09...
Lycium europaeum 43. . . Amyris Opobalfamum 60.
. . Caffia Abfus 97. . . C. Sophera 84. . . Cor-
chorus oluorius g3. . . Origanum aegypeiacum 95. . .
Sefamum Orientale 100. . . Pifeia Stratiotes 108...
Adanfonia digüata 67. . . Gofjypium arboreum 71 . . .
Uibifcus ficulneus 91.. . Abrus precatorius 77. f .
Coronilla Sesban 82. . . Trlgonella hamofa 124. • •
Acacia Senegal i5-
In der diefem Werk angehängten Schrift: cte
balfamo, erzählt Alpini die Naturgefchichte der ßal-
famftaude, die er felbft im Garten gezogen: doch
wird nicht klar, ob Amyris gileadenfis und Opobal-
famum wirklich verfchiedene Arten feyn.
Ein anderes treffliches Werk entftand aus den
Beobachtungen, die er an feltenen morgenländifchen
Pflanzen im botanifchen Oarten zu Padua angeftellt
hatte. Der Conful Capello in Candia , der ReGdent
der Republik Venedig inKahirah und mehrere Freun-
de hatten den Garten vorzüglich bereichert. Das
Werk führt den Titel: De planeis exoticis, Venet.
1627. 4-> unc* enthält die Abbildungen und Befchrei
bungen folgender feltener Pflanzen :
Syringa perftca laciniatay Liguftrum nigrum,
178. . . Cenchrus frutefcens , Arundo graminea acu«*
leata, p. io4* » t Scabioja lUnonifolia, Sc. arborej,
p. 04.
Galium graecum p. 166. . . Lithofpermum fru-
iicofum> Anchufa arborea, p. 68. , , Onofma ßm-
pliciffima, Echium creticum, 129. . . Convolvulus
paniculatuSy arabicus , i85. , . Campanula Alpfni}
pyramidalis minor, 34o. . . Peucedanuni nodofum,
Meum alexiterium, 328. . . Ferula tingitanay La*
ferpitium, 210. . . Oenanthe prolifera 004. . . Fe-
rula orientalis, Hippomarathrum fphaerocephalum ,
£3
*S9- • • Statice Echinus 5S.
Linum arboreum
•
■
■
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358 Viertes Buch. Viertes Kapitel.
18. • • Oenothera bienniSy Hyoscyamus virginianus,
324.
Daphne oleoides^ Chamaedaplinoides cretica, 43.
. . Acer creticum S.
Suponaria cretica , Saxifraga altera, 291. . .
Dianthus iuniperinus , Caryophyllus fylv. arboreus,
38. . . Euphorbia aleppica, Titliymalus Cypariffius,
64- • • E' fpinofa 5oj.
Pyrus cretica, Cerafus iclaea, 2. . . Nymphaea
Lotus p. 2i5 — 22g. . . Cifcus creticus, Ladanum
creticum, p. 8rf. . . Ranunculus jnuricatus p. 262.
Teucrium creticum , Ro^marinurn ftoechadis fa-
cie,.p. 102. . . Satureia graeca, Clinopodium cre-
ticum, p. 264. . . Nepeta Srordotis p. 283. . . Ori-
ganuin Maru p. 288. . . Scrofularia fambucifolia,
Sidentis, p. 202. . . Celßa Arcturus, Verbalen 1 um
fylveftre creticum, p. 122. . . Bunins fpinoj'a, Braf-
fjca , p. 200.
Alyffum creticum , Leucoium luteum, utricula-
to femine, p. 118. . . Cardamine Jmpatiens, Sium
minimum, 33 1. . . Cleome pentaphylla , Quinrjue-
folium filiquofum , 322. . . Hibi/cus Abelmofchus
p. 196.
Genifta lußtanica oder S partium horridum> Echi-
nopoda, p. i4- • • Anthyllis cretica, Ebenus, p.
£78. . . Anth. Hermanniae , Spartium fpinofum, p.
26. . . . Coronilla argentea, Colutea fcorpioides ar-
gentea, p. iG. . . Coron» globola> Hedyfarum ar-
genteum , p. 5i4* • • A/tragalus echioides, Traga-
cautha altera, p. 54- • . Trifolium cfypeatum p. 3ob\
. . Tri/, uniflorum, Spica trifolia , p. 1 ft8. . . Lo-
tus edul/Sy Trifolium corniculatum , p. 268.
Catananche lutea , Stoebe plantaginis folio, p.
286. • . Acama gummifera> Carduus pinea, p. 124.'
. . Ac. cancellata T Carduus minimus, p. 2D4- • •
Serratula arborea Spr., Cyanus arborefeeos altera,
""Jfc^. Aigitized by G<
I
Reifen in fremde Länder. J59
«
p. 32. . . Baifamita ageratifolia , BelJis fpinofa, p.
5i6. . . Chrysanthemum trifurcatum Desf. , Bu-
pbtbaimum peregrinum, 32o. . . Achillea cretica,.
Stratiotes tnillefoiia cretica, p. 83. . . Centaurea
fpinofa, Cyanus fpinofus, i63. . . Cent, babyloni-
ca, Iacea maxima, 281. . . Cent, eryngioides^ Car-
duus, i58. . . Datifoa cannabinay Canapis lutea,
295 — 3oi. . • Ephedra fragilis, Ecjuifetum mon-
tanum creticum, 140. . . ' Pteris enfifolia, Phylli-
tis, 66.
Mehrere noch nicht beftimmte Pflanzen enthält
überdies noch diefes Werk.
Mit Alpini mufs Honor. Belli aus Vicenza ge-
nannt werden , ein trefflicher Pflanzenforfcher, der,
als Arzt zu Cydonia auf Candia, die befte Gelegen-
heit hatte, die Pflanzen Griechenlands zu unterfu-
• chen. Seine Briefe an CluGus {hift. 2. p. 299. f.) be-
fchafftigen fich hauptfächlich mit Erklärungen der von
Belon und Alpini entdeckten Pflanzen. Sie find vom
Jahr i5g4 an gefchrieben. Hier kommen unter an*
dem Cachrys cretica La m. (Rosmarinus foliis felino
fimilibus, p. 299.), Stachys fpinofa (Gaiderothymo )t
Scandia auftralis (Zilimonida) vor. Auch Pona fügte
feiner Befcbreibung des Monte Baldo mehrere Erläute-
rungen morgenländifcher Pflanzen bey, die er dem,
Belli verdankte.
-
Fünftes Kapitel.
Erfte Spuren einer Anordnung
der Pflanzen.
Je mehr ich die Anzahl der bekannten Pflanzen
vermehrte, defto ftärker fühlte man das Bedürfnifs,
fie auf gewiffe Weife anzuordnen. Denn weder die
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360 Viertes Buch. Fünftes Kapitel«
■
alphabetifche Folge, noeb die Anordnung n*6h dem
Gebrauch konnten denkenden Männern genügen. An
ein gewiffes durchgreifendes Princip dachte man frey-
lich noch nicht: fondern die ältefte Eintheilung mute-
te auch die natOrlichfte oder die feyn, welche fieb '
auf das äufsere Anfehn und die allgemeinen Aehn-
lichkeiten bezog. Diefe kann man alfo kein Syftem,
fondern nur den Anfang einer Methode nennen.
Lobelius (S.3io.3i 1.) warder erfte, der 157010
feinen adverfariis eine folche Anordnung wagte. Er
fing von den Grafern an, von denen er die Getreide -
Arten unterfchied; dann folgten die Acori, zu denen
er die lriden und Scitamineen zählte: ferner die lunci
und Cyperoiden: dann die Afphodeli, Hyacintheny
Narciffen , Lilien und Orchideen ; woraus man fieht,
data er die Monokotyledonen fchon als allgemeine
wefentlich verfchiedene Ordnung anfah. Auf diefe
liefs er die Siliquofen, doch ohne allgemeinen Na-
men folgen, und zu diefen zählte er Hefeda und felbft
Seneclo« Hierauf die Cichoraceen, unter ofe m Na-
men Serides: dann die Brafncae, welche offenbar
den Siliquofen beygezählt werden mufsten: die A tri»
plices, Glaucia, zu denen die Anemone kommt:
die Lapatha, mit einer Menge ganz verfchiedener
Pflanzen: die Leucoia , Tithymali, Perfoliata und die
Bupleura: die Labiaten in fchicklicher Ordnung: die
Afperifolien : die Nymphäen, Cucurbitaceen, Rubia-
zeen: die Farrenkräuter (hier fehr an unrechter Stel-
le): die Leguminpfen, Rofaceen und andere Bäume
ohne Ordnung.
Diefem Ueyfplel einer gewiffen methodifchen
Anordnung folgten Mehrere. Aber feitdem G. Ges-
ner und Fab. Columna auf die Wichtigkeit der we-
fentlichen Theile aufmerkfam gemacht, mutete die
Unzulänglichkeit jener Methoden und die Notwen-
digkeit eines Syftems, auf den Unterfchied derFrüch-
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Erfte Spuren einer Anordnung der Pflanzen. 36*
te gegründet, immer einleuchtender werden. Da- 1
her wagte Andr. Cefalpini, aus Arezzo, (geb. i5tc),
f i6o5,) Ghini's Schüler, und Prof. in Pifa, zuerft
einen folchen Verfuch einer fyfrematifcben Anord-
nung, der in feinem unfterblichen Werke: De pl(in-
iis, Florent. 1 583. 4., enthalten ift,
Von phyfiologifchen Principien ausgehend, ver-
gleicht er die Saamen mit den Knofpen , und fucht zu
zeigen, dafs der tvefentliche Theil des Saamens an
der Stelle zu fachen fey, woher die Kotyledonen ih*
ren Urfprung nehmen. Diefen Indifferenzpunkt des
Pflänzchens, von dem nach pben und unten entgegen-
gefetzte Richtungen Statt finden, nennt er corcuturru
Darauf komme es an, ob das corculum nach aufsen,
oder nach innen ftehe , und was die Saamen für eine
Lage, was fie für Hüllen haben. Indefs gebe es
Pflanzen, die nur einen Schein von Saamen, oder
gar keinen haben, unc^ fich durch Päulnifs erzeugen:
zu diefen gehören die Schwämme, 2;u jenen die Far-
renkräuter. Die Blüthen feyn nichts anderes als die
Hüllen der Befruchtungstheile; fie werden vielmehr
durch geiftige Beftandtheile als durch Findigkeiten
ernährt. In den Blüthen finde man fiamina (Fort-
fätze der Saamen , unfere Piftille) und fioccos ( unfere
Staubfäden). Es gebe zwar einen Unterfchied der
Gefcblechter, wie bey dem Hanf, der Neffel, dem,
Bingelkraut und Wacholder; aber im Allgemeinen
dürfe er nicht bey den Pflanzen gefucht werden, weil
fie einen einfachem Bau haben. Der Kelch fey Fort-
fatz der Rinde; daher bleibe er nach der Blüthe
ftehn.
Bey der Claffification müffe man nun, aufser
den wefentlichen Verfchiedenheiten der Frucht, auch
auf die Blüthen und den Kelch fehn; aber die F^rbe,
der Geruch und Gefchmack feyn aufserwefentliohe
Din^e, welche faft gar nicht in. Beimbt tarnnen,
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36a Viertes Buch. Fünftes -Kapitel.
Seine Anordnung ift demnach das erfte Fructifien*
Syftem. Folgende Ueberficht wird es Klar machen :
L Bäume. (Man fieht, dafs die empirifche Methode
doch noch zum Grunde liegt.)
A. , Einfaamige.
a. Nüffe- und Eicheln - tragende, bey denen das
corculum nach aufsen geht oder aus der
Spitze des Saamens hervorkommt.
b. Fröchte - tragende:
1. Das corculum geht nach aufsen. Man*
dein, Pfirfichen, Pflaumen, Lorbeer,
Pfeffer u. f. w.
2. Das corculum geht nach innen , oder
kommt aus der Balis. Rofen, Flieder u.
f. w. (Hier aber find fchon vielfaamige
Früchte.)
B. Zwiefache Behälter des Saamens. Weiden, Pap-*
peln , Periploca. ^
C. Dreytheilige. Buchsbaum und Myrten.
D. Viertheilige. Evonymus.
E. Vieltheilige.
a. mit gemeinfchaftlicher Frucbthülle. Apfel-
v bäum.
b. mit eigener Fruchthalle. Zapfen • tragende
Bäume.
II. Staudengewächfe und Kräuter.
A. Einfaamige.
a. nackte Saamen. Valeriana.
b. bedeckte. Getreide • Arten, Jafmin u. f. f.
(Hier kommt unter andern (üb. 8. c. 56.) die
Caffia Senna vor, welche um Piftoja gebaut
werde.)
B. Zweyfaarnige, oder zweytheilige Früchte. Um»
bellaten, Siliquofen.
' C. Dreyfaamige, oder dreytheilige Früchte. Tha-
lictrum, Euphorbia, Crotonund alle Liliaceen.
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Ürfte Spuren einer Anordnung der Pflanzen. 36}
D. Vierraa mige. Labiaten und AXperjf
E. VieJfaamige. \\ ./^ ,
a. mit oberer Blüthe. Compofitae und Aggre-
gntae.
b. mit unterer Blüthe. Ranunculus, Malya.
c. mit vielen Saamen in einzelnen Behältern.
Goffypiurri, Oxalis.
III. Endlich die faamenlofen, als: Farrenkräuter,
Moofe und Algen.
Man ßeht, wie unvollftändig diefer erfte Ver-
fach eines Syftems war, ja, wie viele Unrichtigkei-
ten er enthielt. <
Adam Zaluzanius von Zaluzansky, ein Böhme,
bemühte fich, in feiner Methodus herbaria, Jib. 5.,
Frcf. i6o4- 4-> die natürlichen Methoden dadurch zu
verbeffern, dafs er mehr Rückficht auf die QefchJecbts-
theile nahm. Er nannte die Piftille ebenfalls fcami'
na> die Staubfäden ligulas, die Antheren apices. Den
Unterfchied der Gefchleehter erkannte er /war an:
aber fie feyn bey den Pflanzen vereinigt, und diefe
alfo Zwitter.
Seine Methode ift natürlich. Auf die Schwä'm*
me und Flechten folgen die Moofe und Gräfer. Ujnn
die Scitamineen, Liliaceen und Orchideen. Auf djef^
läfst er die Leguminofen folgen, zu denen er auch
Raute und Sefam zählt. Dann die Ferulaceen > und
Umbellatenj auf einmahl Farrenkräuter: ferner die
Compofitae» und nun ein Chaos von Pflanzen, die
durch nichts verbunden find.
Wie fehr er ins Einzelne geht, ßeht man au$
feiner Anordnung der Orchideen. Diefe h'nd:
1. Satyria legitima, uns weniger bekannt. Ery*
thronium und Hyacinthus orientalis,
2. Cynosorchides, mit yieltheiligen Knollen,
a. Oreaden , mit gefleckten Blättern.
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t I
364 Viertes Bach. Fünftes Kapitel*
b. Nereiden, Sumpfpflanzen,
a. mit fchmalen Blättern,
j8. mit breiten Blättern.
3. Serapiades, mit runder Knolle.
a. mit zweyen. Ophrys myodes. Orchis varie-
gata. r\
b. mit drey oder vier.
4. Daetylides: roediae.
*
Glänzend Gnd die Verdienfte des unfterblichen
Brüder- Paars der Bauhine um die kritifche Sichtung
der gekannten Oewächfe, wie um Verbefferung der
bekannten Methoden. Beide waren die Söhne Joh-
Bauhin's, eines Arztes in Bafel. Der ältere Bruder»
Johann, war \5^\ , der jüngere, Cafpar, i55o gebo-
ren. Fuchfius war Anfangs und dann C. Gesner ihr
Lehrer: Jöh. Bauhin begleitete den grofsen Züridher
auf feinen botanifchen Wanderungen. Dann durch«
fuchte er den Schwarz wald, das Elfafs, Hochburgund
und das füdliche Frankreich , ging felbft nach Italien,
hielt fich dann eine Zeit lang in Ifferten auf, bis er
1566 nach Bafel gerufen wurde. Von dort zog er
vier Jahre fpäter nach Mömpelgard, wo er Leibarzt
des Fürften bis an feinen Tod 161 3 war«
Er gab zuerft : Hißoria mdmirabÜis fontis et bal-
liei Bollen fis , Montebeligard. 1698.4., heraus. In
dem vierten Buch befchreibt er die Pflanzen in der
Nachbarfchaft des Bades» Es kommen wenige neue
vor.
Er hatte den rühmlichen Plan gemacht, aus al-
len Schriftftellern die bekannten Pflanzen in einem
grofsen Werke zufammeln, fie gehörig anzuordnen,
beffer zu befchreiben, gute Abbildungen zu geben,
und die Synonyme zu berichtigen. Einen Vorläufer
(üefes grofsen Werks fchtfeb er, mit Hülfe feines
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fiifte Spuren einer Anordnung der Pflanzen. 365
Schwiegerfohns, Job. Henr. Cherler> unter dem Ti-
tel: Hifcoriae plantarum generalis prodromus , wel-
cher erft nach feinem Tode Ebrodun. 1619. 4- her*
auskam» Hier findet man die natürlichen Pflanzen -
Familien faft in derfelben Ordnung, als Lobelius Ge
aufgehellt hatte.
Faft vierzig Jahre nach feinem Tode erfcbjen
endlich die: Hifcoria plantarum univerfalis* tom. 1 — -
5., Ebrod. i65o. 1601. fol. Domin. Chabräus hatte
den Druck beforgt, und Zufätze gemacht. Zwar ift
das Werk, wegen Vollftändigkeit der Nachrichten
über Pflanzen, brauchbar: aber die Holzfchnitte find,
nach den trefflichen Vorgängern, fchJecht, befon-
ders zu klein. Manche Abbildungen ftehn am un-
rechten Ort. So Pulfatilla 3, 4l°- So Salvia ftatt
Chamaedrys 3, 290. Centaurea ftatt eines Farren-
krauts 3, 754. Ein Gras ftatt Thlafpi 2, 927. Hy-
pericum ftatt Lychnis 5, 544- Coronilla Securidaca
ftatt eines Gräfes 2, 459.
Die Ordnung ift die natürliche. Erft Bäume,
dann Sträucher, darauf Kräuter, die mit Gräfern und
Getreide - Arten beginnen und lieh mit Meerge wach*
fen und Schwämmen endigen.
Eine bedeutende Anzahl neuer Pflanzen kom-
men vor :
Veronica auftriaca, Chamaedrys tenuiffime la-
ciniata, 3, 2S7. . . Scirpus paluftris , luneus capi-
tulis longis, 2, 52J. . . Sc. fyfoaticus9 Cyperus gra*
xnineus, 2, 5oi. • . Crypßs aculeata, Gramen fupi-
num aculeatum, 2, 461. . . Alopecurus utriculatus
Schrad. , Gramen tenue duriusculum, 2,46j., exeluf.
fynon. . . Melica nutans , Gramen avenaceum , 2,
434. . . Avenafatua, Aegilops quibusdam, 2,435«
♦ . Holüfieum umbellatum, Caryophyllus arvenfis um-
belliferus , 5, 36 1. . . Triclcum loliaceum , Gramen
minimumCherleri, 2, 465.
«r.
* : ■ r *
ä66 Viertes Buch. Fünftes Kapitel«
; Gatium rotundifolium , Rubia quadrifolit; 3j
Cerinthe maculata Allion., Ifatis f. glaftura mon^
tanum, 3, 6o3. . . Anagallis tenella^ Numfoularia
frubra, 3,371. . . Campanula fpicata, Tracheliurii
altiffimum foliis anguftis, 2, 801* . ✓ C. linifolia 2<
797. . . C. rhomboidea, alpina glabrä, 2, 80& . .
C. bononienfis 2, 8o4« . i f. hederacea 2, 797. ; ; .
fhyreuma pauciflorum, Rapunculus alpinus parvusr,
Ö, 8 1 1 . . « Heraiaria hitfuta 5, 37g. . ;' Thapßa
garganica 3, 5o. . . Caucalis maritima Gouan. 3, 81.
* . Toriiis nodo/a Spr. 5, 83. . . Myrfhis bulbofa
-Spr. 3, 1 83. . . Tenoria pyrenaea Spr. , Perfoliata
magna alpina Jongifolia, 3, 199. . . Meurh Mut? Hin a
^Gärtn., Mutellina, 3,66. . . Ligufiicum nodißorum,
L. quorumdam folüs angelicae, 3, i47« • • Cnidium
alfoticum, Umbellifera alfatica magna, 3, 106. . . Fe*
rii/a glauca 3, 45. . . Lafrrpiuum anguftiffimum, La-
ferpitio Lobelii firnilis anguftifolia , 3, 107. . . L.
aureum W. , Daucus in. folio coriandri , flore lnteo j
3,57. . . Sejeli glaucum, Daucus glauco folio, 3,
16. . . S. Hippomarathrunt, Daucus petraeus glau-
cifolius , 3, 58.
Scilla uni/6Hay Bulbus rnonophyllus flore albo,
2, 622. . . Culamus Zalacca, Baly infulae fructus,
1, 4oi. . • luncus acutus , pungens, 2, 520. . .
Lmaximus, Gramen Luzulae maximum^ 2, 49^. . .
/. capitatus , foliatus minimus, -2,523. . . Rumex
puicher, Lapathum pulcrum bononienfe, 2, 988. • ;
R. Lunaria 994»
Andromeda poUfolia , Viti idaeäe adfinis polifo-
lia, 1, 527. . . Saxifraga ftellaris et cuneifolia, Co-
tyledon altera, 5, 684. • . & mofchata Wulf, j Tri-*
dactylites alpina, 3,762. j . S. afpera, Sedum al-
pinum hifpidum, 3, 695. . . Arenaria trinerviaj
Alfine plantaginis folio > 5j 364* * . A* tinuifolia§
#
t
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\ -
» I
Erfte Spuren eise* Anordnung der Pflanzen. 367
Alfide, daf. • • A. firiata, Auricula muris pulcro Hö-
re , 3, 36o. . . S*dum faxatile, luteum minimuni .
non acre, 5, 695.
Lythrum Ttiymifolia, Hyffopifolia minor, 3,
792. . . Prunus femperßorens, Cerafus racemofa,
1, 223. . . Pyrus Pollveria 1, 5g. Von Pollwiler
im EJfefe. . . P. dioica, Malus non florida, 1,21...
Höfa tomertiofa Smitb. 2t 44« • • pumila Jacqu.,
H. fylreftns rubel Ja, 2, 55.
Ciftus nummulär ius 2, 20. . . C. fampfucifolius,
daf«. . ? C. glutinofus, thymi folio incano, 2, 19. . .
Ranunculus plantagineus , angultifolius bulbofus, 3,
866. . . jR. pyrtnaeus, pumilus gramineis foliis, daf.
R„ glacialis 3, 86 1 . . . R.montanus, minirnus
alpinus luteus, daf. . . disfectus MB.? montanus
tenuifolius Juteus, 3,4*6*
Teucrium Mar um 3, 243. . . Nepeta nuda9
Mentha Cataria hifpanica, 3, 226. . . Siderieis ro*
mana, Sfderitis genus fpinofis verticilJis, 3, 428. . •
Ocimum monachorum 3, 260.' . • Scutellaria aibida,
teucrii facie, 3, 291. . . " Linaria Pelijferiana^ Li-
naria coerulea calcaribus longis, 3, 461.
Thlafpi peregrinum 2, 927. . . T. alliaceum^
folio alliariae, 2, g32. . . Bunias cochlearioides ,
Myigrum monofpermum minus, 2,895. . . Sifym-
brium obtusangulum, Eruca inodora, 2, 862. . . Cheir»
anthus maritimusy Leucoium, 2,877.
Polygala monspeliaca 3, 588. . . Spartium pur-
gans 1, 4o4- • • Genifta Jylveftris, GenifteIJa mon- «
tis ventofi fpinofa, 1, 4°o- • • Ononis Cherleri 2,
394. . . Orobus canefcens, Araci vel Apios legumi-
nofae fpecies, 2, 326, . . Lathyrus Jylv#firisy maior
narbonenfis, 2, 3o4* * • L. hirfutus 2, 5o5. . . I«
NiJJblia, Catananche leguminofa, 2, 309. . . Vicia
platycarpos, Aracus fabaceus , 2, 286. . . V. angu-
fii/pliai V. vulgaris fylveftris, 2, 3 12. . . Cytifus
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368
Viertes Buch. Fünftes Kapitel«
bißorus, glaber, filiqua angufta , 1,373. . . Corö-
nil}a iuncra, Colutea caule geniftae fungofo, i, 385. . .
Afcragalus monspeffulanus , 2, 358. . . A. piIofusy
A. recticaulis hirfutus, 2, 535. . . Trifolium tomen-
tojum 2, 079. . . T. refupinatum, foJJiculaceum, daf.
, . Lotus anguftijßmus 2, 35 6. . • Medicago coro-
nuta 2, 586. . . M. tuberculata, magna turbinata,
2,385. . . M. turbinata, fcutellata, 2,584- . . M.
rigidula, hirfuta, echinis rigidiorihus, 2, 585. . *
M. pubefcens Decand., M. echinata magna hirfuta, daf.
Laciuca auguftana , longo et angufto folio, 2,
5399. . . Leontodon obovatus Willd., Hieracium nar»
bo- -nfe rotundifoJium, 2, 1057. . . HieraiiumfyU
vaticum, Pilofellae maioris five Pulmonariae lnteae
fperies anmiftifolia , 2, io43. . . Hierac. ftaticae*
fo/iwn, Chon.fnlla folio non disfecto , 2, 104*. . .
Crppls Sprengeriana* Hieracium pulcrum ramofum,
2, 102Ü. . . Rhngadiolus edulis, Hierac. ftellatum,
2, 10*4. • • Carduus crifpus 3, 5g. . . C. tenuU
jlorus Sm., acanthoides, 3, 56. . • Cirfium canum,
Cirfium tomentofutn, 5,44« • » C* ferox , Carduus
lanceolatus ferocior, j, 58. . . .ConyZa ftcula , fo»
Iiis virgaureae, 2, 1049. • • Inula fpiraeaefolia, Co-
nyzae mediae monspel. adfinis , 2, 1049. . . Senecio
nemorenßs Virgaurea latifolia, 2, io65. . . S. aqua-
tiruSy lacobaea latifolia , r^, 1057. . . Cotula aurea,
Cliamaemelum aureum , 5, 119. . • Anthemis re+
panda, Chrysanthemum latifolium, 5, io5. . . Achil-
lea herba rota 5, i44« • • A. nana, Millefolium al*
pinum, 3, 1 58. . . Centaurea galactites, Carduus,
3, 54» • • C, nigra 3, 28:
, Epipactls cordata, Bifolium minimum, 3, 534*
. . Caulinia fragiüs et Naias monofperma Willd. >
"Fluvialis pifana, 3, 779.
Salix Amaniana Willd. , latifolia non hirfuta,
1,216'. . 4 S» arbutif olia ^ pumila folio utrinque gia-
■ ' ' V:
■
t 4 «1' * Digitized by Qpo
1
Erlte Spuren einer Anordnung der JWanzen. 369
bro 1 217. . .. 5. retieulata, pnmila folio rotun-
do,d af. .
> Aus dieretn Werke lieferte Domin. Chabräus ei*
»en Auszug; Omnium ßirpium fciagraphia et ico,,e,
Genev. 1677.^., worin p.389. Imperataria Chabraei
Spr. unter dem Namen Carvifolia vorkommt.
I
Gröfser als fein Bruder war Cafe. Bauhin- er
hatte fein Vaterland, Deutfchland, Italien und Prank-
reich mit Sorgfalt durchforscht, ward Prof. in Bafel
«nd ftarb ,624. Seine unübertreffliche Gelebrfam'
ke, ,ft eben fo bewundernswert!,, als der krieche
acnarH.nn, womit er die Syoonymieen prüfte, und als
der grofse Reicbthum von Pflanzen, der ihm bekannt
war. D,efen batten feine Freunde, Nie Agerius ia
Strasburg, Honor. Belli in Candia, Fern. Impera« ia
Neapel, Franz Pona in Verona, Job. Fleifcher in Bres-
A ' c ^ T iD H»B,burg» Cargillaos Abe*
deen in Schottland, Fabios Columna , ßafil Be^r i.
focht. Vorzügbch rühmt er den Laufitzer, Joach
. d« *uf friaea ,anSen Reifea Europa
2 i lZTH ge;rme,i' B°d Herbarien, L
25 Banden der Umverfität Upfala gefehenkt war
Drey Bande d.ffelbe. wurden ein Ra^b der groTea
Feuersbrunft .702. Auch -die Abbildungen, die die
Kudbeke von diefen Pflanzen beforgt hatten ' ver
brannten mit Linne machte die feltenen Oewäohfe"
diefe, Herbariums bekannt, (JmMH. aeaM. ™]
Iche Pflanze, wieder ans Licht gezogen: z.B. Gentia-
pyrtn. p. 1 3a. Selbft ans America erhielt Bauhin Pflan-
Brafili^i °v<!,:n,,erJd" Lan<1°erT<>pinambn's und
ÄtSSf wo es doch ^t*" *■
•
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9
f
-
t
% 370 Viertes Buch. Fünftes Kapitel.
♦
Ein ausserordentliches Unternehmen wagte Bau-
hin, woran er Zeit feines Lebens gearbeitet, nämlich
eine gründliche und vollftändige Sichtung aller bis
auf ihn bekannt gewordenen Gewächfe, wobey nur
wenige ältere Schriftfteller abergangen find. Von
diefem Werk er fehlen der Vorläufer unter dem Titel:
Phytopinax f. enumerat'io plan Carum ab hrrbariis no-
fero faeculo deferipearum. Bafil. 1596. 4» Dann er-
fchien: Pfodromus cheatri botanici , Frcf. 1620. 4->
worin 25d neue Pflanzen befchrieben und zum Theil
in gar vortrefflichen Holzfchnitten abgebildet und.
C. Bauhin arbeitete an einem thracrum bocanicum, wel-
ches alle bekannte natürliche Familien enthalten foli-
te. Es erfchien aber nach feinem Tode nur der erfte
Theil Bafil. i658. fol. Dann kam auch der Pinax
cJwacri botanici, Bafil. 1620. 4*> felbft heraus: die
Yollftändigfte Synonymie* welche es in ünferer Lite-
ratur giebt: daher noch jetzt einem jeden Botaniker
unentbehrlich. Auch die Flor von Bafel befchrieb er
iß dem Catalogus plan Carum circa Bafdeam nafeencium?
Bafil. 1671.8,
Damit nun einigermaßen klar werde, welche
grofse Menge von Pflanzen C. Bauhin entdeckt, we-
nigftens befler befchrieben, als feine Vorgänger, fo
folgt hier ein fyftematifches Verzeichnifs derfelben:
Blitum capiCatum, Atriplex fylv. lappulas ha-
ben s, ad Matth. 365. . . Syringa perftua, Ligu-
ftrum Ii«, prodr. i58. . . Veronica bellidioides prodr.
116. • . , V. fcutellata, Anagallis aquatica, daf. 119.
. . Salviä fyriaca, Horminuxn, prodr. 1 14» • • «£•
grandißara > i. , prodr. 1 1 3.
Valeriana Tripceris* alpnia prima, prodr. 86.
V. moncatia, alpina profulariae folid, daf. 87* . .
Cladiunt germänicum Scbracl., Cyperus lbngus inodo-
rus, theatr* 221. * •. Schöenus mucronatus\ Gra-
men cyperoides maritittium> theatr. giv % . ScirpuS
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Erfte Spuren einer Anordnung der Pflanzen. 3-1
'cafifpitofus , Gramen iunceum, foliis et fpica iuhcl
minus, theatr. 79. . . Sc. aricuiaris. Innen«; inuti*
Iis, daf. i83. . . Sc. lacußris, Iuncns maximus>
daf. 178. . . Sc Holoßjho^nus , Iuncus acutus mari-
timus, daf. 174» • • Sc. triqwier 9 Iunc. acut, marit.
caule triangulo, daf. 17S. prodr. 22. . . Sc. ßuitans>
luncellus xxvn., prodr. 2.Z. . . Eriophorum caefpitofurfi
Hoft., Iuncus alpinus capitulo lanu^inofo, theatr.
188. prodr. 23. . . E. latifolium , Gramen tomento-
fum pratenfe panicula fparfa, daf. 61. . . Alopecuruä
agreftis , Gramen typhoides fpica anguftiore, theatr.
53. . . Phleum pratenfe, Gramen typhoides maxi-
tnum, theatr. 49« • • Panicum Crus galli, Gramen,
panicum, theatr. 137. . Aira caryophyUea, Caryo*
phyllus xi. , prodr. 10 5. . . Pollinia dißaehya, Fe»
ftuca iunceo folio, prodr. 19.' . . P. Gryllus, Feftuci
dumetorum, theatr. 149. . . Erianthus Ravehnae, Gra-
men plumofum alburn, prodr. 14. • • Holcus lana-
tus, Gramen pratenfe paniculatum, theatr. 27. . .
Arundo epigeios , Gramen arundinaceum fpicatum^
theatr. 94- • • Polypogoti monspelienfis , Gramen alo-
pecuroides, theatr. 58. . . Lagurus ovatus, Gramen,
alopecuros fpica rotundiore, daf. 56. • Sefsleriä\
coeruleay Gramen fpica varia, theatr. )58. -. &
echinaca, Gramen fpica fubrotunda echinata, prodr.
16. . . Poa compreffa , Gramen V. , prodr. ±. >.*
P. bulbofa> Gramen arVenfe panicula crifpa, prodr?
6. . . Poa liioralis Gouan., Gramen caninum mari-
timum fpicatum , prödr. 2. . • 'Cynosurus crifiatus*
Gramen pratenfe , prödr. 8. . . C. echinatus^ Gra-
men alopecuroides, fpica afpera, theatr. 09. v . feriza
maxima prödr. 5. . •. Dar Iis glometatä. Gramen
fpicatum folio afpero, prodr. $. theatr. 4$. • * ^rtjr"
mus velutinus Schrad. , Fe ftuca ^raminea glümis hir-
futis s theatr. •. . Triticurh Yigidum Schrath)
Oramenanguftifolium fpica tri tici mnticae nmili, prodr.
*
«
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37a Viertes Buch. Fünftes Kapitel.
17. . . T. pinnatum mihi, Gramen fpica brizae ina-
ius, daf. 18. . . Truicum repens, Gramen caninum
arvenfe, theatr. 9. . . Lolium eemulenium theatr.
, 121.
G lobular ia fpifiofa, Bellis fpinofa coerulea, prodr.
121. . . Scabiofa graminifoHa> argentea angufto fol.,
phytopin. 528. t. 4» prodr. 127. . . Afperula pyre-
naica\ Rubia viii., prodr. i46. . . A. laevigaia,
Rubia 111., daf. i4*>. . • Galium pufülum, Rubeola vi.,
prodr. i45. . . G» glaucum, Rubia 1. , daf. • . G.
boreale, Rubia 11., daf. . . Valantia glabra, Ga-
lium latifolium glabrum, prodr. 146. . . Crucianel*
lafpicata* Rubia iv., prodr. i45. • . Cornus cana-
denßsy Pyrola alfines foJio braGIiana, prodr. 101. . .
Aichemilla pentaphylla prodr. 1 58* . . Potamogeton
pectinatui, 11. , prodr. 101... P. frtaceus? 1., daf.
. . P* pufillus, in. , daf. . . Ruppia maritima, Gra-
men maririmum fluitans cornutum, theatr. 41.
Pulmonaria fuffruticofa , Lithofpermum angufti*
folium umbellatum, pin. 5ai- • • Lyßmachia Linum
Jtellatum, Linum Iii., prodr. 107. . . Anagallis te-
nella, Nummularia purpurafcente flore, prodr. i36.
4 . Convolvulus copticus, in., prodr. i34. • • C.
tricolor, n., daf. . • Campanula ftylofa Lam., fo-
)üf fubrotundis, prodr. 35. . . C. caejpitofa Scop.,
v., daf. 34. . . C. barbata, foliis echii floribus vil-
loßs, prodr. 36. . . Lobelia urens, Draba 11., prodr.
53. 4 • Mirabilis dichotoma, Solanum iv», prodr.
91» . « Chironia fpicata, Centaurium minus fpica«
tum, prodr. i3o. - . Rhamnus alpin us, Frangula
altera, prodr. 160* • . Ribes alpinum, montana,
daf. . . Herniaria lenticulmta, Polygonum iv., prodr.
i3w • . Chenopodium ambrofioides , Botrys ambro-
fioides mexicana , pin. 5äo. . • Velezia rigida , Ly-
chnis 11., prodr. io3. . . Aßrantia minor, Hellebo-
rus niger fauiculae folio, prodr. 97. . . Bupleurum
1
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I
Erlte Spuren einer Anordnung der Pflanzen. 373
fiellatum, Perfoliata ih.% prodr. 129. . . B. pe-
traeum* Perf. iv., daf. . . B. angutofum, 11., daf. . .
B. ranunculoides , v. , daf. . . Cachrys ficula, Hip-
pomarath rum creticum , prodr. 76. . . Lajerpitium
Qquitpgifolium , Libanons 1. , prodr. 83. . . Hera*
cleum anguftifolium, Sphondylium iv> daf. . . H*
auftrlacum, 11., daf. . . H.alpinum, in., daf, . . -
Sefelt pyrenaeum% Carvi alpinum, prodr. 84. . .
Scandix pinnatißda Vent. prodr. 78. . . Rhus ty*
pliina, virginianum, pin. 5 17. . . Rhus glabra,
Sumacb anguftifolium, prodr. i58. . . Corrigiola
Utoralis, Polygonum in., prodr. i3i. . . Seatice
cordata, Limonium 1. , prodr. 99. . , St. minuta,
Ii., daf. . • Linum vifco/um, vi., pin. 214. . . L.
narbonenfe, n., prodr. 107. .. Craffula rubens, Se-
dum vi. , prodr. i32. . . Sibbaldia pracumhens, Fra*
, gariae adfinis, prodr. i3g.
Tradefcantia virginica, Alllum f. Moly virgin.,
pin. 5 16. . . NarciJJus dubius Gouan. prodr. 27. . •
Uvularia perfoliata, PoJygonatum 11. , prodr. i36.
Iuncus glaucus, acumine reflexo maior, theatr. i83.
. . / trifidus, acumine reflexo trifidus, daf. i84« • •
I.albidus, Gramen xlvii. , prodr. 16. .. L triglu-
miSy 11., prodr. 22. . . Frankenia hirfuta, Polygon
num 11., prodr. i3i. . . Rumex veficarius , Aceto-
fa 1., prodr. 54« . . R. tingitanus, Lapatbum mari-
timum, prodr. 56. . . R. digynus, Acetofa n.^rodr.
55. . . R. fpinofus , Beta cretica, 57. . . R* acut
leatus, Acetofa iv. , prodr. 55, . . Scheuchzerapa*
lufiris, Iuncus rx., prodr. 2 3. , . Trillium erectum,
Solanum in., prodr. 91.
Epilobium angufciffimum , Lyfimachia in., pr.
116. . . E. parvißorum, Lyfimachia 1. , daf. . .
Daphne Thymelaea , Sanamunda viridis, pr. 160. . .
Elatine Alßnafirum> Ecjuifetum 1., pr. 24«
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374 Viertes fiueh. Fünfte* Kapitel.
Monotropa Hypopitys , Oxobancbe in, , pr. 3 f .
. . Saxifraga Cotyledon, Cotyledon minor, pr. 1 33. . .
& oppofuifolia :, Sedum m., pr. i32. . . S. petraea,
Vahl. , i., pr. x 3 ^ • > . $. caefpitofa, n., daf. . ,
Dianthus ' fylveftris, CarypphylJus in. , pr. i o4- « •
DK arborefeens v i. , daf. . . SUene rupefiris , Ca-
ryophyllus vi*. , daf. . . Arenaria tetraquetm^ Ca-
Tyop.hyllua xii. , daf. io5. . . A. iuniperina, Alfine
iv,, daf. 118. • • Sedum atratum, vn., daf. 102.
Ceraftium latifolium% Caryophyllus iv., daf. 104. ...
C'tomentofum, Caryophyllus ix., da(. . • Spergula n.o-.
4ofa, Alfine viii.9 daf. \ i8.
Euphorbia rubra, TUhymalus in», daf. 1,33.
Spiraea hypericifoliay Pruao. fylv. fimilis, pin^
5i7. . . Potentilla intermedia , Qujnquefolium 111.,
pr. 13g. . . P. Qaulefcensy \.% daf.
Papaver alpinum. Argemone alpina, pr. 93, . ,
P* cambricum^ erraticum pyrenaicum, daf. 92. . .
Delphinium peregrinum% ConfoJida, regalis latifolia,
pr. 74. . . Aquiiegia vtfcofa, 11. , daf. 7$. . . A.
tlpina, 1. , daf. . . Nigella hifpanicay 1., daf. . .
iV. orientalis., 11., daf. . .. Anemone patensx Pulfa-
tilla v., pr. 94* • • 4, vernalisy 11., daf. . . A. baU
denfis% 11., daf. . . Clematis maritima, pr. i55. . •
Thalham angufiifolium pr. 146. . . TV foetidum
daf. l47« • • Ranunculus lanuginofus , vuM pr,
96. . ^ Ifopyrum aquilegioides^ Aquiiegia, 11. ^
pr. 75,
Teucrium fpino/umr Chamaedrya fpinofa, pr.
. . Stachys cretica% Pfeudoftachys pr. 11 3.
, . St. arvenßs, Sideritis n., pr. 111. . . Scutefc
laria alpina y Teucrium alpinum inodorum, pr. 1 \6«
, . fylelampytwn crißa,tum> luteum, pr., 412. . ^
Linaria monspeffu{ana , iyM pr. 106. . .
avvanfuy, y., 107, , , Z* origanifolia^ Antfrrh*-
PMm taxatile, *o6, . t k ialmaticc^ daf. , .
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Erfte Spuren einer Anordnung der Pflanzen. 375
L. linifölia^ 11., dak ,\ Scrofularia vernalis, i.t
pr. 112. . . Unnaea borealis , Campanula ferpylli-
folia, pr. 35.
Myagrum perenne, Rapiftrum monofpermum ,
pr. 37. . . M. perfoliasum , iv. , 5a. . . Af. /wwi-
culatum, in., daf. . . Bunias Erucago, Eruca vn.,
pr. 41. . . Draba ftellata, Burfa paftoris m. , pr.
5i. . . Thlafpi hirtum, 111. , pr. 47« • • Alyffum
montanum, Thlafpi vii.» pr. 49* • • Cardamine re*
Jedaefolia, Nafturtium iv., pr. 45. • • parvifio»
ray 11., 44. . . C. amara prodr. 45. . . Sifym-
brium terreftre^ Raphanus aquaticus fol. laciniat., pn
38. . • «S. amphibium , alter, daf, . • S. arenofum9
Eruca v. , 4<>« • • & ofperum^ Sinapi parvum fili-
gua afperd, 41 • • • Eryfimum hieracifoüum, Leu»
coium in., pr. 102. . . Cheiranthus trilobus^ Leu«
coium vi. § pr, io3. . . Hefperis Verna , Rapiftrum
1., pr. Oy. . . Arabis Halleri, Nafturtium vii., pr*
46. . • Turritis hirfuta, Eryfimo finailis hirfuta,
pr.
Lavatera trimeftris , Malva n., pr. i32.
Genifta hifpaniea y Geniftella monspeliaea fpi»
aofa, pr. 157. . . Orobus luteusy alpinus )<*tifolius*
i49- . . Lathyrus fetifolius pr. 148. . . Vicia ono*
brychioides pr. 149. • . Hedyfarum Caput gallit
Onobrychis n., daf. . . Oxytropis pilofa Decand,,
Cicer 11., 148. . . Aftragalus incanus , Onobry-
«his in., 149. • • A exfcapusy Cicer 1., i47- • •
Trifolium creticum, xiv. , pr. 142. . . T. CherlerU
xviii., i43. . . T.faxatile, vii., i4o. . . T fca*
brumy viii., daf. . . T. fpumofum-, iv., daf. . .
T. lappaceum phy topin. t. 5. . . T. fpadiceum%
in., pr. i4o. . . Lotus diffufus, Trifolium xxi.,
pr. i44« • • Medicago orbicularis , Trifolium ix.,
pr. 140.
Uigitiz
376 Viertes Buch, Fünftes Kapitel.
Hypericum Ajcyr um pr. i3o. . • H. nummulä-
rem rlaf.
Arnopogon picroides, Sonfchus I. , pr. 60. . .
Sonchus maritim us t iv. , pr. 6t. . . S. tenerrimus*
in., daf. . . Lactuca faligna, Chondrilla u. , pr.
68. . . Hieracium fiorentinum, xxu. , pr. 67. . .
H. chondr Moides , xn. , 64« • . H. grandißorum%
xvi. , 65. . . H glutinofum, iv. , 63. . . Crepis
foetida* Chondrilla in., pr. 68. . . Andryala cheir-
anthifolia% Sonchus vi., pr. 61. . . Hyoferis radia-
£a> Dens Jeonis m., pr. 62. . . Hypochoeris Helve-
tica, Denfi leonis 1., daf. . . Carduus Perfonata, i.f
pr. i55. . . Artemißa glacialis , Abfinthium iu.f
pr. 71. . . Gnaphalium Orientale , Helichryfon, pr.
12 3. . . Conyza faxatilisy H«*licbryfo fylv. fimilis,
daf. . . Erigeron alpinumy Conyza 1. , pr. 124. . •
Senecio Unifolius* Linariae aureae adfinis, pr. 107. . .
After alpinus pr. 124. adMatthiol. 8i8. . . Solidago
mexicana, pin. 5 17. . . Cineraria cordifolia9 Iaco- .
baea aJpina, pr. 69. . . Inula britannica, Conyza in.,
pr. 124. . • /. provincialis , lacobaea 11. , pr. 69. . •
Chrysanthemum atratum , BelJis 1. > pr. 120... Py-
rethr um Haller i> BeJJisn., daf. . . Anthemis mix-
tay Bellis v., 121. . . A. altifjima, Chamaemelum i.,
70. • . Achillea magna, Millefolium 1. y 72. . • A.
ianacetifolia, u. , daf... A. macrophylla, Dracun-
culus alpinus, pr. 3g. . . RudbekiaJaciniata, Doro-
nicum americanum , pin. 5 16. . . Centaurea alpina
pr. 56. . . C pectinata, Iacea v., pr. 128. . . C«
Cineraria , Tacea vu. , daf. . . C. fonchifolia, iv., daf.
. . C. axillaris , u., 1 27. . . Filago pygmaea, Gna«
phalium rofeum, 122.
Orchis viridis, Tin., daf... Ophrys alpina,
Chamaeorchis iv. , pr. 29.
Zannichellia paluftris* Potamogeton rv., pr. toi«
. . Chara hifpida, Equifetum foetidum fub aqua re-
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Erfte Spuren einer Anordnung der J>fitnzen« 37^
pens , pr. a5. • . Car&x baldenßs , Gramen XXXVI.,
pr. i3. . . C. digitata, xxuu, 9. . . C. ornithopo-
da, xxu., daf. . . C. ampullacea , Gramen cyperoi-
des rv. , tbeatr. 84. • . Myriophyllum fpicatum, Mil-
lefolium iv., pr. 75. . . Thelygonum Cynocrambe pr«
5g. . . Bryonia cretica pr. 1 55.
Sa/ix herbacecty "VH., i5c) . . . retufa, V.,
daf.
Afpidium aculeatum, Filix ir.9 i5i. . . Adlon-
tum pedatum , fruticofum brafilianum , i5o. . . «Sa/-
vinia nata/is, Lenticula paluftris, phytopin. t. 7., viel
beffer pr. i53. . . Neckera pennata, Mufcus 1.,
l5 1 . • . Trichoßomum ericoides* MuCcus vii., daf. . .
Mnium rofeum* vin., daf. . . Fucus bulbofus Turn.f
n. , i54- F. faccharinus, iv. , daf. . . 'F. pa I ma-
lus, viM i55. . . F. Fi/wm, yjii., daf. . . Ulva pa«
vonia, Fucus vu., daf. Diefe hatte ihm Gargill aus
Aberdeen mitgetheilt«
'
1
r
Endlich dürfen wir die Compilatoren nicht un*
erwähnt laffen , obwohl fie der Wiffenfchaft keinen
Gewinn brachten.
Unter ihnen ift der berühmte Kritiker, Jul. CS«
{&r Scaliger, aus Verona, (geb. 1484, f i558,) der
erfte. Er machte fich zuerft bekannt durch feine Wi-
derlegung des Cardanus, der aus Oviedo, Monarde^
und Andern die Befchreibungen der Pflanzen Ameri-
ca's im 2iften Buch feines Werks de fubtilitate wie- '
derholt hatte. Scaliger handelt jene Pflanzen auch
ohne Sachkenntnifs in dem i5ten Buch feiner: Exer-
citationes exotericae de fubtilitate, Frcf. 1.582. 8.»
ab. Auch gab Scaliger Commentare über Theophrafts
Werk: de cauffis plantarum, heraus, die blofs gram-
matifchen Inhalts find.
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Viertes Buch. Fünftes Kapitel«
Auch Ulyffes Aldrovandi, Prof. in Bologna,
(geb. 1^22, f i6o5, ) gehört hieher. Er hatte fech-
zehn Bände getrockneter Pflanzen gefammelt, die
noch in der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts in
Bologna vorhanden waren. OviJ. Montalbani gab
Aldrovandfs DendroJogia Frcf. 1690. fol. heraus.
Theod. Dorfien, Arzt in Caffel, (f i552,) ver-
fchmähte felbft die alten ortos fanitatis oder herba-
rios nicht (S. 2440 > um fie wieder aufleben zu laf«
fen. Sein Botanicon, Frcf. i54o. fol., ift ein fol«
ches verjüngtes Kräuterbuch, ganz nach dem Zu-
fchnitt der alten, in alphabetifcher Ordnung, mit
elenden Figuren, doch mit einigen Commentarien
verfehn.
Ein ähnliches Werk arbeitete Adam Lonicet,
Arzt zu Frankfurt am Main, (ge*b. i5*8, f i586,) aus.
Sein Kräuterbuch erfchien zuerft Frkf. 1 573. fol. und
ift felbft noch 1 jöj von Ehrhart neu aufgelegt worden.
Joh. Coßäus aus Lodi in Mailand, Prof. in Tu»
rin, (f i5o3, ) gab, ziemlich unbrauchbare Anmer-
kungen zum Mefue, Yenet. 1602. fol., und ein Werk:
de univerfali fiirpium natura* Aug. Taurin. 1578. 4«>
heraus , worin die Phyfiologie der Pflanzen peripate*
tifch abgehaadelt wird.
Wir fchliefsen mit Caftor Durante% Leibarzt des
Papftes, (t l599>) deffen Uerbario nuovu , Venet.
1 636. 4*9 e*np unbrauchbare Com pilation , voll un-
richtiger, fchJechter und fabelhafter Figuren ift.
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Verzeichnifs
der griechifchen Pflanzen - Namen.
-
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der griechifchen Pflanzen - Namen. 381
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aßaxovriov 84. 101. l6l*. intmtpv 46. 72.
aeo<xioßoT«»ov 194. iofß<v3o< 38. 80. i56 tfye«-
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afuirK 67. ipi*n 7V. >4? *• Wfrtto«
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384 VerseiQfanifs
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der griechifchen Pflanzen . Namen.
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388
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der griechifchen Pflanzen - Namen.
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390
Verzeichnis
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der griechifchen Pflanzen -Namen. 391
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der griechifchen Pflanzen . Namen,
393
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I
Verzeichnifs
1
der Pflanzen - Namen nach dem Syftem.
A. Acorus Calamua 14. fio* 145.
Ab ras precatorius 544. 557. Acrojiichum Maramae 399. 554.
Acacia vera 35. ftfl.yiaö. 161.135. Actaea fpicata i6q. 379.
a9Q 354. myrr hifera ab. 3». 88- Adanfonia digirata 344. 3<7.
Senegal g& 357. arabtea 88. Aäiantutn Capillus 89. 110. 1E2.
Stepbaniana RH- Cateshu itia. 015 3Ö8- pedaium 577.
34?. gummifera 325. Adont* aeftivalia 87t. vernalia
Acanthus DiofcoriHis 356. mol- 37t.
Iis iog. 124. igo. 154, 267. Adoxa Mofcnarellioa 175.
fpinofua 309. Aegi/ops ovata ba, i38. triari-
Acarna gu nam ifera 83 109.158. itata 303
358- cancellata 33 358. Aegle Marmelo» 321. 347.
Acer creticum 14. 21 • 358- ob- Aefculus Hippocalianum 396.
tufifolium Sm 7_i. Opalut iao. Acthufa Gynapium 33Ö. Arami
il>7 < Pfeudoplatanua 123. 167. 508-
monspelfulanum 333. platanoU Agarictu deliciofui 50. campe-
des 167. campeltre 167. itfis 90.
Achlllea Ageraium 159 27a. cre- Agave americana 34a. 351.
lica 559. tornemofa 159. 280. Agrimonla. Agrimonoidet 504.
330. Clavennao 330. atrata Eupatoria 103. i4Q»
3^0. , tanacetifolia 330. 376. Agro/iemma floa Iovia 7a. Cc-
iiguftica i^jj. Ptarmica i^q. ronaria 7». 108. 149. 271. GU
, 268. Herba rota 36*8. Mille- thago 149. 134. a48.
folium 262. oobilis 373. ma- Aira caefpitofa 370. cenelceaa
crophylla 37Ö. nana a8o. 3r,o. 3ia. caryopbyllea 37i.
568. magna 376. aegyptiaca Ainga raptani aöi. CharaaepU
298. tys 108» 15*' s66. Iva 153. 314.
Aconitum^ ipeüui 108 133.271, Alckemill* vulgaria 248. Apba-
397. Lycoctonum 151. 266. nes 3ia» alpina 3ao. petita«
Anrhora 297. pyrenaicum 397. phylla 37a.
solubile 397. taiiricum 326» Alcyonium cotoneum 162.
neomonranum 326* cernuum Alectoria Arabum 2a£.
526. Cammarum 316. vario- A/ectoroiopkiu Crifta Galli 169.
gaium 526. Aleuriies moluccana 223.
Verzeich nifs d. Pflanzen - Namen nach d. Syftem. 395
Alifmn Damafonium 31 4* ranun- Amygdalus communii 16. 73.
culoides 514. Plamago 147. 165. 129. Perüca 129. 150.
jillium faiivum 14. 68» 1*9. 123. Amyris balfamifera 353. gilea-
145. Porrum 14. 6$. 107. 129. denliJ 15. 70. 147. 396.
145. Cepa 14. 145. Scorodo- Kafal For§k 15. 69 123* i>9*
prafum 14« >45* Diolcoridia 147. 118- Opobalfamum 357.
37. 68. 145. nigrum 37. 16%. Anabafi* aphylla 13. 355.
145. 278.3*2. aicalonicum 6%. Anacardlum occidentale 553.
Schoenoprafura 68. 129. 265. Anacyclus aureus 316.
Ampeloprafum 145. 308. are- Ana.gaJ.lis arvenüs 139.260. Mo-
narium 145. 265. rotunduro 322. nelli 321. lenella 366. 373.
Cluüaoum 322. flivum 322. Anagyris (oetida 108. i48- 296.
oleraceum 322. pauiculatum Anarrhinum bellidiiolium 309.
322. anßulofum 322. urünum Attchufa tinctoria 63. 139. ita-
2bo. carinatum 265. 313. vi- lica 106. 264. paoiculata 139.
neale 271. 322. delcendens 278. fempervirens 512. officinalia
rofeum 278- Moly 278- 322. Vi- 248- angultifolia %jt.
crorialis 296. lubhirfutum. 296. Andromeda polifolia 366.
palleus 304. Chamaemoly 304. Andropogon Nardus 10. 215.
Ainus oblongata 39. 84* 126. Kchaemum 61. 285. Schoenan-
Aloe luccotoriaa 217. vulgaris thus i38- 214.
1,5. Androface Cbamaeiafme 532.
Alopecurus agreßis 37 r. genicu- Vitaliana 303. carnea 303. Ja-
latus 312. utricularus 365. ctea 320. vi Höfa 277. 520.
Aipinia Cardamomum 58. 137. Andryalm cbeiranthifolia 376.
335. integritolia 333.
AUhaea officinalis go. 124. 156. Anemone coronaria 76. 151. 526.
261. ficifoiia 222. 285. can- nemorofa 76. 261. vernaJi'5574.
nabiua 156. 328- rolea 156.
267. 251. birfuta 533.
Altingia excelfa 223.
A/yffum maritimum 279. rupe-
lire 301. lativum 79« 155. 272.
montanurn 375. fpinofum 314.
creücum 358* campeftre 314.
Amaramut tricolor 170. Blitum
84-
ImaryllU lutea 67. 322. formo-
lillima 322.
Ambrofia maritima 160. 316.
Ammi dauciioliuro 313. Viluaga
265.
Amqmnm aoguilifolium 344.
hortenüa 151. 326. patens 374.
palmata 326. baldenßs 374.
apeanina 326. narcifüflora 297.
tritolia 309. Hepatica 261. Pul-
latilla 261. Ranunculoides 266.
pratenlis 27 1. 326. baldcnlis
279. 300. apiifolia »79. 333.
palmata 279.
Ann h um graveoltna 123. 128*
i43-
Angelicm. pyrenaica 332. Carvi-
lolia 312. Archangelica 24g.
iylveftris 265.
Annona mu/icata 547. 351.
Anthcmis Cota «3« Cotult 262.
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396 V«w.
alufüma gj. 576. irven/is 85-
Pyrcthrum 109 159. ab£. chia
150. rol>a 159. repanda 368.
tioctoria 159 a68- , dtfrotdea
1^9 mon tana 306. maritima 3*6.
354 mix-a 57b. nobilit 27a
Anthcricum graecum 6ft. 145.
LMiailrum 296 ofülragum 508.
Anthoxanlhum otioratum 33a.
Anthrijcus vulgaris 67.
Anthyüis cretica ge. 348. cyü-
ibidea 3a8 Efinacea 32g Her-
xnanniae'3i8 tetrapliylla 343.
. Vulaeraria 383- lotoidea 309.
Barba lovis 169.
Antirrhinum Oromium 79. 154.
maiut 130 Marina 154* 3 »4«
ji partim, tuberofa %2. 157. 298.
btfpida &%. 383*' incan* 329.
, crüpa 314 autumnalis a6g.
Aphyllanlhct monspeUenfia 313.
Apiurn gr*veo\eoi 36.67. 107. 133»
138. i44- ai7. abo. Petrofeli-
num 67. 144* 260.
Apocynum venetum 51a,
Aquilaria ovata aao. 349*
Aquilegia alpina 374. vulgaris
348- vilcola 374.
Arabis^ alpina 5a7« bellidifolia
337. Haileu 375. Turrita 338.
Thalian» a8a.
Arachis hypogaea 353.
Arbutiw Unedo 71. 133* Audra-
chne 71. i48> alpina 5*4' Ufa
urß 3»4«
Arctiam Lappa 135. 157. 363.
Bardaoa 194.
Ardifia humilia 315.
Areca Catecfau 333. 547« olera-
ceA 35'»
'Arenaria peploidea j£o\ iunipe-
rina 574, bavarica 300. Ariata
367. lerpyllifolia 26Ö. triner»
via 366. tenutfolta 36«. »etra-
«jueira 374. verna »78»
Argemonc mexicana 301.
Ari/ioiochia baeiica' 354. creti-
ca 84* rotunda 84. 109. 160«
173. longa 109. 160. mauxo-
rura 356. glauca 330. Serpen«
taria 336. Clematitia 160. 348-
Pütolochia 169.
Armeria vulgaris 167. fcoreone*
raefolia 378.
Arnica (carpioides 109.300. cor-
daia3oo. montan a 330. Doro-
nicuro 330. Bellidiaitrum a8o.
glacialis 38o. 530.
Amopogon picroides 157. 576»
Dslechainpii 333.
Artedia fquaraata 355.
Artemißa iudaica ao. aa5. 356.
Ablynthium ao. 83- »58» *ba«
Abrotanum 109. 158. atig. co-
ryrabofa Lara. 133. 158* arbo-
refceos 158* 3-6» pontica 158«
a6g. 398. fpicata 15g. campeftrie
158« maritima 159. 310. icopa*
ria 339. aultriaca 380. 339. gal-
lica 343. Santonica 398. coe-
rulelceos 398* 3<>6. camforata
310.194* vulgaris 362. glacia~
Iis 280. 376. va.leüeca 280. Mu-
teüioa 280. 301.
Ar um raaculstoro 77. 348* Colo«
calia 84* |a5 »69* >83* Dra-
cootium 84* l0>* ,09* Orien-
tale 331. er i nimm 381 • p*o-
boicideum 399. Dracuncultia
161. 169. sbs. Arifarum t6r.
169. 299. 3°°* italicum i6i.
169. 399. trnuifoltum 169. 299.
Arundo Donau 35. 61. 138« 3ia*
Fhragmites 55 6a. 370. Sia.
Ampelodefmos 61. 166. epi«
g cioa 6a. 37 1 . arenaria 3 1 a. Jao.
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der Pflanzen »Namen nach dem Sjftem« 397
-
jjfarum europaeam 149. 248* jlfl.rantia maior 265. minores..
jtfctepias variegata 33*>. slihamania panacilolia biL 107.
Ajpara» us aphyllua 6g. 3a». fyl- 321. cretenüs66 107.143 flno.
tatictiaiLS oiScioalis 129. acu- Matthioli 144. »95. annua 543.
tifoliua 323 albus 513. ama- Libanons gfifc
iua 391 323. Jtthyrium Filix femina gg. ifia»
jffperugo procumbena 63. 106. Jttm^ene alpina 301.
lÜiL 177. jltriptex hortenfia 8ft« i33- lfil»
jffperula arvenfia 335. cynanchi- 167. 3l6. veneta 2t)Q. \ ortula-
ca 303 laevigata 3? 2. tauri- coidea 308. anpufUJolia 317.
neniis^ia pyreoaica ^2. odo- laciniata 5r6. patula 316. Ha-
rara 21.0. tinrtoria 377. 285. limua 25 88- 16t. 21Ü.
^jphodelus ramoius 37. 6g. 107. Atropa Mandragora 63. 215. 34a»
i2q. 145. 313. filtulofu6 bß. 322. 343.353. belladonna 27J IQfc
albus 323 Jivena iterilis 106. 133. fativa
jljpidlum Filix maa no. ifa. 133. 364. nuda 313. fatua6a-
Halieri 2gi fragile 38». acu- 138- 565.
learum 377 alpinum3or. Lon- Averrhoa Carambola 45- 347«
chitia 1Ü2 299. fpinulofum 273. Aialeafiooumben» S»i» pomica
Afp Uni um Trichomanes gg. 163. IÖÖj
348. palraatum 33t. germani-
cum 28*. Adiantum nigrum
284» lanceolatum 310. mari- Baccharit Üiolcoridi«
num 3'7. Ruta muraria 24g. Bactris maior 350.
feptenrrionale 37»» Ballota nigra 266. alba 542.
After Amellus 125. 132. 159. 173. Baljamita vulgaria «73. agcrati-
368» Tripolium 310. acris3iö. folia 316. 359.
alpinui 376. Bambufa arundinacea 69. 145»
Aftragalus ariftatua 8i. 156. 3oq. 218. Guadua 341.
chrilitanu* 3^6. creticua gi_. Bartfia alpina 3oi.
denfiloliua 356. Glaux 136.528- Belli* perennia 169.247. 248- *ST«.
279. echioides 358. fefameus Berberis 167. 26.4.
i^6. 305. tncanus 37,4. pugni- Beta vulgaris 65. i3ft. Cicla26^.
formis 156. exfeapua 574. Po- Äefo/i/caAlopecurua 133.« 5**>- oii-
terium 156. 2q8 hamofua 328. entalia 194 oÜIcinalia348. 2bt\
auOriacus 328. afper 328. mona- ßricta 261.
pefTulanua 368- montanua 333. Betula alba 85- pnbefeent 283.
mirropliyllua 383 Cicer 298» Bixa Orellana 323.
coluceoides 336. Stella 315 pi- Bijcutella coronopifoiia 279. gig.
lolus368. emarginaruaaii gly- apula 305. laevigata 305. bifpi-
cyphyljoa 27»» 555- burrHiufua da 305. picridifolia 527.
»79. denütolius 379, Erianthua Bifermla Pelecinua gl.
«80. * Bitahn um boreal« »73.
39*
Verzeichnils
BlUum capttfttum 570.
264.
Boletus Lancia 162.
Bombax goffypinum go«
Borago oificinalis ig6- 248«
Boräffu* flabelliformis 29. 89.
Botrychium Lunaria 368. suta-
cflum 331.
Bofwellia turifera 15. 69. 147.
ai8. 333. 347»
Braffica oleracea 4s. 50. 13 t. 155.
Eruca 79 119. 131. 155. 183.
367. NapobraiHca 79. Rapa
131.267. Napus 131.267. cre-
lica 155. caropeßria 267. arveo-
fi* 3»8.
Briza maxima 371. media 270.
Bromfelia Anaoaa 350.
Bromus lecalinua 270. Telutinua
37*.
Brouffbnetia papyrifera 87.
Bryonia alba 109. 133 161. 268-
cretica577. «hoic* r6i.
Bubo n Galbanum 66. 125. mace-
donicus 12g. 172. 192. 194. 296.
Bulbocodium Vernum 322. au-
tumnale 522.
Bunias cochleanoides 367. Eru*
cago 279. 375. rpinofa 35g. fy-
riaca 342.
Bunimn copticum 144. 342. aro-
maticoro 144. 313.
Buphihalmum fjunolum 298« ma>
riümuro33o. ialicifoKum 350.
BupUurum rotundifolium 67. 265.
Jongifolium 107. 167. 542. Cal-
cet um 271. 308- gramioifolium
300. angulofum 373- petraeura
373« ranvaculoides 375. ftelle-
tum 573. tigidum3og. tone« um
3o8.
Butomus umbellatua 7t.
Buxus fempenrirena 20. 84* 126.
C.
Cacalia verbafctfolia 15g. alpin«
280. 298. 329. albifrons 230.
539. AoteuphotbiumSio. Kici-
nia 529.
Cachrys cretica 359. Heule 66.
375- rnaritima 12g. 143. Liba-
nons 143. 296 313. Morifonü
M3 dichotoma 342.
Caetiu Opuntia 75. maimmlieria
514- P«ro?ia«u»3i4. Tun a 351.
coccioneljjier 551.
Caefalpinia puieberriraa 168.
Sappan 220. 233. 241.
Cakile maritima 221. 333.
353.
146. rudentum
21$. Rotaqg2ig. Zaiacca366.
Calendula oiücinalis 125. 152.
Calla orientalit 556. paluftrie 365.
CalotropU procura 65. 556. gi-
gaotee 65. 216.
Calt ha palufiris 271.
Calyfiegia lepium 63. 140. 248.
Campanula Alpini 357. Ertnua
101. 106. 140. bononienfis 366.
lacioiara 140. faederacea 366.
Rapunculus 260. barbata 372«
Trachelium 265. caelpitofe372.
laxaülie 277. 300. Aylofa 372.
SpecuJum 277.50g. thyrfoidea
28a- plomerara 283. fpicata366\
patula 285- Medium 295. lini-
foiia 366. perüeifolia 295« pe-
traea3oo. rhomboidea 386. gra-
minifolia 303. latü olia 336. hy-
bride 336.
Camphorofma acuta 312. glabra
332.
commune 224*
Canella alba 351.
Canna indica 276.
1
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1
der Pflanzen- Namen nach dem Syftem, 399
a Sich lut«a
358-
Caucali*
67- 3o4- 3i S-
platycarpos 101. 107. 504. 53s
mauritanica 143. daucoides 371.
aga. maritima 3ai. 3b6.
talis 554.
Cannabis Tativa 135. aa4.
CapparU fpinola 17. 75 130. 150.
183- ai7. ovata 379. 309.
Capßcum aonuum 107. at>4. 353.
hutefcent 353. longum 264. 303.
groffum 364.
Cardamine pratenfia a6i. re(e-
daeiolia375 uifolia 3*7. par^ Caulinia fraÄili$ 368.
vifldra 375. birluta 543. Impa- Cecropia peitata 351.
tiena 35g. amara 375. Ce/ojia crUtata 167. margaritacea
Caräiofpermum Halicacabum 205. coccioea 308. cafiieafia
atib. 34*.
Carduus Jeacograpbua 8a. parvi- Celßa Arcturus 358.
üorua 110. Perionata 131.376. Celtis auitraiia 133. ia8* 141.
•r&entatus 157» tenuiflorua 157. Cenehrus irutelceus 357.
568. marianua 157- 1^9. a6a. Centaurea Centauroidea £3. 506»
crilpua 368* acamboidea 315.
defloratua 339. pannouicus 339.
mollia 339.
Carex acuta ia£. baMenfia 377.
ovalia 516. orsithopodioidea
577, vuipina 516. dipitat«377.
•longata 316. ampullacea 377.
Pieudoryperut $16. .1
Carica Papaya 33 1 • cauliflora 35 1 .
Cariffa Carandas 347'
Car/^Mcoryrobofa 83 5Ö6* acau-
li» aoa. yulgaria aöj. raceanofa
3^9.
Carpr/lunt cernuura $06.
C arp in Betulua 84* '3a.
Carihamus tioctoriua 8 a. 13a. 182.
babylonica 359. arraoracifolia
83- 33'- eryogioidea 359. bene-
dicia 83 abs> galactiiea 8<>8»
Centauriura 135. 380. alpina
376. Crocodiüum 160. aiilla-
ria 376. nigra 169 Säg. pecti-
nata 376. ßeheo 335, a8t. 556.
Cyanua 348. Cioetaria 576. Cal-
citrapa aoa. 330. Rhapoptica
373 287. ot^refcena 510. rou-
ricaia 38«- 5'°. cootftra 516.
puiiata 5*6. «rocaefolia 33°'
alba 33°* Jplendena 38 1. 53°*
Verutum 33°* montana 273.
383« Scabiofa38t. pbrygiaa83«
ioiicliifolia 37b. panicujata
383- Crupina3o6. ceratophyl-
la 306. (olAitialts $06- fpiuo-
fa 359«
391. 398. 354. Carduoc«llua3i5. Cerajtium alpinum 27g. Tulga-
Carum Carvi 107. ia8. 144. 18a. . i«n» »78- latttolimn 374, aqua-
365. ticum 385* tomentoiui» 574. re-
CaJJfia Abfut^57. S«nna 9<^.33o. peoa 304. vilcoium 309. -dicbo-
366 36a. Sopbwa 357. fittul« tomuoi 324.«
194. 3f9. 351. Tora 230. Ceratonia Sili*rua 25. 64. 133.
Cäffme eapeofia 535. Ceratophylium ^emerfum agr.
Cafffta fiktforanu 71,
leuco«
348* coeruieus 83 529.
cauloa fta. 1 58 Manama 8a. 398«
corymbofua 8S 104. I09. 158*
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400 ' Verl
Cerbcra Afaotai 553. Manghaa
216. 343-
Cercis Siliquaftrum 71.
Cerinthe afpera 63. 310. macula-
ta 366. maior 125. minor 159.
5*o.
Chaerophyllnm lativura 66. 128-
»65. fyiv«ftrea65.
Chamaedorea gracilis 351,
Chamacrops bumiiis 89.
CKara bifpida 376.
Cheiranthut Cheiri 79. n*. 24«,
incanus 124. 15t* 155- »67- an-
nuue 131. 248. Jioiiatus 179. Ii-
toreus 279. 3»7- tricufpidaiua
342. eryfimoides 527. mariü-
uius 367. trilobua 575.
Chr!id*niumm*\ut 75. 108. i$u
26 f.
Ckcnopodium Börry* 142. 265.
Scoparia 167. 308» Bonus Hen-
ricu* 260. albam 365. ambro-
fioidee 372. rubrum 265. mu-
rale 285* glaucum 295. olidum
512. polyfpermum 51»-
Cherleria Sedotdes 3°°«
Chironia fpicata 372.
Chlor a [eßilttolia 304. perfoliata
3»3-
Chon drill a ramolifltma 157. iuo-
, cea 283*
Chrjjanthemum cotonät'ium 157.
330. Leucantberaum 262. tri-
furcatum 359. atratum 376. ita-
licum 298- Myconi 334*
Chry/obalanus Icaco 35ta
Chryjocoma Linolyris 158- 272.
'ChryfvfpUuium oppoütifolium
309.
Cicer arietinum 12. 38. 80. 109.
131.156.187-267. Lena iß. 131.
156. 267.
Cichorium Intybut 20. 62. 125.
UiHlll t ■ f
■57- 178. «13. »48- Endiwaga.
125. 132. 157. 26a. fpiooium
301.
Cicuta virofa 125. 282. 308.
Cineraria palußris mariti-
ma 31& campefiris 516. 329*
corditolia 57b. inteariioUasgÖ.
Ci>caeaa]pina3o3. Jutatiana 31 r.
Cirfium fyriacum 157. , Acatna
157 301. Irellacum 157. Exi-
Jithales 169. 335* «riopborunst
247 315 oleraceum 262. tnbe-
rolum 280. arvanfeSob. canurm
568* monapeüuianum 3co. ita-
Ucum 310. 315. pratenfe 315.
ferox 568* disfectum 315. Ca-
fabonae 315. rivuiaxo 8». ijwa-
cum 54».
Cijfus vitigtoea 122. 214. 290. ro-
. tundifolia 214«
Ci/ttu creticue 17. 151. 358. Tu-
beraria 333. villolut 75. 151.
2597. tneanus 75. 76. 325. al-
bidua 76. 279. 325. (alvüoüua
• »5*- »97 3»5* linearis 279. ha-
limifolius279.325. guttatus27g.
50t. Ledon 297. thymifoliu*
• 27/9. 325. iavandulifotiua 325.
oelandicua 325. pilofua 5»5« Fu-
mana 525. Udaniferus325. po-
pulifolius 325. iamptucifolius
367. tnonspelienfis 325. nuin-
roularius 367. umbeUatus 3a5«
elongatus 325. glutioofus 367.
canus 325. Ciufii 525. ledüo-
lius 325. laurifolius 3»5* l**us
325. Libanotis 325. crilpua 325.
Citrus medica 125. i85*
rantium 81.
Cladium germanicum 370«
Clathrut ruber 53 *•
ClematU cirrbofa 76. 77. 151-326-
Yitalba 151, 266. integrUoüa
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1
de* Pflanzen -Namen nadi dem Syftem. 401
15». 5*6. Vmcella 15 t. in tri- Cordylocarpua laevigatus 155.
tima 374 Fl.mmula 251.397- CoriWr«m fatirum t > 66. 101«
■«•■ j-nraphylta 368- 12*. «43. «8*. «85 «78- *6o.
Cimopoätum vulgare 155. Coriaria myrtifolia 316.
C^eo/« lorabJ.ipi 305. Cor/t montpelienfis 395.
:um 366. Silaua Cor««, canadenüa 373. niaacuU
283. 36. 63. 133. 117. fanguinea 63.
3*4« 270. luecica 320.
Coqhiraria Arn. oracia 113 131. Cörotiilla Settiridaca 156. 298-
i55. 2 2 ür-ba i65. ,72. 397. Seabanfc?. gUuca328. «gen-
danua 314. aogh a 514. UM Valentinas, globolt
Cocw nur.ifer. 8y Ig9. a23. 35,. ^ COTÖBW ^ iuncea368
fuüformia 35t- mioirae 333.
Cofiea arabica 314. Coronopu* Ruellü 255. 279.
60/r La.mnd as,. Corrigiola Hioralis 373.
Colchicum dutumnate 69. 107. Cortufa Matthioli 295.
_ 1 * Coryda/is bulbofa 34$. Cipnoi-
Cdiuiea axborelcens 8«. onenta« des 27a
at>?* Cörylus Avellana 34. ia6. 133*
Cornaron paiulire 271. tubulofa 84- 33«. Colurna 531.
Conferva glomerata 170. toftus arabicus 127. 137.
Coniutn mactilatum 66. 101. 144. Cotula aurea 368-
Convail+ria veruciilata 145 265. Cotyledon Umbilinjs 108. 149,
niritiQora 145. 248 biiolia 167. - 554. ferrau 149. 396.
260. maiaJia 260 Uufolia 322. Crambe maritima 535.
Convolvälus paniculatua 27.557, Crajfula rubeos 573. ,
plaiaoiioiiua 353. Öcarcmonia Crepis albida 2gö. tectorum 283.
65. 277. Bacataa $5«. arvenlia 3,0. Diofcoiidia 38& virena
- 139» SoldanelU 139. 277* ag6. foeüda 376. nemaufenfi«
«95. farinofut 139 Caotabrict 3g6. corymbola 305. Icariof*
167. 521. Mecboacanba 353. 3o6. Sprengeriana 368.
Turpeihum 314 347. Nil 377* Ctrfcentia Cüjete 35r.
copücua 37a Itneam.a77.2g5. Crejfa creiica 142. 265.
tricolor 372. Imperati 28730'« Cri In um aliaticum 68- «meric«-
355. aithaeoidea 321. laxaüiia num 513.
33» Crocus veroui 35. aureus 35*
Conyta ficola 36g. Iquarroia 283- nudifloru. 59. 308. fauvut 59.
laxauli. 376. Iordida 334. 12a. I37. Ij8. a6<j |uGanua
Copaifera officinsli, 353- 511. autumnalia 319. moelia-
Corchorsu oliioriua 75. 108. 221. Cua 319
557' Croton tinctorius 161. 281. Ti-
Cordia Myxa 29. 65. 73 «28. M4- güum 223.
»»5 a95.8ebettena63.215.395. Cructanella maritima 277. 330.
Geich, d. Botanik, i.B. ag
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4Q*
Verzeichnifs
monspeliaca 30f« Iitifolit 3204
fpicata 571.
Crypfu aculeata 294. 36&
Cucubalns baccifer 16$.
Cucumis Dudairo 23. 234. a6$.
fativue g6. 126, itii. 224. ifto.
. 268» flexuofua 3*o. Melo 86.
161. 224 igo. Golocynthia 87*
268. Propheiarum 161. Chate
178. 224. anguinui 178. 224.
Cucurbita Ciirullua 32. &6. 224.
268* Cbate 23* 224. Pepo 86.
161. 224» i8°* Melopepo 224*
lageoaria 268» verrucosa s68>
Cuminum Gyroinam 13. 107«
138- '43» »9*-
Cupreffus feroperviren« 21.40« 86.
126.
Curcuma longa 9. 2x2* 235* Ze«
doaria 2ix. »
Cufcuta europaea 6^ a64« Epi-
thymum i4i.
Cyathus Olla 22$.
Cycaj circinalit 89
i38* »54* faRlgiattia« 60. «Ten«
lentut 6a* 330. flaveteesi 270,
Cypripedium Calceolua 285 3 »o.
Cytinui Hypocüiia r6o.
Cyiiju* Laburoum i6q. 27a. an-
rtiracus 273« 5*8« aigricana 275.
argen tea • biflorna 365.
capitata* g28- Inpintta 528. dn
taricatua Sig. tnflorus 323.
1
4 ■
A
Dactylls glomerata 53a. 37*.
Dactj loctenium aegyptiacum.
138. 356.
Daphne Gnidiam 71. 147. dtow
ca 2i_. oleaefolia 108. 147. 558»
Goeorum 108. 123. 129. 296.
Mezare um 265. Tariooraira
378. Tbymelaea 373. t/iliofai
»78.
DatifcA cannabina 87- 359-
Datura Taiula 349. Metel 2154
»64.
Cyclamen europaeum 106. 264. Daucus murlcatu» 504. Garotta
hederaefolium 159. 3ia« P«*- I.Q2* 265 bicolor 105. Gingi«*
Jicum 214. caum 521. dium 145. guttatus 145. gum«
Gymbidium Corallorrhiaa ggq. rnrfer 217. 231.
Cynanchum Vincetoxicum 142. Delphinium elaiam 309. arobi«
194» sigrum 14». erectum 295. guum ga6. ioterrnedium 526.
acutum 508. monapeliacum
321.
Cynara Garduncvlut 83* Scoly-
mua 1 14- i3a* »72.
Cynogioffiim ofilcinale 159. 248«
apeoDraum 303. pictum 303.
fylvaticum 3o5- omphalodee
512. cbeirifolium 320.
Cynosurus crilUtue 57t. echi-
natua 571.
Cyperus Papyrua m« 28. 35»
365 Ioogua 35. 264. co-
molua 5%, rotuadua Ga* 127«
Stapbia agria 10^ 151. 2664
. peregrinum 124. 131 574. Aia-
cia 1S0. Confolide 248»
Dentaria pentaphylla 297« pin*
rjata 509. enneapbylla 169. 273.
bulbifera 275
Dianthus virgiuerü 509." arborfr»
feens 574» Caefiua 324. iunU
perioul 353. prolifer 314. fyl-
veltrrs 574 areaaritrs 3^4. del-
toides 314. plumariui 524. ai-
pinus 324. CaryopbyNus 246*
CarihuHaoorum 261. fuperbut
■
359-
Epdobium rqfeum 265. 285: an-
guüiffimum 378. 3/3« pube-
der Pflanzen - Namen nach dem Syriern« 403
366. barbatu» 078. pioiloiius Bl*eagmu anguftifolia 65. 135.
3*5.» 295. fpinofa 356.
T>ictamnus albus 371. Efais occidentalia 351.
Digitalis Thapfi »97. ferroginea jE/Ä*/«e Alüoaftrum 575.
514. purpuree 367. lutea 367. Elymtu arenariu* 332.
sDiospyros Eben um 14. 123 147. Epipetrurn pigruro 283» 3<>0< al-
Lotua 71. 396. Ebenafter 71. bum 331. altiffima 354.
Dipf actis futtonum 13s* 248. pi- Epheira dülachya 170. Cragilia)
lofoa 166. fykeürU 264. Uci- 359-
niatus 285*
Dolichos Catiang ßo. Lablab
aaa. fceoa 285 hirlotum 285« tetra-
Donäia Epipactia 296. gonura ag5- paluifre>a85. p*r-
Doronicum plantagincum 298- viflorum 373. montaaum 70,
Icorpioidea 2 «H 330. auftria- anguÜifolrum 147. 296.
cum 298 33o. Columnae 3q6. Epimedium alpin um 295%
* Pardalianches 4b. 8$. i«8« «59» Epip actis cordata 36g. oyata
29g. \ 262. Nidu» avis 272. latifolia.
Dorjtenia Contra yerv.a 553. Dra* 274. rubra 281 • pallens 282.
keua 33 >• Equijecttm arvenle 268* flovianV
Dorycnium monipelienfe £15* le 162. limolum 162. 262.
Draba muralia 3°5» verna 261. Erianthus Ravennae 371*
232 aiaoides 278» ßillaia 375* Erica cinerea 309. 323. mediter-
Draeaena Draco 344- ranea 309. 323. auftralit 323«
DracQQffphaiura Moldavica 397* fcoparia 323. umbellata 323«
aultriacum 327. purpurafceos 324* herbacea
Drofera longifolia 336. rotundi- 524. ciliaiia 324. vulgaris 248»
foJia 271* arborea 71. 108. f47* Sa3*
J)ryas_ octopetala 378* Erigeron acris 272. tuberofua 28ow
Drypis fpinofa 67. - 356. alpinus 280. 376. glutioo*
Dario aibetbiaut 547. Jus 354. vifcolus 83* *o$. »59«
329. graveolens 83* 109. 159* 5*6?
Erinus alpinus 333*
Echinophoroi fpinofa 395« WBUl- Eriophorum anguftiFollum 165.
folia 66. 107. 144* 3°4» 270. latifoliurn 371, alpinum
Ecliinops fphaerocephalus 368* 281« caeffJitofura 371. •
. fpinofua 310. ftrigolu*. 3*6« Erodium mofchatum 194. cicu*
Ritro 84. 316. tarium 267. pimpinellifolium>
Echium vulgär6 260. vtoUceum 245. ciconium 305. gruinum
520. creticum 103. 106. 139. 315. malacoidea 1 55, 298.
173. diffufom 103. 106. iiaU- Ervum tetrafpermum 81. firviiia
cum 106. i3ft, 342. 555« *»- 8*. U4 131. «86.
brom 1394 Eryngium alpinum 378. puüJLum
26 •
5ii. teune Jai. rigidum 53a.
amethyliiuum 34«. maritimara
65. 295. campeftre 107. 265,
planum 128. 14a-
Erjfimum Aliiaria 367. difiu-
fum 315. bieracitolium 575.
oflicinale 109.
Erythraea Centaurium 141. 347.
Erylhrina Corallodendron 528-
Erythro nium Dens Caoia 105,
Eugenia caryopbyllea 19a. an.
233 197- I*n>boi 347.
Evonymut latifolins 3*>« ^4*
vertu cofat 321.
Eupatorium canoabinum 268*
Euphorbia nereifolia 2a 1. alep-
pica 358« Peplua 266. exigua
271. dulcis27i. verrucofa 333.
278. ferrata 278. 3*5« kgeralie
«78- amygdaloides 278. »8».
fylvaüca 278. 504. raauritani-
cajoi. epithymoides 304. Ge-
rardiana 34a. rubra 374. anti-
quorum 16. 309. 7a. Apioa 7a.
149. 096, 354- fpinofa 7a. 150,
358- Peplia 72. 149. Myrfini-
tei72. 104. 108. 129. 150. 296.
v nicaeenfi* 72. Cypariflias 108.
266. 28a. oflicinarum 133. 149.
Latbyria 143. 191. »66. falca-
ta 149. Charnaefyc« 149. 278.
Pityula 150. Paraliaa 150. 278.
396. heliolcopia 150. 266.
dendroides 150. 278. Chara«
cias 150. 278. 396. 335.
Euphrafia Odontitea 169. 28a.
lutea 283. latilolia 305.
Excoecaria Agallocha 34« 335.
547.
Fagara Avicennae 214. 320.
octandra 355.
Fagonia arabica 16. crettca 71.
Fagus Callanea 86« fylv«i-
ca 170«
Farjciia deltotdea 305.
Fedia echinata 303. coronam
303. deoiata 305. Cornuco-
piae 319.
Serratia pevoB.ta 309.
Ferula linghana 30. 66. tag. 14a.
107. 357. perfica 66. tag. 14a..
Afa foetida 66. 128- >4*» 317*
Communis 6b. 123. 142. 396.
g)auca 306 tiodtflora 66. 14a.
33a. arieotalU 357. Fanilego
14a. 508.
Fejiuca Myuroi 35$.
Ficus Carica 11. 36. Sycoraorue
11. 39. 6a. i38 indica 37*
63. Beniamina 313. reiigiofa,
313. bengalenfia 313.
Fiiago pygmaea 376.
Ftacourtia lepiaria Roxb. 17«.
aar.
For/lera raufrifolia 331.
Frasaria velca 168* 194*
Frankenia laevi* 313. pulveru-
leoia 530. ,
Fraxin us Oroua 54. .59« 1 23. 3 1 2. -
excelfior 59«
Fritillaria pyrenaica 67. 3a5«
Imperiale 18a. 308. porüca.
308* Meleagris 308*
Fucut bulbolua 89« 377* aculea»».
tua 89' 16a. taroarifcitolius 89*
filiquofut 89. 310. voiubilia 89*
turbinatua 89- palmaiua ^9.
377. menabranifoliue 89* P*J*
metta 105. cartilagineus 1 io*
t6a. faccbaiinus 16a. 377. fao-
guineus 16a. barbatus 301.
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der Pflanzen
dem Syftem. 405
iumbriealU Ijoi. Filum 377. Geropo%o* hirktue 30$. w
Plocamiura 301. oatana 50t. Geum ti?ale »68.. urbanum 168«
nodofua 310. loreoa 310. aeii 14«. iniermedium 206. raonta-
nariua 5ir. reficulofua 551. num «78- 301. reptaoa 378.
Fumaria officio* Ii. 261. parti- Qimdiäius com.nunia 31. 59.
flora 156. capreolata 156. lpU - i#ö. iaa. 127. 138.
cata 179. Glaucium luteum 75. 108. 151.
173. aao. abb' phoaniceura 75.
G- 15' . ^09. hybridum »79.
Gd/tfg« o&cinalia »98. Glrchoma bederaceura 248.
Galeopfu Teirabit 33a. GMuiaria Alypum 138 277»
num »8a. -aetf. cordifolia 377. 320. (pi-
Gatiam Apaiioo 63. ia£. 139. «ofa 37a.
106. boreale 372. cepillare 63. Glycyrrhlza alp*rrima 81 • gla-
graecum 347. verum 139. 204. bra 15b. 261. ecliiaata 398*
(ylvaticum 264. rorundilolium Gnaphalium Stoecbaa 83* 109.
366. glaueum 37z.
37». lucidum a85* paluftre
385* tubrum 3ao.
Gareinia Maugoftana 331. 347.
Gardenia gumroifeia 316.
Genifta tinetoria 267. germanica
367. fagittalia 27a. 328« iuüia-
nica 279.358* anglica 279.315.
hifpanica 375* pilof* 283* ö°*
159. faaguiacum 105.159.356..
gallicum 169. germaoicum »72.
Uteo - album 280. 333. Orien-
tale 376. Leontopodium 398.
arvenle 310. Jyfvaticum 316.
ali«nfckfoltum 3a°* alpinum
316. minimum 316. margarita-
ceum 3a9«
Gomphrerta globoia 271*
rida 328. caoarienfis 328* fyl- GoJJypiam herbaceum i8> 22t.
. veftna 307.
Gent ia na lalea 142. 265« Burfe-
rti 3°9* Cruciata 260. irobri-
.cata 54** afclepiadea 277. 3ai*
punctata 277. bavarica 277.
342. purpurea 278« eiliata 278*
303. pannouica 278* 321. Ama-
267. arboreum 8°* ,a4« 357«
religiolum 134-
Grmmmttis Ceterach 162. 37a.
Guaiacum oflicinale 351. 353«
Xagua 35*«
Guilandina Bonduc aao.
Gandelia Tourneiortii 35^«
lella 378* utriculofa 303. acau- Gypjophila repena 278* 38a. fa-
Jja 321. nivalii 331. veroa3ai. Itigiata 378* 38a. muralis 378.
Geranium tubarofum 155. 297. 38a. Struthium 301, Saxifra-
Robertianum 261. roolle 267. ga 314. rigida 333.
diaTectum 267. faoguineum 267.
pratenfe 267. lucidum 282. ^
tadicatvm 285* rotundifolitun Haemanthu* coccineus 313.
297. reflexmn 297. arganteum Heder a Helix 64. 125. 143.
3or. pbaeum 328* nodofum Hedwigia balfamtfera 351.
3»8- ajtraticum 328. Hedypnoi* rhagadioloidea 82,
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4C6
B'dyfarum Albagi 19. 169. 333.
■ Caput galli 375. Onobrychii
■ 15b.
Hetianthemum vulgare 37?.
Helianlhus innuo» 353. iodieut
aH"- multiflorua 386. tubero-
fos 30^.
Heliconia Itthai 351.
Uetiotropium europaeum 65.
106. 139. lupinum 30*.
BelUborus orientalis 50. 77. 101.
15a. ro«ttdua 77. 130. 149.
366. viridis 361.
Helminthta echtoidea 5*5-
Bemerocallis flava 308. fulva
30«. '
HrracUxm awpruftifolium 373.
aultriacum 373. aipinum 373.
Panacea 65. pyrcnaicum 65.
Sphonriyltum 14a. 365. Tordy-
lium 31a
Bemiaria glabra 371. lenticula-
ta 37a fruticofa 31a. hirfuta
3^6.
Bef perlt inodora 337. trißia 79.
327. veroa 375. roauooalis 3a.
»72.
Bihifcus Abelrnofcbus 358» S«b-
dsriffa 328 fyriacus 34a. ficul-
neuft aaä. 357. efculentus aaa.
Tfionum 37a 356. paluftria
309
Bieracium bolbofum 315. du-
bium 34a. Pilofella 368 vjHo-
fum 48<>' graodißorum 376*
alp'ioum -283. 305. glutinofum
376. cymolum a83« 3P5- t*-
baudum 283 florentinum 376»
praemorlum 383« chondrilloi-
des 376. murorura 383. 286.
paludofum a83» itaticifo-
lium 368 auranüacum 505.
fyWuticum 368.
Hippocrepis multifiliqua ' 379.
uniGüquoU 398. corno/a 505.
Hippomane Maacinella 5$i.
Hippophac rhamnoidea 274.
Bippuris vulgaria 58*
Halen* bulbofui 313. lanatu»
37»-
Holofieum um be Ha tum 565.
Hordeum fecaünum 336. vulga-
re 11. 36.264. heaaAicbon 11-
137. nudum 61. 173 diiiichoa
61. 36. 137. 364. Zaocrithon
137. 173. murinum 166. 376.
Houonia paluftria 159. 395,
Humulus Lupulua 170.
Bura erepitana 331.
Hyacinthus cernuua 323.
tua 333. romanua 333«
fua 68. H8- »45- a€5. orienta-
Ii« tag- 145* aroetbyßinua ia8-
racemolua 365. Mufcari 296«
non feriptua 308.
HydrocharU Morfua ranae 399*
Hydrocotyle uataoa 303. vulga-
ris 308-
Hymonaea Courbaril 353*
Byotcyamus albus 127. 140« 1674
371. rer.iculatua.140. 315* 377« ■
aureua 140* muticua 3 »5» pu*
£11 ua 315. nigtr 348- Seopoüa
Hyöferls radiata 376.
Hypecoum procumbens 139.377*
395*
Hyperanther* Moringa 71. i48<
168. aao. 336. 348*
Hypericum nlodee 315* IerpyIliJ
folium 315. balearicum 339.
crifpum 157. pertoratum 157.
261. perfoliatum 157. Coria
157. 398* hircinwn i57» birta-
tum 368- 305. mootanum 368*
305. huiuiJEuIum. 272.339. puj-
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der Pflanzen * Namen näth dem Sjftem. 407
trom *^af nummularium ^76. JWa florentina 59. 106. 127 i38«
foeudiifima 5q. 13g. gramine*
59* S<>S* Sifyrinchium $9. ger-
manica 138. 264. tuberolaic^.
213. Pfeudacoru« »48. fibirtca
170. pallidaasi- *ariegata 31g.
rufiaoa3i9. apbjlla 319. iun>
cea 519. lutelcens 319. tut«
troptera 319. fpuria 319. lara-
bucioa 319; pumila 319. ,
Jfaiis tinctoria 155. 169. Ifta*
ab7.
Ifopyrum aqulegioidea374. tfatt
lictroidea 326.
Aadrolaemum 29$. Afcyrum
Hyphaen* coriacea Gartn. 94.
Hy fiochoeris maculaia 27a, 285»
glabra 283. minima 505. hel-
vetica 376. radicata 51a
oÜicinalia 1081 tfr*
Hyjierium queiciüum 90«
I.
Iatnbolifera pe*dunculara 347;
lafminum Sambac 27. 212 odo-
212; luglans. regia ai. 85» «»5» "33-
ratüEmum i85«
fruticao» 308.
latropha Curcaa 353. Manihot luncus triglumis
373.
350. muhi6da 353.
IberU umbeliata 397. 509. pin-
aatasi5. odorata 3*7« fenap«-
▼irena 333.
Ignatia amara 21$.
Hex Aquifplium 63. «7. 166.
370. 395. Caffine 35*-
UUcebrum Paronychia 14a. ca-
pitata») 312.
li/icium /pbüipr'inaTum 326.
Imputiert* Holt längere 271* Bal-
famina 265.
Imptratoria Oftrutbidm a6o.
Chabraei 369. anguftifolia 34a.
Indigo f er a tia ctoria 156. aaa.
Anil 347*
Inula Helenittm 83* 13** *59«
131. 231* 262. britannica 159*
a8° 33°* 376* Buboniom 169.
330. dysemerica 268» germani- Lächenaliä ferotina 3^2l>
ca 372. vücofa 280. 298. crith- Lactuca Scariola 157. 185« s6g.
mifolia 29s. odora 298* pro- faligna 274« 376. auguitan*
- tinciaJis 376. mootana 316. 280 3^8* quercina 398* per*
fpiraeaefolia 3b8> Oculm 530. ennia 310. iatira 8>* 'S*« a68*
Ipemoea Quamoclit 27. gai. virofa 1
Bona nox 521, LmgQccia Cuminoides 142. 995«
bidu« 373. lylvaticua 285* c*-
pitatua 366. bufoniua 296*
acutus 366. maximua 566.
obtuiiflorui 313. glaucua 3r3.
373. trifidua 37$« cooglomera-
tut 513.
luniperu* Oxycedrua 25. 88-
161. communis 87- pboenicea
37. 299. nana 88- iycia 87'
ino. 299. Sabina 109. 110.
161. j
Ixia iBaibocydium 319.
K.
Kämpfer a Calanga an« pandu-
rata ata.
Knappt a agroßidea 332.
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408 -' ■*/'. 'VerxeicbnÜev
Lagurts oVWie 377. 371«
Lamium aJbura iog. I53. a€i.
ßriatum Sibth. 153. macula-
tum 169. laerigatum 2Üi_. im*
ptexicaule aga. OrvaU 536*
. inrtfum 333-
Lanaria plumofa 508.
JLappago raeemofa 376.
hapfana foetida go6. puGlla
3*?>-
lioferpitium latifolium 3ga. peu-
cedanoidei 295. Libanotit 395.
• Siler 3og- angottillimum W.
5GÖ. Chironium Jog. aureum
2^6. gallicum 51». aquilegifoM
Huna 37g. gummiferum 145.
Lathräea Sqpameria 297»
I.atfiyrus Aphace 146. »8°' Cly-
meoum 156. luberoius 267.
■ aonuue 267. aogulatua ago.
fetifoliua ago. 575. Iaiifolius
afl3. pratenfia 383« faiivtia $0.
131 . ift6. ab7« fjlvetlria 3t»7»
amphicarpoa go. hirtutua 367.
Cicere 131. 187. Niflolia 507.
Laurus Camfora 19a. 119. a3g.
• Perlea 329. 3£i. irwtatana 330,
Caflia i£. 2±i *47- a 1 1>. Cin-
naraomttm rj. 7J_. 147. 193,
3 ig. nobili* 31. 33. 14^ indi«
ca 344» Saflafraa 3^5.
Lavandulä Stoechas 152. 266.
deniata 3a6. multifida 326.
Spica 7_g. a66.
havatera otbia 315. maritima
328. uimeüria 3? 5- aiborea
go. i£ö. 19a.
Lawfonia iaermia i£. 2P_. 147.
3i8. 354 355.
Ledum paluttre 296.
Lemna minor i6q. trilulca 3n.
Lctnurut Marrubiaiiruin 1^3. v
Card! act afii. Galeobdokm
Leoniice Cbryfogonum 146. Z£S±
Leontopetalum 6g. 147. 296.
Leontodon Taraxacum gl. a6a.
obovatus 36g.
Lepidium Iberia 155. raderale
• aür. perfoliatum 379. petrae*
um 505. alpinum 317. fatifum
79- 109. i3». i55» 267. latifo-
lium 29. i^fj. a6i.
Leucoium Vernum a6e. autu-
mnale 322. aeflivnm 67^ tag.
5aa.
Ligufiicuni Cetraria 365. 313.
Levüiicam 13g. 144. aüo* api-
oidea i44« nodiflorum 366. pe-
loponnefiacurn 144. 37g. 395.
Uftujirum vulgare iaa. 137. a64«
Li Ii um bulbiferuxn 26A» porapo-
nium 3 »3« pyrenaicum 323«
candidum 14. 67. Lax. 1 29.
i44« 3ig. 265. chalcedonicum
67. i45- ibj. aßfi. 3a3. Matte«.
- gon 67. aün,
Limodorum abortirum 330.
Limonia acidlflima 351.
Linaria aegyptiece 1^4. (ptiria
i44» 367. repeoi 154. vadgerie
3Ül_t Elaüne 397. purpurea
309. alpine 537, lim p lex 337.
geniftaefolia 337. Peüfleriana
507. fupina 337. tripbylJa 327.
monapeßulana 374. arveniia
374- origanifolia 374. daimati-
ca 374*
Linnaea borealit 375.
Linum catharticum aga. auJtrta-
cura 3g5. teouiiolium 285. 396.
3aa. arboreum 557. roaiiti-
mum 396. ft riet uro 513. cara-
panulatum 31S. birfutum 333.
alpinum 332. . vifcolum 375»
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der Pflanzen • Namen nach dem Syf tenl. 409
narbonedTe 37$. ufitadJUmum
13. 117.
Lithbfpcrmum angufiifolium 16.
purpureo - coeruleum aga apu-
lum 139 303. fruticofum 139.
357* officio« le 139. 364.
Lobelia DortroaiiDa 377. urena
37»-
Loliunt teroulentum 63. 133. 138.
'373. aerenne 1331
LöniCera alpigena 377. nigra
%i\ Caprifolium 140. 371.
Loranthas europaeu« bj*
Lotus ornithopodioide* 157. 54a*
peregrinus 330. edulit 35g.
fectus 380. hirfutua 3flo. 315
aogußiffimua 368- üHqtiofua
$15. tetragooolobua 339. cyü-
foidea 339. difiuCua 375. cor-
aiculatua 39 134. 367.
Lunaria ca»e(cens 155. 509. re-
divira 105. a83. 309
Luptnut albus 134. 367. rariua
131. anguftifolius 156. 179. pi-
lofua 81 131. 156.
Luzula m*x\m\ 167.
Lychnis fyheßria i6fc. Ploa cu-
cuii 371. Vilcaria sßs. chalca*
donica 3°9*
Ljrcium afrum 33t. Rauvrolfii
I3.3i5 ««ö. tatbarum 63. eu*
ropaeum 140. 357.
Lycopodium Stlago 170. 384«
clavatum 373. complanatum
373. denticulatum 3314
Lycbpfupull* 395.
Ljrcopus europaeua 370. 394«
fygeum Spartutn 330*
Ljfimachia Nummularia 364.
nemomni 3771 Epherberuni
«95. ibyrfiflora 331. punctata
531. Linum itellatum 573»
Tulgari« 139. 364.
#e(cba dl. Botanik. 1. B,
Lythrum Thymifolia 3674
M.
Main seit Löfelii 316.
Malva (ylveUria tot. 156.
abi. Tournefortiana 156. ro-
tundifolia 333. 361. Alcea 3614 .
Mammea americana 551,*
Mangifera indica 347.
Manicaria faeeifor* 55t.
Marchantia ppjymorpha 363*
Marrubium ruJgare 78« «08- 130*
»53 a48 Pfeudo-Dictamnuf
78 i53* aceubololum 78. 153*
AJyflon in. ciaiicum 514. p«,
egrinum 337.
Marsdenia erecta 14a* ^
MarfiUa quadrifoiia 89» 163«
3i>4"
Macricaria Cbamomilla 368.
Msdicago lati?a 8« 130. ig*«
157. a/boroa 81. 109. iao. 134*
133. i$7- »98. Jupuiini 36t« .
Murex 380. tornata 380 lad«
niacaa$o. radialis marin«
515 turbioata 315. minima
353 macuiaia 541. oibicuiaria
375-
Mclampyram arrenfo 79. 361*
fylvaiicum ciiitamm 374,
Afetia Aaedaracb 139. 330. 396.
Melica uniflora-313. ciliata 3304
uutana 330 365.
Meliiotus crettca 109. rnellan«**
Iis 1 §6 italica 15Ö. 169. a6?*
34a. officinalia 15b. 361. indi«
ca 333. coerule« 37a.
Mcliffa officinaiia 109. iaö; $34.
154. 361. altiflima 109,
ca 514-
Melhtis Meliflophyllum 3674
Memecjlon tinetorium 319.
Mcnifpermum Cocculua 334«
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410
Veraeiciwifs
Mentha fylvefliU 78. log. 130»
152. 267. fativa 73. 130. 15a.
a66. Pulegium 73. 103. 130.
152. 261* cer vina 103» 15a.
»79 gentilia i£a. 167. rubra
a6i. aquatlca 266. rotundifo*
. Ii» 266« 309. viridii 20Ö. gra-
cilis 336.
Menyanthes trifoliata 63. 173.
Merulittr:iobk\u% 331.
Mcrcurialit annua 87. 161. 268.
perennia a6fl. tomeotofa 531.
Meßiii tu monogyna 38. taoace-
tifolia 74. 150.. Aiarolua 74.
Pyracaoiha 74. 108. 150. Go-
toneaßer 74 germanica 150.
271. Oxyacaniha 271.
Meum Foenicufutn 67. 101. iafl.
144. 260 atharnanricum 265.
Mutellina agji 366. faetero-
phylium 333.
Michauxta campanuloidei 355.
Mieheila Tfiampaca 16.
Micropu* erectua 159. 330.
Mimo/n polyacantha 45. 88« Pu"
dica 34».
MtrabilU dicfaotoma 37a.
Mnium rofeum 377.
Msthringia mufcoCa 333.
Mo/uceeJU laeria 297. Ipinofa
3«4.
Momordica Elaterium »3. to$>
16t. 223. 268. Luffa 18*. Bai-
(amina 26g. 310.
Monotropa Hypopilya 374.
Montia fontana 341.
Moraea Sifyrincbium 320«
Morchclla efeulenta 9«. 331.
Morus nigra R& 13*.
Afii/n paradiüaca 69. »17. 195.
fapieotum 353.
MuJJaertda rroadofa 215.
Mj agrum mgofum 279. parfo-
Hat um 279. 575. piniculatum
375 pfrenne 375.
Myosotis Lappula 166. 271. fcor-
piotdea 260. palußrii 232.
Myrica Gale 170. 310.
Mj riophjtlum verticiliatum 28t.
33°' fpicatum 377»
Myriftica mofchata.88. 161,225.
299.
MjrrhU odoiaca 66. 144. 508.
bulbofa 144. 366. fairiiua 282.
333. aurea 313. aromatica 335.
Buoium 535. temula 336.
Mjrius commuma 16. 73. 150«
N.
Najas mobofperma 568«
PiarciJJus oricntalis 14. 217. Ta«
•etta 31 67. 107. 129. 144.
322. poettcu» 125. 144. 271«
ferotinua 123. 322 Jonquilla
217. calaihinua 252. 322. bi-
/Iorua252. PieVonarciffua 260»,
minor 322. ßulbocodium 32a.
mofchatus 32a. dubiua 375.
Nardus ioritca Lour. 10. i%jm
138- a»3- tfncta 51a*
Neckera pennata 577.
!\7c/umhium ipeciofum 26. 28» 76.
151- "8B-
Neoctia fpirali« 160. afia. repona
281. 54a.
Nepvta Cataria 130. 27a. nud*
367. Scordoiia 169. 358* tube-
rofa 279. 326.
IS er i um Oleander 13. 14a. 1904
ai6. a65. ialicinum 216.
Kicotiana Tabacum a77. 349«
Nigelia fativa 17. 10g. 151« a66.
damafcena 266. arveofi» 266.
otieotalia 374* Ivgetalia a86«
hifpanica 374.
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der Pflanzen - Namen nach dem Syftem.
Nyztaiukes Arbor triilit 547- Pfe* macuUu fcm-
Ttymphac* Lotus »7. 76. 15t. buciua a6g.
188 5*8- alb* 7«. 108. 151. Origanmm creticura ig. 7g. log.
W iutaa -76. 151- «48- l53* ,85* M*ior«0,^e,f •
. 7g. toi. 109. 1a4.163.i85 ao7»
O. heratleoticum 78« 163* *97«
Oc/m«w Balilicum 78- 13°. *54^ .egypriacura 557- Diciaronua
.92. mi. a6i. 1*7. Monacho- 78- «4- '53- *«• »«iß««
, 567. gratiiTimuro aai. »og. 130.161» Onitea 108.15^
Gdoniltt* leouiflima 3°4- 'üte°- a97- fy»«um a79. 514. M*-
j« 304. ru 358-
Oenanthe crocat. 196. 5»3 *•<>- Orniihogalum villofum 304. U-
bulofa 533. ßiiulof« 196. peu- titolium 535- oarbopenfe 508.
v cedaaifolia 3«3. pimpinelloi- coniolum 3*3.
de. €6. .07. «44. a96. prolifera 3*5. puüllum 5*3. liacbyuU
357. PbelUndrium ,o7. 107- '45- W -45.5*
O,nor/,era bienni. 358- lu"um *Ä.b,.c.um
OUa eorop.e. 9. 34- 58- fcorpioiH.. 198. per-
Onouis Columnae 3o5- Charte- pußllu. 333- compreffu, t56.
fi 3«7. pwg«» 553 rowodi- *79- 3 «5.
foli. 3.5 «liquorim 8* 109. Orthanche datier i97- raeier*
,56. 315. Natrix 169. fp«ora 3i7- «ryophyllea 79- »54-
a£ 0/-o*«J tuberolua 183- mgerjog.
Ono^orrfo» rotunditolium ago. lucaui 37$- vernua 15b. 1*3.
illyricum 180. Acamhium 81. 3°5 canefeen* 3b7.
t57.^3«o. .r.bicum,58. Ortegta ™P™* *»'
Vnofma echio.dea t39- »95. Oryza (ante 69. 1.46- «83.
fimplictßima 357. Ofmunda ragalu a7a.
Ophiogloffum vulg.com «70. ^ vulg.n, «6.
..1 0//r« alba 3*6.
Ophiorrhiza Mungo, at*. ^teta l6* AertoWla
Ophioxfion terpentinum 547- *6t.
tyftjy* Monorchis S«& ertmfa- OxytropU pilola 375-
ra3i6. apifera3t6. *lpina376. ■ ■ '
Ferrum eqttinum »15. rnyode. *
^ ^ Paeonia ofiBcinalia leg. *$u
OrcM« corioftora 198. nigra a48- cor.lliua 15«. 3*4- Hunrt-
aqq. antbropopbofa 399. 306. H. 3>4«
^«iegata 316. glebof. 334- Fencra^itm maruimuni 67. dH-
tidie 376. Morio 84- t*°- .€ö. illyricum a96. amoeou* 3*3.
aa3. a68« pyramidaJU 160. a68- Pandan** odorauflimua 37. 88-
tepbtosanihaa.5p6. militaria i85 *»4» 34S-
aöa. 3t6. mwcula a6a. cono- Pa/i*c«m italicum 60. 117. "öb.
27
1
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41* Verzeichnis
175- »77» *64« imliaceum &k Phafraluj vulgarta go. ioi*
*37- 16& 127. 164. Dactylon 136. m 267. Mungo
lfifi. jao. verticillatum iß6, 332, 547. multiÖoru» 32a,
afi£- 4anguioale Sao. viride Philadelphia coronarius u£.
534- Crua Galli 571- ♦ 315.
Papaver fomoUerum 38- *»3i Phillyrea anguftifolia ££. 294.
150 Khoeaa 75- «oft. 2&L1 du- faüfolia 137^ 394.
bium t£o hybrid um 151. Ar- Phleum Böhmeri x^li Mlcaelii
gomone i^i. 314. alpintim 377. pratanle 371.
574. eimbrirum 374. Phlomis famia l£3i lunarifoii«
Parietaria officinalia lofL *38- AA3 Lychnitii 143. 303. f/uti-
aöÄ coia 153. 397 üerbafeati 379.
quadrifoiia 263% ^ 31 4. italica 514.
Parmelia, iubaia pulmane- Phoenix dactyiifera afi. 40. gg.
cea »68- lurifoirais 30!. fhncogroftu maior 40. 34.
Parnaß,* palulhis 144. Phyllanihus Eroblica, 1^. aa3.
Pafferina iuniperifolia 3i4» po- ajf,4
Jyaalaeiotia 524 hirfuta 324. PhjfalU lomnifera 63. io& i4ol
Pajfijlora iorarnata Alkekeqgi 140. a48- acgulate
PoJ inaca Opopaoax 107. 341
i>8 »45 »95- Catita iai Lfia* /^j/oy>a^m«m cornmutatum £13.
»o^ «38 143 36i, lucidai43. Phyteuma rpicatum 271. hemi-
Secacul 217 2^0. 5ü- fpbaericum 282. comofum 300.
Paveua indica 548, pinnaium 501, pauciüorum
feäicularis fylvatica 272. folio- gGö. orbiculare 3o3>
fa 273 incarnata 273 fafvieu P/crir bicracioidea ga.
lata 309 afparagoidea 327. ro- fimpinella magoa 265. nigra
ßrata 312. 263. Saxifraga 263. dioicaJi3.
Peganum Harmala 149. 221. diifacta 321. leftetum 336.
*97« Pinguicula alpina 319. vulgarii
Peharia «Dia cea $27. giq
Peltidea canina lül* Pinns Cedrua 20, 86. Pinea 39.
Periploca praeoa 295. gb ra^. Abiea 30. 39. g6. 132^
Peucedanum officinale 65. 102. Larix 39. g6. 132. 268 orien-
»4a« 264. arenaxium 322. 00- raits 56. 2 $5. picea g(i ia£.
dofum 352. *3i aiS maritima 86, 299,
petita Auricttta 331. , : haJepenfi» gt> 123. 299. lylva-
Phaca baetica 528- Jbia ua Cembra 1*70. 223,
fhalangium, ramofam 173. Li- 299. Mughas 399 Pumiiio 53r.
liago 373. Piper longum 28 58. 213. ,ni.
fkalarit equatica 138. canarien- grum 58.« L52* »S8« »9°.
fia 1194. 270 arundioace« 285. Betle 212. 333. 294. Guben*
Phallus irßpudicui 33 \. 212,
■
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-
*
derPfl.Men.JJ.m«.nachde«Syftem. 4JJ,
Terebiorhu..*,. 87- «»6. .35. 336. ^ ^
16.. «99. Leotifcu, ,4.87. ,35. Pofrcdium vu!g„e 89. .6a.
101. reticulata 3.6. . ; öy 1 •
*y« lau™» *.v och„. , „:; ;,Tm K-
«r ,UB «»«»nie 554, quercnolium 331,
^«/flö.o m„or 65. a48. Coro- />o,«/«, aJb. a9 g7. Ia6 *!'
i.nm ,39. ,64.. c,.ff. ,6c p#rtI)ca „
Sl» ol.r.l ,6. ,9. „9.
«öl«. a7o. oam,ni, a77. Bei- 149. a6i. ^ 9
5»o. „e,ic. 3ao 3 f7 °fu* 277> 5l°- P"fo,i-
«rfJK. M ^ „ ,81' »* "™P'^«
344 »*• 39- 85- a77. fe„.,ui h«t«o,. y|.
»«i^ e«op.„ ,39. l6?. ;^^.p^c,il",u*57,•
Si« n'icn. «,! • *?'■ "e" l6*- Anrwi" »6,.
I : £z ; r SÄ*? 5* inclin- «• »I
u 1 37,. ww. 57I. Uu>aMf medu 3?4 CÄülef;e3^7;—
Pol™*»* . .JW/*i» fpinofum a4. ,6,. ,73.
™«no«/»m coerolwm 140. 356 Sanguiforba ab8.
JÄ-f? JUuC,0ft *r^«"*« P^Pure. a«a. vimi-
roUinia diüacbjt 57I. Gryllm nea 305. liieracifoJia 305. mtt-
57 *• fali« 333.
Pofycarpon tetraphyllom 33a. Primula vulgaris 166. ieri, 2Stm
Polycncmum arrenfe 335. *6°' e,Älio' ^6o. Auricula »77i
« 567. ♦olg.ria a7a. Miof »77- -Stf.
7 ^»^»77,3».. P.liouri3o3.
».» . . Columna» 305.
roijrgonum n.numnm 7t. 3,4. JV0,„, n,rrifoij, -
-47. »85. Hydcopip,, ,47- «or. 5a7. .fb. 3^ ^
■ ■
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4H
Vereeichnir*
Lrtiacwafai 554- lempwOo-
«0.567. Ch.m.ee.r.ro. .0». RadloU M.!leBr««.« 5»5-
,6». '-,7. An—Ue. .5«. poly.nth«»« .69.
M.h.leb .68.«.- rPi»oha66. »66. lb6'
lufitanica 197»
rfidium pomiferum 551.
Pforalca bituminofa 109. i3r-
126. 398« americana 315.
Pteris acjuüina 89. 268- cretica
89. a8i. enfifolia 359»
Pteroearptu fantalinus 19. 22a.
*53- _
Pulmonaria ©fficinaha 166. 277.
luFfruticofa 37a.
Punica Granatum 16. 119. »5©«
Pyrethrum Partbentum 109. a6a.
inodorum 268- maritimum 280.
corymbofum 280. alpinum33o-
Halleri 37*-
Pjrrola rotundifolia 261. fecun-
da$a4. umbellata 324. tini-
flora 3*4-
Pyrus Cydonia 16. 3°« 74* 11 7»
ia3. 130. a66. communis
•«18266. fcelaratut» 266. plan-
tagineus 367. pyrenaeua 367.
buibofus a66. Lingua 271.
arvenGs 373. Flammüia 373.
falcatua 279 3»4- acontliio-
lius 282. hiifutus 297. Gouani
297. lanuginolus 374. «5** ro*
taefoiiua 301. Ulyrieus 301.
326. diafecrua MB. 367. thae-
rophyllus 3°4- parwilua 304.
•mplexicaulia 5*6- bullatua
526. alpeltria 326. rauricatut
15a. 326. 358. hedfrar«?n«533.
ptatanifoliu« 333 glacialia
567. montanus 367. Frcin*
77. 15a. »48- Thofa 77. 169.
297. creticua ?34« 3-*6. afiati»
cut 152- aquatilia 152.
fla^AaniwRaphaniftrum 261. fa-
tivui 79. i3l- *^7»
/„' ia9. ,50. Poilveria Reaumuria veranicülatt 3*5-
567 dio'ica 367. Malus 38- 74- M*** ptarpuralcens 3»5- ^u-
,30. 150. Ari. 74. 27«. Arne- tepla 123. a7i. Pbyteuma 149.
lanchier 74- Z*$- domeftica 278. 3«4;
(Sorbu.)74. 117. «9 »5o. Magmdtoim* eduha 13». 3**.
cretica 74. 358- torminalia Rhamnu* catha«iwir-a«h . Fta*-
167. 271. aucupaiia (Sorbu.) gula 271. lycioidea 3*«.
.»na 37I* AAatermta 64. i*7«
167. .311. infectotiua 64. iA0m
@. •» «167. 277. olcoides 64. 140. ***
(QuercuslUx 2«. 39- 84- «'9- xaiili. .06 .40.
125. Aegilop. 2«. 85- coccife- Rheum Khapooticum tfe
xa 2«. 85- 33o. Efculus 39- 85- «94- P^atum 2.9. 23^ R»-
bumilia 85- 33o. Tournefortii bea 219. 355-
85. f.ginea 85- Suber 85- Rhinanthus Elephas3o4. Trixav
PfcudQfub'er8"5 »99 »nfectoria go 304.
g5. Cerris 85- "9- Robur 125. Rhtzoholus butyro us 3*6.
auftriaca 3$o. iuüianica 33o. Rhizophora Mangle 349-
pubefecna 331. falicifolia 35«. Rhododendron ferrugineum 278.
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der Pflanzen -Namen nach dem Syftem, 415
tjirfutum 314. Cbarnaecißua Ruta angnftitolia 509. 335. gra-
524. veolent 71. 108. n«. 14& a6i.
Rhu* typriina 57S gl«»'« 373. rnomana 148. 271. 324.
> Coriaria 67. tag. 144« ' 83«; Rynckafpora alba 335.
Coünufl 167.
JW« Uva crilpa a65- Groflula-
ria »71. rubrum 271. alpioum Saccharum cylindricum 62. 332.
37a. oigrum 167. Ravennae 138- officinarum
Ricinus communia 22. 87- 109- *85« »»3- aao.
161. a68.
Roccella tioctorU 89- l05* 301-
344-
Roja. villofa 168. tomentofa 367-
rui>igin«la 336. provincialia
168. fpinoGQiroa 168- 3»5« a»
venüa 275. canioa 75. 13°.
fempervirens 75. 130. 150. 325.
damalceoa ta3. 168. gallica
168. «Iba 168. pumila 367.
Rosmarin«* officinalia laa. 127t
137. 192. ati4>
Rubia lucida 63. tinctorura 139.
264*
Rubtis faxatilii 28a. Chamaemo-
Sareoßemma viminale ai6.
Sagiuaria fagittasfolia 274.
Salix babylonita 25. 18$. 224.
356. lubferrata 25. 224. alba
87. AmmaDoiaoa 368. arbmi-
iolia 368 nminalis 87- Helix
87 ia6. 133. *<>8« caprea 126.
reitculata 369. viieüioa 126,
133 a68. argentea 126. pr«a-
cox 133. aegypiiaca i85 224.
356. fufca 310. auriia 336.
acumuiata 336. rubra ab8«
harbacea 377. retufa 377.
i 13. Tragua 142.
Saljola
295. falfa 142. Sofia 295.
rua 325. faoctua 17 ffucico- Salvia craüca $8- triloba 58»
i*ua 38» 75» 123.150.260. idae- 319. Hormmum 59 106. i37«
294. officioälia 106. 264. Aa-
thiopia 137. argaotea 137.
haemaiodea aia. Verbenaca
260. 319. pomifera 354. gluti-
nofa 311. 519. aullriaca 319«
verticillata 319. Sclarea 264*
pratenfia 264. ceratophylia 276.
calycina 276. bilpanica 284*
fyriaca 570 grandiflora 370.
na 75. 150. 27 t. caefijia 75*
108.
Rudbekia laciniata 376.
Rumex Aceiol*?lla 27r. veuca-
rius 3/3* ciilpua 282. tingita-
nua373* hucepbalophorus304*
digynus 575« Ccuiatua 509 fpi-
nolus 373. tuberofui 309. pul-
cher 3^6. L»u Daria 566. aculea-
tua 573. Acetofa 69. 107. 1294 Salvinia oatans 377.
146. 248 acutua 146. obtufi- Sambuau nigra 67. M4- Ebulm
foliu* 146. Patientia 69. »46. 67- "*3- «8- i44- »48- '««*
260. aüaticus 103. 146. »ofa 271.
Ruppia maritima 536. 372. Samolus Valeraodi 167. 312.
JU/c«*aculeatua*8. 120. 133 161. Sangniforba oßicioaüa 106. 15g*
Hypopbyllum 88* Hypo- 182.
gloffum ifa» 272. racemoTua ißt. SanUula «uropaea 24$«
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,416
Verzeichnis
Santo Ii na Cbatoaecypariflua gj. Scilla maritima 19. 68. wj. 1*3.
15g. maritima i$g. 293. rot-
marin ifolia 329. fquarrofa 280.
'Sag.
Saponaria ofEcinalia 21i y29*
149. afck>. ocitnoides 149- 396.
i?9» »45 af>£. hyacintboidea
t>8 a?8- 3a3» b ifolia afiö, uoi-
folia 366. Liüohyacinthut 313.
italica 333. peruviana 323- ver«
na 323. arnoena 265.
cretica 358. Vaccaria 1 49 .' iög. Scirptu mtfritimus 3^. 612* Holo-
3-^. beilidilolia 304.
Sarcrjiemma virninale 356.
Sarraccnia purpurea 325. flava
Satnreta capitata 7Z: **4» LSPj*
15a. 297. Tnyrabra 2I1 IQ8-
L51
fchoenui 55 155. 571. rhucro-
natua 35. bo 1 58» paluftria 55.
565. fyivaticus 365. Tabernae-
montani a8*3. caelpitofua 371.
acicularis 371. lacaflrii 371.
triqueter 371. fluitana 371.
hortend 130. aüfL grae- Scleranthus annuus i85- 386"»
ci 358» iuliaoa
montana 39$.
15a. 297.
Saxifraga media i4ft. Hirculus
148» 314. granulata 261. an*
drofaca 504. bryoidca 304.
bulbifera 304. Burferiaoa 314. Scörpinrus fulcata 309.
caeüa 314 aizoides 344 Ai- Scorzonera tuberofa 13. 556.
polycarpoa 3°4-
Scolopendtium ofiicinale 89. tfo*
ihz. afia* Hemioniria 89- 162.
Seofymtu hifpanicirt ga. 157.
a8o. 329 maculatua 319.
toon 3£3 333. autürpoalia 17$.
caefpitofa 278. 374 tridacty-
lites aga. CoiyJedon 296. 574.
adfcendena 300. Ponae 500.
elongata 157. hrrfuta 505. hu*
miiia 329. porpurea 329. ro-
fea Sag orientalia 280. glafli-
folia 285 298- hifpanica 29g.
Itellaris 3#n cuneifolia 3tU>, Strojularia lucida 154 279t per«
mofchata 366. afpera 3'j6. op- egrina 154. 342. tanacetifolia
po&tifolia 374. perraea 374.
Scabiofa Columbaria aJbo. 28-»
palaeiiina 303. crenata 303.
alptna 3t 2. fylvatica 3ao. itel-
lata 320. atropurpurea 320. ar-
▼enfis 264. 28a. Succifa 264.
527. (ambucifolia 353 vernalia
327. 375. nodbfa 261. aqoati-
ca 2j>2 canitia 279 314.
Scutellatia Columnae 504. mi-
nor 55b. gaJericulata asa. Alpi-
na 374. albida 367.
integrifolia 377. liroooifotia Seeale viilofum fia. cereale 166.
357. prolifera 177. gramini- Secamone aegyptiaca 556.
folia 372.
Scandlx Pectefl 167. außralia
*. 359» pianatißda 3?g.
Scheuchzera palultris 3734
Schinus Molle 331.
Sc ho enus Mar ilcua 60. 138. ni-
gricana 60. 158. mucronatut
3t !■ 370*
Sedum Anacampleroa 46. 52*4.
Ochroleucum 7a. i<»9- Rbodlo-
la 103. t/|9. aüE. Cepaea 149.
296. acre 149 2Ü£L Telepbium
aÜJL. iiellatum 504. collinurü
3a4. virelccoa 324. villofurtl
324- Halypriyllum 333. 296.
tupetireaoö. reflexum 355. ai«
Bd by Google
der Pflanzen- Namen nach dem Syftwn. ajijf
. bnm 266, arratum 574. laaait-
Je 567.
Sctinutn Oreofelinum ^56. i43-
365. 308« Anerbum66. außria*
cum 3aa» p*l ultra 373* rabJen-
f« 300.
Seiltet arpus Aaacerdium 173. 217.
Setnprrvivutn tenuifoliurn Sibih.
75. .arboreum 150. 391. 296.
trrtorüm 206.
Scnecip vuiga/i* 83* !5!> 3^3»
ari*>mifiaeiolius 516. abtotani-
ioiiua 329. alpinut 32p. aqua«
Mufcipula 304. polyphylla 334.
tridentata 324« Armaria 524.
. alpeftris 334* Pumilio 524*
peftria 3"4' fiuücofa 342. no-
ctiQora 54** Beben 261« catbo-
*, lica (CucubaJua) 27g» Otitet
28.2. Sa xifraga 396.
Sinapis nigra 79. 13t. 155. alba
109 131. 267. axveolia 155.267.
Sirium myrüfoJium 214.
Sifon Aoifum 10$. 12g. 444. 260.
Podagraria 10 1. 271« verücil*
latus 333« Amomum 265*
ticus 3^8- Dofonicum 330. Ia- StJjm6riumNaiiurtiuTn 151.155.
cobaca aca. iartacenicua afjfl.
a83« . nemoreoii» 3^A Doria
ago. carnioiicua 280. 3*9« pa-
]u dein« .283* incanua 3°>» vi-
(rofus.3iO. iinitoliua 576.
Serapias Lingua ibo. ^otou
Surratula dttb*« 3 1 5* diseolor
329.' tinctoria 283* aiborea
553. alpina
Sejarnum. Orientale 79. 130. 1 83-
Sefeli lortuofurn 67. 144. 513.
caefpitofum Sibth. 101. -107.
alaturc 144. glaucuon 144. 315.
»83« s»48 polycefatam 155.
297. Sophia 361, IM0305. Co-
lumnae 305. terjuitoiium 267.
fylvettre 267. LöteJii 267. Bar-
barea 272. Timineum 279. Itri«
ctilütnum 297. 342. terreltre
375« amphibium 375. areno-
furn 375. afperum 375. obtui«
angulum 3^7*
Siurn nodiflorum 105. Sifarum
12g. 265. anguUifoliujn 144,
265. ferulaceum 144« Bulboca-
ßanuni 3l3*
' S35* 3f'°* Hippomaaathrum Smilax afpera 87* 36g. nigra
322. 306. gracilc 333. annuum 531. Pfeudochina ,551. Chi-
282. Ammoidea 295. pyrenae- na 347. 353. Saifaparila 299.
• «nr 375. 353-
Setleria coerulea 371. echinata Smjrnium Olui atrurn 66. 107.
37'<
Sherardia erecta 303- arvenGs
5.«
Slbbaldi* procura beni 37$
8id<i indica 34a.
Slderitis rnomana 304. romana
567. lyriaca 397. feordioidea
5*4. birfuta 326. fayffopifolia
5afck .1 '
Silene inflata 149. conoidea 514.
. oiamiroi 314. conica 324. .Solidago m
Gefch. d. Botanik, 1.B4
128. 143. 265. pe/foliatum 106".
107. 143.296. Diofcoridis3o4.
Solanum fanctum ra. 215. 355.
infanum64- 103. 106. 140.371.
nigrum 140. 260. aetbiopicum
215. Melorigena 215. 355 *>ul-
camara 248. tuberofura 521.
351. 35a. PfeudoeapCcuro 277.
SoldaneUa alpina 321.
na 521.
376.
*8
418
Verzeichnifs
Sonckus mtrtümus 8«. 37& 5*©- pennata 510. capilJata
raceus 157. 308. uliginofaa 3*9. 385»
picroide« 553. arvenüa s6g. Slratiotes alotdes 51«,
diebotomua a8®. alpinue 285« Strychnos cplubrinu» «5. &7J
coeruleuf 345. teneriimus 376. Nux vomica 215 347.
Sorghum, faccharatum f. vulgare Styrax otficinalei5 71. 148.396.
10 61. 185- »85« 214. 264. Suffrent* filiformi* 311«
S partium Scorpiua 80. 156. 318* Stvertia pereooif 277«
vi Hof um 8«. 156. borridam Symp/iytum officinaie 1S9. a€o<
114. 156. 358^ monofpermum tuberofum 51a.
124« purgaoe 367. radiatum Syringa vulgarie 394. perüca
124. 3°5- iwncaun» 156. 233. 357. 57°«
fpinofum 313. 293. fpbaero-
carpon 308. fcoparium 267«
multißorum 335.
Spergula nodofa 374«
Sphaeria raoriformis 89«
Spinacia oleracea 224* 268*
Spiraea falicilolia 74* 3*5«
marta 168« l'ilipeodula 231«
366. Aruncui 26Ö. byporicifo-
1«* 374«
Sportdiät Mombin 35**
t.
Tagetes patula 159,
Tamarindus indica 194* *3f»
Tamartx articolata Vahl. i3'
3 »7. gallica 36« **5» ia8«
144* orientalia 317. germani-
ca 365.
Tamus communis 87« "09. 133*
161*
Ta nocet um vulgare 231 . anniram
Stachys palaaftina 1 53. ghitinola 329,
153. alpina 153. fylvaxica 373. Taxus baccata 88* 161«
336. palußris 536. recta 266. Tecsdalia nudicaulie 336t*
germanica 366. birca 379. 326. Telephium Imperaii 301. 322*
oretica 374. arveoüs 374. Ipi- Tenori* jnuicoia 395. pyrenaaa
nofa 359. 366.
Staehelina Chamaepeuee 158. Terminalia Chebuia 330. 236,
fruueofa 3i5- 347- Benzoin347. Varaix »36.
. Staphylea pinnata 167. 271. lÄtifolU 35°* .
. , .. , Tetracera potatoria 134.
Statice oleaeloha 313. rericulata
278- finuata 355. Limonium
296. cordata 373. minuu 373.
Echioua 357.
Stellaria nemorim '49* media
348* Holoftea 266. uliginofa
385- graminea 371.
Stellera Pafferina 37 r.
Sternbergla colchieifiora 523.
Siipa tenaciüim« 63. iao. 166,
eucrium Polimn 77. 108. tßM*
Chamaedrys 77. 152. 266. Ma-
rum 105. 152. 367. ftavum 152.
366. Pieudo-Ghamaepitys 153*
Scordium 153. 3Ö& lucidum
152. craticaro 358- »ontanum
152. 397. 336. Pfeudobyflopua
152. 304. Scorodooia 169. 279.
Bocrya 266. Acbaemenis 279.
capiutum 297. lupin um 300.
1 • * 1 i ....
zed by Google
der Pflanzen . Narten nach dem Syrtcin. 419
faupbalodaa 309. 3*6. fruti- Tordylium officinaU 65.
c.o. 5>ö. rpinofum 374- ÄPulom 5°4* fyrU"
[Thalictrum minua 273. *0««- eum 5°8-
dum 279. 574. tuberolum «79. Toriiis Aotbrilcua a73- 3»3. »°-
B.vum 379. •nguUifoliuin 574. *oU'*&. 366. balvauca 295.
[Thapfia foetida 66. 5»- «"g* Tormentilla arecta a6i.
■ica 66. 104. «07. 5oo. Sei. Tozzia alpin* 306;
36H. Alclepiu» »43. *87. 3o4. Tradefcantia virgimca 373-
Tillofa 308. JtV«ftem peraartnum 144. Co-
Thea Bohea ao6 lumnao 144. 5°4*
\rkely**num Cynocramba 84- Tragopogon crocifolioa ga. 1 57-
1DI 377* „ . ■•
iTWroma Cacao 35l 366. onentah. 34*
Theßum Linopbyllum 167. aga. Trapa natans 63. i3fr
_ — o I «Iii«
IVianfA«?"»« fruücofum 149. pen-
tandrum 278*
Tribulus terrettria 71« ,a3« »49-
{Thlafpi Buxfa 166- a6t. •M*-
ceum 367. «»vanfe 267. perc-
|rtioum3b7. campeRrea7a. Ta-
xatile aQ7. 305. perfoliatum Trichoftomum encoidea 377
3*7- alpeßie Trientali* europaea aga.
1. t
Trifolium arvenfo i57- »67. by-
bridum a6i. carapeftre 167.
montanum 267. 3»g- itellatum
ago. tomontolum ago» 568»
ajpinum 301. ag*arium 5»<*-
angunüolium 3<5- clypeatum
55g. uaiQorum 35g. «lpeft»
3a8. fragilerum 3»8- fq««"0'
ium 3ag. reIupioatum539.368.
maritimum 336. filiforme 336.
creticum 575- Cherl«i 375-
laxaiile 375. fcabrom 375« lp*-
worum 375. 37*
larointna \y:). *<.>-. iu^c- lappaceum 375« _ • •
leoaSibth. ,63. Acioo. .53- T^/ocÄi« paluftre a7«. »«-
»67. alpiiiua3a7. pannonicua mura 3i4-
^ Marfchalliaou. W. Trigonclla Foenum gr.acum ig«.
SM* platypbylla 76. iaS. n»«o- , 13* »8«. a67. elatior «57- 3»$-
pbyUa J U alb- 76. b-o(a 357- P*J~ >8<>.
Tiltandfta utriculata 3 ■ 3- » *98< corniculata 310.
ToÄr/i/.a paluOro a7g. calycn- 3Vi///«m crectum 573.
Uta 323. ^ic"ro SPcllÄ ,0„ 3 2'
To/p/, barbau 5o6. . -SB- *77- aettivum . «0. 55-
Toirttera ataiiainuro 55'- 35* Co. 117- a64- monoco
20
375.
\Thrinax fpiuofa 35'-
hirr. ago. 305.
39. «6. «55- oc-
cidtmalia 3«Hv
mjtnbra fpicata aai. 179- vw*
ticillau aai.
Shymu* Nepeta 77. incanua
Sibih. 77. 109. 153. Tragori-
ganum 109. i53 »97- Zygia
109. iS3- 3»7. Mafticbina «4.
509. Serpyllum 124. 130. i53.
a6i. vulgaria 124. 130 Ca-
laroiniha 153. 267. >**eO-
' Digitized by Google
420 Verseichmli
6t. 458* 173- 264. Zea 36. €0. Salitinea 123. Diofeotidif 157,
137 »58» «77« 364. repena 6a. offiinalii »64. Pba 364 <ü-
57a. hybernum 264* iunceum oica 370. 385. anguftitotia 2-77.
3176. lotiaceum 365. rigidum italica 301. rubra 30&. Tri«
371. pin natura 572. pterts 370. montana 370.
Tro Iii us -europaeut 397. Velezia rigida 3*?2. -
Tropaeo/um rnaius und miaut , fe//a Pleudocytifat 314» ansua
553. 5*7*
Tuber cibarsum 90. f^erairum album 69« »47* n>"
Tubularia Acetabulura Caral. grum 133.
163. Verbu/cnm Tfaaplna . 4a 140.
Tutipa Clufiana 145. 333. Ges. a6o. plicatum 140. virgatum
neriana .378. fylveßris 308. 31a. linuatum 140. 295^ Lycli:-
fuaveoleoa 315. nitia 140. 364« ferrueiheum
Turriiit jrlabra 353. birluta 375. 140. nigrum 364. BlatiarU
&uffUa;ro Farfara 159. 169 368. »64. pulferulantum 395. My-~
Porafifes 159. 36g. diacolor coni 332.
a8a 349. alba 343. alpina 398. Verbena (upina 105. 109. 153.
typha latifolia 84- 125 160. officinalia 1 34. 15a. »48«
anguftifolia 368. minor 316. Vcronica pmiuaia aöo. Charoae-
* drys 260. 311. Ana^allia. 3Ö0«
V* a84 aulfnaca 365. ofiicinatti
UieJt nanut ago. europaeut 309. »64. Betcabunga 2*4. Teu-
«y/m<#3rcampellria 57. 65. t38. e(- crium af)4- aarrHU» 364. 384«
fufa 138. beliidioidea 376 3?o* petegri-
Viva Lactaca 89. 317. intefiina- na 376. tiiphylia 37b. ipicata
üa 301. plicata 343. umbilica- 376. hederaefolia 376. 384-
Ii» 317. Pavonia 377. verna 381. arvenfia 384-
ürtica urena 109. 160. a6a. ba- tili« 300. montana 503. Ioogi-
learica 368- dioica 160.36a. 3<>8- 3"- maritrma 508-
üfn*a Borida 89. ferpyHifolia 3<*B. fcuteltata
-UiricuUria vulgaris 311. 5«--37°- urticaelolra/533. ipu-
Uvularia amplexifolia 145. 361. *»* 3'9- alpina 319, apitylla
perfoliata 373. 5»9 latifolia 319. dcntata 319.
Vtficaria fiouat* 337.
y> Viburnum Lantaaa 67. -1 35. TU
yaccinium Arctoftapbylof 173. nua 167. Opulna 37a. «96.
Myrtillua 371. Oxycocco* 273. Vicia Faha 19 39» rSi..3i»7. fa-
yalantia Aparine 264. Hifpida tiva 131. 267. fepinan 267. 1"-
303. glabra 373. tea 38o. angulUrolia $67- dn-
yaleriana Jatamtnü Jonet 9. metorum 385« platyttrpoa 367.
cehica 106. 123. 127. 137. 165. narbonenlia 5<>9* piii'ormia
294. tuberofa 106. 137. 165. 32g. oroboidet 318- onobijr-
^
«
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der Pflanzen -Namen nach dem Syftem. 421
-
eli Seide«. 575.
pannonica 3a8. X^loma pezizoides 90.
Wnca maior 14a. 34$. minor
14a. a4«. y.
Viola odorata 3a. 36. £4. 14a. Yucca Gloriole! 313. Draconia
360 palußrisaoo. tricoloraöo, , 3*3. »
grandißora^ai. biflora 321.
calearata 53*- pionata $»1. #n
yifcum aibum 87« 368« Oxyce- Zacyniha rerrueofa 398-
dri 331. \ Zamia furfuracea 3^3.
Vitex Agnus 38. 79 ,09- *S4- Zannichellia palu/tris 376.
trifoiia 169* Negiindo 347. . Zingiber officinale ui?
Vitts vinifer* ta. 37. 64. indica Zerumbet 137. an.
35»« | Zizyphus Paliurua 1a. 64. 107.
H3-I38 >4°- aiü. Spina Chri-
^ Iii 13. 316. 356. Lotut 36, 64.
JVulffenia Buonarota 300. 133. ia8- .140. ai6. vulgaxic
i 107. 157. ai6. Jujuba 114.
^ ( Zoegea Leptaurea ago.
Xanthium flruroarium 160. 363. Zojiera marina 4o; 84-
Xeranthemum annuum 133* 39 j. a8i.
Orientale 380. 316. Zygophyllum Fabago 330. 355- •
1
-
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1
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•
1
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•
Ve^zeich nif s
der Schriftf teile r.
'Abdollarif «o.
J. BaiTut 112,
Abu '1 Padli aogi
*
Batuta 307.
Abu '1 Fed* ao6.
C. Baun in 360 — 377.
Abu M*rig aog.
J. Bduhin 3t>A — ^60.
Abu Saher 203»
Ebn Beitar no.
Abu Seid 205.
Hon. Belli 3^0.
Albertus M. 3^4*
P Belon ^4.
Ui Aldrovandi ^78.
H Rpnroni
4.J1 a_# cm v ü 1 j j •*»#
Alexias 50.
A. M. Braflavola ailT^
Ali Ahbas ?. OQ»
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H Braun Icnweifi iAt*
P Alßini <CA& — 34Q.
O Brunlela 462
Ehn Aivaxdi ao6.
J Hurfer ^60.
l?b n A 1 w a in 2 1 0.
Amatus Lufitanus ^*,6*
Ameriai MareuO IIS.
T ^imarariitl StAT»
Anacreon EVhizoL 43.
V-*« III UrrlUJ -Äijy'»
Anaxa^oras Aii.
Andreas Pihiaot. 1 10.
Pü(Ti«nii« RaffuS 101.
Androtion Rbiiot. 5i.
M P Catn 116 — na«
L. Anguiüara »89 — 393.
A. Cefalpini 56
Antonius Rbiaot. Iii.
D. Cbabraeüs 369.
Apollodor 45
J. H. Ch erler 365.
Apoilonius Mempbites 103«
B. Cienfuegos 357.
L. Apulejus 184.
C. Clufius 317 — 33i.
Ariliophilus Plataeenfis 50*
P. Collenucci 253.
Ariftotelea 45 — 48*
L. J. M. Columella 136 -*
Afclepiades Myrleanus 103»
i35-
Alclepiodorua Alex. m.
F. Columna 302 — 3064
Atbenaeus 113.
Couftaotio Afr. 230.
Attalua Philometor 103.
Sim. de Cordo 240»
Avicenna 309.
B. Cordut 256.
V. Cordua 273.
Bakui 207.
CoHaeus 207.
Herrn. Barbara* a£o.
•
1
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•
Qu. <U Coßa 347*
•
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Verzeicknils
X Coßaeus 378-
P# de Crefcentiia 235«
3. Dalechamp 35a """ 354«
Dalion herbar.
Democritu» 44*
Diode« Caryßiue
Diodotui iij»
Diopenel Apollon. 5(4
Dionyüut Utic. m. r
Diophane« Nicaeenf. ilr*
Diefotfrides 154 ~~ x^a-
Diphilua Sipbniu» 101.
R. Dodonaea« 507 — $19§
J. de' Dondi 34s,
Th. Dorften 378-
C. Dorante 378«
Edriß 306.
Empedoclea 4*'
J. P Eileve 337.
Euderana Phannac 50. '
Eumachua Corcyr. 51«
Euthydemu« Athen. ioaf
*
J. Fragofi 337«
L. Tucba 26a — a6g<
C Galenne 170*
J. Gerard 335-
C. Geiner 274 — 2$1, .
L Ghini 288-
B. Glanfille 242,
GUnciaa na.
M. Glycaa 195.
M. Guilandinua 35£
Abu Hanifa 208.
Heraclidej TarenL 110.
Herraolatis ßarbarua s£Oj|
Hicefius 112.
Hildegard 200.
üippon $1.
der SchriftTtelleitb 4*?
Homer 33 — 40.
Honain aog.
C. de Houeßia 2464
■ « >
F. Iniperati $oi;
Th. Job o ton 335.
. Jolaa iio.
Ifidorua Hirpal. 1894
JubalL tSS
KJeidemua Rhiaot. $u
A. Kohylina 338.
Kofmaa Indicopleoitea 187*
Kratevaa Hbiiou 104.
'A. Lacuoa 255.
Leo Afric. 207.
N. Leonicenua 25a*
Leophanea 51.
G. Linocier £$4.
J H. van Liafchoten 348»
M. Lobeliua 3"> — 317;
A. Lonicer 378.
A. Macer aoo;
J. Manardua 253^
J. J. de Manliia 2464
Birth. Maranta 288-
Marcellus Bord. 18&
Kaferdfchawaih 208-
Maffudi 206.
P. A. Mattioli 293 — 399/
JH. neßor 51.
Meoodorul 112.
Mefue I. 208. U. *°9i
Metrodorua 112,
Micton 52.
Mitbradatcs 103.
MneGtheus 112.
W. Monarde« 353.
Mofes Chorenenfi« i84*
H. von Neuen aar 256«
Nicander Coloph. 105.
424
vVerzakhnits der Sehr iftftel 1er*
Niceratus 115.
Nicolau« Myrepücus 19?.
S. Niger ti^
Numenius Hertel, 102.
Orpheus 4r*
GVe. ab Orto 347.
G. H. Oviedo 350.
>3. C. Scaliger 377,
Serapion 209.
Sextiua Niger 113.
Solon Smjrn. 103.
W. Strabo 199.
M. Sylvaticus 241»
Syroeou Seih 1924
A. Palla a86.
Palladius Rütiliui ig6. ,
Pam|ihilus Alex. 11 1.
P. Peria 352.
L. Perefc 255.
C. Petri 258.
Petrositis HO.
Phaoias Ereliut 100.
Pharnaces 52.
M. Platearius I. 231. II. 246.
Pliniua 162 — 170.
M. Polo 333.
X Pona 300.
* ■ '-
J. Pona 334*
Ptolemaeus Evergetee U. 93; \
Pythagoraa 42.
• *
L. Raunolf 355.
Rhaaes 208.
P. Richier de Belletil 340.
i. Ruelliui 254.
J. Tabernaemontanua i84~
J. Thal 281 — 284»
Thalea Milef. 41.
Theophraß Eref. 53 — 96»
A. Thevet 352.
Tbrafya« Mantia. 50.
H. Tragus 269 — 272.
Tryphon Alex. 112.
W. Turner 334.
B. Urbevetaojus »86,
M. Uritdowa 339,
M. T. Varro 119 — Iii.
M. Vergilius 35 f«
Vincenüua Bellovac. 236.
P. Virgüiua 121 — 126,
Wahab 205,
J. Wigand 236.
A. Zaluaanius 363.
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Neu bearbeitet.
In zwey Theilem
Zweyter Theil.
Altenburg und Leipzig:
F. A. ßrockbim.
1 8 1 8*
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Inhalt«
Fünftes Buch. (1600 — 1700.) Gründang der Lehre vom
Bau und der fyfiemaüfchen Anordnung der Füan«
zenj S. 1 — 154.
Kap, 1, Gründung der Lehre vom Bau und der Natur
der GewacUfe , S. 8 — 26. Neuem. Grew, 10.
M. Malpjgbi, 15, U.J» Cameraxiu« , 25« -
*
Kap. 2. Verfuche metbodifcher Anordnung der Ge-
wäcbfe, 26 — 60. Joacb. Jung, 27. R. Morifon, 29.
P. Hermann, 36. J. Kay, 40. A. Q. Riyinus, 47. J. P.
de Tournefort , 5«.
»
Kap. 3. Reifen, wodurch die Pflanienkenntnifs gewon-
nen, 61 — 88- Frans Hernandez, Gl. Wilb. Pifo, 64.
A. Cleyer, 67. Abcede, 69. ftumpb, 75, H. Sloane,
Rap. 4. Wacbtthura der botanifchen Garten, 88—133-
A. In Frankreich , 88—96- Ricbier de Believal, 88-
B, In England» 96 — 1*5, Paikinfon, 97. Pluknet,
99. Petiver, in.
' JC. In den Niederlanden , 115 — 123. Job. und Ca*p.
Commetyn, 116. Jac. Breyn, 121.
D, In Deutfchland , Dänemark und Schweden, 123 —
128. BaGJ, Bealer, 123.
E, In Italien» 128— 133« Zanoni, 129. Cupani, 132.
Kap 5, Umerfuchung vateTländifcher Pflanzen, 134 —
\5'+ Btrrelier, 134, JBoccone, 157. Grisicy, 142.
Sechstes Pti'h. (tjoö—vrio.) Grundlegung des Ge-
Ichlechis^yftemi, 155—230*
Kap 1. Vorbereitungen, 155 — 178- J. H. Burkhard,
^7. S. Vaillant, 160. S. Morland, 164. Reaa-
mur, 164. Bradley, 165. Dillemus, 166. Mcheoch-
ze<, 171. Jal. Fontedera, 175. P. A. Micheli, 176.
Kap 2. Ausbreitung botanifcher Kenntntfle durch Rei-
fen, 178- »«i- Pl»mier. r>8; FeuiHee, .87.
Kämpfer, 190. Buxbaum, f)5- J. O. T»meJ.nf 19b.
Catriby. 205. Shaw, aoü. J. ßunnana, au«.
A. Seba, an,
Kap. 3. Unterfucbung vaterländifd er Pflanzen, 21a —
217. Haller, 21^.
Kap. 4. Botanifche Gärten, ai8— «5. Dillenius,
^19. Mariyn, 222,
Kap 5. Unterfnrhnng«! Ober den Bau und die Verrich-
tungen der Tüeile ,2*5- a^o, öl, Haies , 22*
.
Steint* Buch. ( «740 - »3'60 Dm Zeiul-
ter, aig — 3«*«
«
Kap. 1. Karl Linne, 231-243.
Kap. 2. Fernere Ausbildung und Befchränkung des Sy-
ftetns, ay3 - 255«
Unte fiKliungen über nnvollkoromene Pflanzen, 248 —
»6* fichmidtl, *fc* J. G.GIedufch, a4ö. Vit.
Donati, 249.
Genauere Unterfuchungen über die Befruchtung, 264
— 269.
Ausbildung einzelner Theile des Sy&ems,
und Gattungen , 269 - 280.
Bearbeitungen des Syftems im Ganzen, 280 — 235«
Kap. 3. Neuere VcrHicbe, die natürlichen Vervirandt-
fchalten der Pflanzen raetbodilch abzuhandeln, 285
—301. Adanfon, 256. Gäriner, 289. Julüeu, 292.
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Kap. 4» Forrfchritte in der Lehre von dem Bau und der
Natur der Pflanzen, 301 — 3^
I. Lehre von der Ent Wickelung und Met amorph ofc, 301
— 505.
II. Unterfuchungen übet den Bau der Pflanzen, 305
— 31a. • 1
III. Lehre von der Ernährung der Pflanzen* tmd allge-
meine Begriffe von der Natur der Gewichte, 31a
321. .
♦ »
Kap» 5. Botanifche Reifen und Kenntnifs auslandifcher
Pflanzen, 321 — yn.
I. Kenntnifs des Morgenlandes, 311 — 324.
II. Kenntnifi von Africa , 324 — 327. 1
III. Kenntnifs des öftlichen Afiens, 333—332.
IV. Kenntnifs von Notdamerica , 332—336.
V. Kenntnifs von Weftindien, 35G. 337.
VI. Kenntnifs von Sudamerica, 537 — 541,
VII. Entdeckungen in der Südfee, 541—344»
Kap. 6. Unterfuchung vaterländifcher Pflanzen, 345
— 37«' .
I. Dentfcbe Floren, 345— 353-
II. Niederländische Floren, 353.
III. Floren von Frankreich, 353 — 357»
IV. Italifche Floren, 357 — 561.
V. Die Pflanzen Spaniens, 361. 562.
VI. Portogiefifche Flor, 562.
VII. Grofsbritannien, 362 — 5^5'
VIII. Dänifche Flor, 565. $66.
IX. Schwedifche Floren, 367. 368.
X. Das enropäifcbe Rufsland, 3^8» *
XI. Polnifche Länder, 56^.
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XIL Unfcern und Siebenbürgen, ^6y. 370.
X1IL Europäifche ♦lkkey> 370. 371.
Kap. ^ Bounifche Glrten, 371 — 33^
I. In Deutfchland, 371— 376.
II. In den Niederlanden ^ 376.
III. In Frankreich, 376. 377*
IV. In Italien , 377. 378.
V. In Spanien, 378- 379»
VI» In Großbritannien , 379. 380»
VII. In Dänemark und Schweden, 38a. 330
VUL In Rnltland, 58 1.
IX. In America, 38t. 382-
Znßtze, 3öS. 384»
Vereeicbnifc der Scbifriiellet und merkwürdigen Perfo-
nen, 355— 30,64
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Zweyter Theil.
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t€ ' Fünftes Buch.
Gründung der Lehre vom Bau und
der fyftematifchen Anordnung der
Pflanzen.
i
Welchen Anfang die Pflanzen • Kenntnifs genom-
men , weiche Fortfchritte ße unter dem gebildeten
Volke der Erde gemacht, wie ße dann in der Nacht
der Zeiten untergegangen, fo dafs kaum noch eine
Spur übrig geblieben; das ift in den vorigen Büchern
erzähJt: es ift dann berichtet worden,' wie die Her-
fteliung der Wißenfchaften und das wieder erweckte
Studium des Alterthums auch die Wiederbelebung die*
fer Kenntnifs zur FoJge gehabt , wie die Entdeckung
ferner Länder die reichfte Ausbeute für dies Stu-
dium gegeben, und endlich , bey dorn grofsen Reich«
thum an Gegen fr ändeo , welche diefe Kenntnifs um«
fafste, das ßedürfoiis einer fyftematifchen Anord-
nung gefühlt und zum Theil befriedigt wurde.
Jetzt ftehn wir beym Anfang eines Zeitraums,
wo ankere Umffcände fehr ungünftig auf die Wiffen»
fchaften wirkten. Verheerende Kriege um Glau-
bensfreyheit und Selbständigkeit wurden den gcö-
fsern Theil des fieb zehnten Jahrhunderts hindurch
von deutfcben Völkern und Niederländern geführt,
an denen mehrere Nationen EuropeniTheil nahmen,
s.
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4 Fünftes Buch. Gründung der Lehr«
Wo dies «icht dar Fall war, wie in Gr ofsbri tan nie n,
da unterdrückten innere Unruhen und Bargerkriege
das Intereffe an Wiffenfcbaften , oder der Despo*
tismus hinderte die freye Bearbeitung derfelben, oder
die durch Kriege und fchlechte Verwaltung berbey-
geführte Geldrfotb machte, dafs es an aller Pflege der
Wiffenfcbaften fehlte.
lndefs hat die Gefcbichte aller Zeiten gelehrt,
dafs der Geift durch äufsern Druck nur mehr an in*
nerer Kraft gewinnt, und dafs oft die Zeiten , wel»
che äm ungünftigften für die Fortfehritte der Wiffen-
fcbaften zu feyn fchieneo, die herrllchften Früchte
getragen.
So war et «auch im ßebzehnten Jahrhundert.
Während ,in Deutfchland durch Kepler die Planeten«
bahnen entdeckt und das Verhältnis der Entfereun*
gen der Himmelskörper zu den Uralaufszeilen erfun-
den, durch Otto v. Guerike die Schnellkraft der Luft
bemerkt, durch Sam. v. Pufendorf das Naturrecht
gegründet wurde: legte in Britannien der groise Baco
den Grund zu der wahren Experimental-Philofophie,
entdeckte Harvey den Kreislauf des Bluts: erfanden
die Holländer, Drebbel das Thermometer , Janfen
das Mikrofkop, Huygens die Pendeluhr, der Italic«
ner Torricelli das Barometer. Der unfterbliche Leh-
rer des letztern, Galilei, betUmmte die Geletzt der
Bewegung und des Falls der Körper und ward ein
Märtyrer feiner Lehren von der wahren Einrichtung
des Weltbaues. In Frankreich ward durch Gartefiua
eine neue Methode zu philofophiren eingeführt, die,
obwohl die Mutter mancher IrrthOmer, dennoch die
Erfabrungs- Wiffenfchaften mit neuem Leben erfüllte.
Denn auch der Gründer einer beffern chemifchen
Theorie, Rob. Boyle, erklärte aus der Figur der
Atome die Wirkung der Salze. In der
herrfchte diefe Vorftellungsart allgemein.
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I
I
vom Btu und der fyfteraat. Anontn* der Pflanzen.
Die bedeutenden Fortfehritte , welche die
menfchlicben Kenntniffe während diefes Zeitraums
machten, haben wir grofsentheils den Gefellfchaf-
Jen zu verdanken, die in den meifteri Ländern zu
dem Ende zafammentraten , um die Erfahrung*- Wif-
fenfehafren zu bearbeiten. Italien gab das erfte Bey*
fptel eines folchen Gelehrten- Vereins, den Fürft
Friedrich Cefi unter dem Namen der accademia de* lin-
cei zu Rom i6o3 ftiftete. Fab. Columna, Ant. Recchi
und Joh. Faber waren die erften Mitglieder diefet
Akademie, die fich indefs vorzüglich nur durch die
Ausgabe von Hernandez Naturgefcbichte von Mexi»
eo bekannt und verdient gemacht hat. s
In England traten unter der unglQcklichen Re*
gierung Karls 1., während des fogenannten Jangen
Parlaments und der von Cromwell erregten Unruhen,
mehrere Freunde der Wiffenfchaften in eine Verbind
dung, die, entfernt von politifchen Stürmen , die
Erweiterung der Erfahrungs* Kenntniffe Geb zum Ziel
vorfteekte. Auf den Antrieb eines Pfälzers, Theod.
Haak, kamen von i645 an jede Woche die Freunde
der Wiffenfchaften Im Haufe eines gewiffen Goddard
zufammen. Joh. Wilkins, Franz Gliffon und Rob.
Boyle waren die berühmteften unter den erften Mit*
gliedern diefer Gefell fchaft , die man das philotophi«
febe Gollegium naonte. Rob. Boyle fpricht in fei-
Den Briefen an Hartlib (Sam. Hartlieb), Marco mbe
und TalJents von einem unfichtbaren Gollegium (in*
vifible College), und Wellis erzählt ( P. Langtofts chro-
mc/*, i. p. 161.), dafs Goddard in Woodftreet, bey
dem fich die Oefellfchaft wöchentlich verfammelte,
einen Glasschleifer unterhielt, der ihnen Mikrofko-
pe undTelefkope arbeitete. Im Jahr 1648 ging zuerft
Wilkins, dann Wallis und bald auch Goddard nach
Oxford. Daher theilte lieh die Oefellfchaft: die
Oxforder Mitglieder eerfammelten fich Anfangs bey
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6 Fünftes Buch, Gründung der Lehre
einem Apotheker in Petty's Wohnung, dann bey
Wiikins und endlich bey Hob. Boyle. Die Londo-
ner Mitglieder fetzten ihre Verbsamlungen im Cres-
harn -College fort, bis l663 nach Wiederherftellung
der Stuarts, die GefelJfchaft , an deren Spitze der
berühmte Baukünftkr Wren und Rob. Boyle ftandert,
von Karl II. zu dem Rang einer königlichen- Gefell»
fchaft der Wiffenfchaften erhohen wurde. Der Köp
aig nahm fo vielen Tbeil an der GefeUfchaft 9 dafs
er oft felbft in den Verfammlungen erfchien und
Preisangaben beftimmte. So verahlafste er Unter*
fuchungen Über das Zusammenfallen der Mimofa po-
dica bey der Berührung. {Buch hift. of ehe roy. foc.
l, 34.) Sehr froh richtete die Gefellfcbaft ihre Auf-
merkfaihkeit auf die Natur lehre derGewächfe. Schon
im Jahr i663 ward ihr angezeigt, dafs, nach Fällung
eines Buchenwaldes, Weiden aufgefchlagen feyn, ja
dafs man einen Baum gefehn, der Efchenholz gehabt
und doch wie eine Eiche ausgefehn. {Birch daf. 243«)
Als Ludolf nach Aegypten ging, gab ihm die Ge-
f eil fchaft die Frage zur Unterfuchung auf, -ob die
weibliche Palme, ohne Zuthun der männlichen,
vollkommene Früchte tragen könne. l(daf. 298.) Und
Boyle felbft rieth eioft, das Reis eines Hirnbaums
auf Rhamnus cathacjicus zu fetzen, -um zu erfahren,
ob die purgirende Kraft in die Birnen abergehe, (daf.
3,28.)
Freylich lieht man hieraus, wie fahr noch die
Naturlehre der Gewäcbfe tu ihrer Kindheit war.
Aber auch die nützlichsten Verfuche wurden fchoo
1668 gemacht. Uebcr das Auf* und Ab frei gen des
Safts io den Bäumen, Ober den Nutzen des Marks
und Ober die Art, Einfpritzungen in die Saft röhren
der Pflanzen zu machen, wurden Unter fuchungen
angeftellt. Joh.Beaie, Rector von Yeovil in Somen-
fetfhire, und Ez. Tonge pflanzten fcuon damals Bäu-
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vom Bau und der fvftemat. Anordn. der Pflanzen, $
me mit den Zweigen in die Erde und Helsen die War*
zelb Aefte treiben , um den vorgeblichen Kreislauf
zu widerlegen. (Phil, tr ansäet. 3. n: 4o. 43.) Franz
WiHughby und Job. Ray bewiefen febon das Auffin-
gen des Safts im Baft und Splint. (Philo/! transact. 4.
n.4».) •
In Deutfehland ward, weil man das Berförfnifs
einer ähnlichen Verbindung fühlte, fchon i€52 eine
Gefelifohaft natu rforfch ender Aerzte geftiftet. Jolu
tor. Baufch, Joh. Mich. Fehr, GeorgTBalth. Metzger
und Wohlfahrt, fämmtlich Aerzte in Schweinfurt,
ftffteten die Akademie der Naturforfcher, welche in*
Jahr 1677 vom Oberhaupt des dentfehen Reichs zü
einer kaiferlichen Akademie ernannt wurde. (Büch*
rieft acad. nat. cur, hiß. p. 25. 36. 99.) Aber auefr
hier verrietben die Liebe zum Wunderbaren, die'
herrfchende Leichtgläubigkeit und der Aberglaube
den kindlichen Zuftand der Naturlehre. Ein polnf-
fc her Leibarzt, Mich. Bern. Berniz, fah in der Wur-
zel der Pteris aquilinä dfen kaiferlichen Adler, (Ephi
nät. cur. dec. 1. ann. 2. obf. 1.), in derSticta pulmoJ
tfacea eine Ma*ke, (daf. obf, 52.) , und in der Wutha
einer Orchide einen Vogel , (daf. t. 7.). Georg Sege*
fand in dem Oeaftrum quadrifidum die Geftalt einei
Menfchen, (daf, obf. 55.), und verglich die Frucht
der Skis guinfeenfis mit einem Affenkopf. Pauliini
erzählte ein Mährchen von dem Aufblähen einer Li«
lie aus einem Hofenftraucb. (dec. 5. ann. 3. obf. 173.)
Am meiften aber, befc hä ff t igten ßch jene Natur-
forfcher mit der Wiederherftellung (Palingenefie) der
Pflatizen aus ihrer Afche. Wenn nämlich die Salze
in der Afche in KryftalJen an fc hoffen, fo glaubte man
darin den Bau und die Geftait der verbrannten Ge-
wächfe wieder zu erkennen uettfo die Auferftehung
der Todten beweifen zu können. Solche Verfucb*
erzählten Joh. Da*. Major, (Eph. not. cur, dec. *%
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f Fünft« Buch. T
i
> enn. 8. 9» obf. 9.). Ebrenfr. Hagendorn (4tc. <*• aap.
3. o. 3i.) , Ad* Fr. Petzold , (cent. 7. 8. o. 42.), und
C. F. Frtok voo Frankenau fcbrieb eio eigenes Buch
darüber, (a> palingenefia. Hil. 1717. 4). Kenelm
Digby {de plant. vege$. p. 75.) ,geftand aber aufrich-
tig, dafs die Ver fache ihm feblgefchlageo, und zwei«
feite an der ganzen Sache. * J r 1
In Frankreich wurden mehrere Privat - Gefell*
fchaften zu befondern wiilenfchaftlicben Zwecken
geftiftet. So errichtete Peter Michon, Abbe Bqusdev
Jot fchon 1643 im Pallaft des Prinzen Conde eine
gelehrte Cefellfchaft , und t65i eine Garte fianifche
Akademie, fpäterhin Nie. de Blegnv eine chemiatri*
fche. Aber der Freigebigkeit des Minifters Colbert
verdanken wir die Stiftung der Akademie der Wtffen-
febafteu im Jahr i665, deren erfte Mitglieder, Ci.
Perrault, Edme Mariotte upd Denis Dodart, die Na-
turlehre der Gewächfe mit vielem Glücke bearbeite*
tan. Indefa gerieth man auch hier auf einen. Abweg,
den die Vorliebe für Chemie veranlagte. Man glaub«
te nimlich , die Salze der Pflanzen - Afehe feyn als;
folebe auch in der lebenden Pflanze vorbanden: ein
Irrthum, den die Engländer, Dan. Cox (Philo/,
$r*nsac$y9.n>ioi.\o7 108.) und Roh. fioyle (feepd*
eal chymift. p. 4.1 2. ) widerlegten. ,T „ <
DieCe Gcgenftände find zu wichtig, als dafs wir
fie nicht genauer erzählen folltan. , 4 .
■ * * • ■ _
Erfte's Kapitel.
Gründung der Lehre vom Bau und der
Natur der GewaVchfe.
Ehe Vergrofseruoas ^.Glifer erfunden und anga»
wandt wurden, konnte man den Innern Baa der Qe»
W&chfe nicht kennen lernen. Man begnügte fich faft
' ' ' ' >
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■
Fünftes Buch. Erltes Kapitel. 9
dui* mit Hcrfl , was Ariftoteles und Tbeophraft aber
die Naturlehre der Gewächfe gefegt hallen, Aber
feitdem durch Gorn. Drebbei und Zach. Janfen Hie
Kunft, GJäfer zu fehleifen , erfunden war (1620),
fahen die Naturforfcher die Notwendigkeit ein, fich
derfelben zu bedienen. Anfangs waren es blofse er-
habene Linfen, oder Kugeln; bald aber brachte min
andere Vorrichtungen an, wodurch die Lfchtftrahlen
gefammlet und der Gebrauch der' Gläfe» erleichtert
wurde.
Rob. Hook, von der Infel Wjght, geb. i635f
Prof. der Mathematik am Gresham - College und
Schreiber der kön. Gefellfchaft, f 1702, erfand diefe
Vorrichtungen, und fetzte fchon 1HH0 ein fo gutes
Mikrofkop zufammen, dafs Nath. Henßaw 1661 die
Schraubengänge in dem Holz eines Walnußbaums
entdecken (Biroh 1, 5.7.) und Hob. Hook die Saamen
der Moofe betrachten konnte, (daf. / 2, 298.) Die
Saftgänge entdeckte derfelbe und befchrieb ihre
Scheidewände als Klappen« (daf. 3t 1.)
Dann gab Bob. Hook eine Sammlung mikrofko«
pifcher Beobachtungen, unter dem Titel: Microgra-
phia. Lood. t667«fol., heraus, worin er uoter andern
das ZufammenfalJen der Blätter der Mimofa pudica
durch die Aushauchung einer fehr feinen Flöffigkeit
zu erklären fuchte. (p. 1 16.) Diefe Erklärung fach-
te Henr. Regius durch idealifche Abbildung der Gän-
ge und Klappen in den Blättern finnlich darzustellen«
[philo/* aatur. 49 *7»)> Hob. Hook unterfuchte «uerft
das Zellgewebe, befondera im Kork , den er auch in
mehrern Rinden fand1 ond nahm die Zahl der Zellen
in einem Quedratzoll der Rinde auf taufend an. (ft.
ix3.) Er entdeckte den Bau der Staubpilze, befoft-
ders der Puccinia mucronala, auf Hofen blättern, (p.
12a.it. .*-2. f. 2.) Auch verfchie^ene Staubfadenpil-
ze ( Mucof es) kommen bey ihm fchon yor. Diefe
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io Fünftes Buch. Erltes Kapitel. Gründung der Lehre
fowohl als die Schwämme läfst er ohne Saamen
durch blofse Fäulnifs entftehen. Das Keimpulver der
Schlauchfchicht der Schwämme gebe keinesweges
ahnliche Schwämme, (p. 127.) Von den Saamen
der Moofe, obgleich er das Keimen Herfelben noch
nicht beobachtet, fpricht er doch mit mehr Zuver-
ficht, dafs es wirkliche Saamen feyn. Er fah das
Säulchen der Kapfei, den Befatz der Mflndung und
die Haube, ^t. i3.) Das Brennen der Neffel erklärt
er aus dem Ausflufs eines ätzenden Safts aus den
Borften der Pflanze, (p. i43.) Die hygrometrifche
Befchaffenheit der Saamen von Avena fterilis war
ihm recht wohl bekannt. Derfelbe Roh. Hook war
es, der im Jahr i655 die Nothwendigkeit des Sauer«
ftoffs zum Athmen derThiere darthat, {Birch 3, 454-)>
obgleich fchon ein Jahr vorher Nath. Henfhaw und
Rad. Barhurft 'den Grundftoff der Salpeterfäure als
den einzigen athemfähigen Beftamltheil der Atmo-
fpha'i e angegeben hatten. (Sprats hile. of che roy.foc.
264.) Er war es, dem Rob. Boyle in feinem Teftament
fein beftes Mikrofkop und feinen heften Magneten
vermachte. (Birclis life-of R* Boyle , p. 34o. )
Ein anderes Mitglied der Gefell fchaft , Martin
Lifier, praktifcher Arzt in London, (f 1711,) be-
kannter durch feine Unterfuchungen über verglei-
chende Anatomie, fand die eigentümlichen Saft*
gange der Pflanzen in der Rinde und im Mark, und
verglich fie mit den Venen der höhern Thiere. {Phil,
irans. 6. n. 79, 7. n. 90.) Er und Ez. Tonge be-
fchäfftigten fich mit der auf - und, abfteigenden Bewe-
gung der Säfte, (Phil, erans.ß. n. 70.): Tonge bewies
fchon das Abfteigen derfelben in die Wurzelzafern,
(Phil, erans. 3. n. 44 ) , «nd die Entftehung des Baftes
aus dem BildungsfaFt , (daf. n. 43- )•
Aber alle feine Vorgänger Übertraf Nehem. Grew,
Schreiber der Gefellfchaft, (f 1711,) an Gefchicklich-
Gc
vom Bau und der Natur derGewächfe. n
keit im Gebrauch der Vergröfseruhgsgläfer, *md an
Genauigkeit der Beobachtungen. Vom Jahr 1 668 an
wählte er ausfchliefslich den Bau der Pflanzen 2um
Gegeoftand feiner Unterfuchungen; denn , als Mal- /
pighi feine Handfchriften und Zeichnungen der Ge-
fellfcbaft zufandte, hatte Grew fchon Jängft Ähnliche
Entdeckungen gemacht. Auf Antrieb des Bifchofs
von Chefter, Job. Wilkins, wurde Grew von der Ge-
felifcbaft zum Lehrer der Phytotomie gewählt und
ihm ein Gehalt ausgefetzt. (Birch hiß. of the roy. foc.
3, 47*) Er gab erlt einzelne Abhandlungen heraus,
aind dann folgte das grofse , unfterbliche Werk : The
anatomy of plant s. Lond. 1 682. fol., mit 83 Kupfern.
Wenn man prew's Vorftellungen vom Bau der
Pflanzen (ich deutlich machen will, fo mufs man be-
merken , dafs die damalige Herrfcbaft der Cartert»
fchen Philofophie ihm die Pflicht auflegte, alles durch
Bilder und Vergleichung mit Kunftwerken zu erläu-
tern. Dazu kam, dafs man die Idee der Ariftoteli-
fchen Schule fehr bequem fand, aus einfachen Be-
£tandtheilendasZufammengefetzte hervorgeben zu lafc
fen. Daher, wenn Grew die Entftehung des Zellge-
webes, als der Grundlage des organifchen Baues der
Pflanzen, erklären wollte, fo verglich er es mit Kan-
ten oder Spitzen. Es fey , befonders im Marke, ein
Gewebe von Fafern, welche die Wände der Zellen
.bilden, (p. 76. 121. t. 4o.) Aufser dem Zellgewebe
.bringt er dreyerley Gefäfse zur Sprache , die t*\kymV
pheduais* roriferous und mükveffeh nennt. Die 1 en-
tern , die Saftgänge , bildet er dergeftalt ab, dafs ihm
Wände zellig feyn. (t. 20.) Die lympheduces beftehen
aus lauter einzelnen Fafern, die parallel ftehn, (t. 3g. ^:
die rori/erotts vejfitls aber find aus fch rauben förmig
gewundenen Fafern zu fa mm enge fetzt. Jenes find die
Saftröhren , die er ausdrücklich im Bafte angiebt, ( p.
in«)- diefes find die Schrauben gange, welche nach
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IS Fünftes Buch. Erftes Kapitel. Gründung der Lehre
ihm nicht blofse Luft, aber auch nicht eigentliche
Säfte, fondern einen Thau fahren, der das Mittel
zwifchen Luft und Waffer ausmacht, und den er auch
Pflanzen- Luft .{prgecablr aer) nennt. Ihre merk-
wOrdtgfte Eigentümlichkeit befteht darin, dafs Tie
fich nie zeräfteln , welches er fchon dadurch be wei-
fet , dafc man durch die Seh rauben ein ge eines fpani-
fchen Hohrs, auf einen halben Fufs weit, das dahin-
ter ftehende Licht fehen kann. (p. 117.) Die Wän-
de der Schraubengänge rollen fich bisweilen band-
förmig an ; aber dies Band befteht allemahl aus meh-
rern Fafern, die parallel gebn und durch Queerfa-
fern zufammengehalien werden, (p. 1 17, t. 4o.) Ob-
wohl er den Bau der Schraubengänge dergeftah rieh*
tig genug aogtebt, fo befremdet es doch , zu lefen,
dafs er fie aus einer Abänderung der Markzellen her«
leitet. Wie fich Maden in Fliegen Verwandeln, fagt
er , alfo werden mehrere Reihen von Blafen und Zel-
len, wenn fie reifsen oder zufammenfehrumpfen, end-
lich rührig (Saftginge), und wenn die Fafern, wel-
che jene Zellen bilden, fich fpiral förmig winden,
fo entfteht ein Scbraubengang. (p. i-tfc)* vft}* «p
Dafs der Holzkörper, der vorzöglioh die Schrau-
bengange enthält, einen Ring bildet, leitet Or. fehr
richtig von der entgegengefetzten Stellung der Saa-
menlappen her, welche das Pflänzchen umf äffen und .
dergeftah zur Bildung diefes zufammenhängenden
Ringes von Luft* und Saftgefäfsen Gelegenheit geben,
(p. 1a.) Im Hoizkörper, und zwar in den Saftröh-
ren deffelben {lympht>ducts)$ fteigen die Säfte auf,
foh witzen durch die Wände, und werden tum BiU
dungsfaft, und der Reft fenkt fich in der Rinde ab-
wärts, (p. i5.) Der Holzkörper aber befteht nicht
allein aus Saft röhren und Schraubengängen, fondern
euch au« Strahlengängen (infertiont) , welche die Ge-
meinfehaft zwifchen Rinde und Mark eröffnen* zur
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/
^onri 13fttt uo^l ^I^ir tmr ^loir ^^d^ry&Oa^f 0# 2 «j.
Zeitigfing des Saft«! and zur Heftern Verarbeitung
(fermentmtion ) beytragen und 'das Wachst hura in die
Dicke befördern» (p. 17.) Das Wachsthum det.
Holzkörpers wird bouptfäcblich durcb das Mark be~
gOnftigt: deho dies ift in allen jungen Trieben faft-
reict), und füllt lieh nur mit Luft, wenn der Antrieb
der Säfte aufhört. Es fteigt auch zum Tbeil der Saft
im Mark auf, und macht mit der aufzeigenden zu*
gleich eine Seiten Bewegung, (p. 26.) t
Die verschiedene Lage der Blätter in den Knos-
pen befehreibt er fchon fehr genau, (p. 3i.) In den
Blättern bemerkte er zuerft die Spaltöffnungen (ori-
• fice*)t die er auf den Lilienblättern mit weifsem Rand
umgeben, und den achten Tbeil eines Zolls entfernt
fand. Auch zeichnete er fie auf den Picbtennadeln
ip parallelen Reihen, (t. 43.) Das Parenchym der
Blatter beftehe aus Zellen, deren Wände oft aus kl ei- >
nern Zellen zufammengefeta feyn* (r. 5q.) Hier-
durch widerlegt fich feine Vorfiel! ung von dem EnU
ftehen der Zellen aus Fafern. Die Nerven und Ve*
nen des Blatts beftehen aas Luftgefäfsen , welche von
Saftröbren fcheidenartig eiogefafst feyn. (p. i54.)
Sehr gut zeigt er, wie belonders im Mittelnerven die
Scbraubenfafern fchon dem blofseo Auge erscheinen,
wenn man das Blatt gefchickt bricht, (t. 5i. 52.)
Dafs das Hauptgefcbäfft der Blätter in der Aus-
dampfung und Einbaucbuog beftehe, fchwebte ihm
allerdings fchon vor; aber die mangelhafte Chemie
der damaligen Zeit brachte irrige Vorftellurtgen her*
vor; von dem falpeter- luftigen Salz, welches den
Pflanzen unentbehrlich fey, von dem fauren, alkali»
feben und meerfahigen Princip, welche fie ernäh-
ren, (p. i58.) Wie diefe Salze die vermiedenen
Urformen erzeugen, erklärt er ganz auf Cartefifcbe
. Weife. Die Luftgefäfce entftelien aus den pyramida*
lifchen faurea Theilehen> Das kubifche Koch . oder
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14 Fünftes Buch. Erltes Kapitel. Gründung der Lehre
Meer&Iz erzeuge mit dem fechsfeitigen Salpeter die
Zellen, und die Prismen mit zugefpitzten Endflächen
die Fafern. (t. 53.) Die grüne Farbe der Blätter
wird dem Ein Aufs der Luft, und zwar einer' gleich«
roäisigen Mifchung des Teuren und alkaiifchen Prin-
cips zugefchrreben. (p. 271.) :
Die Mannigfaltigkeit der BlQthenfarben leitet
er daher, dafs die Saftröhren in der Blütbe rorberr-
fchen, diefe aber das fcbweflige Princip führen.
Der Schwefel nun fey der Grund der Veränderlich*
keit der Farben, (p. 272.) Bey den BiOthen be-
merkte er das Vorherrfchen der Zahl fünf, und,
meinte, dafs diefe Zahl zum Grunde liege, wo auch
andere Zahlen erfcheinen. (p. i65. 166.) ' Die Luft»
gefifse in den Blumen feyn äofeerft zart. (p. 166.)
In der Blume findet er eine doppelte Vorrichtung
(attire), eine faamenförinige {feminiform) und eine
blQthenartige (florid). Jene befteht aus den Staub«
faden (chiues) und aus den Antheren (fernen). Er
bemerkt (p. 38. 168.) die Verhälrnifle, Zahl und
den verfchiedenen Bau diefer Theile, und oeht bis
auf die Formen der Pollen -Körperchen, welche er
ziemlich treu abbildet, (t. 58.) Von der blathen-
artigen Vorrichtung hat er fchwankende Vorftellun-
gen: es find die Biulbchen {ßbrets, thr iuris) zufam»
mengefetzter Blumen, worin der Antheren • Cy lind er
(jheath oder fuit) bemerkt wird. (t. 59.) Inner-
halb deffelben ift das gefpalteoe Piftill, welches er
hlade nennt, (p. 3g.)
Es fehlt ihm nun zwar an deutlicher Kenntnifs
der Bedeutung diefer verfchiedenen Theile: nament-
lich äufsert er fich nicht Ober das, was er blade nennt.
Indefs erzählt er, dafsThom. Millington , Savilifcber
Profeffor in Oxford, ihm gefagt: er glaube, der at-
ilre ( welcher?) «diene, wie der männliche Theil, zur
Erzeugung der Saamen. (p. »71.) Er fey in diefe
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vom Bau und der Natur der Gewächfe. 15
Idee eingegangen, und habe bedacht» dafs durch die
foliaiure der flüchtige faünifohe Schwefel wegge-
fchafft, alfo, wenn der auire die luftigen Tbeile
vermindere und zubereite» fo müden die Saamen de-
fto öhliger werden. Daher rieche die foliaiure ftär*
ker; daher, weil der luftiger fey, habe er ge-
wöhnlich eine gelbliche oder weifsiiche Farbe. In,
dem ßorid auire% fährt er fort, (alfo in zufammenge-t
fetzten Blumen) fey dts blade dem männlichen Glie*
de zu vergleichen, (offenbar falfch ! ). Im feedlike at~
iire feyn die checae oder fimets die Hoden : die Kü-.
gelchen feyn der männliche Saame, wodurch der
Eyerltock befruchtet werde. Jede Pflanze fey dem-
nach ein Zwitter, (p. ^72.) Man fleht alfo, dafs
tfwar eine Ahnung vom Befrucbtungs - GefcbafTt ihm
vorich webte, aber dafs er durchaus keine klare An-
1
ficht davon hatte« .
Seine Unterfuchung der Fruchte ift ebenfalls
merkwürdig. Die Luftgefäfse nehmen mqhr und *
mehr ab, daher herrsche das Parenchym mehr vor.
Im Saamen bemerkte er zuerft den Eywetfskörper,
den er aber vUellus nennt, und ihm die Verrichtung
zu fch reibt, die erfte Nahrung dem keimenden Pflanz*
chen ,zu liefern. :(p. 202. t. 75.) Uebrigens Aellte
er fchon lehrreich« Betrachtungen Ober die verfehle«*
dene Stellung des Embryo im Eyweifskörper und
Uber die Verbindung der Saamenlappen mit dem
Pflänzchen an. « , ... .
Zu gleicher Zeit mjt Qrew gründete Marc, Mal*
pighi, Prof. zu Bologna, (geb. 1628, f 1694) die
Pflanzen* Anatomie. Dafs er ganz unabhängig von
den Unterfuchungen der Britten feine Forfchungen
angeftellt, ift daraus klar, dafs er Überall feinen ei-
genen Gang geht, vieles beffer und genauer darfteilt
als.Grew, in vielen Stücken. aber weit geringere Ein--
ficht und mehr Vorurtheile vtrtätb. Sein Werk:
* -
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iß Fünftes Buch. Erftes Kapital. Gründung der Lehr«
Mnatome ptaatarum, \6?5. P. 2. 1679. I*>nrl..<fb!., er-
fühlen auf Kotten der brittifeben Oefellfcbaft der
Wiffenfchaften.
Er fängt nicht mit den Urformen, fondern mit
den Gnindtheilen der Pflanzen, und namentlich mit
der Rinde an , wozu er aber offenbar den Baft reeb-
net: denn das Netz von Saftröhren, von horizonta-
len Schläuchen durchfe?2t, gehört vielmehr zu die*
fem. (t. 1. 2. 3.) Er bildet, obgleich nicht. fo ge-
nau als Grew, die,eigenthümlicben Saflginge in der
Rinde ab. (r. 3. f. 1 2.) Wie die BaftrÖhren aus blind
fich endigenden, fchief an einander liegenden Kanä-
len heftehen, zeigt er, obwohl fehr roh. (t. 4* 1 9-
t. 5. f. 21.) Im Nadelholz bemerkte er zuerft die*
poröfen Röhren, mit ihren Zwifchengärtgen. (t. 6.
f.'*5.) Doch fcheint es nicht, dafs er dfe Poren als
folche deutlich erkannt habe: denn er fpriebt von
kleinen Höckern zur Seite der Röhren, wie 6e fich
auch wirklich darftellen. {Ahl. zur Kenntn. der Gew.
*te Aufl. Th. t. T. 7 F. 37.) Die Zwtfcbenginge
der Zellen ftellt er richtig auch aus andern Pflanzen
dar. (t. 7: f. 25.) Von den Baftrdhren glaubt er,
dafs fie zufammenmOnden. (f. 11.)
Was die Schraubauginge betrifft, fo hat fie Mal-
pighi weder zuerft gefebn, da Natu. Henfhaw fie
zehn Jahre früher beobachtet, noch hat er ihren Bau
ganz genau angegeben. Seine Neigung 7u VergleU
chungen verleitete ihn, ihren Bau ganz fo anzuge-
ben , wie die Bildung der Luftröhren der infecten.
Sie beftehn nach ihm aus Schläuchen und Blafen, die>
fich bald erweitern , bald verengen, und mit zarte»
Fäden febraubenförrnig umwunden find. (t. 5. 6. f.
23.) Die innere Höhle dieler Kanile ift nach ihm
ron Blafen, wie die Lungen Subftaoz, ausgetollt. (t.~
6.) Dies findet man böchftens in den punktirten
Röhren beftatigt. (Ki*fer m4m. t. 9. f. 40. U i3. f. 63.)
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•
totn Bau und der Natur der Gewächffc %*f
Dafs die Spiralfafern aus fcnuppigen Theilcfaen zii*
fammengefetzt feyn, {iamina haec fquamatim particu-
Iis componitur, p. 8.), wie dies auch in den Luft-
röhren derlnfecten der Fall fey, beruht auf opti-
fcher Täufchung. I£in ähnlicher Bau zeigt (ich frey-
, lieh dem ungeübten Beobachter in den grofsen punk-
tirten Röhren , wenn man dazu das dröber liegende
•Zellgewebe rechnet. (Kiefer t. 14. f. 68.) Iri den
Knoten nimmt er Zeräftelungen der Schratibengänge
an , die er aber fehr fehlerhaft abbildet, (t. 7. f; 29.)
- Das Dafeyn der Schraübengänge in den Corollen be-
merkte er fchon (t. 28, f. 162.), ft> wie er von deni
Bau des corollinifchen Ueberzugs einige, obwohl
unvollkommene VorftelJuhg hatte, (daf. f. i63 -
166.) Auch in den Zwiebeln zeigte er die Anfange
der Schraubengänge. (P. 2. t. 36. f. i34») In dem
Hauptnerven eines Blatts zeigt er das Dafeyn der
Spiralgänge ganz richtig, (t. 2o. f. 104.)
Von den Spaltöffnungen in der Oberhaut hat et
undeutliche Ideen. Was er aus dem Oleander (t. 20*
f. 106.) abbildet, hat auch noch Krocker (de plane,
e pider m, t. 1. f. 4») für Spaltöffnungen genommen;
Es find aber Gruben in der Oberhaut, mit Härchen
umgeben, oder Drüfen • Oeffnungen, wie Rudolph!
fagt. (Anae. der Pß. S. 94.) Iti andern Blättern fah
Malpighi zwar etwas Aehnliches,(t. 2 1 .f. 1 cf — - 1 09.)^
. Aber er verwechfelte Spaltöffnungen und Drüfen.
Von dem Gefchlechte det Pflanzen zeigt Mal-
pighi gar keine richtige Anficht. Doch kennt er die
Geftalt der Pollen - Kugelchen , die er aber fehl ech-
ter abbildet, als Grew* (t. 3i; f. i38.) Dagegen
lind feine Unterfuchungen Über die Bildung det
Frucht, über die Entftehung des Eyweifskörpers aus
verdickter Keimfeiichtigkeit Und über die Verände-
rungen derfeiben beym Reifen gründlich« (t. 37. f.)
Befonders find die Darftellungen auf der 4often T*«*
Otlchi d. Botanik. 9. Bi %
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j8 Fünftes Buch. Erltes Kapitel« Gründung der Lehre)
fei der Natur vollkommen angemeffen. Noch b#»
merken wir die richtige Anficht der Fruchtkapfein
der Farrenkräuter (t. 5i. f. 299.) und der Lage des
Embryons in dem Eyweifskörper der Corooarien und
anderer Monokotyledonen (t. 54* f. 026.).
Seine Unterfuchungen über die Wurzeln der
Pflanzen find meifterhaft: befonders find feine Dar*
ftellungen des Keimens der Gräfer auch in den neue*
fte&v Zeiten noch nicht übertroffen. (Anat. pl. P. 2.
t. 5.) Auch den Bau der Haare und Dornen fteJlte
er vortrefflich dar. (t. 23.) Ferner verdienen fein*
Unterfuchungen Ober den Bau der Mittel, (t. 26.)
und feine rohe Darftellung der Mündungsbefatzung
der Moofe (t. 27. Q.) erwähnt zu werden.
Als den dritten , welcher den Bau der Pflanzen
zu erforfchen fachte, nennen wir Anton Leeuwenhoek,
Bürger zu De 1fr, (geb. 1 632, f 1723). Zwar hat man
ihm nicht ohne Grund vorgeworfen, dafs er in der
thierifchen Anatomie mehr feiner Einbildungskraft
gefolgt fey, als einem Naturforfcher ziemt: indeft
kantk man ihm in der Pflanzen -Anatomie weniger
diefen Vorwurf machen: ja man mufs geftehn, dafs
er manche Gegenftände gründlicher unterfucht und
richtiger gefehen , als Grew und Malpighi. Seine
fämmtlichen Werke, worunter uns feine arcana natu»
rae und epifiolae phyfiologicae vorzüglich intereffiren»
find zu Leyden in vier Quartbänden 1722 herausge*
kommen. Hier findet man zuvörderft das Zellgewe-
be mit fejnen Zwifchengängen, (tom. 1. P. 2. p. 22«
vol. 3. p. 001. f. i3. i4«)i dann das zufammenge-
fetzte Zellgewebe (vol. 3, p. 296.) und die Bläschen
oder Niederfchläge von Stärkmehl in den Saamen-
lappen befcbrieben. (epiß, phyf. p. 26.) Die Schei-
dewände der Zellen fteilt er als Klappen dar. (arca*.
nat. p. 32i,) Die Sj^iralgänge^die punktirten Röh-
ren, felbft die Ringfafern der SpiraJgange unterfchei*
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• » *-
tom Bau und der Natur der Gewächfe. 19
•
det er fehr wohl. (daf. p. 5io,. f; 6 — 12. vol. 2. p. „
268.) Er vergleicht die Schraubengänge mit Fäden,
. die um Stäbchen gewunden feyn. In der Rinde der
Kokosnufs fand er die wurmförmigen Körperchen,
Anfänge der Schraubengänge, (p. 278. f. 18.) Er
glaubte fogar im Embryo der Muskatnufs diefe Ka-
näle gefehn zu haben, (vol. 3; p. 473.) Auch im
Keimgang der Saamen meinte er fie zu finden, (vol.
l. p. 6j)0 In den punktirten Gängen nahm er ehe-_
dem Klappen an. (vol. 1. P. 2. p. i4« ij).* f. n.G.)
Die poröfen Röhren am Nadelholz fah er fehr gut,
und glaubte , dafs ße die Gemeinfchaft mit den hori-
zpntalen Gängen eröffnen, (vdl. 3. p. 294») Diefe
Strahlengängq., aus Zellgewebe beftehendv kannte
er genau. Durch Hülfe derfelben wacbfe das Holz
in der Dicke. Gewöhnlich glaube man , das lang-
ferne Wacbsthum fey, immer mit Härte des Holzes'
verbunden, aber die Elchen in Norwegen haben
fchwammiges Holz, obwohl fie fehr langfam wachfen. 1
(voL 1. p. 245. vol. 4- p* i 65. )
Den Bau der Saamen und das Keimen derfelben
unterfuchte er genau. Es gebe in dem Pflanzenreich
keinen Ünterfchied der GefchJechter, fondern in
dem Ey fey fchon der Embryo vorgebildet, (vol. 1.
f>. 66.) Das Keimen der Weidenfaamen beobachtete
er zuerft. (daf. p. 76.) Dem Keimgang fchreibt er
befruchtende Kraft zu, was er bey der Kaftanie und
Wällnüfs zu erweifen fucbt. (daf. p. 224.) Bey Un-
terfuchung des keimenden Gerftenkorns fckienen ihm '
drey Pflänzchen fich zu zeigen, welches gleichwohl
nur die warzenförmigen Hüllen der Wurzelchen find«
(daf. p, 22*. ) Die Vorbildung fämmtlicber Theile
der Pflanze in dem Saamen meint er im keimenden
Gerftenkorn nachweifen zu können: doch finde fei-
ne Meinung keinen Beyfall. (vol. 1. p. 9,5.)
*• #
— —
2, *
* •
-
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ao Fünfte« Buch. Erltes Kapitel. Gründung der Lehre
Das Mifchungs- Verhfiltnifs der Pflanzen und
den dynamifchen Theil der Naturlehre der Gewäch-
h machten die franzöfifchen Naturforfcher zum Ge-
genftand ihrer Unterfuchungen.
Dem berühmten Claud. Perrauls (geb. i6i3,
1608) verdanken wir vorzüglich genauere For-
schungen über die Bewegung der Säfte in den Pflan-
zen. Die wirkende Urfach des Auffteigens der Säf-
te glaubt er in derpährung der Erdfeuchtigkeit mit
den Säften der Wurzel zu finden. Diefe entftehe
durch Wärme und erzeuge Ausdehnung der Flüffig-
keiten, wodurch fie zum Auffteigen gebracht wer«
den. Da Pflanzen, die nur mit einem Thejl ihrer
Wurzeln im Waffer ftehn, doch auch mit den ^lbrl*
gen Nahrung anziehn, fo glaubt er darin einen Be»
weis der eigentümlichen mit der ihierifcben zu ver*
gleichenden Lebenskraft zu finden. Die Wurzel
ftelle den Mund und Nahrungs - Kanal der Thier«,
das Mark aber das Herz dar. (Oeuvres de Perrault*
tom. 1. p. 77. f. 90 107.) Die abfteigende Be-
wegung der Säfte fucbt Perrault aüs dem Wachs th um
der Wurzeln, aus der wechfelfeitigen Beziehung des
Laubes und der Wurzeln auf einander und aus dem
Auffchwellen der Rinde über dem angelegten Bande
2u erklären, (daf. p. 90.) Die eigentümlichen Saft-
gänge fah er ebenfalls, (daf. jp. 99. 102.) Da Per-
rault eine allfeitige Bewegung der Säfte angenommen,
und den Rücktritt der letztern befonders ans dem
Wachsthum der verkehrt gepflanzten Sträucher ge-
fchloffen hatte, fo machte Magnol dagegen einige
Einwendungen* (mäm. de Vac. de Paris, 1709. p. 56<)
Wir haben fchon oben bemerkt, dafs die fran-
zöfifchen Naturforfcher um jene Zeit das Mifchungs •
Verhältnifs der Pflanzen aus dem Salzgehalt der Afch^
zu errathen fachten« Ein gewiffer Dedu aus Mont-
pellier (de tarne des plantest Leid. i685< 12.) leitet«
>
«
1
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▼om Bau und der Katur der Gewächfe. 2*
die Erzeugung und das Wachs th um der Pflanzen al-
lein aus der Gährüng oder dem Aufbraufen. der Säu-
ren mit den Laugenfalzen her. Denis Dodan> Mit«,
glied der Akademie der Wiffenfchaften zu Paris, (geb.
| 634> t 17<>7,) wollte freye Säuren im Stamm und
den Bltitben gefanden haben. Um das Mifchungs-
Verhältnifs der Pflanzen zif unterfuchen, müffe man,
fie langfam verbrennen, damit die zerftörende und
yer wandelnde Gewalt des Feuers weniger Einflute
habe. Auch gegenwirkende Mittel, als Lakmus -
Tinctur und Bleyfalz, wandte er an, und mifctye,
wieLeeuwenhoek> die Pflanzenfette mit Blut, um die
"yVirkungen derfelben zi| erfahren. (Memoire* pour
fervir ä Chifioire des plantes. Paris 1676, f. Amft.
I75b\ 4)
Derfejbe Dodart fachte einige iotereffante Auf*
gaben au,s der Naturlehre der Ge wachte zu löfen,
Dafs die Wurzeln derfelben Richtung folgen als die
Aefte,,und der Fläche des Bodens parallel gehn, fach«
te er darzuthun. (Mem.de Vac. deParis., 1699. P-72-)
Die Frage * warum das Pflanzchen immer fenkrecht,
auf-, die Wurzel aber abfteige, fuoht er dadurch zu
beantworten, dafs er annimmt, , die Sonnenwärme
ziehe die Fafern zufammen , die Feuchtigkeiten aber,
tfehpen fie aus : dagegen die Fafern der Wurzeln
flurch, peuphtigkeiten zufammengezogen, durch Warn
jne aber ausgedehnt werden. Bringe man alfo das
Saamenkorn fo in die Erde, dafs die Wurzel nach,
pbeq ftehe, fo ziehe die Sonnenwarme die Fafern des
Pfläpzchens zufaminen : diefes beuge fleh, werde von
den Feuchtigkeiten ausgedehpt, und komme fo aus.
^em Boden hervor, (mem. 1700. p. 78.) Das Willv
k Uhr liehe diefer Erklärung fühlte er fpäterhin fehr
wohl. (me'm. \JQ2. p. 61.) Pie unendliche Ver-
«mejiruugskraft der Pflanzen fachte er zu berechnen.
Jp ei^er Ulme ftnd fo viel Keim* , dafs 1 584otyilli9-
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%*X Fünftes Buch. Erltes Kapital» Gründung der Lehr 9 '
nen Ulmen aus einer «einzigen entftehh können, (daf.
p. 85.) Dies fucbt er an einem andern Ort auch
ans der Vorbildung der Embryonen im Saatnen zu
erläutern. (mSm. 1701. p. 3 1 5.)
Die chemifchen Verhältniffe der Vegetation
fuchte Edme Mariotte, Prior des Kl öfters zu S. Mar»
tin fous Traune, (f 1684) «us einander zu fetzen.
Wir haben ein lehrreiches Werkchen von ihm: Bfi
fay für la vtg6cation des plantet* Paris 1679. 8»
Hierin fucht er die wahre Theorie der Ernährung
der Pflanzen dadurch zu begründen, dafs er be weifet,
die verfcbiedenften Pflanzen können aus denfelben
Beftandtheilen des Rodens ihre Nahrung ziehn , and
fie bilden weit mehr Stoffe, als fie im Boden finden,
(p. 38 — 41») Damit hängt auch zufammen , dafs
derfelbe aufzeigende Saft im wilden Birnbaum herbe,
und in dem darauf gepfropften edlen Reife wohl«
fchmeckende Frflchte erzeugt, (p. 37.) Gegen die
Einfchachtelungs -Theorie macht er gegründete Ein-
wendungen: man könne in keiner Zwiebel cfie Saa-
tnen der daraus hervorfproffenden Pflanze fehn. (p.
1 13.) Intereffant war auch fein Verfuch , einen Ro-
fenftock voll Blüthenknospen feiner Blätter und Blatt-
knospen zu berauben, wodurch er genuthigt wurde»
ftatt der Blochen blofs Blätter zu treiben, (p. 121.)
Auch über die Ausdünftung der Pflanzen kommen
gute Bemerkungen vor; (p: 89. 98.) Vom Abftei-
gen der Säfte überzeugte er fleh durch folgenden Ver-
fuch: Er fägte den Zweig einer Haynbuche, die mit
einer andern zufammengewachfen war, unterhalb des
Orts der Verwachfung durch : diefer durchgefigte
Zweig trieb aber nachmahls Aefte, und konnte feine
Säfte nirgends anders woher als aus der nebenfte-
henden mit ihm verwachfenen Haynbuche erhalten
haben: diefe waren alfo Jierabgeftiegen. (p. 85.)
Die eigentümlichen Saftgänge fah er, befch reibt fie
■
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Tom Bau und der 'Natur der Gewächfe. ijf
i
aber nicht ganz richtig, wenn er fegt, dafs ein fei-
©er weifser Faden in ihrer Mitte ift. (p. 64.) Er
rnachte fchon die Erfahrung, dafs auf ausgetrockne-
ten Teichen bisweilen Pflanzen in Menge auffchiefsen,
die weit und breit nicht vorkommen: ein Beweis,
fagt er, dafs in der Luft Stoffe find , die zu Saamen
lieh vereinigen können, {p. 118.) Die Beftandthei^
)e der PÄanzen werden von ihnen felbft, vermöge?
ihres* eigenthamlichen Baues bereitet, (p. i4ö»)
Man fieht, dafs Mariotte einer der hell eften Natur-
forfcher der Pflanzenwelt zu feiner Zeit war.
DaTs ohne Saamen Geh Pflanzen erzeugen , hielt
Mariotte alfo für erwiefen. Auch Joh. Bapt. Trlum*
fetfi, Prof. der Botanik in Rom, (f 1707,) fuchte,
obgleich in unreiner Schreibart, diefe Art der Ent-
ftehung organifcher Korper darzuthun, fp wie er
Freylich unerwiefene Satze von dem U ebergang der/
Arten und von der Erzeugung der Pflanzen aus allen
Theilen der Mutterpflanze, felbft aus den Saften,
aufhellte. {Obfery. de ortu et Vegetation? plaatarum.
Rom. i685. 4«) Unwürdig ift feine Stfeitfchrift ge>
, gen Malpighi, (Vindiciae veritatls. Rom. 17öS. 4«)i
worin er diefen gröfsen Mann um den Ruhm feiner
Entdeckungen zu bringen, und unter andern darzu-
thun fucht, dafs die Kotyledonen nicht den Nutzen
haben können, die junge Pflanze zu ernähren , weil
tnan jene abfehneiden könne,, ohne dafs die Pflanze
eingehe. Auch er wiederholt noch das Mährchen
von der Palingenefie der Pflanzen aus der Afche, und
Kramer (tent. bot. p. 47.) will , dafs Malpighi felbft
fich von der Wahrheit der Behauptung feines Gegners
fiberzeugt habe.
-Dafs Dan. Cox fich durch Widerlegung des Vor-
urtheils, als könne man aus den Salzen rter Pflan-
zen -Afche auf den Salzgehalt der lebenden Pflanze
fchlie-sen, Verdienfte um die Naturlehre der Ge*
* ■ , Digitized by Google
$ 4 Fünftes Buch, Erltes Kapitel* Gründung der Lehre
wächfe erworben» haben wir fchon oben gefagt»
Ihm verdanken wir gleichfalls intereffante Unterfu- «
chungen über das Vorkommen der Pflanzen an fol-
chen Stellen, wohin lie durch keine Saamen gelan-
gen konnten ; über das Aufzeigen des Nahrungsfafts
zwifchen Rinde und Holz ; über die Fruchtbarkeit
der Bäume, ohne Mark ; über die Möglichkeit , Na-
delholz zu pfropfen, und über die Saamen der Far-
renkräuter. (Birth* vol. 2. p, 5a. f.)
lieber die Ernährung der Pflanzen wurden. die
lehrreichften Verluche von Joh. Wuo4*ard, Prof,
am Gresham - College in London, (geb. 1 665, f 1728,)
angeftellt. Da es nämlich bis dahin zweifelhaft war,
ob blpfses Waffer *oder auch die Erde die Pflanzen
nähre, fo hatte Joh, Bapt. van Helmont fchon einen
Verfuch angeftellt, der zu be weifen fchien, dafs
Waffer allein *ur Ernährung der Ge wächfe hinreichet f
feine Weide nämlich, die fünf Jahre in einem Gefafs
mit Erde geftanden und gehörig begoffen worden,
hatte, nach Verlauf jener Zeit, über einen halben
Zentner an Gewicht gewonnen, obgleich die Erde
im Topfe nur zwey Unzen verloren hatte. (Ori. med.
f>. 53. 82.) Jetzt machte nun Wood ward einen an?
dem Verfuch. Er ftellte Waffermünze |n Gefäfse
fnlt Waffer, und bedeckte die Oberfläche des Waffers
dergeftalt, dafs die Ausdünstung nur durch die Pflan-
ze gefchehn konnte. Nun fand er nach drey Mq-
naten,' dafs 46mahl mehr Waffer durch die Ausdün-
ftung verloren gegangen, als die Pflanze fich angeeig-
net hatte. Daf$ aber aus dem Waffer feftere Beftand-
theile (Extractivftoffe ) iq die Pflanze Übergehn,
ichlofs er daraus, weil folch es Waffer , worin keine
Pflanzen geftanden, viel mehr Bodenfatz bekomme,
als folcjies, worin Pflanzen vegetirt haben. (Phil*
trans. vol. 2i.n« 255.) Aehiiliche Verfuche machte
Jph. Beale. {Phil. $ransj vqL 4« »• 46*)
«
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• * •
vom Bau und der Natur der Gewächfe. 25
» . •
Höchft wichtig für die ganze Pflanzenkunde War ,
ren die Entdeckungen über das Gefchlecht und die
Befruchtung der Pflanzen. Wir haben gefehn, wio
mangelhaft Grew's Einfichten über diefen Gegenftand
waren, obgleich man geftehn mufs, dafs Milkngtba
und er die erften waren, welche die Bedeutung der
Antheren ahnten. Faft zu gleicher Zeit mit Grew
(1681) bemerkte Jak. Bobart, Auffeher des bo-
tanifphen Gartens, zu Oxford, dafs die Saamen der
Lycbnis clioica L, , wenn die Staubfäden keine api-
ces (Antheren) haben, nicht aufgehn. {Fat. Blairs
bot. ejjays, p. 243.) Diefe Nachricht hatte Blair
,von Sherard. Nicht lange nachher (1686) behau-
ptete auch Joh. Ray, {hiß. pl. l.p. 17. Synopf.fiirp*
brit. p. i34*)> die apices fchienen ihm allerdings das
männliche, befruchtende Princip abzufondern*
In England alfo ward der GrunJ zur Sexual -
Theorie gelegt, aber befeftigt ward diefer Grund
durch einen Deutfchen, Rud. Jac. Camerarius* Profc
in Tübingen, (geb. i6*65, f 1721). Diefer gab I'6g4
ein Sendfehreiben an Valentini heraus , (Valentini
polychr. exot. p. 226. und Gmelin de nov. ueget. exor>
tu, p. 83. f.), worin er mit grofser Gelehrfamkeit
aus der Analogie mit dem thiertfehen Körper und
aus andern Gründen die befruchtende Kraft der api*
oes zu be weilen fucht. Die Veränderung, welch©
die Eyerchen durch die Befruchtung erleiden, deute
fcjion darauf hin : vorher fey alles einförmige Maffe:
nach der Befruchtung zeigt Geh der Embryo als ein
grünes Pünktchen. Ueberall, wo Hie apices fehlen,
könne der Saame nicht vollkommen werden: nach
weggefebnittenen männlichen Aehren des Mays fal-
len die Körner unfruchtbar ab. Wenn die männli-
chen Pflanzen des Bingelkrauts fehlen, fo tragen die
.weiblichen keinen vollkommenen Saamen. lndeffen
verhehlt er einige BedenklichJkeiten nicht, die ihm
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t6 Fünftes Bucbv Erftes Kapitel«
'S
gegen dfefe*Theorie aufgefallen. Es fey nicht wahr-
scheinlich , dafs bey manchen Arten die weiblichen
Individuen vergeffen feyn: und doch finde man Ly*
copodium und Equifetum mit fehr reichlichem Pollenf
ohne weibliche Theile. Auch fey ihm wohl vorge-
kommen, dafs die weiblichen Hanfpflanzen, ohne
fche in baren Zutritt der männlichen, dennoch voll-
kommenen Saamen getragen. Diefe Einwürfe wqr?
den fpäter von Kölreuter und Gleichen fehr gut wi-
derlegt, l^ebrigens fuchte er zuerft die Meinung
von der Erzeugung der Saamen ohpe Zuthun glei-
cher Pflanzen, und von der Entftehung der letztern,
ohne vorgängiges Dafeyn der erftern einzuschränken,
indem er die vorgeblichen Kohlfaamen, welche bey
anfangender Fäulnifs des Kohl$ (ich zeigen , für das
erklärte, was fie find, nämlich far Schwämmchen,
(Sclerotium, ßph^nat. cur. dec. 3. a. i. obf. io5.).
Obgleich P. Boccone, aus Sicilien, ein gelehr-
ter Ciftercienfer, (geb. i633, f 1704?) den wir noch
oft anfahren werden , die Erzeugung der niedern
Pflanzen ohne Saamen, namentlich der Waffer* und
Mejtrgewächfe aus blbfsem Sehleim , darzuthun Füch-
te, (Eph. nat. cur. dec. 3. a. 4. app. p. 142.) 5 fo war
er es doch, der Zeugniffe für die Nötb Wendigkeit
der Einwirkung männlicher Pflanzen der Piftacie
bey brachte, wenn die weiblichen vqllkommene Saa-
men tragen follten. Er fahrt diefe Zeugniffe aus*
drncklich in Beziehung auf Gamerarius Schrift an.
(Mufeo d\ plante rare, p. 139. t4o.)
■ *
Zweytes Kapitel.. ,
Verfuche methodifcher Anordnung
der Gewächfe.
Wir haben gefehn, wie im fechzehnten Jahr-
hundert die Anordnung der Pflanzen entweder ga,n* -
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Fünftel Buch. Zweytes Kapitel. 27
willkübrlich war, oder in der Befolgung einer ge-
wiffen natürlichen Verwandtfchaft beftand, welche
aber noch gar nicht befümmte Regeln befolgte , und
dafs Cefalpini faft der einzige war» der die Verfchie-
denheit der Früchte als Norm der Eintheilung aner-
kannte. Im fiebzehnten Jahrhundert fuhr man fort,
die natürlichen Verwandtfchaften zu prüfen * die
darauf zu gründenden Methoden zu verbeffern, vor
' allem aber die Kunftfprache zu läutern und die Grund-
begriffe von Art und Gattung genauer anzugeben.
Adr. Spigeiius aus BrüffeJ, Prof. in Padua, (geb.
1578, f 1625,) beförderte durch feine Ifagoge in
rem herbariam, Patav. 1606. 4., die wiffenfchaftliche
Pflanzenkunde auf keine Weife. Denn fein Werk
enthält nichts, als allgemeine Sätze aus der Arifto-
telifchen Philofophie, und oberflächliche Betrach-
tungen über einzelne Pflanzen - Gattungen.
Der erfte Begründer der wiffenfchaftlichen Pflan-
zenkunde, der Urheber einer beffern Kunftfprache
und richtiger Begriffe Über das Gefchlecht, die Gat-
tungen und Arten der Pflanzen war ein Deutfcher,
Joach. Jung aus Iiübeck, Prof. in Hamburg, (geb.
1687, f i657 >. Vqn feinen Grundfätzen Wurde,
fo lang er lebte, wenig bekannt. Er felbft hat nichts
herausgegeben: obgleich Abfchriften von feinen Di-
ctaten umliefen. Eine folche Handfchrift theilte
Sam. Hartlieb, deffen wir oben erwähnten, i6fy>
dem Job. Ray mit, wie diefer in feinem Index plant,
agri cantabr. p. 87. erzählt, und es war von diefer
. Zeit an in den Schriften der Engländer allerdings die
beffere und klarere Anficht zu bemerken, welche
Jungs Grundfätze veranlafst hatten. Erft 1 662 , fünf
Jahre nach Jungs Tode , gab Mart. Fogel die Doxo-
fcopia phyfica. zu Hamburg, und 1678 Job. Vagetiug
die Ifagoge phytofcopica heraus. Beide Schriften
wurden aber auch wenig gelefen, felbft nachdem,
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sg funfus Buch, «weyte^Kipitch
Ai bracht, 90 Jahre nach dem Tode des Verfaffer*»
fmne fämmtlichen Schriften zufa mm endrucken liefe.
(J. Jungii opuscula jt(otanico*phyfica. Coburg. »747v
4.) Linne, dem nicht leicht etwas in der botani-
schen Literatur entgangen war, hatte doch 1771
noch nichts vqn Jung gefehn; aber nach dem ihm
Gifeke deffen Doxofcopias minpres gefchickt, ehrte
er in dem Suppl. fein Andenken durch Benennung
einer Pflanze nach ihm. (Gifeke de merit. Hamburg*,
in hiß. not. p. 16.)
Jung ift Schöpfer der Kunftfprache, die nach-
her durch Linne vervollkommnet wurde. Wenn
Linne feiner nicht erwähnt, fo war dies ganz natür-
lich eine Folge davon, dafs er fei neu Vorgänger nicht
kannte, fondern Ray ba,tte die Jijog'fche Kunftfpra«\
c}ie angenommen ,1 ausgebreitet , und fo bedurfte Ge
zu Lfnne's Zeiten blots einer feftern Begründung
und beffern Ausbildung. Jung betrachtet die Ver-
fehl eden hei ten jedes, einzelnen. Theils der Pflanze*
und beftimmt fftr diefe, abweichenden Formen, die
Ausdrücke. So erklärt er zuerit das foljum comno?
fit um > pennatum > fo erklärt er, y{BS Jpfoa* panicu«
laf umbeüa, corymbus ift. So gebraucht er zuerff
den Ausdruck perianthium. Flor^ßamu^ei find ihm
folebe, die entweder aus blossen fiqminibus oder au$
diefen und dem fiilus beftehn. ■ Aber aus den ange-
führten Beyfpielen des Roclfens, der Smnguifprba
u, (, f. fieht man , dafs er blofs die Länge der Staub-
fäden Geh, zu diefer Benennung bewegen lieb. In
einigen Blumen, fagt er, (opusc. p.26.), fehlt der ßUuSf
und es tritt ftatt deffen etwas Aehpljches heryor, wie
hey der Iri$, dem Mohn und der Tulpe. Die zu-
fam mengefetzten Blumen betrachtet er:» mit Rück-
£cbt auf ihre flache und röhrige Form. Pie ßaminq
und den JiUus, obwphl er ihre Verfcbiedeoheiten.
fprgfeltig angiebt, .kennt er dqch^ noch nicht» in,
KückGcht ihrer Verrichtungen.
v ■
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Verfuche methodifclier Anordnung der Gewächfe. ^9 *
Jung ift Urheber befferer Begriffe* über die Ata-
ördnung der Pflanzen. Den Unterfchied der Bäu-
me, Sträucber und krautartiger Pflanzen zeigt er in
feiner Nichtigkeit. Er unterfucht dann den Werth
der Charaktere, die zur Unterscheidung der Arten
weder von den Dornen, noch von der Farbe, dein
Cnruch, Gefchmack, den mediciniSchen Wirkungen^
dem Ort und der Zeit des Blöhens entlehnt werden
dürfen, (p. 77.) Er zeigt an zahlreichen Beyfpielen,
welche Pflanzen, trotz ihrer gemeinschaftlichen Be-
nennung $ getrennt, und welche, ungeachtet ihre*
verlchiedenen Namen, verbunden werden m offen.
Artemifia gehöre z. B. zum Abfinthium, Cnicus zum
Carduus, Cröcus zum Colchicum. Nach welchen Re-
geln fich die Benennung der.Pflanzen richten müffe,
giebt er ebenfalls an. Er Widerlegt ümftändlich die
Meinung, dafs Gewächfe fich ohöe Saamen fortpflan-
zen, eine Meinung, die nur auf mangelhafter Beob-
achtung beruhe. Erzeigt, dafs der Begriff vöm Un-
terfchied der Gefchlechter bisher fehr Schwankend
gewefen, und dafs mit Recht weiblich nur die Pflan-
ze genannt werde, welche Früchte trage, männlich
aber die, welche blofse Blumen treibe, (p. i43.)
Diefe und ähnliche Qrundfätze wurden in Eng* '
land aufgenommen , gepflegt und erweitert. So ver-
anlassten fie eine beffere Sprache und mehr wilfed-
fchaftliche Ausbildung der Botanik.
Ehe wirRay's Verdienste in diefer Hinficht wür-
digen, müffen wir von deSSen berühmtem Vorgänger^
Robert Morifon, reden, der, als Nachfolger Cefalpi*
ni's, vieles zur Vervollkommnung der natürlichen
Methode, So wie zur Ausbreitung der WifSenSchaft
beygetragen. Aus Aberdeen in Schottland 1620 ge-
boren, Studirte er in feiner Vaterfradt , ward 16 38
Ma gifter, nahm dann unter den Königlidben gegen
Cromweli Kriegesdienfte, und, nachdem der Prof*
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30 Fünftes Buch. Zweytes KapiteL
» «
tector fceGegt* ging er nach Frankreich» wo er zu
Paris unter Kobin fich mit allem Eifer auf Botanik
legte. Zu Angers ward er 1648 Doctor der Medi-
cio. Auf Rdbiri's Empfehlung machte ihn Gaftoo»
Herzog von Orleans, i65o zum Vprfteher des kö-
ßiglichen Gartens zu Blois. Nach Gaftons Tode,
als Karl II. wieder eingefetzt war, folgte ihm Mofi-
fon, und ward 1 666 zum Leibarzt und königlichen
Prof. der Botanik ernannt. Zehn Jahre drauf über-
trug man ihm eine Lehrerftelle in Oxford: i683
ftarb er an den Folgen einer Verletzung feiner Bruft
durch den Stöfs einer Wagendeichfel. *
Sein erftes Werk war: Hortut regüis Blefmfit*
Lond. 1669. 8. Dies kam als erfter Theü der:
Praeludia botanica, heraus, deren zweyter Theil den \
Titel hat: tfallucinationes in C. Bauhini pinaee, item
Animadvcrfiones in J. Bauhini hiß. plant. Das zuerft
genannte Werk interefGrt uns weniger: es iCt ein al*
phabetifches Verzeichnifs der Pflanzen im Garten zu
Blois. Aber das zweyte ift eine grandliche Kritik
der Anordnung der Pflanzen , die die Bauhine ge«
wählt hatten. Obwohl Morifon vorzüglich C. Ges-
ners und Cefalpini*s Gruridfätze anerkennt, fo ift
doch zu vermuthen, dafs auch Jung's Handfchrift,
durch Hartlieb dem Ray mitgetheilt, auf ihn gewirkt
habe. Indem er den Pinax Seite für Seite durchgeht,
zeigt er, welche Pflanzen eine falfche Stelle dort
einnehmen, wie wenig z. Bi Rhaponticum (Leuzea
Decand.) zu Rheum, Apocynum fyriacum zü den
Lapathis, Tragacantha zu den Carduis paffe* Die
letztere fey ein Aftragajus, der fich durch zweyfache*
rige Hülfe von andern Leguminofen unterfcheide.
Die letztere Familie, die Labiaten und UmbeJlaten,
geht er befooder§ mit kritifcher Gründlichkeit durch.
Angehängt ift ein Gefpräch zwifcben dem königlU
eben Botaniker und einem MitglieJe des Greshem-
<
1
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Verfachfi thethodifcher Anßi-dnung d«r <?«wiclife. 3i
College, worin Morifon fortfährt) die natürlichea
V erWand tfcnaften der Gattungen aufzuftellen. So
giebt er (p. 47*-) zuerft den Unterfchied von Atri-
J>lex und Ghenopodium in der Frucht an.
Es ift gewifs, dafs Morifon in diefen praeludiit
den erften Grund zu einer beffern Anordnung der
Pflanzen und zu einer würdigem Gharakteriftik der
Gattungen und Arten gelegt hat. Dies wird durch
die Zeugniffe feiner Zeifgenoffen und Nachfolger be*
ftätigt, welche Patr. Blair (bot, ejffays, p. 83.) ge-
fammlet hat.
Die erfte Probe feiner beffern Methode lieferte
er in einer denkwürdigen Schrift: Plantar um umbeU
liferarum distributio nova. Oxon. 1672. fol., im er-
ften1 Theil feiner' Hift. uniirerf. wieder abgedruckt.
Hier ftellt er ein eigentliches Syftem* diefer Familie
auf, deffen Princip die Form der Frucht ift. Öhnei
auf die Hüllen zu achten j theilt er die' Doldenge» '
wachfe in folgende Ordnungen: 1. die Früchte mit
fchwammiger Rinde (Gachrys) } 2. geftreifte Früchte. '
Diefe find wieder verfchieden: a. nachdem fie fen-
chelartige Blätter haben, (Foeniculum, Cumibum,
Meum, Saxifraga, Pimpinella); b. nachdem die Blät-
ter gelappt ßnd, (Sium, Sifon); c. nachdem die Blät-
ter vielfach getheilt find, (Gicüta, Sefeli, Crithmum,
Oenanthe, Apium, Carum, Anifum); d. nachdem
die Blätter ganz abweichende Formen haben, (Bupleu-
mm). 3. Geflügelte Früchte, (Laferpitium, Thapfia).
4- Behaarte oder ftachlige Früchte, (DaucuSj Caucalis).
5. Blattartige ruride Früchte, (Ferula, Anethum, Peu-
cedanum, Heracleum, Tordylium, Thjffelinum,
Oreofelinum ). 6. Gefchnäbelte Früchte , (Myrrhis,
Gerefolium , Scandix). Hodenfdfmige Früchte*
(Coriandrum). Hierzu kommen Uebergangs« For-
men, (Valeriana, Tbalictrum, Sangniforba), welch«
tbeils nicht glücklich gewählt find, theil« leicht noch
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1
»
32 Fünftes Buch. Zweytes Kapitel«
fchicklicher hatten vermehrt werden können. $6
viel ift gewifs, dafs jene Ein theil ung auf richtigen
Grundffitzen beruht, und, wenn ftatt der Blätter*
den Hüllen mehr Aufmerksamkeit wäre gewidmet
worden , noch jetzt allgemeinen Beyfall verdienen
würde. Dabey find die Abbildungen der Frachten
der Dolden und der Blätter fehr lehrreich und
" fauber.
Ein grofses, noch immer febr lehrreiches Werk
unternahm er, was ihn aber, ungeachtet der Bei-
träge des Publicums, in grosse Geld «Verlegenheit
brachte : Hißoria plantar um %univerfalis Oxonienfis,
wovon der erfte Theil die eben erwähnte Ueberficht
der Dolden • Gewächfe enthält; der zwtyte er fehlen
1678» und den dritten gab Jak. Bobart nach Morl*
fons Tode 1699 heraus. Das Ganze erfebien' noch-
mals Oxdn. 1715. fol. Es enthält dies Werk zwar
einen grofsen Theil der damals bekannten Pflanzen*
und eine bedeutende Anzahl folcher, die hier zum
erften Mahl vorkommen. Aber wir können Mori-
fons Methode nicht vollftändig beurtheilen, weil di*
Bäume ganz und die Sträucher zum TheiJ fehlem
Die Bacciferae feandentes machen den Anfang, .wo- '
zuBryonia, Cucumis, Convolvulus und Srailax. Dann
folgen die Halfen - Gewächfe , die Cruciaten, Lilia«
ceen und mehrere Ranunculeen, Campanuleen, Vi-
tieeen, Solaneen, Malvaceen und Polygoneen. Im
dritten Theil die Compofitae, die Gräfer, die ver-
mehrten Umbellaten, die Rubiaceen, Trikokken,
Afperifolien , Gentianeen, Orchideen, viele andere
ohne Ordnung, endlich die Farrenkräuter, Moofe*
Lichenen, Schwämme und Meergewachfe. Die An-
ordnung ift freylich fehr mangelhaft; aber das Werk
ift unentbehrlich, wegen der grofsen Menge guter,
tum Theil erfter, Abbildungen , die alle in verjüng-
tem Mafsftab, auf beiden Seiten der Blatter abgedruckt
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Verfucbe metbodifoher Anordnung der Gewächfe. 33
# ■
find, fo dafs die höchfte Erfparung des Raums be-
merkbar ift.
Wir zeichnen die neuen, oder beffern, Darftel-
lungen aus:
Cunila thymoides tom. 3. fect. 1 1. tab. 19. fig.
6. . . Salvia colorata tom. 3. fecf. 1 1 . tab. 1 6. fig.
ult. • . S. lyrata 3. 11, i3. 27. . . >S. urticaefolia
3. 1 1 . 1 3. 3i. . . 5. indica ib. f. 16. . . Fedia mixta -*
Vahl. 3. 7. »16. 55. . . F. dlfcoidea ib. f. 23. . • ,
Cenchrus cribulöides 3. 8. 5. 1. fuprern. fer. . . Alo*
pecurus pratenfts 5. 8. 4-8. . . Panicum Iatifolium
3. 8. 5. 4« med. fer. . . Holcus avenqceus 3. 8.7. 37. . .
Aira crifcata 3. 8. 4.* 7- • • A. jlexuofa 3. 8. 7. f. 9.
ult. . . -4. caryophyllea 3. 8. 5. 11. . . Melica
coerulea 3. 8. 5. 22. . . M. rarißora Sqbreb. 5.8.
7. 5i. . . Chloris radiata 3. S. 3. i5. . . Poa rZ-
gida 3. 8. '2. 9. . . pefiuca elatior 3l 8. 2. i5. . .
F. loliacea 5. 8. 2. 2. , . Bromus fecalinus 3. 8. 7.
16. . . flr. 3. 8. 7. 18. , . Br. ramofus ib.
f. 19. . . Br. afper ib. f. 27. . . Br.ßerilis ib. f.
u. , . Br, madruenfis ib. f. i3. . . Avenaßave*
fcens 3. 8.7. 42. . . Triticum caninum 3. 8. 1. 2. . •
2>. tenellum 3. 8. 2. 3. . . Elymus canadenßs 3. 8.
10. 2. . . Lolium arvenfe 3. 8. 2. 1. . . Hordeum
maritimum 3. 8. 6. 5. . • H. bulbofum 3. 8. 6. 7. . •
Scabtofa transfylvanica 3. 6. i3. i3. . • Plantago
ftricta Schousb. 3. 8. 17. 2. . . Myosotis virginiana
3. 11. 5o. 9. . . LUhofpermum virginianum 5. 11.
28. 3. . . Anchufa virginica 3. 11. 28. 4- • •
Cynogloffum linifolium 5. 1 1 . 3o. 1 1 . . . EUifia Ny»
ctelaeaZ. 11. 28. 3. . . Convofoulus paniculatus i-
7. app. . . Campanula perfoliata 2. 5. 2/ 23. . .
Cynanchum hirfiuum 3. i5. 3. 61. . • Gentiana Sa-
ponaria 5. 1. 5. 4* • * Eryngium coeruleum MB. 3.
7. 37. i3. . . Angelica atropvrpurca 9. 5. . .
Jmperatoria lucida Spr. 9. 3. . . Thapßa garganiaa
Geich, d. Botanik. a.B, 3
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34 Fünftes Buch. Zweytei Kapitel»
9. 18. . . Laferpitium angufrifolium 9. 19. . . L.
, hirfutum 9. i5. . • L. peucedanoides 9. 15.49. . .
Cachrys Libanotis 9. 1. 1. . „ C. microcarpa MB.
ib. {femine fulcato afpero). . . Daucus gummifer
Lam. 9. i5. f. 7., . . D. mauritanicus ib. f. 6. . .
D. lucidus ib. f. 3. . . D. pulygamus Gouan. ib. f.
5. . . muricatus 9. 14. f. 5. • . D. maritimus
^ Lam. 9. 10. f. 3. . . Caucalis platyoarpos 9. 14.
f. 3. . . Athamanta ficula 9. 9. f. ult. . . Bubon
fictdus Spr. 9. 7. 3. . . Anthrifcus nodofa S. 9. 10,
f. 1. . . Myrrhis colorata S. 9. 10. f. ult. . . M.
Claytoni Mich. 9. 11. f. 1. • . M. canadenfis Spr«
ib. f. 8. . . Af. procumbens 9. 11. f. ult. . . Sium
nodlßorum 9. 5. f. 7. . . Sifon inundatus ib. f. ult. . .
Oenanthe pralifera 9. 7. f. 10. . . Bupleurum ra»
hunculoides 9. 12. f. 6. . . Narciffus anceps Decand.
4* 9« i3. . . Iuncus fubverticillatus 3. 8. 9. 4« • •
J. lampocarpus Ehrh. 3. 8. 9. 2. . . RiUa chalepenfis
2.5. 35. 8. . . Saxifraga punctata 5. 12. 9. 17. . .
Euphorbia fegetalis 3. 10. 2. 3, . . £. verrucofa 3.
10. 3. 3. . . » Potentilla Marifoni Decand. 2. 2. 20.
2. • . Thalictrum alpinum 3. 9. 20. i4» • • Tlu
rugofum ib. f. 3. . . Th. calabricum Spr. ib. f. 16. . .
v Teuer ium Niffblianum 3. 11. 22. 19. . * Cleonia
lußtanica' Z . 11. 5. 4* • • Pentaftemon pubefeens 5. .
11. 21. 2. . . P. laevigatus 2. 5. 8. 6. . . Oro*
hanche virgihiana 3. 12. 16. 9. . . Barleria criftata
3. ii. 22. 7. . . Sifymbrium pyrenaicum ql. 3. 7.
1. . . Pajfiflora lutea 1. 2. 3. . . Lavatera micans
2. 5. 17. 9. . . I» cretica 2.5. 17.5. • • Ononis
mitljjima 2. 2. 17. 4- • • P(/knt maritimum 2. 2. 1.
5. . . Vicia lutea 2. 2. 21. 5. . . Scorpiurus mu*
ricata 2. 2. 1 1. f. xv. . . Sc. fubvillofa ib. f. xx. . .
Sc. vermiculata ib. f. zu. . . Trifolium Jquarrofum
2. 2. i3. 1. , . Medicago elegans 2. 2. i5. 4* • •
Af. intertexta ib. f. 8.9.,. M. muricata ib. f. 1 1 . . .
A4 (wantt ib. f. 18. . . Af. Ttrebellum ib. f. 20. . .
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Verlache inetbodifcber Anordnung derGewScbre. ac
* ■ •
A£ nigra ib.. f. 13. . • Hypericum calycinum 2. 5.
55. f. 2. . . , Scorzonera lanata MB. 3. 7. 6. 17. . .
Liatris fquarrofa 3. 7. 27. 10. . . Cnicus centau»
roides 3. 7. 20. 2. . . Carthamus tingitanus 3. 7.
34. 19. . . Bidens frondpfa 5. 6. 5. 21. . . Gnupha»
lium obtufifolium 3. 7. 10. 19. . . Xeranthemum cy-
, Undraceum ,3. 6. 12. i.% Smith, prodr. fl. graec.
vol. *. p. 172. . . Conyza cinerea 3. 7. 17. '7. . ,
Tuffilago nivea 3. 7. 10. 4* ? - tielianthus altiffimus
3. 6. 7. 67. . . Rudbekia digitata Ait. 3. 6. 6. 54.
. ♦ Coreopßs Tripteris 3, 6. 3. 44. . . Centaurea
mofchata 3. 7. 25. 5. . . Silphium trrfoliatum 3. 6.
3. 68. . • Ophrys Scolopax 3. 1 2. 1 3. 1 1 . . . 0.
lutea ib. f. \5. . . Ariftolochia anguicida 3. 12. 17.
7. . . Carex diftans 5. 8. 12. 18. . . C. fylvatica
Jh. 9. . . C.ßacca ib. f. 1 4- • • C riparia ib. f. 1. . .
C. ampullacea ib. f. 8. . . C. A/ria ib. f. 10. . .
Ambro fia t riß da 3. 6. 1. 4* • • Botrycläum matri-
carioides Sw. 5, 14. 5. 26. . . Polypodiut* incanum
3. i4« 2. 5. . . Afplenium pojypodioides ib. f. 12. . .
AfpL anguftifolium Sw. 3. i4- 2. 25. . . Afpidium
bulbiferum ib. t. 3. 10. . • Lycopodium alopecuroi»
des 3. i5. 5. 11. . . Gymnoftomum pyriforme 3. i5.
7. 16. . . Encalypta vulgaris ib. f. 12. . . Splachnum
ampullaceum 3. i5. 6. 10. • . Dicranum fcopariurft
5. i5. 7. 11. . . D. pulvinatum 3. i5. 6. 21. • #
Necker a crifpa 3. 1 5. 5. 10. . . N. viiiculofa ib. f.
-7. . .v CUmacium dendroides ib. f. 3i. . . Bryuni
caefpiticium 3. i5. 6. i5. . . Br. capillare ib. f. 12.
. . Mnium pfeudotriquetrum ib. f. 20. . . Hypnum ■
fylvaticum ib. f. 36. • . //. rutabulum ib. f. 35. . •
H. fquarrofum 3. i5.5.2. . . H. alopecuroides ib. f. 3o#
. . H. cur va tum Sw. 3. 1 5. 6. 3. . . Bartramiafontana
ib. f. 8. . . JS. pomiformis ib. f. 6. . . FtfCH* mufcouies
ib. t. 9. f. 4* • • F. fanguincus ib. t. 8. f. 6. . • F- dulcis ib.
f. 1. . . F, tomentofus ib. f. 7. . . F. articulatus ib. f. 14*
3 •
Diaitize<
2$ Fünftes Buch. Zweytes Kapitel. '
Morifons Methode ward von Paul Ammann,
Prof. in Leipzig, (geb. zu Breslau i634, f 1691,)
dergeftalt angenommen, dafs er -lieh mehr auf die
wefentlichen Theile befchränkte, und bey den Gat-
tungen weniger auf die Blätter und auf andere äufse-
re Dinge Rück (lehr nahm. Sein character plantarum
naturalis, Lipf. 1 685. 12., wozu noch Curae 'fecun-
dae, Lipf. 1686., kommen, ward von Dan. Uebel
1700 mit Hermanns und Rivinus Vermehrungen
neu herausgegeben. Beffere. Grundfätze Über die
Benennung der Pflanzen find bey iUm fchon herr*
fchend. Nur diejenige Benennung gilt, weiche den
Charakter ausdrückt. Der wefentliche Charakter
müffe von den Fruchten entlehnt werden. Es fey
kein Einwurf, dafs viele Pflanzen keine Safamen zu
tragen fcheinen. Schon habe man diefe in mehrern
GewächTen bemerkt, wo die Vorfahren keine ge-
fehn, und im Ganzen müffe man fagen, dafs keine
Pflanze unvollkommen fey, als nur in Rückficht auf
tinfere Schwäche. Hierauf gründe fich die wahre '
natürliche Methode: Indeffen ftellt Ammann die
Pflanzen nach alphabetifcher Ordnung, meift mit den
Morifon'fchen Charakteren auf, und man kann nicht
fagen, dafs die Wiffenfchaft durch feine Arbeit ge-
wonnen hätte.
Wichtige Verbefferungen der Morifon'fchen Me-
thode rühren von Paul Hermann her, der 1640 in
Halle geboren, acht Jahre lang Arzt bey der hollän-
difchen Factorey in Zeilan gewefen und von 1679 an>
Prof. in Leiden war. (*f 1695.) Viel hat ihm die
Wiffenfchaft zu verdanken, nicht blofs, weil er die
indifchen Pflanzen bekannter machte, fondern weil
er auch die damals herrfchende Morifon'fche Metho»
de wefentlich zu verbeffern fachte. Was er darüber
in feinen Vorlefungen gelehrt, liefe Lothar Zum bach :
IJorac lugduno-batavaeßores, Leid. 1690. 12., dru»
< •
1
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Verfucbe methodifcher Anordnung der Gewäcbfe. 37
ck.en. Hier wiref ein reines Fruchtfyftem geliefert«
~> fängt mit den Angio- (Gymno-) polyfpermis an.
lier ftehn gleich die Ranuncuieen mit den Malva-
ceen zufammen, von denen jene Gymno-, diefe An-
giofpermen find. Dann folgen die Umbellaten, die,
Angipmonofpermen (Valerianella, Statice): die Papr
pefeentes und Lactefcentes (Cichoreen), die Capi-
tatae und Corymbiferae , die Aggregaten , Stellaten»
Afperifolien , Verticillaten (Labiaten): dann Unica-
pfulares ( Caryophylleen ) , Bicapfulares ( Gentia-
neen, Scrofularinen), Tricapfulares ( Convolvuleen,
Campanuleen, Trikokken), Quadricapfulares (Ru-
ta, Datura), Quinquecapfulares (Geranium) , Mul-
ticapfulares (Delpbinium, Aconitum): die Siliquo«
fen, Leguminofen: ferner Triqapfulares flore hexa-
petalo nudo (Liliaceen, Coronarieri), Bacciferae,
Pomiferae, Epiphyllofpermäe , Culmiferae, Iuliferae
.und Baume, die noch unter die vorigen Abtheilun«
^en zu bringen waren« ^ :\
Die grofsen Mängel rüefer Methode fan dei
treffliche Mann bald ein : daher arbeitete er an eine*
Verbefferung derfelben, wo mehr auf das äufsere
Jlnfeba, geachtet und die Merkmahle von allen Thei«
Jen der Pflanze entlehnt werden folgen. Allein er
ward vom Tode übereilt* als kaum etliche Bogen
.der neuen Ausgabe diefe r Methode gedruckt waren«
Ol. Rudbek der jüngere vertheidigte inzwifchen die«
fe Anordnung in der Disf. de fundamentati plantar
rum notitia recte acquirenda, „Traj* ad Rhen. 1690. 4«
Hermann unternahm ein grofses Werk* wel»
ches feine botanifchen Entdeckungen in ZeiJan ent-
halten follte, und wozu über 4°° Zeichnungen in
Indien entworfen waren. Es erfchien nach feinem.
Tode blofs: Mufeutn zeylanicum ed. 2M LB. 1726. 8.,
eine unverdaute, unbrauchbare Arbeit^ woran Her>
mann wohl keinen Tb eil gehabt. Eine reiche Samm»
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38 Fünftes Buch. ZweyteS Kapitel.
lung getrockneter Pflanzen hatte er ausZeilan an Joh.
CommeJyn gefchickt; diefe. bearbeiteten fpäterhin
Linne in feiner flor. zeylan. und Joh. Burmann in fei-
0
nem thefaur. zeylan. Jetzt ift diefe HermannTche
Sammlung der grofsen Banks'ifchen einverleibt. Ein
Verzeicbnifs von 600 Pflanzen, die Hermann Km Kap
gefammlet, welches Sherard herausgeben wollte,
ging verloren.
Was er in dem Leidener Garten för Schätze zu-
fammengebracht, befcbrieb er felhft in alphabeti-
fcher Ordnung im: Catalogus horti lugduno- batavl,
LB. 1687. 8. ( Nach feinem Tode gab VVilh. Sherard
das Uebrige in dem: Paradifus batavus, LB. 1705. 4«
In beiden Werken mufs man die Genauigkeit der Be-
schreibungen und die Richtigkeit der Abbildungen
rühmen. Hier kommen folgende Pflanzen zum er«
ften Mahl vor :
Curcuma longa lugdb. 209. . . Amomum fyU
1>eftr* 4b. 657. . . holoßeum cordatwn par. 11.
ficabiofa prolifera par. 2?3. . . Azalea indica lugdb.
i53. . . Convolvulus pentaphyUus ib. 1 85. . . C.
Tes tigridis ib. 187. . . Lobelia Erinoider ib. 109.
.. . Solanum fudvmeum ib. 575. . . Impatvens tri*
Jlora par. io5. . . Illecebrum polygonoides ib. 17.
. . Afclepias cumf/avica ib. 36. . . A. mberofa.
lugdb. 647. . . Eryngium foetidum ib. 23?. . . Fe.
tula tingitana par. i65. . . Ligufticum athaman*
toides Spr. ib. 229. . . Craffula äichotoma lugdb.
553. . . Amaryllis equeftris par. 194. . . A. Ion"
grfolia ib. 1 95. . . Pancratium zeylanicum lugdb.
693. . . Cr in um afiaticum ib. 683. . . Albuca mi-
nor par. 209. . . Afparogus farmentojus lugdb. B5o.
. . Gloriofa fuperba ib. 689. . . Dracontlum poly»
phyllum par. 93. • • Acer rubrum par. 1. . . Lau-
rus Cinnamomum lugdb. 655. 656. . . Sophora to~
mtntofa lugdb. 171. . . Tribulus cifioides par. 206. . .
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*
*
* t
Verfucbe methodifcber Anordnung der Gewächf*. 39
Tiarella cordifofia ib. 1 3o. • . Silene viridißora ib.
19g. . . Arenaria Verna ib. 12. . . Cotyledon or*
biculata lugdb* 55 i,. . . Cactus lanuginofus par. 1 i5.
. . Myrtus zeylanica lugdb. 435. . - Pjtkj arbu»
-tifolia ib. 699. • . Mesembrianthemum bicolor ib.
a4g. • . AI. edule ib. 245. . . Geum virginianum
par. 111..* Liriodendron Tulipifera Jugdb. fc 1 3. . .
Anemone vir giniana par. 18. . . Hyffopus /cro/ula-
riarfolius ib. 106. . . Phlomis nepetaefolia Jugdb.
117. . . Marrubium cinereum Lam. par. 200. . ,
Origanum ßpyleum ib. 463. . . Antinhinum trior~
nUhophorum ib. 377. . . Scrofularia frutefcws ib,
547« • • Meliahthus maior ib. 4*5. . . Cardam'-ue
latifolia Sb. . . Heliophila coronopifolia lugdb. 067.
. . Hefperu larera par. 193. . . Sinapis inen na
ib. i55. . . Cleome triphylla lugdb. 565. . . P«/-
ßßora foetida par. 173. . . P. hirfuta ib. 176. . .
Pe/argonium coriandrifolium lugdb. 280... P. cw-
cullatum ib. 275.' . . P. capitatum ib. 278. • . P.
myrrhifolium ib. 281. . P. alchemilloides ib. 283.
- . . P. gibbofum ib. 285. . . P. grofftdarioides ib.
-289-. . . «Si<fa Napflea ib. 23. . . Malva Tourne»
Jbrtianftrptr. 7, • • Crotaiaria fagittalis lugdb. 20 3.
. . Cr. wii/a ib. 201. . . Cr. laburnifolia ib. 197.
. . Glycine b'uuminofa ib. 493. . . ficia bengalen*
fis ib. 625. . • Aßragalus pentaglottis ib. 75. . .
if. epigloiiis ib. 77. ^ Pforalea pinnata ib. 273. . .
Sonchus tingitanus ib. 659. . . Hieracium pyrenai*
cum par. 184. . • Andr^afa ragußna Jugdb. 673. . •
Carduus cerinthoides par. 1 90. . . Eupatorium ma-
culatum ib. i5gi •• Ageratum conyzoides ib. 161. . . *
Tarchonanthus camforatus lugdb. 229. . . . Äthan a-
fia annua ib. 227. . . Baccharis Jtalimifolia par.
225. . . Conyza foetida lugdb. 662. . . Srnccio
hieracißoliiis par. 226. • . After dumofus ib. 9S. . .
A. novae Angliae ib. 98. . • A. undulatus ib. 96. . .
\ 1 ■ %. -
-
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40 Fünftes Bach« Zweytes Kapitel.
A. puniceus lugdb. 65 1. . . A* mutabilis lb; 67; . .
A* novi Belgii ib. 69. . . Solidago ßexicaulis par.
-244. . . S. minuta ib. 245* . . S. rigida ib. 243. . .
Coreopßs alba ib. 124. . . Centaurea napifolia ib.
189. . . C. tingitana ib. 160. . . Calendula plu-
vialis lugdb. io5. . . Amarantus fpinofus ib. 53. . .
Arum macrorrhizon por. 70. . . Cucumis africanus
ib. 1 54. . . Bryonia laciniofu ib. 97. . . Br. afri-
cana ib. 108. • . Sicyos angulatus ib. i53. • . Za-
tnia furfuracea ib. 210. . . luniperus bermudiana
lugdb. 347.
Morifoos Fufstapfen betrat auch Joh.ifay, oder
Wray , wie er lieh Anfangs fchrieb, ein Geiftlicher
von grofser Gelehrfamkeit. Er war zu Black Notley
in Effex 1628 geboren, fiudirte zu Cambridge, und
machte fowohl durch fein Vaterland, als auch in Be-
gleitung Willtighby's durch -einen grofsen Tbeil des
feften Landes mehrjährige Reifen » nach weichen er
meift in feinem Geburtsort oder in London, ohne
Amt lebte, und 1705 ftarb.
Als der Bifchof Wilkins von Chefter die philo-
jophifchen Tabellen zu leinem real or univerfal cha-
raccer entworfen hatte, bat er feinen Freund Ray,
dies ins Lateinifche zu aberfetzen, und die Pflanzen
auch in einer natürlichen Ordnung vorzutragen*
Schon früher hatte Ray das Verzeich nifs der um
Cambridge wild wachfenden Pflanzen herausgegeben,
(CataL plantarum circa Cantabrigiam najcentium>
Lond. 16G0. 8.), und Geh fonft als denkenden Bota-
niker bekannt gemacht. Jetzt gab er feine Meihodus
plantarum nova, Lond. 1 G82. 8. , heraus» worin er,
mit einigen Abänderungen, die alte Anordnung des
Lobelius aufnimmt, obgleich er mit Cefa] pini mehr
auf die Frucht ßeht. Die Baume» zu denen er auch
die Palmen rechnet, unterfcheidet er noch von den
Sträuchern 2 und diefe von dea krautartjgen Pflanzen,
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Verf uche Aitthodilcher Anor dhnng der Gewäcnle. 4 t
t
Die letztern tbeilt er in natürliche Familien: Grä*fer,
Doldengewachfe, Farrenkräuter und Labiaten, Bac-
eifaras, Bulbofas, Schmetterlingsblumen, Siliquofen,
Siliculofen und Monopetalas uniformes und diffor mes.
Diefclbe Methode wiederholt er in einem gro-
Isen Werke: Hißoriayjflantarum, Lond. 1 686. fol. -
tom. r. 1688. tom. 2. 1704« tom. 3. Was bis da- .
hin gefammlet und entdeckt war, ftellt er, als- Nach-
ahmer der Bauhine, zufammen: ein Unternehmen,
defTen Gröfse und Schwierigkeiten ßch aus den zum
Tbeil fehr .mangelhaften Befchreibungen beurtheilen
-läfst, die er vorfand. Er befteht darauf, nicht die
Frucht allein könne die Norm der Einteilung her-
geben: denn diefelbe Gattung Spergula habe gerän-
derte und ungeränderte Saamed, diefelbe Gattung
Ciftus ein - und dreyfächtrige Früchte. Nach Jungs
Mufter bedienter fich weit. fichererer Benennungen als
feine Vorgänger, und ftellt diefelben Grundfätze über
die CHaraktere der Arten auf. Er fängt von unvoll-
kommenen Pflanzen, Schwämmen, MooCen und Far-
renkräutern an, läfst die apeialas (Hopfen, Hanf
-und die Palygoneen), dann die compoßtas und aggre-
> gatas, die^Umbellaten, Rubiaceen, Labiaten und
Afperifolien (nach dem Blüthenftand und nach an-
dern Merkmahlen) folgen. T)iePölyfpermae feminenu*
do werden nach dem Bau des Kelches und der Gorolle,
die Pomiferae und Cucurbitaceae nach dem Gefchmack
der Früchte und der Farbe der Saamen unterschie-
den: die Baccifera* nach der Frucht, die MultifdU
quae nach der Bildung der Blätter : Monopeiqlae capfu-
lares nach der Corolle; hier kommen die Scrofula-
rinen, Viticeen und Orobancheen vor. Dann die
Siliquofen und Leguminofen.
Im zweyten Theil ftebn die Polypetalae vofculi-
ferae% welche nach den Blättern: die Prntapetalol-
äeaex welche nach ihrem Standort: die Bulbofae und
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4* Fünftes Buch. Zweytes KapitcL
Tuberofae, die nach der Blüthe: die Frufnentaceae,
welche darnach abget heilt werden, ob die Köroer
efsbar find oder nicht: die Gräfe r und endlich Ano-
modaey unter denen viel Verwirrung herrfcht. Die
Baume werden nach der Einfachheit oder äftigen Be-
ichaffenheit des Stammes abgetheilt, und im dritten
Theile Nachtrage geliefert. Das Werk ift heut zu
Tage unbrauchbar, und verdiente nicht den Vorzug,
von Linne überall angefahrt zu werden.
Mehr Fleifs verwandte Ray auf die zweyte Aus-
gabe feiner Methodus, Hie 1703 erfchien, auf welche
die dritte 173.). 8. folgte. Da unterdeffen die
fteme von Rivinus undTournefort erfchienen waren,
und vielen Beyfall; fanden , fo fuchte er den Werth
der CorolJe, ak Norm der Eintheilnng, herabzü*
fetzen, wie er. überhaupt von keinem einzelnen Theil
die Norm der Clafufication entlehnen zu müffen
glaubte, foadern durchgehends das äufsere- Anfehn
am meiften gelten liefs, und die Charaktere von al-
len Theilen ohne Unterfchied entlehnte. Zugleich
gab er Regeln der Syftetnkunde , die Linne fo aufge-
nommen, wie lie Ray vorgetragen: dafs man näm-
lich nicht zu ängftlich an einem einzelnen Charakter
hängen , und gleich neue Gattungen bilden müffe,
wenn diefer Charakter fich ändere. Der Gefammt-
Eindruck der Pflanze müffe vielmehr entscheiden:
auch könne wohl ein einzelner Charakter der Fami-
lie in einer Gattung fehlen, wenn nur diefe fonft
übereinfrimme. Er will ferner, dafs man die Cha-
raktere nicht zu zahlreich angebe, damit das Ge-
dächtnifs nicht befchwert, und ftatt der Charäk-
teriftik eine Befchreibung gegeben werde. Die Merk-
mahle, welche den Charakter ausmachen , müffen
klar, beftimmt und deutlich ausgedruckt werden.
Die von der Grüfte und der Aehnllchkeit mit andern
hergenommenen Gnd viel weniger zu billigen, wenn
Ii *
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VeiTuche m eth od if eher Anordnung der Gewächf«. 43
t. _• 1 |- * .
die Vergleichung nicht Jedermann einleuchtend ift.
Auch dürfen, lagt er, die Theile nicht zu klein
feyn, von denen man Merkmahle entlehnt, damit
man nicht immer nöthig habe, ein Mikrofkop mit
fich herumzuführen. Endlich müffen die Namen
fo wenig als möglich verändert werden.
Hier fowohl als in der Disf. de variis plantarum
methodis, Lond. 1696.4»? verwirft Ray die allgemeine
F.intheiJung in vollkommene und unvollkommene
Pflanzen, weil jede in ihrer Art vollendet fey. Es
fey beffer, die unvollkommenen Pflanzen niedere zu
nennen. Den letztern fehle irgend ein nothwendi-
gerTheil, befonders dieBlüthe: denn von der Frucht
fey es unentfehieden , ob fie, aufser den Schwäm-
men, einem Gewächs fehle. Daher theile mau
fchicklicher die Gewächfe in folcheein, die blühen
und die nicht blühen. Zu den letztern werden die
Meergewächfe, Korallen, Algen u.f. w., che Schwäm-
me, dieMoofe, vielleicht auch die Capillares (Far-
renkräuter) gezählt. Die blühenden werden in Di«
kotyledonen und Monokotyledonen eingetheilt: die
letztern haben weder zwey Kotyledonen, noch zwey
Lappen derfelben. Jeder lieht, dafs dies der Anfang
einer beffern Anordnung war, die Ray auch auf die
«Bäume ausdehnte, denn die Palmen gehören, wie
er ausdrücklich fagt, zu den Monokotyledonen. Zu
deirMeergewächfen zähl* er auch die Thierpflanzen:
zu den Moofen die Lichenen und Lycopodeen. In
den Farrenkräutern fchien ihm etwas derBiüthe ähn-
liches vorzukommen, wozu die Beobachtung PJu-
miers von dem kelchförmigen Schleyerchen der Cya-
thea Gelegenheit gab.
Die Dikotyledonen theilt Ray überhaupt in fol-
che ein, die blofse Staubfäden haben, und die mit
einer Corolle verfehen find. Hierbey komme es
vorzüglich auf die Unterfuchung an , was Kelch und
44 fünftes Buch. Zweytes Kapital* _
was Corolle fey. Ray Geht zuerft auf die Dauer oder
HinföUigkeit diefer Hüllen. Hinfällige, gefärbte
Hüllen feyn corollinifch; grüne und dauerhafte aber
icelejbartig , wie bey den Polygoneen« (De variis
plant* metlu p. 17. 18. {Method. plant, ernend. p. 17.)
Ueberall giejbt er die Gründe feiner Abweichungen
von Tournefort und Rivinus an, und beruft ficb auf
die genauem Analyfen eines Dr. Carl Prefton, der9
unfers Wittens, blofs durch Unterfuchungen über dem
innern Bau der Fifche bekannt geworden. (PhiL
Möns. 19. n. 225.)
Von den Oräfern und Cyperoiden gab Ray eine
fpeci eile. Anordnung, die das Verdienft-hat, dafs (ie
ebenfalls ganz natürlich ift und die Merkmahle vom
JJlüthenftand und vorj dem Gerammt- Eindruck ent-
lehne Die Gräfer find nämlich;
iv • Gramina fpicata.
a. Spica fimplici. Tnticea, Secalina, Loliacea,
Panicea, Phalaroidea, Alopecuroidea, Ty-
, .. phioa, Echinata, Criftata, Avenacea fpicdta,
. r Singularia ( Anthoxanthum, Crypfis).
b. Polyftachya. Dactyloidea, Arondinacea.
2. Gramina panieujata, ,
a. Locuftis fimpliftibius.
. - «, Maxima, panjeuja lanuginofa. Arundinetf
& Minora. Milium, Poa^ Feftuca.
b* Locuftis fquamoft^.
au muücis*
ß. , ariftatis.
Die gleiche Methode befolgte Ray in einem
klafAfcben Werk : Synppfif methodica jtirpium bri-
tannicarum> wovon die erfte, Ausgabe 1690, die
Sweyte 1696, die d*itte> und hefte (von Dillenius
beforgt) 17^4- 8»> mit 24 guten Kupfertafeln, er-
fchien«, Ray rühmt die Hülfe, die ihm die ßotani»
ftea £ainer Zeit geleifteU £r nennt befonders Ad«
>
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Verfuche methodifcher Anordnung der Gewichte. 45.
Buddle, deffen Herbarium noch vorhanden ifr: Sam.
Dale , Apotheker in Bnintret , f 1739, den *Verf.
der Pharmacologia, 1693 und 1737: Sam. Doody*
Apotheker und Auffeh er des Gartens zu Ghelfea ,
•f* 1706: Thom. Lawfon, Arzt zu Strickland in Weit*
moreland, deffen Vcrzeichnifs feltener' Pflanzen in
Weftmoreland und Cumberlaud in Robinlon's nat.
hift. of Weftmorland, p. 89. abgedruckt ift: Ed.
Lhwyd, Vorfteher des Afhmole'fchen Mufeums,
17°9 > Neffen Beobachtungen über die Pflanzen von
Wallis und Irland in den Phil, trans. 27. n. 534- 338.
28. n. 337. ftehn: Jac. und Wilh. Sherard, von de»
nen noch öfter die Rede feyn wird: - Hans Sloane:
Jak. Petiver: Jak. Newton ( Vf. des Compleat herbal.
Lond. 1752.): Tancred Robinfon, Arzt in London,
deffen Verzeichnifs in Wales gefam mieter Pflanzen
Banks befitzt, (Bibl. 3, i38.): und Wilh. Vernon,
der Maryland befucht hatte. Ray ift äufserft forg-
fältig in der Angabe der Synonyme und der Stand«
örter : weniger genau find feine Befchreibangen. Ei*
nige Pflanzen giebt er an, die man fpäter nicht wie-
der gefunden: als Echinophora fpinofa, die Lawfon
inLancafhire fand. Seine Alfine polygonoides tenui~
folia (p. 346.), dieDoody auf Hounslow Heath fand,
und die feitdem für Bufonia tenuifolia gehalten wor-
den, hat fich nicht wieder gefunden. Banks meint:
es könne Bupleurum tenuiffimum damit verwechfelt
worden feyn. (Engl. bor. i3i3.) Zuerft erfcbeinen
hier:
Aira praecox t. 22. f. 2. . . Fefiuca duriuscula
t. 19. f. 1. . . F. uniglumis 17. 2. . . Avena pui*
befcens 21. 2. . • A. pratenfis 21. 1, . . Galiam
anglicum u . . Sagina erecta i5. 4« • • Anthe-
ricum ferotinum 17. 1. . . Sedum auglicurn 12. 2.
Cerajtium femidecandrum i5. 1. ♦ , C.alpinwn i5.
2. . . Euphorbia ponlandjjca 24* 6*. • • Kanuneu*
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4$ Fünftes Buch» Zweytes Kapitel.
lus parvißorus 12. 1. . . Aftragalus kypogtyuis 12.
3. . % Trifolium Jtrimtum \ 3. 3. . . IV. orn'uhopo-
dioides 14. t. • . Tr. filiforme 14. 3. . , Pyre-
ihrum marUimum 7. 1. . . Orchis pyramidalis 18.
* . Equifetum limofum 5. 2. . . * palufere 5. 5.
. . Jfottes lacufiris id. 1 . t. 2. . . Splachnum owa-
/tim 3, 2. . . Conferva gelatinofa 2. 3. . . Fucus
plumofus 8. f. 5. . . F. amphibius Turn. 2. 6. . .
Geaßrum rufefcens 1.1.
Mit Rivinus und Tournefort fahrte er gelehrte
Streitigkeiten über die Vorzüge der verfchiedenen
Methoden. Jene hatten der Corolle einen Werth
gegeben, den Ray nicht anerkannte. Auf Rivinus
Sendfehreiben : de mechodo plantar um epijtola ad J.
/forum, folgte des letztem refponforia ad A. Q. Rivi-
num, welche beide in der fynopf. ftirp. brit. ed. 1.
abgedruckt, aber in der letzten Auflage weggelaffen
find. Ergreift hier vorzüglich Rivinus Eintheiiungs-
grund der Regel mäfsigkeit der Gorolle an, und zeigt
an dem Beyfptel des Echium, dafs eine Pflanze wohl
«ine unregelmäßige Corolle haben könne, ohne des-
wegen zu einer andern Familie zu gehören, als die
mit regelmäfsigen Corollen.
Ray's Methode ward auch von Cbriftoph Knaueh,
Stadtarzt in Halle, (geb. i638, f 1694,) angenom-
men.* Seine Enumeratio plantarum circa Halam fpon-
ie propenientium, Lipf. 1687. 8., enthält, nach Rays
Methode, die Pflanzen (der hallifchen Flor, besonders
der weltlichen Gegenden: denn den Often und Sü-
den fcheint er wenig hefneht zu haben. Manche
Pflanzen finden (ich auch nicht mehr an den Orten,
wo er fie angegeben: z. B. Ledum paluftre im Papen-
dorfer Holze bey Höhnftadt (p. 64.): Bupleurum
latifolinra ( p. 88. ) , wofür Leyffer B. rigidura genom-
men, ift nichts anders als B. faJcatum. BuJbocafta-
aum p. 84. ift gewiCs nicht in der hallifchen Flor.
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»
■
Verfuch*methodifdier Anordnung derGewächfe. 47
Sed um Gepaea p. 80. bat fich auch bey Raisdorf ver-
loren. Sein Tithy malus amygdaloides p. 5af, den
Leyffer als Euphorbia amygdaloides aufgeführt, ift
nichts anders als E. paluftris. Hypericum minus ere-
ctum p» 61., welches als H. pul er um in der Leyffer«
fchen Flor fteht^ ift wenigftens nicht dieCe Art. So
verhält es fich auch mit Orchis barhata foetida p. 72.
(Satyrium hircinum Ley ff. ) und Orchis rotunda Da-
lechampii p. 71. (Orchis gtobofa Leyff.)*
Auch Üünth. Chrift. Schelhammer , Prof. in
Helmftedt, dann in Jena, und endlich in Kiel, (geb.
1649, t 1716,) trat auf Rays Seite bey dem Streit
über die Vorzüge der neuern Methoden, indem er
noch die Eintheilung nach dem Gefammt- Eindruck
in Schutz nahm und die Bäume von den krautartigem
Pflanzen für wefentlich verfobieden angab.
In der That war Ray's Methode die einzige na»
türliche jener Zeit , weil fie nicht von einzelnen Cha-
rakteren, wenn auch der wefentlichften Theile, ans»
ging, fondern von dem äufsern Anfehn und von über-
«inftimmenden Merkmahlen aller Theile die Eintbei-
lungsgründe entlehnte. Aber weil alle feinere Un*
terfchiede dabey vernachläffigt wurden, und es über-
haupt an einem leitenden Princip fehlte; fo konnte
fie auf allgemeinen Beyfall um fo weniger Anfpruch
machen, je mehr durch Erfindung und Verbfefferung
künftlicher Syfteme die Erlernung der Wiffenfcbaft
erleichtert wurde.
Wie Cefalpini das erfte Fruchtfyftem fehuf ; fo
war Aug. Quirinus Rivinus, Prof. in Leipzig, (geb.
i652, f 17^5,) der erfte, welcher der Form der
Gorolie einen fo hohen Werth beylegte, dafs er
darauf ein zwar folgerechtes und die Forderung
der Vernunft befriedigendes, aber der Natur ganz
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48 Fünftel Bück' Zweytes Kapitel.
fremdes, Syftem gründete. Dies that er zuerft in
der: fntroductio generalis in rem herbariom, Lipf.
1690. fol. Es enthält diefe Abhandlung zuvörrferft
treffliche Grundfätze über die Benennung, die Cha-
raktere und Differenzen der Pflanzen. Rivinus (teilt
zuerft die richtige Regel auf, dafs der Name der ei-
nen Gattung nicht einer andern beigelegt werden
muffe, wie dies bisher immer gefchah, wo Alfine,
Saxifraga , After und fo viele andere Namen von den
verfchiedenften Gattungen gebraucht wurden* Die
Namen mflffen vom Vaterland, den Erfindern , der
Form und dem Gebrauch entlehnt werden. Wo die
Pflanzen in wefentlichen Theilen, befonders der
Blüthe und der Frucht, abweichen, da müffen fie als
eben fo viele Gattungen mit eigenen Namen belegt
werden« Auch über die Bildung der fpecififchen
Namen kommen treffliche Grundfätze vor, die Lin-
ne fpäterhin angenommen. Der Gattungsname m äf-
fe bey jeder Art wiederholt und der fpecififche als
Adjectiv zugefetzt werden. Diefe Namen müffen fo
kurz als möglich feyn, und dürfen nicht in Defini-
tionen ausarten.
Was die Eintheilung feines Syftems betrifft, fo
fchaffte Rivinus, nach Jungs Beyfpiel, die Abtheilung
der Pflanzen in Bäume, Sträucher und Kräuter ab,
und warf es dem Morifon vor, dafs er fchwankende
Regeln bey Aufteilung feiner Methode befolgt habe»
Er ging von dem Grundfatz aus, dafs die Blume
wichtiger als die Frucht fey: denn jene bezeichne die
Vollkommenheit der Pflanze , diefe diene zur Erhal-
tung der Art. Weil Ray der Frucht den Vorzug ge-
geben, fo feyn in feinem Syftem fo viel Anomalieen
geblieben, welche auf keinen Beyfall Anfpruch ma«
chen können. JJie Corolle betrachtet er nach ihren
Theilen, die er petala nennt, wenn fie nicht zufam-
menhangeo, laciniae aber, wenn ein Zufammenhang
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Verfache methodif eher Anordnung der Gewächfe. 49
da ift. Es kommt hauptfächlich bey feinem Syftem
auf den Begriff der Regelmälsigkeit an. Diefen ent* '
lehnt er nicht blofs von der gleichen Oröfse und Ge-
ftalt der Theile, fondern auch von dem Stande der
Befruchtungstheile in der Mitte der Corolle, ja fo-
gar von der Bildung des Kelches.
In dexnfelben Jahre folgte: Ordo plantarum 9
quae funt ßore monopetalo irregulari , worin Hie
Labiaten, Viticeen und Scrofularinen abgehandelt
werden. Er theilt Oberhaupt diefe Pflanzen, wie
fpä'f er auch Linne , in die Gymnofpermen undAngio»
fpermen. Indelfen macht er hier mehr Gattungen,
als nach feinen eigenen Grundfätzen Statt finden kön-
nen: fo unterfcheiHet er Salvia von Horminum.
Auch 6nd die Charaktere der Stachys , des Ciinopo-
dium > der Satureia und anderer nicht genau. 125
gute Abbildungen von Pflanzen, die bis dahin weni-
ger bekannt waren, wie von Salvia virgata, Lonice-
ra fempervirens, Teucrium campanulatum , Orienta-
le und Linaria chalepenfis erhöhen den Werth des
Werkes.
Dann folgte: Ordo plantarum* quae funt ßore
irregulari tetrapetalo* Lipf. 1691. fol. Hier find die
Leguminofen nicht nach der BlQthe, fondern nach
der Frucht beftimmt. Trifolium, Colutea und Cro-
talaria bekommen hier zuerft ihren richtigen Cha-
rakter. Aber Galega, Lötus, Laburnum, Pfeuda-
cacia, Phafeolus find fchlecht beftimmt. So find He-
dyfarum von Onobrychis, Spartium von Genifta,
Tragacantha von Aftragalus, Cracca von Vicia fefrr
weit entfernt. Vicia, Lathyrus, Pifnm und andere
unterfcheidet Rivinus, uneingedenk feiner eigenen
Grundfätze, mehr nach dem Sufsern Anfehn. 124
Kupfertafeln enthalten mehrere neue Arten: als Lu-
pinus anguftifolius, Hedyfarum flexuofum, Clitoria -
ternatea u. C. f.
Gtick.d. gottoik. a. B» 4
-
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5* Fünftel buch. Zweytes Kapitel,
■t • * *
Endlich erfchien: Ordo plantarum> quae fürt*
ßore irreguluri pentapetalo* Lipf. 1699. fol., mit i38
Kupfern, welche die Umbellaten enthalten. Darun-
ter bemerken wir kaum eine vorher nicht bekannte
Art. Noch hatte Rivinus auch die Pflanzen mit un-
regelmäfsigen fechsblättrigen Corollen , worunter die'
Orchideen, bearbeitet; allein diefe find nie heraus-
gekommen. Er hatte auf die Kupferplatten zu den'
erften drey Theilen noch Pflanzen Abbildungen
ftechen laffen, wovon lieh in meinem Exemplare auf
den nicht numerirten Tafeln folgende finden: tab. 2.
Valeriana flore exlguo. t. 6. Locufta minor, t. 29.
Brunella minor, t. 67. Horminum flore variegato.
t. 42- Serpillum montanum hirfutum. t. 67. Hedera
terreftris minor, t. 99. Veronica minima repens.
t. 100. Beccabunga minor. Bey andern Exemplaren
finden fich andere Zulätze. Noch wollte Rivinus ein
Tyrocinium botanicum, nach Art der Tournefort*-
fchen Inftitutionen herausgeben; aber es fehlte ihm
dazu theils an Gelde, theils befchäfftigte er fich in
den letzten Jahren feines Lebens mehr mit der Theo-
logie und Aftronomie, und leider kam fein Nachlafs
an folche Erben , die der Welt die Fortfetzung dos
grofsen Werkes vorenthielten. 1 " *
Die Streitigkeit zwifchen ihm und Ray haben
wir fchon berührt. Auch Ol. Rudbek der jüngere
trat als Widerlacher diefcs Syftems in der Disf. de
fundamentali plantarum notitia rite acquirenda, Aug.
Vind. 1Ö91. 12., auf. Zuerft bemerkt er, da($ fchon
Jung die Corollen in uniformes und difformes einge-
teilt habe, dafs aifo der Unterfchied der regelmä-
ssigen und unregelmäfsigen Corolle wenigftens nicht
neu fey. Dann fuchte er zu zeigen, dafs die Frucht
wichtiger fey,, als die BlQthe , wogegen freylich des
Rivinus Anhänger immer erwiedern konnten: die
Frucht fey in offenbar verfchiedenen Gattungen , ja
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Verflicht metbodifcber Anordnung der Gewächs. 51
fogar in verfchiedenen Familien (Rubiaceae und Um«
bellatae) im Wefen fliehen diefelbe. Auch tadelt Rud-
bek mit Hecht die, Benennungen der Pflanzen, die
auf Aehnlichkeften mit fchön bekannten b«ruhn;
daher er befonders die Pfeudo - Acacia , Pfeudo - Fu*
maria , den Pfeudo Dictamnus* das PJeudo-Marru*
bium des Rivinus nicht gelten 1 äffen will.
Später noch trat der nachmals berühmte Jo. Jak.,
Dillenius als Gegner des Rivinifchen Syftems auf,
(Catalog. plant, circa, Giffarn nafcentiutn* 1718. 8.)
Scharf wird hier die Uoftatthaftigkeit der regel- oder
unregelmäfsigen Eorm derCorolle, als Eintheildngs- ,
grund , gerügt: es wird befonders ausgefetzt , dafs in
jenem Syftem verwandte Pflanzen getrennt, und die
fremdartigften verbunden worden. Als darauf Ri-
vinus in der neuen Ausgabe feiner Introductio 1720.
8. geantwortet, fo gab Dillenius in dem Anhang zu
feinem catalogus, der 1719 Frcf. ad Moen. auf dem
Titel hat, ein Examen refponfionis Rivinianae, worin
die frühern Vorwürfe wiederholt werden. So hat-
ten freylich Dictamnus, Pyrola, Viola, Aefculus,
Pelargonium und Geranium mit den Dolden - Ge-
wäcbfen nichts gemein, als fünf Corollenblätter.
Unregelmäfsig wurde die Corolie diefer Pflanzen ge-
nannt, weil die Umbellaten zwey Piftille haben,
weil in den Geraniis africanis (Pelargonium) die
Unregelmäfsigkeit der Gorolle offenbar ift, in den
europäifchen aber, nach Rivinus Meinung, durch
die Saffmäler auf den Blättern angedeutet wird. Von
der Gattung Trifolium find einige Arten raonopeta-
lae , andere tetrapetalae. Dies alles giebt dem Dil-
lenius Gelegenheit zu Ausheilungen,
Mit diefem Syftem ftimmte das Tournefort'fche
in der Hauptfache überein, da es die Geftalt der Co-
4 *
1
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5* Fünftes Buch. Zwtytes Kapitel*
rolle als Norm annahm. Aber es war (ich erer be-
gründet, allgemeiner angewandt, und die Gruppen
und Gattungen waren nach feftern Principien auf«
geftel!t.
Der Stifter diefes Lehrgebäudes, Jofeph Pikton
deTournrfort* aus Aix in der Provence t656 gebo-
ren, war von feinem Vater dem geiftlichen Stand ge-
widmet. Allein das Beyfpiel feines Oheim?, der ein
gefchickter Arzt war, erfüllte ihn mit Vorliebe für
Arzney- und Naturkunde. Durch den Tod feine«
Vaters 1677 ward er in den Stand gefetzt, feiner
•Neigung zu folgen» Nachdem er die Provence, Hoch-
burgund und Savoyen durchfocht hatte, ging er nach
Montpellier, und von da nach Barcellona. Auf bei-
den hohen Schulen lebte er weniger in den Hörfalen
als in der freyen Natur. Die Pyrenäen, welche feit
Clufius Niemand befucht hatte, durchforfchte er mit
grofsen Aufopferungen und in einem Aufzuge, der
ihn, wegen feiner Aermliciikeit, gegen Beraubung
ßcher ftellte. Seine Baarfchaft verbarg er in fchwar-
zem Brot, welches er bey fich trug. Einmahl fiel
eine Hütte, in der er Schutz gefucht, ein, und er
lag zwey Stunden lang unter dem Schutt begraben.
1681 kehrte er nach Montpellier und von da nach
Aix zurück. Bald erhielt er durch* den Leibarzt Fa-
gon, einen eifrigen Beförderer der Botanik, einen
Ruf als Prof. der Botanik nach Paris, wo er i683
fein Amt antrat. Allein die Neigung zu Reifen er-
wachte bald mit neuer Stärke. Er durchzog Spanien
und Portugall, befuchte auch England und Holland,
wo ihm Hermann feine Stelle anbot. Er fchlug 6s
aus, und ward nach feiner Rückkehr zum Mitglied
der Akademie der Wiffenfc haften ernannt. 1696
ward er Doctor der Medicin, und 1700 erlangte er
von der Regierung die Erlaubnifs, Griechenland und
Kleinafieq zu befuchen, um vorzüglich dia Botanik
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■ *
♦
*
- ► 1
Verfuche raethodifcber Anordnung der Gewächfe. 53
der Alten aufzuklären. , Begleitet v.on dem deut-
fchen Arzte GundeJsheimer und von dem trefflichen
Pflanzen Maler Aubriet, ging er dahin ab, und
brachte nach zwey Jahren unter vielen andern Schä-
tzen des Morgenlandes» 1 556 neue Arten von Pflan-
zen zurück. Er ftarb 1708 an der Bruftwafferfucbt.
Sei» Syftem trug er zuerft in den Element de
hotanique> vol. 1 — 3. Paris 1694. 8. , dann in der
Ep. de optima methodo inßUuenda in re herbaria,
1697. 8», vor. Umftäncllich entwickelte er es in den
u nfter blichen : Inftuutiones rei herbariae t vol. \ —
3. Paris 1719., von denen die beiden letzten Bände
die Darftellungen der Gattungs - Charaktere , nach
feinem Syftem enthalten. Dies ift unftreitig im Grun-
de ein künftliches: denn dieGeftalt der Blumen liegt
dabey zum Grunde. Alle Gewächfe find entweder
apetalae f. ftamineaey oder petalodes. Die letz-
tern find entweder monopetalae oder polypetalae.
Diefe- Formen werden nun wieder, nicht nach der
Regelmäfsigkeit, fondern nach der Aehnlichkeit mit
gewiffen Hauptforrrien , abgetheilt. So ftellt er fol-
gende Klaffen auf:
1. Flores fimplioes monopetali campaniformes. .
2. — — — — — infundibuliformes.
3. — — — — — anomali. (Arum,
Ariftolochia , Bignonia.)
4- — — — — — labiati.
m 9
5. — — — polypetali cruciformes,
6. — — — — — rofacei.
7. — — — — — umbellati.
8. — — — — caryophyjlei.
9. — — — — ~ liliacei.
10. — — — — — — — ■■ papilionacei.
l». — — — * — anomal), {Delphi*
nium% Aconitum , Eumaria^ fiofa* Qrchides.)
12, — compofiti capitati.
♦
1
4 «
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54
Fünftel Buch. Zweytes Kapitel:
13. Flores compofiti femiflosculoG.
14. — — — radiati.
15. — apetali. (Gramina.)
16. Stirpes imperfectae. (Filkcs.)
17. Herbae et fuffrutice* fine flore et fructu. (Mu-
ßt, Fungi, Fuci, Zoophyta.)
18. Arhores et frutices, flore apetalo cum fructu
coniuncto. (Fraxinus , Buxus, Ttreobithus*)
ig, Arbores amentjceo flore.
20. Arbores monopetalae. (Laurus, TafminUm.)
ai. Arbores flore rofaceo. (F'uU9 Hedera.)
22. Arbores fiore papiJionaceo. (Cyufus, Ana*
gyris.)
Man ßeht fchon, dafs die letzten Klaffen durchaus
nicht künftlich, nicht einmahl natürlich, fondern
«völlig willkührlich find, da die Scheidung der
Bäume und Sträucher von den krautartigen Pflanzen
der Natur fowohl, als auch den Begriffen wirfer.
/pricht. So künftlich an fleh die Grundlage ift, fo
wenig bleibt doch Tournefort diefer Idee getreu.
Zwar theilt er die Klaffen wieder in befondere Grup-
pen, die fleh auf die Unterfchiede der wefentlichen
Theile beziehn. Die Labiaten, zum Beyfpiel , wer-
den nach der Geftalt der Oberlippe abgetheilt: bey
•inigen fehlt fie, bey andern ift fie helmartig, bey
noch andern löffeiförmig, oder endlich gerade auf-
recht Auch mehrere Gattungen werden von ein-
ander durch die Merkmahle wefentlicher Theile un-
terfchieden, und hierin verfährt Tournefort oft mit
befonders glücklichem Scbarffinn. So unterscheidet
er Murucuia fehr richtig von Pafflflora. So find fei*
»e Gattungen Rhagadiolus, Hedypnois, Zacyntha,
.Cirfium, Melilotus, Urofpermum , Glaucium u.a. m.
durch neuere Unterfuchungen beftätigt. Aber fehr
oft fieht er bey Unterfcheidung der Gattungen auf
Wurzeln, Stamm, Blätter und das ganze äufsere' An-
1
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Verfuche methodifcher Anordnung der Gewächfe« 55
f/ebo, wodurch fein Syftem den Vorzug eines künft*
liehen verliert. Xiphion z. B. und Iris find blofs
durch die Wurzel verfchieden : Cruciata von Gal-
lium blofs durch die Blatter. Bey den Scbmetter*
lingsblumen und Umbellaten bemerkt man befandet*
diefe Neigung, unwefentliche Dingein den Gattung^-
Charakter aufzunehmen. Die Gattungs - Charaktere
erläutert Tournefort durch 4$9 Abbildungen, von
denen manche durch keine fpätere übertröfFeix
werden.
Es ift nun* ganz klar, dafs diefes Syftem auf je-
den Fall zwar forgfältiger ausgearbeitet ift und all-
gemeinere Anwendung zuiafst, als das Rivinifche,
dafs es aber eben den Fehler hat» einen Theil ab
Grundlage anzunehmen, welcher weniger allgemein
ift, dafs dabey die huchft verfchiedenen Formen un-
ter gewifle Rubriken gebracht werden, welche bey
weitem nicht erfchöpfend find. Denn aufser den
monopetalis campaniformibus und infundibuliformi«
bus giebt es ja urceolatas, hypocrateriformes und fo
manche andere Formen , die hier keinen Platz finden«
Dabey wird bey den Unter- Abtheilungen keine
Rüokficht auf den Unterfchied der wefentlichen und
unwefentlichen Theile gemacht. Die Staubfäden,
aufweiche fchon Jung aufmerkfam gemacht, werden
ganz vernachläffigt: ja er hält die ßamina und aplces>
trotz dem, was Engländer und Deutfche fchon über
ihre Bedeutung gefagt, nur ftfr Ausfondefirng**
Werkzeuge. (Introduce. in rem herb. p. 68. 70.)
Dazu kommt nun, dafs die Ausführung feines
vSyftems grofse Mängel hat. Wenn zu den monope-
talis campaniformibus Tithymalus, Oxys und die
Malvaceen gezählt werden , fo widerfpricht dies der
Wahrheit und der Natur eben fo fehr, als wenn er
zu den polypetalis rofaceis den luncus, Aiparagua
und die Rivina rechnet. .
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56 Fünftes Buch. Zweytes Kapitel.
Unter den Gattungen werden die bekannten
Arten,* mit ganz kurzen Definitionen und noch kür-
zerer Angabe der Synonyme aufgeführt. Unter die-
len Arten find aber viele Abarten: denn damals hat-
te man noch keine feften Grundfätze über den Be-
griff einer Art.
Uebrigens hatte Tournefort die bekannten Ar»
^en durch Peine Reifen febr vermehrt. In dem CoroU
larium inftitutionum werden i356 Arten aufgeführt,
wozu Aubriet treffliche Zeichnungeo gearbeitet hat-
te. Da die Phrafen in den Corollarien fehr kurz
find, und oft unrecht angefahrt werden , fo erwarb
vfich Desfontaines ein grofses Verdienft durch die Be-
kanntmachung der noch nicht geftochenen Abbildun-
.gen. Es find folgende: Afphodelus creticus {anru
du muß 10. t. 11.)$ Ophrys mammofa (t. 12.), 0.
iricolor (t. i3.), 0. villofa{t. i4-)* 0- umbilicata und
.Ferrum e quin um (t.'i5.), 0. denßßora (t. 16.), Ari*
Jiolochia cretica (t. 18.), A. lutea (t. 19.), Daphne-
fericea (t, 20.), Phelipaea Tournefortii (t. 21.), Teu-
ctium mirrophyllum (t. 22.), Nepeta meliffaefolia (t.
23.) , Sideritis rofea (t. 24.) , Stachys betonicaefolia
(t. 25.) i Dracovephalum lamiifolium (t. 26.) > Hello*
t tropium villofum (t. 33.) , Bora ff 0 cretica (t. ZA, Stb-
tborp fl. graec. t. 176.), Cynoglojfum glaftifolium
(t. 35.) , C. ftamineum (t. 36.) , C. lanatum (t. 37.),
m Linaria grandißora ann. 11. t. 2.), L. corifolia (t.
3.) , Verbafcum beton iraefolium (t. 4-1 > Phyteuma
lanceolatum lt. 5 ), Campanula ptarmicifolia (t. 6.),
. Cajnp. paucißora (t. 7.), C. calaminthifolia (t, 12.),
C.ftricta (t. i3,), C purvißora Lam. (t. 14.), C. co-
-rymbofa (t. i5.), C. pelvif»rmis (t. 16.) , C. tubuloßt
Lam. (t. 17.)) C pentagona (t. 18.), Lac tue a cretica
(t. 19.)» Cnicus cynaroides (t. 20. Sibth. fl. graec. t.
828.), Tänacetum incanum (t. 21.), Anacyclus cre*
ticus (t. 22;), Inula conyzoides (t. n3.), Scetbiofa ar-
-
1
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Verflache methodifcher Anordnung der Gewächfe. $7
* «■ <
'gentea (t. 24- Sibtb. fl. graec. t. 108.); Sc micrantha
(t. ^5.) , Valer iana ßfymbriifolia (t. 28.) , Cachrys cre-
tica (t. 29.), Buniumferulaefolium(t.Zo.)i Ranun-
culus gYandißorus (t. 3 1 .) , Helleborut orientalis (t.
32. H. officinali.s Sibth. fJ. graec. t. 523.), Papaver
ßoribundum (t. 33.), Hefperis pinnatißda (t. 34.),
Alyffum denfißorum (t. 35.), A. famolifolium (t. 36,),
A. paniculatum (t. 37.) , Draba pontica (t. 38.) , TMa-
fpi cordatum (t. 39.), Hypericum eil ia tum (t. 41.),
Rata parvißora (t. 4^.), Cucubalus fpergulifoliut
(t. 4^0» Lychnis variegata (t. 44-)» Cotyledon parvi-
ßora (t. 4o. Sibth. fl. graec. t. 445.), Crajfula crena-
ta (t. 4^>.) , /y-w* parvißora (ann. 12. t. 4.), Af«»>i*
lus cretica (t. 5.), fanetus (t. 6.), hathyrus
purpureus (t. 7.) , Orobus laxißorus (t. 8.) , 0. cr*-
cews (t. 9.), Vicia variegata (t. 12.), Hedyfarum ra-
diafum (t. i3.), Euphorbia biglandulofa (t. i4)\ £•
denticulata (t. i5.), E valer ianaefolia (t. 16.), Jlrjo-
/?ia cretica (t. 17.). Von dielen hat Sibthorp nur
äufserft wenige. **Mks
Aufserdera hat man in Hiefem Corollarium noch
folgende Pflanzen wieder erkannt: p. 1. Convolvulus
fagittifolius Smith. (fJ. graec. t. 193.), C. lanatus
Vahl. (fJ. graec. t. 202.). p. 2. Euphorbia aleppica (iL
graec. t. 462.)* p. 3. Campanula heterophylla Sm. (fl.
graec. t. 208.), Phyteuma limonifoliumSm. (fl. graec.
* t. 218.). p. 4. Campanula collina und ruthenica MB.,
* PhytPuma amplexicaule (fl. graec. t. 219.), Galium
capillare Smith., G. coronatum Sm. (fl. graec. t. 125.
Valantia humifufa MB.), p. 5. Hyoscyamus orientalis
MB., Primula longifolia Curt., Afperula lutea Sm.
(fl. graec. t. lao ), A. tncana Sm. (fl. graec. t. 1 19.),
A nitida Sm. (fl. graec. t. is4*)f Ernodea montana
Sm. (fl. graec. t. i43.), Crucianella glomerata MB.
p.6. Valeriana macrophyllaMÜ., V. Cardaminet MB#I
Aachufa caefpitofa Sm. (fl. graec. t. 169.), Aach, fty-
5$ * Fünftel Buch. Zweytes Kapital*
iofa MBv, Aach parvißora W. (fl. grwc. r. 167.),
Aaclu rojka MB., Aach, lutea MB., Onofma erecta
(fj. grase, t. 173»), 0«. orientalis. p. 7. On. fericea
.MB. r -Äii -,/W/n/afa MB., Symphytum tauricumW . ,
Sftnphl afperrimum Mt, Plumbago lapathifoüa MB.,
;Lyfimacklmxm*galloides Sm. (fl. graec. t. 190.), Pero-
nica Amoena MBf p. 8, Verbafcum auriculatum Sm.
■(fik graea. t..2a5^)., i^. plicatum Sm. (fl. graec t. 226.),
,p. 9. Scrofularia bicqlor Sm. chrysanthemifolia Willd.,
Scr. rfeuuina MB.t Euphrafta glutinofa MB. p. 10.
Qrobancbc arenaria MB., Phlomis lunarifolia Sm.,
Üulvia. talycüta f (fl. graec. t. 16.), crafßfolia Sm.
{fhigraec. t. 26.) , 5, argentea (fl. graec. t. 27.). p.
wi n&ctiteflaria hirjta Sm. p. 16. Dentaria quinquefo-
iia MlB. p. 17. Pari* incompleta MB., Arenaria ho-
fa/ara MB. p. 18» Ceraßium macranthon Link. p.20.
. Ceunt coccineum Sm. p. 21. Potentilla Jpeciqfa Sm.
M/urca MB. , ^mwi aeaule Spr. , Tragium peregri-
num Spr. p. 22. Aßrantia heterophylla MB., Smjr-
m'um apiifolium W., Heracleum pyreaaicum Lam. ,
. Her. apfy nthifolium Vent. p. 23. Caucalis orientalis,
Sium graecum , Peucedanum nodofum , Ferula meoides,
Laferpuium aureum* Cachrys microcarpa MB., C.
a/ata MB., Seandix grandifiora MB., Eryngium rnuU
tißdum Sm. (fl. graec. t. 25g. ), £V. parvlßorum Sm.
u. f. f.
Von feiner Reife gab er einen vortrefflichen Be-
richt heraus : Relation ****** voyage duLevant, tom. 1 .
2. Amft. 1718. 4«t worin folgende neue Pflanzen ab«
gebildet find :
Marina perfica 2, 120. . • Borago orientalis
2, 10. . . Echium Orientale 2, 107. . • Campanu-
la Jaciiiuca 1, 99. . . C. heterophylla 2, i54- • •
' Vei bafcum pinna tißdum 1, 128. • . JP. Osbekii 2,
83. . . Ferula orientalis 2, 1 54* • • Laferpuium
fcrulaxum 2, 121. . . Vaccinium Arotoftaphylos
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Verfuche mothodifcher Anordnung der Gewächfe. 59
- >
2, 1)8. . . Daphne pontica 2, 83. • . Cehis Tour*
ripfortii 2, 170, . . Saxifraga Cymbalaria 2,
. . Cucubalus vifcofüs ib. . . Silene bupleuroides
2, i54« . . Calügonum Polygonoides 2, 147. . .
'Mefpilus tahacetifolia Smith. 2. 172, . . Papaver
"Orientale 2, 118. . . Origanum Tournefortii i, 9 f.
. Seit te Ilaria orientalis 2, 129. . . Rhinanthus
orten talis 2, »26. • . Dodartia orientalis 2, i45. . •
Tjepidium lyratum 2, 1 4 * - - . Aiyjfim veficarium
2, 109. . . Ä. lunarioldes i, 92. . . Cordylocar»
"pus laevißatus Willd. 1, 98. . . Hedy forum cornw
'*i/tt*"2, fo8. . . Aftragalus chrifdanus 2, 109. . .
Hypericum Orientale 2. 97. . . Scorzonera elongata
1, 8f>. V . Gundeüa Tourneforäi 2, 108. . . il/i-
fiolöchia hirta 1 , 1 47- v
Auch kommen In den Denkschriften der pari*
fer Akademie mehrere treffliebe Abhandlungen von
ibrii ^orr : befdnders hher die Gattung« - Charaktere
von Hydröeharis, Menifpermum, Ofteofpermüm ,
Polygal'a Chamaebuxus , Camforofma , Mesembrian»
thetaum, (mSm. de Vac. de Paris 9 17©5. p. 3io.)/c
über Myrica, Orpbanche, Clitoria, Vaiantia, Lava«
tera and Gloriofa (jne'm. 1706. p. io3.)i
Wenig Beyfal) erhielt das Syftent, welches Per.
Magnol, Prof. in Montpellier, (geb. i638, f 1715,)
bearbeitete« ' Er felbft gab bey» Lebzeiten einen Pro»
dromu* hiftörlae generalis plantar um y MonspeL
1689. 8., welcher gföfstentheils nach Ray's und Mo-
rifons Grundfätzen gearbeitet ift. Aber fein Sohn
Anlort, des Vaters Nachfolger, (f 1769,) gab den
. Novus character plantarumf Monsp. 1726. 8., heraus,
wo die Pflanzen alle nach dem Kelche abgetbeilt,
die Unterabteilungen aber von der Corolle ent-
lehot werden. Er dehnt den Begriff des Kelches
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6o ~ Fünftes Buch. . Zweytes Kapital.
JTo weh aus, dafs er jede Hülle des Saarnens darunter
begreift, daher denn kaum eine Pflanze ohne Kelch,
und idiefer häufig doppelt erfcheint. Der äuCsera
hängt in diefetn Falle nicht an der Frucht, und kann,
wie bey Polygonum , gefärbt feyn. Es giebt alfo
alrey allgemeine Klaffen : folche , die blofs einen
iufsern, folche, die blofs einen innern, und endlich
die, welche einen doppelten haben. Farrenkräu-
ter, Moofe und Algen fcheinen ihm blofs einen äu-
ssern Kelch zu. haben. Man Geht, wie willkührlich
jjierbey verfahren, und da fs das Ganze ein biofses
Spiel ift, welches nie auf BeyfaJl Anfpruch machen
konnte. * .
Von Macnol haben wir überdies ein Botanicon
mnnspallpnfey Lugd. 1676.8., und Hort us monspe-
UenfiSy Mooflp* < 690 8., worin von folgenden Pflta*
sen ziemlich rohe Abbilaungen vorkommen:
Schoenus nigricans bot. i4*>» • • Stipa iuncea
ib. 121. . . Lonicera pyrenaica hört. 209. . . Crafi
fula Magnol'd Oecand. bot. 257. 238. . . All tum
rofeum ib. 10. . . Saxifraga hirfuta hört. 87. . .
Cucubalus reßexus bot. 170. . . Arenaria larici-
folia hört. 11. . . Garidella Nigellaferum hört.
i43. . . Teuer ium lucidum ib. 5z. . . Lepidium %
nudicaule bot. 187. . , L. procumbens ib. i85. . •
Qnonis tridentata bort. 16. . • 0. crifpa ib. 17. • •
Aftragalus uralenfis bort. 27. . . M*dicago lacinia*
fa bot. 270. . . Conyza ficula bot. 76. . . Chrys*
ßuithemum graminifoliwn hört. 21. . • Chf. mons»
pelienje ib. . . Vffibefina alula hört fO. . . Xan~
thium fpinofum hört. 208. . . tolypodium leptophyl*
Ium ib. 5. . . Davallia canarienßs ib. 79, . * Lia*
kia Nofioc bot. 180.
- ■ «
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Fünftes Buch/ Drittes Kapitel. (i
-
Drittes Kapitel.
Reifen, wodurch die Pflanzen - Kenn t-
nifs gewonnen.
Grofsen und koftfpieligen Unternehmungen war
das Zeitalter des dreyfsig?ährigen Krieges nicht gon-
ftig. Indefs \*.urde America von Spaniern, Nieder-
ländern und Britten, Oftindien von Holländern un-
terfucht. Ja Linder und Infein, die his dahin ganz
unbekannt geblieben, als Japan, die Philippinen,
China, Madagafcar und fogar das bolarifche Spitz-
bergen öffneten ihre verborgenen Schätze den Pflan-
2enforfchern.
Von Spanfern, die America befnchten , find
zwey befonders zu erwähnen, Franz Hernandfz und
Barnabas Cobo. Beider Werke find nicht vollständig
auf uns gekommen. Von dem erftern wiffen wir
nur, dafs Philipp II. ihn nach Mexico fchickte, w.o;
er eine Menge Pflanzen fammelte und 1200 de* fei-
ben malen liefs. Er foll fieben Jahre ( 1 5^3 — 1600)
in der neuen Welt gelebt und einen Aufwand von
60,000 Ducaten gemacht haben. {Joß de Acofia na*
$ur. Ind. occid. hiß. 4» 29. in de Bry Americ. P. 1X.)%
Siebzehn Bände folcber Abbildungen und Betrei-
bungen brachte er zurück, die in der Efcurial'fchen
Bibliothek aufbewahrt wurden. Zwölf davon wur-
den ein Raub der Flammen : die übrigen fünf ent-
deckte'* nach anderthalb Jahrhunderten Joh. Bapt.
Muüoz, und Obertrug dem bekannten Ortega die
Herausgabe. (Cavan. anal, de cienc. nat. 20, ia5.)
Diefe ift aber nicht zu Stande gekommen. Dagegen
erfchien ein lateinifcher Auszug von Nardo Anton.
Recchi9 auf Koften des Franz *Ceß, Präfidenten der
accademia de* Jincei: Nova plantarum regni mexica*
ni hißoria. Rom. i65i» fol. Neben den ziemlich ro-
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6» Fünftes Buch. Drittes Kapitel.
hen Abbildungen ftehn die barbarifchen mexicaolr
fcben Namen; dazu kommen Noten von Recchi und
Terrenzi, durch welche aber die Beftimmung der
Pflanzen um nichts leichter wird. Was fich unter
diefen Umftanden herausbringen liefs, find folgende
Arten: 1 • ■
Salvia formofa io3. . . Piper geniculatum
126. . . Commelyna tuberofa 253. . . Ficus citri-
folla 81. 8a. . . Cyperus articu latus 33. . . Toi/r-
ne/ortia^bicolor 292. . . Convolvulus luoralis 256.
. . Lobelia acuminata 210... Mirabilis longißora
170. . . Cerbera Thevetia 443. . . Ckenopodium
Quinoa 26g. . . Lifianthus exaltatus 253. . .
Eryngium aquaticum 222. . . Rhus copallina 45.
. . Paullinia mexirana 289. . . Myroxylon pervi*
/er um 5i. . . Melafioma fragile 4*3» • • Copai-
fera officinalis 48. . • Bocconia frutefeens i58. . ,
Cactus Phyllanthus 3g2. 457« • • Ferrariß Pavonia
276. . . Chiroßemon platanoides 383. 45g. • .
Pajßßora perfoliata 3oi. . . Geranium carolinia-
num 293. , . Caroline a Infignis 68. . . Achania
mollis 117. . • Stevia punctata 36o. . . Gnapha-
lium domin genfe 202. . . Epidendrum bißdum
. . A'crides Hernandii 266. . . Arißolochia arbo-
refeens 4^ • . Cymbidium pulcheUum 283. . .
Hura crepitans 88. . , Liquidambar Styracißua 56.
. . Acalypha cufpidata 090. • • Schinus Molle
54- • • Acacia portoricenßs 58. . . Mimofa cor»
nlgera 86.
Barnabas Cobo* ein Jefuit, geb. 1570, ging
vi5g6 als Miffionar nach America, und verweilte zu-
erit auf den Antillen, dann in Mexico, am längften
aber in Peru, bis er nach 57 Jahren 1 653 in fein
Vaterland zurückkehrte. Er hinterliefs eine band-
fehnfdiebe Gefchichte der neuen Welt» wovon aber
nur der vierte Theil noch vorhanden ift . den Munoz
<m »
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*
Reifen, wodurch die Pflanzen . Kenntnifs gewonnen. ©J
in der kön. Bibliothek zu Sevilla entdeckte-' Ztba
Bücher follen die Natu rgefcbichte von Peru enthalt
ten. Cavanilles lobt die Treue und Genauigkeit der
Befchreibungen, und f Ohrt als Beyfpiele der Gut*
derfelben, die Beftimmung derTigridia Pavonia Juff.,
Pancratium AmancaesKer» und der Paffiflora quadran-
gularis an. .1
Die Hollander, nachdem fie das unerträgliche)
Joch der fpanifcben Tyranney abgefchötteit , griffe«
Ihre Unterdrücker in den entlege nften Colonieen an»
BraGlien > von Portugall bezwungen , war mit diefem
Staate zugleich unter fpanifche BotmaTsigkeit gekom-
men. Die Holländer richteten ihre Aufmerkfam-
keit auf diefes reiche Land: die 1621 errichtete wefti
indifche Handelsgefellfchaft fing- ihre Operationen
mit einem Seezug gegen Brafilien an. Jakob Willekens
eroberte 1624 San Salvador, die damalige' Haupt«
ftadt von BraGJien: i63o unterwarf Henri Lonk die
Provinz Pern am buco der holländifchen Republik»
Von cfiefer Zeit an dachte man in Amfterdam. nur an
die Bezwingung von ganz Brafilien : denn die Reich-
thümer, die man feit zehn Jahren von dort einge-
führt, waren unermefslich. Dies grofse Gefchäfft
ward dem tapfern Seehelden, dem Grafen Moritz
von Najfau - Siegen ,. anvertraut. Er kam 1667 ia
Brafilien an , und unterwarf, trotz des hartnäckigen
Widerftands der Portugiefen und Spanier, in den fol-
genden Jahren die braß Ii (eben Küstenländer von San
Salvador bis an die Mündung des Amazonen* Fl uffes
der holländifchen Herrfchaft. Erft durch die Revo*
lution, welche Johann von Braganza auf den portu?
giefifchen Thron brachte, (i640> durch -den Waf-
fenftillftand , den diefer mit den Holländern fchlofs*
und durch die Empörung der Portugiefen /in BraGlien
gegen die Holländer ging diefe herrliche Bef>tz«*g
verloren, (i653)l Graf Moritz war aber fchoa 1.641
■
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64 Fünftes Buch. Drittes Kapitel.
zurückgerufen, und (fand fpäterhin als brandenburg*-
fcher Statthalter den weftphälifchen Provinzen vor.
(t l^73') Au<? ton*« Seezug nach BrafiJien nahm
er Wilb. Pifo, einen holländischen Arzt und Natur-
forfcher, mit. Auch kam im folgenden Jahr Georg*
Marcgraf aus Liebftadt, (geb. 1610 , f i^44>) nac^
BrafiJien; beide machten es fich zum Gefchäfft , die
Natur* Gegenftände zu unterfuchen und zu beschrei-
ben. Marcgraf verliefs fr hon nach zwey Jahren Bra-
filien und ging nach Africa, wo er ftarb. Der Graf
Moritz hatte indefs Marcgrafs Künftler - Talente be-
nutzt, und vier Bände von 555 Oehlgemälden , die
brafilifche Pflanzen und Thiere darfteilten, zufara-
mengebracht. Diefe fchenkte er nach feiner Rück-
kehr dem KurfQrften von Brandenburg. Sie werden
in der kön. Bibliothek zu Berlin aufbewahrt, und
Mentze! benutzte fie in dem Lexicon polyglotten un-
ter dem Titel : Theatrum rerum braßlienfium. Auch
befchrieb fie Erndel in der Ep. de ßora iaponica ad
lo. Phil. Breynium, Dresd. 1716. 4. Noch ift eine
Sammlung ausgemalter Pflanzen - Abbildungen auf der
kön. Bibliothek, die ebenfalls Graf Moritz dem Kur-
fürften gefchenkt, und wo er eigenhändig deutfche
Namen hinzugefchrieben.
» * Pifo's und Marcgrafs Beobachtungen erfcli jenen
unter dem Titel: Hi/toria naturalis Brafiliae, ed. lo.
de Laet. LB. 1648. fol. Eine fpätere Ausgabe, mit
Bontii hift. nat. et med. Ind. or. vermehrt, führt den
Titel: G. Pifonis de Indiae utriusque re naturali et
medica. Amft. i658. fol. Die Abbildungen uod Be-
fchreibungeo find mangelhaft. Folgendes find die
wichtigften Pflanzen: ^
Canna anguftifolia 21 3. • • Cuftus fpicaeus
214. • • Thalia gcniculata 224. . . Piper cauda-
tum et peltatum VanJ. 197. . . P. rugojum Vahl.
21 6, . . Xjrris americana 238. . • Remirea muri*
■
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■ ■
Reifen, wodurch die Pflanzen - Kenntnilt gewonnen. 6$
itinä » Grämen xi*. ib. • • Cyperus Jurinamenfis-,
Gramen ni. ib. . ; Kyllinga odorata, Gramen i.
fc3i... DichromenäciluuäVM., Gramen xv. 258.
Rynchofporä aureaVM., Gramen V. 239. ... Sper-
fnacoc* lini/olia Vahl. 199. . . Scoparia du! eis 246.
1 . Dötftena brafillenfis 232. . * Callicocca Mutifii
Smith. 25 1. . * C. IpecäCUahha Brot. löi. M Phy-
falis pub+feens 22 3. * . Solanum paniculatum 181*
♦ . 5. bahamenfe 182. * . 5. mäeroeärpon 2io. . .
Schwenkfeldiä cinerea 184* • • Plumbago feandens
200. 4 1 ConVolvulus bfafilienfis 258. » . (J. Aftf»
choaranha 253. . . Genipa americänä Perf. l38. . *
Atropa arbotefeens 224* . . Gomphreha ttermicu*
laris 24.3. . . Hydroöotyle umbellata 260. . . Uro-
melia äcängä 293. . » Är. humilis 192* . •
bracteata 1944 . . dmyris ambroßaca 122. • . Pan£-
/mi<t pinnata l5o. . . Gomphia labotapita 166. 1 4
Perfoonla Guareoidei WiJId., lito 1. 169. « . C*\0S*
tongifiliquüi Paioriariba 1. i85. . . C. fericea, it.
ib. . . Guareä Trichilioidesi lito ix. 170. . . A[y*
tnenaea Courbaril 12 3. . 1 Sportdiät Mombin \3q. . *
Malpighia faginea 169. . . Portulacä halimoidest
Caapongo 11. 243. ^ • A pilofa, Iii. 244« * * Cra-
taevaTapta 140. * * rfidium arorhaiieum i5t. * *
Plinia croced 187. . 1 C actus Pitaiaia 4 Iamacaru !♦
1 88. . . C. flagttllfomis, 11. *8g. 4 * C. Äojeni;
tu. ib. * • C. curaffatiieus , iv. 190. * . C. irria«-
gulartSi V. ibi . 4 C. portulaeifolius , Vi. I91. « •
Lecythis parvißora i3?. . * /fcia duteis, Ianipaba
i38. 4 . Nymphaea ödoräta 2 19. * . Aubletia TU
bourboü 1234*. Annöna muricata 142. . 4 «lau*
lavia Camara i?J. 4 . Bignonia chtyfahiha 1 43. . «
ß. a/6tf9 1. 164. • • & orbiculata i65. 4 • tacatan»
da brafillenfis Jüff. , Ii. 1 65. . . Tanaeciurh laroba
173. . . Päjfißorafilätttentofti, Murucuia 1. 247. 4 *
P. incarnat«, 111, ib. . . P. üngufitfolla, tv. ib. . 4
Gefch. d. ßounik. a. ß. 5
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66 Fünftes Buch. Drittes Kapitel;
JP. maliformis, v. 248. . . Melochia pyramidata stza*
. Hibi/cus cannabinus 2 1 1 1 . • //. efculentus 210.
.. f Gußavia augufia 172. . . Gojfypium vuifolium
186. ... Arackis hypogaea 256. . . Geoffrata fpir
nofa 174. • . Dolichos urens 3o7. . . Hedy forum
fupinum 201. . V Indigofera enneaphylla 198. . .
Hypericum baeeifer um 124. . . ßaccharU brafiliana
176. . . Eupatorium ivaefolium 217. * . is. ewio- ,
ratum 218. . . Arißolochia ririgens 260. . . tfrum
lingulatum, Aoioga 11. 220. • • Caladium arbo-
. rejeens, 1. 2 20. . . C. bicolor 207- • • C. efculenr
zum 206. . . Amarant us viridis 24 . • latropha
lanipha 179. . . Urtica baeeifera 235* . . Cucu-
mis anguinus 262. . . C. Anguriä 263. . . Dio-
fcorea fativa 255. • . Canarium decumanum • Pin*
«lovä 125. . . tdeuala fpinofa 126. . . Smüax
Sarfaparila 258. Mimofa afperata, Caaco 11.
£o3. . . Carica fpinofa 160. . . Morus tinetoria
i63. . • Feuillea cordifolia 25$. . . Cecropia pai-
mata 147. • . Ciffampelos Caapeba 2G1.
-
• ... ...
Gegen Ende des Jahrhunderts ward auch ein
Tbeil von Nordamerika bekannter. Die Engländer,
Job. Banifter und Wilh. Vernon, und ein Deutfcher,
X)av. Krieg, gingen-nach Virginien, wo Lord Dela-
ware eine Kolonie angelegt und Wilh. ßerkley unter
Karl I. aus England Königlich Oefinnte angesogen hat-
»te. Banifter, der die chriftl ich e Religion in America
auszubreiten fachte* fammefte eine Menge Pflanzen,
deren Verzeichniffe Job. Ray {hiß. plant. 2- p. 1928*)
^und Jac.Petivef (memoirs for the curiqus, p. 227.)
liefern, fer fand feinen Tod durch einen Sturz von
einem Felfen, und feine P/ianzenfammlung kam an
Sloane. . Einige Briefe von ihm an Lifter ftehn in
Phil, transact, loLjj. b. 198., Yernon un<LK*ieg
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Reifen, wodurch die Pflanzen • Kenntnifs gewonnen. 6j>
theilten ihre Entdeckungen SJoane, Ray und Dale
mit, haben aber nichts fchriftliches hinterlatfen.
—
Die Ausbreitung der boliandifchen tterrfchaffc
in Oftindien veranlafste mehrere Freunde der Natur,
jene Beßtzungen zu durchforfcben. Jac. Bontiui>
holländischer Schiffsarzt, der mehrere Jahre als Arzt
in Batavia gelebt, und Aber die herrfchenden Krank«
heiten in Oftindien Beobachtungen angeheilt hatte,
{de medicina lndorumy mit Profp. Aipini de medi-
cina Aegyptiorum, LB. 1718. 4-)> hinterliefs Be-
merkungen über Garcias ab Orto und über Pflanzen
und Thiere der lnfel Java. Diefe gab Wilh. Pifd
nach Bontius Tode mit feiner eigenen Naturgefchich-
te von Braiilien heraus. Es kommen hier manche
erdichtete Abbildungen, z.B. von der Ninfi- Wur-
zel, aber auch folgende neue vor:
Iufticia Betonica 146» • • t Piper Siriboa 91. . •
Morinda cicrifolia 97. . . Achyranthes profirata
i5o. . . Calamus Rotarig cum fructibus 188. . .
Cotyledon laciniäta 1 02. . . /Legte Marmetos 98. . ♦
Averrhoä Cafambola I02. . . A, Bilimbi i35. . .
Man gif er a indica g5. . . Thea viridis 87. . . Ml*
chelia Tfampdca 1 . . Theobroma Cacao 1 98. . .
Hibifcub Rofafinert/is . . Lodoicea fechetlenßs
Labillard. 21 3.
Mich. Bojm, ein Jefult und MifHonar in Chi-
na, hinterliefs eine ßora finenßs, Vindob. l636«
£t)L, die man auch in Thevenöt's Sammlung wie-
der findet. Es find fchlecnte Kupfer und mangel-
hafte Beschreibungen: erdichtet ift die Abbildung
der Rhabarber. ' Man findet viel bekannte, aber
auch einige neue Pflanzen, als Artocarpus incifay
Dario zibethinus und Dimocarpus Litchi.
Andr. Cleysr, aus Gaffel, Arzt der ofündi leben
Compagnie, der Cltiriä und Japan gefehn hatte,
■ 4 .
68 Fünfte* Büch, Drittes Kapitel« '
* * *
machte , aufser Briefen in M. B. Valentin] bfftor. firti*
plicium, p. 377. f. , Beobachtungen Ober japanifcho
Pflanzen in den Ephemer, nat. cur. mit ziemlich gu-
ten Abbildungen bekannt. Hier bemerkt man fol-
gende:
Amomum Mioga , Iaraiunka dec. 3. a. 3. o. 120.
. . Liguftrum iaponlcum, Daniwathas dec. 3. a. 2.
o. r8o. ... Ficus Itabiiy dec. 2. a. 10. o. 36. f. 10.
. . Bladhia iaponica, Fanadatfibana dec. 3. a. 5. 6.
o. 3. . . BL crifpa, Iamaran dec. 3. a. 2. o. 179. . ♦
Cajnpanula glauca* Kako dec. 3. a. 3. o. 119. . .
Evonymus pungens, dec. 3. a. 5. 6. o. 2.Gommy. . ♦
E. iaponicus, Mehaby dec. 3« *. a. o. 182. . . E*
Tobira, dec. 2. a. 9. o. 77. f. 22. . . Qardenia ßo-
rida% ib. f. 2t. . . Car'iJJa edulis , dec. 2. a. 7. o.
73. f. 29. . • Vinca rofea, ib. o. 72. f. 27. . . "Fi-
tis iaponica , ib. o. 7 1 . f. 25. . • Pontedera vagina-
lis dec. 2, a. 5. 6. o. 53. f. 3g. . . Scilla iaponica
ib. o. 5ü. . . Lilium iaponicum dec. 2. a. 8. o.
19t. f. 53. . • L. fuperbum ib. f. 54* • • Z~ pom*
ponium dec. 2. a. 9. o. 76. f. 20. • • Örontium ia-
ponicum ib. o. 75. f. 18. . . Hoiittuynia cot data
dec. 2. H. 8. o. 189. f. 5 1. 52. . . Alifma cordi/olia
dec. 2. a. 6. o. 53. f. 40. . V Tomex iaponica ib. o.
54« f« 42» • • Eurya iaponica dec. 2. a. 8. o. 192»
. f. 56. . . Lagerferömia indica dec. 3. a. 5. 6. o. 2. . ,
Apactis iaponica dec. 2. a. 7. o. 70. f. a3. . . CameU
lia Safanqua dec. 3. a. 2. o. 180. . . Fumaria ra~
cemo/a dec. 3. a. 3. o. 120. . . Cineraria iaponica
dec. 2. a. 9. o. 76. . . Cymbidium enfifolium dec,
3. a. 10. o. 38. . . Cycas circinalis dec. 3.a. 3. o.
118. . . Arum ringens dec. 2. a. 9. o. 75. . .
Broußbnetia papyrifera dec. 2. a. 6. o. 54« f. 4l- • •
Ralania quinata der. 2. a. 7. o. 71. . . MerUnßa
dichotoma Sw. ib. o. 73. f. 3o.
» * v
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Reifen, wodurch tli# Pfieneen - Keantnift gewonnen. 69
Auch hatte CJeyer zwey Bände von Pflanzet*»
Abbildungen , die in Japan felbft gemalt waren , dorf
gekauft. Das eine Exemplar* welches 739 Abbil-
dungen enthält, hatte er an MentzeJ, das andere an
Jac. Breyn gefchickt. Jene« ift noch auf der kön.
Bibliothek in Berlin. Cbrift. Henr. Erndel handelt
davon in der ep. de flqre iaponica ad Io. Phil. Brey*
nium, Dresd, 1716. 4.
Herrn. Nico], Grimm aus Gotland (geb. 1641,
i 1711,) fpäter Arzf in Stockholm , hatte auch Oft*
indien befucht, und fchicku an die Akad der
Naturforscher, Befchreibungen und Zeichnungen
mehrerer indifcher Gewächfe, als der Nepenthes
deftiliatoria, (8ph nai. cur. deo. 2. ano, 1. ohf. i46.)f
des ConvolvqJus obfcurus, deffen Wurzel ftatt der
£arfaparile gebraucht wird, (d^f. dec. 2. ann. 3. obf,
206.), und der Diofcore* fativa, (daf. obf. 2ii.).c ^
Vom Jahr 1676 bis 17q3 erfchien mit könlgU*
chem Aufwand zum grofsen Nutzen der Wiffenfchaft
ein herrliches Werk: Hqrtuit malol?aricus% Heinrich
Adrian van Rheede tot Orakenfteen , Statthalter von
Malabar und einer dar Herren von der oftindifcheu
Gefe lifehaft , veranftaltete dies Werk, Die von den
Brachma,nen gefam mieten» mit raalayifchen , brach«
mamfchen und arabifchen Namen, bezeichneten und
milabarifch beschriebenen Pflanzen lieft er von ei«
nem C. rmeiiter- Miffionar , P. Mattel di S. Giufeppe
aus Neapel zeichnen : die malabarifchen Befchreibun-
gen wurden von einem Dollmetfcher, €rnapuel Car-
neiro, ins Portugiefifche und yon Hermann von Do«
nep ins Lateinifche uberfetrt, Der Miffionar zu Co-
ehin Joh. Cafearius brachte das Ganze in Ordnung, %
und in Amfterdam befchäfftigten fich Arn. Sy*n9 Job.
Commelyn, Theod, JanJJfar von Almeloveen, Joh.
1
7o ' Fünftel Buch. Drittes Kapitel,
Munniks und Abr. Pool mit der Herausgabe. Sieben*
hundert Pflanzen find, ohne wesentliche Tfieile» li
zwölf Folianten gut genug abgebildet. Eioe neue
Ausgabe fing Joh. Hill 1774 an , indem er alles nach
dem Linne' (eben Svftem ordnete; aber es ift keine
Fortfetzung erfchienen.
Es ift fchwer, den gröfsten Theil 'der Pflantett
mit Sicherheit zu beftimmen: doch find folgende
die gewiffeften:
Alßinia Allughas Rofc. tqm. 11. tatb. 1 4- • •
Amomum repens Sonnef. ib. t. 4« 5. . . Coftus fpe~
ciofus ib. {. 8. . . Kämpfer a rotunda ib. t. 9. . . X.
ovata te 10. . . Curcuma Zeioäria Rofc. t. 7. . .
Phrynium capltatum ib. t. 34« • • Iafminum artgu-
ftifolium tom. 6. tab. 53. . . Qratiola trifida 12. 36.
J . <7r. rqiundifolia g. 5y: . . lufticia Ecbolium 2.
20. . . I. echioides^. 46- • • 6- 6q. . i
I. paniculata 9. 56. . . /. Gendarufja ib. 42- • ■
J. nafuta ib» 69. • . /• infundibuliformis ib. 62. . •
tjtricularia caerulea ib. 70. . . Piper Ämälago 7. 16.
r . P. Iqngum 7. 14. . . Rößala vertfcUlaris 9. 81.
. * Rumphia amboinenfis 4. 11. . . Moraea cA£-
neit/t; 1 1. 37. . V Ficiil venöja 3. 64. • • F.fepticn
3. 5g. . . F. j(mpe\os Lam. ib. 60. . . F< Benia-
mina 1. 26. . . F. hen galenfit Ib. 28. . . F; race«
räq/a ib. 25. . . F. coconeaefolia 3. 57. . . F. ni*
tida ib. 55. . . F. teejs/jfc ib. 58. . . F. *«<iic«r ib.
63. . . F. rufefeens ib. 62. . . Xyrw indica 9. 71.
. . Schoenus nemorum 12. 58. ,. . Scirpus •arsicu*
taims 12. 71. V . Sc. fquarrofus 12. 38. . ; 5c. or-
genteus 12. 54- . . typet** caneftens ib. 42* •
Marifcus umbellatus V ah 1. ib. 63. . . kyllin &u mo-
n&cephala ib. 53. . . JK. trieeps ib. £2. . . Pe rotes
lafifoUa ib. 62. • • Cynosurus indicus ib. 69.' . .
Fefiuca indica Ib. 45. . . Ifchaemum muficum ib. 49*
>. Spinifix fquarrofus ib. 75 - - f rw***» >
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- I »
Reifen« wodurch die Pflanzen ■ Kenntnis gewonnen. 71
? * *
taceum ib. 88. . . Hedfotis rcpemof* 1 o . 25. . \
H. Auricularia 10. 32. , . H. herbacea ib. 35. . «
Ixora coccinea 2. i3. . .. /. a/Aa ib. 1.4. . • Ciffps
latifolia 7. 11. . t C. carnofa 7. 9. .. . C. pedata
7. 10... Monetia diacantha 5. 37. . . Polfo*
fcandens 7. 4o. . . Plumbago zeylanioa io. 8. . .
P/. ro/«a ib. 9. . • Conyolvulus Medium 1 1 . 55. . .
C. tridentatus ib. 65. . . C. maximus ib. 53. • .
C. maiabaricus ib. 5i. • . C. grandißorus ib. 5o. . .
C paniculatus ib. 49* • • £ repens ib. 52. . . C,
lprae ib. 57. . . Ipomoea campanulata ib. 56,
• . Sphenaclea zeylanica ib. 24. • • Nauclea orien*
*a/i* 3. 33. , . Pfychotria herbacea 10. 21. . . Mt^
faenda frondofa 2. t8. . . Phyfalis ßexuofa 4. 55. , ,
P/u minima 10. 71. . . Teetona grandis 4* 27. . .
Zizyphus liduba 4. 4l • • • W alker a Jer rata 5. 48. . »
i^lo/a enneafperma 9. 60. • • Imputiert* latifolia ib,
48. . . /. fafciculata ib. 47» 4ö» • • mdica
7. 6t. . . Afhyranthes a/pera 10. 78. . . Deßnoi
chaeta ätrapurpurea Decaad. ib. 5g. . Celofia ar-
gentea ib.. 39. . . Illecebrum lanatum ib. 29. . • ,
Lfeffde ib. 9. . . Webera corymbofa 2. 2$, . « IT,,
tetrandra 5. 37. . . tfwiea parvißora 9. 35. . . Afo-
rium adorum 9. 1. 2. . . iVf antidysentericum t,
4^. - • iV. coronarium 2, 54* • • Echites coßata
9. i4* • • Tabernaemontana alter nifolia 1. 43. • <.
Holoßemma R. Br. 9. 7. . . Afclepias alexicaca 9.
i3. . . Cerapegia Candelabrum ib. 16. , . Crom*
phrena Ufpida ib. 72, . . Hydrolea zeylanica 10,
»8. . . Hydrpcotyle afiatica ib. 46. . * Bafella ru-
bra 7. 24. . - Evolpulus alßnoides 1 1 . 74* . . Gra-
tia chinenfis 2. 26. . . Drqfira indica 10. 20. . .
Tradefcantia malabarica 9. 63. . , T*. axillaris 10.
i3. . . Amazyllis, latifolia 11. 39. . . Coryph*
umbraculifera 3. 1. . . Achras iisfecSa 4- 2 5. . .
Lorantbus longißorus 1 a» 4* • • £• eloftkus. ib. 3t
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7$ ftftuftes Buch* Drittes Kapitel -
LJonioeroides 7. 29. . , Flagellarld indica ib. 53. - *
Damajonium Uuücum 1 1. 46. • . Ionefia pinnata 5*
§9. . . Mimi4$ops Elengi 1. 20. . . Jmj/ir Pro*
lium 7, 23. • . C*/#i* or Mentalis 4* 4o. • t Lax/o*
: niä pur pur** 4, 57« ? . l»fpinofa 1. 4o- . • Daphne
polyf$achya 7. 2. . . D. mono ft ach) a ib. 4- • •
lygonum barbaium 12. 77. t . Sapindus laurifolius
4, 19. . . Gaffyta fiüformis 7. 44« • » Bauhinia
fcandens 8. 29. , . & purpurers \ . 33. • . B. acu*
minata ib. 04. . . B. comentofa ib. 35. . . Co/^a
arborefcens 6\ 9. 10. . . Cnefalpinia mimofoides ib.
8. . . Guilandina Bonduccetta 2. 22. . , Qu. panU
culata 6. 1 9. t . Gm, axillaris 6. 20. . . Cynome*
$ra ramißora 4 3i. . . Aaenanihera pavonina 6. i4*
. . Tcrminaliq Catappa 4. 5. . , 'tieriseria litora»
Iis 6. 21. . . Limonia acidijpma 4« *4. - -
*a repens 2, 5i. , . /. fuffruticofa ib. 49* • • Afc-
la ftoma Malabathrum 4* 42* • • , ' Bergia verticillata
9. 78. . . 0x«/i* fenfuiva, 9. 19. . . Bruguier*
gymnorrhiZa l>*m. 6. 3*. . , Rhizophora Candel ib.
25. . . /ty cyllndrica ib. 53. . . Garcinia mala*
barica 3. 4 > • • • Crataeva rellgiofa 3. 42* • •
cu/ia Balanghas 1. 49* • . Aponogeton monoftachyos
1 1 . 1 5. . . Eugenia malaccenßs i . 1 8, . . E.
mofa 4. 6. . . £. acutatigula ib. 7. . . £.
Ao/a Lim. 5. 27. . . f. parvijlora 5, 19. . . Ca»
lyptranthes caryophyUifolia 5. 29. • • Capparis R**
ducca 6. 67. . . Calophyllum Inophyllum 4* 38. . .
C Gi/a*« ib. 39. . . Gr*j*ia orientalis 5. 46. • .
Microcos paniculata 1 . 56. . . Elaeocarpus ferratus
4« 24. . . 2*< copalliferus Retz. ib. l5, . .
giam decapeialum 4. 17. . • A hexapelalum ib. 26.
. . Lager ftrömia Regimae ib. 20. ; . L. tor/itm ib.
22. . . Tetracerä farmentofa 7. 54. . . Dillenia
fpeciofa 3. 38. . . U varia zeylanica 2. 9. . . ^4a~
ao/mi fauämofa 3. 29. . . ,4. reticulala ib. 3o.
V
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^^ClXoO) ^^odurcll dl© PflAXHCö IQcDAtDlfs ^0^ft^OHDCD. 7 3|
Nepeta malabarica 10. 93. . . N. madagafca-
renfis n. a5. . • Lavandula carnofa ia. 90. , t
foreniti afiatica 9. 53. . • Bignonia fpathacea 6. 29,
• „ JB. eMonoidss 6. 26. . . B. indica 1. 43. . .
B. longi/olia 1. 44. . . Aeglnetia indica Roxb. u,
47. . . 4chimenes ßf*moid»s 9. 87. . . Rueili*
ringen* 9. 64* • . Barleria frionUU ib. 4** &
buxifolia 2. 47. . . Volkamera inermis 5. 49» •
Chrpdendron infartunaium %. u5. . . fQiw *rgfo/ia
ib. 10. . f Avl.ennia tomentofa 4* 45. . . . 4c<w*»
/ähj Uicifolius 2. 48« • • Pedaltum Murex 10, 72. . •
Cleome monophylla 9. 34, , . Melochia cprchodfo*
üa 9. 73. . . Connarus pinnatu* 6. 24. . . Hi/#o-
oia Myhmx 2. 19. . . Bombax hepiaphyllum 3. 52.
• • Sida acuta 10, 53. • • & populifolia 6. 45* • •
Hibifcus pupulneu* 1 . 29. . t JFf. liliaceut ib. 3o. •
Ä. furattenfis 6. 44, . H. vUifothts ib, 46. . ,
Afc/ua /*/re» 3. 53. . ? DaJbergla arborea 6, 3. . .
D. Lanc+olari* ib. 22. . . Ery ihr Ina indica ib. 7. . ,
Buten frondoja ib. 16. 17. . . Crotalaria iuncea 9«
26. • • Cr« verrucofm ib. 29. • • Cr. quinque/olim
ib. 28. . . ßq/icÄo* glndiatus 8. 44- . . J>. rofw*.
A/o/ii/* ib. 43. . . D. prurlen* ib. 35. , . i>. Ca*
fiaag' 5. 4>* * • Cytifus Caian 6. v3. . , Corotulla
grandißora 1 . 5.1 . • , C at uleato 6. 27. • ♦ Aejrfiyi
nomene indica g. 18. • • 4*» pumila 9. 2t. • • W*»
4/aram ^jUmü ib. 8a. . . Indigofer* glabra ib.
67. . . £ hedy/aroides ib. 36, . , Peronfca antheU
minthica 2. 24* • • Lavenia erectq 10. 63. . . Ca*
calia fonchifolia ib. 68. . • Artemifia fndica ib. 45.
. . Chrysanthemum indicum ib. 44. . . Pcrbefina
bißora ib. 4o. . . V. cqlendulacea ib. 4*. . . £7e*
phantopus fcaber ib. 7. . . Sphaeranthut indicus ib.
43. . , Malaxis Rhsedii 12. 27. • • Cymbid'wm
aloefolium ib. 8. . . C. ovatum ib. 7. . . C. tenui*
folium ib. 5. . . AVrides retujum ib. i. , t < ^ri/io-
f4 *önfcet .Büch. Drittes Kapitel.
lochia indica 8. 25. . . Anocarpus pubtfcms 5. 3a„
Scleriä lithofperma 12. 4&* • • Tragia involu*
er ata 2. 3g. . . Tr. Merourialis 10. 82. . . Tr.
Chamaelea 2. 34. . . Clcca dijticha 3. 47. . . Böhr
mera interrupta 2. 4o. . . Urtica heeerophylla ib.
4i. . . Irf{jff« foeiida 8. 7. . r Elaie fyiveßrit 3.
22. . . Sagtitaria obtuftfolia 1 1 . 45« • • Arurn di*
varicaäum ib. 20. . . Caladium ovatum ib. a3. . .
C. nympha*atfoTwm ib. 22. . . Acalypha induja 10.
8 t. . . Croton variegatus 6.61. . .Cr. cocciaeus
5.22. . . Phyllantkus D/iruri 10. i5. * . Triehos*
antlws cueumerina 8. i5. • . TV. caudata ib. 16. . ,
Tr. riervifolia ib. 17. . . Momordioa Charantia ib.
9. . . AI murhata ib. 10. . . <Pandanus odorati/fir
mus 2. 1; . . Stilago Bunins 4- 56. . • Antidefrna
fylveßre 5. 26. . . Zanonia indica 8. 49. . • Dio-
Jcßrea pentaphylla 7. 35. . * IX triphylla ib. 33. . .
D. aculeata ib. «7. . . *!>. a/ata ib. 58. . , IX £1//-
*i/*ra ib. 30. . . D. /a*h>a ib. 5i. • . Bwmwnea
menifperm oides W. ib. 3. . . Barajfus ßabelliformis
1. 9. iq. . . Menifpermum cordifolium y. 21. . .
M pekaium ib. 49* • • AI orbiculatum 1 1. 62* . .
FlacaurtU ßplaria 5. 3g. . . MyrifiUsa tomentofa
4* 5» . / #ri£a bigemina 6. 12. . . Mimofa Enta-
da 9. 7. . Dejmanthus natans 9. 2p. . . Acacia
fcandensH. ^. . • A. Intfta 6. 4« • • Acroßichum
heterophyüürh 12. 29. . . Botypodium acroßichoidex
ib. 47. . . Afplenium ambiguum ib. i5. . . Qnoclea
jeandens Sw. ib. 35. • . Lygodium pinnatifidum ib.
35. . • L. ßexuofum ib. 5s. . . Lycopodium Phle-
gmaria ib. *4.
I>a wir Faul Hermann« Sammlungen fchon ge«>
dacht haben, fo können wir zu Georg Eberh. Rumphius
flbergehn. Diefer, tu Hanau 1607 geboren, hatte
fich dem Handelsftande gewidmet, aber dabey fo
mannigfaltige' Kenntnifle erworben, dafs er nicht
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»
Keifen, wodurch die Pflanzen • Ken tunifs gewonnen/ 7 5
* ■ - ■ • » • • •
blofs Unterftattbalter von Amboina und Mitglied den
oftindifchen Raths - Verfammlimg wurde, fondern
durch feine Bemühungen die Kenntnifs der Natur un-
gemein erweitern konnte. Er benutzte feinen Auf*
enthalt in Oftlndien hauptfächlich zur Unterfuchung
der Natur- Gegen ftände, die er Anfangs felbft zeich-
nete und befchrieb. Aber in fpatern Jahren vom •
grauen Staar betroffen, wurden ihm, auf fein Gefurh,
von der Handels - Gefell fchaft junge Leute zugeord-
net, die neue Zeichnungen anfertigten, feine Be-
fchreibungen ins Holländifche überfetzten und das
Ganzein Ordnung brachten. Mehrere feiner Hand-
fchriften, befonders feine Gefchichte der Gewürze
in zwölf Büchern , gingen im Schiffbruch, feine ge-
trockneten Pflanzen durch eine Feuersbrunft, ver*
loren. (Hotton. fern*, de rei herb» hiß. p. 38.)
Das Herbarium amboinenfe war fchon 1690 fer-
tig; aber erft 1 740 fing Joh. Burmann an, es der «e-
ftalt zu bearbeiten, dafs er die Figuren in Kupfer
frechen, den Text lateinifch und holländifch abdru-
cken liefs, und Noten dazu gab» Auch fügte er am
Ende des letzten Theils noch ein Regifter der Linne-
fchen Namen hinzu. So erfchien das Ganze in Gehen
Bänden zu Amfterdam 1741 — 1751. fol. Zum er-
ften Mahl find hier ungefähr folgende Pflanzen be-
fchrieben und abgebildet:
Amomwn echinatum tom. 6. t. 61. f. i. • • A.
villofum ib. f. 2. . . Kämpfern pandurata Roxb. 5.
69. . . Maranta Tonchat 4« 7« • • Alpinia Galan*
ga Rofc. 5. 63. . . A. vialacenfis Piofc. 5. 71. f. 1.
Curanga amara 5. 170. . . lußicia hivalvis 6. 22. . ,
Piper fylveßre 5. 28. . . JP. diffufum ib. 1 1 9. .
P» Jubpeltatum ö. 5f). . . Sciipus pplytrichaides 6.
7. f. 1. . . Panicum.polyßachyon ib. f. 2. . . P>
culonum ib. t. 5. f. 3. . . Anthefteria arguens VV,
6. 6. f. 1. . ^ Andropogon acicularis ib. t. 5. f. 1. . .
* I »
. ■
3> ■
-
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■
76 Fünftes Bück Dritte« Kapitel,
jrf. caricofus t. 7. f. 2. A. . . Ci#ux cremt* 5, 1 6fft
f. 2. • . Fagara triphylia 2. 62. . . Q\denlandia\
verticillata 6. 10. . . Pothos pinnata 5. i#3. f. 2.
• . Tournefortia argen tea 4« 55. • . Menyantke*
indica 6. 72. f. 3. . . Comfohufus reptan* 5. .55.
. . C peUatusib. \5j- • . C bifidus ib. i58. . •
Nauclea purpurea 3. 55. • . Flinderfia radulifeja
R, Br. 5. 129. . . Erithalis Timon Spr. 3. »4<>. . ,
Scaevola Lobelia 4. 54- . • VentilagQ maderafpata-
na 5. 2. . . Ltf«? fambucbna 4, 45. . . £hajjcra
moluccana 7. 7. t- . Aegiceras maius 3. 77. * .
minus ib. 82; . , Achyranthes muricata 5. 85. 2. . .
ifcA. pro/traf* 6. 11. . . Illecebrum fanffuineum 7.
27. f. 2. . . Paederia foetida 5. 160. , . Damna-
eanthus Gärtnert 7, 19. . . Echites fcholarU 2. 82.
• . Perguiaria glabra 5. 29; 2. . f)kfchidia num*
mularia W. Br. 5. 176, f. 1. . • jlpacynum reticula-
$um 5. 4o. . . /W*r frutlcafum 4, 33. . . Afi//a
trcglodyiarum 5. 61. • * Commerfonia echinata 3.
119. . . Cr in um nervofumy* 6oyf. 1. . - Curcv
//#o orchioidet 6. 54. fi 1. • « Draeaena Jerrea
4« 34. . * Dr. enfifolia 5. 73. • • Tacca pinnatifi*
da ib. ii2. . . Corj/iAa rotundifolia 1. «... I*
, cua/a fpino/k ib. 9. . . Calamui verui 5. 54« • «
C. Draco \V. %. 48« • • rudentmm ib. «?2. . . C«,
equefiris ib, 56. . Bambufa verteilt ata 4. »• • •
Munusops KaMki 3. 8. . . Dlospyros Ebenaßer ib.
6. . . Xylqearpue Granatum 3, 61. . . Sophora
heptaphyUa 4« 22. , , Guilandina microphylla Da*
cand. 5, 49« ^» 2. . . Cynometra caulißora 1. 64- . .
Murraya txotjca 5, 18. f. 2. . . her gern Königu i,
53. f. 1. . . Adenanthera falcaia 3. 1 1 1. . . <?ui*-
ifualis indica 5. 38. . . Terminalia moluccana 1 .
•68. . . T. Pernix 2. 86. . . Melaftoma afper um
4- 43. . . Inocarpus edulls 1 . 65. . . Gurcinia ce»
lebica 1 . 44. . . <?. cor**? 2. 3o. . v Lythrum
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Keifen, wodnrcn die PB«*w>. Kenn tntfi gwonn«.
Pemphis 3. 84. • * Kleinhovid Hofpitd 3. 11 3. ; .
Euphorbia hirtä 6. 2 3. f. 2. . ; Pfidium pumilum 1.
49. . . Eugenia cymofa Lam. 1. 4». 1 . £. inw
Tz/ca 1. 36. f. 2. . . Calyptrantkes lambolana 1 . 42.
«, • Sonnerat ia acida 1.73. ; . Kubus parvifolius
5. 4?* f. i* • • •& tnotuccänus ib. f. . . Elaeo*
barput integrifolia Lim. 3. 102. . . Coleus atnboU
nious Lour. 5. 72. ♦ • DUlenia elliptica 2. 45. . ♦
D. ferratd ib. t. 46. . j Uvaria odorata 2. 65. . .
17. ligularis 2. 66. f. 2. . Mehthd Auricutaria 6«
16... OcimUm kenuiflorum 5. 92. f. 2. . . 0. ^014-
tellarioidcs 5. löi. * * Premnä integrifolia 3. l34... .
Huellia repanda 6. 1 3. f. B. . . Acanthus ebraatea*
tus 6. 7 1 • f. 1 . . . Sicto hiWa 4* « o. . . v Gojjfypium
indicum ib. t. i 2. * • ßarringtonia fpeciöfa 3. 1 1 4«
. . Erythrtna picea 2. 77. . * Dolkhos finenfis 5*
i34- . . J>* tetragonolobus ib. t. i33. . . Z). /igno-
yi/* ib. t. i36. . * CorohUla coccinea u 7* . . . M**
laleuca Leucadendron 2. 16. * . G labrar ia terfa 3.
44* • • Bidens chinenfit 6. l5. £ 2. . . Conyza pu*
bigerä 5. io3. f. 2. . . C. proliferä ib. 104. f. 1.
C. chinenfis 6. 14. 2. * C. bal/amifera 6. 24. f. l.
« . Orchis Sufannae 5. 99. f. 2. . • Cymbidium
fcriptum 6. 42« • * Epidendrum amabile ib. t* 4^. • «
limodorum Veratrifolium ib. t/ 32. f. 2. . . Dendro*
bium crumenatum ib. t. 47. f. 2. * . Artocarput
Polyphema Lour. i. 3i. , < Cafuarina equifetifolia
3. 57. . * Coic agreftis 6. 91. f. 1. • . Scleria
teffellata W. 6« 6. f. 2. • . Hernandkt ovigera 3*
123. . . Urtico\nh>ea 5. 79. f. 1. *# . Begonia tu»
berofa 5. 69. f. 2. . * Wäki Dammarm 2. 67. . *
Quercus moluccana 3. 56. • * Acalypha betulina 4« 4
37. • « Ricinus Mappä 3. 1 08. * • & Tanarias 3«
I2i. . . Croeon aromaticus 3. 127. . . Gnetum
Gnemon 1.71. . . Exocarpus ceramicus R. Bf- 7.
12. . . 4r*ca fpicata i„ 5. f. 1* A« . , 4* glartdi*
?8 Fünftes Baoh. Brittas Ktfitd;; >
formis ib. t. 6. A. . . A. globulifera ib. t. 5. f; a. B.
C. D. . • Nipa fruticans i. t6. . . Plukenetia cor*
nicutata 1. 79. * Momordicä trifoliata 5. i52. f;
2. . * Cüeumii acutapgulus 5. i49- J • C cmgui-
nus ib. 148. . . Bryonia grandis 5. i66i . . Piwi-
da/iztj humili* 4. 76. . * Trophis fpinofa 5. i5. f.
e. . . Canarium commune 2.47* • • & Minimum
2. 54- • • N C« balfijLmifetum 2. 5b. ; . C. fylveftre
2.49* ••• C» hirfutum 2. 5i. . . Smtlax zeyiani* *
ca 5. 161. * . Diofcorea Nummularis 5. *62. . ;
€ trat totes acoroides 6. 76; f. ^. • , . Mehifpermum
crifpwn 5. 44* •■ Myrifiica microcarpa 2. 7*
8.9... Af. falicifolia 2. 6. . . . Nepenthes PhyU
lamphora 5. 5g. f. 2. . Cheilanthes tenuifolia Sw*
6. 34. f. 2. . . Aoroftiohum auritum ib. 35. f. j. . .
Pferi* thalictroides 6. 74. f. 1. . . Botrychium zey-
lanicum ib. t. 68. f. 3. . . . Qphiogloffum pendulüm
ib. 37. f. 3. i . Facuj e<ta/fe Gmel. ib. t, 76.74. £ 3.
♦
■
Um die f|>anifche» Befitziiogen a^f detf Bhilipi
pinen haben die Jefuiten 6ch fehr verdient gemacht;
Nicht allein dadurch , dafs fie allein (ich Einflufs auf
dieGetnüther der unruhigen und der Tyrann ey Jfingft .
überdrafGgen Einwohner zu verfchfcffen wnfsten, fon-
dern vorzüglich durch Beförderung des Ktmftfleifses,
des Landbaues und der Gewerbe* Die Mjffion auf
Manila bediente gegen Ende des fiebzehnten Jahrhun-
derts ein gefchiekter Apotheker, Geörg Jof. Ramels
aus Brünn in Mähren: Diefer fanynlete fleifajg die
Pflanzen jener "böchft fruchtbaren Eylande, und
fandte fie an Ray und Petiter. Was Petiver davon
bekannt gemacht) wird in. der Folge aufgezählt wer-
den. . Die er an Ray gefchickt, fuhrt er felbft in dem .
Anbang zur Ray s hift. plant« töm. 3. auf. Die Baü*
me theilt er unter. aadern na eh ihren. Fr Dchten in
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Heifcn, wodurch die Pflanzen • Kenntnifs gewonnen. 79
aforas, biforas, triforas etc. Es find mehrere fchon
bekannte, aber auch viele neue darunter, die nur
Cavanilles durch Nee's Sammlungen aufklären konn-
te: als lllicium anifatum , Hibifcus Lampas , Brodleia
philippica, Stylocoryne racemofa* Colona ferreteifulia.
Aber zu bedauern ift, dafs die Zeichnungen, die
Kamel an Ray gefchickt, von diefem unterdrückt
wurden, um die Koften zu fparen. Befondere Auf«
fätze über die rankenden Gewächfe auf Manila findet
man in den Philof« transact. vol. 24- n. 29J — 296.
Andere Befchreibungen von ihm werden unter den
Sloanifchen Handfchriften des briitifc^en Mufeums
aufbewahrt. {Bibiioth. Banks, vol. 5. p. 182.) Jgna-
tia amara ift zuedt von ihm bekannt gemacht. (PAi-
lof. transact. vol. 21. p. 88.)
Jak. Cunningham, Wundarzt 'der englifchen
Factorey zu Amoy auf der Küfte von China, fpäter
auf der Iofel Tfcheufchan oder Chofan unH auf Pulo
Condor, war ein fehr emCger Sammler. Er lieferte
ein Verzeichnifs der Pflanzen auf Chufan, {Phil, trans-
act. voL 23. n. 280. 286.), und auf der Infel Afcen-
fion, (daf. vol. 21. n. 255.). Dies letztere Verzeich-
nifs enthält fünf Pflanzen : Arifiida AfcenJwniSy Con*
volvulus brafilienfis , Euphorbia origanoides und C/za-
maejyce und Pentapetes trythroxylon. Die meiften
der von ihm gefammleten Gewächfe theilte er Plu-
kenet und Petiver mit, die daher feiner fehr oft er-
wähnen.
Das pflanzenreiche Madagafcar zog unter den
übrigen Nationen am meiften die Blicke der Franzo-
fen an. Eine Handelsgefellfchaft trat 1642 zufam-
men, um Niederlagen und fefte Plätze auf derOftkü-
fte von Madagafcar zu unterhalten und fo den Handel
nach Indien zu erleichtern. Noch wichtiger erfchien
dem unfterblichen Colbert diefe grosse lnfel: denn
er wollte iie 1664 zum Mittelpunkt des ganzen indi«
80 Fünftes Bück Dritt« Kapitel.
fchen Handels mache«. Ohne die Lafter und Schwa-
chen der Anßedler würde diefer Oe tanke zar Aus-
führung gekommen feyn; aber" fehori fechs Jahre
nach dem Entftelien der Anfiedelüng wurden die m el-
ften Fr4n*ofen erfchlagen. Ünterdeffen hatte der
franzönfche Statthalter Von Madägafeaf * Stephan
Flacourt, eine.' Hlßoire Heia grantle isie Madaga fear,
Paris i66i, 4*i herausgegeben} worin such die in*
tereffantefteo Pflanzen belchrieben, Und, wiewohl
fehr fchlecht and unvollftindlg , dargeftelh werden.
Folgende find nur mit einiger Sicherheit herauszu-
bringen :
Mhhridatea quadrißda Commerf. p. 129. n. 38.
♦ . Carphalea cörymbofa JulT. p. 1 37. • ♦ Humber- •
Ha madagafearenfis Co mm er f. p. \3y. n. loo. • 4
Liftanthus irlnervls Lam. p. 135. 11.87. . . Urania
fpeciofa W. p. 1 25. n. 24. • • Combreeum purpureum
p. i3o. n. 42- * • Limonia madagafearenfis p. i3i.
n. 52. . * Deidamia alata Thuar. p. 1 33. t>. 70. . .
Srhitolaena rofea Thuar. p* i3o* n. 44* * • Agatho-
phyllum aromaticurn p» i38. n. 106. . ♦ Euphorbia
hphogoaa ib. Salon te* • . Calophyllum Ino phyllum
p. 139. n. 1 i5. et Nepenthet madagafearehfu p. t3o.
n. 43*
Das nördliche Africa ward Von Auger. Clutiui
und Joh. Vesling befucht« Jener, aus Leiden gebür-
tig, ein Sohn des Theodor , (Th. i< S. 343.), ging
zuerft nach Montpellier, wo er das Amt des fchon
Alterfcb wachen Richier de Belleval rerfah. Dann
befuchte er Spanien und Africa, geriet!) aber mehr-
mals in Oefangenfcbaft, Und ward lange von deit
Nomaden in Jen Sandwöften Africa's umhergeföhrti
bis er endlich «war losgekauft, aber aller feiner Ha-
be beraubt, 1607, nach Europa zurückkehren konn*
1
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Reifen, wodurch die Pflanzen- Kenntnifs gewonnen, gf
te. Hinterlaffen hat er blofs eine Schrift von der
maledivifchen Kokosnufs: Opus-ula duo de nuce me»
dica, Amft. i654. 4.
Joh. Pesling aus Minden , (geb. iSgS, f 1649,)
hatte in feiner Jugend Aegypten befucht. Nach fei«
ner Rückkehr lehrte er zu Venedig Anatomie und
Botanik, und erwarb fich fo grofsen ßeyfail , dafs er .
zum Prof. in Padua gewählt wurde. Um den Garten
in Padua mit neuen Gewächfen zu bereichern, ging
er noch in feinem funfzigften Jahr nach Candia , ftarb '
aber bald nach feiner Rückkehr an den Folgen der
ausgeftandenen Befchwerden. Er fchrieb: de plan»
Iis Aegypti ob/er vatiorifs y Patav. i633.'4., worin er
vorzüglich Aipin Ts Beobachtungen zu erläutern und
zu berichtigen fuchte. Man findet hier folgende
Pflanzen zum erften Mahl befchrieben und abgebildet:
Salvia marrubioides p. 77. . . Convolvulus cai-
ricus p. 75. . . Daiura faßuofa 58. . . Hyoscya*
Tttus aureus 60. . . Eleufine coracana 53. . . Mo-
mordica Luffa 5o. 5i.
■
Unfterblich find die Verdiente Wilh. Sherard's
um die Botanik, obgleich er felbft kein bedeutendes
Werk gefchrieben. Denn er war es, der die Kennt-
nifs der morgenländifcben Pflanzen ungemein er*
leichterte, der durch feine Verbindungen und durch
feinen Reichthum viele Botaniker unterftüUte , der
Vaillant's und Paul Hermann's Nachlafs vom Unter-
gang rettete, der Dillenius aus Giefsen nach Eng-
land zog, ihm anfänglich die Aufficht über feines
Bruders reichen botanifchen Garten in Eltham aner-
gab , und ein Jahrgehalt für ihn als Prof. in Oxford
ausfetzte. Es giebt keinen Botaniker der damaligen
Zeit, der nicht Sherards, als eines Wohltbaters und
Gönners, erwähnte. Er war 16^9 zu Bufbby in
Leicefterfhire geboren, war Anfangs Fahrer des Lords
Geich, d. Bouatk. *. B. 6
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Fünftes Buch.
Kapitel»
Townshend und des Enkels vom Herz, von Bvdford
auf Reifen, und, fandte fchon 1690 an Ray Verzeich-
niffe von Pflanzen, die er auf der lnfel Jerfey, iä
Corn wallis, in der Schweiz und auf dem Jura ge-
fammlet» Im Jahr 1700 ward er englifcher ConfuI
in Smyrna. Hier legte er, neben einem Landhaufe,
einen botanifchen Garten an, den er bald mit einer
Menge der feltenften morgenländifchen Pflanzen be-
völkerte. 1721 kehrte er wieder nach England zu-
rück, und befchäfftigte fich feitdem bauptfäcblich
mit der Fortretzong von C. Bauhin's Pinax, worin
ihm Dillenius Hülfe leiftete. Allein es ift nichts da-
von erfchienen, und Sherard hat nichts drucken laf-
fen, als eine Gefcbichte des Firnifsbaums. {Philo/,
tr ansäet, vol. 3 t. n. 367.). Sein gelehrter Brief-
wechfel , in fönf Bänden, wird in der Bibliothek der
kön. Gefelifchaft aufbewahrt. Seine Sammlung von
getrockneten Pflanzen war die reichfte der damali-
gen Zeit, und belief fich auf 12000 Arten.
Die Gattinn eines Malers, Maria Sibylla Graf,
gebor ne MerFan, felbft eine treffliche Künftlerinn,
(geb. 10*4?, f *7*7>) ging nach Surinam, mehr um
die prächtigen Infecten jenes Landes zu malen, als
um die Pflanzenkunde zu erweitern. Aber die letz-
tere ging auch nicht leer aus. Denn in ihrem Werk:
de generatione *t metamo rphofibus infectorum furina-
menfium, Hag. 172J6. fol., find die Infecten auf den
Pflanzen abgebildet, auf welchen fie fich aufhalten.
Die Pflanzen find fehr zierlich, aber keinesweges mit
dargelegten Charakteren , abgebildet. Man findet
hier Spondias Myrobalanus t. i3., CaJJia bleapfularit
lind alata t. 32. 58., Müllera moniliformis t. 35.,
Cojtus arabicus t. 36. und JQenipa Merianae Rieb, t»
43. abgebildet»
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Reifen» wodurch die Pflanzen -Kenntnif* gewonnen. 8}
Faft alle Reifende der Vorzeit übertraf Hans
Sloane fowohl an Gelehrfamkeit als an Reichthü*
#
mern , die er von feinen Reifen mitbrachte* Er war
zu Killilea in Irland 1660 geboren. Nachdem er zu
Cambridge und Paris die Arzneykunde erlernt, ward
er Leibarzt des Herzogs von Albemarle, des Statt-
halters von Jamaica. Nur ein Jahr, von ,1687— *
1888, hielt er Geh in Weftindien auf, brachte aber
doch 8oO) faft durchgebends neue, Pflanzen mit. Er
ward darauf Präfident der kön. Oefellfchafr und.tfes
medicinifchen Collegiums, kön. Leibarzt und Vor-
fteher des ganzen Arzneywefens im englifchen Heere»
Als er im hohen Alter ifSZ ftarb, hinterliefs er der
englifchen Nation ein köftliches und immerwähren-
des Andenken» Er vermachte nämlich alle feine
naturhiftorifchen Schatze und Handfchriften dem brit-
tifchen Mufeum, und trat den Apothekern in Lon-
don den Garten auf feinem Gute Cbelfea ab, der in
der Folge fehr berühmt geworden. Die Früchte fei-
ner Reife machte er in folgendem Werke bekannt*
A voyage to Madera^ Barbados, Nive$, 8> Chrißo*
phers and J amaica, vol. 1. 2.Lond. 1707. 1 727. > mit
274 Kupfertafeln, die nicht zu den beften gehören»
Aber die Befchreibungen Gnd trefflich und befondere
Sorgfalt ift auf die Synonyme verwandt»
Man findet hier folgende Pflanzen zuerft:
Iußicia nitida tab. 10. f. 2» . . /. comata to3*
f» 2. . . Stachytarpheta iamaicenfit 107. f. 1* » .
Piper macropkyllum 88. f. 1» . . Comöcladid inte*
grifolla 222. f. 1. . * Heteranthera limofa Vahl.
149. f. i. • * Ficus laurifolia 223. . * Dlchrorrtena
leucocephafa Michaux 78. f. 1* . . Sclrpus genicula*
tus 81. f» 3. . ♦ Sc. ferrugineus 77. f» 2. 4 . 5c.
fpadiceus 76. f. dextra» . • Abildgaardlu monofta*
chya Vahl. 79. f. 2. . • Cyperus elegant j5* f. 1. . •
C. odoratus 74. f. 1. • . C. ligulams 9. . * Mark*
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#4 Fünftes Buch. Drittes Kapitel.
fcus aphyllus Vahl. 81. f. 2. . . Pafpalum panicu-
latum 72, f* 2. . , Panicum lineare 70, f. 3. . .
P. glutinofum 71. f. 3. . . P. trichodes 72. f. 3. . .
Milium villofum Sw» i4- f. 2. . » Agroftis indica
75. f. 1. ... Melica papilionacea 64. f. 1. . . Poa
glutinofa 71. f. 2. . . Cynosurus virgatus 70. f. 2.
. » Andropogon alopecuroides 70. f. 1 . . * if . uir-
ginicus 68. f. 2. . • ^f. bicornis i5. . . Chlorit
cruciata 69. f. 1. . . CM. polydactyla 65. F* 2. % »
Arifiida Adfcenßonis 2. f. 5. . . Manisuris granu-
laris 80. . . Globularia longifolia 5. f. 3. . . //<?«
dyotis rupeftris 202. f. 1. . . Catesbaea parvißora
207. f. 1. . . Ernodea litoralis 189. f. 1. 2. . .
Wallenia laurifolia \$5. f. 2. . . Buddlea ainericana
173. f. 1. . . Pavetta pentandra Sw. 202. f. 2. . .
Ci//ii* trifoliata i44« ^ 2. . . Fagara Pterota 162.
f . 1 . . . Amman nia latifolia 7. f. 4* • • Cufcuta
americana 128. f. 4« • • Tournefortia cymofa 212.
f. 2. . . T. fuffrutißofa 162. f. 4- • • Lifianthus
longifolius loi.f. 1. . . Ipomoea violacea 98. f. 1.
. . f. parvißora 97. f. t. . . Lobelia Ion gißora ipi.
f. 2. . . L. acuminata 95. f. 2. . . Pfychoeria Myr-
tiphyllum 209. f. 2. . . Anguillaria tinifolia Lam.
2o5. f. 2. . . Chiococca racemofa 188. f. 3. . . f/a-
mellia ventricofa i83. f. 2. . . Conocarpus erecta
161. f. 2. • . C. racemofa 187. f. 1. . . Beurre»
ria fucculenta Gärtn. 204. f. » • • • Cefirum vefper»
tinum 204. f. 2. . . Jacquinia arm il laris 190. f. 2.
. . Ehretia tinifolia 2o3. f. 1. . . Chryfophyllum
Cainito 229. . . Bumelia Jalicifolia 206. f. 2. • .
Ayenia pufilla i32. f. 2. • . Celofia nitida 91. f. 1.
. • Echites fuberecta i3o. f. 2. . . 2s. umbellata
i3i;f. 2. . . Tabernaemontana laurifolia 186. . .
Afclepias viminalis i3i. f. 1. . . Spathelia fimplex
171. . . Staphylea occidentalis 220. f. 1. . . Tur*
ttera ulmifolia 127. f. 4* 5. . . T. pumila ib. f. 6. • .
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Reifen, wodurch die Pflanzen- Kenn tnifs gewonnen. 85
T. ciftoides ib. f. 7. . . Evolvulus nummularius 99.
f. 2. . . Tillandfia tenuifolia 122. f. 1. . . T. re-
curvata 121. f. 1. • • Trade fcantia Zanonia 147.
f. 1. . . Achras Sapota 169. f. 2. . . Lotanthus
occidentalis 200. f. 2. . . Ornitrophe Com'mia 208.
f. 1. . . Daphne Laghetto 168. f. i.2.#3. . . So*
phora occidentatis 176. f. 4» 5. . . Co^ia v'yninea
180. f. 6. 7. . . C. emarginata 180. f. 1 — 4* • •
Caefalpinia biiuga 181. f. 2. 3. . . Petaloma myr*
tilloides 187. f. 3. . . Trichilia hirta 220. f. 1. . .
7>. fpondio\des 210. f. 2. . . Tribulus maximus
i32. f. 1. . . Jujßeva erecta it. f. 1. . . Melafto- (
ma argenteum 196. f., 1. . . Clethra tinifolia 198.
f. 2. . . Cafearia parvißora 21 1. f. 2. . . Bucida
Buceras 189.- f. 3. . . Malpighia coriacea t63. f. 1.
. . Banifteria fulgens Cav. 162. f. 2. . . Rubus
iamaicenßs 21 3. f. 1. . . Clußa ßava 200. f. 1. . .
Clematis dioica 128. f. 1.
Teucrium betonte um 3. 3. . . Gefneria acaulis
102. f. 1. . . G. tomentofa \o^A. 2. . ! Cithare-
xylon caudatum 206. f. 3. 4- • • Lantana ftricta
195. 4* • • Stemodia maritima 110. f. 2. . . St.
durantifolia 124. f. 2. . . Verbena lap pul acta 110.
f. 1. . . Lippia cymofa 174. f. 3. 4« • • Ruellia
Blechum 109. f. '1: . . R. panioulata 100. f. 2. . .
Ä. tuberofa 95. f. 1. . . Volkamera aculeata 166.
/. 2. 3. . . Lepidium virginicum 123. f. 3. . . Cteo-
irie polygama 1 24. f. 1 • • . C/. procumbens 1 23, f.
1. . . Melochia tomentofa 108. f. 2. 3. . . Af.no-
dißora 235. f. 2. . . Paffißora perfoliata 142. f. 3.
4. . 4 Sida ciliaris 137. f, 2. . . S. vifcofa f.
4. . . & althaeaefolia i36. f. 2. . . Matachra ca»
pitata 1Ö7. f. 1. . . Vrena americana 11. f. 2. . .
Hibifcus clypeatus 1 35. f. t . . . Pavonia racemofa
i3g. f. 2. . . Polygala dioerßfolia 170. f. 2. . .
Crotalaria latifolia 176.fi 1. 2. . . Cr. incana 179.
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Fünftel Buch« Drittes Kapitel*
f, i. . . Phafeolus lathyraides 116. f. 1. . . Phm
fphaerofpemxus 1 1 7. f. 1 — 3. . . Dolichos enßformis
114 f. !. , , Di minimus 11 5. f. 1. . . Cluoria
Galactia 1 1 4* f. 4* • • Ornithopus tetraphyllus
nb. f. 3. . . Aefchynomene americana t 18. f. 3. . •
Stylosanthes^ pracumbens 119, f. 2. . , St* vifcofa
ib. f. 1. . . Hedy forum fupinum 1 18. f. 2. . . H,
tortiiQfum 116. f. 2. . . Lavenia decumbens 1 5 5 . f.
2. . . Eupatorium villofum 161. f. 2* . , Calea
iamaicenßs *5i. f. 3. . , C- lobata i52. f , 4- • «
Canyza purpurafceas 1 52. f. i* . . Erigeron iamai*
cenfe 162. f. 3. . . Pectis linifolia i4p^ f. 3. . ,
Verbeßna nodißora 1 ^4* 4- •'• V*mutica 1 55. f,-
1. , . Coreopßs repcans i54« f» 2. 3. . , Elephan-
tapus carolinianus i56. f. 1. . . E.Jpicatus i5o.
3. 4» • • angußifolius 148. f. 4- • • Rolandra
argentea 7. f. 5. . , Orchis plan tag inea 2. . ,
Dendrobium fanguineum 121. f. 2- . . Oncidium
variegatum Sw. 148» f. 2. . . Ariftolochia odoratif-
fima 104. f. 1. . . Scleria Flagellum 77. f. 1. . ,
Tragia volubilis 82. f. 1. . « Argythamnia candU
cans 86. f. 5. . . Bbhmera cylindrica 82. f. 2. - «
Urtica grandifolia 83. f. 2. . . £7. Parietaria g3. f.
1. . . 17. nummularifolia i3i. f. 4* < • U.micro-
•phylla 93. f. 2. . . Amaraneus polygonoid&s 92. f«
2. . , Zizania aquatica 67. . . Pharus lajifolius
73. f. 2. . . Begonia acutifolia 127. f. 1. . . ^czV
doton urens 83. f. 1. . . Iuglans baccata f. t<
, , 4rnw lingulatum 2. f. 2. . . Croton linearis
Jacgu. 86. f. 1. . . Cr. glabellus 174- f • 1*2. . ,
Cr, chawaedryfolius 82. f. 3. . . Cr. Phyllanthus
\58.. f. 5. . . Vifcum verticillatum 2C11. f. 2. . <
f, opyatioides ib. f. i . . , Schaff era campleta 209«
f, , , Xanthoxylon emarginatum, 168. f. 4. . ,
iPfcWfWWf 4^i4efma 209. f, 2. . . Irefme elauor
ge-. f» a, tM l&^csrw glm&nlojk »58, f, , ,
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Reifen, wodurch die Pflanzen • Kenntnifs gewonnen« J7.
• »
V
Inga vera i83. f. i. . . Mimofa viva 182. f. 7. . .
Hemionitis rufia 45. f» 1., . . Poiypodium trapezoi«
des 36. f. 1- • . P. ferrulatum 43. f. 1. • • P. n//;/e-
nioides 43. f. 2. • • Afpidium mucronatum 36. f. 4- • •
itf. invifum 5i. . . if. patens 52. f. 1. . . Afplenium
proUfer um 26. f.Ti. . . A. auritum 33. £. 2. . . if.
cuneatum 46. f. 2. . . Pfem heterophylla 53. f. 1.
. . Caenopteris rhizöphylla 52. f. 3. . . Diplazium
iuglandifolium 37. . . Adiantum ferrulatum 35. f.
2. . • Davallia aculeata 61 . . • Dickfonia Ctcuta*
ria 5y. f. 1.2. . . Irichomanes mufcoides 27. f. 1.
. . Lygodiumvolubile 46. f. i* • . Onoclea forbh
folia 38. . . Hypnum fpiniforme 25. f. 4* • • P***
cu£ trifarius Sw. 20. f. 9. . . F. turbinatus Gmel. ,
ib. f. 6.
Auch durch VVilh. Dampier, der als Freybeuter
die Südfee, die KüTten der fpanifchen Befitzungen in
America, die Philippinen, die Fifcher • Infein und
felbft die Weftküfte von Neu- Holland . befachte,
(i684~" ^699,) und durch mehrere Entdeckungen
vorher unbekannter Infein und Köften berühmt ge-
worden, ward die Pflanzen • Kenntnifs erweitert.
Pluknet hat mehrere Pflanzen abbilden laffen, die
Dampier mitgebracht. Auch er felbft gab in feinem:
Nouyeau yoyage autour du monde, vol. 1 — 5. Amft.
1701. 12., mehrere Abbildungen von fehenen Pftan«
zen , von denen die neuhollandifchen Dryander ohne
nähere Beftimmung verzeichnet. {Ann. rf bot. 2, 53i,)
Folgendes find die beftimmten;
Bankfia integri/olia tom. 4» ?• l2^. • < Lobe~
Ua arborea p. 125. . , Solanum ferox p. 12b. . .
Coccoloba uvifera tom. 1. p. 44«. . . Eriocalia mi-
uar p. i57* t. 3. f. 1. , . Diplolaena R. Br< tom. 3.
p. 1 io. t, 3. f,"3, . . Metrofideros htfpuius tom. 4*
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|g Fünftel Buch. Drittes Kapitel«
p. 128. . . Euphorbia tithymaloides p. 125.*. •
Bombax Erianthus und heptaphyllum tom. »• p. 177,
. . Achras mainmofa p. 219. . . Glycine coccinea
tom. 4* p. 127. . • 4A*r glandulofus Labill. dtt • .
Cafuärina diftyla Oiler quadrivalvis daf. . • Fucus
Pilularia Gmel. 1 25.
Sogar Spitzbergen ward 1 67 1 von einem Wund*
arzt aus Hamburg, Friedr* Martens , beiucbt. Ihm,
der zwar kein Botaniker, aber ein treuer Beobachter
war, verdanken wir Hie erfte Nachricht von den we-
nigen polarifchen Pflanzen, die dort vorkommen.
Sein Buch heifst: Spltzbergifche oder Grönländifihe
Rtifebefchreibung , Hamb. 1675.4 Folgende Pflan-
zen find, wiewohl roh, xfarin abgebildet:
Saxifraga nivalis t. F. f. A. . . 5. biflora t. F.
f. e. . . S.ßellaris t. O. f. a. . . S. rivularis t. H.
f. c. . . Ceraftium alpinum t. G. f. d. • . Ranun-
culus pygmaeus VVablenb. t. G. f. e. . . Ä. nivalis
ß. fulfureus t. G. f. c. . . Ä nivalis t. I. f. d* . .
R. lapponicus t. H. f, e. . . Cochlearia grönlandica
t. H. f. a. . . Salix polaris Wahlenb. t. G. f. b.
-
Viertes Kapitel.
Wachsthum der botanifchen Garten.
A. In Frankreich.
Unter den botanifchen Gärten diefes Zeitalten
waren die fränzöfifchen und brittifchen die beruh m-
teften. Vpn der Anlegung des botanifchen Gartens
in Montpellier» als des älteften in Frankreich, ha*
ben wir fchon oben, (Th. 1. S. 34°* 34 1.), gehan-
delt. Peter Richter 4e Belleva l> aus Chalons an der
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. I I
Fünfte» Buch. . Viert« Kapitel. g9
I
Marne, (geb. i558, f i632,) erwarb 6ch die gröfs-
ten Verdienfte um die Wiffenfchaft , indem er die
im fad liehen Frankreich wild wachfenden Pflanzen
in diefem Garten verfammlete, bald eine Zahl von
i3oo zufammenbrachte, und fie zeichnen liefs. Die
Küpfer hinterliefs er fernem Neffen Martin. Allein
fie blieben zweyhundert Jahre liegen , obgleich fie
Gouan, Sauvages, Haller und Linne kannten, bis
fie endlich Villars und Gilibert in des letztern De-
mor ft ratio ns botaniques, Lyon 1796. 4m herausge-
geben. Es find fteife Figuren , viele monftröfe, ei-
nige fogar erdichtet, (wie Scabiofa Columbaria pro»
hfera t. 77.), andere weit fchlechter, als die von F.
Columna, C- Bauhin unddufius, (fehr fcblecht^io-
la calcarata t. 235.), noch andere kaum herauszu-
bringen, wie t. i63. , welches Einige für Ceraftium
ftrictum halten. Die Namen find griechifch zufam-
mengefetzt: Condriila jtt/Kpo/iJjX/vöiroXux*uXo< , Tama-
rifeus %f/]uappö\//*^iiuoTpö(Poc, Thlafpi o$eo*oLu\o(pvWo~
crtvfijf u. f. f. Villars und Gilibert haben meift glück-
lich'die Arten errathen, oft aber auch fich fehr ge*
irrt. So find die Orchideen meift unrichtig beftimmt:
Linnaea borealis ift Campanula caefpitofa: unter
Crepis pulcra kommen drev verfchiedene Pflanzen
vor. Folgendes find die zuerft hier vorkommenden:
Valeriana anguftifolia t. 37. . . Moutia fonta*
1 na i54- • • Scabiofa maritima 76. . . Potamoge»
ton gramineus 1 45. . . Plantago Serraria 10.
Lonicera coerulea 5. . . Androface fitptentrionalis
12... A. elongata 1 3. . . A. villofa 1 4« . . Con* '
volvulus FDorycnium 21. . . Gentiana pumila 25. . .
Campanula pulla 26. . . C. vefula Allion. 27. . .
higufticum nodijlorum 20g. • • Sefeli faxifragum
210. . . «S. Turbith q.\i. . . Statice echioides 142. .
. . Allium narcijfiflorum Vill. 240. . . A. mofcha»
tum 241. . . Arenaria faxatUis i53. , . ßuphor»
r
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90 Fünftes Buch. Viertes Kapitel/
bin dulcis oZj. . . Geum reppans 172. . Ranun*
culus caffubicus 1.76. . . Beeontca htrfuia 53. . .
Pedicularis incarnata Jacqu. 67. , . Limofella aqua*
tlca 63. . . Iberis faxatilis 193. . . Cardamine
afarifoliä 199. . . Brajfica Richerii Vill. 197. . .
Erodium romanum 252. . . • Ononis frutieofa 224. . .
0. pubefeens 2 25. . . Hedy forum faxatile 216. . .
H. ob f cur um 217. . . Hypericum Richerii Vill. 168»
. . Hier actum aureum 121*. . . H. cerintkoides 128.
. . H. porrifolium i33. . . H. amplexicaule 1 34.
. . ScorZonera refedaefolia 109. . • Apargla dubia
120. . • Amdryala lanata i35. . . Crepis Diofco-
ridis i3o. . • Cr. alpin a 126. . . Hedypnois mons*
pelienßs 123. . . Berardia fubacaulis Vill., Öno-
pordon rotundifolium All. 87. , . Carduus lycopifo*
lius Vill. 81. . . Cnicus helenioides 83. . . Cor-
thamus mitiffimus 86. . . Erigeron unißorum 100.
A, . . Doronicum Bellidiaftrum io5. . . Chrysan-
themum mon Canum io3. , . Achillea nana 96. . .
Centaurea amara 92. • . Malaxis Löfelii 261, . .
JW. monophyllos 262. . • Salix repens 273. . • 5.
formofa WiUd. 274» • • & Arbuscula 2j5.
Ricbier's kleine Schriften , befonders das Ver*
zeichnifs der Pflanzen im botanifchen Garten zu Mont-
pellier, gab Pet Mar. Aug. Brouffonet heraus: Opus*
cules de Richier de Belleval^ Paris 1785. 8.
Das Anfebn des Gartens fank, bis Peter Magno!
Auffeher ward, von deffen Bemühungen wir fchon
gefprochen haben«
■
Die erften Spuren der Anlegung des pariferGar*
fens finden ficb in den Acten der medicinifchen Fa*
cultät jener Univerßtät. Es war zu Ende des Jahrs
1^97 j der Dechant o^em Job« Robin Geld auszahl*
te> um einen bot» Garten anzulegen, (Ann. du muß
/
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Wachsthum der botanifchen Gärten« 91
i.p. 3.) Diefer Robin hatte fchon feit iSyo einen
eigenen Garten, .worin er feltene Blumen zog, um
den Stickerinnen der Hofkleidungen neue Mufter zu
verfchaffen. (Am. Jufßeu in mem. de Tee. de Par.
>727- P- 'S0-) Der Hoffticker Peter Fallet liefs die
prächtigften Blumen des Robin'fchen Gartens, ohne
Erklärung in Kupfer fteeben, und gab dem Buche
den Titel: Le Jardin du Roy Henri W.^ 1608. fol.
Man fieht eine Menge Lilien, Narciffen, Tulpen,
Iris- Arten, Tuberofen, auch Scilla peruviana, Hae-
manthuc multiflorus, Ifopyrum thalictroides undCan- •
na indica. Jak. Theod. de Ery liefs in feinem F/o-
rilegium novum, Oppenh. 1612. fol., die m elften
wieder copiren. Noch 1628 gaben die Hoffticker
Dan. Rabel und Pet. Firens ein Theatrum florae,
-fol. mit 69 prächtigen Kupfern heraus. Unterdefs
hatte Joh. Robin fchon 1601 ein Verzeichnifs von .
i3oo Pflanzen , die er in feinem Garten baute , her-
ausgegeben, und von Heinrich IV. den Titel eines
Simpliciften erhalten.
Sein Sohn Vefpafian Robin folgte ihm in jener
Würde, und gab ebenfalls ein Verzeichnifs von 1800
Pflanzen, die er in demfelben .Garten gezogen: £n-
chiridion ifagogicum ad facilem noiitiam Jiirpium,
Paris 1623. 1*2. Eine geraume Zeit lang blieb der
Robin'fche Garten der einzige von Bedeutung in Pa-
ris: denn deffen , den die medicinifche Facultät an-
legen laffen , wird nicht weiter erwähnt.
Aus dem Robin'fchen Garten und aus der freyen
Natur fchöpfte Paul Reneauhne , Arzt zu Blois, fei-
ne Kenntniffe, als er: Specimen hißoriae plantar um,
Paris 1611. 4., herausgab. Diefe kleine Schrift
enthält treffliche Abbildungen und gute Befchreibun-
gen faft fchon bekannter Pflanzen, die aber, nach
Richier's Mufter, mit griechifchen Namen bezeich-
net werden* So ilt Kdußarfi^i; n. 3a. Syring* vul*
■ «
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02 Fünftel Buch. Viertes Kapitel.
garis , BXswoxoU _p. 37. Nicotiana Tabacum , Gup<rJ;
p. 47* Dianthus atrorubens, AioXiq daf, D. Carthu-
fianorum , 'Aßqatv&eiaL p. 5o. D. caefius , 'Almpia?
p. 63. Gentiana lutea, AacucrraCßatwj p. 68. G. afcle-
piadea, 0uXäjwti^ G. acaulis, 'Epu$p<x/» p. 76. Chlo-
ra perfoliata, Xpucnjif p. 83. Helianthus annuus,
,Afoup))rix>) p. 119* Arnica montana
Endlich fafste im Jahr 1626 Gui de la BroJJet
Leibarzt Ludwigs XUL, den Gedanken, einen könig-
lichen Garten in Paris anzulegen, worin man alle
Pflanzen ziehn wollte. Durch Hülfe des erften Leib-
arztes, Herouard, erhielt er 1626 ein Patent vom
König zur Anlegung des Gartens in der Vorftadt S.
Victor. Arlein erft fpäter, i633, ward durch Karl
Bouvard's Fürforge, der nach Herouard's Tode er-
fler Leibarzt geworden, das Grundftttck für 67,000
Livres gekauft. Da bald die medicinifche Facultät
Eiferfucht gegen diefe neue Anftalt verrietb, fo ward
im Jahr i635 ein Edict gegeben, kraft deflen Bou-
vard Oberauffeher, de la Broffe aber Auffeher der
Anftalt feyn, und drey Profefforen der medicinifchen
Facultät bey dem Garten angeftellt werden füllten,
um Botanik, Pharmakologie, Chemie und Pharma«
cie zu lefen. Die erften, die diefe Aemter beklei-
deten, waren Jak. Coußnot , Urb. Baudineau und
Marin Cureau de la Chambre. Jeder diefer Deraon-
ftratoren erhielt j5oo, Bouvard 3ooo und de laBrof*
fe 6000 Livres Gehalt. Zur Unterhaltung des Gar-
tens und zur Bezahlung der Gehalte wurden 21000
Livres angewiefen, welche jetzt i3i25 Rthlr. pr.
Cour, machen Wörden. Da die Chemie damals noch
in fehr üblem Rufe ftand, fo blieb die medicinifche
Facultät bey ihrer VViderfetzlichkeit, die indefs ganz
fruchtlos war: denn la Brolfe gab fcbon i636 ein
Verzeichnifs von 1800 Pflanzen, die in dem Garten
gezogen wurden. (Defcription du jardin royal, Paris
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4
*
-
Wachsthum der botanifchen Garten. 93
i636. 40 1640 fingen die Demonstrationen an,
(V ouverture du j ardin royal, Paris 1640* 8.), und
. im fojgenden Jahr gab )a Broffe ein neues Verzeich-
nifs, worin fchon 2Z60 Pflanzen aufgeführt werden.
Schon das erfte Verzeichnis, welches in Paulli viri-
dariis p 81 —201. aufgenommen ift, enthält viele t
neue und merkwürdige Pflanzen: Glycine Apios,
Scilla unifolia, Oypripedium fpectabile und die ame-
ricanifchen After - Arten. Noch hinterliefs la Broffe
48 Tafeln abgebildeter Pflanzen , die niemfels heraus-
gekommen, wovon es nur fechzig Abdrücke geben
ioll. In der Haller'fchen und Banks'ichen Biblio-
thek find fie. Auch hier kommen einige nordame-
ricanifche Pflanzen von La Broffe konnte dies Werk
nicht vollenden : erftarbi64i. v
Die Einführung nordamericanifcher Pflanzen in
die franzößfchen Gärten fchrieb fich von den Schiff«
fahrten her, die die Bretagner und Normannen feit
dem Ende des fechzehnten Jahrhunderts, an die Ha-
ften von Neu - Foundland und Nordamerica unternah*
men, um Stockfifch von dort zu bohlen. Schon i534
hatte Jak. Cartier aus S. Malo, auf Befehl Franz I.
den Lorenzflufs befahren. 1608 legte Samuel de '
Champlain Quebec, als die Hauptftadt des neuen
Frankreichs und die Hauptniederlage des canadi-
fchen Handels an. Indefs wurde diefer nachläffig be*
trieben: die Franzofen verloren 1629 Canada an die
Engländer: doch erlangten fie es im Frieden von S.
Germain -en- Laye i63i wieder. Unterdefs waren
fchon fo viele Pflanzen aus Canada in Frankreich ein*
- geführt worden, dafs Joh. Bobin eine: Hißoire des 1
plantet nouvellement trouve'es en YlsleVirgine* 1620.
12., herausgeben konnte, welche in Linacier's Hi-
ftoire des vlantes aromatiques, ed. 2. wieder abge-
druckt ift.
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94 Fünftes Büch. Vierte« Kapitel*
Jac. Phil. Cornuti, Arzt in Paris, gab eine Ge-
fchihhte der canadifchen Pflanzen , die in den parifer
Gärten gezogen wurden: Plantarum canadenßum .
hifioria, Paris i655. 4* Hier kommen folgende
neue vor:
Monarda fiftulofa i4* • * Antholyza aethiopica
79- • » Plant ago maxima i63. . . Sanguiforba ca-
nadenßs 174. . hederacea 100. . . ^tf/e/e-
piaj fyriaca 80» . . -4. incarnata 93».» Angelica
lucida 197. . . i4. atropurpurea 199. . . A&ux 7o-
xicodendron 97. . . Aralia rac+mofa y5. . . Ama-
ryllis farnienfit 1 58« . * Albuca maior 161. . . //j*
poxtx fiellata 168. . . Vüularia lanceolata 41. . .
Convallaria fiellata 1>Z> . . £. racerrwfa 37. . - Tri/-
/ium ereeium 167. • • Afarum canadenfe 25. . •
Rubus odoratus i5o. . . Actaea americana Purfb.
77. . „ Aquilegia canadenßs 60. . . Thalicerum
Cornuti 187. . . Scuiellaria peregrina 129. 4 . £|*
gnonia radicans io3. • « Crambe hifpanica 148. . .
Pelargonium trifte 110.. » Hibifcus Mofcheutos 1 45.
• . Fumaria fempervirent 5y. . * Robinia Pfeuda*
cacia 171. * • Glycine Apios 20 1» . . Hedyfarum
canadenfe 45. . . Eupatorium ageratoides 21, . •
£• purpureum 191. k * 4/**r panicuiatus 65. . ♦
if. annuut 194. . . Solidago mexicana 169. • . He»
lenium autumnale 63. * 4 Rudbekia laciniata 179. . •
Cypripedium fpectabile 2o5.
Die Oberaufficht des panfer königlichen Gar-
tens erhielt 1642 Franz Vautier% erfter Leibarzt des
Königs, zum grofsen Nachtheil der Anftalt, die faft
ganz zu Grunde ging. Auch Anton Fallot, der i65a
dem Vaittier folgte, vernachlä fügte Anfangs die An*
ftalt, bis das Aufbiahn des Gartens in BJois* dem
Marchant, Brunyer, Laugier und Morifon* vorgeftan-
den, den Wetteifer erregte» Denis Joncquet, Prof.
in Paris , ward i665 zum Prof* der Botanik an dem
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Wacbsthüm der botanifchen Gärten. 95
kön. Garten ernannt, der fohon früher zu S. Ger-
main • des - Pres einen eigenen reichen Garten befef-
fen, und ein Verzeichnis davon gegeben hatte. (Hör»
tus ß index onomafticus pluntarum , quas excolebat,
Paris i65g. fol.) Er hatte fcbon einen Theeftrauch
gezogen. Auch vom kön. Garten gab Joncquet eine
Befchreibung : Hör tus regius, Paris 1 665. fol. Jetzt
fchlofs Geh Guy Crefcent Fagon9 Grofsneffe des la
Broffe, der im köp. Garten geboren war. an die Be-
förderer der Anftalt an. Er durebreifete auf feine
Koften das füdliche Frankreich , die Alpen und Py-
renäen , um Pflanzen für den Garten zufamimenzu-
bringen. Nach feiner Rückkehr ward er zum Prof.
der Chemie am kön. Garten ernannt,- und 1671 nach
Joncquet*s Tode ward er deffen Nachfolger.
Da Vallot in demfelben Jahre geftorben , fo
übernahm der Minifter Colbert felbft die Oberauf"
ficht, und verpflichtete auch den Maler Robert, der
in Dienften des Herzogs Gafton von Orleans geftan-
den, als Kabinetsmaler des Königs, die fei teuften
Pflanzen des Gartens zu malen. Diefe Gemälde wur-
den in Kupfer geftochen: 3i6 diefer Kupferftiche,
die höchft feiten vorkommen, haben den Titel:
Eftampes pour fervir ä Vhißoire des plantes, Paris
1701. fol. Obgleich kaum neue Pflanzen darunter
find, fo ift doch intereffant, dafs das Keimen der
meiften dergeftellt ift. Als Robert 1684 mit Tode
abgegangen, folgte ihm als Kabinetsmaler Job. Jou-
bert aus Poitou.
Fagon trat im Jahr i683 feine Stelle an Tout-
nefort ab, der nun der Anftalt neuen Glanz gab.
Unterdefs hatte auch Denis Dodart, deffen wir
oben erwähnten, fich der Hülfe des trefflichen Ro-
bert bedient, um vorzügliche Pflanzen • Abbildungen
zu liefern. Er gab diefe in den oben erwähnten Mä*
Fünftes Buch. Viertes KapiteL ,
moires pottr fervir ä Vhiftoire des plantet , 1676* foh
Hier kommen folgende neue vor:
Hellotropium parvißorum p. 82. . . Lobelia
ßphituica »o4- • • Campanula nitida 1 \ 8. . . Apo-
cynum androfaemifoUum ^9. . . Sifon aureus
54- • • Statice reden lata 94» • • Lillum philadel-
phicum 90. . . Mitella diphylla 106. . . Silene
quinquevulnera 98. . • Cotyhdon lutea 73. . .
Verbena urticaefolia 1 24. . . Pentaftemon campa-
nulatus 78. . . Ononis frutieofa 5j. . . Pforalea
eorylifolia 96. . . Aftragalus Carolin ianus 64. . •
Trifolium fubterrane um 22. . . After acris 60. . .
A. fibiricus 62. . . Solidago mexicana 126. . •
Chrysanthemum grandißorum Lapeyr. 66. . . Achill
lea tanacedfolia 100. . . A* odora 101. . . Cen*
iaurea fempervirens 84. • • C ficula 86. . . Ar um
triphyllum 89. . . Urtica Dodartii i3o. f. 2. » •
U.canadenßs 128.
■ •
B. Botanifche Gärten in England.
Die englifchen Gärten waren unftreitigdie reich-
ten und blübendften in jener Zeit. Denn theils war
der Handel der Engländer feit der Königion Elifa-
beth Regierung fchon fo ausgebreitet, dafs er mit
dem holländischen um den Vorrang ftreiten konnte;
theiJs ftanden die engländifchen Gelehrten in Verbin-
dung mit Reifenden aller Art; theils endlich machte
fich der Hof, feit Elifabeth, es cur Regel, rei-
che Gärten zu unterhalten und die Pfleger derfel-
ben zu unterftützen.
Der ältefte diefer Gärten ift der von Hampton-
court, der von Elifabeth gegründet, voo Karl II. und
Wilhelm III. befonders bereichert wurde« Es ift
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Wachstbum der botanifchen Gärten« 97
noch ein gefchriebenes Verzeichnifs der Pflanzen
diefes Gartens im brittifchen Mufeum, woraus man
fieht, dafs Mangifera indica, Plumeria rubra nnd
viele andere feiten e Sachen dort gezogen wurden»
Ein Apotheker, J bh» Parkinfon, (geb. 1567,) ward,
mit dem Titel eines kön. Botanicus, Vorfteher des
Gartens. Zuerft gab er ein Werk: Paradiß üi fole
paradifus terreftris, Lond. 1629. fol. Hier find Kü-
chengewächfe und Fruchtbäume, Zierpflanzen und
ausländ] lebe Gewächfe befchrieben, und auf 109 Ta*
fein in Holzfcbrfitten dargeftellt. Canna lutea Rofc.
p. 37G., Valeriana tuberofa p. 38b'. n. 2., Scabiofä
x atropurpurea p. 324- n. 3., Convolvulus tricolor p«
56 1. n. 3», Lobelia Cardinalis 355* n. 6., Datura Ta*
thla 36o. n. 2., CaJJine capenfis 6o5. n. i,, Leucoium
autumnale 110. n. 2., Narciffus laetus Salisb. 94;
n. 9., N. viridißorus Schousb. p. 93. f. 6., N* oda»
rus p. 8gvf. 5.} Allium triquetrum p. 'i43. f. 6.j Li*
7<i/m catiadenfe und pomponium 32. f. 2. 3., Omiiho*
galum latifolium 2., 0. arabicum xZj. f. i.f
Lachenalia ferotina 122. f. 1., Colchicum byzantinum
Ker. i55. f. 2., C. variegatum f. 5., Oenothera bien*
nis 263. f. 6., Geranium ßriatum p. 227. 0.7.» Me*
dicago fcutellata p. 337» n. 5. , Afclepias fyriaca?*
443. n. 2. möchten leicht alle intereffante Gewächfe
feyn, die hier zum erften Mahl vorkommen.
Auf ein anderes Werk verwandte er faft fein
ganzes Leben. Er wollte alle bis dahin bekannt ge-
wordenen Gewächfe in gewiffer Ordnung befoh rei-
ben, und abbilden 1 äffen. Ein folches Werk erfebien
unter dem Titel : Theatrum botanicum , Lond. 1640.
fol. Die Ordnung aber ift fehr fchlecht: denn bald
fleht Parkinfon auf die Kräfte, bald auf das äufser»
Anfehn. Er theilt alle Gewächfe in fiebzebn Fami-
lien: l. Wohlriechende, 2. Purgarende, 3. Giftige
und giftwidrige. 4. Steinzermalmende» 5. Wund-
Geich, 4, Btuiük. a( *, j
98 ronftes Buch. Viertes Kapitel.
Jcräuter, 6. Kahlende, 7- Hitzige und fcharfe, Ä. *
Dolden, 9, Difteln und Dornen, 10. Farrenkrauter,
Ii. Holfenfrüchte, 12. Getreide- Arten, 1 3. Grafer,
il Sumpf ' und Meerpflanzen, auch Moore,
Vermifchte, 1 6. Bäume und Sträucher, 17. Auslän-
difche. Nimmt man alle Abarten mit, fo mögen
38oo Pflanzen abgebildet feyn ; aber von dekalier-
»elften giebt er blofs Copieen aus Lobelius, Geratd
.„nd Ander» Was er Neues hat, Übt ßch auf foU
cende zurückbringen: ? %
Syringa perfica 1467. n. 3. . . Silvia t*>
earnata p. 5o> n. 4- • * Pinguicula vulgaris 5o2.
. Crocus moeßacus Ker. 166. n. 22. > . Cr.
&i//on/* Mill. 162. n. 10. . . €r. ferotiaus Sa-
lisb. 168. n,4. . > Gladiolus byzantiiius Mill. 191.
n 3. . . Globularia fpinofa 529* n. 9. . . tyo-
Wo*a /flc«*o/ii 164. m 5. . . P/tjreuma pinnalum
64q. n. 5. ^ . Afclepias amoena 386. , * £ryn*
gium pufillum 986. f. 3., . H*rac/«im e7egw Jacqu.
954. > . Selinum peucedanoides Dcsf. 904, n. 2.
Caucalis leptophylta 920. . . Statice mucronata 1200.
freea Gloriofa i55. . . D/ acawia Draco i53u
" ! tolygonum virginiaaum $07. f. 6. . . Gai/a*-
di/ia Bomtec 1 5 5 1 . f. 3. . . 4rtotia Andradme , als
irläodifche Pflanze, • - Euphorbia ijatifolia
Lam. 188. n. 11. . * Papaver cambricum 369, u.
4. * . Sanguinaria canadenfis 326. n. 8. * . onr-
racenia purpurea 1 235. f. 7. . * *r«toi« jwtroeiim
709. n. 4. . . Aflragalus baeticus 1084. —
Pre/i<m*fcej /pi«(q/a 804. * * Epipactis microphylla
218. n. 8. * . Heliaruhus frondofus i3o. n. 8. . ,
Fucia digitaius 1292. n. 5. . • F. loreus 1290. n. 6,
Es wird getadelt , dafs er aus des Lobelios illu-
ftrationes, die damals noch nicht herausgekommen
waren, mehrere Pflanzen, als von fich «ntdecktt
aufgenommen, z.B. Triticum loliaceuin *i5o.ti. it*
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Wachsthum der hotanifchen Gilten, 99
12. (Lobel. ill. p. 20.), Lappago racemofa 1174.
(Lob. ill. p. 33.), Agroftis pungens 1 187. (Lob. ill. p.
32.)» Dactylis glomerata 1182. (Lob. ilJ. p. 43.),
Cherleria fedoides 737. (Lob* ill. p. 101.), Pulmo*
naria maritima 766. (Lob. ill. p. 121.). Unzählige
andere Eingriffe in die Rechte eines Andern und Irr-«
thamer deckt How in der Ausgabe von Lobel. illuftr.
auf.
Nach Parkin fon's Tode' ward Leon. Pluknet9
(geb. 1642,) Vorfteher des kdn. Gartens / ein unge-
mein thätiger Sammler, der eine der reich ften Pflan*
2en- Sammlungen zusammengebracht, die es je gege-
ben hat. Sie kam nach feinem Tode in Sloane's Be«
fitz, und wird noch jetzt im brittifcben Mufeum auf-
bewahrt. Die meiften Pflanzen hatte er aus dem
■**
Garten zu Hamptoncourt, fehr viele aus Beaumont's
Garten zu Haag, aus Tradefcant's Garten zu tambeih,
aus du Bois Garten zu Mitcham. Viele bekam er
von Robert Uvedale zu Enfield, vom Bifchof von
London, Henr. Compton, vom Apotheker Sam.
Doody, der Auffeher des Gartens zu Chelfea war,
von Petiver, Sherard, Bobart, Wheeler, Fifhwick,
Cunningham u. a. Er liefs die Pflanzen in kleinem
Format, oft fehr unvollftändig abbilden , fuchte ihre
Benennung zu berichtigen und gab auf folche Art
2740 Abbildungen, auf 454 Tafeln, nach und nach
heraus, diezuerft unter dem Titel: Almagefium bo*
lanicuntyhond. 1836.4*9 herauskamen. Dazu gab tt
eine Mantiffa 1700, und ein Amahhcitm bötanicwnp
1705. Die neuen Pflanzen find folgende:
Chionanthus compact* t> 224* t 2. . - Linocie*
ra cotinifolia t. 241. f. i4» * • Vcronica Virginias,
t. 70. f. 2. . . V, teneila 233, 4« • Oratiola hyß
fopioidet 193, 1. . . Blyiraria crenata Vahl. 438,
1. . „ Iußicia ßricta aj^, 7. . . /. americana 423,
5. • . L procumbens 3o,a, 4* • ♦ L ädhatoda 17 3, -
7 9
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loo Fünftes Buch. Viertes Ktpittl.
3. . . /• hyffopifolia 280, 1 . . . Utricularia minor
99» 9* •'• Stackytarpheta prifmatica VabL 3ai, 1 . . .
S*. oriittc« Vibl. 327, 7. . . Tamonem fpißofa Aubl.
234,4- • • Cunila mariana 344, *• • • Ziziphora
.capitata i64> 4* • • Monarda ciliata 164, 3. . .
M. punctata 24» *• • • Salvia incarnata 194, 6. . .
5. canarienßs 3oi, 2. . . Boerhaavia hirfatm n3,
7. . . B. Jeandens 226, 7. . . Fraxinus lentifcifo-
Ua 182, 4- • • (funnera perpenfa 18, 2. . . Fa/e-
ria/?a pyrenaica 232, i„ . . Jxw corymbofa 2j5, 1.
. , Lerectm 3io, 1. . . Gladiolus galeatu* 224, 8.
. . Arifiea eyanea 299, 5. . . IrisvernaW. 196,
6. . . Commelyna virginica 174, 4- • C. benga-
lenßs 27, 3. . . C. nudißora 27, 4* • • Ficuj pe-
dunculata 178, 4« • • Schoenus anguftifolius 3oi,
1. . . Scirpus minima* 3oo, 3. • . Sc. mucronatas
4o, 3. . . 5c. pungens 40, 1 . . . Sc. uncinatus 1 90,
7. • . 5c. triqueter 4o, 2. . . 5c. eriophorus 4'9i
3. . • 5c. dichotomus 1 1 9, 3. . . 5c. lavarum Poir.
192, 5. . „ Cr per us arenaria* 3oo, 7» • • ^*
*<?/Ji« 3oo, 4. 5, . • C polyftachyas 4i6, 6. . . C
Hafpan 192, 2. . . C. cempreffus 4l7> 2- • • C.
dlfformis 4l7> 5. . • C. /ria 191,7... C. pumU
fax 191, 8. • . C. fijuarrofus 397, 2. . . Marifcus
ovularis Vahl. 91,4... AI. retrqfractus 4*5, 4* • •
M panioeus Vahl. 9 1 , 3. . . Fuirena glomerata 41 7,
&. . • Eriophorum vhrginicum 299, 4- • • Cenchrus
echinatus 92, 3. . • Pkalaris paradox a 33, 5. . .
Phleum arenarium 35, 8. . . Pantcum brizoides igi,
5. . . P. brevifolium 189, 4. . . Milium lendige.
rum 33, 6. . . Poa decumbens 34, 1. . . P. *?/i<?//a
3oo, 2. . . P. ciliaris 1 90, 5. • • Feftuca terudfo-
lia ib. 2. • , F. bromoidet 33, 10. . . Pafpalum
disfectum 35o, 2« . . Panicum fluUans 4l7> 7* »
P. brizoides 191, 1. . . P. brevifolium 189, 4. . .
AlopcGurus indicus 92, 5. . , l/rtiö/a paniculata 02,
*
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Wachsthum der bounirchen Gärten. x loj
J>. . . Sefsleria fpicata Spr. 190, 6. . . Ari/tidä
Hyfirix 191, 3. ♦ . Andropogon mrundinaceus 32,
1 . . . A. cohtortus 1 9 1 , 5. . . Ü. Sckoenanthus
190, 1. . . Chloris petraea 245, 1. . . Chi. m«-
cronata 3oo, 8. . . Triticum loliacewn 32, 7. . .
Tr, polonicum 23 1, 6. . . Eriocaulon quin quan gute*
re 221, 7. . . Molluga oppoßtifolia j5, 6. . Af.
jiric/a 256, 2. . . AI verticillata 332, 5. . . Pra-
tea cyanoides 345, 6. . . Pr. Serraria 329, 1. . .
Pr. conocarpa 200, 2. . . Pr. argen tea ib. 1. . .
Pr. hypophylla 44ö, 3. . . Pr. cucullata 3o4> 6. . .
Pr.Jaligna 229, 4, . . Globularha bifnagarica 58, 5.
. . Cephalanthus occidentaüs 77, 4« • • Spermaco-
ce tenuior i36, 4* • • Houjtonia coerulea 97, 9. . .
Muchella repens 444« 2* • • Callicarpa americana
l36, 3. . • Penaea Safcocolla 446» 6. . Buddlea
occidentalis 210,1... Exacum pedunculatum 343,
3. . . & aureum 275, 3. . . £V cordatum ib. 4. . .
CiJJus vitiginea 337, 4* • • quadr angularis 210,
& . . C.aclda i5a, 2. . . Cornus fericea 169,3.
. . Fagara tragodes 1 07, 4- • • Ludwigia alterni*
folim 4*2> i* • » Oldenlandia umbellata 119, 4. . .
Ammannia baccifera i36, 2. . . Ilex vomltoria Zy69
2. . . Cometes alter niflora 38o, 4- • • Coldenia
procumbens 64, 6. • . Heliotropium curaffavicum
36, 3. . . H. gnaphalodes 193, 5. . . Pulmonaria
virginica 227, 6. . . Barago indica 76, 3. . . Ä.
zeylanica 355, 4* • ♦ Tournefortia volubilis 235, 6.
. . Dodecatheon integrifolium Mich. 79, 6. . . Lj"
fimachia Jtricia 428, 4. . . Phacelia fimbriata Mich*
245, 5. . . Gouania domingenßs 201, 6. . . Po«
nax trifolius 435, 7. . . 4za/«i *i/co/i 161, 4. . .
Phlox pilofa 98,-1. . . PA/. Juhulata ib. 2. . . PA/.
fetacea ib. 3. . . PW. ovaia 348, 7. . . Convolvu«
inr WA<p*/eri 85, 3. . . C. a?jiW/u* 1 66, 4- • • &
tomentofiss 167, 4« . . G> vitifolim 25, 3. • . C.
loa Fünftes Butt, Viertes Kapitel*
quinquefolius 167, 6. . . lpomoea tuber ofa 267, ff.
. . *Dentella repens 356, 5. . . Trio/teum angujii-
Jolium io4i 2. . . Hyoscyamus pußllus 37, 5. . .
Phy falis curqjjavica 1 1 1, 5. . . Solanum verbafeifo-
llum 3i6, 1. . . 5. fanetum ib. 2. . . 5. mammo-
fum 226, 1. . . $• virginianum 62, 3. . . «S. tri*
lob a tum 3 16, 5. . . Ce/irum laurifolium g5, 1. , ,
C. nocturnum 64» 3. . . Cordia Collococca 1 58, 1 . . .
Varronia lineaia $28* 5. . . V. falvifolkt ßalb. 221,
3. . • Zizyphus lineatus 122, 4. . . Z. Napeca
2 t 6, 6, . * Cory mbium glahrum 272, 4» • • C. fea»
brurn ib. 5. . . Phylica plumofa 342, 1. . . PA.
acerofa W. 445, 1. . . Ceanothui intermedia* Purfh.
28, 6. . . C. africanus 126, l. . . C. afiaticus 63,
a. . . Scopolia aculeata g5, 5. . . Celofirus lud*
dus 80, 4* • • C* bullatus 28, 5. • . C. pyracan*
ihus 126, 2. . . Evonymus americanus 11 5, 5. . .
Diofma cupreffina 279, 2. . . D. erieoides ib. 5. . .
D. pubefeens 4u, 3. . . Z)., eiftoides Lam. 342, 5.
. . Brunia lanuginofa 3i 8, 4* • • Cedrela odorata
\5y} 1. . . f/o/a pnfmata ^Ji 9* • • ^* pedata
n4> 7. . • ^i*« arbor*a 412, 2. . . Claytbnia vir*
ginica 102, 3. . . Celofia Monfoniae 357, 4* • •
C. nodißora i33, 2. . . lllecebrum brachiatum 334»
2. . . /• iavanicum 1 o, 1 . . . Üefmochaeta micran\-
tha Dec. 82, 2. . • Thefmm umbellatum 342, 4- • •
Gardenia Randia 97, 6. . . PJ umeria rubra 20 7, 2.
. . Tabernaemontana Amfonia 11 5, 3. . . Periplo*
ca efculenta 359, 6. . . P. indica ib. 2. • • P- o/W*
Cfl/ia 1 37, 4* - • Apocynum cannabinum 1 3, 1. . •
Ajdepias pubefeens 13g, 1. . . 4. variegata 77* 1.
. . if. afthmatica 336, 2. , . A* frutlcota i38, 2.
. . ii verticillata 356, 4. . . Ceroprgia tenuiflora
335,' 1 . • . Heuehera americana 58, 3. . . Gentia*
na ochroleuca 186, 1. . . Eryngium virginicum Lam.
396, 3. . . Trachymene ineifa Hudg. 454> 6- • •
1 .
-
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WÄchjthum der bötamfcben Gärten. 103
*
Angelica lucida 4^2, 5. . . LaßrpUium peuceda-
noides 96, 2. . . Sifon inundatus 61, 3. . . Bu-
bon Qalbanum 12,, 2. . . Rhus villofa 219, 8. . .
Rh, angufiifolia ib. 6. . . V'ihurnum prunifolium
46, 2. • . Pharnaceum Cerviana 332, %. . . Ph.
glomeratum'5'5i>'5. . . Ph. albens 3o4, 4. . , Pfc.
diftichum i3o, 6. . . B afeil a alba 63, 1. . , Saro-
thra gentianoides 54^, 2. . . Evolvulus hirfutus
9, 1. . . Ssatice minuta 200, 5. . . St. dijfufa,
5. . . Aldrovanda vefioulofa 4i > 6, • . DrofophyU
lum lufitanicunx Link. 117, 2. • . Craffula ßava
3*4> 2* • • Cr. gentianoides Lam. 4*5*6. . . Ma-
hernla verticillata 344> 4- • . Bromelia Pinguin
258, 4. . . Amaryllis Atamajco 42, 3. . . Ponte*
deria haftata 220, 8, . . Afparagus retrofractus
375, 3. . • A aßaticus 1 5, 4« • • A capenfis 78,
3. . . Aletris farinofa 2. • . tuncus nodofus
92, 9. . . Achras mammofa 268, 2. . . Canarina
Campanula 276, 1 . . . Melanthium virginicum ^34t
8. . . Medeola virginica 328, 4. • . Trillium fefi
file 111, 6. . . Xerophyllum fetifolium Michaux.
342, 3. . . Saururus cernuus 1 17, 3. 4- • • Dw-
a/Mtra proftrata 267, 5, . , Septas capenfis 34o, 4»
•V Osbekia zeylanica 4» • • Rhexiajvirgukca
202, 8. * . RKmariana 428, 1. . , Qenofhera fi*
71 u ata 2o3, 3. ; . Gaura biennis 428, 2. . . i)o-
donaea vifcofa 44% 5. . . Valentinia Uicifolia 196,
3. . . Vaccinium ftamineum 309, 3. . . frica /i/a»
nifolia 347, 6. , . £. Bruniades ib. 3. . , f. apfyn*
thioides ib. 4» • • & gnaphalodes 346, 2« « . £*•
Plukenetii 344) 2. . • Daphne alpina 229, 3. . •
Gnidia oppofitifolia 323, 7. . . Polygonum tomen-
tofum 210, 7. . . P. perfoliatum 3g8, '1, . . P,
Jeandens 177, 7, . . Coccoloba pubefcens 222, 8. . .
C. punctata 207, 4* • • Seriana t riter na ta ,168, 5.
Sapmdus rigldus 217, 7. . . Forskolea tena*
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104 Fünftes Buch. Viertes Kapitel,
cijjßma 275, 6. . Diospyros virginiana 244» 5. - -
Acer Negundo 123, 4« 5. • • Laurus Benzoin 10g,
3. 4» • • Podaliria geniftoides 4» 3, 5. . . P. myr-
tlllifolia iS5, 2. . '. Cajfßa auriculata 5 1 4> 4- •
,C nictitans ib. 5. • . öuilandina Bonduc 2. 2. . .
Cuaiacwn officinale 55, 3. 4- •,- fanetum 94»
4. . . Zygophyllum Morgfana 429> 4- • Mono-
cropa unißorä 209, 7. . . Melaftoma hirtum 2.65%
1, . . M. discolor ib. 4. • • M- Acinodendron i59,
, 1. . . Kalmia latifolia 579, 6. . . it. anguftifolia
161, 5. *. » Clethra alnifolia 11 5, 1. . . Pyrola
maculata 54j)> 5. . . Trianthema mono gyn um g5,
4. • • TV. pentandrum 120, 3. . . Saxifraga pen-
fylvanica 59, 1. . . & vernalis WiHd. 222, 5. , .
öypfophtla proftratajS^u.. . Silene virginica 2o3, 1.
. . Arenaria graminifolia Scljrad. % 3. . . Malpighia
puniclfolia 167, 4- • • Erythroxylon fxderoxyhndes
442« 3. • . Suriana maritima 24*» 5. • . Oxalis
violacea 102, 4« • • 0. verficolor 4^4t 5. • . 0.
ÄiWa ib. 7. . . 0. tomentofa 45 o, 6. . . Phytolac-
ca decandra 225, 3. . . Afarum virginlcum 78, 5. • .
Crataeva gynandra i47> 6- • • Litfaea trinervia JulT.
38 1, 2. • . Talinum trianguläre io5, 6. . • Trium-
fetta Lappula 245, 7. • . Tr. Bartramia 4»> 5. . .
Sterculiafoetida 208, 3. . . Euphorbia cereiformis
a3i, 1. . . £. Hyfirix 23o, 5. . • £• maculata
65, 8. . • £. thymrfolia ti3, 2. . . corollata
44^9 3. • • f. microphylla Lam. ib. 5. . . JE*, yä-
iureioides Larp. ib. 2. • • C actus coccionellifer 28 1,
2. . . C. curajjfavicus ib. 3. . • C. Phyllanthoides
Decand. 247, 5. . . Myr tut tomentofa 372, 1. . .
M «rem i55, 3. . . M. Pimenta ib. 4* • • ^»ty«
gdalus pumila 11, 4* • • Prunus Capulin Gav. 1 58,
4* • • Crataegus coccinea 46, 4* • • Cr« parvifolia
100, 1* . . Cr. Crus galli 46, t. . . Sefuvium Portu-
lacaftrum 216, 1. • . Gliaus dictamnoides 356. 6. . .
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I
r
#
Wachsthum der botaniTchen Gärten. 105
Mesembrianthemum umbell a tum 117, 1. . . Spiraea
tomento/a 3z 1,. 5. . . Sp. trifohata 236, 5. . •
Capparis fepiaria 538, 1. % . C. Cynophallophora
172,4* • • Actaea racemofa 585, ^ . Ciftus lae»
vipes 84, 6, . . C. polifolius 25, 6. . . Corchorus
acutangulus 44» *♦ • • C> faßten laris 4~$y 6» • •
Magnolia glauca 68, 4» • Arungana mollußa Juff.
«4*» 3. * . Xylopia glabra 2ö8, 4- • • Anemone
quinquefolia 106, 3. . . 4. thalictrvides ib. 4* • •
Clematis virginiana 379, 4* • • C/. ochroleuca ib.
5. . . Anamenia lafer puiifolia Venten. 95, 2. • ,
Brafenia peltata Purfh. 349» 3, . . Clufia rofea \5j,2.
Teuer ium iaponicum 441, 2. . . Hyjfopus ne-
petöides i5o, 3. . . Nepeta virginica 85, 2. . .
Elsholtzia crifiata 43o, i. . . Sideritis canarienßs
322, 4» • • Byßropogon fuaveolens 3o6, 3. . .
Hyptis capitata 222, 7. . . Stachys aethiopica 3i5,
3. . . Marrubium africanum 3o6, 2. . . Phlomis
%eylanica 118, 4« • • Clinopodium incarium 344» 1 •
. . Scutellaria integrifolia 3 1 3, 4» • • Phryma
leptoftaehyä Z&o, 8. . . Bartfia coccinea 102, 5. . -
Rhinanthus ccTpenßs 5 10, 2. . . Gerardia delphini-
folia 358, 3. • ■ (7. tenuifolia 12, 4. • • G. jlava
589, 3. . . <?. quercifolia Purfh. 58g, 1 . . # Chelone
obliqua 348, 3. . . Scrofularia Scorodonia 59, 5. . .
Hemimeris montan* 33i, 3. . . H. diffufa 32o, 5.
. . Bignonia fempervirens 112, 5. . . B.Leucoxy-
Ion 200, 4* • • Citharexylon cinereum 162, 1. . •
Crefcentia cueurbicina 171, 2. . . Gmelina aßatica
5o5, 3. . . Lantana involucrata 11 4, 5. . . L»
aculeata 233, 5. . . Manulea tomentofa 3 19, 2, . .
Büchner a aßatica 3g4> i. • • Ob olaria virginica 209,
6. . . Orobanche unißora 348, 3* • • Mimulus
ringens 393> 3. « • Schwalbea americana 348, 8. . -
Barleria longifolia i33, 4. . . Hyftrix 119, 5.
» .. Bontia daphnoides 209, 5- - . Blepharis boem
♦
1
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to6 Fünftes Buck Viertes Kapitel.
ftaaviaefolia Juff. 99, 3. • • Subularia aquätica
188, 5. . . Car dämme virginica 101,4... C.
africana ib. 5. • . Heliophila integrifolia 432, 2. . .
Arabis canadenfis 86, 8. . . A. reptans Lam. 5i, 5.
. A. runeinata Lam. 206, 3* * • Oleome tenella
224, 3« • • Walthera americana 1 5o, 6. . . JP. an*
guftifolia ib. 5. . . Sifyrinchium Bermudiana 61 ,
2. . . Melochia concatenata 9, 5. . . Pajßßora
laurifoüa 2 1 1 , 3. • • P minima 2 1 o, 3. . . P.
*a*a ib. 4. • • P- hibljcifoliaham. 212, 1. . . Ero~
dium maritimum 3 • > .4. • • Pelargonium betullnum
4i5, 3. . . Helicteres Ifora s45i 2. . . Dombeya
Erythroxylon 333, 1. . . Sidacapenßs 240, 5. . .
•S. retufa 9, 2. . . & alba ib. 3- • • & humilis i32,
5. . . 5. aßatica 1 26, 5. • . S. rotundifolia 356t
l. . • S. cordifolia i3i, 2. . . S. periplocaefolia
74, 7. . . Malva gangetica ib. 6. . . M. fragrans
43 1» 5. . • *M. parvißora 44» 2. . . Af. hifpanica
ib. 3. • • Lavatera triloba 8, 3. • . Urena ßnuata
5, 3. . . Gojfypium hbfutum 299, 1. . . <7. 6ar-
'badenfe 188, 1. . . ^Hibi/cus kafiatus 127, 2. . .
H. hirtus 254, 3. • . H. aethiophus ib. 2. . . f/.
Manihot 355, 2. . . H. virginious 6, 4* • • Ptsvo-
nia zeylanica 125, 3. • • Gordonia Laßanthus 352,
3. . . Fumaria Cucullafia 90, 3. • • F. veßcaria
535, 3. . . Polygala Heißeria 229, 5. . . P. /a*ea
458, 6. . . P. fanguinea ib. 5. . . P. verticillata
ib. 4. . . Amerimnum Ebenus 89, 1. . . Pifcidia
carthaginenßs 21 4» 4- . . Borbon ia trinervia 297,
4. . . & lanceolata ib. 3« • • Afpalathus capitata
597» 6. . . if. aftroites 4*5> 2. . . ifl. thymifolia
ib. 1 . . . . ericaefolia ib. 6. . : . unißora ib.
7. • . if. araneofa 4*4* 4« • • ^* indica 201, 2. . •
>t quinquefolia 278, 4« • • -4. callofa 345, 1. • .
Crotalaria imbricata 388, 3- . . Cr. laevigata Purfb.
277, 2. . • Phafeolus femierectus 2i4> 2. . . P/i.
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Wachsthum der botanifchen Gärten. 107
trilobus ib. 3. • • Dolichös fcarabaeoides 52, 3. . .
ZX bülbofus ib. 4. • • A biflorus 21 3, 4. . . I>.
wr^/ij 21 3, 2. • • D. pruriens 2 t 4, 1. • - Orobus
pyrenaicus 210, 2. . . Lathyrus Clymenum 1 14, t>.
. . Vicia fylvacica 7 i, 1. . . P. caQiibica j'2} 2. . .
F. peregrina 233, 6. . . Cytifus foliolofus 277, 6.
. . HaUia hirta 454% 8. . . Hedyfarum gangen»
cum 5o, 3. . . H. fpinofiffimum ib. 2. . . • H. coniu-
gatum 102, 1. I . H. pulchelluin 433> 7. . . //.
capitatum ib. 3- • • H- viridi/lorum 3o8, 5. . . H.
paniculatum 43^, 6. . . Indigofera pforaleoides
020, 3. • • f» cytifoides 181, 3« • • Galegavirgi*
niana 23, 2. * . (7. villofa 5g, 6. . , (?. Colutea
i6S,3. . . argentea Lam. 52, 1. . . Trifolium
maritimum 11 3» 4- • • Tr. glomeratum ib. 5. . *
Loiu; creticus 43, 1. . . Hypericum er icoides g3,
5. . . H.fimplex Mich. 245, 6. . . Prenanthes al-
tijfima 3^7, 2. . . Vernonia noveboräcenfis 1 09, 3*
. . liatris ßariofa 177, 4. . • fpicaea 424% 6. . .
Cacalia atriplicifoUa{\o\y 2. . . Ethulia divaricata
31,9. . . Mikania fcandens .WilJd. i63, 3. . . £w-
patorium hyjjopifolium 88, 2. . . . £. arömaticum
ib. 3. . . rotundifolium ib. 4. . • £• perfolia*
tum 87, 6. . . 2s. coeleßinum 394, 4- • . Agera-
tum ciliare 8 1 , 4« . • Pteronia camforata 345, 5. . .
Artemi fia chinenßs 3^3i 5. . . Gnaphalium cepha»
lotes'^\Oy 2. . . diver gens 4o6, 6. . . <wi.
teretifolium 3o8, 2. . . (7/1. cylindricum 298, 4. • •
felinum ib. 3- • • Gl cymofum 279, 1. . .
Gn> odoratijßmum 173, 6« • • G". fquarfofum 3*3,
1. . . plantaginifolium 348, 9. • • (7/1. norfi-
ßorum 3t, 5. . . C?/i. indicum 187, 5. . . Elichry
Jum fejamoides 449» 5. . . Conyza bifrons 87, 4. • •
C. bifoliata 177, 1. . . Tujfilago iaponica 390,6.
. . Senecio unißorus 39 > 7. • • & grandiflorus
422,5. • . Afier tenellus 271, 4. . . 4« folidagi-
10* Fünftes Buch. Viertes Kapitel/
hoides 79, 2. . . A. linarifohus i4> 7* • • A* te-
nuifolius 78, 5. . • A. infirmus 79, 1. . . Solida-
go canadenfis 236, 1. • • & odora 116, 6. . . &
bicolor ü4, 8. . . JVitt/a fquarrofa i6, 1. . . /.
mariana 34o» i. . • i» aromatica 326» 1. . . Ami-
ca crocea 543, 7. • • • Leyjferä Callicorna 35o, 1 . . .
Chrysanthemum procumbens Lour. 43o, 3. • • P)'*
rethrum frutefcens 272, 6. . . P.ferotinum 17, 2.
. . Cotula anthemoides 27h, 6. . , C. tanacetifo-
lia 43o, 7. . . Anthemis Cota 17, 5. • • Eclipta
erecta 109, 1. . . proftrafa 1 18, 5. - . Phae-
thufa americana 342, 6. . . Buphthalmum durum
2i, 5. . . JB. helianthoides 22, 1. . . Heliantkus
gigariteus i5$, 5, . . Rudbekia triloba 22, 2. . .
iL 7«>fa 242, 2. • . .R. purpurea 21,1... Co-
rtfo/j/Ix tenuifolia 344, 3- . . C. auriculata 4.
. . , C. alter nifolia 1S9, 3. . . 0 orter ia per fonata
273, 6. . . Berkheya incana ib. 5. . ■• 2?. ciliaris
354> 3. . . Polymnia Uvedalia 85, 3. . . Chryfo-
gonum virginianum 242, 3- • • Arctotis paradoxa
3 12, 5. . ./ 4. pilifera 276, 2. . . Ofteofpermum
polygaloides 382, 2. . . Parthenium integrifolium
219, 1 • . . fwx frutefcens 27, 1 • . . Sphaeranthus
africanus 108, 7. . . Are thufa bülbofa 348, 6. . .
yf. parvißora >b. 1. . , -4. verticillata ib. 3« • • 4-
ophiogloffoides g3, 2. . . Malaxis paludofa 247, 2. . .
Cymbidium Odontorrhiza 211, 1. 2. . . Vanilla aro*
inatica 3 20, 4. . . Cypripedium pubefcens 4 18» • •
Ariftolochia Serpentaria\\tfiy 5* . . Podoftemon Ce-
ratophyllum Mich. i38, 1. . . Car*x remota 34, 5-
. . C pilulifera 91,8... C.folliculata 4 19, 1. . .
Comptonia afplenifolia 1 00, 6. 7. . . Tragia urens
107, 6. . . 2V. cannabina 220, 2. . . Hernandia
fonora 208, 1. . . Ambrofia paniculata 10, 5. . .
-Zamia integrifoüa Ait. 3og, 5. . . Iuglans compref
fa ib. 2. . . Oftrya virginica i56, 1. * . ifrwn
■
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, Wachs thum der botanilchen Gärten. . 109
»
Dracontium 271, 2. . . Caladium fogUtaefolium,
149, 2. . . Belis iaculifolia Sahsb. 35 1, 1. . . Cw
prejfus thyoides 345, 1 . . . Acalypha 'virginica 99,
4. . . Croton fidae/olius Lara. 220, 5. . . Cr. fpi»
nofus io8,3. . c. latropha glauca 220, 4. . . <Sa-
pium aucuparium 229, 8. . • Phyllanthus dumofut
18 3, 4* • • P^ Urinaria ib. 5. • . Ph./alcaius 247»
4« • • Bradleia finica 368, 1 • . . Cucumis Anguria
1 70, 3. . . C. maderafpatanus ib. 2. . . Anthofper- •
YYiufn aeihiopicum i83, 1. . . A. ciliare 344i 7» • •
Moniinia acris 333, 3. • . Myrica cerifera 48, 9. . .
A/. aethiopica ib. 8. . . AI ferrata 4249 3. • • Af.
cordifolia 3 19, 7. . . Xanthoxylon Ciava Hercülis
239» 4, . . iuglandifolium Willd. ib. 6. . . X.
rhoifolium 392, 1. . . X aromaticum ib. 2. . . Smi*
fax hafiata 111, 3. . • «Sm. herbacea 225, 4* •
<Sm. PJeudochiaa 1 1 o, 5. . • Diofcorea villofa 375,
5. . . MargarUaria nobilis 176, 4. . . Menifper»
mum canadenfo 36, 2. . . Af. Cocculus 345, 2. . .
Af. hirfutum 584, 7. * . AI. myosoioides ib. 3. . .
€iyjortia rufcifolia 297, 2. . . CL ferobilifera ^f5t
2. . . Cl. trifoliaia 3 ig, 4» • • Iuniperus barba*
denfis 197, 4. . . iß#a microphylla 1, 6. . . J.
marginata 1 4*> 2. . . /• nodofa 21 1, 5. . . Definan-
thus cihereus 121, 5f . . Acacia reticulata 123, 2»
. . 4. einer aria 2, 1. . . if. iamarifeina 329, 3. . .
A odoratifßma 55 1, 4- • • ^* arborea 25 1, 2. . .
if. arabica a5i, i« . . Lebbek 33t, 1. . . if.
korrida 121, 4* • • ^* cai^Sa 3 3o, 1. • • Burfira
gummifera i5i, 1.
Acrofiichum forbifotium 286, 3. . . if. aurtiOTt
288, 2. . . if. bifurcaium 35o, 4. . . if. a/cicor*
iitf 4^9, 2. . . A.velleum 281, 4* • • Polypodium
lycopodioides 290, 3. • • P. fcolopendroidej ib. 1. • .
P. incanum 289, 1. . . P. reptans 286, 2. . . P.
«fw/!mifc 288, 1. . . P. phymatodes 4o4, 1. 5. . .
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119 Fünftes Buch. Viertes Kapheb
-
«F. h9xo gonopterum Mich. .284» 2. # , P.grifeum
Sehn. 282, 4. . . P. arvonicum With. 89, 5. . .
fanaum «83. . . P. q0fa/ttm Sw. 295. . . P. tye>-
luncae 244» 2* • • Afpidium trifoliatum 291, 5. .
,4. unitum 244» x . . • if. ooriandrifolium 284» 5. .
if. cicutarium 289, 4* • • A* foatanum 89, 3. . . if,
montanum ib. 4* • • if. lobatum Smith. iSo^B. .
if. aculeatum ib. i. . . if. fpinulofum 179, 5« .
A< falcatum 4°5, 1. . . Htmionitis pcdmata 291, 4*
' . . Afpfenium rhizophyllum 1 o5, 3. . . if. ebeneum
286,1. . . if. polypodioides 287, 2, . . A.palma»
tum ib. 4. . . A.furcatum i23, 6. . . .PterUfer*
rulata 4oyt 2. . . Pt.arguta 290, 2. . . ft biau*
Tita 4ot, i. . . P*. atropwpurea ib. 3. , , Pt.pe*
data 286, 5: • . Bltchnum aufträte 89, 7. Wood*
wardia virginica 179, 2. . . JF. anguftifolia 399, 1.
. . Adiantum reniforme 257, 5, . . if. pedatum
. 124, 2. . . ^. pumilum 25 1, 4* • • A. denticula-
tum 252, 5. . . if. radiatum »53, 3. • . 4. aethio-
, plcum ib, 2. . . jf tenerum 254» *• • • ^ pallent
4o3, 2. . . Davallia tenuifolia 4, 1. . . Dipkfani*
apüfolia 282, 1. . , Hymenophyllum tunbrigeaje 3f
5. . . Schizaea pectinata 95, 7. • . Ofmunda fpectaL
bilit 181, 4. * • Batrychium du/eotum 4*7 1 5. . .
Toiea e/>iMU W. ib. 5. . . jMoAria thurifraga Sw.
35d 10. . . Lycopodium curvatum Sw. 47» 9. • •
iL rupefire 100* 2. . . I» annotinum 2o5, 5. . •
I«. cernuum 43 1, 3. . . L, Bryopteru 100, 3. . . JL
v canaliculatum 453, 8. . . Pilularia globulifera 48,
1. . . Elende Figuren der Moofe: Dicranum pottm
cidum 44> 7* 6tc. • . Fucus amphibius Hudf. 47, i3.
F. plicatus 184, 3. . . Conferva capülaris £4, 9*
Nächft dem kön. Garten war der Apotheker«
Garten zu Cheifea einer der beruh mteften. 167?
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Wachsthum der botanischen Gärten. m
ward er von einer Gefellfchaft Londoner Apotheker
gegründet, 1686 feyerlich eingeweiht, und Jak. Ptf-
tiver, (f 1718,) einer aus der Gefellfchaft, nahm,
fich mit unermüdlichem Eifer diefer Anftalt an. Er
befebrieb die wichtigern Pflanzen des Gartens zu
Chelfea und anderer Gärten in den Philo/, transact.
vol. 27. n. 332. 333. 307. 343. 344- 346. Aber er
fammlete auch ausländifche Pflanzen, deren er eine
zahllofe Menge znfammenbrachte : diefe, nebft fei*
nen übrigen naturhiftorifchen Schätzen, kaufte Sloa-
ne für 4ooo Pfund: fie machen einen Theil des brit-
tifchen Mufeums aus. Faft alle reifende Naturfor-
fcher theilten ihm mit, was fie gefunden: er rühmt
befonders Hugh Jones, der ihm aus Maryland (Phil,
transact. n. 246. ) , Joh.Smyth, der ihm aus Guinea,
(daf. n. s32.), um! Sam. Brown, der ihm aus Oftin-
dien eine Menge Gewächfe gefchickt, (daf. n. 243.
264. 267. 271.). Er machte Abbildungen der brit«
tifchen Pflanzen bekannt, wovon aber viele aus Ge-
rard entlehnt find: er gab ein Gazophylacium und
Mufeum, jedes in zehn Dekaden und einen Hortus
ficcus pharmaceuticus. Diefe und mehrere feiner
Schriften Gnd zufammengedruckt in den Operibus hU
ftoriam naturalem fpectantibuz , vol. 1 — 3. Lond.
1764» fol. mit 01 o Kupfertafeln.
Es ift fchwer zu fagen, was eigtntlich neu ift;
doch möchten folgende wohl die wichtigften Pflan-
zen feyn :
Chionanthus virginica bort. ficc. 24 1. • • Scir-
pus fupinus phil. transact. n. 282. p. i253. . . Sc.
antareticus ib. p. 1261. . . Cyperus exaltatus muf.
n. 53g. . • C alopecuroides n. 5g 1. » <- €ornuco-
piae cucullatum gaz. t. 73. f. 5. * . Avena Jcerilis
ib. t. 38. f. 7. . , Eriocaulon decangulare ib. 6, 1. « «
Protea nana ib. 25, 7. . » Pr. Levi/anus ib. 5, 7. . .
Galium faxatile herb. 3o, 6. • , Polypremwn pro»
III Fünftes Buch» Viertes Kapitel,
cumbens gaz. 5, 6. . . Slairia ericoides ib. 2, 10. .\
flantago virginica ib. 1, 10. . . Spigelia Anthelm ia i
ib. 5g, ior. : . Chcnopodlum ficifolium berb. 8, 3. . .
Atriplex ütoralis ib. 7, 4« • • Ligufticum cornubien-
fe ib. 26, 9. . . Sium nodtflorum ib. f. Z. . . C*#r-
j?<r Maurocenia gaz. 5j, 4. • • Craffula fubulata ib.
89,8. . . Tillandßa ufneoides ib. 62, 12. . . Pon-
tederia cordata ib. 1, 12. . . Eucomis nana ib. 85, 6.
. . Hypoxls erecta ib. 1 , 4- • • Loranthus Scurrula
ib. 63^ 8. . . Erica gtutinofa muf. n. 161. . .
corifolia gaz. 3, 7. . . E. Daboecia ib. 27, 4. . .
Euphorbia pil ulif er a Ib. 80, i4» • • Mesembrianehc-
mum geniculißorum ib. 78, 3. . . M. corniculatum
ibw 77, 10. . . M. emarginatum ib. f. 3. . . Rq/a
uutfca ib. 35, 11. . . Ranunculus nodißorus ib. 24/
9. . • Mentha piperita berb. 3i, 10. . . Sibthor-
pia europaea ib. 6, 1 1 . . . Hyobanche fanguinm gaz.
37, 4. • . Arabis hifplda herb. 5o> 3. . . Herman- ,
fita althaeifolia gaz. 43, a- • • taffiflora pedata 11 4»
4. • . PeiargonUtm angutofum ib. 84> 5. • • £*• »i-
tifoluim ib. f. 6. . . P. trifidum ib. 11. . . Crota*
laria biflora ib. 3o, to. . .* Halliafororla ib. 32, 1.
• . Hedyfarum bupleurifolium ib. 11, i2. . . //.
nummularifolium ib. 26, 4. . . H. cytindricum Poir.
ib. l. . . latebrofum ib. 3o, 11. • • Indigo-
fera depreffa ib. 83, 9. „ . Athanafia punctata ib.
8 1,6. . . if . parviflora ib. 34, 1 . . . Gnaphalium
fafciculatum ib. 82, 6. . . Gn. faftigiatum ib. 7,3.
. • Gn. fpbcatum ib. 8, 12. . . EUchryfum vfftitum
ib. 1, 9. . . Solidago eambrica herb. 16, it. 1 .
Stoebe cinerea gaz. 3, 9. . . Sf. plumofa ib. 5, 4- • •
Sf. /w/ca ib. 2. . . Serapias oxyglottü ib. 128, 5.
SagUtaria trifolia ib. 19, 3. . . St iiiin gia febifera
ib. 34, 3- • . Reftio dichotomus ib. 7, 5. . • Dio»
fcorea oppoßti/olia ib. 3i> 6. . . Atroßichum fpecio»
fum 61, S. . . 4. maequale 4g, 4. - . Pofypodlum
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t
WAchs thttm der botariifchen Gärten: f jj
fiigiTfofum Sw. Jb., 61, 4« • • jdiantum philippenfe
ib. 4, 4. . - Cbeilanches fuaveolens Sw. ib. 73, 4. # .
Adiantunx aculeatum ib. u, 6. . . Schizaca dicho»
loma ib. 70, 12. . . Lygödium circinnatum ib. 64,
10*. * Pha/cum cufpida tum ib. $5, 1^. * . Splach«
num .rubrum muf. n. 70. . . Tortula tortuofa ib;
(55, 8. . Mnium undulatujn ib. g5, 16. . . Inn*
germanniafurctta muf. o. 253.
« ■ 1
Einen fchpneu. Garten unterhielt der* BifcW
Von London, Henrich Compton, (geb. i632, f 1713,)
feu Fulham. 4 Ray , deffen fo wie Pluknet s und Peti*
ver's Gönner er war, befchreibt (hi/t. plant. 2, 1798J •
^einige feltnere Gewächfe jenes Gartens: z. ß, den
Kaffev und Tulpenbaum, Cornus fericea^ taquidam-
bar,, Aralia fpinofa, Iuglans nigra u. f. f. Noch,
i75i waren Hefte der Anftalt übrig, welche Wilb:
Watfon befchrieb; (Phil* tr ansäet, vol. 47* P- 241.)
Bier kommt unter andern Gieditfchia triacantha und
Fiftacia Vera vor./ vom Garten des Generals Lam-
bert zu. Wirabledpn wiffen wfr nur, dafs er i65g
Amaryllis farnienGs enthielt. (Douglas defer. of tha
Cuernfey-Lüy, 1737.(01.)
Job. Trade feant, Vater und Sonn* waren fehi
berühmte Gartenkünftler jener Zeit. Der erfte«
nachdem er einen grofsen Theil des reiten Landes
von Europa durchreifet, diente verfchjedenen Gro-
ben» erft dem Grafen von Salisbury , dann dein t#ord
Wotton , und dem Herzog von Buckingham. (Parkinf.
paradß i5ii)* Endlich kaufte er fich felbft eioea
Garten zu Lambeth, der befonders an morgenländi«
feben Gewächfen aufs erft reich, war. {Parkinf. paratL
5y5. Pennants Lond. 28. 29.) Der Sohn hatte* Vir« ,
jginien befucht, fetzte die Unterhaltung, des Öarteni
fort, und r «Timlete ein Mufeum, deffen Befcbreibung
er herausgao: Mufeum tradeftüntUuium, LöncL i656^
Otich, d, fiottaii* 3, Bt * - £ ,
»
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Ii4 Fünftes Bach. Viertes Kapitel. '
12. Hier findet man auch ehi Verzerchnlfg derPflani
zen feines Gartens, wo lafminum hmmile und odora*
tijßmum, Monarda fiftulofa, Soldanella dlpina, Lam-
rera fempervirens , Capßcum frutefcent , Vitts Labruß
fa und vulpina, Heuchera americana, Rumex vefi*
cariuSy Melid Azedarach , Rhododendron hirfutumf
Vßdium pyriferum u. a. vorkommen. Er vermachte
feinen Garten und feine Sammlungen einem Afh-
mole. {Pennants Lond. p. 29.) Noch 1749 befchrieb
W. Watfon den Tradefcant'fchen Garten. {PkUoß
transact. vol. 46. P- »60.)
Der botanifche Garten derUiriverfität zu Oxford
ward erft i632 gegründet, da der Graf Danby die
^Mittel dazu herfcbofs. Ein Braunfeh weiger, Jak*.
Bobart) war der erfte Vorfteher des Gartens. Er
gab 1648 ein Pflanzen- Verzeichnifs, welches Sfm.
Paulli in feinen viridariis, p. 3^5 — 394. abdrucken
läffen. Triticum monocoecon, Lycopfis pulla> Ana gab
Iis Monelli u. a. find hier zuerft aufgeführt. Wiih.
Brown und Phil. Stephens gaben i658 dies Ver-
zeiebnifs vermehrt heraus. Salvia verticillaia, Iris
fambucina, CynoglöJJum pictum, Senium violaceum,
Lyfimqshia Linum ftellatum, Statioe minuia, Amaryl-
Iis Jbrmoji/fimay Cafßa Sophera erscheinen hier
nebft vielen andern in brittifchen Gärten zuerft.
1680 ward auch der Garten in Edinburgh ange
legt, von dem Jak. Sucherland den erften Katalog
i683 herausgab. Hier kommen Dipfacus läclniatus,
Scabiofa maritima 9 prol'rf er a^ graminifolla, Planta
Lag opus, LitHofpermum frutitofum , Onofma echioides,
Verbafcum ferrugineumy Rhctmnus infectorius, ßvo-
nymus americanus, Ribes reclinatuni9 lllecebrum ca-
pitatum , Veletia rigida, Dauöus murbcatus , Impera*
toria verticillaris , Thapfia garganica , Statice oteae>
folia, Amygdalus nana u. a. tor.
1
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I
Wachs th um der botanifchen Gärten. , 115
Im Jahr 1 665 erfchien J. Reas flora, or a com-
plete florilege, Lond. fol., worin von der Cultur der
Pflanzen, Bäume und Blumen gehandelt wird, und
einige feltene und neue Pflanzen vorkommen, z. B.
p. i->2. Erythronium americanum Ken, p. 16. Laurus
tnäica. Auch die Herzoginn von Beaufort unterhielt
feinen trefflichen Garten, wovon Sloane's handfciirift-
liches Verzeichnifs im brittifchen Mufeutn ift. Hier
kommen fchon Anacardium occidentale , Cajjia C/ia-
maectijtay Guaiacum ufßcinale , Euphorbia canarir n~
fis , Semper vivum canarirtife und arachnoideum , P/i-
dium ptomijWum , Mesembrianthemum albidum, fcal-
pratum Haw., pugioniforme , nectiflorum, fpinofum,
muri cttum, acinu* iforme , tuberofurn, perfoliatum,
mivans, hifpidum, u.a. vor.
C. Botanifche Gärten in den. Nieder* \
landen. /.-» .:.-.) .
Der ausgebreitete Handel und die Neigung rei-
cher Holländer brachte eine Menge der feltenften
und intereffanteften Pflanzen, befonders vom Kap
und aus Oftindien in die Gärten. Aber die Sucht,
mannicb fache Spielarten zu ziehn, war auch allge-
mein, und zeigte fich befonders in dem abgefchmack-
ten Handel mit Tulpenzwiebeln, der in der erften
Hälfte des fiebzehnten Jahrhunderts bis zum Uniinn
getrieben würde. Man wog die Zwiebel n , und be-
zahlte den Gran mit zehn und mehr Gulden: daher
manche Tulpenzwiebel mit iooö — :t4°o° Gulden
bezahlt wurde. Auch zog man Wechfel darauf, wie
auf baares Geld. Im Jahr i63? wurde durch obrig-
keitliche Verordnung diefem Unweferi ein finde ge-
macht. {Muntin g otffening der planten t p. 630 v
Der botanifche Garten zu Leiden war zwar der
ältefte , aber nicht der reichfte in Holland. Nach
8«
«
1
1
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*i i # ' Fünftes Büch. Vi er t es Kapitel; '
* *
♦ j_ » _ J *" .* - ^^^^^
ClufiusTöde ftand ihm Per. Paaur (geb. i564, f 1617)
vor, der einen Hortus publicus academiae Lugdun o-
Balavaey 1601 und 1617. 8., drucken* liefs. Ihm
folgte Ael. Ever. Pof/r, (f 1^24,)' und diefem fein
Sohn, Adolf Vorft> (geb. lSg}, f i6G3,) der Wer-
mahl (l633, 1606, 1649 ™d i658) Verzeichnifle
herausgab. Das erfte ftelit in Spigelii ifagdge, p.
223. f. Das dritte in Paulli viridar. -p. 4^3. f. Auf
Ad. Vorft folgte FJorent. Schuyl, (f i66<J,) auf die -
fen Arnold ty«, (geb. 1640, f 1678): dann Paul
tiermann, von dem oben die Rede waV, bnd, als
diefer 1695 mit Tode abgegangen, Pet. Hotton, (geb.
1648, + 1709.) Hierauf übernahm Herrn. ßocfhaave
die Aufficht, deffen Verdienfte wir noch in der Fdl-
ge rahmen werden. Flor. Sehüyl hatte 1668 und
Paul Hermann 1687 und 1690 Verzeichniffe vom
Leidener <5art«n gegeben. ^ <> 8 3
Der Garten zu Amfterdatn war einer der reich-
ften feiner Zeit. Durch Rheede's, des Statthalters
van der Stel lut dem Kap, und Änderet BernüVlungen
wurden eine Menge Saamen, Zwiebeln und Pflanzen
aus den holländifchen Niederöfflingen zufammengo-
bracht. Die Rathsherren Job. HuydecopSr vari Ma&-
jfeveen und Job. Commefyn (f 1698) waren die er-
ben Guratoren des Gartens, Job. Snlppendal der er-
fte Auf feher. Diefer gab febon t64b* ein Verzeich
iiife. Ihm fölgten Gerard Bläfiut, (f 1682,) Priedr.
Ruyfch, (f i73i,) und, da dielen des Alters Schwa-
che unfähig gemacht, Pet. Hoiioh. Als diefer nach
leiden verfetzt worden, theilte man die AufGcht
und das damit verbundene Lehramt , indem Ruyfcb
noch die vaterlän difchen , Cafpar Cömmefyn aber ,
Jöhann's Neffe, (geb. 1667, t*73*i) die ati*län-
difchen Pflanzen zu erklären bekamen.
Job. Commelyn hatte die feltenen Pflanzen des
AinTtcrdamet GattehS in Kupfer ftecheri laffen ui td
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Wadbsthum derkotanifchen Gärten. iur
befcbrieben. JDies Werk: Honi medicl Amfielda*
menßs rariorum plant arum defcriptio ei icon&s, jol.
\. 2. Amft. 1697. 1702. foh, gaben Fr. Ruyfch und
Franz Kiggefar nach, Cpmmelyn'-s Tode, mit 224
fchönen Kupfertafeln heraus. Hier kommen folgen*
de Pflanzen zum. ersten, Mahl vor:
Salvia afrifiana 2. 91. . • 5. aurea 2, 92. • .
Scabiofa rigida t. 93. . , Jfiivina humiUs 1. 96. . .
Echiumfrufiicafum 2. 54« • • Convolvulu* canarienr
fis 2.. 5i. , . Campanula capenfis 35. • . C. ri-
gidula ib. 37. . . Ro'dlla ciliqta ib, 39. . . Atropa
folanacea 2. 96. . • Vaxrania alba 1. 8o. • • «SiTfe-
roxylon melanaphleym 1. 199. . • Rhamnus qohibriei
nus 1-90. . . Phylica ericoide* 2. 1. . . P lumer ia
alba 2. 2,4« • • ÄiAo» gwr^mifer 2. 5ß. . . ÄÄiif
tomentofa 1. 92. . . jRä. lucida ib, 93. . . Aralufi
fpinoja 1.4* « • Pancjratium amoenum 2. §7,. . .
P. amhpinenfe i. 3g. . . Amorylli^zeylanlca 1. 37.
« . Phalangjum rextolutum 1 . 34. . . S.anfevlera
guineenfis 2. 20. . . & feylanica 2. 21. . . Veltheim
mia Uvaria 2. i5. . . AJctris fragran$ 2.4* « •
nicfa 2. 5. . . 4* finuata 1. 48. * . üf- retftfa- 2*
6. • • * ii plicatilif ib. 3. . . 4* ^nguß. *D* 8- • *
i£ verrucofa ib. 9. . . y(f. margarkifera ib. 10. . •
Agave foetlda 2. 18,. . . Calla aethiopica 1. 5o. . •
Melicocca biluga 1. g4* . • C*J*w rham/ioides 1. 73«
Ca//5a occidfntalis 1. 26. . • C. iavanica 1. 111. . .
C. Gbamaecrifta \. 27. . . Royena glabra^ i.ßB. . «
A lucida ib. 9^6. . . Malpighia glabra 1. 75. . •
Oxalis incarnata 1. 22. . . Talinum Anacamp [erat
2.89. . . T.fruticofumi. 4- ■ • Euphorbia antU
quorum \. 12. . . Jf. Tirupajli 1. v4. . . JE. cp«
tiaifolia \. i5. . . E. canarienfis 2. 104. • •
pervivum canarienfe 2. g5. . . Cacips mammillarU
1. 55. . . Gt Peirefcia 1. 79^ . . tytrag onia her*
ba^rn 2. 102. . t T frutkofa ib. io3. . ♦ ' Spiraea\
Vi8 Fünftel Bucfa. *iert#lCtpttelt •
^pülifolia i. 87. .\ Gremia o'ncldentalis 1. «. . ,
SiderUis candicans 2. 99. . . 'Byfiropogon danarlen*
fis 2. 65. . . Selagö corymbofö z. 4o. . . Digita»
fis canarienfis 2. 53. . .' Lantana mifta 1. 78; . .
Manulra Cheiranthus 2t 42. v Heben/treitiu ä>#i-
lofa 2. IP9. . . Hermannia almfolia 2. 78. . . P*-
largonium auritum 2. 61. . . P. rapareum ib. 63. . .
P. lobatum ib. 62. . . Penfapetes phoenicea 1.6...
S/tfa fpinofa 1.2. . . Polygalq mjfrtifolia 1. 46. *. .
P. fiipulacea 2. 97.^ f Pterocärpus Draco 1 7 1 09. . .
Lebekia cytifoides 2. 107. . . Ononis cernua flf) 2.
"82. . . Lathyrus odorotus 2. 80. . / Pforaiea
bracteata 2. 106. . . Lotus iacobaeus 2. 83, . .
Indigoferafatoides Lzm. 2. 84. . . Hypericum fori*
bundum 2. 68. ; . Chryfocoma cernua 2. 45. . .
C/ir. ciliar is 2. 48. . .: Athanafia pubefcehs 2. 47. . •
if. trifurcata 2. 49« • . & crlthmifoli* 2. 5o. . .
Tanaceium fuffruticofum 2. ioo.^ . ' 4ft*r fnHicu-
Ipfus 2. 27. . . Cineraria geifolia 2. jZ. . . f*er*-
Jteja ^o/a 2. 28. . . Calendula nudicaulis *. 33. . .
C. graminifnlia 2. 34. . . Arctotis afper a 2. 22. . .
Othonna pectinata 2. 6g. . . 0. coronrpifolia 2. 70.
\ . O.frutefcens 2. 74. . , Hippia frutefceni r 2. 101.
W ifrum erilobaeum 1. 5i. . CupreJJus dlfhicha
l. 59. . . latropha urons t.*io. . . Myrica quer-
cifolia 2. 81. . . Zamia debilis 1. 58. . . Cluita
daphnoides W. 2. 2. . , £ pulchella 1.91. . . Siif-
•Afr Pinaferä 2. 110, . . Mimofa cafta 1/28. . .
Defmanthus punctatus 1. 3i, . . Acacia cornlgera
1. 107.
Cafpar Commelyn beforgte nicht allein den
fcweytenTheil diefes Werks, fondern gab auch Prae-
via botanica, Amft. 1703. 4., und /for*i merfiti
Amfteld. plantas rariores et exoticas , Amft. 1706.
1 71 5. 4 - > heraus. Hier findet man folgende:
*
uigm
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• Wachsthum der botapifchen Garten.
Jpomora caecinea rar. 21. . . Chironia bacci-
fera rar. 9. . . Qu frutefcens ib. 8. . . Phylica
cor data praeJ. (2. . . . PA. pubeßens Vf. ib. i3. '.V
Diofma oppofuifolia ib. 1^ . . D. rubra ib. 2. . ^
D. hirfuta ib. 3. . . Afclepias undulata ib. 16. . «
.4. cr/y^a ib. 17. . . Craflula perfollata praeJ. t. 23.
• ,v Mäher nia pinnata rar. 7. . . Crinum america-
num ib. 14. . * Cr. erubefrens ib. i5. . . Yucca
mloaefolia praeJ. 14. . . Ii Draconis ib. 16. . .
.4/<j2 arachnoi4e$ ib. 27. . . ^. echinata W. rar. 46-
. . ^f. variegata ib. 47- • • A. rhodqcantJia Decand.
prael. 24» . . A. Cqmmelini Willd. ib. 20. . . A.
brevifolia Decand. ib. 22. • . Apicra vifcofa prael.
31. . . A. fpiralis ib. 32. . . A. albicans W. rar.
48. . . A, tricolor prael. 29. . . A. imbricata ib.
32. . . A. patula ib. 25. ... Agave vivipara ib.
i5. . . Polygonum, Orientale rar. 4^. . . Zygo*
phyllum feffilifolium jb. 10. . . Cotyledon fpuria ib.
25. . . Euphorbia mammillaris < prael. 9. . . - j&
Comme\in\ Decand. ib. 7. . . 2T. C/a?a i°- 8. . .
£. hypericifolia ib. 10. . . Lamium rnultifidum rar,
26. . • Dracocephalum canefcens rar. 28. . . Spiel*
inannia africana rar. 6. ^ . Melianthus comofus ib.
4. . . Pelargonium pinnatum prael. 3. . . P. Zona-
le ib. l. . . P. peltatum ib. 2. . . P. acetofunx 'ib.
4. . . Cacalia ficoides rar. 40 • • 1 Athanaßa den*
tata ib. 41* • • Senecio ilicifolius ib. 42. . . Ce/»«
taurea glajtifolia ib, 09. . . Arctotis acaulis ib. 35.
. . 4, calendulacea ib. 36. , . Mqmordica opercu*
lata 22. *
Sim. Beaumont hatte im Haag einen eigenen Gar-
ten, deffen Erzeugniffe von Pluknet gerühmt wer-
den, und von dem f ranzKiggelar 1690 ein Verzeich«
nifs herausgab.
Zu Utrecht bjühte der akatlemifche Garten un-
ter Henr. Regius, ( geb. 1598, f 1679,) d*r dav°a
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HO Fünftel Buch. Viertes Kapitel.
i65o ein Verzeichnifs herauseab. Zu Haarhm war
ein botanjfcher Oarten , deffen Katalog Aegid. 'de Ro~
her »702 bearbeitete. Zu Breda unterhielt die me-
äicinifche Schule einen Garten, welchen Joh.Brofter-
hufius 1647 beschrieb. In Brüffel war der Apothe-
ker-Garten des Job. Hermann bekannt, deffen Ka-
talog 1 6>52. 4. herausgekommen. Dem Groeninge^
Garten ftanden die M Urninge vor. Der ältere, Hen-
rich, (f *658,) gab 1646 ein Verzeichnis heraus.
Sein Sohn Abraham (geb. 1626, +'1683) ift durch
ejn Werk bekannt geworden, welches er anfangs
unter dem Titel : Waäre oejfening der planten , Gro-
ning. 1672/4., dann als : Naauwkeurlge bejehry-
ving der Aardgew aßen, Leid. 1696. fol., mit 243
Abbildungen herausgab, und welches endlich Franz
Kiggelar unter dem Titel: Phyto graphia curioJj*>
Ämft. 1702., überfetzt herausgab. 'Die Kupfer find
fehlecht, oft copirt, fogar erdichtet, und die Be^
fchreibungen mittelmäfsig.
Aus diefen niederländifchen Gärten fchöpfte
£man. Sweeri, kaiferlicher Hofgärtner, da er fein
von Blumenfreunden gefchätztes Werk: Florüegiwn>
1612. fol., herausgab. Es enthält rohe Abbildun-
gen, melft lil^enarüger Pflanzen, mehrere aus Val-
leys oben angeführtem Vtferk, ohne Betreibungen.
Doch kommen fplgende.neue vor: Irls Swertii 4t*t
1 Watfonid iridifolia Ker. 66., Narciffas bicolor 21. fv
s., tt. radiahs Lapeyr. 21. f. 8., AmaryÜis orientalis
3t. Ein ähnliches Werk, welches grofsentheils die
Pflanzen holländifcher Gärten enthält, gab Crifp.
Pajjraus9 ausArnheim, heraus: Mortui ßoridus9 Arnh.
101 4« fol. Aus allen diefen und andern Blumen -
Sammlungen entftand das Florileghm renovatum,
welches der Buchhändler Matth. Merian, Frkf. am
Main» 1641. fol. , bearbeitete.
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Wachithnm der boUnifchcn Gärten- rti
• - • . . -
Ein Kaufmann in Dan zig, Jac. Breyns (geb.
»637, + l^97t) *ur Erweiterung gründlicher
Kenntniffe in der Botanik vieles bey, indem er die
holländifcben Gärten befuchte, und die Sammlungen -
getrockneter Pflanzen benutzte. So entftand ein
prächtiges Werk: Exoiioarum plantar um centuria,
Oedan. 1678. fol., welches eine Menge kap'fcber
und brafiUfcher Pflanzen, von Stech #ezeichnet, und
von Saal vortrefflich geftochen , nebi't den ßefchrei*
bungen von Öreyn enthält. Neue find folgende:
Salvia paniculata t. 85. . . Wachendorfia hjtr»
futa 57. . . Eriocaulon trianguläre 5o. . . Protea
Chamaelea Lam. 9. . . Brab€wn% ßellulifoiium 1. . .
Lobelia pinifolia 87. . . L. coronopifolia 88. , . L.
Breynii Larti. 89. . . Chironia linoides 90. . . My*r
ßne africana 5. . . Phylica brunioides Lara. 7. . . i
Brunia nodißora 10. . . Staavia radiata 82* . •
Gomphrena brafilumßs 5 2. . . Laferpuium prutkenh .
cum 84« • • Haemanthut ciliar is 3g. . * Tulipa
Breyniana 36. . . Eriofpermum latfolium 4\. J .
Erica cerinthoides 33. . . G/ifcüa fimptex 6. . * tacÄr
rzaea conglomerata 7. . . Laurus Camfora p. 12. • ;
Cn^ia grändis t. 1 4« • • C. matfir 2 1 . . . C.ßexuQ.*
fa 23. , C. glandulofa 24 • • Ca*falpinia ptf-
ch&rrima 22/. . Melafioma holoiericeum 2.
Oxalis fpeciofa 46. . . Mesembrtanthernum molle
81. . . M. expanfum 79. . . Phlomis Lconurus
86, . . P&largonium lacerum 5g* . . Vrena lob ata
55. . . Polygala teretifolia 4g. . • Borbonja cor-
data und crenata 28. . . Afpalathui cheaoppda i\.
. . if. fputofa '26. . • Clitoria teraatea 3i. . .
€/• brafüiana 32. . • Colutea ftuteßens 29. ; .
Aefchynomene afpera 52. . . Pjbralea aplqHp 2$.
. . Tngonella fpinofa 5o. . . Äthane fia capitata
78. . . Artemifia vermioulata 12. . . Ghapkalium
Ttudifolium 71. . ,( Senecio pubigerus 65. . . 1 5.
Digitized
12% Fünftes Buch. Viertes KaptteV
longifolius 63. • . &. purpureum Üj. . . Iqutä pini~
folia 64. . . Lidbekia turbinaia.y'5. . • CocuU ca-
ronopifolia 76. . . Oßeefpermum motiliferum ib. . .
Othonna bulbafa 66. . . Stoei* erieoides 10. . .
Croton folanifolius Geifeier 54- • • latropha multi*
fida 53. . . Phyüanthus rkämnoidrf 4* • • Äe/ito
dißichus 91. . . J«ga cinerea Humb. i5. . . AJi-
mofa fenßtiva »6. . . M. afperata 19. 20. . . AI.
polydaciyla Humb. 18. . . Afplenium Nidvs 99. . .
A* Breynii 97. . . Lycopodium plumofum ioot tot.
. . Lygodium feandens 96.
In den Ephem. nat. cur. befchrieb er Iafininum
Sambac dec. 1 . a. 4- o- 1 33. , Tr^chosahthes Anguina
daf. o. i37., Convolvulus paniculatus da f. o. i36.,
Periploca daf. o. i38., Apocynum indicum
<ur. o. 149.
Er hipterliefs zwey Prodromos, welche fein
Sohn Job. Philipp, (geb. 1680, f 1764») Arzt in
Da nzig, 1734 herausgab. Diefer hatte Holland, Ita-
lien, Frankreich und Spanien befucht, und Berichte
über die Pflanzen Italiens und Spaniens an Sloane ab-
geftattet. (PhiL transact. vol. 24. n. 3oi. vol. 27. n.
334.) In den prodromie kommen folgende neue
Pflanzen vor:
Gladiolus trifiis t. 7- f- U . . .GL.angußui ib.
f. 2. . . GL puniceus L*m. t. 12. Lt.». Babiana
ringens o, 1 . . . JB. plicata 9, 2. • . , Wachendor-
ßa panicuiaia 9, 1. . . Rynchofpora aurea Vahl t.
i3. . . Scabiofa africana t. 26. . . JPa/inx quinque-
folia p. 52. . . Drofera cifiiflora 22, 2. . . Craf-
fula qoecinea 20, 1 . . . Agapanthus umbellatu$ t.
I o> . . Lqcheqalia orchioides 11, 1. 3. . . ' Ter-
minatia Chebula t. 4. . . Afo/ia Azadirachta t. 1 . . .
Euphorbia Caput Medufme t. 19.. . Capparis Brey*
nia p. i'5. . . Monfonia (peciofa 21,2. . . Spilan»
thes Acmellaf. 48. . . Sp. infipida t. 24. • . Eupar
Waohtthum der fcptaaifchen Gärten. iaj
fbrium divaticatum 17, 2.. . . Pteronm ojfpoßtifolux,
ib. 3. . . Qnaphalium ferratum 18, 2. . . Gn. dU
varicatum to. 3. . ». Ehehryfum prokf&rum 17, i. . .
imbricatum 18, 1* . . üf. virgatum \6, 3. . .
Cineraria fonchifblid 21, i. • . A melius Lychnitis
i5, 2. . Calendula hybrtda i4> 2.
D. Botanifche Gärten in Peutfcbland,
Dänemark und Schweden.
Unter den deutfchen botanifchen Gärten warder
fehr berühmt, den der Bifchof von Eichstädt, Jo.Cor*
nel. von Gemmingen, zu S. Wüibald unterhielt, und
ihn befoqders durch die aus Jqecb. Camera r jus Garten
angekauften PHanzen bereicherte. (Heißer praef. ad
Burkhard, epifi. p. 17.) BaGl. Bester* Apqtheker
in Nürnberg, erhielt die Auf Geht darüber. Auf Ko-
tten des Bifohofs erfchien ein Pracht werk : Hdrtut <
Eyfiettenfis , 16t 3. fbl. Der Bruder des ßafilius,
Hieronymus, ^rzt in Nürnberg, und Lud. Junger-
mann, Prof. in Altorf, follen die Verfaffer des
Werkes feyn. (Bqier blogr. proß Altorf. 82. ) Die
Pflanzen find nach den Jahreszeiten abgei heilt, wo
fie blühn. Neu, oder vorzüglich gut abgebildet, find
folgende:
lafminum grandißorum aeft. fol. i3. n. 1. . .
/. humile aeft. ord. 1 1. f. 2. n. 1. . . Salvia grandU
flora aelt. Ord. 8. fol. 1. n. 1. . . S. albida mihi
ib. 1.2, . i S.fyriaca ib. f. 2. n. 3. . . 5. Aethio-
pis ib. f. 3. . . Valeriana rubra aeft. prd. 1. f. 3. . .
Iris ßorentina vero. ord. 8 f. 4» • • !• bißorq ib.
1 f. i. n. 4* • • !• Xiphium aeft. ord. 5. f. 1 o. n. 1. . .
f. Xiphioides ib. ord. 4. f. 6. 8, n. 2. 3. . . Scabiofa
bannatica ib. ord. 9. S: 9. n. 3. . . Sc. argen tea ib.
f. 10. n. 3. . . Convolvulus purpureus f. Ipomoea
discolor Jacqu. ib. ord. i3. f. 8. n» 2. . . Capfwum
»
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124 Sanftes Buch. Viertes Kapitel, ;
frutefcens autumn. qrd. i# f. 8» n. i9 Solanun^
tuberofum ib. ord. 3. f. i. . . Lyfimackja quadrifo-
lia aeff. ord. io. f. 7. n. i. . . Chenopod'mn%Botryt
Sb. ord. *3. F. 2. n. 3, . . Lache na lia palliar vern.
ord. 2. f. 17. d. 2. . . AUiwn higrum aeft. qrd. 4»
f. 1 i.D. 1. • • Or nithogalum pyramidale yem. ord.
* 5. f. i4* n« 2* • • Scilla lufitanica vern. ord. 2. f.
lj. . , Ga/Za j&luftris ib. f. 17. n. 4. . . C^cf^r
Mehcactus autumn. qrd. ^. f. 1. n. 1. . . Ao/a /a-
i*a vern. ord. 6. f. 5. n. 1. . . Fragaria elailor und
Virginia na vern. qrd. 7. f. 8. . . Paeonia Jqumilis
vern. ord. 6. f. .4. U. 3* . . Meliffa grandißoica
aeft. ord. 7. n. 7. n. 1. . . Acanthus molüs aeft.
ord. 1 1. f. 2. n. 3. . • Dervaria bulbifera aeft» ord.
7. f. 12. n. 2. . dhaßanca hierochuntica autumn*
ord. 4- f-4*- n. 2. . . Geranium palt^ßre vern. ord.
1. f. 9. . . Malva crifpa aeft. ord. 6. f. 9. n. 1.
Lavaeera thuringiaca ib. f. .5. n. 1. « • L arborea
ib. f. 6. • . Lathytug articulata aeft ord. & f. tq.
n. 5. . . PforaJea palaeßina aeft. ord. \o. f. u.a.
S. . . Amaramus uicolor autumn. ord. 2. f. 6.
Der eben genannte h\id< Junger mann, aus Leip-
zig» (geb. 1672, t i653,) Joachim's Neffe, ( Gefell,
der Bot. 1, 34i-)> gründete, den akademifeben Gar-
ten zu Giefsen und richtete den zu Altorf ein. Aa
beiden Orten hatte er Profefluren gekleidet. Vom
eitorfer Garten gab er i635 ein Verzeichnifs. Sein
Nachfolger Mor. Hofmann, des berühmten Cafpar
Sohn» (geb. 1621, f 1698),) gab: Klorae alßorfinae,
ifilicias hortenfes, Altorf. .660.1677.4. Ihm folg-
te fein Sohn Job. Moritz, (geb. i653, f 172,7,) de,r
1703 ein Verzeichnifs der Garten.* pflanzen gab.
Das Collegium der Aerzte zu Nürnberg unter-
hielt einen Garten, der unter Job. Georg Polckamer***
Stadtarztes zu Nürnberg, (geb. 16 16, t 1693,) Auf*
ficht fehr blühend wurde. Das alpbabetifche Ver-
>
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Wachsthum der botanifchen Gärten* 125
ieichnifs, welche* nach feinem Tode erfchien: Fl&-
ra Noribetgehjls t l^bo. 4* 9 enthält auch die De-
finitionen der Syfterriatiker feiner Zeit, nebft Abbil-
düngen ufad Befchreibungeri neiier Pflanzen, worun-
ter Folgende merk würdig find:
Stdpella lärfuta 3o. . . Mesembrianthemünt
dlfforme i65. . . M. cryftallihum 106. . . Aizoon
caAttHenfs 236. . .' Dracocep^alum canarienfe 14J.
. . Dr. canefceni 353. . i Hermannia Jcabra 24.
. . Colutea herbaceä 1 18. . , Chryjocomk Cornau*
jrea 14& • » Gridphalium foetidam 194« Gn.
heliantkemifolium da f. # . Senecio elegans 225.
5. rlgidu's daf. . . 4Aer fpurius So. . . if.
ftiföliu* Jaccfu. daf. . . Arctotis hypochöndriaca 224.
i . Ofteofperfnuih fpirtefcens io5. . . Othonfia abro-
ianifolia 2^5. . ; 0. paYviflora 226,
Die übrigen deutschen Gärten waren weniger
wichtig.
In Jena legte Werner Rolfinck (geb: t5gg,
f 1673) 1629 den Unjverfitäts- Gärten än. Er,
ein berührnter Lehrer der Anatbmje, ,verfuchte fich
auch in der Botanik, aber feine Schrift: De vegeta-
bilibüt , Ien. 1670. 4.; enthält nichts als unnütz©
Gelehrfamkeit. Der vierte Auffeher, The öd. Schenk,
gab ein Verzeichnifs adf vier Bogen heraus. Jen.
i65§. 12»
In Leipzig war der Btfifche Garten der bernhm-
tefte. Kafp. Bafe9 Rathsherr in Leipzig, brachte
aus England und Frankreich eine grofse Menge feite-
21er Gewächfe zufammen , welche Paul Ammann irrt
Horttis Bofiämis, Lipf. 1686.4., befchrieb. Mail
findet hier viel neues: Miriam anifatum, Ade n an-
ihera pavonina 9 Acacia vera , Averrhoa Bilimbi , Tri**
toma Uväriä Ker., Origänum fipyleum 9 mehrere Pe-
largonien * StapeJien und Mesembrianthenia« Da*
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176 - fünftes Bück VUrtei Kapitel.
Gärtner, Elias Peine , gab 1696, 1699, 17öS, iftS
deutfche Ver2eichniffe deffelben Gartens heraus.
Der akademifcbe Garten in Leipzig war unter: '
Paul Am mann fehr bl übend. Diefer gab unter dem
Titel: Süppellex botanica% Lipf. 1675. 8., ein Vttf
zeichnifs, worin als Seltenheiten Echinophora, En-
rphorbia Apios ünd dendroides vorkommen. ,
In Halle unterhielt der Superintendent und Pre»
diger, Joh; Gottfr. Olearius, (geb. i635* f 171 1,)
einen botanifchen Garten , von dem das reUbe Ver>
zeichnifs: Specimen ßorae halenßs> 1668. 12. er*
Jcbien.
Der korfürftliche Garten in Berlin ward 1660
errichtet* und der Leibarzt, jph. Siagm. ffrWis,
Xgeb. i6a3, f 1688,) gab das Verzeichnis unte/
dein Titel : Flora marchica, Beroh i663. 8.
Io Heffem war ein ftfrftl. Braunfeh weigfeh er
Garten, deffen Vorfteher Job. Royer i652. 4- die
Befcbreibung davon herausgab.
In Helmftedt unterhielt Ganth.Chriftoph ScheU
hammer einen Privat- Garten , deffen Veczeichnifs
i683. 4* auf fünf Bogen erfchien« Auch Job. Andr.
Stiffer lieferte 1699 einen Katalog von Pflanzen, in
feinem Gartet gezogen. r
Der Garten der IJqiver.Gtet zu Strafsburg ward
von Marc« Mappüs , Arzt zu Strafsburg, (geb. 1602,,
f 1701,) «feafebrieben: Catvlog us plantarem horti
aoadem. Argentinenfis* Argent< 1691. 12*
■ » _
« * ■ w m
Der Garten der UnKerfität zu Kopenhagen kam
unter Otto Sperling's* aus Hamburg, (geb. 1602 ,
f 1681,) Anflicht in Aufnahme. Er lieferte ein Ver«
zeichnifs, unter dem Titel: Hör tut Chriftianueuf ,
Hafn. 16.4^* ia*> welches Paulli feinen viridariis ein-
verleibt hat.
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Wachs thum der l>otahifcaen Gärten. %zj
■ Aach in üpfala ward der akadenifche Garten
i65y vom Prof. Ol. Rudbek (geb. i63o, f 1702)
eingerichtet. Er gab 1 658 das erfte, 1 666 das zwey-
tc, und i685 das* dritte Verzeicbnifs. Auf leinen
Antrieb iegte der Graf Magnus de la Gardie zu Ui-
ricsdaJen , (damals Jacobsdal, ) einen Garten an , defc-
fen Bafcbriibung Ol, Rudbek unter dem Titel: D<?-
Uciae Vallis lacobaeae , Upfal. 1666. 12,^ herausgab.
Durch den Keicltfhum diefer und anderer Gärten
ward Rudbek in den Stand gefetzt, ein grofcses Un-
ternehmen zu wagen. Er wollte nämlich alle bis
dahin bekannt gewordene Pflanzen in HoJzfchnitten*
abbilden laffen und das Ganze nach C. Bauhin*s Me-
thode ordnen. Um bey Liebhäbern mehr Abiatz zu
finden, gab er. den zweyten Theil vor dem erften
heraus : jener Enthält die Liliaceen , Coronarien und
Orchideen, und erfchien unter dem Titel: Campi
eiyfii Über 2. Upfal. 1701. fol. Die meiften Abbil-
dungen find entlehnt: intereffant nur wenige: iVar-
ciffus dubius p. 61. f. 2., N. trilobus daf. f. 3M AU
Jium defcendens p. 160. f. 2Q. i65. f. i3. , A. ßavurn
p. 167. f. 6., Serapias cordigera p. 204. f. 20., Li-
modorum boreale p. 209. f. 10. Den erften Theil,
der zur Herausgabe bereit lag, verzehrte eine grofse
Feuersbrunft in Upfala. Drey Exemplare follen noch
gerettet worden feyn. (Act* Itter, fuec. 1720. p. 96.)
Eines davon hat Jo. Ed. Smith wieder abdrucken laf-
fen: Reliquiaeliudbekianae, Lond. 1789* fol. Man
findet mehrere feltene, befonders lappländifche, auch
die darunter, die ßurfer gefammlet hatte. (Gefclu
der Bot. 1, 569, )
In kbo blähte der botanifche Garten untör Elias
Til~ lands , (geb. 1640, f 1692). Sein: Catalogus
plantar um , quae prope Aboam tarn in excuJtis quam
inoultis loci« hucusque ioVentae funt, i683. 8., ent-
r
* Öiaitize
12$ Fünftes Büch. Viertes R*piteL ;
m
hält auch \ zum Theit die Gartenpflanzfen mit i5S
Holzfchnitten.
Selbft ixi Warfchaü war cid köiiiglicher Garten,
der mehrere ausiändifche Gewichte Enthielt. Das
Verzeichnis davon gab Ahdr. Cnöffol t65i heraus;
es ift in Paulli's viridiriis wieder abgedruckt;
E.. Botanifche Gärten in Italien
Man hätte nach dem trefflichen Anfang derCiil-
fcur ausländifcher ßewächfe im Sechzehnten Jahrhun* -
dert, mehr in dem gegenwärtigen erwarten können1.
Aber die (iärten Italiens erhoben fich niebt trief klicfl
über die in andern Ländern.
Von dem in Pifa ift nichts weiter bekannt, als
ein Verzeichnifs von Pet. Diön. Pellia, welches 1655
fiefchrieben und von Targioni tozzetti (nV ptbgrejp,
delle Jciente in Tofcaha, vol. 3. p.' 243.) froh neuem
äufgelegt ifr.
Dem Garten in Padua ftand Vesling in der Mit-
te diefes Jahrhundert^ vor. Wahrscheinlich hat da*
Verzeichnifs vom jähr 164^, welches in Paülli's vi-
ridariis abgedruckt ift» ihn zum Verfeßef. Es ift
eines der merkwflrdigften; denn man efftaunt Ober
die Menge griechifcher und cretifcher Pflanzerf, ehd
bedauert nur, dafs Ae mehr angedeutet ils befchrie*
ben find. Die Verbindung mit Candia dauerte bis
1669 fort; denn erft in die fem Jahr verlor die Re-
publik Venedig jene tnfel an die Türkdn. Daher
auch Georg a Turfe noch nach Candia ging, um den
Garten zu f^adua mit griechifchen Pflanzen iu berei-
chern. In feinem 1662 herausgegebenen Kataldg
find fd Viele ertliche und griechifche Pflanzen, als
wohl nid wieder in einem europäifchen Garten bef»
fammen geWefen. Rubia arboreTcens erfctica ift wahr-
fcheinlich Erhodea montan* Smith., Pctrofeliuum
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Wachsthum der botaniXchen Gälten. iao
creficutn radicetuberola ihBuniumferulaceum Smith. "
Die m elften aber find, wegen mangelhafter* Beftim«
mungen , nicht herauszubringen. Man kann fich des
Unwillens über die Trägheit der Paduaner nicht er-
wehren, wenn man bedenkt, wie fi erliefe herrliche
Gelegenheit, den gröfsten Theil der griechifchen
Flor zu beftimmen , ungenutzt vprübergebn Jiefsea.
Georg a Turre gab auch eine hiftoria plantarum,
i685. fol., ohne Werth. Selbft die Verordnung der
Curatoren , dafs die Gärtner die wild wachfenden
Pflanzen vom BalJo und andern benachbarten Ber-
gen in den Garten verfetzen tollten, blieb unbenutzt.
(Tommafini gymnaf. patav. p. 98.)
In Bologna war, nach Ul. Aldrovandi, (Geßh.
der Bot. 1, 378.), die Aufficbt des Gartens den Brü-
dern Ambrofini anvertraut. Der ältere, Bartholo-
mäus,, (geb. i588, f 1657,) hat nichts Botanifchfg
gefchrjeben. Der jüngere, Hyacinth, (geb. ,i6o5,
f 1672,) gab einen: Hortus Jtudioforum, Bonon.
1657. 4«> ein Verzeichnifs der vorräthigen Pflanzen
mit Kupfern heraus, worin aber nichts bedeutend
Neues vorkommt. Ein gröfseres Werk fing er un-
ter dem Titel: Phytologia, an, wovon aber der erfte
Theil nur 1666. fol. herausgekommen. Viel ver-
gebliche Mühe verwendet er auf Etymologieen : neue
Pflanzen find faft nur: Tripfacum hermaphrodicum
235. , Tr. dactylodes 5 16., Arenaria iuniperina
Pajfißora hederacea 91., Anthemis tomentofa 100»,
Centaurea Amberboi Lam. 187., Acacia Farnefiana 56o.
Dem Ambrofini folgte in der Aufficht des Gar-
tens zu Bologna, Jak. Zanoni, (geb. i6i5, f 1682,)
ein gelehrter und thätiger Mann , der durch Hülfa
des P. Mattei, welchen wir als Miffionar und Gehül-
fen Rheede's oben genannt haben, eine Menge der
feltenften malabarifchen Pflanzen in dem Garten zu
Bologna verfammlete. In alphabe tifcher Ordnung
Geich. 4. Botanik. 2. B« 9
13« Fünftes Buch. Viertes Kapitel. •
befchrieb er die feltenen Gewichte in feiner TftorU
hotanica% Bologn. 1675. fol., and erläuterte die tte*
fcbreibung durch 80 Kupfertafeln, von denen aber
die von Matte* gefcbickten fehr roh find. Eine zwey-
te Ausgabe, mit io5 Tafeln vermehrt, gab Cajetan
Monti, Bonon. i742« M.) heraus* 2a noni hatte
fich bemüht» die PÄanzen der Alten tu erläutern und
mit diefen neuen zu vergleiehen. Die IrrtbQmer,
die dabey noth wendig vorkommen mufsten, hatte
zum Theil fchon Vincenz Menegoti aufgedeckt* (Po*
fiUla ad alcuni capidella ftoria botaniöa del Zanoni%
Padov. 1676. 16.) Monti liefs daher mit Recht die
ganze gelehrte Unterfuchung bey feiner Ausgabe weg»
* Neu find aber:
Saccharum Ravennae ed. nov. 19. f. 3. . . Afpe-
rula calabrica 166. . , San guiforba media i38. . .
Ifnarda paluftris 67. . . ßorago cretica 37. . . Ly»
copßs veficaria 35. . . Matthiola fcabra Ratdegal
i54» »55. . • Daturä ferox 162. % . Eryngium
ZanonU Lam. 74. . . Morinda citrifotia 124» • •
Bupleurum baldenfe 4o. . . Athatnanta ficüla 48. . .
Sium ficulum 128. . . Dimocarpus Utchi 108. . .
' Bau hin ia variegata 20. . . Caefalpinia pulcherrlma
\^\, . . Cafßa obtüfifolia 47. • . Silene paradora
109. . . 6\ lufitanica 11t. . . Betonica hirfuta
3a, . . Stachys glutinofa 81. . . Dracocephatum
Ruyfchiana i46\ • • Dr. virginianum 69. . . Pra-
fium malus 80. . . Euphrufia tricufpldata 76. . .
Bignonta capreofata 33. . . Celßa orientalis 54. » .
Sijymbrium tanacetifoliam 72. . . Cardamine afa-
rifolia 44. . . Sid* carpinlfolia 114... Anthyltis
Hermaiwiae 29. . . Cytifus purpureus 63. * • Ga~
lega phafeolmdes ? i34- . • Serratula centauroides
95. . . Cntcus fieliatus 46. . . Bidens biphinata
32. .. . Erigeron tanadenfe a3. * . Gnaphallum
r lavandulatfolium W* 7 1 • » Buphthalmum Jlosca-
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Wachsthuna der botanifchen Gürten. i \i
lofum Vent. 21. . ,. B. aquaticum 24. . , /f/?<?r
? laevigatus W. 22. . . Centaurea atrata \V. 58. . .
C. romana 42. 43. . . C ragufina 92. . . C.fem-
pervirens 90. . . Coreopfis alter nifolia ^8. . . //e-
lianthus firumofus 56. . f H. trachelifolius ^,5j.
. . Cymbidium praenwrfum $w. 16. . . Artocar*
pus integrifoliago. . . A'um pentaphyllum ih. . .
Caryota urens i33. . . Phy lianthus Emblica i3i.
. . Defmanthus dißfufus 12 3. . . Mimofa rubicau*
Iis »19. • . Acacia portoricenßs 121. . . Onoclea
/enßbilis 102.
Zu Rom waren zwey botanifche Gärten, Den
einen hatte der Kardinal Odoardo Farnefe angelegt:
Vorfteher war Tobias Aldini ausCefena. Diefer gab
mit Hälfe des Prof. Petr. Caftelli in Rom: De/criptio
rariorum plantarum , 911a* i/i Äorf o Farneßano conti*
nentur , Rom. 1625. fol., heraus. Die febr guten
Kupfer fteJJen manche fei tene Pflanzen , unter andern
Heileborus trifoJius und lividus, Acacia Farnefiana,
Hyperanthera Moringa und latropha Manihot dar.
Ein anderer botanifcher Garten war der beym
Collegium della fapienza in Rom, dem der obenge-
nannte Joh. Bapt. Triumfetti vorftand. Baglivi {opp.
402.) rühmt, dals er den Garten mit 6000 Arten
bereichert habe. Indefs mufs man dies nicht zu ge*
nau nehmen, da der Begriff von Art damals noch
nicht berichtigt und feft befhmmt war. Seinem oben
angeführten Buche: de ortu et vegetatione planta-
rum, Rom. 1 683. 4-, find Befchreibungen mehrerer
Pflanzen, die er für neu hielt, angehängt. Darauf
gab er einen Syljabus plantarum horto medico 1688
ad fitarum, Rom. 1688. 4*) und eine Praelufio ad pu-
blica* plantarum oftenßones, Rom. (1700.) 4« Wip
fleifsig er das römifche Gebiet in botanifcher Rück-
ficht durchfucht, davon zeigt ein Bericht, den er an
Boccone (muß 241.) abftattet. \
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1 r ^
132 Fünftes Buclu Viertes Kapitel*'
Ein Jefuit, Jon. Bapt. Ftrräri, aus Siena, (geb.
i58-f> f 1 655,) machte die Zierpflanzen diefer rö-
mifchen Garten bekannt. Die grofsen Künftler,
Guido Reni aus Bologna (f 164t) und Pet. Beretti-
ni aus Cortona (f 1669) Verbanden Geb mit ihm
zur Darftellung der fchönften Blumen. So entftand
ein Werk, den Künftlernünd Blumenfreunden wich-
tiger als den Botanikern: De florum natura, Rom.
i633» 4* Man Geht hier unter andern die Ferraria
iindulata und Haemanthus coccineus.
In Sicilien waren zwey berühmte Garten. Einer
ward in Meffina 1639 gegründet. Peter Caftelli ans
Meffina, der früher in Rom gelehrt, ftand ihm, nach
der Rückkehr in feine Vaterrtadt, vor. Er lieferte
einen Horlus me Ifanenßs , 1640.4«» ein blofses Pflan«
zeja - Verzeichnifs , nach dem Gebrauche geordnet.
Ein anderer Garten wurde der katholifche ge-
nannt, weil der Fürft della Cattolica, Herzog von
Mifilinerii, Graf Vicaris, Baron Prizis ihn gegrQn«
det und einen Botaniker, Franz Cupani, aus dem
Orden des Franz von AfGffi, (geb. t657, t l7lli)
befoldet hatte, um aus ganz Sicilien die feltenern
Pflanzen für den Garten zu fammlen. Cupani gab
einen Hör tut Calholicus, Neap. 1696. 4*> heraus.
Diefer enthält die Namen der gefammleten Pflanzen
in der Landesfprache, mit den Synonymen von Mo-
rifon, Bauhin und Andern* Dazu kamen zwey
Supplemente, eines in demfelben Jahr, das andere
1697. 4* Es ift fchwer, die Pflanzen zu beftimmen,
welche hier zum erften Mahl vorkommen. Indcf-
fen find Ith mictopteta Vahl. hört. cath. p. io3. ,
Totdyllum humile Bern. 200., Cucubalus catholicus
110,, Linatia teßexa 214., Sinapis etueoides 201.,
Setiola ute/is 95. , Otchh papiliunacea 1 5b*. , gewif*
Von ihm zuerft aufgeführt.
■
»
r
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Wachsthmn der botanifchen Gärten. 1 133
■ ■
Der unermOdet thätige Mann arbeitete an ei«
nem grofsen Werk, welches er Panphyton ficulum
nannte, wozu.er bey feinem frühen Tode Gebeohun-
dert Kupfertafeln fertig hatte: 19S waren fchon ab-
gedruckt. Anton Bonann], der fein Gehülfe gewe«
fen , verzögerte abfichrlich die Herausgabe der fchon
abgedruckten Platten, uod beredete Chiarelli, (Discos
fo prelim. alla ftoria naturale diSicilia, 17^9.), dafs
er der Verfaffer de« Werkes fey. Endlich kamen
die 198 Tafeln 17 1 3 zu Palermo heraus, Banks be-
fitzt 168 Tafeln: ich befitze deren nur 52, die ich
der Güte meines Freundes Rudolphi in Berlin ver-
danke. Hier finden fich folgende intereffante Man«
zen : Agrofiis pungens t. 1., Poa ficula t. 7., Arun*
do micrantha Lam. t. 8., Cqrex pendula Goöd. 1. 1 i.,
Schoenus mucronatus t, 12., Iris alata Poir, t. 10.,
Linaria pilofa Bern. t. 24., Alliwn ficulum Ker, t.
25., Ophrys aranifera Hudf. , 0. Speculutn Bern., 0.
ciliata Bern, t. 28. , Orchls enßfolia Vijl. , Q. Orni~
this Jacqu. t. 29., O.acumiaata Desfont. t. 35. , Gna-
phalium nodißorwn Lam. t. 36. , Ophrys picea Link,
t. 37., Cardamine heterophylla Hoft. t. 66., Rapha*
nus cheiranthifiorus W. t. 71», Rumex tuber ofus t#
74., Crepis albida t. 11 5., lolpis (juadriariftata
Bern. t. 118., Reaumuria vermiculata t. 119., Cre-
pis taurinenfis W. 1. 1 20,, Cr. leon todontoides Allion.
t. i2i., Hypochoeris ficula t. 122,, Lapfana vir g ata
Desfont. t. 127., Hieracium hracteulatum Smith, t.
107., Hier, crinitum Smith, t, i44«i SHeae ficula,
Ker.ebendaf. '" >J^V;^%
134 Fünftes Buch. Fünftes Kapitel.
♦
Fünftes Kapitel.
UnterTuchung vaterländi fcher
Pflanzen.
■ *
<
Die Pflanzen des fiWllichen Europa wurden in
die fem Zeitraum am fleifsigften gefammlet und on-
terfucht.
Magnors Und Richier de Bellevafs Bemühun-
gen haben wir fchon erwähnt: auch Tournefort's
Verdienfte find gerühmt worden. Des- letztern : Hi-
ftoire des plantes, qui naiffent aux environs de Pa-
ris, 12. Paris 1698., m Off* n wir noch befondere
Erwähnung thun. Das Werk ift in fechs Herbori-
fations getheilt. Die vorzüglichften Excurfionen
gehn ins Holz von Boulogne und Vincenne*, nach
S. Cloud, ArcuejJ, ChantiJJy und auf die Infein der
Marne. Es fehlt natürlich bey diefer Einrichtung
nicht an Wiederholungen. Indefs war das Buch für
die damalige Zeit aufserft nützlich, und die Kritik
der Synonyme macht es noch der Nachwelt brauchbar.
Joh. Steph.Strobelberger i aus Windifch - Grätz,
der nachher Arzt in Karlsbad war, hatte zu Mont*
pellier unter Richier de Belleval fich der Botanik mit
befonderem Fleifs ergeben. Er lieferte: Galliae po-
Jitico - medicae deferiptio, Jen. 1621. 12., worin der
fünfte Abfchnitt die Pflanzen des füdlichen Frank*
reichs, aber blofs nach dem Gattungs • Namen , meh*
rentheils aus LobeliuS, Dalechamp und Richier de
Belleval, enthält.
Groben Ruhm erwarb 6ch Jak. BarreU&r* zu
Paris 1606 geboren, der anfangs Medicirt ftudirte,
dann aber in den Orden der Dominicaner trat, and,
theils auf Befehl Gafton's, Herzogs von Orleans,
theils als Begleiter des Generals der Prediger- Mön-
che, Frankreich, Spanien und Italien durchzog, lan-
■
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Unterfuchung vaterflndifcher Pflanzen. 135
geiir Rom lebte, and 1673 in Paris Ttarb. Er hin-
terlieb eine giofse Menge Pflanzen - Zeichnungen»
welche Anton Jufüeu, nach Tournefort's Beftim«
mungen, unter dem Titel: Piantae per Galliam,
Hifpaniam et Italiam obfervatae, Parif. 17! 4. fol.,
herausgab« Es find i3s4 Kupfer, in fehr verjüng*
tem Maafsftabe, und oft undeutlich. Da Juffieu rer*
fichert, dafs Boccone viele, von Barrelier erhaltene
Pflanzen früher unter feinem Namen bekannt ge-
macht, fo ift es fehr fchwer, mit Gewifsheit zu fa-
gen, welche Arten von Barrelier eigentlich entdeckt
find. Indefs ift folgendes Verzeichnis wahrfchein-
lieh ziemlich richtig:
Salvia Barrelieri n. 186. . . S. multißda Siblji.
220. . • S. disermas 187. . . «S. Valentina
, . S. elongata Spr. 167. . . Valeriana fupina 868,
. . Phleum Böhmeri Schrad. 2t. f. 1 . . . Phl* tenue,
Scbrad. 14. f. 1. . . Phl. paniculatum Hudf. 28. f.
2. . • Poa dura 5o. . . P* Eragr*ßi$ 44. f. 2. ♦ .
P. hulbofa 70Z. . . Briza humilis MB. i5. f. 2. . ,
Cynosurus aureus 4* • • Beckmann ia erucaeformis
Hoft. 2. male. . . Melica afpera Desf. g5. f. 1. . .
Feßuca phleoides ist3. f. 1. . . Bromus erecius i3.
f< 1. . v Br. fiipoides 76. f. 1, , , Ave ha fragilis
$o5. . • J*oa cilianenfis y£5* • • Qalium linifolium
583. • . G. mantimum 81. . . Echium planiagir
neum 1028. . . Anclutfa ftylofa MB. 5?3. . . Caui-
panüla diffufa 453. . . C, Cochlea rifolia 454. . .'
Trachelium coeruleum 683. . • Atropa fruteßens
1173. . . Viola Zoyfii 691. . • Atripley: glauca
753. . . Salfola polyclonos 275. . . Tenor ia fru-
ticefcens Spr. 1255. . . Heracleum elegans 56. . .
H. außriacum 708. . . Oenantlie apüfolia 35 o. . .
Ligufiicum ferulaceum All. 836. . . Statice dicho-
toma Cav. 8o5. . . Daphne vermiculata a3i, . .
Polygonum Bellardi Allion. 56o. f. 2. • . Gypßphi-
136 Fanftes Buch. Fünftes Kapitel«
la perfoUata 1002. . . Dianthüs ferrugineasTfgj. . .
Siiene longißora Ehrh. 5J3o. . . Oxalis Barrelieri
11 3g. . • Refoda undata 588. . . Euphorbia fal~
caeajüi. . . E. terracina 833. . . E. pilofa 885.
. . Potentilla cinerea Vili. 709» . . Cifcus fericeus
i3i5. . . Heliantlwmum kalicum 566. . . H.thy*
mifolium 444« • • H' torofurri Allion. 44^- • • H.
tacemofum 293. . . f/. hirtum 488. . . Reaumuria
vefmlculata 888. . . Teucrium thy mifolium 1 062.
. . T.ßnvefcpris 1072. . . T.valentinum 1048...
T. pycnophyllum 1091. . . T. Libanitis 1 o#o. . .
T» pumilum' 1092. . • 7*. angufeijßmum 1080. . .
T. coelefte 1081. . . Sider'uis glauca 25o. . • «S.
linarifolia Larh. 172. . . Marrubium candidijfimum
686. . . M. acetabuloßtm 129. . . Phlomis pur-
purea 4°5. . . Nepeta graveolens Viil. 705. . .
Bartßa vilcofa 665. . . jB. Fagonii Lapeyr. 774»
1. . . Rhinanthus verßcolor 666. . . Linaria vil-
lofa 597.". . origanifolia liöo. 1102. no3.
i3i3. . . Anarrhinum craffifolium i3i5. . . £u-
wias cochlearioides 1282. . . Jberis rotundifolia i5o5.
f. 2. . . /. cepaeaefolia 848. . . Bifcutella longi-
folia Vill. 841. • • Cardamine chelidonia i56. . .
Hefperis alyffbides Perf. 8o4- . . Sijymbrium mura-
le i3i. . . 5. Barrelieri 1016. . . Sinapis erucoi*
des i52. . . Cleome violacea 865. . . Geranium re-
Jlexum 39. . . Ononis cenifia 1104. • • 0. minu-
tijjima 1107. . . 0. vifcofa 1239. . . Oxytropis
Pallaßi Perf. 557- . . Trifolium fphaerocephalon
859. . . Tr. badium Schreb. 1024. . . Lotus cyti*
foides io3i. . . Soorzonera calcitrapifolia 800. . .
Atractylis humilis 1127. . . Santolina alpin a 52 2.
. . Anthemis Valentina 485. . . Anth Barrelieri
Tenor. 457. . . Artemißa arragonenfis 447 • •
CouyZa Candida 21 7. . . Senecio cmffifolius 26 1 . . .
5. nebrodenßs 4oi. . . & Barrelieri 801. . . S.
Unterfucbung vaterländlfcher Pflanzen. 137
Uus Lapeyr. i45. Cineraria longi/oli*
26G. . . C. minuta 11 53. f. 1. . . Chrysanthemum
pectinatum 42 1. • . Pyrethrum Halle ri 458. f. *2. . .
Centaurea Uni folia 139. . . C. abrotanifolia Lam.
149. • . C. hyffopifolia 006. . . C argentea 218.-
. . C. Crocndiiium 3o3. . . C. leucantha Lapeyr.
1229. . . Ophiogloffum lußtanicum 282. f. 2. . .
Die Tange find fo fehl echt abgebildet, dafs auch S»
G. Gmelin ficb nicht wagte fie zu beftimmen. In-
defs ift F. volubills i3o3. gut abgebildet. . . ßa*o-
myces cornueopioides 1278. f. 2. . . Einige neue
Schwämme, als Phallus Hadriani i25ß. . . Clathrus
fiavefeens 1265. . . Boletus umbellatus 1269. . .
B* polycephalus 1270.
Ein italifcher Mönch, Silvio Paul Boccone, aas
Palermo i633 gebürtig, trat in den Ciftercienfer-
Orden , und ward vom Grofsherzog von Tofcana zu
feinem Botaniker ernannt. - Er durchreifete Italien,
Sicilien, Malta, Frankreich, Spanien, Deutschland»
die Niederlande, England und Polen, und ftarb zuPa-
lermo 1704* In England übergab er mehrere Abbil-
dungen feltener Pflanzen, nebft den dazu gehörigen
Befchreibungen an Charles Hatton , der fie durch Mo«
rifon bearbeiten, und unter dem Titel: leones et de-
feriptiones rariorum plantarum Siciliae, Melitae, Gal-
liae etltaliae, Oxon. 1674*4*9 drucken liefs. Bey
feinem Aufenthalt in Venedig zeigte er dem treffli-
chen Wilh. Sherard eine noch gröfsere Sammlung
von Abbildungen und Befchreibungen. Auf deffel-
ben Rath gab er fie unter dem Titel : Mufeo di. plante
rare della Sicilia, Malta, Gorfica etc. Venez. 1697.
4. mit 3o9 Abbildungen , heraus. Die letztern find
roh, und die Befchreibungen unvollständig. Ver-
ferhieden von diefem Werk ift: Mufeo di fifica e di
«fperiertze , Venez. 1697. 4*> worin ebenfalls viele
Bemerkungen über Pflanzen vorkommen. Folgende
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* 13* Fünftes Euch. Fünfte* Kapitel.
Pflanzen fcheint er zuerlt befchrieben und abgebildet
2u haben :
Veranica acinifolia muf. t. 9. , . Andropogon
difcachyos plant, fic. t. 11. . . Panicum hirtellum.
muf. t. 55. . . Rottbölla monandra ib. t..57. . .
Triticum unilaterale ib. . . Tr. unioloides fic. t. 53.
. . Scabiofa urceolata Desf. ib. t. 52. Sc. pyre*
naioa mu/, t. 6. . . Galium Bocconi muf. t. toi. . .
G ariftatum ib. t. 75. . . Parietaria lufuanica fic.
24. . . Ruhia Bocconi Pet. muf. 75. . . Plant ago
macrorrhiza iic. t. 1 5. . . Tillaea mufcofa ib. t. 29.
P. Q. R. . . Anchufa undulata muf. 77. . . Edtium
marUimum ib. 78. . . Convolyulus ficulus fic. 48. . .
Campanuta mollis ib. 45. . . C. faxatilis muf. 64. - •
Lobelia Laurent ia ib. 27. . . ' Elaeodendron Argan
fic. 21. . . Viola nummulär iae/olia muf. 127. . .
Achyranthes argentea fic. 9. . . A corymbofa muf.
3$). . . Ulecebrum echinatum Vill. fic. t. 20. f. 111.
. . Salfola rofacea fic. 3t. 32. . . Eryngium düa~
tatum Lam. muf. 71. . . E. Bocconil Lam. fic. 47*
. . Athamanta panaci/olia Spr. fic. 1. . . Atfuftcu*
kr fic. 14. . • Bubon ficulus fic. 27.. 28. . . Daucus
gummifer Lam. muf. 20. . . Angelica RazoulU muf.
99. . . Bubon rigidus ib. 76. . . Statice monope-
tala fic. 16. 17, . . St. beüidifolia Decand. muf. to3.
. . Linum verticillatum 42. . . Allium ficulum Ucr.
fic. 33. . . Rumex multifidus muf. 126. . . R. lu*
xurians ib. . . R. amplexicaulis Lapeyr. ib. . .
Epüobium alpeftre ib. 5. 16. . . Galenia africana jb.
110. . . Polygonum alpinum ib. 27. 83. . . Ruta
Ünifolia ib. 73. 1 . GypfophUa altifßma ib. 5. . .
Cucubalus fabarius ib. 92. , . C. mollijfimus ib. 118.
. . Silene vallefia ib. 54« • • Glinus lotoides fic. 1 1.
. . Ciftus fquamatus muf. 64. . . • Teucrium multU
fiorum ib>. 1 17. ♦ . T. buxifolium ib. 61. . . T. ro*
tundifollum ib. 62. . • ISlepeta violacea und lanata
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Unterfuchung yaterländifcher Pflanzen. 139
- Ait. ib. 36. / . N. Apuleii Ucr. fic. 25. . . S'ujerU
tis incana muf. 67. . . Lamium rugofum ib. 23. . .
Stachys palaefiina ib. I09.». . St. maritima ib. 127.
. . Marrubium fupinum ib. 69. . • AI. crifpum ib.
tit. . . M hifpanicum ib. 122. • . Leonurus Mar»
rubiaftrum ib. 98. . . Thymus patavtnus ib. 45. . .
Th. Piperella ib. 1 17. . . Th. cephalotes ib. 43. . .
Th. virginicus ib. 11 5. . . Bartfia h\umilis Lapeyr.
ib. 60. . . Euphrafia longißora ib. 63. . . Antirrhi»
, num muhicaule fic. 19. . . A. motte muf. 41.*. . .
"Scrofulariä trifoliata muf. 60. . . Digitalis Thapfi
ib. 85. . . D. obfcura ib. 98. . . Iberis femperßo-
rfins fic. 22. . . Alyjjum halimifolium muf. 39. . .
A. faxatile ib. g3. . . Bifiutrlla raphanifolia fic. 23.
• . . B. fempervirens muf. 122. . . Cardamine tha-
lictroidrs muf. 116. . . C. graeca fic. 44. . . Si-
Jymbrlum vimineum fic. 10. . . 5. valentinum muf.
80. . . Cheiranthiis helveticus ib. 111. fig. ult. . .
Ch. triftis ib. fig. penuh. . . Hrfperis africana fic.
42. . . Erodium malopoides muf. 89. . . E. cha*
maedryoidesib. i?8. . . Sida rhombifolia fic. 6. . .
Mafope malacoides ib. 8. . . Famaria enneaphylla
muf. 73. . Ononis variegata fic. 38. . . Hyperi-
cum crifpum muf. 12. . . H. ciliatum ib. 127. . .
Hieracium cerinthöides ib. 54. . . H. prunellaefolium
ib. 24. • • montanum ib. 11 3. . . H.- mo//e ib.
53. . . Sonchus chondrilloides Desf. fic. t. 7. CA.
. # Crepis coronopifolia fic. t. 7. A. . . Apargia
Taraxaci muf. 106. . . Hyoferis fcabra ib. . . Ver»
nonia praeaha ib. 02. . . Serratula Corona ta ib. 57.
. . S. humilis ib. 109. . . Gnapfialium fupinum ib.
85. . . Conyza v&rbafcifolia fic. 3i. . . C. argy-
pctaca fb. 7. . . Senecio jqualidus ib. 4^ • • • &
phinifolius ib. 5i. . . & chrysaathemifolius Poir. fic.
36. . . Inula bifrons muf. 121. r . /. foetida fic.
i3. . . Pyrethrum Bocconi muf. 98. . Achiltea
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140 Fünftes Buch. FäDftcs Kapitel/
i
alpina ib. 101. ... Centaurea, uniflora mnf. 2. . .
C. nielitenfis fic. 35. . . G fempervirens fic. 3g. . .
Cynomorium coccineum ib. 43« • • Ambro ßnia Ba ffii,
Arifarum, ib. 26. . . Poterium hybridum ib. 3o. . .
Ar um probofcideum muf. 5o. . . Andrachne telephioi*
des ib. 119. . » Pißacia trifolia muf. $3. , . Gy-
mnoftomum Hedungia muf. 108. ad Dillen. • • Lyco*
perdon perl at um ib. 006. . . L. uniforme ib. 3o 1 .
Genftrum hygrometricum ib. 3o5. . . Boletus Tube-
röser 5op. . . Daedalea confragofa ib. . . Hydaum
orbiculatum ib. Zoy. . • H. coralloides ib. 3o4«
Auch Ray, deffen wir fchon oft erwähnten,
fammelte auf feinen Keifen durch das füdliche Euro-
pa eine Menge Pflanzen, die er in der: Sylloge extra
Britanniam nafeentium ftirpiuro, Lond. 1694.8., be-
kannt machte. Man erftaunt über die grofse Anzahl
Seltener Gewächfe, deren Verzeichnifs 3i4 Seiten
einnimmt, unter denen ich nur folgende nennen
will: Androface Chamaejafme, Ferula Ferulago, Eu-
phorbia coralloides, Reaumuria vermiculata, Cappa-
ris ovata, Rhinanthus Trixago , lberis cepaeaefolia,
Ahhaea Ludwigii, Cy tifus divaricatus , Trifolium
meffanenfe, Hypericum crifpum, Conyza verbafei-
folia.
Die nördlichen' Küften des adriatifchen Meers
durchfuchte ein gefebickter Apotheker in Venedig,
Auton Donati, deffen: Trattato de* fimplici, pietre
e pefei marini, che nafcono nel lido di Venezia, i63i.
4 , manche feltene Pflanzen, als Drypis fpinofa, Sefs-
leria echinata 11. f. f., enthält.
Da wir Cupan)*s und Zanoni's Verdienfte fchon
aufgezählt haben, fo erwähnen wir nur noch einiger
weniger bekannten Italiener, und zwar zuerft der
Brüder Balth. und Mich. CatnpL Sie waren Apo-
theker in Lucca, und glaubten fich dadurch befon-
dere Verdienfte zu erwerben , dafc fie die Pflanzen
• ■ 1 *
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, Unte*fuchung vaterländifcher Pflanzen, 141
der Alten durch eigene Unterfuchungen zu erläutern
fuchsen/ Zu dem Ende durchforfchten fie die apen-
ninifchen Gebirge, und gaben die RefuJtate ihrer
Unterfuchungen in dem: Spicilegio botanico fopra il
cinnamomo degli antichi, dove (i mette in chiaro al-
tri femplici di ofcura notizia, Lucca i 654* 4» *
Die Flor des Aetna ward zuerft von Jofeph Bon*
figholiy aus Ancona, unterfucht. Das Verzeichnis
der voii ihm gefunden^ Pflanzen machte Peter Ca?-
rera in feiner Befchreibung des Aetna bekannt: Ii
v IMongibello defcritto, Catan. 1606. 4. Diefe ift wie-
der abgedruckt in Graev. et Dürrn, thefaur. ficil.
tom. 10. col. 7. 8. Es fehlt hier nicht an falfchen
Namen, wie z.B. Mechoacanha angegeben wird, wo
wahrfcheinlich Convolvulus Imperati gemeint ift.
Die Pflanzen des römifchen Gebiets fammlete
Jakob Roggeri, deffen Verzeichnifs in Ray's fylJogfe
fteht. Man findet hier Serapias Lingua, Orchis
phrosantbos, Thapfia foetida. -
Die ärmliche Flor von Malta machte i 689 Franz
Phil. CavaUin 'h Arzt r.u la Valette auf Malta, bekannt.
Unter dem Namen Pugillus Melitenfis, nahm Franz
Ernft Brückmann in feinen Epift. itinerar. Cent. 2.
vp.674> f. das Verzeichnifs auf. Hier kommen Arum
tenuifolium, Conyza rupeftris, Gentaurea fpinofa,
Eleufme coracana und Conferva Helminthochorton
vor. Der letztern bedient fleh Cavallini fchon gegen,
die Warmer. , »
Unbedeutend ift eine Schrift von Ovid. Moritat-
banus, Prof. zu Bologna, (f 1672): Hortns bota-
nographicus, Bonon. 1660. 8., worin zweytaufend
Abbildungen, mehrentheils wild wachfender Pflan-
zen, verfprochen werden. Im Anhang erfch eint
eine Abhandlung Ober Mißbildungen und Monftro-
fitäten. Derfeibe gab unter dem Namen Joh. Ant.
Bumaldus eine Biblioth. botanica, BonÖn. 1657.24.,
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142
Fünftes Buch. Fünftes Kapitel.
heraus, dieSeguier mit der feinigen Hag. Com. i?4o.
4. wieder abdrucken liefs, und worin man o>n er-
ften Verfuch ejner Synonymie der Gräfer findet.
Auch Portugal! ward nach Clufius zuerft wieder
von Oabr. Grishy, wahrfcheinlich einem Engländer,
unterfucht. Er nannte fich Chymiater und ßotani-
cus, und verßehert, faft dreyfsig Jahre auf die
Durcbfuchung des Landes, vom Cap S. Vincent an
bis an den Minho, zugebracht zu haben, ,Sejn Buch
erfebien unter dem Titel: Viridarium luGtanicum,
Ulyfßp. 1661. 8., ift auch inRay'sSylJoge abgedruckt.
Seguier legte es Veron. 1749. 8. von neuem auf,
und Vandelli gab es, mit Linne'fchen Namen erläu-
tert, Oiifdp. »789.8., heraus. Durch die Göre mei-
nes Collegen Link, der Portugall in neuern Zeiten
durchforfcht hat, bin ich in Stand gefetzt, folgen-
de Pflanzen, als die merkwürdigften , oder von Gris-
ley zuerft entdeckten , anzugeben :
Salvia polymorphem Link. n. 75 1 — 755. . .
Gratiola linifolia 698. . . Crocus muhißdus Sm.
i53a. . . Ms lufuanica i56o. . . Milium multi-
ßorum Gav. 692. . . Avena pallens Link. 601. . .
Horäeum Hyftrix Roth. 609. . . Exacum filiforme
3 10. . . Galium jricorne Sm. 11 5. . . farietaria
platyphyllos Link. Uli. . . Lycopfis nigricans $y.
. . Anagallis parvißora Link. 92. . . A* linifolia
88. . . A.tenella 1062. . . Verbafcum blattarioi-
des Lam. 202. . . Echium plantagineum 449. . . Lo-
belia urens 88$. . . Eryngium Utcifolium Lam. 476.
E. udoratum Lam. 479* • • & *enue Lam. 480.
E. pentanthum Link. 481. . • Chironia fpicata
5l l. . . Angelica montana Link. 101. . . Cynan-
chum acutum iZy. . . Bunium maius Vill. 234. . .
Caucalis elongata Link. 3o3. . . Atliamanta verti«
ci//q/a Link. 437. . . Oenanthe apiifolia Brot. 124.
1072, . . Statice angujäfolia 876. . . St.fafcicu-
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1
Uaterfachung ?aterländifcher Pflanzen. I43;
lata Venten. i36i. . . St. vephalotes 1I60. . ,
St. humilis i36a/ . . Linum tenue Desf, 891. . .
Scilla monophyllos Link. i552. . . Sc untfoiia and
Ornithogalum roccenfe 1596. • • 0. chloranthum
Link. i595. . . Tulipä auftralis Link. ifi>8. . .
Leucoium trichophyllum Schoost). 1672. .> . Conval-
laria ambis.ua Link. 1 175. . . Colchicum teffellatum
Link. i5a5. . . Rumex thyrfoideus Desfont. 18. . .
-Alifma triner vium Link- 1166. . . Dianthut avs-
nuatus Sm. 290. . . Silene arenaria Desf. 921. . .
5. fabuletorum 922. . . S. pfammitis Link. 923. . .
Lythrum meonanthum Link. 936. . . Ceum ätlanti-
cum Desf. 286. . . Ciftus vtrticUlißorus Link. ^74.
. . Delphinium pentagynum Lam. 26. . . Ranun-
culus elodes 1204. . . R. flabellatus Desf. 1209. • •
Mentha Tomentella Link» 1199* • • Stachys hirta
1070. . . Prunella haftata Link. 225. • . Linaria
dealbata Link. 457. . . L. multlpunctata Link. 880.
. . L amethyßinaham. 881. . . I. incarnata Lam
882. » • I» bipunctata 883. . . L. lußtanica 885
. . Antirrhinum meonanthum Link. 108. . Ä/ii
nanthus verfitolor Lam. 57. . . Euphrafia fcabra
Link. 496. . . E.ßlifolia Link. 495. . . Coc/iitfa
na acaulis 377. • . Cheiranthus longißliquus Link
860. . . Cfo. litoreus 862. . . Malva tuberoula4a
Link. 55. . » Lathyrus helodes Link. 740. 837. .
Genifta triacanthos Brot. 543. . . C^i/w* divarica
tut und anagyricus Herit. 434. . . Aftragalus cym
baecarpos Brot* 171. • . Anthyllis hamofa Desf
106. . . Stauracanthas aphyllus Lk.? 1290. .
Ulex minor i'jlÜG. . . Ornithopus fativus Lk. 1 089
. . 0. repandus Poir. 1281. . . Trifolium tome<
tofum i4$9. * • Hypericum linariaefolium Vahl
760. . » //. tomen tofum 768. . . Leontodon tube-
rofus 73o. . . Cichorium divaricatum Schousb. 3$*)
. . Helminthia jpinofa Candoll. a3o. .;. «Scorzo
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I
*
144 4 Fünftes Buch, Fünftes Kapitel« r
aera multifida IM. iag5. . . Sc» pinifolia Conan.
. . Anacyclüs äüteus 32 2. . . Anthemis
fufcaia Brot. 323. . . A. repanda ? 355. .v . Cyna-
ra fylvefiri* Lam. 424. . . Centaurea uliginoJaHrot.
771. . -C. polyacaniha Jj4* ■ • limbaca Lk.
775. . . C. pullata 776. • . Orchis anihropomor*
pha 1592. . . l/rn'ca caudata Vabl. 1492. . • £**r- .
cus PMIodrys Lk. 787. . . Qu. Ballota Desf. 788.
. # Myrica Faya 3o5. . . Mercürialis eüipüca 10 25.
Iii Deutfchland wurde Schieden und das Riefen-
gebirge unterfucht. Kafp. Schwenckfeld* Stadtarzt
in Hirfcbberg, 1609,) machte fich dadurch be*
kannt, dafs er: Stirpium et foffilium Sileßae cataio-
gum, Lipf. 1600. 4»j herausgab. Er bediente fich
der Nomenclatur von Ttfbernä'montanus, . Thal und
Tragus; doch find folgefade Pflanzen merkwürdig:
Vleurofpermum auftriacum, Daucus, p. 60. , Myrrhis
aromatica p. i42»> Rumex alpinus p. 8., Sedum fa~
seaeile p. 196., Lycopodium alpinum p. 141. Im
zweiten Theil kommen Gartenpflanzen, unter an-
dern auch Kartoffeln, vor. Von demfeiben Schwenck*
feld hat man ein „Kurzes Verzeichnis der Krauter»
welche um den warmen Brunnen auf den Gebörgea
gefunden werden, Hirfchberg 1619. 8. w Auch hier
fehlt es nicht an feitenen Pflanzen, als Rubus Cha~
maemoruSy Tujfilago fpuria und nivea% Uvularia
amplexifolia , Sonchus alpinus, Sedum Rhodiola u. f. f.
Job. Frank, aus Camenz, der zu C. ßauhin's
Freunden gehörte, gab einen: „Hortus lufaticus,
das ift, lateinifebe , . deutfehe und etliche wendifche
Namen derer Gewächfe in Ober* und Nieder- Laus*
nitz1}, 1619. 4* heraus.
Der bekannte Dichter, Philipp Zefen, aus Prio-
rs bey Raguhn im De£fau*fchen gebürtig, fammlete
1
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t
► t
, Unterfuchung raterländifcber Pflanzen. 145
die Pflanzen feines Vaterlandes, beftimmte fie nach
Thal und Tabernämontanus, und machte ein Ver»
zeichnifs derfeJben bekannt, weiches Beckmann in
der Hiftorie von Anhalt, Th. 1. S. 5fc>. f. abdrucken
liefs. Intereffant ift hier Genifia fagutalis in der
- Scbolitzer Heide.
Die hallifche Flor ward, aufser Chrift. Knamh%
deffen wir fchon erwähnteot von Karl Schuffrr, hal» '
lifchem Stadtarzt und Rolfiqüks Schüler, (geb. 16 1 3,
+ 1675») bearbeitet. Seine „Deliciae botanicae hal-
lenfes, 1662. 12.,, find aber ohne Werth, da die
Pflanzen, ohne Standörter, mit Tabernämontanus
Namen aufgeführt werden.
Der märk'fchen Flor vonElsholtz haben wir ge«
dacht. Gröfsern Ruhm würde Chrift. Mentzel aus
Fürften walde, brandenburgifcher Leibarzt, (geb. 1622,
f 1701,) erworben haben, wenn er feinen Vorfatz,
die Pflanzen nach klimatifchen Verhältniffen zu ord*
nen und zu beschreiben, '(LeJJers Auf fatz in phyfikaL
Beluftig, i,32i.), ausgeführt und vor allen Dingen
die Flor feines Vaterlandes gründlich uhterfucht hat-
te. Denn, abgerechnet, dafs er einer der gelehrte-
ren Naturforfcher feiner Zeit war, hatte er auch
Reifen durch ganz Europa unternommen : wenigftens
"hatte er Dänemark, Polen, Lithauen, Frankreich,
Italien und Spanien gefehn. Auch fehlte es ihm,
nachdem er fein Amt als Leibarzt aufgegeben , nicht
an Mufse. Allein, diefe verwandte er ganz auf das Stu-
dium der chinefifchen Sprache und auf Ausarbeitung
feines „Lexicon plantarum polyglotten, ßerol. 1715.
foI.„, welches immer noch brauchbar ift, da es die
Namen der Pflanzen in den meiften Sprachen enthält«
Angehängt ift ein „Pugillus rariorum plantarum,,,
die auf i3 Kupfertafeln, nicht fehr fauber, aber
richtig, abgebildet find« Wir bemerken darunter :
Gtflcii. d. Botanik. 2L B, 10
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146 Fünftes Buch. Fünftes Kapitel.
Centunculus minimus t. 7. ^ . ( AlGne palustris
minima, fructu coriandri exiguo), Silene chlorantha
t. 2. f. 1. . . Baeomyces rofeus, . Sphaeria polymor-
pha und Hypoxylon t. 6. . . Unter den ausländifchen ;
Maffonia latifolia t. i5. f. 4» • • Veliheimia viridi-
folia ib. f. 5. . . Ornithogalum altijfimum ib. f. 2.
. . Helianthernum apenninum t. 8. f. 3. . . Andere
waren ichon bekannt: Cucubalus Otkes t. 1. . .
Gypfophila faftigiata, Cerafcium aquaticum t. 2. . .
Adonis vernalis, Monotropa Hypopuys , Neottia re*
pens X. 5. . . Ophiogloffum vulgatum t. 4- • JW**
Zax/j Löfelii, monophyllos, Ophrys monorchis* t. 5.
. . lAmofella aquctica) Hypericum elodes , Gypfophi-
la muralis t. 7. . . Ijbpyrum üialictroides , Anemone
mpennina, Braffica arvenßs, Ranunculus amplexicau»
list.8. . . Tozzia alpina, Epipactis cor data, Cym-
bidium Coralhrrhiza t. 9. . . Mitella diphylla t. 10.
. . Podophyllum peUatum t. 1 1 . . . Lygodium fian*
dens t. 12. . . Scilla maritima t. 10. ,
Auch um die preufsifche Flor machte Geh Men-
tzel verdient. Seine Vorgänger waren Job. Wigand,
deffen wir febon (Th. 1. S. 286.) erwähnt haben , und
Nie. Oelhafen, Stadtarzt in Danzig. Diefer gab ei-
nen : „Elenchus plantar um, circa nobile Borufforum
Dantifcum fua fponte nafeentium, Dantifc. 1 64^:4. „.
Es kommen hier nur 34S Pflanzen - Namen , oft fehr
unrichtige, vor. Denn weder Stoebe falmantica,
noch Alcea veneta , noch Eryngium ametbyftinum
können dort wach Ten. Auch verwechfelt er -Malta
Alcea mit der füdlichen Althaea carinabina, Acarna
Bauhini mit Carlina vulgaris: aber er fand doch Hy-
pericum pulcrum, Pyrus torminalis und einige an*
dere Pflanzen. Zu diefem Ruche fchrieb ISJentzel ei*
nen Anhang: „Centuria plantarum circa nobile Ge-
danum nafeentium, i65o. 4m>> welchen Reyger in
der flora gedan. p. 265. f. wieder abdrucken liefs.
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Uoterfuchung vaterländifcher Pflanzen. ^47
Aber auch Mentzel brachte mehrere auslaAfifcheGe^
wächfe unter die einheimifchen. Oelhafen's Nach-
folger, Lorenz Eichftad, gab eine neue Auflage jenes
Verzeich niffes i656 heraus, worin die Zahl der Pflan-
zen, doch ohne die Mentzel'fcheh , auf 3#4 flieg.
Zu gleicher Zeit lebte Michael Titius> (geb.
1G14, t i€58). Diefer, obwohl Theologe' und De*
pofitor bey der Univerßtät Königsberg, fammleta
auf kurfürftlichen Befehl die Pflanzen Preufsens und
trug auch die Botanik öffentlich vor. Seiner Haifa
bediente fleh vorzüglich Jöh. Löfel, aus Brandenburg,
Prof. in Königsberg, (geb. 1607, f if>56,) der zwar
unter Richier.de Belleval in Montpellier die Wlffen-
fchaft lieb gewonnen, aber durch beftändige Unpäfs«>
lichkeit abgebalten wurde, fie zu bearbeiten. Def-
fen Sohn gab kurz vor des Vaters Tode: Catalogüs
plantar um in Boruffia nafeentium, Regiom. i654* 4»t
heraus. Aber von den guten Abbildungen , die der
Vater beforgt hatte, machte er keinen Gebrauch ,*
bis endlich nach vierzig Jahren Handfchriften und
Zeichnungen in die Hände eines Profeffors Joh. Gott*
fched zu Königsberg fielen , der das Ganze unter dem
Titel: Ffora prujjica, Regiom. 1703.4.» herausgab.
Die Zeichnungen find gut, ftellen aber Pflanzen dar,
die damals gröfstentheils bekannt waren« Es find
folgende:
Callitriche autumnalis p. i4o* n. 38. . * Alfa
criftata p. 110. n. 22. . . Feftuca ovina p. 110. n.
i24* • * Phalaris arundinacea p. 119. n. 34* • * Hol*
aus borealis Schrad. p. 1 1 1'. n. 26. . . Potamogeton
pufillus p. 207. n. 67. . . Iuncus fquarrofus p. 1 15.
n. 29. . . Spergula nodofa p. 204. n. 64. . . Poten*
tilla norvegica p. 218. c. 70. . . Ranunculus ca/fu-
bicus p. 223. n. 72. . . Sifymbrium Löfelii p/69. n.
14« . . Malaxis Löfelii p. 80. n. 58. . . Carex
panicca p. 114. n. 27. . . C. arenaria p. 116. a.
148 Fünftes Bach. Fünftes Kapitel»
3i. . . C. curia p> 117. o. 32. . . Hypnum crifte
caftrenßs p. 167. n. 42- • • recognitum ib. n. 43.
• . Fontinalis antipyretica p. 173* n. 53. . . /w/i-
germannia a/plenioiäeS p. 167. n. 45. • • Fucuilum-
bricalis p. 77. n. i5. . . Con/etva reticulata p. 173*
n. 54. . . C.furcata ib. n* 53. . . Cyathus ßriatus
und Ötfa p. 98. n. 16. . . Ciavaria ulvearis n. 1}.
p.99.
Die Pflanzen in der Gegend von Braunfeh weig
verzeichnete Job. Chemnitz , Arzt in Braunfeh weig*
(geb. 1610, f i65i). Die Schrift hat den Titel:
Index plantar um circa Brunfvigam nafeentium,
Brunfv. i652. 4» Auf neben Tafeln 6nd acht Pflan-
zen abgebildet.
Die Heidelberger Flor ftüdirte Georg Pranck
von Frankenau, Prof. in Heidelberg, dann in Wit-
tenberg, endlich dinifcher Leibarzt, (geb. i6>44>
f 1704)* Er gab zum Anfang feiner Herbationen
vom Jahr 1677 — 1687 Programme heraus, die zu-
fammen 1705 gedruckt find. Auch fchrieb er eine
Flora Francjca, Argent. i685. 12. 17öS. 12., ein
Lexieon der officinellen und gebräuchlichen Pflanzen,
wovon Job* Gottfr. Thilo eine vermehrte Ausgabe,
Leipz. 1728, 8., heforgt hat.
Die Pflanzen um Ingolftadt verzeichnete Alb.
Mentzel: Synonyma plantarum circa Ingolftadium
fponte nafeentium, Ingolfu 1618» 8. i654* 8>
Die AltorferFlor ward, wie fchQn ervyähnt ift,
von Ludw. Jungermann unterfucht Seinen i Cata-
logus plantarum , quae circa Altorfuim Noricum , gab
Cafp. Hofnfaon, Altorf. i6i5.4* und i64&>4-> n*r*
aus. Es ift ein mageres Verzeicbnifs, voll IrrtbÜ-
mer. Diefe verbefferte Jungermanns Nachfolger,
Moritz Hof mann, in den: Deliciäe fylveftres florae
altorfinae, 1662. 4*> wo man einige feltene Pflan-
zen* alsOphrys anthropophqra» Cirfium eriüphorum,
> .
»
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I
Unterfuchung vaterländifcher Pflanzen. 149
»
Lathyrus fylyaticus, Botrychium rutaceutn undLfgu-
fticum peloponnefenfe antrifft. Eine kleine Schrift:
Montis Mauriciani eiusque viciniae deferiptio medi-
co-botanica, Altorf. 1694» 4 > verdient nicht Über»
fehn zu werden. Orobanche caryophyllea und Neot*
tia repens wurden von ,ihm auf dem Moritzberg i*
der Graffchaft Limburg gefunden.
Die Eifafler Flor bearbeitete Marc. Mappi, der •
fchon erwähnt worden. Seine „ Hiftoria plantarum
aJfaücarum „ gab nach feinem Tode Joh. Chrift. Ehr*
, mann, Argent. 1742* 4*> n«rau5. Sie enthält aber
nichts neues.
Was die brittifche Flor betrifft, fo haben wjr
die Verdienfte Ray's und feiner Freunde, Doocfy,
Lhwyd, Buddle, Lawfon , Petiver Und Pluknet fchon
gerahmt. Früher als fie lebte Thom. Johnjon, der
Herausgeber von Gerard « herball. (Th. 1. S. 355.)
Diefer, aus Selby in Yorkfhire gebürtig, erlernte
die Apothekerkunft, und galt, als Apotheker in
Snowhale, fchon für den beften Botaniker feiner Zeit
in England. Während der Bürgerkriege ging er, als
Frey williger, zu der Partey der Königlichen , wo er
bis zum Obrift- Lieutenant ftieg, und, wegen feiner
Verdienfte um die Wiffenfchaft, wie wegen feiner
Treue gegen den König, von der Univerutät zu Ox-
ford die Doctorwürde erhielt. Er gab: Deferiptio
itineris in agrum Cantiaoum, i632. 8., heraus. Hier
find Peplis Portula und Fucus digitatus abgebildet«
Späterhin unternahm er Reifen durch England und
nach der lnfel Wight, deren Refultate er in feinem;
Mercurius britannicus, Lood. i634. 1641. 8., be«
fchrieb. £r ftarb 1647 an den Folgen einer Ver-
wundung bey der Belagerung von Baßng.
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J$q Fünfte« Buch. Fünftes Kapital,
Wüh. How, geb. zu Loodon iGtg, f i656t
Arzt und Rittmeifter bey der königlichen Reiterey,
fafste zuerft den Gedanken, eine allgemeine britü-
fche Flor zu bearbeiten , zu welchem Behuf er in der
Phytologia britannica, Lond. i65o. ia., ein alpha-
betifches Verzeichnifs aller in England wachfeoder
Pflanzen, (1220 Arten,) nicht aus eigener Anficht,
fondetn riich feinen Vorgängern, bekannt machte.
Dies ift derfelbe How, der Lobel's illuftrationes her*
ausgab, um Parkinfon's Arbeiten in ungünf tigern
Liebte zu zeigen. (Tb. 1. S. 5 17.)
Chriftoph Merrett, in Gloucefterfhire 1614 ge-
boren, ward Arzt in London und flarb 1695. Er
gab von How's Phytologia eine neue Auflage, unter
dem Titel: Pinax rerum naturalium britanniearum,
1667. 8. Allein weder Kritik noch Sachkenntnis
erheben dies Werk über die gewöhnlichen. Er
zählt aber i4oo Arten, und unter diefen viele auf,
die er für neu hält. Aber Ray brachte djefe auf
io5o zurück.
Die Naturgefchichte der einzelnen Graffohafteo
Englands fing man nun auch an zu bearbeiten. Zu*
erft fafste diefen Gedanken Rob. Plot, geb. in Kent,
f 1696, Auffeher des Afhmole'fchen Mufeums und
Mitglied der kön. Gefellfcbaft der Wiffenfcbaften.
•Seine „Natural hiftory of Oxfordfhire^, 1677. fol.„,
tÄid „Natural hiftory of Staffordfhire, 167g. fol.„,
enthalten, jede im fechsten Kapitel, Verzeichnis*
der in jenen Graffchaften wachfenden Pflanzen.
Die Pflanzen Schottlands unterfuchte zuerft Rob.
Sibbald, Prof. in Edinburgh , von Karl II. zu feinem
Geographen und Arzt ernannt. Ergab „Scotiaillu*
ftrata, Ediob. 1684» fol.„, heraus, worin mehrere
Pflanzen zuerft in rohen Abbildungen erfebeinen,
als Pulmonariu maritime? t. 12. f. 11., welche er in
feiner * Hiftory of tbe Ihenffdoms Fife and Kinrob,
■
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Unterfucbung vaterläqdifchei: Pflanzen. 151
Edinb. 1710. foL„, Balfooriana nennt: ferner Dgu»
fiieum fcoticum t. 12. f . 3. , Sibbaldia procumbens U
6. f. 1 . , Ro/a fpinofiffima t. 6, f. 2,
<■
Die dürftige Flor der Niederlande bearbeitete
aufser Paul Hermann, deffen'fiora Jeidenßs oben an-
geführt worden, Cafp. Pilletier , aus Montpellier,
ein Schüler Richier's de Belleval. Zunächft gab er
eine *Flor der Infel Wal che reo heraus: „Plantar um
in Wallacbria nafeentium fynonymia, Middelb. i6aoJ
8*„> worin aber mehr Garten • Pflanzen , als wild
wachfende, aufgezählt werden.
Auch Franz Scerbeeck, Geiftliober in Antwer-
pen, iftMiicht zu überfein. Mehr in diätetifcher
Rück ficht, um die efsbaren von den giftigen Schwäm-
men zu unterfcheiden, ftndirte er diefe Familie, und
gab ein „Theatrum fungorum, oft hat tonneel der
Campernoeljen, Antv. 1675. 4-»> welches, als blo-
fse Compilation, wenig Werth hat, und, aufser der
Peziza aurantia p. 112. t. ä6., nicht viel eigene Axm'
ten enthält.
In Dänemark, Norwegen und Schweden fara«
Wiehe Georg Fuiren $ Arzt zu Kopenhagen, (geb.
i58i, f 162S,) zuerft wildwachfende Pflanzen«
Das Verzeichnifs der auf feinen Reifen gemachten
Entdeckungen machte Bartholinus in der Cifta medi-
ca P..278. f. bekannt. Doch erfebeinen hier auch
ausländische: bey Drontheim wird Tagetes patula,
. uoter den feandinavifchen Sefeli aethiopicum ange-
geben« •
Ihm folgte Sim. PauUi aus Roftock, wo er zu-
erft Prof effor war, (geb. i6o3, f 16S0). Als Pro-
feffor in Kopenhagen fchrieb er auf königlichen Be«
151 , Fünfte« Bndb. Fftaftes KaptteL
* 4
fohl: „ Flora Danica,det er: DanfkUrtebog. Kopenh.
1 648. 4*D • Bie Pflanzen ftehn in aJphabeiifcner Ord-
nung und nach den Jahrszeiten : die .Figuren find
gut: z. R. Cochlearia danica p. 2pj.y C. anglica p,
208. , Drofera longifolia p, 336. Eben diefelbeOrd»
nung beobachtete er im: „Quadripartitum botani*
eum de fimplicium facultatibus , Roftoch. 1639. 4««»»
welches Jo. Jak. Fick, tnii'Tournefort's ßeftimmun*
gen, Frkf. 1708. 4., wieder herausgegeben.
Auch Pet. Kylling (f 1696) machte fich' um
die dänifebe Flor verdient. Zuerft erfchienen die
tan ihm entdeckten Pflanzen in Bartholio'a actis
hafnienf. a. 1673. p. 345i, wo unter andern Poten-
tine norvegica und Nartbectum offifragum erwähnt
werden. Dann gab er: „Vifidarium danicuro, Hafn,
1688. 4m>> wo die dänifoben Pflanzen» auch feit-
nere, als Erica coerulea, Fumaria fabacea , Cirfiunt
helenioides, mit genauer Angabe der Standörter,
aufgeführt werden,
Lappland ward von Ol. Rudbek* dem Jftngerti,
(geb. 1660, f 1740,) aufkön. Befehl im Jahr 1695
befucht. Dafs er fünfzig neue Arten entdeckt habe,
erzählt Pet. Martin, (act. liter. fuec. a. 1722. p. 343.).
Er hatte Beben Theile der „Lapponia illuftrata „,
lateinifch und fehwedifeb bearbeitet. Davon erfchien
jedoch nur der erfre Theil 1701. 4* Die Obrigen
Theile w.urtfen im folgenden Jahr ein Raub derFlam*
men. Doch hat man ein Verzeichnifs der von ihm
gefundenen Pflanzen in den Actis literar. fuec. a. 1 720.
p. 91., wo Linnaea borealis und Lobelia Dortmanna
mit guten Abbildungen vorkommen. Auch Andro*
meda hypnoides, Tuffilago frigida, Limodorum bo-
reaje, (welches fchon i685 feinem Vater bekannt
war,) werden erwähnt, (
Die Pflanzen um Gothenburg fammelte Claus
Brameliut, Arzt dafeibft, (geb. 163g, f *7*S)-
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Unterfochung ttterllndifcher Pflanzen« 153
Er gab Tie mit Synonymen tu der; „ Chloris gothica,
1694. 8,„, heraus, *
Elias TU -Lands, d äffen wir oben erwähnten,
ftCatalogus plantarum circa Abo am, i683. 8.„, ent*
halt die Pflanzen in Finnland, ziemlich gut abgebjyU
det: unter andern Pyrola fecunda 56,, Rubus Cba-
oiaemorus 1 95, u. f. f.
Alle europäifche Pflanzen wollte Thom. Pan*
coviusy brandenburgifcher Leibarzt, (geb. 1622,
f i665,) bearbeiten. Er fand nämlich bey einem
gewiffen Seydel die von Leonh. ThurneyJJer zum
Thum hinterlaffenen 1921 Zeichnungen von Pflan-
zen. Denn Thurneyffer, (geb. zu Bafel i53ot
t ^95,) ein eben fo excentrifcher Kopf als Para-
celfus, aber ungleich gelehrter, hatte, da er, als
brandenburgifcher Leibarzt, ( 1670 — — i584,) die
höchfte Stufe feines Glücks erreicht, den Entfeh lufs
gefafst, ein allgemeines Pflanzen -Werk herauszuge-
ben , worin befonders die Synonyme genau verzeich*
net werden follten. Unter dem Titel; Hiftoria £.
defcrjptio plantarum omniunv, Berol. 1678, fo),,
war der erfte Theil erfchienen , der blofs die Dol-
gen - Gewächfe enthält. Alle übrige Zeichnungen
kamen nach faft hundert Jahren in Pancovius Hände,
der lie, in einigermafsen natflrlicher Ordnung, mit
Erläuterungen, unter dein Titel: Herbarium, Ulm.
i654. 4>) herausgab. Späterhin veranftaltete Barth.
Zorn zu Cölln an der Spree 1673. 4- eine neue Auf-
jage. Die meiften diefer Abbildungen find entlehnt;
doch viele intereffante und fogar neue: Afperugo
procumbens tyi* Kali, eine andere Art, Qalyftegi*
tomentofa Purfh. 485. Campanula virginiana , Sa(fo-
la rvfacea 41., Meum heterophyllum Mönch, 1021,
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Fünftes Buch. Fünftes Kapitel«
■
Sium magellanicuin, Pamaßa peiufcru4\^i\.y Stein**
blume, Cardamine latifolia Vahl. jl65., Leucoium m-
taceum . Erigeron canadenfis 533., Conyza thyrfoi-
de*, Pyrtthrum ferotinum 5oq. Conyza maxima, Fu**
cus barbatuS 45., teouifolius. Mehrere find idea-
lifch, und es wird Cardanus als Gewährsmann an*
geführt, als bey Metel Magneen 555. , Bonjamen
922. u. f. f.
Sechstes Buch.
Grundlegung des Gefchlechts-
Syftems,
Erft es Kapitel.
Vorbereitungen.
* ■
Zu Anfang des achtzehnten Jahrhunderts war
die Pflanzenkenntnifs durch Unterfuchuhg vaterlän-
difcher Gewächfe, durch Reifen in fremde Länder
und durch den Anbau in botanifchen Gärten fchon fo
erweitert, dafs Tournefort, der an der Spitze der
damaligen Syftematiker ftand, fechsbundert Gattun-
gen und drey» bis viertaufend Arten kannte« Der
Begriff von Gattung war fchon dergeftalt befümmt,
dafs man eine Menge Arten darunter verftand, wel-
che in wefentlichen Theilen übereinftimmen; we-
fentliche Theile aber nannte man , zum Unterfchied
der übrigen, die, „ welche mit dem Zwecke der Ve-
getation genau zufammenhangen, Blüthen, Ge-
fcblechtstheile und Früchte wurden fchon als wefent»
liehe Organe betrachtet, obgleich man die Bedeu-
tung der Gefchlechtst heile noch nicht allgemein er«
kannte. Man fah ein, dafs nicht die Uebereinffim*
mung eines, fondern mehrerer TheiJe, des Kelches,
der Corollen, der Gefchlecjitstheile und der Früch-
te, zur Aufhellung der Gattungen erfordert werden.
Weil man aber die übrigen Theile doch nicht ver-
rjachUffigen wollte» fo fetzte man den Begriff der
s
%Si Sechstes Buch. Erftes Kapitel,
Gattungen höherer und UTeTtVrerOrdriung feft. Jene
beruhn auf der Harmonie der wefentiicheo , dief©
auf der Uebereinfhmmung der übrigen Theile; da-
her man z. B,.Teucrium von Poiium und- Chamaedrys
durch den Blütheriftand , Horntin um und ScJarea von
Saivia durch das äufsere Anfehn unterschied. Indem
man dem äufsern Anfehn und den Gnnlicben Eindrü-
cken einen gewiffen Werth beylegte, fo näherte man
fich der natürlichen Methode, obgleich die herr-
fchenden Syfteme von Tournefort und Rivinus kQ^ft-
lich waren.
Unter Art verftand man jede Verfchiedenheit
der Pflanzen, in weichem Theil es auch fey, und oh-
ne Rilckficht auf die unabänderliche oder veränder-
liche Hefchdffenheit derlelbeo. Daher Spielarten
von ächten Arten noch gar nicht, oder nicht hin-
länglich unterfchieden wurden.
In Rflckficht der Benennungen hatten zwar
Jungs Vorschriften heilfame Wirkungen hervorge-*
bracht. Allein weit entfernt, dafs diefen allgemein
gehuldigt worden wäre,' herrfchte noch grofse Ver-
fchiedenheit und Abweichung. Das Anfehn von C.
Bauhin, R. Morifon und Tournefort machte, dafs
man die von diefen gebrauchten Benennungen vor*
zog. Aber man kannte noch keinen Unterfchied
zwifchen Trivialnamen und wefentiichen Charakte-
ren ; fo wurden dann diele ftatt jener gefetzt: da-
her durch Umftänd liebkeit und Wortreichthum das
Gedächtnifs erfchwert, und wegen Mangels an Ueber-
einftimmung in Benennungen die Fortfcbritte der
Wiffenfchaft gehemmt wurden.
Der gröfste Gcift feines Jahrhunderts, Gottfr*
Wilh, von Leibnitz, (geb. 16*469 f l7l6,) gab, bey
dem fchwankenden Zuftand der wiffenfchaftlicheu '
Botanik, auch feine Stimme zur Verbefferung deffei-
ben , indem er auf einen Brief von Alex, Cbrift.
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*
• ■
Vorbereitungen. I57
kenholz > nach m als Lehrer in Helmfredt, >t de etilen*
danda ac rite iuftituenda meHioina, Cell; 1701. 4.,,,
eine Antwort ertheilte, (Leibnit. opp. *d. Dut*ns$
Vol. 2. f. 2. p. 169. f.)> die feinen richtigen Blick,
auch in diefer Wiffenfchaft, verrieth» Gakenhols
nämlich hatte die Meinung aufgeteilt, dafs die Merk-
male der Pflanzen vielmehr von den Wurzeln als von
den Blüthen herzunehmen feyn. Dagegen erinnerte
' Leibnitz: , man müffe nach den riegeln der combina«
torifchen Kunft die Merkmahle aller Theile vereini-
gen, dabey aber darauf achten, dafs der Z\veck der
Vegetation Erhaltung des Einzelwefemj und der Art
fey, dafs alfo diejenigen theile den Vorzug vor an-
dern verdienen, welche mit diefem Zwecke genauer
zufammenbangen* Einzig wahre Grundfätze, die
Tournefort ünd alle gründliche Botaniker anerkann-
ten und befolgten.
Darauf folgte nun ein Sendfebreiben an Leibnitz
von Job. fclenr. Burkhard, nachmals Arzt in VVolff n-
büttel, (geb. 1676, f 1708,) welrhes 1702 heraus-
gekommen, von Lor. Heifter 1750 in der Abficht
neu aufgelegt wurde, um diefen Burkhard als den
eigentlichen Erfinder des Gefchlechtsfyftems auszu-
geben, und dadurch Linoe's Verdienft zu fchmälern.
Wahr ift, dafs Burkhard die Wichtigkeit der Ge*
- fchlechtstheile, und ihren Vorzug vor andern Tbei«
len, feJbft vor der Corolle, ins Licht zu fetzen, und
zu zeigen fucht, dafs die Klaffen und Familien der
Pflanzen in der Form und den Verhältniflen der Ge«
fchlechtstheile, befonders der Antberen, überein«
ftimmen , dals alTo die Haupteintheilung der Gewach-
fe von diefen entlehnt werden müffe. Richtig be*
merkt er die verfebiedene Lange der Staubfäden bey
den Di - und Tetradynamiften , die Verwachfung der* ,
felben bey den Malvaceen und Leguminofen. Auch
die Gefall des Pollens und die Verhältniffe des Pi-
« 1 % ■ ,
\
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Sechstes Buch, Erbes Kapitel.
>
{tili* und Stigma's bringt er zur Sprache. Man wür-
de in der That den Burkhard für den Gründer des
Sexual -Syftems zu halten berechtigt feyn, wenn er
nicht feine Grundßtze dadurch wieder entkräftete,
dafs er das äufsere Anfehn für den wich tieften Ein*
theilungsgrund anfleht, und die Biurae von den
Sträuchern» diefe von den Krautern unterfchieden
willen will. Die Gewohnheit und das Anfehn hat-
ten ihm Feffeln angelegt, die er nicht zerbrechen
konnte.
Denn fo wie In Britannien Ray, fo herrfcbte
Tournefort in Frankreich , und Rivinus in Deutfch-
land. Des letzterrKSyftetn , welches bekanntlich auf
Regel mäfsigkeit der Corolle beruht, ward von Chri«
ftian Knauth, Leibarzt des Fürften von Kothen und
Auffeher einer öffentlichen Bibliothek inHaUe, (geb.
i654, t »7l6,) dergeftalt verändert, dafs er ftatt
der Regelmäfsigkeit die Gleichförmigkeit der Corolle
fetzte. Die Unterabtheilungen macbte er nach den
- Früchten, und ftellte zuerft den erft wieder in neuern
Zeiten angenommenen Grundfatz auf, dafs es keine
im ftrengen Sinn nackte Saamen gebe, fondern dafs
fie alle von zwey Häuten, einer Sufsern und Innern >
bekleidet feyn. Wahre Apetalas nimmt er auch nicht
an, fondern, wo diefe vorhanden zu feyn fcheinen ,
da vertrete der corollinifche Ueberzug des Kelche»
die Stelle der Corolle. Ein an fich richtiger Grund-
fatz, der hur bey den Najaden eine Ausnahme leidet«
Wefentlicher fcheinen ihm die Corollen • Blättchen
zu feyn, als die Staubfäden, da diefe bekanntlich
den Strahlblümcben der Radiaten fehlen. Es fehlt
übrigens feinem Syftem nicht an gleichen oder noch
bedeutendem Irrthümern, als Rivinus begangen,
welche zum Theil von Dillenius (iudic. method. bey
der Gieffen'fchen Flor) und Brückmann (ep. itiner.
cent. 2. ep. 80.) gerügt worden. So rechnet er die
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Fumaria zu den dlpetalfe: unter denr tetrapetalis ver>
mifcht er Torrn« nti IIa und Potamogeton mit den Si-
liquofen» Unter den Aggregaten begreift er die
Dipfaceen und Cynareen. Die Orchideen rechnet
er mit dem Allium zu den hexapetaüs*
Einen berühmten Anhänger fand Hermann 's -
Fruchtfyftem an dem unfterbjicben Herrn. Boerhaave,
einem eben fo grofsen and glücklichen Arzt» als vor-
trefflichen Lehrer und Schriftfteller. Zu Leiden -
1668 geboren , ward er 1709 Auffeher des akademi*
fchen Gartens, der durch ihn faft den höcbften Flor
erlangte, und ftarb 1738. Sein Syftem trag er in
dem „Index primus 1710. und alter plantarum, quae
in borto Vugdunenfi aluntur, 1720. J-.B. 4»»
Hier fäogt er, indem er.blofs ausländiiche Pflanzen
aufzahlt, von unvollkommenen an, theilt das Ge*
wachsreich in Kräuter und Bäume, in Mono - und
Dikotyledoneo. Bey der fernem Abtbeilung fieht er
auf bedeckte und unbedeckte Befchaffenbeit der Saa-
' men. So find ihmUmbellaten und RubiaceenGymno- .
difpermae; die Labiaten Gymnotetrafpermae ; die
Ranunculaceen Gymnopolyfpermae. Die, übrigen
Eintheilungen find dem Hermann'fchen Syftem ange-
meffen. Einige neu« Gattungen, als Clutia, Bafel-
la, Capraria, itellt er auf: mehrere neue Arten find
Abgebildet: ^
Salvia pinnata tom. 1. p. 167. . . Fedia veß*
caria tom. i. p. 76. . • Unter den Proteaceen : Au*
lax pinifolia K. Br. 2. p. 193. . . Leucadendron ar»
genteum 196. . . L. Levifanus 202. . . L, fquar*
rofum 197. . . Protea cynaroides 184. ... . Pr. fpc-
cinfa i85. . . Pr. melaleuca 189. * . . Pr. Lepido-
carpon 188. . . Pr. longifolia 186, . . Pr. mrlU-
fera 187. • . Pr. grandiflora i83. . . Pr. Scoly*
mus 192. . . Pr. acauiis 191. . . Pr. longißora
199. . . Pr. repens 190. . . Leucofpermum cu«o- '
■
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l6o ; Sechstes Buch* Erlte», Kapitel.
■ *
carpum IL Br. 196. . I. hypaphyllum .98. . *
Mimetes bis tut R. Br. i$4» . * A/» cucullcuus 206«
. . M Hartogil 2o5» * . Conhim africanum tom.
1 . p. 63. . 4 Sfo/ice tatarica p. 76. * . i*/o* curi*
na*a und arachnoides tora. 2. p. i3t. . . Vereala*
ciniata Andr. tom« 1- p. 288, * • Aefculus Paawia
tom* 2« p. 260. * . Euphorbia heptagona tom* I. p.
258. . . Fumaria veficaria p. 3 10. . . fyreihrutn
Orientale W. p. 110..» Senecio dentanu Jacqu.
pv 99»
Die gröfsteo Verdienfte um die Verbefferung
der herrfchendenSyfteme erwarb fich Sebaft. Vaillant,
(geb. 1669, f >?20* Anfangs Tonkünftler, Übte
er nachher die Wundar.zneykifaft, und ftudirte unter
Tournefort's Anleitung die Botanik mit folchem Er«
folg, dafs er 1708 von Fagon beym parifer Garten
angeheilt wurde. 1716 ward er Affocie botanift*
bey der Akademie, und Prof. der Botanik beym bo-
tanifchen Garten* Eine feiner erften Arbeiten war:
Discours für la ftructure des fleurs, Leid. 1718. 4m
worin er die wahre Lehre von der Befruchtung zu-
erft, wenigfitens in Frankreich , vortrug; und, hei«
ler als viele feiner Zeitgen offen , den materiellen
Uebergang des Pollens läugnete, fondern nur einen
befruchtenden Hauch annahm* Selbft Leeuwenhoek's
Theorie fuchte er dadurch zu widerlegen, dafs er
* das Vorherdafevn des Keims in dem unbefruchteten
Ey annahm. Höchft wichtig, und noch immer lehr*
reich, find feine Unterfuchungen Ober die zufam-
mengefetaen Blumen und die Gattungen der Cyna«
reen, Badiaten und Cichoreen , (Mem. de lacad. de
Par. 1718» p. 143. f. 1719. p. 277.I. 1720. p. 277.
f. 1721. p. 174. f.): ferner feine Bemerkungen Ober
einige Najaden und Ranunculeen, (Mem. 1719. p. 9.
f.): dann feine treffliche Abhandlung Über. die Dipfa-
ceen und Valerianeen, (Mem.. 1722, p. 172. f.), und
<
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Vorbereitungen. l6i
feine Bemerkungen übe* TourntforVs Metbode,
(Mern. 172,2. p. 243. f.)» worin er die einzelnen
Klaffen diefes Syfcems kritifch pröft, und befonders
die FWirf der Corolle, als Priocip verdachtig macht.
Mit unendlicher Sorgfalt hatte er die parifer Flor un«
terfucht; felbft die biff dahin verachteten Moöfe und
Flechten entgingen ihm nioht. Der berühmte Pflan*
zen« Maler Aubriet hatte die Zeichnungen feitene*
Pflanzen geliefert; aber Vaillant, von Lungenknoteü
geplagt , konnte nicht die letzte Hand an fein Werlo
legen. Da bat Sherard d6n grofcen Boerhavve, dafs
er diefen Schatz an fich kaufte und herausgab. So
erfchien ein unfterbliches Werk: VailJent's „Böte*
niooo parifienfe,,, Leid. 1727, fol. mit SS Kupfern.
Hier-findet man abgebildet:
Eriophorum gracile tab. 16. fig. 2. .. ; -Agrofei*
inttrrupta 17. 4* • • Aira aquatica 17. 7. . . Pod
compreffa 18. 5. . . Aegilops triuncialis 17. 1 . . .
Galium trioorne Smith. 4* 3. . . Exacwn filiforme
6. 0, . . Tillaea Vaillantti 10. a. . ; ChironidGe^
rardi 6. .1. . . Ch. inaperta 6\ 2. . . Angttica py*
renaiea Spr. 5. 2. . . Sefeli annuum c/, 4, •• • 'AI*
fine fegetalis 3. 3. . . luncus Tenageia fto, 1.'. .»
Elatine Alfinafirum 1. 6. . . E. Hydro piper 12 . 2. . 4
E* triandra 2. 1. . . Silehe gallhaa 16. 12. . . Pra-
«eZ/a laciniata 5. 1. . . Geranium columbinum i5>
4. • • Trifolium proaumbwis un<d filiform* 22, 3; 4»
# . Orchis enfifolia 3 1. f. 33. 34. • • Ophtyt arani*
fera 3i. f. i5. . . Afpidiam rtgium 9. 1. . . Ly*
copodium inundämm 16. 11. . . Pilularin globultf*.
ra i5. 6. . * - -
Pkafcum miuicum 27. 2. . . Ph.fubulatum 29.
4. . . Gymnoftomum trunoatulum 26. 2. . . Grim-
mia apocarpa 27* i5. . . Gr.controverfa 29. 5. . •
Polytrichum piliferum zb. 7. . . - P. alpinum 29. i 1.
. . P. unduiatum 26, 17» . . Dforaaum brymde*
Geich. 4. Botanik, a. Bc n
l6i Sechste« Bach. Erlte« Kapitel.
24. i3. . . D.taxifolium 24, 1 1. . . 0+ adiantoi-
tfes 28. 5. • • D. glaucum 26. i3. . . Trkkoßo»
mum canefcens 26/1 4- • • Orshotrichum crifpum 27.
9. . . Necfrera heteromalla 27. 17. . » Mpenncf
ia 27. 4« • * LrJ*ken complanata 20. 4« • • Mauna
paluftre 24* 1. • . Mn* culpidatum 26. i& • . Jfy-
pnum parietinum 28. 1. . . H. praeiongum&i).
H. filicinum 29. 9. . . /* iriauesrum 28. 9, . , H.
jStoi*a#ix 33.6. . . H.ftellatumzS. 10. H.%om-
preffum 29, «o. . * ü myosuroides 28. 4* • • Ä
ülecebrum 25. 9. • . H. vtlutinum 26. 9. • . Zun»
germannia bidentata 19. 8. . /. albicans ig. 5. . .
Riccia glauca 19. 1. . . Rsßuitans 19. 3. . . Co*-
/*rt>a torulofa 4* 5. . . Locidea puftulata 20. 9. . .
Gyrophora murina 21. 1 4* • • Parmeliax ciiiarU 20.
4. . . Kienella 20. 5. . . P. Pmnafiri 20. 7. . .
P'faßigi*** 20. 12. . . P. catycaris 20. i3. . .
P. pollinaria 20. i5. . . P. alivacea 20..8. . . P.
omphalodes 20. 10. . . P. corrugata 2j% 4 3. . . P.
faxaiUis 21. 13. .. P« palmata 21» i5. » . ßae»
omyces marginale 2 1. 7. . . Ä. apotictus 21. 9. . .
A verticillatijs 21. 5. . . B. alcicarnis 21. 3. > .
B.,cpcc(ferus 21. 4- • • & bac Maris 26. 10. » .
Cornicularia aculeata 26. 8«
Sphasria milUaris 7.4. • • Lycoperdon excipu»
lifarme 12. i5. . . L, marnmaeformn, 16. 4. .
$cleroderma curinum 16. 8. . . £c/. Ce/>a 16. 5. 6.
. . Tternella mefentetica 1 4. 4* • Amanten vir'h
dis 14. 5. r Agaricus pyrogalus Perf. 12. 7. . «
il. ericelorum 1 1. 21. . » 4. lepiocephakts 12. 1. . .
4. galericulatus 12. 3. * . if. velutlnus ib. fi. * . A
ßexuofus ib. 7» % » ' ,4, cfifaceus ib. 1 2. > > Afyo»
myew i3. 4~* » » A. carneus i3. 10. » %
piqrius 1.1. . . yf. alneus 10. 7. » . ^» taria* i4»
I , . . Merulius Cantharellus 1 1 . 9. * % AI coro*
ippioide* i 3> 2. 3. % » ßoletus feileus 14» 6* » * <w*
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x ■
Vorbereitungen. ' |6j
i
gfoffum glabrum 7. 3. . . Clavari* rugofk 8 . 2\
Leocia circinans i3. 7. . . P<rzfca Auricula 1 1. 8* ,
P. iurbinata 11.1 — 3. . . P. Aeeiübulum 1 3. 1 . ^
P. fcutellata 1 3. i3/ . . Mesenieria argentea #Perf.
8. 1. ■ ,
Auch Ant.Danty d* Ifnard, Tournefort* Nach-
folger am botanifcheo Garten in Pari«, machte eini*
ge gute Bemerkungen bekannt: Über Celaftrus fcan^
den«; (Mein. 1716* p. 290. f.) , üJw Lamium Orva-
]a und garganicum, (Mem. 171?* P? 268. L), über
Trichodefma indica und Borago «fricana, .(Meint
1718. p. -256. ), über Centaurea Isnarrff und Lippii,
(Mem. 1719. p. 164.)» über die . Euphorbien , be?
fonders E. cereiformis und Anaeactha* '( Mem. 17250;
p. 384. )> über Walthera americana und angnfttfoJiJU
(Mem. .1721. p. 277») und SifymbrJum fupinum,
(Mem. 1724. p. 295.)
Jetzt fing auch die Familie der.Juflieu's in Paris
an, die Botanik mit erblichem Glück zu bearbeiten*
Brey Brüder, Anton, Jofeph «od- Bernard Ju/fifru*
erwarben ficfa gleiche Verdienfte um die Wilfenfcbaft»
doch auf verfchiedenem Wege. Antop, (geb. i686j N
f 1758,) Prof. am botanilchen Garten in Paria, beM
arbeitete Touraefort's Syftem, und gab mehrere Ab*
handlungen über einzelne Gattungen und Arten, ift
den Schriften der parifer Akademie. Voii feinen
Brüdern wird noch nachher die Rede fey».
Aeufserft wichtig frtr die Gründung des Sexual»
Syftems waren die Unterfuchungen Über die Befruch-
tung, welche durch Leeuwenhoek's Theorie von den
Saamenthierchen veranlafst wurde. Da man diefe
nämlich auch auf das Pflanzenreich anwenden wollte J
fo mufste man in dem PoHen die vorgebildeten Kei*
rae annehmen, und dlefen einen freyen Durchgang
11 •
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164 Sechstes Bach. Elftes Kapitel.
durofc das Plftttt in den Fruchtknoten eröffnen, ffirm;
Morland föchte* zu er ft im Jahr 1700 darziithun , dafs
deswegen das Piftill der Pflanzen eine hohle Röhre
bilde, damit der^Pötlen ungehindert in deoEyorftock
gelangen könne. {Philo/, transact. vol. 23. n. 2S7.)
Auch nahm er in dem Ey felbft eine Ritze oder ein
Loch an, wodurch derRpim einfchlünfe. Eine Idee,
welche, fo wenig fie auf Beobachtung beruht, docti
steuerlich von! Turpin wieder aufgewärmt wurde.
(Ann. du muß 7. p. 199.) Diefelbe Meinung trug
Steph. Franz ßtoffray, (geb. 1-672, f 1701,) in ei»
ser Jnaugural Thefe vor: Ergo hominis primordium
vermis, ParlPi;;»?o4. 4- Sein Bruder aber, Claud.
Jofeph Geöffroys (g*b. i685i, jfn75a,) Apotheker
iB Paris, üntferfuohte die Lehre von der Befruchtung
genauer, und machte intereffante Beobachtungen, über
die Nothwendigkeit der Antheren und des Pollens
zur Bildung vollkommener Saamen bekannt. (Mem.
171 1. p. 2 10. f.) Auch die unvollkommenen Pflan-
zen befcbä'fftigten ihn in4 der Abficht, um die BeW
fruchtungstheile in ihnen aufzufinden: So fuchte er
Linckia Noftoe, fflos terrae, Äoy coeüi) alt wahre
Pflanze darzuftdlen , und zeigte »ihre vorgebliche
Wurzeln in der Akademie vor. (Mem. 1708. p. 288.)
JUaumur widerlegte dies fpäterbin , und gab dem
Gswächfe Saamen, aus welchen: er eä fortgepflanzt
2u haben WrOblÄrte, (Mem. 1722.. p. 121.) Allein,
feine Befchreibung der Saamen. macht es fehr wahr«
fcheinlich, dafs er (ich geirrt, und dafs er abgelötete
Stückchen des Cewächfes fflr' Saamen gehalten.
Denn die Gröfse eines Stecknadelknopfs, wie er
will, erreichen die wahren Keimkdrner des Noftoc
»immer. . « '^t.*-
Renatue Anton von* Reaumur^ einer der wür-
digten Naturforfcher', dib' es je gegeben, Mitglied
«ferpirifer Akademie, (geb. i683, + 1757,) fuebu
das Sexual -Syftem fchon auf die Tange anzuwenden.
Wcnigftens glaubte er die BJüthen der Tange bey dem
Fucus palmatus, loreus, faccharinus und einigen an-
dern in den feinen Conferven - artigen Fäden zu finden;
welche man bisweilen an der Oberfläche fieht, von
deren wahren Natur wir noch keine deutliche Kennt-
nifs haben. (Mein. 171 1 . p. 282. f. 1712» p. 2 1 . f.)
In England trug vorzüglich Richard Bradley,
Prof. in Cambridge, (f 1732,) zur Berichtigung der
Lehre von der Befruchtung bey. Sein wiffenfchaft-
licher Unterricht in der Gartenkunft erfchien unter
dem Titel: „A new improvement of planting and.
gardening,Lond. 1717.8.,,, deffen franzöfifche Ueber-
fetzung: „Nouvelles obfervations für le jardjnage,
tom. 1 — 3. Paris \j56. 8.,,, ich beGtze. Zwar
wird (tom. i.e. 2. p. 21.) die unrichtige Nachricht
gegeben, dafs Rob. Ball Esq. im Jahr 1680 das zwie-
fache Gefchlecht der Pflanzen entdeckt habe. Al-
lein die Lehre von der Befruchtung felbft unterfuchte
Uradley doch auf eigenthQmliche Weife. Die über-
einftimmende Geftalt des Pollens in denfelben Fami-
lien; die Anziehung des Stigma gegen den Pollen,
die er einer Art von Magnetismus zufchreibt; die
wachsartige Mifchung des Pollens; die Unmöglich-
keit, da.fs der Pollen materiell in den Eyerftock ge«
lange, weil die Stigmen fehr oft gar keine Oeffnun-
gen haben; die Veränderung der Lage und Stellung
des Piftills bey und nach der Befruchtung; die erre-
gende und belebende Kraft des Pollens fucht er dar-
zuthun, und führt Verfuche an, die die Notwendig-
keit der Antheren zur Bildung vollkommener Saa-
men beweifen. Nach weggefchnittenen Antheren
der Tulpe fchlage der Saame fehl: nach weggenom-
menen Kätzchen der Hafelftaude entftehn keine Nuf-
f e : der Ueberflufs an Pollen werde durch den Wind,
wenn der Strauch noph blattlos fey, leiebtlich den
166 k Sechst* Buch. Erfas Kapitel.
Stigmen zugeführt. Das Gefeblecht der Pflanzen än-
dere 6ch auch: eine Weide, die fohft weibliche BJoV
theo getragen, körnte wohl auch männliche oder
ZwitterhlOtben hervorbringen. Dann erwähnt er
auch der Baftarde, die durch Befruchtfing der einen
Art mit dem Pollen der andern entftehn, und führt
als Beyfpiele davon die Aepfei und Aurikel an. Im
Garten eines Tbom. Fairchild zu Horton fey ein Ba»
ftard durch Vermifchung einer Nelke mit Silene Mm-
feipulä entftanden. Unter den Abbildungen ift eine
(t. 2. f. 2.) imereffant: der Queerfchnitt des PiftiJia
einer Tulpe, mit den Gefäfsen der Eyerchen und
den Bandeln von Schraubengängen.
Derfelbe gab: Hiftoria plantarum fuccuteatarum,
dec. t— 5. Lorid. 1716 — »727* 4-> mit fehr fcfeöV
nen Kupfern. Hier erfcheinen folgende neue Arten:
CraffuU tetragona dec. 5. t, 1 1. . . Euphorbia ne-
reifolia dec. 5. t. 28. . . Caciut hexagonus dec. 1 .
t. 1. . • C irianguiarls t. t. 3. . . Mesembrian-
themum caninum 2. 17. . . Af, eartuofum 2, 16. * •
Af. calamfforme 2. 19. . . Af. pugioniforme 2. 14.
. , Af. dülabriforme t. 10. . . Af tenulfollum 1,9.
. . Af. fplendens 1.6... Af. micans 1.8... M.
fpinofum 4* 3g. . • Af. crajfifolium 4- 38. . . Mm
glaueum 4. 37. . . Af. uncinatum 3. 27. . . Af. a£»
bidum 5. 43* • • Af. perfoluuum Haw. 5. 46. . .
Af. falcatum 5. 42«
Einer der gröfsten und verdienteren Natorfor-
foher aller Zeiten war Joh. Jac. Dtitcnius, 1687 zu
Darmftadt geboren , der anfangs zu Giefsen die Bo-
tanik lehrte, fich aber, bald fo berühmt machte, dafr
Wilh. Sherard auf feiner Rückkehr aus dem Mor-
genland ihn befuchte und ihn beredete, feinen Auf-
enthalt in Englaad au nehmen. Vom Jahr 1721 bis
♦
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■ Vorbereitunge«» 16*7
1728 lebte er auf dem Gute der BrOder Sherard 2a
Eltham, als Auffeber des Wortigen herrlichen Gar*
tens. Da WiJh. Sherard in feinem Teft ament eine
eigene Profeffur zu Oxford für DiJJenius geftiftet, fö
bezog diefer,#nach Sberard's Tode, jene Univerfität,
wo er bis an feinen Tod 1747 in grofsem Glänze
lebte.
Zuerft ward er im Jahr 1717 durch feine Be-
obachtungen Uber die Fortpflanzung der Farrenkräu«
ler und Moofe bekannt. (Eph. nat. cur. cenr. 5. 6.
afp. p. 45. C) Den Saamen der Farrenkräuter be*
obacbtete er eben fo genau, als das Aufgehn derfel-
ben mit Kotyledonen. Den Staub in den Mooskapfeln
hielt er dagegen für Pollen, und gab jene Kapfein
daher för Antheren aus. Die Sternchen des Poiy-
tricbom und Mnium aber fah er als Knofpen an.
Auch die Kapfein der Jungermannien und ihre Saa*
men beobachtete er.
Im folgenden Jahr erfchien fein : Caeahgus plan^
iarum girjjenfium, 1718. 8. Die Vorrede enthält
eine Prüfung der Syfteme von Tournefort und Rivi*
nüs. Gegen den erftern wendet er ein, dafs die
Form der Gorollen in derfelhen Familie, ja Inder*
felben Gattung verfchieden fey. Denn unter den
Afperifolien feyn mehrere mit teller-, andere mit
glocken-, noch andere mit trichterförmigen Gorol-
len. Wenn zum Begriff einer Cruciformis vier Co-
rollenblätter gehören, fo begreife er nicht, warum
Epilobium und Glaucium von Tournefort unter die
Rofaceen gebracht worden. Die Rubiaceen, meint
er, ftimmen mehr mit den Cruciaten, als mit den
Gampanuleen. Die Dipfaceen werden mit Unrecht
von Tournefort zu den Cynareen gezogen , da bey
jenen die Antheren frey ftehn, welche bey diefen
verwachfen feyn. Dem Rivinus wirft er befonders
vor, dafs die Regelmälsigkeit der Gorolle nicht als
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168 Sechstes Buch. Erftes Kapitel,
Hauptnorm gelten köooe, well die Gattung Gera-
nium (und Aloe) bald mehr bald minder regel - oder
ganz unregelmäfsige Co rollen habe. VYenn Rivinus
zu einer unregelmäfsigeo CorolJe die Neigung des
Piftills erfordere ; fo. fey nicht abzufehn* wie die Gat-
tungen Pyrqla und Epiiobium dabey beftehn können,
deren einige Arten ein niedergebeugtes, andere ein
gerade ausgehendes PiftiJl haben. Unter den Labia-
ten ftehe Mentha mit regelmässiger Gorolle. Unter
den Umbellateo kommen Coriandrum und Heracleum
mit regel- und unregelroäfsigen Corollen vor. Auch
die Zahl der Theile der Corolle Schwanke oft. Un-
ter den Scablofen feyn eben fo viele mit vier* als mit
fönfiheiliger Gorolle. Unter den Staticen kommet!
die meiften mit fünf blättriger, eine mit einblättriger
Gorolle vor. Die mehrften Schm etteriingsblu m e n
haben vier, manche drey , einige auch (bey gehal-
tenem Kiel) fünf Corollenblätter.
Im nächften Jahr erfcbien der Anbang zu dem
Gatalogus, worin er mit großer Gefchieklichkeit
und Scbarffinn die Gbaraktere mehrerer Gattungen
entwickelt; auch fieht man hier fchon die Spuren
feiner Zeichen - und Aetzkunft, wodurch er fpätarhin
die Bewunderung der Mit- und Nachwelt erregte.
Doch konnte er im Ceratophyllum ( Dichotophyüum
t. 31) noch nicht die männlichen Theile entdecken.
Aber die Fumaria fchied er fchon in. mehrere Gattun-
gen, nach den Früchten. Die Algen, Lichenen,
Lebermoofe, Laubmoofe und Lycopodeen fuchte er
zu einer Familie (mufci) zu .vereinigen, und nahm
bey den Laubmoofen fchon die Haube (calyptra) als
Merkmahl der Gattungen an: doch leugnete er das
Dafeyn derfelben bey Sphagnum.
In diefem Studium der Kryptogamiften , he fon-
ders der Laubmoofe, fuhr Dillenius einige zwanzig
Jahre mit fo grofsem Erfolge fort, dafs er bey fünf-
t
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1
Vorbereitucgen. 16^
»
, hundert Arten derfelben kennen letzte , fie genau
unterfuchte, fie alle mit unübertrefflicher Treue nnd
grofser Zierlichkeit darfteilte, und fie meift in natür- ,
lieber tirröfse, oft auch durch die Loupe die unter«
Scheidenden. Merkmahle, zeichnete und in Kupfer
ätzte. 1 So entftand ein unfterbliches Werk: Hifioria
mufcorym% Oxon. 174.1. 4* $5 Kupfern, worauf
faft taufend Kryptogamiften abgebildet find. Seine
; ausgebreitete ßekanntfcbafr fetzte ihn in den Stand,
viele ausländifche Moofe kennen zu lernen: daher ,
man hiereinige fibirifche, wenigftens nordifche, Moo-
fe von Ammann, penfylvanifche und virginifche von
Bartram und Clayton, indifche, aus der Sammlung
von du ßois, findet. Den Anfang machen Confer-
ven und andere Algen Tange ausgenommen; un-
ter diefen find bemerkenswert: Conferva cirrhofa
Wulff, t. 4. f. 21. C. corallinoides Hudf. 6. 36. C.
atra Hudf. 7. 46. C. fruticirlofa Wulff. 7. 4*. G,
vagabunda Hudf. 5. 52. Ulva ftejlata Wulff. 19. 21,
Rivularia Opuntia 10. 9. A — D. R. Corou Damae
10. 10. R. confervoide^ 10. 11. Da^nn folgen die
Lichenen, unter welchen die intereffanteften : Bor-
rera chrysophthalma Acb. i'3. ,17. Alectoria ara-
bum i3. i4« A* ufneoides 84. 10. Ramalina Jco-
pulorum 17.38. Gyrophora Jacquini 3o. 118. G.
vellea 82. 5. Endocarpon Hedwigii 00. i33. Le-
caoora craffa 24* 74* Parmelia perforata 20. 42« 43.
Collema margineilum 19. 32. Sticta damaecornia
29. 11 5. St. aorata 84* 12. St. limbata 26. 100.
B. C. St. fuligioofa daf. A. . . Die Moofe werden
mehrentheils nach dem äufsern Anfehn, doch oft
auch nach feinern Unterfcbieden , beftimmt. Zu
Sphagnum zahlt er alle, die keine Haube haben,
(oder vielmehr diefelbe früh verlieren,) und deren
Fruchtftiel fehr kurz ift. Man trifft hier zuerft fol-
gende Moofe;
»
>
1 '
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Gymnoftomu-n prartpent 85. 17. . . Sptachnum
Brewerianum 44. 5. < . Octoblepharum albidum 46.
21. . . Encalypta ciliaris 45* 9* •'• E.jireptocar*
pa 43. 7 1 . . • Grimmia acuta 47* 34« • • Gr. ver«
*ici//a<a 47- 35. . . (rr. pif/f/Ja 49- 53. . . il«/clm.
locarpus myosuru* mihi 85. 18. . . Dicranum femi*
completum 33. 4» • • pellucidum 46« 1 3% . . D.
aciculare daf. 25. 26. . . D. fquarrofum Schrad. daf.
. 24. . . D. fiexuofum 47. 33. . . D. heieromallum
daf. 37. . . D. interruptum daf. 38. . • D.
phyllum Smith. 48. 41* • • purpureum dat 5o.
5i. 5-a. 54*. • • varium 5o\ 59. . . Trichofeo-
'mum fontinalioides 33. 2. . . Tr. lanuginofum 47.
32. . Tr. ericoides dat. 3t. . . Tr. fafciculare
daf. 28. . . Tr. microcarpon daf. 29. . . Tr. ofcw-_
/um Brid. daf. 3o. . • Tr. pallidum 49« 57. . • Tor»
fuia brevifolia Sm. 47* 3g. . . X*. conwoluia 48. 44*
, . T. im6*r*w daf. 4S. . . T. barbata daf. 48. . .
T. unguiculata daf. 49* « • 2*. rigida 49. 55. . .
T. humiiis daf. 56. . . Polytrichum alpinum 55. 4«
. . P: urnig er um daf. 5. . . P. fubrotundum Menz.
daf. 6. A — F. . . P. *»nite Menz. daf. 12. . . *0r-
thoirichum ftriatum daf. 8. . • 0. anomalwn daf. g.
. . 0. cupulatum daf. 10. • . Neckera undidata.32.
8. , . AT. cunipendula 42. 69. . . Lefkea irUiho-
manoides 84. 8. . . L. paludafa 07. 27. B. . , L
ßricea, Hypnum lutefcens 42. 60. 5g. . . L poly-
antha 42» 61. . . £. polycarpa'dat. 65. . . L af-
t**nuata daf. 66. . • Bartramia arcuata 39. 36. . .
Hypnum lucent 24« 10. . . H. plumofum 55. 16. • .
H. filamentofum Smith. 36. 18. . . H. undutatum
36. 1 1. . . //. moUu/cum 36. ao. . . //. filicmum
lind commutatum 36, ig. . . //. dubium 36. 21. . •
//. rugofiim 37. 24. . . fcorpioidts daf. 25. . .
//. aduacum daf. 26, . . H. palufire daf. 27. . . H»
longiroßrum 3S. 3o. . . H. riparioides daf. 3i. und
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Vorberwtwigen. 171
4o. 4ir C. . . H. riparium 38. 3a. , . H. nicent
89. 07. • . H.faxatUe Brid. daf. 42« • • H. murale
4«* 5a. . * H. nigro» vir Ute Tarn, daf. 53. . . H.
•ylindricum daf. 5j. ..^K albicans 42. 63. . . Bryum
heteropterum 45. 1 1 . • . Br pyriformc 5o. 60. . .
£r. nutans daf. 61. • • «ßr. alpinum daf. 64« • • «$r-
annotinum daf. 68. • . £r« cärneum daf. 69. . . 2?r.
iurbinaium 5i. 74« • • Mnium crudum daf. 70. .
Af/i. reciinatum Sm. 3 1 . 8. . . Meeßa uliginoja 49.
58. . . Fontinalu capiilac** 33. 5.
Unter den Lycopodien kommen vor: L. luci-
dulum 56. a. L. carolinUnum 6a. 6. L. dendroi-
dum 67. • Dann die Leber moofe (Lichenaftra): An-
dreaea alpine 73. 3g. Andr. Rothii 7.?. 4o. Iun«
germannia miouta Dickf. 69. 2. 1. palcherrima 69.
'S. I. viticulofa 69. 7. 1. polyanthes 70. 9. I. (pi-
nulofa Dickf. 70. i5. I. undulata 71. 17. I. inflata
Hudf. 70. ia. I. refupinata 71.19. I. quinqueden-
tata 71. 23. L reptang 71. 24* 1* magellanica 72*
34- I. trichophylia 73. 37. I. iuJacea 73. 38. I.
multifida 74. 43. I. pufilla 74. 46. Marchantia te-
nella 75. 4.
Wie Dillenius die Kryptogamiften , fo machte
loh. Sckeuchzcr> (geb. 1684, t 17^7») *Hb Gräfer
zum Gegenftand neuer Unterteilungen. Haller er*
zählt, dafs, als er in Leiden ftudirt, feine Unbe-
kanntfeh alt mit ausländifchen Gewächfen ihn bewo-
gen, Och einer Familie zu widmen , welche bis da«
hin ganz vernachläffigt war. Dazukam, dafs, da er
als Prof. in Zürich zur botanifchen Lehrftelle in Pa-
dua vorgefchlagen und aufgefordert wurde, eine Pro*
befchrift zu liefern, fo hielt er förs febicklichfte .
feine Unterfuchungen Ober die Grafer bekannt zu;
machen. Dies gefchah in der Agrof$ographia , wel-
che HaMer Tiguri, 1775.4., vermehrt heraufgab.
Die erfte Ausgabe erfchien ^719. Das Princip der
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17* Sechstes Buch.. Erltes Kapitel; ^
£intheilting.i& der BlatheQftand; wobey zugleich auf
die Zahl der Aebrchen, der Blütb eben in jedem und
auf das Dafeyn der Grannen geachtet wird« Die Be-
fchreibungen findfaft zu weitläufig: die Figuren man-
gelhaft. Doch kommen folgende Arten zuerft vor:
Soirpus campefiris p. 364- t. 7. f. 1,9. . . Sc.
Baeothryan p. 566.» t. 7. f. 21. . . Eriophorum
Scheuehzeri p. 3o4» app. t. 7. . . Phieum alpinum
p. 64. app. t. 3, . . Trichodiüm alpinwn Schrad. p.
i4o. app. t; 4. . . 2>. emainum Schrad. p. t. 3.
f. 9. C. . . Aira fubfplcata p. 221. app. t. 6. . .
A. ednefeens p. 242. t. 4* & 29. 5o. . . A. caefpuofa
p. 2. 44. t. 5. f. 2. 3. . . Hofaus moUis p. «35. t. 4.
f. 25. . . Paa fupina Schrad. p. 190-. app. t. 3. f. 2.
. . P. alpin* daf. f. 4- • • P* /H'/q/i P- *93. t. 4. f.
3. . • P. laxa p. i65. app. t. 4* f. 2. . . P. nemo*
ralis p. 1 64* app. t. 2« f. 2. . . Fefiuca rubra p. 287.
t. 6. f. 9. . . F. pratenfit p. 200. t. 4. f. 67. . . Urö-
mitt arvenfis p. 262. t, 5. f. i5. . . Br. ligvfticus p.
296. t. 6. f. i3. . . Br. fquarrofus p. 25 1. t. 5. f.
11. . . Br. giganteus p. 264. t. 5. f. 17. . . Avena
verficolor p. 23 1. app. t. 3. f. 3. . . Arundo fpeciofa
Schrad. p. 196. t. 3. f. 11. A. B. . . Biymus euro*
paeus p. 16. app. t. 1. f. 1. • . Triticum caudatum
Perf. p. 21. t. 1. f. 4* * ' Iuncus Jacquinip, 323. t.
7. f. 9. . . /. fpadiceus p. 3 12. app. t. 6. f. 3. • .
Carex Davalliana Smith, t. 1 1. f. 9. 10. . . C.foeti»
da p. 495. app. t. 4* f. 3. . . C. curvula p. 492. *•
1 1 . f. 7. . . C. lobata p. 49^. t. 1 1 . f. 8. . • C.
ovalis Good. p. 456. t. 10. f. 19. . . C. a/6a Jacqu.
p. 4»o- *• 10. f. 4* 5. . . C. clandefdna Good. p.
407. t. 10. f. 1. . . C.collina VVilid. p. 4l9- 10*
1F. 8. 9. . . C. brachyftachys p. 4*6. t. 10. f. 7. . .
C limofa p. 442- t. lo.f. i5. . . ~C ßliformis Good!
p. 425. t. 10. f. 1 1. . . Refill trüiceus, Ganna ca-
pitis bouae fpei p. 552. t. 7. f. i5. 16.
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tp. Vorbereitungen, jo2 173
Mit Scbeuchzer wetteiferte Jof. Monti, Prof. in
Bologna, der im: Prodromus catalogi ftirpium agri
hononienfts, 1 Bonon. 1719. 4- j die Gattungen und
Charaktere der Gräfer aufftellte. Die dritte Tafel
enthäh eine gute Ueberficht der von ihm feftgefetzten
Gattungen. Diefe werden nach naturlicher Ver-
wandtfehaft beftimmt, alsloliacea, phalaroidea , ty-
phina, miliacea, avenacea, arundinacea , alonecu-
roidea, fecalina, dactyJoidea. Auf der erften Tafel
find Cyperus glomeratus und ferotinus abgebildet.
Scheuchzer's glücklicher Mitbewerber um die
Profeffur in Padua, Jul. Pontedera aus Pifa, (geb.
1687, f 1758,) wählte, um fich würdig in den
Schranken zu zeigen, einen andern Gegenftand. Er
fuchte nämlich in feiner Anthologia, Patav. 1720. 4*>
die neuen Meinungen über die Art , wie Befruchtung
gefchebe, zu berichtigen. Indefs ftellte er eine un-
haltbare Hypotbefe auf, die wenig Beyfall gefunden.
Der Pollen nämlich feheint ihm mehr ein Auswurfe-
ftoff zu feyn, der keineswegs« als belebendes Princip
auf den Eyerftock wirke. Der Nahrungsfaft der An-
theren dagegen trete wieder zurück durch die Staub-
fäden in den Boden derCorolle, und verbinde fich
mit dem Honigfafte, welcher fich dort abfeheide,
um die Saamen zur Reife zu bringen. Daß nicht
auf die bis dahin angenommene Weife die Befruch-
tung gefchehe, fucht P. aus der Erfahrung zu bewei-
fen , dafs in vielen Blumen die Antheren früher zei-
tigen als das Stigma, in andern wieder das letztere
zeitiger zur Reife kommt; daher in derfeiben Blume
die Befruchtung nicht durch gleichzeitige Zufammen-
wirkung des Pollens und Stigma's erfolgen könne.
Die Antheren alfo find vielmehr die Mittel, wodurch
der Saame zur Zeitigung kommt. Ausnahmen davon
machen die Pflanzen mit getrennten Gefchlechtern ,
bey denen die männlichen Bröthen ihm eigentlich
i ;4 Sechstes Buch. Erlte* Kapitel.
eine unnütze Zuthat fcheinen. So werden die mann»
t liehen Hanfpflanzen billig ausgeriffen, um den weih»
liehen nicht die Nahrung zu rauben. Ohne Grund
meint er, dies gefchehe, ehe die Befruchtung erfolgt
fevn könne. Bey der Trennung der Gefchiechter
habe man auf die Hülfe des Windes zu viel gerech*
net: indefs fey es wahrscheinlich , dafs die männli-
chen Dattelpalmen nur dadurch den weiblichen Nu-
tzen ftiften, da(s aus ihren Blüthen Mücken fortflie-
gen , die die Datteln anftechen und he dergeftalt zur
Reife bringen. Daffelbe gefchehe bey der Capntica«
tion der Feigen , die in Italien nicht vorkomme, tin i
doch werden dort die Feigenfaamen eben fo gut voll-
kommen: daher denn der Stich der Iniecten viel-
mehr das Reifen der Frucht befördere. Die Nekra-
rien unterwarf P. einer forgfältigen Unterfuchung,
obwohl er, wie aus dem obigen erhellt, den Nutzen
des Honigfafts blofs in die Anfeuchtung des Embry-
ons fetzte* r.
- Mit die fem Werk erfchienen zugleich elf Disfer-
tationen oder Vorlefungen , die er beym Antritt fei*
nes Lehramts gehalten. Hier febickt er anatomifch-
phyfiologffche Grundbegriffe voraus, erläutert dann
den . Begriff des Kelches , der Coro II e und der Be»
fruchtuhgstheile, giebt das Piftill als den wefentlich»
ften Theil an , und geht zur Betrachtung der zufara-
mengefetzten Blumen Über, deren Gattungen und
Arten er abhandelt. Die beygefügten Kupfer ent-
halten Erläuterungen feiner Theorie. Man lieht un-
ter andern die Blüthe von Eugenia lambos t. 5. f. 12.
i3. Die fechste Tafel ift intereffant, weil hier die
Perigynie der Staubfäden fchon dargeftellt wird. Auf
der zehnten Tafel find die wesentlichen Tbeile des
Chameerops humilis abgebildet«
Trefflich hellte Patrick Blair, ein fchoUifcher
Arzt zu Boftoa, dann zu London» die Lehre von
Vorbereitungen. 1-5
der Befruchtung auf. Seine Botanick eßays* Lond.
1720.8., enthalten viele treffliche Beobachtungen,
reife Gedanken und geprüfte Grundsätze. Er tadelt
TourneforVs Syftem, und zeigt umftändlich , dafs
die Pflanzen in demfelben unrichtig geftellt find. Er
rühmt an Vailiant und Ant. Juffieu, dafs Tie dies Sv-
ftpm eben fo zu verbeffern gefucht, aJs DiJienius das
Ray'fche und Boerhaave das Morifon - Hermann'fche.
In der Lehre von der Befruchtung bemerkt er zuerir,
dafs keine Vorherbiidung des Keims in dem Ey ftatt
finde, fondern dafs der Pollen zur Belebung des letz-
tern nothwenclig fey. Aber materiell könne der Pol-
len nicht in den Eyerftock gelangen: dagegen ftreite
die gefchloffene Befchaffenheit der Saugewarzen und
Härchen des Stigma, dagegen der Mangel eines hoh-
len Kanals im PiflilJ, dagegen ferner, dafs die un-
tern Reihen der Saamen in der Tulpenkapfel zuerft
befruchtet werden , und dafs kein Verhältnifs zwi-
fchen der Menge des Pollens und der befruchteten
Eyer ftatt findet.
In DeutfchJand wurde Rivinus Methode immer
mehr verändert und fcheinbar verbeffert. Rud. Jak.
Camerarius , den wir fchon oben (S. 25.) anführten,
zog das verfeinerte Fruchtfyftem allen übrigen vor,
und zeigte, ddfs die Lage des Embryons im Eyweifs-
körper und die Form feiner Kotyledonen die wichtig»
fte Norm der Eintheilung fey. (tiph* nat. cur. cent.
10. obf. 5.) Job. Ernft Hebenßreit dagegen, in Neu-
ftadt an der Orla »702 geboren, ein eifriger Schü-
ler Rivin's, eröffnete feine gelehrte Laufbahn mit
hiltorifchen Nachrichten über feines Lehrers Nachlafs
und einer Vertheiiligung des Syftems gegen Dillenius.
(De continuanda Rivinm um induftriay Lipf. 1726. 40
Später gab er Üejinitiones plantarum^ Lipf. 1701, 4«>
i;6 Sechstes Buch, Erftes Kapitel;
worin er eße Hoof Üichen Charaktere derer Gattun-
gen, hinzufügte, die in Rivtns Syftem fehlten. In-
deffen vermifsl' man feite' Grundsätze > da er Ge*
febmack, Geruch und andere Zufälligkeiten zur Un-
terfcheidung der Gattungen anwendet. Als er aber,
nach feiner Rückkehr aus Africa, eine Prof e ff ur in
Leipzig erhalten , ,be wog ihn u npartey liehe; XJoterfu-
chung der Nitur, dem Frucbtfyftem zu huldigen.
(Disf. de methodo plantar um e fruetu optima, Lipf.
i74o. 4 ) Kr>ftarh 1757, an den Folgen feiner Sor-
ge für die bey Rofsbach verwundeten Krieger.
. Ein Rivinianer von geringer Bedeutung war Joh.
Georg Henr. Krämer $ aus Ungern, wie es fcheint,
deffen Tentamen botanicum auetum et emendatum ,
Vicnn. 1744^ fol., mit Keckheit das Sexual -Syftem
angreift, ohne zureichende Gründe vorzubringen.
Sein Syfteni felbft ift eine fekfame Verbindung xles
Rivinifchen und TourneforVfchen. Das letzlere
focht er dadurch zu verbettem* daXs er noch mehr
Förmeo der Corollen anführt. Ueberall aber nimmt
er mehr auf das äufsere Aofelin» und unwefentlicbe
Theile Rückficht, als es fich für ein künftlicbes Sy-
ftem zieuit. / " Vuv. ! : ' '
Höchft wichtig waren aber Pet. Ant Michelis
Bemühungen um die Wifienfchaft. In Florenz 1*679
geboren , ward er Auffeber dds grofsherzoglkhen
Gartens und ftarb 1737. Ein Mann von feiten er
Gelebrfamkeit , außerordentlichem Scharffinn und
rühmlicher Beobachtungsgabe. Um das Tour nefort'-
fche Syftem auf alle Familien anzuwenden , und auch
in den niedern Organifroen dfe Gefchlecbtstheile
nachzuweifen, unternahm er die gründlichste Unter*
fuebung bisher vernachläfGgter Familien, befand ers
der Kryptogatniften. Dafs er bey diefer Gelegen*
heitt da er überall zwiefach gebildete Gefcblechts-
theile auflachte, fich oft täufeben liefe, war wohl
*
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Vorbereit tragen.
177
natürlich. Aber fem Werk: Nova plantar um ge»
neray Flor. 1729. fol., ift ein unfterbiiches Denk-
mahl feines Forlchungsgeiftes. Er fah zuerft in den
Laubmoofen die Gefchlechtstheile : die Saftfäden hielt
er für die Antheren: die Piftille für das, was fie
find. O. 5g. aa. bb.) Bey den Jungermannren aber
nahm er die Keimhäufchen für Früchte, die wahren
Kapfein hingegen für männliche ßlüthen, (t. .4»)
Bey der Salvinia (t. 58.) hielt er fogar dieHaarbü-"
fchel auf den Blättern für Staubfäden. Unter dem
Namen Marfilea begriff er fowohl diefe, als eine an»
dere Pflanze, die Tozzi ihm aus Vall* ombrofa brach-
te, die tjch aber weder in Micheli's Herbarium, noch
an dem angegebenen Orte wieder gefunden, und die
Willdenow, aus Südamerica erhalten, unter dem
Namen Blandovia aufgeteilt hat. iBerl. Mag. Z} 100.)
Die Fortpflanzungs- Werkzeuge der Marchantia ,' des
Antbooeros, der Blaßa, des Sphaerocarpus, der
Targionia und der Riccia unterfuchte er gleichfalls,
(t. 3. 4- 7-57.) Bey den Lichenen nimmt er die
Keimhäufchen als die eigentlichen Fortpflanzungs«
Organe an, und zeigt an dem Beyfpie) der Cenomy-
ce pyxidata, dafs aus ihnen Lichenen aufsjehn. (tc
56.' 37. 41. 45. 46. 47. 49.) Die Schütteln oder
Tellerchen hingegen fleht er als die männlichen
Theile, und die Keimfchläuche für Staubfäden an.
(t. 36. 52. F. ö.) Den Bau der Linckia zeigte er
genauer als Reaumure. (t. 67.) Auch bey den Sphä-
rien glaubte er Dupiicität der Gefchlechtstheile an«
nehmen zu können, wenigftens zeichnete er zuerft
die Keimfchläuche fehr gut. (r. 55.) Auch in der
Schlauchhaut der Schwämme fand er doppelte Ge-
fchlechtstheile. (t. 65. 73. 76.) Aus den Keimen
der Schwämme fah er deutlich junge Pflanzen auf«
gehn. (t. 77.)
Geich, d. Botanik. 2. J8.
12
D
Sechstes Back Erltes Kapitel. •
Aufs er diefen wichtigen Entdeckungen machte
Micheli eine Menge neuer Oattungen bekannt, die
er, PIumiersBeyfpiel folgend, nach' feinen gelehrten
Freunden -nannte: ZannichelJia, Targionia, Tozzia,
Riccia, Salvinia, MarGlea, Buonarota, Vattifneria,
Jungermannia„ Puccinia, Franca (Frankenia) und
Tillaäa tragen noch jetzt die Namen, welche ihneu
Micheli beyjegte.
Meifterhaft find überdies feine Unterfuchungen
über die Riedgräfer, die KJee* Arten und viele an*
dere Pflanzen. Abbildungen von Meerpflanzen lie-
gen, noch unbekannt, in der ßanks'ifchen Biblio-
thek. (Bibl. Banks, i, 197.)
T
Zweytes Kapitel.
'Ausbreitung botanifcher Kenntniffe
durch Reifen.
•
Die Richtigkeit der Syfteme und Methoden
kann nur durch umfallende Unterfuchung der man*
nigfaltigfteo Formen geprüft, nur durch Verglei-
chung fremder Gewächfe kann die Beftimmung in-
landifcher berichtigt werden. Darum trugen auch
Reifen ip ferne Lander in dem Zeitalter, welches
dem Linne'fcheo vorausging, viel zur Berichtigung
der Syfteme bey.
Unter den Reifenden, die der Botanik in jener
Zeit den gröfsten Nützen geftiftet, mufs billig Karl
Plumier zuerft genannt werden. In MarfeilJe 1666
geboren, legte er Geh früh auf Zeichenkunft und Ma-
lerei, trat dann in den Orden derMinimi, ging nach
Rom und ftudirte unter Boccone die Pflanzenkunde.
Nach feiner Rückkehr ward er mit Garidel in Aix
•
und mit Tournefort bekannt,« durchfuchte darauf die
bierifchen Infein, die Provence und Languedoc , und
1
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Sechstes Buch. Zweytes Kapitel« 179
wollte eben die auf diefer Reife gefammleren Pflan-
zen, die er abgebildet, in Kupfer ftechen, als Jof.
Donat. Surian nach Marfeille kam , den Ludwig Xl V.
nach den franzöfifcben Kolonieen in Amerida fchi-
cken wollte. Diefer fand an PJumier folches Gefal-
Jen, dafs er ihn fich zum Gefährten von der Regie-
rung erbat. Beide gingen darauf 1^90 nach S. Do-
mingo: Surian kehrte mit PJumier im folgenden Jab>
re nach Europa zurück, und ftarb in Marfeille. Plu-
mier aber erhielt mit dem Titel eines kön. ßoiani-
cus die Erlaubnifs, noch eininahl nach Weftindien
zu gehn, von wo er erft 1 6c^3 wiederkehrte. Zum
dritten Mahl gini; er W>g5 dahin ab, und dachte eben
auf feine vierte Reife nach America, wo er befon*
ders Peru befuchen wollte, als ihn zu Gadix 1704
der To I übereilte.
Diefer Mann hat aufserordentlich viel geleiftet.
Znerft gab er : „ Defcription des plantes de l'Ameri-
qne, Paris 1693. fol.„, heraus, worin gröfstentheils
Farrenkräuter und Aroiden befchrieben und die Una-
riffe derfelben auf 1 07 Tafeln dargeftellt lind. Dann
erfchienen: „Nova plantarum genera, Parif. 1703.
4.»> als Supplement zu Tournefort's Inftitutioneo,
mit 4o Kupfern 1 worauf ungefähr 120 neue Gattun-
gen erläutert 6nd. Nach feinem Tode kam ein köft-
liches Werk: „Traite des fougeres de TAmerique,
Paris 1705. fol.„, heraus, wo Farrenkräuter und
Pteroiden meiiterhaft abgebildet uud befchrieben find.
Viele derfelben hat nach ihm Niemand wieder ge-
funden. Durch Schiffbruch hatte er 1400 Abbil-
dungen americamfcher Pflanzen verloren. {Lifters
joumey to Paris, p. 73.) Von diefen rettete Boer-
haave 5o8, welche, nach des letztern Tode, an Joh.
Burmann kamen, der fie mit Erläuterungen heraus«
gab: „Plantarum americanarum Fafc. 1 — 10. Amft,
1755 — i7Öo.-foi.„, 262 Kupfer, Noch Gndiq der
1 12 *
Igo Sechstes Buck« Zweytes Kapitel.
■
Banks'ifchen Bibliothek 3i2 Plumierfche Abbil-
düngen.
Die meiften der voo Platnier entdeckten Ott-
• tungen behielt Linne bey , als:
Maranta PJum. t. öS. . . Arpirtla t. 11. . .
Oldenlandia daf. . • Rivina t. 09. . . ßroffaea t.
17. . . Cordiai. i4. . . Rondeletia 12. . . Tur»
nera daf. . . Matthiola 6. . . Lonicera 33. . . Ta-
bernaemontana 5o. . . Cameraria 29. . . RauteoU
fia 4o, . • Belonia 3i. . . Lobelia daf. . . Su-
riawa 4o. . . Saururus 12. . . Fuchfia 14...
Cupania 19. . . Ximenia 2t. . . Pet*/ »eria 39. . .
Pifonia 11... Baiihhiia t 3. . . Parkinfonia 3. . .
Malpighia 36. . . Caejalptnia 9. . . Bocconia 25.
. . Triumfetta 8. . . P/i/iia 11... Marcgravia
29. . . Magnolia 7. . . Mentzelia 6. . . Mi/ff-
iingia daf. . 1 Sloanea i5. . . Rueliia 2. . .
felfia 22. . . Grfnera 9. , . Columnea 53. . .
Besleria 5. . . Grrardia 12.. . Barleria 3 1 . . .
Bonität. . . Qornutia 17. . . Morifonia 23. . .
Hernandia 4o. . . Diofcorea 26. . . Tragia 12. . .
Dalcrhampia 38, . • Clußa 10... Dorftenia 8. . .
Plukrnetia 1 3.
Andere wurden von Linne, nach angenomme-
nen Grundsätzen, verändert: Cainito t. 9., Chryfo-
phyllum L. . . Caraguata t. 33., TUlandfia L. . .
Arapabaca t. 3i., Spigelia L. . . Rojoc 26., Morin-
da. . . Marigles i5., Rhizophora. . . Caroara 3.,
Lantana. . . Caapeba 29., Ciffampelos. . » Curu-
ru 55., Paullinia. . . Guazuma 18., Bubroma. . .
Calaba daf., Calophyllum. . . labotapita 32., Oehna.,
. . Ceibadaf. , Bombax. . . Guanabanus 10., W«»
no/iÄ. . . Sapota 4., Achras. . . Icaco 5.> CArv-
fobalanus. . . Mamei 4* > Mammea. • . Monbia
22., Spondias. . • Nhandiroba 27., FevÜlea. ..
Tapia2i., Crataeva. . . Cujeta 16., Crefcentia. . .
1
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Ausbreitung botanifcher Kenntniffe durch Reifen. 18 1
Ifora $7., Heikleres. . . Hoddapail 39., Pifiia. . .
Courbaril 36., Hymenaea, . . Bonduc 3g., GuU
landina. . , Manfanilla daf., Hippomane, . . tti.
hai 3. , Heliconia. . . Coa 45. , Hippocratea. . .
Erefia 25., Theophrafia, . Valdia 24., Qvieda. . .
Jan-raja 29., Rajania. . . Caftorea 17., Duranta.
Vanrheedia 18.., Rheedia.. . . Mehrere wurden un-
terdrückt, weil1 fie zu fchon bekannten Gattungen
geborten. Andere find aber neuerlich wieder her*
gelullt: fo Vanilla t. 28. Inga t. 19. Serjaniat. 35.
Unter der zahllofen Menge von Arten bemer-
ken wir hauptfächlich folgende:
Ucricularia foliofaVahl. , ic. Burm, i65. f. 2. . .
Piper aduncum amer. 77. . , P. reticulätum j5. . .
P. decumanum 76, .\ P. umbellatum daf. 73. . .
P. obtufifolium daf. 70. . . P. acuminatum daf. 71.
. • P. difeachyon daf. 67. . . P. maculofum daf.
66. . . P. peüucidum daf. 72. • . P. rotundifoliiim
daf. 69. . . P. trifolium daf. 68. . . P. quadrifo-
lium je. Burm. 242. • • Hippocratea ovata Lam.
daf. 88. . . Comocladia iliäfolia daf. 118. f. 1. . .
Moraea plicata daf. 46. f» 2» • * Ficus americana
daf. i32. f. 1. . . Pavetla pentandra daf. i56. f. 1.
. . Exacum verticillatum 81. f. 2. . . G/7ttf /icj-
oicto ^59. f. 2. . . C. cordifolia daf. f. 3. . . C. mi-
crocarpa daf. f. 4* • • Oldenlandia corymbofa 212.
f. 1. . . Trapa bicornis 67. • . Pothos acaulis
amer. t. 57. . . P. lanceolatus daf. 62. . . P. ma-
crophyllus daf. 63. . . P. palmatus daT. 64. 65. . .
P. crenatus ic. Burm. 09. . . P. cordatus daf. 38.
Rivina octandra dat. 241» • . cuneifolia
daf. 118. f. 2. . . Tournefortia hirfutifßma daf. 209.
. . T.foetidiffima 220. . . T*humilis 227. . . X*.
ferrata 228. . . Theophrafia americana 226. . .
Conwlvulus macrorrhizus 90. f. 1. . . C. macrocar*
pus 91. f. 1. . . C. cörymbofus 89, f. 2. . ; C. wr-
Xßa Sechstes Buch. Zweytes Kapitel«
m
\
ticillatus 94. f. a, . . C. acetofaefolius amen 105*..
C. umbellatus daf. 10a. . • Jpömoea umbellata ic.
Burm. 91. f. a. . » /. digUata daf. f. t. . • /. hede-
raefoüa 93. f* 3. . . Lfolanifolia 94% f. t. . . Rande*
letia americana 141. f. i. . , Belonia afper a 47, . .
Coffea occidentalis 156. . . Hamellia Chrysanth* aig.
f. 1. . . H. patens daf. . - Erithalis fruticofa 249.
f. a. . • Broffaea coccinea 64. f. 2. . . Nicotiana
urens 211. . . Solanum polyacanthon 224. f. 1. . .
Anguülaria chryfophyüa Lam. 80. . . Strumpfia arne-
ricana 251. f. 1. . . Rautoolfia nitida 236. f. 1. . .
cane/cens daf. f. a. . . Allamanda cathartica 29. . .
Erhites Afperuginis a6. . • £ biflora 96» . . Camera-
ria latifolia 72. f. 1. . . C. angufäfölia daf. f. 2. . .
Tabernaemoncana citrifolia 248. f. a*. . . Cynanchum
parvlßorum 215. f. 1. . . C. crifpißorum 216. f. 1. . .
Afclepias nivea 30. . . Achyranthes halimifolia Lam.
at. f. a. . . K/iwx Metopium 6t. . . Aralia arborea
^48. . . Bromella nudicaulis 62. . . 2?r. lingulata
64. . . Tillandfia lingulata 74. . . T. ferrata 75. f.
[i. . . T. paniculata 257. . . T. monoftachya 2^8« • •
Tradefcantia geniculata 116. f. 2. . . Loranthus ame-
ricanus 166. f. 1. . . LimnocharU emarginata tiumb.
115. . . Petiveria alliacea 219. . • Dracontium per'
'tufum am er. 56. . . Ximenia americäna ic. Burm. 261.
• . Fuchfia triphylla 133. f. 1. . . Coccoloba exco-
riata 146. f. 1. . . Paullinia curaffavita 111. f. 1. . .
P. Cururu daf. f. 2. . . Serjana finuata 113. f. 2. . .
Celtis micrantha 206. f. 1. . . Bauhin ia aculeata 44.
f. 1. . . ff. porrecta daf. f. a. . . Ca/jfa Tora 76. f.
a. . . C. planißliqua 77. . . C. biflora 78. f. 1. . .
Caefalpinia Grift a 6#. . . Jufßeva hirta 174. f. 2. . .
/. octovalvis 275. f. c . . . Melaftoma fplendens 140. . .
Samyda ferrulata f. 2. . . Malpighia urens 167.
f. 1. . . AI aquifolia 168. f- i. • ? M coccifera daf>
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Ausbreitung bot milch er Kenntniffe durch Reifen. lflj
f. 2. . . Banifteria di^hotoma 13. • . ß. caerulea 14.
• . B, pur pur ea 15« • • B. angulofa am er. 92. . •
Triopteris citrifolia ic. Burm. 16. . . Oxalis Plumeril '
ai^. f. 1. . . Cactus parafitl-us 19-r. f. a. . . C. mo» .
niliformis 198. • • C. paniculatus Lam. 19a. . . C.
glomeratus Lam. toi. f. 1. . . Myrtus virgultofa 108.
f. 1. . , M. coriacea daf. f. a. . * Eugenia anguftifolia
Lam. 207. f. 2. . . Chryfobalanus Icaco 15g. . Marc*
gravia umMlata 173. . . Capparis amplijfima 73. f.
2. . . Muntin gia Calabura 203« ... Sloan&a dem ata
«44. . Mentzelia afp+ra 174» fr t. • • Corchorus
hirfutus 104. . . C. ßliquofus 103. f. 1. . • C. hirtus
daf. f. 2. . . Magnolia Plumerii 161» . . Annona qfiar
tica 143. f. 2. . . C/ü/a a/fax 07. fc 1» • • C/. veno/*
daf. f. 2.
Gerardia tuberofa 75» f. 2. . . Gefneria humilis
133. f. 2. . . G. grandis 134. . . Craniolaria 137.
. . Besleria melittaefolta 48. • • /«tea 49. .-. B.
er iß ata 50. . . Brunfelfia americana 65. • • Bigno-
nia ftans 54« • • B. aeqainoctialis 55. Er... jB. mi-
crophylla daf. f. 2. . . ff. paniculata 56. f.,i. . . B.
Jiaminea daf. f. 2. . • Ä. longifßma 57. . • B. cruci-
g^ra 58* • • & Unguis amer. 94. . • Lantana trifolia
ic. Burm. 70. . . L. odordta 71. f. 2. • . Cornutia py-
ramidata 106. f. 1. . . Büchner a elongata 17. . .
Ruellia coccinea 43. f.%i. . . Barleria Jolanifolia daf.
f. 2. . . Duranta Plumerii 78* • • Ovieda fpinofa 256.
. . Columnea Jeandens 8g. f. 1. . . Pajjißora rotundi* *
folia 138. f. 1. . . i\ heterophylla 139. . . P. pallida
ariier. 89. . . P. ferrata daf. 79. . . P. fuberofa daf.
88* • • P rubra daf. 83* • * ^ multißora daf» 90. • #
Murucuja ocellata Juff. daf. £7. . • £&a nudiflora ic.
Burm. 3. . . & americana dat. a. . . $. hederaefolia
169. f. 3. . . Malachra radiata 19« . . Hibifcus irUo~ *
6ux 159. . , ü. unilateral'is 160. f. x. * . Pavonia Spi*
*
■
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l8{ Sechstes Buch. Zweytes Kapitel.
>
n\fex f. . . P. coccinea 16g. f. 1. . . Morifonia ame*
ripa/ia 205. . . Pölygala Penaea 214. f. i„ . . Secu-
ridaca volubilis 247.. f. 1. . . S. virgata 24$. f. 4, . .
Ptcrocarpus. lufißtus 201. f. a. * . . Pt. Ecaftaphyllum
n, 2 Rudolphia peltata W. 102/ f. 1. . . Pt-
foXdin Erythrina a^3* f. i. . . Teramnus volubilis an.
. . Doiichos articulatus aaa. . . D. tuberofus 220. • •
Clitoria P lumer ii Perf. lotf* . . Coronilla fcandens
I07. f. 3. . . Aefchynomene Jenfaiva 149. f. a. . .
hedyfarum incanum 149. f. 1. . . Galega toxicaria
135. • • Bubr.omß Quozuma 144. • , Afcyrum hype-
ricoides 152. f.. i». . . Eupatorium finuatum 123. f. 1.
. * £ fophujefolium daf. f. a. . . £ macrophyllum
129. . . fi repandum 130. f. 1. . . Conyza odoraia
57. . . C. alopecuroides 98. f. 1. . . C. virgata daf.
£. 2. . . C arborefcens 150. f. a. . • Tuffdago denta-
ta 40. f. 2. • • XI nutans 41. f. 1. . . /»w/a aefiuans
41. f. 2. . . i. primulaefolia Lam. 40. f. 1. . . /*ec/*i
punctata 56. f. 1. . . P. humifufa 95. f. 2. • • P. ci-
liaris 151« £. a. . . Verbefina gigantea 51. • • K /ru-
*zcq/a 52. . . Buphehalmum frutefcens 107. I. x. .. .
& repens da£ f. a. . . Coreopfit ch/ysantha 53. f. j. . .
C. coronatu daf. f. 2, . . Neottia lanceolata igi. f. 2*
• • /V. quadridentata 183. f. 1. • • iV. e7a/4 190. . •
Cymbidium cucullatum 179. f. 1. . • C. coccinrum i$o.
f. 1. . . C. lineare 18*. f. 1, , . C. iuncifolium ig4*
1. 2. . . C. a/ium 189. • • Epidendrum ciliare 179. f.
2. • • £ fecundum i84* f« i» • . £ cochleatum 105.
I. 2. . . £ biß dum 186. f. i. . • £ punctatum 187. • •
Dendrobium polyfiachyon 185. fc 1. . . 6V«?/« o/j/i/o«
glojjbides 176. f. 3. • . Ariftplochia bilabiata 32. f. i.
• • if. peltata daf. f. 2. . • punctata 34« • • ^.
hilobata amer. 106. . .. Anguria trilobata ic. Burrn. 22.
. * if. pedaea 23, ^ . if. trifoliata amer. 99. . . Dor-
/*e«ia caulefcen; ic. Burm. iao, f. 1. . • V"«* ci/iam
♦
* • •
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Ausbreitung botanifcher Kenntniffe durck Reifen, lfcs •
daf. f. a. . Sagiaarm laaeifdlia M6. t i, . . £<?-
gotiia macrpphylla 45. f. x. . ■ . B. rotun&ifoUa daf.
infra. • . Arum heder actum aroer. 55. . • Caladium
auritum Venten. daf. 58« • • C. Seguinum ddf. 60. • •
C. pinnatifidum W. daf. 51. b. 53. . . Pinus occidenta-
lis ic. Burm. 161. . . Plukenetia volubilis 226. . . Da-
lechampia fcandens amer. ioi. • • Cm ton cafcarilloi-
des Lam. ic. Burm. 240. f. 1. . . Cr. curifolius, daf«
f\_ a. . . Cr. paluftris 239. f. 1. • . Sapium ilicifolium
i$ri. f. i. . . Trichosantnes amar.a amer. 100. . - Bry
Of/ia americana ic. Burm. 66. f. 1. • • Br. racemofa
97. • . Trophis americana 67. . • Vifcum buxifolium
*58' f- 3- • • V'ßavens daf. f. 4. . • Rajania haßaia
amer. 98« • • Ä. cordata ic. Burm. 55. f. 1. • • Ä.
quinqukfolia daf. f. a. . • Diofcorea altifftma 117. f. 2.
. ... /). piperifolia Humb. daf. f. 1. . . //?ga Unguis
cati ^. . , /. circinalis 5- • • /• latifolia 9. . . /. *er-
gemina 10. f. 1. . . Acacia latifiliqua 6. . . if. /a-
marindlfolia 7. . if. Ceratqnia g. • . A muricata 11.
. .. Mimofa polyftachya (2*
Acroßichum citrifolium fil. 116. . . AAongifo-
lium 135. . . if. villofym 427. med. . . if. mufcqfum
139. . • if. crinitum 125. • . if. peltatum 50. A-. • •
if. trifoliatum 144. • • if. alienum 10. . . if. crucia-
tum 4& B. . . il Calomelanos 40. . . if. chryfophyl*
lum 44. . . -4. acuminatum W. 115. : . Hemionitis
lan Ceolat a 127. • • Polypodium pilofeUo'uies utf. • .
P. Jerpens 121. • • P. heterophyüum 120, . . P* /ää-
ceolatum 137. . . P. crafßfolium 123. . . P. Phyllk«
tidis 130. . . P. repens 134. . . P. comofum 131. . .
P. trifurcaium 153. . . P. aureum 76. . . P. crifpa-
tum 102« B» • . P. afplenifolium 102. A. . .. P. Jus*
penfum und flabeUiforme 87« . . P. incifum 91. • • P.
ö*i/*\r 85. . . P. pect in a tum 8S- • • P. taxifolium
89* • • P. Struthionis £a. . . P. fquamaium 79. . .
Diai
186 Sechstes Buch« fcweytes Kapitel.
P. Iprieeum 78. > . P. dulce Lam. 80. • • P. crena-
tum nr. • • P. fafciale Humb. 127. B. • . P. tenui-
folium Hamb. 85« • • P. eitler cuum W. 88« • • Afpi~
dium maninicenfc mihi 145. . . if. articulatum
. . A. triangulum 72. . . A. femicordatum 113. . .
A. exahatum, 03. . . if. cordifolium 71. . . i#. /17m«
j?Aa/<? 33. . . if. vUlofum 27. . . Afplemum per rat um
124. • . ^. bifolium 13. . . if. obtufi/olium 67. • •
if pumilum 66. A. . . A. falicifo/ium öo. . . ^. eiiJ-
Trifolium 59. . . if. dentatum xoi. . . if. ftriatum
18 19. • • A Iquamofum 103 • • Diplazium undulo*
fum 107. . . Caenopteris Chutaria 48 A. . . Lo/i-
dbifi; r&pens 12. . . JL. aurifa 17. . . L. hirfuta 20.
. . Pfpri* lanceolata 132 . . Pf trieufpidata 140. • •
Pt. für rata 141. . . Pt. grandifolia \o$* « . Pt.fti-
pularis 70. . . Pf. mutilata 51. . . Pf. aculeata 5- • •
Pf. caudata 29. » . Pf. trichomanoides 75- • - Hff«*
rza lineata 143.* . . Blechnum occidentale 61. . •
Adiantum aeujeatum 94. * * ^* trapeziform* 95. • »
Cheilanthes microphylla Sw. 58» • . Vavallia domm-
genfis mihi 7. . . D. clavata 101. . . D. trifoliata
99. B. • . Cyathea arborea 1. . . C. commutata mihi
14. • ♦ C. afpera 3. • • C. horrida . . Trichoma*
nes membranaceum 101. A. • . 7V. pyxidlferum 50.
E. » Tr. alatum daf. D. . . Tr. feandens 93. . .
Uymenophyllum hirfutum 50. B. . . f£ fericeum 73,
. . Ojmunda.hirta 57. ♦ . 0. Phyllitidis 156. . . 0.
cervinä r 54. . .% 0 bipinnata 155. . . ö. adiantifolia
158« • • ö. verticillata 160. . . 0. ßliculaefolia i6r.
. . 0. hirfuta 16a. . . Merten fia furcata 28. . . Da*
aaaa alata 109. • • D. nodofa 108- • • Marattia alata
am er. 12. • . Botrychutm virginicum 159. . . Pßlotum
triquetrum 170. A. . , . Ophiogloffum palmatum 163.
. . 0. reticulatum 164. . . Lycopodium lini folium
166. CC. . • L. rigidum daf. AA. • . L.fiolonife»
\- ■ "
•«
~. ' "/ '» Digitized by Google
Ausbreitung böUHÜcher Kenntniffe durch Reifen, ig 7
rum Sw. 43. B. . • £. thyoides Huinb. 165. B. . * I.
acerofum 166. B.
Zu dealleiben Orden der Minimi gehörte Lud-
wig Fe««7/<fe, 1660 in der Provence geboren. Er hatte
in Marfeille ftudirt, war alsdann in den genannten
geiftlichen Orden getreten, und hatte fich den Bey-
fall feiner Obern in folchem, Grade erworben, dafs
man ihn 1700 in den Orient, ijoZ aber nach Weft-
indien fchickte. Von hier kehrte er in zwey Jahren
zurück, und ward, nach Plumier's Tode, 1707 zum
kön. ßotanicus und Mathematicus ernannt. Er woll-
te darauf wieder nach America abgehn, aber widrige
Winde hielten ihn im mittelländifchen Meer auf , fo
daf* ererft 1709 nach Brafilfen gelangte, von da er un-
ter dem Kap Horn durch nach Chile und Lima ging.
Zwey Jahre lebte er dort, unaufhörlich mit aftrono-
mifchen Beobachtungen und Unterfuchnngen von
Pflanzen befchattigt, bis er 1711 wieder nach Mar-
feille zurückkehrte. 1724 ward er auf die canari- .
fchen Infein gefchickt, um den Abftand des erften
Meridians von Paris zu maffen, und ftarb 1752. Da$
Tagebuch feiner Reife er fchien unter dem Titel:
„ Journal d'obfervations faites für J es eötes Orientale«
de l'Amerique meridionale, tom. 1 — 5. Paris 1714«
1725. 4« » • Hier finden wir folgende neue Pflanzen :
Graiiola peruviana tom. 2. tab. 17. . . »*w*
mienta repens Ruiz. etPavon. daf. t. 54. . . Mayte»
nus Boaria Molin. daf. t. 27. f. 2. . . Calceolaria *
pinnata daf. t. 7. . . C. falicifolia däf. f. 1.
Acaena argeneea Ruiz. et Pav. daf. t. 4l- f« *• • •
Gunnera fcabra Ruiz. et Pavon. tom. 3. t. 3o. . . ' . •
Bromus catharticus daf, t. 1 . . . Rubia chilenfis Mo«,
lin. tom. i. t. 45. . . Guevina Avellana Molin. tom«
3. t. 34. . . Buddlea globofa daf.* t. 38. . . Gyno-
gloffum limenfe tom. 3. t. 49« • • Lobelia Tupa daf.
t. 29. . . Lonicera corymbofa daf. t. 45. . • Daku*
"Digitized by Google
188 Sechstes Buch. Zweytes Kapitel«
ra arko/ea <{af. t. 46- • • Nicotiana paniculata daf.
t. 10. . . Atropa phyfalodes daf. U 1 6. . . Solanum
chenopodioiäes Lam. daf. t. 24. • • S. quercjfolium
daf. t. 1 5. • • & muriaatum daf. t. 26. . . S. peru*
vianum tom. 1. t. .25. f. i. . . 5, mon Canum daf. t.
46u . . AaagaUisalternifoliaCav. ib.t.2G. f. 3. . .
Viola capillaris Cav. tom. 3. t. 28. . . Nertera de-
preffa tom. 1. t. 44* • • Ceftrum Parquidai. r. 32.
. . C. auric ula tum daf. t. 20. f. 2. . . Chironia chi-
lenfis tom. 3. t. 35. . . Quinchamala chilenßs tom.
1. t. 44* • • Chenopodium Quinoa t. 10. . . Hydro*
cotyle ? citriodora R. et P. daf. t. i.'f. 2. . . Oeno-
thera tenuifolia Cav. daf, t. 55. f. 2. . . Linum aqui*
linum daf. t. 22. f. 3. . . Conanthera bifolia Ruiz. et
Pav. tom. 1. t. 5. f. 1. . . Herreria ß Hl ata tom. 5.
t. 7. . . , Pkalangium coeruleum daf. t. Ä. . . PJu
eccremorrhizum R. et P. tom* 1» t. 21. f. i. • . Ama-
ryllis tubißora daf. t. 20. f. 1 . . . . A* chilenfts Herit.
daf. t. 21. f. 5. . . A. flamme* R. et P. daf. U 20 f.
5. . . A. bicolor Ruii. daf. t. 21. f. 2. . . Alftrö*
mt'ria Ligtu tom. 3« t. 4* > • ^ellegrina daf. t. 5.
. . if . Salfilla daf. t. 6. • • Pitcarnia coarctata tom.
i. t. 09. f. 2. .. . Tropaeolum peregrinum tom. 3.
t. 42. . . Vuchfia coccinea tom. 1. t. 47. . . CA/o-
ra ßffilis daf. t. i4* f* 2. . . Laurus cau/tica Molin.
tdaf. t. 20. . . Ca/fia fiipulacea daf. t. 42. • • ^ufm
fteva peruviana tom. 5. t. 9. . . Oxalis rofea daf. U
2J. . . 0. conorrhiza Jacqu. daf. t. 24. . . 0. me~
galorrhiza daf. t. 25. . . 0. crenata Jacqu. tom. 1 .
t. 24* f. • • Euphorbia laurifolia tom. 3. t. 2. . .
JE", portulacoides daf. t. 5. . . Salpigloffts finuita Ruiz.
et Pav. daf. t. 21. . . . Eugenia buxifoJia Lam. tom,
i. t. 5i. f. 2. . . Wintere, aromatica daf. t. 6. f. 1.
. . Annona tripetala daf. t. 17. f. 2. . . Dracone>
phalum thumaedryoides Bai bis daf. t. 1. f. 1. . . Bi*
gnonia radiata tom. 3. t. 22. . . Loaja acanthifolia
<
%
■
Digitized by Google
Ausbreitung botanifcber Kenntniffe durch Reifen« 189
daf. t. 4'» • • ' Xuarefia hißora Külz, et Pav. dal*, t.,
48. . • Verben* erinoldes R. et P. tom. 1. t. 25. f.
2. . . ^. chamapdryfolia daf. f. 3. . . Criftaria
betonicaefofia Perf. daf.t. 27. f. 1. . . Ferraria Jxi-
oides W. tom. 1. t. 4- f- • • Pafftßora tlllaffolia
tom. 3. t. t2. . . P. punctata daf. t. Ii. . . Po/y-
ga/a theßoides W. daf. t. 1 3. . . Pforalea glandulofa
tom. 1. t. 3. f. 2. . . Madia fativa daf. t. 26. f. 2.
. . Cephalophora glauea Cav. daf. t. 45. f. 2. . .
Flaveria Eupatorioides Juff. daf. t. 14. f- 2- • • /fao
charis ivaefolia tom. 3. t. 57. . . Galinfogea parvi*
ßoradzL t. 32. . . Neottia diuretica daf. t. 17. .
Cytnbidium virefcens daf. t. 1 9. . . 1 C. luteum daf. t.
20. . . Peumus fragrans Perf. daf. t. 6. f. 2. . .
Momordica pedata daf. t. 4l- • • Coriaria rufcifolia
tom. 1. t. 12. . . , /rtga Ingoides W. daf. t. 19. . .
Schmus Areira daf. t. 3o. • . Azolla magellanica
t. o5.
Auf Feuill£e folgte Amadeus Frezier, Kapitän
der FelJmeffer, (geb. 1682, t 1773>) der in den
Jahren 1712 und 1713 Chile, Lima und Magella-
nien befuchte. Seine Heifebefchreibung hat den TU
tel :' „Relation du voyage de la mer du Sud aux cd*
tes du Chili, du Perou et du Brefil, vol. 1.2., Amft.
1717. 12.,,. Die Pflanzen werden aber nur oberfläch-
lich berührt.
Viel konnte von Auguftin Lippi, einem Parifer,
erwartet werden , da er» 1678 in Paris geboren , auf
Fagon's Empfehlung, als Arzt einer Gefandtfchaft,
die Ludwig XIV. 1703 nach Habeffinien fchickte,
Aegypten, Nubien und einen Theil von Habeffinien
durchreifete. Aber die Hand eines Meuchelmörders
raubte ihm 1 704 das Leben. . Doch Gnd feine Sa mm»
Jungen noch in Paris, und Delisle hat eine Menge
neuer Arten beftimmt, wovon ich einige befitze; als:
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1 •
iflo Sechstes Bach. Zweytes Kapitel« '
lleliütropium eriocarpon , Adonis margin ata , Corono»
pus niloticus, Areemifia iJppii, Inula crifpa u. f. f.
Einer der beröhmteften , gelehrtsten Reifen-
den jener Zeit, deffeo Reifen auch die inannigfaltig-
ften und fcbönften Früchte getragen , war Engelbert
Kämpfer* In Lemgo i65i geboren, ftudirte er an-
fange in Königsberg, dann in Upfala, wo er dem
fchwedifchen Abgeordneten Lud. Fabricius, der nach
PerGen ging, als Reifearzt empfohlen wurde. Er
begleitete diefen i6o3, und da der Gefamtte im fol*
gen den Jahr zurückkehrte, fo blieb Kämpfer in Per-
fien, und ward bald vont Fürften von Tiflis als Arzt
berufen. Nachdem er Perlten, Georgien und Arme-
nien durchforfcht, fo ging er an den perfifchen Meer-
bufen , wo damals die holländifcbe Flotte, nach Oft-
jndien beftimmt, lag. Kämpfer liefs lieh als Wund-
arzt aufnehmen, und ging mit an die Kalten Ara-
biens , nach Ceylan, Bengalen und Sumatra, bis er
1^89 nach ßatavia kam, wo er ein Jahr blieb. Als
Sin folgenden Jahr ein hollän*iifches Gefchwader nach
Japan gefchickt wurde, ging er ebenfalls mit, und
befuchte bey diefer Gelegenheit Siam und Corea. In
Japan blieb er zwey Jahre, - und benutzte diefe Zeit,
die Naturgefchichte des Landes, die Verfaffung und
Sitten jenes Volkes kennen zu lernen. Endlich kam
er i6g3 nach Europa zurück, und blieb bis an (einen
Tod (1716) Leibarzt des Grafen zur Lippe.
Ein febr wichtiges Werk find feine: „Amoeni-
tates exoticae, fafc. 1 — 5. Lemgov. 1712. 4* ,» > .wel-
ches die Naturgegenftände der Länder, die er gefehn,
nebft den Alterthumern , Gebräueben und Sitten der
Perfer> Araber, Cbinefen und Japaner N fchiMert.
Die japaniffhen Pflanzen machen, allein den fünften
Fafcikel. Sie lind ziemlich gut abgebildet und unter
den einheimifchen Namen befchrieben. Mehrere Ab*
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Ausbreitung botanilcher KenntniHe durch Reifen, i^i
bildungen gab Banks aus Kämpfers NachJafs 179t.
fol. heraus. Folgende find, feit Cieyer, neu:
Kämpf er a Galanga am, 902. . . Ficus pumila
amoen. 8o5. . . F. erecta ic. 4. • • Fagara Pipe>
rita am. 8^3. / . Skimmia iapanlca ic. 5. . .
gela iaponica ic. 45. . . OphionhiZa Mungos am.
532. . . Paeder ia foetida ic. 9. . . Putofporum
Tobira R. Rr. am. 797. . . Hovenia dulcis am. 809.
« .' Ferula Afa foetida 536.4 . . . Rhus Vernix 'daf.
792. . . RLfuccedanea daf. 79'). . . Jralia iapo-
nica ic, 10. . . Lilium cordifolium ic. 4$« • • t*
fpeciofum ic. 47» • • "Ophiopogon iaponicus Ker. am.
824. . . Funkia iaponica Spr. ic. 11. . . Cala-
mus Rotang am. 552. . . Diqspyros Kaki 806. . .
Nandina dvmeftica ic. 1 3. 1 4. . . Daphne odora ic.
16. . . Hydrangea hortenfis var. coerulea am. 854«
Sijo. • • Phytolacca octandra am. 8. 9. . . Mefpi*
lus iaponica ic. 18. . . Ternftrömia iaponica am.
874. . . illicium anifatum daf. 88 1. . . Thea viridis
daf. 6o5. voll händige Abhandlung. . . Magnolia to-
mentofa ic. 42. • • obovata ic. 43. 44* • • Uvaria
iaponica am. 477» • • Bignonia. tomentofa am. 860.
. . B. grandifiora ic. 21. • . J5. Catalpa am. 842.
. . Volkamera Kämpfen ic. 58. . . Clerodendron
irichotomum ic. 22. . . DolUhos cultratus ic. 2Ä. . .
D. incurvus Thunb. ic. 39. . . D. angularis ic« 4°»
. . « 7). hirfutus ic. 41« • • *D- Soja am« 838. .
C/iritf trifoliata am. 802. . . Eupatorium album ic.
26. . . After hifpidus \c. 29. . . lnula iaponica ic.
3o. . . Vanilla anguftifolia am. 869. f. 1. . .,
rides ararhnites daf. f. 2, . . Dendrobiunt monilifor*
me am. 865. . . Cymbidium ßriatum ic. 2. . . ifri*
ftoloclüa Kämpfen ic. 49. • • Aucuba iaponica ic. 6.
32. . • Begonia grandis ic. 20. « • Quercus glauca
ic. 17. • . Salisburia adiantifolia am. 811. . • Cu»
prefjus iaponica ic. 48 • • • Brouffonttia papyrjfer*
*
»
Di
. 1^2 Sechstes Buch. Zweytes Kapitel.
466. . . Acacla Nemu W» ic. 1 9* • ,# Diofcorsa
quinqueloba ic. i5. . . Smilax China 782. . . Ta-
xus macrophylta ic. 24. * . T. nuetfera am. 81 5. . .
Dryandra cor data ic, 23. . . Pteris pilofoiloides ic.3i.
1 * » t
Der grofse Umfang des ruffifchen Reiche und
feine Ausdehnung von den wärmern Klimaten bis an
die Polar- Gegenden» und Ober weit irehr als den
halben Umfang der Erde von Abend nach Morgen,
verfprach für die Flor die reichfte Ausbeute. Auch
haben die Beherrfcher diefes Reichs es feit Peter I.
Dicht an Aufmunterungen für Naturforfcher fehlen
laffen.
Der erfte, der das aßatifche Rufsland unter-
fuchte, war ein Danziger, t)an. Gottl. M*fferfchmia\
i685 geboren. Die Liebe zur Natur trieb ihn 1716
nach Petersburg, von wo er 1720, durch die Regie*
rung unterftützt, nach Tobolsk ging. Hier traf er
den Schweden Tabbert, nachmals Stralenberg , mit
dem erdenObi, Jenifei und die barabinzifche Steppe
durchreifete. Nach zwey Jahren kehrte Stoltenberg
in fein Vaterland zurQck, Mefferfchmid aber blieb
noch drey Jahre in Sibirien , und befuchte die Tun*
gnfka, die Angara, die Lena, den Irtifch, die daau-
rifchen, werchoturifeben und Altai- Gebirge. Nach
feiner Rflckkehr lebte er in Petersburg verborgen;
häusliches Unglflck drdekte ihn zu Boden , bis er
1730 ftarb. Er hat nichts herausgegeben: Ammann,
J. G. Gmelin und Pallas machten zum Theil bekannt,
was er entdeckt hatte.
Zu gleicher Zeit ward ein junger Arzt, Gottl.
Schober, von Peter I. an die Ufer der Wolga, ins
kaspifche Meer und in das nordweftliche Perfien ge-
fchickt. Diefer hinterJiefs mehrere flandfebriften,
tlie Lerche befafs. Pflanzen fammJete er, aber ohne
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Ausbreitung botanifcbet- KenntniiTe durch Reifen. 193
fie zü bfefehreibeo, {Lerthe in nov. act.+nai. cur. 5,
app. p. 198; f.) . • •. -
ßerflhmter alt diefe ward Job. Chrift. tBuxbaum>
in Merfeburg 1694 geboren, deaFx. Hoffmanti dem
Grafen Roman zow empfahl, als diefer den Qefandt*
fohaftapoften in Konftantinopel annahm. Er beglei- •
tete den ruffifchen Gefandten nicht allein an den Ort
feiner Beftimmung, fondern durchreifete auch die
Küftenländer des fchwarzen Meers« Kleinaiien und
Armenien. Nach feiner Rückkehr ward er bey der
neu errichteten Akademie der Wiffenfchaften in Pe-
tersburg angeheilt: allein eine häfsliche Krankheit
trieb ihn in fein Vaterland, wo er 17,30 ftarb. Was
er im Orient gefunden, und aus andern Herbarien
kennen lernte, das trug er in einem Werk zufamraen,
deffen Titel ift : „Plantar um minus cognitarum cen-
turiä 1 — 5. Perrop. 1728 1740. 4»»j worin ein
halbes Taufend morgenländifcher , auch zum Theil
kap'fcher Pflanzen kurz befchrieben und ziemlich
roh abgebildet fiud.. Die wichtigften find folgende;
Saücornia ßrobilacea Willd. cent l. tab. 10. f.
2. . . S. cafpica da f. f. 1. . • Corifpermum fquar-
rofum 3. t. 55. . . C. pungens Vahl. daf. t. 5b. . .
Verqnica gentianoides 1. t. 35. . . V. biloba daf.
36. . . V. Orientalis t 38. . .. . Vpectinata daf.
39. f. 1. . . V. cymbalariaefolia daf. f. 2. . . V fi-
liformis daf. 4<>- f- 1. . • V. agrejtis var. byzaatina
daf. f. 2. . . Vergl. Sibthorp ß graec. t. 8. . . V. par-
vifolia V. daf. 4t. f. 2. ... prdunculata Vahl. daf.
f. 1. . . Ziziphora Mußini Adam. 3. 5i. f. 2. . .
Valeriana atiiariaefolia Adam. 2. .11. . • Cyperus
hamulolus MB. 4* 6°. f. 1. . . Polypogon monspe»
lienfis 5. 66,*f. 1. . . Aegüops fquarroja 1, 5o. f. 1.
. . Triticum pectinatum MB. daf. f. 3. . .. Broihus
AlopecurUs 5. 38. f. 1. . . Br. inermis daf. 4<>- f. 2.
. . Br. lanceolatus 5. app* 19. • • Br. confertus
Geich, d. pottnik. 3. ß. 1 3
-
I94 Sechf tes Buch. Zweytet Kapitel«
MB. 4« 54» f. 1. . . Elymus crinitu* Schreb. 1. 5i.
f. 1. . . Auena fragilis daf. 39. . . Hordeum iu-
hatum 1. 5a.. f.* 1. - . Polycnemum oppofitifotium
Pall. 1. 3i . f. 1. . . P.Jclerqfpermum 5. 58. . . P.
malacophyllum MB. l. 17. f. 2. • . Crucianella mol-
luginoides MB. 2. 5o. f. t. . . V alantia Cuculiaria
1. 19. f. 2. . . Cufcuta monogyna daf. 23. . • ^n«
cJu//i Ju*«i MB. 3. 29. . . Symphytum Orientale 5.
68. ... . Lycopßs echioides 1. 1. . • L. obtufifolia W.
2. 1 3. f. 2» . . Onofma caerulea W. daf. 14. • • £7*
ßmachia dubia 1. 53. . . Campanulä lamiifolia Adam.
5. 18. . - C. ruthenica MB. daf. t. 19. . . ifeafas
po/zfica 5. 6g. • . Sal/ola glauca MB. 1. i3. . . S.
rigida 1. 14. f. 1» . . 5. craffa MB. daf. f. 2. . . S.
pr oft rata daf. i5. . . & hyjjbpifoüa daf. 16. • . &.
fedoides 3. 49. . . S. vermtculata daf. t. 1 1. f. 2. . .
Anabafis foüofa 1 . 19. f. t. . . Ferula meoidet 1.
42* • • Caucalit orientalis 3. 28. . • Paftinaca
pimpineUifoiia MB. 3. 27. . . Laftrpüium aureum
1.43. > * Statine acerofa Willd. 2. 10. . . Linum
luteolum MB. 5. 59. . . Evolvulus linifotius 2. 3o.
f. 3»#. . Allium fibiricum 4. 45. • • Afphodelus pro-
Ufer MB. 2. 36. f. 2. . . Aiparagus verticiüaris 5.
ftpp. 37. . , Lachenalia tricolor 3. 20. . . Atrapha-
xis fpinofa \% 3o. • . £rica a6iV/i«a 4. 41. . . £.
coerjulea 4. 45. . • Polygonum undulatum 2. 3i. . .
Sophora alopecuroidrs 3. 4& • • villofa MB.
2. 28. f. 1. . • Ä. linifolia daf. f. 2. . • Reaumurm
ciftoldes Adam. 2. 35. . . Saxtfraga hederacea 2.
45. f. 2. . . Gypfophila perfoiiata 3. 61. . . &-
afam fpurium MB. 5* 61. f. 2. . . Süene ßmbrimta
Spr. 3. 57. • . Euphorbia tuber o/a 2. 20. . . £.
denticulata Lam. daf. 27. f. 2. . . £ micrantha MB.
2. 25. . . v Lythrum acuminatum W. i. 47. f. 1. . •
Äw£ux arcticus 5. <>6. . . Potentilla pimpineüoides
1. 48. . JP. bifurca 1. 49. f. 1. . . Helieborus rm*
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Ausbreitung botanircher K«nntniffe durch Reifen. 195
nuncuünus 1. 22. . . Nep*ta Mujfmi Spr. 3. 5o. f.
1. . . Marrubium aftracanicum 3.5o. f. 2. . . Phlömis
tuberofa 1.6. . . Dracocephalum altaicum i. 7. . .
Rhinanthus trifidus 1.8... /Intirrhiaum g au^um
4. 37. ... Orobaache alba WiIM.,3. 2. . . 0. coe-
raten daf. t. 1 . f . 2. . . CW/7a betonicae/o/ia 1.21.
. . Digitalis frrrvginea 5. 4$ > • • Ifatis armeniaca
1.4* • • lufitanica daf. 5. . . Clypeola l -ftocar*
pa Juff. 1. 2. f. 2. . . Myagrum chlor aefolium W.
1. 3. f. 1. . . Pugionium cornutum 1. 9. f. 1. . \
Lepidium fpinofum 2. 34* . • L. veficarium 1 . 26. . .
Thlafpi arabicum 1. 2. f. 1. . . Cheiranthus cufpida*
ius 2. 33. f. 1. . . Hefperu cretacea Adam. 2. 32.
f. i . . . ifra6w reefa Vill. 2. 33. f. 2. . . Rapha*
nus iauricus 3. 73. . . Oleome ornithopodioides 1 . 9.
f. 2. . . Brodium oxyrhinchum MB. 2. 4&- • • '
Polygala andrachnoides 3. 70. f. 2. . . P. bracteo*
lata daf. 71. . . Orobus hirfutus 3. 4». . . * O.dl*
gitatus MB. 2. 38. . . Lathyrus angulatus daf. 42* 1
f. 2. . . Im ineurvus daf. 44- • • W<?*a bithynica
daf. 45- f 2. . . Coronilla cappadöcica W. 2. 4°* ?•
2. . . Hedy forum Buxbaumii MB. 2. 42* • • Afira*
galus virgatus 5. 37 . . A. brachycarpos MB» daf.
38. f. 1. . . 4. longiflorus Pall. daf. 3*. f. 2. . . i*.
eontortuplicatus daf. 39. . . if. galrgiformis daf. 4°»
. . Oxytropis lunata Cando)]. daf. 3S. f. 2. . . Oo«
rycnium'lati/olium Willd. t. 32. f. 1. . . Scorzonera,
gr amini fölia 2. 21« . . Lactuca fonrh/folia W. 5.
app. 36. , . Chryfocoma villo/a 2. 18. f. 1. . . Py
rethrum carneum MB. 20. . . Achillea filieifolia
MB. 2. 19. . . Siegesbekia Orient ah s 3. 52. . .
Centaurea nitens 2. i5 f. 1. . . C. Baifamita i$.
16. . . Satyrium cucullatum Sw. 3. 8. . . 5. corü-
folium 5. 10. . • Coryrium crifpum daf. 11. • • C
veftitum daf. 12. . . Pterygndium catholicum daf.
21. . . Arißolochia poaiica Lam. 1.45. . . Corcs
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Sechstes Buck. Zweytes Kapitel.
Buxbaumii 4* 5g. . . . C fecalina Hoff. l. 54- .
Smilax excelfa i. 27. . . Acacia Stephaniana W.
3. 48. . . Tortula Jubtdata 2. 2. f. 3. . . Buxbau-
mia aphylla 2. 4* f. 2. . . Dicranum midtifetum daf.
f. 1. . . Fi/ckj falicifolius 5. 65. f. 1. . . F. AphyU
lanthos 2. 9. f. 1. . . F. «Serra 2. 8. f. 3. . . «Hyd»
cum Erinaceus 1 . 56. f. 1 . . . //. Aurlfcalpium 1 . 57.
Sobald die Kaiferinn Anna zur Regierung kam,
fuchte fie die Naturfchätze ihres u n er mefs liehen Hei«
ches bekannter zu machen. Zu dem Ende fchickte
fie febon 1732 zwey Gelehrte, Traug. Gerber und
Heinzelmann% in das öftliche Rufsland. Gerber ging
an die Ufer des Don und der Wolga, fchickte feine
FJor von Mofcau an Haller, (bibl. bot. 2,3i8.), ward
Feldarzt im finoifchen Kriege,, und ftarb zu Viborg
1743. Heinzelmann befuchte den Ural, das Gebiet
von Orenburg und einen Theil der Tatarey. Was»
er gefunden, machte zum Theil Ammann bekannt.
Sehr wichtig war die Sendung, welche Kaife-
rinn Anna zur Unterfuchung des fernften Oftens ver-
anftaltete, an deren Spitze ein trefflicher Däne , Veit
Bering, ftand, der kaum aus Kamtfchatka surflckge«
kehrt war. Denn Bering war 1728 nach Kamtfchat-
ka gegangen, und hatte von da die Fuchsinfein ,
Alafchka und die Nordweftkttfte von America bis
zur Beringsbay befucht. Jetzt wurden Job. Georg
Gmelin, ein Tübinger, (geb. 1709,) der feit 1727
in Petersburg gelebt hatte, Stephan Krafcheninnikow
und einige Maler und Künftler beordert, die Natur-
gefchichte des öftlichen Afiens zu unterfuchen. Ih-
nen wurde nach fünf Jahren Georg Wilh. Steiler^
aus Weinsheim' in .Franken , bey gefeilt, ein Jüng-
ling von .unglaublichem Eifer, grofser Ausdauer
und vielen Talenten. Er und Krafcheninnikow
folJten Kamtfchatka, und was noch öftlicher Hegt,
unUrfucben. Sie fegelten aus dem Peter -Pauls «Ha-
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Ausbreitung botanifcher Kenntniffe durch Reifen. 197
fen nach den Fncbsinfeln, befuchten die gmericani-
fche Küfte, muteten aber, da fie zurückkehrten, auf
der Berings - Infel bleiben, wo Bering (i74! ) elend
umkam. (Neue nord. Beytr. B. 5. 6.) Steiler er-
reichte, auf einem von feinen Gefährten erbauten
Fahrzeug, im folgenden Jahr den Peter * Pauls- Ha-
fen, in Kamtfchatka blieb er noch einige Jahre,
kehrte dann zurück, ftarb aber 1746 zu Tjumen
am Tura. Er hinterliefs eine Befchreibung der Be-
rings--Infel , die Pallas bekannt gemacht hat. {Neue
nord, Beytr. B. 2. S. 255. f.) Zweyhundert und elf
Pflanzen fand er auf jenem öden und traurigen Ey-
land, worunter intereffant find; Cornus fuecica, San-
.guiforba canadenfis, Heuchera americana, Trillium.
erectum, Andromeda polifolia, Tiarella trifoliata,
Kubus arcticus und Chamaemorus , Coptis tnfoliaSa-
Jisb., Fumaria Cucullaria , Betulanana, Polypodium
fragrans, Pteris pedata, Lycopo lium rupeftre u. f. w.
Unterdeffen hatte Joh. Georg Gmelin mit fei-
nen Gefährten, dem Hifforiker Gern. Friedr. Möller
und dem Mathematiker Lud w. de flsle de laCroyere,
alles angewandt , um Sibirien in feinem ganzen Um-
fange kennen zu lernen. 1734 durchreifeten fie die
Gegenden am Ob und Tom bis in die Kalmückeyt
im folgenden Jahr befuchten fie die Landfchaft jen-
feits des Baical : 1706 und 1707 brachten fie an den
Ufern der Lena zu, die fie bis zum 62ften Grade hini-
aufwiegen. Im folgenden Winter verlor aber Gme-
lin zu Jakutzk durch eine plötzlich entftandene
Feuersbrunft alle gefammelte Schätze, alle Bücher,
alle Handfchriften und feine fämmtliche Baarfchaft
und Habe. Dies beugte indefs feinen Muth fo we-
nig, dafs er, nach erhaltener neuer Unterftützung,
fich vorfetzte, alles von neuem zu fammlen. Er be-
fuchte 1739 den Jenifei und alles Land, was zwifchen
dem 5i und 66° N. ß. liegt. Dann ging er 1740 an
198 Sechites Bach. Zweites Kapitel.
• f
den Ob rurück, befuchte im folgenden Jahr die
Kchimskifche, barabinzifche und andere Steppen,
1742 Ifetzkoi und die nahen Gebirge, und endlich
kehrte er nach zehnjährigem Aufenthalt zurück* Er
ward Prof, der Naturgefchichte bey der Akademie in
Petersburg: doch trieb ihn Kränklichkeit und Sehn«
fucht nach vier Jahren in fein Vaterland, wo er 1755
ftarb.
Zuerft wurden Gmelins Entdeckungen zont
Theil bekannt gemacht vop Joh. Ammann , Paul'f
(S. 36.) Sohn, der Akademiker in Petersburg war,
(geb. 1707, i* 1741)* Diefer hatte fowohl von
Heinzelmann nnd Gmelin Saamen und Pflanzen er-
halten, a|s auch Mefferfchmid's Tagebuch benutzt«
go gab er: „Stirpium rariorum in imperio rntheno
fponte provenientium icones et defcriptiones, Petrop.
1739. 4. ,>> heraus. Da fich Ammann entweder tro*
ckener Exemplare bediente, oder die Pflanzen aus
Saamen im akademifchen Garten gezogen kannte;
fo find Abbildungen und Befchretbungen nicht immer
die genaueften. Folgende Arten kommen hier zu»
erft vor :
V er omca fibirica t. 4. . . Fedia fibirica t.3...
Conus altiä t. 3a. . . Hypecoum erectum t. 9. . .
MtJJerfchmidia Arguzia p. 19. . . Rhamnus davuri*
cum t. 33. . . Gehtiana aquatica t. 1. f. 1. . • <Sfa-
tipjg aurea t. 18. f. 2. . Sibbaldia erecta t. i5. . .
Stelltra Chamäejafm* t. 2. . . Rhododendron davu-
ficum t. 27. . • Sfrllarin radians t. 10. . . Srdum
'/LizoonX. 11. . . Amygdalus nana t. 3o. . • Pru*
nus fibirica t. 29. . . Pyrii* baccaia t.. 3i. . . Po»
tentlUa veriiciliarU t. t6. . . P. jruticofa t. 17. . -
P.fioribunda Pbrfh. t. itf. f. 1 . . . Ranunculus reptans
t. i3. f. 1. . . Ä falfuginofut daf. f. 2. . .> Ifopj-
tum fumarioides t. 12. • . Leonurus ßbiricus t. 8. . .
Cymbaria davurica t. 1. . . Fumatia fibirica t. 20.
Antbraitmff iMtnifcher K«&atmifte durch Beifon. 199
" Oröbut lathyrct&s*:?. f. 2. . . Robinia py*
gmafa t. 35. t . Oxytropis tanata 1. 19. f. u . .
myripphylla daf. f> 2. . . Cinerari* fibirica t. *4- - *
Artemifia annua t< a3. . . Cypripedium guUatum t.
22. . . Cmacranthon W. t. ai. - . l/rijca canna»
ii/ia t. a5. . . Ephedr* monofiachya t. aS,
Wir erwähnen noch der Abhandlung von Am*
mann über verfchiedene Farrenkräuter, (comment.
acad. petrop. 10. p. 278.), worunter mehrere fehr
feltene tmd noch nicht ganz aufgeklärte.
Gmelins flora fibirica* tonn. 1 — 4- Perrop.
17^7 — 1769., mitvUögefähr 400- Abbildungen, .ilt
eines der vorzüglich ften Werke unferer Literatur.
Sehr intereffant ift der Vorbericht aber Lage, Klima
Sibiriens und die geogröphifcbe Verbreitung der
Pflanzen. Diefe werden in natürlicher Ordnung auf-
geführt, auch Steller's, Hkinzelmann s , Meffer-
fcbmid?a^ Gerbers, Schobers, Krafcheninnikows
und anderer Mittheilungen benutzt. Die wichtigften
Pflanzen find folgende:
Polycnemum fibiricum . Pall. tom. 3. tab. a3.
f. 1. . . Fedia rupeftris Vahl. 3. 24. . . Iris
kumilis MB. t. 5. 1. . . Melica pyramidalis Lam.
1. 19. U \. . . Fefouca elätior 1. ai. . . dve-
na fibirica 1. aa. . • Elymus arenarius 1. 25.
M* fibiricus 1. 28. . . 7>i*knm imbricatum MB.
1. a3. . . Ä?nn^> wcrnnica 2. 87. . . Sc i/Jtfw
/, daf. 88. . . Pulmonaria fibirica 4. 3g. . . A «-
*rc/«c* filiformis 4* 44- 4- • • A lactiflora
Fifch. 4. 43. a. A. . . Prima/a cortufoides 4. 45*
f. t. . . Pr fibirica 4. 4& f. 1. • • Cormji (?me/ini
4. 43. f. 1. . . Phlox fibirica 4. 46; '• • Cam'
nanula lUiifolia 3. 26. . . G grandiflora daf. a8.
G /it-irie* daf. 29. . . G punctata daf. 3o. . • C.
fJmWi/ii mihi daf! 33. . . Viola uniflora 4« 4*. f- 5 - ♦
F. iaiiceofc«* daf. 49- f • 2. • • Chcnopodium arifta*
200 Sechstes Buch* Ziweytes Kapitel« ,
3, iS.'f. i. . . Atriplevc tatarUa daf. ifa f.\im
Salfola verrucofa MB. 3. 2 1 . f. 2. . . 5. ericoi-
des daf. f. 1. t. 19. f. 1, *. Swertia dichotoma 4.
53. f. 1. . .. ä corniculata daf. f. 3. . . Qtnüana
dichotoma dafv 5 1 . B. . . (r. adfeendens daf. f.. A. . .
(7. macrophylla daf. 52. . . JUgufticum fibiricum Spr.
I. 4o. f. 1. 2. . . Heracleum fib'nicum daf, 5o. . .
Selinum ftbiricum daf. 43- . » Anthrijcus nemorofa
Spr. daf. 49* a. . . Ugußicum vaginatum Syr. 44.
. . Cnidium apioides Spr. -46- '• v PeucedanwjL'ile*
tenfe Spr. daf. 42« • • P. album 4*> • • V.iburnum
davuricumo. 2.5. . . Statice fuffrutieofa 2. .88. L 2.
3. . . S*. Gmelini daf. 90. . • St*fp*ciofq. daf. 9U
f. 1. . • ^«S*. fpicata daf. f. 2. . . «St. tatafica daf.
92. . . Allium obliquum 1. 9, . # A. ramofiim dmU
II. f. 1. . . Jrf. nutans daf. 12. . . if. linear* daf.
i3. i4* • . 4» tenuiffimum daf. i5. f. 3. . . A. Stei-
fe rian um W» daf. 16. f. i. 2.*. . A. globofum MB.
1. 10. . . Convallaria trifolia 1, 6. . . Iuncus
holtnicus WahJenb. 1. 17. f. 2. . . Melatuhium fibU
rict/m 1. 8. . . xric« bryantha 4-57. f. 3. . . £.
Stiller iana daf. f. 2. . . Andromeda lycopodioides
daf. f. 1.». Polygonum oereatum 3. 8. . . P. fericeum
daf. 9. f. .2. . . P. undulatum daf. 10. . . P. fa-
tarjeum daf. i3. f. 1. . . Rhododendron Chrysan-
th um 4. 54* • • Saxi/raga bronchialis 4* 65. f. 2. . ,
& crafftfolia daf. 66. . . Mitella nuda daf. 68. f. 2.
. . Arenaria graminifolia Willd. daf. 63; f. 2. . .
S<?*7/m hykridum daf. 67. f. 1. . . S. Jpinofum WiUtf.
daf* 67. f. 2. . . Cftraftium maximum jd&(. 62. f. 2»
• . Peganum davuricum daf. 68. f. . Nitraria
Schoben 2. 98. . . Euphorbia procura MB. 2. 94. . .
fyiraea forbifolia 3-46. . . Potentilla penfylvanica
3. 34. £ 1. * . P. grandiflora daf. 35. f. 1." . . P.
jRvea daf. 36. f. 1. . . P. ftipularis daf. 37. f. 2. . .
P. agrimonioides MB. daX, 30. . . Paeonia anomala
<
»
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Ausbreitung botanifcher Renntnilfe durch Reifen. 201
-
»
4 72. ; 'f- 'ewifoli* cja(. 73. . . Delphinium
gMndiflorwn 4t 7#- • • x JD^uexahätum daf. 75. . •
A hybridwn daf. 76, .. . . craffifolUon Schrad. daf.
79. . . D. urceölatum daf. 80. . Cimicifuga foe-
tida daf. 70- • • Ranunculus hyperborfus daf. 83. B.
. , Caitha naiahs dal. 82. . . Nepeeamultifida 3.
55. . . . Baiiota lanai*} 54- • • Draoocephalum
pinnatwn 3. 52. . . . «JÖ/; nutans da{i^49' * •
thymiflorum daf. 5o. . . , Scutellaria pallida MB. 3.
58. . . &*r*/Sa jw//Ma <Uf. 4*. . P*dicula#s eu-
phrafioides daf. 4?. . . f*- refupinata dak- 44» • •
.p. uncinata daf. 45. • • $r&hß repens MB. daf. 56«
f. 2. . . Cardamiae mncrophylla daf. 62. . . Si-
fymbrium integhfolium daf. 63. . . Arabis. pendula
daf. 6.*. ... . Qeranium/tbiricum daf. 67- w . fw/TM-,
ria paeqn\aefolia 4. 54- &« • Polygala ftbiricß dftf. 32«
, . : Orobus angufnfo\ius daf. 5. • . Lathyrpf pifir
formistä. 1. . , : Vicia bienn s dtf. 2. . . , Hedyfa»
rum alptaum daf. 10. . .. argenteum daf, i3. ^ .
tf. fruticofum daf. 22. .. . KJericeum M Ii daf. 3i,
. . /Iftragalus adfurgens daf. i5. . . if. uUginofus
daf. 17. 18. . . A Laxmanni daf. 19. ... A.frutU
cofus daf. 24. A. . . pauciflorus daf. 26, f. 1. . ^
if. baicaJenfis daf. f. 2. . . ,4. loagiflorus daC 27. .
OxytrapU ambigua daf, 3o. . . Oos. leptophylla daf.
24* B* ■ • • Trigonella{rut)tenica d(af. 8. . . Soor zo-
ner a angufiifolia 2. 1. . . Sonchus ßbirieus daf. 3... .
Hieracium croceum daf. 8. f.. 1. , /& Grpelini daf.
f, 2. . . H. lyratum daf. 9. . . H. ftbiricum daf,
10. . • Serratuta falicifolia daf. 27. S. multi*
ßora daf. 28. . . «S. qmara daf. 29. ... S. centau*
roides daf. 17. . . S. xeranihemoides MB. daf. 47*
« f. 1. . . Carduus cyai\oides daf. i5. ... . C. polyclo*
nos daf. 16. . . Cnicus cernuus daL 19. . » Gi«
Gmelini mihi daf. 25. » . C*. uniflfäus daf. 38. . .
Cacalia haftata daf. 6fr. • . Chryjocoma dracunculoi-
A
I
•,
«
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r *
I
202 Sechstes Buch. Zweytes KapiteL
des Lam. daf. 82. f. 1. . . Chr. vlllofa da& f. 2. . .
Tanacetum fibiricum da £65. f. 2'. . . Astemijia in*
tegrifolia daf. 48. f--i. • ' nitroja däf. 5o.f. 1.
. . Am Lercheana-dit. f. 2. 3. . . A. pauoißora daf.
52 f. 1. 2. . . if. anethifblia daf. 54- • • 4« pato«
/irir daf. 55. . . if. laciniata daf. 67. . . if. iaodo-
ra MB. dar. 63. f. 1. . . A.frrtcea daf. 64. f. i> . .
Erigeron gramtkeus daf. 76. f. 2. . . Tußlago Ariern*
dria daf. 67. fT 1. 68. f. 1. . . T. lyrata daf. 67. f. 2.
. . T. larvigata W. daf. 69. . . T. frigid* daf. 70.
. . After fibirfcus daf. 80; f. 1 . . . Cineraria glau-
ea daf. 74. . . Pyrethrum bipinnatum daf. 85. f. u
. . P. millefoliatum daf. 86. f; 1. . . Pi achtötaefo*
lium MB. daf. f. 2, . . Chrysanthemum arctiöum 2.
84. . . Achülea Impatiens 83. f. 1. . .• AGer-
beri daf. f. 2. . . A.ßlicifoiia MB. 2. 19. .nr*0».
ffli/r^Ä rtähenica <Jaf. 41 . . . & fibiriea daf. 42. f. 2.
; CT- ovina Pal), daf. 4^« • • C. maculofa Lam«
daf. 44* f. i. 2. . . C. trichoeephala daf. 45. f. 1. 2.
. Orchis cueufiata 1. 3. f. 2. . . 0. fufeefeent 1.
4. f. 2. . Umodorum Epipogium 1. 2. f. 2. ! .
Axyris amarantoides 3. 2. f. 3. . . if« hybrida daf.
4. f. 1. . . A* pr oftrat a daf. f. 2. . . Diotis cera*
toktes daf. 2. 1. . . -Salix rhamnifolia 1. 35. A. . .
5. berbtrifotia daf. * . 3i . . & arenaria 36. f. 1.
Krafcbeninnikow ward nach feiner Rückkehr
Akademiker in Petersburg, ftarb aber i754> ftls er
die Herausgabe feiner rnffifchen Befchreibung von
Kamtfchatka noch nicht vollendet hatte. Eine eng*
ländifche Ueberfetzung haben wir davon: „The hi«
ftorjr of Kamtfchatka ahd the Kurilski islanda, Glo-
cefter 1764. 4«>i« *m fünften Kapitel kommen die
Oewächfe vor , worunter LiJium camtfehaticum, Spi-
raea camtfcb'atica, Geum anemonoides, Rhododen-
dron camtfehaticum und mehrere Fuci.
« , mm •
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Ausbreitung botanifcher Kenntniffe durch Reifen. 203
Nordamerica ward in diefemZeitraum von Marc.
Catesby (geb. 1680, f *749), befucht*, Grofser
Eifer für Naturgefchichte trieb ibn 1712 nach Virgi-
sien, wo er fieben Jahr* blieb pnd eine Menge Saa*
meo und Pflanzen an Dale fchickte. Diefe wurden
dem edlen Wilb. Sherärd , diefem grofsmflthigen Be*
förderer der Wiffenfcheft, bekannt. Diefer, da Ca-
tesby zurückgekommen, bot ihm ein Jahrgehalt an,
wozu auch Sloane einen ßeytrag gab, wenn er die
fudlichen Provinzen von Nordamerica von neuem be*
fuchen würde. Catesby nahm dies Anerbieten an,
und ging im Jahr 1722 nach Carolina, Georgien,
Florida und auf die Infein Bahama und Providence
(25° N. B.). Er hielt fich in jenen Gegenden vier
Jahre auf , * fammlete eine zahllofe Menge von Pflan-
zen und Vögeln, die er nach feiner Rückkehr zeich*
nete, in Kupfer ftach, und mit folcher Kunft aus-
malte, dafs man bis dahin in unferer ganzen Litera-
tur noch nicht eine folche Pracht gefe hu hatte. She-
rärd foll die Namen dazu gefetzt haben. Das Werk
erfcbien unter dem Titel: „The natural hiftory of
Carolina, Florida and the Bahama - Islands , tom. 1.
c. und append., Lond. %yZ i. 174'- fol.„, mit 220
Kupfertafele, worauf 4°7 Pflanzen und Vögel abge»
bildet find. Es ift indefs mehr Kunft auf die fchöne
Darftellung> al* Sorgfalt auf die Charaktere verwandt«
Neu find ungefähr folgende Arten:
Olea aptericana tom. 1. tab. 61. • « Fraxinut
caroliniana daf. t. 80. . . Catesbaea fpinofa 2. 100.
. . Com us florida *. 27, . . Hamamelis virginlana
app. 2. . . Hex Caffine t. 3i. . . Ipomoea caroll* /
na 2. 19. .- . Dodecatheon Meadia app« 1. . . SpL
geiia marUandica 2. 78. . . Gardenia clufiaefolim
1. 59. . . 'Pinea lutea 2* 53. . . Plumeria obeufa
2. g3. . . Rhus elegant app. 4« • • NyfFa bißora
1. 4i. . . iV. denticulata 1. 60. . . tanax quin'
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204 Sechstes Buch. Zweytes Kapitel,
qwfrtbi* *pp. 161 . . GledUfchia monofperma 1. 43.
. . LUium philadflphicum 2. 56. . ,. L. Ca*w6aei
daf. 5& . . Trillium cernuum i. 45. . . Qrontium
aquatici4m i. 82. • . Dracontium foetidum a. 71. . .
AmyrU etemifera 2. 53v . . A. toxifera 1. 40. . •
Acer dafycarpum 1. 62. . . Lauras ßorbonia i.63.
. . Swiecenia Mahogany 2. .81. . . .Haematoxylon
campecfiianum daf. 66; . . Rhododendron maximum
app. 17. f. 2. . . Andromedaarborea 1. 71. . . A
Catesbaei 2. 43. . . «Si/e»e Catesbaei d4f. 54- . .
Halefia tetraptera 1. 64. . . Phitadelphus inodonu
2, 84» • » Calycanihus ßoridus 1.4^» * • Magno*
lia grandiflora 2.. 80. . . 2W. tripeeala daf. 61. . •
M. acuminata app. i5. . . FotKergiUa. atnifolia 1.
66.. . Sarracenia purpurea 2. 72.^1- Annona
glahra 2. 64. • • A triloba daf. 85* :. Crefcenüa
jajminoides Lam. 1. 5g« . . , Bignonia, peniaphyüa
i.t«\' . Jacaranda caroliniana Juff, efef. 42* • '•
Qroitanch* arnericana ithf. 36. . . Stuartia Malachor
dendron app. i3. . . ßrythrina htrbacea 2.. 49- • >
R'tbiflia hifpida app. 20, ... Arechufa divaricata 1.
58. . . Epidendrum ttocturnum 2. 68. . . Querem
Phollos und virew 1. 16. . . ßa. P/ii4o*daI. 18» . .
ga. Äigradaf. 19. . . Qu+aquatiea daf. 20* , . fii/.
aZ/urdaUa t. f. 2. . . fin» falicifalia daf. 2.2. . . ßu.
GafetkqAijfal* ft3. » . Fagus pumiia 1.9... „Juglant
nigra 1. 67. . , /, a#a daf. 38. . . Oo#<w Ca/~c*
rii/a 2^ 46, . Vi/ewn rubrum 2. 81. „ . 1^. jwir*
pureum daf. g5. . . Myrlca Caroline nßs 1. >3*< • *
Populus balfarniferci i. 34. . . Smila&iaurifolia daf«
i5. . . Äfft« arifiqlqühiaefoUa W. 1. 47% •
iamnoidts 1. 52. . . Wendlandia populifolia W. 1.
5i. . . Aeacia glauca 2. 42- ■ * .< .
\Wi\h. Houßoun, der lange auf den Antillen und
in Neu«? Spanien gelebt hafte« wo er auch 1733 ftarbi
hinterlief* Bemerkungen über die Pflanzen , die er m
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Ausbreitung botanifeherRenntmffe durch Reifen. 205
Cuba, Jämaica und in der Gegend von Vera pruz
beobachtet. Diefe befitzt Banks, in der Ha ndfchr ift,
(Bibl. Banks 1, 187.), und gab aus dem Nachlafs ei-
nige BruchftOcke heraus; „Reliquiae Houftouoia-
nae , Lond. 178 1. 4» »> mit 26 Kupfern , lfro folgende
Pflanzen zuerft vorkommen :
Jußicia fcorpioidcs t. 1 . . . Cordiä Oerqscan^
thus t. 6. . . Rii hardia fcabra 9. . . Petrea volu-
bilis 11. . • Lippia americana 12. . . latropha
herbacea i5. • . Jnuia fauir&ioides 19. . . After
. aurantius 18. . . Trixis / 20. . . Melampodium
americanum 21. . . Croton arg&nteus 22. . . Schran*
"kia aculeata W. 25. . . Defmanthus pienus W. 23. • .
Acacia filicina W. 26.
Job. Bapt. Labat, ein Dominicaner, der febr
grofse Reifen gemacht, um .die katbolifche Religion
auszubreiten, (geb. 1667, f 1738,) befcbrieb auch
die nützlichen Pflanzen der Gegenden, die er be-
fucht hatte , und liefs ße, wiewohl ziemlich roh,
abbilden. Berühmt ift fein: „Nouveau voyage aux
isles de TAmerique, Paris 1722. 8. vol. 1 «—6.,,,
worin man eine ziemlich vollftändige Gefchicbte des
Kakao, Tobaks, Indigo, Orleans, Zuckerrohrs
und der Baumwollenftauden findet. Auch gab er ei-
ne Sammlung von Reifen heraus, die Arne, Vorfte-
her einer Handels -Gefellfchaft für die Weftküften
von Africa, unternommen. „Nouvelle relation de
TAfrique occidentale, Paris 1728. tom. 1 —5.,, ift
der Titel diefer Sammlung. Man findet hier tom. 2.
p. 44* den Weihrauchbaum (Amyris Kafal), Cre-
fcentia Cujete p. , Acacia vera tom.' 4« p* 162.,
latropha Manihot tom. 5. p. 80. und mehrere andere
Pflanzen gefchildert.
Joh. Ernft Hebenjhreit, den wir fchon oben an*
führten, ward 1751 vom I£önig Auguft II. von Po-
len nach Africa gefcbiokt, um feltfame Thiere und -
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2o6 Sechstes Buch. Zweytei Kapitel«
Pflanzen 20 fammlen und aufzukaufen. Er rjjhm
Chrift. Oottl. Ludwig mit, und ging mit diefetn voa
MarfeiJle nach Algier, Trinis, TripoJi und andern
» Gegenden 'des nördlichen Afriea. Nach erhaltener
Nachricht von des Königs Tode mufsten beide aber
1733 zurückkehren, und die gelehrte Weit hat
nichts von den Frachten diefer Reife erfahren.
Etwas mehr Nutzen ftiftete die Reife eines ge-
lehrten Theologen und Kenners des Altert bitms,
Thons. Shaw, der, um die heiligen. und profanen
AlterthOmer zu unterfuchen , nach Aegypten , Nord^
africa und Syrien* reifete. In feiner Reifebefchrei-
bung: „Travels, er obfervations relating to feveral
parts of Barbary and the Levant, Oxf. 1738. fol. „,
findet man auch ein Verzeichnifs von 632 Pflanzen,
welches Dillenius angeordnet. Auf fechs Kupferta-
feln find einige Pflanzen, aber fchlecht , abgebildet,
als: Telephium oppofuifolium n. 5j2.fy Sedum coeru~
leum n. 55o«, Rwnex rofeut n. 5., Fagonia arabica
s. 229., Zygophyllum coeeineum n. a3i., Ranuncu-
hu fpicatus Desf. n* i4g., Pfychine fiylofa Desfont.
n. 91«, Bifouiella montana Cav. n. 583., Turruis
pubefeens Desf. n. 228«, Cleome arabica n. 557«,
Erodium gutta tum W. n. 260., Prenanthet farmento*
fa W. n. 146., Centaurea acaulis n. 342.
Höchft denkwflrdig war die Reife, welche ge-
lehrte Franzofen und Spanier, an ihrer Spitze Graf
Maurepas, in das tropifcbe America unternahmen,
um einen Grad der Breite unter dem Aequator zu
meffen, und fo die eigentliche Geftait Vier EHkugel
beftimmen zu können. Die franzöfifchen Gelehrten,
Karl Maria de la Condamine, Bouguer undGodin, gin-
gen als Aftronomen und Feldmeffer, Jofeph Jujfieu
als Botaniker und Motautvili* als Maler mit. Sie
reifeten 173S ab, und trafen zu Carthagena die Spa-
nier Georg Juan und Anton Ulloa, in deren Gefell-
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Ausbreitung botanifcher Kenntniffe durch Reifen. 207
febaft fie die Ande*. Gebirge von Südamerica erfrie.
gen. JufGeu bewies gleichen Eifer, den Aftrono»
men half reiche Hand zu leiften, als Pflanzen au fam-
meln. Ja, er war gezwungen, fich diefen Studien
zu entziebn, da die Spanier, bey ausgekrochener
Volkskrankheit, ihn nöthigten, das Gefchäfft eines
Arztes zu übernehmen. Endlich machte er fich 1747
los, und durchwanderte drey Jahre lang allein die
unermeßlichen Paramos jener Gebirgslande bis an
die Quellen des Plata. 1 760 kehrte er über Potofi
nach Lima zurück» um endlich wieder in fein Va*
terland zu reifen. Aber in Lima ward er wieder ge»
zwungen, beym Brückenbau zu helfen. Furcbtfant
wie er war, quälte ihn die Sehnfucht nach der Hei«
math fo fehr, dafs endlich fein Verftand fich verwirr*
te. In diefem traurigen Gemüthszuftand blieb er
auch, nach feiner Rückkehr, bis an feinen Tod.
Sein Neffe, Ant. Lorenz, befitzt feine Sammlungen:
er felbft hat nichts drucken 1 äffen.
Der glücklichere Coodamine reifete 1743 von
Loxa aus, an die Ufer des Amazonen • Fl uffes, und
ging yon da durch die ungemeffenen Ebenen von
Neu- Andalufien, Cumana und die Caraccas nach Ca«
yenne. Diefe einjährige Reife hat er befch rieben:.
„Relation abregee d'un voyage, fait dans l'interieur
de TAmerique mecidionale, Paris 1745. 8.,,. Auch
verdanken wir ihm die erfte umftändliche Nachricht
von derCirichonaCondaminea Humb., (mein, de 1*10«
1
de Paris 1738. p. Z20. f.), und. von der Sipbonia Ca»
hucha Richard.., (mki. 17.51. p. 488. C).
Uiloa und Juan durchreifeten Peru und Chile,
felbft die In fei Juan Fernandez: indefs enthalt ihre
Reife- Befchreibung wenig Intereffantes 'für den Bo*
taniker. ( Relation del viage, que hizUron, Madr.
1748. vol. 1—4«)
♦ . ..." •
p
4 • *
*
1
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208 -Sechstes Bück. Zweytes Kapitel,
a t
Etwas (pSter (1736) ward Renatus Moreau de
Maupertuis nach den Polar- Gegenden gefctuckt , um
auch dort Gradmeffungen anzubellen* AUeio diefe
Reife fiel ganz unfruchtbar für die Botanik aus: denn
der Begleiter Maupertuis, Ouüüer, war ein GeÜüi.
eher, ohne gründliche Natur »Kenntnifs. Was er
vod Pflanzen in Lappland anmerkt, find bekannte
Dinge. {Journal d'un voyage au Nord, p. 191 —
ig3., Amft. 1746. 8.)
Endlich gab es auch in diefem Zeitalter Gelehr-
te, die die Sammlungen anderer Reifenden belehne*
ben. Dies Verdienft erwarben fich vorzüglich die
Holländer, die am ihren reichen An fiedelangen eine
Menge vegetabilifcher Schätze bekamen. #
So bearbeitete Job. Burmann, Prof. ?u Amfter-
dam, (geb. 1707, f 1780,) ein Mann von kriti*
fchem<Geift uad ungemeiner Kenntnifs , fowohl Paul
Hermanns Herbarium, (S. 37. 38.), als auch die
Sammlungen, welche der Statthalter van der Stel
durch Hartog auf dem Kap hatte machen laßen, und
befonders Witfen s treffliche Pflanzen - Gemälde. Die
zeilan'fchen Pflanzen eiichienen zuerft unter dem
Titel: Thefaurus ceilanicus, Amft. 1737. 4** mit
1 10 Kupfern. Hier bemerken wir folgende neue:
« Jußicia Moreciana tab. 3. f. 1 . . . /. repens daf.
f. 2. . . Scirpus trifiaehyos 47. 2. . . Mollugo
pentapkylla 7. . . Samara la*ta 3i. . . Oldenlan*
dia bißora 11. . . Elaragnus latifolius 39/2. . .
Spermacoce articularis 20. 3. . . Anguillaria z*yla*
tuca Gärtn. io3. . . Chironia triner via ^7. . '. ZU
49 phus Oencplia 61. . . Ceanothus aßaäcus 48. . .
hmpadens cornuta 16. 1. . . Celoßa corymbofa 65.
2. . . Jpoeynum frutefeens 12. 1. . . Neriumzey*
lanicum 12. 2. . Drofera Burmanni 94. 2. . .
Burmaania difiicha 20. 1. . • Afparagus Jalcatus i3.
2. . . Memecylon capitellatum 3o. . . Tribulus
■
% r
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Ausbreitung botanischer Kenn tniffe durch Reifen 209
ktnuginofus «06. 1. . • Limonia monophylla 65. 1. . .
Euphorbia parvißora 10S. 2. . . Oehna fquarrofß
56. . . Ciftus aegyptiatus 36. • • Marrubium in*
dicum N. L. Burm. 71, 1. . . Phlom'u biflora 65. 1.
. . Ocimum.gr atiffimum 80. i. . . Oleome icosan*
dra 99. . . C/. dodecandra* 100. 1. • • Ualthrra
indica 68. . . Connarus afiaticus 1 09. . . Polyga-
la theezans 85. • , Doiichos medicagineus 84, 2. . .
Stylosanthes mucronata 106. 2. . . Hedy forum va*
ginale 49* 1. • • ff« biarticulatum 5o. 2. . . ff.
umbellaium 5t. . • ff. heterocarpon 53. i. . • ff«
heterophyllum 54. 1. . . H. trißorum da f. 2. . . ff.
triquetrum 81. . . Indigofera hirfuta 14. . . 6a-
faga purpurea 33. . . (?. maxima 108. 2. . .
patorium zrylanicum 21 . . , Inula indica 55. 2. . .
Antiäeßna zeylanica 10; . . Ophioxylon lerpmtinum
64. • • Acacia pennata t. . . Af plentern falcatum
43. . f Pwrw crenata 87. . . Adiantum caudatum
5. 1.
Dann folgte die kap'fche Flor: Rariorum afri*
canarum plantarum dec. 1 — 16., Amft. 1738,
1709.4. Hier finden wir:
Exacum albens t. 74* f. 4* • • &p* hyßop* fo-
ltern da f. f. 3. . . Scruthiola longißora Lam. 47* 1 •
. . S*r. anguftifolia daf. 5. . . Lobelia lutea 39. 1.
r . L hirfuta 4o. 2. . . Cyphia bulbofa 38. i. . .
Rhamnus Prinoides 88. . . Phylica ftipularis 43» 2*
• . PA. buxifolia 44« *• • • PA. capitata daf. 3. • »
Plectronia vtntofa 94. . • Diofma uniflora 46. 2. • •
D. pulchella daf. 3. . . Afclepias arborefeeds 1 3. . .
Stapelia mammillaris 1 1 . • . &. incarnata 7. 1 . . «
Rhus rosmarinifolia 91. 1. . . Arctopus echinatus
1. • . Drofera capenfis j5. 1. . . Croßiää coUtmna*
rU 9. 2. . . Cr, alternifolia 24. 1. . . Daphne
fquarrofa 49. 1. • • Gnidia foricea daf. 2. . . P^A
ßrina capitata 4& 5. , . P, ciliata 47. 2. . . JF\
Geich, d. Botanik« 2. ß, 1 4
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210 Sechstes Buch. ZwyUt Kapitel.
unißora daf. 1.2... ZygophyUum fpinofum 2. 2. . .
Cunonia capenfis 96. . . Cotyledon caryopkyllaeea
N. L. Burm. 17. . , C. fafcieularis 18. . . C. ma-
cronata Lam. 19. 2. . . C. tuberculofa Lam. 20.1.
. C. papillaris daf. 2. . . C. ungulata Lam. 22. 1 .
• . Grielum tenuifolium 53. . • Oxalis polyphylk
Jacqu. 27. 1» . . 0. flava daf. 4« • • 0. ru6*//a 28.
2. . . 0. oaprina daf. 3. . . ö. Burmanni 29. . .
0. pectinata 3o. 1 . . • Euphorbia Anacantha 7. 2.
• • Anamenia gracilis Venten. 5i. . . A. hirßud
Vent. 52. . • Selago rapunculoides 42- *• • • &
y^nr£a daf. 3. . . Antirrhiaum bicome j5. 3. . .
Hallera elliptiea 89. 1. . . if. /ucida daf. 2. • .
Heben fcreuia ciliata 4** t. • • Erinus fragransW.
49. 4*- • • & africanus 5o. l. . . Büchner a capen»
fis daf. 2. . . Pelargonium bifolium 35. 1. . . P.
longifolium 32. 2. . . P ferulaceum 36. 1. . . P.
tamofifßmum 34« 2. . . Monfonia tenui/olia 34. 1.
• . Aitonia capenfis 21. 2. • . Qeranium fpinofum
3i. . . Polygala umbellata jZ. 5. . . Pentzia /Za-
belliformis 68. 3. . . Gnaphalium mucronatum 66.
3. • . (?». coronatum 69. 3. . , (rn. grandiflorum
76. 1. . . , 6/1. petiolatum daf. 2. . . (/«• mariei»
mum 77. 2. . . Gvt. auriculaium 78. 3. . . 6«. <fo-
co/or 79. 4- • • Gn.ßellatum 80. 1. . . G«. im6ri-
catum daf. 2. . . <jn. notatum daf. 5. . . Elichry»
fum paniculatum 67. 1 . . . E. fpinofum daf. 3. • .
£. canefcens 68. 1. . . Arnica tabularis 55. . . if.
Gerbera 56. 1. . . if. pyrolaefolia Lara, daf, 2. . .
Araotis anthemoides 63. 2. . . if. dentata 64. . .
paleacea 65. 1. . . Ofieofpermum eil ia tum 61. 1.
• . 0. pißferum daf. 2. . . 0. Üicifoltum 62. . .
Olhonna denticulata Thunb. 5$. . . Ssoebe ghapha-
lodes 77. 1. . . ßjc/ea racemofa 84. 2. . . Her mos
depauperata 71.2.
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\
Ausbreitung botanifcher Kenntniffe durch Reifen, all
Weniger Lob veMient das Werk Albert Seba's,
> eines Oftfriefen und Apothekers in Amfterdam , (geb.
i665, f 1756). Eine köftiiche Sammlung aus al-
len drey Naturreichen, die er zufammengebracht,
verkaufte er an Peter I., aber er erfetzte fie durch
eine neue, deren Befchreibung: LocuphtVfimus re«
rum naturalium thefaurus, vol. 1 — 4«> Amft. 1734 —
1765. fol., mit 449 Kupfern, der Zoologe weniger
enthehren kann, als der Botaniker. Denn diePflaa»
zen 6nd gröfstentheils nach trockenen Exemplaren
fchlecht abgebildet: die meiften hatte, er aus dem
Beaumont'fchen Garten. Aber er verftand fie nicht
zu beftimmen, und wufste noch weniger, was neu
und was bekannt fey. Doch mögen folgende neue
darunter feyn :
Blairia glabella tom. 1. tab. 20. f. 1. . . Mo-
netia barlerioid*s da f. tab. 1 3. f. 1 . . . A mar y Iiis Bel-
ladonna daf. 17. f. 1. . . Erica urceolaris da f. 2 1. f.
I. . . E. baccans daf. f. 3. . . E. Sebana daf. f. 4.
.' . E. capitata daf. 20. f. 1 . . . E. nigrita tom. 2. t 9.
f. 7. . . E, tenuifolia daf. f. 8. . . E. calycina daf.
I I . f. 7. . . E. curviflora daf. 19. f. 5. . . Gnidia
pinifolia daf. 32. f. 5. . . Podaliria calyptrata daf.
99. f. 3. • . Oxalis grandiflora tom._i . t. 22. f. 10. ...
Mesembrianthemum pomtridianum daf. 19. f. 5. . . .
Pelargonium melananthon daf. 18. f. 4* • •* Rafnia
amplexicaulis daf. 24* f. 5. . • Liparia villofa daf. f.
1.2... Blichryfum fpecioßjfimum tom. 2.t.43. f. 6. . .
E. proUfer um daf. 89. f. 8. . . Leyffera gnaplialodes
daf. 66. . . Matricaria capenfis tom. i. 1. 16. f. 2. . •
Ofmice s afterifcpides daf. f. 4« • • 0. camforina daf.
90. f. 2. . . Seuecio dentatus dat. 22. f. 1. . . Adian-
tum lanceum tom. 2. t. 64. f*. 7. 6. . . Fucus caul*fcen$
Gmel. tom. 5. t.92. f. \\. . . F penuilliformts daf. 98.
f. 1 . . . F. Acinaria daf. 1 o 1 . f. 5. . . F. verficotor
daf. 102. f. 1. 2. • • f. bractcatus daf. io3. f. 1.2.,
14 *
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'413 Sechstes Buch. Drittes Kapitel*
Drittes Kapitel.
ünterfuchung vaterlän difcher
/ Pflanzen.
Ünter den Deutfchen diefer Zeit ward das Stu.
diura vaterländifcher Pflanzen mit nicht Kinderliebem
Olücke betrieben. Die märk'fche Flor bearbeitete
nach Tournefort's Syftem Mart. Dan. Johrertius, Prof.
zu Frankfurt an der Oder, (f 1718). Sein Vademe-
cum botanicum, Colb. 1710.8., ift eine für die da-
malige Zeit ganz gute Anleitung, Gewächfe zu er«
kennen und zu beftimmen.
Thüringen und felbft den Harz hatte Henr.
Bernh. Rupp aus Giefsen , fleifsig durchforfcht. Oh«
ne ein Amt anzunehmen, brachte er fein Leben in
Niedrigkeit und Armuth hin, bis er zu Jena 1719
ftarb. Auch hatte er nie etwas herausgegeben. Sei«
ne fehr nützlichen Bemerkungen über die Jenaer FJor
liefs zuerft Joh. Henr. Schutte 1718, dann vermehrt
Frölich 1726 drucken. Vorzüglich bereichert und
mit fchönen Kupfern verfehn, gab fie Haller Jen.
1745. 8. heraus. Man findet hier abgebildet: Afyr-
rjüs aurea , Allium arenarium , Gypfophüa fafiigiata,
Lythrum Hyffopifolia > Limofrlla aquatica , Uff perlt
ittodorcty Lactuca faligna, Senecio fylvaticus, Orchis
variegaca.
Die hallifche Flor ward von Abr. Rehfety im
„Hodegas botanicus, Hai. 1 7 1 7. 8. „ , und Joh. Chrift.
Buxbaum in der „Enumeratio plantarum, Hai. 1721.
„, bearbeitet. Der letztere leiftete mehr als feine
Vorgänger, fügte auch Abbildungen von Chenopo-
dium urbicum , Geaftrum rufefcens u. f. w. bey.
Unbedeutend find Dav. Wipacher's flora h'pfien»
fis, 1726.8., und Henr. Jul. Meyenburg s flora ein*
beccenfis, Gott. 1712. 8. Die Pflanzen um Karls-
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Unterfuchung vaterländifcher Pflanzen. 313
bad zählte Chrift. Henr.Erndtel, polnifcber Leibarzt»
(f 1734,) auf. {Act. nat. cur. 3. app.p. i35. t) Ei«
nen magern, Katalog der um War Ich au wild wach-
f enden Pflanzen gab derfelbe im Viridaritun warfk»
vienfe, 1 jZo. 4« Ein Jefuit, Gabr. Rzaczynski, trug
viei fabelhaftes von polnifchen Pflanzen in der „Hi-
ftoria naturalis regni Poloniae, Sandomir. 1721. 4«
Auctarium Gedan* 1736. 4*»> vor. Sogar Cedern
und Ingwer giebt er als einheimifche Pflanzen an.
Die preufsifche Flor nnterfuchte nach Löfel
Georg Andr. Hellwing, Prediger zu Angerburg, (geb.
1666, t 1748). S eine „Flora quafimodogenita 9
Gedan. 1712. 4.,,, erläutert manche Pflanzen durch
Kupfer: als Cliara vulgaris p. 3i., Evonymus latifo*
litis daf. , Pedicularis Sceptrum p. 3g. , Polygala ama*
ra p. 4o. Dann gab er ein: „Supplementum florae
prufßcae, Gedan. i726.4M„ wo, aufser vielen Moo-
fen, auch Campanula pyramidalis* Dracocephalum
Ruyfchiana , Cnicus Erifuhales vorkommen«
Ueber die elfaffifcbe Flor erhielt man, nach
Mappi , von Franz Balth. Lindern einen „Tournefor*
tius alfaticus, Argent. 1728. 8.,,, und einen „Hör-
tus alfaticus, 1747- Zu den feltenern Pflanzen
gehören: Ifnarda palufiris , To urnef. alfat. p. 11 5.
b., Möhringia mufcofa, hört. t. 8., Lindernia Pyxi»
daria, Tourn. alfat. p. i56. g., Myagrum dentatum>
p. 94. a., Laikyrus Nißolia, hört. t. 3.
Mittelmäfsig find Joh. Georg Duvernois, Prof.
in Tübingen, „Defignatio plantarum circa Tubin*
genfem arcem nafcentium, Tubing. 1722. 8.„, und /
Job. Dieter. Leopold'* „Deliciae filveftres florae ul-
menfis, Ulm. 1728.8.,,.
Trefflich ward die herrliche Flor der Schweiz
unterfucht. Joh. Jac. Scheuclizer, des oben ange»
führten Johann Bruder, Prof. zu Zarich, (geb. 1672,
t »733,) hatte feit dem Jahr 1702 alljährlich Reifen
Google
2i4 Sechstes Buch. Drittes Kapitel.
durch Helvetien unternommen, und gab Hie Be-
schreibung «^rfelben 172*5 unter rlemTitel: „Oüp«<ri-
(pciTtf helveticus f. ltinera per Helvetiae alpinas re-
giones, LB. 4->** Es ^,nf* hier* mehrere Pflanzen
befrhrieben unl ahgebiUet, als: Poa fupina it. 6. p.
458 t. »7., Phytrwva S huchzeri p. 460., Ph. ova»
tum p. 5 18., Jumus Jacquini it. 1. t. 5. f 2., Ra*
rtunculus glarialis it. 2. t. 20. f . 1 . , Artemifia vallefia«
ca it. 1. t. 3. f. I«, Achillra mofchata it. 2. t. 21. f.
3. Er wollte eine vollftändige Gefchichie der helve»
tifchen Flor bearbeiten, unr! Abbildungen in blofsen
Umriffen dazu geben; aber es ift nichts herausge-
kommen.
Die gröfsten Verdienfte um die helvetifche Flor
erwarb ficb/fer grofse Alb. von Hallrr, (geb. 1708^
t l777)* Um feine fchwächliche Oefundheit zu be-
feftigen und aus Hang zur herrlichen Natur feines •
Vaterlands unternahm er von feinem ?wanzigfren bis
in fein acht und zwanzigftes Jahr alljährlich Wande-
rungen auf die Alpen: feine Begleiter waren Joh.
Gesner, Bened. Stähelin und der treffliche Sammler
Thomas. Auch Joh. Jac. Huber, Ahr. Gagnehin
und Werner de la Chenal theilten ihm ihre Samm-
lungen mit. So brachte er einen faft vollftSndigen
Vorrath helvetifcher Pflanzen zufammen , die er kri-
tifch prüfte, die Synonymieen verglich, und fie nach
einer eigenen natürlichen Methode ordnete. Aufser
der natürlichen Verwandtfchaff dienten ihm die Ver-
hältniffe der Staubfaden zur Norm der Eintheilung.
Die Arten unterfc.hied er auf das forgfültigfte, und
gab fo trefflich die Charaktere an, dofs diefe als Mu-
fter auffjfftellt werden können. Aufcer dem Progr.
„De methodico ftudio botanices absque praeceptore,
Gott. 1706. 4-»« in Opusc. bot. p. 55. f., den Ob-
ferv. botan. ex horro et agro gottingenfi in Commen-
tar. foc. gott. |. p. 201. f. 2. p. 307. f., der Enume-
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Unterfuchung vaterländifcher Pflanzen. ai$
ratio plantarum horti et agri gottingenfis, daf. 1753.
8., feinem Iter helveticum , Gott. 1740. 4«> un l in
Opusc. bot. p. 167., feiner Reifebefchreibung durch
den Harz in Opusc. bot. p. 75. f., feinen Program-
men über die Veronicas aJpinas, Gott. 1737. 4» > fei-
ner Abhandlung über die AJJia, in Opusc. bot. p.
32t. f , und feinen Beobachtungen über ßartfia alpina
(Scähelina montana, Commerc. lit. /Vor. 1735. p. 92.
f.) und die Pedicularis Arten, (Disfi de Pediculari-
bus refp. Richers, Gott. 1737. 4«)> müffen wir vor-
züglich fein unfterbliches Werk über die helvetifchen
Pflanzen (Hißoria ßirpium Helvetiae indigenarum%
tom. 1 — 3., Bern. 1768. fol.) nennen, in welchem
fich die umfaffenclfte Kenntnifs mit dem rühmlichffen
Scharffinn , die feinfte Beobachtung mit der feltenften
Gelehrfamkeit verbinden, um es zu einem unver-
gänglichen Denkmahl des grofsen Geiftes zu machen.
Es find 2486 Pflanzen befchrieben, darunter mehre-
re Orchideen mit aufserordentlicher Kunft darge-
ftellt find. Auch mufs man die Abbildungen folgen-
der Pflanzen rühmen:
Veronicafruticofatzb.xS. . . Arelia helvetica
und alpina tab. 11. . . Laferpuium hirfutum 19. . .
Arenaria tenuifolia (7 Alfin e mucronatä L. ) und A*
multicaulis 17. . . Saxifraga mutnta 16. . .
mufcoides Wulff.; it. helv. 1 . t. 1. . . Cherletia Se-
doides daf, . . Pedicularis recutita 8. f. .2. . . P.
verticülata 9. f. 1. . . P. (über ofa >o. , . P. gyro»
ßexa 11. . . Oxytropis campeßris Candoll. i3. . .
Qx.uralenßs 14. • • Inula Vaillantii 2. . . Cnicus
fpinofifßmus 5.
9
Frankreichs Pflanzen wurden in diefem Zeital-
ter, aufser von Jof. Garidel^ Prof. zu Aix, (geb.
'659, t 1737,) von Niemanden unterfucht. Die
4i6 Sechstes Buch, Drittes Kapitel,
an Pflanzen reiche Provence war fchon vielfältig
durchforfcbt, und Garidel fam miete blofs in alpha-
betiicher Ordnung das Bekannte. „ Hiftoire des
plantes, qui naiffent autour d*Aix« 1715. fol „, ift
der Titel des Werks, worin man biofs Eupliraßa
vifcofa t. 80-, Quptcus coccif*ra t. 53. und Iöeris
nifolia t. io5., als zum erften Mahl dargeftellt, findet
Was die italienifchen Botaniker betrifft} fo be-
fchrieb' ?uvörderft Job. Hieron. Zannichelli, Apothe*
ker in Venedig, (geb. 1662, f 1729,) die Pflanzen
/ um Venedig , Verona, lftrien und auf den euganei*
fchen Bergen. Nach feinem Tode kamen : „lftoria
delle piante, che nafcono ne' lidi intorno a Venezia,
1735. fol.,,, und „Opuscula botanica pofthuma, tonm
Venet. 1730. 4m>> heraus. In jenem Werke
werden die Pflanzen in alphabetifcber Ordnung, nach
Tournefort's Syftem aufgeführt, und durch ziemlich
fchlechte Kupfer erläutert.
Auch JuJ. Poniedera hatte fleifsig die Gegenden
um Verona, Mantua, den Baldo und die euganei-
fcben Berge durchfucbt. Das Refultat feiner CJnter-
fuchungen machte er in „ Compendiom Ubularum
botanicarum, Patav. 1718.4,, bekannt.
Anti Tita, Vorfteher des Maurocenifchen Gar-
tens, befchrieb im „catalogus borti Mauroceniani,
Patav. 1713. 8.,, mehrere Pflanzen, die er auf den
Alpen von Trident gefunden.
Auch in Grofsbritannien machte das Studium
der vaterländifchen Pflanzen keine bedeutende Fort-
fchritte.
Kaleb ThrelMd, Arzt zu Dublin, (geb. 1676,
f l728,) gab eine: „Synopfis ftirpium hibernica*
1
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Untorfuchung vaterländifcher Pflanzen.
2I7
nimt Dubl. 1727- o.<„,* worin zwar die irlä'ndifchen
Pflanzen, mit C* Bauhin's Benennungen aufgezählt
werden, aber unangenehm find feine Kritiken Ober
Ray und Dillenius.
Job. Blarkfione, Apotheker in London, (f 1753,)
benutzte die Hülfe feiner Freunde Dawfon, Watfon
und Vernon, um die feltenern Pflanzen Englands 7u
befchreiben. In dem „ Specimen botanicum, quo
plantarum plnrium rariorum Angline indigenarum
loci natales illuftrantur , Lond. 1 74 1>- £>•,>• Epime-
dium und Statice reticulata kommen hier zuerft von
Auch die Pflanzen um Harefield in Middlefex be-
fchrieb er in dem: „Fafciculus plantarum oirca Ha«
reheld fponte nafcentium , Lond. ijZy. 12.,,.
Karl Deering endlich, ein Sacbfe, Arzt zu Not-
tingham, (f 1749,) untcrfuchte die Pflanzen jener
Gegend* Es erfchien : ■ „ A catalogue of planta grow-
ing in diverfe parts of England, 1738. 8. und
nach feinem Tode: „ Nottinghamia vetus et nova,
»75»- 4-i»* m
In Schweden erfchienen zwey dürftige Katalo-
ge: von Job. Linder, (Edlem von Lindenftolpe, Arzt
zu Stockholm, (geb. 1678, f l724,): Flora Wiks-
bergenßs, Stockb. 1728. 8., und Ol. Celftus, Prof.
zu Upfala, (geb. 1670, t »7^6,) Verzeich nifa der
Pflanzen jener Gegend, {Act. liter.fiiec 3. p.g. Stock»
holm acad. liandL 1740. p. 3o5.).
Endlich erfchien eine Naturgefchicbte von Nor-
wegen von Jonas Ramus, Prediger zu Norder ha ug:
„Norriges befkrivelfe, Kiob. (1735.) 4»»> ö'ie Pon-
toppidan nnd Gunner benutzt haben«
»
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21 8 ' Sechstes Buch. Viertes Kapitel.
Viertes Kapitel.
. Botanifche Gärten.
•
Die berühmteften Gärten in diefer Zeit wart
die engländifeben. Wir haben des Chelfea - Gartens
fchon erwähnt. (S. 110. in.) Deffen Vorftehet
war von 1722 — 1789 Ifaac Rand, der alljährlich
der SocjetSt der Wiftenfchaften ein Verzeichnifs der
dort gezogenen Pflanzen einreichte. (PhiL transact,
vol. 02. n. 376. 33. n. 388. 34 n. 3g,5. 35. n. 39g.
40. n. 445. 447- 41- P- l» 29t. 4<>6.) Auch kamen
dergleichen Verzeichniffe 1700 und 1739 einzeln
heraus. Ihm folgte Jof. Miller, von dem gleichfalls
Kataloge in den Philof. transact. vol. 45« a. 474*
476. vol. 44. n. 48o. 484«; dann Job. W ilmer, deffen
Kataloge ebenfalls in den Philofi transact. vol. 46.
p. 33 1. 47- p« *66. 396. vol. 48« p. 110. flehen, und
endlich der berQhmtefte Gärtner feines Jahrhunderts,
Phil. Miller, (geb. 1691 , f »77» deffen „Garde-
ners dictionary„ zuerft 1731 herauskam, und noch
heute,' in immer neuen Auflagen -das vorzüglichfte
Werk diefer Art ift. Befonders find die Kupfer der
feltenern Pflanzen ganz vorzüglich : „ Figurcsof plants,
de/cribed in the gardienert dictionary, vol. 1. 2. Load.
1760. fol.„. Wir heben folgende Pflanzen aus:
Sahia paniculata t. 2 25. f. 1. . . Ixia grandi-
flnra t. 237. . . /. bulbifera t. 236. f. Z. . . /. fl*
xuofa i56. 2. . . /. erecta i55. 2; . . L crocata
2^9. 2. . . Gladiolus Cunonia Gärtn. 1 1 5. . . 67.
recurvus 235. 2. . . GL angufeut i4^. 2. . . Ol.
Milleri Ker. 4o. . . Babiana firicta Ker. i55. 1. . .
Moraea iridioides 239. 1. ... J/v$ ochroleuca 1 54-
. . Polemonium reptans 209. . . Perba/cum Boer-
haavii 2jZ. . • Nicotiana pufilla i85. 2. . . Phy fa-
llt arborefeens 206. 2. . . ^Ma bifpinofa 3oo. . •
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Botanifche Gärten. „ 219
Vinca rofra 188. . . Paftinaca Srcacul 2ßft. . . fi-
hurnum nudum 274» • . Linum pe renne 166. 2. . .
Hypoxis decumberts ±. . . Ornithogalum ehyrfoi»
des 192. . . Anthericum elatum 56. . . if/o¥ ma-
culata 292. . . 0**othpra parvißora 189. 1. . •
0*n. pumila 188. 1. . . Rheum compactem 2 18. . *
Saxifragä umbrofa 141. 2. . • Phytotacea iosandra
207. • . Bauhinia aurita 6if . , Refeda ndoracä
21 7. . . Triumfetta annua 298. . . Prunus pumU
lä 89. 2. . . Pyrw* prunifolia 269. . . letrago*
nla decumbens 263. 1. . . /tafaf* canadenfis 223. „ .
Hydraßis canadenfis 285. . . Phtomis NiJJolii 20^
• . PA/» Leonltis 162.'. ■ Martyniä probofrtde*
286. . . Vuex incifa 2j5. 1 . . . Ricotia aegyptia*
ca 169. . . Melochla depreffa 5. 2. . . Polygata
Senega daf. 5. . . Aftragalus alopecuroidet 58. . . -
Hypericum olympicum 1 5 1 . 1 . . . //. monogvnum
daf. 2. Andryala Jahata 146. 1. . . Conyzapm*
tula 247. . . Cineraria Amelloidfis 76. 2. . . (ror- -
feria regen* -49* . . Rudbekiu angußifolia 224, . .
Calendula fr utieofa 285. . . Üthonna cheirifolia 245.
. . Pinns halepenfis 208.
AHe feine Vorgänger Obertraf aber Jeh. Jac. Di/- »
te/m/j in Befchreibung, kritifcher Beftimmung und
Abbildung der Garten* Pflanzen. Wir wiffen, (S. 167.)
dafs Dillenius AufTeher des Sherardfcben Gartens in
Eltham war. Er lieferte einen: Hortus Elthamenfist
Lond. 1752. Fol., der alles übertraf, was man bis
dabin in der Art gefebn hatte. Richtigkeit der Zeich-
nungen, Sauberkeit des Stichs, den er felbft befnrg-
te, Genauigkeit der Befchreibungen , Sorgfalt in der
Anfftichitng der Synonyme; alies vereinigte ftch, um
dies Werk zu dem vorzOglichften feiner Art zu erbe-
ben. Der Umfang der Wiffenfchaft ward durch die
Kenntnifs folgender Pflanzen erweitert:
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8*0 Sechstes Bach. Viertes Kapitel.
Canna glauca t. 59. • . Olea capenfis 1. 160. . .
Salvia mexhana t. 254- . . Iris verficplor i55. f.
187. . . 1 ¥*«l*a trifoliata 122. . . Heüotropium
pa/vißorum 1^6- . . Phlox paniculata 166. f. 200.
• , Phl. gl a bei rima daf. 202. • . Convplvulus objm*
rus 83. f. cp. . . C. hederaqeus daf. f. 96. . . C.
Carolinas 84. f. 98. . . C panduratus 85. f. 99. . ,
Ipomo+a glaunifolia 87. f. 101. . . /. lacuno/a daf.
f. 102. . . /. tamnifolia 3 i8. f. 414* • - Ipomopfis
elegans 'Michail x. 241 • • • Lonicera Symphoricarpos
278. . . Trioßeum perfoliatum 293. . . Pty/ai«
pruinofa 9. . . Ph. vifcofa 10. . Solanum com-
pechienje 268. . . <S. Carolinen/* 269. . . <S. oone-
rienfe 272. . . Cefirum diurnum i54- • • Jacqwr
nia rufcifolia 1 23. . . Cordiä Pacagonula 226. , .
Sideroxylon inerme 265. . . Äi6e* ßoridum 244-
jR. oxyacanthoides 109. . . Achyranthes radicans
Cav. 7. . . Cynanchum fuberofum 229. • . 4/c/!ff-
piaf purpurafcens 28. . . Chenopodium anthelmin»
ehicurn 66. 76. . . CA. multifidum daf. f. 77. . .
Gorttphrena perennis 20. f. 22. . . PfcyUis ZVoWa
2 99* • • Rhus radicans 29 1. • . Portulacaria afra
101. . . Craßula cultrata 97. . . C. ci/iata 98. f.
116. • . C. nudicaulis daf. f. 11 5. . . C. orbicula*
ris 100. f. 118. . . C. pellucidä daf. f. 119... Ha*-
manthus puniceus i4o. . . Pancratium mexicanum
222. . . Eucomis regia 92. 93. • . Hypoxis feffilis
220. . . Antliericum frutefcens iZ 1 . . . A. aloides
a32. f. 3oo. . . Atraphaxis undulata 32. . . Ä«-
m?x dentatus i58. f. 191. . . Oenotlvera molliffima
219. . . Rheum Ribes i58. f. 192. . . Saponaria
orientalis 167. . . Saxifraga grönlandica 2o3. f.
329. . . Dianthus caefms 298. f. 585. . . -Stene
cerafioides Sog. f. 397. . , £• anglica daf. f. 398. . .
5. pendula 3 12. • . 5. antirrhina 01 3. . . S. rw-
ie//a 3 14. f. 4o6. . . S. crefica daf. f. 404. . . &
»
1
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Botanifche Gärten. 221
, p
inaperta 3i5. f. 4<>7- • * ^ Behen Ziy. f. 4p9- . .
Cotyledon hemlfphaerica g5. f. 1 1 1. . . C. ferrata
daf. f. 112. . . Sedum hifpanicum 256. f. 332. . .
Oxalis Dülenii Jacqu. 221. . . Ceraftium perfoliatum
217. . . Euphorbia mauritanica 289. . . C actus
Tuna 295. f. 38 o. . . Mesembrianthema linguaefor-
m* i83. . . latum 184. f. 225. . . obliquum 1 85.
f. 226» . . longumdsS. f. 227. . . rojtratum 186.
f. 229. . . bellidißorum 189. f. 233. rioctißo*
rum 206. . . tuber o/um 207. • • ftipulaceum 209.
. . lorewn 200. . • verruculatum 293. . . fei/pi*
, dum 214. • • glomeratum 21 3. f. 276. . . /*rra-
mm 192. . . fcabrum 197. f. 25 1. . . brdcteaeum
daf. f. 249» • • ßlamentofum 212. f. 273« . . aci-
naci/orme 21 1 . 212. . . Aizoon hifpanicum \ 17. . .
2fo/a tocufa 245. f. 3 16. . . Ä. pendulina daf. f. 317. «
. . Rubus occidentalis 247. . . Fragaria chilornßs
120. . . Papaver nudUaule 224. . . Cifius furreia-
nus i45. f. 172. . . C. marifolius daf. f. »73. . .
Clematis Viorna 118... C/. cri/Jia 73. . . C/. orien»
ialis 119.. . Cimicifuga Serpentaria 67. f. 78.
Aiuga orient alis 53. . . Hyptis radiata j5. • . '
Trichoßema brachiatum 285. . . Lantana meliffae*
folia 57. f. 66. . . Verbena bonarienßs 3oo. . .. K
caroliniana 3oi. . . V. rriexicanaZoi. • . Rueüia
ftrepens 249. . . ü. ciandeftina 248. . . Lepidium
bonarienfe i.86. . • Iberis gibraltarica 287. . . Si-
fymbrium hurftfolium 148. f. 177. . . 5. monenfe
III. . . Hermannia lavandulifolia i47k • . ^ty#-
y?ora VefpertÜio 137. . . Erodium glaucophyllum
124. . • Pelargonium hybrtdum \z5. . . P- carno-
(um 127. . . P. odoratißimum 1 3 1 . . . Geranium
maculatum i32. . . G. bohtmicum i33. . . (7. ca- - *
rolinianuni i35. . . S/zia Dilleniana 2. . . 5. occi-
dentalis 6. . . £. alnifolia 172. f. 21 1. . . Malva
abutiloides 1. . . M. virgata 169. f. 206. # . JH
• ■ *
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, Digitized by Google
222 Sechstes Buch» Viertes Kapitel.
groffulariaefoHa da f. f 207. . . Hibifcus fieulneus
. . Rafnia p*rfoliuta 1 02. f. 12;. . . Pha-
feolus he/polus 253. f. 3oo. • • Ph. vexWatu* 23 4.
, . Pä* a/afwi 235. f. 3o5. . . PA. radiatus daf. f.
3o4» . • . GlycineSomento/a 2G. f. 29. . . Clitotia
virginiana 76. . . Hedyfarum maculatum 141. . .
H repens . . volubtle i43. . • //. mari-
latid'rcum i44* • • A/tragalus carolinianus 39. . .
Hypericum olympicum i53. f. 181. . . Vernonk
gtapca 262. . . Cnicus altiffimus 69. . . 2fo&»*j
pilofa 43. . . B. nodijlora 44- • • Melananthera
ha tata Mich. 46. f- 54- . • Cacalia papillaris 55. . .
Chryiocomafcabra 88. f. 10 3. . . Kuhnia eupatorioi-
des 89. . . Artemißa tenuifolia 33. . . Gnaplialium
rudlans 107. f. 127. . . Gn. undulatum 108. f. 1 3o.
. . Gn. purpureum 109. f. 1^2. . . Elkhryfum re-
ioreum 322. . . Erigeron carolinianum 5o6. . . £.
bonarienfe 2.5-j. . . ConyZa marilandica Mich. 88.
f. io4- • • C. camforata Purfh. 89. f. io5. . .
Senecio Pleudo-china 258. f. 535. ... 8 hafiatus
i52.f. 184. . . «S coriaceus 10 5. . . S fct/imi/b-
lius 104. . . Alter chinenfis 34. ... . A folielofus
55. . . A. multißorus 36. f. 4o. . . Solidago afp**
ra 3o5. f. 592. . . S. cambrica 3o'6. 390. . . S.
lanceolata daf. f. Sy J» • • S caefia ?>oj. . . S. ru-
go/a 5o8. 5g6. . . Tetragonotheca helianthoid*s 283.
. . Tagetes minuta 280. . . Silphium dßrrilcus
37. . , Othonna arborefeens 1 o3. . . Bryonia ßci?
folia 5o. . . Menifpermum virginicutn 178. . . Ctif*
fortia Üicifolia 01.
Der Univerfitäts Garten zu Cambridge blühte
unter der Auf Geht Jon. Martyns (geb. 1 699, f 1768)
vorzüglich. Martyn hat fich nicht blofs durch feine
Erklärungen des Virgil, als einen gelehrten Kenner
des Alterthums, fondern auch durch feine „Hiftoria
plantarum rariorura, dec. 1 ~ 5. 1 728 — ijoz. fol.»,
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Botanircfae Gärten* * aa*
■
als einen feinen Kenner der Pflanzen gezeigt. Dies
Werk enthält köftJiche AbbiJdungen von Gewächfen,
die Huyfum geinahlt und KirkaJi geftochen. Darun-
ter find mehrere ne'ue:
Maranta arundinacea p. 3p,.*. • Parietaria po-
lygonoides W. p. 8. . . Phlox Carolina 10. . . Gro-
nvvia fcandens 4<>. . . Turner a ulmifolia 49. • •
Crajfula fcabra 2$. . . Pancratium caribaeum 27.
. . Podaliria alba 44» • • Caffia Ugußrina 21. .
C. mar Handle a 2 3. . . Mesembrianthemum frlinum
3o. . . Prunella penfylvanica W. 4. . . Antirrhi-
num trifte 35. f. 2. . • Martynia diandra 42- • •
Cfrome vijcofa 25* . . C/. acute ata 45. • • Pn/7f-
y/ura ferratifolia 56. . . P. cuprea 37. . . P- Wo-
fericea'5i. . . P. lunata 52. . . Erodium chiurn
4* • • E. laciniatum 19. . . Pelargonium in quin ans
3. . . P. papilionaceum i5. . . P. cueullatum 28,
, . crifpa 29. . • Malva caroliniana 34. .
After grandißorus 19. . . Solidago altifßma 14. . .
Helianthus atrorubens 20. . . Coreopfis lanceolata
26. • % Miller a quinqueßora 41 . . . M bißora 47.
f. 1 . . . Cymbidium verecundum 5o. * . Cr o ton /a-
Witf 46. . . Phyllanthus Niruri 9. . . Fiica* po-
lypodioides 32. f. 1. . . F. felaginoides daf. f. 3. . .
F. ceranoides f. 6.
' Unter den italifchen Gärten waren die zu Pjfa
wnd zu Florenz die berühmteften. Jenem ftand Mich«
Angel. 7*7/i vor, der einen Theil von Alien und Afri«
ca gefehen , und unerraüdet in der Sammlung frem-
der Ge wachte war« Sein „Catalogus plantarum bor-
ti PifaTii, Flor. 1723. fol.„, enthält, ohne genau«
Befchreibungen , doch einige neue Pflanzen:
Knautia propontica 48. . . Rumex aegyptiacus
57. f. 1. . . Medcola anguftifolia 12. f. 2. . , £«-
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*
224 Sechstes Buch. Viertes Kapitel.
genta uniflora 44. . . Antirrhinum cirrhofum 38. f.
2. . . P largonium fulgidum 26. . «' Malta She*
rardiana 55. f. 2. . , Phaca Gerardi VilJ. 14. f. 1.
. . Ph alpina da f. f. 2. . . Cynara acaulis 20. . .
Anthemis alpina 19. f. 1. . . Centaurea cichorwa
27. . . Zamia pungens 4/>- • • Acacia peduncuiaia
W. 1. f. 2. . . Woodwardia radicans? 24.
Vom Garten zu Florenz hatte der treffliche Mi»
cheli einen „Catalogus plantarum horfi florentini»
bioterlaffen, den Targioni nach M's Tode heraus-
gab: Flor. 1748- fol.
Einen reichen Garten hatte der Senator Job*
Franz Mauroeenl zu Padua eingerichtet» deffen Ver-
eeichnifs AoL Tita 1 7 1 3- 8. herausgab.
Die Gärten Deutfchlands waren unbedeutend.
Die Pflanzen des Wittenberger Univerfitäts- Gartens
wurden von Job. Henr. Heucher t Prof. dafeibft , (geb.
1677, f 1747») dreymal verzeichnet. „Index plan«
tarum, Witteb. 171t. 4*» unc* »Novi proventus,
1713. 4- find die Titel tiefer Verzeichnitfe. Auch
Heuchers Nachfolger, Abr. Vat»r> (geb. 1684, t»75i>)
gab dreymahl Verzeichnitfe (1721» 1724 und 1738)
heraus.
In Leipzig machte ein Prof. der Medicio, Au-
guft Friedr. Walther, (geb. 1688, f 1746,) feinen '
Garten bekannt, indem er eine „Defignatio planta«
rumhorti, Lipf. 173?. 8. n herausgab. Hier ßnd:
Fagara tragodes t. 5. f. 1 . , Parkinfonia aculeata 1. 1 3.,
Schotia fpeciofat. 2., Sileae gigantea t. 11., Sifynh
brium altißimum t. 22., Berkhey a fruticofa t. 7.,
Eriacephalus a/ricanus t. l., 2to/?»a Tervamora t. 10^
Cucumis Dudaim t. 21. und Anthofpermum acthiopi-
cum t. 9. abgebildet.
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» - ^
Botanifche Gärten* 323
- *
• » »
< • ■
Ein groftes Werk, welches ausgemahlte Abbil-
dungen von Garten - Pflanzen enthält, unternahm
Joh. VVilh. Weinmann , Apotheker in Re^ensburg.
Er gab ihm den Titel: „Phyfanthoza- iconographia,
vol. 1 — 4. Ratisb. 17^7 — 174^. fol„. Den TVxt
fchrieben Job. Georg Nicol. Dietrich und Ambrof.
Karl Bieler: die Künftler, unter denen Ridinger der
bekanntefte, fahen mehr auf Glanz der Farben , als
auf Treue der Zeichnung. Der Wiffenfcbaft hat dies
Unternehmen keinen Oewinn gebracht.
Zu gleicher Zeit fuchte Job. Hieron. Knipkqft
Prof. zu Erfurt, (geb- 1704, f »762,) die alte^Kunft,
Pflanzen - Abdrücke mit Buchdrucker- Schwärze zu
liefern, wieder hervor. Beckmann findet Spuren
diefer Kunft im fechzehnten Jahrhundert. (Gefch. der
Erf. 1,517.) Knipbof' ftellte auf diefe unvollkom-
mene Weife, in Verbindung mit dem Buchdrucker
Trampe in Halle, eine Menge Pflanzen dar. Das
Werk führt den Titel: „Botdnica in original], cent.
1 — 12. Hai. 1757— 47^4« fol. „•
»
• Fünftes Kapitel.
Unterfuchungen über den Bau und
die Verrichtungen der Theile.
Die grofsen Meifter in der Zergliederung der Ge-
wächfe, Grew, Malpighi und Leeuwenhoek, fanden in
diefem Zeitraum wenig Nachfolger. Man begnügte fich
faft nur mit chemifchen Erläuterungen, mit Beftim-
xnung der Gefetze der Bewegung und mit Beobach-
tungen einiger Vorgänge in der Pflanzenwelt, weiche
zur Erläuterung der Gefetze dienen konnten. Der
Gebrauch der Mikrofkope kam in Verfall, und wur-
de fogar fo verdächtig, dafs Fontenelle, <ter berühm-
te Wortführer der parifer Akademie, im Jajir 1711
Geich, d. Botanik, *. ß, 1 5
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226 Sechstes Buch. Fünftes Kapitel. Unterfuchungen
Jagen konnte, die Lehre von den Tracheen <fer Ge-
wächfe fey fehr -zweifelhaft: denn die Mikrofkope
zeigen oft nur das, was der Beobachter fehn wolle»
(Hi/t. de t acad. de Paris? 1 7 1 1 . p. 43. ) Job. Hieroo.
Sbaraglia , Prof. zu Bologna, (geb. 164», + "7*0,)
fuchte ebenfalls nicht bJofs Malpighi's Entdeckungen,
fondern überhaupt den Gebrauch der Mikrofkope
verdächtig zu machen, um fogar das Dafeyn der
Schraubengänge und der Strahlengänge von der Rin-
de zum Marke zu läugnen. (Oculorum et meruis vi*
giliae, Bonon. 1704.4 ) Und, da Mal pighi's Scha-
ler, Lucas £erranuova und Horaz de FJorianis, ihren
Lehrer vertheidigteo , (Eplfiola, in qua errores Sba-
ragliae ofienduntur , Rom. 1705. 4.); fo verantwor-
tete ficb Sbaraglia auf eine nicht fehr würdige Weife.
( Raccolta di queßioni intorno ä cofe di botanica etc.
agitate gta tra 7 Maipighi e lo Sbaraglia » Bologn.
1723. 4«)
In Öeutfchland wurden Orew's und MaJpighi's
herrliche Entdeckungen nicht einmabl aligemein be-
kannt, gefchiveige, dafs man fie hätte weiter verfol-
gen oder berichtigen follen.
Joh. Georg Wilh. Starcken verth eidigte zu Helm-
ftedt eine Differtation: „Gyros convolvulorum evol-
vere tentabit, Helmft. i7o5.4-»i worin er den fchie-
fen Stand des Pflänzchens zwifchen den Kotyledonen
als Grund des Schlingens der Pflanzen angiebt, ohne
zu bedenken, dafs bey den Chenopodeen und Atri-
pliceen der Embryo fogar gekrümmt und das Pflanz-
chen, wie auch bey Jufticia, ganz fchief geftellt ift,
obgleich die Pflanzen gerade aufrecht wachfen : dage-
gen eine Menge'Schlingpflanzen einen geraden Sund
des Embryons zwifchen den Kotyledonen zeigen.
Der grofse Philofoph, Chriftian Wolff, Prof.
zu Halle, (geb. 1^79, f i754j) war der einzige
Deuffche, djtr Beobachtungen und Verfuche über
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über den Bau und die Verrichtungen der Theile. 227
die Natur der Gewächfe anheilte. Seine „ Vernünf-
tige Gedanken von den Wirkungen der Natur, Hai»
Je 1723. 8.,,, enthalten auch eine Theorie vom Bau
der Gewächfe. Die fch ein baren Fafern der Gewäch-
fe halt er für zufammengefetzt aus ZeJIen und Schlä-u-
chen. Die eigentümlichen Saftbehälter in der Rio*
de kennt er , und nimmt dje eigentlichen Schrauben*
gange im Splint an. Diefe fahren Luft, fo wie die.
Strahlengänge voo der Rinde zum Marke die Nah»
rungsfäfte. Uiefe vergleicht er daher mit den Blut»
gefafsen, die Schratibengänge mit den Luftröhren ,
und die Zellen mit den Drüfen derThiere. Welche
Urfache die Säfte anlocke, auf welche Weife fie zu-
bereitet werden, gefteht er nicht zu wiffen,: eine Art
von Gährung möge wohl dabey vorkommen. Auch
das, was die Pflanzen ernähre, fey ein Urftoff der
Erde und der Luft, der nicht bekannt fey: wenig«
ftens feyn es keine Salze. In der Markfubftanz lie-
gen Keime zur künftigen Pflanze verborgen, die man
mit dem Saamen vergleichen könne.
N Wolff wandte auch die Luftpumpe an, um den
Gehalt an Luft in jedem Theile der Pflanze zu ent-
decken. Bernhard Nieuwentyt hatte üe zuerft in der
Art angewandt, dafs er Aefte von« Rüftern in Seifen-
fieder - Lauge tauchte, weil diefe keine Luftblafen
bildet, und dann die Luft auszog. Da fand er denn,
und Wolff betätigte es, dafs nur das Holz, nicht
die Riride, Luft entwickelte. Auch Kellte* Wolff zu- ,
erft Verfuche über Vervielfältigung der Getreide -
Halme an, wenn die Knoten unter die Erde gebracht
werden. (Entdeckung der wahren Urfache von der
wunderbaren Vermehrung des Getreides*, Halle 1 728. 4.)
Ludw, Phil. Thämmig ftellte, nach Wolff fchen
Grundfätzen, ähnliche Unterfuchungen an. (Verfuch
einer gründlichen Erläuterung der merkmürdigßen Z?e-
gcbenheiten in der Natur, Halle 1722. 8.) Das Da-
■
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228 Sechstes Buch. Fünf tes Kapitel. Untersuchungen
feyn der Luftröhren in den Pflanzen fuchte er nicht
allein durch die Luftpumpe, fondern auch durch das
MikrofUop darzuthun : durch jene bewies er aber
die Spaltöffnungen auf der Rückfeite der Blatter.
Die Keime und Knofpen erzeugen fleh- in Wallten,
felbft in Blattftielen , wenn ein gedrängtes ZeJJgewe-
be zur Entftehung der Schraubengänge und Sahröh*
ren Gelegenheit gebe. Es könne ein wahrer Kreis*
lauf der Säfte in den Pflanzen angenommen werden:
denn die durch die Blätter eingefogenen Stoffe fteigen
zur Wurzel ab, und die von der Wurzel aufgefoge-
Inen vertheilen fich in die Blätter.
Die Schraubengänge fah auch Georg Bernhard
Bulffinger, Akademiker in Petersburg, in MeJonen*
Ranken. (Cvrqment. petrop. 4. p. 182.) Was bis auf
feine Zeit vom Bau der Pflanzen bekannt war, fuchte
Ant. Wilh.P/as, Prof. in Leipzig, (geb. 1708, f 1784,)
, zu fammeln und in guter Ordnung vorzutragen. So
entftand feine „Hiftoria organicarum in p Jan tis par-
tium, Lipf. 1751. 4«»»
Höchft wichtig und klaffifch waren die Unter*
fuchungen eines engländifchen Geiftlichen , Stephan
Haies, (geb. 1677, f 1761 ,) Ober die Kraft, womit
die Anziehung und Ausdünftung der Gewächfe ge«
fchieht. Man findet diefe denkwürdigen, mit der
gröfsten Sorgfalt angeheilten, lehrreichen Verfuche
in feinen „ Vegetable ftatics , Lond. 1727. 8.,,, de-
ren deutfehe üeberfetzung Chrift. WoJff zu Halle
1 74S. 4* beforgte. Die Verfuche beziehn üch vor-
züglich auf die Ausdünftung der Gewächfe , auf die
Kraft, womit fie die Säfte onziehn und forttreiben,
auf die Einfaugung der Luftftoffe und Dünfte, und
auf die Bewegung der Säfte in den Pflanzen wobey
er den Rückgang des Safts zwifchen Baft und Rinde '
darzuthun fucht. Auch in den Haema ftatics , Lond. 1
1735. 8,, führt er noch Verfuche an, die den Röck-
Digitized^by Go* J
, über den Bau ond die Verrichtungen der Theile. 329
gang der Säfte erläutern, und fucht zu beweifen,
dafs die Schraubengänge blofse Luft führen, dafs
man, aber Urfache hat, mehr auf die Stoffe , als
auf das Dafeyn der atmofphärifchen Luft felbft zu
achten.
Ein JeCuit, P. Sarrabat , % genannt de la Baiffe9
gewann den von der Akademie zu Bordeaux auspe*
fetzten Preis über die Bewegung der Säfte in den
Pflanzen. Seine „ Differtation für la circulation de
la feve des plantes, Bordeaux ijöZ. 8.,,, enthält die
erften Verfuche mit gefärbten Flüffigkeiten , deren
Aufzeigen in abgefchnittenen Zweigen die Organe
vor Augen bringen folJ, in welchen das naturgemafse
Auffteigeu der Säfte erfolgt. Er bediente fich dazu
des rothen Safts der Phytolacca, und fand, dafs die-
fer in den Holzfafern auffteige, fich durch die Ner-
ven der Blätter und felbft in den Staubfäden zeige.
Werde die Rinde gefärbt, fo gefchehe dies durch die
Strahlengänge, welche zwifchen Rinde und Mark die
Gemeinfchaft eröffnen. _ Das Abfteigen der Säfte
fucht er dadurch zu erweifen, dafs, wenn man ein-
zelne Aefte der Wurzel ins Waffer fetzt und andere
draufsen läfst, die letztern eben fo gut fortwachfen
als die erftern.
Diefer Gegenftand, das Abfteigen der Säfte,
befchäfftigte auch die fchon angeführten Schriftftel-
ler, Richard Bradley und Patrick Blair. Beide be-
rufen fich auf das Wachsthum der Wurzeln und auf
das Dafeyn eigentümlicher Säfte in denfelben.' Auch
führen fie beide die Erfcheinung an, dafs das edle
Impfreis dem Wildling, auf den es gefetzt worden,
bisweilen feine Eigenfchaften mittheile. (Henr. Cane
in Phil, tr ansäet, vol. 3i. n. 366. p. io3. Laurence
clergymans recreation p. 27. Haies Statik der Gew.
S. 86. Bradley ob f. für le jardinage, p. 1 1. P. Blairs
botan. effays p. 584.) Dafs auch ein Zweig, der
ajo Sechstes Buch. Fünftes Kapitel.
*
tnit zwey benachbarten Bäumen durch Kunft verbun-
den fev, durch tie ernährt werde, war Beiden wohl
bekannt.
Die Chemie der Gewächfe machte unbedeuten-
de Fortfeh ritte. Der erfte , der die Farben der Pflan-
zen zu erklären fuchte, war der fchon genannte
Steph. Franz G»offioy. sMe^m. d* i'ac. de Paris, 1707.
p. 6g4>) Er leitete fie aus wefentlichem OehJ und
flüchtigen Salzen her. Die grüne Farbe der Blätter
gehe durch Säuren in die rothe über. DieOehle und
Salze fpielten auch in der Theorie der Ernährung der
damaligen Zeit eine bedeutende Rolle. So meinte
Patr. Blair, dafs die verfchiedene Geftalt diefer Oeh-
le und Salze eine verfchiedene Auswahl der Poren,
durch die fie aufzufangen feyn, nothwendjg mache.
Ja, man war fo befangen in den materiellen Anfleh-
ten, dafs Joh. Friedr. Henckrl, Bergarzt zu Freyberg,
(geb. 1679, f 1744J die ganze Vegetation aus Gäh-
rung und Kryftaliifation ableitete. {Flora faturnizans,
Lipf. 1722. 8.)
Endlich unterfuchtehnan die Erzeugung unvoll-
kommener Pflanzen, und glaubte, auch ohne Saamen,
durch langfame Fäulnifs des Schleims die Entftehung
der Schwämme erklären zu können. Diefe Meinung
trug Ludw. Ferdin. Marftgli (geb. zu Bologna i658,
f i73o) vor. (De gener atlone fungorum, Rom«
1714. fol.) Dagegen bemerkte Joh. Maria Lanciß,
päpftlicher Leibarzt, (geb. i654> f ^720,) dafs
doch immer noch ein Mutterftoff hinzukommen müf*
fe, wenn fleh auf folche Art Schwämme erzeugen
folJten. (De ortufungorum, Opp. ed. Genev. 1718.4 )
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-
0
Siebentes Buch.
Das Linne'fche Zeitalter.
Erltes Kapitel.
Karl Linne.
»
. Die Umänderung und Verbefferung, welche die
ganze Naturgefchichte, befonders die Botanik, durch
diefen grofsenGeift erfahren, ift zu wichtig, als dafs
wir bey dem Stifter diefer Reform nicht länger ver-
weilen follten. Das Leben diefes Mannes, innig
mit dem Schickfal der Wiffenfchaft verwebt, dient
zum ftärkften Beweis , dafs des Menfchen fefter Wil-
le hinreicht, um grofse Schwierigkeiten zu überwin-
den und des Schickfals Härte zu befiegen. Auch ift
dies Leben ein lehrreiches Mufter für alle Gelehrte,
denen ihr wahrer und dauernder Ruhm eben fo fehr
am Herzen liegt, als die Beförderung der Wiffen-
fchaft.
Linne brachte feine Kindheit und Jugend in gro*
fser Dürftigkeit hin. Denn fein Vater, ein armer
Landprediger zu Roshult und dann zu Stenbrohult
in Smoland, konnte ihm kaum nothdürftigen Unter-
halt geben, gefchweige einen gewiffen Aufwand bey
feiner Erziehung und Gelftes* Bildung machen. Im
Jahr 1707 befuchte er bis in fein fiebzehntes Jahr die
Stadifchule zu Wexiö, blieb aber in den Schulftu-
dien, weil ihn feine früh erwachte Liebe zu den
Pflanzen davon abhielt! fo fehr .zurück, dafs er Zeit
1
1 ■•
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2$2 Siebentel Buch. Erltes Kapitel;
feines Lebens die Folgen der Vernarb läfßgten gelehr-
ten Sprachen fohlte: ja, Hafs itw fein Vater, Ha er
gar keine Fortfehritte bemerkte, zu einem Scbufter
in die Lehre gab. Allein ein Arzt zu Wr>xiö, Job.
Rothmann, erwarb fioh Has grofse Verdien ft , diefeu
früh aufftrebenden Geift vor der Unterdrückung zu
fchützen. Fr überredete den Vater, den Jüngling
feiner Neicüng nachhängen zu I äffen, und theihe
diefem nützliche Bücher mit, unter denen Tonrne-
fort ihm die erfte Idee von fyftematifcher Anordnung
des Gewächsreiches gab.
Im zwanzigften Jahr feines Alters ging er auf
die Univerfität Lund . um Me-ücin und Naturhiftorie
zu ftudiren. Kilian Stomas nahm fich feiner an;
allein Linne fehntf* (ich nach Upfala, wo dazumal
Ol. Rulbek un l Ol. Celfius blühten. Trotz fei-
ner Dürftigkeit führte er feinen Vorfatz aus, und
feine Beharrlichkeit ward dadurch belohnt, clafs Rud-
bek ihm die Aufficht über den botanifchen Garten
anvertraute. Das Lefen der Schriften von Vaillant
und Patr. Blair, (vielleicht auch der Burkbard fchen
Epiftel,) brachte ihn auf die Idee des Sexualfyftems,
und fchon t73i , in feinem\ vier und zwanzigften
Jahr, gab er in feinem Hortus uplundicus die erfte
Probe deffelben. {Hamb. Berichte, \yö2. N. VI.
S. 45.>
Von den Freunden der Wiffenfcbaft in Upfala
zu einer naturbiftorifchen Reife nach Lappland em-
pfohlen, unternahm er diefe , mit der geringen Sum-
me von hundert fchwedifchen Plotar, im Sommer
1732. Das Tagebuch diefer denkwürdigen Reife
ift, englifch überfetzt, von Smith herausgegeben.
(lacheßs lapponica or a tour in Lappland, by Linnaeus,
vol. 1. 2. Lon.1. 1811.8.) Linne felbft gab den er-
ft«»n Bericht von diefer Reife fchon in den act. Iii.
fuec. \j$2. p. 46. und 1735. p. 12. Seine vollftän-
»
r
I
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Karl Umi.
333
dige ^orö lapponica er fehlen zu Amfterdam 1735,
und in Her neuen Auflage ton Smith, Lond. 1792*8.
Diefe mufterhafte Flor enthalt zuvörderft eine
fehr intereffante Ueberficht des Bodens und Klimas
jener Polar- Gegenden. Die Pflanzen, 534 ander
Zahl, ßnd n*>ch dem Sexualfyftem aufgeführt, die
Synonyme for^fältig geprüft, die Spielarten befchrie-
ben, der Nutzen angegeben , * und die neuen oder
jntereffanren Gewächfa abgebildet. Man findet hier
folgende Pflanzen zuerft:
Pinguecula villofa t. 12. f. 2. . • P. alpin a da/,
f. 3. . . Diapen ßa lapponica tab. t. f. 1. .' . Aza.'
lea lapponica t. 6. f. 1. . - . Campanula unißora t. 9.
f. 5. {>. . • funeus fpicatus t. 10. f. 4- • • /• palle-
feens Wahlenb. t. 10. f. 2. . . Andromeda hypnoi*
des t. 1. f. 3. . . A. tetrngona daf. f. 4. . . Rhodo-
dendron lapponicum Wahlenb. t. 6. f. 1. . . Menzie*
fia coerulea Sm. t. 1. f. 5. * . Sax fraga cernua t. 2.
f. 4- • • & rivuiaris daf. f. 7. . . Lyrfinis apetala
t. 12 f. i. . . 4 Ranunculus nivalis t. 3. f. 2. . . IL
pygmaeus t. 5. f, 3, . , Ä. lapponicus daf. f. 4« • •
Ptdicularis lapponica t. 4* *• • • P« flammea daf«
F. 2. . . P. lurfuta daf. f. 5. . . Cardamine bellidi-
folia t. 9. f. 2. . . Aftragalus alpinus daf. f. 1. . .
Su/fx glauca t. 7. f. 5. . . & Myrfurites daf. f. 6. . .
S. lanata daf. F. 7. . . 5. nigricans t. 8. f. tr. . . ' «S.
-phylicifolia daf. f. d. . . «S. tenuifalia daf. F. e. . .
5. hafiata daf. f. g. m. . . 5. myrtilloides daf. f. k.
. . S. Arbuscula daf. F. e. . . «$ arenaria daf. f. o.
q. . . S. fufca daf. f. r. . . «9 lapponum daf.if. t.
.* . obtufifolia Willd. daf, F. u. . . 5. reticulata
t. 7. F. 1. 2. t. 8. f. 1. . . Cetraria nivalis t. 11. f.
1. . . Parmrlia centrifuga daf. f. 2. . . Peltidea
crorea daf. f. 3. . . Baeomyces deformis daf. f. 5. . .
^Andeutungen kommen vor von Aira bottnica Wah-
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234 Siebentes Buch« Erltes Kapitel.
lenb. (fl. lapp. n. 49«) > Iuncus arcticus n. 1 16., J9ra*
ba alpina n. 255., Tuffilago frigida n. 3o3.
Nach feiner Rückkehr aus Lappland hielt Linne
in Upfala Vorlefuogen; allein Eiferfucht zwifchen
ihm und Rofen, und Groll gegen diefen vertrieb
ihn. Er ging nach Fahlun , um dort Unterricht in
der Mineralogie zu geben. Die Tochter de» daßgen
Arztes Moräus, in die er fich verliebt, fchofs das
Geld zu feiner Promotion her, zu welcher er fich
in Harderwyk vorbereitet^ Nachd em er dort fei-
nen Zweck erreicht, ging er 1735 nach Leiden und
Amfterdam, wo ihm Boerhaave's und Job. Burmann s
Bekanntfchaft zu der Stelle eines Auffehers des herr-
lichen Gartens verhalf, den Georg Cliffort in Har-
tecamp unterhielt. Hier war es, wo erden Grund
zu feiner nachmaligen Oröfse legte. In den zwey
Jahren feines dortigen Aufenthalts lieferte er neun
Werke, worunter fein Syftema naturae, LB. i735.fpJ.,
durch den Scbarfßnn der Beobachtungen, durch die
glückliche Verbindungsgabe und durch die Klarheit
der fyftematifchen Ueberßcht die Welt in Erftaunen
fetzte. DasSexualfyftem ift im Syftema naturae fchon
. in feinem ganzen Umfang angewandt. Die erfte
Kenntnifs gefteht er ausdrücklich den Engländern
Grew und Morland zu »verdanken. Die Gattungen
und ihre Charaktere Gnd indefs grofsentheils nach
Tournefort bearbeitet: daher hier noch Abies und
Larix unterfchieden werden. In der Polyadelphie
fieht, man blofs Laßanthas (eine ArtAlthaea).
Dann gab er faft zu gleicher Zeit feine Funds*
menta botanica, Amft. 1736. 12., und feine Critica
botanica, LB. 1737.8., heraus, worin er die Gefetze
der Beftimmung und Benennung der Pflanzen fehr
geiftreich entwickelte. Zwar hatten Rivinus und
Tournefort fchon, nach Jung's Mufter, mehr Be-
ftimmtheit in die Kunftfprache zu bringen gefucht.
UIQIIIZGO
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Karl Linne. 235
1
Allein Linne fchuf die Trivial namen , und gab wahr-
haft pbilofophifche Gefetze für Hie Charaktere der
Gattungen und Arten. Die Gattungsnamen unter-
warf er eben fo ftrengen Regeln, weiche man zwar
nicht' mehr allgemein beobachtet, die aber aus den
wichtigftep Gründen abgeleitet find.
Der Hortus Cliffortianus konnte nicht anders,
als feinen Ruhm ungemein erhöhen. Denn in Rück»
ficht des Reichthums an Arten, der neuen Rntde-
ckungen, der genauen Befcbreibungen , rler forgfäl-
ti^en Kritik der Synonyme und der trefflichen .von
Ehret beforgten Abbildungen kann nurDillenius hor-
tus Elthamenfis damit verglichen werden. Man fin-
det hier folgende interefl'ante Pflanzen abgebildet:
Kämpfera Galan ga t. 3., Collinfonia canodenfts t. 5.,
Piper pellucidum t. 4-> Lobelia Cliffortiana 2h>., Ca-
narina Campanula 8., Bauhinia divar'u ata 1")., He*
Uocarpus americanus 16., Browallia elata 17., Gloxi*
füa maculata 18., Amorphafruiico/a 19., Dalea Clif-
fortiana 22., Sigesbekia orientalis a3., Kiggelaria
mfricana 29., Cliffortia ternata 3 >. Zu gleicher
Zeit erfchien die Mufa Ciiffortiana , LB. 1706. 4*>
eine vollftändige Gefchichte des Pifangs, der zu den
Palmen gerechnet wird, und wo bey diefer Gelegen-
heit die Charaktere der Palmen • Gattungen und. Sei-
tamineen entwickelt werden. Den innern Bau des
Gewächfes übergeht er abüchtlich. v
Wie vollftändig Linne fchon damals mit der
ganzen botanifchen Literatur bekannt war, fieht man
aus diefer Schrift, noch mehr aus der Bibliotheca
bo'anica, Am Ct. 1736.8., und aus den Claffes plan-
tarum , LB. 1738. 8. In den letztern ftellt er alle
bisherige Syfteme zufammen , und macht einen Ver-
fuch der natürlichen Methode, fo wie des verbeffer-
ten Kelchfyftems , welches Magnol erfunden. Hier
findet man auchPet. Artedi s , eines Schweden, (geb.
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336 Siebentes Bach« Erltes Kapitel.
i7o5, t l7<35,) Entwurf der Abtheilung der Dol-
den-Gewächfe nach den Hüllen, welche Linne an-
nahm, und die noch zum Theil geblieben ift.
Die Genera plantarum, LB. 1707. o., enthal«
ten die Charaktere von 935 Gattungen , äufserft ge-
nau und fo entwickelt, wie Linne es von dem natür-
liehen Charakter forderte, dafs er nämlich alle und
.jede wefentliche Merkmahle umfafste, und (ich in
jedem Syftem anwenden liefs. Viel freylich ver-
dankte er, wie er felbft gefteht, Tournefort und
PJumier; aber doch erftaunt man Ober die Menge von
' Beobachtungen, die vorausgehn mufsten, ehe Linne
wenigftens 000 , und mehr Gattungs* Charaktere an-
geben konnte. Zwar ift wahr, dafs mehrere derfel-
ben nach einer Art* gebildet Gud, und« daher nicht
auf alle Arten angewandt werden können, dafs viele
von andern entlehnt find, und nicht auf eigenen Be-
obachtungen beruhn, dafs manche Gattungen ganz
^ unrechte Plätze haben, wie Kleinhovia, Helicteres^
Xylopia, Grewia und die Aroiden in der Gynandrie.
Wahr ift , dafs die ganze Polygamie zwar eine folge-
recht gebildete, aber durchaus der Natur widerfpre-
chende Klaffe ift, dafs die kryptogamifchen Pflanzen
von Linne fchlecht unterfucht und geordnet worden,
und dafs er nicht einmahl Micheli's undDillenius vor
ihm liegende Beobachtungen benutzte. So haben
die meiften Kryptogamiften eine männliche und weib-
liche Blüthe: Cbara fteht zwifchen Liehen undFucus.
Die Palmen bilden fehr unfehicklich einen Anhang,
da Tie doch eben fo im kOnftlichen als im natürlichen
Syftem fehr wohl ihren Platz gefunden hätten.
Nachdem Linne fich zwey Jahr in Hartecamp
aufgehalten, und inzwifchen auch England befucht
hatte, trug ihm Adrian van Royen, Boerhaave's
Nachfolger in Leiden, (geb. 1705, f 1779J gegen
ein Jabrgehalt an, den Leidener Garten, der nach
» *
»
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Karl Linne. C37
*
Hermann** und Boerhaave's Methode eingerichtet
war, nach dem Sexual fyftem zu ordnen. Da der
Antrag aus Hafs gegen Boerhaave getchehn , fo lehn-
te Linne, dem Dankbarkeit Boerhaave's Andenken
theuer machte, denfelben ab. Aber er änderte die
Ordnung der Pflanzen, und fchuf ein eigenes Syftem,
welches mit Unrecht Royen's Namen trägt. Diefer
gab nicht lange darauf: „FJorae leidenlis prodro-
mus, LB. 1740. 8.,,, heraus, wo in der Vorrede
Linne's Gefetze Ober die Aufhellung der Gattungen
und Arten wiederholt werden. Das Syftem felbft foll
ein natürliches feyn. Es fehlt aber an aller Norm:
doch find die meiften Klaffen nach Ray gebildet«
Palmen, Lilien, Gräfer, Kätzchentragende, Dol«
den • Gewächfe, Compofitae, Aggregatae, Tricoccae,
Incompletae (ein Chaos!), Fructiflorae (deren Blü»
then über^ der Frucht ftehn), Calyciflorae, Ringen-
tes, Siliquofae, Cplumniferae, Leguminofae, Oli-
. gantherae, Diplosantherae , Polyantherae, €ryptan-^
therae. Man lieht leicht, dafs dies Syftem, des Lin-
ne'f che n Namens unwürdig, künftliche Klaffen mit
natürlichen Familien zufammen wirft, gleichartige
trennt, ungleichartige verbindet,' obgleich 'die Zahl
der Kotyledonen dabey zum Grunde liegt. So fteht
Sagittaria zwifchen Myosurus und Magnolia^ wie-
wohl jene offenbar zu den Hydrochariden, Myosurus
aber zu den Ranunculeen gehört. . Wie die Oligan-
therae, unter ihnen Amarantus, von den Incomple-
^ tis getrennt werden, begreift man nicht leicht. Doch
gab Phil. Friedr. Gmelin, Prof. in Tübingen, (geb.
1721, f 1768,) in den Otiis botanicis y Tubing. 1760,
8., eine Einleitung und Ueberficht diefes Syftems,
und deffen Bruder, Joh. Georg Gmelin, befolgte es
in feiner herrlichen flora fibirica.
Die Neuheit und Eigenthümlichkeit des Linne'*
fchen Syftems erweckte bald heftige Widerfacher,
% ■ . • ■ ■
*
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* *
238 Siebentes Buch. Erftes Kapitel.
unter denen der erfte Joh. Georg Stegesbekt Aka-
demiker zu Petersburg, war. Diefer hatte zuerft:
Primiciae ßorae petropolUanae , Rig. 1736. 4-i her-
ausgegeben, worin die Pflanzen des akademischen
Gartens aufgezählt werden. Jetzt gab er die erfte
Kritik des Sexualfyftems : Botanofnphiae verioris fiia»
graphia, nebft Epicrißs in Linnaei fyfeema plan Carum
fexuale , Petrop. 1737. 4- Er bekennt 6ch als An*
banger des Rivinifchen Syftems, obgleich er auch
auf alle Übrigen Theile, befonders auf das äufsere
Anfehn und die Blätter, achtet. Die von Linne auf*
gestellten Gefetze der Sprache und der Charakteriftik
verwirft er faft alle. Das Gefchlecht der Pflanzen
läugnet er aus dem Grunde, weil viel diöcifche Ge*
wächfe, ohne Zuthun männlicher Exemplare, voll*
kotnmeoe Saamen tragen. Ein Einwurf, der durch
das Vorkommen der Zwitterblütheu auf vielen diöci*
fchen Pflanzen widerlegt wird. Sei tfam genug greift
er das Sexualfyftem auch aus dem Grund an , weil
viele Pflanzen fich durch Knofpen vervielfältigen:
eben fo widerflnnig ift, wenn er den Nutzen des
Pollens zur Befruchtung verwirft , weil derfelbe we-
gen feines medicinifchen Gebrauchs bekannt fey.
Abgefchmackt ift fein Spott Ober* die Lehre von der
Befruchtung, weil 6e zu unzüchtigen Ideen fahre.
Auch ift der Vorwurf , den er dem' Linne'fchen Sy*
ftem macht, dafs es nicht natürlich fey, durchaus
nichtig.
Linne unterdrückte feinen Unwillen über diefen
unwürdigen Gegner. Doch ward ihm von Joh. Bro*
v>al9 nachher Bifchof von Äbo, (geb. 1707, + 1755,)
geantwortet. {Examen epicrileos in fyfeema plantar
rum fexuale, Aboae 1739. 4. i nochmals abgedruckt
bey Linnes Oratio de necrjfuate peregrinationum in
patria, LB. 1743.4«) Hier werden die bekannten
Gründe für das Sexualfyftem wiederholt, und die
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Karl Linne. 239
kflnftliche Eintbeilung des Linne'fchen Syftems ver-
theidjgt.
Ein Jahr fpäter zeigte fieb auch Job. Gottl. Gle*
dufchy damals Stadtarzt zu Lebus, dann Akademi-
ker in Berlin, (geb. 1714» f 1786,) als Vertheidi-
ger Linnes. (Confideratip epicrifios Siegesbekianaet
BeroL 1740.8.) Sehr gut werden hier Siegesbek's
Einwürfe beantwortet. Ernfthaft widerlegt er den
Einwurf von der UnGttlicbkeit der Befruchtung der
Pflanzen: die Begriffe von Sittlichkeit, fagt er, beym
menfehlicben Gefchlecht, laffen fich nicht einmahl
auf dieThiere, gefchweige auf die Pflanzen ausdeh-
nen. Sehr richtig bemerkt er, dafs die Unterfuchung
der kleinften Tbeile nie vernachläfßgt werden dürfe,
auch wenn dazu Mikrofkope erforderlich feyn. Die
Linne'fche Nomenclatur vertheidigt er mit fehr gu-
ten Gründen. Den Vorwurf, welchen man dem
Linne'fchen Syftem gemacht, dafs es nicht natürlich
fey, befeitigt er nicht ganz To paffend dadurch, dafs
er dem RivinHchen de*n gleichen Vorwurf macht«
Eben fo wenig weifs er darauf hinreichend zu anU
Worten, dafs die diöcifchen Pflanzen oft Saamen tra^
gen, wenn fie gleich von den männlichen Individuen
weit getrennt feyn. Es fey kein vollkommener Saa«
me, fagt Gleditfch. Zwar antwortete Siegesbek in
dem: Vaniloquentiae hotanicae fpeeimen, Petrop.
1741. 4« > aber der unwürdige Ton und der Mangel,
an Gründen zog ihm nur Verachtung zu.
Unterdeffen war Linne aus Holland über Paris
und Göttingen in fein Vaterland heimgekehrt. In
Göttingen gewann er Haller's Achtung in folchem
Grade , dafs ihn diefer zu feinem Nachfolger beft im in-
te. Allein der Brief, worin ihm dies angezeigt ward,
kam zu fpät. Linne hatte fchon die Stelle als Flot-
ten -Arzt angenommen, und wäre in diefem fremden
Wirkungskreife für die Botanik verloren gewefen,
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Siebentes Bach. Erftes Kapitel,
rra»
wenn die Reiehsräthe^ Grafen Tettin und Hopken,
ihn nicht dem König empfohlen hätten. So erhielt
er 1739 den Titel eines königlichen Botanirüs und
ward Präfident der ftockholmer Akademie der Wi^
fenfchaften. (17^9.) Im folgenden Jahr befchlofs
der Reichstag die natürlichen Schätze des Landes un-
terfuchen ?u laffen , um der nachtheiligen Einfuhr
fremder Fabricate entgegen zu arbeiten. Man fchick-
te zu dem Ende Linne auf die lofeln Oeland und
Gothland. Diefe Reife war für die Naturkunde und
für die Gewerbe nicht ohne Nutzen. Linne befchrieb
fie unter dem Titel: Oelänfka och Gothlänfka refa, ,
Stockh. 1745. 8. Es wurden unter andern Schoe-
iius nigricans, Tofieldia ralyculata, Draba incana,
mural is und Artemifia rupeftris bekannter.
Nach der Rückkehr von diefer Reife erhielt er
1741 die Profeffur der Medicin und Anatomie in
Üpfal. Doch- taufchte er bald mit Rofen , der die
Botanik lehrte, und übernahm 1742 diefe ProMfur,
nebft der Auffielst über den botanifchen Garten, wel-
che- Aemter er 06 Jahre lang, mit ausserordentli-
chem Ruhm und dem gröfsten Nutzen für die Witten«
fchaften bekleidete. Schon 1748 gab er Horms upfa*
Uenfis heraus, wo man einen feltenen Reichthum
auserlefener Pflanzen bemerkt. Hier kommen vor:
Craffula rubens (Tillaea erecta), Mefferfchmidia Ar- .
guzia, vier Ferulae, Artedia fquamata, Campanula
pentagona, Ludwigia alternifolia , Hymenaea Cour-
baril, Malpighia,. Mimulus ringens, Celfia orienU-
lis, Tuffiiago Anandria.
Im Jahr 1745 erfchien feine Flora fuecica, ein
Wafßfches Werk, mit genauer Angabe der Synony-
me, der Standorte, der Provinzialnamen und fies
Nutzens der Pflanzen. Im folgenden Jahr machte er,
auf Koften der Regierung, eine Reife narh Weftgoth-
land , deren Befchreibung (Wä/igögha rtfa9 Stockh.
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Karl Linne, 341
1747. 8.) ebenfalls durch Entdeckung manche^
Pflanzen merkwürdig iff. Ruppia maritima, Zoftera
marina, PotentiIJa rupeftris, Lathyrus heterophyj-
lu^i Pifum maritimum und arvenfe und andere, wur-
den genauer beftimmt. In demfelben Jahr vertei-
digte er feine Theorie von der Befruchtung mit den
tr»ftigften Gründen. (De fpunfalibus p/an Carum in
Amuen. acad. 1, 627. f.)
Durch P. Hermann's Herbarium, welches in
den Befitz eines Apothekers Günther zu Kopenhagen'
gekommen, ward Linne in den Stand gefetzt, im
Jahr 1747 ieineßora Zeylanica% Holm. 8., herauszu-
geben. Es find hier vierzig neue Gattungen , mit ih-
ren Charakteren aufgehellt, unter denep Olax, Pa-
vetta, Tomex, Cijfusj Hedyotis, Coldenia, Muffaen-
da9 Nama, Creffa, Bafelia, Fl agell uria , Mimusops,
Allophyllus , Jambolifera, Memecylon, Samyda, De*
lirna, Uvaria, Connarus, Pentapetes, Pathos, Stei*
culia die wichtigen find.
Im Jahr ij4s unternahm Linne feine bekannte
Reife durch Schonen , die er auch befchrieben hat.
(Skanfka refay Stockh. 1701. 8.) In demfelben
Jahre gab er feine Materia tnedica, Holm. 1749« $«t
heraus, worin die ^rzoeymittel ebenfalls nach fei-
nem Sexualfyftem aufgeführt find. Hier erfcheint
zu erft. Po lygala Senegq. Im Jahr 1750 befchrieb er
mehrere Pflanzen aus Karrjtfchatka, welche, von
Steller gefammelt, von Gregor Demidof ihm mitge-
theilt waren. (Amoen. acad. 2,332.) Im folgenden
Jahre machte er nordamericanifche Pflanzen bekannt,
welche P. Kalm gefammelt und ihm gefchickt hatte,
{Amoen. acad. 3. 1.), und gab feine Philpfophia bota-
nica, Holm. 8., heraus.
Im Jahr 1753 erfebien die erfte Ausgabe feiner
Species plantarum, worin 73oo Arten aufgeführt
werden. Drey und vierzig neue Gattungen treten
Geich, d. Botanik, a. ß. 16
>
I
243 Siebentes Buch. Erltes Kapitel,
hier auf. Als er nach neun Jahren die zweyte Aus-
gäbe beforgte, konnte er die Anzahl der Arten um
i5oo vermehren. Späterhin machte er feine Ent-
deckungen in der Mantiffa prima , Holm. 1767. 8. ,
und altera 1771. 8. bekannt. Zuletzt fcheint er fich
vorzüglich mit der natürlichen Methode befchäfftigt
:2u haben: wenigftens zeugen feine Vorlefungen Ober
^ natürliche Familien , die er auf feinem Landfitze Harn-
marby noch 1771 hielt, davon. {Praelectiones in ordi»
nes natural** ed. Gifeke, Hamb. 1792. 6.) Er ftarb
endlich 1778.
Durch Linne ward die Botanik zur W^üvdo einer
"WifTenfchaft erhoben. Die Jogifche Strenge, womit
*er die CharakterilVik und Namengebung bebandelte,
die Schärfe der Beobachtung, womit er das Wesent-
liche vom Zufälligen zu fondern verband, find eben
fo bewunderns werth , als die Folgerichtigkeit, wo*
init er fein Syftem durchfahrte, und die erftaunlich
um f äffen de Renntnifs, welche er von Gewachsen be-
Tafs. Zwar fah er wohl ein t daf< ein höheres Be-
dürfnifs, als die Befriedigung der Forderungen der
Vernunft, den Botaniker zum Anfchliefsen an die
fratur treibe: daher bearbeitete er in fpätern Jahren
die natürlichen Familien. Aber es fehlte ihm da7ii
an genauer Einficht der Verwandtfchaften aller, auch
der verborgenden Theile. Die Früchte hielt er über* j
li«3upt für weniger wichtig als die Blüthen, und fei-
nere Unterfuchungen über die Lage des Embryons
11. f. f. anzuftellen, brachte feine Art zu arbeiten
nicht mit fich. Daher auch Adanfon's treffliche Ar-
beit keinen Eindruck auf ihn gemacht zu haben
fcheint. Ueberdies fehlte es feinen natürlichen Fa-
milien ganz an Zufammenhang, und von manchen 1
derfeiben, als den Umbellaten und Kryptogamifteo,
»
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Kar} Linne. 243
fchreckte ihn ein gewiffer Widerwille gegen feinere,
befonders mikrofkopifche, Unterteilungen ab.
Zur Betrachtung der Haushaltung der Natur im
Gewächsreich trieb ihn zwar ein natürlicher Hang,
und er hat Aber Verwandlung der Pflanzen -Theile,,
über Nektarien, über Fortpflanzung und andere Ge-
genftände wichtige Unterfuchm. gen bekannt gemacht.
Aber den Bau der Pflanzen zu prüfen, dazu fehlte es
ihm an Neigung.
Linnes Sohn, Karl, hätte wohl den väterlichen
Ruhm ererbt, weon nicht beftändige Kränklichkeit
und ein früher Tod, ihn verhindert hätten. Er war
174* geboren und ftarb 1783. Wir haben von ihm:
Supplement um plantar um y Brunsvig. 1781.8., worin ,
90 neue Gattungen, meift die Forfter'fchen , Mptifi-
fchen und Thunberg'fchen, nejift einer zah Hofen
Menge neuer Arten, aufgeführt werden. Früher
fchon hatte er; Decas i.etci. plan Carum rariorum hör-
li upfalienßs9 Stockh. 1762. 1760, fol. und Fafcic. 1.
plancarum rariorum hört, upj., Lipf. 1767.^1., dru-
cken laffen. Auch die, /Vow* graminum genera in
Amoen. acad* 10. app. 1. verdienen erwähnt zu
.werden.
» * —
m
Zweytes Kapitel.
Fernere Ausbildung jind Befchrän*
kung des Syftems.
Die fernere Ausbildung und Befchränkung des <
Innne'fchen Syftems und die alhnählige Würdigung
deffeiben, nach dem Entftehn hellerer Begriffe über
die natürliche Anordnung der Cewächfe , verdienen
gehörig erörtert zu werden.
16 •
<
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£44 Siebentes Buch. Zweytes Kapitel.
Einer der erften, die die Sexual -Theorie ver-
teidigten und zu mehrerer Ausbreitung derfelben
heytrugen , wir Chrift. Gottl. Ludwig* Hebenftreit's
Begleiter auf deffen Reife nach Africa (3. 175.)» und
nachmals Prof. in Leipzig, (geb. % 70% f 1 773). Die-
fer hatte die Befruchtung der Palmen und der Pifta-
cien in Africa beobachtet« Aus diefen und andern
Gründen vertheidigte er das Gefchlechi der Pflanzen
in feiner: Disf. df> ßxu plantar um * Lipf. 1737. 4*>
abgedruckt in Richard fylloge, p. 1. f. In einer an-
dern Schrift {Obfrrval, in methodum Linnaei, I73g.
;4.) machte er fchon xlie Bemerkung., dafs die Ver-
fchiedenheit der Gcfchlechter ketnesweges wefent-
lich, fonHern oft zufällig fey, indem mehrere Arten
derfelben Gattung bald Zwitterblüthen, bald getrenn-
te Gefchlechter zeigen. Ferner, bemerkt er, dafs
im Linne'fchen Syftem manche Klaffen natürlich, aber
'nicht folgerecht kflnftlich feyn. So gebe es in der
Diadelphie eine Menge Monadelphiften : Genifta,
~Spart1um, Anthvllis, Lupinus, Ononis, Crotaiaria
u. f. f. Wiederum gebe es viele andere, die den
künftlichen Charakter einer Klaffe haben , aber doch
wegen natürlicher Verwandtfchaft zu einer ganz an«
dem gerechnet werden: z. B> Lobelia und Jafione,
die freylich zur Syngenefie gehören, wenn man fol«
gerecht im kOnftlichen Syftem feyn will, aber, we-
gen ihrer Verwandtfchaft mit den £ampanuleen,
eher zur fünften Klaffe gezogen werden. Grewia
und Paffiflora werden mit Unrecht zur Gynandrie ge-
zählt. Es ift- zu bedauern, dafs Ludwig nicht mehr
dergleichen Unterfuchungen angeftellt: er warder
IWawn dazu, das Linne'fche Syftem, in feinem Ent-
ftehn, auszubilden und zu verbeffern. Dies Bebt
man auch aus feinen: Deßnitiones planiarum* Lipf.
1737. 8. 1747. 1760., worin er das Rivinifche mit
dem Linne'fchen Syftem zu vereinigen fucht, und
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Fernere Ausbildung und Befchrfnkung des Syltemi. 24$
die Charaktere der Gattungen grflndlich entwickelt.1
Er theüt das Gewächsreich allgemein ein in voll-
kommene und unvollkommene Pflanzen. Zir den
letztern rechnet er die Pulverulentas- ( Kryptogami-
ften), die Amentaceen und die Stamineas (Oräfer).
Die vollkommenen find entweder Apetalae oder P«*'
talodrs. Die erftern gehörten aber fchon zu den Star
min eis. Die letztern find mit regelmäßiger oder un->
regetmäfsiger, mit einfacher oder zufammengefetzter
Blume verfehn. Die ünterabtheilungen werden
theils von den Frachten, theiis von den Gefchlechts- .
theilen entlehnt. 1
Ferner gehören zu den erfreu" Vert heidi gern det
Linne'fchen Syftems: Joh. Gesn+r, Prof. in Zürich,
(geb. 1709, f *79o>) deffen Disfirtationes phyficae,
P. t.2. Tigur. 1740. i74l- 4« (abgedruckt in Li#i-\
naei fundam. bot Hai. t747- 8«) dite Gründe wieder»^
holen, welche für dJfe'Sexualfyfterri fchon vorgetra-^
gen waren. Auch Joh. Ernft Stieff, (Disf. de nuptiis
plantarum in Reichard felect. opusc. p. 4o. f.), Karl-
Aug. von Bergen , Prof. zu Frankfurt an der Oterv;
(geb. 1704, f 1759,) in einem Programm: Utrif
fyfiematii Tournefortiam an Linnaeam, primae par* ;
ies deferendae fint? Fref. 1742. 4»» *fld Job. Mar/
Schiera in Disf. de plantarum fexu, Mediol. 1760. 8.,
gehören zu diefen frühern Anhängern Linne'». *
Etwas freyer dachte fchon Phil.Conr. Fabricius,
Prof. in Helmftedt, (geb. 1714, f 1774)- So fehr:
er Linne's Verdienfte ehrte, fo glaubte er doch, dafs*
wefentliche Aenderungen in deffen Syftetn nothwen-*
dig feyn , da die Staubfäden nicht allein die Norm*
abgeben können. (Primitiae ßorae butisbacenfis j
Wezlar. 1743. 8.) - . '
Malier , wie aus feiner Rede de methödo bota»
nie* (opusc. bot. p. 43.) erhellt, wollte dem Linne -
fchen Syftem nicht huldigen, «Teil *ede* die Suub^
I
24fr Siefrenttf Buch. Zweytei Kapitel»
fädeo allein noch irgend ein anderer Thetf, ftr
ftch genommen, die Norm der ClafGficaiion werden
' könne. Als fpäterbin Joh. Wolfg. Wedel, (geb. 1708,
t- *7 >7») >m ientamen botanicum, Jen. 1747. 4« >
die Frucht als Norm verwarf, und (ich blofs mit
derBhime begnfigte, Hamberger aber , HaJler's Geg-
ner, in der Vorrede das Linne'fcbe Syftem vertei-
digte, fo gab Malier über diefe Schrift, wie über das
Linne'fcbe Syftem eine etwas fcharfe Kritik , (Gött.
Anz. 1748, S. 5oo.)* worauf Wedel in dem Send*
Jchreiben an Herrn Haller , Jen. 1748. 4., antwortete.
Haller's Empfindlichkeit gegen Linne zeigte fich auch
dadurch, dafs er feinen. Sohn, Gottlieb EmanueJ, (geb.
1755, f *7$&>) «inen 1 Söbrigen Burfchen, eine Kri-
tik gegen LinneY Gefetze fchreiben liefs. (Dubia ex
Linnaei fundamentis haufta, Gott. 1701. 4» Nuper
propofita dubia Wufi rata , 1753. 4« Dubior um contra
fectionem jmart fundamentorum Linnaei manip. 1. 2.
1753. 4 ) Er tadelt be fonder* die Nomenciatür und
den Gebrauch -des Worts Nectarium. Der Vater
griff Lionte bey^ajnderer Qelegenheit defswegen an,
weil er feine (Ha))er,'s) Charaktere vernachläffigt,
und willkahrlicb die Namen verändert habe. (Hol-
ter S Tagebuch, 2, S. 200. 201.)
Schärfer zugleich und ungerechter war die Rü-
ge, welche fich Lor, Heißer, Prof. zu Helmftedt,
(geb.'i6$5, f 1758,) zwar ein grofser und gelehr-
ter Wundarzt, dem. aber gründliche botanifche
Kenntniffe mangelten , gegen Linne erlaubte. Nicht
allein fohrieb er: Meditationes et animadverfwnes in
novum fyßema botanicum fexuale Linnaei, Helmft.
*74i. 4., worin er die Schwierigkeiten des neuen
Syftems und die UnGcherheit des Zahlen - Verb ältnif-
fes zur Sprache brachte; fordern er gab auch Burk-
hard^ oben erwähnte Schrift in der Abficht heraus,
um Linne} dag Verdienft der Erfindung diefes Syftem*
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Fernere Ausbildung und Befchränkung des Syftem*. q+j
ahzufprechen. In einer andern akademifchen Schrift:
De nominum plan Carum mu&atione, Hflmft. 4«>
wirft er dem Stifter des Syftems unnütze Veränderung^
der Namen vor, und fucht die Benennungen, welche
yon AebnJicbkeit mit andern Pflanzen entlehnt wor-
den, zu rechtfertigen. Dann gab er ein: Syftwia
plan tarum generale , Helm Ct. 1748. 8., welches, auf
die Frucht gegründet , , fchlecht durchgeführt ift.^
Penn er Cuoht die Rivinifche Anordnung mit dex
Hermann*fchen Methode, zu vereinigen, rechnet die»
Orchideen zu denrperfonaten , die Aroideen zu den^
IVionopetalis. Errängt mit den Zwiebel Gewächfen
an, weil die Lehrlinge durch die, Schönheit dieferj
Blumen angelockt würden. Den völligen Mangel
an wiffenfchaftJichem Geift bekräftigte er noch da«
durch, dafs er in feiner Dissertation: De generibus
plaritarum potius äugendis quam minuendiSy Helmft.
.ij5i. 4-> behauptete , die Gattungen 'der Pflanzen
piüfsten, wegen ofnein eilen Gebrauchs, vermehrt
werden. So febeidet er Artemifia und Abrota-
num, Caffia und Senna, Foeniculum und Anethum.
Piefer Gegner verdiente nicht im geringften Auf-
xnerkfamkeit, deren ihn auch Linne nicht würdigte. ,
Job. Mitchell, Arzt in Virginien, bereicherte
das Syftem mit mehrern neuen Gattungen, deren
Namen zum Theil gebliehen, zum Theil wieder ge-
ändert find. (Act. nat. cur. vol. 8. app. p. 187.) Zu
jenen gehören: Zizania, Diospyros, Pentaftemon,
Jlcniday Trixis und Panax. Zu den letztern: Cha>
niaedaphne, welche Mitchella, Memecylon, wel-
ches Epigaea, Hedyosmos, welches Cunila, Lepta-
ftaehya, welche Phryma genannt wprden.
, I .Eine neue Methode erdachte Eberh. Jac. Wa-
chendarf, Prof. in Uetrecht, (geb. 1702, f 1758).
M«n findet fie im Horti Ultraiectini index, 17^7. 8«
sAus dem künftlichen und natürlichen Syftem zufanv
\
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248 Siebeates Buch. Zweytes Kapitel.
mengefetzt enthält Tie 7\vpy allgemeine Abtheifun-
gen : Phanrranthae und Crypcamhae. Jene werden
ein^etheitt in die Poly- (Di-) eotylsdones und Mono-
cotyledonrs. Die erftern find wieder lelelanthae , mit
vollkommener, und Ellipanthae , mit unvollkomme-
ner Blüthe, (monöcifche und diöcifche). Die Te-
leianthae find Dipcrianthae und Monoperiantliae: die
letztern haben entweder nurCorolle oder nur Kelch.
Dann fieht er auf die Verhältniffe der Staubfäden 2u
den Theilen der Corolle, wo fte entweder mit den
letztern übereinftimmen , oder das Doppelte betra-
gen: ferner auf den Stand der Blflthe und der Staub-
fäden gegen die Frucht und auf die Verfchiedenheiten
der Frucht felbfr. Es find viel glückliche und fcharf-
finnige Gedanken in diefem Syftem: doch Jiefs die
vielfache ung keinen allgemeinen Beyfall
hoffen.
Grofse Verdienfte um die WifTenfchaft erwarb
_ # ■
fich der treffliche Beobachter, Kafim. Chriftopb Schmi*
del, Prof. zu Erlangen, dann anfpachYcher Leibarzt,
(geb. 171b*, f 1793). Die unvollkommenen Oe-
wächfe unterfüchte er mit unnbertrefttichem Scharf-
finn : die Fortpflanzungs - Werkzeuge der Jungerman-
nien, Marchantien, der Blafia , Riccia und des Ad-
thoceros find von ihm fo genau und treu dargeftellt
worden, dafs faft nichts zu wünfchen übrig bleibt.
Seine Icones et analyfes plahtarüm , Norib. 1782. Fol.
Vnit 75 Kupferrafeln , werden immer eines der erften
Meifterwerke unferer Literatur bleiben. Auch Ober
Buxbaumia und Diphyfcium machte er unvergleich-
liche Unterteilungen bekannt. (Disfertationes bdta-
nici argunrnei , Erl. 1783. 4.)
Job. Gottl. Gledufch dehnte, wie Micbeli fchon
verflicht hatte, die Sexual - Theorie auch auf die
Schwimme aus. Die Antheren glaubte er in den
aus den Lamellen des Blätterfchwamms bisweilen
Fernere Ausbildung und Befchränkung des Syftems. 249
1
vortretenden und oft fproTfendon Schläuchen zu fin-
den. Die Keimkörner, von ihm für Saamen gehal-
ten, fah er fchon deutlich. (Mem. de Vac. de Berlin,
1748, p. 60.) Berühmt ward auch fein Verfuch, eine
weibliche Palme durch den Pollen einer entfernten
männlichen zu befruchten* (daf. 1749, p- io3.)
Auch er ward der Erfinder eines Svftems, wel-
ches mit grofser Folgerichtigkeit von ihm durchge-
führt wurde, und fich blofs auf den Stand der Staub-
fäden und Antheren gründete. (Syft-ma plantarum
a ftamlnum ßtu, Berol. 1764. 8-) Die Standhaftig«
keit der Natur in der Anheftung der Antheren be-
wog ihn, folgende vier allgemeine KJalfen feftzufe-
tzen: Thalamoftemoues , wo fie auf dem Fruchtba-
den, Calycoftemones , wo fie auf dem Kelch , Peea»
loftemones , wo fie auf der Corolle, und Styloftemo~
nes, wo fie auf dem Piftill ftehn. Freylich giebt es
mehrere Familien, wo, wie bey den Melieen und
Samycleen, die Staubfaden auf den Nektarien ftehn.
Allein Gleditfch kannte fie 2um Theil nicht, zum
Theil brachte er einige derfelben unter die übrigen
Khffen. Die Unterabteilungen nimmt er von der
Ziihl der Antheren, von der Geftalt der Blume und
der Frucht her. Sein Methodus fungorunt, Berol.
1753. S., ift unbedeutend.
Wie Reaumure fchon verfuchte, fo brachte Vi-
talian Donati die Sexual - Theorie auch bey den Tan-
gen an. DieferMann hatte wichtige Reifen gemacht.
Von dem Papft ward er Zuerft nach Sicilien gefchickt:
der Ausbruch der Peft in Meffina hemmte feine Thä-
tigkeit. Dann ging er nach Dalmatien, Albanien
und Bosnien, ward darauf Prof. in Turin, und er-
hielt vom fardinifchen Hofe Unterftützung zu einer
Reife nach Aegypten. Hier und in Syrien machte
er bedeutende Sammlungen : ward aber auf der Rück-
reift, nachdem er Schiffbruch gelitten, von dem
m
* - 1
/
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*50 „, Siebentes Buch. Zweytes Kapitel;
Bruder eines Mädchens, in das er fich verlieht haffe,
i-h3 ermordet. Ein Theil feiner trefflichen Samm-
lungen kam an Linne: einen andern befitzt die Aka-
dem e zu Turin, und man fagt: Mich. Buniva werde
diefe Schätze bekannt machon. Als er fich in Dal-
manen aufhielt, gab Carl Rubbi fein Werk: - 'Deila
/curia natural V» marina delf Adriatico, Venez. 17^0.
fol , heraus. Hier hn let man Andeutungen der
Gefchlechtstheile , obwohl undeutlich abgebildet.
In den Fj ucht - Behältniffen des Fucus ceranoides ( t.
3. f. H.) giebt er nämlich Fäden an, welche zwifchen
den Keimkörnern ftehn. Dies hat fein* Richtigkeit:
aber er findet diefelben auch aufser den Frucbtbehält-
niffen an der äufsern Fläche des Gewächfes, und die-
fe dürften wenigftens keine ähnliche Verrichtung
als die Antheren üben. Auch wagte er den erften
Verfuch, die zahlreichen Arten Fucus in mehrere
Gattungen zu theilen. Indeffen ift es fchwer, we-
gen mangelhafter Synonymie, darüber zu urtheilen:
auch haben die neueften Verfuche einer folchen Ein-
teilung eben fo gut fcbeitern müffen, da genaueUo»
terfuchungen gelehrt haben, dafs der Unlerfchied
der Früchte bey den Tangen wirklich nicht fo grofs
ift, als ihn Einige angenommen. Donati, und die
ihm gefolgt find, fehn nämlich die unvollkommenen
Früchte > die man als Körner in und auf dem Laube
fieht, fälfchlich für ausgebildete an. So ift das An-
giftrelico Donati's olfenbar .Fucus Hypo^loffum, der
zu beiden Seiten der Mittelrippe Reiben von Keim-
körnern trägt, die bey ihm, wie bey F. rubens und
iinuofus, in Blättchen ausfproffen, und nicht eher zu
Früchten werden , als bis fie fich in gröfsern Maffen
und eigenen fchoten förmigen Beitu^tniffen , wie bey
F. ceranoides, angehäuft $ fich mit einer eigenen
durchfichtigen Haut umgeben haben, und Saftfäden
zwifchen ihnen aufgetreten find. Dona,ti beging nocb
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Fernere Ausbildung und Befchränkung des Syftems. 251
das Verfehn, mehrere Thierpflanzen unter die Tange
aufzunehmen.
Seine Theorie von der Befruchtung derTange
wurde vom Grafen Jofeph Gimanni aus Ravenna (geb.
1692, f 1750) widerlegt. (0 per e pof turne , tom. 1.
2,, Venez. 1755. 1757- foJ.) Er hielt die pinfelför-
migen Härenen oder confervenartigen Fäden der
Tange für ernährende Werkzeuge, und warf, wie
Donati , die Zoopbyten mit den Tangen und Confer-
ven zufammen.
lieber den Unterfchied beider Familien war
man im Anfang diefes Zeitraums noch nicht im Kla-
ren. Boccone hielt die Zoophyteo für Gewäcbfe^
die aus niedergefchlagenem Schleim fich entvvickeJ»
und einen Milchfaft in den Zellen enthalten, (mufeo,
p. 262.) JVlarfigli hatte fchon bey den Zoophyteit
die polypenförmigen Organe, einen achtblättrigen
Kelch gefehn, der ihm fchien endlich die Frucht zo.«
enthalten. (Hifioire phyfique de la mer> Amft., 172&
fol.) Dafs diefe Organe polypenartig feyn , ahnte
Reaumure zuerft, und gab die ganzen Gewäcbfe für,
ein fteinhartes Gerinnfei aus. (Mem. 4e taa.de Paris,
1727, p. 578.) Um die Streitfrage zu lqfen, u über-
nahm Bern. Jufßeu ij4l eine Reife an c^ie J^iftea
der Normandie : er unterfuchte dieZoophyten gründ-
lich, fand die thierifche Natur derfelben beftätigt,
und theilte Ge fchon in Gattungen. (Me'tn. de l'ac. de;
Paris, 1742, p. 392.) Aber Linne hielt doch noch
feinen Beyfall zurück. In den erften Ausgaben, fei- "
nes Syftems hatte er die Zoophyten geradezu den
Thiereo beygezäblt: 17^5 ftand er noch an, wohin
er fie rechnen follte. (Amoen. acad. 1. p. 83.)
Dann aber trat Job. Andr. Peyffonel mit den
triftigften Gründen für die thierifche Natur der Zoo-
phyten auf. (Philo/, tr ansäet, vol. 47- p- 44^. f. 3Tra-
duetion d'un article des transactions plülofophiques für
- • 1
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35« Siebentes Buch. Zweytes Kapitel*
IrCoratf, Lond. 17.56. 12.) Und doch fucDte Jac.
Parfotis noch Marlieli's Meinung zu retten, (Philofi
trattSiK t 1712, p. 565. (.) Ja Joh. Hill, ein Arzt
in fjOndon, 1t ■775.) Raubte Juffieu's Meinung da-
dnreh zu widerlegen, dafs er in den Zellen • Bläschen
der Corolünen drey Staubfäden und drey Fruchtkno-
ten an^ib. {Effays in natural hi/tory , p. 3o.) Der-
felbe glaubte in der Botrytis und in andern Kopffa-
denpil/en die Keimkörner als Antberen anfehn zu
millTen, von welchen die Enden der Pilze befruchtet
werden, («taf. p. 120.) Bey der Lefkea fericea Hedw.
unterfchied er fehr gut die beiden Periftome: das in-
nere fah er als die Staubfäden, das Säulchen als das
Piftill an. (Philo/, transact. vol. 44- p. 60. f.)
Genauere Unterfuchungen über die Natur der
Zoophyten ftellte Joh. EUis , ein Kaufmann in Lon-
don, an, (f 1776). Diefer bewies die thierifche
Natur derfelben und nahm die Franzen als eigene
Thiere an, die in dem gemeinfehaftlichen Stamm,
wie in einer Pflanze, leben. (Philo f. transact* vol. 5o.
p. 280. f. vol. 55. p. 280. f. vol. 57. p4. 4<>4* vol. 66.
p. t.) Hiob Ba/tor, ein Arzt in Holland , (geb.
171 1 f f l 775,) geftand dies mit der Einfchränkung
zu', rfafs die Thiere blofse Gäfie und gar nicht we-
fentlich eins mit der Pflanze feyn. (Philo/, transact.
vol. 5o. p. 258.) Späterhin unlerfucbte derfelbe die
Bedeutung der Pinfeifäden bey den Tangen: die be-
fruchtende Kraft fprach er ihnen ab, weil fie nur
bey einigen gefunden werden, weil fie bey den noch
ganz jungen vorkommen, und weil man nichts dem
Pcillen ähnliches an ihnen bemerkt habe. (OpuscuU
/ubjeciüa, vol. 2. p. 118.) Doch verbindet er die
Sertulafien mit den Conferven, ünd rechnet beide
zu einer Familie. Treffliche Unterfuchungen zur
Anwendung der Sexual - Theorie auf niedere Pflan-
zen-Familien findet man auch in einer andern Schrift
»
•
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Fernere Ausbildung und Befchränkung des Syftems« 353
von ihm : Verhand. over de voorueeling der dieren ea
planten , Hariem. 1.7(18. 8.
Reaumure's Meinung trat noch Job. Targioni
Tozzecu, Prof. in Florenz, (geb. 1712, f 170*.»,)
bey. Er hielt die confervenartigen Fäden für die
männlichen Theile, warf aber auch die Thierpflan-
zen mit den Tangen zufammen, und glaubte, dafs>
wie bey diefen, durch Ausleerung der Saamen, die
Früchte blafenähnlicb erfcheinen, fo niften fich
Würmer in die leeren Kap/ein der Zoophyten ein.
(Relazionp di alcuni viaggi, vol. 2. p. 4^9« f»)
Am umfländlichften ward Reaumure's Theorie
von Sam. Qpttl. Gmeiin, Akademiker zu Petersburg,
(geb. zu Tübingen 1 743 , *t* 1774,) widerlegt, und
zugleich treffliche Winke über die nothwendige Be-
fchränkung der Sexual- Theorie gegeben. Man kann
nicht läugnen, dafs in diefer Hi n ficht feine Hifioria
fucorum, Petrop, 1768. 4«i ein neues Licht aufft eck-
te, welches die Dunkelheiten zertheilte, die durch
dies Vorurtheil von «der notwendigen Allgemeinheit
der Sexual -Theorie entftanden waren. Auch ift das
Werk höchft wichtig, wegen genauer Belchreibun*
gen fehr feltener Tange, die GmeJin von Pallas aus
den Sammlungen Steller's und Krafcheninnikow's er-
halten hatte. *
Späterhin ward die Natur der Zoophyten von
Joh. Steph. Guettard, (me'm. tom. 2. p. 28. f.)» von,
Leendei;t Bomme, (Verhand, van het genootfclu te
yiiffingen, 2. p. 277.), von Joh. Alb. Henr. Reima*
rus> Prof. in Hamburg, (geb. 1729, f 1801,) treff-
lich unterfucht. (Bey H. S. Reimarus Abh. über die
thierifchen Kunfitriebe, S. 11 3.) Auch Pet. Sim.
Pallas, aus Berlin , Akademiker zu Petersburg, (geb.
1740, f 1810,) trug fehr viel zur Aufklärung der
Natur diefer^ Familie bej. (Elenchus zoophycorum ,
Hag. Com. 1766. 8.) Und Job. EUu gab eine voll-
254 Siebentes Buch. Zweytes Kapitel«
ftandigc Naturhiftorie derfelben, worin die Haushal-
tung diefer Gefchöpfe aufgeklärt wird. (77ie natural
hiftory of many curious zoophytes, Lond. 1786.4.)
Das Meifte aber verdanken wir den trefflichen Un-
terfuchungen von Phil.' Ca voliniy (Memorie per fervi-
re alla fioria de polipi marini, Napol. 17^5. 40 Er
fucht* zu beweifen: dafs die polypenartigen Franzen,
welche aus der Rinde der Zoophyten hervortreten,
nicht felbftftändige Thiere, foodern Organe eines
grofsen Ganzen, und fowohl zur Ernährung als zur
Fortpflanzung beftimmt feyn : dafs die Rinde derGor-
gonicn einen faferigen Bau habe, der fie mit dem ßa»
fte der Bäume vergleichen laffe: dals daf'eigentliche
Leben der Zoophyten in der Rinde liege, und fie
(ich einen kalkartigen Kern bilden, wie dieSchaaJen-
thiere eine Kalkdecke. Zugleich machte er treffli-
che Hinwendungen gegen die allgemeine Annahme
der Duplicität der Gefchlechter im Pflanzenreich, und
fprach unter andern den Antheren der AJoofe das
Befruchtungs-Gefcbäfft ab.
Was die Schwämme betrifft, fo fetzte ihre
fchwankende Natur viele in Erftaunen, und es äu-
fserten ßch zu Linne's Zeit und nachher manche ganz
widerfprechende Meinungen. Otto von Münchhau»
fin, Erbherr auf Schwöbber im Hanno verfchen, fchrieb
fchon 17^7 an Linne: ihm fcheinen die Schwämme
Erzeugnifle von Polypen zu feyn, da er durch AufV
güffe beftändig eine Menge von polypenartigen Thie«
ren erhalten habe. Linne trug diefe Meinung bei-
fällig 1767 in feiner Disf. Mundus invifibilis (Amoen.
acod. 7. p. 3g5.) vor, und Münchhaufen hekannte
fich noch 1775 zu derfelben. (Hausvater , B. 2. S.
772.) Otto Friedrich Müller, Prof. zu Kopenhagen,
dann dänifcher Staatsrath, (geb. i73o, f 1784,) un*
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Fernere Ausbildung und Befchränkung des Syftem». 355
terwarf diefe Meinung einer befondern Prüfung. Er
fand, dafs die kryftailhellen Keimkörner der Blät-
<terpilze durch Aufgöffe allerdings in Bewegung ge-
riethen; allein er vergleicht die letztere mit der Be-
wegung der Pollen- Kögelchen in Waffer. {Pile-Lar-
ven med dobbelt haley Kiob. 1772. 4») Dav. Siegm.
Aug. Büttner^ Prof. in Göttingen, (geb. 1724, *f 1768,)
machte feinen Zuhörern ähnliche Verfuche bekannt,
wo er unter dem Mikrofkop das Auskriechen der
Fliegen • Larven aus den Keimkörnern der Pilze woll-
te bemerkt haben. Daher einer feiner Zuhörer,
Friedr. Willi. Weis , die Schwämme ganz aus dem Ge-
wächsreiche ausfchlofs, und Ge für die Wohnungen
von Aufgufsthieren und Infekten erklärte. {Plantae
cryptog. ßorae Götting. p. 2 . 3. ) Auch Joh . A n t . Sco-
7?o/i, Prof. zu Pavia, (geb. 1723, + 1788,) zeigte
lieh als Anhänger diefer Meinung, indem er die thie-
rifche Natur der Schwämme aus ihrem chemifchen ,
Gehalt und aus dem fchnellen Faulen ableitete. (£)*-
lic. infubr. vol. 1. p. 41» t) Jonas Dry ander , Biblio-
thekar des berahmten Banks, (geb. 1748, f 1811,)
fuchte dagegen die Pflanzen - Natur der Schwämme
zu retten, wenigftens ihre Erzeugung durch Thiere
zu widerlegen. (Disf. fungos regno*vegeiabili vindi*
cansy Lond. Goth. 1776. 4.)
Noch einmahl ftellte G. F. Mar Min* Apothe-
ker zu Wiefsloch, die ältere Meinung auf, dafs die
Schwämme fich aus verwitternden oder gährenden
Pflanzen -Theilen erzeugen', dafs Tie Spiele der Na-
tur feyn, dafs man alfo vergeblich fie in Gattungen,
und Arten theile, oder ihre Fortpflanzung durch
Saamen behaupte. (Ußeris Mag. für Bot. 3, 1Ö7.)
Eine ähnliche Meinung, dafs nämlich die Schwämme
durch vegetabilifche Kryftallifation entftehn, ftelltea
Natal. Jof. von Necker, kurpfälzifcher Botaniker,
(geb. 1730, f 1790,) in feinem Tratte Jur la myei*
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156 Siebentes Buch. Zweytes Kapitel.
tologie, Manul. 1785.8. , und Friedr. Kafim. M*di- <'
cus, Necker*s Nachfolger, (geb. 1706, f l&o(j>)
auf. (Vorleß der kurpfülz. phyf.dkon. Gefellfch.&.Z*
5. 53i. f.)
Dagegen ward dia Sexual -Theorie auf die
Schwämme von Jof. Gottl. Kölreuter , Prof. in Karls-
ruhe, (^eb. 1733, f l799>) angewandt. Ueberaü
bey den Kryptogamiften glaubte er in der die Frücbta
bedeckenden Haut das befruchtende Princip anneh-
men zu muffen : daher auch bey den Schwämmen dia
Halle (volva) fflr den männlichen Theil gehalten
wurde, obwohl diefe blofe bey den Blätterfchwäm-
men vorkommt. {Das entdeckte Geheimniß dertLrypto*
gamie, Karlsr. 1787. 8.) Laz. Spallanzahi, Prof.
zu Pavia, (geb. 1729, f 1801,) wiederholte die Mi-
cheli'fchen Verfuche, die Keimkurner der Pilze aus-
zufäen, und das Aufgehn derfelben gelang ihm voll-
kommen. (Opuscoli di fifica anim. e veget. 2. p. 2^7.
f.) Auch Bulliard% (geb. 1761, f 179^,) trat auf
die Seite der Sexual -Theorie. Die befruchtende
T£raft glaubte er in der Flüffigkeit zu nndeo, womit
die Bläschen und Zellen der Schwämme angefüllt
find, und die mit Schnellkraft von ihnen ausgefprflht
wird, dagegen die Keime oder Saamen Celbft unver-
ändert bleiben. Die verfchiedene Geftalt und Lage
der letztern befchrieb er forgfältig, nnd glaubte, dafs
ihre Fortpflanzung durch anhängende klebrige Feuch-
tigkeit begünftigt werde. {Hifi. des Champignons de
la France, preß vol. 1. t. 3. f. 43.) Aunh ein Herr
von Beauvois vertheidigte diefe Meinung. (Journ. de
phyf. vol. 36. p. 81.) Job. Hedwige Prof. in Leip-
zig» (geb. 1700, f l799>) dehnte ebenfalls die Du-
plicität der Gefchlechter auf die Schwämme aus*
Was er für die männlichen Theile hielt, find die ge-
treckten Zellen zwifchen den Keimfchläuchen , die
fich als Saftfäden in einigen Pilzen darftellen. (Theor.
♦
* ■
Uigitiz&d by
: /
Ferncrc Ausbildung und Bfjfchränkung des Syftems. 357 '
generat. ip. 227. t. 42* 4«) Derfelben Meinung
trat Karl Ludw. Willdenow, Prof. zu Berlin, (geb.
i765, t 18 »2,) bey. {Ufieris Annal der Bot. 3.
S. 58. Vorrede zur (Jeberf. von Boltons Werk über'
die Pilze.)
Noch einmahl erhielt die ältere Meinung von
der fchwankenden Natur der Pilze einen trefflichen
Vertheidiger an O. F.Müller, Er beobachtete in den
Wärzchen derClavaria rufa und purpurea kleine wei-
lte Körperchen, welche fich bewegten und endlich
in ein dichtes faferiges Gewebe zufammentraten.
Aehnliche Körperchen fah er in der oberflächlichen
Schicht der Spathularia flavida und anderer Schwäm-
me. Er befchreibt das Fortflauben einer Menge
glänzender Fünkchen aus den Sohwämmen, gerade
wie man es bey völliger Reife der grofcen Pezizen
(P. aurantidf leporina, grandis) bey trockenem
Wetter beftändig bemerkt. Er hält daher die von
ihm fogenannten Keulenfchwämme für Zoophytep,
(Prodr. zoolog. dan. p. «56. Befchäft. der berL Ge~
fellfch. Naturf. Freunde, B. 1. S. i5o,. 164.) Die-
felbe Erklärung gab, als ob es feine Entdeckung fey,
Ant. Aug. Henr, Lichtenftein , Prof. zu Helmstedt,
(geb. 1753, f »8i4») und (tützte fich be fonders auf
vorgebliche Beobachtungen von der Verwandlung
der Schwämme, vorzüglich der Tubulina Perf.
(Voigts Mag. für Naturk. B. 6. S. i38,) Gegen dia
Einwendungen, die Ranzani, Prof. zu Bologna , da-
wider machte, fuchte Remer diefe Theorie zu ver*
theidigen. [Voigt sMag. B.7.S, 408 — 4i5.) Gottfr.
Reinh. Treviranus, Prof. in Bremen, reebriete die
Schwämme und andere Kryptogamiften zu den
Pfjanzentbieren, fowohi ihres Baues als ihrer Mi-
febung wegen. (BioL if4\y.)
Dagegen machte fich Henr. Friedr, Link, Prof»
in Berlin, (geb. 1767,) durch treffliche Ünterftt*
4
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25f Siebentes Buch. Zweytei Kapitel.
cli u rigen über die unvollkommenften Gewächfe und
durch Clafßnkation derfelben äufserft verdient. {BerL
Magaz. B. 3. S. 1 — 4^. B y. S.25— 45.) So berei-
tete er das Syfiem der Pilze und Schwämme vor, wel-
ches C. G. Nees von Efenbeck 1817. Wflrtburg 4*
herausgab, worin die ftufenweife Entwickelung die-
fer Formen aus höhern Principien naebgewiefen ift.
Die Algen, welche zu Linne'sZeit wenig un-
terzieht waren, wählte AH>r. Wilh. Roth, Arzt zu
Ve^efack, (geb. 1755,) zum Qegenftand feiner Be-
obachtungen. Zwar hatte Job. Hedwig auch bey dem
Tremellen und Conferven doppelte Gefchlechtstheile
alfgenommen. (Theor. generat. p. 220.) Aber Roth
fah davon ganz ab, hellte die Tange und Conferven,
nach ihrem Bau, in Gruppen und ^rten, fchuf neue
Gattungen Rivularia und Linckia , deren Fortpflan-
zung durch Keimkörner er forgfältig beobachtete,
und bahnte fo den Weg zu genauerer Unterfuchung
diefer zahlreichen Familie. (Catalectabotanica, fafc.
,1—3. LipC 1797 — 1806. 8. Neue Bey träge zur
Botanik, Frankf. am Main 1802. 8. Botanifche Be-
merkungen, Leipz. 1807.8»)
Indeffen waren fchon früher in einigen Algen,
ja fogar in der Ohara, Bewegungen beobachtet wor-
den , die man mit den thierifchen verglich. Der be-
rühmte Mich. Adanfon bemerkte dies zuerft in einer
von ihm fogenannten TrernelJe (Ofcillatorie Van-
eher 's). (Mäm. de tac.de Paris, 1767. p. 564- f.)
Bonaventura Corti beobachtete die circulirende Be-
wegung des Safts in den Gliedern der Chara. (Oßer»
vazioni microfcopiche fulla Tremella p. 125. Locc.
1774. 8. Journal de phyfi tom. 8. p. 232.) Was CoJ-
lömb (Journ. de phyf. tom. 5g. p. 169. f.) und Jof.
Olivi beobachteten (mem. della foc. ital. tom. 6. p.
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Fernere Ausbildung undBefcbrlnkung des Syftems. 259
161. f.), war blofs die Annäherung der Prieftley'-
fchen grünen Materie an das Sonnenlicht, und das
ZurückGnken derfelben, wenn das Sonnenlicht ent-
zogen worden. Diefe Erfcheinung fuchte Franz von
Paula Schrank, Akademiker zu München, (geb.
1747>) hlofs aus der» durch das Sonnenlicht entwi-
ckelten Luft und der dadurch bewirkten gröfsern,
Leichtigkeit der grünen Materie herzuleiten.
Ganz eine andere, wirklich thierifche Bewe*
gung war es, die Turberville Needham , Kanonikus
zu Soigny, Director der Akademie zu Brüffel, (geb.
1713, f 1781,) an der Prieftley'fchen grünen Ma-
terie bemerkte. Es fonderten (ich nämlich Theil*
chen ab, die fich, dem Anfchein nach,' eine Zeit
lang ganz frey bewegten. (ZVouv. obß. microfcop. p;
192 — '990 Diefe gingen in der Folge wieder in
die Pflanzen -Natur über: andere verwandelten fich!
in ändere Aufgufsthierchen : daraus fc hlofs er: *
fchon, dafs fich eine Oattung Aufgufsthiere mit der*
jenigen, welche ihr unmittelbar vorangeht,- verei-
nige. Diefe Beobachtungen beftätigte Henr. Aug.
Wrisberg, Prof. in Oöttingen, (geb. 1739, f 1809,)
indem er fogar das Zufammenfchmelzen zweyer Auf«
gufsthiercben in ein einziges bemerkte. {Obfervat. de
animalculis infuforiis fatura, Gott. 1765.8.) Auch
O. Fr. Maller gehört zu den Beobachtern , die Need-
faam's Bemerkungen bekräftigten. (Vermium hifeoria,
vol. 1. p. 11.) Laz. Spallanzani läugnete indefs den
Uebergang der Aufgufsthiere in Pflanzen, und wollte
die Entftehung der erftern in der P rieft] ey*fchen Ma-
terie aus vorher dafeyenden Eyern herleiten. (Obferv.
für les animalc. des infuf. p. 148. f.) Genau aber und
vollftändig berichtigte Joh. Ingenhoufs , ein Belgier,
öftreich'fcher Hofarzt, (f 1799>) jene Beobachtun-
gen, indem er das Schwanken der Prieftley'fchen
Materie zwifchen zwey Reichen fehr gut dartbat.
17 *
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a6o Siebentes buch« Zweytes KapiteL
i
(Verm. Schriften, B. 2. S. i47» f.) Auch G. R. Trs-
viranus beftätigte dies durch treffliche Verfuche.
(Biol. 2. S. 319. f. 3. S. 317. f.)
Die zuckende Bewegung der Ofcillatorien ward
genauer von Horaz Benedict von Sau (für e {Jourru de
phyj. t. 37. p. 4oi. f.) beobachtet, und vom Einöafc
des Lichts hergeleitet. VolJftfndig wurden diefe Be*
merkungen von Joh. Pet. Vaucher, Prediger und Pro!
in Genf, (Hiftoire des conferves d'eau douce, p. 170.
f.) angeftelit. Dafs zwar im Ganzen die Richtung
der Bewegungen gegen das Licht ftatt findet; aber
dafs eine mannigfache Abänderung diefe r Bewegun-
gen beobachtet wird, und dafs man 6e daher recht
wohl mit den willkührlichen Bewegungen der Thie-
re vergleichen könne, dies fuchte Vaucher zu er-
weifen. Er glaubte felbft ein Kopf- und Schwanz-
ende in den Ofcillatorien zu entdecken, und zu be-
merken, dafs fie die Ringe verkürzen und verlän-
gern. Auch glaubte er die Fortpflanzung dieferCon-
ferven durch blofse Theilung der Scheinringe beob-
achtet zu haben. Die übrigen Mitglieder derConfer-
venfamilie unterfuchte Vaucher ebenfalls aufs forgfäl*
tiefte. _ Bey den von ihm fogenannten Ektofpermea
fand er neben den Keimkögelchen noch besondere
Hörnchen , die fich krümmten , und die ihm fchie«
nen die Verrichtung der Antheren zu Oben. (a. B.
p. 17.) Die Verbindung zweyer Röhren in den Gon-
jugaten, und die dadurch erfolgende Erzeugung der
Keimkügelchen aug der körnigen Maffe, das Zufam-
mentreten der letztem in den verengten Stellen der
Polyfpermen, und die eigentliche Bildung der Hy«
drodiktyen beobachtete Vaucher auf das forgfältigfte.
Faft zugleich mit ihm hatte Girod - Chansrant
die Conferven aus einem andern GeGchtspunkt be-
trachtet. ( Recherches chimiques et microfcopiques fit I
les conferves, les biffes es les tremelles, Paris 1802.
t 1 1
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Fernere Ausbildung und Befchränkung des Syftemi. 26t
8.) Die thierifche Ndtur der Conferren Oberhaupt
leuchtete ihm fo fehr ein, dafs er Ge entweder als
^olypen oder als Polypen • Wohnungen , oder end-
lich als Haufen von thierifchen Körpern anfah, die,
unbeweglich, wenn ihrer mehrere zufammenhangen,
einzeln willkühriiche Bewegung zeigen. Dafs fich
Sn dem Waffer, worin Conferren find, Aufgufsthiere
erzeugen, fah er als Beweis an, dafs fich die Con-
ferven in diefe Thiere verwandeln. Aber vortreff-
lich beobachtete er fchon das Zufammentreten der
körnigen Maffe, welche die OfcilJatorien erfüllt, zu
ovalen Keimkügelchen, den Anfangen der künftigen
Conferven. ( a. B» p. 216.) Dies ift eine Beobach-
tung, Idie zum Theil fchon Pel. Fontana (Journ. de
phyf. 7. p. 47-) gemacht, und die von G. R. Trevi~
ranus (verm. Schriften , S. 167.) vortrefflich betä-
tigt worden.
Die Erzeugung von Aufgufsthierchen aus den
Keimkügelchen der Ektofpermen (Conferva dilatato
Roth.) bemerkte auch Joh. Friedr. Trentepohl, Pre-
diger zu Oldenbrok im Oldenburgifchen. (Roth's
botan. Bemerk. S. 180.)
Ludolf Cbrift, Treviranus machte mehrere in-
tereffante Beobachtungen bekannt, welche bewiefen,
dafs die fcheinbaren Ringe und Scheidewände der
Conferven eigentlich aus Reihen von Körnern befte^
hen, die offenbar in den Conjugaten zu Keimkügel-
chen zufammentreten. (Weber 's und Mohr 's Beytr. zur
Naturkunde, B. 1. S. 176.), wohin auch M.H; Möhrs
Bemerkungen Über die Anhäufung der Keimkörner
in den Stricturen der Conferva torulofa und fluviati-
lis gehören. (Schräder s Journ. 1801. B. 1. S. 3i3.)
Alle diefe Unterfuchungen , die die Unmöglich-
keit der Anwendung des Sexualfyftems auf die Con-
ferven be weifen, «wurden aber blofs an den Con fer-
ven des füfsen Waffers angeheilt. Den innern Bau
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a6av Siebentes Buch. Zweytes Kapitel.
>
■ <
der Meer- Conferven , die ich Synemmenen nenne,
haben, meines Wittens, Jak. Sowerby und Jak. Ed.
Irnich zuerft in der Englifh botany, t. 1764 1814«
181 5. 1916. 2101. 2328. 234o. 2365. 2429. recht
genau angegeben, obgleich £chon* Alb. Wilh. Roth
und Lewis Wefton Dilluyn (Synopßs of the britifk
confervae, t. 44* 81. 85. io4*) den zufammengefett-
ten röbrigen Bau andeuten.
Andere Bildungen, die man bisher auch zu den
Conferven gerechnet, wieC ßoeeulofa Roth, catal. 1.
p, 192. fl. dan. 1487., C. »ec^ijtfl/i^DiJlw. t.24. engl-
bot. 1 6 1 1 . , C. taeniaeformis engl. bot. 1 883. , £ Bid-
dulphiana engl. bot. 1762., C. fiipUata engl. bot.
2488., C. obliquata daf. 1869. und C. firiatula daf.
ij)28., wurden von Chrift. Ludw. Nuz/ch, Prof. in
Halle, zu den Bacillarien Gmelin's, oder wahren
Mittelgliedern zwifchen Pflanzen - und Thierteich,
gerechnet. (Beytrag zur In/uforien - Kunde , Halle
1,817.8.)
Was die Flechten betrifft, fo gab Hedwig den
Keimhäufchen das Gefchäfft der männlichen Theile,
und fah die Scbeinfaamen in den Apothecien für
wahre Saaraen an. (Theor, generai. t. 33.) Erich
Acliarius aber, Provinzial- Arzt von Oftgothland in
Vadftena, erklärte fich fchon 1798 (Lichenograph*
fuec. prodr. p. x.) dafür, dafs jene Keimhäufchen die
Fortpflanzung bewirken, dafs dagegen die Körner in
den Apothecien nur Scbeinfaämen feyn. Er ftQtzte
üch befonders auf Jof. Gärtner's treffliche Bemer-
kung, dafs das Keimpulver der Flechten das einzige
Mittel der Fortpflanzung der Flechten fey, und die
fogenannten Fruchte keines weges wahre Saamen ent-
halten. Diefe Idee fahrte er neuerlich vortrefflich
aus. (Acharii lichenograph. univ. p. 7. Synopß me-
ehod liehen, p. 11. 1 1 1 . )
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Fernere Ausbildung und Befchränkung des Sylteins, a6 j
m
Auch in d,en Leber - und Laubmoofen, wo be«*
fonders in den Jetztern die Antheren fo unläugbar
fcheineo, dafs Hedwig die Allgemeinheit des Sexual -
Syfteras dadurch vorzüglich begründen zu kennen
glaubte, fchienen dem unfterblichen Jof. Gärtnet dia
Keime eine viel wichtigere Rolle zu fpielen. Er f tritt
geradezu gegen die männliche Verrichtung jener
Schein - Antheren , und glaubte, dafs weit eher im
Deckelchen der Kapfein die befruchtend© Kraft zu
fuchen fey. (Gären, de fruct. l.p. xxxv. ) Dafs die
Antheren der Moofe keinesweges die Befruchtung
bewirken, fuchten auch Alb. Wilh. Roth (Botan.
Bemerk. S. 22.) und ich (Anleit. zur Kennen, der Gew.
B. 5. S. 223. f.) darzuthun.
Zu den Vertheidigern der männlichen Theila
bey den Jungermannien gehört noch Ott. Fr, Müller*
der die Paraphyfen oder fehlfchlagenden Piftille für
Staubfäden hielt. (Flor. Fridrichsdal. p. 188. t. 2. f.
5. 6.) Natal. Jof. Necker aber verwarf jede Fort-
pflanzung der Moofe durch Saamen, und fchrieb dies
ganze Gefchäfft den Keimen und Knofpen zu. (Act*
theodor. palat. 2. p. 4^4* PhyfiaU mufcorum, Mannh.
1774. 8.)
Wie Job. Hill in den Wimpern derMooskapfeln,
fo hatte er in dem gegliederten Ringe der Kapfein
der Farrenkräuter das befruchtende Wefen gefacht«
(Vegetable fyfi. p. i44-) Kölreuter fchrieb diefe
Kraft dem Schleyerchen, (Entdeckt. Gelieimni/s der
Jtryptog. S. 79. ), Gleichen den Spaltöffnungen auf >
der Rückfeite der Blätter zu, (Das Neue/te aus dem
Reiche der Pßanzen, S. 24.)» Diefe Meinungen
verdienten fo wenig umftändliche Widerlegungen,
als Hedioig's Idee, dafs die Haardrüfen der unent-
wickelten Wedel die Antheren feyn. ( Theor. gener.
* F»94*97<) Job. FranzMaratti, der bald das Schley»
■
■
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364 Siebentes Bück« Zweytes Ksphel;
erchen, bald die Saamen -Kipfeln felbft für dieJBe*
fruchtungstheile erklärte, konnte ebenfalls aufkei-
men Beyfali Änfpruch machen. (t)*fcriptio de 9erm
ßprum exiftentia, Rom. 1760. 8. Huperz de filicum
propagaiione, Gott. 1798.8.) Auch Joh. Jak. Bern»
Hardts Meinung, dafs die verdickten Enden der Ve-
nen in den Blättern der Farrenkräuter, aber denen
£cb> die Oberhaut in Schüppchen löfet, Antheren
feyn, ift bald in Vergeffenheit gerathen. (ScHrader's
Joärn. 1801. B. 1. S. 9.) Nach Gärtners Meinung
(a. a. O. p. xxxvit.) war HWs Idee um defs willen die
wahrfcheinlichfte, w,eil man bey verwandten unvoll*
kommeoen Gewächfen, wie bey Pilularia und Mar«
filea, das befruchtende Princip in unmittelbarer Nach*
barfchaft der Früchte bemerke.
w
Während die Sexual -Theorie auf die vollkom-
menem Pflanzen befcbränkt wurde, blieb auch <fer
Grund derfelben nicht unerfchüttert. Karl Alfton ^
Prof. in Edinburgh, (geb. i683, f 1760,) bezwei-
felte die Nothwendigkeit des Zufammenwirkenf
zwiefach gebildeter Theile zur Erzeugung der Saa*
inen, weil der Pollen aus den Antheren, dem Stigma
gegen über (wie bey den Irideen) ausgefchiedea
werde, weil Stigma und Antheren oft wenigften*
zu verfchiedenen Zeiten reif werden, und endlich»
weil das Wegfehneiden der Antheren nach völliger
Entwickelung der Blume nichts fchade. (Edinb. neue
Verfuclie und Bemerk. i> 234. f.) x
Nicht unbedeutend waren die Einwürfe, welche)
Georg Friedr. Möller 9 Kammergerichts- Ad vocat in
Berlin und Gutsbefitzer in Sauen, gegen die Sexual -
Theorie machte. (Hamb, MagaZ. 2> 454* f* 3, 4*o*
7, 428. f.) Dafs, nach ausgeriffenen männlichen Pflan»
fctn§ Spitttt und Hanf dennoch, vollkommene Saa-
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V
► \
• I
Fernere Abbildung und Befchr äiikung des'S y ftems. 363
1
men tragen, fchien Ihm ein ficherer Beweis gegen
die Notwendigkeit deir zwiefachen Gefchlechtsthei*
le zu feyn. Auch, glaubte er, habe die Natur viel
einfacher und leichter zu ihrem Zwecke gelangen
können, wie Ge denn diefen auf die einfachfte Weife
in unvollkommenen Pflanzen erreiche. Abr. Gottb.
Käßner , nachmals Prof. in Göttingen, (geb. 1719)
f 1800,) fuchte die Sexual «Theorie gegen Hiefe Ein-
würfe dadurch zu retten, dafs er das zufällige Da-
feyn der Zwitter1>luthen in den diöcifchen Pflanzen
darthat, und durch das Beyfpiel der Weiden bewies.
(Ha/?2&. Afag. 3, 1 1. 6, 529.)
Sehr wichtig für die Lehre von der Befruchtung
waren die Unterfuchungen von Kafp. Friedr. Wolff*
Akademiker in Petersburg, (f .1794). Er bewies
nämlich, dafs die Organilation des Embryo keines»
weges der Befruchtung vorausgehe, und eben fo We-
nig mit ihr zufammenfalle , fondern data nurorgani-*
firbare Theile abgefondert, durch die Kraft des Pol*
lens belebt, und allmählig orgar.ifirt werden. Er
unterfuchte die unbefruchteten Eyer, ian zu zeigen,
dafs fie blofse Bläschen mit klarem Waffer angefallt,
feyn und dafs kein Porus in denfelben eine Oeffnung
bilde. (Tfieoria generat. p. 170. f. t. 1. f. 23. f.)
Auch durch Wilh. Friedr. von Gleichen , mark-
gräfl. anfpach'fchen geheimen Raths, (geb. 1717,
f 1783,) milcrofkopifche Unterfuchungen gewann
die Lehre von der Befruchtung. JObgleich für die
Evolutions -Theorie eingenommen, bewies er doch,
dafs die Härchen und Wärzchen des Stigmas ge-
fcbloffen feyn , alfo kein unmittelbarer Uebergang
des Pollens Statt finde, und hob die Zweifel gegen
die Sexual -Theorie, von dem Anfetzen der Saamen
in diöcifchen Pflanzen hergenommen, dadurch, dafs
er Zwitterblüthen im Spinat nachwies. (Das Neuefie
aus dem Reiche der PßanZen, T. aSZT. A. Anh. T. 1 o. )
»
afiÄ Siebentes Buch. Zwertes Ramtel.
Vorzügliche Verdienfte erwarb ficU in die/er
Hioficht Jof. Gottl. Kplreuter. Er bewies» dafs die
Polle nkügelchen nicht unmittelbar in den Eyerbock
übergebn können, dafs auch das Ausfprüben der
Maffe aus den Pollen - Körpereben nicht in der Natur
Statt finde» fondern jene ganz einfach in der Feuch-
tigkeit des Stigma's aufgelöft werde. Er zeigte,
welcher Hüifsmittel ßch die Natur bediene, um die
Befruchtung zu bewirken, der mechanifeben Anhal-
ten bey einigen, der Infecten bey andern Pflanzen.
(Vorläufige Nachrieht von einigen das GeJchJecht der
Pßanzen betreffenden Verfuchen und Beobachtungen,
Leipz. 1761. 8.) Höchlt wichtig waren feine fort-
gefetzten Verfuche mit Baftard- Erzeugungen, wo er
entweder zwey Arten mit einander befruchtete, oder
wenigftens den Pollen der einen Art zu Hülfe nahm,
um Veränderung der Geftalt in der andern Art her-
vorzubringen, oder endlich blofc zwey Spielarten
mit einander verband» Er bemerkte) dafs manche
diefer Baftarde fruchtbar waren, andere nicht, ja
dafs einige jp fpätern Gefühl echtem wieder zu der
alten Form zurückkehrten. Dafs aber von felbft der-
gleichen Baftarde entftehn, ward fchon von ihm gro-
fsentheils geläugnet. Durch diefe Beobachtungen
widerlegte (ich die Vorbildung der Embryonen, fo-
wohl im Eyerftock als im Pollen völlig. Kölreuter ,
f teilte fie aber vorzüglich an Tobak und Verbafcum-
Arten an. (Fortfetzung der vorläufigen Nachricht,
Leipz. 1763. Zweyte Fortfetzung , 1765. Dritte
Fortfetzung, 1766.)
Mein Oheim, Chrifr. Konr. Sprengel, (geb. zu
Alt • Brandenburg i75o, eine Zeit lang Rector in
Spandau, und dann Privat- Gelehrter in Berlin,
f 181GJ fetzte durch feine Beobachtungen die Be-
ziehung derNektarien auf die Befruchtung in das hei«
lefte Licht. (I}as .entdeckte Geheimnifs der Natur im
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n Fernere Ausbildung und Befchränkung derSyftemi. 367
Bau und in der Befruchtung der Blumen, Berlin 1793.
4.) Nicht allein unterfchied er die verfchiedenen
Werkzeuge zur Aufbewahrung und Schätzung des
Nektars, fondern er lehrte auch die Bedeutung der
Saftmäler kennen, und zeigte, warum fich die An-
theren bey fehr vielen Pflanzen gerade an der, dein
Stigma entgegengefetzten Seite offnen, weil hier
nämlich der Zugang zu den Nektarien den Infecten
frey fteht, und fie fo den Pollen abftreifen können.
Er führte ferner den Begriff der Dichogamie ein , die
fonft den Naturforschern viel Bedenken erregt hatte.
Die Erfahrung lehrt nämlich, dafs in derfeiben BIu*
me beiderley Gefchlechtstheile nicht zu gleicher Zeit
Shre Vollkommenheit erreichen , dafs entweder die) -
Antheren, oder die Stigmen früher reif werden.
Daher kann auf mechanifche Weife nicht die Be-
fruchtung erfolgen, fondern es muf« durch Infecten
aus andern Blumen der Pollen auf das eben reife
Stigma gebracht werden. Man hat meinem Oheim
% mit Unrecht vorgeworfen, dafs er die Befruchtung
durch Infecten zu allgemein annehme. Er gefleht
fielbft, dafs Gräfer, Kätzchen tragende und Zapfen*
bäume davon ausgenommen feyn. Ja, die Orchi-
deen nannte er fogar Scheinfaftblumen , weil hier
zwar der Apparat der Nektarien da fey, aber keim
wahrer Nektar abgefchieden werde.
Noch eineErfchQtterung erlitt die Sexual «Theo*
rie durch die Einwürfe und gegenfeitigen Beobach-
tungen, welche Laz. Spallanzani bekannt machte.
Zuerft bemerkt er, dafs vor der Befruchtung fchon
die Saamen in der Frucht von Spartium iunceum vor*
handen feyn; und, da er felbft gefteht, dafs weder
Saamenlappen noch Pflanzchen zu entdecken, fon-
dem dafa das Ganze eine gleichförmige, etwas
fchwammige Made fey, die einer geronnenen Galler-
te gleiche , fo konnte kein Anhänger der Sexual -
1
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268 Siebentes Buch« Zweytes Kapitel;
Theorie mit ihm darüber ftreiren. Diefe Bemerkung
beftätigte fich bey mehrern Pflanzen, und ward von
ihm als Naturgefctz mit Recht angefebn. (Deila gene»
razione di diver Je plante nella Fifica animale e vegeta-
bile, p. J09 — 534.) Dann machte er Vtrfuche am
Bahlicum und am Hibifcus fyriacus, die ihn lehrten,
dafs der Embrvo fich allerdings ohne Zuthun des
männlichen befruchtenden Princips zeige , aber dafs
er nicht entwickelt werde, folglich der Saame auch
nicht aufgehe, (daf. p. 34o. ) Schon diefer Satz wi-
derfprach den bisherigen Erfahrungen, aber noch
mehr die folgenden Beobachtungen, nach welchen
Kürbiffe und Angurien , denen man alle männliche .
Blüthen geraubt; Spinat, Hanf und Bingelkraut, von
denen man alle männliche Exemplare entfernt hatte,
guten fruchtbaren Saamen trugen, (daf. p. o49 —
394.) Diefe vorgebliche Beobachtungen ftiefsen fo
fehr gegen alle Erfahrungen Anderer an, iiefsen fich
zum Theil aus dem Vorkommen djer ZwitterbJüthen
in weiblichen Spinat - und Bingelkraufpflanzen er- *
klären, und Spallanzani felbft hatte fich zu wenig
Glauben bey denen, die ihn näher kannten, zu ver-
fchaffen gewufst, als dafs man jene Einwürfe gegen die
Notwendigkeit doppelt gebildeter Gefchlechtstheile
bey vollkommenen Pflanzen auf irgend eine Weife
gültig oder hinreichend zur Widerlegung des Syftems
anfehn konnte. Dennoch wagte Franz Jof. Schelver,
Prof. zu Heidelberg, fich gegen die Sexual -Theorie
aus (eltfamen Gründen zu erklären. Ohne Kenntnifs
des Pollens behauptete er, dafs diefer vielmehr ein
tödtliches Gift für das Stigma fey. Es zeugte von un-
glücklichem Hang zum Grübeln aus Begriffen, wenn
er die Zwitter- Natur der Gefchöpfe läugnete, und
den Satz aufftellte, Külreuter's Verfuche beweifen
blofs eine Art von Impfung, und die Befruchtung
durch Infecten fey nicht dargethan. (Kritik der Lehre
I
Fernere Ausbildung und Befchränkung det Syrtemi. 269
» *
von den Gefchlechtern der Pßanze, Heidelb. 1812. 8.)
Diefe Schrift verdient -die Vergeffenheit, der man
fie übergeben ha*.
Es fehlte feit Linne's Tode nicht an Verfuchen,
feinem Syftem mehr Folgerichtigkeit zu geben, den
Gattungen beffere Plätze anzuweifen , fie richtiger zu
charakterifiren und einzelne Theile des Syftems
gründlicher zu bearbeiten.
Einer der Altern und wardigen ScbrTftfteller ,
die hierher gehören, ift der gelehrte Gärtner zu
Franeker, David Meefe, deffen Arbeit über die neun-
zehnte Linne'fche Klaffe, (Hei XIX. claffe van Lin-
naeus opgeheldert en vermeerdert\ Leeuward. 1761.
8.) ein fehr forgfältig ausgearbeiteter Schlaffei zu
diefer Klaffe ift. Die Gattangs - Charaktere find nach
eigenen Unterfuchungen angegeben , und es wird
richtig bemerkt, dafs die Ordnung der Monogamie
keines weges zu diefer Klaffe (nach der natürliche»
Verwandtfchaft) gehöre. Uebertroffen ward diefe
Arbeit durch Joh. le Francq van Berkheys Schrift:
Expofuio characteriftica Jlorum » qui dicuntur compo~
fuiy Leid. 1760. 4« Hier findet man» die feinften
und genaueften Unterfuchungen aber den Bau des
Antheren-Cylinders, über die VerfchiedenbVüen
des Fruchtbodens, der Saamenkrone und' des Kel*
ches, durch gute Kupfer erläutert«
Die Familie der Dolden wählte Henr. Job. Ne»
pomuk Crantz, Prof. in Wien , (geb. 1722 , f 1799,)
zum Gegenftand feiner Unterfuchungen. (.Claffis um*
belliferarum emendata, Vienn. 1767.8.) Bekanntlich
hatte Linne die Gattungen diefer Familie nur mangel-
haft bearbeitet, und, ftatt feften Grundfätzen zu foU 1
gen, bald auf das eine bald auf darandere Merkmahl
gefehn, fich aber hauptfäcblicb durch das Anfebs
1
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270 Siebentel Bach« Zweytes Kapitel.
leiten laflen. Crantz tadelte dies mit Recht, vod
(bellte die verfchiedenen Formen der Frucht als Ein-
theilungsgrund auf. Es kommen hiebey fohr viele
gute und durchdachte Aenderttngen vor. So unter*
fcheidet er zuerft Süer aquilegifolium Gärtn, von La*
ferpitium. So verbindet er Athamanta und Bubon
zu einer Gattung, die er Libanotis nennt: Ligufri-
cum vereinigt er mit Meum. Heracleum auftriacum
und Imperaeoria Chabraei ftellt er zuerft auf. Aber
natürlich fehlt es nicht an Verfehn, befonders an
Verbindungen mehrerer Gattungen, die nicht zu-
fammengebören.
Auch die Siliquofen fuchte derfelbe beffer dar-
zustellen in feiner: Clajfis cruciferarum emendata,
Lipl. 1769. 8. Er unterfcheidet hier von der fitiqua
und filicula noch den fructus filiquatus, der ahlang
und gegliedert fey, wie bey Raphanus: doch trennt
er den Raphanus faiivus von dfefer Gattung, und
bringt ihn mit Sinapis und Braffica zufammen. Eine
Gattung Nafturtium ftellt* er auf, deren Frucht kugel-
rund und ausgerandet ift , dazu rechnet er CoMearia
faxatilis R. Br. und einige andere Arten derfelben
Gattung. Unter Clypeola vereinigt er Pelttriaj
Bifcutella urtd Alyffum maritimum. Petrocallis py-
renaica R. Br. und Cumelina auftriaca deffelben wer-
den gut erläutert, letztere als Cochlearia. An
Crantz war der Ton den Feffeln des Anfehns freye
Geift zu rahmen; aber zu tadeln der Hafs gegen Ün-
üe und Jacquid.
Ein ungleich würdigerer Nachfolger LinneY,
der nicht allein einzelne Theile feines Syftems, fon-
dern die meifteo Gattungs • Charaktere zu berichti-
gen und zu verbeffern fuchte, war Job. Chrift. Dan.
Schreber% Prof. zu Erlangen, (geb. 1739, + i8ib%
Vorzügliche Sorgfalt wandte er auf die Gräfer, die
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Fernere Aasbildung und Befchränkung des Syftemg . 271
er mit unübertrefflicher und faft 7u weit getriebener
Genauigkeit unterfuchte und befchrieb. Seine Be*
fchreibung der Gräfer, Th. i — 3. Leipz. 1769 —
1810. fol., ift ein eben fo rühmliches Denkmahl fei-
nes Beobachtungsgeiftes, als feine Ausgabe der Gene*
ra plantarum, vol. 1. 2. Frcf. 1789. 1 791 . 8. , für fei-
ne umfaffende Kenntnifs des Gewächsreiches zeugt.
Auch einige kleinere Schriften: Icones et defcriptio-
nes plantar um minus cognitarum, dec. 1. Hai. 1766.
fol. Plancarum verticillatarum unilabiatarum genera
et fpecics, Lipf. 1774« 4-> ft> wie mehrere Disferta-
tionen, welche durch feine Beyhülfe entftanden, wie
Jo. Aloyf. Frölich de Gentiana libellus, Erl. 1796.
8. Jo. Lud. Chrift. Rulle fpicilegium obfervationum de
Aconita^ Erl. 1708. 8. Andr. Ern. Etlinger de Sal-
via, Erl. 1777. 4- Wilh. Drefky de Valeriana officio
nali, Erl. 1776. 4- > verdienen eine ausgezeichnete
Stelle in unferer Literatur.
Wenn wir Schreber's Befchreibung der Gräfer
unübertrefflich nannten, fo wurden doch die Abbil-
dungen, feinem Werke beygefügt, von den Darftel-
lungen übertroffen, die Nie. Thom. Hoft, öftreich-
fcher Leibarzt, feinem grofsen Pracht werke: Icones
et deferiptiones graminum auftriacorum , Vienn.
1801 — 1814. vol. 1 — 4., beyfügte. Nicht blofs
eine Menge neuer Arten, fondern auch die höchfte
Genauigkeit in der Darftellung der kleinften Theile
erregen eben fo viel Bewunderung als die bedeutende
Zahl von eigentümlichen Beobachtungen, wodurch
die Gattungs- Charaktere berichtigt werden. Auch
J. Gaudins, Pred. im Waadtlande, Agroftologia Hel-
vetica, vol. 1.2. Parif. 1811.8., verdient rühmli-
che Auszeichnung. Weniger G. Lud. Kblers, Prof.
zu Mainz, deferiptio graminum in Germania et Galliä
fponte nafeentium^ Frcf. 1812.8.
37d Siebentes Buch. Zweytes Kapitel.
Den Riedgräfern widmete Chrift. Schkuhr, Me-
cbanicus zu Wittenberg, (geb.- 1740, t 1811,) feio
Studium und Künftler -Talent. Seine Befchreibung
und Abbildung der Riedgräfer , Wittenb. iSoi. 1806.
8., enthält auf o/3 Kupfertafeln ungemein richtige
Darftellungen der raeiften bekannten und vieler
neuen Arten. Es bleibt, nebft Hoft's angeführtem
Werk das vorzQglichfte Hülfsmittel beym Studium
diefer Familie. Früher fchon hatte Sa m.Goodenough,
Bifchof von Carlisle, die brittifchen Riedgräfer neu
tinterfucht und trefflich berichtigt. (Transact. <tf
the Linn, /oc., vol. 2. p. 126 — 211. vol. 5. p. 76 —
79.) Und Georg Wahlenberg, Adjunct der Uni-
verfität zu Upfala, charakterifirte um diefelbe Zeit
142 Arten Riedgräfer genau, und verbeßerre die
Kunftfpracbe bey diefer'Familie. (Stockh.acad. ha ndl.
i8o3. p. i58. f. Annais ofbotany, vol. 2. p* 112 — -
144.) Georg Wolfg. Panzer, Arzt zu Herfpruck
bey Nürnberg, gab in feinen: Ideen zu einer künfti-
gen Revifion der Gattungen der Gräfer, München
181 3: 4«i fehr gute Beyträge zur Berichtigung der
Charaktere. Endlich wurde die ganze Familie der
Gräfer in 21 3 Gattungen, nach ganz neuen, oft eben
fo fchwer einzufehenden als zu rechtfertigenden
Grundfätzen getheilt, und fo eine Reform gegründet,
wodurch freylich viel Irrthümer berichtigt und neue
Ideen geweckt werden, wenn auch das Syftem im
ganzen Umfang nicht angenommen werden dürfte.
Dies that A. M. F. J. PaUfot - de - Beauvois, Akade>
miker in Paris , in feinem Effai äune nouvelle agro-
ftographie, Paris 1812. 8., mit 25 Kupfern. . ,;w±
Die Scitaminen wurden zuerft von Joh. Gerb,
König, Miffionsarzt auf der malabarifchen Küfte,
(geb. 1728, f 1785,) gut unterfucht. (Ret&ukßnß.
botanic. fafc. 5. p. 45 — 76.) Dann aber erwarben
fich Wilh. Ro/coe, (Tronsact» o/the Linn.foc. voL 8.
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Fernere Ausbildung and Befcbränkung des Syrtems. 27g
p. 33o. f.) und Wilh. Roxburgh {Aßatlc refearch.
vol. n. p. 200. f.) bedeutende Verdienfte um dia
Berichtigung der Charaktere. Nicht unrühmlich
fchliefst Geh ihnen Ferdin. Fifcher% AufTeher des R*-
zumofsky'fchen Gartens zu Gorinka bey Moscau, an.
(Commentat. fociet. phyf. med. Mosqu. vol. 1. p. 12. f.)
Die Orchideen erhielten in OJ. Swartz, Prof,
und Akademiker in Stockholm, einen trefflichen
Bearbeiter. (Act. foc. feie nt. upfal. 6. p. 5g. f, Stockfu
acad. handi 1800. p. 202. f. Schräder s J ourn. 1799.
St. 2. S. 201. und neues Joum. 1 . S. 1 — 1 08.) Ihm
verdanken wir eine Menge neuer Gattungen , fo wie
die Berichtigung der früher bekannten. Rob.Brown's
und HumboMt's Verdienfte um diefe Familie werden
wir bey andern Gelegenheiten rühmen.
Die Coronarien , Liiiaceen und Spathaceen' wur-
den von Aug. Pyr. Decandolle und P. J. Redoute be-
arbeitet. ( Hifcoire des plantes großes, 1 — 22. Paris
1799 ~"~ *8i 1. fol. und Les UliacSes, 1 — 80. Paris
1802 — 181 5. fol.) Adrian Hardy Haworth be-
fchrieb die bekannten Arten von Aloö, und theilt
fie in drey Gattungen: Haworthia, mit zweylippi-
ger, Gafceria mit gekrümmter und Aloi mit regel-
mafsiger iilume. (Transnet. of the Linn. foc. vol. 7.
p. 8. f. Synopfis plantarum fucculttnarum, Lond. 1 8 i 2.)
K. L. Willdenow theilte zu gleicher Zeit diefelbe Gat-
tung in vier befondere: Rhipidodendron , LomatophyU
lum, Apicra und Aloe. (Berl. Mag. 5. S. \ 6ö. f.) Aber
G. Fürft und Altgraf zu Salm- Dyck vereinigte Api-
cra, Haworthia und Gafteria wieder mit der alten
Gattung Aloe, und brachte mit kritifchem Scharf-
nnn in die Synonymie Ordnung und Harmonie.
(Verzeichnifs der verfchiedmen Arten und Abarten des
Gejlhlechtes AM, 1817. 8.) Die Gattung Crocui
erhielt einen Bearbeiter an Karl Ludw. Goldbach,
(Disf Croci hiftoriam fiftens , Mosqu. 1 8 1 6. 8.) Karl
Geich. <i. Botanik. 1. B. »8
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274 Siebentes Bach. Zweytes Kapitel«
Pet. Thonberg, Prof. in Upfala, ftellte die Gatten,
gen Ixia (i783), Gladhlus (17S4), Iris (1782),
Moraea (1787), Aldi (1785), und Melanthium (1797)
«uf. ( Thunb\ Di&J. acad* vol. 2. p. 101» i35. i57,
.181. 277. 391.) Auch gehört feine Befphreibuog
der Gattuog Dilatris hieher. (Schriften der Berl Ce.
fellfch. Naturf. Fr. B. 4» 8. 42- £■) J°h. Bellenden
Gawier , fpäter Ker genannt, theilte die Irideen odet
Enfaten, in zu viele künftliche Gattungen, von de«
nen indefe einige beybehalteo werden müffen. (An-
nais o/bot. x. p. 219. f.) ^^eft' . , ... :. ....
Die Proteaceen prüften Pet, Jon. Sergius, Prof.
in Stockholm, (f 1790), (S tockh. aceuL handL 1766,
p. 3i6. f.>, und Karl Per. Thunberg , (Disf de Protea,
1781. und in Disf. botan. 2. p. 2 1 . f.) R. Brown aber
unterwarf die ganze Familie einer höchft iotere {Tin-
ten Revißon. ( Transact. 0/ the Liga* foc* voL 10. p.
i5—226.) '
Derfelbe lichtete die Contorten, und theihe ße
auf mufterhafte Weife in Gattungen. (Transact, qf
the Werner, fociet. vol. 1. pk 4<>. f») Fraher (chon
hatte Nie* Jof. vom Jacquin die Gefchlechtstheile 4tt
Afklepiadeen vortrefflich unterfocht» (Mifcelhut*
aufm 1. p. 1 — 3i. Genitalis AJclepiadearum con*
troverfa, Vieon. 181 x» 8.) Franz Majfon befchrieb
in einem Prachtwerk die Arten der Gattung StopeUa,
die er im inner n Africa gefunden, (Stapeliae nopae)
, Lond. 1796. fol.), und Nie« Jof. von Jacquin (teilte
eioe Menge Arten derfelben Gattung, die in den
Wiener Gärten gezogen worden, meifterhaft auf.
(Stapeliarum deferiptiones figuris coloratis illußrwe,
Vienn. 1806. fol.)
Unter den Zapfenbäumen wurde die Gattung
Pinus von Aylmer Bourke Lambert in einem klaffi*
fchen Werke befchrieben. (A defeription ofthegenus
Pinus, Lünd. iSo3. fol.) Rich.Ant. SalUbury (teil-
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Fernere Ausbildung und Befchränkung des Syftems. 275
te die neuen Gattungen: Agathis, Eutaffa, Colym-
bea und ßelis, auf. (Transact. 0/ the Linn.foc. vol. 8.
p. 3o8 — 317.)
Unter den Ameptaceen zog die Weide vorzüg-
lich die Aufmerkfamkeit neuerer Botaniker an.
Georg Franz Hof mann , Prof. in Moskau, war der
erfte, der die deutfchen Weiden forgfältig unterrich-
te. (Hiftoria falicum iconibus illuftrata, vol. 1. 2.
tab. 1 — 3i. Lipf. 1785 — 1791. fol.) Da fpäter
löh, Edw. Smith und Karl Ludw. Willdenow faft zu
\iele Arten aufhellten, fo unterwarf W. C. Seringe,
Lehrer in Bern, die fchweizerifchen und deutfchen
Weiden einer neuen Prüfung, worin aber oft zu viele
Befchränkungen vorkommen. (Effai d'une monogra»
phie des faules de la Suiffe , 1 8 1 5. 8.)
Unter den Primuleen wurde die Hauptgattung
von J. G. G. Lehmann vortrefflich bearbeitet. [Mono-
graphia generis Primularum, Lipf. 1817. 40 Der-
ielbe wird eine Ueberficht der Afperifolien liefern.
Die Gattung Solanum und einige verwandle befchrieb
M. F. Dunaly Prof. in Montpellier , meifterhaft. (Hi-
ßoire des Solanum , Montp. 181 5. 4-)
Unter denEriceen reizte die Ilauptgattung durch
Schönheit der Formen und Farben. K. P. Thunuerg>
(Disf. botan. 2. p. 19D. f.), Henr. Andrews, (Engrav-
ings of heaths , vol. 1 — 3. Lond. 1800 — 1809.
The heathery , n. 1 — 17. Lond. 1804 — 1807. S.\
und Joh. Cbriftoph Wendland, Auffeher des Gartens
in Herrenhaufen, (Ericarum icones$ faic. 1 — 17.
Hannov. 1798 — 1806. 4«)i gaDen treffliche Ab-
bildungen. 1 Fr. Waitz, Kammerfckretär in Alten-
btirg, ftellte die bekannten Arten zufammen. (ße-
fchreibung der Gattungen und Arten der Heiden ,
Altenb. i8o5. 8.) Richard Ant. Salisbury aber gab
in feinem reichen Verzcichnüs vielen bekannten Ar-
ten ohne Noth neue Namen, und trennte die Gut-
18 •
276 Siebeates Buch. Zweytes Kapitel.
•
tung Erica in mehrere. (Ti ansäet, of the Linn. foc.
vol. 6. p. 3 16 — 538.)
Um die Compofitas erwarb fich Aug. Pyr. ßecan-
dolle e»n grofses Verdienft, indem er, wie Marian
Lagafca zu gleicher • Zeit gethan, (Variedades de ci-
encias , ann. 1. 2.), eine neue Gruppe der Labiati-
ßoren , oder Perdicieea, aufhellte; Syngenefiften, die
Jurch zweylippige Dlümchen fich auszeichnen und faft
durchgängig in Südarneriea zu Haufe find. (Ann. du
muf. 19. p. 69. f.) Henr. Caffini machte über diefe Fa-
milie, die er SynantherSes nannte, Grundfätze be-
katmt, welche fich fchwerlich allgemein anwenden Jaf-
fen, da fie zu fpitzfindig find. {Jourti. äebot. 4. p. 201. f.)
Die Cruciferae o ler Siliquofen wurden neu bear-
beitet von R. Brown (in Alton hort.kew. ed. 2. p.71 —
i3o.) und von Desvaux (Journ. de bot. 5. p. 1 45. f.)
Die Dolden- Gcwächfe hatte Pet. Cuffony Prof.
f zu Montpellier, (^eb. 1727, f 17S3,) trefflich zu
bearbeiten angefangen. (Hißoire et mem. de la foc.
roy. deme'dec. a. 1782. 1785. p. 275. f.) In neuern
Zeiten widmeten G. F. Ho/mann (Genera umbellifera*
rumy ed. nov. Mosqu. 1816. S.) und ich (Plantarum
umbelliferarum denuo disponendarum prodromus, Hai.
x8i3. 8.) diefer Familie mehr AufmerkfamkeiL
Die Ranunkeln bearbeitete J. A. J. Biriay (Hi-
ftoire naturelle et medicale des Renoncults, Montpell.
1811. 4.); die Poteutillen C. G. Neftler , Prof. in
Strasburg, (Monographia de Potentilla, Paris 1816.4.))
die Gattung Oxalis N. J. von J acqidn 1794; Melallo-
ma A. von Humboldt ; Papaver Viguirr.
Die Malvaceen , Melieen, Paflifloren und Mal-
pighien bearbeitete Ant. Jof. Cavanilles, Prof. zu Ma-
drid, (geb. 1745, f i8o4,) j« einem unfterblichen
Werke, (Monadelpliiae claffts disjei tationes decem,
IMatrit. 1790.4 ) mit 298 Kupfertafeln. Die Ales»
embrianthema erhielten einen trefflichen Bearbeiter
igmzea Dy
Fernere Ausbildung und Befchränkung des Syftemj. 277
. an Adrian Hardv Haworth, {Obfervations an the ge-
nus Mesembryanthemum, Lond. i7<)4» 8.); die Aftra-
galen an A. P. Decandolle und P. S. Pallas 1802.
Die Anordnung und Bereicherung derkryptoga*
mifchen Familien machte in neuern Zeiten das Lieb-
lingsgefcbäfft mehrerer ausgezeichneten Männer aus.
' Genauere Kenntnifs der Farrenkrauter verdan-
ken wir Jak. Ed. Smith, (Mem. de Cac de Turin,
vol. 5. p. 4°l — 422 )> Ja^- Molton , (Filices Britan*
rtiae, vol. 1. 2. Leeds. Huddersheld 1785. 1790.
4. tab. 1 — 46. fol.)j Ol. Stvartz, (Synopfis filicum,
Kilon. 1S06. 8.), und Chrift. Schkuhr , {Vier und
zwanzigfte Klaffe des Linne" fchen Pßanzenfyftems9
B. 1. Wittenb. 1809. 4«)»
Ein neues Syftem der Moofe fchuf Joh. Hedwig,
Dach der Form des Periftoms und dem Stande der
»
männlichen Blülhen. {Fundamenta hiftoriae naturalis
mufcorum frondoforum, vol. 1. 2. Lipf. 1782. 4. De*
fcriptiones et adumbrationes mufcorum frondoforum,
vol. 1. 2. Lipf. 1787 — 1797- fol. Species mufco-
rum frondoforum, Lipf. 1801. 4-) Diefem Syftem
gemafs bereicherte F. Schwägrichen die Kenntnifs
diefer Familie durch eine zahllofe Menge neuer Ar-
ten, (ßupplementum ad fpecies mufcorum, vol. 1.2.
Lipf. 1811. 1816. 40 Auch Sam. El. von Bridel, {Mu-
fcologia recentiorum, vol. 1 — 4« Goth. 1797 —
4fiSi7. 4.), Friedr. Weber und M. IT. Mohr, {Deutfch-
lands kryptogamifche Gewächfe, Kiel 1807. 12.),
fuchten, jeder auf feine Weife, die Kenntnifs der
Laubmoofe zu erweitern.
Die Jungcrinannien , feit Dillenius faft vernach»
Jäffigt, bearbeiteten Willi. Jackfon Hooker {Junger-
manniarum icones, fafc. 1 — 20. Lond. 181 3. fol.)
in einem Pracht werk ; Fr. Schwägrichen {Hißor.
mufcorum hepaticorum prodromus, Lipf. 1814. 8.)
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fljg Siebentes Buch. Zweytes Kapitel.
und Fr. Weber (Hißon rrwfcor. hepaticorum prodro*
mus , Kih i8i5. 8.) in kurzen Ueberlichten; Karl
Friedr. Phil. Martius aber durch vortreffliche Dar-
ftellungen, (Flora cryptogamica Erlangenßs , p. 127
— 193. Norib. 1817. 8.).
Die Flechten lief« Georg Fr. Hofmann gut ab-
bilden. (Plantae lichenofae , voi. 1 — 0. Lipf. 1789
— 1801. fol.) Erich Acharius aber ftellte ein Sy-
ftem auf, deffen neuefte Abänderung befonders fei-
nem Erfinder zu grofsem Ruhm gereicht. (Methodus
lichenum^ Stockh. t8o5. 8. Liehe nographia univer*
falis , Gott. 1810. 4« Synopßs methodica lichenum,
Lund. 1814. 8») Doch mufs man Henr^. Guft. Flor»
ke's, Prof. in Roftock , ganz abweichende Anheb-
ten (Berl. Mag. B. i, 3. f. 80. f. B. 2, i32. 212. f.)
nicht vernachläffigen.
Syfteme der Algen fehlen uns noch. Zwar ha-
ben J. V. F. LamourouXy Prof. in Caen, (Disferta»
tions für plußeurs efpeces de Fucus, Agen i8o5. 4*
und Effai für les qenres de la famille des Thxdajßophy
tes non articulSes in Ann* du muf. 20. p. 21 — 47»
116 — «39. 267 — 293.), und Joh. Stackhoufe (ZVe-
reis bricannica, ed. 2. Oxon. 1816. fol.) die Galtun-
4
gen der Tange aufzuhellen verfocht; allein die an-
geblichen Unterfchiede beruhen grofsentheils auf der
uiehrern oder wenigem Ausbildung der Keimkörner
und der eigentlichen Früchte, fo wie auf dem Ge-
webe. Grofs find Dawfon Turners' Verdi enfte um
die genauere Beftimmung diefer Familie. (A fynopfis
of the britifh fucL Lond. 1802. 8, Hifiory of che
fuci. vol. 1 — 4» Lond. ;i 807 — 181 1. fol.-)
Die Conferven unterfuchten Alb. WiJh. Roth
und Vaucher in den angeführten Werken. Lewis
Wefton Dillwyn (Synopßs of tlie britifh Confervae3
fafc. i — 20. Lond. 1802. fol.) und Jak. Souterby
(englifh bötany) ftellten die Arten vortrefflich dar.
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Fernere Ausbildung und Beschränkung des Sy f tem s.
Um die Anordnung der Pilze und Schwimme
-erwarb (ich Henr. Jul. Tode, Prediger zu Pritzier irti
JVIecklenburgifchen, (geb. 1700, f 1797,) die gröfs*
ten Verdienste. (Fungi meklenburgenfes felecti, fafc.
1. 2. Luneb. 1790. 1791. 4-) Früher hatten indefs
Jak. Chrift. Schaffet* Prediger zu Regensburg, (geb.
1718, f 1790,) (Fungorum 9 qui in Bavaria et Pa-
latinatu circa Ratisbonam nafcuntur% icones, tom.
1 — 4. tab. 1 — 33o. Ratisb. 1762 1770. 4«)>
und Bulhard {Herbier de la France: 2de divifion,
1791. fol.) in Prachtwerken die Schwämme dargo-
fteilt. Job. Ant. Battarra (f 1789) hatte die
Schwämme um Rimini abbilden laffen. (Fungorum
pgri Ariminenfis hiftoria* Favent. 1759. 4-) Aug.
Joh. Georg Karl Batfchy Prof. in Jena, (geb. 1761,
f 1802,) hatte treffliche Abbildungen der Pilze und
Schwämme um Jena gegeben, (Elenchus fungorum*
Üb. 1 — 3o. Hai. 1783. 1784. 4-)i und Theodor
Hülmfkiold, ein dänifcher Edelmann, (geb. 1702,
f 1794,) die Keulenfchwämme in einem Prachtwerk
dargeftellt, (Beata ruris otia, fungis danicis impenfa,
Hayn, 1 790. fol. ). Aber Tode'ns Verdienft bleibt der
Verfuch einer beffern Anordnung: worin ihm Chrift.
Henr. Perfoon rühmlich folgte. (Synopfis methodica
fungorum , Parif. 1801. 8. Obfervationes mycologU
caey vol. 1. 2. Lipf. 1796. 1798. 8.) Die Englän-
der, Jak. Bolton (Hiftory of funguffesy vol. 1 -~ 3.
tab. 1 — 182. Huddersfkld 1788 — 1791.4.) und
Jak. Sowerby (Englifh fungi or mufhrooms, N. 1 —
29. Lond. 1799. fol.) gaben treffliche Abbildungen,
J. B. von Albertini und L. D. van Schweinitz entdeck«
ten und befchrieben eine Menge neuer Arten. (Con*
fpectus fungorum in agro Nieskien ft crefcentium, Lipf.
i8o5. 8.)
In den neueften Zeiten wurden von dem Frey*
herrn von Straufs die Staubpilze und besonders der
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.•«> ««beutet Buch. Zweytes Ktpitel.
Staubbrand, gründlich uoterfucht. (Annalen
4er, Gefellfch. 2, 79. f.) Henr. Friedr. Link bereitete
ein befferes Syftem vor, und ftellte eine Menge neuer
Gattungen auf, (ßerl. Mag. 3, 1—42. 7> ^5 — 45.),
»nd C. G. Nees von Efenbeck lieferte endlich ein Sy-
ftem diefer Familie, welches auf eben fo feine und
;e Unterfuchungen als auf treffliche Anßch«
von der Entwickelung der Natur- Körper fich
gründete. Die neueften Bereicherungen verdanken
wir E. M. Fries {Obfervationes mycologicae , Havn.
18 »5. 8.) und den vorzüglichen Beobachtern, Guft.
Kunze und J. C. Schmidt {Mykologifche Heft*, 1.
Leipz. 1817. 8.).
Für die Erweiterung und Berichtigung des Lin-
ne fchen Syftem« im Ganzen gefchah in neuern Zeiten
ungemein viel. Friedr. ßhrhurty kön. hannöver-
fcher Hotanicus, (+ *795,) verbefferte mit groiser
Freymütbigkeit viele Gatt ungs - Charaktere , und ent-
deckte eine Menge neuer Arfe>n. (ßey träge zur ZV*i-
iurkundefy B. t — 6. Hannpy;. 1787 — 179a. 8.)
Diefelben Verdien fte erwarben . fich Anders Job« Re»
tzius, (Oblervat. bot. fafc. • t-6. Lipf. 4771 T" l79*-
foi.), Albr. Wilh.Äo**, {Bey träge zw Botanik, Tb.
1.2. Bremen 1782. 1785. 8.)» und ganz vorzüglich
Chrift. Schiuhr in feinem boianifchen Handbuch, Tb«
i — 5. YYitrenb. 1791 -p- i8o3.8., mit faft 5oo Ku*
pfertafeln. Ohne im Gatzen von Linne« Syftem ab-
zuweichen, prdfte er die Gattungs -Charaktere der
bekannteren Pflanzen auf« forgfältigfte, und ^teilte
fie richtiger dar, als bisher gefchehen war.
Nicht fowohl FreymOthigkeit, als leidenfcbaft.
liehe Parthevlichkeit leitete Friedr. Kafim. Ale-
dicus, pfälzifcben Botanicus, dann Auffeber des
Gartens zu Sc h wezin gen, (geb, 1736« f 1808,) in
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Fernere Ausbildung undBefchränkung des S yftems . Mi
t
feinen Berichtigungen des Unne'fchen Syftems : doch
kann man nicht läugnen, ,dafs er manche Wahrheiten
von Bedeutung gelehrt. (Botanifche Beobachtungen?
'Th. i. 2. Mannheim 1783. 1784. 8.v Ueber einig?
künftliche - Gefchlechter aus der Mal wen - Familie,
Mannt)« 1787, 8. thäofophifqne Botanik, Th. 1. 2,
Mannh, 1789. 1791. 8. Kriti/che Bemerkiu.gen üf>er
Gegenftände aus der Pflanzenkunde, St. 1 — 3. Mannh,
•1793.8.) v ,f
r .Moritz Balthaf. Borkhaufen zu Darmftajt, (Ten*
tarnen djspofitionis plantqrum Germaniae , feviiniferof
mm, Paroift. 1792. 8.), upo1 Jton r. Afo/uA, fjrof;
zu Marburg, (geb. 1744> f i8o5,) erneuerten, g*a?
Glediifchitche Syftern Juvvom Stand der Staubfaden ^ent,-
lehnt, und erweiterte« flaffelbe, indem jener; den
freyep Stand oder Vfrwach fang, diefer- die Einfügung
der ^aubfäden in die Nefc^arien {Paranetaloftemones^
die abvyechfelode Stellung auf. dem Kelch und der
CorcJJe {Ailqgoftemones) , fogar die Einfügung auf
dem Stigma als Gru^iddej^ Ein th eilung anfab. (Äf$
thodus plantas horti botanici et agri marburgenßs 9
Jtaminum ßtu defcribendiy Marb. 1794* Wiij»
wohl rliefe Eintheilung nicht immer der Natur ge-
xnäfs ift, fo hat doc£ Mönch da3 grofte Verdien!^
eiaeMenge Gattung«- Charaktere berichtigt und neua
Gattungen beftimmt zu: haben., So verdanken wyr
ihm die Abtheilung der Valeriana und Fumarja, des
Ciftus und Polygonura in mehrere , der Na,tur gem%»
feej: Gattungen. , TVi >
Die Linne'fchenfyecto jtlantarum gab nach dem
Tode des grofsen Mannes zuerlt Jcjh^ )mc.> Richard,
Arzt zu Frankfurt am Main, (gebt i7<4ß» t 17^9'^
heraus. (Syftema plantarum , edit. novißma, P. 1 —
4. Frqf. 1779» 1780. 8.) Doch ift hier nichts wei-
ter gefchehen, als dafs der lohalt von J'inne's Maoy
iifjen in 4ie ältere Ausgabe der Spe^ie^ Aufgenommen
1
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*ga Siebentes Buch. Zweytes Kapitel. '
worden. Berichtigung der Charaktere, Bereicherung
der Gattungen durch neue Arten, oder nur genaue
Durchficht der Synonymie, alles dies war von diefecn
Herausgeber nicht zu erwarten. Einen Auszug aus
den Speeles plantarum , mit neuem Entdeckungen
bereichert, gab Joh. Andr. Murray 9 Prof. in Göttin*
gen, (geb. 1740, f 1791>) unter dem Titel: Syfte»
ma vegetabilium , ed. i3. Gött. 1774. 8. und ed. t4-
1784. 8. '
Eine vollftSndige Gefcbichte aller bekannten
mm
7
I
( Natuurlyke hißorie, oft uit vorige bejehryving der
dieren, planten en mineraalen, D. 2. Stuk 1 t4*
Arnft. 1774 t~ 1783. 8. Ueberfetzt von Chrijtmann
und Panzer, Th. 1 — 14. Nürnb. 1777— 1*788.
8.) Diefe Arbeit erhält ihren vorzüglichen Werth
durch Sammlung aller Nachrichten, die von jeder
Pflanze bekannt find, fo wie durch mehrere Abbil-
dungen neuer oder feltener Oewachfe, worunter-
Vnanche noch nicht hinlinglich aufgeklärte aus In*
dien, Japan und vom Kap find,
Fulgehtius Vitmann 9 ein Geistlicher In Italien»
fetzte die Murrayfche Ausgabe des Syfiema
bilium fort, doch gab er bey vielen Pflanzen
kurze Befchreibungen » und' es würde feine Arbeit
gnehr Beyfall gefunden und Nutzen geftiftet beben,
wenn er einer ausgebreiteter* Kenntnifs gehabt hätte.
{Summa plantarum , ijuae hactenus innoluerunt %
1 ~ 'Medial. 1789 — 1792. 8.)
Denfelben Vorwurf mufs man der Ausgabe
chen, die Joh. Priedr. Gmelin, Prof. in Göt ringen,
von dem Syjtema vegetabilium, P. 1. a. Gott. 1791»
8., beforgte. Zwar ift nicht zu läugneu, dafe er oft
glücklich genug die Gattungen unrerfchieden. Al-
lein es war vorat!S2ufehn, dafe diefeibe Pflanze un-
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Fernere Ausbildung fand Beschränkung de* S y f t ems. s 8 3
ter mehr Namen an v'e^iVderien Orten vorkoro*
men wtffde, Wie DrydMet, baoptfi^hlich- (Wrch
Vahl's und Swartz'es Bemerkungen belehrt, aus ein*
ander gefetzt bat# (Transact. of the Linn» foc. vol. 2.
f. aitf.'rV) Eint ähnliche Kritik'' erfchien von Job,
Bapt. LoMihk- { Ja. de la ßt, d'hifi. Hai. de Paris,
iornJ 1. p. 81. f.), und Von Franz Wim. Schmidi,
( Samml. phyßkaL Au/fiLetie* B. 1 . 18 5; f . ) . * .Ättc h
fcmd es wenig1 Bey fall , dafsGmelin , nach Thun tteirg'fc
Vorgatrgy das -blofse Zahlen ^V^rhältiOfs zum Or ort-
de legte;- ond 2.<B. eye Orchideen wr Weyten" Klaf-
fe zog, dagegen dite Didynamiften uno* Tetradyna*
miften beybebielt» V . "»«»»•V . * • « ? ' ' '
V"- Einige Jttrre fpäter fitfg Karl fcudw. Wüldonot»,
Prof, in Berlin? ^ebv i7S5; t »*»-^) in, die^«=-
ciej plantarum zu bearbeiten. Es* erfchien en zehn
Bände diefes WeVkes^iiM»1 1^97 bfa r#i o, Welche
bis ^u den* TOrtenkräutern ziemlich alles umfa Tfen ,
was bis dahin von Pflanzen bekannt war. SÄ* fcbStz*
Bär ift der Fleifs, wcmilt^dcr Verf. zufammengp tra-
gen, noch mehr fein SchfaMfinn und feine richtig^
Beurtb eilung u%r B* o H a c h t ungern An derer ; aber mehr
ihPWnes bewundert man den' Beichthut* an neuen
"Äftön, die die^etlteh drey bis Vier Binde enthalten.
Dagegen hat man- mit Recht ■ getadelt , dafs der Vf.
zu genau' dem LfnneYchcrn Syftem anhängt , auch foV
gsr* dfi Polygämie nocli weiteT msrfebnt »"ftk'ld**" Uin
hebe*' jene* gy Remt ; dafs er die vorgefondeiieri Öfo^
raktere w«*nig verbeifert, dafs feine Synonymik gN|V
fsetrtheils abgefchrieben oder übel gewählt ift, Ob*
\vifs hätte t*t*h4*ls ein DrittheÜ^des Raums er fpak
Werden könnefiy !^Md W. 'nehmte Anführtfng d«
Synonyme auf die nothwendigften befchränla hätte/.
Wichtiger noch und rühmlicher war die Arbeit,
Wrin Martin Vähl9 Prof. zu Kopenhagen, (geb.
»749, t i«o#y durch den Tod unterbrochen wuf
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284 Siebentes Back Zwey tes Kapitel.
de. Im Bcfitz einer der reichften Pflanzen • Samm/ti Il-
gen, hatte er auch von feinen Reifen durch das füof-
J ich e Europa und die Barbarey eine fo gründliche
Kenntnifs der Pflanzen mitgebracht , und war mit To
fcharfem Blick und fo richtigem Unheil begabt, daCs
feine Enumeratio pJantarum, vol. 1. 2. Hava. 1804.
i8o5. 8., hätte er lie vollenden können, ungemein
weit brauchbarer als Willdenow's Ausgabe gewefen
wäre. So aber enthalten die beiden Bände nur die
Pflanzen bis zur zweyten Ordnung der dritten Klaffe.
Verdienftlich ift die Ausgabe, welche Chrift.
Henr. Perfoon von dem Syftema vegetabilium unter
demTitel: Synopfis plantarwn , vol. 1. 2. Parif. i8o5.
1807. 12., beforgte. Durch Zu fammen tragen aller
neuem Entdeckungen der Franzofen und Spanier,
wie durch Hinweifung auf natürliche Verwandtfchaft
und durch Verbefferung mancher Gattungs • Charak-
tere ward diefe Ausgab^ eben fo brauchbar, als durch
die Zufammendrängung auf einen engen Kaum.
Diefe fpärern Bearbeiter machten es fich zum
Gcfetz, der Frucht und ihren VerfchLedenheitea
mehr VVerth beyzulegen, als Linne gethan. Daher
natürlich die Gattungen vervielfältigt wurden. Doch
kann man nicht fagen , dafc wir im Verhältnifs mehr
Gattungen hätten als Linne, weil die Zahl der Arten
weit mehr zugenommen. Denn viele Linne'fche Ab-
arten haben wir aJs wahre Arten kennen gelernt.
Wenn Linne in der zweyten Ausgabe feiner Species
7040 Arten und 1260 Gattungen aufftellte, fo hatte
Perfoon (die letzte Klaffe nicht gerechnet) vor zehn
Jahren etwa 22000 Arten und 2280 Gattungen. AI-
fo kommen 10 Arten auf eine Gattung, da bey Lin-
ne nur 6 Arten zu einer Gattung f ehören.^
In der letzten Zeit erfchien der Anfang der Aus-
gabe, die Job. Jak. Römer, Prof. in Zürich, un
Jof. Aug. Schultest Prof, in Landshut, von dem Sj
Fernere Autbildung und Befcbrtnkung dei Syftetns. 285
»
ßetna vegetabillum, vol. 1. Tubing. 1817. 8., be*
forgten. Möchte man, wie den FJeifs Im Zufam-
roeotragen , Co auch die richtige Beurtheilung rüh-
men körnten!
s
Drittes Kapitel.
- - « > ' »
■
Neuere Verfuche, die natürlichen Ver*
- wan dtfchaften der Pflanzen metho-
difch abzuhandeln.
t)le Ueberzeugung, dafs jedes künftlfche Sy*
ftem, wegen Einheit des Princips, fich von der Na-
tur entfernen, und dafs das höchfte Streben des Bo-
tanikers dahin gehen niüffe, die natürlichen Ver-
wandtfchaften 2u erforfchen, drängte fich fcbon dem
ttnfterblichen Linne in dem Grade auf, dafs er im
Jahr 1738 (Clajfes plant, p. 487.) die wahren Grund-
sätze der natürlichen Methode aufftellte. Nicht ein
Thei) allein könne die Norm der Eintheilung aus-
machen, fondern es komme auf Uebereinftimmung
aller TheiJe, vorzüglich aber auf die Befchaffenheit
der Frucht und der Tbeile des Saamens, felbft auf
die läge des Embryons an. Das fah der grofseMann
fo lebhaft ein , dafs er, wie Gijeke (praelect, in ord.
na*, p. xxxvn.) bezeugt, fchon 1771 ein neues Sy-
ftem nach der Frucht zu errichten vorhatte, und
mehrmals Vorlefungen Ober natürliche Familien hielt,
worin gleichwohl nur die Oberfläche der Verwandt*
Schäften berührt wurde» Aber felbft in feinem kün Ir-
lich en Syftem hellte er gern die Gattungen, nach
natürlichen Verwan dtfchaften zufammen: daher fo
viele Monadelphiften unter Diadelphifteo vorkom-
men. Seine Nachfolger ahmten ihm hierin naoh*
Und warfen unter andern die Monogamie au$ derSyii-
gtnefie in andere Klaffen; überzeugt, dafs zum Be-
*
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a8Ä • .. Siebentes Bach. Drittes Kapital, i
griff der -Syngenefie auch: dje zu(am,mengefeUte Be~
fehaffenbeit der Blume gebore. Ja Jak. Edw. Smiih
äufserte lieh zuerft 1797 (prrface to englißv bot. voL
7. p. iv. v.) Ober die unnatürlichen Klaffen der Mo«
nöcie, Diöcie und Polygamie dahin, dafs die Difcli«
nie nur angenommen werden, muffe, wenn wirklich«
Verfchierlenbeit wefentlicher Theile mit der Tren-
nung der Gelchlecbter verbunden fey. Dies führte
er 18,14 umftämliicber und überzeugend auf. (fftfro-
duet. tö fyß*m. et phyfioL' botafiy> ed. 3. p. 357«)
Aber in Frankreich, wo das Linne fc he Svftera
nie bedeutenden Eingang gefunden, wurden- zum
Theil glänzende Verfucbe gemacht, die natürliche
VerwanHtfchaft der Gewach fe methodifch darzuftel«
len. Der erfte, welcher fich durch fo leben Vem
ftich auszeichnete, war Mich. Adan/on, Akademiker
zu Paris, (geb. 1725, f 1806,} ein geiftr eicher,
kühner, aber das Seltfame liebender Sch riftft eilet 1
•in grofser, fcharfßnniger Beobachter» der durch
feine Reifen und feinen Aufenthalt am Senegal fei*
zie feurige Liebe zur Natur hinlänglich beurkundet«
Familles des planees, Paris 1763. 8, vol. 1.2., iffc
der Titel eines der Unfterblichkeit würdigen, doch
wenig benutzten Werkes, worin Adanfon feine
Grundfätee darlegt und. die natürlichen Familien
felbft aufhellt. Er nimmt die Merkmahle der Fami*
lien von allen und jeden Theilen her, und grnppirt
die Gattungen fo trefflich zufammen, dafs viele fei-
ner Familien noch jetzt beftehn und immer beftehn
werden. Die Gattungen felbft hebt er aus denen
Arten aus, die fich durch wefentliche Merkmahle
auszeichnen, ohne fich auf ßeftimmüng der Arten
einzulaffen: denn umftändlich fucht er zu beweifen»
dafs, was wir Arten nennen, keinesweges unveran*
derliche Formen feyn« Marchant's Beobachtung von
der Ausartung der Mcrourjalis annua, die im erftea
j - 1
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m Natürliche Methoden, 2Ä7
Jahr haarförmJge, darauf gefcblitzte Blätter hervor-
gebracht, {jmcnu de Vac. de Paris, 1 7 1 9. p. 77. f. 1 769.
p. 084. f.), und J. G. Gmelin's Bemerkung von der
Vermehrung der Formen der perennirenden fibiri-
fchen Deipbinien, (Gmelin de novo plantarum exor*
tu, Tubing. 1749. S.)> mufs ihm zur Betätigung fei«
©er Meinung dienen. So entftehn mehrere Baftarcle.
Aber, folche Arten, die wirklich unveränderlich©
Merk mahle wefentlicher Theile zeigen, fahrt er als
eben fo viele Gattungen auf. So macht er aus der
Linne'fchen Gattung Polygonum folgende Gattungen:
i# Tovara (Perficaria Virginia na Morif.)> 2. Perßca*
ria , 5. Polygonum, 4» PcLllopia (Fagopyrum Sloan.)>
5. Bißorta. Die Benennung der Pflanzen ift nun bey
ihm ganz willkührJich , befonders liebt er die ur-
sprünglichen, barbarifchen Namen. Statt Gomphre-
na L. fetzt er Coluppa hört, malab. , ftatt Scoparia
L. , Kreidax fenegal. So fteht Draba verna bey ihm
unter dem Namen Gansblum. Grimmiä apocarpa,
Phafcum fubulatum und Dipbyfciuin foliofum fafst er
unter dem Namen Green zufammen. Die ausgezeich*
rieten Arten, welche Aehnlichkeit mit andern ha*
ben, belegt er mit zufammengefetzten Namen, {dpa»
rine*Rubia, Jparine> Mollugo). So f teilt er acht
und fünfzig Familien auf, die aber durch kein ge-
mein fcbaftlich es Band zufammenhängen. Ueberall
bewundert man indefs den Reichthum eigener Beob*
achtüngen, welche fich auch auf die feinften Theile
der Frucht, 'des Eyweifskörpers und der Kotyledo-
nen erftrecken. Die Nachkommen nähren fich von
den hier aufgehäuften Schätzen , oft ohne der Quellt»
zu erwähnen. ..v , ua^t.V :^-»^/>er.Niif»
„.^> Weniger bedeutender VerXuche, eine natürlich*
Methode zu erfinden, müTfen wir noch erwähnen J^i
Georg Chrift. von Oeder, Stiftsamtmann und
. Landvoigt in Oldenburg, (geb. 1728, f 1791»)
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28* Siebentes Buch. Drittes Kapitel. *
gründete in feinen Elem&ntis bötanices, Havn. 1764.
o., eine natürliche Methode, die wenigftens das
Verdieoft der Einfachheit hat, ,wenn fie gleich nicht
auf aJle Pflanzen - Gattungen angewendet werden
kann. Aaf die Monokoryiedonen folgen die Amen-
taceen, auf diefe die Incompleten, rfie Calycicarpae,
die Calycantbemae, wozu die Rofaceen, die Mono«
petalae ( Afperifolien, Labiaten und Ericeen), die
Offenbarden Rofaceen vorangebn mufsten , und end*
lieh die Polypetabe.
Auch Henr. Job. Nepom. Crantz verfuchte fich
in einer ähnlichen , ganz unvollftäncfigen, Metbode.
(Infiitut. rei herbariac, vol. 1. 2. Vienn. 1766.8.)
Sie ift eine Wiederholung der altern, von Morifon
Und Ray. Ein gleiches gilt von der Anordnung, die
Joh. Hlll% Arzt tu London, (f l77$>} »0 feinem
grofsen Prachtwerke machte. ( The vpg* table fyftem,
vol. 1 — 26. Lond. 1759 — 1775. foJ.)
Andere Verfuche verdienen kaum der Verget»
fenheit entriffen zu werden.
Nach den Blättern die Pflanzen zu ordnen, die-
fe feltfame Idee führte Franz ßoiffier de Sauvages,
Prof. in Montpellier, (geb. 1706, f 1767J au«.
Methodus foliorum9 Hag. Com. 1751. 8., ift der Ti*
tel der Schrift. Er fäogt von den aphyllis an: dann
folgen die catfpieiciae, mit blofsen Wtirzelblättern :
hierauf die mit fch malen, danq die mit breiten Blatt*
fern, welche zerftreu t ftehn: ferner die mit entge«
genftehenden, mit wirbeiförmigen , gefingerten, ge-
fiederten , zufammengefetzten und gefchlitzten Blät-
tern. Wie wenig diefes Syftem gültig feyn könne,
fieht auch der Anfänger ein.
Eben fo wenig verdienten Jak. Wernifckek's Ge~
nera plaritarum, Vienn. 1764. 8., eine rühmliche
Erwähnung, da hier das Rivihifche Syftem blofs wie-
derholt wurde.
1
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Natürliche Methoden. 289
Auch Joh. Ant. Scopoli, Prof. zu Pa via, dann
Bergarzt zu Iclria, (geb. i?23; f 1788,) war in Er*
richtung eigener Syfteme nicht glücklich. Sein Me*
thodus plantarum, Vienn. 1754. 4«> enthält blofs
das Corolhften -Syfrem : und in feinen Fundamentis '
botanicis, Par. 1783. 8., ftellt er zwar natürliche
Familien, aber ohne gemeinfchafrliches Band, und
init dem jeder Familie zugetheilten Namen eines be-
rühmten Botanikers, auf. So werden Dillenii mujboi*
deae, Tour ne for Iii afperifoliae , Halleri perfonatae
genannt. Aber im Annus IV. hiftorico- naturalis , p.
48. f., giebt er eine gründliche Kritik des Linne' -
fchen Syftems , die voll trefflicher Bemerkungen ift.
Die Ruckficht auf die Frucht erfcbien immer
oothwendiger. Schon David Aleefe prüfte die we*
Tentlichen VerfchieJenheiten der Kotyledonen und
ihrer Verbindung mit dem Embryon. Er fah beytn
Keimen der Palmen und der Coronarien die Seiten -
Verlängerung des Embryons, die fach erft in eine
Knolle verdickt, ehe das PHänzchen daraus entfteht.
Aber er unterfchied den Ey weifskÖrper noch nicht
deutlich von den Kotyledonen. (Plantarum rudimen»
ta> u. 1.2. Leeuward. 1763. 4-)
Dem unfterblichen Jof. Gärtner , Arzt zu Calw
im Würtembergifchen , ein Jahr lang Prof. in Peters-
burg, (geb. 1732, f 179 »>) war es aufbehalten,
Licht in diefe Materie zu bringen, und fo eine Re-
form in 'der Botanik vorzubereiten, die der Wiffen-
fchaft den größten Gewinn bringen mufste. Sein
Werk: De fructibus et feminibus plantarum , vol. if
2. Stuttg. 1788 — 179». 4» mit *8o Kupfertafeln,
ward fchon 1769 in Petersburg angefangen, und
fein Sohn Karl Friedrich fetzte es fort. (Supplemm*
tum carpolögiae, Lipf. i8o5. 4« Taf. i8j — 225.)
Sein dreymaliger Aufenthalt in England, feine Ver-
bindungen mit den erften ßotauiften feiner Zeit und
Geich, d. Bouoik, 1. B. 19
-
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apo Siebentes Buch« Drittes Kapitel«
«
feine Fertigkeit im Zeichnen machten 1ha ehe«
fo gefebickt zur Ausführung des grofsen Zwecks %
eis fein unübertrefflicher Eifer für Wahrheit, fein
genauer Beobacbtungsgeift und fein Scharf Gen im
Unterfcheiden der Merkmahle. Wohl hatte die
Akademie der Wiffenfchaften in Paris Recht , wenn
fie, bey ßeurtheilung der Schriften, die der Wif-
fenfehaft in neuern Zeiten den meiften Gewinn
gebracht , dem Gärtner'fcben Werke den zweyten
Platz anwies. Denn wenig neuere Schriften ent-
halten einen folchen Reichthum eigentümlicher
Ideen und trefflicher Beobachtungen : in wenigen find
fo viel lrrthümer berichtigt und der Weg zu fo vie-
len wahren Verbefferungen gebahnt, als im Gärt-
ner'fcben. Wenn man noch nach Jahrhunderten aus
die fem Werke lernen wird, fo wird man auch dank-
bar geftehn, dafs das wohlthätigfte Licht für die
Wiffenfchaft von ihm ausgegangen^ ^ .«,%T :\ >r*''*
Gärtner hatte die Früchte von mehr ais taufead
Pflanzen - Gattungen zergliedert, die Verfchiedenhei*
ten ihres Baues bemerkt, und war dadurch znr Eni»
deckung des übereinftimmenden Baues in natürlichen
Familien gekommen , welche ihm den Weg zur An-
nahme gewiffer leitender Grundfätze bahnte, die er
in den Vorreden zu den beiden Theilen feines Wer-
kes darlegt. Es ift befonders der Unterfchied der
lebten Saamen und der Keimkörner, von welchem
Gärtner ausgeht, und den er zuerft vortrefflich ans
einander fetzt, Bey unvollkommenen Gewächfen
nämlich, denen doppelte Gefcbiechtstheile fehlen,
bilden fich auch keine wahre Saamen» fondern nur
durch Zufammendrängen der Maffe, Keimkörner aus,
denen die Theile des Saamens fehlen. Diefe finden
fich allein bey den Pilzen, Algen, Lichenen urvl
JYloofen. Wahre Saamen theilen fich wieder ab,
nachdem fie unentwickelte/ Embryonen oder eniw
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Natürliche Methoden« 39s
ekelte haben. Jene enthalten gröfstentheils Eyweifs-
körper (albumen), oft auch einen Stellvertreter der
Kotyledonen, den Gärtner Dotter (vitellus) nann-
te, und deffen merkwürdige Verfchiedenheiten bey
den Gräfern und Scitaminen er zuerft aufdeckte. Bey
den rarrenkräutern glaubte er den ganzen Saamen,
als aus Dotter beftehend, annehmen zu m offen. Er
zeigte, dafs mit der Entwicklung des Embryons
und dem Vortreten der Kotyledonen der Eyweifs-
körper fich verzehre , und gröfstentheils in die Le-
derhaut übergehe. Doch hatte das letztere fchon
Malpigbi forgfältig beobachtet. (S. 17.) Gärtner
zeigte die Unterfchiede der Keimgrube, des Keim-
ganges und des Hagelflecks (chalaza), die Art, wia
die Entwickelung mancher fogenannten Monokoty-
lerionen erfolgt; er nahm wirklich mehr als zwey
Kotyledonen beym Nadelholz an. Er zeigte den
Unterfchied der Bildung und des Baues unbefruch-
teter Eyerftöcke* unvollkommener und vollkomme-
ner Saamen. Vorzüglich nahm er zuerft auf die
Richtung des WürzeJchens Rückficht, um daraus
Familien* und Gattungs- Charaktere zu entlehnen.
Mehrere Familien bearbeitete Gärtner mit befonderer
Vorliebe, und diefe haben unftreitig am m elften
'durch feine Unterfuchungen gewonnen, wie die
Compofitae, die Palmen, die Rubiaceen, Caryo-
phylleen und Siliquofen. Ueberhaupt aber lehrt«
Ihn die forgfältigfte Unterfuchung, dafs viele Fami-
lien fich hauptfächlich durch die Lage des Embryons»
durch die Richtung feines Warzelchens, durch die
Form der Kotyledonen und des Eyweifskörpers un-
terfcheiden. Darum trennte er z. B. die Malvaceen
von den Geranien und Tiliaceen , mit denen fie von
Xinne und andern verbunden worden waren. So
fah er bey Melampyrum und Pedicularis den Embryo
in verkehrter Stellung an der Spitze des Ey weifaköc-
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£92 Siebentes Buch. Drittes Kapitel«
» 4 • • ' r «
pers, da doch bey den Scrofularinen der Embryo
aufrecht fteht. Daher jene eine eigene Gruppe, die
Rhinantheen, bilden.
Höchft intereffant ift feine Ueberficht der Gat-
tungen nach der Bildung der Saamen, die er in der
Vorrede zuni zweyten Theile giebt. Dafs hier und
da lrrthQmer vorkommen; dafs Gärtner z. ß. dem
Butomus den Eyweifskörper abfpricht , der ihm doch
zukommt; bisweilen auch die Zahl der Gattungen
ohne Noth vervielfältigt, das 6nd unbedeutende
Mängel, die bey der überwiegenden Vortrefflichkeit
yerfchwinden.
Auch wurde diefe allgemein anerkannt: leider
in Deutfchland fpäter, als in Frankreich, wo man
durch Adanfon fchon mehr vorbereitet war. Nie-
mand aber verftand die grofsen Verdienfte Gärtner's
beffer zu würdigen, als der Verwandte feines Gei-
ftes, der treffliche Anton Lorenz vonJuJjßeu, Prof. zu
Paris. Wir nennen ihn fpäter als Gärtner, weii Juf-
fieu's Syftem zwar früher vorbereitet war, aber Gärt-
ners Arbeiten doch älter find, als Anton Lorenz fein
Syftem ausbildete, und fein Werk um ein Jahr fpäter
erfchien , als der erfte Theil von Gärtner's Buch.
Bernard von Juffieu^ AntonV Bruder und des
noch lebenden An,ton Lorenz Vaterbruder, warder
eigentliche Gründer des Syftems, welches fein Neffe
finnreich und herrlich ausbildete. Zu Paris 1699
geboren, ward er Prof. in feiner Vaterftadt, und
Auffeher des kön, Gartens zu Trianon, und ftarb
1777. Im Garten zu Trianon machte er auch die
erfte Probe einqr neuen Anordnung, deren allgemei-
nes Princip zwar die Bildung des Saamens, und das
Dafeyn oder die Abwefenheit der Kotyledonen war;
aber deren Unterabtheilungen von dem verhältnifs-
mäfsigen Stande der Staubfäden entlehnt wurden.
Eernard hatte felbft nichts, als treffliche Beobach-
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Natürliche Methoden.
393
tung&n flberPilularia unclMarfilea , bekannt gemacht.
(Mim. de tacad. de Paris , 1739. p. 240. f. 1740.
äb*3. f.) Aber fein Neffe trat zuerft mit Bemerkun-
gen über die Ranunculeen auf, {Mim. de Vac. de Pa-
ris 9 1773, p. 2*i 4» f-)> worauf die Abhandlung Übe*
die Anordnung der Pflanzen im Garten zu Trjanori
folgte» (Mim. de Vac. de Paris, 1 774. p. 1 75 — 1 97.)!
Hier entwickelt er zuerft die Grundfätze, die feinen
Qheim geleitet, und zu denen er felbft fich bekennt.
Das urfpröngliche Syftem vonTrianon, wie man' ei
nennen könnte, läfst fich in folgender Tabelle dar-
ftellen:
Akoeyledonen . . ' * , " . . Cl. ii
monoRQtyiedonen .
a. Staubfäden auf dem Fruchtboden • — 2.
b. — — — Kelche . . — 5:
cv — — — Pifuu . - — 4i
Dikotyledonen.
a. Apetalen.
«. Staubfäden auf dem Kelche . . ' 51
ß. — * — — Fruchtboden — 6?
b. Monopetalen.
et. Corolle auf dem Fruchtboden . —
j3. — — — Kelche J . — 8!
' *' y. — — ' — Piftill
a. Antheren verwachfen . * — o,,
b. Antheren frey . ' • - — 1 o.1
* f' c. Polypetalen.
1 ' *. Staubfäden Und Corolle auf dem Piftill — 11;
■ V/3. — — — Fruchtboden— 12;
7. — — Kelctie — i3i
d. Unregelmäfsige Staubfäden vom Piftill,
getrennt . . . . — 14«
pnter diefen vierzehn Klaffen begreift die erfte alle
Linne'fche Kryptpgamiften, die äWeyte die Gräfer^
die dritte die Coronarien , die viertlS'nie Orchideen ,
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«94 Siebentes Buch. Drittes Kapitel.
die fünfte die Proteaceen und Polygooeen , die fcclis-
te die Amaranten , die Gebente die Labiaten und Per-
fonaten, die achte die Ericeen, cTie neunte die Com-
pofitas, die zehnte die Rubiaceen und Dipfaceen, die
elfte die XJmbellaten , die zwölfte die Raounculeetf,
die dreyzehnte die Rofaceen und Leguminofen , und
die vierzehnte die Dikiiniften.
Jeder Unbefangene mufs geftehn, daCs im Gän-
sen diefe Eintheiluog eben fo viel Scbarffinn verrätb,
als fie in vielen Fallen der- Natur entfpricbt. Allein
fie hat den Hauptfehler, dafs fie ein künftliches Sy-
rern, mit der natürlichen Anordnung verbindet, und
darum weder das eine, noch das andere ift. Wahr
ifts, dafs viele Familien «nicht beffer geftellt werden
können, als nach der angenommenen Norm. Allein,
dafs die Leguminofen bey. den Rofaceen in einer
Klaffe ftehn, ift eben fo unnatürlich, als dafs die Tri-
kokken , Urticeen, Amentaceen und Zapfen bäum»
den Scblufs machen , da fie doc)j offenbar zu den un-
vollkommenem Pflanzen gehören.
Das Syftem von Trianon war alfo eine Verbin-
dung des Oleditfchifchen mit der natürlichen Anord-
nung. Anton Lorenz veränderte es dergeftait, dafs
er den verbältnifsmäfsigen Stand der Staubfaden ge-
gen das Piftill als Norm der Unterabtheilung annahm.
Daher , wo fein Oheim die Staubfäden. auf dem Piftill
angefetzt, f teilte Anton Lorenz die Epigynies wo
jener die Staubfäden aus dem Frucbtboden entfteho
Jaffen, da fetzte diefer die Hypogynie ; und wo Ber-
nard die Staubfäden aus der Corolle oder dem Kelch
abgeleitet, da nahm Anton Lorenz die Perlgynie an,
weil die Staubfäden dann mit den Piftillen in einer
Ebene ftehn. So höcbft fcharffinnig diefes ausgeführt
wurde, fo erregt doch die genaue Unterfuchong und
Verbefferung der Gattungs - Charaktere noch mehr
Bewunderung, da fie lieh auf die Prüfung aJLIer , auch
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« %
Natürliche Methode». to*
Her feinften , Tb eile des Saamens gründete. In je«
der Rückficht werden die Genera plantarum ßecun-
dum ordines naturales dispoßtay Parif. 1789. 8., ein
ewiges Denk mahl desOeiftes ihres Urhebers, and der
glänzendfte Beweis feyn, welche Höhe die Witten»
fcbaft gegen Ende des achtzehnten Jahrhunderts er*
reicht habe.
Oärtner's .Werk ward von JufBeu mit Begeifte«
rang aufgenommen, feine Ideen mit Liebe gepflegt
und mit richtigem Urtheil geprüft, und er ift feit faft
dreyfsig fahren nicht müde geworden , den Charak*
teren feiner Familien und Gattungen mehr Sicherheit
2U gehen, die Verwandtfcbaften zu zeigen und felbft
neue Gruppen und Familien zu bilden. So"unter*
fachte er die Amaranteen von neuem, und deutete
ihre Verwandtfchaft mit den Caryophylleen an, (Ann*
du muf.Zy i3i.) So unterfuchte er die Nyktaginen,und
wies derOpercularia ihren Platz unter den Rubiaceen
än. (daf, p. 269.) Ferner unterfuchte er die Pole«
monieen {ann. du muß 3, p. 110.), dieOnagren (daf.
p. 3i5. f. 47^*) 9 die, Loafen und Mentzelien {ann. du
muß 5, p. 18. f.), die Paffifloren und Laurinen {ann*
du muß 6, p. 102. f. 388. f. 197. f.), die Verbeneen
{ann du muß 7, p. 63. f. )f die Caprifolien und Lo*
rantheen [ann. du muß 12, p. 285. f.), die Moni-
ttiien {ann du muß 1 4, p. 1 1 6, ) , die Primuleen , Per«
fonaten und Jafmineen (daf. p. 385. f.) , die Marc»
gravien (daf. p. 397. f.), dieSolaneen, Convolvu-
leen , Bignonieen , Gentianeen , Contörten und Sa-
poteen {ann. du muf. i5, p. 336. f.), die UmbeJlaten
{ann. du muß 16, p. 169. f.), die Anoneeo (daf. p.
338. f.), die Lobelieen und StyliHeen \ann. du muf.
18, p. 1. f.), die Hypericeen und Guttiferae {ann*
du muf. 20, p. 459. f.). Allgemeine und ins Einzelne
gehende Unterfucbungen über das GSrtnerfcbe Werk
und die Gattungs- Charaktere, welche aas dem fei-
» v -
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29$ Siebentel Bach« Drittes Kapitel.
■
ben ?u berichtigen find, (teilte Juffieu anf bocnft
lehrreiche Weife an. (Ann. du muf. 5, p. 216, f.
f. 417. f. toiw/6. p. 007. f. tom. 7. p. 373. £.-478. f.
tom. 8. p. 17p. f. tom. 10. p. 007. 387. f. tom. 18.
p. 472« £•) $° machte er es (ich zur Pflicht, die
Pflanzen jmLoureiro zu berichtigen, und die Charak-
tere bekannter Gattungen nach diefen zu verbeffera.
(Ann. da ntuf. 1 1, p. 74« (• 1 ^o. f. 23i. f. 327. f« tom.
< 12. p. 68. f. tom. 16. p, 358. f.) Unvergänglich find
diefe Arbeiten: denn Tie zeugen von eben fo grofsem
Geift/ als von fcharfer Beobachtung, und find als
Mufter anzufehn y wie die Botanik bearbeitet werden
mürffe, wenn die Wiffenfchaft wirkliche Fortfehritte
machen foll.
Juffieu's grofses Beyfpiel feuerte die Franzofen9
fpäter die Deutfchen und Britten, zur Nachfolge auf
diefem rühmlichen Wege an.
Unter den erftern hat Geh Job. Bapt. Lamarck,
Akademiker in Paris, als denkenden Kenner der
natürlichen Metbode und des künfrJicben Syftems
gezeigt, obgleich er feit zwanzig Jahren die Botanik
mit andern Zweigen der Naturgefchichte, befonders
mit der Koncbyliologie, vertaufcht hat.
Schon in der Einleitung zur Flore fran$*ife%
tom, 1 — 5. Paris 1778. 8., fpäter in den Mim. de
tac. de Ptyis, 178?}. p. 4^7« f« *m Joutn. dhiß.
nat. tom. 1. p. 9. f. 81. f. 106. f. 5oo. f. 36 1. f., trug
er feine Grunlfätze über Methoden und Syfteme,
Aber Anordnung der Pflanzen nach irgend einerNorra
und über Ga^ttnngs - Charaktere vor. Weder ftren-
ger Anhänger des Sexual - Syftems noch blinder Nach-
beter der Juffieu'fchen Methode tadelt er an ritefer
jnamentliph das Princip, welches die Kotyledonen
•als die erfte Norm anerkennt, wobey gleichwohl
Mifsverfrändniffe nicht zu verkennen find. Er ftellt
.als den Hauptgrund/atz auf, dafs kein einziger,
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I
Natürliche Methoden« • fyj
auch noch fo wefentljcher Theil der Pflanze hinrei-
che, um Norm der Claffißcation zu werden: daher
man die Charaktere von allen tund je^en, (wefentlich
mit dem, Zweck der, Befruchtung zuüammen bangen-
den) Theilen entlehnen, mftffe. Dann giebt er eine
analytifcbe Methode an , wie man Pflanzen eintei-
len und ihre Charaktere heftimmen müffe.v Es wird
ein Jeder geftehn, dafs man alles, was Laraarek über,
den Wer,tb der Merk mahle und über die wiffenfchaft-
liehe Anordnung, der Pflanzen fagt, mit BeyfaJl und
Vergnpgen lieft, weil as ohne Voxurtheil, mit Geift
und Witz gefagti^t.
Von der Ency<flopidie mithodique arbeitete, kLa>
marck dje vier erftea Bände. (Paris 17H3 — l79*V
4-) Da da.s Werk in aJphabetifcher Ordnung ge-
febrieben, fo bedurfte La marck keiner fyfremaüfchen
Anordnung; aber überall leuchtet da,s Ueftreben , die
Gattungs- Charaktere zu yerbelfern <und den Vorratfc
von Arten zu vermehren , hervor. Ihm ftanden die
grofsen Sammlungen in Paris zu Gebot, und diefa
verftand er vortrefflich zu benutzen ; daher ift das
Werk eine der vorzüglichsten und unenthehrJichften
Queller! des tiefern Studiums für jeden Bilanzen - For-
fcher. v i
Auch Stephan Reter Ventcnat, Prof. in Pa?
vis, (geb. 1757, f 1808,) verdient , ais, Verbreite?
befferer Anflehten aber die natürliche- Merode
fehr rühmliche Erwähnung. Sein Tableau du regne
ifl^l/a/, k tom, * — 4* Paris 1799. 8., ift eine un-
gemein durchgedachte und nützliche JDarftellung des
Jufßeu'fchen Syltems. , . .. y v •>
Aug. Pyram. Dec/mdolle, eine Zeit lang Prof
in Montpellier, hat grofses Verdienft um cUe Verbet
ferung der natürlichen Methode. Seine , neue. Ausr
gäbe der Flore fran$pife9 vol. 1 — fi.. Paris i§o5 t
»816. 8., enthält mehrere fehr wichtig A^SiT;
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29§ Siebentes Bach« Drittel Kapitel«
©nd Berichtigungen der natürlichen Familien. Aber
ganz vorzüglich müffen wir in diefer Röckßcht fetae
Thiorxe 4l4ni*ntai+c de labotaniQuc, Paris 1813.8.»
rühmen, worin die wahren Grundfitze der natürli-
chen Anordnung geiftreich vorgetragen find«
Jof. Correa de S*rra$ portugiefifcher Gefandter
bey den vereinigten Staaten von Norriamerica , hat
durch feine trefflichen Beobachtungen Über den Ey-
weifskörper und* den Saamen, (ann* du muf 8, 5g.
€9. 3hg. tom. 9. p. 283 288. f. tom. 18. p. 206. )f
fo wie durch leine Unterfuchungen über die natürli*
che Familie der Aurantien , [ann. du muf* 6, p. 376»
Transnet. of theLinn. foc. 5, p. 218.), viel zur Berich*
tigung der natürlichen Metbode beygetrageo.
Höehft wichtig find in diefer HinGcbt die Ar*
beiten Claud. Ludw. Richardis , Prof. in Paris. Seine
D^monftrations botaniques* ou analyfe du fruit* coa-
> fidiri en giniral. Paris 1808. 8», fo wie einzelne
Abhandlungen in den Annal- du muf. tom. 16. p. 296«
tom. 17. p. 223. f. 442« f«> enthalten meisterhafte Un-
terfuchungfta der Früchte, mit Beziehung auf die
natürliche Anordnung.
Weniger wichtig ift die Expofttio* des famäles
naturelles, vol. 1.2. Paris 180S. 4., von Aug. Job-
ine St. Hilairej Erläuterungen der Juffieu'fchen Me-
thode , aber ohne gründliche Sacbkenn tnife , und
die Kupfer mehrentheils copirt.
In Deutfchlana* machte Aug. Joh. Georg' Karl
Batfeh* Prof. zu Jena, die natürlichen Verwandt-
fc haften zu feinem Hauptftndium. Seine Tabula af*
ßnUatum regni vegetabilis, Vinar. 1802. 8., enthält
eine fehr verfrändige Ueberftcht des Gewächsreiches
nach natürlichen Verwandtschaften, wo, ohne dafs
die einzelnen Gattungen charakterifirt werden , die
Charaktere der Gruppen und Familien, auch ihre
Unterfchiede, äufserft febarfünnig bezeichnet find.
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Natürliche Metboden. 299
Er fängt mit den vollkommenften Formen, den Ro»
Jaceen, an: unter diefe bringt er auch die Malvaceen,
CaryopliyJleen, die Umbellaten , ja fogar die Tere-
binthaceen. Dann folgen die Cruciaten, zu denen
die Onagren, Siliquofen, Cappariden und Guttiferae;
die Riogentes, zu denen die Leguminofen, Orchi-
deen und Scitatninen ; die Liliaceen , zu welchen die
Palmen, Menifpermeen , Laurinen und Anoneen ge-
zählt werden. Die Incompletus begreifen die Jun-
ceen, Cyperaceen, Gräfer, Najaden, Aroideen,
Amentaceeu, Trikokken, Urticeen, Proteaceen.
Zu den Monopetalis werden die Labiaten, Afperifo-
lien , Perfooaten, Jafinineen , Gentianeen, Contor-
ten , Primuleen , Solaneen , Ericeen , Cucurbitaceen,
Rubiaceen gerechnet. Dann die Compofuae und end-
lich die kryptogamifchen Pflanzen. Freylich fieht
man, dafs die Anordnung im Ganzen fehlerhaft ift,
weil die Incompletae, befonders die Najaden, den
kryptogamifchen Pflanzen am nächften ftehn: frey-
lich werden zu derfelben Klaffe oft die fremdartig-
ften Familien gezählt. Aber im Einzelnen findet
man treffliche Aufklärungen und Andeutungen.
Auch F. Fifcher äufserte gute Gedanken Ober
natürliche Anordnungen, {Webe/'s und Möhrs Beyer.
Zur Naturkunde, B. 1. S. 79. f.), und Leop. Trateinick
arbeitete nach einem voliftändigen Plan, {Genera plan*
tat um methodo naturali dispofita. Vindob. 1802.).
F. P. Ca/Jelj Prof. in Kölln, gab wenigftens all*
gemeine Andeutungen , ohne die einzelnen Familien
«nd Gattungen genauer zu prüfen, {Verfuch über die
natürlichen Familien der Pßanzen, mit Rück ficht auf
ihre Heilkraft, Kölln 1810. 8. Lehrbuch der natür-
lichen Pflanzenordnung , Frkf. 1817. 8.)
L, Ok»n , Prof. in Jena, verfuchte fowohl in
feinem Lehrbuch der Natur philo fophie IL. Jena 1810.
8., als auch in Dietrl tis bot. Journ. St. 1., eine An-
ordnung der Pflanzen, nach der Ausbildung einzel-
Siebentes Buch* Drittes Kapitel.
»er Organe. Wurzel, Stengel und Laub nahm er
als* die Hauptorgane des Gewächfes an. Die Ge-
fchlechtlofen feyn nichts als Wurzel, und beftehn
nur aus Zellgewebe: die Laublofen , Gräfer, Lilien >
und Palmen haben nichts als die Stengel auf die Wur-
zel gefetzt. In den höhern berrfcbt das Laub, dann
die ölüthe und endlich die Frucht vor. Alfo giebt es
.fünf Hauptklaffen : Wurzel , Stengel-, Laub-, Blu-
men* und Fruchtpflanzen. Jede diefer Klaffen wird
wieder in vier bis fünf Ordnungen getheilt: die Wur*
zelpflanzen, nachdem fie der Erde, dem Waffe/, der
Luft oder dem Licht angehören, (Flechten, Pihe,Moo-
fe, Farrehkräuter); die Stengelpflanzen, nachdem Er-
de , Salz, brennbare Stoffe oder Metalle fich in ih-
nen ausbilden , (Grafer, Lilien, Gewürzpflanzen und
Palmen); die Laub-, Blumen- und Fruchtpflanzen,
nachdem Wurzel, Stengel, Laub, Blumen und
Früchte in ihnen vorherrfchen. Laubpflanzen z. B.,
in denen »das Laub vorherrfcht, .find Zapfenbaume
und Urticeen. Blumenpflanzen, in denen die Blu*
xne vorherrfcht , find Papaveraceen und SiViquofen.
Fruchtpflanzen, in denen die Frucht vorherrfcht^
find die Hofaeeen. Der Scharffinn , mit dem dies
alles entwickelt ift, erregt Bewunderung, docb
möchte man wOnfchen, dafs weniger Willkühr und
tiefere Kenntnifs (ich zeigte; :
Was ich in diefer Hmticht gethan, {Anleitung
zur Kenntnifs der Gew&chfe , Zweyte AafU Th. 2.
Halle 18 .7. Si) i überlaiie ich. der Beurtheilung fach*
kundiger Richter.
In England, wo man dem Linne'fchen Syftem
noch .immer huldigt, und wo Wilb. Rofcoe neuer«
lieh den Werth der natürlichen Methode zu gering
anfebiog, (Tr ansäet, of the Linn. foc. vol. ti. p. 5o.
f.), erhielt die letztere zwey Bearbeiter an Rieb. Ant.
Salisbury% der die Perigynie der Staubfäden prüfte,
und den Satz auf! teilte, dafs aus dem Kelch, als toU
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Natürliche Methoden. 301
■ v ■
chem , wenn er nicht einen coroliinifcben Ueberzug
habe, die Staubfäden nie entftehn, (Transact. of tlie
Linn. Joe. vol. 8. p. 1. f.), und der die Zapfenbäume
mit neuen Gattungen bereicherte, (daf. p. 3o8. f.);
und an Robert Brown , deffen Prodromusßorae novae
Hollandiae> Lond. 1810. 8., und deffen General re-
marks on the botany of Terra auftralis> Lond. 1814.
4-, die heJJeften Anflehten über natürliche Familien,
und die feinften Unterfuchungen über die Gattungs*
Charaktere enthalten,
-
* ■ •
Viertes Kapitel.
Fortfehritte in der Lehre von dem Bau
und der Natur der Pflanzen.
I.
Lehr.e von der E n twickelung und
Me tamorphofe.
Nicht gewöhnliche, glänzende Fortfeh ritte mach-
te die Anatomie und Phyfiologie der Pflanzen in neuern
Zeiten , fo wenig Linne's ßeyfpiel dazu aufmunterte.
Denn er und feine eifrigften Anhänger vernachläfßg-
ten fo fehr alle feinere Unterfuchungen des Baues der
Pflanzen, dafs nur Irrthümer fieb durch Linne's An-
fehn fortgepflanzt haben. Er rechnete die Phytoto-
men zu den blofsen Liebhabern der Botanik. (PhiL
bot. $. 43. 44) Das Mark der Bäume hielt er für
den wichtigften Theil der Gewächfe; es vertrete die
Stelle des Gehirns bey den Thieren : die Rinde ent-
halte die Nahrungsgefäfse, aus diefer fetze fich der
Baft in jährigen Schichten ab: dergeftalt entftehe das
fefte Holz: aus diefen Theilen entwickele (ich die
ßlume, deren Kelch aus der Rinde, die Corolle aus
dem Baft, die Staubfäden aus dem Holz und das Pi-
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3oi Siebentes Bach« Viertes Kapitel.
- ftill mit dem Eyerftock aas dem . Mark entftehen
(Amoen. acad. vol. 4* P* ^72. f.) Zwar fcbon Ober*
zeugt, dafs es Cruodgefetz der Pflanzen- Natur fey,
dafs ßcb aus jedem Theil ein jeder anderer entwickeln
könne, trug er dennoch diefe Lehre zu befchränkt
vor. Es fey eine Art des Vorlaufens (profapfis), wenn
die Blatter* ah Erzeugniffe des Jahrs, Geh in Bracteen,
diefe in den Kelch, der Keleh in die Corolle, diefe
in die Staubfäden, und die letztern endlich, wenn
fie erfchöpft feyn, fich in das Pi ftill umwandeln«
(Amoen. acaä. vol. 6. p. 324« f. 365. f.)
Diefe Theorie der Anticipation , eigentlich ab«
ge?ogen von den Bäumen, ift nicht anwendbar auf
Sommer - Gewächfe, wenn man nicht annehmen will^
dafs ße dazu beftimmt feyn., eigentlich fechs Jahre zn
wachfen, aber durch Vorlaufen alle frühere Bildun-
gen in dem Blähen zu vereinigen.
Kafp. Friedr. Wolf, deffen geiftreiebe Be-
. merkungen Ober Entftehung der Pflanzen wir fcbon
oben angeführt, fafste die Entwickelung der Pflan-
zen' allgemeiner auf. Gleich fam beyläufig fpracb er
bey anderer Gelegenheit, (Nov. comment. acacL pe*
trop. tom. 1 2. p. 4o3. tom. 1 3. p. 478. f.)» 1° beftimmt
von dem Uebergang der Blätter in den Kelch, in die
Corolle, in die Staubfäden und felbft in den Saamen,
dafs er als Beweis der Grundlage der Blätter bey al-
len fpätern Bildungen die Saamenlappen, als die er»
ften Blätter, anführte. In der ganzen Pflanze, fagt
er, fieht man nichts als Blätter und Stengel, indem
die Wurzel zu diefem gehört. Er hätte noch weiter
gebn, und die Entwickelung der Blätter aus dem
Stamm darlegen können, was bey den Jungerman-
nien, bey den Acacien und bey den Cactus • Arten
augenfeheinlich ift.
Unbekannt mit diefen Andeutungen trug Job*
Wolfg. von Göthe die Entwickelung der Pflanzeatbei-
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Lehre vom Bau und von der Natur der Gewächfe. 30J
1 *
1« aus einander ungemein klar und einnehmend vor.
(Vprfuch, die Metamer phofe der Pflanzen Zu erklären»
Gotha 1790. 8. Zur Morphologie , B. 1. Stuttg. und
Tübingen 1Ö17. 8.) Durch Zufammen drängen der
Formen wird die Entfaltung vorbereitet: dies Grund«
gefetz der Vegetation führt Oöthe auf überzeugende
und lehrreiche Art aus. Darum 6nd die KotyJedo*
nen meiftens fo einfach , auch bey den zufamrhenga«
fetzteften Stammblättern: darum ftebn diefe einander
gegen über, wenn auch die folgenden Blätter mit
einander abwecbfeln. Darum drängen ficb die ßlät«
ter, je höber fie am Stamm ftehn, defto mebr in ein«
fächere Formen zufammen, und, wenn fie vorher
abwechfelten, fo fteilen fie ficb einander g*»gen über,
bis fie endlich zum Kelche werden. Die vielfache)
Ausbreitung und Fiederung der untern Blätter man-
cher Waffer Gewächfe, des Ranuuculus aquatilis»
Sium latifolium, und die geringere Breite derfelben
bey andern, z. B. bey Potamogeton heterophyllus
und lucens, als der obern auf dem WalTer fchwim-
menden, fcheint zwar hiemit im Widerfprucb zu
gehn; allein bey diefen Waffer* Gewächfen find die)
Blätter>Uebergangs Formen zu der Wurzel und ver-
richten höchft wahrfcheinlich das Gefcbäfft der letz*
tern, wie bey Hottonia paluftris, Myriophyllumy
Ceratophyllum u. f. w. . . Dafs die Nektahen meiffc
folche Uebergangs- Formen von den Corollen blättern
zu den Staubfäden find; dafs felbft das Piftill und
das Stigma durch Rücktritt den Coro] Jenblättern ähn-
lich werden , und nur durch Zufammendrängung aue
diefen entftebn, wird einleuchtend gemacht, wenn
die Staubfäden , wo die Corollenblättcheo fetyfchla-
gen, (bey eioigenThalictrura- Arten,) diefen ähnlich
werden. Der treffliche Geift fühlte wohl, dafs die
Mifsbüdungen und die Füllung der Blumen feiner'
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f .
304 *itf>entes Büch, ' Viertes. Kapitel.'
»
Theorie fehr förderlich find: daher kommt er auch
aüf diefe zurück.
Gölhe'ns Metamorphofe hatte einen zu tiefen
Sinn, fprarh durch Einfachheit fo fehr an, und war
fo fruchtbar an den nützlichften Folgerungen, dafs
man fich hillig nicht wundert, wenn fie weitere
Erörterungen veranlafste , obwohl Mancher fich
ftellte, fie nicht zu achten. Einer der erften, der
Göthe'ns Ideen in ein Lehrbuch aufnahm, warFriedr.
Siegm. Voigt, Prof. in Jena. (Syfiem der Botanik,
Jena 1808. 8.) Sehr interefTante Ideen über die Ver-
wandtfehaft der Staubfaden und der Corollenblätter,
fo wie Über das vorhergehende Zahlen* Verhältnifs,
trug Joh. Ludw. Georg Meinecke vor. {Abhandl.der
naturf. Gefellfch. in Halle* H. 1. 1809.) Auch L.
Oken führte die Metamorphofe in feiner Natur -Philo*
fophie weiter aus.
Aber ganz vorzüglich rnüfTen wir die geistreiche
Theorie der Entwickelung rühmen, weiche A. P.
Decandolle vortrug, ( Theorie tttmentaire de la bota-
nique, p. 94 — 123.) Er nimmt zwey Principe:
das Fehlfchlagen (avortement) und das Verwacbfen
(adhärence) als Urfache der Abweichungen in der
Bildung an , und erklärt daraus äufserft glücklich die
mannigfaltigften Bildungen. Nur darin ftimmen wir
nicht mit ihm ein, diefe Abweichungen erreurs zu
nennen, weil fie zu allgemein find, und nach feften
Cefetzen erfolgem. Dafs z. B. in der ganzen Familie
der Cmciferae aus zehn Staubfäden fechs werden,
welches Meinecke durch Verwachfung erklärt, wir
aber lieber vom Uebergang der Staubfäden in die Co*
foll£y>lätter herleiten möchten.
Endlich fammlete Gedrg Friedr. Jäger, Arzt in
Stuttgart, alle Erfahrungen über die Mifsbil durigen
' der Pflanzen th eile, und brachte fie unter gewiffe Ge-
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Lehre rom Bau und ron er Natrnr der Gcwächfe. 305
-
•
itze, wodurch dann d\e . Lehre ton der Metamor«
bofe uftgemeio gewann. {Ueber' die Mifsl&ldungen
vGmüchfe, Stuttg. 18.4. 8.) , . * .
i;i »• v Ii. :
Üuterfuchungen über den Bau der
Pflanzen. .
• -
In der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts war
in in der mikrofkopifchen Unterfuchung der Ur-
me» des Baues noch fo weit zurück, dafs Aug.
iedr. Walther die Spiralgefäfse läugnete, und fie für
»erley mit den Saftröhren hielt, {progr. de fiructw
partiu&i, §. 5. Lipf. 1 740. 4.) AuchChrift. Friedr.
vipert, Arzt in Halle, (geb. 1727, f 1758,) ver-
rf alle Pflanzen • Gefäfse, und liefs die Safte in den
ifcbenraumen der Fafern aufzeigen. {Specimen
fiologiae plantarem, Hai. 1755. 4.) Ehen fo ur-
ilte noch fpäterhin Friedr. Katim. Medicusj {Beyer.
Pflanzen* Anatom. S. 18 1.), und felbft Job; Se+
ier gefteht, die Spaltöffnungen nicht gefunden zu
en, und fpricht von den Schraubengängen derge-
r, dafs man fchliefsen mufs, er habe fie nicht
ft gefehn. {PhyfioL vtgfc tom. 1. p. 91, 456.)
Joh. Stephan Guettard, Akademiker zu Paris,
1. 1715, f l786,) war nicht ohneVerdienft um die
itomie der Pflanzen, wenigftens einiger Neben-
ie, als der Dröfen, Haare und Dornen. {Memoi-
für differentes panies des fciences ei artsy tom.
- 5. Mit 258 Kupfertafeln. Paris 1768 — 178s.
Den Bau der Haare fetzte fpäter Franz de Paula
ank aus einander, obwohl er die irrige Meinung
e, dafs die Haare nur einfaugen, nicht ausdün-
könnten. {Von den Nebengrfäfien der Pflanzen,
31794.8.)
1
chf d. Botanik, a.B4 29
• »
<
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jo6 Siebentes Buch. Viertes Kapitel.
Der erfte indefe, der oach Grew und Malptghi
die Spiralgefäfse beffer unter föchte ond genauer be-
ftimmte, war Georg Chrift. ÄficJiW, Prof. in Leipzig,
(geb. 1727, + »771)« Er widerlegte zuerft Mal«
pighi's Meinung von Bändern, die Beb fpiralförroig
winden: er fand, dafs diefe vermeinten Bändern,
doppelt und dreyfacb zufammenhangenden Fafera
beftehn. Er läugnete die Klappen in diefen Gefä-
fsen, und fachte durch Verfuche zu widerlegen,
dafs diefe Gefäfse blofse Luft führen. Die Einfü-
gung gefärbter Säfte dürch die Wände der Spiraifa-
fern fchieo ihm zu bewerfen, dafs fie die Pßanzeofaf-
te wirklich aufführen. Zwar waren ihm nicht meh-
rere Formen der Schraubengänge bekannt, als die
ursprüngliche: allein diefe Hellte er auf einer Kupfer-
tafel fehr richtig dar. (DU/ de vafu plaruarum Jpira-
UbuSf Lipf. 1768. 4«)
Das Zellgewebe unterfuchte Georg. Bud. Böh*
mer9 Prof. in Wittenberg, (geb. 1723. f i£o3,)
in allen feinen Beziehungen: doch mehr durch die
frühem Schriftfteller als durch eigene Untersuchung
geleitet. ( De wegrtabiüum ceUuiofo cause*«** Witten.
i753. 4. Lipf. 1785. 8.) Daher er die Wände der
Zellen noob fflhr fibröfe angab.
Horaz Bened. von Sau/fure, (geb. 1740, + 1799J
machte gute Bemerkungen über die Spaltöffnungen.
(Objervations für V6corce des feuilles e$ des peialet,
Geneve 1762. 12.)
Aber Job. Hill verdanken wir mehrere gute
Aufklärungen über den Bau der Pflanzen. {The con*
Jtruction of the timber % Lond. 1770.8.) Die eigen-
tümlichen Saftgänge unterfohied er forgfaltig, nach
dem fie in der Rinde, oder im Bafte vorkommen.
J£r fah in den Saft röhren des Baftes Oeffnungen oder
Poren, wie wir fie im Nadelholze finden , und be-
merkte fchon, dafs das Mark nicht unmittelbar vob
Lehre Tom Bau und tob der Natur der Gewlchfe. 307
dem Stamme in die Aefte fortgehe, fondern dafs Geh
-ein WuJft erzeuge, der aus der mannichfachen Ver*
Bindung der Urformen entftehe.
Joh. Henr. Dan. Moldenhawer befchrieb die
Schrauben gange gut, ftritt gegen ihre Zeräfteluog^
und verglich fie in diefer Hrn ficht mit den Nerven.
-Seine MarkgefäTse find wahrfcheinlich die Zwifchen»
zeÜehgänge im Marke der Hofen. {Disß de vafis plan-
'tarum, Traj. ad. Viadr. 1779. 40
Ihm folgte Ebern. Pet. S vager man, der den
Bau der Schraubengänge gründlich und ohne Vorur-
«theilunterfuchte, den Mangel an Zeräfteiung in ih-
nen zeigte, ihren Urlprung in den Zwiebeln , ihre
^Verbreitung bis in die Blumenkrone nachwies, die
.punktirten Röhren fehr gut unterfuchte, aber, da
er FJüffigkeiten aus ihnen hervortreten fah, fie für
faftfohrende Gefäfse hielt. (Perhandel, van de maatfcK
$e Hartem, 20. P. 2: p. 171. f. tom. 21. p. 86. f.)
' Nun trat Joh. Hedteig auf, deffeo Entdeckuir-*
gen und Metnungen eine Zeit lang Epoche gemacht
haben, weil fie mit rühmlicher Wahrheitsliebe vor-
getragen wurden* Schon in feinem Fundamen tum
hiftoriae naturalis mufoorum frondo forum* P. 1. 2.
Lipf. 1782. 4«j noch mehr in feinem Progr. de fibraä
VPgetabilis et animalis ortu9 Lipf. 1789. 8., dann in.
der Sammlung feiner zerftreuten Abhandlungen, Tb,
1. 2. Lelpz. 1793. 8., ferner in den Zusätzen z«u
Alex, von Humboldt'* Aphorismen aus der chemifchen
Phyfiologie der Pflanzen, Leipz. 1794. 8«> und end-
-lieh in feiner Theoria generathonis , Lipf. 1798.4.,
trug er feine Meinungen über Pflanzen -Gefifse, über
die Oberhaut und ihre Spaltöffnungen , und über an-
dere Theile des Pflanzen - Baues vor. Die Schrau-
bengänge hielt er für häutige Röhre«, um die fich
die Spiralfafern winden: die letztern hielt er für hohl
und faftführend. So wie er von eigentlich zu • und
20 •
»
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gog Siebentes Buch. Viertes Kapitel.
zurückfahrenden Gefäfsen fpracb, und unter den
fern die Moldenhawerfcben Markgefafse, wahrfcheiiv
lieb auch die eigentümlichen Saftgänge, verftand; fo
nahm er auch in der Oberhaut befondere Lymphge-
fäfsean, deren Mündungen die Spaltöffnungen feyn.
Joh. Chriftoph Andr. Mayer, Prof. in Frank-
furt und dann in Berlin, (geb. 1747, t 1799 > ^ wie*
derholte faß nur das Bekannte, felbft mit einigen
irrigen Zufätzen: z. B. dafs fich die Schraubengang«
im Marke finden* doch fprach er fohon von fioröfen
Rohren, die die Schraubengänge begleiten , denen
er aber einen eben fo ftarken D urehmeff eingab , als
den letztern. Er erwähnte der MarkgefäUe, oder
der Zwifchenzellengänge, welche man mit gefärbten
Flüftigkeiten anfallen könne, und der NahrungsgefäTse,
die, wegen aufserordentlicher Kleinheit» nicht leicht
erkannt werden. Man Seht aus den beygefügten Fi-
guren (T. 3. f. i4* t5.)> dats Mayer die Zwifchen-
wände des Zellgewebes für Gefifse genommen. Die
Abbildungen find unrein und ondeutlkb. [Menü
tac. de Berlin. 1788. 1789. p. 52 — 63.)
Andr. Comparetri> Prof. zn Padua, fah vieles
beffer als feine Vorgänger. ( Prodromo di fifica wge-
labile, Päd. 1 79 1 . 8. ) Er erklärte 6ch ausdrücklich
gegen die häutige Wand der Schraubengange, and
bemerkte fehr richtig, dafs diefe blofs durch die
Windungen der Fafern gebildet werde* Mit den be*
nachhalten Röhren ftebo fie durch Qneerf&den in
Verbindung. Aber irrig behauptete er die Zeräfte-
lung derScbraubengänge, von der et fogar dieSchei»
dewände des Zellgewebes herleitet. Ja die Einfas-
sung der Tinte, welche Andern nie gelingen woll-
te, diente ihm dazu, den Uebergang der Flüfhgkeit
aus den Schraubengängen in das Zellgewebe anzu-
nehmen. Die Entftehnng der Schraubengänge aus
dem Wulft des jungen Pflänzcbens an der Stelle, wo
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Lehre vom Beq und ton der Natur der Cewäcbfe. 309
die Kotyledonen Geh anlegen , beobachtete er genau.
Auch die fch wammartigen Schläuche uod Mützchen,
womit die Enden der VVür?elchen umgeben lind, be-
merkte er richtig. Späterhin unterfuente er denr
Nutzen der Kqtyledonen , und fand , dafs fie die Wäh-
rung aJJererft aus der Wurzel anziehe , Ge verarbei-
ten, und dann wieder detn Pftähzchen zufahren. (Rö\
mers Archiv, B. 1. St. 2. S. t5. 17.) \
f Die Irrthümer Herfwig's, in Rückficht der Spalt«
Öffnungen und der . fogenannten Lymphgefäße fuchta
Ant. Krocher zu widerlegen. {De plant aw um epider*.
Wide, Hai. 1800. 8.) Ich habe gleichfalls mehrere
Punkte des Baues der Pflanzen zu Berichtigen gefacht.
{Anleitung Zur Kenntnifs der Geitüchfe > Tb. 1. Hallo
1802. 8. Zweyte Auflage, 1817. fL Von dem Bau und
der A/atur der Gewäohfe, Kalle 18 1 2. 8.).
Zu gleicher Zeit mit meinem Buche erfchien C.
F. Bnffeau • Mir bei* r, Akademikers zu Paris» Traiti
d'anatomie et de phyfiologie vege'tales , tom.1.2. Pa-
ris 1802.8., worin ganz andere An6chten berrfebten,'
und wodurch bedeutende Widerfprüche entftan^en.
In Neffen fah-er doch die punktirten Gange und die Po-
ren in manchen Zellen fehr richtig, nur dats er die-
felben zu allgemein annahm, und unrichtige Dar-
ftellungen davon gab. Auch hielt er die Treppen-
gänge (f auf/es trachies) für früher und urfprüngli-
cher, als die eigentlichen Scbraubengänge.
Jon. Jak. Bernhardt, Prof. in Erfurt, machte
feine Beobachtungen über Pßanzenge/äße , Erf. 180 5.
8., bekannt, worin abweichende Bemerkungen Ober
das Vorkommen ächter Schraubengänge in der Nähe
des Markes, aber die innere Haut der Schrauben-
gänge, Ober ihre Abänderungen in Ringgefäfce&
Treppengänge und punktirte Röhren vorgetragen,
und das Netz in der Oberhaut auch als Gefäfsnetz ge-
läugnet wird*
4
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310 Siebentes Bück Viertes Kapitel.
Drefe Widerfprflche veranlagten die Societtt der
Wiffeofchaften in Göttingen , einen Preis auf die he-
fte Auseinander fetzung der ft reit igen Punkte au szu«
werfen, der für de« November- 1 &o5 bestimmt war»
Henr. FrJedr. Link und Karl Afmund Rudolphe Pro-
feffaren in Berlin, gewannen durch ihre Arbeiten
dett Preis. Jener ( Gmndlehren der Anatomie und
Phyfiologie der Pjtnnzen% Gott. 1807. 8-)-> trug mit
grofser Klarheit feine An Bebte* vor, und erläutert«
fie durch gute Kupfer. Er wies auch in un vollkom-
menen Gewäcbfeu das Zellgewebe nach, klärte die
Natur der vergeblichen Poren des Zellgewebes auf,
leugnete die innere und äufsere Wand der Schrauben*
gange , fcbrieb den letztem das Gefchäfft des Saft-
föbrens au, fteJlte die eigenthOmiichen Saftgänge
und die Zwifchenzellengfnge richtig dar, wollte
Spaltöffnungen auch in den Blumen gefehn haben»
und gab von der Bildung des Holzes eine eigene An»
ficht, dafs nämlich die innerften Ringe die jüngften
feyn, worin er keinen ßeyfall gefunden.
Rudolphi (Anatomie der Pjlanzen, Berk 1807.
8.) verdanken wir befonders eine (ehr forgfältiga
Unterfuchung des Vorkommens der Spaltöffnungen:
m den übrigen Punkten ftimmte er mit meinen An-
flehten Oberein.
Früher fchon hatte L. C. Treviranus, Prof. zn
Breslau, (Vom inwendigen Hau der Geirächfe, Gött.
1806. 8.), durch die Gottings Preisfrage veraotafct,
feine Unterfuchungen bekannt gemacht. Er zeigte
zuerft den wahren Bau Her ZwHchenzellengänge und
der eigenthOmiichen Saftgänge , unlerfcnjed grOnd«
iich und genau die Treppengänge und punktirtM
Kanäle als Abarten der urfprünglicben Schrauben*
gänge. Die Anfänge der letztern fah er als wurm-
förmige Körper. Befanden? mufs man die Richtig*
keit und Treue feiner Zeichnungen rühmen«. %
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Lehre vom Bau und von der Natur der Gewjlcbfe. 3 1 1
■
Vm feine Anficbttn gegeir diefe Wi<|erfprtlche
der Deutfchep zu retten, fchrietb Mirbel nun: &t/»cn
fu'wn et difenfe dt* ma thiorie de £ nrganifation
ial+, Amfterd. >8o8. 8>> x|ie, neben einer Meng«
lrrtbümer, doch auch mehrere gu*a Bemerkungen,
über die eigentbamÜOben Saftgänge f* f. enthält«
Darauf folgten L. C. Treviranus Beytr. zur Pflanzen*
Phyfwhgie, Gott. 1811. 8., worin die fognaannteit
Poren des Zellgewebes von neuem unterfucht wor-
den. Auch machte der Vf. zaerft aufmerkfam auf
den Unterfchied der beiden Blattfiäcben. ,f
Dann aber trat Job. Jac. Paul Uoldenkawer mit.
feioen wichtigen Beytrßgen zur Anatomie der Pßan*
%en% Kiel 1812« 4*> *uf. Er bewies hier zuerft das
Dafeyn der fibröfeo Röhren, zeigte fehr genau die)
Entftehung der Treppengänge und punktirten Röh-
ren, ans der Anlage der Scbraubengänge dnrch fenk-
recbte Fafern Verwacbfung dei; Queeröffnungen zu
erleiden. Auch zeigte er das wirkliche Dafeyn der
Poren in den Zellen des Nadelholzes, und erläuterte'
dies durch angemein zierliche Kupfer. Die fonder-
baren Zellen im Umfange des Stengels und felhft in
den Blättern des Sphagnw» obtufifolium hielt er för
wirkliche Schraubengänge, und hatte von den Spalt*
Öffnungen eine unrichtige Anficht.
Faft zugleich erfchien Dietr. Georg Klejert$
Prof. in Jena, MSmoire für VorganiJßtUm des plantest
Harlem. (i8*3.) 4- Es ift über den allgemeinen Bau
der Pflanzen das voilftändigfte und belehren dfte Werk»
welches den Preis von der Hariemer Societät gewann»
Die Kupfertafeln enthalten äufserft zierliche und
treue DeiTtelluogen des Beobachteten. Als eigen-
tümliches Verdieuft des Vfs. mute man die forgfil-
tiga Unterfucbung des Baues der Nadelhölzer anfe»
hen: eigentbümlich ift ihm die Meimfag, dafs das
Netz in der Oberhaut nicht Uofa <tor<0> die Wandt
♦
4
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312 Siebentes Buch. Viertes Kapitel.
i
des Zellgewebes gebildet werde, fondern w&hrfchein-
lich doch durch Gefäfse entftehe. Auch hat er von
den punktirten Gängen die Vorftellung, dafs die 6eb-
förmig dÖrVihbrochene Haut noch auswendig von
fchräge gewundenen Fafern umgaben werde. Einen
Auszug aus dSefem Werke lieferte der Vf. in den
Grundlagen der Anatomie derfjlanzen , Jena 181 5. 8.
Goftfr. Beinh. Treviranus ^eig^e durch tTeffliche
mikfofkopifche Beobachtungen, dafs Kugelchen und
Element*** -»Cylfnrf^r die Urformen aller organifchen
Körper feyn, {Verm. Schriften) S. 1 1 7. f.), und Lu-
dolf Chrfft Treviranus ünterfucbte die Veränderun-
gen forgfähig, welche die innern Theile des Saa-
rnens erleiden, {Von der Hntwicktlung des Embryo,
Berlin i8_x5. 4.).
Lehre vpn der Ernährung der Pflanzen,
und a 1 1 g e m eTn e Begriffe von der Na -
tur der G e w a* c h f e .
Im Anfange diefes Zeitraums herrfcnten über
die Ernährung der Pflanzen und nberdieArt, wie
fie die Flüffigkeiten anftiehn, noch «funkle Begriffe.
Guido A ugu ftin Baztn, Am zu Strasburg,
(t »754,) fteJIte ficb vor, dafs die Säfte in den Pflan-
zen auffteigen, weil he in elaftifche Bläschen ver-
wandelt werden. Dazu dienen besonders die Schrau-
bengange. {Öbfervatinns für les plantes et hur anale-
gie avec les infectesy Strasb. 174». 8. Ueber fetzt im
Hamb. Mag. 4. S. 41f)» f- 4^5. f. 9. S. 597. f.) *r r
Höchi't wichtig für die Lehre von der Natur der
Gewächfe wurden Karl Bonners , Genfer Bürgers,
(geb. 1720, f l79^i) Recherches für Vufage des fetal*
les dans les plantes, Gott. 1 7^4- 4* Nicht blofs das
Gefchäfft der Einfaugung und Ausdünnung der Blät-
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i
Lehre vdm Ben uid ran tfer Natw? der Oexdichf e. 3t J
I
er wurde hier in helles Licht gefetzt, • fondern Yor-f
tfglieb dfe^Krnährung der Pflanzen au« böbfern Ge*
ichrspunkten gezeigt, da, ei Pflanzen JntMoot** Baum»
vollaty Sägefpänen, altenUüchern und andern Ma>
:erien erziehn lehrte, und zeigte, *d*fs folche Ge«*
*ächfe <ttefelben ßeftäMtheile geben^ als wenn fie
n Erde gefunden. Diefe Verfuche* wurden • voä
3eorg VVolfge Kraft, Prof- in Tübingen , (geb. 1701^
f 1754,) beftätigt. t(Jfe* com. petrop.4. p. aSt; f.?
Dahe* fchlofs fcbon Joh. Gottfoh. WaUerba* Prof, in
Upfal, (g«1>. 1708, + 1785, )<itlafs die*Gewächfe aus
dem blofsen Waffer ihre Beftandtheile bereiten. (Agri*
cull.fundam. cfcem. p. 35.) e. ., . . t
Aber genauer noch uad forgfältiger (teiltet
Henr. Ludw. du Hamel du Monce*u,< Aufleber de£
FranzöfifchenSeewefens, (i*bs 1700^ 1782,) iener
Verfuohe* 10 , indem «r dereb Sand filtrirtes Flufs-
waffer; was febr lange in Krögen geftanden, als die
einzige Nahrung folchen Gewäehfen tieftmmte , d«f
er in blofsen GläTern erzog. Unzählige andere on-
gemein wichtige Verfuche Ober das Wachsthunvtfei?
Bäume legte er in feinem wahrhaft imfterblicheti
Werke: La phyfique des arbres, vol. 1. 2.- Paris iy5&.
4., dar. ' *V ■
Dafs die Kohlenfäure esfey, welche das Waffer
allein nahrhaft für die Gewäcbfe tnaehte, bewies
Thom. Percivall zuerft 17.75 durch einleuchtende»
Verfuche, (Hunter's georgical ejjays> vol. 5. p.,17. f.)i
die durch Job. Ingenhoufs noch mehr beftätigt wur-
den, {Verfußh* über die Ernährung der Pßaazen:
überf. Leipz. 1798. 8.). Späterhin kam man dahin,
den Kohlen hoff felbft *ls Produkt der Vegetation
anzufehn. {Lor. v. Crell in Gehlens Journ. B. 9. S,
lOOe Braconnot in Landwirt kfchaf iL Zeit* 1811. S.
19. Treviranus Biol. B. 4- S. 93. f.) Und es ward
durch Döbereiners (Sckieeigger's Journ. B. ia. S. 424.
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JT4 Siebentes Buch. Viertel Kapitel.
f.) und Brugnat«Uts Vt rfuch e {Güberis Ann. B. 4g.
S. 5s •&>* &hr*+r's Meinuaaj (Hermbßsdcs Mu-
ßum9 Heft i.) fahr wahr fch ein lieb, dafs die Metalle
20 '*er Mifchpog dar Pflanzen Abänderungen des
Kohlenfraffs fefo. * r.
Da* die grüne Oberfläche im Sonoenfchein
Sauerftoffgas aufthaurht, ward zuerft von Jof. Briefe-
ley entdeckt. \Verfuche und Beob. über verfchiedene
7h»M* der. NeturL B, \. S. aog. B. 2. S. t. f.) Da er
audeich behauptet harte, daffi. die Pflanzen beffer in
verdorbener, altf in gemeiner Luft fortkommen , und
Frait\ Karl Arhard* Akademiker in Berlin, die
Pricftley'fche Behauptung zum Theil betätigte, oor
dafs er der Salpeter luft die Kraft zufebrieb, die Keim-
fähigkeit zu zerftf*ren, de fac. de Berlin, 1 778.
p. to bezogen (ich hierauf Job. Ingenhoufs Un-
tersten nagen; nach denen die Pflanzen, fowohi beym
Kennen, als beym Wachsthum , eines bef ümmtea An«
theils an Sauerftoff der Atmofphäre bedürfen. Da* Son-
nenlicht ift die aufsere, die Lebenskraft der Gewach-
fc die innere Bedingung, wodurch die Kohle ntaure
der Gewächfe in Seuerftoff und Kohlend off zerfetzt
und jener beftändtg ausgebaucht wird, im Schatten
aber und zur Nachtzeit hauchen fie kohlenfaures Gas
aus; daher die Luft durch Pflanzen verdorben wird.
(Verfa he mit Pflanzen, S. 5i.f.) Die letztere Be-
hauptung ward in einer eigenen Schrift von Job. Se>
nebier, Prediger und Bibliothekar in Genf, (geb.
1742 > f »809,) widerlegt. ( Eztpirienves für (aetion
de la lumiire fulaire dant les v4g4taux3 Geneve i7&>a.
B.) Er behauptete, dafs die Pflanzen im Schatten
und aur Nachtzeit gar nichts aushauchen: doch ka-
men ihm feban Erfahrungen von Trübung des Kalk-
waffers durch die von Pflanzen im Schatten ausge-
hauchte Luft vor, welche er indefs vorzüglich aus
der Verderbaifs abgariffeaar »fianzeathnütx erklärte.
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Lehre ?om Bali und von der Natur der Gewacbfe. jis
Berichtigt wurden diefe Erfahrungen von Theod. de
Sauffure, der ungleich höchft wichtige Auftrhlüffe
über den. Verbrauch und die Aushauchung der Koh«
lenfäure und des Sauerftoffs durch und vorm i Helft
der Pflanzen gab. (RechercJBes chimiques für la vlgita«
iion, Paris i8o4. 8.) , .« -.v <
Früher fchon hatte Georg Adolf Suckow , Prof,
in Heidelberg, die Noth wendigkeit des Sauerftoffs
in der Atmofphäre zur Vegetation dargethan, und
dadurch PrieftJey's und Iugenhoufs Verfuche beftä*
tigt. (Act, acad. Theodor, palat. 5. p. i65. f. ) Aus
jenen Erfahrungen zog Chriftoph Girtanner den
Scblufs, dafs der Sauerftoff das eigentliche Leben*.
princip aller organifirteo Körper fey. {Journal de
phyf. 36. p. 422- £•) Und Alex, von Humbold* zeig-
te, dafs das Keimen vorzüglich durch übergefäuerta
Kochfalzfäure befördert werde. (Mogaf. encyclop. 6.
j>. 462. f. Aphorifmen au* der chemifchen Phyfiologiet
der Pflanzen, Leipz. 1794. ,8.) Diefe Verfuche wur>
den von J. von Ujlar nicht allein beftätigt, fondern.
erfand auch, dafs die Saarn en in Bley glätte und ge»
pochtein Quarz, den er mit übergefäirertero Waftec
begoffen , vortrefflich keimten und die Pflanzen fehr
gut. gediehen. (Fragmente neuerer Pflanzenkunde 9
Braunfchw. 1794. 8.) Auch Karl Gottl. Rafns Ar-
beit über Pflanzen- Phyßologie (Danmarks og Hol«
Jteins flora, D. 1. Kiöbenb. 1796. 8.) erhält ihren
vorzüglichen Werth durch die Beobachtungen Über
den F.influfs des Sauerftoffs, des Lichts und felbU .
einiger Gifte, auf die Vegetation. **v
- E. A. Lefeburefo Verfuche über das Keimen be-
{tätigten zwar im Ganzen Humboldt's und Uslar't
Erfahrungen, aber es ward noch näher beftimmt,
dafs, wenn die Saamen in gewiifen Subftanzen weni«.
ger keimen, dies der Aufiöslicbkeit der Salze zuzu»
fr.breiben fcy, indem fie mehr Waffer zu ihrer Aul« * f
»
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* 1
3i6 Siebentes Buch. Viertes Kapitel« f
löfung brauchen und es lifo den Saa entziehe.
{E^xpdrieaces für la .germinatioa dex Jylantes , Strasb.
1801. 8.) Franz H«4*r und Jon. Sehebier fetzten
diefe Verfuche fort, um zu zeigen , dafs Sauerftoff
nur als Reizmittel- wirke, und dafs eigentlich die
•tmofphänfche Mifchung des Sauer- und Stickftofb
das nothwendtgfte ErforHerntft zum Keimen ift. (AU>
moires für finßuence de fair et de diverfes fubftances
gazeufa dans la germination de difßrehtes graines,
Geuere i»oi. 6.) W. A.H. Lampadius, Prof. in
Freyberg, . breftätigte dSefe Wirkung des Sauerftoffe
durch Verfuche im Grofsen , mit Düngefalzen ange-
Reih. (Hermbltädis Archiv der Agrioultun- Chemie,
B. 2. S. 570. f.)
Die Wirkung des Sauerftoffs, al$ dynamifebea
Reizes , auf die PBanzeo ward biedureh ins Licht ge-
fetzt/ So hatte man die Elektrizität febon feit Job.
Ant. . Nolle* (Recherche* für fUectriciti , p. 353.)
unH Runeberg , (Spockh. accuL handl. 1757. p* 17 r»,
• als einen mächtigen Agenten in der Natur zur Jiefor-
derungider Vegetation anfeho gelernt: obgleich In-
ge nhoiifs (Verfuche, B. 3. S. 117.) und VoUa (Me-
teorol. Briefe, B. t. S. 160. ) diefer Kraft keinen be-
deutenden Einflute geftatten wollten. Selbft mit der
Gakaoifchen Elektricität wurden vonGndio (Gehleas
Journ. B. 6. S. 45i.)> Vajfali- Eandi (Voigts Mag.
B. 1 1. S. 358.), /Cfo's (daf. B.9. S.495.), Humphr.
Da*y (agricult. chemiftry , p. 07.), Ritter (Schweig-
gers Journ. B. 1. S. 409.) und M/fc (GUheris An-
nal. B. 41. S. 392. f.) Verfuche angeheilt, die den
Einflufs diefer Kraft «auf das Keimen und die Bewe-
gungen der Pflanzen bewiefeo. i *
So ward dip Lebenskraft der Gewichte, die
fich durch Verähn lieh ung und Bewegung aus innern
Ur fachen äußert , immer, klarer. Von ihr hatte
Mart. van Marum fchon das Auffangen der Säfte her-
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Lehre vom Bin and ?on der Natur der Gewöchfe. 3(7
gelieft et» {Disfrde motu fluidomm* Oroni ng. 1770. 8.)
.Georg ßeM ( JW**J* o/* lh~ foc. of\Manchefter+t%o\. 2.
-p. 407.) und Jul. Vitr. Cok/o* fuofaten ebimfajJsidin
Reizbarkeit der Pflanzen au« verschiedenen Gründen
xlarzuthutf* Xf^ßf* ^ rnutata jlumorum in regno orgmj*
Mico iadols» Lugd. Bat. 1-78978«)
. • DeDen ungeachtet bjifib ft* o>n meiften Handbü-
ehern diefer Zeit noch die meebanifche Erklärungs-
art die herrschende.
- fylufcels* eines, franzftfifchen Officiers, Werk
jftber die Pflanzen. Phyfiologie ( Tratf* thiorique et
-pratlque für ia Visitation , tom* 1 — 4. Rouen 1781.
enthalt vorzüglich Anwendungen der bekannten
Lehren der Pflanzen -Pbyfioiogie auf die Künfte des
.Garten und Äckerbaues. Das Auffteigen der Säfte
io den Pflanzen gefchehe nur in den Zwifchen räumen
nder Zellen, ohne dafs eigene Saftröhren da feyo.
Spibft die Schraubengänge febienen ihm nur unentwi-
ckelte, zufam mengerollte Fafern zu feyo. Die Wär-
ine hfilt er für den einzigen Grund des Auffteigens
der Säfte; worin ihm auch Alex. Hunter beyftimmte.
(Geprgical ejjay*9 vol. t. p. 170. f.) Das Abfallen
der Blätter erklärte MufteJ aus dem durch verhindere
fe Ausdünftung bewirkten Anfchwellen der Blattftie-
let wie Job. Andr. Murray {qpusc. \, i38.) durch
Auftreten der Knospen, welche die Blattftiele ver-
drängen. fcrIV Ger. VroKk* Prof. in Amfterdam,
fah das Ausfehjagen und Abfallen der Blätter aus dem
richtigen GeGchtspunkt an, dafs es Wirkungen der
erregten und erfohöpften Reizbarkeit feyn. {DU f. de
defoliatione vgBtabilium , Aroft. 1796. 8.) Es kam
alfo Jof. Mar. Giovenes Erklärung , die fich blofs auf
den Unterfchied des parencbymatöfen Baues der Blät«
ter und der holzigen Strüctur des Stamms bezog, zta
fpät. {Memoria deUafoc. Ualiaa. vol. i3. p. 1}
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I -
3«8
Siebente« Bach. Viertes Kepttel.
ff. Kafim. Medicut Unterfochungen über Pflan*
*en *Pbyfio!ogie< {fry träge zur Pflanze** Anatomie
n. H. 1 — 7. Mannh. 1799 — 1801. 8. Pßan-
Xen<pfyftologifche Abhandlungen* B. 1—3. Leipz.
180S. 12.) bezogen ficb haüptfächlich auf die Bildung
und Verhältniffe der' Knospen, auf das Wachs tbora
des Hohes, die Verhältniffe des Marks und der Schei-
dewände deffelben. * •
Das eigene Leben der Knospen» und die höhern
Kräfte, felbft die des Gefühls, de« Appetits, fogar
die VftlJens -Thatigkeit und die Leidenfehaften der
Pflanzen darzuthun, fcheint die hauptfachliche Ahr
ficht Erasmus Daneins, Arztes zu Derby, gewefen
zu feyii, (Phytonomie, Ob er f. B. 1. a. Leipz. 1801.
8.) In feinen Vergleich ungen des Pflanzenbaues mit
dem thierifchen ging er fo weit, die eigentümlichen
Saftgänge fflr den Magen und die Milch gefäfse der
Pflanzen.zu halten. #:
Joh. Senebier's gröberes Werk Uber die Pbjfio*
logie der Pflanzen (Phyfiologic vighafo, tora. 1 — 5.
•■Oeneve 1800. 8.) hat das grofse Verdient!, dafs
die chemifchen VerhältnilTe der Vegetation ▼ortrefF-
lieh und nach eigenen Verfuchen erörtert werden.
Aber fo wenig der a na tomifche, als der dynamifche
Theil der Pflanzen •Phyßölogie bat dadurch gewon-
nen. ■ » ' . 1
Zu den ein7elen Bevträgeu zur Pflanzen - Phyfio-
logie, die nicht zn flberfehn find, rechnen wir Franz
Juftus Frenze? s, Predigers zu Osmanftedt bey Wei-
tmar, phyftologifche Beobachtungen über 'den Umlauf
des Safes in Pflanzen und Bäumen , Weimar i8o4* 8.
Obgleich diefe Schrift von der Akademie der Natur-
forscher in Erlangen den Preis erhalten, ift ihr Werth
doch nur geringe. Das Auffteigen der Safte im Holz*
körper und Bafte wird durch Einfaugung von Tinte
dargethan, den Schraubengängen die Verrichtung
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Lehre roin Bau und tob der Natur derXJewächfe. 3 19
les Saftfahrens abgefprochen , auch das Abfteigen
1er Säfte in der Rinde gelaugnet. Aber weder mi-
(rofkopifche Beobachtungen, noch ein klarer Vort-
rag zeichnen diefe Schrift aus.
Theöd« Andr. Knighs ftellte intereffante Verfem
jhe Ober das Auf- und Abfteigen der Säfte, ober Hie
/eranderung des rohen Pflanzen* in den Bildungsfaft,
Iber die fenkreebte Richtung des Warzeichens und
Iber die Bildung des Splints än. (PhUof. transact.
80 1- p. 335.f. t8o3. p.«77.f. i8t>4. p. i83.f. i«o5.
>. 88. f. 257. f. 1806. p. 99. f. 293. f. 1867« p. 20 3»
*. i8b8. p. io3. f. 21 3. f. 181 1. p. 209. f.)
Oute Beobachtungen und intereffante Verfuche
nft gefärbten FlOffigkeiten , wodurch das Aufzeigen
1es Safrs im Holzkörper und im Bafte , die Entfte-
lung neuer Rinden und Haftlagen und der Einflufe
Jer horizontalen Strahlengänge ins Licht gefetzt wür-
Je, machte Henr. Cötta , Vorfteher der Forft Lehr*
inftalt zu Tharand, bekannt. ( Natur • Beobachtun-
gen über Bewegung und Function des Safts in den Ge-
vächfen, Weimar 1806. 4«)
Auch Siegrn. Fricdr. Hermbßädt's, Prof. in Ber-
lin, Verdien fte um den chemifeben Theil der Natur*
lehre der Pflanzen find nicht geringe. Er beurkun-
dete (ie nicht allein in der Anleitung zur Zergliede-
rung der VegetabilXen nach phyftfch « chemifchen Grund*
futzen, Berlin 1807. 8., fondern auch vorzüglich
durch fein Archiv der Agricultur • Chemie , Th. 1 —
5. Berlin i8o3. f. In dem letztern find die interef-
fanteften Auffätze von Joh. Chrift. Karl Schräder,
Apotheker in Berlin, Ober die Erziehung des Ro-
ckens in Porzellan • Gefchirren, mit blofsem kohlen« V
huren Waffer, wodurch erwiefen wurde, dafs die
Pflanzen ihre Grundftoffe nieht aus dem Boden an«
tiehn, fondern fie felbft aus den Urftoffen der Natur, '
bey Einwirkung des Sonnenlichtes, beraiten. {Ar-
3*> Siebentes Buch. Viertes KapftU- .
•
chiv9 B. l. S. 85. f. B. 2» S. 189. f.) Aucb Henr.
JEinhofsit kehrers an der Laodwirthfchafts - Schule
m MöggeJfn^ (f .810J treffliebe Unterfuc hangen
über den chemifchen Vegetatioos • Procefs , (Archiv,
S. 2. S. 217. f^), feine Anleitung zur J&eantnifs der
«hernifchen Befchaffenheit des Bodens, S. 5o4«
f. B, 3. S. 6>. f.), feine Bemerkungen über die Wir*
kuog verfchiedetfer Säuren und Salze auf die Vegeta-
tion , ( daf. B» 4* & £ ) > un4 feine Unterfucbimg des
JRumus, ( daf. S. 275. f..) , gehören zu den vorzüglich*
Xten Auffätzen diefer Sammlung.
Joh. Cbrift. Friedr. Meyer > . Lehrer an der Forft-
i/eb ranftalt zu Dreiyfsigackepvjjfeferte über die Bewe-
gung der Safte in den Pflanzen^ gute Bemerkungen.
(Naturgetreue Dar je eilung 4** Entzrickelung . Ausbil-
dung und des Wachsthums der pflanzen, Leipz. 1 SoS. 3.)
A. Aubert du Petit" Thouaf* bat befooders über
die Bildung der Knospen , über die Bewegung der
Säfte und Ober die Entftehuqg des Holzes einzelne
.Beobachtungen bekannt gemacht. (Etjai für Vorgxui-
fation des plantet, Paris i_ßo6. 3, Melange s de bd-
tanique et de voyages, Paris 18 \\. 8. Hi/tuire d* un
morceau de boit , pr4ctdde d'u* ejjal für ia Jeve, Paris
. i8i5. 8.)
Giro Pollini in Verona machte das Wacbstbum
de« Holzes zum Gegeoftand feiner Unterfucbangen,
die Geh durch einige gute Beobachtungen empfehlen.
(Saggio di offervazioni e di fperienze Julia vegetazionz
degli alber i, Verona 181 5. 8.) Auch feine Elemenü
di botanica, tom. 1.2. Verona 1810. 18t t.8., zeich-
nen Cch durch guten Vortrag der bekannten Wahr-
heiten .der Phyfiologie aus.
Weniger wichtig ift in diefer Rückficbt Job. Ecf.
Smittis latroduetion to phyfwlogical and Jyftewaaticd
boiany, ed. 3. Lond. 1814. 8., Den Bau der
wachte trägt er nach Mirbel und Knight vor, und die
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Lehre vom Bau und von der Natur der Gewichte. 321
.dynamifcben Grundfätze neuerer SchriftftelJer find
ihm unbekannt.
Trefflich erläuterte Gottfr. Reinh. Treviranus
(Biologie, B. 4. S. 7 — 122.) die Ernährung der Ge-
wächfe, obgleich feine Ideen über den Bau der Pflan-
zen nicht allgemeinen Beyfall gefunden. Sein Bru-
der, Ludolf Chriftian, machte intereffante Verfuche
bekannt, wodurch den Spaltöffnungen das Gefchäfft
der Ausdünftung zugefcbrieben wurde. {Verm. Schrifi.
$ent S. 170. f.) Chrifr. Friedr. Harles ftellte endlich
alle neuere Beobachtungen ober Ernährung der Pflan-
zen gut zufammen.(^wcw/aocademica,Lipf. 181 5. 8.)
, * - Fünftes Kapitel.
Botanifche Reifen, und Kenntnifa
ausländifcher Pflanzen.
In keinem Zeitalter hat die Kenntnifs des Pflan-
zenreichs entfernter Länder fo aufserordentJiche
Fortfchritte gemacjit, als in den letzten fiebzig Jah-
ren. Nicht blofs unterftützt von Fürften, fondern
auch auf eigene Koften unternahmen mehrere Gelehr-
te wichtige Reifen , welche der Kenntnifs des Pflan-
zenreichs ungemein- förderlich waren.
t
Kenntnifs des Morgenlandes.
Der erfte, der in diefer Periode einige Gegen-
ftände des Pflanzenreichs irn Morgenland aufklärte,
war Richard Pococke^ Bifchof von Offory, obgleich
der Hauptzweck feiner Reife Aufklärung heiliger
Alterthümer war. In feiner Defcription of che Eaji,
vol. t. 2. Lond. 1743 — 1745. fol., findet man die
erfte Nachricht von der tbebaifchen Palme {Hypha*
Gc|cht d. fiounik, a. ß. ai
*
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.... _ ,
322 Siebente« Bach. Fünftes Kapitel.
*
ne coriacea Gärtn.), und von mehren» Pflanzen, die
Phil. Miller beftimmte.
Alex. Ruffel* der viele Jabre in Aleppo als Ar*
gelebt , (f 1768,) hinterliefs eine Natur gejehichü
von Aleppo , Th. 1. 2, Göttingen 1798. 8., worii
aber die Flor nur oberflächlich abgehandelt wird.
G»ofs war die Ausbeute auch nicht, die Frie-
drich Haffelquifts , aus Oftgolhland , (geb. 1722,
f 1752,) Reife in das Morgenland trug. Der Ein-
flufsLinne's, feines Lehrers, auf vermögende Schwe-
den brachte bald die nöthigen Summen zu diefer
Reife zufammen , und r^fielquift durebreifete Aegy-
pten und Paläff ina. Da fein frühzeitiger Tod zu Smyr-
na allen weitern Unternehmungen ein Ende machte,
fo gab Linn« feJbft aus feinen Papieren das Iter pake*
fiinum, eller refa til heliga landet, Stockh. 1757. 6\,
heraus.
Ein Kaufmann aus Florenz, J oh. Mar Ui, der acht
Jahre lang im Morgenland gelebt hatte, oaä ßch
Kanzler des florentinifchen Confuls auf Cypern nann*
te, hefchrieb in feinem Viaggi per Cifola di Cipro e per
laSoria e Paleftina, vol. 1 — 5. 1769. 1770. 8M meh-
rere morgenländifche Handelspflanzen.
Wichtiger und erfpriefslicher für die Kenntnifs
des Morgenlandes, als die frühem Reifen, ward
das Unternehmen der dänifchen Regierung, die auf
Joh. Dan. Michaelis Antrieb, im Jahr 1761 eine Ge-
fellfchaft von Gelehrten nach dem Morgenland ab*
fchickte; Carften Niebuhr, (geb. 1733, f i8t5,)
ftand an der Spitze der Gefellfchaft; Pet. Forskol f ein
Schwede und Schüler Linne's, (geb. 1732, + 1763,)
1 ging als Naturforfcher mit. Nachdem die Gefell-
fchaft Aegypten durchzogen, ging tie nach Arabien,
wo aber Forskol zu Jerim im glücklichen Arabien,
( 20 Meilen nordöftlich von Mockha,) ein Opfer fei*
ner Anftrengungen wurde. Aus feinem Nachlafs gab
; -
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Sotanifche Keifen, und kenntaiCs ausländ. Pflanzen. 3^3
♦
Gebühr die Flora aegyptiaco-arabica, Havn. 1775,
f., und Icones rerurn natural ium9 quas in itinere
rientali depingi curdvit, Harn. 1776. 4>> heraus.
viel neue und wichtige Bemerkungen auch Fors-
loI über die ägvptifchen und arabifchen Pflanzen
nachte, fo fchwach fcheiut fefne Kenntnifs gewefen
u feyn, daher wir dem trefflichen Mart. Vöhl Dank
viffen, dafs er in feinen Symbolae botanicae , P. 1
j. Havn. 1790 — i794- fol., die Forskoffchen Pflan-
en unterfuchte, beftimmte und ihre ßeftimmungen
erichtigte.
Auf des franzölifchen Leibarztes Vorfchlag, vom
Iinifter Vergennes unterftatzt-, wagte Jak. Jul. la
Vdlardiere im Jahr .1787 eine Reife nach Syrien und
em Libanon, deren Frucht die Kenntnifs mancher
orher unbekannter Pflanzen war. ([cones plantar um
yriae rariorum, dec. 1. 2. Parif. 1791. 4.)
Der Feldzug Bnonaparte's nach Aegypten ürtdK
aläftina im Jahr 179S hat der Wiffenfchaft genutzt,
a unter mehrern Gelehrten auch Botaniker, als De-
/<?, Savigny und H.. Nectoux , ihil begleiteten. Von
em letztern haben Wir: Voyage dans la- haute Egypte,
aris 1808. fol. Das grofse Prachtwerk: Defcriptiort
el'Egypte. Hiftoire naturelle. Paris 181 3. fol., ent-
alt ebenfalls Aufklärungen über ägyptifche Pflanzen,
lieber gehören auch K. S. Sonnini s Rci/en in Ober*
nd Niederägypten , B. 1. 2. Gera 1800. 8., und
riv. Denon's Reife in Nieder • und Oberägypten, Ber-
n i8o3. 8.
11.
i
Kenntnifs von Africa.
Das nordliche Africa ward in den Jahren 1783
is.1785 von Renatus Desfontaines > Prof. in Paris,
i botanifcher Ruckficht durchfucht. Durch die
ikademie der Wiffenfchaften Jn Paris unterftützt,
21 *
* *
*
>
«
«
\
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324 Siebentes Buch. Fünfte* Kapitell
und von dem Confu] Rercy in Algier eingeladen,
brachte Desfontaines zwey Jahre in der Barbarey mit
Sammeln uod Beftimmen neuer Pflanzen zu. Die
reichen Früchte diefer Reife machte er in der Flora
atlantica, vol. i. 2. Paris 1800. 4* % bekannt.
In den Jahren 1786 und 1786 durchreifere ein
kennt nifsreicher Geiftlicher, J. L. M. Poirec , das
alte Nmnidien , und die Botanik trug einen reichem
Gewinn von diefer Reife. {Voyage en Barbarie^ Pa-
ria 1789. 8.)
Der dänifche Gonful in Marokos, P. K. A. Schous-
boe> machte auf einer Reife durch das Land treffliche
Entdeckungen im Pflanzenreiche» {Beobachtungen
Uber das Gewächsreich in Marocco. Aus dem Däni-
schen von J. A: Markußen, Lejpz. 1800. 8.)
Das mittlere Africa blieb, die Küstenländer and
einen Theil von Habeffinien ausgenommen, noch
unbekanntes Land, da die Bemühungen der britti-
fcben Gefellfchaft zur Beförderung der Keontnifs des
innern Africa's durch den Tod der Reifenden, Le-
dyard 9 Hornemann und Mungo Park, vereitelt wur-
den. Doch waren Jak. Bruces von KAnnaird Reifen
in Habeffinien , {Travels to discover ihe fource 0/ the
Nile, vol. 1— -5. Edinb. 1790. 4* überf. Leipz» B. 1
— 5. Leipz. J791. 8.) und W. G. Browne $ J&eifen
5m mittlem Africa {Travels in Africa , Lond. 1799.
4») für die Botanik nicht ohne Nutzen.
Die weftJicben Küften von Africa waren den
Europäern» wegen der dortigen Niederöfflingen^ zu«
gänglicher, Mich. Adanfan nutzte fchon feinen vier-
jährigen Aufenthalt in Senegambien (1749 - *753)
überaus trefflich für die Bereicherung der Pflanzen-
kunde. {Hiftoire naturalle du S4n4gal% Parj^ 1737. 4.)
Paul Erdm. Ifen entdeckte In Guinea'eihe Men-
ge neuer Gewächfe, die Vahl und Willdenow be-
fchrieben. {Reife nach Guinea, Kapenfr. 179g, 8.]
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B ot an ifcjie Reifen, und Kenntnifk ausländ. Pflanzen. 33$
iben die«? Land befuchten Adam Afzelius, (Genera
ü an Carum guineenfium , Üpfal. 1809. 4«). der Dans
l Hönning und Palifot- Beauvois, (Flore d'Opare et de
ienia9 Paris i8o5 7 — 1810. 4-)*
Am meiften gewann die Kenntnifs des ffldlichen
IfricVs, da der Reichthum und die Schönheit. der
•"orrneo der kap*fchen Flor ungemein anlockte.
Pister Jonas Bergius, Prof. in Siockholm,,(f 1790,)
rar der erfte, der aus den vom Vorfteher der oftin-
lifchen Gefellfchaft, Mich. Grubt, mitgebrachten
Schätzen eine kap'fche Flor bearbeitete, die immer
loch bedeutenden Werth behält. (Defcriptiones plan-
m
arum e capice bonae fpei, Stöckh. 17^7 8.)
An dr. Sparrman war im Jahr \jto5 mit dem
(apitaio Guft. Ekeberg nach Oftindien gegangen,
1771 und 1772 hielt er fich am Kap auf, und kam
)is zum Sonntagsflufs und zur Agter- Bruyntjes*
loogte. Doch enthält feine Reife - Befchreibung
Hefa til gpda hopps-uddeny Stockh. 1783. 8.) nur
/venige Bey träge zur Botanik. 1
Aber unendlich reich war die Ausheute för die
tViffenfchaft, welche Karl Peter Thunbergs Aufent»
iah am Kap im Jahr 1772 und 1778 gewährte. So*
»vohl in feiner Reife (Reifen in Africa und Aßen, von
nir aberj. Berl. 1792. 8.) als auch in feinem Pro*
iromus plantarum capenfium, P. 1. 2. Upfal. 1794»
1S00. 8., und in der Flora capenfis, vol. 1. Upf.
i8i3. 12., fo wie in einer Menge akademifche*
Schriften" befrhrieb er die gemachten Entdeckungen.
Auch Wilh. Patterfons Reifen in das Land der
Hottentotten, öberf. von J. R. Forftery Berl. 1790.
8., und Henr. Lichten ft ein s < Prof. in Berlin, treff-
liche Reifen im fildlichen Africa, Th. 1. 2. Berl.
1811. 1812. 8., blieben nicht ohne Gewinn für die
Pflanzenkunde*
326 Siebentes Buch. Fünftes Kapitel.
i
Unter den Infein bey Africa wurden die Cana-
Tien , befonders Teneriffa , von Peter Maria Auguft
Brouffonec trefflich durchforfcht , der feine Schätze
Willdenow und Andern freygebig mittheilte. Brouf-
fonet (geb. 1761, f 1807) war früher Akademiker
In Paris. Mit in die Partey der Gironde verwickelt,
entfloh er dem Mordbeil, indem er nach Spanien
ging. Von Banks aufs grofsmüthigfte unterftützt,
wandte er fich nach Marokos, wo er Arzt des ame-
ricanifchen Confüls wurde. Von da begab er 6cb
auf die cdnarifchen Infeln, und* ward endlich zum
Prof. in Montpellier ernannt. Auch J. B. G. Bory*
S. Vincent gab eine Befchreibung derfelben Infeln,
(Ef/aijur hs Ves fortunttes, Paris i8o3. 4-)-
Die Mafcarenhas hatten bis zum Jahr 1775 ei-
tlen trefflichen und einfichtsvollen Statthalter, Peter
Poivre, der nicht allein für die Einkünfte feiner Re-
gierung und für den Wohlftand der franzöfifcben
Pflanzorte forgte, indem er durch Sonnerat aus Neu •
Guinea den Muscatennufs - und GewürzneJkenbaurn
auf die Mafcarenhas verpflanzen liefs, fondern auch
einen herrlichen botanifchen Garten auf der Infel
Frankreich anlegte, worin die Gewächfe des heifsen
Erdftrichs gefammlet und gebaut wurden. Er hinter-
liefs eine nützliche Schrift: Voyage dun phüofophe >
Yverdon 1767. 12.
Nach P oivre s Abgang, ward Job. Nicolaus von
CdrS Auffeher des botanifchen Gartens auf der Infel
Frankreich, (f 1810). Er, ein reicher Gutsbeßtzer
auf der Infel, war viele Jahre hindurch der auf merk-
famfte Beförderer der Pflanzenkunde und der freyge-
bigfte Gaftfreund reifender Botaniker : der öftreich
fche Garten zu Schönbrunn verdankt ihm vorzüglich
Vieles.
Poivre war der grofsmüthige Gafffreund des
trefflichen Philibert CommerJont der im Jahre 1767
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Botanif che Reifen, und Kenntnlfs ausländ. Pflanzen. 3:7
*
mit Bougainville nach Südamerica , von da nach den
Südfee- InfeJn gegangen, und endlich auf der In fei
Frankreich geblieben war, wo er Geh fünf Jahre auf*
hielt, weymahl Madagafcar befuchte, aber, nach
Poivres Abgang, vor Verdrufs Über die fehl echte
Begegnung des folgenden Statthalters, krank wurde
uod 1773 ftarb. Seine Schätze wurden dann nach
Paris gebracht, wo 6e noch unter Aufficht Juüfieu's
ftehn, der fechzig neue Gattungen* bekannt gemacht
hat. Commerfon brachte nicht allein mit unfägli-
chem Fleifs an 25ooo Arten zufammen, fondern er
prüfte auch die Charaktere mit fo rühmlicher Kritik,
dafs der Verluft feiner Handfchriften unerfetzlicb für
die Wiffenfchaft ift.
Ce>es Gaftfreünd war Aubert Aubert du Petit*
Thouars. Er war als Seeofficier nach dem Kap ge-
gangen , um feinen Bruder Ariftides zu treffen, der
den verunglückten 1a Peroufe aufzufuchen, in den
indifchen und Tödlichen Ocean gegangen war. Sei*
nen Bruder fab er nicht wieder: er ging darauf nach
der Infel Frankreich, wo er zehn Jahr blieb, und von
da aus, Madagafcar befuchte. Von diefen Reifen und
jenem Aufenthalt haben wir folgende Früchte: HU
ftoire des vSgdtaux recueillis datts les isles auftratet
d'/lfrique, Paris 1806. 4- > Genera nova madagafcar
renfia in Römer collect* p. 1 95 — 218., und M^lan-
grs de botanique et de voyage, Paris 1 8 1 1 . 8. Ueber-
au *eigt er eben fo tiefe als umfaffende Keontnifs der
Natur.
J. B. O. Bory-S, Vincent y ein franzöfifcher Offi-
cier, der mit dem Kapitän Baudin die Reife um die
Welt zu machen heftimmt war, blieb zwey Jahre,
t8oi und 1802, auf der Infel Frankreich, wo er eine
Menge neuer Pflanzen entdeckte, 'und treffliche Be-
merkungen machte. {Voyage dans les prinzipales tief
des mers d'A/rique, Paris 1804.)
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r
3 18 Siebentes Bach. Fünftes Kapitel«
in. t .
Kenntnifs des öftlicfaen Afiens*
, i
i *
Einer der erften Naturforfcher, die in diefer
Periode Java und China befuchten, war Peter Osbek,
fchwedifcher Schiffsprediger, nachmals Präpofitus
zu Haslöf. In feinem Dagbok öfver en oßiruüfk reja,
Stockh. 1757. 8., kommt die Befcbreibung und Ab*
bildung mehrerer neuer Pflanzen vor.
Die Sammlungen feines Vaters, aus den Ge-
ich enken vieler Keifenden, befonders Outgaerden's,
Pryon's und Lor. Garcin's, entbanden, benutzte Nie
Lor. Burmann , Prof. in Amfterdam, (geb. 1734»
7 179^i) indem er eine Flora indica% LB. 1768. 4*
mit 67 Kupfertafeln herausgab. Unter den i5oo Ar-
ten, die er bündig und gut cha ra kterifirte , Bad ge*
wifs 200 neue Arten, wovon die meiften treu darge-
bellt find.
So befchrieb auch Chrift. Friit RottbfiU, Prof.
in Kopenhagen, (geb. 1727, f 17977) indifche und
'kap'fcheCyperoiden und Reftiaceen, die ihm grotsen-
theils der Miffions - Arzt Joh. Ger. König zu Tranken-
bar mitgetheilt hatte. ( Defcriptionum et iconum Ii-
ber i» Havn. 1773. fol.) -
Peter Sönnerns Reifen nach Oftindien und Chi-
na, in den Jahren 1774, (f 1781,) haben der Bo-
tanik anfehnlichen Zuwachs verfebafft. (Voyage aux
Indes Orientale* et ä la Chine, tom. 1 . 2. Paris 1 782»
4. mit 140 Kupfern.) Eben fo WUh. Marsdens hU
fiory qf Sumatra % Lond. 1784: 4.
Ferner müffen wir Jacob Cornel. Matth. Rader*
tnacher's, Raths der oftindifchen Gefellfchaft, (geb.
1741, f 1783,) Naamlyfc der planten , die geronnen
-worden op Jiet Eiland Java, ßatav. 1780 ■— 17*2.4.,
rühmen. **
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tatanifehe Reifen, und Kenntnifj ausländ. Pflanzen. 329
Aber ganz vorzüglich hat die Kenntnife dar
Manzen Indiens durch die Ausbreitung der britti«
eben Herr febaft gewonnen , indem in Galcutta nicht
illein ein botanifcher Garten angelegt, fondern anch
iftere Reifen ins Innere des Landes zur Beförderung
»otanifcher Kenntniffe unternommen wurden. Wilh*
Tones % Richter in Bengalen, (f 1794J gab in dea
ifiatic refearches* vol. 2. p. 345. f. 4o5. f» vol. 4 p)
»29. f. 237. f., treffliche Bemerkungen über indjfcbe
Manzen. Ungemein wichtig ift auch in diefer-Rück*
icht Wilh. Roxburgh's Prachtwerk: Plant* 0/ ehe
oafi of Coromandel, vol. 1 —3. Lond. 1^96. fol. \
Der Mjffionar Joh. de Loureiro aus Liffabon, det
iele Jahre* in Cochinchina gelebt, lieferte nach fei-,
»er Rückkehr: Flora cochinchinenßs , vol. i..2* Ulyf-
ip. 1790.4* (Berol. 1793.8.), die auch chinieiifcha
ind mozambique'fche Pflanzen enthält. Deorf- in>
}hina hatte Loureiro drey Jahre und in Mozambique
frey Monate gelebt»
Franz Buchanan, der den Mich. Symefc auf fei«
ier Gefandtfcbaftsreife nach Ava begleitete, famm- .
ete viele Pflanzen, deren Befchreibung und Zeich-
tungen er an Jof. Banks gab. Auch im dritten ßan-
le des Account of an embaffy to the kingäom of Ava\
^ond. 1 3oa. 4*> findet man mehrere Pflanzen von B. be-
cb rieben. heu\. Heyne* s tracts, hißorical and ftatifti-
al onIndia> Lond. 1804. 4«> gehören ebenfalls hieher.
Karl Peter Thunberg, der das Jabr 1776 in Ja-
>an zugebracht, hatte, trotz allen Einfchränkungen,.
lie fich die Europäer dort gefallen laffen müffen,
(och die Pflanzen jenes Reiches fo eifrig ftudirt , dafs
eine Flora japonica, Lipf. 1784.8. mit 4o Kupfer-
afein , eines der nützlichsten Werke, die reich ft eil
leyträge zur Pflanzenkenntnifs enthält.
Sibirien ward jn diefem Zeitraum eine faft uner*
chöpfliche Quelle neuer Bereicherungen. der Botanik«
3JO Siebentes Buch. Fünftes Kapitel.
Die ruffifche Regierung fowohl als frevgebige Freun-
de der Wiffenfcbaft, unter welchen man vorzflshch
den Grafen Alexis Razumofsky, ehemaligen Minifter
der Aufklärung, nennen muCs, unterftotzteo reifende
Botaniker , und breiteten dadurch die Kenntnifs der
Natura Erze ugniffe jenes onermefslichen Landes ans.
s Unter diefen Reifenden war Peter Simon Paltasy
(geb. 1740, f 18» O Akademiker zu Petersburgs
der angefebenfte und fruchtbarfte. Vom Jahr 1770
bis 1773 dauerte feine erfte Reife, 4sVder ruffifche n
Regierung nicbt mehr als taufend Rabe! jährlich ko-
ftete, und doch einen ungemein grofsen Gewinn für
die Naturgeichich te, Völker- und Länderkunde ge-
bracht hat. Befchrieben ift fie in den Reifen durch
verfchiedene Provinzen des rujjifcken-fiekfts, Tb.
1 — 3: Petersb. 1771 — 177b*. 4- "*!t 104 Kupfer-
tafeln , worauf grofsentheil* neue Pflanzen abgebildet
find. Spaterbin gab Pallas Bemerkungen auf einer
Reiß in die ßdlichen SeaiihaUerfchaßen des rujfi-
fchen Reichs, B. 1. 2.. Leipz. 1799- 1800. 4«« die
aber weniger Inte reffe für den Botaniker Viaben.
Seihe Flora roffwa% P. 1.2. Petrop. 1784. 178R. fol.
mit 100 Kupfertafeln, ift Unvollendet. Seine Illuftra»
Siones pfantmrum minus cognuarumy Lipf. 1 8o3«foL mit
59 Kupfertafeln, ift für die Gefcbichte der Chenopo-
deen wichtig.
Weit weniger Verdi enft erwarb fich der fchon
angeführte Sam. Gottl. Gmelin. ßeftimmt, die töd-
lichen Gegenden des ruffifche n Aliens zu durchreifen,
ging er zwar den Don hinauf, allein zu Tfcberkaik
hielt er fich Ober die gebohrende Zeit auf, nahm zu
Aftracan ein Weib, befuchte darauf die fddlichen
Kuftenländer am kafpifchen Meer, ging dann nach
Zarizyn und im folgenden Jahr wieder ins nördliche
Perfien, und fand endlich zu Derbent, wo er fich in
fremde Angelegenheiten gemengt hatte, feinen Tod
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Botanifcbe Reifen, und Kenmmfs ausländ. Pflanzen. 331
im Kerker. Seine Reife durch Rufsland, Th. 1 —
4. Petersb. 1770—1784. 4*i enthält mangelhafte
Befchreibungen weniger Pflanzen.
Joh. Gott]. Georgi, Akademiker zu Petersburg,
befuchte in Gefell fchaft Joh. Pet.Falk's, eines Sch-\vä-
den, der fich in Kafan aus Scbwermuth das Lehen
nahm, (geb. 1730, f 1774») und dann als Beglei-
ter Pallas, den Ural und die füdlichen Länrfer Sibi-
riens. Seine Bemerkungen einer Reife im ru/Jifchen
Reiche, Petefsb. 1775. 4*> enthalten eine Flor der
Gegenden am Baical-See.
Joh. Ant. Güldenfiäde, aus Liefland, Akademi-
ker in Petersburg, (geb. 1745, f 1781 ,) befuchte
mir nicht geringem Nutzen Kaukafien. Seine Reifen
durch Rufsldnd und im caucafifchen Gebirge, von Pal»
las herausgegeben, Th. t. 2. Petersb. 1^87. 1791.
4., enthalten reiche Pflanzen • Verzeichbiffe , aber
ahne Befchreibungen.
Karl Ludw. Hablizl, ein Preufse, der fpäterhfri
Auffeherder La ndwirth fchaft in Taurien Vrar, hatte
auch das nordliche Pernen durchreifet. Die von ihm
entdeckten Pflanzen find im vierten Bande der S. G.
Gmelin'fcheU Reife befchrieben.
A
IwstnLepechin, Akademiker in Petersburg, hat-
te die nordlichften Provinzen des europäifchen und
afiatifchen Rufslands durchzogen. Sein Tagebuch
der Reife durch verjchiedene Provinzen des ruffißhen
Reichs, Th. 1 — 3. Altenb. 1774 — 1783. 4-> cn*-
hält wenig Beyträge zur Botanik. Einige Beyträge
tiefer Art lieferte Erich Laxmann , Prediger zu Ko-
ywan , (f 1796,) in den Nov. commene. petrop. i5.
y. 553. f. 16. p. 56 1. f. 18. p. 5^6. f. Wichtig finS
tuch Joh. Sievers Briefe an Pallas über die Pflanzen
ler Mongoley, befonders Ober die achte Rhabarber,
n Pallas neuen nord. Beytr. B. 5. S. 3a3. f. 6. S. 255.
\ 7. s. 143. f.
333 Siebentes Buch. Fünfte« Kapitel.
* , *
Der Graf Apollo Mujfin-Pußhkin, Xf i8o5,)
durchreifete in den Jahren 1 800 und 1801 Kanka*
fien, Cammlete viel Pflanzen und Saamen, die durck
ihn in mehrere Gärten kamen; hinterließ aber nichts,
was hieher gehörte.
Ungemein vortbeilhaft für die Wiffenfchaft wa-
ren die Betfen, welche der ruffifche Staatsratb , Frie-
drich Freyherr Mar f< hall von Bieberfiein zu verfchie-
denen Mahlen durch Taurien und Kaukafien unter-
nahm. Schon im Jahr 1796 war er mit dem Grafen
- Suhow im öftlichen Kaukafien, an den weltlichen
Kn(jten des kafpifchen Meers gewefen. Er gab eine
B Schreibung der Länder am kafpifchen Meer, Frkf.
1800. 8., heraus. Dann war er 1798, »802 und
l8o5 wieder in KaukaGen, und lieferte darauf eine
treffliche Flora taurico - caucaftca , vol. 1.2. Charcov.
1808. 8., die fich fowobl iturch Reichthum an neuen
Entdeckungen, als auch durch die grundliche Kritik,
un<< Vergleichung mit den wichtigften Herbarien ,
befonders dem Tournefort*fchen , auszeichnet. .
Von Jen Reifen, die Londes, Salefow , "Re-
dowsky, Steyen, Helm, Taufcher und Andere,
grofsentheils dorch den Orafen Razuntofsky unter*
ftarzt, oder auf Befehl der ruffifchen Regierung un-
ternommen , ift nichts bieber gehöriges zu unfercr
KenntmCs gekommen«
m IV.
Kenntnifs von Nordamerica.
* 1 »
Ein Arzt in Virginien, Joh. Clayton, war der
orfte, der in diefem Zeitraum Nachfolger Banift er s
lind CatesbyV wurde: Er fchickte eine Meirge ge-
lammleter Pflanzen an Job. Friedr. Gronovius% Sena-
tor in Leiden, (geb. 1^90* f 1762,) der fie in der
Flora virgütka, 1. 2. Lugd. 1743. 8., bearbeitete
uigi
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totanifche Reifen, und Kenntnifc ausländ. Pflanzen* 333
♦
■
nd ordnete. Sein Sohn Theodor Lorenz lieferte
782. 4» eine neue Ausgabe, die viele Zufätze ent«
alt.
Aufser Mitchell , den wir fcbon genannt haben,
ammlete Cadwallader Colden in Neu York Pflanzen,
ie er an Linne fandte. Diefer ynachte fie in den Act.
'je. upfaU 17 *3. p. 81. und 1744 — »75 b. p. 47« f«
ekannt. Colden's Tochter, Mifs Jenny, befchrieb
as Hypericum virginicum, (Effays by afoc. inEdiab.
ol. 2. p. 1. f.). Sie vermählte ficfa mit einem fchot«
ifchen Arzt Farquhar, und hinterliefs, da fie 1764
tarb, eine Flor von Neu -York, mit Abbildungen,
lie Wangenheim an Bai finger, und diefer( au Jof.
Janks gab. (Schräders Journ. 1800. 2. S. 468.)
Peter Kalm, ein Finnländer , fpäterbin Prof in
^bo, (geb. I7i5, f *779>) ward auf Linn e*s Be-
rieb von der Akademie der Wiffenfchaften zu Stock-
lolm, den beiden Lande«; - Univerfitäten und dem
vJanufactur- Comtoir der Reichsftände nach Nord«
Vmerica gefchickt, um den rothen Maulbeerbaum
lach Schweden zu bringen, damit der Sei leobau ein-
leimifch würde. Kalm hielt fich von 1747 ~ »749
n Penfylvanien » Neu «York und Neu' Yerfey auf,
heilte Linn6 eine Menge neuer Oewächfe mit, und
»ab, nach feiner Rückkehr, Refa cd norra America*
D. 1 — 3. Stockh. 1753 — 1761. 8., heraus. Dem
rothen Maulbeerbaum fchilderte er genauer in den
Stockh. acad. handt- 1776. p. i43. f.
lob. Bartram, Gutsbefitzer in Penfylvanien , war
ein fleifsiger Sammler, den Dillenius und Kalm rüh*
men. Er gab eine Befchreibung feiner Reife an die
grofsen Seen in Kanada heraus: Objervations , made
In his travels, Lond. 1*761. 8.
Der Jefuit Pet. Franz Xaver de Charlevoix, Mif-
Bonar zn Quebec, (geb. 1684» + 1761,) hat. im zwey-
ten Theil feiner Hifioire et dtßription generale de la
■-
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1
334 Siebentes Buch« Fünftes Kapitel*
» m
■
nouvette France* voh 1 — 3. Paris 1744« 4-f ^ela
Pflanzen aufgeführt, aber gröfstentheils find fie aus
Cornuti entlehnt.
Die grönländifcben Pflanzen wurden von David
Crantz, Mtffionar der Brüder- Gemeine, zuerft in der
Historie von Grönland , 1. 8. 79., Aufgeführt, und ge-
nauer von Scbreber_ beftimmt. {Fortfetz, der Hi/iorie
von Grönland, S. 280. f.)
Friedr. Ad. Jul. von Wangenheim , preufs. Ober-
forftmeifter , der längere Zeit in America gewefen,
erwarb fich Verdienfte um die genauere Kenntnife
und Anpflanzung nutzbarer nordamericanifcher Holz*
arten. (Befchreib. einiger nordamericanifehen Holz*
und Bufcharten* Gott. 1781. 8. Beytrag zur deut-
fchen holzgerechten Forftwißenfchaft * Gott. 1787.
fol. Beobachte der berU Gefelljch. naturf. Freunde*
B. 2. St. 3. S. 129. f 33. f. B. 3. S. 3i8. f. 323. f.)
Thomas Walter lieferte eine Flora caroliniana*
Lond. 1788. 8., und Humphry Marfhall, Eigenthü-
mer in Nordamerica , ein Arbuftum americanum , the
american grove* Philad. 1785. 8, Ludw. Cafnglio-
ms Viaggio ne%li ftati uniti delf America fettentriona-
le* tom. 1. ö. Milan. 1790. 8., enthalt auch ein Ver-
zeichnifs von Pflanzen, welches in den Opuscoli fcel-
ti* tom. *3. p. 269. f. , wieder abgedruckt ift.
1 Einer der fleifsigften Sammler war Henr. Müh»
lenbergy Prediger zu Lancafter in Penfylvanien,
(f 181 5). Durch ihn haben Schreber, Wiildenow,
Schwägrichen , Smith und ich viel neue nordameri-
canifche Pflanzen kennen gelernt. Von ihm erfchien
ein Verzeicbnifs der Pflanzen feiner Gegend in den
Transacu of the americ.foc. vol. 3. p. 157. f. und ver-
mehrt Lancaft. 181 3. 8.
Wilh. Bartram* des oben angeführten Johann
Sohn, Gutsbefitzer am Delaware, gab Trauelt
through North • and South • Carolina* Philad. 1791.8.,
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Botanifcbe Reifen» und Kennlnifs ausländ. Pflanzen. 335
heraus, worin viel Aufklärungen über die Pflanzen»
Welt vorkommen.
Auch Job: Dav. Schöpf, Arzt der deutfchen
Truppen in Nordamerica, fpäter Vorfteher des me-
dicinifchen Collegiums in Anfpach, lieferte fowohl
in reiner Reife durch die nordamericanifchen Staaten^
B. l. 2. Erlang. 1788. 8., als auch in der Maieria
jnedica americana, Erl. 1787,8., gute Beiträge zur
Kenntnifs der Pflanzen.
ArcbibaJd Menzies, eki Schotte, der den Kap.
Georg Vancouver auf feiner Reife in den nördlichen»
Theil de? fallen Meers begleitete, fammiete an der
Nordweftküfte von America Pflanzen, und befchrieb
feltene Arten von PoJytrichüm. (Transace. 0/ the
Linn. Joe. 4. p. 63. f.)
Eine Flor von Nordamerica lieferten Andr. Afi-
chaux: Flora boreali - americana , vol. 1. 2. Paris
l8o3» 8. mit 5i Kupfern, und Friedr. *Purfh9 der
fich lange in Nordamerica aufgehalten: Flora Arne*
ricae feptentrionaljs , vol. 1. 2. Lond. i&<4« 8. mit
24 Kupfern. Michaux (geb. 1746, "j* 1800) war
febon früber (1782 — 1785), durch die franzöfifche
Regierung unterftQtzt, in Perfien gewefen: von
1785 — ^796 hatte er Nordamerica, fo weit Men-
fchen wohnen, durchreifet, und eine zahllofe Men«
ge Pflanzen nach Frankreich gefchickt. Nach feiner
Rückkehr fcbiffie er fieb mit dem Kap. Baudin ein,
hlieb aber auf der l.nfel Frankreich, ging von da
nach Madagafcar, und ward ein Opfer des Klimata.
Von ihm ift aneb eine treffliche Hi/toire des chknes de
tAmirique* Paris 1801. fol. Sein Sobn F. A. Mi-
chaux f der theils mit dem Vater, theils fpäter allejn
in Nordamerica gewefen, gab: Foyage a tOuefi des
rn oius Alläghany, Paris 1804. 8., und Hißoire des
Mrbresforejtiers de l'Ame'rique, Paris 1810. f.
336 Siebentes Buch« Fünfte* Kapitel*
Die merkwürdige Reife, welche Meriwether
Lewis* Statthalter des obern Louißana, in Gefell-
fchaft des Generals Daniel Clark, queer durch Nord«
america bis an den Columbia unternahm, ift gewinn*
reich für die Wiffenfchaft geworden. (Voyag? des ca*
pitaines Lewis et Clark , en 1804 — 1806, rtdlgeptr
Gafs> tradu'u par Lallemant * Paris io*<o. 4*) Die
Sammlung von Pflanzen, auf diefer Reife entdeckt,
benutzte Purfh.
Neuerlich erfchien von Wilh.P. C Barton , Prof.
in Philadelphia: Florae phitadelphirae prodromuSy
Philad. i8i5. 4-> in tabellarifcher Form.
v.
Kenntnifs von Weftirfdien.
I
Unter den Schriften, die die Flor der weftin-
difeben Infein in- diefem Zeitraum abhandein, ifrGrif*
fith Hughes r Gei ftlichen auf Barbados, Natural Ai-
fiorj of Barbados, Lond. 1750. fol., dieältefte, aber
am wenigften wiffenfchaftlicb.
Defto gründlicher ift Patrick Browne*** eines
Irländers, Civil and natural hifiory of Jamaicay Lond.
1756. fol., gearbeitet. Die Charaktere der Oattun-
gen tind Arten find genau entwickelt, und von Ehret
trefflich dargeftellt. Eine Menge neuer Pflanzen
wurden durch Browne zuerft bekannt, und feiten
fanden fpätere Beobachter etwas zu feinen Untert-
eilungen hipzuzufetzen»
Der würdige Altvater aller lebenden Botaniker,
Nicolaus Jofeph von Janquin, legte den Grund n
feinem Ruhm durch feinen Aufenthalt in Weftindiea
vom Jahr 1754 — x7$§* Ihn nat feiten ein Reifen-
der an Reichthum der gemachten Entdeckungen öder
an Genauigkeit der Beobachtungen übertroffen. Di«
Früchte feines Aufenthalts in Weftindiea waren
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Bounif che Reifen t waAKtnntmU ausländ. Pflanzen. 337
Emmeroth fyftematica plantarum % quas in inßdis ca~
ribacis detexit, Leid. 1760. Äl, .dann die unfterbji-
che: Selectarum ßir,pium americanarum hißoria*
Vindob. 1763. £pl.fi und Obfervationes 7?otanicae9 V.
i-^4- Vindob. 1764 — 1771- fol. . '
. Nach ihm inufs vorzüglich Ol. Swartz, Prof. in
Stockholm, genannt; werden, der in den Jahren
1783— 1787 in Weftindien war. Wir haben von
ihm: -Nova genera et fpecies plantarum p Holm. 1788.
8. , Objervaciones botanicae, Erl. 1 79 1 . 8. , vorzüg-
lich aber Flora Indiae Qccidentalis > vol. 1 — 3. Erl»
»797— *8o6. 8- Kupfertafeln, worauf die
Charaktere der neuen Gattungen dargeftellt find.
Martin Vahl befebrieb die Pflanzen, die Ryan ^
Weft, von Roljr und Andere in Weftindien gefamm*
let hatten. (Eclqgae americanae, fafc. 1. 2. Havn.
17964 1798. fol. .Icones ülußrationi plantarum in
eclogis infervientes^ 1 — 5. Havn. 1798. 1799,
fol.) J tft • t
Endlich haben wir von Tuffac ein PrachtwerK:
Flore des Antilles > Paris 1808 — 1S11. fol.
- " VT
' "Kenntnifs von Südamerica. •
Die meiften Entdeckungen wurden in den un«
ermefslichen Ländern gemacht, die von Flora befon-
ders begünftigt, doch noch wenig unterfucht waren.
Die nördlichen Küftenländer von Südamericat
befonders Gujana, worden von franzöfifchen Bora-
nikern durchforfcht. Peter Barrere, nachmals Prof.
in Perpignan, (f 1755,) war der erfte, der in fei-,
nenn Effai für fhifioire naturelle de la France tquino«
xiale, Paris 1741* 12., die Pflanzen von Gujana m
alphabetifcher Ordnung aufführte und fie nach Phu
mier und Tournefort beftimmte.
1 Geich, d. Botanik, 2, BÄ 23
33» ' ' Sieb efci« tfüek *ttäfiß';K*pite£
* r Dann folgte fiter Lößing, tin Schwedt , (ge£
1729» t »756,) äV, vrfö-Lfnne'deinfpanifchcnM!.
ruft er CarvapI empfohlen, von der fpanifcben Re*
gierung nach Cumana und Gujana gefchickt wurd«,
dort aber ein Opfer des Klimas fiel. Linne gab Löf.
ling's Tagebuch: Hefa Sil fpanska länderna, Stocka.
1758. 8.t heraus. Es find hier mehrere' feltene
Pflanzen genau befch rieben. . ' 1
Ein Apotheker , Fofee töhi, der von 1762 —
1764 inGufana lebte, früher die Infel Frankreich
und fpäter Domingo befuchte, hatte einen fo grofsen
Heichthum neuer Pflanzen 2ufammengebracht, dafs
feine Hißoire des planus de Ja Guiane fran^aife vol.
«1 — 4« Paris 1775. 4- mit 892 Kupfertafeln ,■• zu de*
»en Werken gerechnet werden m ufs , wod u rch dm
'Botanik außerordentlich gewonnen, .wMi%
Einige furinamifche Pflanzen befchrieb Chrift.
Friis RottböU in Defcriptione* phsnsamm rartormi*,
Havn. 1776* 4* Mehrere Pflanzen, die in Gujajia-ge-
fammlet, und von einem englifchen Kaper erbeutet
waren, befchiieb Ed. Rudge. {PltutturumGwmhe^
riorum icones es defcriptiones, Lond. 1806. fol.)
Brafilien ward früher von einem Italiener, Do*
min. Vandelli, der lange in Rio de Janeiro gelebt
hatte , durchforfcht. Sein Fa/ciadus plantar um , Ulyf-
fip, 1771. 4- ml* vier Kupfertafeln, ift das einzige,
was wir darüber haben. Von des Grafen Hofihahns-
egg Pfeife nach Brafilien ift nichts weiter bekannt ge-
' worden, als die Pflanzen, die er Willdenotv mit«
* tbeilte. Durch G. Langsdorfs der i8o3 — 1806 den
Kapitän von Krufenftern auf feiner grofsen Seereife
begleitete, find die Pflanzen auf der Katharinen - Infel
bey Brafilien, befonders Farrenkräuter, bekannt
4 geworden. {Tlantes recueüües pendane le voyage des
Ruffes autour dumonde, Tabing, idio. fol.) Hie-
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n, \m& Kenntnifs ausländ. Pflanzen« 339
her Henr. Kofters travels so Braß, Lond. 1816. 4,f
mit einem Verzeichniffe von Pflanzen.
\ Ueber die Flor Chile's erfchien des Mifßonars
loh. Ignaz. Molinas Saggio fidla fioria naturale del
Chili, Bologn. 1782. 8.., mit vielen Bemerkungen
aber neue Pflanzen. '
Ein trefflicher Botaniker, Jof. CöSfeftin. Mutis%
zu SaotaFe de Bogotd, (geb.inCadiz 1734, 1 1809,)
Jer fcbon Linne fehr viele Oewächfe aus Südamen«
:a gefandt, arbeitete viel für die Flor jener Lander,
jefonders für die beffere Kenntnifs der China- Arten.
Wir haben blofs einzele Abhandlungen von ihm iß
Ken Nov. act. foc. upfaU vol. 5. p. 120. f., in den
itockh. accuL handl. 1784. p. 299. f., dann feine In~
Iruccian, relaüva de las e/pecies y vir Sudes de la Qui*
za, Cadiz 1792. 4*
In Gefellfcbaft des Franzofen Jof. Domhey, (gej>:
1742-, + t795,) machten die Spanier Hippol, Ruiz
md Jof. Pavon von denTJahr 1779 — 1788 wichtig»
\eifen durch Peru, Chile und die angräpzenden Lan-
ier. Domhey, deffen wohlthätige Gefchäfftigtteit
hn nicht binderte, für die Bereicherung der Pflan-
:en - Kenntnifs zu forgen, ward, nach feiner Rück-
cehr, durch unglaubliche Bedrückungen der fpani«
chen Behörden an Oeift und Körper krank. Seine
ichätze benutzten Ruiz und Pavon , neben den zahl*
-eichen Beobachtungen , die fie in jenen Ländern ge-
nacht hatten. So entftanden: Florae peruvianae et
hilenfis prodromus , Matr. 1794. fol. Rom. 1797. 4->
md Flora peruviana etchtlenfts, tom. 1 — 3. Matr,
1798. f. fol. Da Ant. Jof.Cavanilles Mehreres an den*
irodromus ausgeftellt hatte, fo erfchien von Ruiz:
Refpuefca para desengano del publico a la impugnaciom
le Don A. J. Cavanilles9 Madr. 1796. 4« Es war
sin Streit der Leidenfcbaft , wie wir ihn oft haben
mtftehn gefehn, wenn Selbftfucht und Dünkel nicht
92 •
# 1
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34° Siebentes Buch. t Fünftes Kapitel»
4 •
^von Vernunft beherrfcht werden. Ein Geiftlicfcer,
wie Cavanilles, der in Paris fich gebildet, aber ni<
Europa v er] äffen hatte, wollte fich Männern gegen
über (teilen , welche viele Jahre in America zage-
bracht hatten; wie hätte man das ertragen können1
Und doch mufste man ertragen, dafs fachkundig?
Richter fich für Cavanilles erklärten. Ruiz hatte
noch früher herausgegeben: Quinologia, o tratada
"Hei arbol de la Quina> Madr. 1792.4. IndeFfen, weit
entfernt,* die Verwirrung der Arten aufzuklären,
hatte er dlefe Verwirrung nur noch vergrößert, in-
dem er aus einer Art von Cinchona, ovalifolia Mo*
-'tiaf, eine neue Gattung, Cofmibuena machte, und die
* Cinchona des Condamine als feine C. nitida angab.
- Mit dankbar er,' Bewunderung wird noch diefpa-
tefte Nachwelt c!en Namen Alexander von Humboldt
* nennen : denn faft nieÜatein Reifender tiefere uni
r umfaffendere Kenntnifs mit gleichem reinen Eifer für
' die Wiffenfchaft verbunden : feiten hat ein Reifender
' der Vermehrung menfchlicher Kennfniße fo grosse
Ojpfer und fo herrlichen Gewinn gebracht. Vom
Jahr 17^9 bii ins Jahr i8o3 brachte er in der neuen
Welt zu. Von Carthagetia bis Santa Fe de Bogota,
von da nach Quito, Cuen$a und Jaen, fammlete er
f und Amatus Bonpland> fein Begleiter, fchod über
3ooo Pflanzet. Im Jnnius 1802 erftiez er niit drev
Begleitern den Chimboraco, und kam den 23ften bis
auf die Höhe von 1 '8,090 Schub, die vor ihm noch
Niemand erreicht hatte» 1602 im December fchiff-
* te er fich in Lima ein, ging' nach AcapulöoY und nie!:
"fich noch über ein Jahr in Mexico auf. Nach Teimr
: Röckkehr gab er mit A/Boitpland vom fiht i8o5
"die Plant es iqidnoxiales , die Monographie der lieh*
fibmen und mit 'Karl Rurich die nova gemrct e>* fpf
: cies plantarem heraus , welche noch fortgefetzt wer-
• den. Wir* terÜanken ihm. 'nicht allein die Entde*
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Botanif che Reifen, und Kenn tnifs ausländ. Pflanzen. 341
ckung einer zabllpfen Menge neuer Pflanzen, von
denen Willdenow einen grofsen Theil benutzt hat,
fondern auch die trefflichen Bemerkungen über die
Verbreitung und den Standort der Oewächfe : in fei«
nem EJfai für la gdographie des plantes , Paris 1807.
fol., und in feinen Anficheen der Natur , mit wijjen-
fchaftlichen Erläuterungen, Tübingen 1808. 12. Die-
fe Unterfuchungen wurden früher fchon von Glraud
Soulavie, mit Bezug auf das tödliche Frankreich
ßoire naturelle de la France mär idionale^ P.y . 'toou,
1. Nismes 1783. S.) angebellt,1 von Decandolle in fei-
ner Flore francaife, und befonders von G. Wahlenberg
in feinen noch anzuführenden Schriften weiter ver-
folgt. Auch Humboldts Ideen Fhyßognomik.
derGewächfe, Tabing. 1806. 8., enthalten viel treff-
Jiche Bemerkungen über die Verhältniffe des äufsern
Anfehns. Die kryptogamifeben Gewäcbfe,'von Hum-
boldt gefa mm elt, giebt Wilh. Jackf, Hook^r heraus. ^
Die Falklands • Infeln befchrieb ein Geift lieber,
Don Pernetty, der Begleiter BougainvilJe's> in dec
Hifeoire d'un voyage aux lies Malouines, vol. ». 2.
Paris 1770. 12. ätfk
vii. v • ;
• '4 -*■ • «o *\ ,
Entdeckungen in der Südfee, i.
Ganz neue Anflehten gewann die Pflanzenken nt«
nifs durch die Entdeckung einer Menge wunderbarer
Formen , welche Neuhollaod und die Infeln der Süd*
fee darboten, *
Der unfterbliche Jakob Cook, einer der erften
Seefahrer und Helden neuerer Zeit, (geb. 1728,
f *779>) ha"« auf f«ner erften Reife Jofeph Banks,
jetzt Präfidenten der brittifchen Gefellfchaft der Wif-
fenfehaften, zum Begleiter, der zwar nichts von fei*
nen Entdeckungen felbft bekannt gedacht hat* aber
• 1
1
1
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$4* Siebentes Bach. Fünftes Kapitell
feine Schätze zu benutzen , gemattete er einem Jeden
ihit der gröfsten Bereitwilligkeit, und fo haben Jof.
Gärtner und Rob. Brown den nützlicbften Gebrauch
von feinen Sammlungen gemacht*
Auf der zweyten ljeife ward Joh. Reinhold Fot*
fter, fpäter Prof. in Halle, (geb. 1729, f 1798),
mit feinem Sohn Georg, fpäter Prof. in Wilna , (geb.
*754> f 1794)t als' Naturforfcher dem Kapitän Cook
zugeordnet. Forfter nahm auf dem Kap noch Andr.
Sparrman als Gebolfen an. Man befuchte, wie auf
der erften Reife, das Feuerland, .Neu- Seeland , die
freundfebaftlichen und Societäts - Infein , aber man
lernte auch die neuen Hebriden, Neu • Caledonieo ,
Tanna und dieMarquefas kennen« DieForfter famra-
leten überall Pflanzen, aber fie fibereilten die Her-
ausgabe ihrer Characieres generum planiarum , Load.
11776. 4m fo f«hr, dafs Georg die Zeichnungen, de«
*en Originale ich befitze, noch auf dem Schiffe mach-
te, und dafs man fich nicht einmafa] Zeit liete, Banks
TJrtheil einzuholen. Daher freylich manche Irrthü-
jner unvermeidlich waren. Georg gab fpiter den
Prodromal ßorulae infidarum auftralium, Gott.
S., worin manche Fehler des frühem Werks verbef-
fert find; aber die gröfsere Brauchbarkeit wird doch
durch den Mangel genauer Befebreibuogen gebin-
dert. Auch fehlt es an aller Bearbeitung der unvoll-
kommenem Gewächfe. Er gab auch eine kleine ma-
gellanifche Flor in den Commentat. gött. 1787. p. i3.
f., befchrieb die Pflanzen der Infel Helena und Afcen
fion, (Commenc gött* 9. p. 4&« f»)t u°d lieferte eine
Sntereffante Abhandlung über die efsbaren Gewächfe
der Südfee -Infein, (de plantis e/culentis infidarum
außralium, Berol. 1786. 8.). Des Vaters Bemerkun-
gen über Gegenftände der phyfifclien Erdbe fahre ibuni
und Natur gefchichte , auf feiner Reife um die Weh ge-
fommlet> Barl. 1783. 8., gehören zu den klaffifche:
-
■
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Botanifche Reifen, undKenntniü ausländ. Pflanzen. 343
Werken,, wodurch unter andern die Geographie der
Pflanzen fahr gewonnen hau
r Sonnerat* s (Voyage a la nouvelle GuinJe , Paris
1776. 4.) und Thon). Forreßs (4 voyage to new
Guinea^ Lond. 1779. 40 Reifen nach Neu-Guineä
find der Ausbreitung , der 'Pflanzenkunde ebenfalls
förderlich gewefen.
Ganz ungemein ergiebig für dje Bptanik war
die Reife , welche Malafpina nach Sßdamerica, Me^
xico, den Philippinen und den Infein der, Sndfet
machte* Sein Begleiter Ludw.iWe, der über 10,000
Pflanzen- Arten gefammlet, beschrieben und abgebil-
det hatte, überliefs Cavanilles die gapze reiche
Sammlung. Diefer verarbeitete fie in dem vierten,
fünften und feebsten Bande feiner leones et deferiptia-
nes plantarum , Matr. 1798. »799- foL
Die Philippinen hatte Ferdin. de Noronha un-
terfucht. Seine Schätze find durch Coffigny an La
BiJJardiere gekommen. >iL 1
Da unterdefs die Britten in Port- Jack Ton an cTfr
Oftküfte von Neu -Holland einen Pflanzort angelegt
Latten, fo wurden die neuholländifchen Pflanzen in
England bekannter. Es kamen Sammlungen getrock-
neter neuholländifcher Gewachfe häufig nach Euro-
pa: in brittifchen Gärten zog man eine Menge Pflan-
zen aus Saamen, und Joh. Ed. Smith gab A fpeeimen
of che botany^ of New* Holland, fafc. 1. Lond. 1793.
4* So befebrieb er mehrere neue Gattungen aus
jenem Welttheil in den Transact. of Linn. foc. vol. .
2. p. 346. f. vol. 6. p. 299. f. vol. 9. p. 294. f.
3oi. Auch Ed. Rudge und Rieh. Ant. Salisbury
machten fich dadurch bekannt. (Transact. of Linn,
foc. vol. 8. p. 291: f. vol. 9. p. ^96. f. vol. 10, p*
283. f.)
Als d Entrecafteaux im Jahr 1791 a;usgefandt
wurde, um den verunglückten, la Pcroufe aufzufu-
1
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Siebente* Büch. Fünftes Kapitel«
eben, ward Jac. JuJ. La Bütdrdihe als Botaniker fflr
diefe Expedition beftimmt. Man umfuhr und durch-
fuchte vorzüglich die bisher* unbefahrnen Kütten von
Neu -Holland^ Vän- Diemens- und Leeuwen -Land,
Labillardi£re brachte einen gföfsen Vorrath intereflan-
ter Manzen mit, die er theils in feiner Relation du
voyage a la techer che de taJ*4röufe9 vol. 1. 2. Paris
1800. 4*i theils in feinem Novae Hollandiae planta-
rum fpeeimen, vol. 1. 2. Paris 1804. fol. auf 265
Kupfertafeln vortrefflich abbilden liefs und befchrieb.
. Ein neuer Seezug, den Kapitän Flinders im
Jahr 1801 in die Südfee machte, verunglückte zwar,
weil Flinders, nachdem er einen grofsen Theil der
Küften Neu- Hollands befahren und viel geographi-
febe Entdeckungen gemacht, durch den unbrauchba-
ren Zuftand feines Schiffs genöthigt, nach Europa zu*
rückzukehren, um ein neues Schiff zu erhalten,
in der Infel Frankreich zurückgehalten wurde. Aber
feine Begleiter, Rob. Brown und der treffliche Pflan-
zen-Maler, Friedr. Bauer , blieben, nach Flinders
Abreife, in Port- Jackfon zurück, und befuchten un-
terdefs den Golf von Carpentaria, Van -Diemens -Land
und die In fein in der Bafs • Strafse , fb wie mehrere
noch unbekannte Gegenden von Neu-Holland. Sie
brachten im Jahr i8o5 faft 4ooo Pflanzen- Arten zu-
rück. Einen Theil derfelben hat Rob. Brown geift-
reich und trefflich in dem Prodromus florae movae
Hollandiae, Lond. 1810. 8., p. i45 — 5j)o. befchrie-
ben. Auch in dem Atlas zu Flinders voyage, Lond.
iSi4« 4 > kommen treffliche Abbildungen feltener
Pflanzen vor, die in den General remarks on ehe bo-
iany of Terra auftralU, Lond. 1814. 4- > befchrieben
werden. Ferdinand Bauer gab Illuftrationes fiorae
novae Hollandiae , Lond. i8i3. fol«, wovon mir erft
zehn Kupfertafeln zugekommen find»
1
* ►
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Siebentes Buch. Sechstes Kapitel. 345
Sechstes Kapitel.
Unterfuchung vaterländifcher
Pflanzen.
Bey dem rühmlichen Eifer, die Pflanzen frem-
der Welttheile kennen zu lernen, blieb man auch in
der Kenntnifs europäifcher Gewächfe nicht zurück.
Eine allgemeine europäifche Flor legte Joh. Jac.
Römer an: die Abbildungen find trefflich, aber das
Unternehmen gerieth ins Stocken. {Flora europaea
inchoata, fafc. 1 — 14. Norib. 1797 — 1810. 8.)
C. V. de Boijfieus Flore d'Europe, tom. 1 — 3. Lyon
i8o5. 1806. 8., und Job. Nepom. von Laicharting 9
Prof. zu Insbruck, (f 1797») Vegetabilia europaea,
P. 1. Oenip. 1790. 8., haben nicht befondern Beyfall
erhalten.
I. Deutfche Floren.
Die Deutfcben waren auch jetzt für andere Na-
tionen Mufter der eifrigen und gründlichen Unter-
fuchung vaterländifcher Pflanzen. Vorzüglich über-
traf Henr. Adolf Schräder, Prof. in Göttingen, feine
Vorgänger und Mitbewerber an Sorgfalt im Unter*
fuchen und Gründlichkeit inj Arbeiten. Seine Flora
germanica, vol. 1. Gött. 1806. 8., ift ein.Meifter-
iverk, dem man nur baldige Fort fetzung wünfcht.
Auch Jak. Sturms: Deuifchlands Flor in Abbildungen,
Abth. 1. Heft 1 — 4<>. Abth. 2. Heft 1 — i5. Abth.
3. Heft 1 ■ — 3. Nürnb; 1799. verdient fowohl
wegen der trefflichen Abbildungen, als auch wegen
der guten Befchreibungen, die zamTheil von Scbre*
ber, Panzer , Hoppe, dem Grafen Sternberg und An*
dem herrühren , klafßfcb genannt zu werden.
Oerh. Aug. Honckenys, Amtmanns zu Golme
bey Prenzlow, (t *734*) tynopßs planiarum Germa-
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g46 Siebentes Buch. Sechste» Kapitel.
wiiae, vol» 1. Berol« 1792« 1793. 8#, war daran
berechnet, die Synonyme, befonders der älterr
Sdhriftfteller, zu berichtigen: es gebt aber nur bij
zur Gattung Gentiana. Alb. Wtih. Rothes ten tarnen
ßorae germanica*, P. 1 — 3. Lipf. 1788 — 1800,
8., ift, befonders in Rückficht der Algen, fehr get
gearbeitet. In den Phanerogamiften fehlt es an 00«
- faxender*, eigener Kenntnifs. Georg Franz Hof-
: n*a**nfs Deutfchlands Flora, Tb. 1.2. Neue Ausg.
1800. i8o4« 12m unficher und ohne grandliche
Kritik. Eben das gilt von Job. Chriftoph Rößiling s
Jieutfchlands Fhra, Th. * —.3. Frankf. am Maia
1812 — 1814« 8,
Gehn wir die einzelen deutfehen Staaten durch,
fo ift der öjtreieti '/Wie Kreis von der Natur am meiften
legünftigt, und bat auch die würdigten Bearbeiter
gefunden. An der Spitze ftebt Nie. Jof. von
vorzüglich durch feine F/ora außriaca, cent. 1 — 5.
VindotkM773 — . 1776. fol., ein Werk, weiches in
Rückfieht der gründlichen Unterfuchuag .und der
trefflichen Ausführung kaum feines Gleichest hat
Auch die Eaumeratio fiirpium in egro Vindobonmfi,
Vienn. m 762. 8., die Coüectanea ad botanicam etc.
fpectantia, vol. 1 — -a\. fuf>pL Vindob. 1786—1796.
4.9 und die Mifcellanea außriaca, vol. 1. a, Vindob.
1778. 1781. 4., gehören hieber.
Grofse Verdienfte erwarb fich Joh. Ani. Scopoli
um die füdlich - öftreich'fcbe FJor. Seine Flora cur-
niottca, tom. 1.2. Vindob, 1772.8., ift wegen Ver-
belferung der Gattungs - Charaktere, genauer Be-
schreibungen der Arten und zweckmässiger Abbil-
dung feltener Gewächfe kjaffifch.
Auch der ehrwürdige Abt Franz Xaver von
Wulffenm KJagenfurt, (f i8o4>) arbeitete Zeit fei-
nes Lebens «nit unermüdetem Fleife, rühmlicher,
Scharf {Inn und grober Genauigkeit an Erweiterung
-
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Unterfuchung vaterländifcber Pflanzen. 347.
-
und Berichtigung der öftreich'fchen Flor. Seine Be-
obachtungen find in Jacquins mifceüaneU und coife-
ctaneis zu finden. Nie« Thom. Hoft Jynopfis plantar
rum in Auftria fponte crefeentium, Vihdob. 1797« 8.,
gehört zu den vorzüglichen Arbeilen , tor wie Franz
Schmidt'* Oeftreichs allgemeine Baumzucht, B. 1 —3.
Wien 1792 — 1800. fol. mit 1 65 Kupfertafeln*
Weniger bedeutend find Henr. Joh*< Nepom.
Crantz ftirpes auftriacae, fafo. i 6. Vindob. 1769.
4. > Balthaf. Hacquet's , ehemals Prof. in Lemberg,
(geb. 1740 y f i8i4)) Plantae alpinae carnioliame,
Vindob. 1782. 4.; Jofeph Reiner undSiegm. von Ho*
henwarttis botanifche Reifen nach einigen oberkärnt-
nerifchen und benachbarten Jlpen, Klagenf. 1792. 8.,
Leop. Traitlnick's Flora des oßreicVfchen Kaifer-
thumsj in Heften, Wien i8*5. 4., and J> A. Schul*
ies Flora von Oefier reich, Wien 181 5. 8* B. 1. 2.
Zweyte Aufl. . vd^ir
Das herrliche Salzburg fand an Franz de Paula
Schrank und Karl Ehrenbert' Freyherrn <\vön Moll,
Akademikern in Manchen, treffliche Bearbeiter ia
ihren Naturhiftorifchen Briefen über Oeftreich, Salz*
Faffau und Berchtesgaden, B* 1 . 2. Salzb. \ 765.
8. Diefen (chlofs fich i. A. Schultet an, in feiner
Reife auf den Glockner und durch Salzburg und Berch*
tolsgaden, Th. 1 — 4. Wien 1804. 8. Franz de
Faula Schrank gab noch befonders: Primitiae florae
falisburgenfis , Frcf. 1792.8., und Franz Anton von
Braune die falzburgifche Flora, Th. 1 — 3. Salzb..
1797. 8. Dav. Henr. Hoppe und Henr. Cbrift.
Funk, Apotheker zu Gefreea, gaben ebenfalls gute
Beytrfige zur falzburgifchen FJor. {Botan. Tafchen-
buch, 1794. S. ti8. 176. f. 1800. S. i3i. f. 1801.
S. 1 16. f. Regensb. botan. BibL 1802« S. 180. f. 218,
f. 235. f. 1804. S. 282. f*)
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Baierfcbe Flore» erhielten wir von Franz de
Paula Schrank (Baierfche Flora, B. 1.2. Münehea
1789. 8.) und J. A. Schulte s (Baier ns Flora y Cent
1. Lanrfshut 1811. 8. )• Einzele Ueyträge lieferten
Schrank in der Reife nach- den füdlichea Gebirgen von
Baiern , Manchen 1793. 8., und in feinen Briefen
über das Donaumoor, Mannh^ 1795. 8., Dar. Henr»
Hoppe im botan. Tafchenbuch, 179a. S. 5o. 77. 1 15.
f. 1 79 1 . S. 90. f. 1 792. S. 245. f. , und Jeunet DuvaJ,
daf. 1795. S. 102. f. 1796. S. i85. f. 1799. S. i45.
f. 1801. S. r66. f, i8o3. S. 125. f. 1804. S. i5j.f.
Job. N«pom. Mayrhoffer gab gute Abbildungen baier-
fcber Pflanzen in Steindruck, {Flora monacenfis,
1811 — 'i8i5.fol.)-
In Franken machten fich Aug. Wilb. Eberb.
Cbriftopb Wibel durch Primiiias ßorae leerthemenfis*
Jen. 1799« S.? ^aS* Friedr. Schweigger, Prof« in Kö-
nigsberg, und Franz Körte, Lehrer zu Mögeiin, durch
•ine Flora erlange* fis, Erl. 1811.8., Frtinz Xaver
Heller, Pj-otf. in VVQrzburg, durch eine Flora wirce^
bürgen fis, P. 1.2. Wirceb. 18 io« 1811. 8. , bekannt.
Vorzügliche Verdienfte erwarben fich*Henr. Chrift.
Funk durch Herausgabe der kryptogamifchen Gewäch*
fe des Fichtelgebirges , Heft 1 — 24. 1801. f., Am-
bro f. Rau, Prof. in Wftrzburg, durch Unterfuchung
der Rofen feiner Gegend, (Enumerath rofarum circa
Wirceburgum crefcentium, Norib. 1810. 8.), und be»
fonders Kar) Friedr. Phil. Martha durch feine treff-
liehe Flora cryp&gamica erlangenfis , Norib. 1817. 8.
Ueber die febwäbifchen Länder führen wir vor*
zflglich Karl ChriGt. Gmelins, badifchen Leibarztes,
Flora badenßs, vol. 1 — 3. Carlsruh i8o5 — 1810.
B., als febr forgfaltig gearbeitet, an. Auch F. Ba-
ron Roth von Schteckenftein erwarb fich nicht unbe-
deutende Verdienfte. (Flora der Gegend 14m den C7f-
fprung der Donau und des Neckars* B. 1. 2. Leinz.
*. . 1
■ 1
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Unterfucbung vaurländifcher Pflanzen. 349
»
180?. 8.) Von geringerm Belang £©dt : J. F^Gm*.
lins Enumeratio ßirphsm agri tubingenfis indigena-
rum'i Tübfhg. 1772. 8., trod Jöh. Sim. Rerner's Fla*
ra ftuttgar dien fit % Stuttg. 1786^8. Des letztern B*+
fchreibung und Abbildung der Bäume und Gefirüuche,
-welche im Herzogthum Wärtemberg **>Ud u>achfen%
Stuttg. Heft 1 — gl 1783 — 1,791. 4* , enthalten
genaue Zergliederungen.
Die Rheinländer fanden einen trefflichen Bear-
beiter aä Joh. Ad. Pollieh') Arzt zu Kaiferalautern ,
(f 1780). Seine Hißorid plantarum in palatinatu
electorali fponte crefcentium9 tomv i;— Mannh.
1776. 1777. 8., wird wegen der böchft gepaueri Be»
fchreibuugen immer gefch ätzt wer dem .Unvergleich-
lieh ift die Sorgfalt, womit Job. Dari.Ie«** in der
Flora hetbomenfis, 1775. 8* , die Gräfer unterfuchte
und abbildete. Sehr wichtig auch : G+Härtners, B.
Meyers und J. Scherbius Oekonomifok» teohntfehe Fh-
ra von der Wetterau, B. 1. 2. Fr kf. 1799V 1S00. 8»,
und Könr. Mönch* s Enumeratio plantarum indigena»
rumHaJfiaey Gott'. 1777.8. Unwichtiger find : Job.
Jac. Reichard's Flora moeno-francqfurtana, tom.
1. 2. Frcf. 1772. 1778. 8., F. L. Weither! t Flora von
Giejjen, Gieflen 1802. 8., Kathar. HeJeaa DöYrien
Verzeichnis und Befihretoung der in den oranien* 9
naffaufchen Landen teild wach/enden Geutäckfi, Her-
born 1 777. 8. , und Fr.- K. Liebhein s Flosa fuldenfis »
Frcf. 1784. 8. 4 ■« -
Verzeichniffe von den Pflanzen t!w*aY2*» \]Sp.
ferten Job. Gottl. Glediefch (Befchäjft. BerL&eßtflfch.
naturf. Fr. B. 4. S. 35o. f.) Uhd'-JoBt Ph», JRüling
[Gatterer's Anleit. den Harz zu berufen; Tb. 2. S.
186. f.). - •
Die Göttinger Flor bearbeiteten Albrv von Hal-
ler (Enumeratio plan tarum- hör ti regit et agri gatti**
Digiti
35»
' -
genfis, Gotting. 1753. 8.), Job. Gottfr. Zinn (Ca*
■iajogus pla/uarum horti aeademici ei agri go
Oott. 1757- 8.), Job. Andr. Murray (Prod
fignationis ßirphm gotlingenfium , Gott. 1770. 80,
Georg Henr. Weber {Spicilegium florae gottingenfis,
Goth. 1780. 6\), Friedr. Wilh. Weis (Plantae crypto*
gamicae florae gattingenßs, Oott. 1770. 8.), und
Friedr. Wilb. Londes {Verzeichnifs der um Gi
ȟdwathfenden Pflanzen* Gott. 1 8o5. 8. ).
Die Flor von Mecklenburg. Schwerin fand ib-
r*n Bearbeiteren Joach. Chrift. Timm, Burgemeifter
in Malchin, {Flora megapolitanae prodromus , Lipf.
1788. 8M und in Siemtfen's Magaz. für die Natur k.
Mecklenh. B. 1. S. 202. f. 266. f. B. 2. S. 222. f.),
und an J. C. L. Wredow ( Oekonomifch • technifche Flo-
ra Mecklenburgs , Tb. 1. 2. Löqeb. 1811. 1812. 8.);
die Flor von Mecklenburg -Strelitz an Karl Friedr.
Schultz, Arzt in Neu -Brandenburg {Florae
dienfis prodromus, Berol. 1806. 8.).
Einzele Beyträge zur pommerfeben Mor lie-
ferten: Sem. Ouft. Wilcke {Flora gryphica* GrjpYi.
1765. 8.), Cbrift. Ehrenfr. Weigel, Prof. in Greifs-
wald, (Flora pfomerano-rugica, Berol 1769. 8.),
und Alex. Bernh. Kölpin, Lehrer an der Schule zu
Stettin, (Florae gryphicae fupplementum» Gryph.
1769. 80.
Die roärk'fche Flor ward bearbeitet von Karl
Aug. von Bergen, Prof. in Frankfurt an der Oder,
{Flora fr anoofunma, Frcf. 1750. 8. ), von Karl Ludw.
Wüldenow (Florae berolinenßs prodromus, Berol.
,1787. 8.), C. S. Kunth {Flora berolinenßs , BeroL
i8i3. 8.), Adelb. von Chamiffb (Verzeichnifs der
auf den friedlandffchen Gütern cultivirten Geurächfe,
nebft einem Beytrag zur Flora der Mutelmark, i8i5.
8.). Die neumärk'fche Schrieb Job. Friedr. R*
1
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!
Vnttofuämig vaterländischer f flanzea. 3Si
ttfi/cÄ (Prodromus flarae ' neömarchteae', • Berol.
lo4- 8.).
Unter den Floren des roittfern Deutichlandee
die haUifche bey weitem die reichfte. Sie ward
n Fr. 'Willi, von Leyffery preufsifoheio Kriegsrath,
eb. 1701, f i8i5,) {Flora Italenfis , Hai» 1761*
. altera 1783. 8. ) , und mir bearbeitet, (Florae ha*
jfis tentamen novum* Ha). iSoÖi 8. Alane i /Ja i#
07. Manti 2. 1811^). . EinzeJe Beytrage au -der-
ben lieferen -Albr. Wilb. ItoÄ (Brpr. wr ßottiÄ
1. 2. S. i35.), Joh. Friedr. Wohlleben {^upplemenf
m ad']Leyßeri floram hol Hai. ' 1796. 8.f und ia
ippes Tafchenbi 1797, S. Ö2. f.), und Friedr,
f/i {Annu$ bötänievs 9 Hai. 1814. 8-)* ■ -
•Die Gegend um Barby- darebforfchte Friedr^ .
dam Sehoilers Au ff eher der. Lebranftalt der Brü-
x-Gemeine, (geb.* 1718, f t78$,) qnoUieferte
n e Flora korbten fis* LipL . 1 775« s <Supjfapyuuu7p
irae barbienfis% 1787. 8. - V 1 "
Unter de» Leipziger Tiaren ift dte.ro« Job.
irifu &m.iS*hreber df e gefchätatefte. (Sjfailegiutn
\rae lipßcae, Lipf. 1771. 8.) Früher lieferte Qeorg
jd. Böhmer ein* Flora Lzpfiaeindigen*, tipt 1 7$o.
; fp5*er Job. Chrift. Gott*. Saumgarten eine
ifiefifisi Lipfj 1790. 8., und Henr. Gottl. Ludw.
Gichenbach eine Flora lipfienßs pkarmaceutlca$. LipC
li7»""'8" » '.'i . i ■'
Die Pflanzen der Gegend um Dresden ver*eicl|«*
!ten Gbrift. Traug. Bucher ( Florafi Dresden fis nomeß*
itory Dntsd. 1806. 8., und Htwk Ficious XQoMani*
he's Tajohenbuck, Dresden 180& 8.). Die krypto-
milchen Gewächfe der Gegend um Freyberg , , uud
fonders die Grubenfeh wämme befebrieb Alexander
n Humboldt (Florae fribergenßs fpeoimeti, Beroh
A ' .
■
*
-
I
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z<%- Siebentes Buch« Sechstes KamteL
Unbedeutend find die Floren von Gen (To:
Conr. Hoppe, Geraifche Flora, Jena 1774» 8.), vo
Weimar (Aug. Wilh. Dennfredt, Weimar s Flora, Je
tia 1800. 8.), von Jena (Job. Chr. Fr. Graumüüer
fyfeemanfches Verzeichnifs wilder Pßanzen, dieu
Jena wachfen, Jena i8o3. 8.). .
Böbmifche Floren erhielten wir von Franz W
lib. Schmidt, Prof. in Prag, (Flora boemica, Cei
1 — 4- P™g» l79^* l794*), und J. E. Pohl (Fei
fuch einer Flora Böhmen*, Tb. a.a. Prag 181;
*8i4- 8.).
Die reiche fchlefifche Flor fand noch keine
würdigen Bearbeiter. Denn weder des Grafen Hern
Gottfr. Mauufchka, (geb. 1734, + 1779,) Flora [1
ckeis Flora ßlefiaca renovata, vol. 1 — 3. VratisI
1787 — i8i5. 8., verdienen Auszeichnung. An
xneiften haben noch Tbadd. Hanke (Beobachtung:
auf Reifen nach dem Riefengebirge, Dresden 1791
4.) und Joh. Adam VaUnt.Weigel in feiner Befchre
bung des Herzogthums Schießen, Vau 1 — 9. Berl
1800 — i8o5. 8., geleiftet.
Rechnen wir, wie billig, Preufsen za Deulfcb
land, fo haben wir zwar zwey Floren erhalten: toi
Gottfr* Reyger, Arzt in Danfcig , (geb. 1764» f 178^
Tencamen ßorae gedanenßs, tom. 1.2. Gedan: 1764-
1766., und von Eb. Gottl. Graff: Preufsens Flora
Elbing. 1809. 8. Aliein für den Grafen Leoßencfc
von' Donnersmark, der wenigftens eine königsberge
Flor verfprochen , ift noch viel zu tbun übrig.
Auch die Flor Helvetiens hat nach Haller keä
nen würdigen Bearbeiter gefunden: denn Job. RoJ
Süsels ßora helvetica, B. 1.2. Zürich 180*. 8., ifcfdi
unficher. Einzel« Beiträge machte Villa** bekaoe:
( PrScis d'un voyage botanique, Paris 1812,8.) Georr
Wahlenberg unterfuchte die Staadörter der Pflanz
leßaca, Leipz. 1776. 1777« 8
noch Ant. Job. Kro
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t mm
Unterfucnung vaterländifcber Pflanzen; 35}
De vegetatione et climate in Helveiia feptentr. Tu*
ic. 181 3. 8.) Auch L. Reynier gab einzele Beyträ-
e. {MSm. pour fervir & Vhift. nat. de la Suiffe. Lauf.
788. 8.)
IL Niederländische Floren.
Die Pflanzen der belgifchen Provinzen hefchrieb
latalis Jof. von Necker ( Deliciae gallo • belgicae fdve-
res, tom. j. 2, Argentor. 17G8. 8.). Die FJor voa
paä A. L. S. Lejeürie {Flore des environs de Spaa,
Jege 1812. 8.). Die FJor von Flandern Lefiiboudois
BotanograpJiie belgique,' ed. 2. vol. 1 — 4« Lille
799« 8.) und Rougrl (Flore du nord de la France ,
ol. 1.2. Paris i8o5. 8.). Die brüffeler Floren von
ickx ( Flora bruxelfcnfis , 1 S 1 2. 8. ) , und A. Dekih
nd A. F. Pajly (Florula bruxellenfis > Brüx. 1814.
.) find unbedeutend^ DieGrüfcr von Flandern und
rabant unterrichte DesmaZiires (Agroftographie des
?p, du Nord de la France , Lille 1812. 8.). Einen
heil von Flandern und Hennegau befchrieb in bota-
ifcher Rückficht Hocquart (Flore du dep. deJemap»
?, Möns 1814. 8.).
Die ärmliche Flor der ehemaligen Republik
olland ward von David de Gorter, Prof. zu Har-
srwyk, und eineZeit lang ruffifchem Leibarzt, (geb.
717-, f 1783,) bearbeitet. (Flora gelro-zutphanica,
arderov. 174^» 8. Flora Vll provinciarum Belgii
rderaei indigena, Harlem. 1781.8.) David Meefc
hrien eine Flora fr i/ica, Franek. 1760. 8., Adrian
losjes eine Flora harlemica, Harlem. ^779. 8.,
u( Steph. Joh. van Geuns gab einen Nachtrag zu
orter's Flor (Plantarum Belgii foederati indigena*
m fpicilegium, Harderov. 1788L 8.).
III. Floren von Frankreich.
Allgemeine Floren von Frankreich gaben Joh.
ipt. Lamarck (Flore francaife, vol. 1 — 3. Paris
üefcb, d. Botanik, 3. B, 2 3
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354 Siebentes Buch. Sechstes Kapitel«
1778. 8.) und Aug.Pyram. Decandolle (Fl*r*frmpik
vol. 1 6. Paris t8o5 — 1816. 8.). Einen Aosing
der letztern, nebft neuen Zufatzen, gab derfelbe.
(Synopfis plantar um in ßora galüca defcriptarum* Pi-
rif. 1806. 8.) Auch J. L. A. Loifeleur Desloagchamjss
lieferte eine Flora gallica, vol. 1. 2. Pari f. 1806. 1807
8., welche nach dem Linne'fchen Syftem ganz kurze
Differenzen, aber viele Zufätze zu Decandolles Ar-
j _ k
beit, enthält. Man füge noch Journ. de .bot. 2. p.
193. 257. 32i. biozu.
Abbildungen franzöfifcber Pflanzen lieferten in
Frachtwerken, Bulliard {Herbier de la France , Paris
1784. fol. mit 5o4 Kupfern), Jaume St. HUaire {Plan'
tts de la France däcrites et peintes doprcs natura,
livr. 1 — 4<>. Paris 1806 — 1808. 4.), vorzög//cn
aber A. P. Decandolle (Icones plantarum Galliat ro-
riorum% fafc. 1 — 10. Paris 1808. f. 4.).
Beyträge zur Flor verfchiedener Provinzen
Frankreichs findet man in Peter Jof. Buchoz Diction-
naire raifonne univerfel des plante* de la France* toro
* — 4- Pa"« *7?o. 177 t. 8., als von CoNe* die
Pflanzen um Dijon (tom. 4* P* 224.) j von Dauben-
ton die Baume und Sträucher in Burgund (daf. p.
a2i.), von Desmoueux, die Pflanzen bey Caen (tiaf.
p. 260.)» von Dulac die Oewächfe des Pila - Gebirges
(daf, p. 233.), von Dupaty die Flor von Angers
(daf. p. 258. ), von Fourmault die Flor von Auvergoe
(daf. p. 238.), u. f. f. Auch gehört Decandolle 1
Rapport für deux voyages botaniques et agronomiqufi
dans les ddp. du Nord- Eft et du centre% Paris 181A
8., hieben
Unter den einzelen Gegenden Frankreichs m*
ren es befonders die Umgebungen von Paris, als
dem Hauptfitz der WitTenfehaften , die am meiftN
unterfucht wurden. Aufs er dem ununterrfchteirs
Matth. Fabregou> deffen Defcription des planet s, tjt
« »
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Unterjochung raterJändifcher Pflanzen.
*
matfitit autour 2fc Paris, voL 1 — 6; Paris 1/40.
12., wenig leitet, arbeitete Tbom. Franz Dalibard
einen Prodromus florae parifienfisy Parif; 1749. i2.f
nach dem Linne fchen Syftem. Auch Barbeu Du*
bourg lieferte im zvreyten Theil feines Botanift*
frtwcais, Paris 1767, 12., "ein Verzeichnis der
Pflanzen um Pari«. J. L. Thidllhr gab in der Flor*
des environs de Paris, 1797. 8., manche neue Art,
von denen doch mehrere nicht beftehn können» F\
V. Miras s nouvelle flore d*s environs de Paris , 1 8 1 5#
8M ift eine mittel mälsige Arbeit. Pracbtwerke Ii«,
feden Turpin und Poiteau {Flore des environs de Pa»
ris% 1808. 1809. \\vr\ 1 — 7.), und Aug. und Frans
Ple'e (Herbort fations des environs de Paris , Pari*
18-10. f. 17 Hefte).
Die Picardie hatte Boucher fleißig unterfucht.
Dies bezeugt fein Ex trau de la flore ifAbbeville ei du
itpartemeni de la Somme , Paris i8o3. 8.
Für die Normandie arbeiteten de Roußel (Ftota
iu Calvados et t er rein s adfacens, Ca€n 1 796. 8.) und
Renault (Flore du dipartement de tOrne, AJen$Od
i8o4. 8.). *
Für Bretagne: Franz Bonamy (Florae Nanne*
enfis prodromus, Nannet. 1782. 12,) und Bonne,
naifon, Apotheker au Quimper (Journ. de bot. 3»
>. 1 18. f.).
Für Anjou: Bätard (Effai für la flore du dtp.
le Maine ei Loire, Paris 1809. 12 Supplement, An-
;efs 1812. 12.) und Merl et de la Boutaye (Herbo*
ifatians dans le dtp. de Maine ei Loire, Angers
809. 8.). -
Für Poitou : Guittemeäu ( Calendrier de flöte des
nvirons de Niort, idou 8.) und N. A. Befvauss
Journ. de bot. 2. p. 3o7;). *
Für Gafcogne: Tkore, (Effai June Chlor is du
ipartement des Landes, Dax 1801. 8. Journ. de bot.
t m
23 *
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356 Siebentel Buch» Sechstes Kapitel«.'
1. p. ig3.) und Job. Florimond St. Amerns in Malte«
Brun ann. des voyages, 18. p. 5. f. i45. f.
* / ■ Die Kenatnifs des füdlichen Frankreichs beför«
derte vorzüglich der treffliche Ludw. Wilh. le Mon-
nu*r9 der den Grafen Maurepas im Jahr n 7^9 beglei«
tete , als diefer den parifer Meridian genauer beftim-
sien wollte. Er ward nachher Prof, in Paris und
kön. Leibarzt, (geb. 1717, f 1799). Seine Beob*
actitungen über die Flor von Auvergne, des Mont*
d'or und des Gantal ftehn in Caffinis Me'riäienne de
Pari*, 1744. 4. , auch in Bmhot Diction*aire> tojn»
4. p. 277. ' . 1 .. . V * '. % **** f«,
Die Flor von Languedoa bearbeiteten Gatereau
(Defcripdon d*s plane*- s , qui croi'ßnt aux environi
de Montauhan 9 1789. 8.) , Pourret (Mdm. de TacacL
de Touloufe, tom. 3. p. 297. f.)i und D. J. Toumon
( Flore de Touloufe , 1812.8.).
•Die Pyrenäen zogen treffliche und geifrreiche
Beobachter an. Als folche zeigten fich Ant. Gouan
Prof. in Montpellier, (Illuftrationes et obferv. bota-
nicae, Turic. 1773. fol.) ; Job. Florim. Saint - A man:
in den Fragment £un voyage Jentimental et pittores*
que dans les Pyränefes , Metz 17%. 8,, wo p. 189 —
259. eine Flor der Pyrenäen vorkommt; Ramond
(Voyjnge au mont - per du , Paris i8oi.8.,inder Dtcad.
philof. Ann. 5. Trim. 3. p. 257. Bullet, philomath. n.
4l« ); und vorzüglich Philipp Picot-Lapeyroufe (Flore
desPyrSnSes, dec. 1 — 4« 1795— 1801. fol. Hiftoire
abre'ge'e des plantet des Pyr4n4es% Touloufe 1 8 1 3. 8.}.
Die herrliche Flor von Montpellier bearbeitete
Ant. Gouan (Flora monspeliaca, Lugd. 1765. 8.1
Ein Meifterwerk lieferte Ludw. Gerard über die Flor
der Provence {Flora gallo - provincialis, Paris 1 76 1 . 8.).
Klafßfch ift die Hiftoire des plantet du Dauphin*
von rUlars, vol. 1 —4. Grenoble 1786 — 1789. 8.
■
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Udteffttchtmfr vatÄrländrfclier Pflanzen. . 357
Die Flor von Lyon verzeichneten Joh. Emanuel
Güibert, eine Zeit lang Prof. in Wilna, (Hi/toire des
plantet d'Europe, vol. 2. Lyon 1798. 8.), und Ma-
rie Ant. Ludw. Ciaret de la Tourreue , Akademiker
zu Lyon, (geb. 1729, f 1793,) {Cliloris lugdunenßs,
1785.8.).
Die intereffanten Gegenden von Auvergna
durchfechte und befchrieb 'M. A. de VArbre^ der zu
Clermont-Ferrand einen eigenen botani lehnen Garten
angelegt hatte, (geh; 1724, f *8i3,) in der Flore
dfAuvergne, 1795. 8.
Die Pflanzen des mittlem Frankreichs, befon-
rfers in der Gegend von Orleans und Eftampes, be-
fchrieben Joh. Steph* Guettard (Ob/er vations für les
plantes, vol. 1. 2. Paris i7t47« 8.), Dubois {MSthode
Sprouvdpy avea laquelle on peut parvenir a connaitre
les- plantes de f irtt4rieur.de la France, Orleans i8o3.
8.), und N. A.- Desvaux ( Journ. de bot. 2. p. i45.)*
DieFJor von Burgund bearbeitete Durand (FIo*
rede Bourgogne, P/i. a. Dijon 1782. 8.); die Flor
von Lothringen Peter Jof. Buchoz (TraitS hiftorique
des plantes , qui croijjent dans la Lorraine, tom. 1 —
10: Paris 1770. 12.J, Pet. Remig. Willemet, (geb.«
1736, f 1807,) (Phytographie dconomique des plan-
tes de Lorraine, 1779.8.), und Lamoureux (Memoi-
re pourfervir a (hiftoire du d<*p. de la Meurthe, Nan-
cy i8o3. 8.).
Die Elfaffer Flor ward , nach Mappus und Lin-
dern, von Joh. Reinb. Spielmann (Prodromus florae
argentoratenfis , Argent. 1766. 8.) und Stolz (Flore
d'Alface, Strasb. 1800. 8.) bearbeitet.
m
IV. Italifche Floren.
Ober- Italien zog mit feinen herrlichen Alpen
und üppigen Thalländern auch jetzt, wie früher, die
Aufmerkfamkeit der Botaniker an fich. Ein Fran*
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358 Siebentes Bach. Seefestes KapHeL F
Tofe, Franz Seguier% aas Nemours, der anfangs in
der königlichen Bibliothek zu Paris gearbeitet und
feine Bibliotheca bocanfca. Hag. Comit. 1740. 4m
herausgegeben" hatte, fchlofs Geh an einen /eichen
Itdliäner, einen Freund der Wiffenfchaften, Scipio
Maff*i% an, begleitete diefen auf deffen Reifen, und
ward fein GalYfre-und ip Verona. Er durchfechte
mit grofsem Fleifs. den Baldo, die rhätifchen Alpen
und die herrlichen Gefilde von Verona. Seine Platt*
tae veronen/es, tom. 1 — 3. Veron. 1745 — 1754»
8., gehören zu den klafßfchen Werken unferer Li*
teratur. Nach ihm wurden diefelben Gegenden von
Cyrus Pollini in Verona fleifsig durchfocht und man-
che neue Entdeckung gemacht. (Viaggio al Ingo di
Gar da e al mottle Balde Verona 181 6, 8.), Auch
Kafp.Graf voaSternberg hatte die norifchen und rhä-
tifchen Alpen, wie den Baldo, mit grober Sorgfalt
durchforfcht, und mehrere neueSaxifragen entdeckt
(Reifen durch Tyrol in die ößreichfehen Provinzen
Italiens, Regensb. 1806. fol. Revifto Saxifragarum
iconibus Uluftrata , Rarisb. 18 so. fol.)
Die Gegend um Vicenza pefchriehen Ant. Tur*
ra (Florae italiäae prodromus \ Vicent. 1780. 8^ % Jof.
Marzari Peneati (E/enco della piante nel terriiorio
dl Vicenza, Milan. 1802. 8.), und Jof. Moresti (No-
tizia Jopra diver Je piante da aggiungerfi alla ßora «•
centina, Pavia 181 5. 4-)-
Die julifchen Alpen durchreifeten Jof. von See*
nus (Befchr. einer Reife nach IJtrien und Dai rotten 9
Regensb. i8o5. 8.\ Job; Brignoli (Fa/ru:tlus rario-
rum plantar um forojulienfium , Urf?in. t 8 > o. 4. ) , und
Job. MaZZucato (Viaggio botanlo n«-lle alpf ^i.uf:e,
Udin. 1811. 4 ). Dahin gehören auch des Marquis
de Suffren Priucipes de botänique , fuiyis d un 'caCate-
gue de pianies duFrioul, Venife j8oj. 3.
4
0 *
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UntwTucfaung vaterländifpber Pflanzen. 359
Die Flor von Pavia bearbeiteten Domin. Nocca9
>rof. zu Pavia» und Job. Bapt. Balkis, fonft Prof. zu
rurin. (Flora ticinenfts» vol. 1. Ticin. 1816. 40
Die rekbe Flor von Piemoot fand einen treff-
ichen Bearbeiter an Karl Allioni* Prof. in Turin,
geb. 1725, f 1804). Das Hauptwerk ift die Flora
edemontana, Aug. Taurin. tom. l — 3. 1785. fol« ,
nit92 Kupfertafeln; eine frühere Schrift: Rariorum
*edemontU fiirpium fpeeimen 1., Taurin. 1755. 4«»
ine Xpätere: Auctarhum ad jloram pedemontanam ,
[urin 1789. 4. Zu derfelben lieferte auch Lud. BeU
irdi Nachträge (Mdm. de tac. de Turin* vol. 5. p. .
09. f., Appendix ad jloram pedemontanam* Aug.
faurin. 1792. 4.) und Job. Bapt. Balkis (Elenco deU
e plante crefeenti ne contorni di Torino, 1801. 8.,
rlora taurinenfis, Turin 1806« 8., Mifcellarz bota-
ica* 1 . 2# in M4m. de Vac. de Turin* vol. 7. p. 1 qo\ f.).
Die Flor um Novara und an der Agogna be-
z\\ rieb Joh. Biroli ( Flora aconienßs , vol. 1 . 2. Vige-
ano 1808. 8.). r
j Die Flor von Nizza fammlete Joh. Bapt. Giudice,
Irzt in Nizza, und Karl AUioni befchrieb fie {Enu-
leratio methodica ftirpium agri Nicaeenfis, Parif.
707.8.). ,^.x* -\%m*$fv
Die Pflanzen um Genua wurden von Ant. Bor*
oloni (Plantae genuenfes, Gen. i8o4. S., Rariorum
antarum Uguriae dec. 1 — 3. Pif. i8o3 — 1810.
$.)• und D. Viviani (Florae UaJicae fragmenta9
Jen. i8o5. 4-) verzeichnet.
Einen Theil des Apennins befchrieben in bota-
lifcher Hinficht Fulgentius Vitman (Saggio delt \fto~
ia erbaria delh alpi di Pifioja* Modena eLucca, Bo-
ogn. 1773. 8.) und Ferdin. Bajfi (Comment. inßie.
wnon. 4- P- 286. f.).
Die Pflanzen um Siena unterfuchte Biagio Brr-
alini (Catalaga delle plante, che na/cooo intorno alla
360 Siebentel Buch. Sechstel Kapitel* >
eitta di Siena, 1776. 4«)- Die florentinifcbe FJor
Oberhaupt bearbeiteten Octav. Targioni - Tozzetti
(Reiazioni d alcuni viaggi, fatti in diverfe parti deüa
Tofcana, tom. 1 — 12. Firenz. 1768 — 1 779. 8. ,
George Santi {Viaggio dl Moncamiata , Pifj %7g5. 8.
Viaggi per la Tojcana, vol. 1 — 5. Pif. 1795*— 1806.
.£.)> und Cajet. Savi (iF/oro pifana, vol. t. 2. Pif,
1798. 8., Botanicon etrufcum, vol. 1.2. Pif. 1H00.
i8j5. 8.). Von dem letztern find auch treffliche
Unterfuchungen über die Klee -Arten bekannt. (06-
fervationes in varias Trifoliorum fpecies, Flor. 1810.8.)
Die Flor von Rom unterfuchten Liberat Sabba-
ti (Collectio plantar um , quae in folo romano luxurian-
tur , Rom. 1 7.54. 4 ) und Ant. Sebaftiani [Roma*
narum plantarum fafc. 1. 2» Rom. 181 3. 1814. 4- )•
w &)ie Flor von Neapel befch rieben Vincenz Pe-
tagrtX ( Inftitutionez botanicae, tom. 1—5. Neap.
17S7. 8.); Dom. Cirillo, Prof. in Neapel, hinge rieh*
tet 17991 {Plantar um rariotum regni neapolitani%
fafc. i. 2. Neap. 1788. 1793. fol.); vorzüglich aber
Mich. Tenoret Prof. in Neapel, (Flora neapolitana y
tom. l. 2. Neap. 1811. fol., Prodromus ßorae neapo-
litana e , 1811.1810., Synopfis plantar um novo nun ,
quae in prodromo deferibuntur , Neap. 181 5. 8.).
Die ficilifeben Pflanzen befchrieben Antonin.
Bivona Bernardi (Sicularum plantarum cent. 1. 2.
Panorm. 1806. 1Ö07. 8.) und Rafinesque- Schmalz
(Caratteri di alcuni nuovi generi e nuove fpecie dl ani-
mali e plante della Sicilia, Palerni. 1810. 8., Spec*
ehio delle feienze, d giornale enciclopedico di Siciliay
P. 1. Palerm. 1 8 1 4- 8.). Der letztere wollte auch
Cupani's panphyton herausgeben, (Profpeito deüa
panphyßs ficula , 1807.4.)-
Corfica bereifete im Jahr 1747 em Arzt in Tu-
rin, Felix Valle. Da er bald von einem auflecken-
den Fieber hingerafft ward, fo hinterliefs er nur die
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Unterfuchung vaterländifcber Pflanzen. 36t
* »
Anfange einer Flor, die Lndw. Amand. Javffin, ela
Apotheker, mit Nachträgen bereichert, herausgab.
(Nov. act. nat. cur. 4. p. 2o5. f., M^moiresdu royau-
me de Corfe* vol. 1. 2. Laufanne 17581, i<2.)
k
' » « ■ ....
V. Die Pflanzen Spaniens.
Peter Löfling* deffen wir oben (S. 538.) erwähn-
ten, war nach CluGus und Tournefort der erfte, wei-
ther die Pflanzen Spaniens unterfuchte. Doch be-
fohrankte er fich auf Gaftilien, wo er faft i3oo Ge-
wäohfe fam miete, und manche neue Art entdeckte.
Linne gab, wie vorher angefahrt worden , die Reife«
Berichte feines Schaler? heraus. (Iter hifpanicum*
eüer refa>tUfpaafka länderna, Stockh, 175b. 8.)
Eine vollftändige FJör von Spanien arbeitete
Don Jofeph Quer y Martinez, P#of. in Madrid, (gebt
169?, f 1764 >) (Flora efpaaola, tom. 1 —4« Madn,
1762 17^4« 4«)- Diefe. wurde von Caßmir Go*
mez de Ortega, Prof. in Madrid, fortgefetzt. (Con»
tinuacion de la flora efpanola, tom* 5. 6. Madr. 1784.
40 Der letztere verzeichnete auch die Pflanzen um
die Bäder von TrilJo. ■( Tratado de las aguas termar
IVi/k, Madr. 1778. 8.) ♦
Wilh. Boucles, ein Irlinder, der in Spanien
lebte und 1780 ftarb, machte gute Bemerkungen
über die Naturgefchichte Spaniens überhaupt und
Ober die Flor insbefondere. {Introduocion a la hi/toria
natural de Efparia> Madr. 1775. 4«) Auch Joh. Tal*
bot Diüon hat io feinen Travels through Spain, Lond.
1780. 4-9 viele Notizen Ober einheimische Gewächfe*
Die Pflanzen Aragoniens befchrieb Ignaz de
Affo. (Synopfis ftirplum indigenarum Aragoniae, Maß*'
fil**779»4-> undOryctographiaAragoniae, 1784.8.)
Vorzügliche Verdienfte erwarb fich Ant. JoL
Ca vanille s durch Unterfuchung fpanifcher Pflanzen.
Seine Icones et defcriptiones plantarum% tom. x — - 6*
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*£i Siebentes Buch« Sechstes Kapitel»
■
Matr 1791 — 1804. fol.> «thalten viele wichtige
Beyträge zur fpanifchen Flor. Befooders ioterettanr
find auch feioe Objervaciönes fobte la hiftoria natural
de Valencia, tom. i.a. Madr. 179.5. i797.foi., worin
die Flor von Valencia verzeichnet ift.
, VI. Port ugiefifch e Flor.
Auch die Schätze Portugals wurdea bekannter.
Wenig leiftete Domin. Vandelli im S pecimen ßorae lu-
fttamcat et brafüwenfu, Conimbr. 1 788. 4-» weit mehr
Felix Avellar Broter o, frof. inOoimbra, in der,Pft>
tographia Lufuaniae feiectior 9 UlyfBp. 1801. fol., be-
fonders aber in der Flora lufitanica, tom. i.a. Ulyf»
fip. 1804. 8.; am meiften aber Henr. Fr. U»*,.der
Begleiter des Grafen Hofmannsegg, auf einer natur-
biftorifchen Reife duvcb Portugall, in dem koftbt-
ren .Pracht werk: Flor* portugaife, B#rli t£oo, —
1814. fol.
VII. Örofsbritannieo.
Ungemein grofs 6nd die Verdiente der Britten
um die vaterländifche Botanik in dieiem Zeitraum.
Ohne Job. Wilfons Syaopfis of britifh plants, New
caftle 1744*8., ioh. HUts Fhr*<*rUa*nica, Lond
17 So. Jak, Jenkinfons (kfeription of britlß
plant* , Kendal 1775.8., befondern Werth beizu-
legen , verdient Wilb. Hudfon, Apotheki
don, (f 1793,) als eiuer der wQrdigft
von Floren genannt zu werden. Seine Flora angli-
ea9 Lond. 1762. 8a> ed. 2. 1778. 8., enthält zwar
nur die Pflanzen von Alt -England, und hat manche
Irrthümer veranlagt» aber man findet darin auch
viele Gewäcbfe zuerft, und die Coaferven find treff-
lich abgehandelt. .A . ^ jfy. . ,
Wilh. CurtU, Apotheker in London» (f 1799;
lieferte eine Flora londincn/U, vol. u 2. JLond. 1777
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Unterfuchung yaterländifcher Pflanzen. 363
oI.s mit trefflichen Abbildungen, auch der wefent.
ichen Theile, und gründlichen Unterfuchungen.
Diefe wird jetzt von Wilh. Jackfon Hooker fortgefetzt*
A continuation of flora londinen fis, 1 8 1 6. f ol. ) >
Sehr gut angelegt 4ft Wilh. Witherings% Arz-
es zu Birmingham, (geb. 174* » t l799>) Werk <
kbtr die Flor Grofsbritanniens. In der erften Auf-
age erfchien es unter dem Titel : A botanical ar*
angement of all ehe vegetables, naturally growing
n Great- Braam, tom. 1. 2. Birmingham 1776. 8.
Die neuefte Ausgabe hat folgenden Titel: A fyfte-
natical arrangement of britifh planes* The fifek edU
•ion, by Will. Withering, Efq., vol. 1— 4- Birmingb.
i8i'2. 8. Genaue Befchreibungen , forgfältige An-
;aben der Standörter, vollftänclige Synonyraie und
iritik der letztern machen die Hauptvorzüge diefe*
Werkes aus.
Unbedeutend dagegen ift Arthur Broughton i
Enchiridion botanicum , Lond. 1782. 8. Mehr für
len Prunk als für den Nutzen berechnet waren Jolu
trafen Buce, (geb. 171 3, f 179«,) Botanical tabletf
70I. t — g. 4«> wovon nur zwölf Exemplare ge*
Iruckt find. Die Kupfer (117) ftellen die Charakter
■e der Klaffen und Gattungen dar, und find von I.
Miller gezeichnet und geftochen. Auch kommen
lie meiften in des letztern Illufiration of ihe fexual
fyfiem of Lihnaeus, vol. 1.2. Lond. 1779. 8., wie-
der vor. -o
* • *
Aber ein herrliches Unternehmen hat der Wif-
"enfehaft mehr wahren Gewinn gebracht, als viele
andere. Dies ift die Englifh botarry , or coloured fi*>
*ures of britifh planes , vol. 1 — 56. 1790 — i8i4«
3. mit 2692 Kupfertafeln. Die Abbildungen der
Pflanzen, von Jak. Soverby, 6nd lehr verfebieden:
manche vortrefflich, (befonders die Flechten und
Algen in den letzten Theilen,) andere mittelmäßig,
»
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364 Siebentes Buch* Sechstes Kapitel«. "j
«nd manche fogar fchlecht. Aber das Werk -erhält
feinen kiafofehen Werth durch die genaue und fiebere
Krümmung der PAan/en, welche Jak. Ed. Smith,
der ßefirzer des Linne'fchen Herbariums, hinzuge«
fügt hat. Derfelbe lieferte eine Flora britannica,
vol. 1 — 3. Lond. 1800. 1804. 8., von hohem wif«
fenfchaftlichen Werth, obgleich bey manchen Gat-
tungen, befonders Münzen und Weiden, zu viel Ge-
wicht auf Abweichungen gelegt ift, wie fie einzela
getrocknete Exemplare zwar zeigen, aber die dem
Beobachter der Natur im Freyen als unbedeutend und
min ier wefentlich erfcheinen.
Die ökonomifchen und technifchen Pflanzen
Großbritanniens liefs Thom. Mariyn, Prof. in Cam»
bringe, abbilden. (Flora rufiica* vol. 1 —4m m&
i44 Kupfern. . Lond. 1792 — 1794.8.)
Unter den Floren einzelerTheile des brittifeben
Reichs fteht hillig die Flora fcotica von Jobann Light'
foott einem. Geiftlichen , (geb. 1735, f 1788,) obea.
an. Sie erfchien zu London 1777 in zwey Ocfav-
bänden , mit K zierlichen Kupfern, und enthalt
viel neue Entdeckungen und gr Qu J liehe Unterfu-
chungen.
Auch Rieh, Relhans*. eines Geiftlichen , Flora
cantabrigienfis % Cantabr. 1785. 8. fuppl. 1 — 3.
1786 — 1793. 8., und Job. Sibthörp's, Prof. in
Oxford, (f 1796,) Flora oxonienfts, Oxon. 1794.
8., verdienen rühmliche Erwähnung. Job. Abbocs
Flora bedfordienfis , Lond. 1799. 8.% Ed. Jacob's
Plantae favrrshamienles , Lond. 1777. 8. a Rieh.
Warners Plaacae woodforditnfes > Lond. 1771. 8.,
Walt. Wades caialogus, plantarwn in comitatu dubli-
nenfi% Dublin 1794. 8., beziehn lieh auf einzela
Bezirke. Rühmliche Auszeichnung verdienen Dawfon
Turners Mufcologiae hibernicae fpeeimen * Lond.
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I
Unterfucbung raterländifchcr Pflanzen. 365
804. '8-, -pnd Jac. Dickfons fafc. 1 — 4. plantarum
ryptogam. Britanniae , LoncL 1785 — 1801. 4*
VIII. DSnifche Flor.
Zu diefer rechnete man bis vor wenig Jahren
loch Norwegen, Island und die Färöer, felbft Grön-
and. ' Es war, wenn man die deutfchen Provipzea
azu zählt, gewifs eine der reichften Floren rief
Veit, und He ward feit fieben und fünfzig Jahren
neifterhaft bearbeitet. Die däoifchen Monarchen
i warben -fich ein unfterbhches Verdienft um die
Viffenfcbaft, indem fie auf ihre Koften die Pflanzen
hres Reichs auffuchen und abbilden Jiefseo. So
ntftand die Flora datiica, vol. 1 — 9. Havn. 1 7^1 —
817. fol., ein Kupferwerk, dem wir in RückGcht
ler Richtigkeit und Schönheit der Zeichnung kein
nderes vorziehn können. Georg Chrift. v. Oeder*
lamals Prof. in Kopenhagen, hat die erften drey
lande beforgt: diefe find höcbft forgfaltig gearbei-
et, und enthalten eine Menge Seltenheiten. Uebe*.
!en vierten und fünften Band führte O. F. Müller die
Vufficht. Seine Liebhaberey für dje Walfer-Ge*
vächfe machte, dafs er andere Pflanzen oft vernach-
äffigte. Den fechsten und Gebenten hat Mart. Vohl%
tnd den achten und neunten Band Job. VVilh. Hörne»
nann mit dem rühmlichften Fleifs und grofserEin-,
icht beforgt.
Karl Gottl. Rafns* Prof. in Kopenhagen, Dan-
narks og Holfeeens Flora , ß. 1. 2. Kiobenh. 1796.
800. 8., gebt nur bis auf die zehnte Linne'icbe
Uaffe, und hat weniger Beyfall gefunden, als dio
pflanzen Phyfiologie, welche derfelben als Einlci-
ung vorangeht.
Von Norwegen gab der Bifchof von Drontheim,
oh. F.rnft Gunnrrus, (geb. 1718, f 1773,) eine
ior heraus. (Flora norvegica, P# 1. 2. Nidröf. 1766.
366 Siebentes Buch« Sechstes Kapitel.
Harn. 1772. Fol. Nachträge zu derfelben lieferte er
in den Norfke Videnfk. Selfkab. Skrifi. 4, 81. f.
Auch Hans Ström, Prediger zu Eger in Norwegen,
gab Zufä'tze zu der norwegifchen Flor. (DanfkeVi*
denfk. Seifk. Skriß. 3, p. 348. f. 4, p. 36g. f. io, p.
249. f. 12, p. 299. f. Naturhift. Selfk. Skrivt. B. 1.
H. 2, p. So. f. Norß. Fidenfk. Selfk. Skrifi B. 2.
p. 345. f. ) Seine Befkrivelfe over fogderiec Söndmör,
E. 1. 2. Soröe, 1762. 1766. 4- 9 ift kiafäfch, und
enthält auch ein ♦Verzeichnifs von Pflanzen.
Die dürftige Flor der Faröer verzeichnete J.
Landt, Prediger auf Bornholm, {Forßg til en befkrU
v>elfe over Faeröerne , Kiob. 1800. 8.).
Die arme Pflanzenwelt Islands ward bekannter.
Die frühem Reifen von Job. Anderfon, einem Ham-
burger Burgemeifter, (geb. 1674» t l743>) (Nach*
richten von Island* Grönland und der Stra/se Davis,
Hamb. 1746. 8.), von Nils Horrebow, Tribunals-
ricbter in Kopenhagen ( Titforladelige efterretninger
om Island, 1762.8.), von Eggert Olaffen, (f 1768^
und Biarne Povelfen, (f 1778,) einem Paar gelehr-
ter Isländer, und Joh. Zoega (Reife igiennem Island,
D. 1. 2. Soröe I772. 4* mit 5o Kupfern), klärten
euch die Pflanzenwelt auf. Povelfen hatte fchon frü-
her die Algen des Eismeers befchrieben, (Specimen
vbfervationum circa plantas maris islandici9 Harn.
1749. 4.)« * Olaf Olaffen lieferte ein isla ndifch es Gar-
tenbuch: (Islands urtagards bok, Kaupmanoaböfn
1770. 8.). Auch N. Möhrs Forßg til en islandsk
Naturhijtorie, Kiob. 1786. 8., gehört hieher.
Aber vorzüglich gewann die Naturkenntnifs
durch die Beßtznahme der Engländer im Jahr 1809.
Seitdem erhielten wir die trefflichen Reife - Befchrei*
hungen von Hooker (A tour in Icela>»d9 Lond. 1809.
8.)', und Georg Stenart Marken zie (Travels in tlvt
isldnd of Iceland , ed. £. Lond. 1812. 4.). *
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Unterfocbung vaterländifcher Pflanfcen. 367
♦
* IX. Schwedifche Floren.
Für Schwedens Flor ift weniger gefchehn. AndK
foh. Retzius lieferte einen Prodromus ßorae Scandi-
wviae, ed. 2. Lipf. 1795. 8., nebft zwey SuppJe*
nenten, die zu Lund i8o5 und 180Q als Disfertatio*
len herauskamen. Sam. Llljrblad, (f 181 5,) gab
»inen unbedeutenden Utkafi til en fvenfk ßora, cd.
». Upf. I7g8. 8. Die fchwedifchen Flechten und
bren Gebrauch in der Färbekunft befchrieb Joh. P,
Veftring, Arzt zu Norköping, vortrefflich, und Acha«
ius gab die Zeichnungen dazu. (Svenfka iafvarnas
'drghifioria, D. l. Stockh. i8o5. 8. mit 24 Kupfern.)
Die fchwedifchen Algen unterfuchte Karl Ad. Agardh>
Vof. in Lund, {AI gar um dec. 1 — 4- Lunck
812— i8i5. 4m Synopfis algarum fian. Lund.
817.8.)
Ein nützliches Unternehmen wagten J.W. Palm*
truch und C- W. Venus* indem fie eine Svenß bota*
■/*, »D. 1 — 3. 1802 — 1804. 8-, nach Art Her
Lnglifh botany herauszugeben anfingen. Die Ab*
ildungen find gut, die wefentlichen Theile find nicht
Vergangen. Der Text ift theils von Swartt, theilt
on Quenfel und Palmfiruclu '
Angenehme Bey träge zur fchwedifchen Flor gab
M. Fries. (Novitiae ßorae fuecicae, P. 1.2. Lund.
814. i8i5. 40
Lappland, wo Linne** Ruhm gegründet war,
efuchten zwar in neuern Zeiten Mehrere, Swartz,
rahl, Liljeblad.u. f. w. Aber Niemand hat mit mehr
Lnftrengung und Aufopferung dies un wirthbare Land
urchforfcht, und der VViffeitfchaft dadurch gröfsern
rewinn gebracht, als Georg Wahlenberg, Acljnnct
er Univerfität zu Upfal. Vier Sommer, nämlich
tfoo, 1802, 1807 und 18 10, brachte er dort zu.
r berichtigte, die Linne'fcban Bemerkungen, machte
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368 Siebentes Bach. Seefestes Kapitel,
• . »
eine Menge neuer Entdeckungen, urid beftimmte be-
fonders die Verbreitung der Familien nach Höhen
auf das forgfältigfte. (Flora lapponic*y Lerol. 1812.
8. mit 5o Kupfern.)
X. Das europäifche Rufsland»
*
Aufser der fchon oben angeführten Flora rojfica
erfchienen folgende Bey träge zur Flor des euro-
päifchen Rußlands: Dav, de Goreer flora iagrica,
Petrop. 1761.8., wozu Krafcheninnikour den Grund
gelegt hatte: nebft dem appendix ad ßoram ingricam,
(1764,) 8., ferner Georg Soholewfki ßora prtropo*
litana , Petrop. 1 799. 8. , E,. W. Drümpelmann $ flora
Uvonica, oder Abbildung und Befchreibung der in Uff
la/td wildteachfenden Pflanzen, Riga 1809. fol., Dav.
Henr. Grindel'*, eine Zeit lang Prof. io Dorpat, ßo-
eanifches Tafchenbuch für Lief- % Kur- und Efthiand,
Riga 1 8o3. 8. y W. C. Friebe's ökonomlfch- technifcht
Flora von Lief land, Kurland und Efchland, Riga t8o5.
8. , und Fr. Stephans enumeratio feirpium agri mox*
quenfis, Möse. 1792. 8., nebft deffen leones planta*
rum mosquenfium, dec. 1. 2. Mose. 1795. fol.
XI. Polnifche Länder.
Das ruffifcHe Polen ward zuerft von Joh. Kman,
Gilibert, eine Zeit lang Prof. in Wilna, tinterfucht.
(Flora lituanica inchoata, P. 1. 2, Grodn. Vilm. 1781.
1782. 8.) Genauer bearbeitete B. S. Jundzil9 Prof.
in Wilna, diefeFlor. (Opifani* roslin w Prowincyi Li-
iewskiego naturalnie > VVilo. 1811. 8.)
Das öftreichfehe und fudöftliohe ruffifche Poles
durchforfchte W.S. J. G.Beflerf Prof. zu Krzemini*:
in Podolien, aufs grOndhchfte. (Primitiae florae Galt-
ciac auftriacae uiriusque , vol. 1. 2. Vienn. 1809.8
Wir verdanken ihm eine Menge neuer Entdeckungen
1
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I
■
Unterfuchung vaterJändifcher Pflanzen, 369
XII. Ungern und Siebenbargen*
Unbedeutend waren die Trabern ßeyträge zur
ingrifchen TJor von Matth. Piller und Ludw. Mieter-
facher (Jtef per Pofeganam , Sclavoniae provinciam,
Jud. 1784. 4-)> von Stephan Lumnuzer (Flora pofo-
\ienßs% Lipf. 1791. 8.), von Janos Földl [Rövid kri-
ihn es rajzolai a Magyar fuvesz eudomdnyröl. Bett*
>en 1793. 8.), und Sem. Generßch, Arzt in Leutfchau,
Florae feepufienßs e(enchus , Leutfchov. 1798. 8.).
^uch in Robert Townfenf Travels in Hungary, Lond.
797, 4., kommt S. 479 — 4ö4- ein Pflanzenverzeich-
üfs vor.
Aber unfterblich find die Verdienfte, welche
ich Paul Kieaibel, Prof. in Pefth, um die Wiffen-
chaft erwarb, indem er, durch den Grafen Franz
ron Waldfiein unterftützt, mehrere Jahre das ganze
Jngern , das Bannat, Croatien, Sclavonien und ei-
len Theil von Dalmatien durchfechte, und in die*
en reichen Ländern eine grofse Menge der wich-,
igften Entdeckungen machte. Auf Koften des Gra*
en Waldftein erfchienen: Defcriptiones et icones plan*
arum rariorum Hungariae, t. 1 — 3. Vindob. i8o3
— 1812., mit 280 Kupfern ; ein Werk, welches der
•Veygebigkeit des Beförderers und den Talenten des
tflnftlers eben fo viel Ehre bringt, als dem Beob-
chtnngsgeift und der gründlichen Wiffenfchaft des
Herausgebers. Ungemein intereffant ift die Einlei*
ung, welche eine phyfikalifche Topographie von
Jngern enthält.
Nach einem Aufenthalt von etwas Aber vier
tfonate gab Georg Wahlenberg eine Flora carpato-
um prineipaiium , Gott. 1814. 8., heraus, in wel-
her die Höhen - MefTungen der Berge nnd die
Bemerkungen Ober die geographifebe Verbreitung
(er Pflanzen wichtiger find, als die wenigen, Bey«
räge zur Flor.
Glich, a. Botanik, a. B9 f*4
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!
I
^Siebente* Bucht / Sechstes Kapital/ :
Siebenborgen durcbferfclite Joh. Chrift. Gotü,
Baumgartep, Arzt zu Schä&burg,. und lieferte eine
ßnumeraiio fiirpium magno Trans filvaniae principacui
iadigenqrum 9 tom. l — 3. Vindob. 1816. 8.
XIII. Europäifche Türkey.
Unbedeutende Beyträge zur Flor diefer Linder
find in des Abu pomenlco Sefiinif eines grofsea
Numismatikers, teuere fcriue dalla Sicüia e dalla
Turchia, tom.'i — 7. Firenz. 1779 — 1784- »2.» und
in feinem Vlaggio da Bucharefe a Cofiantinopoli, 1794-
8.» enthalten. Auch erfchien eine kleine Flor von
Corfu: Af. Pieri della corcirefe ßora % cent. 1. Cor-
fu 1808.
Aber aufserordentlich war die Ausbeute, wel*
che Job« Sibthorp's Keifen durch Griechenland und
Klein- Aßen lieferten. Durch das RadcliffYohe Sti*
pendium unterftützt, ging er im Jahr 1785, in Gt-
ielifcbaft des trefflichen Pflanze nmaiers Ferdinaoi
Bauer, nach Griechenland 9 und brachte a*ch zwrey«
jahrigem Aufenthalt einen bedeutenden Schatz voo
Pflanzen und Zeichnungen zurück. Noch einmal be-
fuchte er diefelben klafßfchen Länder in den Jahrea
1793 — 1795, wo ihn Job. Hawkins begleitete. Um
eine möglich ft vollständige ßora graeca herauszu-
geben 9 hatte er. taufend Pflanzen -Abbildungen für
zehn Bände in Folio berechnet. Da ihn aber der
Tod übereilte, fo fetzte er den Pacht feines Guts,
3oo Pfund jährlich, zur Beftreitung der Soften die
fer Ausgabe aus. Die Ausfahrer feines Vermacht-
niffes wählten Jak. Ed. Smith zum Herausgeber, und
fo erfchien das Prachtwerk: Flora graeca, voj. 1 — 4-
Lond. 180S — i8i5. fol. Auch gab Smith den P/>
dromus florae graecae, vol. 1 — 4* Lond. 1806—
1817. 8., heraus. Die Kenntnjfs der Pflanzen, be-
fonders derer, die im Diof korides vorkommen , hit
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Unterfuchung Taterl ändifcher Pflanzen. 371
zwar ungemeio gewonnen; aber mit Recht fetzt man
aus, dafs durch die Aufnahme bekannter Pflanzen,
z. B. des Rosmarinus officinalis, der Saivia Hor-
ininum, der Valeriana Calcitrapa u. f. f. , das Werlc
tinnöthiger Weife vertheuert ift, auch dafs viele Pflan-
zen fehlen, die Tournefort fchon gefunden. So
fcheint Kandia nicht forgfältig genug durchfucht zu
feyn.
i
Siebentes Kapitel.
Botanifche Gärten.
I. . In Deutfchlan d.
Einer der älteften und berübmteften Gärten in
diefer Periode war der, den Chrift. Jak. Trew, Arzt
zu Nürnberg, (geb. i6g5,f 1769,) angelegt hatte. Mit
Hälfe des trefflichen Malers Georg Dionyf. Ehret ,
(geb. 1708, f 1770,) der nachher in England lebte,
gab er ein Prachtwerk heraus : Planta* felectae, dec.
1 — 10. Norib. 1750 — 1773. fol. Die drey letz-
ten Decaden beforgte Bened. Chrift. Vogel , Prof. zu
Altorf, nacb,Trew's Tode. Diefer gab ein anderes
Werk: Piantae rariores, dec. 1. 1768. fol", wozu
Vogel noch zwey andere Decaden fügte. Von Ehret
erfchienen in England plantae et papiliones rariores,
lond. 1748— 1759. fol. i5 Tafeln.
Im Oeftreichfchen machte die Cultur ausländi-
ich er Pflanzen aufserordentJiche Fortfehritte. Mit-
glieder der Kaifer Familie waren Kenner und t,ieb-
haber der Wiffenfchaft: mit FreygebigkHt wurdea
botanifche Unternehmungen unterftützt, und die Gro*
fsen des Kaiferftaats wetteiferten in der Beförderung
derfelben.
24 •
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]72 Siebentes Buch. Siebentes Kapitel«
< •
Unter allen botanifchen Gerten des feften Lau-
fies glänzt der kaiferliche Garten *u Schönbronn bey
Wien am meiften vor. Franz i. legte , auf Swie-
ten's Betrieb, im Jahr 1760 den Grund zu den Treib -
und Glasbaufern , rief einen trefflichen Garteckünft-
ler , Richard van der Schot, als Anffeher dahin, und
ichlckte ihn und Nie. Jof. von Jacqtän im Jahr 1754
Dach Weftindien, um feitene Gewächfe zu CammeJo*
und fie zur Bereicherung der Anftalt lebend zu über-
fenten. In fünf Jahren kamen, neben Scbiffsladun-
gen voll Bäume und Gewächfe aus Coraffao und den
wefrindifchen Infein an. Zu diefer reichen Grund*
Jage der botanifchen Schätze in Schönbrunn kamen
noch die köftJjchen Lieferungen , welche Marter,
Boor und Bredemeyer aus Florida, KaroJina und an-
dern Provinzen America's im Jahr 1784 einfandten.
Kaifer Jofeph fl. hatte fie dahin beordert. Brede-
xneyer und Sohöcht gingen von neuem nach Ame-
rica» um, nach des Kaifers Willen , noch mehr zu
fammeln, und kehrten 1788 , mit reicher Beute be-
laden, wieder zurück. Unterdefs waren auch die
Gärtner Boor und Scholl beauftragt , über das Kap
nach der Infel Frankreich zu gehn, von wo Boor
im Jahr 1788 wieder zurückkehrte > ohne jedoch
alle 280 Kiften voll frifcher Pflanzen mitzubringen.
Diefe waren zum Theil auf dem Kap zurückgeblie-
ben. Auch Kaifer Franz II. befolgt in der Beförde-
rung der Botanik die glorreiche Sitte feiner Ahnen.
Nach S. Helena und dem Kap, wie nach BraGlien,
find Gelehrte und Gatte nkünftler abgegangen , von
deren Einfichten und FJeifs ßch viel erwarten läfst.
Des Kaifers erhabene Brüder, die Erzherzoge Karl
und Johann, find Kenner und Beförderer der Wif»
fenfehaft, die den Geift erhebt und das Leben ver*
fchönert. Jacgoin's Hortus fchöaürurmenßs, vol. 1 — 4
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I '
Botanifche Gärten. 373
fienn. 1797. fol.,fteHt die felteiieii; Pflanzen des
chönbrunner Gartens unvergleichlich dar.
Auch der bofanifche Garten dir Üniverfität z«
Vien ward unter J4cquin's Aufficht fehr berühmt«
'euge dafür find der Horms bofanlcus vindobonenfis*
ol. 1 — 3, Vienn. 1770*— 1776. fol., und die lco+
\es plantarum rariorum% vol. 1— -3. Vienn. 1781 —
795. fol. , wozu die Collectanea ad botanicam etc.
bectantia, vol. 1— *-4« fuppl., Vienn. 1786 -1796.
i., als Commentar gehören. Jof. Franz von Jacquin^
er jüngere, ift auf das rflbmlichfte in die FuTsta*
»fen feines ehrwürdigen Vaters getreten. Seins
iclogae plantarum rarwtum aut minus cognitarum9
ol, 1. Vienn. »81 1— *i8i6. fol., enthalten faft lau»
er pflanzen des Wiener Univerfitätsgartens , eben fa
reffJich dargeftellt als unterfucht und befcbrieben.
Für die Gültur öftreichfcher Pflanzen wurde im
ielvedere ein Garten angelegt, und der Aufficht des
^eibarztesr Nie. Thom. Hoft anvertraut. Auch bey
ler Therefianjfchen Ritter-Akademie ift ein vorzügli-
cher botanifeber Baumgarten, deflen Vorfteher Franz
Schmidt ift.
Unter den Gärten öftreichfcher Orofsen, die
3. Freyherr von der Lülie befungen, (An Flora undCe»
es, Wien 1802. 8.), werden der Graf Harrach'fche
:u Bruck an der Leytha , der Laudon'fche in Haders«
lorf, der Garten der Grafinn Kinsky, und die Mit*
rowsky*fcben und Fürft Lichtenftein'fchen Anlagen
im meiften gerühmt; - • *
Auch die böhmifchen Vafallen zeichnen fich
lurch Liebhaberey, und felbft durch Kennerfchaft
ms. Der Graf Jofeph Malabaila von Canal legte
nit Hülfe des Franz Wilibald Schmidt einen botani*
chen Garten bey Prag an, worin auch Unterricht
gegeben wird. Freyherr von Hochberg ftiftete 1806
1
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374 Siebentes Buch. Siebentel Kapitel.
«ine, treffliche^ botaoifche Anlage zu Hlubofch , rot
J. E. Pohl befcbrieben. (Des Freyherrn von Hoch-
berg botanifoher Garten zu HluboCch, geordnet von
J. E. Pohl. Prag 1812. 8.) Der Fürft Anton 16-
jgfor von Ubkowitz unterhält in Prag, der Graf Gas-
par von Sternberg io Brzezina botanifche Garten , it
deren erfterm befonders Alpenpflanzen glücklich ge-
deihen.
Im Bayerfcheit find die botanifohen Gärten der
Akademie zu Manchen, der Universitäten zu Lands-
hut, Würzburg und* Erlangen»
Im Badenfchen find die trefflichen Gärten zu
Schwetzingen bey Mannheim und zu Karlsruhe.
1b Sachfen ift der Privat- Garten des König?,
•ines grofsen Kenners der Wiffenfehaft, zu Pillnitz
der wichtigfte. Der Leipziger Univerfitäts - Garteo
fteht unter Schwägrichen. Noch ift der Breiter {cht
Privat« Garten fahr reich an feltenen ausMndifcbeo
Pflanzen. {Horms Breuer ianus , Lipf. 1817. 8.)
Wichtiger für die Land pflanzen ift die treffliche
Anlage zu Zerbft, von Joh. Carl Conhum gegründet,
und von feiner Tochter Louife unterhalten und er»
weitert. (Handbuch für Gartenfreunde, Tb. 1— 5.
Zerbft 1814— 1816. 8.)
Im Hannöverfchen ift der königl. Garten zu
Herrenhaufen » früher unter der Aufficbt von F. Ehr*
hart, jetzt unter Joh. Chrift. Wendland , der reich fte.
(Schräder et Wendland f er tum Hannover anum , vol. 1.
Gott. 1795 — t797- fol. Wendland hortus herrenhu*
fanus, tom. 1 — 4» Hannov. 1798. *799- fol,
Sammlung ausländifcher und einfieimifcher Pflanzen,
Bd. 1. 2. Hannover 1806 — 1810. 4*) Doch wett-
eifert jetzt, unter Henr. Ad. Schräder* s Auflicht,
der Univerfitits - Garten zu Göttingen mit jenem.
{Hortus gottingenfa fafc. 1.2. Gott. 1809, lSiS.fol.l
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Botamfcie Gärten. "7 37$
Unter den Prfvat- Gärten zeichneten Geh frü*
ier die 211 Schwöbber und Harbke (im Braunfchweig*
chen) aus. Jenen legte der berühmte Otto -von
Aünchhaufen an. Der Harbke'fche , dem Veltheim«
eben Hanfe gehörig, war befonders wegen der gro*
sen Menge feltener au^Jändifcher Bäume undSträu-
her berühmt. Er ward von Job« Phil. Duroi, Arzt
u Braunfchweig, (geb. i74l> t l785J befchrieben.
Die Harbke /che wilde Baumzucht, Th. 1. 2. Braun-
:hw. 1771. 1772. 8.) Davon gab Johi Friedr. Pott$
•raunfehweigfeher Leibarzt, (geb. 1738, f i8o5,)
ine neue Auflage, Braunfchw« Th. 1 — 3. 1795—
800. 8., heraus.
Im Preufsifchen ift der Berliner Garten jetzt
(er reichlte. Er ward es durch dfe Freygebigkeit
Fes Königs, durch Willdenow's Eifer und durch des
etzigen Auf fehers, Otto, raftlofen Fleifs und Kennt«
iiffe. Wilidenow gab ein treffliches Werk: Bor tut
erolinenfis, vol. 1. Berol. 1809 — 1812. fol., mit
ehr guten Abbildungen neuer Arten; ferner Enu*
teratio plan Carum horti berolinenjis, Berol. 1809. 8.;
nd die Berlinifche Baumzucht, Zweyte Aufl. Berl.
81 u 8.
Den botanifchen Garten derUniverfität zu Halle,
lern von 1770—1797 Phil. Kafp. Junghans vor-
fand, habe ich feit zwanzig Jahren zu bereichert
nd nützlicher zu machen gefucht. {Der botanifche
r arten der Univerfuät zu Halle , 1799. 8. Garten*
eitung, B. 1 — 4* Halle i8o3 — 1806. 4« Planta-
um minus cogniiarum pug. 1 . 2* Halae 1 8 1 3. 1 8 1 5.
.) Dem Königsberger Garten fteht Aug. Friedr,
chweigger vor. Der Breslauer ift unbedeutend,
;tzt unter der Aufficht von Lud. Chrift. Treviranus.
n Erfurt unterhält Job. Jac. Bernhardi einen eigenen
efflichen botanifchen Garten. Höcbft intereffani
• *
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ift die Anftalt das Fflrften zu Salm- Dyk, in Dyk
bey Düffeldorf , bcfonders in Rücklicht faftiger Pflao-
zen.
«
II. In den Niederlanden.
Beym Anfang diefer Periode war der botaoi-
fcbe Garten, den ein Arzt im Haag, Mart. Wilh.
Schieencke, (geb. 1707, f 1785,) unterhielt, einer
der reichften. Nach des Befitzers Tode kamen die
vorzüglichsten Pflanzen durch Verkauf nach Schön-
brunn.
Dem Leidener Garten ftand eine Zeit lang Ni-
co!. Meerburgh vor. Von ihm haben wir: AfbeeU
dingen van zeldzaame Getroffen, Leyd. 1775. fol.,
mit 5o Kupfern: jetzt ift Seb. Juft. Brugmans, fo
wie in Amfterdam Ehrh. Vrolik, Vorfteber des Gar-
tens.
Noch gehören zu den bedeutendften Gärten der
von Pur menüer zu Lille, und der BtOffeler unter
Dekin.
III. In Frankreich.
Dem febr reichen Parifer königl. Garten fteha
Renatus Desfontaines und Andr. Thouin vor« (To*
bleau de t dcole de botanique du j ardin du Roi y Paris
181 5. 8.) Aufserdem wurde auch der Garten der
Jofephine Bonaparte in Malmaifon ungemein be-
rühmt. Auf Koften der Beßtzerinn erfchien ein köft-
liches Praehtwerk: J ardin de la Malmaijon 9 par
E. P. VentPnaty vol. 1. 2. Paris i8o3. fol., mit 120
Kupf. Amatus Bonpland, fpäter Vorfteber der An-
ftalt, gab eine Fortfetzung jenes Werks: Dejcriptioa
des plantet f que Von cultive a Navare et ä la Mal-
maifon, livr. 1—6. Paris i8i3— i8i5. foL
r
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w
«
*
*
1
/ , Botamfcbe Gärten. 377
Die botanifche Anlage eines Privatmannes,
J. M, O/j, ward durch Ventenat's treffliche Bear«
beitung der feltenern Pflanzen äufserft berühmt.
(Defcription des plantes nouveltes ou peu connues* cuU
tivdes dans le j ardin de /. M. Celsf Paris 1800. fbl.t
mit 100 Kupfern. Auch : Xhbix de plames , dontla
plupart font cultivSes dans le jardin de Cels, Paris
i8o3. fol., mit 60 Kupfern«) Karl Ludw. U H dritter
de Bruteile (f 1800) benutzte die Schätze der öffent-
lichen Anftalten, der Dombey'fcben Sammlungen und
feines eigenen Gartens bey Paris zur Herausgabe fehr
nutzbarer . Werke. (Stirpes novae out minus cognitae%
fafc. 1—6. Paris 1784. 17*5- fol. Cornus, 1788.
fol. Geraniologia , 1787. 1788. fol.)
Der alte Garten zu Montpellier behauptet noch
immer einen bedeutenden Rang unter ähnlichen An-
halten. Verzeichniffe feiner Reichthümer gaben dia
Voffteber Ant. Gouan (Hortus regius monspelienfts9
Lugd. 1762. 8.), Brouffonet (Elenchus plantarum
horti toonspelienfts , Monspel. i8o5. Ö.)f und Deban-
dolle (Catalogus plantarum horti monspelimfis, 181 3.
8.) heraus. Da Oecandolle jetzt Montpellier verlaf-
fen hat, fo ift Dunal Vorfteher des Gartens.
Dem Garten zuTouloufe fteht Picot-Lapeyroufe9
dem zu Strasburg Nefiler, nach Villars Tode, vor.
Dumont-Courfet. unterhalt einen eigenen Garten zu
Boulogne. Er lieferte ein treffliches Garten- Lexi-
con. {Le botanifte cultivateur9 vol. 1 — 3. Paris
1802. 8.)
* I a.
IV. In Italien.
Unter den botanifchen Gärten Italiens ward der
zu Turin, vorzüglich unter Balbis, der berOhmtefte.
Karl Allioni, lgn. Molineri, Ludw. Bellardi hatten
ebenfalls grofse Verdienfte um die Anftalt« Balbis
* •>
*
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378 Siebente« Buch. Siebente« Kapitel.
gab, aufser mehrern Verzeicbniften : Horti acad*
mici taurinenfis ftirpium minus cogn'uarum iconet et
deferiptiones , fafc. i. Taurin. 1810. 4- Blroii itt
feit 1814 Balbis Nachfolger.
Die Pflanzen dep botanifchen Gartens in Rom
befchrieben Nicolaus Mar teilt, Liberal, und Conftao«
tin Sabbati; 6e find in einem groben Werke mittel*
mäfsig abgebildet. (Horms romaaus, vol. 1 — 7.
Rom. 1772 — 1784. folM mit 700 Kupfern.)
Der ehrwürdige Garten zu Padua fteht jetzt na»
ter der Aufficht des Ant. Bonato. Pet. Arduwo, Prof.
der Landwirtbfchaft zu Padua, war Vorfteher des
ökonomischen Gartens, und gab Animadverfionum
botanicarum fpeeimen 1. et 2. Patav. 1769. Venet.
1764* 4*> heraus.
In Mailand bläht der Garjten unter Phil, ir-
mono; in Pavia unter Domen. Nocca , (NomencUtura
plan Carum, quae in hör so ticiitenfi coluntur. Pap. 18 13.
8.)»* in Pifa unter G. SavL Dem Garten zu Florenz
ftand anfangs Xav. Maneui vor, (Viridarium ßorenti-
numy Flor. 1771. 8.), dann Attil. Zuccagni, Q&yn-
opus plantarum horti.bot. florentini» Flor. 179^ 8.),
und jetzt Targioni Totzetti der Jüngere.
Bey Florenz befafs der Marchefe Nicol. Pancia-
tichi einen Garten, deffen Verzeichnifs Job. ficci*
voll herausgab, (iiortus Panciaticus t Flor. 1783.4 )
Bey Genua, wo Dom. Viviani Vorfteher des
botanifchen Gartens ift, hat die Gräfin n Clelia Durazto
Grimaldi eine berühmte Anftalt.
V. In Spanien.
Der konigl. Garten zu Madrid hatte eine Zeit
lang Cafim. Gomez Ortega zum Vorfteher. {Flora
efpana. Madr. 1791. 4* Novarum out rariorum
plantarum horti matritenßt dec. 1—8. Matriti
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Bottnifcbe Gärten. 379
797 ~ **799- 40 "»in folgte Ant. Jöf. CavahÜles.
Dejcripeion de 1*4 plantas, que demonftrb en las /<?c-
iones publica* del anno 1801. Generös y efpecies
ftf plantas demonftradas en las lecciones publica* de
802. vol. 1.2. Madr. 1S02. 8.) Nach CavanilleA
rode übernahm Zea, und dann Mariano Lagafca
lie Anflicht des Gartens. Der letztere giebt jetzt mit
»imon de R. demente, Bibliothekar, und Ant. San-
lalio Arias, Prof. der Landwirthfcbaft, ein Werk
Iber die Getreide - Arten heraus. (La Ceres efpanola,
1 tratado completo de todas las plantas, cuyas femillas
meden convertirfe en pan.)
•
VI. In Grofsbritannien.
Die Herrfchaft der Britten zur See und die Lieb-
laberey der Grofsen geben den englifchen Gärten
n neuern Zeiten den Vorzug vor allen übrigen. We-
;en ihrer Niederlaffungen in Bengalen, am Kap und
p Neu-Holland find fie im Stande, alljährlich eine
Vlenge neuer Pflanzen zu erziehn, die ßch erft von
England aus über das fefte Land verbreiten.
Der königl. Garten zu Kew fteht an der Spitze.
*Vilh. Alton, (geb. 1731, f »793,) war viele Jahre
Vorfteher deffelben : ergab, mit Dryander's Hülfe,
Jen Bonus kewenfis, vol. 1 — 3. Lond. 1789. 8.,
aeraus, worin unzählige neue Arten trefflich be-
stimmt find. Sein Sohn und Nachfolger, Wilh. Town-
lend Aiton, jetziger Vorfteher des Gartens, gab eine
neue Auflage jenes klaffifchen Werks: Hortus ke-
wenfis, ed. 2. , vol. 1 — 5. Lond. 1810 — 1 8 1 3. 8.,
worin viele neue Gattungen, weniger neue Arten,
aufgeteilt find. Rob. Brown bat den wiffenfchaftli-
shen Theil bearbeitet.
Auch andere gelehrte Botaniker befebrieben
die Schätze des königlichen und anderer G$riea bej
380 Siebentes Back Siebentel Kapitel:
London: fo Karl Ltfdw. VHdrUier in feinem Ser*
tum anglicum, Par. 1788. fol.; Jak. Ed. Smith
in feinen leones pictae* fafc. 1 — 3« Lood. 1790
— 1 7j3. fol. IcQnes plantarum hactenus inedüae,
fafc. 1 — 3. Lond. 1789—1791^0!. Exotic bo-
ianji vol. 1. 2. Lond. 1804 — 1808. 4.; Rieb.
Ant. Salisbury9 in feinen leones fHrpium rariorum,
Lond. 1792. fol., und im Paradifus londinenfis* Lond.
ido6 f. ~4., wozu Wilb. Hooker die Abbildungen lie-
ferte. Die köftlichen Kupferwerke von Henr. An-
drem : The buianißs repofitory , vol. 1— 5. Lond.
1797 — 1808. 4., und Botanical Magazine, von
Curtis angefangen, von Jak. Si/rw und Job. Bellenden*
Ker fortgefetzt, 1801. 8.? enthalten faft lauter fei-
tene und zum Tbeil neue Pflanzen der englifchcn
Gärten.
Unter den akademifchen Oärten Großbritanni-
ens war der zu Cambridge, fo lange Jak. Donn lebte,
der wichtigfte. (Horius cantabrigienßs , i8o4> 8.)
Auch FothergilVs Garten zu Upton (Horms upsonien-
fis, Lond. 1783. 8.), Wilh. Curtis Garten zu Brom*
pton, Job. Blackburne %s Anftalt zu Oxford, Lanca*
fhire: dann die Handelsgärten von Lee und Kennedy
zu Hammerfmith, von Conr. Loddiges zu Hackney,
waren und find zum Thtil noch ungemein reich an
feltenen, neuen und köftlichen Pflanzen. Der Uni-
verfitätsgarten zu Edinburgh ftebt unter Rutherford.
■
VII. In Dänemark und Schweden.
Der Garten der Univerfität zu Kopenhagen hat
in den neueften Zeiten durch J. W. Hörnemann fo
fehr gewonnen, dafs er den reich ften an die Seit«
gefetzt werden kann. (Horius regius botanicus hafnh
enfis, vol. i. 2. Hafn. i8i5. 8.)
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Botanifcfae Gärten. 38I
■
Dem Garten zu Upfala ftebn Karl Pet. Thunberg
und Georg Wahlenberg 9 dem in Lund Karl Ad«
Agardh war.
VIII. In Rufsland.
Der reichfte Garten in Rufsland, und einer der
hedeutendften neuerer Zeit, ift der des Grafen Alexis
Razumofsky zu Gorinka bey Moskau, deffen Aufle»
her Ferd. Fifcher ift. Früher war der Garten von
Procopius Demidof in Moskau fehr wichtig. (Enu« Xl
meratio plantar um , quae in horfo P. a Demidow vU
gent. Mose. 1786. 8.)
Der botanifch* Garten der Univerfität zu Dor«
pat, von J. A. Weinmann angelegt, {Der boianifche Gar-
ten der Univerfität Zu Dorpat, 1810. 8.), fteht jetzt un-
ter Ledebour; der zu Wilna unter Jundzilp der zia
Krcemimec unter Beffer,
<
IX. In America.
In Nordamerika , wo das Studium der Botanik
in neuern Zeiten ungemein viele Freunde gewonnen,
find treffliche Anlagen zur Cultur in -und ausländi*
feber Pflanzen gemacht, worunter befonders die Gär»
ten von Wilh. Hamilton, Woodlands bey Philadel*
phia von Wilh. Bartram am Delawar, und von Da v. *
Ho/ackiuElgin bey Neu York gerühmt werden. Der
letztere ift neuerlich durch Ankauf ein öffentlicher
geworden. Auch Peck9 Prof. des Cambridge* Col-
lege bey Boftoo, unterhält eine treffliche Anhalt,
worin americanifche Gewächfe gezogen werden.
In Südamerica hatte der unfterbliche Mutis ei-
nen herrlichen botanifchen Garten zu Sta Fe de Bo-
gota. Auch zu Olinda und Rio • Janeiro in Brafilien
Gnd botanifcfae Gärten.
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j82 Siebentes Buch. Siebentes Kap. Botanifche Gärtet
Es find äuCserft wenige Fieber rtitenfchlkher
Kenntniffe, die in kurzer Zeit fo aufs er ordentlich^
Fortrehritte gemacht", und in allen einzelnen Thtb
len fo gieichmäfsig ausgebildet worden , als die Bo<
tanik in den letzten achtzig Jahren. Auch ift zu er«
warten, weon derfelbe Gang fortgefetzt wird, da&
fie bald eine Höhe erreichen wirdy zu weicher dia
übrigen Theile der Naturkenntni£s vergebens empor»
ftreben.
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I
I
■ r ♦ •
.-
■ ■ I — — — —
■
I
2 u T ä t z e.
5. 326.
. I
Cere hat eine Refchreibung der Pflanzen des
Gartens zu Mont-Plaifir auf der Infel Frankreich
herausgegebent die dort gedruckt ift.
Pet. Rem, Willemet, in Nancy 1762 geboren,
begleitete im Jahr 1788 die Gefandten desTippo-
Saib nach Indien. Da das Schiff bey der Infel Mo«
ritz anlegte, fo fammelte er mit Eifer eine Menge
Pflanzen, die, ati Miliin gefandt, von diefem be»
kannt gemacht wurden. {Herbarium maaritiunum,
Lipf. 179^. 8., imd in Ufteris Ann. der Bot. St. 18.)
Willemet ftarb zu Seringapatnam 1790.
6. 3 28. M v
Qlivier und Bruguiire wurden im Jahr 1792 von
der franzöfifchen Regierung nach Perßen gefchickt,
um die Naturgefchichte und den Hände] aufzuklären.
Obgleich Olivier Geh vorzüglich der Entomologie,
und Bruguiire der Kenntnifs der Würmer und Schaa*
lenthiere gewidmet, fo blieb doch die Botanik nicht
ohne Gewinn, Olivier gab die Befchreibung diefer
Reife heraus. (Poyages dans fempirp Othoman, l'E-
gypee et la Perfe, vol. 1 - 3. Paris 180 4.), und
beide brachten eine Menge trockener Pflanzen und
Saamen zurück.
1
S. 329.
Durch Lefchenault, den Begleiter des Kap. Bau-
din auf deffen Zuge nach Neu - Holland, wurden die
merkwürdigen Pflanzen der fundxfchen und molucki-
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384
Zufätze*
{eben Infeln bekannter. Durch Krankheit im Jabr
i8o3 auf Timor zurückgehalten, ging er nach Java
und Madura, von wo er 1806 nach Philadelphia ab-
ging und 1S07 in Frankreich ankam. Wir kennen
eine treffliche Abhandlung von ihm Ober die Gift*
pfbn*en Javas: Strychnos Tieute und Antiaris toxi-
caria, in den Ann* du muß 16. p. 459—482.
L. A. G. Bofc war im Jahr 1798 auf eigene Ko*
ften nach Charlestown gereifet , hatte befonders die
Gräfer und Schwimme Karolinas unterfucht, und
eine Agroftographie von Karolina ift von ihm zu er*
warten. Im Dictionnaire dlüßoire naturelle , wel*
ches Deterville herausgiebt, find die botaxüfcben
Artikel von ihm.
♦
s. 337.
Auch der Aufenthalt Poiteaus, eines unterrich-
teten Gärtners, auf 3. Domingo in den Jahren ijqS £
ift der Wiffenfchaft nützlich gewefen. Vom ihm
ftehn mehrere Beobachtungen in den Annales du muß
Von dem Aufenthalt des trefflieben Forfchers C. F.
Richard in Cayenne haben wir noch keinen voll-
f tandigen Bericht erhalten.
•
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Verzeicbnifs
i ■
d er
Schriftfteller uhd merkwürdigen Perfonen.
oh. Abbot 364. Jof. Banks 305. 341.
rr. *Karl Achard 314. Jak. Barrel»« 134 — 137.
lr. Acharius 263. 278 367. ... Barbeu- du-Bourg 355.
flieh. Adanfori*258 286. 287. 3*4» P. Barrete 537.
id. Afselius 335. Biagio Bartalini 3^9.
varl Ad Agardh 367. 38i. W ilh. P.C. Barton 336.
ft'ilh. Aiton 379. Job. Barrrffm 333«
/V ilh. TownC Aiton 379. Wr. Barrram 3^4 38i«
. B. v.' Alberrini 279. Ferd Bafü 359.
rob. Aldini 131. Hiob Balter 25a.
Url Alliooi 359. 377. ... BAtard 355.
Url Alfton 264. A. J. G K. Batten 279. 298,
oh.Florunond de St. Amana 356. Joh. Ant. Battarra 279.
Jarthol. Acnbrofini 129. Fr. Bauer 344.
Jyacinth. Ambrofini 129. , Joh. Chrilt. Gottl. Baumgarten
oh Ammann 198. 351. 370.
>aul Ammann 36. n6. Guid. Aug Barin 31a.
oh. Aoderfori 366. Joh. Beale 6. 24.
ienr. Andrews 275. 380« Sim. Beaumont 119.
rt. A. de TArbre 357» de Beauvois 256.
»et. Arduino 578. * A. M. F. J. Paiifot- Beauvoia 37a.
»hü. Armano 378. 325.
gn. d.» Atto stii. G. Bell 317.
?uf. Aublet 338. Ludw. BHIardi 377.
V. Aubert du Petit- Thon tri 3ao* Joh. Bellenden -Gavyler, f. Ker.
3»7« ' Karl Aug. v. Berken 245. 350.
Pet. Jon. Bergius 274. 325.
\ Sarrabat de la BaiHe aag. Veit Bering 196.
oh. Bapt. Baibit 359. 377, Joh. le Francq van Berkhey 369.
oh. Banilier 66. Anton. Bivona-Bernardi 360,
Geich, d, Botanik« a, B* * 25
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386
Verzeichnis
Joh. Jtc Bernhard! 264. 3°9 575-
Ant Bertoloni 559.
W. S. J. G. Baffer 568- _58i-
Bafil Beftler 123*
Fr M trieb «II von Bieberltein 53a,
Jak. Jul. U Billardiere 523. 344-
J. A. F. Biria 276.
Joh. Biroli 359. 378«
Joh Blatkburne 38c* '
Joh. Btackftone 217.
Patr. Blair 174 aa9« »3*
Ger. BUüus uti.
Jak Bobart 15. 114.
Paul Sil?. Boccone 26. 137—140.
21t.
Georg Rud. Böhmer 306 35r*
■ 1
Herrn. Boerhaave 116. 159«
C V. de Boüüeu 545.
Jak. Baiton 277. 279.
Leendert Bomtne »53»
Fran» Bonaroy 355.
Ant. Bonato 378.
Jof. Boofiglioli 14 r.
... Bonnemaifon 35£
Karl ßoooet 312.
Amat. Bonpland 340. 37&
Jak. Bontiua 67.
M»>r. Balth BorkbauTen 2gt.
J b. G Bory- Vincent 326. 527»
L A. G. Bo^ 384,
Kasp Bofe 125.
, . . Boucber 355.
Rar.l Bouvard 9a.
W ilb. Bowlei 36T.
■
Hob. Boyle 8-
Mich. Boym 67.
Bob. Bra.onoot 31$.
Bich Bradley 165 229.
Fr. Ant von Braune 347,
. . . Breiter 5?4«
Jac. Breyn 121.
Joh Phil. Breyn 122.
Sam, EL v. Bride! 277»
Joh. Brlgnoli 358^
Cl fcromelius 152.
Guid. de la Brolfe 92,
Joh Brofterhua lao.
Fei. ATell. Brotero 5624
Arth. Brougbton 365.
P. M. A. Brouffonet 326. 377.
Joh. Browal 238-
Bob. Brown »74. 276. 5©t. 544.
Patr Browne 336.
W. G. Brovrne 324.
Jak Bruce 324
Seb Juft. Brugmant Z7&4
L. ßrugnatelli 314.
. . . Bruguiere 383«
Fr Buchanan 329»
Chr. "Trau*. Bacher 3£x.
Pet Jof. Buenos 354. 5574
Ad. Buddle 45.
Georg Bernh. Bulffioger 223.
• . . Bultiard 25b. 279 554.
Joh. Ant. Bumaldua 141.
Joh. Henr. Burkhard itf.
Joh. Burmaan 208.
Nie. Ler. Busmanu
GraF Joh. Bute 3Ö3-
Dav. Siegm. Aug Büttner 255.
Joh. Chrili.Bux.baum 193 —
212.
ftud. Ja"k. Omer an* as 35. 175.
Balrh Campi 140.
Mich. Canapi 140.
Grat Jof. Malabaüa y.Cmial 575*
Pet. Carrera 141.
Job. Caieariua 69»
F. P Gaffel 299.
Henr. Caffini 276»
Pet, Caltelli 132.
Ludvr Caftiglioni 334*
Mich Car**by 203« 204.
Füric della Gatiolica 4)2.
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der Sehr iftf teil er und merkwürdigen Perfonen, 387
Franz Phil. CavaFKm 141.
Ant. Jof. Gavanillea 276. 339
34 V 3^«- 579»
Phil. Cavolini 354.
J. M. Cela 377*
Ol. GelCua 217.
Joh Nie. ?oa CerS 32$. 353,
Adelb. von Charmlfo 350,
Girod- Chantrans 260.
P. F. X. CharJevoix 333,
Job, Chemnitz 14g.
Dom. CiriKo 300.
D. Clark 336.
Joh Cbyton 351»
Andr Cleyer 67.
Aug. Clutius 80.
Andr. Cnöffel I2ga
Barnab Coba 6a.
Cadvrallader Calden 332»
Jenny Colaen 333.
. . . Collorab 258.
. . . Collet 354.
Joh. Comm«lyn 116.
xaip Commelyn nöi
Phil. Coramerron 516.
indr. Comparetii 308,
denr, Compton 1 13.
iarr Mar. de U Coodamhio ao6.
207.
dk Cook 341.
.*k Phil Gornuti 94.
o(. Correa de Serra 298.
oh. Carl Certbura 374.
„nuiie Corthum 374.
>onav. Com 25g.
Ienr Cotta 319.
ül Vitr. Coulon 317«
)uraont Courfet 377«
)aa. Co* g. 35.
)av. Crantz 334.
{eni. Joh. flepom. Cranta Duboia 557,
Jalc. Cunningham 79.
Franz Cupani 1^2.
Wilh Curtts 363 380#
P. Cuifon 276.
■
*
Sam. Dale 45.
Thom Pr. Dalibard 355*
Wilh. Dampfer «7.
Erafm. Darnin 31g. ,
. . . Daubenron 354»
Humphry Davy 316. ^
Aug. Pyr. DecandoHe 273. 276g
«97. 304. 341. 354. 377t
. . . Dedu 20.
Karl Deering 217.
A. Dekin 353. 376*.
, . . D^lile 323.
Proc D^midbf 3Ri. .
Aug. Wilh. Dennftedt 35a,
Vty Denon 313.
Keoat. D^arontainea 323. 57G«
«, . . Deamaaieres 353«
• . . Desraoueux 354.
N A. Desvaux 276. 355. 357.
Jak Dickfon 365.
Kenelm Digby f.
Joh. Jak. Dilleniua 51. 166— 1714
219—223.
Joh Talb. Diüon 361.
Lew Weft Dillvryn 262. «78*
Dion. Dodart 21. 95.
J W Döbereiner 312.
Katb. Helena Oörrien 349*
Jof. Domhey 339» ,
Vital Donau 249, >.
Jaks Dono 38°»
Sana. Doody 45*
Wük Drefky 271.
£. W Drümpelmaon 36^
Jon. Dryander 155. ag^.
04, \, Crell 315,
,.. Dula* 35 \*
1& f , £>u«*l 27$, 577,
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3iZ
Verzeichnis
„ . , Dupary
J. P. Du Hui 575.
Jeunrf Duvai 348*
Job Georg Ouveroot 2134
Georg Dioo Ehret 57 *•
Fr Ehi ah ago. 574.
Lor. Ei' hl lad 147.
Henr Eiohuf 320.
Guft Ekeberg 325,
Job. Ellia 25a 253.
Joh. Siegm. Ekholt* 126.
Chrift Henr Erodiel 213.
Andr. Ein. Ellinger 271«
Matth. Fabregou 3£4.
Pbii. Conr. Fabriciut 245.
Guid. Ciefc Fagon 95.
Joh. Pet. Falk 331.
JoK Bapt. Ferrarj 132,
Ludtr Fcuillee 187— i£9-
Henr. Ficinua 351.
Ferd. Fifcher 273. 299 581.
Steph.T Flacourt 80.
Henx. Guft Fiörke 2go.
Jan. Foldi 569.
Fcl Fontana aGi.
Thom Forrelt 343» •
Per Fortkol 32 a'.
Georg Forfter 542.
Joh Reioh. Forlter 54a«
Joh. Foibergill 330.
• . . Fourmault 354.
G F Frank ▼ Finkenau 9. 143.
J. Frank 144.
F. J. Frenael 318.
Amad. Fresier 189.
W C. Friebe 568.
E M Fries 280. 567.
Joh. Aloyl. Frölich 271»
Georg Fuiren 151.
Henr. Chxift. Funk 347. 348.
G. Gärtner 549-
Jof. Gärtner 262—264. 289-291
AI. Chrift. Gakenhof i$6.
Jof. Garidel 215.
... Gatereau 356.
Joh. Gandin 27r«
Sam. Generlich 369.
Claud. Jof. GeoEfroy
Steph. Frana GeoßVoy 164. 250.
Joh. Gotti. Georgi 531.
Lud vr. Gerard 556.
Traug. Gerber 196.
Joh. Gtsner 245.
Joh. v. Geuns 353*
Job. Em an. Gih bort 357. 368«
Jof Ginannt 251.
Jof. Mar. Giovone 3* 7»
Chrift. Girranner 515.
Joh Bapt. Giudtce.
C. Giulio 316. *
Karl Ludw. Gladbach
Joh. Gottl. Gieditfch 259. 34$.
249. 349.
Wiih Fr. * Gleichet, 263. *£f.
Karl CänTc. GmeUn 3^.
Joh. Fr. Grnelm afta. ^49.
Joh. Georg Gmelio 196 — 202.
Sara Gottl. GmeJin 253 35°*
Job. Wolfg. v. Götbe 302*
Sara- Goodenough 272.
Dav. de Gort er 553. 363.
Joh. Gottlched 147.
Aot Gouan 356. 377«
Eb G. Graff 352.
Job. Chrift. Fr. Giaurnüller 552.
Nehera. Gretr 10 — 15.
Clelia Ourazao Grtmaldi 378.
Herrn. Nie. Grimm 69.
Dav. Henr. Grindel 3°8»
Gabr. Grisley 142.
Job Fr. Gronoviui 331*
Mich. Grubb 325.
Joh. Ant. Gülden ftä\U 53 1<
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der Schriftfteller und merkwürdigen Perfonen. 389
Job. Steph. Güüttard 253. 30$.
357*
. • . Guillemeau 355.
Job. Ern. Guonerus 36&
•
Karl Ludw. Hablizl 531«
Balth. Hacquet 347.
Thadd. Häoke 352.
Steph. Haies 228.
Alb. von Haller 314. 215. 245.1
346. 349.
Heor. .Ludw. du Hamei du Mon-
ceau 313.
Willi. Hamilton 38 1.
Chrift. Fr. Harles 521.
Fr. HafTelquilt 322.
Adr Hardy Haworth 273. 277.
Job Ern. Hebenftreit 175. 205.
Job. Hedwig 256. 258. 202. 263.
307.
. . . Heinselmann 196.
Lor. Heilier 246.
Fr Xav. Heller 348.
Georg Andr. Hellwing 213.
Joh. Uapt. van Helmont 24«
Job. Fr. Henckel 230.
Graf Leo Henckel von Dooners-
niark 352. *
Kath. Henl haw 9.
Paul Hermann 36 — 4°* 1
Siegm. Fr. Hermbltädt 319»
Frans Hernandes 61.
Job. Heor. Heucher 224.
Beoj. Heyne 339.
Job. Hill 252. 263. 288. 36s.
... v. Hochberg 373«
. . . Hocquart 353.
Georg Fr. Hofmann 275. 276«
Job. Mor. Hermann 124«
Mor. Hofmann 124 i48*
Gr Hofniannsfgg 338 361,
Tbeod. Holmfkiold 279.
Gerb. Aug. Honckeny 345.
Rob. Hook 9.
Wilh. Jackl. Hooker 277. 34 !•
363. ^66. 380. ^
Dav. Henr. Hoppe 347. S48 35t.
Tob. Conr. Hoppe 352.
Job Wilh. Hornemann 365. 38«. •
Nils Horrebow 366.
Dav. Hofack 38 1.
Nie. Tbom. Holt 271, 547. 375.
Pet. Hotton 116.
Wilh. Houftoun 204,
Mart. Houttuyn 282»
Wilh. How 150.
Fr Huber 316.
Wilh. Hudlon 362*
Griff. Hughes 336«
Alex. v. Humboldt 276. 315. 540.
34'- 35«.
Alex. Hunter 517.
>
Ed. Jacob 364.
Jof. Frans v. Jacquin 375.
Nie. Jof. v. Jaccjuin 274. 276.
336. 346. 37».
Georg Fr. Jäger 504«
Chr. Fr. Jarapert 3°5*
Aug. Jaume St HiUire 298* 354*
Ludw Am and. Jauftin 361.
Jak. Jrnkinloo 362.
Job, Ingenhouls 259. 313. 314.
51b.
Thom. Jobnfon 149.
Mart. Dan Johrenius 212.
Dion. Joncquet 94.
Wilh. Jones 329.*
P. E. llert 324.
Ant. üanty d' Ifnard 165.
B S. Jundztl 308. 38i»
Joach Jung 27 — 29.
Ludw. Juogermann 114 i48*
Phil. Kasp. Jungbans 375.
Ant. Juüieu 163,
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399 Vetteichnife
Int Lor. ▼. Juffien — *9<S
Bern. Julü'-u 351. 292.393»
Jol* JulUeu 20t. 207.
♦
Endeln. Kampfer 19°— "'9V
Abr. Goith. Kahn er 265.
Pet. Katm 535.
Georg Jof Kamel 78«
. . . K*nnc 1y 5#o. y
Joh. Bellenden - Ker 374. 5flo.
Job Sim. Kern er 549.
• . . Rick* 353.
Dieir. Georg Kiefer 311«
Fr. Ki<i£eUr 117. K19.
P. Kiiaibtd 5b9»
M Klot« 3ib-
Ciinft. Kuaut I53«
Curiltopb Koautb 46. 145«.
Theod Ant. Kuight 319.
'Joh. Hieroo Koipbof 22$\
G*org Ludvr. Köler 271.
Joh. Lad Chrilt. Köüe 271'.
Alex örrnh Koiptn 550
Joi. GotiL Köireuter 256* 263,
21 ;g
Jol» Gerb König 272. 323.
Fr Körte 348*
Ac^ de Koker 120.
H Koller 359.
G*orp Wolf* Kraft 313.
Joh. Georg Uenr Kramer irf».
Steph KraUhemanikow i<#.
Dav K«eg 66. t
Ant K»ocker 309.
Ant Jol. K rock er 353* *
K*ri Kunih 340. S5°k
Gu(t. Kuaue 2go«
Pt* KjUin| 152,
Joh% Bapts La.ba* 205.
Mar L*g*foe a7ö. 3;<j,
Joh. Mepora. ?. Laicäartiag 545.
Joh Bipt Lamarck 183 296 *9?.
555.
Aylmer Bourke Lambert 374.
. • . Lamourenx 357-
J V. F. Limooroux 2?g.
W. A F. Lampacriua 516,
Job. Max. Lanciii 230^
Job. Lau dt 360.
G. Langsdorf 35*.
Phil. Picot-Lapejrroufe 35^.377.
Thom. La«rfon ^
Fr. Laxmann 331.
C. F. Ledebour 3g i„
Lee 3S0. •
Job. Dan. Leera 349»
Ant. t. Leeuvrenboek. ig. 19.
F A. LeFebure 315.
J G C. Lehmann 275.
Gotifr. Wilb ?. LeibniU 156«
A L. S Lejrune 353.
Joh Dietr. Leopold 215,
Iw Lepechin 3^1.
. . . Lefchenau/r 5^3.
. . . Lerufeoudoij 355»
M Lewia 336.
Fr. Wilb. f. Leytter 351.
Karl Ludw. L'Henticr de Brutelle.
377- 38«.
Ed Lhwyd 45.
Ant Aog. Henr. Lichten ftei 11257,
Henr jLicbtenftein 32$,,
F K Lieblfin 349.
Joh. Light foot 364,
Sam. Liijeblad 367.
Joh Linder 217.
Fr Balth. Lindern 215.
Henr. Fr. Link 14a. 257. 2go. 3ro.
Karl ?. Linne 251 — 343. 25t.
254 «84- 301.
|Car| L»nne' de? Sohn 243.
Alan. IMwv iou -
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der SchriftfteMer und merkwürdigen Perfonen. 39 1
Pufft Ant. 4fid. vom Lokkowita
374-
Conr. Loddigea 58a,
P. Löfling 558. 3fii»
Tob. Lölel 147.
f. L. A -Loiieleur Deslongcbaanps
354-
Fr Wilh. Londea 55°»
Adr. Loosjea 3^3
Job. -de Loureiro 329* .
Chriit Gotri. Ludwig 206. 044.
C. v. der Lut.e 3~3-
Stepb. LomoicsVr 369*
G*org Stuart Mackenzie 366.
G F. Maxckiiu
P. Mignol 59.
P. Malafpina 345.
M. Malpigbi 15™" *fr
Xav. Maoerti 378-
INI. Mappus 12fr. r49,
Job Fr. Maratti 263.
Georg Marcgraf 64.
Edme Marioitp 22.
Job Marin 32a.
Fr Marlchall von Bieberftein 33a.
Wilb Mar*den 328
Humphry Marl hall 334.
Ludw. Ferd. Marü^ü 250. 2$it-
Nie Martelli 578.
Fr. Martens 88*
Fr Phil Martiui 278» 348*
Thom. Martyn 364.
JA, v. Marum 316.
Jol Marzari • Pencati 35$.
Fr. Maüon 274.
P. Matiei di S. Giufeppe 69. 129.
Graf Heofr* Gotik. Mammen ka
35*. *
Ken. Moreau de Maupertirii sog.
.Tob. Frans Mauroceni 224.
*Joh. Chrift. Andr. M«yer 3©8«
Job. Nepom. Mayrhofter $48,
Job. Mazzurato
Fr. Kaum. Medicua 256. *go. 305«
Nie. Meerburgh 376.
Dav Meefe 269. 289. 555.
Job- Ludvr. Georg Meinecke 504*
Alb, Menteel 148*
Cbrift Meritzel i45« i^fi*
Arcliib. Menziea 335*
X, V Me*rat 355.
Mar. Sib Mertarr #2«
. . . Merlet de la Boülave Z55*
Cbrift. Merret 150. *
Dan. GoTfl. Meflerfchmid 192,
Henr. Jul. Merenberg 212.
B. Mryer 349.
Job. Chrift. Fr. Meyer 320.
Andr. Michaux 335.
F. A. Michaux 335.
Pet. Arn Micbeii ^6 — 173.224»
Job. Miller 213. 3^3»
Phil. Miller 218-
Thom. Millington 14.
C. F. Brifleau-Mirbei 309. 3ir.
Job. Mitchell 247.
Ludw. Mitterpaclrer 369.
Georg Fr. Moiler 264. ,
Cöor. Mönch 281. 349.
M. H. Mohr 261. 277.
N. Mohr 366.
Joh. Henr. Dav. Molaenhavrer
3<>7-
Job. Jak.* iPaul Moldenhawer 31 1»
Job Ipn Molina 359.
Ign. MoJineri 377.
Karl Ebrcnb. v. Moll 347.
Ludw. Wilh. le Möbnier 356»
Ovid. Montalbanui '141.
Jof. Montt 173.'
Jof. Moretti 558.
Bob Moriion 29-^35»
Sara Morland 164*
Henr« AJühlenbe/g 334«
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392 veree
Orto Fr. Miller »54. 257- *$9-
265. 3*5.
Otto v. Münchbaufen 254. 575.
Abr. Mtiming 120.
Henr. Muiiting 120»
Joh. Andr. Murray 2R2. 517. 550*
Graf Apollo Muüin Pulcbkw 352.
1 . . Muftel 3*7«
Jof. ColeU. Mutie 539. 38
Graf Morita von Nailau- Siegen
63-
Cbrirt. Fr. Neffe 316.
Nat. JoL v. Necker 255.263.353.
H. Nectoux 523.
Lud. Nee 343-
Turberv. Needham 259.
C. G. Neea von Elenbeck 258.
280.
C. G. Neltler 276. 377.
Jak.. Newton 45*
Carrion Niebuhr 32a.
Chrift. Ludvr. Niulch 262«
Dom. Norra 359. 37g.
Job. Ant. Nollet 316.
Ferdin. de Noronba 343.
Georg Chrift. v. Oeder 237. 365.
Nie. Oelhafen 146.
L. Oken 209.
Eggert OUlfcn 366.
OL Olaffen 366.
Joh- Goitfr. Oleatiua 126.
Jol. Olivi 253.
G. A. Olivier 383«
Ca/im. Gomez de Ortega 361. 378.
P. Oibek 318-
. . . Otto 575.
. . : Outbier 208.
P. Paauw ix6«
A. M. F.J. Ptlifot-Beauvoit 272.
3*5.
P. S. Pallas 353, 277. 330.
J. W. Palmftruch 3Ö7.
Nie. Panciaücbi 37g.
Thom. Pancoviua 153.
Georg Wolfg. Ptoser 27a.
Joh. Parkinfon 97—99.
Ant. Au». Parmentier 376*
Jac. Parloni
Criip. Paflaus 120«
A. F. Paffy 555-
W. Patterfon 525*
Sim. Paulli 151.
JoL Pavon 539.
... Peck 58i.
Thom. Percivall 313.
Don Peroetty 34t.
Claud. Perrauit 20.
Chrift. Henr. Perfoon 2179. 234.
Vinc. Petagna 360.
Jak. Petiver nr*— 113.
Joh. Andr. PejiTonel 2£r,
Joh. Piccivo|i 578.
M Pieri 370.
Matth. Piller 569.
Kasp. Pilletier tßu
Wilh. Pifo 04.
Ant- Wilh. PUl 22$,
Aug. und Fr. Ple'e 355.
Rob. PJot 1S0.
Leon. PJuknet t fOj
Karl Plumier »To1— 187«
Bich. Pococke 321.
J. E Pohl 55* 374-
J. L. M Poiret 3*4-
. . . Poiteau 355- 384-
P. Poiw 526.
Joh Ad Poilich 349-
Cyrua Pollini 320. 358-
Jul Pontedera 173« 216,
Joh Fr. Pott 375.
• • Pourret 356*
Biarne PoveKen .366.
Jol. Prieftley 3*4*
F. PtirXh 555%
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der ScbriftfteJIer und merkwürdigen Per fönen. 393
VT. Ouenfel 367.
lof. Quer y Marlines 361-
Fak. Coro. Matth. Radermacner
5*>8.
Karl Gotd. Rafn 3«5. 3$5.
. . . Racnond 356.
Jon. R am us 217.
lf. Rand aift.
Ambr. Rau 348*
Job. Ray 7. a$. 40 — 46, 140.
Graf Alexia Razumofsky 330.
38i.
Joh. Rea 115.
Ren. Am. v. Rlaumor 164.
Joh. Fr. Rebemifch 35<>- 35»»
P. J. Redouti 273.
Henr. Regiut 119.
Abr. Rehfeld aia.
J. J. Reichard agi. 349.
Georg Cbrifc. Reichel 306.
Heior. Goul. Ludw. Reichen-
bach 351.
Joh. Alb. Henr. Reimarui 253.
Jof. Reiner 547.
Rieh. Reihen 364.
. . . Renault 555.
Jleneaulme 91.
Andr. Joh. Retaiut »80. 567.
Gottfr. Reyger 35»«
Ludw. Rcynier 353«
Henr. Adr. v. Rbeede 69 — 74.
Claud. Ludw. Richard 298- 384«
Per. Richter de Belleval 88 — 9°«
Joh. Wilh. Ritter 316.
Aug. Quir. Rivinua 47""5<>*
Joh. Robin 90. 93.
Vefpat. Robin 9 t.
Tancr. Robinfon 45.
Joh. Chrift. Rohling 34&
Joh. Jak. Römer 284. 345«
Jak. Roggen 141.
Geich, d. Botanik, a. B.
Wern. Rolfinck 125.
Wilh Rofcoe 27a. 300.
Alb. Wilh. Roth «58- »63. a8o.
34^. 35i.
F. Irloth v. Schreckenftein 343.
Chrift. Fr. Rottbvll 3a8. 338-
. . . Roucel 353-
... de Rouffel 355.
Wilh. Roxburgli a73- 3*9«»
Joh. Roy er 126.
Ol. Rudbek 50. 127. 15a.
Ed. Rudge 358. 543*
Karl Afru. Rudolphi $io*
Joh.. Phil. Rüting 349.
JJippol. Ruis 339.
Geerg Eberh. Kurnphiua 74—78-
Henr. Bernh Rupp aia.
Alex. Rulfel 3aa. , ,
. . . Rutherford 3go«
F. Ruyfch 116.
Gabr. Raacsyoaki aifr
Conft. Sabbati 360. 378*
Liberat. Sabbati 3*5°. 378*
Rieb. Aot. Saliabuiy 274« *75*
3°o. 343- 380.
Fürft G zu Salm -Dyk 375. 376.
Georg Santi 360.
P. Sarrabat de la Bailfe 339.
Fr. Boilüer de Sauvages a<$8»
Hör. Bened. de Sauffure a6o. 306.
Tbeod. de Sauflure 3«
Cajet. Savi 360. 378*
. . . Savigny 3a3.
Job. Hieron. Sbaraglia aa6.
Joh. Chrift. Schiffer 379. .
Karl Schiffer r45-
Günth. Chr. Schellhaminer 47-
ia6.
Fr. Jof. ScheUer a68w
J. Scherbius 349«
Joh. Scheucbaer 171.
26
1
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394
VerzeicbniCs
Job. Jak. Scheu ehr er aij«
Joh. Mir. Schier* 245«
Chrift. Schkubr 272. 277. 2go.
• . . KaHneique» Scbrnala 560.
Kafim. Chrift. Schmidel 248-
Fr. Schmidt 547. 373.
Fr. WiliS. Schmidt 352. 573.
Joh. Chr. Schmidt i%o.
Gotil. Schober 192. *
Joh. Div. Schöpf 33£i
Fr. Ad. Scholler 35t.
Rieh, van der Schot 3Jr.
P. K. A. Schouiboe 324.
Htnr. Ad. Schräder 345* 374«
Joh. Chrift. Karl Schräder 314»
3>9-
Fran* de Paula Schrank S«£. 347*
548-
Joh. Chrift. Dan. Scbreber 270.
35i.
Fr. Roth v. Scbreckenfrein 548.
Jof. Aug. Schultet 284. 347* 548*
Karl Fr. Schult* 350,
Flor. Schuyl 116.
Fr. Schvrdg riehen 277. 278. 374.
Aug. Fr. Schweigger 34$. 375.
L. D. v. Schweinita 279.
Man- Wilh. Schwencke 3764
Kasp. Schwenakleld 144.
Joh. Ant. Scopoli 255^ 289. 346.
Alb. Seba 211.
Ant. Sebafüani 360«
Jof. von Seenu» 358«
Franz Seguier 558.
Joh. Senebier 314. 31G. 5l8i
W. C. Seringe 275,
Dom. SeJtini 370«
Thom. Shaw 2064
Wilh. Sherard gl,
Piob. Sibbald 150.
Joh. Sibthorp 364. 37p«
Joh, Georg Siegeibek 258.
Job. Sierers 53**
Jak. Sima 3£o«
Hans Sloane 83-— 87*
Jak. Eii. Smith 262. -277. a&
3ao. 543. 564. 58°-
Greg. Sobolerffki 363«
P. Sonnerat 32g. 345.
Gir. Soulavie 341.
Jak. Sowerby 262. 279. $65.
Li». Spallanaani 256. 259. 267,
Andr. Spermien 325.
Ott. Sperling 126.
Joh. Reinb. Spielmann 357.
Adr. Spigeliui 27.
Chrifu Konr. Sprengel
K. Sprengel 26s *7& 3*». 509,
36«. 375.
Joh. Stack houfe 27g.
Joh. Georg Wilh. Starcken 216.
Georg Wüh. StelJer 196.
Fr. Stephan 56$.
Fr. Sterbeek 15 1.
Graf Kaip. v. Stern berg Z5S' 374*
Joh. Emir Stieff 245.
Joh. Audi. Stiftet
Joh. Chr. Sto\a 357.
... v. Straufs 279.
Joh. Steph. StrobeJberger '13^
liane Ström 366.
Jak. Sturm 345.
Georg Ad. Suckow 31$.
Marquia de Suffren 35g.
Joh. Rud. Suter 352.
Jak. Sutherland 114«
Ebcrh. Pet. Swagerman 307.
Ol. Swartz 273. 277. 337. 367.
Em. Sweert 120*
Arn. Syen 116.
Joh. Targioni-
Octav. Targioni
378.
553.
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der Schrififteller und mcirkward5gcn,Perfonea, 395
Mich. Tenore 360.
. . . Thonning 325*
. . . Thore 355.
Andr. Thouin 376.
Kaleb. Threlkeld 216.
Ludw. Pbil. Tbümmig 227^
Karl Pet. Thunberg 274. 3*5«
5*9- 38««
Leon. Tburneyfler cum Thum
- i53-
El. Tillands 127. 153.
Mich. Aug. Tilli 123.
Joacb. Chrift. Timm 350*
Ant. Tita ai6.
Mich. Titius 147.
Henr. Jid. Toda 379.
Eiech. Tonge 6. 10.
Jof. Piiton deTournefoit 5a— 59.
D. F. Tournon 356.
Rob. Townfon
Job. Tradefcant 113.
Leop. Trattiuick 299. 347*
Joh. Fr. Trentepobt 261.
Ooitlr. Reinh. Treviranus »57.
260. 261. 312. 321.
Lud. Cbrift. Treviranus 261. 310.
#3ii. 312. 321. 375.
Chrilt. Jak. Trewr 371.
Job. Bapr. Triumferti 23. 13t.
Dawfon Turner 277. 273. 36$,
. . . Turpin 355.
Ant. Turra 35g.
Georg a Turre 123,
Tuilac 337.
J. v. Uslar 315*
Mart. Vahl 233. 323. 337. 565.
Seb. Vaillant 160 — 163,
Fei. Valle 360.
Pet. Vallet 91.
Dom. Vandelli 14* 338* 3^a.
Ant. Mar. Vaflali- Eandi 316*.
Abr. Vater 224.
Joh. Pet. Vaucher 260. *
Pet. Dion. Vellia 128. '*
Stepb. Pet. Ventenat 297. 376.
377.
C. W. Venus 367*
Wiib. Vernon 45. 66.
Joh. Vesling gl. 12g«
. . . Viguier 2761.
. . . Villars 35a* 356.
Fulgent. Vitmann 28a. 55<Q»
D. Viviani 359. 37g.
Bened. Chfift. Vogel 571.
Friedr. Siegm. Voigt 304.
Job. Georg* Volckamer 1*4*
Alex. Volta 516.
Adr. Vorft 116.
Ger. Vrolick 317. 376.
-
Eb. Jak. Wacbendorf 247.
Walt. Wade 3^4-
Georg Wahlenberg 27a. 341. 35a»
567- 369- 38i.
Fr. Waiu 375»
Graf Franx von Waldftein 569.
Joh. Gottlch. Wallerius 513.
Fr. Wallroth 351.
Thom. Walter 334«
Aug. Friedr. Walther aa4. 305,
F. L. Walther 349«
F. A. J. von Wangenheim 334«
Rieh. Warner 364. '
Fr. Weber 377. 278,
Georg Henr. Weber 35<>*
Joh. WoIFg. WecW 246.
Chrift. Ehrenlr. Weigel^ 350-
Job. Ad. Val. Weigel 55a.
J. A. Weinmann 38 1.
J. W. Weinmann 225.
Fr. Wilb. Weis 255. 35*
>
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396 Verzeichnifs der Schriftfteller u. merkwürcL FerL
Kasp. Fr. Wolf 265. 30a.
Chrift. Wollt 226.
Job. Wood ward 24.
J. G. L. Wredovr 350.
Henr. Aug. Wrisberg 359.
Fr. Xav. f. Wulften 546.
Job, ChriCt. Wendlamt 275. 574«
Jtk. Wernifcbeck 2*itf.
J. P. Weftriog 567.
A. W. E. C. Wibel 348-
Jeh. Wigand 146.
Sani. Gufi. Wilcke 350.
Karl Lodtr. Wtlldenow 357. 173.
»75- *83- 55°. 37<>.
PeL Remig. Willem« 357. 583. Jak. Zanoni 139 — 131.
Fran* WUlngbby 7. phil. Zefen 144.
Job. WitCon 361. Joh. GouFr, Zinn 550,
Dav. Wipacher 313. Job. Zoega 566.
Wilh. Witbemng 363. AuiL Zuccagni 378.
Joh. Fr. Wohlleben 351.
Job. Hier.
I 31 6.
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